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	<title>Online-Community &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Netzhysterie in der Ukraine-Krise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Kühn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2014 11:04:43 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Christian Neef]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Wenn es um den Konflikt in der Ukraine geht, sind viele Online-Foren voll von Halbwahrheiten, vereinfachten Sichtweisen und offenen Verschwörungstheorien. Doch dieses Phänomen einfach nur als digitales Grundrauschen abzutun, ist gefährlich. Damit sich vermeintlich alternative Narrative nicht durchsetzen, bedarf es eines kritischen Journalismus – der sich auch vor Selbstkritik nicht scheut.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Vor kurzem erschien auf „Spiegel Online“ ein <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-wladimir-putin-und-sanktionen-appell-fuer-mehr-sachlichkeit-a-984876.html">Beitrag</a> von Christian Neef – langjähriger Russland-Korrespondent des „Spiegels“ – zur Ukraine-Krise, in welchem der Autor mehr Sachlichkeit in der deutschen Debatte anmahnte. Dabei bezog sich Neef weder auf die mediale noch die politische Debatte. Es ging ihm vielmehr um einen oft vergessenen Akteur: den Leser.<br />
Im digitalen Zeitalter ist dieser nicht mehr nur Rezipient, sondern oft auch Kommentator und Multiplikator. Große Online-Medien wie der „Spiegel“ bieten zu fast jedem Artikel ein Forum an, in welchem jeder x-beliebige Leser nach einem kurzen Anmeldeverfahren seine Meinung kundtun kann. Über Twitter oder Facebook können einzelne Artikel geteilt und geliked sowie, mit einem kurzen Kommentar versehen, an die eigenen Follower weitergegeben werden. Parallel zum Artikel entsteht somit eine Meta-Debatte, die sich in puncto Geschwindigkeit, Reichweite und Partizipation grundsätzlich vom traditionellen Trägermedium des Leserbriefs unterscheidet.</p>
<h3>„Kriegstreiber“ und „Gewaltverbrecher“</h3>
<p>Nicht verwunderlich, sind solche Debatten oft wenig fundiert und geben häufig Allgemeinplätzen oder kruden Theorien Raum. Dies ist nur logisch. Hier spricht der bundesdeutsche Normalbürger, und das soll er auch.<br />
Wie Neef nun mit Sorge bemerkt, zeige sich in der Debatte um Russland und die Ukraine-Krise ein „verstörender Ton“ in den an ihn gerichteten Leserbriefen. Während einige schäumen, der Spiegel betreibe „die Kriegsvorbereitung gewisser Ostküsten-Kreise“, verfallen andere in finstersten Duktus und warnen vor den „asiatischen Steppenhorden unter der Führung des Gewaltverbrechers Putin“.<br />
Nur wenige Tage vor Neefs Artikel hatte sich die „Spiegel“-Redaktion bereits einmal genötigt gefühlt, den eigenen Lesern den Titel von Heft 31/2014 „Stoppt Putin jetzt!“ zu <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/spiegel-titel-zu-putin-in-eigener-sache-a-983484.html">erklären</a>. Vorwürfe, das Titelbild sei „kriegstreiberisch“, seien eine „absurde Behauptung“, so die Klarstellung in eigener Sache.<br />
Nun könnte man durchaus eine gewisse Nonchalance an den Tag legen und die zahllosen Wortmeldungen unter dem Deckmantel der Anonymität geflissentlich als digitales Grundrauschen ignorieren. Jeder, der sich schon einmal die Mühe gemacht hat, die Foren diverser Online-Medien zu durchforsten, kennt das Phänomen des so genannten „Foren-Trolls“, die umgangssprachliche Beschreibung eines Menschen, der zum eigenen Vergnügen kontroverse Ansichten verbreitet und entstehende Debatten bewusst stört – ein Phänomen des digitalen Zeitalters, das sich eben nur mit der (fast) gesicherten Anonymität und der technisch unkomplizierten Möglichkeit zur schnellen Interaktion erklären lässt. Es bleibt jedoch die Frage: Woher kommt die plötzliche Leserwut?</p>
<h3>Ausmaß und Argumentation sind erschreckend</h3>
<p>Im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise sind neben den oftmals zynisch bis hetzerisch anmutenden Forenbeiträgen zunächst vor allem zwei Aspekte bedenklich. Zum einen erstaunt das Ausmaß der digitalen Störfeuer aus zweiter Reihe. Ein kurzer Blick in diverse Foren anderer großer Online-Medien genügt, um sich ein Bild zu machen. So unterstellt ein Leser der „FAZ“-Online-Ausgabe der NATO das Ziel einer Rückeroberung der Krim und <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/russland-verbietet-einfuhr-von-west-lebensmitteln-um-jeden-preis-13085177.html">schlussfolgert</a>: „Man muss eigentlich davon ausgehen, dass das von Anfang an so geplant war“. Ein Forist der „Süddeutschen Zeitung“ <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/krieg-im-osten-ukraine-setzt-waffenruhe-an-mh-absturzort-aus-1.2080385">stellt fest</a>: „Die Politiker-Pudel folgen brav den USA-Kampfhunden […]. Die Medien trommeln brav für den Krieg.“ Auf dem Online-Portal der „Frankfurter Rundschau“ <a href="http://www.fr-online.de/ukraine/ukraine-krise-luftangriff-auf-donezk,26429068,28046736.html">hetzt</a> ein Forenbeitrag gegen eine „korrupte [russische] Regierung mit faschistischen Neigungen“.<br />
Zum anderen zeigen die oftmals inhaltlich völlig konträr laufenden Weltsichten ein verstörendes Maß an vorurteilsbehafteter Eindimensionalität. Dabei lassen sich vor allem drei übergeordnete Narrative ausmachen. Erstens, die USA seien ein stetiger Kriegstreiber, der nur eigene Interessen verfolge und Russland auf Kosten der EU (erwünschter Nebeneffekt) auf die Knie zwingen wolle. Zweitens, Deutschland sei der (oben erwähnte) Pudel der Amerikaner und weder willens noch fähig, eine eigenständige Politik zu verfolgen. Drittens, Putin (und mit ihm Russland) stehe fern jeglicher westlicher Werte und verstehe nur die eigene Sprache der Drohung.</p>
<h3>Die Sehnsucht nach einfachen Erklärungen</h3>
<p>Solche Meinungsäußerungen drücken zunächst nur ein nicht mehr einzulösendes Grundbedürfnis nach Simplizität aus. Ließen sich die groben Strukturen des 20. Jahrhunderts über weite Strecken noch deutlich einfacher erklären – „Faschisten versus Befreier“, „Kommunismus versus freie Welt“ –, ist das multipolare 21. Jahrhundert mit seinen vielfachen komplexen Interdependenzen vor allem eines: grau. Diese Komplexität entzieht sich dem Wunsch nach einfachen Erklärungen und trägt zur Kakophonie vieler politischer Debatten maßgeblich bei. Zur horizontalen Komplexität kommt dann noch die vertikale Verstärkung einzelner Ereignisse durch die mediale Berichterstattung. Im Falle der Ukraine-Krise wird der interessierte Leser täglich mit einer nicht mehr zu bewältigenden Fülle von Artikeln, Meinungsäußerungen, Interviews, Video-Clips und Tweets überfordert. Es entsteht der Eindruck einer bedrohlichen Singularität der Ereignisse.</p>
<h3>Die beliebten Netz-Thesen sind schnell entkräftet</h3>
<p>Wie komplex die einzelnen Handlungszusammenhänge rund um die Ukraine sind, zeigt eine kurze Auseinandersetzung mit den Kernthesen der erbosten Online-Community.<br />
So stimmt es zunächst, dass die USA und die NATO eine ganze Reihe fragwürdiger Entscheidungen im Umgang mit Russland getroffen haben. Reinhard Mutz hat in einem exzellenten Artikel die teils zweifelhafte Politik des Westens nachgezeichnet <sup>1</sup>. Diese reicht vom <a href="http://www.nato.int/cps/en/natolive/official_texts_8443.htm">NATO-Beitrittsversprechen</a> an Georgien und die Ukraine über die Aufkündigung des stabilisierenden Vertrags zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen (ABM-Vertrag) durch Washington im Jahr 2002 bis zur umstrittenen Anerkennung des Kosovo. Gerade letzter Fall wird im Zusammenhang mit der Krim von Amerika-Kritikern gern als Beispiel für so genannte „double standards“ herangezogen. Dabei wird gern vergessen, dass der Bevölkerung des Kosovo deutlich mehr Zeit für die eigene und freie Entscheidungsfindung eingeräumt wurde als auf der Krim <sup>2</sup>.<br />
Gleichwohl können die Fehler des Westens weder als alleiniges Erklärungsmuster für die strukturellen Defizite Russlands in den Bereichen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit oder verantwortungsbewusste Regierungsführung herhalten, noch eignet sich Moskaus Streben nach exklusiven <a href="http://www.newyorker.com/magazine/2014/08/11/watching-eclipse">Einflusszonen</a> entlang der russischen Peripherie zur Umdeutung in eine präventive russische Antwort auf vermeintliche geopolitische Ambitionen Washingtons. Auch wird in den aufgeheizten Leserdebatten gern übersehen, dass die USA durchaus mäßigende Schritte unternehmen, um ein Übergreifen der Krise auf deutlich prekärer anmutende Interdependenzen zu verhindern. So reagierte Washington auf die wahrscheinliche <a href="http://www.latimes.com/opinion/op-ed/la-oe-pifer-russia-missile-test-20140731-story.html">Verletzung</a> eines Vertrags zur Begrenzung nuklearer Trägersysteme durch Russland zunächst nur durch eine Politik des öffentlichen „blaming and shaming“ und nicht, wie von manchen konservativen U.S.-Hardlinern gefordert, mit der sofortigen Aufkündigung des Vertrags.</p>
<h3>Die deutsche Rolle im Ukraine-Konflikt</h3>
<p>Für das politische Berlin wiederum gilt, dass die meisten deutschen Initiativen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise auf einem Level der „low visibility“ stattfinden und sich auf Grund ihres vertraulichen Charakters per se eher schlecht für die tägliche mediale Berichterstattung eignen. In einer Phase, in der Washington und Moskau (fast) nicht mehr direkt miteinander <a href="http://nationalinterest.org/feature/why-obamas-coercion-strategy-ukraine-will-fail-11006">kommunizieren</a>, kommt der deutschen Außenpolitik eine zentrale vermittelnde Rolle zu. Diese Anforderung erfüllt die Bundesregierung bisher sowohl mittels bilateraler Gesprächskanäle, als auch auf multilateraler Ebene, vor allem im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Sie steht damit in der Tradition der Ostpolitik, die seit jeher deutsche Interessen zu einem Kernanliegen gemacht hat.<br />
All diese komplexen Zusammenhänge lassen sich nur schwierig und mit einem hohen Maß an Differenziertheit vermitteln. Sie eignen sich nicht für vereinfachende Schlagworte oder virtuelle Stammtischparolen. Die bundesdeutsche Medienlandschaft und die Berliner Politik stehen somit vor der mühsamen Aufgabe, den Bürgern überzeugend und verständlich zu erklären, warum wirtschaftliche Sanktionen, die auch Deutschland schaden, zum jetzigen Zeitpunkt geboten sind, und wie eine positive Exit-Strategie aus der sich verschärfenden Krise für alle Seiten aussehen könnte. Diese Aufgabe wird von nicht unerheblicher Bedeutung sein. Der plumpe Hinweis der „Spiegel“-Redaktion in eigener Sache, dass die Forderung nach Sanktionen gegen Russland „der veränderten Haltung der Bundesregierung“ entspreche, ist ein gutes Beispiel, wie man es nicht macht.</p>
<h3>Klassische Institutionen müssen Vertrauen zurückgewinnen</h3>
<p>Die Scharfzüngigkeit mancher anonymer Kommentatoren im Netz verweist nämlich noch auf einen dritten wichtigen Aspekt. Die kritisch bis ablehnende Haltung gegenüber traditionellen Institutionen wie Politik und Medien speist sich auch aus einem wachsenden Misstrauen. Den Erklärungsmustern etablierter Medien werden immer häufiger alternative „Wahrheiten“ entgegengehalten. Wer die Suchwörter „Russland“, „Ukraine“ und „die Wahrheit“ bei Google eingibt, bekommt eine Fülle absurder Theorien unter dem Deckmantel der Information angeboten. Während Politikverdrossenheit und Entfremdung von den politischen Eliten des Landes bekannte Phänomene sind, ist die zunehmende Abkehr von den etablierten Medien durchaus signifikant für das digitale Zeitalter. Den Menschen in Platons Höhlengleichnis nicht unähnlich, scheinen manche Vertreter des „homo digitalis“ die mediale Großberichterstattung lediglich als Schatten einer fiktiven Realität wahrnehmen zu wollen. Die Enthüllungen Edward Snowdens und die damit verbundene scheinbare Enttarnung einer gefühlten Parallelrealität haben dazu genauso beigetragen wie die potenzielle Fähigkeit des modernen Individuums, mittels des eigenen Youtube-Kanals oder per Blog die private Meinung auf die öffentliche Bühne zu heben und auf bisher ungekannte Weise zu multiplizieren.<br />
Aus der modernen Philologie ist hinlänglich bekannt, dass durch den Prozess der Rezeption die textuelle Basis neu erschaffen wird. Und hier liegt die eigentliche Gefahr der digitalen Hysterie: Frei nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“ könnten sich Alternativnarrative im digitalen Raum etablieren und, über Zeit, Gültigkeit für sich beanspruchen. Auch so entsteht öffentliche Meinung.<br />
Für die bundesdeutschen Medien gilt daher weiterhin: Nur Sachlichkeit, maßvoller Tenor, kritisch-investigativer Journalismus und der stete Wille zur verständlichen politischen Kommunikation können helfen, die Debatte zu entschärfen. Der eingeschlagene Weg des „Spiegels“, mit den eigenen Lesern in Dialog zu treten, ist deshalb ein richtiger und notwendiger Schritt. Es ist jedoch nur ein erster Schritt. Auch kritische Selbstreflexion und die Erkenntnis, dass sich Qualitätsjournalismus weniger durch Quantität und kurze Reaktionszeit auszeichnet, sollten dazugehören.<br />
<sup>1</sup> „Die Krim-Krise und der Wortbruch des Westens“ von Reinhard Mutz in „Blätter für deutsche und internationale Politik“ (4/2014), S. 5-10.<br />
<sup>2</sup> Vgl. „Crimea and the International Legal Order“ von William W. Burke-White in „Survival“ (56: 4), S. 65-80.<br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/112078056@N07/14611080745/in/photostream/">Sascha Maksymenko</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Netzhysterie in der Ukraine-Krise</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzhysterie-in-der-ukraine-krise-2-141359/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2014 11:04:43 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-Ukraine-Crop.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141359" alt="Foto Ukraine Crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-Ukraine-Crop.jpg" width="633" height="280" /></a>Wenn es um den Konflikt in der Ukraine geht, sind viele Online-Foren voll von Halbwahrheiten, vereinfachten Sichtweisen und offenen Verschwörungstheorien. Doch dieses Phänomen einfach nur als digitales Grundrauschen abzutun, ist gefährlich. Damit sich vermeintlich alternative Narrative nicht durchsetzen, bedarf es eines kritischen Journalismus – der sich auch vor Selbstkritik nicht scheut.<br />
Vor kurzem erschien auf „Spiegel Online“ ein <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-wladimir-putin-und-sanktionen-appell-fuer-mehr-sachlichkeit-a-984876.html">Beitrag</a> von Christian Neef – langjähriger Russland-Korrespondent des „Spiegels“ – zur Ukraine-Krise, in welchem der Autor mehr Sachlichkeit in der deutschen Debatte anmahnte. Dabei bezog sich Neef weder auf die mediale noch die politische Debatte. Es ging ihm vielmehr um einen oft vergessenen Akteur: den Leser.<br />
Im digitalen Zeitalter ist dieser nicht mehr nur Rezipient, sondern oft auch Kommentator und Multiplikator. Große Online-Medien wie der „Spiegel“ bieten zu fast jedem Artikel ein Forum an, in welchem jeder x-beliebige Leser nach einem kurzen Anmeldeverfahren seine Meinung kundtun kann. Über Twitter oder Facebook können einzelne Artikel geteilt und geliked sowie, mit einem kurzen Kommentar versehen, an die eigenen Follower weitergegeben werden. Parallel zum Artikel entsteht somit eine Meta-Debatte, die sich in puncto Geschwindigkeit, Reichweite und Partizipation grundsätzlich vom traditionellen Trägermedium des Leserbriefs unterscheidet.</p>
<h3>„Kriegstreiber“ und „Gewaltverbrecher“</h3>
<p>Nicht verwunderlich, sind solche Debatten oft wenig fundiert und geben häufig Allgemeinplätzen oder kruden Theorien Raum. Dies ist nur logisch. Hier spricht der bundesdeutsche Normalbürger, und das soll er auch.<br />
Wie Neef nun mit Sorge bemerkt, zeige sich in der Debatte um Russland und die Ukraine-Krise ein „verstörender Ton“ in den an ihn gerichteten Leserbriefen. Während einige schäumen, der Spiegel betreibe „die Kriegsvorbereitung gewisser Ostküsten-Kreise“, verfallen andere in finstersten Duktus und warnen vor den „asiatischen Steppenhorden unter der Führung des Gewaltverbrechers Putin“.<br />
Nur wenige Tage vor Neefs Artikel hatte sich die „Spiegel“-Redaktion bereits einmal genötigt gefühlt, den eigenen Lesern den Titel von Heft 31/2014 „Stoppt Putin jetzt!“ zu <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/spiegel-titel-zu-putin-in-eigener-sache-a-983484.html">erklären</a>. Vorwürfe, das Titelbild sei „kriegstreiberisch“, seien eine „absurde Behauptung“, so die Klarstellung in eigener Sache.<br />
Nun könnte man durchaus eine gewisse Nonchalance an den Tag legen und die zahllosen Wortmeldungen unter dem Deckmantel der Anonymität geflissentlich als digitales Grundrauschen ignorieren. Jeder, der sich schon einmal die Mühe gemacht hat, die Foren diverser Online-Medien zu durchforsten, kennt das Phänomen des so genannten „Foren-Trolls“, die umgangssprachliche Beschreibung eines Menschen, der zum eigenen Vergnügen kontroverse Ansichten verbreitet und entstehende Debatten bewusst stört – ein Phänomen des digitalen Zeitalters, das sich eben nur mit der (fast) gesicherten Anonymität und der technisch unkomplizierten Möglichkeit zur schnellen Interaktion erklären lässt. Es bleibt jedoch die Frage: Woher kommt die plötzliche Leserwut?</p>
<h3>Ausmaß und Argumentation sind erschreckend</h3>
<p>Im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise sind neben den oftmals zynisch bis hetzerisch anmutenden Forenbeiträgen zunächst vor allem zwei Aspekte bedenklich. Zum einen erstaunt das Ausmaß der digitalen Störfeuer aus zweiter Reihe. Ein kurzer Blick in diverse Foren anderer großer Online-Medien genügt, um sich ein Bild zu machen. So unterstellt ein Leser der „FAZ“-Online-Ausgabe der NATO das Ziel einer Rückeroberung der Krim und <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/russland-verbietet-einfuhr-von-west-lebensmitteln-um-jeden-preis-13085177.html">schlussfolgert</a>: „Man muss eigentlich davon ausgehen, dass das von Anfang an so geplant war“. Ein Forist der „Süddeutschen Zeitung“ <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/krieg-im-osten-ukraine-setzt-waffenruhe-an-mh-absturzort-aus-1.2080385">stellt fest</a>: „Die Politiker-Pudel folgen brav den USA-Kampfhunden […]. Die Medien trommeln brav für den Krieg.“ Auf dem Online-Portal der „Frankfurter Rundschau“ <a href="http://www.fr-online.de/ukraine/ukraine-krise-luftangriff-auf-donezk,26429068,28046736.html">hetzt</a> ein Forenbeitrag gegen eine „korrupte [russische] Regierung mit faschistischen Neigungen“.<br />
Zum anderen zeigen die oftmals inhaltlich völlig konträr laufenden Weltsichten ein verstörendes Maß an vorurteilsbehafteter Eindimensionalität. Dabei lassen sich vor allem drei übergeordnete Narrative ausmachen. Erstens, die USA seien ein stetiger Kriegstreiber, der nur eigene Interessen verfolge und Russland auf Kosten der EU (erwünschter Nebeneffekt) auf die Knie zwingen wolle. Zweitens, Deutschland sei der (oben erwähnte) Pudel der Amerikaner und weder willens noch fähig, eine eigenständige Politik zu verfolgen. Drittens, Putin (und mit ihm Russland) stehe fern jeglicher westlicher Werte und verstehe nur die eigene Sprache der Drohung.</p>
<h3>Die Sehnsucht nach einfachen Erklärungen</h3>
<p>Solche Meinungsäußerungen drücken zunächst nur ein nicht mehr einzulösendes Grundbedürfnis nach Simplizität aus. Ließen sich die groben Strukturen des 20. Jahrhunderts über weite Strecken noch deutlich einfacher erklären – „Faschisten versus Befreier“, „Kommunismus versus freie Welt“ –, ist das multipolare 21. Jahrhundert mit seinen vielfachen komplexen Interdependenzen vor allem eines: grau. Diese Komplexität entzieht sich dem Wunsch nach einfachen Erklärungen und trägt zur Kakophonie vieler politischer Debatten maßgeblich bei. Zur horizontalen Komplexität kommt dann noch die vertikale Verstärkung einzelner Ereignisse durch die mediale Berichterstattung. Im Falle der Ukraine-Krise wird der interessierte Leser täglich mit einer nicht mehr zu bewältigenden Fülle von Artikeln, Meinungsäußerungen, Interviews, Video-Clips und Tweets überfordert. Es entsteht der Eindruck einer bedrohlichen Singularität der Ereignisse.</p>
<h3>Die beliebten Netz-Thesen sind schnell entkräftet</h3>
<p>Wie komplex die einzelnen Handlungszusammenhänge rund um die Ukraine sind, zeigt eine kurze Auseinandersetzung mit den Kernthesen der erbosten Online-Community.<br />
So stimmt es zunächst, dass die USA und die NATO eine ganze Reihe fragwürdiger Entscheidungen im Umgang mit Russland getroffen haben. Reinhard Mutz hat in einem exzellenten Artikel die teils zweifelhafte Politik des Westens nachgezeichnet <sup>1</sup>. Diese reicht vom <a href="http://www.nato.int/cps/en/natolive/official_texts_8443.htm">NATO-Beitrittsversprechen</a> an Georgien und die Ukraine über die Aufkündigung des stabilisierenden Vertrags zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen (ABM-Vertrag) durch Washington im Jahr 2002 bis zur umstrittenen Anerkennung des Kosovo. Gerade letzter Fall wird im Zusammenhang mit der Krim von Amerika-Kritikern gern als Beispiel für so genannte „double standards“ herangezogen. Dabei wird gern vergessen, dass der Bevölkerung des Kosovo deutlich mehr Zeit für die eigene und freie Entscheidungsfindung eingeräumt wurde als auf der Krim <sup>2</sup>.<br />
Gleichwohl können die Fehler des Westens weder als alleiniges Erklärungsmuster für die strukturellen Defizite Russlands in den Bereichen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit oder verantwortungsbewusste Regierungsführung herhalten, noch eignet sich Moskaus Streben nach exklusiven <a href="http://www.newyorker.com/magazine/2014/08/11/watching-eclipse">Einflusszonen</a> entlang der russischen Peripherie zur Umdeutung in eine präventive russische Antwort auf vermeintliche geopolitische Ambitionen Washingtons. Auch wird in den aufgeheizten Leserdebatten gern übersehen, dass die USA durchaus mäßigende Schritte unternehmen, um ein Übergreifen der Krise auf deutlich prekärer anmutende Interdependenzen zu verhindern. So reagierte Washington auf die wahrscheinliche <a href="http://www.latimes.com/opinion/op-ed/la-oe-pifer-russia-missile-test-20140731-story.html">Verletzung</a> eines Vertrags zur Begrenzung nuklearer Trägersysteme durch Russland zunächst nur durch eine Politik des öffentlichen „blaming and shaming“ und nicht, wie von manchen konservativen U.S.-Hardlinern gefordert, mit der sofortigen Aufkündigung des Vertrags.</p>
<h3>Die deutsche Rolle im Ukraine-Konflikt</h3>
<p>Für das politische Berlin wiederum gilt, dass die meisten deutschen Initiativen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise auf einem Level der „low visibility“ stattfinden und sich auf Grund ihres vertraulichen Charakters per se eher schlecht für die tägliche mediale Berichterstattung eignen. In einer Phase, in der Washington und Moskau (fast) nicht mehr direkt miteinander <a href="http://nationalinterest.org/feature/why-obamas-coercion-strategy-ukraine-will-fail-11006">kommunizieren</a>, kommt der deutschen Außenpolitik eine zentrale vermittelnde Rolle zu. Diese Anforderung erfüllt die Bundesregierung bisher sowohl mittels bilateraler Gesprächskanäle, als auch auf multilateraler Ebene, vor allem im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Sie steht damit in der Tradition der Ostpolitik, die seit jeher deutsche Interessen zu einem Kernanliegen gemacht hat.<br />
All diese komplexen Zusammenhänge lassen sich nur schwierig und mit einem hohen Maß an Differenziertheit vermitteln. Sie eignen sich nicht für vereinfachende Schlagworte oder virtuelle Stammtischparolen. Die bundesdeutsche Medienlandschaft und die Berliner Politik stehen somit vor der mühsamen Aufgabe, den Bürgern überzeugend und verständlich zu erklären, warum wirtschaftliche Sanktionen, die auch Deutschland schaden, zum jetzigen Zeitpunkt geboten sind, und wie eine positive Exit-Strategie aus der sich verschärfenden Krise für alle Seiten aussehen könnte. Diese Aufgabe wird von nicht unerheblicher Bedeutung sein. Der plumpe Hinweis der „Spiegel“-Redaktion in eigener Sache, dass die Forderung nach Sanktionen gegen Russland „der veränderten Haltung der Bundesregierung“ entspreche, ist ein gutes Beispiel, wie man es nicht macht.</p>
<h3>Klassische Institutionen müssen Vertrauen zurückgewinnen</h3>
<p>Die Scharfzüngigkeit mancher anonymer Kommentatoren im Netz verweist nämlich noch auf einen dritten wichtigen Aspekt. Die kritisch bis ablehnende Haltung gegenüber traditionellen Institutionen wie Politik und Medien speist sich auch aus einem wachsenden Misstrauen. Den Erklärungsmustern etablierter Medien werden immer häufiger alternative „Wahrheiten“ entgegengehalten. Wer die Suchwörter „Russland“, „Ukraine“ und „die Wahrheit“ bei Google eingibt, bekommt eine Fülle absurder Theorien unter dem Deckmantel der Information angeboten. Während Politikverdrossenheit und Entfremdung von den politischen Eliten des Landes bekannte Phänomene sind, ist die zunehmende Abkehr von den etablierten Medien durchaus signifikant für das digitale Zeitalter. Den Menschen in Platons Höhlengleichnis nicht unähnlich, scheinen manche Vertreter des „homo digitalis“ die mediale Großberichterstattung lediglich als Schatten einer fiktiven Realität wahrnehmen zu wollen. Die Enthüllungen Edward Snowdens und die damit verbundene scheinbare Enttarnung einer gefühlten Parallelrealität haben dazu genauso beigetragen wie die potenzielle Fähigkeit des modernen Individuums, mittels des eigenen Youtube-Kanals oder per Blog die private Meinung auf die öffentliche Bühne zu heben und auf bisher ungekannte Weise zu multiplizieren.<br />
Aus der modernen Philologie ist hinlänglich bekannt, dass durch den Prozess der Rezeption die textuelle Basis neu erschaffen wird. Und hier liegt die eigentliche Gefahr der digitalen Hysterie: Frei nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“ könnten sich Alternativnarrative im digitalen Raum etablieren und, über Zeit, Gültigkeit für sich beanspruchen. Auch so entsteht öffentliche Meinung.<br />
Für die bundesdeutschen Medien gilt daher weiterhin: Nur Sachlichkeit, maßvoller Tenor, kritisch-investigativer Journalismus und der stete Wille zur verständlichen politischen Kommunikation können helfen, die Debatte zu entschärfen. Der eingeschlagene Weg des „Spiegels“, mit den eigenen Lesern in Dialog zu treten, ist deshalb ein richtiger und notwendiger Schritt. Es ist jedoch nur ein erster Schritt. Auch kritische Selbstreflexion und die Erkenntnis, dass sich Qualitätsjournalismus weniger durch Quantität und kurze Reaktionszeit auszeichnet, sollten dazugehören.<br />
<sup>1</sup> „Die Krim-Krise und der Wortbruch des Westens“ von Reinhard Mutz in „Blätter für deutsche und internationale Politik“ (4/2014), S. 5-10.<br />
<sup>2</sup> Vgl. „Crimea and the International Legal Order“ von William W. Burke-White in „Survival“ (56: 4), S. 65-80.<br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/112078056@N07/14611080745/in/photostream/">Sascha Maksymenko</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 24)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kalenderwoche-24-3927/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 11:04:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Community]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Demo]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
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					<description><![CDATA[Demo der anonymen Internet-Aktivisten, neues Jugendschutz-Gesetz für Japan, großes Treffen der StartUp-Gründerszene in Berlin und Spekulationen über die Zukunft der Printmedien: Interessante Links aus Politik und Netzwelt in der aktuellen Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Demo der anonymen Internet-Aktivisten, neues Jugendschutz-Gesetz für Japan, großes Treffen der StartUp-Gründerszene in Berlin und Spekulationen über die Zukunft der Printmedien: Interessante Links aus Politik und Netzwelt in der aktuellen Linkliste.<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,558088,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Print- vs. Onlinemedien</a><br />
Microsoft-Chef Steve Ballmer prophezeit<br />
schlechte Zukunftschancen für traditionelle Medien.</p>
<p><a href="http://britannicanet.com/?p=86" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Encyclopaedia Britannica will zur<br />
Online-Community werden</a><br />
Die Encyclopaedia Britannica plant den<br />
Ausbau ihres Online-Auftritts zur  Online-Community. Auch die Nutzer<br />
des Online-Lexikons sollen eigene  Texte verfassen können &#8211; im<br />
Gegensatz zu Wikipedia unter ihrem eigenen Namen.<br />
<a href="http://www.heise.de/tr/Treffen-mit-den-Anonymen--/blog/artikel/108205" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Treffen der anonymen<br />
Internet-Aktivisten</a><br />
Zu einer Demo gegen Scientology fanden<br />
sich weltweit Protestler vor den Sekten-Zentren ein, verbunden<br />
allein durch das Internet.
</p>
<p>
<a href="http://www.bloggernetz.de/pingen/home....1.8007744/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ping-Service für Blogs und<br />
Postcasts</a><br />
Bloggernet.de bietet eine umfangreiche<br />
Übersicht über die täglichen Aktualisierungen<br />
zahlreicher Blogs.
</p>
<p>
<a href="http://www.techcrunch.com/2008/05/07/techcrunchcrunchgear-meetup-berlin-june-11/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Startup-Meeting in Berlin</a><br />
Rund 200 Startup-Gründer trafen<br />
sich im Rahmen einer Veranstaltung der Techcrunch um ihre jungen<br />
Unternehmen vorzustellen und Kontakte zu knüpfen.
</p>
<p>
<a href="http://mdn.mainichi.jp/national/news/20080611p2a00m0na022000c.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Japan: Jugendschutz-Gesetz im Internet</a><br />
Eine vom Staat unabhängige<br />
Institution will Provider dazu bewegen, schädliche Seiten für<br />
Jugendliche unter 18 zukünftig unzugänglich zu machen.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Deutschland wählt&#8230; den Internet-Kanzler</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/deutschland-waehlt-den-internet-kanzler-6542/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 12:30:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eVoting]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Community]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Kanzler]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf der Website der Politik-Community <a href="http://www.dol2day.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dol2day.com</a> wählen Nutzer vom 01.02. bis zum 08.02.2008 einen neuen Internet-Kanzler. Die Wahl findet komplett online statt, jedes angemeldete Mitglied der Plattform kann wählen. Die fiktiven Parteien der Online-Gemeinde befinden sich im Dauerwahlkampf - alle vier Monate wird die Internet-Regierung gewählt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Website der Politik-Community <a href="http://www.dol2day.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dol2day.com</a> wählen Nutzer vom 01.02. bis zum 08.02.2008 einen neuen Internet-Kanzler. Die Wahl findet komplett online statt, jedes angemeldete Mitglied der Plattform kann wählen. Die fiktiven Parteien der Online-Gemeinde befinden sich im Dauerwahlkampf &#8211; alle vier Monate wird die Internet-Regierung gewählt.<!--break--></p>
<p>
Die Parteienlandschaft erinnert an die reale Politik: Zur Wahl stehen u.a. die &quot;Sozialdemokratische Internet Partei&quot; (SIP), die „Internetpartei der Liberalen&quot; (IDL) und die „Nationalliberale Internet-Partei&quot; (NIP), die die noch amtierende 25. Internetregierung stellt. Eine Abwahl von Kanzler „Teutonia&quot; scheint allerdings wahrscheinlich: Regierungswechsel sind bei dol2day.com an der Tagesordnung, kaum eine Regierung hat bisher länger als eine Legislaturperiode regiert.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www.dol2day.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/080205_internetkanzler.jpg" alt="dol2day.com" title="dol2day.com" height="261" width="350" /></a>
</div>
<div style="text-align: center">
<i>dol2day.com &#8211; Screenshot</i>
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Angemeldete Nutzer wählen die<br />
Regierung nach dem Präferenzwahlsystem: Jeder Wähler listet<br />
die antretenden Kandidaten nach der eigenen Präferenz auf.<br />
Voraussetzung für eine Kandidatur sind eine mindestens<br />
zweimonatige Mitgliedschaft in der Online-Community und Organisation<br />
in einer Online-Partei. Außerdem muss ein Kanzlerkandidat durch<br />
engagierte Beteiligung an Abstimmungen und Diskussionen auf der<br />
Plattform mindestens 10.000 Bimbes verdient haben &#8211; Bimbes sind die<br />
fiktive Währung der Website.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Musik teilen &#8211; legal und kostenlos</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/musik-teilen-legal-und-kostenlos-3668/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Doll]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 10:41:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Community]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Ist denn das legal? Seit dieser Woche ist <a href="http://www.simfy.de" target="_blank" title="www.simfy.de" rel="noopener noreferrer">www.simfy.de</a> online, eine neuartige „Online-Musik-Player-Plattform-Community“. Das Grund-Konzept von simfy ist schnell erklärt. Nach der Registrierung wird jeder Nutzer aufgefordert, sein persönliches, digitales Musikarchiv von der Festplatte ins Internet hoch zu laden. Er kann so jederzeit und von jedem Ort aus online auf die eigene MP3-Sammlung zugreifen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ist denn das legal? Seit dieser Woche ist <a href="http://www.simfy.de" target="_blank" title="www.simfy.de" rel="noopener noreferrer">www.simfy.de</a> online, eine neuartige „Online-Musik-Player-Plattform-Community“. Das Grund-Konzept von simfy ist schnell erklärt. Nach der Registrierung wird jeder Nutzer aufgefordert, sein persönliches, digitales Musikarchiv von der Festplatte ins Internet hoch zu laden. Er kann so jederzeit und von jedem Ort aus online auf die eigene MP3-Sammlung zugreifen. <!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Eine Möglichkeit zum Download der  Songs besteht allerdings nicht. Dafür können sich die Nutzer Bandprofile mit Song-Texten, Musikvideos sowie andere Informationen zu den Künstlern oder einzelnen Titeln ansehen.
</p>
<p>
Da aber in Zeiten von Web 2.0 niemand mehr Interesse daran hat, seine digitalen Schätze alleine zu genießen, sondern gerne alles geteilt wird, ist simfy gleichzeitig eine Online-Community. Über die Plattform haben User nach bekanntem Prinzip von Myspace, Flickr &amp; Co die Möglichkeit, ein eigenes Profil zu erstellen, alte Freunde zu adden und neue Freunde zu finden. Sie erhalten so vollständigen Zugriff auf die privaten Musikarchive ihrer Freunde. Die Zahl der Nutzer, die gleichzeitig einen Song hören können, ist aus urheberrechtlichen Gründen allerdings auf 5 begrenzt.
</p>
<p>
Simfy versteht sich nicht als kostenlose Alternative zu iTunes und anderen Online-Music-Stores. Vielmehr soll das Angebot eine innerhalb des gesetzlichen Rahmens liegende Möglichkeit sein, privat mit Freunden Musik zu teilen. Laut Aussagen der Betreiber von simfy ist diese Form des Musik-Filesharings vollkommen legal.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/simfy_music_library.jpg" title="www.simfy.de" width="450" height="316" />
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mission: Vernetz dich! &#8211; SPD eröffnet Online-Gemeinschaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mission-vernetz-dich-spd-eroeffnet-online-gemeinschaft-3489/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Oct 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Community]]></category>
		<category><![CDATA[Programmdebatte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/mission-vernetz-dich-spd-eroeffnet-online-gemeinschaft-3489/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
Das Grundsatzprogramm der SPD ist verabschiedet, die Online-Diskussion dazu, die so genannte <a href="http://www.programmwerkstatt.spd.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Programmwerkstatt</a>, ist abgeschlossen. Doch die Parteispitze scheint auf den Geschmack gekommen, Meinungen der Basis im Internet zu lesen. Daher gibt sie der Programmwerkstatt eine neue Heimat und baut eine Online-Gemeinschaft drumherum: Fertig ist <a href="http://www.meinespd.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meine.SPD.net</a>.
</p>
<p>
<img src="/sites/politik-digital.de/files/images/meinespd.jpg" alt="meinSPD.net" height="229" width="320" />
<i></i>
</p>
<p>
<i>Vernetz dich! Missionen auf Meine.SPD.net</i>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Das Grundsatzprogramm der SPD ist verabschiedet, die Online-Diskussion dazu, die so genannte <a href="http://www.programmwerkstatt.spd.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Programmwerkstatt</a>, ist abgeschlossen. Doch die Parteispitze scheint auf den Geschmack gekommen, Meinungen der Basis im Internet zu lesen. Daher gibt sie der Programmwerkstatt eine neue Heimat und baut eine Online-Gemeinschaft drumherum: Fertig ist <a href="http://www.meinespd.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meine.SPD.net</a>.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/images/meinespd.jpg" alt="meinSPD.net" height="229" width="320" /><br />
<i></i>
</p>
<p>
<i>Vernetz dich! Missionen auf Meine.SPD.net</i><br />
<!--break--><br />
Das Ziel steht groß im Kopf der Seite: Vernetz dich! Damit begibt sich<br />
die Partei anderthalb Jahre später als die FDP auf den Weg in das<br />
Mitmach-Web 2.0 und die sozialen Netzwerke.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<br />
Das liberale Pendant heißt <a href="https://my.fdp.de/webcom/show_websiteprog.php/_c-882/i.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">my.fdp.de</a>.<br />
Nicht nur die Namen der beiden Online-Gemeinschaften ähneln sich:<br />
Standards der Nutzer-Vernetzung wie Profile mit Fotos,<br />
Diskussionsforen, Kontakte und private Nachrichten gehören auch bei den<br />
Parteien zu den Grundfunktionalitäten. Parteimitglieder dürfen auf<br />
beiden Plattformen noch ein bisschen mehr kommunizieren, zum Beispiel<br />
Diskussionsforen eröffnen und moderieren. In Kürze sollen auf Meine SPD<br />
genau wie bei den Liberalen geschlossene Gruppen zur Verfügung stehen.<br />
Nutzer mit ähnlichen politischen Interessen oder ähnlichen<br />
Parteiaktivitäten können sich hier zusammenschließen. Die<br />
Programmwerktstatt sowie die Blogs sind momentan auch noch<br />
Zukunftsmusik, sollen aber bald freigeschaltet werden.
</p>
<p>
<br />
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/images/meinespdmaennchen.jpg" alt="meineSPD.net Detail" height="81" width="353" /><br />
<i>Gut, dass es nicht der rechte Arm ist: SPD-Symbolmännchen mit gestrecktem Arm.</i>
</p>
<p>
<i></i><br />
Vieles ist ähnlich, das liegt vielleicht auch in der Natur der<br />
Online-Gemeinschaften. Doch so einige Unterschiede fallen ins Auge: Die<br />
FDP tritt ganz modern und jugendfreundlich in Konkurrrenz zum Instant<br />
Messaging Dienst ICQ und bietet einen eigenen Messanger an. Aktionen<br />
auf der Website werden mit Punkten belohnt. Die kann der Nutzer dann<br />
gegen Prämien tauschen, zum Beispiel ein Guthaben für den FDP-eigenen<br />
SMS-Service. Die SPD lockt nicht mit Prämien, sondern mit sozialer<br />
Anerkennung: Hier sind Mitglieder aufgefordert, sich an &quot;Missionen&quot; zu<br />
beteiligen; jeder kann sehen, welcher Nutzer welche Aktion<br />
abgeschlossen hat. Das erinnert ein wenig an Amnesty Internationals<br />
Kampagnenportal &quot;<a href="http://www.unsubscribe-me.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsubscribe me</a>&quot;.<br />
Allerdings geht es bei der SPD im Moment noch darum, die Gemeinschaft<br />
bekannt zu machen &#8211; die Missionen lauten zunächst &quot;Beteilige dich an<br />
einem Diskussionsforum&quot; oder &quot;Lade ein Foto von dir hoch&quot;. Später<br />
sollen politische Missionen folgen.
</p>
<p>
<br />
Die Gemeinschaft steht bei Meine.SPD.net sichtlich im Mittelpunkt. Auf<br />
beinahe jeder Seite lächeln die Community-Mitglieder von ihren Fotos.<br />
Im liberalen Portal sind die Mitnutzer dagegen kaum zu sehen. <br />
Durch den zurzeit anscheinend trendigen Notizzettel-Look, die großen<br />
Navigations-Buttons und die stilisierten kleinen weißen Männchen wirkt<br />
die SPD-Plattform zumindest optisch auf dem Weg ins Mitmach-Web schon<br />
recht weit fortgeschritten.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>SPD plant neue Online-Plattform für Mitglieder und Sympathisanten</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/spd-plant-neue-online-plattform-fuer-mitglieder-und-sympathisanten-3242/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/spd-plant-neue-online-plattform-fuer-mitglieder-und-sympathisanten-3242/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Seifert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Aug 2007 08:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Community]]></category>
		<category><![CDATA[XING]]></category>
		<category><![CDATA[Studi VZ]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Dialog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/spd-plant-neue-online-plattform-fuer-mitglieder-und-sympathisanten-3242/</guid>

					<description><![CDATA[Eine Mischung der webbasierten Geschäftskontakte-Börse <a href="http://www.xing.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">XING</a> und dem studentischen Online-Netzwerk <a href="http://www.studivz.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">studiVZ</a> soll es werden – das neue Community-Projekt des <a href="http://www.spd.de/menu/-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD-Parteivorstandes</a>
für Mitglieder und Sympathisanten.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Mischung der webbasierten Geschäftskontakte-Börse <a href="http://www.xing.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">XING</a> und dem studentischen Online-Netzwerk <a href="http://www.studivz.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">studiVZ</a> soll es werden – das neue Community-Projekt des <a href="http://www.spd.de/menu/-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD-Parteivorstandes</a><br />
für Mitglieder und Sympathisanten.<br />
<!--break--></p>
<p>
Noch in diesem Jahr soll die neue Internetseite entstehen. Parteiangehörige und Anhänger können dann persönliche Profile einrichten, über verschiedene Themen abstimmen, in<br />
Blogs schreiben und sich in Foren austauschen. Vorstellbar ist auch, dass die User eigene Inhalte ins WWW einstellen (User Generated Content).
</p>
<p>
Darüber hinaus soll das Online-Webportal ein Feature namens „Missionen vereinbaren“ bieten – eine Art Ideenschmiede durch die Parteimitglieder auf lokaler Ebene gemeinsam aktiv werden können. Im nicht-politischen Bereich gibt es mit der Webseite<span style="color: #000080"> <a href="http://www.pledgebank.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pledgebank.com</a> </span>bereits etwas Vergleichbares. Das von Tom Steinberg&#8217;s <a href="http://www.mysociety.org/">mysociety.org</a> getragene Web-Portal hilft Menschen, über das Internet Mitstreiter zu finden, um offline Projekte oder Ziele zu verwirklichen, die einer allein nur schwer bewältigen kann.
</p>
<p>
Mit der neuen Online-Plattform wollen die Sozialdemokraten ihre Mitglieder besser untereinander sowie mit dem Parteivorstand verbinden. Langfristig sei das Ziel, eine weitere Vernetzung mit der <a href="http://www.pes.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">europäischen Sozialdemokratie</a> herzustellen, so <a href="http://www.spd.de/menu/1681815/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Benjamin Mikfeld</a>, Abteilungsleiter für Planung und Kommunikation im Willy-Brandt-Haus, während einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung am 23. August.<br />
Mikfeld, der für den Internetauftritt der SPD verantwortlich ist, betonte aber zugleich, dass die bisherige Webseite <a href="http://www.spd.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.spd.de</a> mit ihren verschiedenen Service-Angeboten auf jeden Fall erhalten bleibt.
</p>
<p>
Den Strategen in der Berliner Parteizentrale geht es bei der neuen Internetseite vor allem darum, den Nutzern einen kontinuierlichen Online-Dialog mit entsprechenden Feedback-Möglichkeiten anzubieten, der über Wahlkampfphasen hinausgeht. Bleibt abzuwarten, ob der SPD-Parteivorstand dieses ehrgeizige Pionier-Projekt tatsächlich noch<br />
dieses Jahr in die Tat umsetzen wird. Eine Verwirklichung der neuen Dialog-Plattform würde zweifellos ein Mehr an eDemocracy in der deutschen Parteienlandschaft bedeuten. Dies könnte dann auch Anlass für andere Parteien sein, ihr Internet-Konzept zu überdenken.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>24 Stunden-Konferenz von Mozilla im September</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/24-stunden-konferenz-von-mozilla-im-september-3223/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/24-stunden-konferenz-von-mozilla-im-september-3223/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Seifert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Aug 2007 11:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Community]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Breitband]]></category>
		<category><![CDATA[Internetgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Dialog]]></category>
		<category><![CDATA[Mozilla]]></category>
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					<description><![CDATA[Die „<a href="http://www.mozilla.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mozilla Foundation</a>“
(Mozilla-Stiftung), unter anderem Betreiber des Internetbrowsers
Firefox und des E-Mail-Programms Thunderbird, organisiert in Asien,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die „<a href="http://www.mozilla.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mozilla Foundation</a>“<br />
(Mozilla-Stiftung), unter anderem Betreiber des Internetbrowsers<br />
Firefox und des E-Mail-Programms Thunderbird, organisiert in Asien,<br />
Amerika und Europa eine 24-Stunden-Internetkonferenz. Unter dem Motto „<a href="http://www.politik-digital.de/metablocker/archives/Mozilla%2024" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mozilla 24</a>“<br />
soll gleichzeitig in Stanford (USA), Tokio und voraussichtlich Paris<br />
einen Tag und eine Nacht lang über die Zukunft des World Wide Web<br />
diskutiert werden. Aufgrund der unterschiedlichen Zeitzonen läuft das<br />
Online-Event vom 14. bis zum 16. September. In Europa startet das<br />
Projekt am 15. September um 05.00 Uhr morgens Mitteleuropäischer<br />
Sommerzeit und endet am 16. September 05.00 Uhr. </p>
<p>Zu den prominentesten Online-Diskutanten gehören <a href="http://www.google.com/corporate/execs.html#vint" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vinton G. Cerf</a>, Vize-Präsident des Internetunternehmens Google und Mozilla-Chefin <a href="http://www.time.com/time/subscriber/2005/time100/scientists/100baker.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitchell Baker</a>.<br />
In einer Mischung aus Präsentation, Podiumsdiskussion,<br />
Online-Wettbewerb und Musikfestival wollen die Teilnehmer die Zukunft<br />
des Webs aus sozialer, technischer und kultureller Sicht beleuchten.<br />
Über das Breitband-Videonetzwerk des japanischen „<a href="http://www.wide.ad.jp/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WIDE-Projekts</a>“<br />
(Philosophie: Technologie bringt die Gesellschaft zusammen) kann jeder,<br />
der will, live mitverfolgen, wenn die Konferenzteilnehmer digital<br />
kommunizieren. Im Vorfeld ist lediglich eine persönliche Registrierung<br />
auf der <a href="http://wiki.mozilla.org/Mozilla_24" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wiki-Seite</a> von Mozilla nötig.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/24-stunden-konferenz-von-mozilla-im-september-3223/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Online-Christen treffen sich in Berlin</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/metablockerarchives1431-online-christen-treffen-sich-in-berlin-html-2341/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Seifert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 10:13:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Community]]></category>
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Deutschlandpremiere feiert derzeit die &#34;<a target="_blank" href="http://www.christianitytoday.com/international/" rel="noopener noreferrer">Global Christian Internet Alliance</a>&#34; mit einer Tagung in Berlin. Das internationale Web-Netzwerk christlicher Geistlicher hält vom 23. bis 27. Juli 2007 erstmals eine mehrtägige Konferenz in der  Spreemetropole ab. Gastgeber der Veranstaltung ist die]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschlandpremiere feiert derzeit die &quot;<a target="_blank" href="http://www.christianitytoday.com/international/" rel="noopener noreferrer">Global Christian Internet Alliance</a>&quot; mit einer Tagung in Berlin. Das internationale Web-Netzwerk christlicher Geistlicher hält vom 23. bis 27. Juli 2007 erstmals eine mehrtägige Konferenz in der  Spreemetropole ab. Gastgeber der Veranstaltung ist die<!--break--></p>
<p>„<a target="_blank" href="http://www.cina.de/live/index.php?node=1" rel="noopener noreferrer">Christliche Internet-Arbeitsgemeinschaft</a>“ (CINA) mit Sitz in<br />
Wetzlar. Neben dem Erfahrungsaustausch zwischen den etwa 60 Teilnehmern steht vor allem die Frage im Vordergrund, wie über das WWW noch mehr Menschen mit dem christlichen Glauben erreicht werden können. <a target="_blank" href="http://www.bruesewitz.org/Stock.html" rel="noopener noreferrer">Prof. Dr. Wolfgang Stock</a>, unter anderem Initiator und Produzent des <a target="_blank" href="http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/DE/Aktuelles/VideoPodcast/video-podcast.html" rel="noopener noreferrer">Video-Podcasts von Bundeskanzlerin Angela Merkel</a>, hielt den Eröffnungsvortrag. Er appellierte an die Teilnehmer, große Internetangebote wie &quot;YouTube&quot;, &quot;MySpace&quot; oder &quot;Second Life&quot; nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung und Möglichkeit für die Verbreitung der christlichen Botschaft zu nutzen (Quelle: <a target="_blank" href="http://www.pro-medienmagazin.de/no_cache/themen/internet/internet-single/article/gott-im-internet-die-christliche-botschaft-an-die-user-bringen/?tx_ttnews[backPid]=9&#038;cHash=dd31702816" rel="noopener noreferrer">Christliches Medienmagazin &quot;pro&quot;</a>).</p>
<p />
<p />
<p />
<p>Politik-digital hat dem Thema &quot;Kirche und Internet&quot; ein umfangreiches Dossier gewidmet.<br />
Hier die Links zu den einzelnen Artikeln:
</p>
<p><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/dossier_uebersichtsartikel_Vatikanimnetz050401.shtml">Der Vatikan nutzt das Netz für seine Ziele</a>
</p>
<p><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/dossier_beichteimnetz050401.shtml">Das Kreuz mit der Online-Beichte</a>
</p>
<p><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/dossier_kirch_eintritt050407.shtml">Kircheneintritt online</a>
</p>
<p><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/dossier_positionspapier050401.shtml">Papst-Kritik an Internet-Sex und Digital Divide</a>
</p>
<p><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/dossier_kirch_online050401.shtml">Die Christenwelt im WWW</a>
</p>
<p><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/dossier_linterview_Webmaster050401.shtml">Neue Wege zu den Menschen finden</a></p>
<p><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/dossier_linkskirche050401.shtml">Kommentierte Linkliste: Vatikan im Netz</a></p>
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		<title>Facebook für die Elite, MySpace für den Rest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alina Barenz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 16:02:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[MySpace]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Community]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Mediensoziologin Danah Boyd erforscht soziale Netzwerke und Online-Communities. In einem <a href="http://www.danah.org/papers/essays/ClassDivisions.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aufsatz</a> vom 24. Juni berichtet sie über ihre Beobachtung, dass Online-Netzwerke die sozialen Unterschiede der US-amerikanischen Gesellschaft abbildeten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mediensoziologin Danah Boyd erforscht soziale Netzwerke und Online-Communities. In einem <a href="http://www.danah.org/papers/essays/ClassDivisions.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aufsatz</a> vom 24. Juni berichtet sie über ihre Beobachtung, dass Online-Netzwerke die sozialen Unterschiede der US-amerikanischen Gesellschaft abbildeten.<!--break--> So würden College-Studenten ihre Kontakte vor allem in der  Online-Community „<a href="http://www.facebook.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>“ suchen, während das alternative „<a href="http://www.myspace.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySpace</a>“ eher gemischtes Publikum und Einwandererkinder anziehe. Die soziale Schicht leitet Boyd dabei  nicht von den Einkommensunterschieden ab, sondern von den sozialen Netzwerken, in die die Jugendlichen eingebettet sind.<br />
Die Mitglieder von „Facebook“, einem zunächst Harvard-Studenten vorbehaltenen Netzwerk, vertreten nach Boyd die Werte der herrschenden Gesellschaftsordnung. Bei MySpace hingegen registrieren sich ihrer Erkenntnis nach Teenager, die sich von den dominanten Werten – und denen, die sie vertreten &#8211; abgrenzen wollen. Zur Bildung dieser Images hat nach Boyd auch die amerikanische Presse beigetragen: Diese soll über „Facebook“ stets im Zusammenenhang mit Studierenden berichtet und so das Bild einer akademischen, &quot;guten&quot; Online-Gemeinschaft geprägt haben. Die in der alternativen Musikszene beliebte Seite „MySpace“ jedoch sei vorwiegend als verrucht und gefährlich dargestellt worden – was „gute Kids“ nach Boyds Beobachtung zu „Facebook“ trieb.<br />
Die soziale Trennung von „Facebook“- und „MySpace“-Nutzern setzt sich nach Ausage von Boyd selbst im US-Militär fort: So habe das US-Militär die Nutzung von „MySpace“ im Mai 2007 <a target="_blank" href="http://www.usfk.mil/usfk/bell-sends/5_11_07_27%20-%2007%20Restricted%20Access%20to%20Internet%20Entertainment%20Sites%20Across%20DoD%20Networks.pdf" rel="noopener noreferrer">verboten</a>, weil sich dessen Mitglieder zunehmend kritisch zum Einsatz im Irak äußerten. „Facebook“ stand nicht auf der Verbotsliste.</p>
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