<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Open Knowledge Foundation &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/open-knowledge-foundation/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Fri, 27 Jan 2017 16:32:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Open Knowledge Foundation &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Open-Data-Gesetz: Mehr Zugang zu öffentlichen Daten</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/open-data-gesetz-mehr-zugang-zu-oeffentlich-daten-151154/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/open-data-gesetz-mehr-zugang-zu-oeffentlich-daten-151154/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Valerie Rödder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2017 16:32:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data Gesetz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=151154</guid>

					<description><![CDATA[Der Rohstoff der Zukunft sind Daten, so kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits im vergangenen September das neue Open-Data-Gesetz an. Das nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/16323834751_0b990c39a9_z.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-151156" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/16323834751_0b990c39a9_z-630x276.jpg" alt="Open Data Gesetz" width="630" height="276" /></a>Der Rohstoff der Zukunft sind Daten, so kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits im vergangenen September das neue Open-Data-Gesetz an. Das nicht unumstrittene Gesetz wurde nun Mitte der Woche verabschiedet.</p>
<p>Als Open-Data werden Rohdaten bezeichnet, welche zur Verwendung und Weiterverarbeitung von jedem kostenfrei genutzt werden können. Mit der jetzigen <a href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Gesetzestexte/Entwuerfe/entwurf-open-data-gesetz.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erweiterung des E-Government-Gesetzes</a> von 2015, verpflichten sich Bundesbehörden Daten in unbearbeiteter und maschinenlesbarer Form für jeden frei zugänglich zur Verfügung zu stellen. Bis zu der Gesetzesänderung stand dies den Behörden frei. Zugang zu den Daten von Bund, Ländern und Kommunen soll es über das bereits existierende <a href="//www.govdata.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Portal GovData </a> geben. Außerdem sieht das Gesetz die Errichtung einer Stelle zur &#8220;<i>Beratung zu Fragen der Bereitstellung von Verwaltungsdaten als offene Daten ein</i>&#8220;.</p>
<p>Das Gesetz zielt vor allem darauf ab die Wirtschaft zu fördern: <i>,,I</i><i>n Zeiten der Digitalisierung sind offene Daten eine sehr wertvolle Ressource&#8221;</i><i> </i><a href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/01/open-data-gesetz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erklärt Bundesinnenminister de Maizière</a>. Tatsächlich können durch das Open-Data-Gesetz  insbesondere Startups, kleine und mittlere Unternehmen gefördert und somit Innovationen und neue Geschäftsmodelle vorangetrieben werden. Diese können sich schnell und unkompliziert und vor allem kostenlos Datensätze aus den Bereichen Verkehr, Wetter, Geoinformation und Statistiken usw. beschaffen.</p>
<p>Dazu soll aber auch die Bevölkerung von dem Gesetz profitieren, in etwa durch Entwicklung von neuen Apps und Dienstleistungen: <i>,,Transparenz und Offenheit im digitalen Bereich ermöglichen den Bürgerinnen und Bürgern mehr Teilhabe und eine intensivere Zusammenarbeit der Behörden mit der Zivilgesellschaft.&#8221;, <a href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/01/open-data-gesetz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">so der Bundesinnenminister</a>. </i>Dem entegegen steht allerdings die Tatsache, dass die Daten nur als Rohdaten, das heißt ohne jegliche Erläuterungen veröffentlicht werden. Hintergrundinformationen zu den Daten sowie Gutachten und Stellungnahmen, Verträge oder Eintragungen im Handelsregister werden nicht veröffentlicht.</p>
<p>Auch die <a href="https://www.okfn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Knowledge Foundation</a> kritisiert das Gesetz als unvollständig. Gesellschaftliche Potentiale, welche Open Data bieten könnte, werden vernachlässigt und Vorteile für BürgerInnen nicht ausgeschöpft. Die Open-Data-Community schlägt eine Verzahnung von bereits vorhandenen bürgernahen partizipativen Gesetzen wie dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG), dem Informationsweiterverwendungsgesetz (IWG) und dem Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) vor, anstatt ein neues Regelwerk aufzusetzen.</p>
<p>Auch für mehr Akzeptanz und einen Kulturwandel für den Wert von offenen Daten innerhalb der Verwaltungs- und Bundesebene soll das Gesetz werben. Dabei bedeutet diese Richtlinie einen erheblichen Arbeitsmehraufwand. Behörden müssen zum Beispiel 20 verschiedene &#8220;Ausnahmetatbestände&#8221; vor der Veröffentlichung der Daten prüfen. Im Gesetz wird außerdem zwar eine Verpflichtung, aber kein Rechtsanspruch auf die Veröffentlichung der Daten formuliert. Das heißt es steht den Verwaltungen letzendlich frei ob sie aktiv Daten veröffentlichen oder nicht.</p>
<p><span class="TextRun SCX9787772" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE"><span class="NormalTextRun SCX9787772">Mit dem Open-Data-Gesetz wird eine Forderung aus der <a href="https://www.digitale-agenda.de/Webs/DA/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Agenda 2014-2017</a></span></span><span class="TextRun SCX9787772" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE"><span class="NormalTextRun SCX9787772"> der Bundesregierung umgesetzt.</span></span></p>
<p>Titelbild by Descrier via <a href="https://www.flickr.com/photos/descrier/16323834751/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr,</a> CC by 2.0</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-630x110.png" alt="cc-lizenz-630x11011" width="453" height="79" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/open-data-gesetz-mehr-zugang-zu-oeffentlich-daten-151154/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Förderung für gemeinnützige Open-Source-Projekte: Jetzt Ideen einreichen!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/foerderung-fuer-gemeinnuetzige-open-source-projekte-jetzt-ideen-einreichen-149880/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/foerderung-fuer-gemeinnuetzige-open-source-projekte-jetzt-ideen-einreichen-149880/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Schuchmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2016 13:55:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[BMBF]]></category>
		<category><![CDATA[Civic Tech]]></category>
		<category><![CDATA[Data Literacy]]></category>
		<category><![CDATA[Prototypefund]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=149880</guid>

					<description><![CDATA[Heute startet die Bewerbungsphase für den Prototypefund, ein Projekt der Open Knowledge Foundation mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/raketenstart.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149882 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/raketenstart.jpg" alt="Raketenstart vom Cape Canaveral" width="640" height="427" /></a>Heute startet die Bewerbungsphase für den Prototypefund, ein Projekt der Open Knowledge Foundation mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung über 1,2 Millionen Euro für gemeinnützige Open-Source Projekte. Interessierte haben bis zum 30. September 2016 Zeit, ihre Idee einzureichen.</p>
<p>Ausgewählte Prototypen erhalten bis zu sechs Monate lang bis zu 30.000 Euro Förderung. Darüber hinaus stellt das Projekt jeder Idee eine_n Mentor_in zur Seite und gibt die Möglichkeit, sich nachhaltig zu vernetzen und so potentielle weitere Geldgeber_innen, Teilnehmer_innen, Partner_innen und Förderprogramme zu finden, damit das Weiterbestehen von innovativen Ansätzen auch nach Ende des Förderzeitraumes gewährt werden kann.</p>
<p>Der Prototypefund wird über drei Jahre und vier Runden auf je zehn Projekte verteilt, dabei wird sich die Schwerpunktsetzung weiterentwickeln und den aktuellen Bedürfnissen der Zeit angepasst. Erste Schwerpunkte sind in dieser Bewerbungsphase Civic Tech, Data Literacy, Datensicherheit und Softwareinfrastruktur, mit einem Fokus auf die Nutzbarkeit offener Daten angesichts des angekündigte Open Data Gesetzes.</p>
<p>Es handelt sich um einen Art Graswurzelförderprogramm, da es sich an Einzelpersonen mit innovativen Ideen richtet und damit einen Gegenpol zu den exklusiven Förderprogrammen für Hochschulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen bildet. Auch den Fund selbst wollen die Initiatoren als Prototyp verstanden wissen, nach jeder Runde wird es Feedback und Auswertung geben, um das Programm weiter anzupassen und verbessern.</p>
<p>Die Projekte müssen Open Source sein, der Code wird dementsprechend über z.B. GitHub oder Bitbucket zugänglich gemacht werden. Und auch zwischen den geförderten Prototypprojekten soll offene Kommunikation stattfinden. Teilnehmer werden ermutigt, sich über Probleme und Lösungen austauschen, so soll Innovation durch trial and error erreicht werden.</p>
<p>Die Bewerbungsphase startet heute (01. August 2016) und läuft über zwei Monate bis zum 30. September 2016. Interessierte können sich <a href="http://prototypefund.de/submission/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> bewerben und bekommen nach etwa zwei weiteren Monaten Bescheid, ob sie unter den Finalisten sind. Offizieller Förderstart ist der 01. März 2017, dann haben alle Prototypen sechs Monate Zeit, umgesetzt und am Demo Day am 31. August 2017 präsentiert zu werden. Weitere Informationen gibt es auch in den <a href="http://prototypefund.de/faq/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FAQ</a>.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://unsplash.com/photos/TV2gg2kZD1o" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rocket Launch</a> von <a href="https://unsplash.com/@spacex" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SpaceX</a> via <a href="https://unsplash.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unsplash</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/foerderung-fuer-gemeinnuetzige-open-source-projekte-jetzt-ideen-einreichen-149880/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hack Your City – In welcher Stadt wollen wir künftig leben?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/hack-your-city-in-welcher-stadt-wollen-wir-kuenftig-leben-145661/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/hack-your-city-in-welcher-stadt-wollen-wir-kuenftig-leben-145661/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julie Rothe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2015 15:45:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Citizen Science]]></category>
		<category><![CDATA[Hack Your City]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft im Dialog]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsjahr 2015]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=145661</guid>

					<description><![CDATA[Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen und wer wird urbanes Leben gestalten? Diesen und weiteren Fragen will das Projekt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hackyourcity_bearb.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145662" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hackyourcity_bearb.jpg" alt="hackyourcity_bearb" width="640" height="280" /></a>Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen und wer wird urbanes Leben gestalten? Diesen und weiteren Fragen will das Projekt „Hack Your City“ einen Raum geben, das im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2015 – Zukunftsstadt durchgeführt wird. Den Auftakt für die sechsmonatige Projektarbeit bilden vier Hackdays in mehreren deutschen Städten. Der erste fand am Wochenende in Berlin statt.</p>
<p>Die Geschichte der Bürgerwissenschaften reicht mehrere Hundert Jahre zurück, von den ersten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Christmas_Bird_Count">Christmas Bird Counts</a> im Jahr 1900 über den <a href="http://www.monitorwater.org/">World Water Monitoring Day</a> bis hin zur Übersetzung alter Schiffslogs, um <a href="http://www.oldweather.org/">Wetterdaten auszuwerten</a>. Vor der Professionalisierung der Wissenschaften an den Universitäten war die Bürgerwissenschaft (oder Citizen Science), getragen von Laienforschern, weit verbreitet. Bekannte Vertreter sind neben Isaac Newton und Gottfried Leibniz auch Leonardo da Vinci, Benjamin Franklin und Charles Darwin. In den vergangenen Jahren hat Citizen Science wieder vermehrt Beachtung gefunden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung startete im vergangenen Jahr einen Prozess zur Entwicklung einer Citizen Science-Strategie 2020, um Strukturen für die Bürgerwissenschaft in Deutschland zu stärken und die Akteure besser zu vernetzen.</p>
<p>Das Projekt „<a href="http://www.hackyourcity.de/">Hack your City</a>“, das von der Initiative Wissenschaft im Dialog und der Open Knowledge Foundation als Teil des vom Bildungsministerium geförderten Wissenschaftsjahrs 2015 zum Thema Zukunftsstadt organisiert wird, soll der Bürgerwissenschaft in sechs deutschen Städten einen Rahmen geben. Der Kick-off für die Citizen Science Labs fand am vergangenen Wochenende in Berlin statt. Unter den 60 Teilnehmern waren vor allem Designer, Programmierer, Entwickler, Wissenschaftler und stadtbegeisterte Bürger, die gemeinsam Ideen und Lösungsansätze entwickelten, mit denen das Leben in der Stadt lebenswerter gemacht werden kann. An zwei Tagen wurden Vorschläge diskutiert, Programme und Apps geschrieben und intelligente Lösungen für Probleme des Alltags entwickelt, um Berlin fit für die Herausforderungen einer stetig weiter wachsenden und sich wandelnden Stadt zu machen.</p>
<p>Neben einem Fahrradständer in Pilzform, an dem auf kleinem Raum in zwei Etagen viele Fahrräder angeschlossen werden können, wurde auch der Prototyp für einen Feinstaubsensor entwickelt, der an Bussen oder Fahrrädern angebracht werden kann und aktuelle Feinstaubdaten für die gesamte Stadt liefert. Ein Vater-Sohn-Entwicklerduo stellte zum Abschluss mit „Make A Wish“ eine Beteiligungsplattform vor, auf der Bürger ihre Wünsche und Umsetzungsvorschläge an die Stadt veröffentlichen können. Diese und viele weitere <a href="https://storify.com/Yannick11/hack-your-city-berlin">Vorschläge</a> werden im kommenden halben Jahr in den Citizen Science Labs weiterentwickelt. Auch die Berliner Landespolitik hat die Bürgerlabore und die dort vorgestellten Ideen im Blick. Der Chef der Berliner Senatskanzlei Björn Böhning war zum Auftakt der Hackdays anwesend und versprach, dass die drei besten Ideen vom Senat geprüft und – sofern sie praktikabel sind – eine Nutzung für sie gefunden werden könnte.</p>
<p>Die nächsten Hackdays werden in Dortmund und Wuppertal (30./31. Mai), Leipzig und Dresden (5.-7. Juni) und in Karlsruhe (13./14. Juni) stattfinden. Eine gute Übersicht über aktuelle Projekte aus dem Bereich Bürgerwissenschaften in Deutschland bietet die Plattform „<a href="http://www.buergerschaffenwissen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürger schaffen Wissen</a>“, die auch den Weg zur Citizen Science-Strategie digital begleitet.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.dropbox.com/sh/wv41nmfziuyu2c5/AACfIth6Ttpy3DZ2-NxM6s68a?lst=#lh:null-Perfekte_Location_fuer_das_Zukunftslabor_Die_Indoor-Farm_Infarm_in_Kreuzberg_Foto_Wissenschaft_im_Dialog.JPG" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yannick Haan</a></p>
<div id="yui_3_16_0_1_1430750988796_724" class="view follow-view clear-float photo-attribution"></div>
<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/hack-your-city-in-welcher-stadt-wollen-wir-kuenftig-leben-145661/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Creative Commons – Die Lizenz zum Traum vom freien Wissen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/creative-commons-die-lizenz-zum-traum-vom-freien-wissen-141637/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/creative-commons-die-lizenz-zum-traum-vom-freien-wissen-141637/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2014 14:55:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[CC0]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsches Patent- und Markenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[GPL-Lizenz]]></category>
		<category><![CDATA[iRights.info]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Lizenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Wikimedia Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[C3S]]></category>
		<category><![CDATA[CC]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY-NC]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY-ND]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY-SA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=141637</guid>

					<description><![CDATA[Eine globale Reform des Urheberrechts für die digitale Gesellschaft ist vonnöten, wird aber immer schwieriger zu realisieren. Zum Glück gibt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-CC-Lizenzen-2-Crop.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141646" alt="Foto CC-Lizenzen 2 Crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-CC-Lizenzen-2-Crop.jpg" width="640" height="280" /></a>Eine globale Reform des Urheberrechts für die digitale Gesellschaft ist vonnöten, wird aber immer schwieriger zu realisieren. Zum Glück gibt es offene Lizenzen für schöpferische Werke. Sie erlauben es den Urhebern, ihre Arbeiten schnell und unkompliziert im Internet zu verbreiten. „Creative Commons“ hat zu diesem Zweck Standardlizenzen entwickelt, die mittlerweile schon in der vierten Version existieren.<br />
„Creative Commons“ oder kurz „CC“ bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „kreative Allgemeinheit“ oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons">„schöpferisches Gemeingut“</a> und nimmt Bezug auf die kreative Gestaltungskraft, die die vielen kleinen und großen Schöpfer, Autoren und Urheber von Werken in unserer Gesellschaft haben. Konkret bezeichnet CC aber auch eine gemeinnützige Organisation, die Schöpfern von Werken mit den sogenannten <a href="http://creativecommons.org/choose/?lang=de">CC-Lizenzen</a> ein einfaches Tool zur Verfügung gestellt haben, das es Urhebern wie Nutzern von Inhalten gleichermaßen ermöglicht, die vielfältigen Spielräume des Internets auszunutzen, ohne dabei miteinander in Konflikt zu geraten.<br />
Zu diesem Zweck stellen die US-Organisation und ihre nationalen Ableger sechs verschiedene Standardlizenzen zur Verfügung, inklusive Hilfsmitteln zur einfachen Kennzeichnung von Werken, die unter einer CC-Lizenz veröffentlich wurden. Die Erstellung der Lizenzen wurde bei der Gründung von Creative Commons im Jahr 2001 von der bekannten GPL-Lizenz (General Public License) inspiriert, die für freie Software eingesetzt wird. Die Lizenzen wurden nach und nach weiterentwickelt und sind mittlerweile in der <a href="http://de.creativecommons.org/2013/11/25/version-4-0-ist-da/">vierten Version</a> online.<br />
Diese Lizenzen erlauben es dem Urheber eines Werks, Inhalte seiner Wahl mit einem möglichst breiten Publikum zu teilen, und – je nach Lizenz – auch das Verändern und Weiterverbreiten explizit zu fördern und zuzulassen, ohne auf den Schutz des Urheberrechts zu verzichten. Für den Nutzer oder andere Urheber, die ein Werk bearbeiten oder weiterentwickeln wollen, hat die Lizenz in Verbindung mit einer klaren Kennzeichnung den Vorteil, dass sie sofort wissen, ob und zu welchem Zweck sie ein bestimmtes Werk verwenden dürfen.<br />
Die Lizenzen werden von Creative Commons in drei „Ebenen“ beschrieben. Diese bestehen aus einem klassischen juristischen Lizenzvertragstext, einem einfacheren, für Laien verständlichen Text, sowie einem maschinenlesbaren Code, der dann unter anderem von <a href="http://www.google.com/imghp?as_st=y&amp;tbm=isch&amp;as_q=&amp;as_epq=&amp;as_oq=&amp;as_eq=&amp;cr=&amp;as_sitesearch=&amp;safe=images&amp;tbs=sur:fmc">Suchmaschinen erkannt werden kann</a>. Diese sollen neben der rechtlichen Gültigkeit auch die einfache Verwendung sicherstellen.</p>
<h3>Sechs Standardlizenzen</h3>
<p>Die Grundbausteine der sechs zur Verfügung gestellten Lizenzen sind identisch, sie unterscheiden sich vor allem im Hinblick auf die Weiterverwendung der Inhalte. Die Lizenzen werden üblicherweise mit Kürzeln bezeichnet. Die einfachste Variante heißt <b>CC-BY</b>. Diese Lizenz erlaubt jegliche Verwendung, sofern der Name des Autors genannt wird. Ähnlich wie die GPL für quelloffene Software fügt <b>CC-BY-SA</b> („share alike“) die Bedingung hinzu, dass jegliche Benutzung erlaubt ist, sofern auf den Inhalten aufbauende Werke unter gleichen Bedingungen geteilt werden. Dies kann z.B. helfen, die Ergebnisse von Gemeinschaftsprojekten wie Wikipedia für alle zugänglich zu halten. Eine weitere Möglichkeit der Einschränkung ist die <b>CC-BY-ND</b> („no derivatives“), die zusätzlich zur Pflicht der Namensnennung das Verändern der Inhalte verbietet – im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten (z.B. sind je nach Staat bestimmte Formen der Satire oder künstlerische Schöpfungen, die ein eigenständiges Werk bilden, durch das Recht auf freie Meinungsäußerung bzw. die Kunstfreiheit gedeckt und können nicht eingeschränkt werden). Eine ebenso beliebte wie umstrittene Lizenzvariante ist <b>CC-BY-NC</b> („non-commercial“), die die kommerzielle Verwendung von Daten verbietet und ursprünglich die Verbreitung freier Inhalte fördern bzw. deren kommerzielle Ausschlachtung verhindern sollte.<br />
Was zunächst gut klingt, ist in der Praxis jedoch problematisch, denn es ist unmöglich, in der Lizenz vollumfänglich festzulegen, was als „kommerziell“ gilt und was nicht. Dazu hat im Zweifel jeder Urheber und jeder Nutzer, aber letztendlich auch jedes Gericht eine andere Meinung. Verfolgt zum Beispiel ein privater Blogger, der ein paar Werbeanzeigen geschaltet hat, schon kommerzielle Zwecke? Diese Grenze ist sehr schwer zu ziehen und klar darzustellen, weswegen der Nutzen von CC-NC fraglich ist, was sich auch in der Bewertung durch <a href="https://wikimedia.de/wiki/Datei:IRights_CC-NC_Leitfaden_web.pdf">Wikimedia Deutschland</a> und die <a href="http://blog.okfn.org/2013/01/08/consequences-risks-and-side-effects-of-the-license-module-non-commercial-use-only-2/">Open Knowledge Foundation</a> niederschlägt und in einer von dem Informationsportal <a href="http://irights.info/webschau/creative-commons-landgericht-koeln-sieht-deutschlandradio-als-kommerziellen-nutzer/22162">irights.info</a> durchgeführten Studie näher ausgeführt wird.<br />
Damit werden die Lizenzen den freien Softwaredefinitionen immer ähnlicher, da diese und die mit ihnen verbundenen Projekte kommerzielle Nutzung explizit erlauben, solange die weiteren Lizenzbedingungen, wie die Möglichkeit der Weiterverbreitung oder Weitergabe unter gleichen Bedingungen, eingehalten werden. Ein etwaiger Benutzer wäre möglicherweise von der Verwendung der Daten abgeschreckt, wenn unklar ist, welche Verwendung erlaubt ist.<br />
Schließlich gibt es noch die zwei kombinierten Lizenzen <b>NC-SA</b> (keine kommerzielle Nutzung und Nutzung unter gleichen Bedingungen) sowie <b>NC-ND</b> (keine kommerzielle Benutzung und keine Veränderungen). Diese sind aus ähnlichen Gründen problematisch, da sie nicht viel mehr erlauben als die kostenlose Nutzung, während alle anderen Rechte beim Urheber bleiben.<br />
Eine weitere Option ist die seit 2009 verfügbare <b>CC0</b>-Lizenz, die es dem Autor eines Werkes erlaubt, dieses der Öffentlichkeit („public domain“) ohne Einschränkung zur Verfügung zu stellen, unabhängig vom Standort des Urhebers oder Benutzers. In diesem Fall werden so viele Rechte am Werk wie (juristisch) möglich abgegeben.<br />
Bis einschließlich Version 3.0 im Jahr 2008 gab es zusätzlich noch „portierte“ Versionen, die für jedes Land und die dort geltenden Gesetze entsprechend angepasst wurden. Mit der Version 4.0 wurde dies aber, gestützt durch Erfahrungen und mehr Selbstvertrauen der Autoren, weitestgehend aufgegeben, stattdessen wird eine internationale Lizenz (mit den verschiedenen oben genannten Varianten) zur Verfügung gestellt. Diese ist mit allen relevanten internationalen Verträgen, die das Urheberrecht betreffen, kompatibel und soll Urhebern wie Nutzern das Lizensieren von Werken so leicht wie möglich machen, ohne die Veröffentlichung von kreativen Werken durch zusätzliche Länderlizenzen zu verkomplizieren.</p>
<h3>Zugang zu Forschung und Kultur für jedermann</h3>
<p>Creative Commons und dessen nationale Ableger kümmern sich neben der Weiterentwicklung und Verbreitung der Lizenzen auch um technische <a href="http://creativecommons.org/choose/">Hilfen</a> und praktische Ratschläge, anhand derer sich digitale Güter besser teilen lassen. Das von Creative Commons selbst gesteckte Ziel, Innovation und Kreativität zu fördern, geht dabei sogar bis hin zu dem Wunsch, „das volle Potential des Internets zu erschließen“. Jedermann soll vollumfänglichen Zugang zu Forschung, Lehre und kultureller Partizipation erhalten, damit allerorten Wachstum, Entwicklung und Produktivität gefördert werden können. Deshalb ist auch definiert, dass Creative Commons zwar das bislang existierende Urheberrecht für die entwickelten Lizenzen als Grundlage nutzt, dabei verliert die Organisation aber nicht aus den Augen, dass sielangfristig eine grundlegende Reform des Urheberrechts vorziehen würde.<br />
Beispiele für die Verwendung offener Lizenzen, wozu die Creative Commons-Lizenzen zählen, sind zum Beispiel die Open Data-Portale des <a href="https://govdata.de/">Bundes</a> und der <a href="http://daten.berlin.de/">Länder</a>, freie Bildungsmaterialien sowie Plattformen, die <a href="http://www.jamendo.com/de">Musik</a>  unter einer CC-Lizenz veröffentlichen. <br />
Gerade in Verbindung mit dem System der Verwertungsgesellschaften gab und gibt es offene Fragen in Bezug auf CC-Lizenzen. So erlaubte die Verwertungsgesellschaft für Musikwerke Gema es den durch sie vertretenen Musikern bis vor Kurzem nicht, einzelne Stücke auch unter CC zu lizenzieren. Mittlerweile wurde sie zumindest für Inhalte unter NC („non-commercial“) durch eine europäische <a href="http://creativecommons.org/weblog/entry/40959">Richtlinie</a> dazu verpflichtet. Als Reaktion auf die Konflikte zwischen althergebrachten Verwaltungsgesellschaften und den Möglichkeiten der Digitalisierung hat sich die alternative Verwertungsgesellschaft <a href="https://www.c3s.cc/">C3S</a> mit mehr und gleichberechtigten Mitbestimmungsmöglichkeiten für alle Mitglieder gegründet. Zurzeit arbeitet man an der Infrastruktur für den Betrieb, um dann beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) die Zulassung als Verwertungsgesellschaft beantragen zu können.</p>
<h3>Urheberrechtsreform ist überfällig</h3>
<p>Unabhängig davon, ob sie wünschenswert und überfällig ist – eine wirkliche Reform des Urheberrechts wird mit dem Voranschreiten der Globalisierung und als Folge der Vielzahl internationaler Verträge immer schwieriger. Deswegen sind offene Lizenzen wie die von Creative Commons eine gute Möglichkeit, Inhalte einfach abrufbar, verteilbar und veränderbar oder einfach für eine größere Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Insbesondere in Bezug auf offene Daten, sei es von Verwaltungsorganisationen oder Kulturinstitutionen, sind solche Lizenzen der Weg der Wahl, da sie die rechtssichere Weiternutzung oder Verarbeitung erlauben. Aber auch für Künstler, die z.B. Samples oder Bildausschnitte in ihren Werken verarbeiten, machen offene Lizenzen das Arbeiten einfacher.<br />
Immer mehr wird dies auch von öffentlicher Seite mitgetragen: Offene Lizenzen und offene Standards werden bei Ausschreibungen vermehrt vorausgesetzt oder zumindest gefördert. Auch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=MGTLIfk-1BQ">Politiker</a> setzten sich immer mehr für die Öffnung von mit öffentlichen Geldern bezahlten Inhalten ein. In der Informationsgesellschaft werden Daten jeder Art immer wichtiger, deshalb ist es gut, dass erste Schritte getan sind, die jedem Bürger nach eigener Befähigung erlauben, auf öffentliche oder von ihm indirekt mitfinanzierte Daten zugreifen und diese nutzen zu können.<br />
<em>Praktische Informationen rund um Creative Commons-Lizenzen gibt es am 2.09. auf einer <a href="http://pb21.de/2014/08/cc-lizenztextlesung/">CC-Lizenztextlesung</a> in Berlin.</em><br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/kalexanderson/5996465579">Kristina Alexanderson</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/creative-commons-die-lizenz-zum-traum-vom-freien-wissen-141637/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Creative Commons – Die Lizenz zum Traum vom freien Wissen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/creative-commons-die-lizenz-zum-traum-vom-freien-wissen-2-141638/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/creative-commons-die-lizenz-zum-traum-vom-freien-wissen-2-141638/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2014 14:55:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[CC]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY-NC]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY-ND]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY-SA]]></category>
		<category><![CDATA[CC0]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsches Patent- und Markenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[GPL-Lizenz]]></category>
		<category><![CDATA[iRights.info]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Lizenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Wikimedia Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[C3S]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=141637</guid>

					<description><![CDATA[Eine globale Reform des Urheberrechts für die digitale Gesellschaft ist vonnöten, wird aber immer schwieriger zu realisieren. Zum Glück gibt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-CC-Lizenzen-2-Crop.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141646" alt="Foto CC-Lizenzen 2 Crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-CC-Lizenzen-2-Crop.jpg" width="640" height="280" /></a>Eine globale Reform des Urheberrechts für die digitale Gesellschaft ist vonnöten, wird aber immer schwieriger zu realisieren. Zum Glück gibt es offene Lizenzen für schöpferische Werke. Sie erlauben es den Urhebern, ihre Arbeiten schnell und unkompliziert im Internet zu verbreiten. „Creative Commons“ hat zu diesem Zweck Standardlizenzen entwickelt, die mittlerweile schon in der vierten Version existieren.<br />
„Creative Commons“ oder kurz „CC“ bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „kreative Allgemeinheit“ oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons">„schöpferisches Gemeingut“</a> und nimmt Bezug auf die kreative Gestaltungskraft, die die vielen kleinen und großen Schöpfer, Autoren und Urheber von Werken in unserer Gesellschaft haben. Konkret bezeichnet CC aber auch eine gemeinnützige Organisation, die Schöpfern von Werken mit den sogenannten <a href="http://creativecommons.org/choose/?lang=de">CC-Lizenzen</a> ein einfaches Tool zur Verfügung gestellt haben, das es Urhebern wie Nutzern von Inhalten gleichermaßen ermöglicht, die vielfältigen Spielräume des Internets auszunutzen, ohne dabei miteinander in Konflikt zu geraten.<br />
Zu diesem Zweck stellen die US-Organisation und ihre nationalen Ableger sechs verschiedene Standardlizenzen zur Verfügung, inklusive Hilfsmitteln zur einfachen Kennzeichnung von Werken, die unter einer CC-Lizenz veröffentlich wurden. Die Erstellung der Lizenzen wurde bei der Gründung von Creative Commons im Jahr 2001 von der bekannten GPL-Lizenz (General Public License) inspiriert, die für freie Software eingesetzt wird. Die Lizenzen wurden nach und nach weiterentwickelt und sind mittlerweile in der <a href="http://de.creativecommons.org/2013/11/25/version-4-0-ist-da/">vierten Version</a> online.<br />
Diese Lizenzen erlauben es dem Urheber eines Werks, Inhalte seiner Wahl mit einem möglichst breiten Publikum zu teilen, und – je nach Lizenz – auch das Verändern und Weiterverbreiten explizit zu fördern und zuzulassen, ohne auf den Schutz des Urheberrechts zu verzichten. Für den Nutzer oder andere Urheber, die ein Werk bearbeiten oder weiterentwickeln wollen, hat die Lizenz in Verbindung mit einer klaren Kennzeichnung den Vorteil, dass sie sofort wissen, ob und zu welchem Zweck sie ein bestimmtes Werk verwenden dürfen.<br />
Die Lizenzen werden von Creative Commons in drei „Ebenen“ beschrieben. Diese bestehen aus einem klassischen juristischen Lizenzvertragstext, einem einfacheren, für Laien verständlichen Text, sowie einem maschinenlesbaren Code, der dann unter anderem von <a href="http://www.google.com/imghp?as_st=y&amp;tbm=isch&amp;as_q=&amp;as_epq=&amp;as_oq=&amp;as_eq=&amp;cr=&amp;as_sitesearch=&amp;safe=images&amp;tbs=sur:fmc">Suchmaschinen erkannt werden kann</a>. Diese sollen neben der rechtlichen Gültigkeit auch die einfache Verwendung sicherstellen.</p>
<h3>Sechs Standardlizenzen</h3>
<p>Die Grundbausteine der sechs zur Verfügung gestellten Lizenzen sind identisch, sie unterscheiden sich vor allem im Hinblick auf die Weiterverwendung der Inhalte. Die Lizenzen werden üblicherweise mit Kürzeln bezeichnet. Die einfachste Variante heißt <b>CC-BY</b>. Diese Lizenz erlaubt jegliche Verwendung, sofern der Name des Autors genannt wird. Ähnlich wie die GPL für quelloffene Software fügt <b>CC-BY-SA</b> („share alike“) die Bedingung hinzu, dass jegliche Benutzung erlaubt ist, sofern auf den Inhalten aufbauende Werke unter gleichen Bedingungen geteilt werden. Dies kann z.B. helfen, die Ergebnisse von Gemeinschaftsprojekten wie Wikipedia für alle zugänglich zu halten. Eine weitere Möglichkeit der Einschränkung ist die <b>CC-BY-ND</b> („no derivatives“), die zusätzlich zur Pflicht der Namensnennung das Verändern der Inhalte verbietet – im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten (z.B. sind je nach Staat bestimmte Formen der Satire oder künstlerische Schöpfungen, die ein eigenständiges Werk bilden, durch das Recht auf freie Meinungsäußerung bzw. die Kunstfreiheit gedeckt und können nicht eingeschränkt werden). Eine ebenso beliebte wie umstrittene Lizenzvariante ist <b>CC-BY-NC</b> („non-commercial“), die die kommerzielle Verwendung von Daten verbietet und ursprünglich die Verbreitung freier Inhalte fördern bzw. deren kommerzielle Ausschlachtung verhindern sollte.<br />
Was zunächst gut klingt, ist in der Praxis jedoch problematisch, denn es ist unmöglich, in der Lizenz vollumfänglich festzulegen, was als „kommerziell“ gilt und was nicht. Dazu hat im Zweifel jeder Urheber und jeder Nutzer, aber letztendlich auch jedes Gericht eine andere Meinung. Verfolgt zum Beispiel ein privater Blogger, der ein paar Werbeanzeigen geschaltet hat, schon kommerzielle Zwecke? Diese Grenze ist sehr schwer zu ziehen und klar darzustellen, weswegen der Nutzen von CC-NC fraglich ist, was sich auch in der Bewertung durch <a href="https://wikimedia.de/wiki/Datei:IRights_CC-NC_Leitfaden_web.pdf">Wikimedia Deutschland</a> und die <a href="http://blog.okfn.org/2013/01/08/consequences-risks-and-side-effects-of-the-license-module-non-commercial-use-only-2/">Open Knowledge Foundation</a> niederschlägt und in einer von dem Informationsportal <a href="http://irights.info/webschau/creative-commons-landgericht-koeln-sieht-deutschlandradio-als-kommerziellen-nutzer/22162">irights.info</a> durchgeführten Studie näher ausgeführt wird.<br />
Damit werden die Lizenzen den freien Softwaredefinitionen immer ähnlicher, da diese und die mit ihnen verbundenen Projekte kommerzielle Nutzung explizit erlauben, solange die weiteren Lizenzbedingungen, wie die Möglichkeit der Weiterverbreitung oder Weitergabe unter gleichen Bedingungen, eingehalten werden. Ein etwaiger Benutzer wäre möglicherweise von der Verwendung der Daten abgeschreckt, wenn unklar ist, welche Verwendung erlaubt ist.<br />
Schließlich gibt es noch die zwei kombinierten Lizenzen <b>NC-SA</b> (keine kommerzielle Nutzung und Nutzung unter gleichen Bedingungen) sowie <b>NC-ND</b> (keine kommerzielle Benutzung und keine Veränderungen). Diese sind aus ähnlichen Gründen problematisch, da sie nicht viel mehr erlauben als die kostenlose Nutzung, während alle anderen Rechte beim Urheber bleiben.<br />
Eine weitere Option ist die seit 2009 verfügbare <b>CC0</b>-Lizenz, die es dem Autor eines Werkes erlaubt, dieses der Öffentlichkeit („public domain“) ohne Einschränkung zur Verfügung zu stellen, unabhängig vom Standort des Urhebers oder Benutzers. In diesem Fall werden so viele Rechte am Werk wie (juristisch) möglich abgegeben.<br />
Bis einschließlich Version 3.0 im Jahr 2008 gab es zusätzlich noch „portierte“ Versionen, die für jedes Land und die dort geltenden Gesetze entsprechend angepasst wurden. Mit der Version 4.0 wurde dies aber, gestützt durch Erfahrungen und mehr Selbstvertrauen der Autoren, weitestgehend aufgegeben, stattdessen wird eine internationale Lizenz (mit den verschiedenen oben genannten Varianten) zur Verfügung gestellt. Diese ist mit allen relevanten internationalen Verträgen, die das Urheberrecht betreffen, kompatibel und soll Urhebern wie Nutzern das Lizensieren von Werken so leicht wie möglich machen, ohne die Veröffentlichung von kreativen Werken durch zusätzliche Länderlizenzen zu verkomplizieren.</p>
<h3>Zugang zu Forschung und Kultur für jedermann</h3>
<p>Creative Commons und dessen nationale Ableger kümmern sich neben der Weiterentwicklung und Verbreitung der Lizenzen auch um technische <a href="http://creativecommons.org/choose/">Hilfen</a> und praktische Ratschläge, anhand derer sich digitale Güter besser teilen lassen. Das von Creative Commons selbst gesteckte Ziel, Innovation und Kreativität zu fördern, geht dabei sogar bis hin zu dem Wunsch, „das volle Potential des Internets zu erschließen“. Jedermann soll vollumfänglichen Zugang zu Forschung, Lehre und kultureller Partizipation erhalten, damit allerorten Wachstum, Entwicklung und Produktivität gefördert werden können. Deshalb ist auch definiert, dass Creative Commons zwar das bislang existierende Urheberrecht für die entwickelten Lizenzen als Grundlage nutzt, dabei verliert die Organisation aber nicht aus den Augen, dass sielangfristig eine grundlegende Reform des Urheberrechts vorziehen würde.<br />
Beispiele für die Verwendung offener Lizenzen, wozu die Creative Commons-Lizenzen zählen, sind zum Beispiel die Open Data-Portale des <a href="https://govdata.de/">Bundes</a> und der <a href="http://daten.berlin.de/">Länder</a>, freie Bildungsmaterialien sowie Plattformen, die <a href="http://www.jamendo.com/de">Musik</a>  unter einer CC-Lizenz veröffentlichen. <br />
Gerade in Verbindung mit dem System der Verwertungsgesellschaften gab und gibt es offene Fragen in Bezug auf CC-Lizenzen. So erlaubte die Verwertungsgesellschaft für Musikwerke Gema es den durch sie vertretenen Musikern bis vor Kurzem nicht, einzelne Stücke auch unter CC zu lizenzieren. Mittlerweile wurde sie zumindest für Inhalte unter NC („non-commercial“) durch eine europäische <a href="http://creativecommons.org/weblog/entry/40959">Richtlinie</a> dazu verpflichtet. Als Reaktion auf die Konflikte zwischen althergebrachten Verwaltungsgesellschaften und den Möglichkeiten der Digitalisierung hat sich die alternative Verwertungsgesellschaft <a href="https://www.c3s.cc/">C3S</a> mit mehr und gleichberechtigten Mitbestimmungsmöglichkeiten für alle Mitglieder gegründet. Zurzeit arbeitet man an der Infrastruktur für den Betrieb, um dann beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) die Zulassung als Verwertungsgesellschaft beantragen zu können.</p>
<h3>Urheberrechtsreform ist überfällig</h3>
<p>Unabhängig davon, ob sie wünschenswert und überfällig ist – eine wirkliche Reform des Urheberrechts wird mit dem Voranschreiten der Globalisierung und als Folge der Vielzahl internationaler Verträge immer schwieriger. Deswegen sind offene Lizenzen wie die von Creative Commons eine gute Möglichkeit, Inhalte einfach abrufbar, verteilbar und veränderbar oder einfach für eine größere Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Insbesondere in Bezug auf offene Daten, sei es von Verwaltungsorganisationen oder Kulturinstitutionen, sind solche Lizenzen der Weg der Wahl, da sie die rechtssichere Weiternutzung oder Verarbeitung erlauben. Aber auch für Künstler, die z.B. Samples oder Bildausschnitte in ihren Werken verarbeiten, machen offene Lizenzen das Arbeiten einfacher.<br />
Immer mehr wird dies auch von öffentlicher Seite mitgetragen: Offene Lizenzen und offene Standards werden bei Ausschreibungen vermehrt vorausgesetzt oder zumindest gefördert. Auch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=MGTLIfk-1BQ">Politiker</a> setzten sich immer mehr für die Öffnung von mit öffentlichen Geldern bezahlten Inhalten ein. In der Informationsgesellschaft werden Daten jeder Art immer wichtiger, deshalb ist es gut, dass erste Schritte getan sind, die jedem Bürger nach eigener Befähigung erlauben, auf öffentliche oder von ihm indirekt mitfinanzierte Daten zugreifen und diese nutzen zu können.<br />
<em>Praktische Informationen rund um Creative Commons-Lizenzen gibt es am 2.09. auf einer <a href="http://pb21.de/2014/08/cc-lizenztextlesung/">CC-Lizenztextlesung</a> in Berlin.</em><br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/kalexanderson/5996465579">Kristina Alexanderson</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/creative-commons-die-lizenz-zum-traum-vom-freien-wissen-2-141638/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Open Knowledge Festival 2014: Wie relevant und wirksam ist freies Wissen?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/open-knowledge-festival-2014-wie-relevant-und-wirksam-ist-freies-wissen-140983/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/open-knowledge-festival-2014-wie-relevant-und-wirksam-ist-freies-wissen-140983/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Felix Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jul 2014 15:57:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Flashhacks]]></category>
		<category><![CDATA[Global Witness]]></category>
		<category><![CDATA[Open Bank Project]]></category>
		<category><![CDATA[Open Corporates]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Festival 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Alley]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=140983</guid>

					<description><![CDATA[Wir alle kennen Wikipedia, ein Quell des Wissens, wenn wir mal schnell etwas nachschlagen möchten. Doch es ist längst nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/okfestival_collage_cut.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-140984" alt="okfestival_collage_cut" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/okfestival_collage_cut.jpg" width="640" height="280" /></a>Wir alle kennen Wikipedia, ein Quell des Wissens, wenn wir mal schnell etwas nachschlagen möchten. Doch es ist längst nicht das einzige Projekt, das auf frei verfügbares Wissen baut. Auf dem Open Knowledge Festival 2014 treffen sich aktuell Anhänger des freien Wissens aus aller Welt, um sich über alte Erfahrungen und neue Herausforderungen auszutauschen. Ein Einblick.<br />
Seit Mittwoch findet das Open Knowledge Festival 2014 (<a title="Auch Peter Tauber trägt’s mit Fassung" href="http://2014.okfestival.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OKFestival</a>) statt. Es geht noch bis heute Abend und läuft unter dem Motto „Open Minds to Open Action“. Organisator ist die <a href="http://www.okfn.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Knowledge Foundation</a>, die über 1.000 Teilnehmer aus 60 verschiedenen Ländern willkommen hieß. Das OKFestival ist das Mekka für Aktivisten, die sich für Offenheit in all ihren Facetten, sowohl zivilgesellschaftlich als auch politisch, einsetzen. Es geht darum, einen Ort zu schaffen, an dem Interessierte ihre Fähigkeiten und Erfahrungen mit offenen Daten, offenen Schulmaterialen oder offenem Zugang teilen können. An diesem Ort des Austausches soll die Open Community gemeinschaftlich neue Werkzeuge entwickeln und neue Partnerschaften schmieden. Als Lernprozess gedacht, will man auch selbstkritisch über best practices und Misserfolge reflektieren, um mit diesem Wissen besser zum positiven gesellschaftlichen Wandel beitragen zu können.</p>
<h3>Open Knowledge-Konzept</h3>
<p>Die Idee hinter Open Knowledge ist noch relativ jung, das zeigt sich auch daran, dass die „Mutterorganisation“ aus Großbritannien, die Open Knowledge Foundation, 2014 erst ihr 10-jähriges Bestehen feiern wird. Seit ihrer Gründung hat sie eine rasante Entwicklung hingelegt; so wurde 2011 u.a. ihr <a href="http://www.okfn.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutscher Zweig</a> gegründet.<br />
Mit der Idee des freien Wissens traf die Stiftung einen Nerv, denn Informationen gewinnen eine immer größere Bedeutung in unserer Gesellschaft. Open Knowledge ist ein allumfassendes Konzept und kann Geodaten und Stadtdaten ebenso beinhalten wie sozioökonomische oder Unternehmensdaten. Fürsprecher glauben, dass der Zugang zu wichtigen Information bedeutend für den Fortbestand unserer Demokratie ist; sie sehen es als ihre Aufgabe an, diese Daten zu öffnen und für ihre Mitbürger verständlich aufzubereiten, weil wir besser informiert die besseren Entscheidungen fällen. Kritiker hingegen, wie Stefan Schulz von der Frankurter Allgemeine Zeitung, sehen in den Openess-Aktivisten nichts als <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/auf-dem-open-knowledge-festival-ihr-seid-unsere-gold-kutsche-13050820.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erfüllungsgehilfen von Google</a>, die Urheberrechtszäune für das Unternehmen einreißen, und eine Bewegung, die nur um sich selbst kreist.<br />
<figure id="attachment_140988" aria-describedby="caption-attachment-140988" style="width: 305px" class="wp-caption alignright"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/okfestival_session.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-140988   " style="border: 1px solid black" title="Workshop &quot;Open Educational Resources and Policy: Overview and Synergies with Fellow Open Movements&quot;" alt="Open Educational Resources and Policy: Overview and Synergies with Fellow Open Movements" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/okfestival_session-305x203.jpg" width="305" height="203" /></a><figcaption id="caption-attachment-140988" class="wp-caption-text">Workshop &#8220;Open Educational Resources and Policy: Overview and Synergies with Fellow Open Movements&#8221;</figcaption></figure></p>
<h3>Themen des OKFestivals</h3>
<p>Einer der Keynote-Redner am Mittwoch, Patrick Alley von der NGO <a href="http://new.globalwitness.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Global Witness</a>, berichtete über die Notwendigkeit, etwa Finanztransaktionsdaten zu veröffentlichen, um Korruption weltweit aufzudecken (<a href="https://www.ted.com/talks/charmian_gooch_meet_global_corruption_s_hidden_players#t-312342" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TED-Talk seiner Kollegin Charmian Gooch</a>). Es sei erschütternd, dass Banken und Unternehmen selten mit Strafverfolgung rechnen müssen, obwohl sie häufig diejenigen sind, die Korruption überhaupt erst möglich machen. Die Keynote stand stellvertretend für eines der großen Themen des OKFestivals, das in einer Vielzahl von Sessions („<a href="http://okfestival2014.sched.org/event/8af676d831253620b588527084acee88#.U8fyBUCrbB0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Power, politics, inclusion and voice</a>“ oder „<a href="http://okfestival2014.sched.org/event/6ed9da1d659a08cec3932252e523631d#.U8fyGUCrbB0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Can open data go wrong?</a>“) ausgiebig diskutiert wurde: Relevanz und Wirkung von Open Knowledge.<br />
Viele Projekte scheinen auf den ersten Blick nützlich und sind es sicherlich auch. Aber ob sie von den Bürgern angenommen werden und etwas bewirken können, ist nur schwierig festzustellen, denn die wesentliche Frage lautet: Ab wann kann ein Projekt als Erfolg bezeichnet werden und wem nutzt es?<br />
Innehalten und nachdenken über die eigene Vorgehensweise ist wichtig, doch das hält die Open Knowledge-Aktivisten nicht davon ab, auf dem OKFestival gleichfalls das zu tun, wofür sie bekannt sind: nicht nur Probleme zu benennen, sondern diese aktiv anzugehen. So werden auf dem Festival so genannte <a href="http://sunlightfoundation.com/blog/2014/07/08/help-us-crowdscrape-10-million-data-points-through-flashhacks/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flashhacks</a> veranstaltet, die z.B. dem Projekt <a href="http://opencorporates.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">opencorporates</a>, ein Register für offene Unternehmensdaten, Schwung verleihen sollen. In diesem Rahmen wurde auch das <a href="http://openbankproject.com/en/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Bank Project</a> vorgestellt, das die Entwicklung von open-source-freundlichen Apps und Dienstleistungen unterstützt, die auf den eigenen Kontodaten beruhen, und es wurde über kollaborative Musikproduktion diskutiert.</p>
<h3>Status quo und die kommende Herausforderungen</h3>
<p>Das Open Knowledge Festival 2014 bietet mit Bereichen wie offenes Design, offene Entwicklungshilfe, offene Hardware und offene Geisteswissenschaften u.a. (insgesamt 16 Bereiche) eine große Themenbreite, in denen es Bestrebungen gibt, offenes Wissen zu teilen. Mehr Themen und Köpfe, das bedeutet jedoch auch, dass mehr unterschiedliche Interessen und Meinungen auf eine Linie zu bringen sind. Dass dies in den kommenden Jahren gelingt, ist für den weiteren Erfolg der Open Knowledge-Bewegung von großer Bedeutung. Denn ihre potenziellen Gegenspieler, die aus so unterschiedlichen Ecken wie Wissenschaft, Politik und Wirtschaft kommen können, verfügen erfahrungsgemäß über die größeren Ressourcen. Das nächste Open Knowledge Festival wird der Gradmesser dafür sein, ob die Bewegung ihren eigenen Erfolg meistern kann.<br />
Fotos: <a href="https://www.flickr.com/photos/artepilpilean/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">artepilpilean</a> (teaser) und Felix Idelberger (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-SA 2.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/open-knowledge-festival-2014-wie-relevant-und-wirksam-ist-freies-wissen-140983/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Open Knowledge Festival 2014: Wie relevant und wirksam ist freies Wissen?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/open-knowledge-festival-2014-wie-relevant-und-wirksam-ist-freies-wissen-2-140984/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/open-knowledge-festival-2014-wie-relevant-und-wirksam-ist-freies-wissen-2-140984/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jul 2014 15:57:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Flashhacks]]></category>
		<category><![CDATA[Global Witness]]></category>
		<category><![CDATA[Open Bank Project]]></category>
		<category><![CDATA[Open Corporates]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Festival 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Alley]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=140983</guid>

					<description><![CDATA[Wir alle kennen Wikipedia, ein Quell des Wissens, wenn wir mal schnell etwas nachschlagen möchten. Doch es ist längst nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/okfestival_collage_cut.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-140984" alt="okfestival_collage_cut" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/okfestival_collage_cut.jpg" width="640" height="280" /></a>Wir alle kennen Wikipedia, ein Quell des Wissens, wenn wir mal schnell etwas nachschlagen möchten. Doch es ist längst nicht das einzige Projekt, das auf frei verfügbares Wissen baut. Auf dem Open Knowledge Festival 2014 treffen sich aktuell Anhänger des freien Wissens aus aller Welt, um sich über alte Erfahrungen und neue Herausforderungen auszutauschen. Ein Einblick.<br />
Seit Mittwoch findet das Open Knowledge Festival 2014 (<a title="Auch Peter Tauber trägt’s mit Fassung" href="http://2014.okfestival.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OKFestival</a>) statt. Es geht noch bis heute Abend und läuft unter dem Motto „Open Minds to Open Action“. Organisator ist die <a href="http://www.okfn.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Knowledge Foundation</a>, die über 1.000 Teilnehmer aus 60 verschiedenen Ländern willkommen hieß. Das OKFestival ist das Mekka für Aktivisten, die sich für Offenheit in all ihren Facetten, sowohl zivilgesellschaftlich als auch politisch, einsetzen. Es geht darum, einen Ort zu schaffen, an dem Interessierte ihre Fähigkeiten und Erfahrungen mit offenen Daten, offenen Schulmaterialen oder offenem Zugang teilen können. An diesem Ort des Austausches soll die Open Community gemeinschaftlich neue Werkzeuge entwickeln und neue Partnerschaften schmieden. Als Lernprozess gedacht, will man auch selbstkritisch über best practices und Misserfolge reflektieren, um mit diesem Wissen besser zum positiven gesellschaftlichen Wandel beitragen zu können.</p>
<h3>Open Knowledge-Konzept</h3>
<p>Die Idee hinter Open Knowledge ist noch relativ jung, das zeigt sich auch daran, dass die „Mutterorganisation“ aus Großbritannien, die Open Knowledge Foundation, 2014 erst ihr 10-jähriges Bestehen feiern wird. Seit ihrer Gründung hat sie eine rasante Entwicklung hingelegt; so wurde 2011 u.a. ihr <a href="http://www.okfn.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutscher Zweig</a> gegründet.<br />
Mit der Idee des freien Wissens traf die Stiftung einen Nerv, denn Informationen gewinnen eine immer größere Bedeutung in unserer Gesellschaft. Open Knowledge ist ein allumfassendes Konzept und kann Geodaten und Stadtdaten ebenso beinhalten wie sozioökonomische oder Unternehmensdaten. Fürsprecher glauben, dass der Zugang zu wichtigen Information bedeutend für den Fortbestand unserer Demokratie ist; sie sehen es als ihre Aufgabe an, diese Daten zu öffnen und für ihre Mitbürger verständlich aufzubereiten, weil wir besser informiert die besseren Entscheidungen fällen. Kritiker hingegen, wie Stefan Schulz von der Frankurter Allgemeine Zeitung, sehen in den Openess-Aktivisten nichts als <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/auf-dem-open-knowledge-festival-ihr-seid-unsere-gold-kutsche-13050820.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erfüllungsgehilfen von Google</a>, die Urheberrechtszäune für das Unternehmen einreißen, und eine Bewegung, die nur um sich selbst kreist.<br />
<figure id="attachment_140988" aria-describedby="caption-attachment-140988" style="width: 305px" class="wp-caption alignright"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/okfestival_session.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-140988   " style="border: 1px solid black" title="Workshop &quot;Open Educational Resources and Policy: Overview and Synergies with Fellow Open Movements&quot;" alt="Open Educational Resources and Policy: Overview and Synergies with Fellow Open Movements" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/okfestival_session-305x203.jpg" width="305" height="203" /></a><figcaption id="caption-attachment-140988" class="wp-caption-text">Workshop &#8220;Open Educational Resources and Policy: Overview and Synergies with Fellow Open Movements&#8221;</figcaption></figure></p>
<h3>Themen des OKFestivals</h3>
<p>Einer der Keynote-Redner am Mittwoch, Patrick Alley von der NGO <a href="http://new.globalwitness.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Global Witness</a>, berichtete über die Notwendigkeit, etwa Finanztransaktionsdaten zu veröffentlichen, um Korruption weltweit aufzudecken (<a href="https://www.ted.com/talks/charmian_gooch_meet_global_corruption_s_hidden_players#t-312342" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TED-Talk seiner Kollegin Charmian Gooch</a>). Es sei erschütternd, dass Banken und Unternehmen selten mit Strafverfolgung rechnen müssen, obwohl sie häufig diejenigen sind, die Korruption überhaupt erst möglich machen. Die Keynote stand stellvertretend für eines der großen Themen des OKFestivals, das in einer Vielzahl von Sessions („<a href="http://okfestival2014.sched.org/event/8af676d831253620b588527084acee88#.U8fyBUCrbB0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Power, politics, inclusion and voice</a>“ oder „<a href="http://okfestival2014.sched.org/event/6ed9da1d659a08cec3932252e523631d#.U8fyGUCrbB0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Can open data go wrong?</a>“) ausgiebig diskutiert wurde: Relevanz und Wirkung von Open Knowledge.<br />
Viele Projekte scheinen auf den ersten Blick nützlich und sind es sicherlich auch. Aber ob sie von den Bürgern angenommen werden und etwas bewirken können, ist nur schwierig festzustellen, denn die wesentliche Frage lautet: Ab wann kann ein Projekt als Erfolg bezeichnet werden und wem nutzt es?<br />
Innehalten und nachdenken über die eigene Vorgehensweise ist wichtig, doch das hält die Open Knowledge-Aktivisten nicht davon ab, auf dem OKFestival gleichfalls das zu tun, wofür sie bekannt sind: nicht nur Probleme zu benennen, sondern diese aktiv anzugehen. So werden auf dem Festival so genannte <a href="http://sunlightfoundation.com/blog/2014/07/08/help-us-crowdscrape-10-million-data-points-through-flashhacks/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flashhacks</a> veranstaltet, die z.B. dem Projekt <a href="http://opencorporates.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">opencorporates</a>, ein Register für offene Unternehmensdaten, Schwung verleihen sollen. In diesem Rahmen wurde auch das <a href="http://openbankproject.com/en/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Bank Project</a> vorgestellt, das die Entwicklung von open-source-freundlichen Apps und Dienstleistungen unterstützt, die auf den eigenen Kontodaten beruhen, und es wurde über kollaborative Musikproduktion diskutiert.</p>
<h3>Status quo und die kommende Herausforderungen</h3>
<p>Das Open Knowledge Festival 2014 bietet mit Bereichen wie offenes Design, offene Entwicklungshilfe, offene Hardware und offene Geisteswissenschaften u.a. (insgesamt 16 Bereiche) eine große Themenbreite, in denen es Bestrebungen gibt, offenes Wissen zu teilen. Mehr Themen und Köpfe, das bedeutet jedoch auch, dass mehr unterschiedliche Interessen und Meinungen auf eine Linie zu bringen sind. Dass dies in den kommenden Jahren gelingt, ist für den weiteren Erfolg der Open Knowledge-Bewegung von großer Bedeutung. Denn ihre potenziellen Gegenspieler, die aus so unterschiedlichen Ecken wie Wissenschaft, Politik und Wirtschaft kommen können, verfügen erfahrungsgemäß über die größeren Ressourcen. Das nächste Open Knowledge Festival wird der Gradmesser dafür sein, ob die Bewegung ihren eigenen Erfolg meistern kann.<br />
Fotos: <a href="https://www.flickr.com/photos/artepilpilean/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">artepilpilean</a> (teaser) und Felix Idelberger (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-SA 2.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/open-knowledge-festival-2014-wie-relevant-und-wirksam-ist-freies-wissen-2-140984/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spenden im Netz fürs Netz – ein Überblick</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/spenden-im-netz-fuers-netz-ein-ueberblick-140482/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/spenden-im-netz-fuers-netz-ein-ueberblick-140482/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2014 15:17:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Co:llaboratory]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Transparency International]]></category>
		<category><![CDATA[Wikimedia]]></category>
		<category><![CDATA[politik-digital.de]]></category>
		<category><![CDATA[Co:lab]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[digitalcourage]]></category>
		<category><![CDATA[netzpolitik.org]]></category>
		<category><![CDATA[republica 14]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenwatch]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Spendenbereitschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Netzaktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Spendeneinnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=140482</guid>

					<description><![CDATA[Netzpolitik und digitale Bürgerrechte – ein Nischenthema für Nerds und Netzaffine oder die größte Herausforderung unserer gegenwärtigen Gesellschaft? Irgendwie stimmt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Spenden.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140483" alt="Spenden" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Spenden.png" width="640" height="338" /></a>Netzpolitik und digitale Bürgerrechte – ein Nischenthema für Nerds und Netzaffine oder die größte Herausforderung unserer gegenwärtigen Gesellschaft? Irgendwie stimmt ja beides. Während sich die Zivilgesellschaft zu Themen rund um das Internet immer besser organisiert, fehlt der wachsenden Anzahl an Akteuren in vielen Fällen die breite, leider auch finanzielle, Unterstützung. Doch worüber finanzieren die Organisationen sich stattdessen, wie akquirieren sie Spenden und worin unterscheiden sie sich in Finanzierung und Struktur? Ein Überblick über die Netzaktiven und Aktiven im Netz.<br />
Mit seiner <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3hbEWOTI5MI&amp;feature=kp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Rede zur Lage der Nation“</a> auf der diesjährigen re:publica ging es Sascha Lobo auch darum, eine Diskussion über Internet-Aktivismus und dessen chronische Unterfinanzierung anzustoßen. Knackpunkt ist dabei häufig die mangelnde Bereitschaft der Sympathisanten, sich auch tatkräftig oder mittels Spenden zu engagieren. Um den ewigen Status als „Hobby-Lobby“ zu überwinden, müssten die Netzorganisationen ihre Finanzierung jedoch umso mehr auf ein festeres Fundament stellen &#8211; unabhängig und jenseits von Zeitdruck und ökonomischen Zwängen.<br />
Wo also liegt das Problem? Sind die Menschen tatsächlich nicht bereit, netzpolitisches Engagement zu unterstützen? Fehlt es an öffentlichkeitswirksamen Narrativen, handfesten Bedrohungen oder dem Bewusstsein für die Bedeutung netzpolitischer Themen? Oder mangelt es an Professionalität in der Öffentlichkeitsarbeit und Spendenakquise der Organisationen und Vereine?<br />
Unter dem Motto <em>„Was kostet die Demokratie?“</em> wollen wir herausfinden, wie es denn nun konkret um die Spendenbereitschaft der Netzinteressierten bestellt ist und welchen Anteil Spenden in den Einnahmen der führenden Netzorganisationen haben. Wir versuchen einen besseren Einblick in die Finanzierung spendengestützter Netzorganisationen zu gewähren und die Mittelverwendung  verstärkt zu thematisieren. Mit diesem Beitrag wollen wir die Debatte über Defizite, Möglichkeiten und Professionalisierungsbedarf der Organisationen, zu der wir auch unsere zählen, fortsetzen.</p>
<h3>Wie ist das bei uns?</h3>
<p>Aus eigener Erfahrung mit unserer Arbeit für <b>politik-digital e.V.</b> können wir sagen, dass Spenden mit unter 5.000 Euro im Jahr gegenüber 350.000 Euro Gesamteinnahmen nur minimal zu unserer Finanzierung beitragen. Stattdessen sind wir in unserer Arbeit auf alternative  Finanzierungsmodelle angewiesen. So generieren wir einen Großteil der Einnahmen durch Dienstleistungen in den Bereichen Redaktion und Live-Kommunikation. Damit finanzieren wir u.a. die Redaktion und den Betrieb von politik-digital.de als verlagsunabhängige und parteienübergreifende Informations-, Kommunikations- und Partizipationsplattform zum Thema Politik und Internet.<br />
Auftraggeber der Dienstleistungen sind beispielsweise die Bundeszentrale für politische Bildung (<a href="http://www.bpb.de/politik/wahlen/europawahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Dossier zur Europawahl</a>), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (<a href="http://www.ganztagsschulen.org/">http://www.ganztagsschulen.org/</a>), die <a href="http://www.test.de/suche/?q=chat&amp;ff=P3F1ZXJ5PWNoYXQmY2hhbm5lbD1kZSZmb2xsb3dTZWFyY2g9OTk3NSZmb3JtYXQ9WE1M0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Warentest</a> oder der Deutsche Akademische Austauschdienst (<a href="https://www.study-in.de/de/community/chat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DAAD</a>). Mit der <a href="http://digitale-buergersprechstunde.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Bürgersprechstunde</a> (DBS) wird außerdem eines unserer Projekte in Teilen von Google Deutschland mit unterstützt.<br />
Fundraising betreibt der Verein nur in geringem Maße. Zwar wird für die DBS gezielt um Zuschüsse und Spenden geworben, darüber hinaus beschränkt sich die Akquise allerdings auf wenig prominente <a href="http://verein.politik-digital.de/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenaufrufe auf unserer Seite</a>.<br />
Wir fragten bei insgesamt 12*<ins cite="mailto:SimonePoldi" datetime="2014-06-17T17:41"></ins><ins cite="mailto:SimonePoldi" datetime="2014-06-17T17:41"></ins> Vereinen, Organisationen und Initiativen im Bereich der Netzpolitik und des Netz-Aktivismus nach, um Einblicke in den Status Quo der Spendenbereitschaft zusammenzutragen und Lobos Klage mit den notwendigen Fakten zu unterlegen. In sieben Fragen baten wir sie um Auskunft darüber, wie hoch ihre Spendeneinnahmen (auch gegenüber alternativen Einnahmequellen) sind, woher diese größtenteils stammen und auf welche Weise bzw. wie aufwendig sie um Spenden werben. Antworten erhielten wir von acht der angeschriebenen Organisationen. In einem Fall konnten wir die Informationen teilweise selbst recherchieren.</p>
<h3>Netzpolitik: Ein heterogenes Feld</h3>
<p>Nach einem ersten Blick auf die Antworten wird zunächst eines deutlich: So unterschiedlich die von uns adressierten Akteure in Struktur, Aktivitäten und Inhalten sind, so vielfältig sind auch ihre Finanzierungsmodelle. Während sich einige Vereine vorrangig über ihre Mitgliederbeiträge und somit relativ solide finanzieren können, sind andere Organisationen sehr viel mehr von Spenden abhängig. Andere wiederum finanzieren sich teilweise über Dienstleistungen oder konkrete Kampagnenzuschüsse. Außerdem muss unterschieden werden zwischen Organisationen, die vor allem von Großspendern wie Stiftungen oder gar Unternehmen getragen werden, und jenen, die vor allem Einzelpersonen ansprechen. Im Folgenden haben wir versucht entlang dieser Differenzierungen das Feld der im Netz aktiven und netzpolitischen Organisationen zu skizzieren und ihren Praktiken der Spendenakquise gegenüberzustellen.</p>
<hr />
<p>[expand title=&#8221;<strong>Digitalcourage</strong>&#8220;]<br />
Jenseits der Berliner Hauptstadtblase verrichten beispielsweise die Netzaktivisten von <a href="http://digitalcourage.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Digitalcourage</b> <b>e.V.</b></a> (vormals FOEBUD) seit 1987 ihre Arbeit in Bielefeld. In ihrem Engagement für „<a href="https://digitalcourage.de/ueber-uns" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerrechte, Datenschutz und eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter</a>“ richten sie sich mit verschiedenen Aktionen, Projekten und Initiativen an die Öffentlichkeit.<br />
Hier machten im Geschäftsjahr 2012 (<a href="https://digitalcourage.de/ueber-uns/transparenzbericht-wer-steht-hinter-digitalcourage-und-wie-verwenden-wir-die-spenden" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparenzbericht</a>) die erwirtschafteten Einnahmen etwa 20 Prozent der Gesamteinnahmen von ca. 315.000 Euro aus, Mitgliedsbeiträge etwa 11 Prozent, Einzelspenden ca. 30 Prozent sowie Großspenden und Zuschüsse  41 Prozent. Eine besondere Rolle nehmen bei Digitalcourage gezielte Bezuschussungen im Rahmen der <a href="https://www.bigbrotherawards.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Brother Awards</a> ein. Die Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen kann damit insgesamt als hoch angesehen werden.<br />
Der Verein ist allerdings darum bemüht, sein finanzielles Fundament vor allem über Kleinspenden zu stützen, die für einen breiteren Rückhalt in der Gesellschaft stehen. Dazu ist es laut eigener Aussage insbesondere wichtig, auch jenseits der netzaffinen Community Geldgeber zu gewinnen. Dennoch setzen die Bielefelder vor allem auf klassische Spendenaufrufe in ihrem Newsletter, in ihren Druckmaterialien und auf <a href="https://digitalcourage.de/spende" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihrer Homepage</a>. Darüber hinaus werden Stiftungen und weitere korporative Geldgeber gezielt und projektbezogen angeschrieben. Gegen externes Fundraising hat man sich hier jedoch bewusst entschieden und integriert die Akquise stattdessen in die alltäglichen Bürotätigkeiten, um Wissen und Ressourcen innerhalb des Vereins zu belassen. Darüber hinaus wurde ein Fundraisingberater hinzugezogen, um das Team in diesem Bereich weiter zu schulen.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: mittel<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: mittel<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Internet Gesellschaft Collaboratory</strong>&#8220;]<br />
Eine völlig andere Finanzstruktur findet sich beim <a href="http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Internet &amp; Gesellschaft Collaboratory e.V.</b></a>, das aber auch andere Ziele verfolgt. Als „ <a href="http://www.collaboratory.de/w/%C3%9Cber_uns" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offene Experten- und Interventionsplattform</a>“ will das CoLab vor allem dazu dienen, interdisziplinär und praxisbezogen neue Diskussionen und Projekte in der digitalen Gesellschaft anzustoßen.  Der junge Verein (Gründungsjahr 2012) zehrt noch von einer Anschubfinanzierung des Initiators Google Deutschland und war auch im vergangenen Jahr weiterhin stark auf die Spenden des Konzerns angewiesen (56,7 Prozent der Gesamteinnahmen). Die restliche Finanzierung errechnet sich durch einen Jahresübertrag, nicht-monetäre Zuwendungen und  zu 11,3 Prozente über projektbezogene Kostenbeteiligungen (u.a. Bertelsmann Stiftung, Wikimedia). Kleinspender stehen hingegen  bislang noch kaum auf der Geberliste des Vereins (unter 5 Prozent). Darüber hinaus profitiert das CoLab projektbezogen auch von der engen Zusammenarbeit und dem Austausch mit anderen Organisationen.<br />
Entsprechend seiner Finanzierungsstruktur adressiert das Collaboratory vornehmlich Unternehmen und Stiftungen, die im selben Feld tätig sind, „d.h. mit dem Internet oder weitestgehend mit dem digitalen Wandel in Berührung stehen.“ Neben dem obligatorischen Spendenaufruf auf der Webseite und einem Eintrag bei <a href="https://www.boost-project.com/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">boost-project.com</a>, werden diese gezielt angeworben, häufig auch im Rahmen konkreter Projektfinanzierung (Sponsoring). Insgesamt verwendet der Verein 40-50 Prozent seiner Personalausgaben auf Fundraising.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: hoch<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Digitale Gesellschaft</strong>&#8220;]<br />
Die <a href="https://digitalegesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Digitale Gesellschaft</b></a> gründete sich 2010 und wurde auf der re:publica 2011 der Netz-Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem hat der eingetragene Verein einen stabilen Stamm an <a href="https://digitalegesellschaft.de/foerdermitglied/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fördermitgliedern</a> aufgebaut, der sein finanzielles Rückgrat bildet. Durch konstante monatliche Mitgliedsbeiträge von mindestens 5 Euro und durchschnittlich 5-10 Euro verschaffen die Fördermitgliedschaften den Netzaktivisten eine gewisse Planungssicherheit. Darüber hinaus spielen traditionelle Kleinspenden eine große Rolle. Insgesamt kam die Organisation im Jahr 2011 somit auf eine Spendensumme von knapp 13.500 Euro, wie dem aktuellen <a href="https://digitalegesellschaft.de/uber-uns/transparenz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparenzbericht</a> zu entnehmen ist. Die zweite große Säule der Finanzierung bilden Großspenden von Stiftungen. Seit Mai 2013 beispielsweise empfängt der Verein eine Förderung der <a href="http://www.opensocietyfoundations.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftungsgruppe Open Society Foundations</a>, die im vergangenen Jahr jede Spendeneinnahme des Vereins mit einem Euro bezuschusst hat. Auch konnte die Bridge-Stiftung zwischen 2012 und 2013 dafür gewonnen werden, die <a href="http://echtesnetz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampagne der Digitalen Gesellschaft zur Netzneutralität</a> mit 9.500 Euro zu unterstützen.<br />
Bereits auf ihrer Startseite wirbt die Digitale Gesellschaft sehr prominent um Fördermitglieder. „Arbeit für digitale Bürgerrechte kostet Zeit und Geld“, heißt es dort. Angesichts der geringen Anzahl hauptberuflicher und voller Arbeitsstellen betreibt der Verein kein aufwendiges oder professionelles Fundraising, sondern bindet den Spendenappell stattdessen <a href="https://digitalegesellschaft.de/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf der Webseite</a> und in Publikationen ein. Außerdem bemüht man sich stetig, bestehende Förderungen zu erhalten bzw. zu verlängern, und um neue Förderpartnerschaften projektbezogen zu werben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: mittel<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>netzpolitik.org</strong>&#8220;]<br />
<a href="https://netzpolitik.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>netzpolitik.org</b> </a> versteht sich selbst als „<a href="https://netzpolitik.org/about-this-blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plattform für digitale Bürgerrechte</a>“ und besteht in seiner derzeitigen  Form seit dem Jahr 2004. Mit seiner  journalistischen Arbeit bewegt sich der Verein an der Schnittstelle von Internet, Gesellschaft und Politik. Dabei finanziert er sich nach eigener Aussage über mehrere Quellen: zum einen über Werbung, Gastbeiträge in anderen Medien und Einnahmen aus externen Vorträgen der Autoren, zum anderen über die Community, also<a href="https://netzpolitik.org/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> spendenbasiert</a>. Allerdings reichen die Einnahmen über die zuerst genannten klassischen Finanzierungsmodelle nicht aus. Dementsprechend sind die Netzpolitik-Experten zusätzlich auf Spenden angewiesen, um sich unabhängig und angemessen mit ihren Themen auseinandersetzen zu können.<br />
2013 startete man aufgrund des systematisch unausgeglichenen Haushaltes eine <a href="https://netzpolitik.org/2013/was-wollen-wir-mit-mehr-finanzierung-schaffen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenkampagne und -Debatte</a>  innerhalb der eigenen Community und legte im Zuge dessen auch <a href="https://netzpolitik.org/wp-upload/Infografik_netzpolitik_klein-725x1024.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die eigene Finanzierung</a> offen. Ziel sollte es unter anderem sein, die Leser davon zu überzeugen, so genannte Freiwilligen-Abonnements abzuschließen. Ein erstes positives <a href="https://netzpolitik.org/2014/unser-vermarktungsdilemma-teil-2-freiwillige-finanzierung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fazit</a> zog netzpolitik.org-Gründer Markus Beckedahl  zu Beginn dieses Jahres: Seit dem Appell verfügt der Verein über relativ kontinuierliche Spendenzuflüsse von etwa 5.500 Euro monatlich und konnte dadurch sogar eine zusätzliche Halbtagsstelle finanzieren. Entsprechend ist und bleibt netzpolitik.org sehr stark auf die Spendenbereitschaft seiner Nutzer angewiesen.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: mittel<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>abgeordnetenwatch.de</strong>&#8220;]<br />
Ein etwas anderes Ziel verfolgt <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Abgeordnetenwatch.de</b></a>. Die Organisation will einen  „direkten Draht von Bürgerinnen und Bürgern zu den Abgeordneten und Kandidierenden“  herstellen. Auch darüber hinaus setzt sich die Organisation für öffentlichen Dialog, Transparenz und die Verbindlichkeit von Politik ein.<br />
Das organisationale Konzept  sticht in gewisser Weise aus dem Feld der politischen Netzorganisationen heraus. Abgeordnetenwatch.de versteht sich als Sozialunternehmen und verfügt über eine bei Sozialunternehmen immer beliebtere Hybridstruktur, sprich eine Doppelstruktur aus Verein und GmbH: Die GmbH übernimmt  als technischer Dienstleister Aufträge für den Verein und stellt sie diesem in Rechnung. Im Jahr 2013 betrug der Wert dieser Dienstleistungen 73.471 Euro. Weitere Einnahmequellen der GmbH sind Medienpartner und Dienstleistungen für Partnerprojekte im Ausland sowie Gebühren für erweiterte Profile, die Kandidaten im Vorfeld von Wahlen angeboten werden.  Die Basisprofile der gewählten Abgeordneten sind jedoch ausschließlich spendenfinanziert. Die GmbH erreichte auf diese Weise im Jahr 2013 Gesamteinnahmen in Höhe von 236.107 EUR. 24 Prozent davon machten Einnahmen aus Profilerweiterungen für Kandidaten aus.<br />
Der Verein finanziert sich über Förderbeiträge, Kleinspenden, Stiftungszuwendungen und Kooperationen und erreichte <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/ueber-uns/mehr/finanzierung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Jahr 2013</a> Einnahmen in Höhe von 368.393 EUR. Während die Zuwendungen von Stiftungen in den vergangenen Jahren leicht schwankten (und zuletzt sanken), ist die Zahl der Kleinspender stetig gestiegen und erreichte zuletzt einen Wert von 265.383 Euro (72 Prozent der Vereinseinnahmen).<br />
Seit 2013 existiert eine Stelle für Fundraising (neben sechs weiteren Festangestellten, den zwei Geschäftsführern und einer Vielzahl freier Mitarbeiter). Darüber hinaus bittet der Verein über den Newsletter und den Spenden-Button auf der Startseite um Zuwendungen. Zumindest 5 Prozent seiner Einnahmen konnte der Verein durch Kooperationszuschüsse zu Einzelprojekten decken.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Liquid Democracy</strong>&#8220;]<br />
An der Schnittstelle von Politik und BürgerInnen angesichts einer veränderten Kommunikationsinfrastruktur arbeitet auch der Verein <a href="https://liqd.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Liquid Democracy e.V.</b></a> Der Verein bemüht sich durch die Bereitstellung von Software und Knowhow darum, <a href="https://liqd.net/about/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">demokratische Partizipation und Teilhabe zu befördern</a>.<br />
Die Einnahmen und Ausgaben des Vereins sind entsprechend der Organisationsphilosophie sehr transparent und <a href="https://liqd.net/about/transparency/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online zugänglich</a>. Die Finanzierung teilt sich auch hier in unterschiedliche Geschäftsbereiche auf:  in den ideellen Bereich, den Zweckbetrieb sowie den steuerrechtlichen Geschäftsbereich. Die <a href="https://liqd.net/projekte/adhocracy-de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freie Software Adhocracy</a> konnte in den vergangenen Jahren konstant einen Mehrwert erzeugen (2011: ca. 1.000 Euro und 2012/2013 bereits über 5.000 Euro). Auch die Einnahmen aus Beratungsleistungen und Software- Anpassungen konnten entsprechende Gewinne generieren (etwa 6.000 Euro für 2013).<br />
Interessant ist insbesondere der ideelle Bereich: Zuwendungen im Rahmen des <a href="http://policycompass.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Projekts „Policy Compass“</a> (158.656,10 Euro) und <a href="http://www.stark-gemacht.de/de/aktuelles/meldungen/4start/gruenes_licht_erste_runde.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Aktiv mitentscheiden</a> (10.200,32Euro) beliefen sich 2013 auf zusammen rund 169.500 Euro. An Spenden hat der Verein im selben Zeitraum etwa 4.000 Euro eingenommen. Mitgliederbeiträge beliefen sich auf ca. 2.400 Euro. Im Vorjahr waren die Spendeneinnahmen mit 8.000 Euro wesentlich höher und die Mitgliederbeiträge nur geringfügig geringer. Auch von 2011 auf 2012 war das Spendenaufkommen stark gesunken (um 14.000 Euro), während die Mitgliedsbeiträge zumindest etwas zunahmen (um ca. 550 Euro). Bis auf das Jahr 2013 verzeichnete der ideelle Bereich zumeist ein Defizit.<br />
Laut eigner Aussage sind die Spender bei Liquid Democracy vor allem Einzelpersonen, die lediglich über den Spendenaufruf auf der Homepage dazu motiviert werden. Darüber hinaus unternimmt der Verein keine Bemühungen und investiert entsprechend auch nicht in professionelles Fundraising. Die Abhängigkeit von Spenden muss  im Vergleich zum gut laufenden Zweck- und Geschäftsbetrieb dementsprechend als sehr gering eingeschätzt werden.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: gering<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: gering<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Transparency International Deutschland</strong>&#8220;]<br />
Schon etwas länger im Geschäft sind die Transparenzverfechter von <a href="http://www.transparency.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Transparency International Deutschland </b></a>. Seitz 1993 engagiert sich der gemeinnützige Verein gegen Korruption und Missbrauch.  Dazu will die Organisation <a href="http://www.transparency.de/UEber-uns.44.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nach eigener Aussage</a> „Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur Schaffung von Transparenz zusammenbringen“.<br />
Der Verein kann auf einen breiten und stetig wachsenden Mitgliederstamm setzen, wodurch Einnahmen zwischen 78.240 Euro (2011) und 87.040 Euro (2013) entstanden. Noch stärker fallen Mitgliedsbeiträge korporativer Mitglieder ins Gewicht, und zwar mit 110.900 Euro (2013). Die Spendeneinnahmen lagen im selben Zeitraum mit zwischen 40.331 Euro (2013) und maximal 72.895 Euro (2012) darunter und nahmen damit einen Anteil von lediglich 10-20 Prozent der Gesamteinnahmen ein. Davon sind wiederum 20-30 Prozent Kleinspender. Obgleich die Spenden nicht den maßgeblichen Teil der Finanzierung bei TI Deutschland ausmachen, stellen sie doch einen elementaren Bestandteil der Finanzstruktur dar.<br />
Die Spendenakquise richtet sich hier vor allem an Privatleute, aber es werden auch Unternehmen erreicht. In Fundraising wird allerdings nicht gezielt und direkt investiert, stattdessen wird <a href="http://www.transparency.de/Spende.1259.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">über die Website</a> sowie über ein alljährliches Mailing zu Weihnachten und über Spendenaufrufe in den Publikationen, im Newsletter und der Mitgliederzeitschrift um Spenden geworben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: mittel<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: mittel<br />
Akquise-Bemühung: mittel bis hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Wikimedia Deutschland</strong>&#8220;]<br />
Ein ähnlich etablierter Akteur ist <a href="http://wikimedia.de/wiki/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Wikimedia Deutschland</b></a>. Der gemeinnützige Verein hat sich der Förderung freien Wissens verschrieben, arbeitet eng mit der Wikimedia Foundation zusammen und unterstützt vielzählige Projekte in diesem Bereich. Das wohl bekannteste ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online Enzyklopädie Wikipedia</a>. Wikimedia finanziert sich fast ausschließlich über Spenden (2012: 91,43 Prozent, 2013: 85,53 Prozent), zu einem geringen Teil auch durch Mitgliederbeiträge (2012: 4,3 Prozent, 2013: 8,52 Prozent) und im Schnitt nur zu etwa 5 Prozent über andere Erlöse. Im Fall von Wikimedia Deutschland sprechen wir tatsächlich von jährlichen <a href="http://wikimedia.de/images/a/a0/Wmde_jb_2013_RZ_web.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendeneinnahmen</a> im Millionenbereich.<br />
Die Spenden stammen zum allergrößten Teil von „Klein- und Kleinstspendern“. Nach eigener Aussage belief sich die durchschnittliche Spende im Zuge der letzten Kampagne auf eine Höhe von 22 Euro. Nur selten erreichen die Organisation Spenden im vierstelligen Bereich. Eine Ausnahme bilden einzelne Projekte wie Wikidata, für die auch größere Zuschüsse von Stiftungen erlangt werden konnten. Andere Projekte werden über Drittmittel finanziert, beispielsweise die <a href="http://wikimedia.de/wiki/Bildungsprojekte/OERde13" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OER-Konferenz</a> (Open Educational Resources) , für die zudem verschiedene Sponsoren gewonnen werden konnten.<br />
Da die Kleinspenderschaft eine so große Rolle spielt, steckt der Verein viele Ressourcen in das Fundraising. Ein Blick in das <a href="http://wikimedia.de/wiki/Mitarbeitende" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitarbeiterregister</a> zeigt, dass hierfür 2,7 Vollzeitstellen, unterstützt von vier  Werkstudenten, angestellt sind. Wikimedia setzt auf gezielte Kampagnen, um Kleinspenden seiner Nutzer einzuwerben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: gering<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Open Knowledge Foundation</strong>&#8220;]<br />
Keine Antworten, aber dafür einen ausführlichen <a href="http://okfn.de/about/#Ttigkeitsberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tätigkeitsbericht in Netz</a> konnte zur <b>Open Knowledge Foundation </b>zur Rate gezogen werden. Die Daten-Aktivisten verfügen über eine prozentual geringe Mitgliederförderung (5.000 Euro), die nur 1,5 Prozent der Gesamteinnahmen 2013 ausmachte. Spenden fielen mit ca. 29.000 Euro zumindest zu 8,4 Prozent ins Gewicht. Den größten Anteil nehmen Zuschüsse zu gezielten Projekten wie <a href="http://ec.europa.eu/information_society/apps/projects/factsheet/index.cfm?project_ref=325091" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eCloud</a> oder <a href="http://www.big-project.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BIGData</a> ein, die insgesamt 250.000 Euro (72,1 Prozent) einbrachten. Dem stehen anderweitige geschäftliche Einnahmen von circa 62.500 Euro (18 Prozent) gegenüber. 2012 hingegen waren die Gesamteinnahmen noch wesentlich geringer  (etwa 130.000 Euro) Das ähnlich hohe Spendenaufkommen (29.000 Euro) trug in diesem Jahr zu immerhin über 20 Prozent dazu bei. Die OKFN funktioniert also, wie viele der aufgeführten Organisationen auch, durch eine Mischfinanzierung. Dabei wird versucht die Fixkosten möglichst zu minimieren und projektgebunden zu arbeiten.<br />
Spendenakquise betreibt die Open Knowledge Foundation über <a href="http://okfn.de/support/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihre Seite</a> und <a href="https://www.betterplace.org/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">betterplace.org</a>. Gleichzeitig wird sehr stark projektbezogen <a href="http://okfn.de/projects/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">um Beteiligungen geworben</a>. Für Fundraising existiert zudem eine halbe Stelle und es wird im <a href="http://okfn.de/wp-content/blogs.dir/21/files/2011/01/OKFDE-Taetigkeitsbericht-2012.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tätigkeitsbericht 2012</a> als Zielsetzung  im Rahmen diverser Projekte erwähnt<br />
[/expand]</p>
<hr />
<h3>Unterm Strich</h3>
<p>Wie eingangs angedeutet, weisen die Befunde auf eine Vielfalt an Organisations- und Finanzstrukturen hin. Dennoch haben wir im Folgenden versucht, ein wenig Ordnung in das netzpolitische und -aktive Feld zu bekommen. Zentral werden hierfür die bisherigen Kategorien sein: Spendenabhängigkeit, Spendenherkunft und Spendenakquise.<br />
Um dem Leser einen Überblick über die Organisationen zu verschaffen und die Ergebnisse der Recherche auch visuell aufbereiten zu können, haben wir versucht, die untersuchten Akteure (beschränkt auf ihre Vereinstätigkeiten) entlang bestimmter Kategorien grob einzuteilen.*<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Graph_Spenden.png"><img decoding="async" class=" wp-image-140493  " alt="Eigene Darstellung" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Graph_Spenden.png" width="600" height="404" /></a><br />
<em>*Den Kategorien: Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen; Höhe der Mitgliederbeiträge; Anteil der Großspender; Anteil von Unternehmensspenden sowie Grad der Akquise-Bemühung wurde wurden die Werte gering, mittel oder hoch zugeordnet.</em><br />
Die <b>Abhängigkeit von Spenden</b> ist für die untersuchten Akteure allgemein sehr hoch. Viele Organisationen sind <i>nahezu vollständig</i> auf Spenden und Zuschüsse angewiesen, beispielsweise das Co:llaboratory, Wikimedia oder die Open Knowledge Foundation. Mit <i>geringen Einnahmen</i> können zumindest netzpolitik.org (über Werbung und Gastreden bzw. -Beiträge)  oder Digitalcourage (Online-Shop) zu ihrem Einnahmen beitragen.<br />
Speziell ist die Situation von Liquid Democracy und Abgeordnetenwatch, die ihre Vereinsstruktur jeweils um eine <i>geschäftstätige GmbH</i> erweitert haben. Diese Doppelstruktur macht sie jedoch nicht gänzlich unabhängig von Spenden. So finanziert sich die GmbH Parlamentenwatch z.B. vor allem über die Dienstleistungen gegenüber dem Verein. Bei Liquid Democracy hingegen erzeugt die GmbH durch externe Dienstleistungen erhebliche Zusatzeinnahmen.<br />
Eine weitere zentrale Möglichkeit, neben selbst generierten Einnahmen und sporadischen Spenden Einnahmen zu erhalten, sind <b>Mitgliedschaften. </b>Hier muss mit Blick auf die untersuchten Akteure allerdings unterschieden werden. Transparency International Deutschland kann beispielsweise auf einen klassischen Mitgliederstamm zurückgreifen, während andere Vereine wie die Digitale Gesellschaft oder netzpolitik.org eher durch Fördermitglieder im Sinne konstanter Spender unterstützt werden. Hier wäre zu überlegen, wie kleinere Vereine ihre Vereinsstrukturen weiter professionalisieren können im Hinblick auf Attraktivität und Akquise entsprechender Mitgliedschaften.<br />
Gesondert davon zu sehen sind <b>Großspenden</b> von Stiftungen, die im netzpolitischen und -aktiven Bereich eine wichtige Rolle spielen. Während sich die durchschnittliche Spende bei vielen Vereinen deutlich unter 20 Euro bewegt (Wikimedia, Digitale Gesellschaft, Liquid Democracy), kann durch entsprechende Langzeitförderungen und Projektunterstützung größere Planungssicherheit hergestellt werden. Besonders angewiesen darauf scheinen jüngere Organisationen wie die Digitale Gesellschaft oder das Co:llaboratory. Aber auch etablierte Akteure wie Transparency International greifen auf entsprechende Zuschüsse zurück. Dabei wird in vielen Fällen auch gezielt um Projektbeteiligungen geworben (Big Brother Awards von Digitalcourage, EU Policy Compass von Liquid Democracy, BIG Data von Open Knowledge Foundation, Digitale Bürgersprechtsunde von politik-digital und andere).<br />
Gewichtige <b>Spenden von Unternehmen</b> finden sich hingegen kaum auf der netzpolitischen Landkarte. Nennenswerte Spenden seitens der Wirtschaft bestätigten uns lediglich das von Google anschubfinanzierte Co:llaboratory und Transparency International. Abgeordnetenwatch erhielt zumindest Zuwendungen von unternehmensnahen Institutionen wie der Robert Bosch-Stiftung oder der Vodafon-Stiftung.<br />
So vielfältig die Wege der Mittelbeschaffung, so unterschiedlich auch die ihrer <b>Akquise</b>: Bei dem an Kleinspender gerichteten Fundraising setzen die meisten Organisationen auf Hausarbeit. Vereine wie die Digitale Gesellschaft,  Liquid Democracy, Digitalcourage oder netzpolitik.org  verfügen jedoch <i>nicht über einzelne Stellen</i>, die sich konkret mit Strategien auseinandersetzen, sondern verteilen entsprechende Arbeiten über die bestehenden Stellen und Mitarbeiter. Überraschend  ist, dass auch Transparency International nach eigener Aussage keine Arbeitsstelle im Bereich Fundraising hat.<br />
Über <i>personelle Ressourcen</i> für Fundraising verfügen hingegen die Open Knowledge Foundation (0,5 Stelle), Abgeordnetenwatch (1 Stelle) und Wikimedia. Letztere Organisation sticht jedoch deutlich heraus, da sie eine ganze Abteilung damit betraut. Auch das CoLab ließ uns wissen, dass zwischen 40 und 50 Prozent der personellen Ressourcen in die Mittelbeschaffung eingehen.<br />
Hier bleibt jedoch zu bedenken, dass viele Organisationen, ob das CoLab, die Digitale Gesellschaft oder Abgeordnetenwatch, auch Arbeitszeit in die Stiftungsförderung und Anwerbung von Projektpartnern investieren.</p>
<h3>Fazit<b> </b></h3>
<p><b>Die Stiftungen müssen‘s richten: </b>Zusammenfassend lassen sich nur wenige verallgemeinerbare Aussagen treffen. Auffällig ist mit Sicherheit, wie bedeutsam Stiftungen sind,  insbesondere in Bereichen, in denen die breite Unterstützung aus der Bevölkerung fehlt. Das betrifft in erster Linie neuere und netzpolitische Organisationen. Etablierte Akteure wie Transparency oder Wikimedia hingegen, die einen durchaus anders gelagerten Fokus haben, stehen dem gegenüber. Auch zeigt sich, dass gerade Tätigkeitsfelder, die jenseits des klassischen Aktivismus oder der netzpolitischen Öffentlichkeitsarbeit liegen, imstande sind, durch ihre Expertise und ihr Know-how Einnahmen zu generieren.<br />
<b>Wenige Spenden, wenig Akquise: </b>Der auf der re:publica 14 von Sascha Lobo gescholtene Vogel hatte mit Sicherheit keine Lobby, bis die Umweltverbände auf ihn aufmerksam machten. Netzpolitik und Transparenz haben diese auch nur zum Teil. Gerade erstere steht unter dem Verdacht, für die breite Bevölkerung vollkommen unbedeutend zu sein. Entsprechend gering sind die Bemühungen der Organisationen, auch jenseits der eigenen Klientel um Unterstützung zu werben. Fundraising, so scheint es, entwickelt sich erst mit einem erhöhten Spendenaufkommen.<br />
<b>Konkrete Angebote schaffen: </b>Eine konkrete und im besten Falle auch regionale Vogelart zu retten, ist mit Sicherheit attraktiver, als sich mit 10 Euro für „den Artenschutz“ im Allgemeinen zu engagieren. Auch beim Aktivismus im und für das Internet sind einzelne Projekte und Kampagnen eine gute Möglichkeit, Zuschüsse und Förderungen zu generieren. Vor allem oben genannte Stiftungen, aber auch Unternehmen scheinen  durchaus mehr dazu bereit, Gelder bereitzustellen, wenn klare Ziele verfolgt werden und In- und Output transparent gemacht werden. Dementsprechend sollte darüber nachgedacht werden, weniger abstrakt die „Freiheit des Netzes“ zu bewerben, als um Unterstützung für konkrete Kampagnen oder Projekte zu werben.<br />
<strong>Siehe dazu auch den Kommentar <em><a href="http://politik-digital.de/koepfe-voll-kasse-leer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Köpfe voll &#8211; Kasse leer</a></em></strong><em> von <a href="http://politik-digital.de/user/swenzel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Steffen Wenzel</a><br />
</em><br />
<em>Abschließend will ich an dieser Stelle noch einmal allen Mitarbeitern und Vertretern der hier vorgestellten Organisationen vielmals dafür danken, dass sie trotz geringer Zeitreserven bereit waren, die notwendigen Informationen bereitzustellen und auf unsere Fragen zu antworten.</em><br />
Bild: <a href="http://pixabay.com/en/money-coins-donate-moneybox-cash-230265/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay/bohed</a><small> (<a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 1.0</a>) </small><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a><br />
&nbsp;</p>
<div>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/spenden-im-netz-fuers-netz-ein-ueberblick-140482/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Für eine Politisierung des digitalen Diskurses! &#8211; Digitale Presseschau 9/2014</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/fuer-eine-politisierung-des-digitalen-diskurses-digitale-presseschau-92014-137899/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/fuer-eine-politisierung-des-digitalen-diskurses-digitale-presseschau-92014-137899/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2014 15:26:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Affirmation]]></category>
		<category><![CDATA[Pessimismus]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Politisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Breitenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Lehmann]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Lobo]]></category>
		<category><![CDATA[das Politische]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Wehrmeyer]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hatebase.org]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[The Sentinel Project For Genocide Prevention]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Juna im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Völkermord]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
		<category><![CDATA[Laura Stresing]]></category>
		<category><![CDATA[NSA]]></category>
		<category><![CDATA[Volksverhetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Holland]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Best]]></category>
		<category><![CDATA[Mediacultureblog]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[hate speech]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Diercks]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Optimismus]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=137899</guid>

					<description><![CDATA[Was bei den Themen Netzneutralität und NSA-Skandal ins Auge fällt, ist, dass es sich dabei prinzipiell um internationale Debatten handelt, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was bei den Themen Netzneutralität und NSA-Skandal ins Auge fällt, ist, dass es sich dabei prinzipiell um internationale Debatten handelt, die auf nationaler Ebene nicht allein gelöst werden können. Denn (noch) ist das Internet international angelegt. Wie kollektive Debatten im Internet auf kreative Art und Weise geführt werden können, zeigen etwa Initiativen wie die ausgerufene „Blogparade“ – wie Partizipationsprojekte international funktionieren können das Projekt Hatebase. Zum anderen wird deutlich, dass es sich bei den Debatten über Netzpolitik und Digitalisierung um gesellschaftliche Debatten handelt, die politisch geführt werden müssen. Der Internet-Aktivist Jens Best <a style="text-decoration: none" href="http://www.slideshare.net/michaelmanis"><font color="#555555">Michael Manis</font></a> fand dafür beim Digitalen Salon vor ein paar Tagen die polemischen, aber richtigen Worte: „Wenn Angela Merkel sich auf das Schengen-Netz einlässt, wird sie die Kanzlerin der Deutschen Telekom“.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=stm4bhjppM4" title="Open Data Aktivismus: ein Besuch bei der Open Knowledge Foundation" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/stm4bhjppM4?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
„Open Data Aktivismus“ ist das Thema des Videos der Woche. Die Bundeszentrale für politische Bildung war zu Besuch bei Stefan Wehrmeyer und der „Open Knowledge Foundation“, die sich verantwortlich zeichnet für Projekte wie Offenerhaushalt.de, Frag den Staat und Bundesgit.</p>
<h3><a href="http://www.freitag.de/autoren/christian-lehmann/netzneutralitaet-utopie-oder-verbrannte-erde" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzneutralität in der EU</a></h3>
<p>Netzneutralität ist nach wie vor ein wichtiges Thema, das momentan u.a. in Bezug auf die USA (Stichwort: Netflix-Deal) diskutiert wird. Wichtiger erscheint aber die Diskussion auf europäischer Ebene, da dort die Weichen für die nationalen Politiken gestellt werden. Im Industrieausschuss des Europäischen Parlaments wurde die Entscheidung erneut verschoben – fällt vor der Europa-Wahl noch eine Entscheidung? Christian Lehmann stellt sich neben der Frage nach einer gesetzlichen Regelung dieder praktischen Umsetzbarkeit von Netzneutralität in der Praxis des Internets</p>
<h3><a href="http://www.heise.de/ct/artikel/NSA-Skandal-in-Europa-Zwischen-Fassungslosigkeit-Desinteresse-und-Resignation-2123804.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie der NSA-Skandal in anderen Ländern diskutiert wird</a></h3>
<p>Die Diskussionen über den NSA-Skandal reißen seit dem Erscheinen der Leaks von Edward Snowden nicht ab. Aber warum wird die Diksussion nicht länderübergreifend geführt? Martin Holland beschäftigt sich mit der internationalen Dimension der Debatte des NSA-Skandals.</p>
<h3><a href="http://www.socialmediarecht.de/2014/02/25/von-der-vorratsdatenspeicherung-vds-geheimdiensten-nsa-co-und-privaten-datenkraken-facebook-google/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ist ein Mindestmaß an Vorratsdatenspeicherung für uns alle sinnvoll?</a></h3>
<p>Die Rechtsanwältin und Mitbegründerin des „Social Media Recht“-Blogs Nina Diercks versucht juristische Klarheit in die Themenfelder Vorratsdatenspeicherung, Geheimdienste und Datensammeln durch soziale Netzwerke zu bringen. Vordergründig geht es ihr um die richtigen Differenzierungen im Gemengelage der Diskussion. In dem Artikel von dieser Woche geht es aber hauptsächlich um das Thema Vorratsdatenspeicherung und warum diese in einem Mindestmaß für uns alle sinnvoll sein kann: „Es lohnt sich durchaus anzugucken, was das Bundesverfassungsgericht im Einzelnen zur Vorratsdatenspeicherung gesagt hat und dann zu überlegen, ob diese wirklich durch und durch böse ist.“ Legen Sie also ihre Vorurteile ab und holen Sie die Lesebrille raus (oder machen Sie sich den Artikel einfach größer, dann könnte das Lesen leichter fallen)!</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2014/02/hatebase-org-ein-fruehwarnsystem-gegen-volksverhetzung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hatebase &#8211; Plattform gegen Hate Speech</a></h3>
<p>Laura Stresing stellt im Blog „Hyperland“ des ZDF eine Partizipationsplattform vor, die sich mit der Warnung vor Gewalt, Diskriminsierung und Volksverhetzung im Internet widmet: dem Crowdsourcing-Projekt <a href="http://www.hatebase.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hatebase.org</a> der kanadischen Friedensorganisation <a href="http://thesentinelproject.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>The Sentinel Project For Genocide Prevention</em></a>. Jede_r kann über ein Wiki an der Plattform mitarbeiten, die durch weitere Tools, unter anderem <em>Hatebrain</em>, erweitert wird.</p>
<h3><a href="http://blog.karlshochschule.de/2014/02/09/aufruf-zur-blogparade-internetoptimismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogparade &#8211; der „neue“ Internetoptimismus</a></h3>
<p>Anfang Februar wiesen wir bereits auf die spektralartig geführte Debatte um den Internetpessimismus von Sascha Lobo hin. Patrick Breitenbach hatte als Reaktion darauf eine <a href="http://blog.karlshochschule.de/2014/02/09/aufruf-zur-blogparade-internetoptimismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Blogparade“</a> ausgerufen, bei der Blogger_innen über ihren affirmativen neuen Internetoptimismus schreiben konnten. Wir weisen auf die letzten beiden Artikel hin, die vor dem Ende der Blogparade am 01. März verlinkt wurden. Bei <a href="http://www.junaimnetz.de/neuer-internetoptimismus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Juna im Netz“</a> wird die Parade zunächst inhaltlich zusammengefasst, bevor weiterhin für den „alten“ Internetoptimismus geworben wird. Im <a href="http://mediaculturablog.wordpress.com/2014/02/23/internetoptimismus-kulturoptimismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Mediacultureblog“</a> geht es um ein sogenanntes „Randthema“ in der Netzpolitik: um Kultur und digitale Museen.<br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/fuer-eine-politisierung-des-digitalen-diskurses-digitale-presseschau-92014-137899/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>BODDY13: Mit viel Überzeugungsarbeit zum Kulturwandel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/boddy13-mit-viel-ueberzeugungsarbeit-zum-kulturwandel-129731/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/boddy13-mit-viel-ueberzeugungsarbeit-zum-kulturwandel-129731/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jun 2013 15:30:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Radu Popescu-Zeletin]]></category>
		<category><![CDATA[Govdata]]></category>
		<category><![CDATA[Uta Dauke]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin Open Data Day 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Both]]></category>
		<category><![CDATA[Cornelia Yzer]]></category>
		<category><![CDATA[Cornelius Everding]]></category>
		<category><![CDATA[Esteve Almirall]]></category>
		<category><![CDATA[FOKUS]]></category>
		<category><![CDATA[Hartmut Bömermann]]></category>
		<category><![CDATA[Ina Schieferdecker]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Fromm]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
		<category><![CDATA[Katalin Gallyas]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=129731</guid>

					<description><![CDATA[Auf dem dritten Berlin Open Data Day ging es um rechtliche, organisatorische und menschliche Notwendigkeiten für die Implementierung von Open [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/bild-boddy13.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129733" alt="Selection" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/bild-boddy13.png" width="640" height="353" /></a>Auf dem dritten Berlin Open Data Day ging es um rechtliche, organisatorische und menschliche Notwendigkeiten für die Implementierung von Open Data. Viele Chancen tun sich auf, doch der Weg zu offenen Daten ist steinig und noch weit.<br />
„Open Data schafft Orientierung! Wir müssen Apps entwickeln, die allen Fremden dabei helfen, sich in Berlin schnell zuhause zu fühlen!“ Mit diesen Worten begrüßte Cornelia Yzer (CDU), Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, die etwa 200 Gäste und Teilnehmer des <a href="http://berlin.opendataday.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berlin Open Data Day 2013 (BODDY13),</a> und betonte damit zugleich die Bürgerfreundlichkeit des Open-Gedankens. Dieser Aspekt sollte sich als roter Faden durch den ganzen Tag ziehen; legten doch alle Redner besonderen Wert darauf, den Nutzen für Bürger und Gesellschaft zu betonen. Prof. Radu Popescu-Zeletin, Leiter des <a href="http://www.fokus.fraunhofer.de/de/fokus/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fraunhofer Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS)</a> in Berlin, in dessen Räumen der „BODDY“ stattfand, machte zudem explizit auf die die rasante technologische Entwicklung und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Möglichkeiten durch Open Data aufmerksam.<br />
Wolfgang Both aus der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung kündigte bis Ende des Jahres einen Entwurf für einen Senatsbeschluss für Open Data-Fragen an, um ab dem kommenden Jahr eine „rechtliche und organisatorische Grundlage für offene Verwaltung“ zu schaffen. Dennoch sei Open Data allein von Rechts wegen nicht einfach zu installieren, der Prozess müsse „erst in die 100.000 Köpfe der Verwaltung Einzug halten“ und funktioniere „nicht von jetzt auf gleich“. Mit der Entwicklung des Datenangebots des Berliner Portals <a href="http://daten.berlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">daten-berlin.de</a> zeigte sich Both bislang zufrieden, jedoch sei Berlin „keine Dateninsel“, eine wichtige Aufgabe für die Zukunft sei daher die „Ausweitung der Datenveröffentlichung auf Europa“,entsprechend dem diesjährigen Motto „Offene Daten – Berlin – Deutschland – Europa“.<br />
Im internationalen Open-Data-Vergleich stehe Deutschland zwar relativ gut dar, bilanzierte Dr. Ute Dauke vom Bundesinnenministerium die Arbeit des deutschlandweitne Portals <a href="https://www.govdata.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GovDATA</a>. Sie mahnte jedoch an, dass eine bundesweite Entwicklung offener Verwaltungen in jedem Falle wünschenswerter sei als eine stückweise regionale Offenlegung öffentlichkeitsrelevanter Datensätze. Auch hält sie es für dringlich, die deutsche Datenlizenz zu überarbeiten; Passagen wie „Jede Nutzung ist zulässig.“ seien zu allgemein gehalten. Hier gelte es, Datenmissbrauch zu verhindern und klar festzulegen, was mit welchen Daten legal machbar sei.</p>
<h3>Nutzen fürs wahre Leben</h3>
<p>Um die konkrete Anwendung offener Daten ging es in verschiedenen Workshops. Die Themen reichten hier von Nahverkehrsdaten über die Nutzungsperspektiven von Geodaten bis hin zu der Frage, wie sich Fertigkeiten von Bürgern und Verwaltung sinnvoll kombinieren lassen.<br />
Interessant für die Nutzer wurde es vor allem am Nachmittag: Hier hatten Entwickler und Programmierer Gelegenheit, ihre Apps und Anwendungen zu präsentieren, die auf Grundlage veröffentlichter Daten entwickelt wurden. So etwa die Berliner Denkmalliste, in der mehr als 8.000 Denkmäler verschiedener Kategorien aufgeführt sind. Thomas Hoppe, der mit der Aufbereitung dieser Liste beauftragt ist, erläuterte, wie komplex die Handhabung solcher Datenmassen ist. Strukturierte Datensätze, die über das Format eines einfachen Textdokuments hinausgehen, sollen hier künftig Abhilfe schaffen.<br />
Hochkonjunktur hatten beim BODDY13 vor allem Verkehrs-Apps verschiedener Art. So stellte Dominik Moritz <a href="http://okfn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(Open Knowledge Foundation Deutschland)</a> Anwendungen vor, mit denen sich anhand von Echtzeitdaten wahlweise die Positionen von S-Bahnen, die allgemeine Versorgung mit Öffentlichem Personennahverkehr oder die nächstgelegene Haltestelle von einem beliebigen Punkt der Stadt aus ermitteln lassen.<br />
Henning Hollburg zeigte seine Entwicklung SONA, mit der sich der kürzeste Weg von einem Ort zu einem anderen in Berlin innerhalb einer definierten Zeitspanne ermitteln und mit weiteren Parametern wie etwa der Wohnungssuche kombinieren lässt. Dirk Schumacher hat für die Universität Paderborn eine Kommunikations- und Informationsplattform für Dozenten und Studierende entworfen, die mehrere Datenquellen miteinander verbindet und etwa eine optimale Gebäudeauslastung gewährleistet oder das Zeitmanagement erleichtert, wenn Vorlesungen ausfallen oder verlegt werden.</p>
<h3>Vertrauen erarbeiten</h3>
<p>In der abschließenden Podiumsdiskussion ging es um „Internationale Orientierungsstrategien im Datenschungel“. Katalin Gallyas, Angestellte der Wirtschaftsbehörde der Stadt Amsterdam, berichtete über ihre Erfahrungen mit Open Data in den Niederlanden. Als Kernaussage stellte sie die Notwendigkeit heraus, Behörden im Umgang mit Open Data zu schulen, damit diese die eindeutigen Vorteile solcher Vorgänge erkennen könnten. Hartmut Bömermann vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg empfahl den Bürgern, durchaus kritisch mit den Datensätzen umzugehen. Cornelius Everding vertrat als Beauftragter für<a href="http://www.egovernment-computing.de/Minsterium-de-Inneren-des-Landes-Brandenburg/firma/257040" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> E-Government im Innenministerium des Landes Brandenburg</a> die These, dass Open-Data gegen die deutsche Tradition „Verwaltung = geheim“ arbeiten müsse, dies jedoch auf längere Zeit ein “Kampf“ bliebe. Er betonte die Bedeutung und den volkswirtschaftlichen Nutzen durch die Einbeziehung der Bürger in Verwaltungsprozesse, wie es etwa in Großbritannien geschehe. Prof. Dr. Ina Schieferdecker, Abteilungsleiterin im Fraunhofer Institut, zweifelte an der Sinnhaftigkeit von Gesetzen, da man das Verständnis für Open Data nicht durch Zwang erreiche, vielmehr komme es darauf an, Akzeptanz durch Überzeugung zu schaffen.<br />
Einig waren sich die Diskutanten darin, dass nicht weniger als ein Kulturwandel nötig sei, um Open Data in allen Verwaltungseinheiten in Deutschland und darüber hinaus zu etablieren.<br />
Für weniger technikaffine Zuhörer war es teilweise schwierig, den Vorträgen ohne Programmierkenntnisse zu folgen. Doch die an den Endnutzer gerichtete Werkschau, in der konkret nutzbare Vorteile durch offene Datentransparenz und -bereitstellung aufgezeigt wurden, entschädigte den weniger bewanderten Gast und machten Hoffnung auf kreative Nutzungsideen in einer noch fernen Zukunft. Denn zunächst gilt es, bei Bürgern und Verwaltungen weiter für Akzeptanz zu sorgen. Der BODDY13 hat einen Beitrag dazu geleistet.<br />
&nbsp;<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/mikecogh/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael Goghlan</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC-BY-SA 2.0)</a></p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/boddy13-mit-viel-ueberzeugungsarbeit-zum-kulturwandel-129731/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
