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	<title>Offener Standard &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Offener Standard &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Open Source in der Bundesverwaltung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mfrost]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jun 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Ute Vogt]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Software]]></category>
		<category><![CDATA[LinuxTag]]></category>
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					<description><![CDATA[<b>Ute Vogt<!-- #EndEditable --> 
im BMI-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->24.06.2004</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Ute Vogt<!-- #EndEditable --><br />
im BMI-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->24.06.2004</b><!--break--><b><!-- #EndEditable --><br />
</b><br />
<!-- #BeginEditable "chat" --> </p>
<p>
<b>Moderator:</b> Liebe Open Source-Freunde und Skeptiker, herzlich<br />
willkommen im Live-Chat, veranstaltet vom Bundesministerium des Innern.<br />
Unser heutiger Gast ist die Parlamentarische Staatssekretärin Ute<br />
Vogt, die direkt vom Business- und Behördenkongress im Rahmen der<br />
Software-Messe &quot;LinuxTag 2004&quot; in Karlsruhe chattet. Das heutige<br />
Thema: Open Source Software in der Verwaltung. Guten Tag Frau Vogt.<br />
Wir haben 60 Minuten Zeit. Sind Sie bereit?
</p>
<p>
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/uvogt2.jpg" align="left" height="148" width="100" />Ute Vogt:</b><br />
Ja, klar.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Sie sagen, Open Source Software (OSS) sei ein wichtiger<br />
Innovationsfaktor für den Standort Deutschland. Können Sie<br />
das bitte näher ausführen?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> OSS gibt die Chance, viele unterschiedliche Ideen<br />
im Wettbewerb zu entwickeln &#8211; Weg vom Monopol hin zur Vielfalt.
</p>
<p>
<b>Max99:</b> Welche Vorteile bringt Open Source Software<br />
in der Bundesverwaltung?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Kommunikation kann zwischen unterschiedlichen Systemen<br />
organisiert werden. Häufig sind die Lösungen kostengünstiger<br />
und vorhandene Systeme müssen nicht komplett erneuert und vereinheitlicht<br />
werden, sondern können aufeinander abgestimmt werden. Außerdem<br />
lässt sich OSS auf die Bedürfnisse der Verwaltung anpassen,<br />
z.B. zur Gewährleistung der Sicherheit.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nachfrage zur Vielfalt:
</p>
<p>
<b>Wiener:</b> Brauchen Behörden nicht statt mehr IT-Vielfalt<br />
wenige Standards, um den Austausch zu erleichtern?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Ja, wir müssen uns auf offene Standards verständigen.<br />
Die einzelnen Systeme und ihre Hersteller können und sollen durchaus<br />
unterschiedlich sein. Wichtig sind gemeinsame Standards für die<br />
Kommunikation und Transaktion.
</p>
<p>
<b>Ruudi:</b> Vielfalt in der Software-Landschaft von Behörden<br />
durch OSS? Ist die IT-Struktur von Behörden nicht eh schon sehr<br />
heterogen und untereinander inkompatibel? Wird das nicht verstärkt?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Entscheidend ist, dass nicht wenige große Anbieter<br />
den Markt beherrschen und damit am Ende Preise und Gestaltung der Dienstleistung<br />
dominieren. Vielfalt empfinde ich als positiv und Wettbewerb natürlich<br />
auch.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Sie sprachen Standards an. Gibt es da erste Ergebnisse?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Die Behörden und Wirtschaft sind sich darüber<br />
einig, dass die Zukunft in der XML-Technologie liegt. Entsprechende<br />
Standardisierungsvorhaben finden Sie z.B. im Rahmen der eGovernment-Initiative<br />
Deutschland Online. Einheitliche Standards und Architekturen gibt u.a.<br />
das SAGA-Papier aus dem BMI (Innenministerium) vor, das auch von vielen<br />
Ländern und Gemeinden angewendet wird.
</p>
<p>
<b>OnoSendai:</b> Gibt es so etwas wie SAGA auch für<br />
Dateiformate wie .doc oder .xls?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> SAGA definiert als offenen Standard für offenen<br />
Dokumentenaustausch das PDF-Format. Die deutsche Verwaltung hat sich<br />
darauf geeinigt, künftig grundsätzlich ein offenes Dokumentenformat<br />
zu verwenden. Welches dies sein wird, wird z.Zt. in vielen Gremien diskutiert.<br />
Auch die Länder sind dabei und natürlich die europäische<br />
Ebene.
</p>
<p>
<b>Georg F.:</b> Welche Probleme tauchen bezüglich der<br />
Kompatibilität von Dateiformaten auf? Gibt es nicht bei OSS Probleme<br />
der Kommunikation zwischen den Behörden.
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Natürlich gibt es auch diese Probleme. Deswegen<br />
wollen wir ja gerade auf ein gemeinsames offenes Format kommen. Dieses<br />
muss aber auch von allen akzeptiert werden.
</p>
<p>
<b>Zuhörer:</b> Welche Vorteile haben die Bürger,<br />
wenn die Verwaltung mit Linux arbeitet?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Der Zugang ist von unterschiedlichen Systemen aus<br />
möglich und wir sparen Steuergelder.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Gibt es Zahlen wie viel?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Wir haben noch keine Gesamtzahlen, da die Ersparnisse<br />
auf unterschiedlichen Ebenen zustande kommen (Bundesbehörden, Länder,<br />
Kommunen). Ich empfehle, zur Erkundung von konkreten Zahlen jeweils<br />
bei einem konkreten Projekt nachzufragen.
</p>
<p>
<b>heidelberger:</b> Nachfrage zur Antwort zu Zuhörer:<br />
Dass wir Steuern sparen, merkt der Bürger aber nicht direkt, Sie<br />
bekommen (oder haben?) da ein Vermittlungsproblem.
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Viele Bürger haben das Problem, dass sie denken,<br />
sie würden Steuern nur für Politiker zahlen. In Wirklichkeit<br />
sind wir gewählt, um die Ausgabenschwerpunkte zu setzen. Was wir<br />
an Steuergeldern ausgeben, kommt in Form von Kindergärten, Schulen,<br />
Straßenbau, Polizei und eben auch in Form konkreter Unterstützung<br />
für moderne Kommunikationstechnik zu den Bürgern zurück.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Weitere Fragen zum Thema Kosten:
</p>
<p>
<b>EugenH.:</b> Gerne wird behauptet, Linux sei günstiger<br />
als Microsoft. Haben sie die Erfahrung auch gemacht beim Bund?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Es gelten auch im Bund die Gesetze der Marktwirtschaft.<br />
Mehr Wettbewerb führt auch im Bezug auf große Anbieter zu<br />
besseren Preisen.
</p>
<p>
<b>JFiedler:</b> Was ist teurer? Proprietäre Software<br />
oder die Mitarbeiterschulung für OSS?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Für proprietäre Software muss man auch Schulungen<br />
machen, die konkreten Kosten hängen vom Produkt und von den Kenntnissen<br />
der Mitarbeiter ab.
</p>
<p>
<b>Troll34:</b> Linux und Co. sind doch Expertensysteme.<br />
Für den Serverbereich mögen diese gut geeignet sein, aber<br />
der typische Büronutzer ist doch damit total überfordert.
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Das kann ich nicht bestätigen. Ich empfehle einen<br />
Besuch beim LinuxTag, hier finden Sie Oberflächen, die Sie mit<br />
einfachen Grundkenntnissen unmittelbar benutzen können.
</p>
<p>
<b>HJB:</b> Sehr geehrte Frau Vogt, meinen Sie wirklich,<br />
dass die Microsoft-Produkte in der Verwaltung durch Open Source-Produkte<br />
ersetzt werden können? Die Mehrzahl der Nutzer ist es gewohnt,<br />
privat sowie dienstlich mit Microsoft-Produkten zu arbeiten (zumindest<br />
in der Bw-Verwaltung). Jede Umstellung würde die Mehrzahl der Nutzer<br />
verunsichern. Servermäßig würde ich OSS schon eher einsetzen.
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Es geht nicht darum, grundsätzlich alle Microsoft-Produkte<br />
zu ersetzen. Ziel der Bundesregierung ist es, Vielfalt zu gewährleisten.<br />
Wir streben größtmöglichste Herstellerunabhängikeit<br />
an. Viele Behörden können ohne Probleme OSS einführen.
</p>
<p>
<b>ernst:</b> Gibt es einen politischen Willen, nun nicht<br />
mehr von einem Monopol aus Amerika abhängig zu sein?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Die Herkunft von Software spielt in einer globalen<br />
Welt bei aufgeschlossenen Menschen hoffentlich keine Rolle mehr. Aber<br />
auch Deutschland will sein großes Know-How bei Software-Lösungen<br />
einbringen. Dazu braucht es Chancengleichheit.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Dazu passend die Frage von:
</p>
<p>
<b>HAnnelore:</b> Ist die „Feindschaft“ zwischen<br />
Microsoft und Linux-Anhängern nicht kontraproduktiv? Sollte man<br />
nicht besser zusammenarbeiten?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Ja.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das war deutlich.
</p>
<p>
<b>Berger:</b> Linux wird eher im Server-Bereich eingesetzt.<br />
Plant der Bund auch bei Desktops OSS einzusetzen?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Ja, im Justizministerium und auch bei der Bundesbeauftragten<br />
für die Stasiunterlagen werden die Arbeitsplätze bereits auf<br />
Linux gestaltet. Allein in der Behörde der Bundesbeauftragten betrifft<br />
das ca. 2000 Arbeitsplätze.
</p>
<p>
<b>BSDFan:</b> Können Sie ein Beispiel angeben, wo man<br />
abhängig von MS-Produkten war und sich dies nachteilig auswirkte?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Fragen Sie mal bei der Stadt Schwäbisch Hall.<br />
Der dortige Oberbürgermeister Pelgrim wird sicher gerne über<br />
die Geschichte der Linuxeinführung in seiner Stadt Auskunft geben.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zwei Nachfragen zur Kostenfrage:
</p>
<p>
<b>Tux:</b> Aber wenn man langfristig plant, ist Linux doch<br />
preiswerter. Schulungen müssen nur einmal bezahlt werden. MS-Software<br />
muss alle drei Jahre neu gekauft werden.
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Das ist auch mein Eindruck.
</p>
<p>
<b>rudolf:</b> Also schafft man mit staatlichen Mitteln einen<br />
neuen Markt. Können Sie dem Bürger mit wirklichen Zahlen dieses<br />
Experiment plausibel machen? Warum sollte der Bürger dies bezahlen,<br />
wenn man nicht wirklich davon überzeugt ist?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Wir schaffen keinen neuen Markt, sondern wir geben<br />
dem Wettbewerb eine Chance. Und es wundert mich schon, dass aus manchen<br />
Bereichen der Wirtschaft, die sonst immer nach Wettbewerb schreit, in<br />
diesem Fall so große Ängste formuliert werden.
</p>
<p>
<b>clara:</b> Ich stelle mir die Frage, ob nicht der Aufwand<br />
zur Pflege bei offenen Systemen viel höher ist. Sind sie anderer<br />
Meinung?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Das kommt auf das jeweilige Produkt an.
</p>
<p>
<b>Lamer:</b> Da OSS kostenlos ist, kostet es doch Arbeitsplätze<br />
unserer Programmierer hier?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> OSS ist nicht kostenlos, sondern Lizenzkosten-frei.<br />
Verdient wird selbstverständlich auch im diesem Bereich, und zwar<br />
über Dienstleistungen.
</p>
<p>
<b>Bebop:</b> Wie gehen Sie mit der Angst um, freie Software<br />
könnte Arbeitsplätze kosten? Immerhin kostet sie ja nicht!
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Wir sind der Meinung freie Software schafft Arbeitsplätze.<br />
Sowohl bei kleinen als auch bei großen Unternehmen.
</p>
<p>
<b>WannaBeWizzard:</b> Gibt es eigentlich genug Anbieter<br />
zu OSS in Deutschland? Ist das Angebot an Schulungen etc. ausreichend<br />
oder besteht dort Bedarf? Lohnen Sich da Firmengründungen?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Auf dem LinuxTag lässt sich besichtigen, dass<br />
sich Firmengründungen lohnen. Es gibt bereits eine Anbietervielfalt<br />
und natürlich entsprechende Schulungen. Aber für neue Ideen<br />
ist immer noch Platz. Dass ist ja der Sinn des kreativen Wettbewerbs.
</p>
<p>
<b>OSSHacker:</b> Werden Sie die Weiterentwicklung von OpenSourceSoftware<br />
fördern?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Wir stecken kein Geld in Programmierungen neuer Produkte,<br />
sondern unterstützen Projekte und vorhaben. Dabei wird OSS auch<br />
auf die Bedürfnisse der Verwaltung angepasst. Damit wird natürlich<br />
auch Weiterentwicklung vorangetrieben. Produkte und Dienstleistungen<br />
sollen vom Markt kommen.
</p>
<p>
<b>Pierre:</b> Wie viele Arbeitsplätze möchte der<br />
Bund im Bereich OSS schaffen, bzw. gibt es angestrebte Zahlen?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Die Zahl ist nicht festgelegt, da jedes Ministerium<br />
und jede Behörde dies für sich selbst bestimmt.
</p>
<p>
<b>Rab:</b> Wie können Kommunen von der Erfahrungen<br />
des Bundes bei OSS profitieren? Die Probleme vor Ort sind doch ganz<br />
anders?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Der Bund versteht sich als Koordinator. Wir können<br />
nicht alle Erfahrungen selbst gemacht haben. Aber wir vermitteln Kontakte,<br />
z.B. OSS-Kompetenzzentrum auf der Website www.kbst.bund.de.
</p>
<p>
<b>rudolf:</b> Sie sprachen vorhin die europäische Ebene<br />
an. Wie sieht die Entwicklung in den anderen EU-Staaten derzeit aus?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Sehr unterschiedlich. Es gibt auch Staaten, die uns<br />
bereits etwas voraus sind, z.B. die Niederlande. Insgesamt sind sich<br />
die Europäer einig, mehr Open Source einzusetzen und offene Standards<br />
zu fördern. Dazu gab es gestern hier in Karlsruhe auch die Konferenz<br />
der Vertreter der Europäischen OSS-Kompetenzcenter.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Neues Thema:
</p>
<p>
<b>Arne:</b> Wie ist der Zusammenhang zwischen OSS und Softwarepatenten?<br />
Wie kommt das zusammen: Einerseits fördert der Staat OSS und auf<br />
der andere Seite muss er Gesetze in genau die andere Richtung exekutieren?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Noch muss überhaupt kein Gesetz exekutiert werden.<br />
Derzeit wird auf europäischer Ebene eine Richtlinie diskutiert,<br />
um die Rechtslage zu vereinheitlichen.
</p>
<p>
<b>URSUS:</b> Wie stehen die Chancen, Software-Patente auf<br />
EU-Ebene zu verhindern?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Es geht nicht darum, die Richtlinie zu verhindern,<br />
sondern sie so zu gestalten, dass Software als solche nicht ohne weiteres<br />
zu patentieren ist. Als nächstes kommt es auf die Entscheidung<br />
des Europäischen Parlamentes an. Leider haben sich die Mehrheitsverhältnisse<br />
nach den Europawahlen verändert und wir wissen noch nicht, wie<br />
das neue Parlament sich äußern wird. Bisher war das EP für<br />
eine enge Beschränkung der Patentierung. Ich hoffe, dass diese<br />
Position auch beibehalten wird, denn dann wird weiter über die<br />
Details der Richtlinie verhandelt.
</p>
<p>
<b>kalug:</b> Was ist Ihre Position zu Softwarepatenten?<br />
Werden Sie an der Demonstration gegen Sowftarepatente teilnehmen?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Ganz ohne Softwarepatente wird es auf europäischer<br />
Ebene nicht gehen. Für mich ist entscheidend, dass Interoperabilität<br />
bewahrt wird, die Offenlegung von Schnittstellen in jedem Fall gesichert<br />
bleibt und der Grundgedanke der freien Software sich in der Richtlinie<br />
wiederfindet. Damit bin ich für eine enge Beschränkung der<br />
Patentierungsmöglichkeiten. Damit möchte ich nicht nur den<br />
OpenSource Bereich schützen, sondern auch die deutschen Software-Entwickler<br />
insgesamt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Weitere Themen:
</p>
<p>
<b>Timmi:</b> Wie steht es mit der Sicherheit von Open-Source<br />
Betriebssystemen wie BSD oder Linux. Sind diese wirklich sicherer gegenüber<br />
Viren, Dialern und Hackerangriffen?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> OSS-Lösungen sind nicht per se sicherer. Aber<br />
durch individuelle Lösungen kann Sicherheit besser implementiert<br />
werden. Bei Angriffen bietet die Vielfalt einen Schutz vor Massenschäden.
</p>
<p>
<b>Bebop:</b> Wie sieht es mit der Archivierung von Daten<br />
aus, gibt es da Probleme mit OSS oder MS?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Damit sind wir wieder beim Thema offenes Dokumentenformat<br />
&#8211; Wir brauchen hier eine Einigung aller Beteiligten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nachfrage zur Migration zu OSS:
</p>
<p>
<b>SlashChatter:</b> Welche Schwierigkeiten bei der Umstellung<br />
auf OSS treten denn auf? Sie meinten Justiz-Ministerium und Stasibehörde<br />
würden umsteigen.
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Es gibt die üblichen Probleme, die es immer gibt,<br />
wenn man Systeme grundsätzlich neu installiert. Erfahrungen und<br />
Probleme sind im Migrationsleitfaden des BMI dokumentiert. Download<br />
unter www.kbst.bund.de.
</p>
<p>
<b>heidelberger:</b> Fördern Sie denn den Einsatz von<br />
Open Source auch wirklich aktiv genug, mal ganz selbstkritisch? Auf<br />
Ihrem Schreibtisch steht doch sicher auch ein Gerät mit Microsoft-Software,<br />
oder?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Mein Arbeitsplatz im Ministerium hat in der Tat Microsoft-Software.<br />
Aber viele Server laufen auch in unserem Haus auf Linux. Es geht uns<br />
nicht um ein Entweder &#8211; Oder, sondern um Chancengleichheit und Vielfalt<br />
für alle Beteiligten.
</p>
<p>
<b>Bünde:</b> Welche persönlichen Erfahrungen haben<br />
sie mit Open Source? Etwa mit ihrem PC?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> In meinem eigenen PC ist wie bereits ausgeführt<br />
noch keine Open Source. Aber ich habe Anwendungen bereits auf kommunaler<br />
Ebene getestet.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Vorletzte Frage:
</p>
<p>
<b>Polizei:</b> Microsoft ist ja erstmalig auch auf dem Linuxtag<br />
vertreten. Besuchen sie auch deren Stand und führen Gespräche?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Microsoft habe ich bereits auf der Cebit besucht.<br />
Bei meinem heutigen LinuxTag-Besuch hatte ich andere Schwerpunkte. Aber<br />
das hat keinen tieferen politischen Grund. Wir grenzen nicht aus, sondern<br />
erweitern schlicht das Angebot.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zum Abschluss der 60 Minuten:
</p>
<p>
<b>ketkar:</b> Wie hat Ihnen die Messe heute gefallen?
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Prima.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Liebe Linux-Freunde und Skeptiker, liebe Frau Vogt,<br />
ganz herzlichen Dank für Ihre Teilnahme am Live-Chat. Leider ist<br />
eine Stunde schon vorbei, danke für die vielen Fragen und Ihre<br />
Antworten. Leider können nicht alle beantwortet werden. Weitere<br />
Informationen finden sie im Internet unter www.kbst.bund.de oder www.staat-modern.de.<br />
Der Chat wurde von politik-digital.de durchgeführt. Wir wünschen<br />
allen einen schönen Tag und viel Spaß beim Linuxtag.
</p>
<p>
<b>Ute Vogt:</b> Vielen Dank für das Interesse. Bringen Sie sich<br />
weiter in dem Thema ein und vergessen nicht, dass die politischen Rahmenbedingungen<br />
entscheidend sind für Entwicklungen in Deutschland und Europa.<br />
Und dass Sie durch Teilnahme an Wahlen Einfluss nehmen können!
</p>
<p><!-- #EndEditable --> </p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wegweiser in die Wissensgesellschaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaftcharta-shtml-3109/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Open-Source]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Privatheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtstaatliche Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgipfel zur Informationsgesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Charta der Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Offener Standard]]></category>
		<category><![CDATA[Internetforum]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom 19. Mai bis zum 19 Juni findet die online Diskussion der "Charta der Bürgerrechte für eine nachhaltige Wissensgesellschaft" statt. Sie ist ein kollaboratives Werk verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure, die ein Diskussionsangebot zum Weltgipfel zur Informationsgesellschaft unterbreiten wollen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 19. Mai bis zum 19 Juni findet die online Diskussion der &#8220;Charta der Bürgerrechte für eine nachhaltige Wissensgesellschaft&#8221; statt. Sie ist ein kollaboratives Werk verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure, die ein Diskussionsangebot zum Weltgipfel zur Informationsgesellschaft unterbreiten wollen.<!--break-->
                    </p>
<p>Der UN-Gipfel zur Informationsgesellschaft (World Summit on the Information Society WSIS) bildet ein gutes Forum, um die Prinzipien einer Verfassung der künftigen Gesellschaft, die wir mit dem Akzent auf dem Wissen, das Menschen zum Handeln befähigt, als Wissensgesellschaft bezeichnen, international zu diskutieren.<br />
                    <br />Zu diesem Diskussionsprozess wollen wir mit einer Charta einen Beitrag leisten. Darüber hinaus soll innerhalb Deutschlands eine Selbstverständigung über Eckpunkte einer zukunftsweisenden Gesellschaftspolitik auf dem Weg in die Wissensgesellschaft angeregt und die Bundesregierung zu entsprechenden Vorstößen in der internationalen Debatte ermutigt werden.</p>
<p>
                    <strong>Der Charta-Weg</strong><br />
                    <br />Ausgehend von diesen Überlegungen begannen vor etwa einem halben Jahr eine Reihe namhafter WissenschaftlerInnen und NGO-VertreterInnen auf Anregung und mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung mit der Entwicklung eines ersten Charta-Entwurfs. Dieser erste Entwurf wurde im Januar in die 2. Vorbereitungskonferenz des WSIS eingebracht.<br />
                    <br />Nun liegt auf dem Weg zu einer Charta der Bürgerrechte eine 2. Version vor, an der ein viel breiterer Kreis auf einem öffentlichen Workshop im März 2003 mitgewirkt hat. Die wertvollen Anregungen wie auch die Kritik dieser zivilgesellschaftlichen Teilöffentlichkeit wurden von der unterzeichnenden Redaktionsgruppe in die vorliegende Version eingearbeitet.</p>
<p>
                    <strong>Aktuell</strong><br />
                    <br />In einem weiteren Schritt findet nun vom 19. Mai bis zum 19. Juni eine Online-Diskussion der Charta statt: das ChartaForum auf<br />
                    <a href="http://www.worldsummit2003.de">www.worldsummit2003.de</a>.<br />
                    <br />Mit diesem Schritt möchte die Charta-Redaktion das Angebot für eine zivilgesellschaftliche Verständigung über die orientierenden Rechte und Werte einer nachhaltigen Wissensgesellschaft und für die Formulierung eines Aktionsplans mit den dazu gehörigen Umsetzungsforderungen machen. Ende Juni wird die Redaktion dann die fertige Charta der Öffentlichkeit vorstellen und für breite Unterstützung der Forderungen des Aktionsplans werben.<br />
                    <br />Die wichtigsten Prämissen dieser Charta berühren die Frage, welche Prioritäten die Bundesrepublik beim WSIS setzen sollte.</p>
<p>
                    <strong>Ausgangsthese der Charta</strong><br />
                    <br />Die Ausgangsthese ist, dass die Digitalisierung einen erheblichen Neuordnungsbedarf im Hinblick auf den Umgang mit Wissen hervorruft.<br />
                    <br />Aus unserer Sicht wird die Auseinandersetzung hierzulande, aber auch weltweit, sehr stark durch die Bestandsinteressen der Informationswirtschaft und der Verwertungsindustrie geprägt. Das herrschende Problembewusstsein erschöpft sich in Begriffen wie Raubkopien und geistiger Enteignung.<br />
                    <br />Wir meinen dagegen, dass es bei der Gestaltung der künftigen Wissensordnung mehr zu bedenken gibt als die Absatzprobleme einzelner Branchen.<br />
                    <br />Aus unserer Sicht geht es um nichts Geringeres als die Konzeption einer NACHHALTIGEN WISSENSGESELLSCHAFT, die auch für die künftigen Generationen das Wissen der Vergangenheit zugänglich vorhält. Nur durch den ungehinderten Zugang zu Wissen können die kreativen Potenziale erschlossen und soziale und wirtschaftliche Erfindungen gefördert werden, die für die Zukunft unserer Gesellschaft und ihrer Verantwortung für globale Nachhaltigkeit erforderlich sein werden.</p>
<p>
                    <strong>Zum Konzept der Nachhaltigkeit der Wissensgesellschaft</strong><br />
                    <br />Es ist dieser Aspekt der Nachhaltigkeit, der die Charta von anderen Texten dieser Art unterscheidet. Die Präambel erläutert die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit und den Begriff der Wissensgesellschaft, die unseren Überlegungen zugrunde liegen. Wir knüpfen damit an die Diskussionen des Johannesburger Weltgipfels zur nachhaltigen Entwicklung an und skizzieren Prinzipien eines nachhaltigen Umgangs mit und in elektronischen Umwelten.<br />
                    <br />Unsere Überzeugung ist, dass die zunehmende Privatisierung und Kommerzialisierung von Wissen und Information, die Herstellung von Wissen als knappem Gut, nicht nachhaltig ist. Deshalb sollte der WSIS in Rechnung stellen, dass das meiste Wissen dieser Welt frei ist, &#8220;Erbe und Besitz der Menschheit&#8221;, &#8211; also frei zugänglich ist und auch dauerhaft so bleiben muss.<br />
                    <br />Der Weltgipfel sollte zugleich die global fortschreitende Kommodifizierung von Wissen als reale Gefahr für den freien Zugang zu Wissen, der Grundlage für die demokratische Entwicklung ist, erkennen und Maßnahmen zum Gegensteuern fordern. Das Bewußtsein muss geschärft werden, dass das herrschende System des Geistigen Eigentums, dargelegt in den WIPO-Konventionen und TRIPS-Verträgen, den freizügigen und inklusiven Zugang zu Wissen und Information massiv beeinträchtigt und deshalb grundlegend revidiert werden muß.</p>
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                    <strong>Hauptanliegen der Charta: Neue Wissenspolitik</strong><br />
                    <br />Eine an Nachhaltigkeitsprinzipien orientierte Wissenspolitik muss klar machen: Wissen und Information können nicht in gleicher Weise wie ein Auto als Privateigentum betrachtet und geschützt werden. Das Wissen ist Gemeineigentum und es ist die Gesellschaft, die den AutorInnen, KünstelerInnen und ErfinderInnen die Verwertung ihrer geistigen Produkte für eine bestimmte Zeit zur ausschließlichen Verwertung freigibt, bevor sie wieder in die öffentliche Sphäre, die public domain, zurückgeholt werden. Die ursprüngliche Intention des Schutzsystems des geistigen Eigentums, die Kreativität und Innovationsfähigkeit der Gesellschaft durch Anreize zu stimulieren, scheint heute jedoch zugunsten der privatwirtschaftlichen Interessen der global agierenden Medien- und Verwertungsindustrien gekippt.<br />
                    <br />Es ist also von herausragender Bedeutung, auf dem WSIS sicherzustellen, dass die gesellschaftlichen Nutzungsrechte an Wissen und Information auch in elektronischen Umgebungen erhalten und gegen die derzeit dominierende Kommodifizierung sogar ausgedehnt werden, so dass auch künftige Generationen ungehinderten Zugriff auf die Wissensressourcen haben. Gerade auch im Interesse der Verringerung der digitalen Spaltung zwischen Nord und Süd muss der WSIS eine neue Balance der privatwirtschaftlichen Interessen und der Interessen der Allgemeinheit fordern.<br />
                    <br />Zunächst scheint dies plausibel und auch allgemein anerkannt. Die zurückliegende Debatte über die Novellierung des Deutschen Urheberrechts hat aber gezeigt, wie unverblümt und teilweise auch wirksam sich wirtschaftliche Partikularinteressen und private Eigentumsansprüche als das Allgemeininteresse zu inszenieren vermögen. Der Begriff &#8220;Eigentum&#8221; bezogen auf geistige Güter schürt sogar dieses Mißverständnis und sollte fallen gelassen werden.<br />
                    <br />Vor diesem Hintergrund wurden die ersten beiden Paragraphen der Charta formuliert:<br />
                    <br />§ Der freie Zugang zu Wissen ist erstens die Voraussetzung für die demokratische Teilhabe am öffentlichen Leben, zweitens aber auch Vorbedingung für die Schaffung von neuem Wissen.</p>
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                    <strong>Bedingungen für eine nachhaltige Wissenspolitik: Kommunikationsrechte</strong><br />
                    <br />In den weiteren Paragraphen spricht die Charta Rechte und Werte an, die wir als unabdingbar für die Verwirklichung der Wissensgesellschaft ansehen. Um solche Rechte und Werte sollten es auf dem Weltgipfel vornehmlich gehen und nicht um die Frage, wie Personal-Computer und Microsoft Software in das letzte afrikanische Dorf gelangen. Es ist gerade diese informationstechnologische Zweck-Mittel-Verkehrung, die wir an der bisherigen Anlage des WSIS kritisieren. Die Charta hebt deshalb hervor:<br />
                    <br />1. Im Bereich der Bürger und Menschenrechte soll neben den bereits international anerkannten, aber noch lange nicht weltweit durchgesetzten Menschenrechten auf Meinungs- und Pressefreiheit im WSIS auch das Recht auf Privatheit als für die Selbstbestimmung der Menschen unerlässliches Menschenrecht anerkannt werden. Auch in der elektronisch vernetzten Arbeitswelt muss das Recht auf Privatheit respektiert werden und müssen die erstrittenen ArbeitnehmerInennrechte weiterhin gelten.<br />
                    <br />2. Offene Standards: Ebenfalls sehr wichtig ist es, im Bereich der technologischen Infrastruktur Offene Standards durchzusetzen &#8211; sowohl zur Verhinderung von Monopolbildung bei der informationstechnischen Infrastruktur als auch als Mittel zur Überbrückung der Digitalen Spaltung. Die gesellschaftspolitische Bedeutung von Open Source und offenen Standrads soll im WSIS hervorgehoben werden.<br />
                    <br />3. Informationsfreiheit als Bürgerrecht gegenüber dem Staat und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung müssen als Prinzip anerkannt werden, auch wenn abzusehen ist, dass undemokratische Staaten hier nicht mitziehen werden.<br />
                    <br />4. Schließlich erwähnt die Charta die Sicherung der kulturellen Vielfalt sowie die Sicherung der medialen Vielfalt als wichtige Prinzipien, die auch in der Zukunft zu gelten haben und die beim WSIS den neuen Bedingungen der Wissensgesellschaft angepasst werden müssen.<br />
                    </p>
<p>Die Redaktion erhofft sich, eine breite Beteiligung und spannende Diskussionen im ChartaForum und lädt alle Interessierte zur Weiterentwicklung der Charta ein.<br />
                    <br />Diskutieren Sie mit auf<br />
                    <a href="http://www.worldsummit2003.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.worldsummit2003.de</a><br />
                    </p>
<p>Olga Drossou ist Referentin für Neue Medien der Heinrich-Böll-Stiftung und Mitglied der Charta Redaktion.</p>
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