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	<title>Olympische Sportler &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Olympische Sportler &#8211; politik-digital</title>
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		<title>On your marks-get digital? No!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jmeyerspasche]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Sie würde ja so gerne. Aber es geht nicht. Franziska van Almsick kann auf ihrer
<a href="http://www.franzi.de/d/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Website</a> kein Sydney-Tagebuch führen.
Weil sich angeblich weit und breit im Olympischen Dorf kein Internetzugang finden lässt. Ob das der
wirkliche Grund ist? Laut Internationalem Olympischen Komitee (IOC) dürfte sie das nämlich
sowieso nicht tun.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Sie würde ja so gerne. Aber es geht nicht. Franziska van Almsick kann auf ihrer<br />
<a href="http://www.franzi.de/d/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Website</a> kein Sydney-Tagebuch führen.<br />
Weil sich angeblich weit und breit im Olympischen Dorf kein Internetzugang finden lässt. Ob das der<br />
wirkliche Grund ist? Laut Internationalem Olympischen Komitee (IOC) dürfte sie das nämlich<br />
sowieso nicht tun.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Athleten dürfen zwar in den Zeitungen ihrer Heimatorte Tagebücher veröffentlichen;<br />
sobald diese ins Netz gestellt werden, geht allerdings die rote Fahne hoch, und der Sportler riskiert den<br />
Ausschluss von den Olympischen Spielen. Dieses Verbot gilt nicht nur für die eigenen Homepages der<br />
Athleten, sondern auch für die ihrer Sponsoren, Zeitungen und sogar die der offiziellen Olympia-Medienpartner.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Logik dahinter?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Offiziell soll durch diese Rundum-Sperre verhindert werden, dass die Sportler im Netz Neuigkeiten<br />
über die anderen Athleten enthüllen. So viel Uneigennützigkeit seitens des IOC wirkt<br />
nicht besonders glaubwürdig. Warum sollten die Sportler im Internet freizügiger erzählen<br />
als in ihrer Heimatzeitung oder in den weiterhin erlaubten Interviews?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine wirklich überzeugende Argumentation bietet das IOC nicht. Denn die<br />
<a href="http://www.olympic.org/ioc/e/facts/charter%5Fold/charter%5Fprogram%5Fe.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Regel Nummer 59</a><br />
der Olympic Charta erwähnt nicht konkret das Internet oder andere Medien, es verbietet nur allgemein<br />
journalistische Aktivitäten der Athleten während der Olympischen Spiele. Dass allerdings ein<br />
Internet-Tagebuch journalistischer sein soll als ein Tagebuch in einer Lokalzeitung ist nicht plausibel.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Vielleicht ist die ganze Aufregung auch umsonst. Das IOC und seine nationalen Komitees werden kaum<br />
alle Websites der Athleten, der Zeitungen und der Sponsoren ständig auf Verdächtiges hin<br />
überprüfen. Allerdings riskiert ein Athlet, der es darauf ankommen lässt, einen Ausschluss<br />
von den Spielen. Wie hart tatsächlich durchgegriffen werden wird, ist nicht ganz klar. Die<br />
Auseinandersetzung bewegt sich in einer riesigen Grauzone.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Schwimmerin Sandra Völker wagt sich hinein. Sie schreibt nicht nur in der Printausgabe der<br />
Hamburger Morgenpost ein Sydney-Tagebuch, sondern auch in der<br />
<a href="http://www.mopo.de/seiten/sport-serie13.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Online-Version</a>. Für das Magazin<br />
<a href="http://www.stern.de/sport-auto/sydney2000/tagebuch/index.php" target="_new" rel="noopener noreferrer">Stern</a> und<br />
<a href="http://www.evita.de/center/0,3485,40,00.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">eVITA</a> von der Deutschen Post<br />
ist Völker ebenfalls online unterwegs.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Spiegel ist da vorsichtiger, er nutzt anscheinend den Interview-Trick: Auf seiner Website werden<br />
<a href="http://www.spiegel.de/sport/0,1518,k-643,00.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">tägliche Interviews</a> mit<br />
den Beachvolleyballern Olli Oetke und Andi Scheuerpflug ankündigt. Vielleicht würden die<br />
beiden ein Tagebuch schreiben, wenn es erlaubt wäre?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch die meisten anderen Athleten halten sich zurück. Einige erwähnen auf ihren Sites die<br />
Olympischen Spiele gar nicht erst, so der Turner <a href="http://www.andreas-wecker.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Andreas<br />
Wecker</a>, andere hören bei Berichten zur Vorbereitung auf, wie der Zehnkämpfer<br />
<a href="http://www.frank-busemann.de/html/hauptteil_index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Frank Busemann</a>. <br />
Der australische Starschwimmer Ian Thorpe äußert sich während der Spiele nicht einmal zu<br />
harmlosen <a href="http://www.ianthorpe.telstra.com.au/askswin/ask.cfm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Fan-Fragen</a> nach<br />
seiner Lieblings-Simponsfigur oder ob er Wassermelonen mag. Teamkollege Daniel Kowalski lässt seine<br />
Website ebenfalls ruhen. Er ist allerdings der einzige, der so ehrlich ist und als Grund<br />
<a href="http://www.danielkowalski.telstra.com.au/" target="_new" rel="noopener noreferrer">den IOC-Vertrag</a> angibt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Gerade das Ereignis Olympia ist natürlich ein Highlight für die Fans, eine Webpage wäre<br />
das geeignete Medium der Star-Fan-Kommunikation. Doch das IOC entdeckt das Thema &quot;Sport und Neue<br />
Medien&quot; gerade erst. Vor vier Jahren hatten die Homepages der Sportler noch keine große Bedeutung,<br />
heute dagegen zeugen gut besuchte Fan-Foren und Gästebücher von regem Interesse an den Sites.<br />
In der Zeit dazwischen hat das IOC die Entwicklung offensichtlich nicht sehr aufmerksam beobachtet und<br />
darum jetzt überhastet die Rundum-Internetsperre verhängt.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Konkrete Regeln für den Umgang mit dem Internet sollen im Dezember auf einer<br />
<a href="http://www.fiendish.com/ioc/pressrelease.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">IOC-Konferenz</a> zum Thema<br />
&quot;Sport und Neue Medien&quot; gefunden werden. Für Sydney kommt die Initiative jedoch zu spät.<br />
</span></p>
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