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	<title>online-Kommunikation &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Ironisch, unterhaltsam und ehrlich &#8211; wie SPD, Grüne, CDU und Linke Jugendliche auf Tiktok erreichen wollen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Verda Can]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Nov 2024 10:01:08 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Einfache Lösungen für komplexe Probleme? Genau so präsentiert sich die AfD <span style="font-weight: 400;">auf Tiktok und scheint hierbei überaus erfolgreich zu sein, insbesondere bei Jugendlichen. </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die vom Verfassungsschutz beobachtete Partei verzeichnet die höchste Follower-Anzahl und Likes im Vergleich zu allen anderen etablierten Parteien auf der Plattform. Expert*innen führen den Erfolg der AfD bei den vergangenen Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg auch auf die Social-Media-Präsenz zurück. Nun stellt sich die Frage, wie etablierte Parteien diesem Erfolg entgegentreten und junge Wähler*innen zukünftig besser erreichen können.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="font-weight: 400;">Es ist bekannt, dass der TikTok-Algorithmus gezielt Inhalte auswählt und vorschlägt, die für die Nutzerinnen emotional ansprechend sind. Dabei lernt der Algorithmus aus dem Verhalten der Nutzer:innen. Jedes Video auf der <em>For You Page</em> (FYP) wird auf Grundlage der individuellen Interaktionen vorgeschlagen, also Likes, Kommentare, geteilte Inhalte und die Verweildauer bei bestimmten Videos. Emotional aufgeladene oder polarisierende Inhalte ziehen in der Regel mehr Interaktionen an, da sie oft starke Reaktionen hervorrufen – sei es Zustimmung oder Widerspruch. Das bevorzugt Inhalte, die populistische oder stark emotionale Botschaften vermitteln. Die AfD bedient genau diesen Mechanismus, mit ihrem populistischen Content.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="font-weight: 400;">Emotionale, politische Inhalte müssen aber nicht zwangsläufig auch populistisch sein. Die Linke-Abgeordnete Heidi Reichenick gestaltet auf ihrem <a href="https://www.tiktok.com/@heidireichinnek" target="_blank" rel="noopener">TikTok-Kanal</a> ihre Videos sehr abwechslungsreich und erzielt damit eine hohe Reichweite. Im Vergleich: Reichenick hat insgesamt über 222.000 Follower, während Maximilian Krah aus der AfD nur 66.000 Follower hat.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="font-weight: 400;">Reichenick startet ihre Videos oft mit Ausschnitten von AfD-Tiktok-Videos, um anschließend auf die dort gezeigten Pauschalisierungen oder auch Sündenbock-Argumentationen hinzuweisen. Die Linken-Politikerin hat dabei öfters eine große Portion Wut im Bauch und weist emotional daraufhin, dass die AfD gesellschaftliche Probleme unzulässig vereinfacht oder Randgruppen vorurteilsbehaftet an den Pranger stellt. Der Slogan der AfD “Sei schlau, wähl blau” wird ironisch mit dem Betrunkenen-Dasein gleichgesetzt. Somit wären diejenigen, die die AfD wählen, gewissermaßen nicht bei Sinnen. Zusätzlich integriert sie in einigen Videos Meme-Inhalte, wodurch der Content ironisch und humorvoll ein jüngeres Publikum durchaus anspricht.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="font-weight: 400;">Der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Steiniger setzt sich ebenfalls auf seinem TikTok-Kanal mit AfD-Videos auseinander, um zu belegen, wie inkompetent die AfD sich mit politischen Themen beschäftigt. Einem Video von Maximilian Krah, der dort die Erfolgsbilanz des türkischen Präsidenten Erdogan lobt, entgegnet Steiniger, dass seit der Amtszeit Erdogans sowohl die Währung als auch die Wirtschaft in der Türkei eingebrochen sind und das Land unter einer hohen Arbeitslosenquote leidet. So versucht er aufzuzeigen, wie politisch inkompetent die AfD politische Sachverhalte beurteilt.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="font-weight: 400;">Die Tiktok-Videos des SPD-Bundesabgeordneten Robin Mesarosch sind hingegen länger und textlastiger. Das besondere an den Videos ist, er spricht in seinen Beiträgen in Metaphern und lässt seine Auftritte wie Poetry-Slams wirken. Mesarosch versucht seinen Zuschauer*innen durch emotionale Appelle und lebensnahen Erfahrungen auf Augenhöhe zu begegnen und gleichzeitig über zentrale politische Themen aufzuklären. Genauso wie Steiniger versucht er die Nähe der AfD zu rechtspopulistischen Parteien, die in nicht-liberalen Demokratien an der Macht sind und als das Vorbild der Partei dienen, aufzuzeigen und nennt hierfür z.B. Ungarn.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="font-weight: 400;">Der 31jährige Tim Achtermeyer, Landesvorsitzender der Grünen in Nordrhein-Westfalen, integriert ebenso wie Reichenick und Steiniger Memes, Film- oder Interviewausschnitte, die zurzeit in den Sozialen Medien viral gehen, in seine Videos, um durch den kreativen Schnitt eine größere Reichweite zu erzielen. Dabei bedient er sich vieler Jungendwörter oder Anglizismen, um jüngere Wähler*innen anzusprechen. Humorvoll und ironisch hinterfragt er die Aussagen von AfD-Abgeordneten wie z.B. die Abschaffung von Regenbogenflaggen an Gebäuden und ob solche Aktionen wirklich ein Schritt zur Verbesserung des Landes seien. Sein Account enthält überdies auch einige seiner emotionalen Reden im NRW-Landtag . Dabei stellt er sich wütend gegen die Behauptung, dass ein Problem des Landes der Islam sei und erwähnt hierfür Leistungen muslimischer Einwanderer.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die hier aufgeführten Beispiele machen deutlich, dass es durchaus erfolgreiche TikTok-Kanäle gibt, die sich mit der AfD und ihren populistischen Argumentationen auseinandersetzen. Auch andere Abgeordnete der jeweiligen Parteien sollten zukünftig diesen Beispielen folgen. Eine wichtige Strategie könnte es sein, dass sich politisch demokratische Akteurinnen und Akteure stärker vernetzen, um diesen populistischen Aktionen der AfD und ihren Unterstützer*innen etwas entgegenzusetzen. Diese Strategie arbeiten Daniel Ziblatt und Steven Levitsky in Ihrem Buch <i>How Democracies Die </i>heraus, nämlich, dass die Zusammenarbeit unterschiedlicher politischer Lager eine zentrale Methode zur Bekämpfung von autokratischen Tendenzen ist. So könnte eine stärkere überparteiliche Zusammenarbeit von Parteien und Politiker*innen in Social Media Kanälen zukünftig helfen, die Reichweite gegenüber der AfD zu erhöhen, aber auch die Organisation von Events oder auch Demonstrationen gegen rechts zu optimieren.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das oft genannte Zusammenrücken in schweren Zeiten, Flagge zeigen gegen Hass und Hetze, sollte sich auch auf den Social Media Plattformen zeigen. Tim Achtermeyer, Robin Mesarosch, Johannes Steiniger und Heidi Reichenick sind momentan vielleicht nur Leuchttürme ihrer Parteien im Kampf auf TikTok gegen die AfD.Aber sie setzen konstruktiv etwas dem Populismus entgegen. Es braucht aber in Zukunft mehr als solche Einzelkämpfer*innen, nämlich eine Strategie aller politisch Engagierten für die Demokratie. Auch oder besonders auf den Social Media Plattformen dieser Welt.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@solenfeyissa?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Solen Feyissa</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/weisses-und-schwarzes-rundes-licht-qa2IMwBGP1E?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div>
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		<title>#US2016: Online-Kommunikation im Vorwahlkampf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2015 08:10:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Welches Kommunikationsinstrument wird beim US-Wahlkampf die Killer-App? Viel Aufmerksamkeit gibt es für Snapchat, aber auch Text-Formate bleiben relevant. Die Kampagnen, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="big"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/clinton.jpeg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-146702 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/clinton.jpeg" alt="clinton" width="640" height="280" /></a>Welches Kommunikationsinstrument wird beim US-Wahlkampf die Killer-App? Viel Aufmerksamkeit gibt es für Snapchat, aber auch Text-Formate bleiben relevant.</p>
<p>Die Kampagnen, mit denen sich die Bewerber um die US-Präsidentschaft in Stellung bringen, sind immer auch Leistungsschauen anderer Art: Dabei konkurrieren Online-Formate um die Gunst des Publikums respektive der Polit-Strategen. Noch bevor der Vorwahlkampf begann, wurde mobiles Livestreaming als ein relevantes Instrument identifiziert. Aktuell ist nun der Foto-/Video-Messenger “Snapchat” angesagt. Laut New York Times ist die Killer-Anwendung aber das schnöde Texting, während sich beim Clinton-Konkurrenten Sanders die Unterstützer unter anderem via Reddit selbst organisieren.</p>
<p>Seit Bürger breiten Zugang zur Online-Kommunikation haben, hat jeder Wahlkampf um die US-Präsidentschaft ein entsprechendes Lieblings-Tool hervorgebracht, dem die Kampagnen-Macher jeweils das Potenzial zum Game Changer attestieren. Der Vorwahlkampf für die Wahl 2016 hatte noch nicht richtig begonnen, da spekulierte der ehemalige Obama-Berater Dan Pfeiffer: “If 2004 was about Meetup, 2008 was about Facebook, and 2012 was about Twitter, <a href="https://medium.com/backchannel/how-meerkat-is-going-to-change-the-2016-election-for-every-campaign-reporter-and-voter-1daa8954e543" target="_blank" rel="noopener noreferrer">2016 is going to be about Meerkat</a> (or something just like it).” Eine besondere investigative Relevanz konnte das mobile <a href="http://www.netzpiloten.de/livestreaming-journalismus-und-kampagnen-in-echtzeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Livestreaming</a> bislang jedenfalls noch nicht entfalten. Vielleicht auch deswegen, weil der Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur, Donald Trump, seine kontroversen Sprüche sowieso vor dem größtmöglichen Publikum von sich gibt und dafür von der Partei-Basis auch noch Zustimmung erhält.</p>
<h3>Post-TV-Kanal für junge Zielgruppen</h3>
<p>Ebenso früh brachte sich Snapchat ins Gespräch, als im April ein CNN-Reporter für redaktionelle Inhalte, die in der App unter dem Titel “Discover” verfügbar sind, engagiert wurde. Hinzu kam eine Polit-Marketing-Fachkraft von Google. Nun gehört es auch für die Kandidaten zum guten Ton, sich dort mit eigenen Profilen zu präsentieren. Es kann aber auch Werbung in spezifischen Formaten geschaltet werden. <a href="http://www.ibtimes.com/inside-snapchats-fox-gop-debate-live-stream-republicans-embrace-app-quest-post-tv-2042239" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Snapchat selbst positioniert sich </a>als “best way to reach 13 to 34-year-olds”. Insofern ist das Engagement der Kampagne von Hillary Clinton dort folgerichtig: Zu ihren inhaltlichen Schwerpunkten gehört derzeit die <a href="https://medium.com/@HillaryClinton/the-new-college-compact-73652df9543c" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gebührenfreiheit von Community Colleges</a>, die sie auch in anderen sozialen Medien zielgruppenspezifisch zum Beispiel mit einer Emoji-Umfrage kommuniziert. Clinton begründet ihre Affinität zu Snapchat schließlich noch ganz anders: In einem offiziell bei Twitter verbreiteten Video merkt sie an, ihr käme es ganz gelegen, dass die Botschaften nach kurzer Zeit wieder verschwinden würden. Damit nimmt sie Bezug darauf, dass sie während ihrer Amtszeit als Außenministerin auch dienstlich über einen privaten E-Mail-Account kommuniziert hat und inzwischen sogar dem FBI den Server übergeben hat.</p>
<blockquote hcb-fetch-image-from="https://twitter.com/HillaryClinton/status/632583807695089664" class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true">
<p lang="en" dir="ltr">Why does Hillary love Snapchat? Watch and learn:<a href="https://t.co/ZkevdcvZOY">https://t.co/ZkevdcvZOY</a></p>
<p>&mdash; Hillary Clinton (@HillaryClinton) <a href="https://twitter.com/HillaryClinton/status/632583807695089664?ref_src=twsrc%5Etfw">August 15, 2015</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.wired.com/2015/08/not-the-snapchat-election" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wired weist jedoch darauf hin</a>, dass die Rede von der “Snapchat-Election” verfrüht sei. Denn der Dienst ist bislang die Antithese zu Plattformen wie Facebook, die durch die Bereitstellung von Nutzer-Daten den Kampagnen eine punktgenaue Ansprache spezifischer Zielgruppen entlang diverser Parameter (“Targeting”) ermöglichen.</p>
<h3>Die Alternativen: Texting – Reddit – Open Source</h3>
<p><a href="http://nyti.ms/1EAUS7A" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die New York Times diagnostiziert </a>gar die Renaissance von Text-Botschaften “The killer app for the 2016 presidential campaign is not an app at all. It is not even new. Texting – that 1990s-vintage technology – has suddenly become a go-to vehicle for presidential campaigns when they need to get a message out as widely and quickly as possible, and with confidence that it will be read.” In dieser Perspektive gehen Kurzmitteilungen, vor allem weniger als andere Formate in der alltäglichen Informationsflut unter. Auch hier liefert die Clinton-Kampagne ein kreatives Anwendungsbeispiel: Wer auf eine ihrer Kurzmitteilungen mit “HEAR” antwortete, erhielt einen automatischen Anruf mit der Wiedergabe eines <a href="http://www.huffingtonpost.com/entry/hillary-clinton-anchor-babies_55d64e4ce4b020c386de2810" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fauxpas des Republikaners Jeb Bush</a>.</p>
<p>Die Konkurrenz für Hillary im eigenen Lager rückt unterdessen übrigens die Relevanz von Online-Kommunikation für die Selbstorganisation der Kampagnen in den Fokus. Der parteilose Senator Bernie Sanders mobilisiert die Massen unter anderem mit einer Präsenz seiner Unterstützer <a href="https://www.reddit.com/r/SandersForPresident" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei Reddit,</a> wie <a href="http://www.politico.com/story/2015/08/bernie-sanders-rallies-2016-grassroots-support-121512.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Politico in einer Reportage</a> über den “Summer of Sanders” und die “Sander-istas” anerkennend berichtet. Und dann ist da noch der Urheberrechtsexperte und Anti-Korruptions-Aktivist <a href="http://politik-digital.de/news/creative-commons-initiator-goes-for-president-146657/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lawrence Lessig</a>, der als “referendum president” kandidieren könnte. Er proklamiert hinsichtlich eigener Software und kreativer Inhalte schon mal “<a href="https://lessigforpresident.com/open-source-president/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The First Open Source Presidential Campaign</a>”.</p>
<p>Dies ist ein Crosspost von netzpiloten.de. Der Artikel ist zuerst <a href="http://www.netzpiloten.de/us2016-wahlkampf-online-kommunikation/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> erschienen.</p>
<p>Teaser &amp; Bild „<a href="https://www.flickr.com/photos/kakissel/2464038263/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Clinton Rally 109</a>“ (adapted) by Keith Kissel (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a>)</p>
<p class="big"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://i1.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz.png?resize=441%2C77" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="418" height="73" /></p>
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		<title>Web 2.0 – Format ohne Zukunft?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Türk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jan 2015 09:22:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ist das Web 2.0 tot?]]></category>
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		<category><![CDATA[politischer Diskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-4"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Seit rund zehn Jahren gehört das Checken des Facebook-Accounts für viele genauso zur täglichen Routine wie das Zähneputzen. Aber werden die sozialen Medien auch das nächste Jahrzehnt überleben? Sinkende Nutzerzahlen und der unsachliche Diskurs auf den Plattformen sprechen ihre eigene Sprache – ist das Web 2.0 bereits gescheitert?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der eine postet Pandababys, der andere politische Parolen. So oder so: Social Media sind ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden, über die Hälfte der deutschen Internetuser nutzen soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, in den jüngeren Altersgruppen sind es sogar <a href="https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/EinkommenKonsumLebensbedingungen/ITNutzung/Tabellen/NutzungInternetPrivZweckeAlter_IKT.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">über 90 Prozent</a>. Große Hoffnungen wurden in die sozialen Medien gesetzt, als die verschiedenen Plattformen im vergangenen Jahrzehnt überall wie Pilze aus dem Boden schossen: In Sekundenschnelle sollten sie Informationen weltweit verbreiten, einen unkomplizierten Austausch und eine direkte zweiseitige Kommunikation ermöglichen – mit Freunden, Fremden, aber auch mit Politikern. Mittlerweile herrscht Ernüchterung. Immer mehr Nutzer wenden sich von Facebook und Co ab, der Diskurs auf den Plattformen ist geprägt von Stammtischargumenten. Ist das bereits der Anfang vom Ende des Web 2.0?</p>
<p>„just setting up my twttr”. Diese recht unspektakuläre Mitteilung von Gründer Jack Dorsey markierte vor nunmehr neun Jahren, am 21. März 2006, den Start des Kurznachrichtendienstes Twitter. Bereits zwei Jahre zuvor, im. Februar 2004, hatte Facebook das Licht der Welt erblickt. Die digitale Plattform, von Harvard-Studenten rund um Mark Zuckerberg als eine Art digitales Jahrbuch entwickelt, knackte bereits im Gründungsjahr die Millionengrenze, seit vergangenem Jahr tummeln sich sogar mehr als eine Milliarde Menschen weltweit im Facebook-Universum. Die sozialen Netzwerke veränderten unser Online-Verhalten und unsere Art der Kommunikation schnell, und auch Politiker entdeckten bald die Möglichkeit, unkompliziert mit ihren Wählern in den Dialog zu treten – und dabei besonders authentisch zu wirken.</p>
<h3 class="western">Sinkende Nutzerzahlen und sinkendes Niveau</h3>
<p class="western">In jüngster Vergangenheit nehmen die Mitgliedszahlen in einigen sozialen Netzwerken jedoch ab, in den USA und vielen europäischen Ländern sank die Zahl der aktiven<span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="text-decoration: underline;"> <a href="http://www.allfacebook.de/userdata/deutschland?period=6month" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Nutzer</a></span></span></span> leicht. Vor allem die<span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="text-decoration: underline;"> <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/nutzerzahlen-von-socialbakers-jugend-wendet-sich-von-facebook-ab-a-892266.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">jüngere Generation</a></span></span></span> kann den Hype um den Multimediariesen nicht mehr so richtig nachvollziehen – und teilt Videos und Nachrichten lieber im kleinen privaten Kreis, zum Beispiel in einer Whatsapp- oder Snapchat-Gruppe unter Freunden. Auch im Fall von Twitter ist fraglich, ob das Netzwerk tatsächlich so dominant und <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wie-Twitter-die-oeffentliche-Meinung-beeinflusst-2143852.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meinungsbildend </a>ist, wie häufig suggeriert wird. 2013 nutzten gerade einmal<span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="text-decoration: underline;"> <a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/223177/umfrage/laenderranking-internetnutzer-die-twittercom-nutzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vier Prozent</a></span></span></span> der deutschen Internetuser den Kurznachrichtendienst – wirklich aktiv waren noch weniger. Das Twitter-Universum scheint also eher eine Blase zu sein, in der sich nur ein geringer Teil der Bevölkerung bewegt.</p>
<p class="western">Obwohl es im Web 2.0 zunächst um den privaten Austausch unter Freunden ging, wurden die sozialen Netzwerke schnell politisiert. Die neue Petition von Amnesty International, die anstehende Demo gegen Rechts – was meinen Freunden gefällt, gefällt mit großer Wahrscheinlichkeit auch mir selbst. Dieser Tage spielen die sozialen Netzwerke bei der Organisation von Demonstrationen rund um Pegida eine wichtige Rolle. Wo sonst können sich so viele Menschen mit der gleichen politischen Gesinnung organisieren? Politiker haben das natürlich längst erkannt. Von Gregor Gysi über Peter Altmaier bis hin zu Jürgen Trittin twittern mittlerweile Vertreter aller Parteien, und auch auf Facebook sind alle namhaften Politiker zu finden.</p>
<p class="western">Und trotzdem: Die Hoffnung, dass das Web 2.0 den Austausch zwischen verschiedenen Gruppen wie Politikern und Bürgern revolutioniert, könnte eine Utopie gewesen sein. Scrollt man durch die Kommentare zu den Artikeln großer Tageszeitungen und Zeitschriften, bekommt man vor Augen geführt, wie politischer Dialog nicht funktioniert. In der Flut an Stammtischargumenten und Beleidigungen gehen Fakten und stichhaltige Argumente häufig unter. Momentan wird das insbesondere bei Diskussionen zur Ukraine-Krise und zu Pegida deutlich. Einige Medien wie die Süddeutsche Zeitung haben mit der Sperrung der Kommentarfunktion unter ihren Artikeln reagiert, nur noch drei Themen können täglich diskutiert werden. <span style="color: #292f33;">„</span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.sueddeutsche.de/kolumne/ihre-sz-lassen-sie-uns-diskutieren-1.2095271" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Direkter, konzentrierte, besser moderiert”</a></span></span></span> sollen die Diskussionen auf sueddeutsche.de nun sein. Man wird jedoch den Eindruck nicht los, dass es bei der Neuausrichtung vor allem darum geht, Trolle und andere digitale Unruhestifter besser unter Kontrolle halten zu können – und auch, dass man hier in gewisser Hinsicht resigniert hat. Denn neben lediglich unsachlichen und unqualifizierten Kommentaren häufen sich auch die Beiträge von Fake-Accounts. Eine ganze <span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="color: #000000;">Industrie</span></span></span> verbirgt sich hinter <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/propaganda-aus-russland-putins-trolle-1.1997470" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bezahlten Kommentaren</a> und Rezensionen in Social Media und Foren – das scheint besonders ein Steckenpferd von Putin-Befürwortern zu sein. Sicher sein, dass der virtuelle Diskussionspartner tatsächlich existiert, kann niemand. Die kommenden Monate werden wohl zeigen, ob die hitzigen Online-Debatten <span style="text-decoration: underline;">r</span>und um Pegida und Putin momentan einfach stark emotionalisiert sind oder ob sich der Trend zum unsachlichen Diskurs weiter fortsetzt.</p>
<h3 class="western">Politischer Diskurs oder privater Austausch?</h3>
<p class="western">Wie informationsorientiert sind die sozialen Netzwerke überhaupt? Gemessen an den weltweiten Followern ist Katy Perry die Twitterkönigin. 61,2 Millionen Menschen interessiert, was die Sängerin zwitschert – und sei es nur <span style="color: #292f33;">„</span>RT if your favorite jelly belly is juicy pear.” Barack Obama muss sich mit 10 Millionen Followern weniger und Platz drei hinter Justin Bieber zufrieden geben. Auch die Unternehmen-Accounts mit den meisten Twitter-Followern – Samsung, Starbucks oder iTunes – lassen vermuten, dass es den Nutzern hauptsächlich um Unterhaltung geht. <span style="color: #292f33;">Diesen Eindruck verstärkt eine</span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="text-decoration: underline;"> <a href="https://www.pearanalytics.com/wp-content/uploads/2012/12/Twitter-Study-August-2009.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a></span></span></span> <span style="color: #292f33;">von amerikanischen Marktforschern, die den Inhalt von 2.000 Tweets aus den USA analysierten. Lediglich vier Prozent der Kurzmitteilungen verbreiteten tatsächlich Neuigkeiten und Nachrichten – stolze 40 Prozent wurden als „sinnloses Geplapper“ eingestuft. </span>In Deutschland sind mit Spiegel, Zeit Online und Stern.de aber auch seriöse Informationsdienste unter den Top Fünf der meistgefolgten Unternehmen.</p>
<p class="western">Es stellt sich also generell die Frage, inwiefern Social Media für politische Kommunikation und informativen Austausch geeignet sind und geeignet sein müssen. Auch wenn der politische Diskurs in sozialen Netzwerken seine Defizite hat, können diese für die Kommunikation im Freundes- und Familienkreis weiterhin funktionieren. Katzenbabys und Kuchenrezepte statt Diskussionen und Debatten. Als Zuckerberg und seine Kommilitonen im Januar 2003 facemash.com, den Vorgänger von Facebook, erschufen, hatten sie wohl ohnehin keine Online-Petitionen und Wahlkampfkampagnen im Sinn. Wie viele andere 19-Jährige erfreuten sie sich eher an den simplen Dingen des Lebens. Auf facemash.com konnte öffentlich das Aussehen von Frauen bewertet werden. Die Bilder wurden übrigens ohne die Zustimmung der betreffenden Damen ins Netz gestellt – in Sachen Datenschutz war also schon der Start holperig.</p>
<p class="western"><span style="color: #292f33;">Dennoch: Das politische Potential von Twitter und Co ist nach wie vor nicht zu unterschätzen. Nirgendwo sonst können Teilnehmer für politische Zwecke so schnell mobilisiert werden – auch wenn nicht immer erkennbar ist, ob nachhaltiges Engagement oder bloßer <a href="http://politik-digital.de/klick-aktivismus-online-kampagnen-in-der-politik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klick-Aktivismus </a></span><span style="color: #292f33;">die Folge ist. Bei der Organisation der Proteste während der Wahlen im Iran 2009 spielte Twitter ebenso eine entscheidende Rolle wie während des Bürgerkriegs in Syrien. Politiker wissen das. Ein harmloses, völlig unpolitisches Netzwerk hätte den türkischen Präsidenten Erdoğan bestimmt nicht zu dessen Sperrung veranlasst. Vielleicht sind es gerade die Nutzer aus Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit und Meinungsvielfalt, die das politische Potential sozialer Netzwerke voll ausschöpfen. </span></p>
<p class="western"><span style="color: #292f33;">Ob wir das Web 2.0 tatsächlich bald zu Grabe tragen oder ob sich die schwächelnden Netzwerke durch neue Services und Innovationen wieder aufrappeln können, ist fraglich. Sicher lässt sich nur sagen, dass es für einen konstruktiven Austausch in den sozialen Medien eines unbedingt braucht: informierte und interessierte Nutzer.</span></p>
<p>Bild: <a href="http://pixabay.com/en/social-media-media-social-facebook-419944/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kropekk_pl</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-4" data-row="script-row-unique-4" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-4"));</script></div></div></div>
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		<title>Irans Kurswechsel – Das Netz als Wegbereiter für Gleichberechtigung?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/irans-kurswechsel-das-netz-als-wegbereiter-fuer-gleichberechtigung-135841/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Parissa Hajebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2013 14:07:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Hassan Rouhani]]></category>
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					<description><![CDATA[„We know too well that our #freedom is incomplete without the freedom of Palestinians, #Nelson Mandela #Solidarity #Palestine“. Dieser Retweet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/foto_iran.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-135842" alt="foto_iran" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/foto_iran.jpg" width="640" height="388" /></a><br />
„We know too well that our #freedom is incomplete without the freedom of Palestinians, #Nelson Mandela #Solidarity #Palestine“. Dieser Retweet kam nicht etwa von einem Bürgeraktivisten, sondern vom iranischen Präsidenten Hassan Rouhani. Obwohl die Kurznachricht für viele Iraner wie blanker Hohn klingen mag,  kann die weibliche Bevölkerung im Iran ein wenig Hoffnung schöpfen. Im Netz lebt sie bereits gewisse Freiheiten aus, die im Analogen nicht möglich wären.<br />
Die gewalttätige Vorgehensweise der Ahmadinejad-Regierung gegenüber Protestlern während der Grünen Bewegung 2009 sitzt noch sehr tief bei vielen Iranern. Nicht vergessen sind Nachrichten auf Twitter und Facebook-Bilder, die die Brutalität des Regimes eindrücklich dokumentiert haben. Nicht vergessen sind auch die vielen Bilder junger Demonstrantinnen, die ohne Furcht in vorderster Reihe gelaufen sind und für mehr Freiheit ihr Leben in den Straßenkämpfen gelassen haben.<br />
Zwar versucht das Regime noch, das Internet nach seinen Vorgaben zu zensieren, aber dass das Internet und vor allem die Zensur löchrig sind, wissen auch die Mullahs. Eine hundertprozentige Kontrolle des Netzes ist nicht möglich – zu wichtig ist auch die eigene politische Online-Kommunikation für das Regime geworden. Somit beschränken sich Online-Aktivitäten der Behörden nicht mehr darauf, zu reagieren und zu verhindern, was nicht mehr zu verhindern ist, sondern erstmalig versucht die iranische Regierung, die digitale Kommunikation aktiv zu gestalten. Mit <a href="https://twitter.com/HassanRouhani" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Präsident Hassan Rouhani</a> scheint diese Entwicklung gewissermaßen ein Gesicht gefunden zu haben. Doch hat tatsächlich eine neue Ära im Iran begonnen?</p>
<h3>Eine Achterbahnfahrt</h3>
<p>Die kleinen Schritte in Richtung mehr Freiheit zeigen sich vor allem an mehr Freiheiten für Frauen. Frauen haben im Iran ihre Stimmen immer wieder gegen staatliche Repressionen, Korruption und Wahlbetrug erhoben und in großer Zahl protestiert. Bereits während der Konstitutionellen Revolution im Jahre 1906 und während der Islamischen Revolution im Jahre 1979 waren Frauen massiv benachteiligt und haben zum Erfolg der Aufstände entscheidend beigetragen. Ihre Situation in Hinblick auf Gleichberechtigung veränderte sich jedoch im Laufe der Zeit kaum. Nach der Islamischen Revolution wurden ihnen die zuvor bereits erkämpften Freiheiten sogar wieder entzogen.<br />
Jedoch waren seit dem Anfang der 1990er Jahre immer wieder Präsidenten an der Macht, die Reformen gegenüber offen waren, wie Akbar Rafsanjani (1989-1997) und Mohammad Chatami (1997-2005). Somit gab es immer wieder liberale Phasen, in denen Frauen aufatmen konnten. In diesen Phasen wurde ihnen der Zugang zu Bildungseinrichtungen gewährt, kritische Frauenzeitschriften wurden gegründet und menschenfeindliche Gesetze gelockert. Nun scheint es mit dem jetzigen Machtwechsel wieder eine Möglichkeit für die weibliche Bevölkerung zu geben, ihre Stellung in der Gesellschaft weiter auszubauen und dort anzuknüpfen, wo die Entwicklung in Mahmud Ahmadinejads Regierungszeit stehen geblieben war.</p>
<h3>Iranische Frauen dominieren im Netz</h3>
<p>Im heutigen Iran sind über 63 Prozent der Studierenden weiblichen Geschlechts. Die gut ausgebildeten Frauen sind es, die sich nicht mehr wie Menschen zweiter Klasse in der iranischen Gesellschaft behandeln lassen wollen. Ihnen wird der Zugang zu besser gestellten Arbeitsplätzen versperrt und die Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit schränkt sie weiterhin in ihrer persönlichen Entwicklung ein. Diese Blockaden entmutigen sie jedoch nicht, neue Wege einzuschlagen. Im Alltag wie auch in der anonymen digitalen Welt widersetzen sich Frauen immer wieder Vorschriften und Zensuren. Anders als in der physikalischen Welt ist der Spielraum in sozialen Netzwerken und Foren sehr groß. Ein aktuelles Beispiel sind die Online-Proteste gegen das Zutrittsverbot für Frauen zu den Fußballstadien. So schreibt <a href="https://twitter.com/_shireenahmed_" target="_blank" rel="noopener noreferrer">shireenahmed </a>via Twitter: „She needs to be in the stadium. She should be in the stadium. ‪#Football wants her in the stadium. ‪#IRWomenStadium.“ Auch die Twitter-Nutzerin <a href="https://twitter.com/CordeliaHeb" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CordeliaHeb</a> äußert sich auf diesem Wege „Women in Iran are banned from football matches &#8211; but there&#8217;s a push on social media to change that ‪http://bbc.in/1hrilRE  ‪#IRWomenStadium“. Einen kleinen Erfolg konnten die Proteste bereits verbuchen. Sie haben weltweite Aufmerksamkeit auf sich gezogen und setzen die Führungskräfte im Land auf diese Weise unter Druck.</p>
<h3>Twittern Richtung Freiheit</h3>
<p>Obwohl die Nutzung von beispielsweise Twitter und Facebook im Iran weiterhin offiziell verboten ist, umgeht eine Mehrzahl der iranischen Bevölkerung die staatlich auferlegten Sperrungen über geschlossene Rechnernetze wie VPN-Verbindungen. Die Versprechungen des Präsidenten Rouhani, Internetsperren weitestgehend aufheben zu wollen, haben somit einen starken symbolischen Charakter. Da junge Frauen im Iran das Internet nutzen, um ihre Meinung und Gefühlslage frei auszudrücken, könnte eine Aufhebung der Internetzensur &#8211; spekulativ betrachtet &#8211; gleichzeitig eine liberale Haltung gegenüber Meinungsäußerungen allgemein im Land nach sich ziehen. Die Richtung scheint zu stimmen, wie Irans Kulturminister Ali Jannati der<a href="http://www.globalpost.com/dispatch/news/regions/middle-east/iran/131105/iran-s-culture-minister-wants-ban-social-media-lifted" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Islamic Republic News Agency Anfang</a> November erklärte: &#8220;Not only Facebook, but also other social networks have to be accessible, and there should be no legal constraints to access them.” Nun ist zu hoffen, dass die jetzige liberale Phase im Iran keine vorübergehende Etappe bleibt, sondern einen langfristigen Weg darstellt.<br />
Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/hardyr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hardy R</a> (CC BY-NC-SA 2.0)</p>
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		<title>Vergessene Online-Welten &#8211; Teil 2: MySpace</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2013 14:07:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Vergessene Online- Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[MySpace]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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		<category><![CDATA[Justin Timberlake]]></category>
		<category><![CDATA[Rubert Murdoch]]></category>
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					<description><![CDATA[Social Media und Online-Plattformen… da denkt jeder an Facebook, Twitter, Google +. Diese Namen gehören heute zum Internet wie die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sommerreihe_2.png"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-130665" alt="Sommerreihe_2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sommerreihe_2-630x405.png" width="630" height="405" /></a>Social Media und Online-Plattformen… da denkt jeder an Facebook, Twitter, Google +. Diese Namen gehören heute zum Internet wie die Predigt in die Kirche. Doch es gab tatsächlich mal eine Zeit, in der von Facebook (noch) keine Rede war, es andere digitale Treffpunkte gab, um miteinander zu kommunizieren und in Verbindung zu bleiben. Viele sind in Vergessenheit geraten. Dabei waren sie in ihren Glanzzeiten das zweite Zuhause für ihre Mitglieder. Für einige kam irgendwann das jähe Ende, andere dümpeln bis heute vor sich hin und wieder andere wagen ein Comeback. Für unsere Sommerreihe haben wir in die Mottenkiste der sozialen Medien geschaut und ein paar Schätze ausgegraben.</p>
<h3>Wie es wurde, was es war</h3>
<p>Von einer der meist besuchten Websites des Internets zum Millionengrab. Und von Rupert Murdoch zu Justin Timberlake. Die Online-Community MySpace, ein Pionier des Web 2.0, hat turbulente Jahre hinter sich. Doch wie hat alles angefangen?<br />
Mit einer Gruppe junger eUniverse-Angestellter:  Tom Anderson, Brad Greenspan, Chris DeWolfe, Toan Nguyen und Josh Berman gründeten MySpace 2003 als „place for friends“. Von da an ging es steil bergauf: Innerhalb weniger Jahre waren über 200 Millionen Nutzer bei MySpace aktiv. Bekannt war das Neztwerk vor allem für seine individuell zu gestaltenden Profilseiten. Ganze Websites existierten nur zu dem Zweck, die schönsten oder hässlichsten MySpace-Profilseiten auszustellen oder bestimmte Designs zum Download bereitzustellen. Beliebt waren auch die vielfältigen Möglichkeiten, Videos und Musik in das eigene Profil einzubinden. Viele Künstler, Medienschaffende und vor allem Musiker nutzten das Portal, um auf sich aufmerksam zu machen. Das bot Fans die Chance, mit Bands aus aller Welt in Kontakt zu treten und einige ihrer Songs kostenlos online zu hören. 2005 wurde MySpace an den Medienkonzern News Corporation unter Rupert Murdoch für 580 Millionen Dollar verkauft, der aus dem Netzwerk eine Multimediaplattform mit filmischem Schwerpunkt im Sinn entwickeln wollte. Bereits im Jahr 2006 – also nur drei Jahre nach seiner Gründung &#8211; war MySpace die populärste Seite der USA und der unangefochtene Global Player unter den sozialen Netzwerken. Damals registrierten sich an einem typischen Tag über 230.000 neue User auf der Website. Ein interessantes Detail: Angeblich hat das Ausmaß der MySpace-Kommunikation zwischenzeitlich sogar die NSA auf den Plan gerufen.</p>
<h3>Aus der Traum</h3>
<p>Schon kurze Zeit später ging es dann allerdings ziemlich rasant und ziemlich steil bergab. MySpace stand ab 2008 vor mehreren Problemen: Das größte war Facebook, das mit seiner „Wall“ und anderen Features stärker auf soziale Interaktion abzielte und MySpace den Rang streitig machte. Bereits 2008 hatte Facebook mehr Nutzerzahlen zu verzeichnen als MySpace. Dazu kamen weitere Schwierigkeiten: Ausuferndes Spamming, scheinbar willkürlichen Löschungen von Fotos und Profilen durch den Betreiber, Sicherheitslücken und Vorwürfe wegen sexueller Belästigung durch User trugen weiter zu dem Imageverfall von MySpace bei. Trotz etlicher Überarbeitungen der Website und einem Relaunch 2010 waren im Jahr 2011 nur noch 63 Millionen User in dem Netzwerk registriert. Im Vergleich: Facebook hatte damals schon über 500 Millionen Mitglieder. Im selben Jahr entschied sich Murdoch, MySpace für den Preis von 35 Millionen Dollar an eine Investorengruppe zu verkaufen. Ein denkbar schlechtes Geschäft, hatte Murdoch 2005 doch mehr als das Zehnfache für die Online-Community gezahlt.</p>
<h3>Geht da noch was?</h3>
<p>Und wie geht es dem Netzwerk heute? Steigt MySpace wieder aus der Versenkung empor? Ernsthafte Versuche gibt es zumindest. Im Anschluss an eine öffentliche Betaphase wurde im Januar 2013 ein „neues“ und redesigntes MySpace für alle Nutzer zugänglich gemacht. Und siehe da: Die neue Version sei „elegant gestaltet“, schreibt Spiegel Online. Sogar von einem gewissen „Coolness-Faktor“ ist die Rede. Was ist da passiert?<br />
Dahinter steckt kein Geringerer als der amerikanische Popmusiker Justin Timberlake. Eine Investorengruppe, zu der auch Timberlake gehört, hatte die derangierte Website nämlich 2011 gekauft. Und die hat MySpace ordentlich umgekrempelt: Mit ihrem minimalistischen und Tumblr-ähnlichen Design präsentiert sich die Website heute ziemlich avantgardistisch. Außerdem richtet sich die Plattform nun noch stärker an Musiker, Bands und die Empfehlung von insbesondere neuer Musik. Musik-Streaming soll nun das Hauptgeschäft von MySpace werden. Mithilfe einer teuren PR-Kampagne, einer großen Auswahl Songs, individuellen Playlists und neuen Analyse-Tools für Musiker, die ihre digitale Präsenz managen wollen, möchten die Investoren auf den globalen Markt zurückkehren. Besonders vielversprechend scheint ein neues Radio-Feature zu sein: Seiteninhaber können aus Millionen von Songs auswählen, um individuelle Radiostationen zusammenzustellen.<br />
Die mediale Reaktion auf das „neue“ MySpace ist vergleichsweise positiv ausgefallen, ebenso die anfängliche Resonanz der User. Trotzdem: MySpace muss sich weiterhin gegen starke Konkurrenz zur Wehr setzen. Das ist heute weniger Facebook, als vielmehr die großen Musikdienste, allen voran Soundcloud und Spotify. MySpace schwächelt dabei im Vergleich (noch?): Die Streaming-Angebote seien bisher noch nicht ausreichend in die Plattform eingebunden. Von vielen bekannten Songs sind bisher außerdem nur Remixes zu finden, schreiben einige Blogger. Und während Soundcloud in den letzten Monaten weiter an Popularität gewonnen hat, hat der Online-Traffic bei MySpace in der gleichen Zeit nach den kurzzeitigen Zuwächsen wieder stark abgenommen.<br />
Und es zeichnet sich ein weiteres Problem ab: Seit dem Relaunch der Website können User mit alten Profilen nicht mehr auf ihre früheren Nachrichten, Videos, Blogs und Posts zugreifen. Damit hat MySpace einen Proteststurm ausgelöst und viele der verbliebenen loyalen User verprellt. Die Reaktion der Verantwortlichen: „Veränderung ist nicht einfach und es ist viel passiert in letzter Zeit. Wir verstehen, dass diese (Blog-) Information für euch sehr wichtig ist. Bitte versteht, dass eure Blogs nicht gelöscht wurden. Euer Content ist sicher. Aktuell diskutieren wir, auf welche Art und Weise wir euch die Blogs wieder zur Verfügung stellen können.“ Mal sehen, was mit den Daten passieren wird.<br />
<a href="http://politik-digital.de/vergessene-online-welten-teil-1-die-vz-netzwerke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 1 der Reihe: StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ</a><br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/lifesagamble/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jane</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-SA 2.0</a>)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Vergessene Online-Welten &#8211; Teil 1: Die VZ-Netzwerke</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/vergessene-online-welten-teil-1-die-vz-netzwerke-130564/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2013 15:55:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Vergessene Online- Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[Social Media und Online-Plattformen&#8230; da denkt jeder an Facebook, Twitter, Google +. Diese Namen gehören heute zum Internet wie die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sommerreihe1.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130567" alt="Sommerreihe1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sommerreihe1.png" width="640" height="412" /></a>Social Media und Online-Plattformen&#8230; da denkt jeder an Facebook, Twitter, Google +. Diese Namen gehören heute zum Internet wie die Predigt in die Kirche. Doch es gab tatsächlich mal eine Zeit, in der von Facebook (noch) keine Rede war, es andere digitale Treffpunkte gab, um miteinander zu kommunizieren und in Verbindung zu bleiben. Viele sind in Vergessenheit geraten. Dabei waren sie in ihren Glanzzeiten das zweite Zuhause für ihre Mitglieder. Für einige kam irgendwann das jähe Ende, andere dümpeln bis heute vor sich hin und wieder andere wagen ein Comeback. Für unsere Sommerreihe haben wir in die Mottenkiste der sozialen Medien geschaut und ein paar Schätze ausgegraben. Den Anfang machen die VZ-Netzwerke SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ.</p>
<p class="MsoNormal">Es ist gerade ein paar Monate her, da flimmerte die Meldung über die Bildschirme, dass SchülerVZ – einer dieser frühen Angebote aus dem Social-Media-Bereich &#8211; offline geht. Anlass, sich zu erinnern, wie die große Mehrheit sich bis vor wenigen Jahren online austauschte.</p>
<h3>Wie es wurde, was es war</h3>
<p>„Zutritt nur von 10 bis 21 Jahren!“ &#8211; was vor einer Diskothek oder einem Kino für Verwunderung sorgen würde, war beim sozialen Netzwerk SchülerVZ Programm. Die Plattform war, wie der Name leicht verrät, ausschließlich für Schüler konzipiert, Erwachsene konnten sich erst gar nicht registrieren. Profile von Personen, die älter als 21 Jahre alt waren, wurden gelöscht.<br />
Das Anfang 2007 als Schulableger für das 2005 von dem Volkswissenschaftler Ehssan Dariani und dem Informatiker Dennis Bemmann gegründete Studentenportal StudiVZ gestartete Netzwerk legte einen rasanten Start hin. Insgesamt tummelten sich bis zu fünf Millionen Nutzer auf dem virtuellen Pausenhof; das entspricht etwa 70 Prozent der gesamten deutschsprachigen Schülerschaft in der genannten Altersklasse! Finanziert wurden die dahinter stehenden Server mit derart großem Speicherplatz durch Werbung und den Verkauf von Merchandising-Artikeln.<br />
Anders als bei den meisten sozialen Netzwerken war die Nutzungsweise nicht offen: Um beizutreten, musste man von einem bereits registrierten Schüler eingeladen werden, was dem Bekanntheits- und Verbreitungsgrad aber nicht schadete. Verbunden mit der Anmeldung war auch die Angabe der Schule, die man besuchte. Wenn dann der (heiß ersehnte?) Tag der Schulentlassung kam, bedeutete das aber mitnichten das Ende der eigenen Social-Media-Karriere. Weiter ging es auf <a href="http://www.studivz.net/Default" target="_blank" rel="noopener noreferrer">StudiVZ,</a> einem 2005 gegründeten Portal, das sich vor allem an Studenten richtete, oder auf dem seit 2008 bestehenden <a href="http://www.meinvz.net/Default" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MeinVZ</a> für jene, die sich gegen den akademischen Bildungsweg entschieden. Das Besondere hierbei: Die ehemaligen Klassenkameraden verloren sich dank der Verknüpfung von StudiVZ und MeinVZ nicht aus den Augen; die jeweiligen Profile waren miteinander kompatibel, die Nutzer konnten weiterhin direkt mit den Profilen des jeweils anderen Netzwerks kommunizieren.<br />
Verbunden waren und sind die VZ-Netzwerke aber vor allem durch den identischen Aufbau: Auf SchülerVZ konnten sich die Pennäler als Schüler ihrer Schule eintragen, StudiVZ enthielt eine Liste mit allen Universitäten, auf MeinVZ diente die Ortsangabe als Referenz. So war auf den ersten Blick ersichtlich, wer wo zur Schule geht, wen es nach dem Abschluss in ferne Universitätsstädte verschlug und wer am Heimatort blieb. StudiVZ zählte zu Spitzenzeiten 16 Millionen Nutzer, damit gehörte es zu den bis heute erfolgreichsten deutschen Online-Medien. MeinVZ kommt bis heute auf insgesamt etwa 32 Millionen Mitglieder, davon jedoch viele, die als Nicht-Studenten oder nach dem Uniabschluss von StudiVZ in MeinVZ wechselten.<br />
Ausgestattet waren und sind die VZ-Projekte mit den gängigen Funktionen sozialer Netzwerke: Fotoalben, Chat, ein eigenes Profil, eine Pinnwand – die Grundstruktur hat sich wenig verändert, auch die heute erfolgreichen sozialen Netzwerke besitzen diese Funktionen als integralen Bestandteil. Eine VZ-Besonderheit ist das Anzeigen von Gruppen: Auf der eigenen Profilseite ist die Zugehörigkeit zu den verschiedensten Gruppen, denen Nutzer beitreten konnten, für jedermann sichtbar. Dies waren etwa Fan-Zusammenschlüsse, Interessengemeinschaften oder auch einfach nur spaßig gemeinte „coole Sprüche“, die als Name für eine Gruppe herhielten. Die Gruppen-Funktion spielt dabei eine zentrale Rolle für das Erscheinungsbild der Nutzerprofile. Die wohl berühmteste Funktion der VZ-Netzwerke aber ist das sogenannte „Gruscheln“, ein Kunstwort, dessen Bedeutung häufig mit einer Kombination aus „grüßen“ und „kuscheln“ gleichgesetzt wurde. Um einem anderen VZ-Mitglied Zuneigung auszudrücken, wurde es „gegruschelt“. Weiteres Alleinstellungsmerkmal: Alle VZ-Netzwerke waren von Anfang an auf den deutschen Sprachraum beschränkt.<br />
All dies und natürlich die großen Nutzerzahlen lockten Investoren und Interessenten. 2007 kaufte die Holtzbrinck-Mediengruppe die VZ-Netzwerke für sage und schreibe 85 Millionen Euro.</p>
<h3>Aus der Traum</h3>
<p>Mit den Jahren erlag die VZ-Gemeinschaft dem gleichen Schicksal wie so viele andere soziale Netzwerke: Etliche Nutzer kehrten ihren Profilen den Rücken. Diejenigen, die blieben, kamen immer seltener, Inaktivität stellte sich auf den Plattformen ein. Die heute weltweit vernetzte Jugend wanderte zunehmend zur blau-weißen und vor allem international ausgerichteten Übermacht Facebook ab. Das verhinderten weder der Betreiberwechsel von der Holtzbrinck-Gruppe zu dem Investor Adam Levin (die Verkaufssumme wurde geheim gehalten) noch intensive Veränderungen an Aufmachung und Funktionen der Seiten. Zuletzt zählte SchülerVZ gerade noch 200.000 weitgehend inaktive Mitglieder, ein Viertel der Zahlen verglichen mit den Hochzeiten. Einer Umfrage zufolge hatte Facebook die VZ-Netzwerke bereits im Frühjahr 2011 überholt, Aktivität und Verweildauer schnellten damals bei Facebook in die Höhe, bei Schüler-, Studi- und MeinVZ war immer weniger los.</p>
<h3>Geht da noch was?</h3>
<p>„Wir machen&#8217;s kurz: Es ist vorbei“ prangt es auf der Seite von SchülerVZ. Am 30. April 2013 fiel der Vorhang, SchülerVZ ging vom Netz und löschte alle noch existenten Profile.<br />
StudiVZ und MeinVZ existieren noch. Die nach wie vor relativ hohen Mitgliederzahlen können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass nur noch sehr wenige aktive Nutzer der beiden verbliebenen VZ-Gemeinschaften aktiv sind. Ein Besuch auf dem eigenen verstaubten Profil mutet an wie eine Reise in die Vergangenheit. Mit hoher Wahrscheinlichkeit stellt man dort fest, dass die letzten Nachrichten und Einträge von 2010 oder 2011 stammen. Und auch die Zukunft der beiden verbliebenen VZs dürfte wenig rosig aussehen. Noch ist unklar, ob sich die beiden verbliebenen VZ-Netzwerke  halten können oder ob sie, wie erste <a href="http://www.turi2.de/2013/04/09/heute2-schuelervz-schliesst-ende-april-15734958/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gerüchte verlauten</a> ließen, SchülerVZ ins Off folgen. Eine weitere Möglichkeit wäre die Vereinigung der Netzwerke unter dem VZ-Fotodienst <a href="http://bildervz.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BilderVZ</a>.<br />
&nbsp;<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/lifesagamble/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jane</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-SA 2.0</a>)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Veränderungen der politischen Kommunikation – Teil II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Sep 2012 13:58:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Citizens]]></category>
		<category><![CDATA[Massenmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[online-Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Vowe]]></category>
		<category><![CDATA[Forschergruppe Politische Kommunikation in der Online-Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[„Man kann Wahlen nicht durch das Internet gewinnen, aber man kann sie durch das Internet verlieren“. Diese These vertritt Professor [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/veraenderungen-der-politischen-kommunikation-teil-ii/change/" rel="attachment wp-att-120787"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-120787" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Change-630x472.jpg" alt="" width="630" height="472" /></a>„Man kann Wahlen nicht durch das Internet gewinnen, aber man kann sie durch das Internet verlieren“. Diese These vertritt Professor Gerhard Vowe von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Im zweiten Teil des Interviews mit dem Kommunikationswissenschaftler geht es um die Wirkung des Internets auf die Politik, den Wandel der Massenmedien und den Trend für die Bundestagswahl 2013.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Herr Prof. Vowe, am Beispiel USA sieht man, welche Wirkung das Internet auf die Politik haben bzw. inwieweit die Politik zum Beispiel über soziale Netzwerke erfolgreich einen Wahlkampf führen kann. Wie hat sich die politische Kommunikation generell in den letzten Jahren entwickelt? Sind auch eindeutige Tendenzen für Deutschland erkennbar?</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/veraenderungen-der-politischen-kommunikation-teil-1/prof-vowe-2/" rel="attachment wp-att-120636"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-120636" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Prof-Vowe1-e1346318179820.jpg" alt="" width="162" height="200" /></a><strong>Gerhard Vowe:</strong> Generell verändert sich die politische Kommunikation vor allem dadurch, dass die traditionellen Grenzen zwischen Massenkommunikation, Gruppenkommunikation, interpersonaler Kommunikation und Computerkommunikation verschwimmen. Früher war das alles scharf getrennt. Heute haben sich große Überschneidungsflächen herausgebildet, die öffentliche Kommunikation prägen. Am anschaulichsten wird das an einem Smartphone. Ich lese einen Artikel auf Spiegel-Online, gebe ihn mit einem Kommentar von mir meinem Facebook-Freundeskreis bekannt, bekomme dann eine wütende Reaktion von jemanden, die ich beantworte, nachdem ich einige Fakten in einer wissenschaftlichen Datenbank recherchiert habe. Und das alles ohne Medienbruch und mit ganz niedrigen Schwellen!</p>
<p>Diese Veränderungen betreffen selbstverständlich nicht nur die politische, sondern auch die ökonomische und die wissenschaftliche und weitere Kommunikation. Sie stellt öffentliche Kommunikation auf eine völlig neue Basis. Darauf müssen alle reagieren, auch die traditionellen Massenmedien.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Sie befassen sich in Düsseldorf insbesondere mit dem Thema Online-Medien. Auch soziale Netzwerke, wie YouTube, Facebook &amp; Co gewinnen dabei immer mehr an Bedeutung, zum Beispiel war YouTube Informationslieferant für ausländische Medien während des arabischen Frühlings. Welche Entwicklungen beobachten Sie?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Wir erleben derzeit, wie die Leitfunktion im Medienbereich in den Online-Bereich wandert. Die Online-Medien – von Nachrichtenseiten bis zu den sozialen Netzwerken – geben mittlerweile den Ton und den Takt an. Dies hat Auswirkungen auf die klassischen Medien: Auch die Tageszeitung wird hektischer, auch das Fernsehen wird hypertextueller. In einer Online-Welt verstärkt sich der Faktor der Kommunikation mit anderen medial vermittelt über soziale Netzwerke. Von daher werden die klassischen Massenmedien und auch ihre Netzableger an Bedeutung verlieren. Das bedeutet nicht, dass sie ohne Bedeutung sind; dies zeigt sich konkret daran, dass z.B. in Videoplattformen ein Großteil der politisch bedeutsamen Clips aus Schnipsel aus den klassischen Massenmedien beruht.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Könnten Online-Medien wie soziale Netzwerke klassische Massenmedien wie Zeitung und Fernsehen irgendwann ablösen?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Die traditionellen Medienanbieter müssen doppelt fahren: Ökonomisch und publizistisch sind die klassischen Angebote nach wie vor von großer Bedeutung. Denken Sie an die Reichweite der großen TV-Vollprogramme oder an die Auflagen der großen Zeitungen – nicht zuletzt der BILD-Zeitung. Und nach wie vor werden hier Themen gesetzt und Meinungen beeinflusst. Aber ein großer Teil des Geschäfts und des publizistischen Einflusses wandert ins Netz und evtl. dann zu anderen Anbietern. Auch hier gilt es also, ein Zugleich von Flexibilität und Stabilität zu sichern, wie es ja z.B. zum Ausdruck kommt in einer Dachmarke wie „Spiegel“ oder „Tagesschau“, die dann sowohl im klassischen Medienbereich präsent ist wie auch (mit Namenszusätzen) im Online-Bereich. Dies ist in vielen Fällen durchaus von Erfolg gekrönt, selbst wenn sich dies über lange Strecken nicht rechnet und hier viel Lehrgeld bezahlt werden muss. Aber noch werfen die klassischen Angebote genug ab, um auch einige Experimente im Online-Bereich wagen zu können.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Immer mehr Politiker richten sich Twitter- und Facebook-Accounts ein. Könnte dieser Trend hinsichtlich der Bundestagswahl 2013 explodieren oder ist damit  nicht zu rechnen? Was halten Sie davon, wie soziale Medien in der politischen Kommunikation in Deutschland eingesetzt werden?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Man kann Wahlen nicht durch das Internet gewinnen, aber man kann sie durch das Internet verlieren. Es geht darum, im Netz präsent zu sein und da die zwei bis drei Prozent zu erreichen, die am Ende eventuell die entscheidenden Prozent sind, um in den Bundestag zu kommen oder um an der Regierung beteiligt zu werden. Das ist das Zünglein an der Waage. Natürlich kriegt man durch das Netz nicht die Reichweiten, die erforderlich sind, um allgemein und nachdrücklich seine Botschaften zu verbreiten. Aber wenn man im Netz nicht präsent ist, bekommt man bestimmte Wählergruppen gar nicht mehr zu fassen, die man fast nur noch über soziale Netzwerke erreicht. Wenn eine Partei oder ein Politiker im virtuellen Raum nicht greifbar ist, dann ist das so, als wenn man in ganzen Städten nicht plakatiert hätte. Dann fragen sich alle: Was ist denn mit denen los?</p>
<p>Hinzu kommt: Von einer professionellen Netzpräsenz geht das Signal von Dynamik und Modernität aus – das strahlt auch auf den ganzen Wahlkampf aus. Das alles wissen die Parteien und deshalb ist mit einer weiteren Verstärkung des Online-Wahlkampfs 2013 zu rechnen. Auch weil jetzt alle in den USA sind und den dortigen (Online-)Wahlkampf studieren.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Info:</strong> Dr. Gerhard Vowe ist Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit der Gründung 2011 ist er außerdem Sprecher der Forschergruppe „Politische Kommunikation in der Online-Welt“.<br />
Innerhalb der Forschergruppe betreut er mit Dr. Marco Dohle die Projektgruppe <strong>„Ursachen und Konsequenzen der Wahrnehmung politischer Einflüsse von Online-Medien“</strong></div></div><strong>politik-digital.de:</strong> Inwieweit sehen Sie Chancen für die etablierten Parteien, mithilfe des Internets ihre interne Kommunikation zu organisieren, also das Verhältnis von Spitze und Basis anders zu gestalten?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Auch Parteimitglieder haben sich stark geändert. Die Erwartungen an die organisationsinterne Kommunikation sind hoch gesteckt. Mitglieder wollen gefragt und gehört werden, sie wollen mit-entscheiden, mit-gestalten. Interne Gruppen wollen sich schnell und ohne großen Aufwand abstimmen und innerhalb der Partei Unterstützer mobilisieren. Und Sympathisanten müssen bei der Stange gehalten werden. Für alles das bietet das Internet enorm leistungsfähige Möglichkeiten. Die Piratenpartei hat mit Liquid Feedback Zeichen gesetzt, da müssen die anderen mithalten. Und dann findet man eben auch bei SPD-Versammlungen eine Twitter-Wall, auf der die Anwesenden ihrem Unmut Luft machen. Auch hier wird viel geklingelt und zum Fenster raus gepredigt, aber auch dadurch verschieben sich die Erwartungen.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Es wird viel diskutiert über die Sinnhaftigkeit von politischen Online-Formaten. Dabei soll gerade die Jugend damit für politische Inhalte begeistert werden. Aber kann man über das Netz Jugendliche wirklich für Politik begeistern? Wen kann man überhaupt erreichen? Und wen nicht?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Die Möglichkeiten, über das Internet politisches Interesse zu wecken, sind sehr begrenzt. Denn das Internet ist ja noch viel mehr als andere Medien auf die Eigenaktivität der Nutzer ausgerichtet. Da entscheidet jeder sehr viel mehr selbst, was er macht und was er nicht macht mit dem jeweiligen Medienangebot. Das politische Interesse spielt also eine entscheidende Rolle dabei, ob jemand politische Inhalte im Netz nutzt. Und politisches Interesse ist bei einem großen Teil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbstverständlich vorhanden. Das hängt eng mit der Bildung zusammen und je höhere Bildungsabschlüsse die Leute haben, desto größer wird auch das politische Interesse. Vielleicht nicht Interesse an der Politik der Parteien und Verbände – aber Interesse an bestimmten politischen Themen und an politischen Entscheidungen. Dabei zeigen sich in Befragungen deutliche Unterschiede.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Wen kann man überhaupt erreichen? Und wen nicht?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Wir finden eine gut erkennbare Gruppe von etwa 15 Prozent der Bevölkerung, die Digital Citizens. Die haben in ihrer politischen Kommunikation ein markant anderes Nutzungsmuster entwickelt: Sie wickeln ihre gesamte politische Information, Diskussion und Partizipation über das Netz ab. Das sind im Wesentlichen jüngere Jahrgänge, und sie haben ein bestimmtes Muster an Einstellungen: Sie sind parteipolitisch ungebunden, sie haben keine traditionelle Orientierung. Sie entscheiden sich flüchtiger, sie entscheiden sich von Wahl zu Wahl. Sie sind politisch interessiert und sie sind davon überzeugt, dass sie mit ihrer politischen Aktivität etwas erreichen.</p>
<p><em><strong><a href="http://politik-digital.de/veraenderungen-der-politischen-kommunikation-teil-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier geht es zum ersten Teil des Interviews.</a></strong></em></p>
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		<title>Veränderungen der politischen Kommunikation &#8211; Teil I</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Aug 2012 08:37:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Forschergruppe Politische Kommunikation in der Online-Welt]]></category>
		<category><![CDATA[politische Komunnikation]]></category>
		<category><![CDATA[politischer Wandel]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Politik erfährt einen enormen Wandel in der digitalisierten Gesellschaft, der für Politiker und Kampagnenmacher Chancen aber auch Risiken birgt. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/veraenderungen-der-politischen-kommunikation-teil-1/be-part-of-it/" rel="attachment wp-att-120610"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-120610" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/be-part-of-it-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a><br />
Die Politik erfährt einen enormen Wandel in der digitalisierten Gesellschaft, der für Politiker und Kampagnenmacher Chancen aber auch Risiken birgt. Gemeinsam mit Gerhard Vowe von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat politik-digital.de die Frage erörtert, wie das Internet die politische Kommunikation verändert hat. Im ersten Teil des Interview geht es um die Forschergruppe&#8221;Politische Kommunikation in der Online-Welt&#8221;, die Professor Vowe mit initiiert hat.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Herr Prof. Vowe, welche Themen stehen im Fokus Ihrer Arbeit?</p>
<p><strong><a href="http://politik-digital.de/veraenderungen-der-politischen-kommunikation-teil-1/prof-vowe-2/" rel="attachment wp-att-120636"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-120636" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Prof-Vowe1-e1346318179820.jpg" width="162" height="200" /></a></strong></p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Unser Interesse gilt dem Wandel der politischen Kommunikation – getrieben vom Medienwandel und mit der Folge politischen Wandels. Dieser Wandel äußert sich zum Beispiel darin, dass sich das politische Weltbild von Jugendlichen verändert weil sie ganz andere Informationsquellen nutzen. Oder dass sogenannte Public Interest Groups, z.B. im Ernährungsbereich, die Online-Medien als Sprungbrett in die etablierten Medien nutzen, um dort ihre Themen zu setzen.</p>
<p>Dahinter steht die Frage für uns, was denn das Gemeinsame an den vielen einzelnen Phänomenen ist – wer treibt hier wen? Welche Rolle haben technische Innovationen, welche der sozio-kulturelle Wandel, welchen Gestaltungsspielraum haben politische Organisationen? Um diese Frage zu beantworten, überprüfen wir, in welchem Maße sich etablierte kommunikationswissenschaftliche Ansätze unter den Bedingungen der Online-Welt bewähren.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Die Forschergruppe beschäftigt sich u.a. mit der öffentlichen Kommunikation zwischen Bürgern, politischen Organisationen und (Online-)Medien. Was hat sich hier in den letzten Jahren verändert? Können Sie Beispiele nennen?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Wir erleben es ja am eigenen Leibe! Gerade die öffentliche politische Kommunikation hat sich zusehends beschleunigt in letzter Zeit: die Themen, die Positionen, die Bewertungen – alles das wechselt in viel schnellerer Folge als früher. Die öffentliche politische Kommunikation ist viel pluraler geworden. Die Rolle von Gatekeepern und Meinungsführern ist geschwächt worden. Es sind sehr viel mehr unterschiedliche Stimmen zu hören. Die öffentliche politische Kommunikation ist aber nicht nur pluraler, sondern auch komplexer geworden.Man sieht sich bei einem politischen Problem wesentlich mehr Aspekten gegenüber, die man zu einem Gesamtbild zusammensetzen muss. Nehmen sie die Eurokrise: Wie schnell wechselt hier der Fokus, wie viele unterschiedliche Akteure äußern sich mehr oder weniger lautstark, mit wie vielen Aspekten werden wir konfrontiert? Diese Veränderungen sind zu einem guten Teil auf die Durchsetzung von Online-Medien zurückzuführen – am deutlichsten bei der Beschleunigung. Und dabei sind die Potenziale, die der Medienwandel in sich birgt, bislang bei Weitem nicht ausgeschöpft.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Ende Mai hat Ihre Forschungsgruppe die <a href="http://politik-digital.de/online-kommunikation-veraendert-die-politische-einstellung/">ICA-Preconference „Political Communication in the Online World&#8221;</a> in Phoenix, Arizona initiiert. Über 50 internationale Forscher diskutierten über die Veränderungen der politischen Kommunikation durch Online-Medien. Welche Erkenntnisse oder Ergebnisse hat der Dialog gebracht? Gibt es nationale Unterschiede?</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Info:</strong> Die Forschergruppe <a title="zur Homepage der Forschergruppe" href="http://www.fgpk.de/">&#8220;Politische Kommunikation in der Online-Welt&#8221;</a> ist im April 2011 entstanden. Seitdem erforschen zehn Kommunikationswissenschaftler aus Deutschland und der Schweiz in sieben Teilprojekten die Grundlagen der politischen Kommunikation in der Online-Welt.<br />
Finanziert wird die Forschergruppe von der <strong>Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)</strong>. Die Federführung hat Gerhard Vowe von der Universität Düsseldorf. Das Projekt untersucht die Veränderungen der politischen Kommunikation durch das Internet aus mehreren Perspektiven und bringt diese zusammen.</div></div>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Auch bei einer globalen Medieninfrastruktur, wie sie das Internet bereitstellt, bilden sich nationale Unterschiede heraus, die stark geprägt sind von der jeweiligen politischen Kultur. So war es durchaus erstaunlich, in welchem Maße die US-Amerikaner von der Sorge bestimmt sind, dass die Gesellschaft zerfällt in feindliche Lager, die einander unversöhnlich gegenüberstehen und zwischen denen keine gemeinsame Normen vermitteln („incivilities“). Dies wird zu einem großen Teil auf die Medien und gerade auch auf die Online-Medien zurückgeführt. Interessant ist auch, in welchem Maße mit herkömmlichen Theorien zu Kommunikation und Medien gebrochen wird; und interessant ist zum dritten, welche methodischen Innovationen sich andeuten, insbesondere durch die Nutzung der durch das Internet produzierten Daten (z.B. <a title="Wikipedia Logdateianalyse" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Logdateianalyse">Logfile-Analysen</a>).</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Und zum Abschluss: Woran arbeiten Sie aktuell? Welche Themen bzw. Projekte stehen als nächste an?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Gegenwärtig treiben mich drei Fragen um. Die erste Frage zielt auf den Forschungsverbund selbst: Wie können der notwendige Freiraum für die einzelnen Teilprojekte und das erforderliche Maß an Koordination vernünftig ausbalanciert werden? Die zweite Frage zielt auf das Teilprojekt, das ich mit Marco Dohle zusammen durchführe: Welche Folgen haben denn eigentlich die unterschiedlichen Einschätzungen dazu, welcher politischer Einfluss den Online-Medien zuzuschreiben ist? Verändert eine solche Einschätzung überhaupt das Verhalten, z.B. von Politikern oder von Bürgern? Und die dritte Frage ist die ganz generelle Frage, wie sich die verschiedenen Mosaiksteinchen zu einem theoretischen Gesamtbild zusammensetzen lassen. Welche Art von Theorie ist also geeignet, die Veränderungen der politischen Kommunikation hinreichend zu erfassen, plausibel zu erklären und vielleicht sogar in einem gewissen Maße vorauszusagen?</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/veraenderungen-der-politischen-kommunikation-teil-ii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em><strong>Hier geht es zum zweiten Teil des Interviews.</strong></em></a></p>
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		<title>Online-Kommunikation verändert die politische Einstellung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Natalie Völker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 May 2012 13:51:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[online-Kommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[Politik in der digitalen Gesellschaft ist ein heißes Pflaster: Nicht zuletzt der arabische Frühling und der Aufstieg der Piratenpartei sind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Politik in der digitalen Gesellschaft ist ein heißes Pflaster: Nicht zuletzt der arabische Frühling und der Aufstieg der Piratenpartei sind Beispiele für den grundlegenden Wandel, der sich durch die Verbreitung von Online-Kanälen in der politischen Kommunikation vollzieht. Eine Konferenz in Arizona beschäftigte sich mit diesen Phänomenen und den Folgen des Wandels.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">„Online-Forschung ist wie Schießen auf ein bewegliches Ziel“, leitete Hajo Boomgarden von der Universität Amsterdam seinen Vortrag auf der ICA-Preconference „Political Communication in the Online World” ein. Die Konferenz war Teil des <a href="http://www.icahdq.org/conf/2012/preconferences.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorprogramms</a> der <a href="http://www.icavirtual.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jahrestagung der International Communication Association (ICA)</a>, die bis zum 28. Mai 2012 in Phoenix stattfand. Unter der sengenden Sonne Arizonas lieferten sich bei bis zu 38 Grad über 50 internationale Online-Forscher spannende Diskussionen zu den Fragen: Wie verändert sich die politische Kommunikation durch Online-Medien? Und welche politischen Folgen hat dies?<strong></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Macht es einen Unterschied, ob sich junge Wähler auf YouTube statt in den TV-Nachrichten über Politik informieren? – Ja, sagen Hans-Bernd Brosius und Till Keyling von der LMU München, denn die Entstehung der Themen-Agenda auf YouTube folgt anderen Regeln: Es gibt hier keinen Journalisten, der als „Gatekeeper“ fungiert. Stattdessen formen Nutzerverhalten und Metadaten, z. B. die Anzahl von Views, die individuellen Suchergebnisse. David Tewksbury von der Universität Illinois sieht diese Machtverschiebung bei der Themensetzung ambivalent: So berge sie zwar Chancen für mehr Bürgerbeteiligung, da sie das mediale Informationsmonopol aufweiche. Sie trage aber auch zu einer zunehmenden <em>Segmentierung</em> (Ausdifferenzierung von Nutzergruppen und Inhalten), <em>Fragmentierung</em> (Herausbildung unterschiedlicher, in sich homogener Nutzergruppen) und <em>Polarisierung</em> (Isolierung dieser Nutzergruppen voneinander) bei. Tewksbury betonte, dass die Varianz zwischen Nutzergruppen für die politische Kommunikation unproblematisch sei, solange es gemeinsame Referenzpunkte gebe. Die drastische Form der Fragmentierung, die Polarisierung, führe jedoch dazu, dass interessenspezifische <strong>Echo Chambers</strong> entstünden. In diesen Online-Resonanzräumen kann der Nutzer Informationen ausblenden, mit denen er sich nicht konfrontieren möchte.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/online-kommunikation-veraendert-die-politische-einstellung/arizona-conference/" rel="attachment wp-att-117125"><img decoding="async" class="alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/arizona-conference-630x389.jpg" alt="" width="340" height="210" /></a>Doch hat die Nutzung von Online-Medien tatsächlich Auswirkungen auf das politische Wissen, die Einstellungen und das Engagement von Bürgern? Martin Emmer, Kommunikationswissenschaftler an der FU Berlin, zeigte auf, dass trotz  des neuen Politikverständnisses wie es etwa die Piratenpartei vertritt, nur wenige Personen online politisch aktiv sind. Bei seiner Analyse der Zusammenhänge zwischen politischer Kommunikation, Partizipation und Einstellungen zeigte sich, dass die Online-Kommunikation die politische Einstellung der Befragten verändert. Auch Hajo Boomgarden stellte auf gesamtgesellschaftlicher Ebene moderate Effekte der politischen Online-Kommunikation fest. Sobald sie zur Gewohnheit wird, könnten positive Spiraleffekte entstehen. Diese lassen sich nach der Politikwissenschaftlerin Pippa Norris von der Harvard University als <strong>Virtuous Circles, </strong>also Tugendkreise, bezeichnen.</p>
<p style="text-align: left;">Was charakterisiert nun die politische Kommunikation in der Online-Welt? Dietram Scheufele von der University of Wisconsin-Madison wies in seinem Statement auf die wachsende Bedeutung der <strong>Social Contextualization</strong> hin. Der soziale Zusammenhang, in dem die politische Information präsentiert werde, sei inzwischen wichtiger als die Information selbst. Dadurch entstehe eine vollkommen neue Mediennutzungssituation, in der dem Publikum eine aktive Rolle zukomme. Kampagnen wie KONY 2012 zeigten, dass politische Online-Kommunikation einerseits starken Steuerungsmechanismen unterliege, die Nutzer andererseits eine sehr mächtige Position einnehmen. Das bisherige Top-Down-Medienmodell müsse daher um eine Bottom-Up-Komponente ergänzt werden.</p>
<p style="text-align: left;">Welche Wege müssen beschritten werden, um fokussiert und effizient <strong>Big Data</strong>, also große Mengen von Online-Daten, zu analysieren? Michael Xenos (University of Wisconsin-Madison) referierte zu den Potenzialen einer softwaregestützten Analyse, bei der auf Basis menschlich generierter Datenbeispiele Algorithmen entwickelt werden. Die Qualität der menschlichen Voranalysen sei essenziell, um den Algorithmus richtig „anzulernen“. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, will die Kommunikationsforschung in Zukunft Erkenntnisse zur Mensch-Computer-Interaktion systematisch integrieren. Bruce Bimber (University of California) warnte jedoch davor, dem Rausch großer Datenmengen erliegen. Während Betrunkene bei Nacht zunächst unter einer Straßenlaterne nach einem verlorenen Geldstück suchten, dürfe die politische Kommunikationswissenschaft ihre zentralen Fragenstellungen keinesfalls aus den Augen verlieren, nur weil sie derzeit noch „im Dunkeln“ liegen.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Die Preconference geht auf die Initiative von Gerhard Vowe, Marco Dohle und Patrick Rössler zurück. Die Kommunikationswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der <a href="http://www.fgpk.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DFG-Forschungsgruppe &#8220;Politische Kommunikation in der Online-Welt&#8221;</a>, deren Sprecher Prof. Vowe (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) ist, gehen der Frage nach, wie sich die politische Kommunikation zwischen Bürgern, politischen Organisationen und Medien durch die allgegenwärtigen Online-Medien verändert. Daran schließt sich die Frage an, welche politischen Folgen dieser Wandel hat  – etwa für die Mobilisierungsfähigkeit politischer Gruppen oder für die Präferenzen von Wählerinnen und Wählern oder für das Tempo des Themenwechsels in der öffentlichen Diskussion.</em></p>
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		<title>CDU: Update für Union-Magazin</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Oct 2010 13:36:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gedruckt, im Web und als App: Im <a href="http://www.union-magazin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitgliedermagazin der Union</a> kann man nun auch online blättern. Webvideos, Kampagnenmaterial und eine Anbindung zu Twitter und Facebook ergänzen das Online-Angebot.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gedruckt, im Web und als App: Im <a href="http://www.union-magazin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitgliedermagazin der Union</a> kann man nun auch online blättern. Webvideos, Kampagnenmaterial und eine Anbindung zu Twitter und Facebook ergänzen das Online-Angebot.</p>
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Auf den Heftseiten mit großformatigen Fotos und Schlagzeilen navigiert der Leser mit Buttons zu den einzelnen Beiträgen, zu Kampagnenmaterial für die politische Arbeit vor Ort oder Hintergrundinformationen. Neu am E-Magazin ist ebenfalls, dass Artikel bei Facebook und Twitter gepostet werden können. Das Print-Abo gibt es weiterhin, auf die von cdu.tv produzierten Webvideos muss der Leser dann aber verzichten. Das Magazin gibt es auch als App für iPhone oder iPad sowie als barrierefreie Version.
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Unter Mitarbeit von <a href="/user/jreimann">Janek Reiman </a></p>
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