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	<title>Online-Durchsuchung &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Online-Durchsuchung &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Koalitionsvertrag NRW: Öffentliches WLAN und Open Data</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 12:40:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Stärkung des Datenschutzes und der Medienkompetenz, ein „Breitband-Masterplan“ sowie Open-Government: Die künftige rot-grüne Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen hat sich im <a href="http://www2.malte-spitz.de/uploads/100707_koalitionsvertrag_nrw.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Koalitionsvertrag</a> große netzpolitische Baustellen vorgenommen. politik-digital.de hat genau hingeschaut und mit dem Landtagsabgeordneten Matthi Bolte gesprochen: Welche <a href="/nrw-wahlprogramme-internet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlversprechen</a> von SPD und Grünen fanden ihren Weg in den Vertrag? Und: Was fehlt noch für ein digitales Nordrhein-Westfalen?
<p>
&#160;
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www2.malte-spitz.de/uploads/100707_koalitionsvertrag_nrw.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img src="/sites/politik-digital.de/files/spdkovertrag.jpg" alt="Koalitionsvertrag NRW" title="Koalitionsvertrag NRW" height="216" width="320" /></a>
</div>
<p>
&#160;
</p>
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stärkung des Datenschutzes und der Medienkompetenz, ein „Breitband-Masterplan“ sowie Open-Government: Die künftige rot-grüne Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen hat sich im <a href="http://www2.malte-spitz.de/uploads/100707_koalitionsvertrag_nrw.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Koalitionsvertrag</a> große netzpolitische Baustellen vorgenommen. politik-digital.de hat genau hingeschaut und mit dem Landtagsabgeordneten Matthi Bolte gesprochen: Welche <a href="/nrw-wahlprogramme-internet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlversprechen</a> von SPD und Grünen fanden ihren Weg in den Vertrag? Und: Was fehlt noch für ein digitales Nordrhein-Westfalen?</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www2.malte-spitz.de/uploads/100707_koalitionsvertrag_nrw.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/spdkovertrag.jpg" alt="Koalitionsvertrag NRW" title="Koalitionsvertrag NRW" height="216" width="320" /></a>
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<!--break--><br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Freiheitlich-rechtsstaaliches Netz</b>
</p>
<p>
Im Koalitionsvertrag heißt es: „Das Internet darf nicht zum bürgerrechtsfreien Medium werden!“ SPD und Grüne  einigten sich daher auf eine verbesserte Ausstattung des Landeskriminalamtes und eine Stärkung des Landesdatenschutzbeauftragten. Nach den Kürzungen unter Schwarz-Gelb in diesem Bereich werde man diese „nicht nur rückgängig machen“, sondern noch „mehrere Stellen obendrauf legen“, so <a href="http://matthibolte.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Matthi Bolte</a>, Landtagsabgeordneter der Grünen, im Gespräch mit politik-digital.de.
</p>
<p>
<br />
Internetsperren erteilt der Koalitionsvertrag eine Absage. Auch online solle „Rechtsstaatlichkeit“ garantiert werden. Dazu gehöre das Löschen „verbotener Inhalte“, wie im Vertrag zu lesen ist.<br />
Laut Matthi Bolte hätten die Grünen Überzeugungsarbeit leisten müssen, um „Pläne zur Online-Durchsuchung“, die es seitens der SPD-Innenpolitiker während der Verhandlungen gegeben hätte, zu „unterbinden“. Netzpolitisch habe sonst aber „große Einigkeit“ in den Koalitionsverhandlungen geherrscht, sagte Bolte.
</p>
<p>
<b>Zugang für Jedermann</b>
</p>
<p>
Neben dem Ausbau des Breitbandnetzes ist im Koalitionsvertrag die Schaffung „öffentlicher WLAN-Zugänge“ festgeschrieben. Auf die  Realisierbarkeit dieses Vorhabens angesprochen, sagte Bolte, dass man hier wahrscheinlich auf „kommunaler Ebene“ und mit „Hilfe von Sponsoren“ agieren werde.
</p>
<p>
Zum „barrierefreien Zugang“ gehört laut Koalitionsvertrag auch die Einführung eines „altersgemäßen Medienkompetenzführerscheins“. Interessant ist, dass der Koalitionsvertrag explizit auch die Kompetenzvermittlung für „freie Medien- und Softwareangebote“ erwähnt.
</p>
<p>
Aber: Die Nutzung von Open-Source-Software, zum Beispiel in der Verwaltung, steht nicht im Vertrag. Man habe aber trotzdem „eine Übereinkunft“ dazu getroffen, so Matthi Bolte. Hier sind beide Parteien ihren Wahlversprechungen nicht zu 100 Prozent gerecht geworden.
</p>
<p>
<b>Transparentes Regieren</b>
</p>
<p>
In Sachen elektronischer Partizipation will die Landesregierung neue Wege beschreiten. In Wettbewerben sollen Entwickler Anwendungen entwerfen, die mit öffentlich bereitgestellten Daten „Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit“ für die Bürger ermöglichen. Der „Chief Technology Officer“ aus dem <a href="http://nrwspd.de/db/docs/doc_28254_201032415641.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD-Wahlprogramm</a> ist aber im Koalitionsvertrag nicht mehr zu finden. Dieser Staatssekretär oder „Minister mit besonderen Aufgaben“ hätte sich um die Entwicklung des E-Government in der Staatskanzlei kümmern sollen, hieß es im SPD-Wahlprogramm „Unser NRW.“
</p>
<p>
<b>Neue Medien</b>
</p>
<p>
Die Koalition will das duale Rundfunksystem stärken. Das öffentlich-rechtliche Programmangebot solle um die „dritte Säule“ des Internet erweitert werden. Die Bandbreite an Medien wollen die Koalitionspartner im „Lokalen und Regionalen“ auch mit Blogs vergrößern. Und im Zusammenhang mit der aktuellen Leistungsschutz- und Urheberrechtsdebatte heißt es: „Wir wollen Chancen eröffnen, Qualitätsjournalismus über alle Verbreitungsformen und -wege zu ermöglichen“<b></b>
</p>
<p>
<b>Was unklar bleibt&#8230;</b>
</p>
<p>
Zum einen wollen die Koalitionspartner die <a href="/internet-enquete-sitzung-netzneutralit%C3%A4t" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Netzneutralität“</a> gesetzlich festschreiben. Was dieser Begriff in Zukunft für die Politik bedeutet, ist aber noch nicht geklärt. Derzeit arbeitet eine Arbeitsgruppe der <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft</a> im Deutschen Bundestag an der Definition des Begriffs. Im Koalitionsvertrag in NRW ist im Moment nur von „diskriminierungsfreier Bereitstellung der Inhalte“ die Rede.
</p>
<p>
Zum anderen: Die SPD versprach in ihrem Wahlprogramm die Weiterentwicklung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV). Dieser ist aber inzwischen fast schon <a href="http://www.telemedicus.info/article/1783-Ministerpraesidenten-haben-JMStV-Novelle-unterzeichnet.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">verabschiedet</a>. Im Koalitionsvertrag fanden Vorhaben zum JMStV dann keine Erwähnung mehr. Laut Matthi Bolte prüfe die Koalition, wie man „nochmal in das Verfahren gehen kann“. Er fürchte aber, dass „keine gravierenden Änderungen“ mehr möglich seien.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Netzzensur in einem Jahr auf dem Prüfstand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 11:32:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskriminalamt]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>
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					<description><![CDATA[CDU/CSU und FDP haben sich in Sachen Netzpolitik geeinigt. Die Netzzensur via Stoppschild und Sperrliste wird vertagt, die Regeln für Vorratsdatenspeicherung und Online-Durchsuchung ein wenig konkretisiert. Ein Blick auf die Auswirkungen der Einigung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>CDU/CSU und FDP haben sich in Sachen Netzpolitik geeinigt. Die Netzzensur via Stoppschild und Sperrliste wird vertagt, die Regeln für Vorratsdatenspeicherung und Online-Durchsuchung ein wenig konkretisiert. Ein Blick auf die Auswirkungen der Einigung.<!--break--></p>
<p>
Das bereits auf den Weg gebrachte Netzsperren-Gesetz wird zunächst für ein Jahr nicht angewendet, beschlossen Union und FDP in den Koalitionsverhandlungen. In diesem Zeitraum soll das Bundeskriminalamt (BKA) versuchen, Webseiten mit kinderpornographischen Inhalt zu löschen. Ob die BKA-Bemühungen erfolgreich waren, wird nach einem Jahr ausgewertet. Und dann gegebenfalls per Stoppschild und BKA-Liste gesperrt.
</p>
<p>
In der Vergangenheit hatte das BKA aufgrund des Dienstweges <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gutachten-BKA-koennte-mehr-zum-Loeschen-von-Kinderpornos-beitragen-183362.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Probleme, Seiten im Ausland schnell genug zu löschen</a>, bevor diese weiterwandern. Gegner von Netzsperren wiederum zeigten im Selbstversuch, dass ausländische Provider durchaus und <a href="http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schnell auf Kinderpornographie-Meldungen reagieren</a>.
</p>
<p>
<b>Die Vorratsdatenspeicherung und die Raubkopierer</b></p>
<p>Auch die Vorratsdatenspeicherung wird bis zum im Frühjahr erwarteten Urteil des Bundesverfassungsgericht ausgesetzt – und soll nur für schwere Straftaten gelten (also bei mehr als vier Jahren Freiheitsentzug im Fall einer Verurteilung). Das ist zwar Status Quo, erteilt aber <a href="http://www.musikindustrie.de/vorratsdatenspeicherung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forderungen beispielsweise aus der Musikindustrie</a> eine weitgehende Absage. Die würde die Daten der Vorratsdatenspeicherung gerne nutzen, um Raubkopierer zu verfolgen. Allerdings können gewerbliche Raubkopierer in seltenen Fällen mit bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug bestraft werden. Meist verhängen Richter jedoch Geldstrafen bei Urheberrechtsverstößen und werten diese somit nicht als schwere Straftat.
</p>
<p>
<b>Online-Durchsuchung nur durch BKA </b>
</p>
<p>
Darüber hinaus dürfen Online-Durchsuchungen künftig nur noch durch einen Richter des Bundesgerichtshofs auf Antrag der Bundesstaatsanwaltschaft angeordnet werden. Gleichzeitig bleibt die Online-Durchsuchung ausschließlich dem BKA vorbehalten.</p>
<p>Unter Mitarbeit von <a href="/user/mkemmerich">Matthias Kemmerich</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Datenschützer: &#8220;Gefahr der Gefälligkeitskontrolle&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/datenschuetzer-gefahr-der-gefaelligkeitskontrolle-4179/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[esnakker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 19:03:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Durchsuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau-Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datensicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, 10. Dezember 2008 war Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter des Landes Schleswig Holstein zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Der Datenschutzexperte äußerte sich zu den gesetzlichen Neuregelungen im Datenschutz und ging auch auf die Problematiken und Versäumnisse ein.  
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 10. Dezember 2008 war Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter des Landes Schleswig Holstein zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Der Datenschutzexperte äußerte sich zu den gesetzlichen Neuregelungen im Datenschutz und ging auch auf die Problematiken und Versäumnisse ein. <br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Herzlich willkommen zum tagesschau-Chat. Am Wochenende ist der neueste Datenskandal bekannt geworden: Offenbar waren Bankdaten von 21 Millionen Bürgern auf dem Schwarzmarkt zu haben. Wie sicher sind unsere persönlichen Daten? Dazu wollen wir heute chatten: In Kiel begrüße ich jetzt Thilo Weichert. Er ist der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz und Datenschutzbeauftragter von Schleswig-Holstein. Vielen Dank Herr Weichert, dass Sie sich die Zeit nehmen! Kann es losgehen?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Es kann losgehen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Das Bundeskabinett hat auf die Serie von<br />
Datenschutzskandalen reagiert und heute Vormittag Neuregelungen zum<br />
Datenschutz beschlossen. So dürfen persönliche Daten zukünftig nur<br />
noch mit Einwilligung weitergegeben werden. Außerdem ist ein<br />
Gütesiegel für Unternehmen geplant, die sich regelmäßigen<br />
Datenschutzkontrollen unterziehen. Sie haben den Gesetzesentwurf als<br />
&quot;Katastrophe&quot; bezeichnet. Was genau kritisieren Sie?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Der Gesetzentwurf regelt das<br />
Permission-Marketing, also die Nutzung von Daten für Werbezwecke<br />
sowie das Datenschutzaudit. Die Wirtschaft hat im Vorfeld gegen das<br />
Gesetz viel Lobbyarbeit gemacht. Trotzdem ist das Grundprinzip<br />
beibehalten worden, dass bei der Nutzung von Fremddaten die<br />
Einwilligung der Betroffenen nötig ist. Dies ist okay. Kritisiert<br />
wird von uns vor allem das Auditgesetz, das alle Fehler enthält, die<br />
man machen kann: Es sieht weder Transparenz noch Qualitätssicherung<br />
vor und schafft weder Vertrauen noch Rechtssicherheit.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Was genau wird im Auditgesetz geregelt und was<br />
stört Sie im Detail?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Das Auditgesetz soll es der Wirtschaft<br />
ermöglichen, durch Experten &#8211; ohne Einschaltung der staatlichen<br />
Aufsicht und schon präventiv &#8211; ein Verfahren oder ein IT-Produkt auf<br />
Datenschutzkonformität hin zu überprüfen. Damit sollen die<br />
Unternehmen auch nach außen hin werben können. Unsere Kritik<br />
besteht darin, dass die Ergebnisse der Prüfung durch die Gutachter<br />
nicht veröffentlicht werden sollen, so dass die Verbraucher keine<br />
Transparenz haben. Auch eine Qualitätsprüfung durch eine<br />
unabhängige Instanz ist nicht vorgesehen. So läuft das Audit<br />
Gefahr, zur Gefälligkeitskontrolle zu werden. Ein inhaltlicher<br />
Gewinn wäre damit nicht verbunden. Vielmehr hätten wir<br />
Aufsichtsbehörden nur mehr Arbeit beim Beschwerden Bearbeiten.
</p>
<p>
<b>MatthiasKD</b>: Das Kabinett hat einen Gesetzesentwurf<br />
beschlossen, nach dem persönliche Daten nur noch weitergegeben<br />
werden dürfen, wenn die Betroffenen ausdrücklich zustimmen. Gibt es<br />
eigentlich Regelungen, wie solche Zustimmungen kenntlich zu machen<br />
sind? Man muss ja zum Beispiel für die Teilnahme an<br />
Onlinegewinnspielen oder bei Registrierungen im Netz immer die<br />
Datenschutzerklärung bestätigen, die kaum einer liest. Kann hier<br />
die Zustimmung im Kleingedruckten versteckt sein?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Der Entwurf sieht vor, dass die<br />
Einwilligung ausdrücklich erfolgen muss. Es genügt also nicht, die<br />
Einwilligung irgendwo im Kleingedruckten zu verstecken. Das ist im<br />
Grunde gut geregelt. Nur ist die Regelung selbst so monströs<br />
geraten, dass sie für normale Nutzer kaum verstanden werden kann.<br />
Außerdem gibt es ein Koppelungsverbot. Das heißt,<br />
Vertragsabschlüsse dürfen nicht davon abhängig gemacht werden,<br />
dass man der Werbenutzung zustimmt. Dies gilt aber nur für Dienste,<br />
für die es keine Alternativen auf dem Markt gibt. Dadurch wird das<br />
Koppelungsverbot weitgehend nutzlos.
</p>
<p>
<b>KV</b>: Gemeinnützige Organisationen sollen weiterhin Daten<br />
ohne die direkte Einwilligung der Betroffenen nutzen können. Sehen<br />
Sie einen Unterschied zwischen einem Werbebrief von Greenpeace und<br />
zum Beispiel dem Otto-Versand?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Es ist richtig, dass eine ganze Menge von<br />
Ausnahmen zugelassen werden, so auch für gemeinnützige<br />
Organisationen. Unsere Erfahrung ist, dass dort Daten nicht sorgsamer<br />
verarbeitet werden als bei anderen Stellen. Es gibt also aus<br />
Datenschutzsicht keinen Grund für diese Ausnahme. Offensichtlich<br />
wollte die Politik mit ihr den Widerstand gegen den Entwurf etwas<br />
mildern.
</p>
<p>
<b>OllyEden</b>: Aktuell ist ja noch das Thema Datenklau im<br />
Bereich der Kontodaten im Gespräch. Eine gesetzlich verankerte<br />
härtere Gangart ist das eine. Doch was wird man an technischen<br />
Vorgaben machen (können), um den Anwender und somit seine Daten<br />
besser zu schützen?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Leider hat insofern der Gesetzgeber alle<br />
unsere Vorschläge übergangen. Die Datenschutzbeauftragten haben<br />
gefordert, dass die Daten mit ihrer Herkunft und der zulässigen<br />
Nutzung markiert werden sollen, so dass niemand sich herausreden<br />
kann, er wüsste nicht, woher er die Daten hat und für was sie<br />
genutzt werden dürfen. Dies lässt sich technisch abbilden. Wurde<br />
aber leider bisher nicht Gesetz.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Warum wurde das nicht mit in den Entwurf<br />
aufgenommen?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Die Wirtschaft hat einen gewaltigen<br />
Widerstand gegen das gesamte Gesetzespaket organisiert. Bei SPD und<br />
CDU sowie den Ministerien sind scheinbar die Telefone nicht<br />
stillgestanden. Die Politik hat sich daher auf einige Punkte<br />
beschränkt, die bei Schäubles Datenschutzgipfel am 4.9. zugesagt<br />
wurden, und hat sinnvolle und nötige Ergänzungen unter den Tisch<br />
fallen lassen.
</p>
<p>
<b>ich</b>: Die Erfahrung zeigt, dass selbst sensible Daten in den<br />
Umlauf kommen, auch wenn sie nicht weitergegeben werden dürfen.<br />
Selbst wenn der &quot;Schuldige&quot; bestraft wird, sind die Daten<br />
dann im Umlauf. Muss ich jetzt jedes mal meine Kontodaten ändern?<br />
Oder kann ich Schadensersatz einfordern?
</p>
<p>
<b>Datenkrake</b>: Was kann ich tun, um meine im Umlauf<br />
befindlichen Daten zu sichern? Identität wechseln? Abmahnungen<br />
verschicken?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Wichtig ist in jedem Fall Datensparsamkeit.<br />
Aber oft müssen Daten herausgegeben werden. Da sollte man sich der<br />
Vertrauenswürdigkeit des Partners versichern. Wenn die Daten erst<br />
mal im Umlauf sind, gibt es wirklich kaum noch ein Halten. Kontrolle<br />
des Kontos ist wichtig. Wenn der Missbrauch festgestellt wird, sollte<br />
man sich bei den beteiligten Unternehmen beschweren. Wenn dies nichts<br />
bringt, hilft vielleicht die Beschwerde beim Datenschutz und beim<br />
Verbraucherschutz. Wenn der Missbrauch dadurch nicht beendet werden<br />
kann, hilft tatsächlich nur ein Identitätswechsel, also konkret<br />
zumeist der Austausch der Kontonummer.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Dazu eine Nachfrage:
</p>
<p>
<b>Eismann</b>: Wie soll ich mich dieser Vertrauenswürdigkeit<br />
versichern? Heute arbeiten selbst sehr seriöse Firmen mit<br />
Drittanbietern, von denen ich unter Umständen gar nichts weiß. Wie<br />
soll ich da denn wissen, ob die vertrauenswürdig sind oder nicht?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Das ist tatsächlich ein gewaltiges<br />
Problem. Seriöse Firmen überprüfen oft nicht genügend die<br />
eingeschalteten Dienstleister. Vielleicht wird es bald zu einem<br />
Markenzeichen von Unternehmen, dass sie sich gegenüber den Kunden<br />
verpflichten, keine Dienstleister bei ihrem Angebot einzuschalten.<br />
Natürlich ist Transparenz wichtig. Je offener ein Unternehmen<br />
bezüglich seiner Privacy-Policy ist und je genauer die Datennutzung<br />
beschrieben wird, desto bessere Kontroll- und<br />
Entscheidungsmöglichkeiten hat der Verbraucher. Dies ist eine<br />
wichtige Grundlage für das Vertrauen. Eine andere ist eine bisherige<br />
positive Erfahrung mit dem Unternehmen.
</p>
<p>
<b>Nr6655321</b>: Die Problematik ist doch eigentlich nicht neu,<br />
die Bürger waren schon immer unvorsichtig mit ihren Daten. Welchen<br />
Einfluss haben insbesondere die medienwirksamen Vorfälle der letzten<br />
Zeit auf die Gesetzgebung?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Wir können schon eine zunehmende<br />
Zurückhaltung feststellen, vor allem bei Internetangeboten und<br />
Gewinnspielen. Richtig ist aber, dass immer noch viele Menschen sich<br />
keinen Kopf machen um den möglichen Missbrauch ihrer Daten. Die<br />
Skandale haben meines Erachtens einen großen Einfluss auf die<br />
Gesetzgebung. Hätte es den 21-Millionen-Daten-Skandal nicht gegeben,<br />
so wäre der Entwurf wahrscheinlich jetzt nicht ins Kabinett<br />
gekommen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Zum Thema persönliche Daten im Netz:
</p>
<p>
<b>pommes-olaf</b>: Viele Leute geben ihre Daten bereitwillig in<br />
Facebook oder StudiVZ ein, wissentlich, dass jeder sie sehen kann.<br />
Wollen die Leute nur Datenschutz, wenn er keinen Verzicht bedeutet?
</p>
<p>
<b>sureshot</b>: Werden meine Daten auf Xing, Facebook etc. auch<br />
für Zwecke genutzt, die ich gar nicht kenne? Kann ich den Netzwerken<br />
vertrauen?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Ich denke, die Blauäugigkeit ist noch weit<br />
verbreitet. Viele denken nicht über den Tag hinaus. Garantiert<br />
möchte niemand, dass irgendwelche Selbstdarstellungen im Netz von<br />
einem künftigen Arbeitgeber genutzt werden, wenn sie anstößig sein<br />
können. Selbstbeschränkung muss nicht Verzicht sein. Alles, was im<br />
öffentlichen Teil des Netzes verfügbar ist, kann bezüglich des<br />
Zweckes nicht mehr eingeschränkt werden. Das heißt, die Daten<br />
können von allen und von jedem für alle und jede Zwecke verwendet<br />
werden, vom Finanzamt über den Arbeitgeber bis zur Polizei und zum<br />
Nachbarn.
</p>
<p>
<b>Frank Scheun</b>: Gibt es Gratis-Emaildienste, die sicherer<br />
sind als andere? Wir wissen überhaupt nicht, was amerikanische<br />
Anbieter wie Google, Yahoo und MSN mit unseren Daten machen.
</p>
<p>
<b>pommes-olaf</b>: Sollte der Staat stärker gegen die<br />
Datensammlung von Google vorgehen?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Dienste in Deutschland sind sicher<br />
zuverlässiger als Dienste aus dem Ausland &#8211; vor allem in den USA, wo<br />
es kein wirksames Datenschutzrecht gibt. Aber auch bei deutschen<br />
Anbietern würde ich meine Hand in kein Feuer legen. Die<br />
Datenverarbeitung von Google ist ein riesiges Feld. Im Unabhängigen<br />
Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein haben wir gerade<br />
mit der härteren Auseinandersetzung begonnen. Google ist<br />
gesprächsbereit. Ob die Firma auch bereit ist, auf Forderungen der<br />
Datenschützer einzugehen, kann ich noch nicht bestätigen.
</p>
<p>
<b>j.a.n.s</b>: Im Dorf weiß und wusste jeder über jeden<br />
Bescheid. Durch die Globalisierung ist nur das Dorf größer<br />
geworden. Damit auch die Konsequenzen. Doch dies kann doch nur durch<br />
ein Umdenken der Menschen geändert werden. Aber die sammeln<br />
Bonuspunkte, stellen Persönlichstes in Soziale Internetnetzwerke.<br />
Was muss passieren, dass Menschen hier sensibler werden?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Ich bin sicher, dass dieser Prozess lange<br />
dauert, aber zu einem Umdenken führen wird. Wenn die Menschen<br />
merken, dass ihre Daten zu Schäden und Nachteilen führen, dann<br />
werden sie vorsichtiger werden. Leider werden viele Menschen erst<br />
durch Schaden klug.
</p>
<p>
<b>Storm</b>: Welche Risiken für meine Daten birgt die<br />
&quot;elektronische Gesundheitskarte&quot;? Kann ich mich weigern,<br />
meiner Krankenkasse ein Foto zu schicken?
</p>
<p>
<b>Prof.H.R.</b>: Krankenakten- Daten, wie kann ich diese für<br />
Ärzte freigeben?
</p>
<p>
<b>nummer5</b>: Welchen Schutz gibt es bei der neuen<br />
elektronischen Gesundheitskarte gegen den Datendiebstahl- und Handel?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Die eGK, also die Gesundheitskarte, ist ja<br />
noch nicht eingeführt. Die Vorbereitungen sehen aus meiner<br />
Datenschutzsicht gar nicht schlecht aus: Das Gesetz ist ganz gut. Die<br />
Umsetzung ist bisher auch okay. Es gibt aber natürlich Zwänge.<br />
Einer ist die Pflicht, ein Bild abzugeben. Da geht wohl kein Weg<br />
vorbei. Die Freigabe von Patientendaten ist eine Anwendung bei der<br />
eGK. Insofern sollen die Patienten vollständige<br />
Entscheidungsfreiheit haben. Das wird technisch auch so umgesetzt.<br />
Der Handel mit Gesundheitsdaten ist absolut verboten. Es gibt auch<br />
technische Sicherungen: Die Telematik-Infrastruktur ist ein<br />
Virtual-Private-Network. Die Daten werden mit einem öffentlichen<br />
Schlüssel verschlüsselt und können nur mit dem privaten auf der<br />
eGK entschlüsselt werden. Außerdem soll es differenzierte<br />
Zugriffsregelungen auf technischer Ebene geben.
</p>
<p>
<b>ringo</b>: Was kann man gegen die Weitergabe personenbezogener<br />
Daten durch die Einwohnermeldeämter tun?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Meldebehörden eröffnen die Möglichkeiten<br />
zu Widersprüchen, z.B. Weitergabe an Adressbücher, an politische<br />
Parteien usw.. Dies muss man nicht begründen. Will jemand eine<br />
generelle Sperre einrichten lassen, was auch möglich ist, dann muss<br />
dies damit begründet werden, dass die Weitergabe der Daten direkte<br />
Schäden zur Folge haben kann.
</p>
<p>
<b>Romeyer</b>: Welche Wahl hat denn der Bürger, wenn Unternehmen<br />
Daten für Verträge etc. erheben? Sind die Datenpools bei Behörden<br />
und Unternehmen nicht das eigentliche Problem?
</p>
<p>
<b>Palatius</b>: Wie sieht es dann z.B. mit den &quot;berühmten<br />
Schufaauskünften&quot; aus?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Wir haben Privatautonomie, das heißt, wenn<br />
einem die Vertragsbedingungen nicht passen, muss man es bleiben<br />
lassen. Künftig soll es das schon erwähnte Koppelungsverbot geben,<br />
so dass man nicht zu stark über den Tisch gezogen werden kann. Dann<br />
gibt es natürlich die Kontrolle. Die Schufa ist auch ein weites<br />
Feld. Künftig soll es das Recht geben, sich regelmäßig selbst<br />
unentgeltlich eine Schufaauskunft einzuholen. Damit nichts Falsches<br />
an Dritte beauskunftet wird, sollten viele dieses kommende Angebot<br />
auch nutzen.
</p>
<p>
<b>akala</b>: Thema Vorratsdatenspeicherung:<br />
Bundesjustizministerin Zypries behauptet immer wieder, mit der<br />
Einführung der Vorratsdatenspeicherung hätte sich für den Bürger<br />
nicht viel geändert, die Telekommunikationsdaten wären ja auch<br />
vorher schon gespeichert worden. Was ist also das Neue und<br />
Gefährliche an der Vorratsdatenspeicherung? Oder ist sie tatsächlich<br />
harmlos?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Diese Dauerbehauptung von Frau Zypries wird<br />
mit ihrer Wiederholung nicht richtiger. Das Problem ist, dass künftig<br />
alle Verbindungsdaten gespeichert werden, auch wenn sie für<br />
Abrechnungen nicht nötig sind. Angesichts von Flatrates ist dies<br />
eine gewaltige Menge. Diese Daten sind sehr aussagekräftig. Auch nur<br />
deshalb haben Polizei und Geheimdienste hieran ein so großes<br />
Interesse.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Auch bei diesem Chat konnten die User schon<br />
vorab Fragen stellen. Diese hat die meisten interessiert:
</p>
<p>
<b>John</b>: Wird Schäuble versuchen, durch die<br />
Vorratsdatenspeicherung/Onlinedurchsuchungen illegale Film-, Musik-<br />
und Spieldownloads einzugrenzen?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Es ist gut möglich, dass Herr Schäuble<br />
dies versuchen will. Die Urheberindustrie macht insofern gewaltige<br />
Lobbyarbeit. Nur läuft die Rechtsprechung des<br />
Bundesverfassungsgerichts in eine ganz andere Richtung. Es ist<br />
relativ klar, dass bei Bagatellen wie einzelnen<br />
Urheberrechtsverstößen die Nutzung der Vorratsdaten nicht<br />
zugelassen wird.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Leider müssen wir zum Schluss kommen, ein<br />
Hilferuf:
</p>
<p>
<b>Matthias L.</b>: Ist es nicht der blanke Hohn, dass die<br />
Bundesregierung angeblich so viel für den Datenschutz tut und<br />
mittlerweile selbst die größte Datenkrake überhaupt ist? Wer<br />
schützt mich vor der Regierung mit der Vorratsdatenspeicherung?
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Schutz vor Datenmissbrauch durch den Staat<br />
gibt es von &#8211; möglichst unabhängigen &#8211; Datenschutzbehörden. Aber<br />
wichtiger ist die öffentliche Diskussion und die Einflussnahme auf<br />
die Politik. Insofern stehen wir in Deutschland besser da als zum<br />
Beispiel in den USA oder in England. Wenn die Regierung etwas<br />
Positives tut, sollten wir das auch positiv kommentieren. Aber<br />
Vorsicht ist immer sinnvoll.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Das war eine Stunde tagesschau-Chat zum Thema<br />
Datenschutz. Vielen Dank, liebe User, für Ihre Fragen! Herzlichen<br />
Dank, Herr Weichert, für Ihre Zeit und Grüße von Berlin nach Kiel.<br />
Das Team von tagesschau.de wünscht allen noch einen schönen Tag.
</p>
<p>
<b>Thilo Weichert</b>: Ich habe gerne am Chat mitgemacht. Liebe<br />
Grüße.
</p>
<p>
<i>Der Chat wurde moderiert von Thomas Querengässer,<br />
tagesschau.de.</i>
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Verfassungsrichter als Datenschützer</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/verfassungsrichter-als-datenschuetzer-3813/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 11:36:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesdatenschutzbeauftragter]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Durchsuchung]]></category>
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					<description><![CDATA[So, bin gerade eben zurück von einem Pressegespräch mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar. Eigentlich wollte Deutschlands oberster amtlicher Datenschützer ja über die Themen der kommenden Datenschutzbeauftragtenkonferenz in Berlin sprechen. Die <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/pm_37-08.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts</a> zu Vorratsdatenspeicherung interessierte die anwesenden Journalisten aber natürlich brennender. Aus der Entscheidung leitete Schaar unter anderem gute Nachrichten für Datenschützer und Tauschbörsennutzer ab.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>So, bin gerade eben zurück von einem Pressegespräch mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar. Eigentlich wollte Deutschlands oberster amtlicher Datenschützer ja über die Themen der kommenden Datenschutzbeauftragtenkonferenz in Berlin sprechen. Die <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/pm_37-08.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts</a> zu Vorratsdatenspeicherung interessierte die anwesenden Journalisten aber natürlich brennender. Aus der Entscheidung leitete Schaar unter anderem gute Nachrichten für Datenschützer und Tauschbörsennutzer ab.<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Auch wenn in der Hauptsache zur Vorratsdatenspeicherung noch nicht entschieden ist (damit ist Ende 2008 zu rechnen), erkannte Schaar in den Entscheidungen der Verfassungsrichter &quot;eine Linie zugunsten des Datenschutzes.&quot;
</p>
<div align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/pschaar_300x_0.jpg" alt="Peter Schaar" height="222" width="170" />
</div>
<div align="center">
<i>Peter Schaar, Bundesdatenschutzbeauftragter</i>
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Der Staat dürfe nur in sehr engen Grenzen in das Grundrecht der informellen Selbstbestimmung eingreifen. Das von den obersten Richtern bei der Entscheidung zur heimlichen Online-Durchsuchung angestoßene neue Grundrecht auf Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme soll staatliche Eingriffe in Computer- und Internetkommunikation  demnach nur zulassen, wenn höchste Rechtsgüter in Gefahr sind. Also nur bei Mord und Totschlag, aber nicht bei Musiktausch oder Beleidigungen.
</p>
<p>
<b><br />
Folgen für Musikindustrie</b></p>
<p>Die Stellungnahme des Verfassungsgerichts erreichte Schaar zwar erst während des Pressegespräches, ad hoc sah der Bundesdatenschutzbeauftragte aber  positive Folgen &#8211; und schlechte Karten für die Musikindustrie. Die Staatsanwaltschaft dürfe auf Vorrat gespeicherte Daten nur noch bei schweren Straftaten weitergeben. Die aktuelle Entscheidung zur Vorratsdatenspeicherung und die vorangegangenen Urteile zur Online-Durchsuchung bzw. die Signale zur automatischen Kennzeichnerfassung zeigten, dass den Verfassungsrichtern die massenhafte Datenschnüffelei nicht passt: &quot;Ich sehe einen Hinweis, dass das Bundesverfassungsgericht hier eine sehr enge Grenze gezogen hat&quot;, sagte Schaar. Und weiter: &quot;Das hat erhebliche Konsequenzen auf die Praxis der Musikindustrie.&quot; Die kommt derzeit über massenhafte Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft an die Namen von potenziellen Datenpiraten. Die Strafverfahren werden dann sehr häufig eingestellt. Ist aber der Name eines Beschuldigten einmal bekannt, lassen sich auf zivilrechtlichem Wege Geldsummen eintreiben &#8211; manchmal mehrere tausend Euro pro Fall. Aber Achtung: Zu Abrechnungszwecken gespeicherte Daten dürfen und müssen weiterhin weitergegeben werden. Die müssen bei den Telekommunikationsanbietern aber in der Regel ziemlich schnell nach Rechnungsstellung gelöscht werden. <br />
<b><br />
Festplatten als Speicher eines virtuellen Selbst</b></p>
<p>Informationstechnische Systeme, also Internetkommunikation oder die Speicherdaten auf Festplatten, brauchen laut Schaar einen besonderen Schutz. Denn aus modernen Kommunikationsmitteln ließe sich &quot;ein Abbild eines Teils der Privatsphäre&quot; ableiten. Teilweise seien auf Festplatten ja Daten gespeichert, an die man sich selbst schon nicht mehr erinnern könne.</p>
<p>Formell sind die deutschen Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung nur die Umsetzung einer EU-Richtlinie. Auch hier war Schaar zuversichtlich, dass der Europäische Gerichtshof diese schon aus formalen Gründen kippt.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Bundestrojaner in der Blogschau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 14:21:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Urteil]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Durchsuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestrojaner]]></category>
		<category><![CDATA[Blogschau]]></category>
		<category><![CDATA[BVerfG]]></category>
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					<description><![CDATA[Die mit Spannung erwartete Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum den Online-Durchsuchungen ist verkündet – in der Blogosphäre wird das Urteil geteilt aufgenommen. Die Zweideutigkeit des Urteils spiegelt sich auch in den Beiträgen wieder:  Von „<a href="http://www.macnotes.de/2008/02/27/bundesverfassungsgericht-kippt-online-durchsuchung/" target="_blank" title="macnotes.de" rel="noopener noreferrer">Bundesverfassungsgericht kippt Online-Durchsuchungen</a>“ bis hin zu einem ironischen „<a href="http://www.mein-parteibuch.com/blog/2008/02/27/hurra-die-heimliche-online-durchsuchung-ist-legal/" target="_blank" title="mein-parteibuch.com" rel="noopener noreferrer">Hurra, die heimliche Online-Durchsuchung ist lega</a>l“ sind alle Interpretationen des Urteils vertreten.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die mit Spannung erwartete Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum den Online-Durchsuchungen ist verkündet – in der Blogosphäre wird das Urteil geteilt aufgenommen. Die Zweideutigkeit des Urteils spiegelt sich auch in den Beiträgen wieder:  Von „<a href="http://www.macnotes.de/2008/02/27/bundesverfassungsgericht-kippt-online-durchsuchung/" target="_blank" title="macnotes.de" rel="noopener noreferrer">Bundesverfassungsgericht kippt Online-Durchsuchungen</a>“ bis hin zu einem ironischen „<a href="http://www.mein-parteibuch.com/blog/2008/02/27/hurra-die-heimliche-online-durchsuchung-ist-legal/" target="_blank" title="mein-parteibuch.com" rel="noopener noreferrer">Hurra, die heimliche Online-Durchsuchung ist lega</a>l“ sind alle Interpretationen des Urteils vertreten.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Online-Durchsuchung in NRW gestoppt</b>
</p>
<p>
Beide Sichtweisen des Urteils sind möglich. Einerseits wurde das in Nordrhein-Westfalen im Dezember 2006 in Kraft getretene Gesetz heute vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig erklärt. Diese Entscheidung über das Gesetz auf Landesebene wird von vielen Bloggern positiv aufgenommen &#8211;  Der Schnüffelblog titelt zum Besispiel „<a href="http://spitzelblog.blogspot.com/2008/02/online-schnffelei-gekippt.html" target="_blank" title="spitzelblog.blogspot.com" rel="noopener noreferrer">Online-Schnüffelei gekippt!!!</a>“, auf elementarteile.de fasst man sich kürzer „<a href="http://www.elementarteile.de/?p=1636" target="_blank" title="elementarteile.de" rel="noopener noreferrer">Yes!</a>“. Magnus Becker bezeichnet das Urteil in seiner <a href="http://www.magnusbeckerblog.de/blogschau-urteil-zu-online-durchsuchung/909/" target="_blank" title="magnusbeckerblog.de" rel="noopener noreferrer">Blogschau</a> jedoch als fatal. Allerdings steht er mit der Meinung, dass Online-Durchsuchungen in bestimmten Fällen eine Selbstverständlichkeit sein sollten relativ alleine da.
</p>
<p>
<b>Online-Durchsuchungen nicht grundsätzlich verfassungswidrig </b>
</p>
<p>
Auf der anderen Seite <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg08-022.html" title="Pressemitteilung des BVerfG zum Urteil">entschied das Bundesverfassungsgericht</a>  im selben Atemzug, dass Online-Durchsuchungen grundsätzlich mit der Verfassung vereinbar sind – und zwar in Fällen, in denen „tatsächliche Anhaltspunkte einer konkreten Gefahr für ein überragend wichtiges Rechtsgut bestehen.“ Die Auswirkungen dieser Entscheidung auf die Bundespolitik sind ebenfalls Thema in der Blogosphäre. So zum Beispiel bei <a href="http://codecandies.de/2008/02/27/online-durchsuchung-genehmigt/" target="_blank" title="codecandies.de" rel="noopener noreferrer">Code Candies</a>, im Blog der <a href="http://zenzizenzizenzic.de/archives/2008/02/27/demnachst-mit-online-durchsuchungen/" target="_blank" title="zenzizenzizenzic.de" rel="noopener noreferrer">ZAF</a> oder bei <a href="http://blog.websenat.de/2008/02/27/online-durchsuchung-unter-auflagen-gueltig" target="_blank" title="blog.websenat.de" rel="noopener noreferrer">Websenat</a>.
</p>
<p>
<b>Geteilte Reaktionen in der Blogosphäre </b>
</p>
<p>
Insgesamt überwiegen die Beiträge, die beide Seiten des Urteils thematisieren – oder wie Duckhome.de schreibt: “<a href="http://www.duckhome.de/tb/archives/2008-Ein-Urteil-viele-Bewertungen.html" target="_blank" title="duckhome.de" rel="noopener noreferrer">Ein Urteil, viele Bewertungen</a>“. Der StoiBär spricht von einem „<a href="http://www.stoibaer.de/ein-teilerfolg-fuer-unsere-grundrechte.html" target="_blank" title="stoibaer.de" rel="noopener noreferrer">Teilerfolg für unsere Grundrechte</a>“ und F!XMBR sieht „<a href="http://www.fixmbr.de/kein-raum-fuer-heimliche-online-durchsuchungen/" target="_blank" title="fixmbr.de" rel="noopener noreferrer">kein Raum für heimliche Online-Durchsuchungen</a>“ mehr.
</p>
<p>
Der Autor von blogsurdum.de bringt die vorherrschende Interpretations-Schizophrenie mit der Frage: „<a href="http://blogsurdum.de/2008/02/27/ist-das-jetzt-ein-sieg/" target="_blank" title="blogsurdum.de" rel="noopener noreferrer">Ist das jetzt ein `Sieg´?</a>“ auf den Punkt. Als vage Antwort auf darauf  taugt die Überschrift des  Golem.de-Artikels:  „<a href="http://www.golem.de/0802/57990.html" target="_blank" title="golem.de" rel="noopener noreferrer">Verfassungsgericht verbietet Online-Durchsuchungen weitgehend</a>“. Auch das Fazit von Julie Paradise: „<a href="http://www.julieparadise.de/2008/02/27/ein-klares-%e2%80%9ejein%e2%80%9d/" target="_blank" title="julieparadise.de" rel="noopener noreferrer">Ein klares ´Jein</a>`“ trifft den Nagel auf den Kopf.
</p>
<p>
<b>Forderung nach neuem Grundrecht wird begrüßt</b>
</p>
<p>
Durchweg positive Resonanz ruft das von den Verfrassungsrichtern ins Spiel gebrachte „Grundrecht auf Gewährleistung von Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme“ in der Blogosphäre hervor – die laut <a href="http://www.classless.org/2008/02/27/die-huter-des-demokratieideals-haben-gesprochen/" target="_blank" title="classless.org" rel="noopener noreferrer">Classless Kulla</a> jubelt.
</p>
<p>
Während sich die  „zeitrafferin“ Julia Seeliger von den Grünen über den Vorstoß des Gerichts mit den Worten „<a href="http://julia-seeliger.de/grundrecht-auf-gewahrleistung-der-vertraulichkeit-und-integritat-von-informationstechnischen-systemen/" target="_blank" title="julia-seeliger.de" rel="noopener noreferrer">juhu, wir haben ein neues Grundrecht</a>“ freut, bedankt sich das CCC-Mitglied Tim Pritlove lieber gleich freundschaftlich-persönlich: „<a href="http://tim.geekheim.de/2008/02/27/liebes-bundesverfassungsgericht/" target="_blank" title="tim.geekheim.de" rel="noopener noreferrer">Liebes Bundesverfassungsgericht</a>&#8230;Das haben wir gebraucht. Vielen Dank dafür.“  Der Spiegelfechter verkündet „<a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/298/die-geburt-des-computer-grundrechts" target="_blank" title="spiegelfechter.com" rel="noopener noreferrer">Die Geburt des `Computer-Grundrechts</a>`“ und auch Markus Beckedahl von netzpolitik.org ist das einen eigenen <a href="http://netzpolitik.org/2008/neues-grundrecht-auf-gewaehrleistung-von-vertraulichkeit-und-integritaet-von-informationssystemen/" target="_blank" title="netzpolitik.org" rel="noopener noreferrer">Beitrag</a> wert. Während des Vormittags bloggte dieser übrigens live „<a href="http://netzpolitik.org/2008/die-entscheidung-online-durchsuchung-beim-bundesverfassungsgericht/" target="_blank" title="netzpolitik.org" rel="noopener noreferrer">Die Entscheidung: Online-Durchsuchung beim Bundesverfassungsgerich</a>t“ und versorgte die Leser  laufend mit aktuellen Informationen und Hintergrundberichten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bundestrojaner jetzt herunterladen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jan 2008 16:33:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Durchsuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestrojaner]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="http://www.bundestrojaner.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img src="/sites/politik-digital.de/files/Logo_Bundestrojaner.jpg" alt="Logo &#34;Bundestrojaner&#34;" align="left" height="123" width="185" /></a>
Lange erwartet, jetzt ist er da: Den Bundestrojaner kann man sich <a href="http://www.bundestrojaner.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">exklusiv herunterladen</a>. Wer rechtzeitig bis Ostern den Bundestrojaner installiert, bekommt gratis den Vorteilspack Bürgercontrol 2.0 inklusive Telefonüberwachung dazu.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bundestrojaner.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Logo_Bundestrojaner.jpg" alt="Logo &quot;Bundestrojaner&quot;" align="left" height="123" width="185" /></a><br />
Lange erwartet, jetzt ist er da: Den Bundestrojaner kann man sich <a href="http://www.bundestrojaner.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">exklusiv herunterladen</a>. Wer rechtzeitig bis Ostern den Bundestrojaner installiert, bekommt gratis den Vorteilspack Bürgercontrol 2.0 inklusive Telefonüberwachung dazu.<br />
<!--break--></p>
<p>
Bei dem verlinkten Programm handelt es sich bislang nur um einen Bildschirmschoner. Heiko Wohlgemuth hat eine Satire-Seite rund um die von Innenminister Schäuble geplante verdeckte Online-Durchsuchung gebaut &#8211; inklusive Downloadmöglichkeit.
</p>
<p>
Als Service stellen &quot;brave Mitbürgerinnen und Mitbürger&quot; ihre Testberichte des staatlichen Schnüffelprogramms online, das &quot;mittlerweile auch für mobile Endgeräte verfügbar ist. Laden Sie dann W32.Trojan.germanmobilegov.A herunter.&quot;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>SPD: Abwarten und online durchsuchen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/spd-abwarten-und-online-durchsuchen-3660/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Doll]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 14:53:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Durchsuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Edathy]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsbeschwerde]]></category>
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					<description><![CDATA[Die SPD will die Verfassungsbeschwerde gegen die Online-Durchsuchung abwarten – und ist laut ihrem Innenexperten Sebastian Edathy ansonsten dafür. Das könnte für einen Schnellstart des Gesetzes Anfang 2008 sorgen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die SPD will die Verfassungsbeschwerde gegen die Online-Durchsuchung abwarten – und ist laut ihrem Innenexperten Sebastian Edathy ansonsten dafür. Das könnte für einen Schnellstart des Gesetzes Anfang 2008 sorgen. <!--break--></p>
<p>
Edathy zufolge habe die SPD nie gegen ein Gesetz zur Legitimation heimlicher Online-Durchsuchungen Stellung bezogen. Es gehe um rechtliches Neuland, sagte er der „B.Z. am Sonntag“. Daher solle lediglich das Ergebnis der derzeit laufenden Verfassungsbeschwerde abgewartet werden, um aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Leitlinien für einen Gesetzesentwurf auf Bundesebene zu erhalten. Dieser könnte bereits im Frühjahr 2008 fertiggestellt sein.
</p>
<p>
Die Debatte über das geplante Gesetz zur Legitimation heimlicher Online-Durchsuchungen dauert schon länger an. Die CDU/CSU versuchte in den vergangenen Monaten das die Änderung des BKA-Gesetzes noch in diesem Jahr auf den Weg zu bringen. Der Koalitionspartner SPD hielt sich bisher mit konkreten Aussagen zurück. Innerhalb der Fraktion herrschte Einigkeit darüber, dass zunächst das noch ausstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu einem entsprechenden Paragraphen im Verfassungsschutzgesetz NRW abgewartet werden sollte.
</p>
<table style="border: 1px solid #000000; height: 133px" border="1" width="540">
<tbody>
<tr>
<td>
<p>
			<b><br />
			Hintergrund: Verfassungsschutzgesetz NRW</b>
			</p>
<blockquote>
<p>
				Seit Dezember 2006 ist es Ermittlungsbehörden in Nordrhein-Westfalen erlaubt, heimlich Computer auszuspähen und die Internetkommunikation Verdächtiger zu überwachen. Die rechtliche Grundlage für die Online-Durchsuchungen liefert der §5 Abs.2, Nr.11 des <a href="http://www.im.nrw.de/sch/doks/vs/vsg_nrw_2007.pdf" target="_blank" title="Verfassungsschutzgesetzes NRW" rel="noopener noreferrer">Verfassungsschutzgesetzes NRW</a>. Dieser	besagt, dass den Verfassungsschutzbehörden zur Informationsbeschaffung sowohl die verdeckte Teilnahme an Kommunikationseinrichtungen im Internet als auch der „heimliche Zugriff auf informationstechnische Systeme auch mit Einsatz technischer Mittel“ erlaubt ist. Gegen den Paragraphen läuft eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. Die Entscheidung wird für Januar 2008 erwartet.
				</p>
</blockquote>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Die in dieser Frage scheinbar neuerdings einheitliche Linie der Großen Koalition bestätigte am Samstag auch Stefan Kaller, Sprecher des Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble (CDU), gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Seiner Aussage zufolge sind sich die Koalitionspartner dahingehend einig, dass das Gesetzgebungsverfahren eingeleitet werde, sobald die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vorliegt.
</p>
<p>
Am heutigen Dienstag meldete sich nun auch die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) im RBB-Inforadio zu Wort und durchkreuzte die neue Einigkeit. Sie unterstrich erneut ihre Ablehnung der heimlichen Online-Durchsuchungen und bezeichnete sie als „verfassungsrechtlich problematisch“. Da inzwischen viele persönliche Daten auf Computern gespeichert würden, entspricht diese Form der Ermittlung „quasi der heimlichen Durchsuchung einer Wohnung“.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table style="border: 1px solid #000000; height: 120px" border="1" width="540">
<tbody>
<tr>
<td>
<p>
			<b><br />
			Hintergrund: Online-Durchsuchung.</b>
			</p>
<blockquote>
<p>
				Mit dem Gesetz soll es zukünftig möglich werden, heimlich auf die Festplatten von Verdächtigen zuzugreifen. Dabei soll sowohl der einmalige Zugriff auf auf die persönlichen Daten der Überwachten, als auch eine langfristige Beobachtung des Datenverkehrs durch das Gesetz abgedeckt werden. Derzeit wird an der Entwicklung einer speziellen Spionage-Software, dem so genannte „Bundestrojaner“, gearbeitet. Diese soll auf den Computern der Verdächtigen installiert werden und unbemerkt Informationen an die Ermittlungsbehörden senden. Wie die Software funktionieren soll, erläutert <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/93807" target="_blank" title="Stefan Krempl auf heise.de" rel="noopener noreferrer">Stefan Krempl auf heise.de</a>.
				</p>
</blockquote>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Ähnlich argumentieren die Kritiker der Online-Durchsuchungen. Befürchtet wird eine Verletzung des auch bei Telefonüberwachung und Hausdurchsuchungen relevanten Rechts auf private Lebensführung. Grundlegend wird bezweifelt, dass es in der Realität möglich ist, zwischen strafrechtlich relevanten und und privaten Daten auf den Festplatten der Überwachten zu unterscheiden. Das Online-Bürgernetzwerk <a href="http://www.campact.de/troja/home" target="_blank" title="Campact" rel="noopener noreferrer">Campact</a>  bemängelt, dass es den Verdächtigen bei länger andauernden Ermittlungen nicht möglich sein wird, sich juristisch gegen die heimliche Überwachung zur Wehr zu setzen. Wenn überhaupt, dann werden diese erst im Nachhinein davon in Kenntnis gesetzt.
</p>
<p>
Von verschiedenen Seiten wird darauf hingewiesen, dass zudem Grundrechte wie die Unverletzlichkeit der eigenen Wohnung (Art. 13 GG) und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung von dem neuen Gesetz berührt werden.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Bürger fragen, Schäuble antwortet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/buerger-fragen-schaeuble-antwortet-3647/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Dec 2007 09:03:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Durchsuchung]]></category>
		<category><![CDATA[tagesschau.de]]></category>
		<category><![CDATA[Ihre Frage nach Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[&#34;Herr Schäuble, wer garantiert, dass die bei der Vorratsdatenspeicherung erhobenen Daten tatsächlich nach sechs Monaten wieder gelöscht werden?&#34; Solche und ähnliche Fragen stellten Bürger per Videobotschaft an den Bundesinnenminister - in der Neuauflage des ARD-Projektes &#34;<a href="http://www.tagesschau.de/fragenachberlin4.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ihre Frage nach Berlin</a>&#34;. Am 12.12.2007 steht Wolfgang Schäuble im ARD-Morgenmagazin Rede und Antwort.  ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Herr Schäuble, wer garantiert, dass die bei der Vorratsdatenspeicherung erhobenen Daten tatsächlich nach sechs Monaten wieder gelöscht werden?&quot; Solche und ähnliche Fragen stellten Bürger per Videobotschaft an den Bundesinnenminister &#8211; in der Neuauflage des ARD-Projektes &quot;<a href="http://www.tagesschau.de/fragenachberlin4.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ihre Frage nach Berlin</a>&quot;. Am 12.12.2007 steht Wolfgang Schäuble im ARD-Morgenmagazin Rede und Antwort.  <!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Die bisher eingegangenen Fragen gibt es im Internet zu sehen. Hier können die Nutzer über die Videos abstimmen &#8211; die bestbewertesten<br />
schaffen es in die Sendung. Und wer nicht um 7.30 Uhr fernsehen möchte, kann sich die Antworten ebenfalls auf <a href="http://www.tagesschau.de/fragenachberlin4.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau.de</a> anschauen. </p>
<p>Viele <a href="http://frage.tagesschau.de/?cat=18" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fragen </a>drehen sich um den Konflikt zwischen innerer Sicherheit und Persönlichkeitsrechten: Kritiker möchten so zum Beispiel wissen, wie groß die Bedrohung in Deutschland wirklich ist. Oder ob es hierzulande ähnliche Datenschutzunfälle geben kann wie in Großbritannien, wo zwei CDs mit den Daten von 25 Millionen Kindergeldempfängern verschwanden. Oder ob auch die Telefongespräche von Politikern abgehört werden können. Daneben melden sich Befürworter der Sicherheitsmaßnahmen zu Wort und fragen etwa, warum man zur Verbrechensbekämpfung nicht die genetische Fingerabdrücke von allen Bürgern speichert. </p>
<p>Nach dem Innenminister stellen sich noch drei weitere Politiker den Bürgerfragen:<br />
Gregor Gysi, Linkspartei, ebenfalls am 12.12., um 13:00 Uhr im ARD-Mittagsmagazin<br />
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, am 13.12., im Morgenmagazin<br />
Verteidigungsminister Franz Josef Jung, am 13.12., im Mittagsmagazin</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Idee zur Schäublone kam von einem Freund</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Durchsuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestrojaner]]></category>
		<category><![CDATA[dataloo]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk]]></category>
		<category><![CDATA[Mac]]></category>
		<category><![CDATA[Schäublone]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, den 30 Oktober, waren Dirk und Mac vom Weblog dataloo zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Sie sprachen über den Ursprung der &#34;Schäublone&#34;, die Anti-Überwachungsaktion &#34;Überwach&#34; und über das Bloggen zu zweit.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, den 30 Oktober, waren Dirk und Mac vom Weblog dataloo zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Sie sprachen über den Ursprung der &quot;Schäublone&quot;, die Anti-Überwachungsaktion &quot;Überwach&quot; und über das Bloggen zu zweit.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo und herzlich willkommen zur Blogsprechstunde,<br />
dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Heute sind<br />
Dirk und Mac vom Weblog dataloo bei uns zu Gast. Um 18 Uhr geht<br />
es hier los, Ihre Fragen dürfen Sie aber jetzt schon gerne<br />
stellen.<br />
Dirk und Mac sind auch schon hier bei uns im Büro, wir können<br />
also pünktlich anfangen.<br />
So, jetzt ist es 18 Uhr. Frage an die Gäste: Können wir<br />
anfangen?</p>
<p><b>Mac:</b> Yep.</p>
<p><b>Dirk:</b> Auf geht´s&#8230; sagt der Kuchen
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ABlogs/macdirk.jpg" alt="Dirk (oben) und Mac von dataloo" border="0" height="200" width="100" /><br />
<i>Dirk (oben) und Mac von dataloo</i>
</p>
<p align="left">
<br />
<b>Moderator:</b> Im Vorfeld konnten unsere Nutzer bereits<br />
einige Fragen stellen und darüber abstimmen, mit welcher wir<br />
denn heute unseren Chat beginnen. Hier ist also die erste:</p>
<p><b>keiner da:</b> Von wem stammt die Idee zur Schäublone<br />
denn jetzt genau?</p>
<p><b>Mac:</b> Die kam von einem Freund aus München<br />
via SMS, als ich auf der Blogger-Messe re:publica in einer Session<br />
saß.</p>
<p><b>Dirk:</b> Der hat übrigens heute Geburtstag &#8211;<br />
Alles Gute!</p>
<p><b>Mac:</b> Ja, von mir auch. Er wusste zwar nicht mehr,<br />
wie alt er heute wird, aber von ihm stammt die Idee.</p>
<p><b>Dirk:</b> Ach ja, und wir schulden ihm noch ´nen<br />
Kasten Bier für die Idee.</p>
<p><b>Moderator:</b> Daran anschließend:</p>
<p><b>kai neahnung: </b>Von wem stammt der der Begriff Stasi<br />
2.0?
</p>
<p>
<b>Mac:</b> Der Begriff tauchte anfangs entweder bei<br />
Heise oder bei der Zeit (Zeit-Zünder) auf.</p>
<p><b>Dirk:</b> Meines Wissens stammt der Begriff von Ralf<br />
Bendrath, der den in einem Zeitzünder-Interview erwähnt<br />
hat.</p>
<p><b>Mac:</b> Bei der re:publica Messe in Berlin wurde er<br />
dann schon fast inflationär benutzt und ging sowohl analog<br />
als auch digital umher.</p>
<p><b>wiesoweshalbwarum: </b>Bei Euch hat sich ja vor allem<br />
Dirk um die Anti-Überwachungs-Aktionen gekümmert. Mac,<br />
wie waren denn deine Reaktionen so darauf? Wär es dir manchmal<br />
lieber gewesen, einfach „normal“ weiterzubloggen?</p>
<p><b>Mac:</b> Der Hype und der Besucheranstieg von 200 auf<br />
3000 war schon komisch, ich habe dann aber versucht einfach „normal“<br />
weiterzumachen &#8211; was auch immer das bedeuten mag. Das gestiegene<br />
Interesse kam so schließlich auch meinen launischen Texten<br />
zugute &#8211; wenn auch nur am Rande.Und das Feedback ist das eigentlich<br />
spannende an einem Blog. Sowohl das der Leser, als auch mein eigenes<br />
Feedback wenn ich nach einem Jahr alte Postings lese und nicht fassen<br />
kann wie gut die sind. Oder halt auch abgrundtief schlecht.
</p>
<p>
<b>Bratenstein: </b>Von wem stammt überhaupt der<br />
Begriff „Schäublone“?</p>
<p><b>Dirk: </b>Keine Ahnung.
</p>
<p>
<b>Mac:</b> Sorry, ich leider auch nicht.</p>
<p><b>Dirk:</b> In irgendeinem Blog wurde es das erste Mal<br />
verwendet &#8211; glaub ich. Ich selbst hab erst Tage nach dem Anfangshype<br />
den Begriff verwendet. Hochachtung an den Erfinder &#8211; es lag so nahe&#8230;</p>
<p><b>raffaq: </b>Was hättet Ihr eigentlich unternommen,<br />
wenn der Begriff Stasi 2.0 von der Staatsanwaltschaft München<br />
als Beleidigung gesehen worden wäre?</p>
<p><b>Mac:</b> Ich habe Dirk im Vorfeld gebremst, zu intensiv<br />
darüber nachzudenken.</p>
<p><b>Dirk: </b>Absolut! Ich wäre in Panik verfallen.<br />
Mac hätte sich beruhigt. Danach wären wir sofort nach<br />
China ausgewandert&#8230;</p>
<p><b>Mac: </b>Interessant finde ich die Tatsache, dass die<br />
ganze Sache sowieso schon ein Eigenleben entwickelt hat und nicht<br />
mehr zu stoppen war. Vor allem auch durch die Lizenzierung via Creative<br />
Commons. Im Ernst: Ich wäre in Panik verfallen und hätte<br />
sofort versucht den <a href="http://www.lawblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lawblogger</a><br />
anzurufen und um Hilfe anzuflehen.</p>
<p><b>Dirk:</b> Nein &#8211; im Ernst &#8211; es stand von Anfang an<br />
die Frage im Raum ob die Beschlagnahmung und die drohende Anzeige<br />
wegen Beleidigung überhaupt rechtens ist. Letzten Endes ist<br />
es bei einer Anekdote geblieben. Und das ist nur gut für den<br />
betroffenen Studenten.</p>
<p><b>Singular: </b>Warum führt ihr das Blog eigentlich<br />
zu zweit und nicht jeder ein eigenes?</p>
<p><b>Mac</b>: Weil ich das technisch alleine gar nicht auf<br />
Reihe kriegen würde, auch trotz Informatik-Diplom.</p>
<p><b>Dirk:</b> Na, es macht einfach viel mehr Spaß<br />
zu zweit. </p>
<p><b>Mac:</b> Davon abgesehen würde das Blog dann auch<br />
total mies aussehen, also noch mieser als jetzt &#8211; denn ich bin wahrlich<br />
kein guter Gestalter.
</p>
<p>
<b>Dirk:</b> Außerdem ist mehr los. Mac schreibt<br />
auch viel mehr als ich &#8211; so kann er wunderbar meine Sendepausen<br />
überbrücken. Danke für die Blumen, Mac.</p>
<p><b>Mac:</b> „Wir sind 2 Blog“ wäre auch<br />
eine schöne Headline für dataloo, denn eigentlich ist<br />
es das auch irgendwie. Den hab ich jetzt verbockt, „Ich bin<br />
zwei Öltanks“ war die Inspiration.</p>
<p><b>vonhier:</b> Gibt es eine Aufgabenverteilung zwischen<br />
Dirk und Mac?</p>
<p><b>Dirk: </b>Ja: ich diktiere &#8211; Mac schreibt. Oder war<br />
es andersrum?</p>
<p><b>Mac: </b>Wir machen eigentlich beide was wir wollen,<br />
aber Dirk muss sich um die Security-Updates kümmern.
</p>
<p>
<b>Dirk:</b> Mist &#8211; danke, dass du mich dran erinnerst.</p>
<p><b>HoHoHo:</b> dataloo als Datenklo, so stehts bei Euch<br />
im Blog. Was bedeutet das denn konkret?</p>
<p><b>Mac:</b> <a href="http://www.dataloo.de/about-dataloo/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.dataloo.de/about-dataloo/</a><br />
<br />
Das war der pessimistische Ausblick zum Thema Internet vor 2000:<br />
Eine große Toilette für Daten. Und das war noch vor dem<br />
berüchtigten Toilettenwand-Vergleich eines großen deutschen<br />
Werbers.</p>
<p><b>Dirk: </b>Und die Domain war noch frei. Der Begriff<br />
bzw. die Idee der Datenmüllhalde bzw. des Ortes, an dem Daten<br />
wieder weggeschmissen werden, stammt ursprünglich von Holger.<br />
Witzigerweise wurde Holger im Rahmen der Schäublone an einigen<br />
Stellen als Urheber genannt. Ach ja, Holger ist einer unserer Ex-Chefs.</p>
<p><b>conny: </b>Erstmal Glückwunsch zu den zwei Jahren<br />
dataloo. Gibt es im Internet denn noch irgendwas außer Trash?</p>
<p><b>Dirk:</b> Ja klar: html, jpgs &amp; shit…</p>
<p><b>Mac: </b>Ich hätte mich auf die Fragen besser<br />
vorbereiten sollen.</p>
<p><b>Dirk:</b> Vielleicht kurz mal googeln? trash.de?
</p>
<p>
<b>Mac:</b> Das ist natürlich nicht total ernst<br />
gemeint, es gibt sehr viel tolle Sachen im Internet, leider auch<br />
extrem viel Müll &#8211; Die Selektion wird das Thema der nächsten<br />
Jahre. Und dataloo ist da natürlich ganz vorne dabei. Mit Web<br />
2.0 wird das alles grade noch viel schlimmer.</p>
<p><b>ringring: </b>Wie steht ihr eigentlich zur digitalen<br />
Bohème? Fühlt ihr euch da zugehörig?
</p>
<p>
<b>Dirk:</b> Prenzlberg, bloggen &#8211; da geht´s ja<br />
fast nicht anders. Aber eigentlich würde ich mich lieber als<br />
total spießbürgerlich bezeichnen.</p>
<p><b>Mac: </b>Prinzipiell schon, mich da als Teil einer<br />
Gruppe zu sehen liegt mir aber fern, dazu bin ich nicht intellektuell<br />
genug.</p>
<p><b>Dirk:</b> Brüller!</p>
<p><b>Mac:</b> Ich tippe meine Blogpostings immer in Word,<br />
hier fehlen mir die roten Kringellinien. Schlimm, wie schludrig<br />
man geworden ist. Tippen und Return.</p>
<p><b>Dirk: </b>Hast du nicht früher ein Shirt mit dem<br />
Spruch „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“<br />
getragen? Das wär ja in etwa das gleiche nur neuer, oder?
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Es gibt einige Fragen zur<a href="http://www.uberwach.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Aktion Überwach</a>. Vielleicht erst mal grundsätzlich:</p>
<p><b>FDH: </b>Wie funktioniert denn die Aktion Überwach?</p>
<p><b>Dirk:</b> Eigentlich supereinfach. Es wird ein Bild<br />
vom uberwach.de-Server in eine Seite eingebunden. Dadurch wird an<br />
den uberwach.de-Server die IP-Adresse des Besuchers übertragen<br />
und außerdem welche Seite von ihm besucht wird. Die IP wird<br />
gegen eine Liste von IP-Adressen abgeglichen. Ein Treffer wird vermerkt.<br />
Das Prinzip ist eigentlich so alt wie das Web selbst &#8211; ich glaube<br />
das erste mal so erwähnt wurde das 96 oder 97 &#8211; also vor über<br />
10 Jahren&#8230;</p>
<p><b>Mac:</b> Für mich ist Überwach eine Kunstaktion<br />
um gewisse Abläufe darzustellen, dass Dirk da auf technische<br />
Perfektion so viel Wert legt, hab ich nie verstanden.
</p>
<p>
<b>Big Brother: </b>Nach den Protokollen der Aktion<br />
Überwach scheinen sich die „Überwacher“ ja<br />
vor allem auf der eher unverdächtigen Site Schnullerfamilie<br />
rumzutreiben. Habt ihr Erklärungen?</p>
<p><b>Dirk: </b>Ist mir auch schon aufgefallen. Woran das<br />
liegt ist mir unklar. Vermutlich stimmen bestimmte IP-Adressen-Bereiche<br />
nicht, allerdings gibt es bisher keine Hinweise darauf.</p>
<p><b>Moderator:</b> Dazu noch eine Anmerkung:</p>
<p><b>hmmm: </b>389 Verdachtsmomente für Planet Liebe<br />
und 385 Verdachtsmomente für ein Angstforum &#8211; das gibt zu denken.
</p>
<p>
<b>Mac:</b> Liebe liegt immerhin noch vorne. Es gibt<br />
ja so ein simples Modell der Welt, dass alle menschlichen Motivationen<br />
sich entweder aus Liebe oder Angst speisen. Das passt oft verdammt<br />
gut.</p>
<p><b>Dirk:</b> Mmhhh. Das würde die These der falschen<br />
IP-Adressen-Bereiche stützen&#8230; </p>
<p><b>Mac:</b> Wobei die global um sich greifende Angstkultur<br />
mir bei aller Liebe echt Angst macht.
</p>
<p>
<b>Big Brother:</b> Wie zuverlässig sind die Protokolle<br />
der Aktion Überwach denn?</p>
<p><b>Dirk:</b> Bei der Aktion Überwach geht es eigentlich<br />
mehr um eine exemplarische Überwachung und nicht um eine totale,<br />
vollkommene, genaue. Jedoch würde ich die Logs schon als zuverlässig<br />
im Rahmen der zur Verfügung stehenden IP-Adressen und deren<br />
Zuordnung zu jeweiligen Institutionen einschätzen.
</p>
<p>
<b>Bratenstein:</b> Wie reagiert ihr, wenn ihr einem<br />
Stasi 2.0 T-Shirt Träger begegnet?</p>
<p><b>Mac:</b> Ich spreche die immer an, woher sie das Super-Shirt<br />
haben.
</p>
<p>
<b>Dirk: </b>Witzig &#8211; die ersten hab ich tatsächlich<br />
erst auf der „Freiheit statt Angst“-Demo Ende September<br />
getroffen. Das waren einfach zu viele, um mit jedem zu sprechen.
</p>
<p>
<b>Mac:</b> Ja, das war beeindruckend, wie sich das<br />
ursprüngliche digitale „Virtual Stencil“ im analogen<br />
Raum ausgebreitet hat.</p>
<p><b>Dirk:</b> Es gab aber von vielen Trägern tolle<br />
Berichte, dass sie darauf angesprochen wurden, teilweise auch von<br />
älteren Mitbürgern, die mit dem neuen digitalen Kram nix<br />
am Hut haben, und oft hat sich ein gutes konstruktives Gespräch<br />
rund um die geplanten Maßnahmen der Regierung ergeben. Echt<br />
erstaunlich &#8211; sonst hört man das ja selten, dass T-Shirt-Motive<br />
zu Gesprächen führen.</p>
<p><b>MC Wrinkle:</b> In den Blogs ist Schäuble ja eine<br />
ziemliche Hassfigur. Habt Ihr auch Verständnis für den<br />
Mann?
</p>
<p>
<b>Dirk</b>: Die Schäublone zielt zwar auf Schäuble<br />
ab, allerdings hatte ich von Anfang an die Politik für die<br />
er steht – die Schily ja ebenfalls bereits vor ihm verfolgt<br />
hatte &#8211; auf dem Kieker und nicht ihn persönlich. Einige Kommentare<br />
und Aussagen in Blogs gingen leider deutlich unter die Gürtellinie<br />
und oft wurde das ja auch mit seinem persönlichen Schicksal<br />
verbandelt. Am Anfang stand tatsächlich kurz die Frage im Raum,<br />
ob wir Schäuble im Rollstuhl zeigen sollten. Aber das mir vor<br />
vorneherein klar, dass es darum nicht geht. Und letzten Endes &#8211;<br />
käme ein neuer Innenminister, der die gleiche Politik verfolgt<br />
&#8211; das Gesicht könnte man schnell auch auf der Schäublone<br />
austauschen. Es gab ja auch schon eine Variante mit Zypries.
</p>
<p>
<b>Bratenstein:</b> Wie wird es mit Dataloo weitergehen?<br />
Ist schon was Neues geplant?
</p>
<p>
<b>Mac:</b> Ja, ein Trashcast!</p>
<p><b>Dirk: </b>Aber nur wenn wir das irgendwie während<br />
einem Spaziergang hinkriegen &#8211; und ohne Vorbereitung. So ganz spontan.<br />
Wie heute Abend&#8230; hier..</p>
<p><b>Mac:</b> Ich würde gerne wieder Radio machen so<br />
wie früher, egal ob sich das jemand anhört. Ansonsten<br />
ist noch offen wohin die Reise mit dataloo geht, das mit der Schäublone<br />
war ja auch eine große Überraschung.</p>
<p><b>Dirk:</b> Hauptsache: United Trash!
</p>
<p>
<b>Mac:</b> Ich bin ja Anhänger vom Lustprinzip<br />
und mache was ich Lust habe mit meinem Teil des Blogs. &#8230; <a href="http://www.dataloo.de/united-trasher-535.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die<br />
Spalte</a>.</p>
<p><b>Moderator:</b> Das war es auch schon wieder: 60 Minuten<br />
Blogsprechstunde sind um. Vielen Dank an alle Nutzer für die<br />
vielen Fragen und natürlich an Dirk und Mac für Ihren<br />
Besuch in der Blogsprechstunde. Vielleicht noch ein Schlusswort?</p>
<p><b>Mac:</b> Bleibt wach und lasst euch nicht von den kollektiv<br />
assoziierten Ängsten auffressen. </p>
<p><b>Dirk: </b>1000 Dank fürs eifrige Fragenstellen<br />
und Mitlesen&#8230;. und wer am 6.11. noch nix vorhat, kann gerne einen<br />
Lampion schnappen und auf eine der bundesweiten Demos „Freiheit<br />
statt Angst“ Teil 2 gehen. Mehr Infos wie immer auf der AK<br />
Vorratsdatenspeicherung Website &#8211; .<a href="http://www.freiheitstattangst.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freiheitstattangst.de</a>.</p>
<p><b>Mac:</b> Und nächstes mal bereite ich mich besser<br />
vor.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Österreichischer BigBrotherAward geht an TV-Fahnder</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/oesterreichischer-bigbrotheraward-geht-an-tv-fahnder-3503/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/oesterreichischer-bigbrotheraward-geht-an-tv-fahnder-3503/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Oct 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Durchsuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Big Brother Awards]]></category>
		<category><![CDATA[CSI]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/oesterreichischer-bigbrotheraward-geht-an-tv-fahnder-3503/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
Für die meisten Zuschauer ist &#34;C.S.I.&#34; eine spannende Serie, in der Beamte der us-amerikanischen Spurensicherung mit vielen technischen Tricks und Kniffen Kriminalfälle aufklären. Die Organisatoren des österreichischen Datenschutzpreises <a href="http://www.bigbrotherawards.at/2007/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BigBrotherAward</a>
sehen das ein bisschen anders: Die TV-Fahnder würden durch heimliche
DNA-Tests und Rasterfahndungen Bürgerrechte verletzen.
</p>
<div style="text-align: center">
<img src="/metablocker/uploads/400px-BBA-Betonpreis-300dpi.jpg" border="0" height="480" hspace="5" width="320" />
</div>
<div style="text-align: center">
<div align="center">
<i>Big Brother is watching: Der Preis in Beton</i>
<i>
Quelle: <a href="http://www.bigbrotherawards.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bigbrotherawards.at</a></i>
</div>
</div>
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Für die meisten Zuschauer ist &quot;C.S.I.&quot; eine spannende Serie, in der Beamte der us-amerikanischen Spurensicherung mit vielen technischen Tricks und Kniffen Kriminalfälle aufklären. Die Organisatoren des österreichischen Datenschutzpreises <a href="http://www.bigbrotherawards.at/2007/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BigBrotherAward</a><br />
sehen das ein bisschen anders: Die TV-Fahnder würden durch heimliche<br />
DNA-Tests und Rasterfahndungen Bürgerrechte verletzen.
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/metablocker/uploads/400px-BBA-Betonpreis-300dpi.jpg" border="0" height="480" hspace="5" width="320" />
</div>
<div style="text-align: center">
<div align="center">
<i>Big Brother is watching: Der Preis in Beton</i><br />
<i><br />
Quelle: <a href="http://www.bigbrotherawards.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bigbrotherawards.at</a></i>
</div>
</div>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Stellvertretend für eine ganze Reihe ähnlicher Serien erhielten C.S.I. und Autor<br />
Anthony E. Zuiker am 25. Oktober 2007 den BigBrotherAward in der<br />
Kategorie &quot;Kommunikation und Marketing&quot;. &quot;In kaum einer Folge konnten<br />
die Autoren &#8211; allen voran der Erfinder und Autor der meisten Folgen,<br />
Anthony E. Zuiker &#8211; widerstehen, schnell einmal eben die KFZ-Zulassungsdatenbank mit den Daten von Telefoniebetreibern, Kreditkartendaten mit denen von Handtaschenherstellern, oder Amazon<br />
Käuferverhalten mit Sexualstraftäterdatenbanken abzugleichen und anschaulich mit unterlegten Geodaten zu präsentieren.&quot; heißt es in der Stellungnahe der Jury.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div align="center">
<i><a href="http://www.bigbrotherawards.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a></i>
</div>
<p>
In der Kategorie &quot;Politik&quot; gewann Unterrichtsministerin Claudia Schmied<br />
(SPÖ) die Anti-Auszeichnung für Datenkraken. Entgegen vorheriger<br />
Ankündigungen hatte Schmied das umstrittene österreichische<br />
Bildungsdokumentationsgesetz nicht verbessert, sondern nach Ansicht der<br />
Jury noch verschärft. Zufolge dieses Gesetzes speichert eine so<br />
genannte &quot;Bildungsevidenz&quot; Daten über Schulverweise,<br />
Klassenbucheinträge, Besuch von Ethik- und Religionsunterricht und<br />
andere Infos dieser Art. Da kurz vor der Preisverleihung einige Punkte<br />
des Gesetzes überarbeitet wurden, wurde der Award nicht verliehen, die<br />
Nominierung aber aufrecht erhalten.
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Das Publikum wählte Österreichs Innenminister Günther Platter (ÖVP) zur größten Datenkrake. Unlängst hatte der Minister der <a href="/metablocker/archives/1544-OEsterreich-fuehrt-Online-Durchsuchungen-ein.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Überwachung</a> in Österreich den Weg bereitet.<br />
Alle weiteren Preisträger finden sich auf der Website zum <a href="http://www.bigbrotherawards.at/2007/Preistr%C3%A4ger" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BigBrotherAward</a>.</p>
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