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	<title>Online-Journalismus &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Online-Journalismus &#8211; politik-digital</title>
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		<title>EuGH-Urteil zu Hyperlinks: Entlastung für Einzelpersonen, Belastung für Redakteure</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Mahler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2016 13:03:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wer Hyperlinks auf seiner Webseite setzt, muss in der Regel nicht fürchten, damit gegen das Urheberrecht zu verstoßen. Das stellte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bloggen-StockSnap-CC0-via-pixabay.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-150180 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bloggen-StockSnap-CC0-via-pixabay.jpg" alt="bloggen-stocksnap-cc0-via-pixabay" width="640" height="352" /></a>Wer Hyperlinks auf seiner Webseite setzt, muss in der Regel nicht fürchten, damit gegen das Urheberrecht zu verstoßen. Das stellte der Europäische Gerichtshof (EuGH) heute klar. Belangt werden kann demnach nur, wer Nutzern vorsätzlich Zugang zu einem geschützten Werk verschafft.</p>
<p>Die Richter entlasten damit Einzelpersonen, weil es für diese oft schwierig zu überprüfen sei, ob es sich auf den Seiten um geschützte Werke handelt oder nicht. Durchschnittliche Internetnutzer dürfen also grundsätzlich weiter auf unbefugt im Internet veröffentlichte Inhalte verlinken, vorausgesetzt sie sind sich dessen nicht bewusst. Anders verhält es sich im Falle einer Gewinnerzielungsabsicht. Dann könne erwartet werden, so die Richter, dass vorab genau geprüft wurde, ob das betroffene Werk nicht unbefugt veröffentlicht wurde.</p>
<h3>Fachanwalt spricht von einem &#8220;richtig schlimmen Urteil&#8221;</h3>
<p>Der EuGH will damit nach eigener Aussage einen angemessenen Ausgleich schaffen: Zwischen den Interessen der Urheberrechtsinhaber einerseits und dem Schutz der Interessen und Grundrechte der Nutzer andererseits, um insbesondere deren Freiheit der Meinungsäußerung und Informationsfreiheit Rechnung zu tragen. Kritiker wie Jörg Heidrich, Fachanwalt für IT-Recht, sprechen dagegen von einem „richtig schlimmen Urteil für alle Formen der Online-Berichterstattung“. Mit seiner Entscheidung bürde das Gericht Redaktionen auf, verlinkte Inhalte auf Urheberrechtsverletzungen zu überprüfen: „Dann werden die Redaktionen eben alle nicht notwendigen Links weglassen“, so Heidrich auf Twitter. Das nutze der Pressefreiheit ebenso wenig wie den Urhebern.</p>
<p>Grund für das EuGH-Urteil war ein Fall aus den Niederlanden. Dort hatte 2011 die Skandal-Webseite GS Media in einem Online-Artikel auf eine australische Webseite verlinkt, die Nacktfotos des niederländischen Fernsehstars Brit Dekker zeigten. Die Aufnahmen waren jedoch ohne Genehmigung des niederländischen „Playboy“-Herausgebers Sanoma veröffentlicht worden. Als die Bilder auf Verlangen von Sanoma von der australischen Webseite gelöscht wurden, verlinkte GS Media auf ein anderes Portal, wo die Fotos ebenfalls unerlaubt zu sehen waren. Entsprechend dem EuGH-Urteil hat GS Media gegen das Urheberrecht verstoßen, da die Links in voller Kenntnis der Rechtswidrigkeit der Veröffentlichung gesetzt worden waren.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/de/wordpress-bloggen-schreiben-eingabe-923188/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bloggen</a> von <a href="https://pixabay.com/de/users/StockSnap-894430/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">StockSnap</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a>, licenced <a href="https://pixabay.com/de/wordpress-bloggen-schreiben-eingabe-923188/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain </a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>„Best of Online Activism“: Blogs in 14 Sprachen können sich für Auszeichnung bewerben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2014 14:31:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bereits zum zehnten Mal zeichnet die Deutsche Welle gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen Webseiten und Blogs aus, die sich im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bobs-2014_Milestoneposting_submitNow_600x240px.png"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-137250" alt="Bobs-2014_Milestoneposting_submitNow_600x240px" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bobs-2014_Milestoneposting_submitNow_600x240px-630x229.png" width="630" height="229" /></a>Bereits zum zehnten Mal zeichnet die Deutsche Welle gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen Webseiten und Blogs aus, die sich im Netz herausragend für Meinungsfreiheit, Menschenrechte und die Zivilgesellschaft einsetzen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 5. März.<br />
Aktivismus kann vieles heißen. Meist ist es zunächst die Haltung, etwas nicht hinnehmen zu wollen, die zum Aktivismus führt. Politischer Aktivismus will in der Regel bestimmten Zielen zur Durchsetzung verhelfen, etwas am Status Quo ändern. Im Internet gibt es zudem speziellere Formen des Aktivismus, etwa den sogenannten <a href="http://www.clicktivist.org/what-is-clicktivism/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Clicktivism</a>, bei dem außer Klicken im Grunde nicht viel zu tun ist. Doch es gibt auch online durchaus Formen des Aktivismus, bei denen eigene Initiativen gefragt sind.<br />
Solche werden nun zum zehnten Mal bei den <a href="https://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bob Awards</a> der Deutschen Welle in Kooperation mit Reporter ohne Grenzen ausgezeichnet. Die Jubiläumsausgabe der Bobs läuft noch bis zum 5. März. Bewerben können sich Projekte in 14 Sprachen. Die „Best of Online Activism“-Awards konzentrieren sich auf Webseiten, <a href="https://thebobs.com/deutsch/uber-die-bobs/219-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„die im Sinne der Meinungsfreiheit den offenen Diskurs im Internet vorantreiben und bereichern.“</a><br />
In den vergangenen Jahren wurden immer wieder internationale Blogger_innen ausgezeichnet, die kritisch über die gesellschaftliche Lage in ihren oft autokratisch geprägten Ländern berichten, und kritische Einblicke in die Gesellschaft vermitteln, die infolge staatlicher Zensur oder althergebrachter Mediensysteme sonst nicht sichtbar werden. Im Jahr 2013 wurde etwa das Blog der togolesischen Menschenrechtsaktivstin <a href="http://fabbikouassi.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fabbi Kouassi</a> ausgezeichnet, ebenso wie das Projekt des chinesischen Bloggers <a href="http://blog.sina.com.cn/lichengpeng" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Li Chengpeng</a>, sowie der Podcast von <a href="https://soundcloud.com/ichripodcasts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kambiz Hosseini</a>, der die aktuelle Lage der Menschenrechte im Iran thematisiert.<br />
Vorschläge für in diesem Sinne aktivistische Blogs, Facebook-Seiten, Youtube-Channels, Microblogs, Podcasts oder News-Seiten können auch online vorgeschlagen werden. Die Gewinner_innen werden von einer internationalen Jury ausgewählt, am 7. Mai bekannt gegeben und zur Preisverleihung zum <a href="http://www.dw.de/global-media-forum/home/s-30956" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Global Media Forum</a> in Bonn (30. Juni bis 2. Juli) eingeladen. Zusätzlich wird es eine Online-Abstimmung geben.<br />
Bild: <a href="https://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welle / The Bobs</a><br />
<img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Das Internet in der Midlife-Crisis? &#8211; Digitale Presseschau 6/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 2014 15:50:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seit der von Sascha Lobo angestoßenen Diskussionen über den Zustand des Internets drängt sich die Frage auf, ob wir von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der von Sascha Lobo angestoßenen Diskussionen über den Zustand des Internets drängt sich die Frage auf, ob wir von einer neuen „Phase“ des Internets sprechen können. Steckt das Internet noch in der Pubertät und wird nach und nach den Zwängen des Erwachsenwerdens unterworfen? Das soziale Netzwerk Facebook feierte in dieser Woche seinen zehnten Geburtstag und wäre in diesem Maßstab noch im Stadium der Kindheit. Wenn dem so wäre, dann müsste es auch möglich sein, eine Art Zwischenfazit zu ziehen, aus dem sich Schlussfolgerungen ergäben. Doch wie sähen diese aus? Steckt das Internet in einer Midlife-Crisis? Vielleicht geben die ausgewählten Artikel der Digitalen Presseschau Aufschluss.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=fq2kVn5uWU0" title="Anregende Konfusion" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/fq2kVn5uWU0?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Vor zwei Wochen fand die Konferenz <a href="http://www.einbruch-der-dunkelheit.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Einbruch der Dunkelheit“</a>  in der Berliner Volksbühne statt. Mittlerweile sind alle Vorträge sowie einige zusätzliche Interviews online. In unserem Video der Woche interviewt <a href="http://philipbanse.de/wp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Philip Banse</a>  den Unternehmer und Autor <a href="http://christophkappes.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christoph Kappes</a>.</p>
<h3><a href="http://isarmatrose.com/?p=3747" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Zu viele Blogger“ im Bundestag? Oder: Was ist (Online-)Journalismus?</a></h3>
<p>In Vorbereitung auf den Einsatz des ersten Ausschusses für Internet und digitale Agenda (AIDA) wird gegenwärtig darüber diskutiert, wer berechtigt ist, aus dem Deutschen Bundestag zu berichten. Ausgelöst wurde dies durch den Bericht unseres Autors Tobias Schwarz, der keine Akkreditierung erhielt, weil „zu viele Blogger“ sich bei der Pressestelle des Bundestags angemeldet hätten. Schwarz resümiert die Kontroverse auf seinem Blog „Isarmatrose“.</p>
<h3><a href="http://blogs.faz.net/digitaltwin/2014/02/04/befreiung-aus-der-facebook-falle-117/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jubiläum? 10 Jahre Facebook</a></h3>
<p>Facebook hat Geburtstag – ein Grund zum Feiern? Das soziale Netzwerk ist nach wie vor enorm beliebt, obwohl hinlänglich bekannt ist, dass das Unternehmen alle Konversationen, Interaktionen und Daten seiner User speichert. Stefan Schulz gibt auf seinem FAZ-Blog praktische Tipps, wie wir uns aus der „Facebook-Falle“ befreien und die Kontrolle über unsere Daten zurückerobern können.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2014-02/kathrin-passig-internetpubertaet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Soziale Netzwerke: Wie lange dauert die Internetpubertät?</a></h3>
<p>Erleben wir in unserer Rolle als Internet-User immer wieder von Neuem eine Art Pubertät? Falls ja, wiederholt sie sich mit jeder neuen Entwicklung? Und folgt auf die Pubertät die Netz-Midlfe-Crisis? Dieser Frage geht Kathrin Passig in der ZEIT nach und kommt zu dem Urteil: „&#8217;Das Neue braucht Freunde&#8217;, wie Anton Ego, der Gastrokritiker aus Ratatouille sagt, und häufig stecken diese Freunde des Neuen eben gerade in einer Pubertätsphase.“</p>
<h3><a href="http://www.dw.de/demokratischer-akt-statt-digitaler-erregung/a-17403023" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Zukunft der Online-Partitizipation</a></h3>
<p>In den vergangenen Wochen sorgten einige Online-Petitionen für öffentlichen Wirbel. In Verbindung mit einer Online-Petition gegen den Moderator Markus Lanz wird nun über den Sinn und Unsinn von Online-Petitionen diskutiert. Jeannette Seiffert plädiert dafür, Online-Petitionen auf lange Sicht mehr als demokratischen Akt, denn als Ausdruck digitaler Erregung zu nutzen.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-02/vorratsdatenspeicherung-heilmann-replik-yannick-haan-spd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorratsdatenspeicherung: Eingriff in unsere Freiheitsrechte</a></h3>
<p>In der letzten Digitalen Presseschau wiesen wir auf das Plädoyer des Berliner Justizsenators Thomas Heilmann (CDU) für die Vorratsdatenspeicherung hin. In dieser Woche antwortete der SPD-Netzpolitiker Yannick Haan: „Die Vorratsdatenspeicherung stellt, das muss allen klar sein, einen tiefen Eingriff in unsere Freiheitsrechte dar.“</p>
<h3><a href="http://www.carta.info/69797/merkel-und-die-nsa-wenn-burger-die-regierung-anzeigen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Bundesregierung und der BND vor Gericht</a></h3>
<p>In dieser Woche stellten der <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2014/02/interview_constanzekurz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chaos Computer Club</a>, der Verein <a href="http://digitalcourage.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalcourage</a> und die <a href="http://ilmr.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internationale Liga der Menschenrechte</a> eine gemeinsame Strafanzeige gegen Vertreter_innen der Regierung Merkel sowie führende Mitarbeiter_innen des BND. Wolfgang Michal geht auf Carta der Frage nach der Wirksamkeit solcher Strafanzeigen gegen Regierungen nach.<br />
Bild: (C) <a href="http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kulturstiftung des Bundes</a> / <a href="http://www.christian-ditsch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Ditsch</a>.<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Die fünfte Gewalt?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-fuenfte-gewalt-136887/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Feb 2014 12:49:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zeitungssterben, Flatrate-Infotainment, Debattenjournalismus &#8211; die Schlagworte sind zahlreich, wenn es darum geht, mal nostalgisch-verklärend, mal achselzuckend einen Epochenwandel oder gleich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/buchrezension.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-136915" alt="buchrezension" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/buchrezension.jpg" width="640" height="480" /></a>Zeitungssterben, Flatrate-Infotainment, Debattenjournalismus &#8211; die Schlagworte sind zahlreich, wenn es darum geht, mal nostalgisch-verklärend, mal achselzuckend einen Epochenwandel oder gleich das Ende des hergebrachten Journalismus zu besingen. Die Diagnose, dass „das Internet“ dem klassischen Journalismus das Wasser abgraben würde, ist so alt wie unpräzise, so dass jüngste Entwicklungen und aktuell erschienene Debattenbeiträge einmal mehr zum Nachdenken anregen.<br />
Auch wenn der jüngste Aufreger, der in Gestalt eines gelben Engels auf die deutsche Presselandschaft niederkam, abermals von klassischen Print-Medien an die Öffentlichkeit gebracht worden ist: Alle netzkulturell Interessierten und Medienbeobachter haben sicherlich in den vergangenen Jahren mit Diskussionen um Enthüllungsprojekte wie Wikileaks oder Whistleblower wie Edward Snowden genügend Gelegenheit gehabt, ihre Position zum Wandel journalistischer Enthüllungskultur zu suchen.<br />
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen hatte die Stiftung Schloss Neuhardenberg bereits im vergangenen Sommer zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion geladen.  Einer Podiumsdiskussion, die „vom Verschwinden des investigativen Journalismus“ handeln sollte, sich dann aber &#8211; schenkt man der Abschrift der Diskussion Glauben &#8211; über weite Strecken doch in eine Generaldebatte zur Schreib- (und Lese-)kultur im deutschsprachigen Journalismus entwickelte. Soeben ist das Transkript der Diskussion im Freiburger Herder-Verlag erschienen.<br />
<figure style="width: 173px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/0003971334_0001.jpg"><img decoding="async" class="      " alt="30922-9_BISS_FRIE_LEYE_Die_Vierte_Gewalt_FINAL.indd" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/0003971334_0001.jpg" width="173" height="274" /></a><figcaption class="wp-caption-text">Bissinger, Manfred/Friedrichs, Julia/Leyendecker, Hans/Wallraff, Günter: Die Vierte Gewalt &#8211; Vom Verschwinden des investigativen Journalismus. Freiburg: Verlag Herder, 2014, 88 Seiten, Preis: €10,-</figcaption></figure><br />
Die Panelisten waren denkbar hochkarätig und so ist bei der Lektüre des schmalen Bandes „Die Vierte Gewalt“ eigentlich eher spannend, wer nicht eingeladen gewesen ist bzw. wen man als netzaffiner Leser zu dem Thema gerne gehört hätte. Dazu aber später mehr. Die Diskussion zwischen Manfred Bissinger (Ex-„Stern“), dem nimmermüden Enthüllungs-Aktivisten Günter Walraff, der Journalistin und Dokumentarfilmerin Julia Friedrichs und Hans Leyendecker, dem bereits heute legendären Leiter des Ressorts Investigative Recherche der Süddeutschen Zeitung kreiste zumeist um Stichworte wie ideologische Lagerbildung bzw. die von der Runde konstatierte Auflösung klarer weltanschaulicher Lager im deutschen Journalismus. Doch scheint der Veränderungsdruck durch die neuen Medien als unsichtbarer sechster Gesprächspartner ständig mit im Raum zu sitzen.<br />
Sei es der durch das Netz beschleunigte Anzeigenschwund in den Print-Medien, in dem beispielsweise Walraff eine der größten Herausforderungen für klassisch arbeitende Journalisten sieht. Oder aber die Feststellung, dass für unabhängig  arbeitende Journalisten zur Recherche komplexer politischer, ökonomischer oder gesellschaftlicher Sachverhalte heute in nur noch wenigen etablierten Blättern wie der SZ oder dem Spiegel Raum, Zeit und Geld (!) vorhanden ist. Mit Blick auf das „Verschwinden“ von Zeitungen diskutierte die Runde zwar ausführlich über Gegenmaßnahmen in Form von staatlich-subventionierten Blättern oder in Stiftungsform organisierten Unterstützungsmaßnahmen. Letztendlich ist es aber Hans Leyendecker, der bei der Frage nach dem kompletten Verschwinden von Tageszeitungen beruhigen kann („Ich halte das alles für Quatsch“).<br />
Eines wird in der Diskussion zudem klar: Wer zukünftig über Online-Journalismus debattiert, kann dies nicht mehr allein aus der Perspektive der (Online-) Redaktionen oder Herausgeber tun. Das Zeitalter des Leserbriefschreibens scheint unwiederbringlich vorbei und eine stets aufmerksame, kritische Schar von „Kommentatoren“ hat sich in den Foren breit gemacht und bestimmt &#8211; häufig bis an die Grenze von Straftatbeständen &#8211; wohl oder übel die Agenda der Zeitungsmacher, online wie offline.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Protest- und Skandalisierungskultur in den Neuen Medien:</strong> Eine Entwicklung, die der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen nicht nur in einem überaus <a href="http://politik-digital.de/von-alten-gatekeepern-und-neuen-skandalierern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lesenswerten Buch bereits vor einigen Jahren</a> analysiert hat, sondern auch im Zuge der jüngsten Debatte um den Fernsehansager Markus Lanz in der Hamburger Wochenzeitung <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-01/markus-lanz-zdf-petition" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Zeit</a> kommentiert hat.</div></div><br />
Die Erkenntnisse der Debatte, die von Wallraffs frühesten Protestaktionen in einem Streifzug durch die journalistische Landschaft der (alten) Bundesrepublik führt, mögen zwar nicht neu sein, zum Nach- und Weiterdenken regen sie und die verdienstvollen Panelisten allemal an. Einzig die Frage bleibt, warum zum Thema keiner der hierzulande inzwischen zahlreichen und vielfach etablierten Online-Journalisten oder Blogger in der Runde Platz fand. So bleibt auch bei dieser Debatte zum Thema „Medienwandel“ einmal mehr der fade Beigeschmack, dass Vertreter einer neuen journalistischen Kultur weiterhin wie ungeliebte entfernte Verwandte behandelt werden.<br />
Zu den bislang etablierten Arbeitsweisen (Walraffs Undercover-Aktionen vs. Leyendeckers klassische Recherchearbeit) sind längst neue Formen journalistischer (Enthüllungs-) Arbeit hinzugetreten. Zwar mögen kooperative bzw. kollaborative Enthüllungsformate wie Wiki- oder Offshoreleaks neu und häufig noch ungeübt sein. Will er weiter bestehen, sollte es jedoch im eigenen Interesse des hergebrachten Journalismus liegen, sich kritisch-hinterfragend mit dieser neuen, möglicherweise fünften oder sogar sechsten Gewalt auseinandersetzen, und somit die von Friedrichs, Bissinger, Walraff und Leyendecker einmütig beschworene Vielfalt im deutschen Journalismus weiterhin aufrechtzuerhalten.<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/bnlog/317056699/sizes/z/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bnlog</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-SA 2.0</a>)<br />
<img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
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		<title>Interview Teil II: Innovationen erwünscht? Die Einbeziehung der Leser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 14:32:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Deutschland Land der Innovationen? Im Medienbereich wohl eher weniger. Aber wie sollte sich das deutsche Pressewesen im digitalen Zeitalter verändern? [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ScaarAT-CC-BY-SA-3.0.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-128399" alt="ScaarAT (CC BY-SA 3.0)" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ScaarAT-CC-BY-SA-3.0-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a>Deutschland Land der Innovationen? Im Medienbereich wohl eher weniger. Aber wie sollte sich das deutsche Pressewesen im digitalen Zeitalter verändern? Antworten finden sich im zweiten Teil des Interviews mit Kommunikations- und Medienwissenschaftler Leif Kramp.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Viele Printverlage wie die Frankfurter Rundschau bangen um ihre Existenz. Das Problem: die Verzahnung der Online- und Printausgabe. Gibt es wirklich eine Krise der Massenmedien oder handelt es sich eher um eine Krise der traditionellen Geschäftsmodelle?<br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Das Ende der Massenmedien ist noch nicht in Sicht, auch wenn kleinere Journalismusprojekte wie eigenständige Nachrichtenwebsites selbständiger Journalisten oder gemeinnützige Projekte wie u.a. <a href="http://www.vocer.org/de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VOCER</a> an Bedeutung gewinnen. Die großen Medienorganisationen werden auf absehbare Zeit die Stützpfeiler des Journalismus bleiben. Insbesondere in Deutschland gibt es auch keinen Grund zur Hysterie: Die Schicksale von „Frankfurter Rundschau“ oder der „Financial Times Deutschland“ sind keine akuten Folgen der aktuellen Krise der Verlagswirtschaft, sondern diese Titel schwächelten aus betriebswirtschaftlicher Perspektive schon seit vielen Jahren. Dennoch wird es neue, spezialisierte Geschäftsmodelle für Journalismus brauchen, welche die derzeit noch weitgehend alternativlose Erlösstruktur aus Anzeigen- und Vertriebseinnahmen ergänzen – nicht aber ersetzen. Die durch den digitalen Wandel vorangetriebene Flexibilität der Mediennutzung zwingt Medienhäuser dazu, nicht nur redaktionell, sondern auch bei der Vermarktung von Journalismus zu experimentieren. In Zukunft werden viele neue Modellvarianten ausprobiert werden, von diversen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paywall" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Paywall-Konzepten</a> über zugeschnittene Premium-Dienste für bestimmte Zielgruppen bis zur Verbindung von Journalismus und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Standortbezogene_Dienste" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Location Based Services</a>.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Dr. Leif Kramp</strong> ist Kommunikations- und Medienwissenschaftler sowie Historiker und arbeitet als Forschungskoordinator am ZeMKI, Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Universität Bremen. Zuletzt erschienene Publikationen: <strong>„Journalismus in der digitalen Moderne“</strong> (gem. hrsg. mit Leonard Novy, Dennis Ballwieser und Karsten Wenzlaff) und <strong>„Innovationsreport Journalismus“</strong> (gem. mit Stephan Weichert).</div></div><br />
<strong>politik-digital.de:</strong> In den USA hat die <a href="http://www.huffingtonpost.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Huffington Post</a> als Onlinezeitung im Stile eines Polit-Weblogs sehr großen Erfolg. Hier wird oftmals der Leser zum Autor von Beiträgen. 2012 erhielt das Onlinemagazin sogar <a href="http://politik-digital.de/online-journalismus-the-huffington-post-und-politico-mit-pulitzerpreis-ausgezeichnet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">als erste kommerzielle Onlinezeitung den Pulitzerpreis</a>. Man gewinnt den Eindruck, dass in Deutschland kein Platz für Innovationen ist und dass die meisten großen Medienhäuser nicht mehr als Onlineausgaben der Printtitel anbieten. Warum gibt es (noch) keine deutsche „Huffington Post“?<br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Die Genese der „Huffington Post“ ist eine sehr spezielle und lässt sich nur schwerlich auf den deutschen Markt projizieren. Die HuffPo verdankt ihre Relevanz jenen Bloggern, die sich jahrelang vielfach aus Unzufriedenheit über die Qualität des US-amerikanischen Politikjournalismus unbezahlt engagierten, bis der Medienkonzern AOL die Blog-Zeitung kaufte und nun einen internationalen Expansionskurs vorantreibt, der auch sehr bald nach Deutschland führen soll. Bisher sind hierzulande Versuche der Verlage gescheitert, eine Onlinezeitung als eigenständige Marke zu installieren, wie die Beispiele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzeitung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Netzeitung“</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zoomer.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Zoomer“</a> gezeigt haben. In Deutschland ist ein unabhängiges Start Up, wie es einst Arianna Huffington gründete, eher unwahrscheinlich, da die Zufriedenheit der Bevölkerung mit dem überregionalen Journalismus verhältnismäßig hoch ist. Etwas anders verhält es sich im Lokalen: Dort gab es in einigen Regionen bereits erfolgreiche Gründungen unabhängiger kommerzieller Alternativmedien, die sich in Opposition zu den etablierten Lokalzeitungen schon seit längerem am Markt behaupten.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Eine Ausnahme ist die Wochenzeitung „Der Freitag“, die seit ihrem Relaunch vor einiger Zeit versucht, die <a href="http://www.freitag.de/community" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Community stärker in ihren Online-Auftritt einzubeziehen</a>. Und das offenbar mit Erfolg. Wie sehr muss sich ein Medienunternehmen auf die Leser einlassen?<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/kramp_4c-e1366386424530.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-128352" alt="Leif Kramp" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/kramp_4c-e1366386424530.jpg" width="150" height="244" /></a><br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Das geschieht beim „Freitag“ sehr erfolgreich deshalb, weil seit Jahren konsequent signalisiert wird, dass ernstzunehmende Meinungsbeiträge der Nutzer nicht nur auf der Website der Zeitung geduldet, sondern besonders gelungene Texte sogar für den Abdruck in der Zeitung gegen Honorar ausgewählt werden. Redaktionen sollten verschiedene Wege ausprobieren, ihre Nutzer stärker an sich zu binden. Journalisten können beispielsweise über soziale Netzwerke, Twitter etc. Kontakt mit Nutzern aufnehmen, sie können sich an den Diskussionen der Nutzer mittels der Kommentarfunktion unter ihren Beiträgen beteiligen, sie können sich aber auch erreichbar und ansprechbar zeigen, ob nun in einem „Open Newsroom“ oder per E-Mail. Dabei geht es nicht darum, sich blind den Wünschen der Nutzer zu unterwerfen, sondern vielmehr um die Bereitschaft, offen für Anregungen und Kritik zu sein, und das nicht nur im Nachhinein, sondern schon während des journalistischen Arbeitsprozesses. Auch Journalisten müssen sich heutzutage das Vertrauen der Nutzer immer wieder neu verdienen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Der Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datenjournalismus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenjournalismus</a> ist zurzeit in aller Munde. Handelt es sich nur um einen kurzfristigen Hype oder ist die Auswertung von Daten die Zukunft des Journalismus?<br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Daten journalistisch zu verarbeiten und für den Nutzer zu verdeutlichen – zum Beispiel durch Info-Graphiken – gehört schon lange zum Tagesgeschäft in den Redaktionen. Mit digitalen Medientechnologien haben Journalisten aber nun Werkzeuge an der Hand, die es ermöglichen, ihrer Vermittlungsfunktion noch besser nachzukommen, weil sie erstens hochkomplexe Datenbestände verarbeiten und zweitens diese interaktiv veranschaulichen können. Solche Instrumente zu beherrschen, ist freilich nicht voraussetzungsfrei, sondern erfordert in der Regel fortgeschrittene Kenntnisse statistischer Verfahren und bestimmter Software-Anwendungen. Deshalb ist Datenjournalismus vor allem als Teamarbeit von Journalisten und Informatikern ein wachsendes und angesichts der zunehmenden Komplexität verfügbarer Daten auch ein immer wichtigeres Tätigkeitsfeld im digitalen Journalismus.<br />
Bilder: ScaarAT (CC BY-SA 3.0), Leif Kramp</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Interview Teil I: Zukunft der Medienhäuser – der Journalismus am Scheideweg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 10:41:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Klassischer Journalismus ist jetzt schon retro. Neue Formen drängen auf den Markt und lassen den traditionellen Journalisten alt aussehen. Ein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Alexander-Zell-CC-BY-NC-SA-3.0.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-128350" title="Alexander Zell (CC BY-NC-SA 3.0)" alt="Alexander Zell (CC BY-NC-SA 3.0)" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Alexander-Zell-CC-BY-NC-SA-3.0-630x419.jpg" width="630" height="419" /></a>Klassischer Journalismus ist jetzt schon retro. Neue Formen drängen auf den Markt und lassen den traditionellen Journalisten alt aussehen. Ein Interview mit Kommunikations- und Medienwissenschaftler Leif Kramp über die Zukunft von Medienorganisationen und Veränderungen im Journalismus.<br />
Mit dem Internet, den sozialen Medien und der Weiterentwicklung mobiler Kommunikation hat die Digitalisierung die Medienbrache maßgeblich verändert. Der neu entstandene Markt birgt Chancen, aber auch Risiken. Fest steht: Der traditionelle Journalismus und die herkömmlichen Geschäftsmodelle der Presseverleger haben ausgedient. Heute muss ein Redakteur nicht nur Textprofi sein, sondern gleichzeitig auch Communty-Manager und am besten über Programmierkenntnisse verfügen. Und die Medienhäuser? Sie stehen vor der schwierigen Aufgabe, neue Geschäftsmodelle entwickeln und neue Strukturen finden zu müssen, um den immer anspruchsvolleren Leser für sich zu gewinnen. Das Buch &#8220;Journalismus in der digitalen Moderne&#8221; (Springer VS Verlag) befasst sich sowohl mit den Veränderungen in traditionellen Medienhäusern als auch mit dem Wandel des klassischen Journalismus. Mit wissenschaftlichen Beiträgen und journalistischen Erfahrungsberichten schafft es das Buch, die Thematik anschaulich und praxisnah zu beschreiben und dem Leser Probleme und Chancen dieser Entwicklung zu verdeutlichen.<br />
Im zweiteiligen Interview erklärt einer der Herausgeber, der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Leif Kramp, warum der Journalismus am Scheideweg steht und die Medienhäuser umdenken müssen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Herr Kramp, Sie sind Kommunikations- und Medienwissenschaftler am Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Universität Bremen und Mitherausgeber des Buches „Journalismus in der digitalen Moderne“. Zu Beginn eine ganz generelle Frage: Ist die Digitalisierung gut oder schlecht für den Journalismus? Und wie sieht es mit der Wirkung auf die Medienhäuser aus?<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc">Dr. Leif Kramp ist Kommunikations- und Medienwissenschaftler sowie Historiker und arbeitet als Forschungskoordinator am ZeMKI, Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Universität Bremen. Zuletzt erschienene Publikationen: „<strong>Journalismus in der digitalen Moderne</strong>“ (gem. hrsg. mit Leonard Novy, Dennis Ballwieser und Karsten Wenzlaff) und „<strong>Innovationsreport Journalismus</strong>“ (gem. mit Stephan Weichert).</div></div><br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Weder das Internet noch die Digitalisierung insgesamt gefährden den Journalismus per se. Im Gegenteil: Journalismus kann aus dem Vollen schöpfen. Niemals war die Reichweite größer, und niemals standen vielfältigere Darstellungsformen zur Verfügung. Eigentlich ist die digitale Moderne also ein Segen für den Journalismus. Woran es aber hapert, ist die Wertschöpfung. Journalismus ist am Ende des Tages nicht nur eine hehre Aufgabe, sondern in der Regel auch ein Geschäft, das Journalisten ernähren und eine gute Rendite erzielen soll. Noch immer wird händeringend nach effektiven Geschäftsmodellen gesucht, um die bestehenden Strukturen des Pressewesens vor dem Hintergrund des digitalen Medienwandels aufrechtzuerhalten. Die Medienhäuser haben zwar ihre Schwierigkeiten, sinkende Anzeigen- und Vertriebserlöse zu kompensieren, ziehen daraus aber zum Teil die falschen Schlüsse und lassen die Redaktionen und damit das Personal dafür bluten. Dabei lautet das Gebot der Stunde, in Journalismus zu investieren und ihn nicht durch vorschnelle Sparmaßnahmen zu schwächen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Auf welche Veränderungen müssen sich Journalisten im digitalen Zeitalter einstellen? Was bedeuten diese für die nächste Generation von Journalisten, auch wirtschaftlich gesehen?<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/kramp_4c-e1366386424530.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-128352" alt="Leif Kramp" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/kramp_4c-e1366386424530.jpg" width="150" height="244" /></a><br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Journalismus hat auf allen wesentlichen Ebenen gesellschaftlicher Kommunikation an Relevanz verloren. Journalisten müssen sich ihre ehemalige Exklusivstellung bei der gesellschaftlichen Selbstverständigung heute mit einer Vielzahl weiterer Kommunikatoren teilen – aus der PR, der Politik oder aus den Reihen der Bürger. Sie alle haben – und viele nutzen – die Möglichkeit, die Plattformen und Kanäle des Netzes für ihre Kommunikationszwecke einzusetzen. Für Journalisten bedeutet das, sich stärker auf einen Dialog einzulassen statt sich allein auf den Vertrieb fertiger journalistischer Produkte zu konzentrieren. Je mehr Akteure an der Kommunikation und Informationsverbreitung in der digitalen Sphäre beteiligt sind, desto stärker ist auch die Sortier- und Einordnungsfunktion des Journalismus gefordert. Ohne die sozialen Medien, ohne intensive Verlinkung zu externen Inhalten und ohne die Anreicherung journalistischer Beiträge mit zusätzlichen Dokumenten wie beispielsweise Quellenmaterial kommt ein solcher transparenterer, dialogischer und kontextueller Journalismus nicht aus. Das steht nicht im Widerspruch zu den weiterhin geltenden journalistischen Tugenden, sondern überträgt sie auf die Ansprüche nach mehr Interaktion, aber auch besserer Orientierung im digitalen Zeitalter.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Geht es mit dem Journalismus den Bach runter oder befindet er sich am Scheideweg? Wie wichtig sind dabei innovative Ideen von Journalisten bzw. Medienhäusern?<br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Der Journalismus ist eine Profession am Scheideweg, weil Entscheidungsträger auf verschiedenen Ebenen mit einer fundamentalen Unsicherheit konfrontiert sind. Wir erleben zurzeit eine aufklaffende Schere zwischen einer tariflich abgesicherten Belegschaft mittleren Alters, die bei traditionellen Medien beschäftigt ist und einem schlechter bezahlten, meist jüngeren und hauptsächlich für Online-Medien arbeitenden Journalistenprekariat. Um diese Differenzen zu überwinden und den sozialen Zündstoff zu entschärfen, braucht es Mut an vielen Stellen: Gesellschafter müssen den journalistischen Kern ihrer Marken stärken, auch wenn dies zeitweise schlechte Jahresabschlüsse nach sich zieht; Chefredakteure müssen an der Schnittstelle zwischen Geschäftsführung und Redaktion die Handlungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter sichern und ihnen Freiräume verschaffen, in denen Neues ausprobiert und Unkonventionelles zugelassen wird; und der einzelne Journalist – ob freischaffend oder angestellt – muss sich einlassen auf die Veränderungen, die der digitale Wandel mit sich bringt – was einfacher gesagt ist als getan, solange Kosten- und Arbeitsdruck auf einem lasten. Es gibt also viele Stellschrauben, an denen gedreht werden muss.<br />
Bilder: Alexander Zell (CC BY-NC-SA 3.0), Leif Kramp</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Mehr Online als Journalismus: Zehn Jahre Copy and Paste</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/zehn-jahre-online-journalismus/netzkulturcopyandpaste-shtml-2835/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2012 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zehn Jahre Online-Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
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					<description><![CDATA[
                              1994 wagten sich die ersten deutschen Verlage und Sender ins Netz. Zehn spannende, aufregende Jahre – inzwischen ist Online ein etabliertes, lebendiges Medium. Mit einer Einschränkung: Journalismus spielt keine nennenswerte Rolle.
                            ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                              1994 wagten sich die ersten deutschen Verlage und Sender ins Netz. Zehn spannende, aufregende Jahre – inzwischen ist Online ein etabliertes, lebendiges Medium. Mit einer Einschränkung: Journalismus spielt keine nennenswerte Rolle.
                            </p>
<p><!--break--></p>
<p>Herbert Riehl-Heyse schüttelte den Kopf. Sie wolle zu einem Online-Medium wechseln, hatte ihm da gerade eine junge Zeitungskollegin gebeichtet. Alles Mist, brummelte der große Riehl-Heyse und subsummierte in zwei Worten, was A-Class-Journalisten aus den alten Medien noch Ende der 90er-Jahre über Online dachten.</p>
<p>Und – höchstens in etwas mildere Worte verpackt &#8211; großenteils immer noch denken. Aus freien Stücken und journalistischen Erwägungen in eine Internet-Redaktion zu wechseln, gilt gestandenen Print- oder TV-Machern als undenkbar, jenseitig. Es gibt Ausnahmen wie Spiegel Online-Chef Müller von Blumencron. Es sind wenige.</p>
<p class="fett">Im Trüben fischen</p>
<p>Anfangs spielte bei der barschen Abwehrhaltung auch Unkenntnis mit &#8211; etwa, als Wolf von Lojewski zu &#8220;heute journal&#8221;-Zeiten einen ihm mühsam abgerungenen Online-Hinweis vor Millionen Zuschauern mit den Worten einleitete: &#8220;Falls Sie mal wieder im Trüben fischen wollen&#8230;&#8221;. Inzwischen ist das Netz als Phänomen bis zum hintersten Old-Media-Redakteur durchgedrungen. Nur – es entfaltet keinen Sex-Appeal.</p>
<p>Welch ein Unterschied zu den Anfangstagen des Fernsehens. Als die Bilder auch im TV laufen lernten, wechselten renommierte Hörfunk- und Printjournalisten in das neue Medium. Neben Unterhaltung stand Fernsehen in Deutschland von Beginn an auch für journalistische Formate &#8211; eine neue, elektrisierende Spielwiese für Reporter und Autoren.</p>
<p>Der Schwenk in die Gegenwart macht das ganze Ausmaß der onlinejournalistischen Versteppung deutlich. Überläufer wie Heribert Prantl oder Claus Kleber wird es nicht geben. Natürlich nicht &#8211; dazu findet zu wenig guter, originärer Journalismus im Netz statt.</p>
<p>Wirklich? Vielleicht sollte man sich darüber verständigen, was guter, ernstzunehmender Onlinejournalismus überhaupt ist.</p>
<p class="fett">Kopieren, dichten, kopieren</p>
<p>Ist es bereits Journalismus, die Meldung einer Nachrichtenagentur in ein Content Management System (CMS) zu kopieren? Wird Journalismus daraus, weil man eine eigene Headline erfindet, einen eigenen Vorspann dichtet? Ist es schon Journalismus, einen Print-Text oder ein Sende-Manuskript 1:1 ins Online-Angebot zu stellen? Ist es noch Journalismus, PR-Texte unredigiert ins Netz zu stellen &#8211; etwa Verlagstexte als Buchrezensionen? Ist es noch Journalismus, aus einer Handvoll mal mehr, mal weniger glaubwürdiger Internetquellen einen eigenen Beitrag zusammenzukopieren?</p>
<p>In allen vier Fällen lautet Ihre Antwort vermutlich &#8220;nein&#8221; oder &#8220;nicht wirklich&#8221;. Nur: Diese vier Szenarien decken beinahe die gesamte Spannbreite der Mainstream-Online-Publizistik ab. Informationen kommen fast immer aus zweiter Hand: Selber nachhaken, zum Telefon greifen, &#8220;auf Termine&#8221; gehen, mit Menschen reden, sich ein eigenständiges Urteil bilden aufgrund eigener Recherchen &#8211; für das Gros der Online-Journalisten nicht mehr als Theorie. Rundum eigenrecherchierte Geschichten zu produzieren, eine zentrale Fertigkeit jedes Journalisten, wird Onlinern nicht abverlangt. Schlimmer: Es gilt als Luxus.</p>
<p>Dass eigene Geschichten nicht oder höchstens sporadisch auftauchen, wird gerne mit &#8220;Klicks&#8221; begründet. Selbstgeschriebene Geschichten bringen keine Klicks. Heißt es. Mindestens aber zu wenige Klicks, stellt man die Mehrkosten für eigenproduzierte Inhalte in Rechnung. Hintergrund: IVW, das Zählsystem, mit dem die meisten deutschen Internet-Angebote ihre Zugriffe standardisiert messen lassen.</p>
<p class="fett">Ein 1&#215;1 des Klicks</p>
<p>Aus journalistischer Perspektive gesehen, bewertet IVW die Online-Inhalte auf absurde Art und Weise. Eine spannende, im besten Fall sogar Image bildende Story aus eigener Herstellung – ein Klick. Eine 28-teilige Bildergalerie über die &#8220;Arschbomben-WM&#8221; (zu bestaunen bei einem ehemals Grimme-prämierten Nachrichtenangebot) – 28 Klicks. Noch grotesker wird es, wenn PDA-Seiten ins Spiel kommen. Wer seine abonnierten Nachrichtenkanäle auf dem Handheld-Computer aktualisiert, generiert auf einen Schlag Dutzende IVW-konforme Klicks. Unabhängig davon, ob auch nur eine der heruntergeladenen Seiten jemals gelesen wird.</p>
<p>Dass die werbetreibende Industrie dadurch potemkinsche Reichweiten-Daten erhält – ihr Problem. Journalisten aber sollten beunruhigt sein, wenn ihr Output, wenn ihre Ideen letztendlich nur im Licht solcher Zahlenspielereien taxiert werden. Und eine Ecke weiterdenken. Man könnte sinnieren, welchen Weg die Süddeutsche Zeitung gegangen wäre – hätte sie ihre &#8220;Seite Drei&#8221; mit austauschbaren Belanglosigkeiten und Agenturtexten, nicht mit exklusiven Reportagen bestückt. Heute ist die &#8220;Seite drei&#8221; eine eigene Marke, ein geldwertes &#8220;Asset&#8221; &#8211; viele Jahre lang beharrlich mit hochwertigen Inhalten angefüttert und aufgebaut.</p>
<p>Spiegel Online, im Oktober seit 10 Jahren &#8220;auf Sendung&#8221;, geht im Rahmen seiner Möglichkeiten in eine ähnliche Richtung – eigene Autoren besetzen oft die besten Plätze auf der Homepage. Ist das ein Gradmesser dafür, wie es um Onlinejournalismus in Deutschland bestellt ist? Natürlich nicht. Spiegel Online ist nicht repräsentativ für den Rest der Branche. Wenn die Hamburger zum zehnjährigen Jubiläum für ihre Pionierarbeit und die redlich erarbeitete Marktführerschaft in ihrem Segment gewürdigt werden, sollte man das im Blick behalten. Ebenso, dass jede bessere Regionalzeitung pro Woche mehr eigenen Journalismus generiert als die großen deutschen Online-Angebote zusammen.</p>
<p class="fett">Subjektiv punkten</p>
<p>Sind Blogs die Lösung? Spätestens seit die US-Parteitage von Bloggern als offiziell akkreditierten Berichterstattern begleitet wurden, denken große Online-Medien über Weblogs nach, integrieren sie wie Zeit.de und tagesschau.de in ihre konventionellen Angebote. Der Charme solcher &#8220;embedded blogs&#8221;: Was das Muttermedium nicht darf – extrem subjektiv berichten, Themen abseits der gewöhnlichen News-Agenda anstoßen – macht das Blog erst zum Blog.</p>
<p>Der besondere Reiz liegt im Nebeneinander von traditionellem Journalismus und Weblogs. Etwa, wenn es um den amerikanischen Wahlkampf geht: Würde man auf klassische Meldungen und Analysen verzichten wollen? Wohl kaum. Wird das Bild schärfer, wenn die einschlägigen Blogs gelesen werden? Definitiv.</p>
<p>Somit bleiben die selbst ernannten Online-Qualitätspublikationen vor ihren Hausaufgaben sitzen: Ohne eigene und unverwechselbare journalistische Inhalte geht es nicht. Neudeutsch heißt so etwas USP, Unique Selling Proposition. Gute, exklusive Storys sind so eine USP. Nein &#8211; sie wären. Aber das ist das Thema für die nächsten zehn Jahre.</p>
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		<title>Der Copyright-Kämpfer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Würdinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 15:26:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Spielkamp]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[iRights.info]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/Spielkamp1.jpg" alt="Matthias_Spielkamp" title="Matthias_Spielkamp" height="125" align="left" width="130" />Weder Lobbyist noch Aktivist – der Berliner Journalist Matthias Spielkamp befasst sich seit Jahren mit digitalen Urheberrechten. Und möchte einen unabhängigen und neutralen Beitrag leisten. Der Mitbegründer des Informationsportals iRights.info im Porträt. 
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-6715" title="Matthias Spielkamp" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/matthias_spielkamp1.png" alt="" width="185" height="217" />Weder Lobbyist noch Aktivist – der Berliner Journalist Matthias Spielkamp befasst sich seit Jahren mit digitalen Urheberrechten. Und möchte einen unabhängigen und neutralen Beitrag leisten. Der Mitbegründer des Informationsportals iRights.info im Porträt.</p>
<p>Dass er Journalist werden will, stand für Matthias Spielkamp früh fest &#8211; bereits zu Paderborner Schulzeiten gründete er mit Freunden eine unabhängige Schülerzeitung und nach dem Abitur folgten die ersten von vielen redaktionellen Praktika. Der &#8220;Erstkontakt&#8221; mit dem damals noch in den Kinderschuhen steckenden Medium Internet erlebte er 1993. Nicht in Deutschland, denn dort hatte zu diesem Zeitpunkt noch kaum jemand von dem neuen Medium gehört. Erst 1993 kam der erste grafikfähige Webbrowser namens Mosaic in den USA auf den Markt. Spielkamp hielt sich zu diesem Zeitpunkt für sein Journalistikstudium in Boulder an der University of Colorado auf. &#8220;Wir haben dort damals schon das Internet zur Recherche genutzt &#8211; mit Tools wie Gopher, die heute kein Mensch mehr kennt,&#8221; erklärt der heute 41-Jährige.</p>
<p>Zurück in Deutschland hatte er im Jahr 2000 sein Schlüsselerlebnis mit dem Urheberrecht, das ihn dazu bewog, sich intensiv mit dem bis dahin kaum behandelten Thema auseinanderzusetzen. Der freiberuflich tätige Journalist hatte die Buyout-Geschäftsbedingungen des Süddeutschen Verlags zugeschickt bekommen, mit denen sich die Süddeutsche Zeitung alle Rechte an seinen Artikeln sichern wollte. Für eine marginale Honorarerhöhung von fünf Prozent, was ungefähr sechs Cent pro Zeile ergeben hätte, wollte der Verlag seine Beiträge auch für die eigene Webseite nutzen und sie in kostenpflichtige Archive einstellen. &#8220;Das war ein unverschämtes Angebot, aber was ich zu der Zeit noch nicht ahnen konnte war, dass es das beste war, das ich je in dieser Hinsicht bekommen würde.&#8221; Andere Verlage wollten für die weitere Nutzung keinen einzigen Cent bezahlen. Von da an sei es nur ein kurzer Weg zu der Erkenntniss gewesen, wie wichtig, umkämpft und politisch relevant das Thema Urheberrecht im digitalen Zeitalter sei, berichtet Spielkamp.</p>
<p>Heute ist Matthias Spielkamp in Sachen Urheberrecht ein fundierter Experte und viel gefragter Gesprächspartner. Seine Essays und Expertisen erscheinen in Büchern und Fachzeitschriften, aber ebenso in Tages- und Wochenzeitungen wie die Zeit, FAZ, Spiegel Online oder in der taz. Spielkamp gelingt es, das sperrige und trockene Thema für jedermann verständlich aufzubereiten. Zuletzt war er Sachverständiger der <a href="https://enquetebeteiligung.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft</a> des Deutschen Bundestags. Spielkamp engagiert sich aber auch in der Aus- und Fortbildung von Nachwuchsjournalisten – er vermittelt das Handwerkszeug des Online-Journalismus an verschiedenen Akademien und Journalistenschulen. Seine große Leidenschaft ist und bleibt aber das Urheberrecht. Als Gründungsredakteur war er 2005 entscheidend an der Entstehung des mehrfach prämierten Urheberrechtsportals &#8220;<a href="http://irights.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iRights.info</a> – Urheberrecht in der digitalen Welt&#8221; beteiligt, seit 2009 ist er dessen Projektleiter. Trotz klarer Positionierung möchte Spielkamp das Portal keinesfalls als Lobbyinstrument verstanden wissen, iRights.info sei vielmehr ein Informationsangebot, das über die wichtigsten und jeweils aktuellen Aspekte des Urheberrechts berichten soll. &#8220;Das tun wir unabhängig und neutral. Beim Lesen unserer Artikel wird jedem schnell klar werden, dass wir einer Ausweitung des Urheberrechts zugunsten der Verwertungsindustrie sehr kritisch gegenüberstehen. Diese Einschätzung beruht aber auf unabhängiger Analyse der Situation.&#8221;</p>
<p>Die derzeitigen Entwicklungen beim Urheberrecht begleitet Spielkamp als kritischer Beobachter, wobei ihm insbesondere das kürzlich verabschiedete <a href="http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2010/december/tradoc_147079.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ACTA-Abkommen</a> ein Dorn im Auge ist. Nicht nur der überbordende Einfluss von Verlagen sowie Musik- und Filmindustrie, sondern auch das intransparente Zustandekommen des Abkommens stößt bei ihm auf Unverständnis: &#8220;Das alles war in einem so unfassbaren Ausmaß intransparent, undemokratisch und von Partikularinteressen gesteuert. Jeder, der den ACTA-Prozess nur entfernt verfolgt hat, muss diesen Eindruck bekommen&#8221;. Und er ergänzt: &#8220;Allen, die sich jahrelang unermüdlich um Transparenz bemüht haben, gebührt größter Respekt, denn sie sind von der EU-Kommission und den Regierungen der beteiligten Staaten mit unglaublicher Unverfrorenheit behandelt worden&#8221;. Ob sich seiner Einschätzung nach durch den Erfolg der Piratenpartei die Einstellung der Politik zum Urheberrecht und zur Netzpolitik allgemein ändern wird? Davon ist Spielkamp überzeugt und glaubt, dass die etablierten Parteien lernen werden müssen, mit dem Thema Netzpolitik auf Wählerfang zu gehen. Bei den Inhalten selbst ist er sich nicht so sicher: &#8220;Was sich ändern wird und ob mir gefallen wird, wie es sich ändert, kann man aber jetzt noch nicht voraussagen.&#8221;</p>
<p>In netzpolitischen Themen hinkt Deutschland oftmals den Entwicklungen in Übersee hinterher. Nicht so in der Diskussion um die überfällige Anpassung des Urheberrechts an das digitale Zeitalter : &#8220;Deutschland hat mit der Idee der Pauschalabgaben vor langer Zeit schon einmal eine sehr pragmatische Idee in die Welt gesetzt, die von unzähligen Ländern übernommen worden ist&#8221;, erläutert Spielkamp. An diese Tradition möchte er anknüpfen – ihm schwebt eine Kulturflaterate für einzelne Felder wie die Musiknutzung vor. Dabei liegt ihm ein fairer Ausgleich zwischen Urhebern, Rechteverwertern und Nutzern besonders am Herzen. Nach den Chancen eines Ausgleich der verschiedenen Interessen gefragt, gibt Spielkamp zu bedenken: &#8220;Wir dürfen uns nicht immer von den Profiteuren des bestehenden Systems einreden lassen, dass es wegen internationaler Verträge gar nicht möglich sei, eine Lösung zu finden, die alle Beteiligten zufrieden stellen würde &#8211; oder zumindest viel zufriedener als bisher&#8221;. Bis dahin werden wir sicher noch einige interessante und lesenswerte Beiträge von ihm lesen. (Zeichnung: Kat Menschik)</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 5)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 22:05:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom neuen Trend der geschlossenen Communities, dem drohenden Wissensdefizit der technikaffinen iPad-Generation, Print-Remix-Innovationen im Netz und der digitalen Echtzeitnews-Revolution berichtet die aktuelle Linkliste.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom neuen Trend der geschlossenen Communities, dem drohenden Wissensdefizit der technikaffinen iPad-Generation, Print-Remix-Innovationen im Netz und der digitalen Echtzeitnews-Revolution berichtet die aktuelle Linkliste.</p>
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<a href="http://www.idw-online.de/pages/de/news354001" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forschungsrückblick Web-2.0</a>
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<p>
Das Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (gesis) nahm in ihrer letzten Ausgabe die partizipative Nutzung des Internets und ihre sozialen Auswirkungen genauer unter die Lupe und stellt „folgenschwere Veränderungen im Sozialgefüge&quot; fest. Einen resümierenden Überblick über die Kommunikationsmöglichkeiten des Web-2.0 bietet <a href="http://www.gesis.org/fileadmin/upload/dienstleistung/fachinformationen/recherche_spezial/RS_10_01_Web2_0.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die aktuelle Studie</a>.</p>
<p><a href="http://www.die-stadtredaktion.de/?p=7136" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stadtredaktion.de diskutiert mit Online-Journalisten</a>
</p>
<p>
Das Heidelberger Onlinemagazin lud vergangenen Donnerstag, 28.1.2010, zu einer Diskussion zum Thema „Online oder Offline &#8211; Quo Vadis Journalismus&quot; mit perlentaucher-Geschäftsführer Thierry Chervel und Heddesheim-Blog-Macher Hardy Prothmann. Warum Lokaljournalismus online auch spannend sein kann, welche Rolle Kuba für eine freie Bloggerszene spielt und warum man dem Onlinejournalismus optimistisch gegenüberstehen kann, erläutert der Veranstaltungsbericht.</p>
<p><a href="http://futurezone.orf.at/stories/1638035/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Nutzer zeigen wenig Interesse an Datenschutz</a>
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<p>
Nur 35 Prozent der Facebook-Nutzer nahmen sich der Datenschutzoptionen an, stellt Facebook-Sprecher Tim Sarapani heraus. Der Rest lasse seine persönlichen Daten für alle anderen Nutzer sichtbar. Die Datenschutzänderungen, die das Online-Netzwerk im Dezember letzten Jahres vornahm, seien jedoch einseitig und eine Verschlechterung, berichtet futurezone.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-02/soziale-netzwerke-elite-facebook" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neuer Trend: „Access Denied&quot;- Communities</a>
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<p>
Immer mehr Netzwerke setzen auf elitäre Kreise und pflegen ihre Online-Kontakte unter Ausschluss der allgemeinen Öffentlichkeit. Während <a href="http://www.inmobile.org/information/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">INmobile.org</a> ausschließlich Führungskräfte beherbergt, die vor Mitgliedschaftsbestätigung eine Woche intensiv geprüft werden, muss man für  <a href="http://www.diamondlounge.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diamondlounge.com</a> mindestens reich und schön sein. Warum der Trend hin zum gefilterten „Gated Netzwerk&quot; geht, beleuchtet Zeit online.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/die-welt/debatte/article6044088/Mit-jedem-neuen-Computer-waechst-die-Wissenskluft.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr Computer gleich weniger Wissen (?)</a>
</p>
<p>
Die Entwicklung des Computers verschrecke die etablierte Intelligenzia, so welt.de. Anlässlich der Präsentation des neuen iPad von Apple, das die Welt „revolutionieren&quot; soll, sei die westliche Welt andächtig erschauert. Zunehmend falle neuen Medien eine Aufklärungs- und Ordnungsrolle zu und entmachte die Dichter und Denker. Warum somit auch die Wissenskluft zunimmt, erörtert Autor Poschardt.</p>
<p><a href="http://futurezone.orf.at/stories/1637802/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neue Print-Remix-Ideen im Netz</a>
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Sorgenvoll blickt man mit der zunehmenden Entwicklung des Onlinejournalismus auf die Zukunft der Printmedien. Bezahlinhalte im Netz sind unbeliebt, junge Leser bleiben aus. Neue Projekte wie „theblogpaper&quot;, „BookRix&quot; und „Enhanced Editions&quot; sollen das nun ändern und die neue technikgewöhnte Lesergeneration mit interaktiven Angeboten ködern.</p>
<p><a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/200/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Real Time Web &#8211; Alles im Jetzt</a>
</p>
<p>
Der Elektrische Reporter erklärt in einem kurzen Informationsvideo die Bewegung vom statischen zum dynamischen Web. Effektiv aufgearbeitet und zusammengefasst  wird der moderne Informationsflow nachvollzogen. Vor allem Phänomene wie Twitter  als „fließender Nachrichten- und Ereignisstrom&quot; revolutionieren die Möglichkeiten der Ad-Hoc-News. Das Potenzial dieses Echtzeitstroms sollen vor allem Nachrichtenmacher als Chance begreifen, so die essenzielle Empfehlung von Mario Sixtus.</p>
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		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 1)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-1-4710/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 18:18:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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		<category><![CDATA[E-Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[E-Demokratie im Jahresrückblick, Frankreich subventioniert Online-Medien, Dozentin Jessie Daniels im Interview und neues Jahr mit neuen Debatten um Datenschutz: die Netz-News aus der ersten Woche des Jahres 2010 in der Linkliste.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>E-Demokratie im Jahresrückblick, Frankreich subventioniert Online-Medien, Dozentin Jessie Daniels im Interview und neues Jahr mit neuen Debatten um Datenschutz: die Netz-News aus der ersten Woche des Jahres 2010 in der Linkliste.</p>
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</p>
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<a href="http://www.e-demokratie.org/e-demokratie/e-demokratie-im-jahresruckblick-2009/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der e-demokratische Jahresrückblick</a>
</p>
<p>
Ob die Onlinekampagnen der Parteien, die umstrittenen Internetsperren, die Nachwirkungen des US-Präsidenten Barack Obama, die Bundestagswahl oder der Twitter-Boom: Christian Heise von e-demokratie.org lässt das Jahr 2009 Revue passieren und resümiert noch einmal die wichtigsten Geschehnisse in Sachen elektronischer Demokratie und Partizipation.<br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/132/499409/text/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Blogs verängstigen Unternehmen</a>
</p>
<p>
Unternehmen haben Angst vor Kritik in Blogs, so sueddeutsche.de. Immer öfter ersetzen anklagende, teilweise beleidigende Blogeinträge die konservativen Beschwerdebriefe per Post. Und doch seien die Unternehmen mit juristischer Zurückhaltung gut beraten. Denn nicht selten bestimmt die gut vernetzte Internetgemeinde das Markenimage.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-01/subventionen-online-medien" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Frankreich subventioniert Onlinemedien</a>
</p>
<p>
Rund 60 Millionen Euro wolle die französische Hauptstadt künftig in den Online-Journalismus und somit in dessen Qualität und Vielfalt investieren, berichtet die ZEIT ONLINE. Präsident Sarkozy wolle sich so für die Meinungsfreiheit und Pressevielfalt einsetzen. Besonders von Bloggern hagelt es jedoch Kritik.</p>
<p><a href="http://jungle-world.com/artikel/2010/01/40111.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
New Yorker Dozentin im Interview</a>
</p>
<p>
Jessie Daniels, Dozentin am Hunter College in New York, forscht auf dem Gebiet Rassismus im Internet. Im Interview mit jungle-world sprach sie kürzlich über Online-Diskriminierung und ihren Rückbezug auf das reale Leben,  &quot;Anonymität und die Chancen und Gefahren internetbasierter direkter Demokratie&quot;.</p>
<p><a href="http://www.vdi-nachrichten.de/vdi-nachrichten/aktuelle_ausgabe/akt_ausg_detail.asp?cat=1&amp;id=45620&amp;source=homepage" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
2010 wird arbeitsreiches Jahr für Datenschützer</a>
</p>
<p>
Der Elektronische Entgeltnachweis (&quot;Elena&quot;), der Nacktscanner oder Vorratsdatenspeicherung: Die Debatten zu &quot;datensensiblen Themen&quot; sind auch zu Beginn des neuen Jahres bereits in vollem Gange. Nach einem skandalreichen Jahr 2009 folgen nun die nächsten Projekte, die die Datenschützer auf den Plan rufen. Große Hoffnung bezüglich einer Datenschutzmodernisierung setze man nun in Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).  
</p>
<p>
<a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article5745382/Die-Zukunft-des-Journalismus-als-Wohltaetigkeitsveranstaltung.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;ProPublica&quot;- Journalismus als Wohltätigkeitsmodell</a>
</p>
<p>
Die New Yorker Stiftung &quot;ProPublica&quot; zeigt beispielhaft, wie journalistische Recherchen investigativ finanziert werden können. Der Sektor, in dem große Zeitungen zuerst einsparen würden, so ProPublica-Chefredakteur Paul Steiger. Durch gemeinnützige Organisationen als Geldgeber würden auch Marken wie die N. Y. Times oder Huffington Post überleben, meint Steiger. </p>
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