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	<title>Online-Voting &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Online-Voting &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Politik via App: Movimento 5 Stelle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Mar 2018 10:47:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Demokratie fürs 21. Jahrhundert oder Populismus in Reinform? –  An der italienischen „Fünf-Sterne-Bewegung“ scheiden sich die Geister. Bei den Parlamentswahlen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Movimento.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154290" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Movimento.png" alt="Movimento" width="640" height="282" /></a>Demokratie fürs 21. Jahrhundert oder Populismus in Reinform? –  An der italienischen „Fünf-Sterne-Bewegung“ scheiden sich die Geister. Bei den Parlamentswahlen am kommenden Sonntag wird die Bewegung um den Komiker Beppe Grillo vermutlich als stärkste Einzelpartei ins Parlament einziehen. Für uns Grund genug, um deren Politik via App etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.</p>
<p>Partizipation statt Delegation! Das ist der Schlachtruf der 2009 von dem bekannten italienischen Kabarettisten Beppe Grillo gegründeten Fünf-Sterne-Bewegung (ital.: Movimento 5 Stelle, oder m5S). Via Internet soll den Bürgern Italiens die Möglichkeit gegeben werden, direkt an politischen Entscheidungen Teil zu haben, anstatt diese nur an vermeintlich korrupte Politiker zu delegieren. Zu diesem Zwecke wurde eigens eine Online-Plattform Namens „Rousseau“ eingerichtet. Bei den kommenden Parlamentswahlen am 4. März werden die Fünf Sterne mit ihrem Spitzenkandidaten Luigi Di Maio vermutlich als <a href="https://de.reuters.com/article/italien-wahl-umfrage-idDEKCN1G01TE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">stärkste Einzelpartei</a> ins Parlament einziehen. Wir haben uns deren Organisationsstruktur etwas genauer angesehen.</p>
<h3>Die Vision des Beppe Grillo</h3>
<p>Italien gilt als <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/korruptions-europameister-italien-berlusconis-korrupte-erben-a-950874.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das korrupteste Land Europas</a> und die Wut der Bevölkerung auf käufliche Politiker ist dementsprechend hoch. Aus eben diesem Geiste wurde 2009 die Fünf-Sterne-Bewegung geboren. Mit ihrem Versprechen, die Macht den korrupten Politkern zu nehmen und der Bevölkerung zurückzugeben, erreichten sie bei den Parlamentswahlen 2013 27% der italienischen Wähler.</p>
<p>Per Internet soll den Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, direkt am politischen Entscheidungsprozess teilzunehmen und so Politiker als Mittelsmänner überflüssig zu machen. Die Vision des Beppe Grillo ist es, alle Italiener und Italienerinnen an einem großen digitalen Tisch zu versammeln und so einen direkten Interessensaustausch zu ermöglichen. Diese Vernetzung erschaffe eine „kollektive Intelligenz“ und gebe der Bevölkerung die Möglichkeit, sich selber zu verwalten.</p>
<p>Diese Vernetzung soll mittels verschiedener Diskussionsforen hergestellt werden, welche jedem frei zugänglich sind und nicht von Privilegierten kontrolliert werden. Zudem sollen Online-Votings stets die Mehrheitsmeinung widerspiegeln. „Wenn man wissen will was Menschen denken, muss man sie fragen.“ Nach dem vermeintlichen Autor dieses geflügelten Wortes, Jean-Jacques Rousseau, wurde dann auch die Plattform benannt, mit der sich die Vision des Beppe Grillo erfüllen soll.</p>
<h3>Rousseau: Politik via App</h3>
<p>Die Online-Plattform Rousseau gliedert sich vorrangig in drei Applikationen: <em>Vote, Lex</em> und <em>Lex Iscriti</em>. Alle drei dienen als Diskussionsforum für jeweils verschiedene politische Bereiche und zielen darauf ab, direkte Demokratie durch das Internet zu verwirklichen. Teilnehmen kann jeder, der sich mit seiner Steuernummer auf dem Portal anmeldet.</p>
<p>Mit <strong><em>Vote</em></strong> werden die Kandidaten gewählt, welche für die Fünf-Sterne-Bewegung bei den jeweiligen Wahlen antreten sollen. Bewerben kann sich jeder, der bis zu einem gewissen Stichtag seinen Lebenslauf mit allen wichtigen Informationen, sowie ein Bewerbungsvideo hochlädt, worin erklärt wird, warum gerade er für die Bewegung ins Rennen gehen sollte. Ein Online-Voting entscheidet dann, wer letzten Endes auf der Liste landet und bei der Wahl antreten darf. Auf diese Weise wurden beispielsweise die 73 Kandidaten für die Europawahl 2014 bestimmt.</p>
<p>Einmal gewählte Politiker müssen sich regelmäßig für ihre Politik vor der gesamten Bewegung rechtfertigen. Dies geschieht mittels <strong><em>Lex</em></strong>. Hier werden aktuelle Gesetzesentwürfe präsentiert und diskutiert. Auf diese Weise werden nicht nur alle Mitglieder informiert, sie werden auch direkt in den politischen Entscheidungsprozess miteingebunden.</p>
<p>Bei schwierigen Gesetzen, Vorschlägen oder Diskussionen werden auf der Plattform die wichtigsten Fakten und Zusammenhänge präsentiert, welche für eine informierte Meinungsbildung notwendig sind. So wurde zu der Debatte um ein neues Wahlrecht ein Video hochgeladen, in dem ein Professor alle relevanten Alternativen, sowie deren jeweilige Vor- und Nachteile präsentierte.</p>
<p><strong><em>Lex Iscriti </em></strong>ist die dritte App und findet ihren Zweck darin, den angemeldeten Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, selber Gesetzte vorzuschlagen. Findet ein Vorschlag besonderen Anklang und ist die Diskussion bis zu einem gewissen Grad gediehen, so wird mit Hilfe eines Online-Votings abgestimmt, ob der Entwurf dem Parlament vorgeschlagen werden soll. Mehrere Gesetzesentwürfe fanden auf diesem Wege bereits Eingang in das italienische Parlament.</p>
<h3>Die Utopie beginnt zu bröckeln</h3>
<p>Doch die Frage, welche sich nun stellt, ist folgende: Kann sich diese politische Idee einer kollektiven Intelligenz, einer direkten, digitalen Demokratie denn überhaupt in der Praxis bewähren? In vielen Parlamenten und Regierungen sitzen heute Mitglieder der Fünf-Sterne-Bewegung, welche sich der Bewährungsprobe stellen. Und es muss derzeit wohl konstatiert werden: Die Utopie beginnt zu bröckeln.</p>
<p>Eine Idee, auf die sich die Bewegung stützt, ist die der kollektiven Intelligenz, oder der „Schwarmintelligenz“. Kurz zusammengefasst: Viele Köpfe denken besser als einer. Doch leider kommt es in der Realität häufig zum umgekehrten Fall, zur „Schwarmidiotie“. Diese tritt immer dann auf, wenn jegliche Form von Autoritäten aus Sachdiskussionen ausgeschlossen werden. Meinungen werden als gleichwertig betrachtet unabhängig davon, wie sie gebildet worden sind; unabhängig davon, ob sie sinnvoll und wissenschaftlich fundiert sind oder das Ergebnis wilder Spekulationen. Expertenmeinungen werden dann durch „Schwarmwissen“ ersetzt. So geschehen in der Impfdebatte in Italien. Die <a href="https://www.theguardian.com/world/2017/mar/23/italys-five-star-movement-blamed-for-surge-in-measles-cases" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anti-Impf-Kampagne der Fünf-Sterne-Bewegung</a> führte dazu, dass sich immer weniger Italiener gegen Masern impfen ließen. 2015 waren nur noch 85% der Zweijährigen gegen das tödliche Virus geimpft. Die 95%-Vorgabe der Weltgesundheitsorganisation wurde weit verfehlt. Und dies aufgrund der <a href="http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/hochrisikokinder-kein-zusammenhang-zwischen-autismus-und-impfung-13550611.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">längst widerlegten Behauptung</a>, die Masernimpfung löse Autismus aus.</p>
<p>Und wie steht es mit der Ernsthaftigkeit einer solchen Bewegung? Sind sich Menschen in Online-Diskussionen in ausreichender Weise ihrer Verantwortung bewusst, oder verführt die Anonymität und die schiere Masse der Beteiligten vielleicht dazu, leichtfertig mit der eigenen politischen Entscheidungsgewalt umzugehen? Bereits mehrfach wurde von außenstehenden Beobachtern bemängelt, dass bereits einige Dutzend Online-Stimmen ausreichen, um <a href="http://library.fes.de/pdf-files/id/12670.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Politiker der Fünf-Sterne-Bewegung in ranghohe Ämter zu katapultieren</a>.</p>
<p>Des Weiteren steht die Frage im Raum, inwiefern Online-Foren eine ausreichende Basis für einen vernünftigen politischen Dialog bilden. Die Erfahrung zeigt, dass Foren selten der richtige Platz für sachliche Diskussionen sind. Auch bleibt es fraglich, ob kurze Briefings in Online-Videoclips tatsächlich ausreichen, um sich alles relevante Wissen für eine fundierte Meinungsbildung anzueignen. In den Städten, in denen die Fünf-Sterne-Bewegung regiert – darunter <a href="https://www.swp.de/politik/inland/die-gluecklose-buergermeisterin-roms-23603337.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rom</a> und <a href="https://www.theguardian.com/world/2018/feb/04/turin-five-star-movement-mayor-chiara-appendino" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Turin</a>  – scheint sich diese neue Methode nicht zu bewähren.</p>
<h3>Fünf Sterne Populismus</h3>
<p>Dem Volk die Macht zurückzugeben, ist der Schlachtruf vieler Parteien in ganz Europa geworden. Der Populismus verspricht seinen Wählern genau das, und meistens wird <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/die-afd-im-internetwahlkampf-2017-15186116.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das Internet als Waffe</a> eingesetzt im Kampf gegen das Establishment. Zwei Komponenten sind oft charakteristisch für populistische Bewegungen: Zum einen werden scheinbar einfache Lösungen für komplexe Probleme präsentiert und zum anderen werden Abstimmungen als Machtinstrumente missbraucht. Demokratische Entscheidungen werden hierbei oft bewusst mit Mehrheitsentscheidungen verwechselt. Und in eben diese Kerbe schlägt die Fünf-Sterne-Bewegung mit raffinierten Mitteln.</p>
<p>Viele komplexe politische Diskussionen sind in Internetforen schlicht nicht zu bewältigen. Die Beteiligten sind <a href="https://www.nytimes.com/2016/10/05/world/americas/colombia-brexit-referendum-farc-cameron-santos.html?_r=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicht in der Lage, sich ausreichend Einblick in die Materie zu verschaffen</a>, was sie dazu nötigt, ihre Entscheidung aufgrund vorgefertigter Ansichten zu treffen. Selten führt dies zu Meinungsaustausch, häufig zu Ideologisierung. Und ohne sich einem Konsens auch nur genähert zu haben, wird die Diskussion dann mittles Online-Voting beendet. Populistische Kräfte instrumentalisieren Abstimmungen und Volksentscheide, um ihre teils radikalen und antidemokratischen Ansichten durchzusetzen. Auch bei der Fünf-Sterne-Bewegung lassen sich diese Züge nur zu deutlich erkennen.</p>
<p>Ein weiteres Phänomen, welches nicht zuletzt in Internet-Foren häufig auftritt, ist das der sogenannten Feedback-Loops. Eine vorherrschende Meinung wird unhinterfragt als richtig angenommen, bloß weil sie von einer Mehrheit vertreten wird. Die eigene Meinung wird an die der Mehrheit angepasst und es entsteht eine Schleife sich ständig selbst bestätigender Ansichten. In einer großen Menge wenig informierter Menschen kann dies hochproblematisch werden. Diejenigen mit guten Argumenten und vernünftigen Einwänden dringen dann nicht mehr gegen die Masse an Halbwissen durch. Nicht nur entsteht auf diese Weise ein gewisses Mitläufertum, auch führt dieser Effekt dazu, dass kritische Aussagen nicht nur überhört, sondern als falsch und schädlich zurückgewiesen werden.</p>
<p>Besonders gefährlich werden diese Situationen dann, wenn abweichende Ansichten diffamiert und verfolgt werden. Man denke nur an die Stimmen, welche als unchristlich, entartet oder konterrevolutionär zum Schweigen gebracht wurden. Ohne hier zu viele Prallelen ziehen zu wollen, bleibt diese Gefahr bei vielen populistischen Parteien sehr real. Trotz der weitgehend gemäßigten Ausrichtung der Fünf-Sterne Bewegung, wurde der Umgang mit Dissidenten bereits mehrfach scharf kritisiert. <a href="http://library.fes.de/pdf-files/id/12670.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abweichler werden entweder unter Androhung hoher Strafen auf Linie gebracht, oder ganz aus der Partei ausgeschlossen.</a></p>
<p>Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass es der Bewegung um Beppe Grillo und Luigi Di Maio, trotz aller durchaus innovativen Ansätze, nie gelungen ist, sich als eine ernstzunehmende Alternative zur etablierten Parteienpolitik zu präsentieren. Mit der Fünf-Sterne-Bewegung verhält es sich wohl wie mit allen populistischen Kräften: Sie hält nicht was sie verspricht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Movimento Cinque Stelle, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Neue Netzdebatten braucht das Land &#8211; Digitale Presseschau 3/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2014 17:20:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In unserer Presseschau blicken wir auf eine debattenreiche Woche zurück. Der Blogger Sascha Lobo fühlt sich auf einmal gekränkt und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer Presseschau blicken wir auf eine debattenreiche Woche zurück. Der Blogger Sascha Lobo fühlt sich auf einmal gekränkt und tritt eine breite Debatte los. Stehen Internet und Politik vielleicht in einem engeren Zusammenhang, als wir alle dachten? Ist nur das Internet kaputt oder ist sogar unsere Demokratie in Gefahr? Warum spielt die CSU einen „digitalen Doppelpass“ in den eigenen Reihen, so als spielte sie das Endspiel gegen die Piraten? Hat das Internet also nun positive Effekte, bei der Verwaltung, der Regierung oder der Diskussion politischer Themen oder ist es der negative Alleszermalmer unserer Gesellschaft? Vielleicht wird das Internet in anderen Teilen der Welt noch als nützliches Instrument und weitaus positiver als hierzulande gesehen.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=l9ZqXlHl65g#t=131&amp;hd=1" title="The Problem With Facebook" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/l9ZqXlHl65g?start=131&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Derek Muller betreibt den Youtube-Channel <a href="http://www.youtube.com/user/2veritasium?feature=watch&amp;hd=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veritasium.</a> In unserem Video der Woche vergleicht er die Filtermechanismen und die Funktionsweise von Werbung bei Youtube und Facebook.</p>
<h3><a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/920909.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Von der Kränkung zur Politik</a></h3>
<p>Sascha Lobo, „Internet-Guru“ und „Medienjournalist“, hat in der <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/eine-absage-an-das-internet-die-digitale-kraenkung-des-menschen-12747258.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FAZ</a> seiner Kränkung freien Lauf gelassen und das Internet wegen der ausufernden Überwachung für kaputt erklärt. Damit hat er eine Welle von Repliken entfacht. Unter anderen freut sich <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/920909.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sebastian Dörfler im Neuen Deutschland</a> darüber, dass das „politische Betriebssystem“ wieder mehr in den Blick kommt und fragt sich, was das für die Linke bedeutet. Auch Thomas Stadler stellt auf <a href="http://www.carta.info/69037/zwei-blickwinkel-ist-das-internet-wirklich-kaputt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">carta.info</a> die Frage, ob nicht eher die Demokratie kaputt sei. <a href="http://mspr0.de/?p=3927" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael Seemann </a>schließlich unterstellt Lobo, die Seiten gewechselt zu haben und wissend als Stichwortgeber für eine Schlandnet-Kampagne zu fungieren.</p>
<h3><a href="http://www.welt.de/regionales/muenchen/article123749192/Online-Wahl-auszuschliessen-ist-anachronistisch.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der „digitale Doppelpass“ der CSU</a></h3>
<p>„Digitalisierung ist das Schlüsselthema schlechthin.“ Mit dieser Aussage nahm Dr. Markus Söder (CSU), bayerischer Staatsminister für Finanzen, in einem Interview mit WELT-Online den Pass der Initiative „Digitales Deutschland“ von Bundesminister Alexander Dobrindt auf und will Bayern zum „Chefprogrammierer für die digitale Verwaltung in Deutschland“ machen. Neben dem E-Government will Söder bis 2018 in Bayern Online-Wahlen durchführen. Die gesetzlichen Änderungen, die dazu nötig sind, könnten zunächst in Online-Volksbefragungen getestet werden. Auch hier solle Bayern „Vorreiter“ nicht nur für ganz Deutschland, sondern für ganz Europa werden. Dazu wurde Söder gleich zum <a href="http://www.stmf.bayern.de/internet/stmf/aktuelles/pressemitteilungen/22079/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Chef der Digitalisierung“</a> ernannt und stockte zudem die finanziellen Mittel für den <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bayern-stockt-finanzielle-Mittel-fuer-schnelles-Internet-auf-dem-Land-auf-2084398.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Breitbandausbau des Internets</a> auf.</p>
<h3><a href="http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Zwischenfazit zu Open Data</a></h3>
<p>Claus Arndt, Referent des Bürgermeisters für E-Government und Neue Medien der Stadt Moers, resümiert über den Nutzen von Open Data, die seit einem Jahr auf der <a href="https://www.govdata.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GovData-Plattform</a> gesammelt werden. Die Transformation von Daten, etwa die Umformung von PDF-Haushalten in einen XML-Datensatz, sei sehr aufwendig, daher werde Open Data noch viel zu wenig genutzt. Stattdessen beschränke sich die Verwendung auf „Schnarchdaten“ wie Vornamenstatistiken, die in Apps zusammengeführt werden. Er ruft vor allem die Webgesellschaft dazu auf, Wissenschaftlern, Journalisten und Unternehmern zu zeigen, was man mit den Daten machen kann.</p>
<h3><a href="http://blogs.faz.net/10vor8/2014/01/17/entwurf-elisabeth-362/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rettet das Internet!</a></h3>
<p>Elisabeth Ruge betrachtet in einem Artikel auf ihrem FAZ-Blog das Internet von seiner praktischen Seite. Die digitale Technik und das Netz sei für viele eben immer noch ein Werkzeug – in den prekäreren Regionen der Welt, die oftmals als sogenannte „dritte Welt“ bezeichnet werden, sogar ein „Werkzeug zum Überleben“. In ihrem Bericht über den Einsatz von Hightech-Internet bei Kleinbauern in Indien oder bei Finanztransfers in Afrika und Afghanistan kommt dann auch der Widerspruch der Digitalisierung klar zum Vorschein: Während im Westen über totale Überwachung, das fehlende Demokratisierungspotential oder die „Kaputtheit“ des Internets diskutiert wird, gilt es in anderen Teilen der Welt als ein nützliches Instrument und wird dementsprechend genutzt.<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Berliner Apps im Online-Voting</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Philipp Albrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 10:59:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit über 70 eingereichten Bewerbungen ist der Ideenwettbewerb &#34;Apps4Berlin&#34; des Berliner Senats ein großer Erfolg. Nicht nur der zuständige Senator Harald Wolf (Die Linke) zeigt sich vom Ideenreichtum der Berliner beeindruckt. Ab sofort können Internetnutzer über den Publikumspreis abstimmen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit über 70 eingereichten Bewerbungen ist der Ideenwettbewerb &quot;Apps4Berlin&quot; des Berliner Senats ein großer Erfolg. Nicht nur der zuständige Senator Harald Wolf (Die Linke) zeigt sich vom Ideenreichtum der Berliner beeindruckt. Ab sofort können Internetnutzer über den Publikumspreis abstimmen.</p>
<p>
<!--break--> 
</p>
<p>
Bis zum Einsendeschluss Ende November 2010 sind beim Senat für Wirtschaft, Technologie und Frauen der Hauptstadt 72 Vorschläge eingegangen. Die Spannbreite reichte von Applikationen, die auf die nächstgelegenen Partys oder Jogging-Routen hinweisen, über Anwendungen die das &quot;Fix-my-street&quot;-Konzept variieren bis zu digitalen Reiseführern für Menschen mit Behinderungen.
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.berlin.de/sen/wtf/voting/apps4berlin.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Apps4BerlinVoting.jpg" alt="Abstimmung Apps 4 Berlin" title="&quot;Apps 4 Berlin &quot; Publikums-Voting" height="177" width="225" /></a>
</p>
<p>
Gesucht wurden neue digitale mobile Applikationen, die allgemein für Bürger, Besucher oder Unternehmen in Berlin nützlich sind, die der demokratischen Teilhabe der Bürger dienen oder die auf konkrete Benutzergruppen wie z. B. Touristen, Kunstinteressierte oder Sportler zugeschnitten sind.
</p>
<p>
<b>Wettbewerb wird fortgesetzt</b>
</p>
<p>
Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, zeigte sich mit der Resonanz sehr zufrieden: „Unsere Wettbewerbe sind kreative Ideenschmieden und bringen viele innovative Lösungen hervor. Besonders freut mich, dass 40 Prozent der Einsendungen von Studierenden kamen.&quot; Angesichts der großen Resonanz kündigte Wolf an, das Format des Kreativwettbewerbs auch im kommenden Jahr fortzuführen.
</p>
<p>
Eine Jury aus Vertretern von Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft wird die besten Vorschläge prämieren, zugleich wird zwei Wochen lang über die gelungensten Apps in einem <a href="http://www.berlin.de/sen/wtf/voting/apps4berlin.php" target="_blank" title="Voting Apps 4 Berlin" rel="noopener noreferrer">Publikums-Voting</a> abgestimmt. Die Preisverleihung wird im Frühjahr 2011 stattfinden.</p>
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		<title>Street View: de Maizière startet Fragen-Forum</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/street-view-de-maiziere-startet-fragen-forum-5006/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rita Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 16:02:27 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bundesinnenministerium]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 20. September 2010 diskutiert Bundesinnenminister Thomas de Maizière in einer Expertenrunde das Thema: “Digitalisierung von Stadt und Land”. Ein Punkt dabei ist die Sicherung von Geodaten. Bürger können im Internet bereits vorab Fragen zu Google Street View und Co. stellen. Antworten des Innenministers gibt es im Videopodcast.<br />
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. September 2010 diskutiert Bundesinnenminister Thomas de Maizière in einer Expertenrunde das Thema: “Digitalisierung von Stadt und Land”. Ein Punkt dabei ist die Sicherung von Geodaten. Bürger können im Internet bereits vorab Fragen zu Google Street View und Co. stellen. Antworten des Innenministers gibt es im Videopodcast.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
In der Runde will Innenminister Thomas de Maizière mit Experten unter anderen den Schutz der Privatsphäre, die Verwendungsmöglichkeiten und die Zuordnung von Verfügungsgewalten bei Geodaten diskutieren. Ausgelöst wurden die Debatten durch die Protestwellen rund um den Start des Google-Projekts „Street View“. Der Innenminister lädt bei der Diskussion die Bürger zum Mitreden ein.
</p>
<p>
Auf der <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_183/sid_E925F494D56D2961989A294B3EC1A21B/DE/Service/Gaestebuch/gaestebuch_node.html?queryResultId=27339642&amp;pageNo=5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetseite des Bundesministeriums des Innern (BMI)</a> ist noch bis zum 14. September 2010 ein Fragenforum geöffnet. Nach Ablauf der Frist können die User per Voting entscheiden, welche Fragen vom Innenminister in einem Videopodcast nach der Diskussionsrunde beantwortet werden sollen.
</p>
<p>
Ein <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/027/1702765.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesetzesentwurf des Bundesrats</a> zum gleichen Thema liegt bereits vor.   </p>
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		<title>Dominanz durch Penetranz</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 16:03:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Vassilis Kostakos]]></category>
		<category><![CDATA[Weisheit der Vielen]]></category>
		<category><![CDATA[Wisdom of the crowds]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Studie aus den USA zeigt: So viele sind es gar nicht, die im Internet die oft beschworene Weisheit der Vielen entwickeln. Tatsächlich kann im Mitmachinternet lediglich eine Handvoll extrem aktiver Nutzer den Ton für viele andere vorgeben. Daran krankt besonders das politische Web.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Studie aus den USA zeigt: So viele sind es gar nicht, die im Internet die oft beschworene Weisheit der Vielen entwickeln. Tatsächlich kann im Mitmachinternet lediglich eine Handvoll extrem aktiver Nutzer den Ton für viele andere vorgeben. Daran krankt besonders das politische Web.<!--break--></p>
<p>
Dass Randgruppen im Internet ihre geringe Größe durch gesteigerte Aktivität wettmachen können, <a href="http://www.technologyreview.com/web/23477/?a=f" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hat eine Studie</a><a href="http://www.technologyreview.com/web/23477/?a=f" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> ergeben</a>. Die Forscher um <a href="http://dme.uma.pt/people/faculty/vassilis.kostakos/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vassilis Kostakos</a> nahmen sich mehrere Millionen von Nutzern erstellte Bewertungen beim Internetversandhändler Amazon, der Internet Movie Database (IMdB) und dem Bücherportal Bookcrossing vor. Ihr Ergebnis: Kleine Gruppen aktiver Nutzer können durch Mehrfachabstimmen das Ergebnis einer ganzen Community verfälschen.
</p>
<p>
<b>User stimmten hundertfach ab</b></p>
<p>Nach Kostakos Studie bewerteten beispielsweise nur etwa fünf Prozent der Amazon-Nutzer mehr als zehn Produkte. Einige wenige vergaben aber mehrere hundert Mal ihre Stimme. Das Ergebnis bewegte sich von der für die Community eigentlich repräsentativen Meinung weg. Zwei oder drei extrem aktive Nutzer mit 500 oder mehr Bewertungen können laut Kostakos das Gesamtergebnis nachhaltig verändern.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Screeshot_voting.jpg" alt="Screenshot Voting" title="Screenshot Voting" width="566" height="131" />
</p>
<p>
<i>Screenshot eines Online-Votings </i>
</p>
<p>
Beobachtet man politische Diskussionen im Netz, potenziert sich häufig die von Kostakos für Produktbewertungen festgestellte Fehleranfälligkeit. Nicht umsonst gibt es beim Smalltalk drei goldene Regeln: Kein Sex, keine Religion, keine Politik. Zu oft setzen bei diesen Themen der gesunde Menschenverstand und anerkannte soziale Verhaltensweisen aus. Extreme und abseitige Meinungen &#8211;  bei politischen Themen häufiger anzutreffen als bei unverfänglichen &#8211; bekommen im Internet durch gesteigerte Penetranz der Urheber mehr Gewicht als ihnen in der Community eigentlich zustünde.
</p>
<p>
<b>Ideologen besonders penetrant</b>
</p>
<p>
Ideologen verändern besonders gerne per Mehrfach-Klick das Ranking  oder veröffentlichen Beiträge in hoher Frequenz. Hinzu kommt, dass sich an politischen Diskussionen nur eine Minderheit der Nutzer aktiv beteiligt. Die überwiegende Anzahl liest ausschließlich mit, einige wenige nutzen niedrigschwellige Mitmachmöglichkeiten wie Klick-Bewertungen und nur sehr wenige kommunizieren aktiv. </p>
<p>Minderheitenmeinungen haben es unter diesen Bedingungen noch leichter, Netzdiskurse zu dominieren. Beobachten kann man dieses Phänomen beispielsweise bei den Bürgerfragen an Abgeordnete beim Portal Abgeordnetenwatch, der Dominanz der Piratenpartei im Online-Wahlkampf oder auch bei den Chats von politik-digital.de. Kein Wunder also, dass manche Politiker das Internet als Hort der Irren sehen oder bei Direktkommunikation mit Bürgern <a href="/wiefelsp%C3%BCtz-abgeordnetenwatch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">entnervt aufgeben</a>.
</p>
<p>
<b>Neue Werkzeuge, neue Probleme </b>
</p>
<p>
Bisher haben Betreiber von Diskussionsportalen neben technischen Maßnahmen wie Begrenzung der Stimmen pro Nutzer auf die Weisheit der Vielen gesetzt. Je mehr Menschen sich aktiv beteiligen, desto weniger Chancen haben Randgruppen, sich prominent zu positionieren &#8211; dachte man. Stimmt jedoch ein Nutzer wie in Kostakos Studie mehrere hundert Male ab, braucht es mehrere hundert andere User, um das Ergebnis repräsentativ zu halten. Offenbar müssen also  Werkzeuge entwickelt werden, die penetrante Nutzer eindämmen, wenn eine Repräsentativität für die teilnehmende Community gewünscht ist. </p>
<p>Erste Ideen zur Verbesserung der Repräsentativität wiederum sind meist mit Einschränkungen für die Durchschnittsnutzer verbunden. So könnte man sichtbar machen, wie oft ein Nutzer abgestimmt hat. Dazu braucht man aber einen Registrierungsprozess, der den durchschnittlichen Nutzer eher abschreckt. Kostakos schlägt vor, Abstimmungen erst ab einer gewissen Menge an Bewertungen freizuschalten. Gerade im politischen Web kommt es dann aber erfahrungsgemäß zu Zensurvorwürfen aus der Community, die den Kommunikationsaufwand für Portalbetreiber extrem erhöhen.</p>
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		<title>Einmischen in Sachsen-Anhalt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/sachsen_anhalt_buergerbeteiligung-3859/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 10:41:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eParticipation]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetzesentwurf]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
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					<description><![CDATA[Sachsen-Anhalt möchte seine Bürger zu mehr politischer Beteiligung
mobilisieren und vor allem junge Leute erreichen. Unter
<a href="http://www.einmischen.sachsen-anhalt.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.einmischen.sachsen-anhalt.de</a> bietet das Land interaktive Anwendungen und Informationsangebote.
<p>
&#160;
</p>
<img src="/sites/politik-digital.de/files/080422_sachsenanhalt.jpg" alt="Screenshot einmischen.sachsen-anhalt.de" height="256" width="350" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sachsen-Anhalt möchte seine Bürger zu mehr politischer Beteiligung<br />
mobilisieren und vor allem junge Leute erreichen. Unter<br />
<a href="http://www.einmischen.sachsen-anhalt.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.einmischen.sachsen-anhalt.de</a> bietet das Land interaktive Anwendungen und Informationsangebote.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/080422_sachsenanhalt.jpg" alt="Screenshot einmischen.sachsen-anhalt.de" height="256" width="350" /><!--break--></p>
<p>
„Gesetzentwürfe<br />
und politische Vorhaben: Mischen Sie sich ein!&quot; ist auf der<br />
Startseite des Beteiligungsportals zu lesen, das die Landesregierung<br />
am 1. April 2008 eingerichtet hat. Sachsen-Anhalt möchte mit<br />
diesem Baustein der Kampagne „Hingucken-Einmischen&quot;, die sich mit<br />
verschiedenen Aktionen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus<br />
sowie für Zivilcourage und aktive Teilnahme im Alltag einsetzt,<br />
etwas gegen die Demokratieunzufriedenheit und das politische<br />
Desinteresse seiner Bürger tun. Ausgangspunkt: die beängstigend<br />
schlechte Wahlbeteiligung von 44 Prozent im Jahr 2006. Theo<br />
Struhkamp, Vize-Regierungssprecher des Landes Sachsen-Anhalt,<br />
beklagt, dass vor allem junge Leute häufig desinteressiert seien<br />
und sich lieber mit anderen Dingen beschäftigten. „Die Politik<br />
fällt dabei hinten runter.&quot;
</p>
<p>
Wer<br />
Fragen oder Anregungen zur Landespolitik hat, sich zu aktuellen<br />
Gesetzesvorhaben äußern möchte oder an politischen<br />
Diskussionen beteiligen will, wird aufgerufen, sich per E-Mail<br />
einzumischen. Anonyme Stellungnahmen werden nicht veröffentlicht,<br />
der vollständige Name und Wohnort müssen angegeben werden.<br />
„ Wir verfahren hier nach dem Leserbrief-Prinzip&quot;, erklärt<br />
Struhkamp. „ Die Leute stehen mit ihrem Namen für die<br />
Inhalte.&quot; So will man unter „Fun-Namen gefakte Statements&quot;<br />
verhindern.
</p>
<p>
<b>Newsletter abonnieren, iPod gewinnen</b>
</p>
<p>
Unter<br />
www.einmischen.sachsen-anhalt.de kann man außerdem sein Wissen<br />
im Politik-Quiz testen, sich über Möglichkeiten zum<br />
Einmischen auf Landes- oder Kommunalebene informieren und dazu die<br />
gesetzlichen Grundlagen downloaden. Wer nicht sicher ist, wie das<br />
eigentlich mit den Wahlen von der Gemeindeebene bis hin zum<br />
europäischen Parlament funktioniert, kann unter „Wahlen in<br />
Sachsen-Anhalt&quot; nachlesen. In Kürze soll es außerdem ein<br />
Voting zur „politischen Frage der Woche&quot; geben, das mit einem<br />
Forum gekoppelt sein wird.
</p>
<p>
Zweimal<br />
im Monat bietet das Portal Chats an, in denen Nutzer mit Politikern<br />
über aktuelle Themen diskutieren können.   Bisher stellte<br />
sich Finanzminister Jens Bullerjahn den Fragen der User zur<br />
Verwendung der Haushaltsmittel des Landes. „Die Beteiligung war<br />
gut, über 100 User waren während des Chats online,&quot; sagt<br />
Struhkamp. Ähnlich hoch ist die Zahl der neuen Abonnenten für<br />
den Newsletter des Bundeslandes, was neben politischem Interesse wohl<br />
auch dem möglichen Gewinn eines iPods zuzuschreiben ist.
</p>
<p>
Auch<br />
Live-Streamings von Landtagssitzungen sind in Kürze geplant. Bis<br />
der Landtag darüber entschieden hat, muss man sich allerdings<br />
noch persönlich hinbemühen: Die jeweils aktuellen Termine<br />
von Sitzungen in Land-, Stadt- oder Kreisrat sowie von<br />
Veranstaltungen politischer Stiftungen sind unter „Politik live&quot;<br />
abrufbar.</p>
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