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	<title>Online-Spende &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Online-Spende &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Zivilgesellschaft 4.0 – Wie Non-Profit-Organisationen neue Spender ins Netz gehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Mahler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2016 10:18:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Junge Erwachsene sind Spendenmuffel. Und für Non-Profit-Organisationen damit eine echte Herausforderung. Die sozialen Netzwerke könnten ihre Chance sein, diese wichtige [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Online-Spende-von-Jana-Donat.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150170" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Online-Spende-von-Jana-Donat.jpg" alt="Online-Spende von Jana Donat" width="638" height="331" /></a><br />
Junge Erwachsene sind Spendenmuffel. Und für Non-Profit-Organisationen damit eine echte Herausforderung. Die sozialen Netzwerke könnten ihre Chance sein, diese wichtige Zielgruppe der Zukunft für sich zu gewinnen.</p>
<p>Eigentlich sind die Deutschen richtig hilfsbereit. Das hat sich nicht nur in der legendären Willkommenskultur gezeigt, sondern auch beim <a href="http://www.spendenrat.de/wp-content/uploads/2016/02/Bilanz_des_Helfens_2016.pdf%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenverhalten</a>: Vergangenes Jahr haben die Deutschen so viel Geld für einen guten Zweck ausgegeben wie seit zehn Jahren nicht mehr. Und mehr als jeder dritte Bürger war dabei. Dennoch: Der Erfolg hat graue Haare. Vier von zehn Spendern sind über 70. Und nur jeder siebte Euro der hohen Zugewinne kommt von neuen Spendern.</p>
<p>Aber wie können Non-Profit-Organisationen neue Leute für sich gewinnen? Und vor allem Jüngere, die die Spender der Zukunft sind? Laut einer <a href="https://yougov.de/news/2014/10/01/spenden-studie-spendenaufrufe-erreichen-jungere-be/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouGov-Umfrage</a> erreichen Spendenaufrufe 18- bis 24-Jährige besonders über soziale Netzwerke. Und auch wenn das Internet insgesamt noch nicht der wichtigste Kanal zu Spendern ist, sondern der Brief: „Die nächsten fünf bis zehn Jahre wird sich die Gewichtung definitiv verschieben“, sagt Marketing-Expertin Eva Hieninger, die Non-Profit-Organisationen wie „Die Johanniter“ oder „Save the Children“ berät. Für Jörg Reschke, ebenfalls Berater für digitale Kommunikationsstrategien, liegt das auf der Hand: „Die Spender erwarten, dass man mit ihnen auf den Kanälen kommuniziert, auf denen sie schon sind“ Und wenn es um unter 30-Jährige gehe, gehörten soziale Medien für jede Organisation unbedingt dazu. Die Frage ist nur, wie Nutzer dort am besten zu erreichen sind.</p>
<h3>Online-Fundraising: Schlägt Facebook bald den Brief?</h3>
<p>„Nur auf Facebook zu sein, bringt noch keine Spenden“, betont Eva Hieninger. Die richtige Strategie sei auch online unverzichtbar. „Es ist wichtig, dass Organisationen eine Beziehung zum möglichen Spender aufbauen und aufrechterhalten.“ Transparenz und Vertrauen seien hier zentral und müssten Schritt für Schritt hergestellt werden: Was ist genau das Problem, dessen sich die Organisation annehmen will? Was macht sie mit den Spenden? Und welche Erfolge erzielt sie damit? Ideal zur Beantwortung dieser Fragen seien Bilder-Galerien und Videos. „Dadurch kann man eine Geschichte erzählen, um die potentiellen Spender zu emotionalisieren. Und über die sozialen Medien geht das hervorragend.“</p>
<p>Die Anliegen der Organisation herunterzubrechen und über Videos oder Bilder vielfältig aufzubereiten, hält auch Marketing-Experte Jörg Reschke für einen entscheidenden Vorteil: „Das schaffe ich mit einem bloßen Brief nicht.“ So könne mit den potenziellen Spendern auch eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe entstehen: „Und die ist sogar viel intensiver, weil bei dem Medium durch die Kommentarfunktion Dialoge möglich sind. Man holt die Leute dann einfach ganz woanders ab.“ Dabei spiele auch eine Rolle, dass man beim „Geschichtenerzählen“ mehr auf Inhalte setzen und die Menschen im Netz „uneigennütziger“ an die Organisation heranführen könne, so Reschke: „Man ist nicht einzig auf Spenden-Call-to-action aus.“</p>
<h3>Vielleicht reicht das Netz nicht aus, um Spenden zu fischen</h3>
<p>Diese direkte Ansprache brauche es allerdings nach wie vor, findet Eva Hieninger: „Sich auf Facebook ein Video anzuschauen, auf das man stößt, heißt nicht, dass man dann auch spendet.“ Die direkte Ansprache sei immer noch nötig; über eine E-Mail oder eben bald über das Messaging. Überhaupt: Es brauche durchschnittlich sieben Kontakte bis sich jemand zu einer Spende entschließe, so Hieninger. „Und in der Regel muss die Botschaft der Organisation auf verschiedenen Kanälen an den Spender herangetragen werden.“ Analoge Wege wie Plakate auf der Straße gehörten da genauso dazu wie Facebook oder Instagram. „Außerdem sind soziale Netzwerke ausgesprochen flüchtige, oberflächliche Medien, in denen man sich nicht damit auseinandersetzen will, dass man gleich spendet“, so Hieninger. „Vor einer Spende steht ein gewisser Gedankenprozess.“</p>
<p>Das sieht auch Reschke so: „Menschen zu überzeugen funktioniert jeweils nur über Gespräche.“ Er glaubt aber, dass sich Internetnutzer durchaus auch allein über mehrere Kontakte mit einer Organisation auf Facebook zu einer Spende bewegen lassen – vorausgesetzt diese Organisation hat sich bereits einen Namen gemacht hat. Reschke ist dabei nicht der Meinung, dass mögliche Spender in den sozialen Netzwerken grundsätzlich anders gewonnen werden können als in der analogen Welt: „Außer dass ich als Organisation bei möglichen Dialogen mit Nutzern gleichzeitig auch viele andere erreiche, die diese Diskussion verfolgen. Und ich kann dort den Kontakt leichter wiederholen.“</p>
<h3>Soziale Netzwerke: „Die gute Tat will auch gesehen werden“</h3>
<p>Doch lässt sich nicht auch immer wieder beobachten, wie ganz unvermittelt regelrechte Wellen der Solidarität durch&#8217;s Netz schwappen? User tauchen nach Terroranschlägen ihre Profilbilder in die Nationalfarben des getroffenen Landes oder Hashtags wie #JeSuisParis oder #RefugeesWelcome verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Und bei der beispiellosen Ice-Bucket-Challenge schütteten sich Leute sogar Eiswasser über den Kopf, um ihre Freunde zum Spenden aufzurufen. Stecken somit in Facebook und Co nicht ganz neue Möglichkeiten für die Hilfsbereitschaft?</p>
<p>Sozialpsychologin Catarina Katzer sieht in den Plattformen jedenfalls gleich mehrere begünstigende Faktoren. Angefangen beim Selbstdarstellungsdrang: „Dieses Bedürfnis tragen wir alle immer schon in uns und leben es aus, sobald wir vor die Tür gehen“, so Katzer. Der Reiz, sich über das Internet einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren, sei dabei enorm hoch: „Nicht zuletzt dafür nutzen Menschen soziale Medien.“ Und durch Profilbilder in den je nach Ereignis aktuellen Farben der Solidarität oder durch eiskaltes Duschen gegen ALS wird das eigene Image-Building geschickt verpackt: <a href="http://www.carta.info/74091/icebucketchallenge-soziales-grossexperiment-in-sachen-selbstdarstellung/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weil ich es ja nicht für mich selbst tue, sondern für die gute Sache eines Dritten</a>. „Man zeigt damit allen eine soziale Seite von sich – ob man sie in Wirklichkeit hat oder nicht“, erklärt Katzer. Außerdem beweisen schon Plaketten auf Parkbänken: „Die gute Tat will auch gesehen werden.“</p>
<h3>Wenn eine Spende wie „Gefällt mir“-Drücken ist</h3>
<p>Gleichzeitig stellt man damit den anderen Mitgliedern der Netzgemeinde die Frage: Wie hältst du es eigentlich mit den Ereignissen? Bist du solidarisch? Für die Sozialpsychologin steckt dahinter ein weiterer Dreh von Social Media: „Der Nutzer will das Gefühl haben, dass er ein Teil von vielen ist, dass er dazugehört. Und das ist noch nie so einfach gewesen wie heute: Ich muss nur Knöpfchen drücken.“ Schließlich kämen Nutzer dabei auch mit Themen in Kontakt, die sie normalerweise gar nicht interessieren würden. „Aber wenn schon hunderttausend Leute gesagt haben: Da müssen wir Solidarität zeigen! Dann like ich das auch mal eben und bin dabei.“</p>
<p>Viele Leute für sich zu gewinnen, sei so über die sozialen Netzwerke viel leichter, findet Katzer: „In sozialen Medien fallen Hemmschwellen.“ Und zwar nicht nur Richtung Hass und Gewalt, sondern auch hin zu sozialem Verhalten. „Denn ich bin physisch rausgenommen, fühle mich alleine, obwohl ich eigentlich mit vielen virtuell verbunden bin.“ Jedes Handeln werde deshalb online oft anders gewertet, erklärt die Sozialpsychologin. Prinzipiell gelte das auch bei Einkäufen oder Spenden. Organisationen müssten es potentiellen Spendern jedoch einfach machen: „Gut ist immer, wenn ein geringer Betrag vorgegeben wird. Wenn es heißt: ,Mit nur einem Euro bist Du dabei&#8217;, dann denken die Leute nicht groß darüber nach. Dann ist Spenden wie ein Like-Setzen.“</p>
<h3>Die Jugend ist schon heute online zu gewinnen</h3>
<p>Trotzdem: „Das Netz macht zwar vieles einfacher“, so Katzer. „Aber auch dort gibt es wiederum sehr vieles. Da kommt es darauf an, die Leute zu überzeugen, dass sie bei meiner Organisation richtig aufgehoben sind.“ Und das Überzeugen beginnt schon früh, sagen Eva Hieninger und Jörg Reschke. Denn selbst wenn für viele unter 30-Jährige Spenden jetzt oft noch kein Thema ist: „Wenn man junge Leute die ganzen Jahre ignoriert, kann man sie später auch nicht mehr gut überzeugen“, so Reschke. „Spenden will gelernt sein.“ Hieninger hält fest: „Wenn der WWF jetzt schon die jungen Leute auf <a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLk4hSXXBG8k-33Q5ShddX1G2ZmFFHdepj" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube</a> oder <a href="http://www.justforthis.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Snapchat</a> anspricht, wird sich diese Zielgruppe später eher an den WWF erinnern als an eine andere Umwelt- oder Artenschutzorganisation.“</p>
<p>Ein Kochbuch zur erfolgreichen Spender-Generierung gebe es gleichwohl nicht, so die Online-Fundraising-Expertin: Weder seien Knaller wie die Ice-Bucket-Challenge planbar, noch dürfe sich eine sozial orientierte Organisation dabei zu sehr verkaufen. Wichtig sei aber, dass für die Online-Ansprache überhaupt erst die Grundlagen geschaffen würden, wie ein funktionierendes Social-Media-Konzept oder Möglichkeiten, online spenden zu können. „Und die fehlen noch ganz vielen Organisationen“, so Hieninger. Schon jetzt würden Organisationen, die aktiv Online-Fundraising betreiben, 28 Prozent ihrer Spenden aus dem Netz bekommen, konstatiert Reschke. Jedoch gäbe es dafür auch erst seit einem knappen Jahr Ausbildungskurse. „Die Non-Profit-Organisationen in Deutschland brauchen da unbedingt einen Professionalisierungsschub!“, so der Kommunikationsberater. Schließlich steht eines fest: Wer will, dass die Deutschen auch in Zukunft noch richtig hilfsbereit bleiben, kommt an der Zivilgesellschaft 4.0 nicht vorbei.</p>
<p>Titelbild: Online-Spende von <a href="http://politik-digital.de/user/jdonat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jana Donat</a> / <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>, licenced <a class="external" href="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 3.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Online-Fundraising im Wahlkampf – Segen für gebeutelte Parteienfinanzen?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-bundestagswahl05-fundraisingimwahlkampf050630-shtml-2890/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[kfischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im Präsidentschaftswahlkampf in den USA im vergangenen Jahr hat online-Fundraisiung eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. Kai Fischer untersucht für politik-digital.de, welche Schlussfolgerungen sich hieraus für den Wahlkampf deutscher Parteien ziehen lassen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Im Präsidentschaftswahlkampf in den USA im vergangenen Jahr hat online-Fundraisiung eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. Kai Fischer untersucht für politik-digital.de, welche Schlussfolgerungen sich hieraus für den Wahlkampf deutscher Parteien ziehen lassen.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Neueste Zahlen aus den USA belegen einen starken Anstieg im Online-Fundraising: 8,6 Mio. amerikanische Haushalte haben 2004 über drei Milliarden US$ online gespendet. Dies entspricht 12% aller amerikanischen Haushalte, die 2004 mindestens einmal online gespendet haben. Bezogen auf 2003 ergibt sich ein beachtlicher Anstieg von 50% bei den amerikanischen Online-Spenden.</p>
<p>Auch amerikanische Parteien haben von Online-Spenden im letzten Präsidentschaftswahlkampf stark profitiert. Allein die Kampagne von Howard Dean, welche als die erfolgreichste Online-Spenden-Kampagne überhaupt gilt, hat in nur einem Quartal über 7,4 Millionen US$ im Internet erbracht. Das waren immerhin 50% aller in diesem Quartal von Howard Dean gesammelten Spenden von 14,8 Millionen US$.</p>
<p>Aber auch in Deutschland sind in diesem Jahr die Online-Spenden stark angestiegen. So erbrachten die Hilfeaufrufe nach der Tsunami-Flutkatastrophe in Südasien Weihnachten 2004 allein bei Unicef in den ersten sieben Tagen 20% aller in dieser Zeit gesammelten Spenden über das Internet.</p>
<p>Für die Schatzmeister aller Parteien ist dies eine verlockende Aussicht: Einfach auf die bestehende Website ein Spenden-Tool integriert und schon können die Spenden aus dem Internet in die Kassen sprudeln. Nur: Tun sie das denn auch wirklich? Die Erfahrungen sehen leider ganz anders aus. Angesichts einiger weniger Online-Spenden, die die Parteien in den letzten Wahlkämpfen erreichten, muss man die Frage stellen, ob es sich finanziell überhaupt lohnt, ein Tool für Online-Spenden auf der Website anzubieten. Einige Landesverbände haben hierauf schon eine Antwort gefunden und auf die Möglichkeit zur Online-Spende schon wieder verzichtet.</p>
<p>Hier stellt sich jedoch doch die Frage, wo der Denkfehler ist. Schaut man sich nämlich die Kampagne von Howard Dean etwas genauer an, dann wird schnell klar, wo die Fehler der Parteien liegen. Statt die Wähler traditionell mit mehr oder weniger guten und wohlklingenden Slogans und Wahlversprechen zu mobilisieren oder Politik als Marke zu verpacken und zu verkaufen, hat Dean und sein Team eine dezidierte Online-Kommunikationsstrategie entwickelt, die starke Bezüge zu Grasswurzel-Kampagnen aufwies.</p>
<p>Statt einer zentralen Kommunikation, bei der die Partei bzw. der Kandidat dem Volk und den Unterstützern Wahrheiten und Weisheiten verkündet, die diese motivieren sollen, basierte die Kampagne von Howard Dean auf der Idee, eine Gemeinschaft zur Erreichung eines Ziels (Präsident Bush aus dem Weißen Haus zu verjagen) zu bilden. Kennzeichnend war, dass jeder Unterstützer und jeder Förderer Teil der Gemeinschaft wurde und seinen Anteil am Erfolg hatte.</p>
<p>Eine derartige Gemeinschaft konstituiert sich, wenn das Ziel und die emotionale Basis klar definiert und von den Unterstützern geteilt wird. Ferner ist notwendig, dass zwischen den Akteuren (dem Wahlkampfteam von Dean) und den Unterstützern eine enge zweiseitige Kommunikation stattfindet: Das Team informiert permanent und äußerst aktuell über alle Ereignisse in Bezug auf die Kampagne. Gleichzeitig erhalten alle Unterstützer die Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen. In Online-Umfragen werden sie um ihre Einschätzung gebeten, in Blogs und Foren können sie mit anderen Unterstützern und Mitgliedern des Wahlkampfteams diskutieren und sie erhalten die Möglichkeit, direkt mit Mitgliedern des Teams Kontakt aufzunehmen. House-Parties, zu denen Unterstützer andere Unterstützer, Freunde und Bekannte in die eigene Wohnung einladen, um für Dean zu werben, verstärken das Gefühl einer Gemeinschaft anzugehören.</p>
<p>Neben der permanenten Kommunikation wurde der Wahlkampf geschickt dynamisiert. Durch Zeit- und Zielvorgaben wurden sportliche Elemente in den Wahlkampf eingeführt. Wenn es zum Beispiel einem politischen Gegner gelang, an einem Tag 200.000 US$ einzuwerben, dann forderte das Team von Dean die eigenen Unterstützer auf, bis zum nächsten Tag 300.000 US$ zu sammeln, was häufig gelang.</p>
<p>Man muss sich die Zahlen anschauen, um ermessen zu können, welche Dynamik und welcher Aufwand in der Kampagne von Dean steckte:</p>
<ul>
<li>Bis Ende des 3. Quartals 2003 wurden mehr als 6,5 Millionen E-Mails an Unterstützer geschickt</li>
<li>Ende Nov. 2003 gab es mehr als 509.000 E-Mail-Abonnenten</li>
<li>Im 3. Quartal 2003 gab es 110.786 Online-Spenden von 84.713 Spendern</li>
<li>358 Online-Umfragen erbrachten 388.000 Antworten</li>
<li>2.600 Unterstützer haben eine eigene Unterstützer-Website für Dean kreiert</li>
<li>9.300 Menschen haben sich als Veranstalter oder Teilnehmer an privaten Fundraising-Parties online registriert.</li>
</ul>
<p>Welche Schlussfolgerung lässt sich hieraus für deutsche Parteien ziehen?</p>
<ul>
<li>Zum einen besteht sicherlich in Deutschland auch ein Potenzial für Online-Spenden an politische Parteien. Es liegt an den Parteien, dies zu erschließen.</li>
<li>Die politische Arbeit und die politische Aktivierung der Wähler und Unterstützer sind nicht vom Fundraising zu trennen, sondern sind zwei Seiten derselben Medaille. Unterstützer wollen immer auch den politischen Erfolg und die politischen Unterstützer sind immer eine erste Adresse für die Ansprache von finanziellen Förderern.</li>
<li>Die Kommunikation mit den Wählern und Unterstützern sowie den Förderern sollte eingehend überdacht werden. Statt Verlautbarungen und der Verkündung von Wahlversprechen wäre ein ernsthafter Dialog, bei dem Parteien und Politiker auch zuhören, eine gute Voraussetzung für erfolgreiches (Online-) Fundraising.</li>
<li>Menschen geben anderen Menschen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Die Stiftung einer Gemeinschaft zwischen Parteien und Kandidaten auf der einen und Wählern und Förderern auf der anderen Seite wäre ein interessantes Projekt, nicht nur um die Finanzen zu stabilisieren, sondern auch um die Politik- und Politikerverdrossenheit etwas abzubauen. Denn Menschen, die Politikern nicht trauen, werden keine Förderer, weder online noch offline. Da helfen leider keine Tools und auch keine tollen Websites und Wahlkampagnen.
</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Tsunami-Flutkatastrophe lässt virtuelle Kassen klingeln</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/spendenflut-im-internet/netzkulturtsunami_spendenflut101-shtml-3011/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[kfischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jan 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spendenflut im Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
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		<category><![CDATA[Flutkatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Tsunami]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsorganisation]]></category>
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					<description><![CDATA[Neue Rekorde bei Online-Spenden in Deutschland: Unicef knackt erstmals die zwei Millionen Euro Grenze, was 20 % aller Spenden sind. Das DRK meldet 500.000 Euro übers Internet, die Welthungerhilfe 400.000 Euro. Werden Online-Spenden in Deutschland jetzt doch noch salonfähig?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Neue Rekorde bei Online-Spenden in Deutschland: Unicef knackt erstmals die zwei Millionen Euro Grenze, was 20 % aller Spenden sind. Das DRK meldet 500.000 Euro übers Internet, die Welthungerhilfe 400.000 Euro. Werden Online-Spenden in Deutschland jetzt doch noch salonfähig?</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">„Sehr geehrter Spender, sehr geehrte Spenderin, unser Online-Spendenmodul ist zur Zeit nur eingeschränkt nutzbar, da unser System überlastet ist. Wir hoffen, Ihnen diese Spendenmöglichkeit ab morgen wieder zur Verfügung stellen zu können. Vielen Dank für Ihr Verständnis!“</p>
<p>Auf diese Meldung stößt schon seit Silvester, wer versucht, bei der „<br />
                            <a href="http://aktion-deutschland-hilft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktion Deutschland hilft</a>“ (ADH), einem Bündnis von zehn deutschen Hilfsorganisationen, online zu spenden. Nicht nur die Spenden in Deutschland insgesamt schlagen alle Rekorde – bis zum 4.01.05 über 50 Mio. Euro allein in Deutschland – sondern auch die Online-Spenden. Noch nie wurde in Deutschland so häufig und so viel im Internet gespendet, wie als Antwort auf diese Naturkatastrophe.</p>
<p>So sind bei der „Aktion Deutschland hilft“ (ADH) zwölf Mio. Euro über den Spendenaufruf und über zehn Mio. Euro durch die Sat.1-Gala am 3.01.05 eingegangen.<br />
                            <a href="http://www.unicef.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unicef</a> und das<br />
                            <a href="http://www.drk.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Rote Kreuz</a> melden bisher jeweils zehn Mio. Euro und die<br />
                            <a href="http://www.deutsche-welthungerhilfe.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welthungerhilfe</a> knappe 7 Mio. Euro an Spenden für ihre wichtige Arbeit in den Katastrophengebieten. Von den Spendeneinnahmen gingen bisher zwei Mio. bei Unicef, eine halbe Mio. Euro beim DRK und 400.000 Euro bei der Welthungerhilfe über das Internet ein. Damit konnte Unicef 20% aller Spenden über das Internet einwerben. Normal sind in der Katastrophenhilfe Größenordnungen von etwa 5%, die über das Internet eingehen. Zusätzlich konnte Unicef durch einen E-Mail-Spendenaufruf über 150.000 Euro einnehmen.</p>
<p>Auch in Österreich wird von Rekordeinnahmen über Online-Spenden<br />
                            <a href="http://www.networld.at/index.html?/articles/0453/542/101658.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtet</a>. So habe die Aktion &#8220;Nachbarn in Not&#8221; innerhalb von 36 Stunden die Summe von 520.000 Euro über Online Spenden erhalten; allein das Österreichische Rote Kreuz erhielt 80.000 Euro. &#8220;So eine Dimension beim Online-Spenden hat es noch nie gegeben&#8221;, sagte Michael Opriesnig, Kommunikations- und Marketingchef des Österreichischen Roten Kreuzes. In der Schweiz wurde<br />
                            <a href="http://www.toponline.ch/area-1.rub-119.art-48043.tce" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtet</a>, dass erstmals mehr als 50.000 Menschen bei der „Glückskette“ für die Flutkatastrophe gespendet hätten.</p>
<p>Auch die anderen Hilfswerke berichten über einen starken Anstieg der Zugriffe auf ihre Websites, die mit Online-Spenden einher gehen. So berichtet<br />
                            <a href="http://www.aerzte-ohne-grenzen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ärzte ohne Grenzen</a> von bis zu fünf Spendeneingängen pro Minute, ohne deren Höhe im Moment quantitativ auswerten zu können.</p>
<p>Auch die Zugriffe auf die Websites der Organisationen steigen stark an. Allein Unicef verzeichnete in sieben Tagen über 180.000 abgerufene Seiten. Dabei kamen 42,5% der Besucher direkt auf die Homepage der Organisation, 42% über Links von anderen Websites und etwa 13,5% von Suchmaschinen.</p>
<p>Das Internet ist somit auch im Fundraising ein immer wichtigerer Kanal geworden. Mittlerweile werden, nachdem die Förderer Transaktionen im Netz immer mehr vertrauen, auch Spenden über die Websites der jeweiligen Organisationen in nennenswerter Höhe eingeworben. Ist dies der Durchbruch im deutschen Online-Fundraising?</p>
<p>Die Frage wird so einfach nicht zu beantworten sein. So unterliegt Fundraising in Katastrophenfällen einer Reihe von Besonderheiten: Menschen werden über die starke suggestive Kraft der Bilder emotional so stark angesprochen, dass sie ein Ventil suchen, um ihrer Emotionalität Ausdruck zu verleihen. Die darauf folgende Spende hat eine wichtige psychische Funktion, zeigt sie doch die Empathie, zu der Menschen fähig sind. In dieser Situation ist das Internet eine einfache und komfortable Möglichkeit, mit diesem emotionalen Druck umzugehen. Die Websites stehen prinzipiell – sieht man von den wenigen Zusammenbrüchen der Webserver aufgrund des hohen Traffics einmal ab – immer zur Verfügung und um eine Spende zu tätigen, muss in der Regel nur ein Formular ausgefüllt und abgeschickt werden. Fertig. Den Rest, d.h. den Einzug der Spende vom Konto der Spender, übernimmt dann die Spendenorganisation.</p>
<p>Wie der TNS Emnid-Spendenmonitor jedes Jahr auf’s Neue aufzeigt, sind Spenden auf Katastrophen der häufigste Spendenanlass. Dabei sind die Hilfsorganisationen auf die Berichterstattung der Fernsehsender und auch der Internet-Medien angewiesen. Sie produzieren und verbreiten die emotionalen Bilder, die notwendig sind, um den Wunsch zur Spende auszulösen. Ob sich Online-Spenden auch für die Aufbau-Projekte durchsetzen werden, bleibt abzuwarten. Hierfür lassen sich sehr viel weniger Menschen zu einer Spende bewegen, obwohl Aufbauprojekte in den ärmsten Regionen des Katastrophengebiets noch auf Jahre unserer Hilfe bedürfen.</p>
<p>Es gibt noch weitere Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. Aufgrund der Beliebtheit der überfluteten Regionen als Reiseziele für Europäer sind neben den Einwohnern auch die Urlauber von der Naturkatastrophe betroffen. Viele Menschen, die heute spenden, waren bereits an den Orten und haben eine besondere Beziehung zu Land und Leuten. Als Urlauber, die wir alle auch sind, haben wir im Grunde genommen Glück gehabt, jetzt nicht betroffen zu sein. Es hätte auch uns, unsere Familien und unsere Freunde treffen können. Dies sind sicherlich Motive, welche zusätzlich Spenden mobilisieren.</p>
<p>Damit ist anzunehmen, dass für die Tsunami-Opfer auch Menschen spenden, die sonst nicht zu den klassischen Spendergruppen gehören. Wie der TNS Emnid-Spendenmonitor zeigt, spenden vor allen Dingen Frauen, Menschen über 60 Jahre und mit einer höheren formalen Ausbildung. Diese Gruppen gelten als nicht besonders internetaffin, auch wenn die Zahl der Internetnutzer in dieser Gruppe überproportional ansteigt. Urlauber in diesen Regionen sind in der Regel jedoch deutlich jünger und verfügen in der Regel über ein höheres Einkommen. Diese eher internetaffine Gruppe kann mit den emotionalen Bildern dieser Katastrophe angesprochen und zum Spenden bewegt werden.</p>
<p>Förderer, welche auf Naturkatastrophen mit Spenden reagieren, binden sich normalerweise nur schwer an eine Organisation. Sie spenden, wenn ein Ereignis eintritt, haben sonst aber kaum Beziehungen zu den Organisationen und deren sonstigen Leistungen.<br />
                            <br />Somit stellt sich erneut die Frage nach dem Durchbruch des Online-Spendens: Fundraising auf Katastrophen wird zunehmend über das Internet abgewickelt werden. Hier steht mit dem Internet ein einfacher und komfortabler Responsekanal zur Verfügung, der von den Spendern zunehmend auch genutzt wird. Einige Förderer werden hier Erfahrungen machen, die sie auf die Kommunikation mit ihrer Organisation insgesamt übertragen werden. Hieraus jedoch die Schlussfolgerung zu ziehen, dass auch für andere Anliegen Online-Spenden stark zunehmen werden, ist auf Grundlage der derzeitigen Entwicklung verfrüht. Dies wird sich nur dann einstellen, wenn die spendensammelnden Organisationen das Internet als Kommunikationskanal verstehen und in seinen spezifischen Eigenarten zu nutzen lernen.</p>
</p>
<p>
                              <strong>Kai Fischer ist Geschäftsführer und Marcus Beck freier Mitarbeiter der auf Online-Fundraising spezialisierten Agentur<br />
                              <a href="http://www.amm-gmbh.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AMM GmbH</a> in Hamburg. AMM GmbH realisiert seit über sieben Jahren für verschiedene Organisationen Internet-Kommunikation und erstellt Konzepte für Fundraising-Projekte im Internet und zu Multi-Channel-Fundraising. Kai Fischer ist Fachautor und Referent auf verschiedenen Kongressen, Tagungen und Weiterbildungen im Fundraising.</strong>
                            </p>
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		<title>Online-Spendentool von Bündnis 90/Die Grünen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online_spendentool_von_buendnis_90_die_gruenen-697/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mhartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Spende]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Die Grünen geben ihren potenziellen Spendern ab sofort die Möglichkeit, nicht mehr nur mittels Überweisung die Politik
der Grünen finanziell zu unterstützen, sondern die Parteispende bequem und sicher mithilfe der Kreditkarte auch über das
Internet online zu realisieren.</span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Die Grünen geben ihren potenziellen Spendern ab sofort die Möglichkeit, nicht mehr nur mittels Überweisung die Politik<br />
der Grünen finanziell zu unterstützen, sondern die Parteispende bequem und sicher mithilfe der Kreditkarte auch über das<br />
Internet online zu realisieren.</span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein neuer Wettbewerb scheint im Hinblick auf die Bundestagswahl 2002 unter den großen demokratischen Parteien in<br />
Deutschland ausgebrochen zu sein: der um das Image der innovativsten, engagiertesten und interaktivsten Partei im<br />
Internet. So geht es in diesem Wettstreit der Parteien vorrangig um eine Forcierung und attraktive Verbesserung der<br />
digitalen Möglichkeiten, die das Internet im kommenden Jahre erstmals zum Wahlkampfmedium No.1 machen lassen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In diesem Zusammenhang der digitalen Mobilmachung stehen exemplarisch nicht nur netzkompatible Neuerungen wie der<br />
<a href="http://www.virtueller-parteitag.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
Virtuelle Parteitag der Bündnisgrünen</a>, die Kreation eines ausschließlich im Internet existenten <a href="http://www.fdp-lv-net.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
Landesverbandes der<br />
Liberalen</a>, die erste <a href="http://www.internetnight.cdu.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Internetnight</a> der <a href="http://www.cdu.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Christdemokraten</a><br />
mit Vorträgen und Workshops rund um die Thematik von Internet<br />
und Politik, die vermehrte Realisierung von Politiker-Chats, die aktive <a href="http://www.buergerprogramm2002.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Debatte um Wahlkampfprogramme</a> der <a href="http://www.liberale.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">FDP</a> und die<br />
große Anzahl von neuen politischen Diskussionsforen &#8211; seit Mitte Mai bieten Bündnis 90/Die Grüne auch die Möglichkeit,<br />
mittels Kreditkarte online eine Parteispende abzugeben.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
&quot;Besonders freuen wir uns natürlich, diese innovative Lösung der Online-Spende vor der selbsternannten<br />
Internetpartei FDP anbieten zu können&quot;, freute sich der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Reinhard Bütikofer.<br />
Auf der Pressekonferenz am 16. Mai 2001 in Berlin rühmte Bütikofer nicht nur die vorgestellte <a href="http://www.gruene.de/start/start_spenden.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Neuentwicklung der<br />
Online-Spende</a>, sondern auch seine Partei: 1996 seien die Grünen die erste Partei mit einem eigenen Angebot im Internet<br />
gewesen &#8211; und nun läge man mit einer technischen Neuerung wie der Parteispende via Internet erneut vorne.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das von dem Berliner Jungunternehmen <a href="http://www.wegewerk.de/de/indexmsie.php3" target="_new" rel="noopener noreferrer">wegewerk</a> entwickelte Spendentool bietet dem User derzeit die Möglichkeit,<br />
zwischen einer allgemeinen Spende zur Unterstützung der politischen Arbeit von Bündnis 90/Die Grünen,<br />
einem Wahlkampf-Fond zur Vorbereitung des Landtagswahlkampfes in Sachsen-Anhalt im Frühjahr 2002 und dem<br />
Internationalen Solidaritätsfond (ISF) von Bündnis 90/Die Grünen zu wählen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nach den Vorstellungen des Bundesgeschäftsführers Bütikofer sollen die Spender in Zukunft zwischen maximal vier<br />
Projekten auswählen können, doch welcher Anteil bei den Spendenerwartungen von fünf Millionen Mark zur Bundestagswahl<br />
2002 mit Hilfe des neuen Spendentools im Internet gesammelt werden kann, vermöge er nicht zu prognostizieren.<br />
Das Vorbild aber wurde genannt: Dem US-amerikanischen Präsidentschaftskandidat John McCane war es gelungen,<br />
innerhalb kürzester Zeit mehrere Millionen Dollar zu sammeln, ein großer Teil davon über das Internet.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Jedoch gerade im Zuge der Spendenskandale innerhalb der deutschen Parteienlandschaft müsse das oberste Gebot der<br />
Spendeneinwerbung des grünen Bundesverbandes im Internet Transparenz und Ehrlichkeit sein,<br />
wie Reinhard Bütikofer ausführte.<br />
So werden dem Nutzer rund um den eigentlichen Akt der Parteispende zahlreiche Informationen geboten,<br />
um willigen Spendern Sicherheit, garantierten Datenschutz sowie eine gesetzeskonforme Verwendung der Parteispenden<br />
zu garantieren. Missbräuchlich überwiesene Summen würden zurückerstattet &#8211; etwa, wenn der Junior Mammas<br />
Kreditkarte missbrauchen sollte.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nach Angaben der Entwickler des Spendentools werden die Transaktionen der individuellen persönlichen Daten und der<br />
Kreditkartennummer über verschlüsselte Datenverbindungen im SSL-Standard realisiert, über einen speziell geschützten<br />
Sicherheitsserver abgewickelt und somit für Dritte unzugänglich gemacht.<br />
Zur Bestätigung der eingegangenen Parteispende bekommt der registrierte Spender neben einer Quittung umgehend eine<br />
E-Mail zugesandt, die als weiterer Sicherheitsaspekt bei der Datenübermittlung gelten soll.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als Zielgruppe richtet sich das neue Spendentool besonders an die häufigen Internetbesucher, da bei ihnen die<br />
Akzeptanz der Kreditkartenzahlung im Internet sehr verbreitet ist und somit potenziellen Unterstützern die<br />
Möglichkeit gegeben werden soll, mithilfe moderner Übertragungswege der grünen Politik finanziell beizustehen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die anderen deutschen Bundestagsparteien bieten interessierten Spendern auf ihren Internetseiten lediglich schlichte<br />
Bankverbindungen an oder geben ihnen wie die <a href="http://www.spd.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">SPD</a> die Möglichkeit, sich Informationsmaterial über die Parteispenden<br />
zusenden zu lassen.<br />
Ob die Einführung eines Online-Spendentools wirklich die erwartete Konjunktur der Parteispenden der Grünen<br />
hervorbringen wird, bleibt abzuwarten. Sicher jedoch lässt sich behaupten, dass solche digitalen Neuerungen nicht<br />
nur für eine große Wählermobilisierung sorgen werden, sondern sich das Internet ebenso zu dem Instrument des<br />
Bundestagswahlkampfes 2002 entwickeln lassen, dessen Innovation, Interaktivität und technischem Fortschritt<br />
sich die anderen Parteien in Zukunft nicht entziehen werden können.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während der Präsentation der Online-Spende auf der Pressekonferenz in Berlin hatte Schatzmeister Dietmar Strehl<br />
einen spendablen Moment erwischt und unterstützte den Internationalen Solidaritätsfond (ISF) mit fünfzig Euro,<br />
online über das Internet.<br />
Um sich jedoch vor der versammlten Journalistenschar und der Projektion an die Wand einer geschützten<br />
Datenübertragung sicher zu sein, behalf er sich mit einer etwas antiquarischen Firewall: er ließ seine Angaben<br />
mithilfe eines schattenwerfenden Regenschirms zensieren.<br />
</span></span></p>
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