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	<title>Online-Demo &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Online-Demo &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 24)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 11:04:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
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		<category><![CDATA[Japan]]></category>
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		<category><![CDATA[Startup]]></category>
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					<description><![CDATA[Demo der anonymen Internet-Aktivisten, neues Jugendschutz-Gesetz für Japan, großes Treffen der StartUp-Gründerszene in Berlin und Spekulationen über die Zukunft der Printmedien: Interessante Links aus Politik und Netzwelt in der aktuellen Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Demo der anonymen Internet-Aktivisten, neues Jugendschutz-Gesetz für Japan, großes Treffen der StartUp-Gründerszene in Berlin und Spekulationen über die Zukunft der Printmedien: Interessante Links aus Politik und Netzwelt in der aktuellen Linkliste.<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,558088,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Print- vs. Onlinemedien</a><br />
Microsoft-Chef Steve Ballmer prophezeit<br />
schlechte Zukunftschancen für traditionelle Medien.</p>
<p><a href="http://britannicanet.com/?p=86" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Encyclopaedia Britannica will zur<br />
Online-Community werden</a><br />
Die Encyclopaedia Britannica plant den<br />
Ausbau ihres Online-Auftritts zur  Online-Community. Auch die Nutzer<br />
des Online-Lexikons sollen eigene  Texte verfassen können &#8211; im<br />
Gegensatz zu Wikipedia unter ihrem eigenen Namen.<br />
<a href="http://www.heise.de/tr/Treffen-mit-den-Anonymen--/blog/artikel/108205" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Treffen der anonymen<br />
Internet-Aktivisten</a><br />
Zu einer Demo gegen Scientology fanden<br />
sich weltweit Protestler vor den Sekten-Zentren ein, verbunden<br />
allein durch das Internet.
</p>
<p>
<a href="http://www.bloggernetz.de/pingen/home....1.8007744/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ping-Service für Blogs und<br />
Postcasts</a><br />
Bloggernet.de bietet eine umfangreiche<br />
Übersicht über die täglichen Aktualisierungen<br />
zahlreicher Blogs.
</p>
<p>
<a href="http://www.techcrunch.com/2008/05/07/techcrunchcrunchgear-meetup-berlin-june-11/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Startup-Meeting in Berlin</a><br />
Rund 200 Startup-Gründer trafen<br />
sich im Rahmen einer Veranstaltung der Techcrunch um ihre jungen<br />
Unternehmen vorzustellen und Kontakte zu knüpfen.
</p>
<p>
<a href="http://mdn.mainichi.jp/national/news/20080611p2a00m0na022000c.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Japan: Jugendschutz-Gesetz im Internet</a><br />
Eine vom Staat unabhängige<br />
Institution will Provider dazu bewegen, schädliche Seiten für<br />
Jugendliche unter 18 zukünftig unzugänglich zu machen.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Gesichtslose Demo gegen Internetzensur</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/gesichtslose-demo-gegen-internetzensur-3809/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/gesichtslose-demo-gegen-internetzensur-3809/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 13:42:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Demo]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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					<description><![CDATA[Die <a href="http://www.rsf.org/24heures/pages/index.php?id=21" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„24-Stunden-Demo“</a> <span>der „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) für Meinungsfreiheit im Netz läuft mittlerweile seit über zwei Tagen. Mit gesichtslosem Avatar und vorgefertigten Demosprüchen protestieren seit dem 12. März 2008 derzeit über 20.000 Internetuser gegen Internetzensur und Inhaftierung von „Cyber-Staatsfeinden“ und Journalisten.</span>
<p>
&#160;
</p>
<span>
<div style="text-align: center">
<img src="/sites/politik-digital.de/files/screenshot_protestwebsite_0.jpg" alt="Sreenshot der Protestwebsite" height="177" width="268" />
</div>
<p align="center">
<i>Protestwebsite der ROG</i>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.rsf.org/24heures/pages/index.php?id=21" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„24-Stunden-Demo“</a> <span>der „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) für Meinungsfreiheit im Netz läuft mittlerweile seit über zwei Tagen. Mit gesichtslosem Avatar und vorgefertigten Demosprüchen protestieren seit dem 12. März 2008 derzeit über 20.000 Internetuser gegen Internetzensur und Inhaftierung von „Cyber-Staatsfeinden“ und Journalisten.</span></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span></p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/screenshot_protestwebsite_0.jpg" alt="Sreenshot der Protestwebsite" height="177" width="268" />
</div>
<p align="center">
<i>Protestwebsite der ROG</i><!--break-->
</p>
<p><span></span></p>
<p>
China liegt heute, am 14. März, mit nahezu 8000 Online-Demonstranten weit vor den anderen „Enemy-States“ wie Burma, Ägypten oder Vietnam. Nach Auswahl des Landes auf der Protestwebsite startet ein virtueller Flug zum „Platz des himmlischen Friedens“. Hier kann man seinen Avatar mit Protestschildern wie „Welcome to the country of censorship“ (&quot;Willkommen im Land der Zensur&quot;) oder „Shi Tao innocent, Yahoo accomplice“ (&quot;Shi Tao unschuldig, Yahoo mitschuldig&quot;) ausstatten.
</p>
<p>
Eigene Demosprüche können die Nutzer allerdings nicht eingeben. Die Avatare selbst sind zudem recht spartanisch gestaltet: Gesichtslose weiße Figuren füllen die Demo-Plätze. Es gibt keine Möglichkeit, den Avatar zu verändern oder etwa ein Foto hochzuladen, um dem digitalen Protest ein Gesicht zu verleihen.<b></b>
</p>
<p>
<b>China: 49 Journalisten und Blogger in Haft</b>
</p>
<p>
Die Reporter ohne Grenzen (ROG) bezeichnen China als das „weltweit größte Gefängnis für Cyber-Verbrecher“. Derzeit säßen hier 49 Journalisten und Blogger in Haft. Das Internetportal Yahoo! trage laut ROG eine Mitschuld an der chinesischen Zensur: Yahoo! zensiere die eigenen Webseiten und stelle Equipment für Firewalls zur Verfügung.
</p>
<p>
Am wenigsten Unterstützung findet bis zum jetzigen Zeitpunkt Turkmenistan mit 1591 Protestanten. „Zentralasiens Nordkorea“, wie die ROG es betiteln, sei eine der am geringsten vernetzten Städte der Welt. Trotz Wahlversprechen des Präsidenten Gurbanuly Berdimuhamedov vor seinem Amtsantritt im Februar 2007 hätten Internetzugänge und Meinungsfreiheit im Netz hier keine Priorität.
</p>
<p>
Bereits 2006 gab es eine <a href="http://www.rsf.org/article.php3?id_article=19459" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ähnliche Online-Demo</a>. Diese stieß laut einem Bericht der <a href="http://www.news.at/e-media/index.html?/articles/0811/742/199870.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">e-media</a> mit über 40000 Nutzern auf doppelt so große Resonanz.
</p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Avatare gegen Internetzensur</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/avatare-gegen-internetzensur-3801/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 11:53:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Demo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Sie wollen am Mittwoch, 12. März 2008, gegen Internetzensur demonstrieren - zum Beispiel auf dem Platz des Himmlischen Friedens in China? Sie scheuen die Reisekosten? Kein Problem: Die Menschenrechtsorganisation <a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Reporter ohne Grenzen&#34; (ROG)</a> startet eine Online-Demonstration, an der User virtuell teilnehmen.
</p>
<p>
&#160;
</p>
<div style="text-align: center">
<img src="/sites/politik-digital.de/files/online-demo_reporter-ohne-grenzen.jpg" alt="Reporter ohne Grenzen - internationale Website" title="Reporter ohne Grenzen - internationale Website" height="151" width="320" />
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Reporters Without Borders - Website </i>
</div>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Sie wollen am Mittwoch, 12. März 2008, gegen Internetzensur demonstrieren &#8211; zum Beispiel auf dem Platz des Himmlischen Friedens in China? Sie scheuen die Reisekosten? Kein Problem: Die Menschenrechtsorganisation <a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Reporter ohne Grenzen&quot; (ROG)</a> startet eine Online-Demonstration, an der User virtuell teilnehmen.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/online-demo_reporter-ohne-grenzen.jpg" alt="Reporter ohne Grenzen - internationale Website" title="Reporter ohne Grenzen - internationale Website" height="151" width="320" />
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Reporters Without Borders &#8211; Website </i>
</div>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Am „ersten Internationalen Tag für freie Meinungsäußerung im Internet&quot; können Protestwillige 24 Stunden lang über die <a href="http://www.rsf.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">internationale Website der Reporter ohne Grenzen</a> mit einer eigenen virtuellen Figur an an der Demonstration teilnehmen. Online-Kundgebungen gibt es u.a. in China, Kuba und Burma. Die Aktion richte sich gegen Länder, „in denen die Meinungsfreiheit im Internet bzw. der Zugang zum Internet massiv eingeschränkt&quot; sind.  Derzeit säßen weltweit 63 Internet-Dissidenten im Gefängnis, 49 davon in China.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Streik und Sit-In im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/streik-und-sit-in-im-netz-3687/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 16:06:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Demos]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Foto-Demonstration]]></category>
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					<description><![CDATA[Die 68er-Generation ging bei Wind und Wetter auf die Straße. Der moderne Mensch bleibt zum Demonstrieren einfach in den eigenen vier Wänden. Zwischen E-Bay-Shopping und E-Mail reicht ein Mausklick, um seiner politischen Meinung Ausdruck zu verleihen - soweit das gängige Vorurteil. Doch was steckt eigentlich hinter dieser neuen Form des Protests, was sind Online-Demonstrationen überhaupt? ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die 68er-Generation ging bei Wind und Wetter auf die Straße. Der moderne Mensch bleibt zum Demonstrieren einfach in den eigenen vier Wänden. Zwischen E-Bay-Shopping und E-Mail reicht ein Mausklick, um seiner politischen Meinung Ausdruck zu verleihen &#8211; soweit das gängige Vorurteil. Doch was steckt eigentlich hinter dieser neuen Form des Protests, was sind Online-Demonstrationen überhaupt? <!--break--></p>
<p>Der Begriff „Online-Demonstration“ wird für eine Vielzahl von Online-Aktionen verwendet, die darauf abzielen, dass  viele Personen gemeinsam zu einem politischen oder gesellschaftlichem Thema öffentlich im Internet Stellung beziehen. Online-Demonstrationen sind keine direkte Übersetzung realer Demonstrationen in die virtuelle Welt, sondern Formen des kollektiven öffentlichen Protests im Internet, deren Vorbilder reale Protestformen sind. Sie kombinieren verschiedene Elemente aus Demonstrationen, Versammlungen, Streiks oder Sitzblockaden. Hieraus resultiert auch der unterschiedliche Charakter der verschiedenen Typen von Online-Demonstrationen, die seit den 90er Jahren entwickelt wurden. 
</p>
<p>
<br />
<b>Virtuelles Sit-in</b><br />
Bei virtuellen Sit-ins steht der Aktionscharakter des gemeinsamen Handelns im Vordergrund. Durch das zeitgleiche Versammeln auf einer bestimmten Website wird eine Blockade oder eine Störung des gewohnten Ablaufs erreicht. Auch wenn die Teilnehmer in der Regel anonym bleiben, wird hierdurch der gemeinsamen politischen Meinung Ausdruck verliehen. 
</p>
<p>
<b><br />
Foto-Demonstration</b><br />
Charakteristisch für Foto-Demonstrationen ist das gemeinsame, öffentliche Bekenntnis zu einer Überzeugung. Hier ist weniger der Aktionscharakter des kollektiven Handelns prägend, als das äußere Erscheinungsbild einer Versammlung oder Demonstration. Die Teilnehmer „versammeln“ sich im Zeitverlauf an einem „virtuellen Ort“ und geben dort mit einem Abbild ihrer Person die gemeinsame Meinung kund.
</p>
<p>
<br />
<b>Netzstreik</b><br />
Nicht die Versammlung an einem bestimmten Ort, sondern das Kundtun einer kollektiven Meinung steht auch bei Netzstreiks im Vordergrund. Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion wird Internetnutzern durch Vorschaltseiten für eine gewisse Zeit der Zugang zu den beteiligten Websites verweigert oder erschwert. Eine Abwandlung hiervon ist die Verweigerung der Produktion von Inhalten während des Demonstrationszeitraums. Im Rahmen eines Protesttages aus Solidarität mit Mönch-Protesten in Birma im Oktober des Jahres 2007 stellten Blogger, Foren- und Website-Betreiber  für 24 Stunden ihre Online-Aktivitäten ein und platzierten stattdessen eine Protestbotschaft.<br />
Unbeteiligte Internetnutzer werden beim Aufrufen der beteiligten Seiten unerwartet mit einem Thema konfrontiert. Netzstreiks zielen primär darauf ab, über das Internet Aufmerksamkeit für ein Thema zu erlangen und Meinungen zu beeinflussen.  </p>
<p><b>Avatar-Demonstrationen</b><br />
Die größte Ähnlichkeit mit realen Demonstrationen und Versammlungen haben Avatar-Demonstrationen. Die realen Aktionsformen werden mit Hilfe digitaler Abbilder wirklicher Personen, sogenannter Avatare, in virtuelle Welten wie das Second Life übertragen.</p>
<p><b>Mehr Online-Demos</b><br />
Einmal entwickelte Formen von Online-Demonstrationen wurden weitgehend durchgängig genutzt. Die Zahl der Proteste, der Protestformen und der handelnden Akteure hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Ein Blick auf die Anlässe der Proteste zeigt, dass in Deutschland viele internet- und technikaffine Themen behandelt wurden, doch schwächt sich dieses Tendenz in den vergangenen drei Jahren deutlich ab.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table align="center" border="0" height="423" width="609">
<tbody>
<tr style="background-color: #dcdcdc" align="center">
<td> Titel: Online-Demonstrationen in Deutschland. (Darstellung nach Startdatum) </p>
<p>
			<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/S__ulendiagramm.jpg" alt="Säulendiagramm " title="Säulendiagramm" height="311" width="465" /></p>
<p>			Quelle: Eigene Darstellung
			</p>
<p>
			<br />
			Zur Erläuterung der verschiedenen Begriffe siehe <a href="/glossar-online-demonstrationen" target="_blank" title="Glossar" rel="noopener noreferrer">Glossar: Online-Demonstrationen</a>
			</p>
<p>			Eine Darstellung der einzelnen Aktionen befindet sich in der <a href="/linkliste-online-demonstrationen-in-deutschland" target="_blank" title="x" rel="noopener noreferrer">Linkliste</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<br />
<b>Ergänzung zu Aktionen auf der Straße</b><br />
Online-Demonstrationen sind kein Ersatz für herkömmliche Protestformen. Betrachtet man die bisher in Deutschland stattgefundenen Online-Demos, so wird deutlich, dass sie in der Regel nicht als Alternative, sondern vielmehr als Ergänzung zu realen Aktionsformen konzipiert wurden. <br />
Darüber hinaus war kaum eine der in Deutschland durchgeführten Online-Demonstrationen ein Internet-internes Phänomen. Oft waren sie Teil breiter angelegter Kampagnen, wurden durch Aktionen in der realen Welt unterstützt, bekannt gemacht oder parallel zu ihnen durchgeführt. Auch der Einsatz anderer virtueller Protestformen wie E-Mail-Aktionen, Online-Petitionen – oder Unterschriftenlisten, Banneraktionen o.ä. waren gängige Mittel, um auf das jeweilige politische Anliegen sowie die Online-Demonstrationen selbst aufmerksam zu machen.
</p>
<p>
Wie andere Formen des Online-Protests sind Online-Demonstrationen nicht im Grundgesetz verankert, allerdings  sind sie in vielen Punkten durch das Recht auf freie Meinungsäußerung abgesichert. </p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Glossar Online-Demonstrationen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/online-demos/glossar-online-demos-3686/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 15:52:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Online-Demos]]></category>
		<category><![CDATA[Foto-Demonstration]]></category>
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		<category><![CDATA[Online-Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Glossar]]></category>
		<category><![CDATA[virtuelles Sit-In]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Demo]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ist der Unterschied zwischen Netzstreik und virtuellem Sit-In? Wie funktionieren Foto-Demonstrationen? Das Glossar erklärt die Begriffe ausführlich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist der Unterschied zwischen Netzstreik und virtuellem Sit-In? Wie funktionieren Foto-Demonstrationen? Das Glossar erklärt die Begriffe ausführlich.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Virtuelle Sit-Ins</b>
</p>
<p>
<b></b><br />
Virtuelle Sit-Ins sind die wohl bekannteste und am kontroversesten diskutierte Form der Online-Demonstrationen. Als virtuelles Sit-in wird das massenhafte Aufrufen einer bestimmten Website in kurzen Zeitintervallen bezeichnet. Reichen die Kapazitäten des Servers nicht aus, um die Flut der Anfragen zu bearbeiten, wird hierdurch entweder eine Verlangsamung der Antwortzeiten des Servers oder dessen Blockade erreicht. Wahrnehmbar ist dies in erster Linie für die Betreiber der Websites und für Internetnutzer, die im Zeitraum der Online-Demonstration Interesse an den entsprechenden Angeboten zeigen. Um den gewünschten Effekt zu erzielen, ist es theoretisch notwendig, dass die Teilnehmer der Demonstration zeitgleich handeln. Durch diese kollektive Handlung  soll auf ein politisches oder gesellschaftliches Problem aufmerksam gemacht werden. Es handelt sich um eine in den 90er Jahren entstandene Form des elektronischen zivilen Ungehorsams.  Wie bei realen Demonstrationen, Versammlungen oder Sitz-Blockaden ist der erzielte Effekt umso höher, je mehr Menschen sich beteiligen. Eine Möglichkeit, den Effekt eines virtuellen Sit-Ins zu erhöhen ist der Einsatz von Demonstrations-Tools. Um die Zahl der Zugriffe zu erhöhen werden Dienstprogramme eingesetzt,  das manuelle Aufrufen der Seiten automatisieren.<br />
Daher ist der Erfolg virtueller Sit-ins ist nicht allein von der Teilnehmerzahl abhängig. Es spielt eine entscheidende Rolle, ob Demonstrations-Tools eingesetzt werden und wie effektiv diese sind. Auch die Kapazitäten der Zielserver haben Einfluss darauf, ob und in welchem Maße eine Beeinträchtigung der Leistung zu erreichen ist. Im Rahmen einzelner Aktionen steigt der erzielte Effekt durch eine höhere Teilnehmerzahl, insgesamt lassen sich die Auswirkungen virtueller Sit-ins jedoch nicht allein anhand der Menge der beteiligten Personen vorhersagen. </p>
<p>
<br />
<b>Netzstreiks</b>
</p>
<p>
<b></b><br />
Eine weitere Form des kollektiven und öffentlichen Protests im Internet sind Netzstreiks. Aufmerksamkeit für ein Thema wird nicht durch die Blockade einer fremden Website erlangt, sondern durch das freiwillige Versperren oder Verlangsamen der Protestierer. Diese ersetzen im Demonstrationszeitraum kollektiv die Startseiten ihrer Websites durch eine Vorschaltseite oder stellen für einen gewissen Zeitraum ihre Online-Aktivitäten ein und veröffentlichen stattdessen eine Protestbotschaft . <br />
Je mehr aktive User sich an einem Netzstreik beteiligen, umso höher ist der Streueffekt und desto wahrscheinlicher ist es, dass unbeteiligte User bei der Internetnutzung auf die Online-Demo aufmerksam werden. Charakteristisch für diesen Aktions-Typ ist die unerwartete Konfrontation mit einem Thema.
</p>
<p>
Die radikalste Form eines Netzstreiks ist eine selbst gewählte Blockade. In diesen Fällen verhindert die Vorschaltseite ein Aufrufen der beteiligten Websites bzw. der Inhalte auf den Seiten während der Demonstration. Daneben wurden weniger extreme Protestseiten programmiert, die entweder durch einen Link mit den ursprünglichen Homepages verknüpft sind oder durch eine automatische Weiterleitung nach einer gewissen Zeit den Zugriff auf diese ermöglichen. </p>
<p>Die Reichweite von Netzstreiks hängt stark von der Besucherzahl der beteiligten Seiten ab. Internetauftritte, die nur von wenigen Nutzern besucht werden, können entsprechend auch nur wenige Personen erreichen, benutzerstarke Seiten können hingegen eine weit höhere Resonanz hervorrufen. Hinzu kommt, dass das Austauschen einer Startseite nicht gleichbedeutend mit der Teilnahme einer Person sein muss. Eine private Homepage steht stellvertretend für die Meinung des Betreibers, die Internetauftritte von Organisationen oder Firmen stellvertretend für die Überzeugungen einer Gruppe von Personen.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><b>Foto-Demonstrationen</b>
</p>
<p>
<b></b><br />
Reale Demonstrationen und auch die bisher beschriebenen Typen von Online-Demonstrationen können nur erfolgreich sein, wenn die Teilnehmer synchron oder zumindest zeitnah handeln. Foto-Demonstrationen nutzen dagegen neben der Ortsungebundenheit auch die zeitliche Flexibilität des Internets. Sie finden auf eigens dafür  eingerichteten Webseiten statt. Auf diesen werden Fotos der Teilnehmer gesammelt, die gemeinsam dargestellt Ausdruck der kollektiven politischen Meinung sind. Gelegentlich werden die Fotos auch durch Kommentare der Nutzer ergänzt.  Im Gegensatz zu virtuellen Sit-Ins und Netzstreiks zielen Foto-Demonstrationen nicht auf eine Störung der regulären Nutzung des WWWs ab. Außerdem sind Foto-Demonstrationen nicht auf ein gleichzeitiges Handeln der Teilnehmer angewiesen. Mitmachen ist ab dem Zeitpunkt möglich, an dem die Demonstrationswebsite ins WWW gestellt wird. Sie stellt sich als eine einmalige Handlung − das Übermitteln des eigenen Bildes − dar. Foto-Demonstrationen zielen auf eine hohe Beteiligung im Zeitverlauf ab, nicht auf eine massenhafte Teilnahme zu einem bestimmten Zeitpunkt.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Avatar-Demonstrationen: </b>
</p>
<p>
<b></b><br />
Eine im deutschprachigen Internetraum erstmals im Jahr 2007 in Erscheinung getretene Form der Online-Demonstrationen sind Avatar-Demonstrationen. Diese sind ein Sonderfall, da sie nicht ohne weiteres von der breiten Online-Öffentlichkeit wahrgenommen werden können. Um bei einer Avatar-Demonstration mitzumachen oder sie in Realzeit zu beobachten, sind eine spezielle Software und eine Registrierung notwendig.<br />
Avatare sind virtuelle Abbilder realer Personen, deren Aussehen in der Regel von den Usern selbst bestimmt werden kann. Beispiele sind die Figuren in der virtuellen Online-Welt „Second Life“, in der im Jahr 2007 einige Avatar-Demonstrationen abgehalten wurden. Vom Erscheinungsbild kommen Avatar-Demonstrationen denen realer Demonstrationen am nächsten. Die Avatare versammeln sich von ihren Schöpfern gesteuert auf einer bestimmten Website oder an einem bestimmten Ort in einer virtuellen Welt, um dort gemeinsam zu protestieren.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Digitaler Protest in Deutschland</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 15:07:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Blogger und Website-Administratoren verhüllen kollektiv ihre Homepages, Internetnutzer rufen zeitgleich und massenhaft eine  Website auf und User senden Fotos, um ihr Bild später gemeinsam mit denen andrer in Collagen auf einer Webseite wiederzufinden: Ein kurzer Abriss über die Geschichte der Online-Demonstrationen in Deutschland. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Blogger und Website-Administratoren verhüllen kollektiv ihre Homepages, Internetnutzer rufen zeitgleich und massenhaft eine  Website auf und User senden Fotos, um ihr Bild später gemeinsam mit denen andrer in Collagen auf einer Webseite wiederzufinden: Ein kurzer Abriss über die Geschichte der Online-Demonstrationen in Deutschland. <!--break--></p>
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Die internationalen Anfänge dieser Form des Protests liegen in den 90er Jahren. Damals entwickelten Netzaktivisten verschiedene Formen des so genannten „Electronic Civil Disobience“, des elektronischen zivilen Ungehorsams. Aus dieser Zeit stammt das Konzept der virtuellen Sit-Ins. Die Idee ist, möglichst viele Menschen in einem vorher festgelegten Zeitraum auf eine bestimmte Website zuzugreifen, um eine Überlastung des Servers hervorzurufen.
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Das von Netzaktivisten in den 90er Jahren formulierte Konzept virtueller Sit-Ins beschrieb Ricardo Dominguez  in Einem <a href="http://subsol.c3.hu/subsol_2/contributors2/domingueztext2.html" target="_blank" title="Interview" rel="noopener noreferrer">Interview</a> im Jahr 1999 als „Stück in drei Akten“. Damit war gemeint, dass nicht nur die Aktion selbst, sondern auch die Ankündigung im Vorfeld und die Kommunikation im Anschluss an die Online-Demo von großer Bedeutung ist, um das politische Anliegen zu verbreiten.  <br />
Gruppen von Aktivisten kamen aus den USA, Mexiko, Italien, Japan und England. Viele der Netzaktivisten hatten einen künstlerischen Hintergrund und  hatten einen engen Bezug zur globalisierungskritischen Bewegung in den 90er Jahren.</p>
<p><b>Die ersten Online-Demos in Deutschland</b><br />
Im deutschsprachigen Internetraum waren die ersten Online-Demonstrationen keine Aktionen des elektronischen zivilen Ungehorsams. Experimentiert wurde mit dem Internet als Ort für Proteste &#8211; und es wurden eigene, weniger extreme Konzepte entwickelt. Hierzu zählen unter anderem Netzstreiks, die besonders von technik- und internetaffinen Gruppen genutzt wurden. </p>
<p>Einer der Vorreiter der bis dahin noch recht unbekannten Form der Online-Demonstration in Deutschland war ein kleiner Verein. 1998 initiierte der Darkbreed e.V. einen überwiegend offline angelegten Protesttag gegen aus Sicht der Initiatoren zu hohe Gebühren für Ortsgespräche im Netz der Telekom und für die Einführung von Internet-Flatrates. Dieser Protesttag wurde durch den Versuch einer Online-Demo unterstützt. Die krankte daran, dass kaum eine Handvoll Website-Betreiber daran teilnahm.  Diese waren aufgefordert, am Tag des Streiks kollektiv den Zugang zu ihren Websites mit dieser <a href="http://web.archive.org/web/19990418075641/http://www.gamespy.de/internetstreik/Streik-Seite.html" target="_blank" title="Protestseite" rel="noopener noreferrer">Protestseite</a> zu versperren, um so im Internet  auf das Thema aufmerksam zu machen.</p>
<p><b>Netzstreik für die Linkfreiheit</b><br />
Deutlicher wurde das Potential dieser Form der Online-Demonstrationen zwei Jahre später beim Netzstreik  „Gemeinsam gegen den Abmahnwahn“  des Vereins Freedom For Links, und den Betreibern von selfhtml.de und advograf.de im Jahr 2000. Mit einer Vorlaufzeit von zwei Tagen mobilisierten die Macher über 2500 Website-Betreiber, die für einen Tag lang den Zugang zu ihren Internetauftritten versperrten. Statt ihrer eigentlichen Startseite schalteten sie für 24 Stunden eine Vorschaltseite mit dem Hinweis „<a href="http://web.archive.org/web/20010303172724/www.freedomforlinks.de/Pages/index.html" target="_blank" title="Netzdemonstration" rel="noopener noreferrer">Netzdemonstration – Heute wegen Gerichtsverhandlung geschlossen</a>“. Die Vorschaltseiten waren mit einer Informationsseite zum Protestthema verlinkt, die am Tag der Online-Demo 150.000 mal aufgerufen wurde.<br />
Zum Einsatz kam diese Form der Online-Demonstration während der europaweiten Proteste gegen die Patentierung von Software in den Jahren 2003-2005, gegen das Gesetz zur verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung in Deutschland 2006 und 2007 sowie in leicht abgewandelter Form im Rahmen eines Online-Protesttages aus Solidarität mit Bürgerrechtsprotesten in Birma im Herbst 2007.
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<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Screenshot__Auschnitt__0.jpg" height="174" width="300" />
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Stop Deportation Business</b><br />
Das klassische Konzept eines virtuellen Sit-Ins wurde in Deutschland erstmals im Jahr 2001 von der Initiative Libertad! und „kein mensch ist illegal“ umgesetzt. Mit „<a href="http://www.libertad.de/inhalt/projekte/depclass/spiegel/index.html" target="_blank" title="Stop Deportation Business" rel="noopener noreferrer">Stop Deportation Business</a>“ initiierten sie die bisher größte und kontrovers diskutierte Online-Demo, über deren Rechtmäßigkeit am Ende das Oberlandesgericht in Frankfurt entscheiden musste. Mit einer großen Werbekampagne mobilisierten die Macher 13.000 Menschen, die am 20.06.2001 kollektiv auf die Website der Lufthansa zugriffen, um gegen die Abschiebung von Flüchtlingen in Linienmaschinen zu protestieren. <br />
<b><br />
Online-Demo vor Gericht</b><br />
Einer der Initiatoren – der Betreiber der Libertad!-Website &#8211;  wurde im Anschluss an die Demonstration wegen des Aufrufs zu Nötigung verklagt. Im Ermittlungsverfahren geprüft wurden unter anderem die Vorwürfe, dass das virtuelle Sit-In den Tatbestand der Computersabotage und der Datenveränderung erfülle. Beides fand jedoch letztendlich keine Erwähnung in der Klageschrift. <br />
Im Jahr 2005 verurteilte das Amtsgericht Frankfurt am Main den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 900 Euro wegen „öffentlicher Aufforderung zu Straftaten“ über die Website. Das Gericht entschied, dass es sich bei der Blockade der Website mittels elektronischer Signale eine Form der physischen Gewalt  und somit um eine Straftat handelte. Dieses <a href="http://www.libertad.de/service/downloads/pdf/Online-Demo-Urteil.pdf" target="_blank" title="erstes Urteil" rel="noopener noreferrer">erste Urteil</a> wurde im Jahr 2006 von der nächsthöheren Instanz, dem Oberlandesgericht in Frankfurt, aufgehoben und der Angeklagte freigesprochen. Die Einschätzung, dass ein virtuelles Sit-In eine gewalttätige Handlung darstellt, wurde durch das <a href="http://www.libertad.de/service/downloads/pdf/olg220506.pdf" target="_blank" title="2tes Urteil PDF" rel="noopener noreferrer">zweite Urteil im Online-Demo-Prozess</a> vom OLG in Frankfurt zurückgewiesen.<br />
Die Rechtslage ist jedoch trotz des Präzedenzfalls nicht abschließend geklärt und eine gesetzliche Festschreibung dieser wie anderer Formen des Online-Protests vorerst nicht in Aussicht.<br />
<b><br />
Virtuelle Sit-Ins in Deutschland</b><br />
Das damals ausstehende Urteil und der knapp fünf Jahre dauernde Rechtsstreit, wird als ein Grund angesehen, dass die nachfolgend in Deutschland durchgeführten virtuellen Sit-ins weitgehend anonym organisiert wurden und keine ähnlich hohen Teilnehmerzahlen mehr erreichten. Die Kommunikation im Vorfeld und im Anschluss an die Aktionen fand aufgrund der nicht absehbaren rechtlichen Folgen nur noch in sehr kleinem Rahmen statt.<br />
Innerhalb der Netzgemeinde sind virtuelle Sit-Ins umstritten, da sie zu viel Datenverkehr erzeugen und so die ohnehin ausgelasteten Netze mit unnötiger Datenflut belasten.<br />
<b><br />
Foto-Demonstrationen</b><br />
Eine weitere Form der Online-Demonstrationen sind Foto-Demonstrationen. Abgesehen von der Aktion des „<a href="http://web.archive.org/web/20001215082000/http://www.greenpeace.de/GP_DOK_3P/GENETIX/SEITEN/XCHRONO.HTM" target="_blank" title="genetiXproject" rel="noopener noreferrer">genetiXproject</a>“ &#8211;  einem Jugendverband von Greenpeace &#8211; in den Jahren 1998/99 hat diese Form Protests in Deutschland erst seit Mitte des Jahres 2005 an Bedeutung gewonnen. Foto-Demonstrationen sind nicht<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/iDemokratie_2005_ausschnitt.jpg" alt="iDemonratie" align="left" height="107" width="150" /> aus einer bestimmten Bewegung heraus entstanden. Im Verhältnis zu den anderen beiden Typen von Online-Demonstrationen decken sie ein relativ breites Themenspektrum ab. Die einzelnen Konzepte und das optische Erscheinungsbild der Foto-Demonstrationen variieren stark. Sie reichen von einer einfachen Darstellung der Bilder über Fotocollagen, einem virtuellen Gefängnis bis hin zu Online-Menschenketten. Einige Aktionen liefen zusammen mit breit angelegten Kampagnen, andere dienten zur Unterstützung oder Vorbereitung von Aktionen in der realen Welt und wieder andere wurden durch Aktionen in der realen Welt publik gemacht.
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<b>Avatar-Demonstrationen</b><br />
Erst im Jahr 2007 auf der Bildfläche erschienen sind Avatar-Demonstrationen. Sie orientieren sich am ehesten an realen Protestformen wie Demonstrationen und Versammlungen. Reale Menschen setzen virtuelle Abbilder der eigenen Person ein, um sich mit anderen  Avataren in virtuellen Welten, derzeit insbesondere dem Second Life, zu versammeln und zu protestieren. Im Jahr 2007 fanden dort unter anderem Avatar-Demonstrationen gegen die Vorratsdatenspeicherung, gegen Armut und für eine friedliche Revolution in Birma statt.
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<div align="center">
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<p align="center">
Avatar-Demonstration im Second Life</p>
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