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	<title>Online-Protest &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Online-Protest &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Gegen Plastiktüten und Gesichtserkennung – Kreativer Protest heute</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gina Schad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2018 11:43:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Gesichtserkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Foodsharing-Schnibbelparty oder pinke „Pussy hats“ gegen Donald Trump – Protest ist oft bunt und kreativ. Durch das Netz und sein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/endstationartikel.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-154822 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/endstationartikel.jpg" alt="Mann mit Kameraverkleidung auf Demonstration" width="640" height="280" /></a><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/copyright-389901_1920_640_280.png"><br />
</a>Foodsharing-Schnibbelparty oder pinke „Pussy hats“ gegen Donald Trump – Protest ist oft bunt und kreativ. Durch das Netz und sein Mobilisierungspotenzial können Protestkampagnen heute mehr Menschen erreichen als noch zu Zeiten vor der Digitalisierung. So scheint die Kreativität zuzunehmen und die Aussicht, dass sich einprägsame Bilder über das Netz verbreiten, dabei als Ansporn zu dienen.</p>
<p>Protestaktionen und -kampagnen haben heute durch vielfältige Wege der digitalen Verbreitung eine große Reichweite. Wir untersuchen kreative, öffentlichkeitswirksame Protestaktionen und speziell die Rekursivität von Online- und Offline-Elementen von kreativem Protest. Beispielhaft dafür stellen wir eine Protestkampagne gegen übermäßigen Plastikkonsum und eine aktuelle Protestaktion gegen Überwachung und zum Schutz der Privatheit vor.</p>
<p>Das erste Beispiel beschäftigt sich mit der Online-Petition „Umweltabgabe auf Plastiktüten!“ von Stefanie, mit ihrem Blog, auf dem sie Upcycling-Praktiken vorstellt und mit ihren weiteren (‚offline‘) Aktivitäten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH). An Stefanies Engagement lässt sich sowohl die Rekursivität von Online- und Offline-Protestpraktiken, als auch die Rolle von Kreativität für Protest anschaulich darstellen.</p>
<h3>Umweltschutz durch Online-Petitionen und Social Media</h3>
<p>Im Sommer 2013 organisierte Stefanie sogenannte Upcycling-Workshops im Berliner Prinzessinnengarten. Beim Upcycling werden aus vermeintlichem Müll Gebrauchs- oder Dekorationsgegenstände hergestellt, die dem Material einen neuen Sinn zuschreiben. Ein Jahr später, im Sommer 2014, veranstalteten Stefanie und die DUH dann sogenannte Tütentausch-Tage in der Berliner Innenstadt. Hier konnten Passanten an einem Straßenstand ihre benutzten Plastiktüten gegen Mehrweg-Stofftaschen umtauschen. Ziel der Aktion war es, Menschen auf die enorme Verschwendung von Plastiktüten aufmerksam zu machen und zum Wechsel auf Stofftaschen anzuregen. Die bei der Aktion gesammelten Tüten wurden im September 2014 dann weiterverwertet. Beim Umweltfestival „Berlin tüt was!“ auf dem Tempelhofer Feld haben mehr als 3.000 TeilnehmerInnen die 30.000 Plastiktüten zu einer langen Plastiktüten-Kette verknotet und damit einen neuen Weltrekord erstellt, sowie ein Zeichen gegen die übermäßige Plastik-Verschmutzung gesetzt.</p>
<p>Während der Tütentausch-Tage lernte Stefanie wiederum die DUH-Mitarbeiterin Julia kennen und es entstand ‚offline‘ die Idee für eine gemeinsame Online-Petition. Gemeinsam wurden Text und Forderungen formuliert und die Petition ging auf der Webseite Change.org an den Start. Mit „Umweltabgabe auf Plastiktüten!“ forderten Stefanie und die DUH eine Abgabe von 22 Cent pro Tüte und richteten ihre Petition an das Bundesumweltministerium. Schon nach nur fünf Tagen konnten mehr als 80.000 elektronische Unterschriften verzeichnet werden, einige Zeit später fand eine offizielle Übergabe mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Florian Pronold statt und Stefanie und die DUH erhielten zahlreiche Interview-Anfragen und öffentliches Interesse für das Thema.</p>
<p>Stefanie selbst bewarb die Online-Petition unter anderem auf Facebook und Twitter, rief unter dem Hashtag #ichtragjute dazu auf, auf Facebook ein Profilbild hochzuladen, auf dem man eine Stofftasche als T-Shirt trägt und dokumentierte die verschiedenen Entwicklungsschritte der Petition in Blogeinträgen auf Change.org. Auch für das Umweltfestival auf dem Tempelhofer Feld mobilisierte Stefanie auf der Website der Online-Petition. Dort rief sie zur Teilnahme an der Aktion und zur Spende an die DUH auf. Stefanie nutzte hier das schon bestehende Netzwerk der Petitions-UnterzeichnerInnen für die Mobilisierung für eine weitere (offline) Aktion.</p>
<p>Auf ihrem privaten Blog <a href="www.creative-green-life.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.creative-green-life.com</a> stellt Stefanie Upcycling-Praktiken vor, gibt Anleitungen zum Nachbasteln und veröffentlicht Fotos der Objekte. Sie hält hier ihre Ideen fest, wie man aus vermeintlichem Müll sinnvolle Gegenstände kreieren kann (offline), präsentiert dies einer online Community und möchte damit Inspiration für (offline) Veränderung im Leben anderer sein. Über Twitter und ihren Blog hat sie außerdem nach einem Café in Berlin gesucht, das ihre Gegenstände ausstellt.</p>
<p>Die verschiedenen Protestaktionen rund um das Thema Vermeidung von Plastikmüll machen deutlich, wie Online- und Offline-Elemente sich gegenseitig bereichern können. Offline kann eine gute Idee für eine Online-Aktion entstehen, Online-Kanäle können wiederum bei der Mobilisierung für eine Offline-Aktion hilfreich sein und durch Online-Petitionen kann Protest auch nahezu komplett online stattfinden (wobei eine offline-Übergabe der Unterschriften auch hier wieder weitere Aufmerksamkeit generiert, da damit häufig auch massenmediale Kanäle angesprochen werden können). Dass Protest gegen Plastiktüten kreativ sein kann, zeigt sich besonders, wenn Menschen dazu aufgerufen werden, sich in einer Stofftasche als T-Shirt einzukleiden und davon ein Foto zu schießen oder 30.000 Plastiktüten aneinander zu ketten, um einen neuen Weltrekord aufzustellen.</p>
<h3>Mit Schminke gegen Gesichtserkennung</h3>
<p>Kreativ ist der Protest auch bei unserem zweiten Beispiel, bei dem es um eine Aktion gegen Überwachung im öffentlichen Raum geht. An diesem Beispiel lässt sich sowohl die Rolle von Kreativität für Protest anschaulich darstellen, als auch deutlich machen, dass Offline-Protest-Praktiken selbst dann, wenn sie sich gegen Überwachung mittels digitalisierter Techniken richten, nicht der Vergangenheit angehören. Das Pilotprojekt „Sicherheitsbahnhof Südkreuz“ wurde vom Bundesministerium des Inneren, dem Bundeskriminalamt, der Bundespolizei und der Deutschen Bahn ins Leben gerufen. Konkret ging es darum, die Gesichter jener Personen, die in den gekennzeichneten Testbereichen im Berliner Bahnhof Südkreuz aufgenommen werden, mit einer für das Projekt erstellten Datenbank abzugleichen. Der damalige <a href="https://www.bmi.bun-%20d.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2017/08/gesichtserkennungstechnik-bahnhof- suedkreuz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesinnenminister Thomas de Maiziere</a> sagte dazu:</p>
<p>„Durch den Einsatz intelligenter Gesichtserkennungssysteme können zukünftig wesentlich bessere Ergebnisse für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger erzielt werden. Deshalb freut es mich sehr, dass wir am Bahnhof Südkreuz jetzt unter realen Bedingungen testen, was auf der Grundlage der heute vorhandenen Technik möglich ist.“</p>
<p>Das Aktionsbündnis <a href="https://endstation.jetzt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Endstation“</a> engagiert sich gegen den Ausbau von Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Gegen die Überwachungsmaßnahmen am Berliner Bahnhof Südkreuz hat das Bündnis daher einen Protest-Aktionstag gestartet, den die AktivistInnen als &#8220;Aktionstag gegen den &#8216;Verunsicherungsbahnhof&#8217; Südkreuz“ bezeichnet haben. Das Ziel dieser Aktion: ein kreativer Protest rund um das Pilotprojekt zur intelligenten Videoüberwachung, der sich deutlich gegen die Gesichtserkennung und einen Datenbankabgleich richtet.</p>
<p>An diesem Aktionstag beteiligten sich auch andere Gruppen, wie zum Beispiel der Verein Digitalcourage e.V., die Studierendengruppe „Digitale Freiheit“ sowie die Initiative #wastun. Der Verein Digitalcourage fordert auf seiner Seite <a href="http://Digitalcourage.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalcourage.de</a>: „Schluss mit der Lüge, Überwachung würde Sicherheit herstellen.“ Nicht der Gesellschaft würde die Überwachung nutzen, sondern ausschließlich den Unternehmen, so der Verein.</p>
<p>Der Protest gegen die Gesichtserkennung am Bahnhof Südkreuz kann durchaus als Paradebeispiel für kreativen und bunten Protest beschrieben werden: Musik und eine Performance mit Schminken gegen Algorithmen zur Gesichtserkennung machten den Aktionstag zu einem regelrechten „analogen“ Event und zeigten gleichzeitig, dass Offline-Protest sich durchaus wirkungsvoll gegen den Einsatz digitaler (online) Techniken richten kann.</p>
<p>Auch in Zeiten von Online-Petitionen, Hacking und Whistleblowing gibt es ihn noch, den Offline-Widerstand. Zwar konnte das Pilotprojekt „Bahnhof Südkreuz“ – anders als der zivile Widerstand gegen die geplante Volkszählung in den 1980er Jahren – bei weitem nicht so viele Menschen mobilisieren. Dennoch ist bemerkenswert, dass ein öffentlich angekündigtes Offline-Überwachungs-Pilotprojekt bei der Bevölkerung heftigere Reaktionen auszulösen vermag, als eine fortschreitende stillschweigende Überwachung im Netz.</p>
<h3>Digitalisierung und die neue Kreativität des Protests</h3>
<p>Es lässt sich festhalten, dass es weiterhin – gerade wenn es um Protest gegen Überwachung im öffentlichen Raum geht, auch Offline Aktionen sein werden, die auf das Thema Überwachung aufmerksam machen. So veranstalteten sowohl der Verein Digitalcourage.- de als auch die Initiative #wastun, die sich ebenfalls an dem Aktionstag „Bahnhof Südkreuz“ beteiligten, regelmäßige Aktionen, die als „Lesen gegen Überwachung“ bezeichnet wurden.</p>
<p>Ganz ohne die Nutzung digitaler Medien geht es jedoch nicht. Auch wenn Petitionen am Ende offline überreicht werden, werden diese im Netz initiiert und in den sozialen Medien verbreitet. So haben sowohl der Verein Digitalcourage.de als auch die Initiative #wastun bereits in der Vergangenheit Online-Petitionen gestartet.</p>
<p>Auch an unserem zweiten Beispiel zeigt sich somit, dass sich analoger (offline) und digitaler (online) Protest zum Thema Überwachung sinnstiftend ergänzen können und nicht ausschließen müssen. Der Einsatz eines Happenings wie dem Schminken gegen Gesichtserkennung macht außerdem deutlich, dass Protest zum Schutz der Privatheit bunt und kreativ sein kann.</p>
<p>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nicht notwendigerweise eine Reziprozität zwischen inhaltlicher Thematik und gewählter Form einer Protestaktion besteht. Ob Menschen gegen den Einsatz von Plastiktüten oder gegen Kameraüberwachung protestieren, kann deren Protest einmal „analog“/“offline“, ein andermal „digital“/“online“ initiiert worden sein. Gleiches gilt für die Durchführung der einzelnen Protestaktionen. Entscheidend ist vielmehr, dass die Demokratie durch die Herausforderungen der Digitalisierung nicht erstarrt, sondern weiterhin in Bewegung bleibt: Panta rhei „Alles ist im Fluss“ – Heraklit * 520 v.Chr.</p>
<p>Und das ist gut so.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Über die Autorinnen:</p>
<p><strong>Lisa Villioth</strong> (M.A.) hat Politikwissenschaft und Medienwissenschaften an den Universitäten Marburg, Siegen und Coimbra (Portugal) studiert. Sie ist derzeit Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich „Medien der Kooperation“ an der Uni Siegen bei Prof. Dr. Sigrid Baringhorst, zuvor war sie Promotions-Stipendiatin am DFG-Graduiertenkolleg „Locating Media“. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit dem Zusammenspiel von Straßenprotest und Netzaktivismus in der Umweltschutz-Bewegung. Darüber hinaus hält sie zu ihrem Forschungsschwerpunkt Vorträge und Workshops an internationalen Universitäten, auf Konferenzen und für Thinktanks.</p>
<p><strong>Gina Schad</strong> studierte an der Humboldt-Universität Berlin Medienwissenschaft, den Schwerpunkt legte sie auf die gesellschaftliche Herausforderung durch die Digitalisierung. Bereits während ihres Studiums startete sie dort mit der Plattform medienfische.de eine Interviewreihe zum digitalen Wandel. Seit 2015 forscht sie als Doktorandin der Universität Siegen zum Thema Privatheit, im Wintersemester 16/17 hatte sie einen Lehrauftrag inne. Beim iRights e.V. leitet sie ein vom Bund gefördertes Projekt zum Thema Algorithmen und Künstliche Intelligenz.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/copyright-389901_1920_640_280.png"><br />
</a>Titelbild: © Stefanie Loos via <a href="https://secure.flickr.com/photos/_endstation_/37970135684/">Flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">CC-BY</a>, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Stuttgart 21: Protest &#034;Schwäbische Art&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rita Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 08:15:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgeriniative]]></category>
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		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>
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					<description><![CDATA[Digitale Unterschriftenaktion, Live-Streams, tägliche Twitter-Meldungen – die Gegner des Bauprojekts Stuttgart 21 vernetzen sich intensiv. Wie die protestierenden Schwaben im Netz vorgehen und warum ihnen Fernsehen und Zeitung doch wichtiger sind.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Digitale Unterschriftenaktion, Live-Streams, tägliche Twitter-Meldungen – die Gegner des Bauprojekts Stuttgart 21 vernetzen sich intensiv. Wie die protestierenden Schwaben im Netz vorgehen und warum ihnen Fernsehen und Zeitung doch wichtiger sind.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
2007 kam der Stein mit dem <a href="http://www.kopfbahnhof-21.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktionsbündnis „Kopfbahnhof 21“</a> im Netz ins Rollen. Eine Vereinigung aus dem Kreisverband BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, der Umweltschutzorganisation BUND und einigen anderen startete eine Kampagne. Das Bündnis &quot;Kopfbahnhof 21&quot; schlägt eine preisgünstigere Baualternative zu &quot;Stuttgart 21&quot; vor und verbreitet die Aufklärung sowie Aktionen auch via Internet.
</p>
<p>
<b>Digitale Vernetzung</b>
</p>
<p>
In der Folgezeit entstanden immer mehr Internet-Aktionen, die sich fortlaufend untereinander verlinkten. Die Startseite von &quot;Kopfbahnhof 21&quot; bietet einen Link zur <a href="http://www.parkschuetzer.de/webcam" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Live-Webcam</a> an der Bahnhofsbaustelle, welche auch mit der <a href="http://www.parkschuetzer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative &quot;Parkschützer&quot;</a> verbunden ist. Die Aktion &quot;Parkschützer&quot; fordert die Bürger dazu auf, den bahnhofsnahen Park vor Schäden durch den Umbau zu retten. Schon über 25.000 Bürger haben sich der Aufforderung angeschlossen und täglich steigt die Zahl.
</p>
<p>
Auf der Startseite von &quot;Kopfbahnhof 21&quot; ebenfalls zu finden, ist der Link zum <a href="http://stuttgarterappell.de/?p=9" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Stuttgarter Appell&quot;</a>. Seit Anfang August 2010 können Befürworter und Gegner dort eine digitale Unterschrift für ein sofortiges Moratorium des Bauprojekts abgeben. Innerhalb von knapp vier Wochen kamen über 54.000 Unterschriften zusammen. Zum Vergleich: Die <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=9109" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Petition gegen die Einführung von Nacktscannern</a> hat nach mehr als sechs Monaten knapp 17.000 Mitzeichner.
</p>
<p>
Die eigene <a href="http://www.fluegel.tv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetseite der Live-Webcam</a> verfügt auch über eine Reihe von Links zu protestbezogenen Dokumenten, Archivmaterialien und anderen Internetseiten. Auch eine <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=115908905129416&amp;v=wall&amp;ref=search" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Verlinkung</a> gibt es.
</p>
<p>
<b>Soziale Netzwerke als Protestplattformen</b>
</p>
<p>
Neben &quot;Flügel TV&quot; sind beispielsweise auch die Aktionen <a href="http://www.facebook.com/pages/Kopfbahnhof-21/271589483743" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Kopfbahnhof 21&quot;</a>, <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=348610289504" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Parkschützer&quot;</a> oder <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=46325061532" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Kein Stuttgart 21!&quot;</a> bei Facebook vertreten. &quot;Kein Stuttgart 21!&quot; hat mit 8.038 Mitgliedern die meisten Anhänger.
</p>
<p>
Wie eine <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RAaoEt5YwJY" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reportage von ZDF heute</a> zeigt, gibt es mit dem Twitter-Profil <a href="http://twitter.com/abrissaufstand" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;abrissaufstand&quot;</a> mittlerweile eine eigene &quot;Twitter-Gemeinde&quot;. Stündlich liefert sie neue Tweets zu Ereignissen an der Baustelle und hat rund 1.100 Follower. Die Tweets werden für ältere Nutzer noch einmal extra in die eigene <a href="http://www.bei-abriss-aufstand.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Homepage &quot;Bei Abriss Aufstand&quot;</a> eingebettet, so Fritz Mielert, Gründer der Seite, im ZDF-Interview. Die gleiche Taktik nutzten auch die Betreiber der Internet-Seite &quot;Parkschützer&quot;.
</p>
<p>
<b>Revolution über Internet?</b>
</p>
<p>
Die digitale Vernetzung der Protestbewegung Stuttgart 21 lässt erahnen, wie wichtig das Internet in Zukunft bei der Vernetzung und Verstärkung von Bürgerkampagnen werden könnte. Doch so weit ist es noch nicht. Das meint zumindest Gangolf Stocker, Gründer der Web-Seite<a href="http://www.leben-in-stuttgart.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> „Leben in Stuttgart“</a> und Mitbegründer des Aktionsbündnisses &quot;Kopfbahnhof 21&quot;. Trotz der enormen Internetpräsenz ist Stocker davon überzeugt, dass die deutschlandweite Aufmerksamkeit und die Effektivität der Proteste größtenteils klassischen Medien wie Fernsehen oder Zeitungen zu verdanken sei. Diese seien nach seinem Gefühl immer noch die primären Informationsquellen für die breite Masse. Trotzdem hätte die Vernetzung und Kommunikation über das Internet den Protestlern sehr geholfen.</p>
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		<title>Online-Protest gegen Scientology</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online-protest-gegen-scientology-3710/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jan 2008 18:35:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Gruppierung mit Namen „Anonymous“ kündigt in einem über YouTube und andere Videoplattformen verbreiteten Video an, Scientology zerstören zu wollen. Sie rufen zum breit angelegten Online-Angriff auf die Organisation auf, um gegen angebliche Falschaussagen von Scientology und für Meinungsfreiheit im Netz zu protestieren - jetzt sind weitere Aktionen geplant.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Gruppierung mit Namen „Anonymous“ kündigt in einem über YouTube und andere Videoplattformen verbreiteten Video an, Scientology zerstören zu wollen. Sie rufen zum breit angelegten Online-Angriff auf die Organisation auf, um gegen angebliche Falschaussagen von Scientology und für Meinungsfreiheit im Netz zu protestieren &#8211; jetzt sind weitere Aktionen geplant.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&quot;Anonymous&quot; will gegen Scientology mit Hilfe einer breit angelegten Netz-Kampagne vorgehen. Nach einem Aufruf der Gruppierung fanden in der vergangenen Woche eigenen Angaben zufolge „Distributed Denial of Service“-Angriffe auf die Website von Scientology und ihr nahestehenden Organisationen statt . Bei dieser Online-Attacke greifen viele Internetnutzer kollektiv auf eine Website zu, um einen Server zu überlasten und somit ein Aufrufen der Website für andere Internetnutzer unmöglich zu machen.
</p>
<p>
Darüber hinaus haben sich über 600.000 Internet-Nutzer innerhalb von drei Tagen das auf YouTube veröffentlichte Video „Message to Scientology“ angesehen. In ihrem Video drohen „Anonymous“ der „Church of Scientology“ mit den Worten „Anonymous hat daher entschieden, dass Eure Organisation zerstört werden muss.“
</p>
<p>
Inzwischen kursieren zahlreiche Kopien des Videos sowohl auf YouTube als auch auf anderen Videoplattformen. Auch  ein Nachfolgevideo mit dem Titel „Message Number 2 to Scientology“  ist inzwischen im Internet veröffentlicht
</p>
<p>
<b>Hintergrund</b><br />
Auslöser der als „Project Chanology“ bezeichneten Kampagne ist der Umgang von Scientology mit einem vor einigen Wochen auf YouTube erschienenen, aber nie im Fernsehen ausgestrahlen Interview mit Tom Cruise. Dieser hatte sich zu der Organisation, der Philosophie von Scientology und seiner Einstellung dazu geäußert.
</p>
<p>
Scientology soll  eine Löschung des Videos bei YouTube erreicht haben wollen. Aus Sicht von Scientology-Kritikern geschah dies, weil das Auftreten des Schauspielers in dem Interview fanatisch gewirkt habe und somit eine schlechte Publicity für die Organisation bedeutet hätte. Das besagte Video ist nicht mehr auf Youtube zu sehen.
</p>
<p>
<b>Was planen „Anonymous“?</b><br />
Die DDoS-Attacken der letzten Tage seien laut  „Anonymous“ nur der Anfang einer breiter angelegten Kampagne mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit der Medien und von Scientology zu gewinnen. Als nächsten Schritt plant die Gruppierung, mit Hilfe ihrer Unterstützer mehr Medienpräsenz zu gewinnen,  angebliche Falschaussagen in den Medien und von Scientology selbst aufzudecken, und damit mittelfristig die Organisation Scientology aus dem Netz zu vertreiben.
</p>
<p>
Unter anderem soll erreicht werden, dass bei Google bei der Suchanfrage „Scientology“ nicht die Website der „Church of Scientology“ auf Platz eins erscheint, sondern eine Anti-Scientology-Seite. Dazu werden  Blogger, Foren- und Websitebetreiber aufgefordert, auf ihren Seiten einen mit dem Wort „Scientology“ beschriebenen  Link zu einer bestimmten Anti-Scientology-Website  zu platzieren, um so die Treffer der Suchmaschine Google zu verändern.
</p>
<p>
Auf der internen Planungswebsite der Kampagne ist zu lesen, dass auch die Verbreitung weiterer Videos und andere Online-Aktionen sowie das Versenden persönlicher Nachrichten an Scientology-Mitglieder geplant seien.
</p>
<p>
<b>Scientology in Deutschland</b><br />
Auch von offizieller Seite wächst der Druck auf Scientology. Die Verfassungsschutzbehörden beobachteten die Organisation nachrichtendienstlich.
</p>
<p>
Im Dezember 2007 sprachen sich darüber hinaus die Innenminister von Bund und Ländern für eine Prüfung eines Vereinsverbotes der in Deutschland nicht offiziell als Religion anerkannten „Church of Scientology“ aus. Der Verfassungsschutz soll dazu Informationen sammeln. In ihrer Pressemitteilung zur vergangenen Konferenz der  Innenmister und -senatoren der Länder im Dezember 2007 kamen die Innenminister zu dem Schluss, dass „verstärkte Bemühungen insbesondere gegen kriminelle Methoden“ von Scientology  erforderlich seien und sie bekräftigten die Auffassung,  „dass die Scientology-Organisation verfassungsfeindliche Ziele verfolgt.“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gegner des G8-Gipfels hacken Polizei-Forum</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/gegner-des-g8-gipfels-hacken-polizei-forum-2221/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2007 07:41:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[G8-Gipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Protest]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Schlagabtausch zum G8-Gipfel, Polizei gegen Gipfel-Gegner, hat begonnen: Im wirklichen Leben führt die Polizei <a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6721580,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bundesweite Razzien</a> gegen linksautonome und alternative Einrichtungen durch, die Gipfel-Gegner reagieren natürlich prompt - und verlagern den Protest auch ins Internet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schlagabtausch zum G8-Gipfel, Polizei gegen Gipfel-Gegner, hat begonnen: Im wirklichen Leben führt die Polizei <a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6721580,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bundesweite Razzien</a> gegen linksautonome und alternative Einrichtungen durch, die Gipfel-Gegner reagieren natürlich prompt &#8211; und verlagern den Protest auch ins Internet.<!--break--> Unbekannte hackten sich in das &#8211; privat geführte &#8211; Polizei-Forum <a href="http://www.german-police.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.german-police.org</a>, stahlen die Forendatenbank und löschten sie anschließend.<br />
Statt der eigentlichen Inhalte wartete unter der URL eine <a href="http://de.indymedia.org/2007/05/176235.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nachricht der Hacker</a> auf die Benutzer. Die Aktion parodierte dabei die Online-Durchsuchungen, von denen die Bundesregierung erst kürzlich <a href="http://www.golem.de/0704/51904.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zugegeben</a> hatte, dass sie bereits seit 2005 durchgeführt werden: &quot;Dieses Forum wurde präventiv vor dem G8-Gipfel beschlagnahmt&quot;, stand auf der Website des Polizei-Forums zu lesen. &quot;Generalbundesdatenantifaschist Hagbart Celine&quot;, wie sich die Hacker sartirisch nennen, bedanken sich in dem Schreiben auch bei Innenminister Wolfgang Schäuble, &quot;der die legislative Grundlage für die hier angewandte Form der Online-Durchsuchung maßgeblich mit geschaffen hat.&quot;<br />
Die im Forum veröffentlichen Einträge sind mittlerweile, darf man <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25255/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">telepolis</a> glauben, auf anderen Internetseiten zu finden. Die Betreiber des Forums teilen mit, dass die Website bis zur Klärung der &quot;näheren Umstände&quot; erstmal offline bleibt.</p>
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