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		<title>Internet der Dinge &#8211; Teil 3: Smart Home</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2014 14:39:18 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>In den Medien findet das Thema Smart Home als Teil des „Internets der Dinge“ derzeit großen Widerhall. Es soll unkomplizierter in der Installation und erschwinglich für jedermann sein. Doch ist der Nutzen eines intelligenten Hauses tatsächlich so hoch? Im dritten Teil unserer Sommerreihe beleuchten wir diese Frage und weitere Themen wie Interoperabilität, Sicherheit und Datenschutz beim Smart Home. Außerdem erklären wir, wie Sie sich mit Open Source-Software und Minicomputern Ihr mitdenkendes Haus nach Ihren eigenen Vorstellungen zusammenstellen können.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das Phänomen Hausautomation ist schon seit Jahren ein Thema, doch war es bislang für die meisten Menschen zu kostspielig und mit aufwendigen Baumaßnahmen verbunden. Zu Beginn der Entwicklung bestand die Bedienungszentrale aus vielen Schaltern, deren Funktion sich nicht beliebig ändern ließ und deren Design nicht viel hermachten. Das soll sich alles ändern mit dem „Internet der Dinge“. Um beispielsweise Steckdosen den Saft abzudrehen, soll es nicht mehr nötig sein, einen <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-18759055.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„schlauen Schalter“</a> umzulegen, der 2001 als absolutes <em>Musthave</em> angepriesen wurde. Heutzutage wird das intelligente Haus über schicke Touchscreens gesteuert, die seinem Besitzer eine große Auswahl an Funktionen bieten.<br />
Mit neuen Funkstandards wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ZigBee" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zigbee</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Z-Wave" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Z-Wave</a>, dank derer man auf teure Leitungen verzichten kann, und mittels der Verknüpfung mit Smartphones und Tablets soll endlich der Durchbruch für das Smart Home in der Breite gelingen. Viele Unternehmen hoffen darauf, einen lukrativen Markt erschließen zu können, der bis 2025 laut Verband für Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) auf <a href="http://www.vde.com/de/Verband/Pressecenter/Pressemeldungen/Fach-und-Wirtschaftspresse/2013/Seiten/20-2013.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">19 Milliarden Euro</a> anwachsen soll. Solch rosige Aussichten wecken das Interesse einer Vielzahl von Unternehmen: Spätestens seitdem Google den Thermostathersteller Nest aufgekauft hat, ist klar, dass der US-Internetkonzern bereits mitmischt. Apple wird mit der achten Version des Betriebssystems iOS das iPhone und das iPad als Schaltzentrale für das Smart Home in Stellung bringen. Das Interesse der zwei Tech-Giganten steht stellvertretend für die großen Erwartungen zahlreicher Unternehmen an den Smart Home-Markt.</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://vimeo.com/94031546" title="Welcome to Life With Revolv" src="https://player.vimeo.com/video/94031546?width=840&#038;height=1000&#038;discover=1?dnt=1&amp;app_id=122963" width="840" height="473" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen" allowfullscreen></iframe><br />
Das Werbevideo des amerikanischen Anbieters Revolv für sein Smart Home veranschaulicht nicht nur das Ziel des Herstellers, das intelligente Haus mit positiven Merkmalen wie „sexy“ und „cool“ zu versehen, sondern führt ebenso vor, was der letzte Stand der Technik hergibt. Ein Smart Home kann die Hausbeleuchtung anknipsen, sobald es anhand der GPS-Position unseres Smartphones feststellt, dass wir uns in einem vorher festgelegten Radius zum Haus befinden, und die Tür kann mit einem Wisch auf dem Smartphone geöffnet werden. Es lassen sich verschiedene Profile erstellen, die mit einer Berührung etwa das Licht und die Musik dem Anlass entsprechend anpassen. Das kann aber auch zu peinlichen Situationen führen, wenn man sich vertippt und die Schwiegereltern das Entertainmentprogramm für romantische Stunden zu zweit erleben.<br />
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die perfekt abgestimmte Heizungsregulierung. Jeder Heizkörper verfügt über ein Thermostat, mit dem sich die gewünschte Raumtemperatur einstellen lässt. Neubauten verfügen heute in der Regel über zentrale Kontrolleinheiten, mit der sich die gewünschte Raumtemperatur zu jeder beliebigen Uhrzeit einstellen lässt. Das Prinzip Smart Home soll weit darüber hinausgehen – es soll noch wesentlich mehr Komfort bieten und eine bessere Energieeffizienz ermöglichen. Mit Hilfe von Sensoren lässt sich beispielsweise erfassen, ob eine Person sich in einem Raum aufhält und ob dieser entsprechend geheizt werden muss. Die Wohnung kann ab dem Moment beheizt werden, ab dem wir uns ihr in einem bestimmten Radius nähern.<br />
Und es gibt weitere Vorteile: Die manuelle Regulierung per Thermostat ist oft ineffizient, viele Menschen stellen ihre Thermostate viel zu hoch ein oder drehen sie beim Verlassen des Hauses nicht herunter. Das Smart Home würde es uns abnehmen, an diese Dinge zu denken. Mit Sensoren ausgestattete Fenster könnten die Bewohner darauf aufmerksam machen, dass sie offen sind und es hereinregnet oder zum Fenster heraus geheizt wird. Richtig intelligent und autonom wird das Haus dann, wenn die Heizung an warmen Tagen automatisch gedrosselt wird oder die Rollläden bei Sonnenschein zur Kühlung heruntergelassen werden. Dazu kann es die aktuellen Wetterdaten aus dem Internet beziehen oder direkt vor Ort Temperatur und Sonneneinstrahlung messen.<br />
In den vergangenen Jahren sanken die Kosten für Mikrochips stark und es wurden Funktechnologien entwickelt, die es Gegenständen ermöglichen, mit Basisstationen zu kommunizieren. Dafür braucht es keine sperrigen Funkmodule mehr, manchmal nicht einmal Strom. Beide Faktoren bedeuten, dass der Fantasie der Bewohner eines Smart Homes bei der Ausgestaltung ihres Zuhauses aus technischer Sicht kaum Grenzen gesetzt sind. Außer den klassischen Anwendungsbereichen Sicherheit und Energieeffizienz gibt es allerlei weitere intelligente Gegenstände für den Hausgebrauch, wie <a href="http://www.quirky.com/shop/619" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eggtray</a>, ein Eierhalter, der darauf hinweist, wann die Haltbarkeit der Eier im Kühlschrank abläuft, oder <a href="http://www.hapi.com/products-hapifork.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HAPIfork</a>, eine Gabel die das eigene Essverhalten genauestens dokumentiert. Viele andere Gegenstände mit ähnlicher Funktion existieren bereits, und es ist fest damit zu rechnen, dass weitere Produkte dieser Art schon bald auf den Markt kommen werden.</p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Für Besitzer des Handyklassikers Nokia 3310 dürfte sich die Wandlung ihres Hauses in ein Smart Home nicht lohnen, weil sie mangels technischer Funktionen eines Smartphones nicht das volle Potenzial ausschöpfen könnten. Doch warum sollte jemand sein Zuhause überhaupt intelligenter machen? Bisher ging es doch auch ohne diesen Schnickschnack. Der Nutzen eines intelligenten Hauses ist an zwei Aspekten festzumachen: Einerseits ermöglicht es die<em><strong> Automatisierung von Prozessen</strong></em> nach dem Schema „Wenn dieses Ereignis eintritt, soll diese Aktion ausgelöst werden“. So lassen sich viele Smart Home-Lösungen mit dem Internetdienst „if this, then that“ (<a href="https://ifttt.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IFTTT</a>) verknüpfen. Dieses Prinzip ermöglicht es auf simple Weise, zwei Gegenstände miteinander zu verbinden: 15 Minuten bevor der Wecker klingelt, könnte die Kaffeemaschine schon den Morgenkaffee brühen. Oder das Licht wird automatisch gedimmt, wenn man einen Film im Fernsehen oder auf dem Rechner schaut. Andererseits ermöglicht die Verknüpfung mit dem Internet es uns, dass wir jederzeit auf dem Smartphone nachschauen können, ob wir die Herdplatte angelassen haben und ob zuhause alles in Ordnung ist.<br />
Der <em><strong>Fernzugriff</strong></em> mittels Smartphone auf das eigene Haus ist die bedeutendste technische Entwicklung, von der sich viele Unternehmen eine große Attraktivität für Nutzer erhoffen. Dass Smartphones zur Schaltzentrale eines Smart Homes werden können, hat erst die großen Internetriesen auf den Plan gerufen, weil sie darin die Chance sehen, noch mehr über ihre Nutzer zu erfahren. Mit dem Internet der Dinge beschränken sich ihre Beobachtungen nicht mehr allein auf das Verhalten im Internet, sondern es ermöglicht ihnen darüber hinaus, unser Verhalten in der physischen Welt zu beobachten.<br />
Ob das Ganze für beide Seiten nützlich ist, hängt in hohem Maße davon ab, welche Ziele mit der Nutzung eines intelligenten Hauses erreicht werden sollen und wie das Vorhaben umgesetzt wird. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Smart Home-Anbietern, aber es hat sich bislang kein technischer Standard durchgesetzt. Die fehlende Interoperabilität macht einen Anbieterwechsel derzeit umständlich und äußerst kostspielig. Der Fragmentierung des Marktes – womit ebenfalls die Nutzenkalkulation für Anwender sinkt – möchte die Telekom mit dem Aufbau des zentralen Ökosystems <a href="https://www.qivicon.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Qivicon</a> entgegenwirken, unter dessen Schirm sich namhafte Marken von Vattenfall über Miele bis Samsung versammelt haben. Währenddessen wollen Bosch, ABB, Cisco und LG der Telekom-Initiative eine <a href="http://www.energie-und-technik.de/automatisierung-messen/artikel/102433/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eigene Plattform</a> entgegensetzen. Ein weiterer Grund, dass die Anwender sehr genau hinschauen müssen, ob das <em>Kosten-Nutzen-Verhältnis</em> des ins Auge gefassten Smart Homes stimmt, ob es <em>Interoperabilität</em> bietet und das System <em>sicher</em> ist.</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p><a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">An anderer Stelle</a> haben wir darauf hingewiesen, dass im Hinblick auf<em> Privatsphäre</em>, <em>Diskriminierung</em>, <em>Datenschutz</em> und das Risiko zum <em>Fremdzugriff</em> Einwände gegen das Internet der Dinge erhoben werden müssen. Sind die Einwände im Fall des Smart Homes gerechtfertigt?<br />
Nehmen wir die enge Definition der <em><strong>Privatsphäre</strong></em>, nach der ich im Privaten unabhängig von äußeren Einflüssen die Freiheiten habe soll, zu schalten und walten wie ich möchte, so ist diese derzeit in einem Smart Home nicht bedroht. Besitzer von Smart Homes entscheiden, welche Komponenten des Hauses intelligent werden sollen und können die Installation jederzeit wieder rückgängig machen. Ein Smart Home behindert die persönliche Entfaltung der Hausbewohner im Privaten nicht per se. Bis dato! Es ist nicht undenkbar, dass weitere Werkzeuge wie die HAPIFork entwickelt werden, die erwünschtes Verhalten an niedrigere Krankenversicherungsprämien koppeln lassen. Man stelle sich vor, dass Menschen, die sich gesünder ernähren, einen geringeren Versicherungsbeitrag bezahlen. Wäre das dann gerecht oder würde dies dem Solidaritätsprinzip der Versicherungen widersprechen?<br />
Während viele Smart Home-Systeme noch nach manuell gesteuerten Regeln funktionieren, arbeitet die Firma Alpha-EOS bereits an der nächsten Generation der Smart Homes, die unsere Vorlieben selbstständig erlernen, indem sie unser Verhalten beobachten. Welche Duschtemperatur mögen wir? Wann möchten wir das Licht im Wohnzimmer wie hell haben? Das alles kann dieses System sich merken und mithilfe von Algorithmen unser Zuhause regulieren. Wenngleich zu hoffen ist, dass im Notfall noch manuell in die Abläufe eingegriffen werden kann, so sieht das System dies zunächst nicht vor und nimmt uns damit ein Stück <em><strong>Entscheidungsfreiheit</strong></em>.<br />
Wenn unser Smartphone oder Computer gehackt werden, können wir Daten verlieren oder unsere Geräte unbrauchbar werden. Der angerichtete Schaden ist jedoch zumeist virtueller Natur und kann nicht physisch gegen uns eingesetzt werden. Doch sollte es Unbefugten gelingen, die Kontrolle über unser Smart Home zu übernehmen, dann sind gruselige Szenarien kein Hirngespinst mehr: von Musikterror bis Eingesperrtsein im eigenen Haus. Der Angreifer hätte selbstverständlich auch sämtliche Kommunikationskanäle lahmgelegt, über die wir Hilfe rufen könnten. Ein solch unerwünschter <em><strong>Fremdzugriff</strong> </em>wäre nicht schnell und einfach zu stoppen, wenn jede Faser des Hauses vernetzt wäre. Außerdem würde es Wissen erfordern, das die meisten Anwender nicht haben dürften – nämlich darüber, wie das eigene Smart Home-System funktioniert.</p>
<h3>Und sonst? Open Source und Raspberry Pi</h3>
<p>Wem das zu viele Unwägbarkeiten sind oder wer den Versprechungen von Sicherheit und Datenschutz der großen Unternehmen nicht traut, kann Open Source-Alternativen wie <a href="http://www.fhem.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fhem</a>, <a href="http://mknx.github.io/smarthome/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">smarthome.py</a> oder <a href="http://www.openhab.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">openHAB</a> einsetzen. Open Source-Systeme bedeuten nicht zwangsläufig, dass man sich das Smart Home selbst installieren und warten muss. Wie Linux und WordPress beweisen, hat sich das übliche Open Source-Geschäftsmodell bewährt, nicht mit der Software selbst, sondern mit dem Support Geld zu verdienen. Offene Smart Home-Systeme haben für den Anwender den Vorteil, dass sie auf offene Standards setzen, d.h. dass ein Wechsel des Smart Home-Systems wesentlich einfacher zu bewerkstelligen wäre, und teuer gekaufte Hardware müsste nicht ersetzt werden. AVM, ein Hersteller von Routern, erlaubt es beispielsweise, fhem-Software auf der in Deutschland weit verbreiteten Fritzbox zu installieren, das macht die Anschaffung eines weiteren Geräts als Schaltzentrale überflüssig.<br />
Das wäre allein durch die Kombination eines Open Source-Systems mit einem Minicomputer à la Raspberry Pi oder Arduino zu toppen. Eine Option, die nur für versierte Anwender, Do-it yourself-Anhänger und Bastlerfreunde realistisch ist. Dafür kann aus dem Wissen der jeweiligen Communities geschöpft werden – ein großer Pluspunkt gegenüber geschlossenen Systemen.<br />
Ob jetzt das Komplettpaket von einem großen Unternehmen oder das Open Source-System mitsamt Minicomputer das nützlichere System ist, bleibt letztendlich schlichtweg eine Prioritätenfrage, die jeder für sich beantworten muss. Der eine legt mehr Wert auf Sicherheit, der andere darauf, alles aus einer Hand zu bekommen. Der künftige Smart Home-Markt wird geschlossenen wie offenen Systemen gleichermaßen Platz bieten. Bevor man sich jedoch die Systemfrage stellt, muss man für sich entscheiden, ob man überhaupt ein intelligentes Haus braucht. Ohne die Technik verteufeln zu wollen, aber es kann auch ein besonderer Genuss sein, das Mokkakännchen morgens auf den Herd zu stellen und in den Minuten bis zum fertigen Kaffee langsam wach zu werden. Überlegen Sie sich also vor einer Anschaffung, worauf Sie in einem Smart Home möglicherweise verzichten müssten.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt<br />
</a><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping</strong></a><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a><em>Teil 4:</em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Smart Cars</a></strong><br />
<em><strong>Teil 5: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Smart Country</strong></a><br />
<strong><em>Teil 6:</em> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/">Smart City</a></strong><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em></p>
<p>Foto: Reubot (File:Haus LennartHell.png) [<a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en">CC0</a>], <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AHaus_LennartHell.svg">via Wikimedia Commons</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>„Im Zweifel für den Zweifel“? Internet und Freiheit &#8211; Digitale Presseschau 13/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Mar 2014 15:31:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Zweifel ist nicht erst seit Descartes eine Triebfeder der Moderne. Strittig ist nur seit je her, welcher der richtige [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Zweifel ist nicht erst seit Descartes eine Triebfeder der Moderne. Strittig ist nur seit je her, welcher der richtige Zweifel ist. Eine genaue Prüfung und Abwägung ist unabdingbar, so dass der Zweifel ein elastischer Zweifel bleibt: <a href="http://www.uni-marburg.de/fb03/politikwissenschaft/pi-nip/publikationen/zombieneu/maerzzombie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Nur nicht verzweifeln!“</a>  Auch und gerade im Umgang mit dem Internet. Dieses war bislang ein Medium, das auf einer freiheitlichen Idee fußte – nie war dieser Impetus mehr bedroht als heute. Gegen diese Bedrohungen regt sich kein signifikanter Protest. Ist also das freie Internet nur noch eine Illusion? Warum es aber nach wie vor gilt, um die Freiheit zu streiten und zu kämpfen, lesen Sie in unserer Presseschau.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=Xf3Qy7jG1uY<br />
Das Video der Woche stammt aus der Reihe „Elektrischer Reporter“. Es werden so unterschiedliche Themen behandelt, wie die Nationalisierung des Internets, ein Projekt der Aufarbeitung der Vergangenheit auf Twitter sowie die immer beliebter werdende Ökonomie des Teilens.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/zukunft-des-internets-freies-netz-eine-illusion-1.1921160" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Illusion freies Netz</a></h3>
<p>Mit der Zukunft des Internets beschäftigt sich ein Artikel von Sandro Gaycken: „Ein neues digitales Zeitalter kündigt sich an.“ Dies ist jedoch nicht pathetisch zu verstehen – Gaycken beschreibt die Zersplitterung des freien Internets in fünf Ideologien, je nach politischem System und gesellschaftlicher Wertschätzung von Freiheit und Grundrechten. Diese Zersplitterung könne katastrophale Ergebnisse zeitigen, aber in aufgeklärten Gesellschaften auch zur Weiterentwicklung des Netzes beitragen.</p>
<h3><a href="http://www.carta.info/71237/kryptographie-freie-software-dezentralisierung-vorhut-oder-letztes-aufgebot/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Überwachung: Wo bleibt die Demokratie?</a></h3>
<p>Das Ende der Illusionen leitet auch Jürgen Drommert auf Carta ein. Nicht nur bei der Überwachung, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen gebe es „kein Protestpotential im Land“. Alternativen, sich etwa gegen Überwachung zur Wehr zu setzen, werden darauf folgend in drei Schritten beschrieben: Kryptographie, freie Open-Source-Software und Dezentralisierungen im Internet.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/das-internet-der-zukunft-wir-muessen-fuer-die-freiheit-kaempfen-12860165.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Für die Freiheit</a></h3>
<p>Ein weiteres Plädoyer für die Rückeroberung des von Unfreiheit bedrohten freien Internets, liefert Mathias Müller von Blumencron. Einerseits müsse darauf geachtet werden, dass Konzerne, deren Geschäftsmodell auf der Verwertung von Daten beruht, nicht zu mächtig werden – andererseits müsse auch Sorge dafür getragen werden, dass gesetzliche Regulierungen nicht zu rigide werden, sodass freiheitliche Potentiale nicht ausgebremst werden: „Das Internet braucht Freiheit, Toleranz und den Mut, sich unbequemen Veränderungen zu stellen – und sie auszuhalten.“</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/europas-it-projekt/die-eu-und-die-digitale-revolution-ich-bin-nicht-naiv-und-europa-darf-es-auch-nicht-sein-12860365.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gegen die Naivität</a></h3>
<p>Die europäische Kommissarin für Digitale Agenda Neelie Kroes argumentiert in ihrem neuesten Beitrag gegen eine skeptizistische Verfallsgeschichte der digitalen Revolution und begreift diese als „Chance, das europäische Sozialmodell zu retten.“ Gegen Rückzug, Protektionismus und Begrenzung präsentiert sie ihre Vision einer digitalisierten Zukunft.</p>
<h3 class="western" style="margin-bottom: 0cm"><a href="http://www.intmag.de/2014/03/tom-standage/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der historische Kontext von Social Media</a></h3>
<p>Der britische Journalist Tom Standage gab dem InternetMagazin ein Interview über sein neustes Buch, das versucht Social Media in einen historischen Kontext zu setzen, der bis in die Antike zurückreicht. Was uns das über unsere Gegenwart aussagt? Entscheiden Sie selbst!<br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Projekt &#034;Wahlversprechen&#034; &#8211; Die Regierung beim Wort nehmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Krotz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2014 13:01:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Viele Bürger glauben, dass die Versprechen von vor der Wahl nicht eingehalten werden. Mit dem Projekt &#8220;Wahlversprechen&#8221; wollen die Macher [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wahlversprechen-logo.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-138658" alt="wahlversprechen logo" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wahlversprechen-logo.png" width="620" height="320" /></a>Viele Bürger glauben, dass die Versprechen von vor der Wahl nicht eingehalten werden. Mit dem Projekt &#8220;Wahlversprechen&#8221; wollen die Macher nachprüfbar machen, ob die Bundesregierung, das, was sie ankündigt, auch umsetzt &#8211; oder eben nicht. Das Team übersetzt dafür die Aussagen aus Dokumenten und Reden in verständliche politische Vorhaben, deren Bearbeitung über die Legislaturperiode hinweg dokumentiert wird. Anhand von 5 Fragen lassen wir sie, sich und ihr Projekt vorstellen.<br />
<strong>politik-digital.de: Was ist die Mission Ihrer Organisation?</strong><br />
Wir möchten einen besseren Überblick schaffen, wie viele ihrer Vorhaben die deutsche Bundesregierung im Laufe einer Legislaturperiode eigentlich umsetzt. Die Regierung muss sich an ihren Versprechen messen lassen und die Wähler müssen überprüfen, wie konsequent eine Regierung ihre Wahlversprechen eingehalten hat.<br />
Natürlich nehmen die Medien bei der Berichterstattung heute auch schon Bezug auf den Inhalt des Koalitionsvertrags oder die Wahlprogramme, aber im Laufe einer Legislaturperiode geht der Überblick verloren, was alles erledigt oder eben nicht erledigt wurde.<br />
Deshalb haben wir alle Wahlversprechen der Regierungsparteien und alle Inhalte des Koalitionsvertrags im genauen Wortlaut dokumentiert und nach Ressorts gruppiert. Dabei haben wir uns auf Vorhaben beschränkt, die präzise genug formuliert sind, dass sie überhaupt bewertet werden können. Für die übrig gebliebenen Vorhaben wollen wir dauerhaft und so objektiv wie möglich dokumentieren, ob sie ganz oder teilweise umgesetzt wurden oder nicht und woran die Umsetzung scheiterte.<br />
<strong>politik-digital.de: Was wollen Sie erreichen und wie wollen Sie das erreichen </strong><strong>(bzw. wie arbeiten Sie)?</strong><br />
Momentan sagen 80% der Deutschen laut Forschungsgruppe Wahlen, dass sich die Parteien nicht an ihre Wahlkampf-Ankündigungen halten, wenn sie nach der Wahl an die Regierung kommen. Lediglich 18 Prozent glauben, dass die Wahlkampfversprechen dann auch eingehalten werden.<br />
<figure id="attachment_138670" aria-describedby="caption-attachment-138670" style="width: 265px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wahlversprechen-skala.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-138670 " alt="wahlversprechen ampel" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wahlversprechen-skala-630x680.jpg" width="265" height="286" /></a><figcaption id="caption-attachment-138670" class="wp-caption-text">Symbole neben den Versprechen zeigen ihren jeweiligen Bearbeitungsstatus an</figcaption></figure><br />
Wir möchten überprüfen ob das stimmt und mehr noch allen die Möglichkeit geben das überprüfen zu können.<br />
Wir glauben, dass das System der repräsentativen Demokratie langfristig nicht funktionieren kann, wenn es vor Wahlen nicht deutlich unterscheidbare politische Angebote gibt &#8211; und diese dann hinterher auch wenigstens der Richtung nach umgesetzt werden. Sonst verliert unser System mit konkurrierenden Parteien und Ideen ihren Sinn. Wir wollen sicherstellen, dass die Bürger als Souverän über die Richtung der Politik bestimmen können. Dazu müssen die politischen Vertreter ernst gemeinte Vorhaben formulieren und die Bürger müssen deren Umsetzung vergleichen können. Das lässt sich nur mit einer systematischen Dokumentation dieser Vorhaben und ihrer eventuellen Umsetzung erreichen.<br />
&nbsp;<br />
<strong>politik-digital.de: Wie entstand die Idee zu Ihrem Projekt? Gab es Vorgängerprojekte?</strong><br />
Wir wollen eine genauso verlässliche und populäre Quelle für die Beobachtung des politischen Geschehens in Deutschland sein, wie es der Dienst &#8220;Obameter&#8221; der Tampa Bay Times in den USA vorgemacht hat, der uns als Inspiration für unser Projekt diente. Dort kann man nachlesen, dass Präsident Obama erstaunlich viele seiner Ankündigungen umsetzen konnte &#8211; zumindest abgeschwächt als Kompromiss. Und wer das nicht glauben will, der hat die Möglichkeit, bei jedem einzelnen Thema genauer nachzulesen, ob und wie aus Vorhaben konkrete Gesetze und Maßnahmen geworden sind. Genau das wollen wir nun auch in Deutschland anbieten.<br />
<strong>politik-digital.de: Warum nutzen Sie das Internet für Ihre Ziele? Warum glauben Sie, dass das Internet ein Potential für mehr Transparenz und Partizipation bietet?</strong><br />
Die Stärken des Internets sind essenziell für unser Projekt: Wir können zu geringen Kosten ein großes Publikum erreichen, die Inhalte aktuell halten, können ohne physische Beschränkungen die Umsetzung jedes Vorhabens dokumentieren und den politisch interessierten Bürgern die Möglichkeit geben, sich einzubringen, mitzudiskutieren, die Umsetzung mitzuverfolgen und sich mit ihrem Fachwissen einzubringen.<br />
<figure id="attachment_138673" aria-describedby="caption-attachment-138673" style="width: 302px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wahlversprechen_progress.png"><img decoding="async" class=" wp-image-138673   " alt="wahlversprechen_progress" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wahlversprechen_progress-630x264.png" width="302" height="127" /></a><figcaption id="caption-attachment-138673" class="wp-caption-text">Eine Statusleiste bietet einen schnellen Überblick über die bisherige Regierungsarbeit</figcaption></figure><br />
Jedes Medium, dass sich aufs Internet konzentriert, wie etwa vox.com, versucht, diese Stärken maximal auszunutzen. Wir auch und wir freuen uns daher über weitere Mitstreiter. Designer, Programmierer, Autoren sind herzlich eingeladen, mit uns zusammenzuarbeiten. Auch anonym kann man uns mit Informationen unterstützen.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> <strong>Können Sie sich (netz-)politische Entwicklungen vorstellen, die Ihre Arbeit fördern oder behindern könnten?</strong><br />
Wir sind ja weniger ein datengetriebenes Projekt, dass etwa stark davon abhängt, welche Daten die Bundesregierung oder untergeordnete Behörden veröffentlichen oder nicht. So lange also die Bundesregierung mit Journalisten kommuniziert und in irgendeiner Form ihre Arbeit rechtfertigen muss, gibt es also eine Basis für unser Projekt.<br />
Nichtsdestotrotz versuchen wir aber die Entwicklung hin zur Veröffentlichung öffentlicher Daten für unsere Arbeit zu nutzen. Wir möchten in den kommenden Monaten die bestehenden Werkzeuge wie fragdenstaat.de, offenesparlament.de und offenerhaushalt.de stärker nutzen und wenn möglich in unsere Webseite integrieren.<br />
Wichtiger für unsere Arbeit wäre, dass Onlinemedien in der Gesellschaft stärkere Akzeptanz fänden. Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, dass das hierzulande im gleichen Maß wie in den USA der Fall ist. Dort gibt es seit kurzem mehrere journalistisch ambitionierte politische Newsseiten, die nur noch im Internet veröffentlichen wie qz.com, vox.com, fivethirtyeight.com, die nicht einfach nur schneller als die klassische Zeitung sein wollen, was auch die deutschen Onlinenachrichten gut schaffen, sondern die versuchen, inhaltlich besser zu sein als die klassische Zeitung.<br />
<strong>politik-digital.de wünscht viel Glück!</strong><br />
<strong>Hier geht&#8217;s zur Website von Wahlversprechen: <a href="http://www.wahlversprechen2013.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.wahlversprechen2013.de/ </a></strong><br />
Der Code für das Projekt ist Open Source und veröffentlicht unter: <a href="https://github.com/stheophil/wahlversprechen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://github.com/stheophil/wahlversprechen</a><strong></strong><br />
<figure id="attachment_138677" aria-describedby="caption-attachment-138677" style="width: 630px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/3erBild.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-138677" alt="3erBild" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/3erBild-630x270.jpg" width="630" height="270" /></a><figcaption id="caption-attachment-138677" class="wp-caption-text">Das Wahlversprechen-Team (v.l.n.r.): Sebastian Theophil, Jan Falk und Henning Brinkmann</figcaption></figure><br />
&nbsp;<br />
Bilder: © Sebastian Theophil<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Sex, Überwachung und der Koalitionsvertrag &#8211; Digitale Presseschau 48/2013</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2013 16:17:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Stefan Niggemeier]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Richel]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie viel Netzpolitik steckt im Koalitionsvertrag der großen Volksparteien? Obwohl der Begriff kein einziges Mal vorkommt, sind digitale Themen so [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie viel Netzpolitik steckt im Koalitionsvertrag der großen Volksparteien? Obwohl der Begriff kein einziges Mal vorkommt, sind digitale Themen so präsent wie nie zuvor. Was sich hinter den vielen Formulierungen versteckt &#8211; und was nicht &#8211; ist seit einigen Tagen Gegenstand der Diskussion. Dass Antworten auf den Überwachungsskandal bitter nötig wären, verdeutlicht Digitalcourage e. V. mit einer Liste persönlicher Berichte von Betroffenen aus Deutschland, den USA und Großbritannien. Derweil thematisieren Filme, Studien, Blogs und sogar die NSA die Sexualität in Zeiten des allgegenwärtigen Internets und der andauernden Vernetzung. Schließlich wird in zwei Beiträgen an der Utopie der freien digitalen Gesellschaft gebaut.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&amp;v=ZfPAwgo8FTs&amp;start=340&amp;end=504" title="086: Künstliche Tiere, ein Wahlkampfanzug und gedrosselte Netze" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/ZfPAwgo8FTs?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Der Elektrische Reporter: &#8220;140 Sekunden&#8221; &#8211; @matthiasrichel: Politische Parteien tummeln sich in Wahlkampfzeiten zunehmend im Social Web.</p>
<h3></h3>
<h3><a href="https://digitalcourage.de/blog/2013/wer-nichts-zu-verbergen-hat" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schwarze Schafe</a></h3>
<p>Sind wir nicht alle Schafe einer globalen Herde, deren väterlicher Schäfer uns vor uns selbst schützen muss? Hat Überwachung nicht nur für Kriminelle und Terroristen negative Konsequenzen, während wir anderen Unschuldslämmer keine Angst mehr vor Wölfen haben müssen? Um das zu widerlegen, hat Digitalcourage e. V. eine kleine Liste von Berichten über Menschen zusammengestellt, die ganz konkret die Folgen staatlicher Überwachung zu spüren bekommen haben. Darunter sind in Deutschland ein kritischer Sozialwissenschaftler, eine Journalistin und ein vom Verfassungsschutz beobachteter Islam-Experte. Hinzu kommen Berichte von Journalisten, Musikern und Touristen, denen die Einreise in die USA verweigert wurde, sowie von einem britischen Ehepaar, das die falschen Begriffe bei Google suchte.</p>
<h3><a href="http://netzwertig.com/2013/11/26/killer-applikation-des-internets-die-pornoflut-und-ihre-auswirkungen/#more-31309" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sexualität und Internet</a></h3>
<p>Ein Großteil des Datenverkehrs im Internet fällt auf pornographische Inhalte. Damit haben ziemlich viele Leute etwas zu verbergen, <a href="https://netzpolitik.org/2013/nsa-untersucht-online-porno-konsum-um-zielpersonen-zu-diskreditieren/#more-59195" target="_blank" rel="noopener noreferrer">findet zumindest die NSA</a>, die mit Informationen über Sexualität und den Konsum von Pornographie „Radikalisierer“ verunglimpfen will. Spannender ist aber die Frage, ob neue Kommunikationstechniken unsere Sexualität verändern? Ja, meint Alexander Lohninger auf <a href="http://netzwertig.com/2013/11/26/killer-applikation-des-internets-die-pornoflut-und-ihre-auswirkungen/#more-31309" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netzwertig.com</a> und warnt davor, dass die Darstellung von Sex und Geschlechterbildern in Pornovideos Einfluss auf das reale Sexleben vieler Menschen habe. Zudem geben <a href="http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/nov/26/smartphones-bonking-crisis-british-less-sex-technology" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studien</a> zu bedenken, dass die Verwischung von Privatleben, Arbeit und Öffentlichkeit Sexualität und Beziehungen verändere. In Großbritannien führen Forscher einen starken Rückgang der sexuellen Aktivität auch auf die Allgegenwärtigkeit von Smartphones und Laptops zurück. Diese Themen sollten offen diskutiert werden, meint Lohninger. Popkulturell haben eine <a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/11/luxuria-superbia-liebe-dein-tablet/#more-13873" target="_blank" rel="noopener noreferrer">App</a>, die Sex mit dem geliebten Gadget ermöglichen soll, und Hollywood &#8211; mit Filmen wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=24cjqfVv1fs&amp;hd=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Shame</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bcGO_oAahV8&amp;hd=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Don Jon</a> oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=WzV6mXIOVl4&amp;hd=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Her</a> &#8211; bereits den Anfang gemacht.</p>
<h3><a href="http://www.boell.de/de/2013/11/28/der-digitale-aufbruch-kommt-nicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hätte schlimmer kommen können</a></h3>
<p>Der Koalitionsvertrag steht und obwohl kein einziges Mal der Begriff „Netzpolitik“ darin vorkommt, sind digitale Themen so präsent wie nie zuvor. Dennoch sieht Malte Spitz in seinem Artikel für die Heinrich-Böll-Stiftung den Vertragsentwurf aus netzpolitischer Sicht kritisch. Dies liege vor allem an drei Punkten: Vorratsdatenspeicherung, <a href="http://www.neunetz.com/2013/11/27/koalitionsvertrag-keine-netzneutralitat-aber-neutralitat-bei-suchergebnissen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzneutralität</a> und <a href="https://netzpolitik.org/2013/urheberrecht-im-koalitionsvertrag-bedrohungen-lichtblicke-und-auslassungen/#more-59296" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Urheberrecht</a>. Annette Mühlberg von ver.di fasste ihre Kritik im <a href="http://politik-digital.de/9-berliner-hinterhofgespraech-wunschliste-an-die-neue-regierung-welche-netzpolitik-brauchen-wir/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hangout mit politik-digital.de</a> mit der Feststellung zusammen, dass Netzpolitik im Vertrag als Wirtschaftspolitik behandelt würde. Jedoch selbst unter diesem Aspekt sieht Thomas Knüwer auf <a href="http://www.intmag.de/2013/11/koalitionsvertrag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">intmag.de</a> den Vertrag als verfehlt, denn die Förderung der digitalen Wirtschaft würde Sicherheitsinteressen untergeordnet. Immerhin, so resümiert Spitz, „es hätte durchaus schlimmer kommen können“.</p>
<h3><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/mir-liegt-der-177-seitige-entwurf-des-koalitionsvertrages-vor-und-ihnen-auch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8230;liegt der Öffentlichkeit exklusiv vor</a></h3>
<p>Die unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehaltenen Koalitionsverhandlungen wurden von einem ständigen Fluss von Arbeitspapieren an die Öffentlichkeit begleitet. Mit der exklusiven Verwendung dieser Dokumente durch die großen Medien sei es nun aber vorbei, hofft Stefan Niggemeier auf seinem Blog. Seit Malte Spitz diese Exklusivität sinnlos machte, indem er den ersten Entwurf des Koalitionsvertrags einfach als pdf online stellte, folgten auch große Online-Medien diesem Beispiel. Dies sei, <a href="http://malte-spitz.de/2013/11/27/eine-neue-offenheit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">so Spitz auf seinem Blog</a>, eine neue Art von Journalismus, die den Lesern Quellen zur Verfügung stelle und sie damit mündiger mache.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/lehren-aus-dem-nsa-skandal-der-bauplan-fuer-ein-sicheres-internet-12680524.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dezentral &amp; Open Source bitte</a></h3>
<p>Weder eine Nationalisierung der Netzinfrastruktur, noch ein zentrales europäisches IT-Großprojekt seien adäquate Antworten auf die NSA und das digitale Zeitalter. So argumentiert zumindest Felix von Leitner auf faz.net und fordert den dezentralen Aufbau einer europäischen Open-Source-Infrastruktur, den viele kleine Unternehmen vorantreiben sollten. Durch die Spezifikation einheitlicher Schnittstellen würde dieser die IT-Wirtschaft fördern und Monopolen entgegenwirken, die anfälliger für Überwachung seien. Schließlich sei so auch das Internet entstanden. Dass dies im Netzausbau tatsächlich der bessere Ansatz sein könnte, belegt auch eine <a href="http://www.fr-online.de/wirtschaft/wettbewerb-auf-telekommunikations-markt-telekom-konkurrenz-ruestet-auf,1472780,25445734.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/mehr-transparenz-was-wir-von-suchmaschinen-wissen-wollen-a-900326.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liebe Suchmaschinen</a></h3>
<p>Suchmaschinen wie Google sind der primäre Zugang zur vernetzten Öffentlichkeit, werden jedoch von privaten Konzernen betrieben. Damit sie ihre Macht weniger ausnutzen können, fordert die Große Koalition von Ihnen „Neutralität“ gegenüber allen Angeboten. Das widerspreche jedoch der Aufgabe von Suchmaschinen, meint Jürgen Geuter, da sie ja gerade diejenigen Ergebnisse filtern sollten, welche die NutzerInnen interessiere. Eine andere Möglichkeit wäre die Offenlegung der verwendeten Algorithmen. Diese öffne jedoch Tür und Tor für Manipulation seitens der Anbieter. Darum hat Geuter auf Spiegel Online einen Katalog von fünf Forderungen an Suchmaschinenbetreiber erstellt, der es NutzerInnen ermöglichen soll, Suchergebnisse kritisch zu hinterfragen.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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			</item>
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		<title>Subversion! &#8211; Digitale Presseschau KW 33</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/subversion-digitale-presseschau-kw-33-131204/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/subversion-digitale-presseschau-kw-33-131204/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Aug 2013 14:55:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Open-Source]]></category>
		<category><![CDATA[Ronald Pofalla]]></category>
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		<category><![CDATA[Krypto-Party]]></category>
		<category><![CDATA[PirateBay]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimdienst]]></category>
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					<description><![CDATA[Sind wir gegenüber den scheinbar allmächtigen Geheimdiensten machtlos? Der Blogger Michael Seemann meint nein und verweist auf die Chancen von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sind wir gegenüber den scheinbar allmächtigen Geheimdiensten machtlos? Der Blogger Michael Seemann meint nein und verweist auf die Chancen von Open Data und Open Source. Trotzdem erleben wir aktuell eine staatliche Neu-Interpretation der Privatsphäre. Und während deutsche E-Mail-Provider auf scheinheilige Weise suggerieren, ihre Mails wären nun vor Überwachung sicher, befassen sich andere mit der Online-Kommunikation deutscher Politiker: Doch auch da sieht es mit der Sicherheit eher schlecht aus. Ein Thema für die etablierten Zeitungen, die durch subjektiven und subversiven Journalismus auch weiterhin im digitalen Medienmarkt überleben könnten. Das und mehr in der wöchentlichen Presseschau.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>http://www.youtube.com/watch?v=jqT4O62UyUo&#038;feature=youtu.be<br />
Binders full of women oder Pofalla, der so ziemlich alles beendet, was nicht bei drei auf den Bäumen ist – wer kennt sie nicht, die Internet-Memes. Frontal 21 befasst mit der Entstehung  und den Eigenheiten des unterhaltsamen Phänomens, das Wahlkämpfern nun schon länger das Leben schwer macht.</p>
<h3><a href="http://www.ctrl-verlust.net/10-thesen-zum-neuen-spiel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Game over?</a></h3>
<p>Game over. Vorerst. Der Blogger Michael Seemann zieht auf seinem Blog „ctrl+verlust“ Lehren aus dem NSA-Fall: Wir hätten die Kontrolle über unsere eigenen Daten verloren, die Privatsphäre sei tot, der Datenschutz bankrott, Gegenwehr kaum mehr möglich. Denn wer mit genug Macht ausgestattet sei, werde sich über alle Regelungen hinwegsetzen um Daten zu sammeln und sie auszuwerten. Aber der Kampf gegen Überwachung müsse weiter gehen. Und zwar mithilfe von mehr Transparenz und mehr Vernetzung: Open Data und Open Source würden es dem Bürger ermöglichen, die Mächtigen besser zu kontrollieren und effektiver in die Schranken zu weisen.  „Aktivistisches Big Data“, also eine intelligente Nutzung moderner Informationstechnologien zur Erfassung und Auswertung politischer Daten – das sei eine Möglichkeit, mit zivilem Selbstbewusstsein im neuen Spiel „Weltöffentlichkeit vs. Staaten“ zu bestehen.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/debatte-ueber-digitale-spionage-wie-sich-die-grenze-der-privatsphaere-verschiebt-1.1745634" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neuer Standard?</a></h3>
<p>Unbegrenztes Sammeln von Daten ja, unbegrenzte Auswertung der Daten nein. Auf diese Formel bringt Johannes Kuhn die aktuelle Verschiebung der Privatsphäre. „Die Nachrichtendienste der USA, (…) und Großbritanniens haben uns zugesagt, dass es keine flächendeckende Datenauswertung deutscher Bürger gibt.&#8221; So zitiert Kuhn den Kanzleramtsminister Ronald Pofalla in der Süddeutschen Zeitung. Dieses Statement schließe die flächendecken Sammlung von Daten allerdings explizit nicht aus. Auf diese Weise würden die digitalen Bürgerrechte einer neuen Interpretation unterzogen, die unserem bisherigen Grundverständnis von Privatsphäre – nämlich dem Schutz der eigenen Daten vor umfassender Sammlung – widersprechen. Letztendlich hänge die Gesamtinterpretation der Geheimdienst-Affäre durch die Bevölkerung davon ab, wie sehr die Bürger auf einen verantwortungsvollen Umgang der Regierung mit ihren Möglichkeiten vertrauen.</p>
<h3><a href="http://www.welchering.de/2013/08/12/deutschland-will-den-gl%C3%A4sernen-b%C3%BCrger-kommentar/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trickserei</a></h3>
<p>Geheimdienste können unsere E-Mails auch weiterhin ohne große Hindernisse mitlesen, behauptet Peter Welchering in einem Beitrag für WDR5. Und das trotz der Ankündigung von GMX, Telekom und web.de, E-Mails in Zukunft verschlüsselt zu verschicken. Der Grund: Um Zugriff auf die „transportverschlüsselten“  E-Mails zu erhalten, bedürfe es nicht mal eines Originalschlüssels, sondern lediglich eines Zertifikats, das leicht gefälscht oder von den Servern der Zertifikatsanbieter gestohlen werden könne. Geheimdienste würden sich solche Zertifikate „im nationalen Interesse“  sogar direkt von den Anbietern schicken lassen. Außerdem werden die E-Mails auch weiterhin unverschlüsselt auf den Servern der E-Mail-Provider gespeichert. Jeder, der sich Zugang zu diesen Servern verschaffe, könne die Nachrichten nach wie vor einsehen. Damit sei die neue „sichere E-Mail“ von Telekom und Co. nichts mehr als ein PR-Trick.</p>
<h3><a href="http://www.golem.de/news/e-mail-verschluesselung-keine-liebe-auf-den-zweiten-blick-1308-100902-2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Giftiges Fleisch</a></h3>
<p>Digitale Selbstverteidigung, Krypto-Partys, Verschlüsslung von E-Mails: Über all dies schreiben auch die etablierten Medien seit Monaten. Wie steht es damit in der Politik? Einer Umfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge sieht es eher mau aus, schreibt Friedhelm Geis auf golem.de. 72 Prozent aller Parlamentarier gaben an, ihre eigenen E-Mails nie zu verschlüsseln. Eine der wenigen Ausnahmen ist Katharina Nocun, die Geschäftsführerin der Piraten:  „Es gibt Dinge, die würde ich auch auf Postkarten schreiben. Für alles andere nutze ich Verschlüsselung&#8221; sagte sie golem.de. Auch Friedhelm Geis plädiert in seinem Text dafür, die Verschlüsselung von E-Mails im Alltag zu nutzen. Trotzdem hat der Einwand des Grünen-Politikers Konstantin von Notz seine Berechtigung: „Das ist so, als wenn Sie den Leuten sagen: Es ist giftiges Fleisch im Umlauf, aber ihr habt ja gute Testgeräte, mit denen ihr vorher die Nahrung testen könnt.&#8221;</p>
<h3><a href="http://www.freitag.de/autoren/the-guardian/happy-filesharing" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zehn Jahre PirateBay &#8211; und jetzt?</a></h3>
<p>Die Bit-Torrent Plattform PirateBay feiert ihren zehnten Geburtstag – trotz aller Klagen und zwischenzeitlichen Sperrungen, der sie ausgesetzt war. Für viele sei PirateBay ein Symbol der Webfreiheit geworden, in dem Gegenkultur gelebt werden könne, schreibt Loz Kaye auf „freitag.de“. Seit Bestehen der Plattform streiten Hackaktivisten mit der Entertainment-Industrie darüber, ob durch Plattformen wie Pirate Bay im engeren Sinne und Internetfreiheit im weiteren Sinne kulturelle Werte geschaffen werden, oder nicht. Mittlerweile aber sei der Kampf um PirateBay „hohl geworden“:  Sperrungen könnten die Plattform nur noch kurzfristig beinträchtigen. Gleichzeitig seien immer weniger Regierungen bereit, lediglich Unternehmensinteressen mit ihrer Netzpolitik zu vertreten und würden vorgesehene Seiten-Sperrungen wieder aufheben. Es sei an der Zeit, dass nun auch die Unterhaltungsindustrie  ihren Widerstand gegen den technologischen Fortschritt aufgebe und das „ermüdende Piratennarrativ“ hinter sich lasse.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/miriam-meckel-zur-zeitungsdebatte-die-luecke-des-teufels-a-916134.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Subjektiv und subversiv</a></h3>
<p>Wie kann eine Zeitung im digitalen Medienmarkt überleben? Diese Frage stellt sich Miriam Meckel auf Spiegel Online. Ihre Antwort: „Mit einer Strategie der anachronistische Gegenakzente“: Das erfordere zum einem Subjektivität. Die Zeitung könne sich als Individualmedium mit eigener Meinung  von der „Objektivität“ im Netz, in dem alle Trends berechnet werden, abgrenzen. Zum anderen sei die Zeitung die letzte verbliebene Schutzzone der intellektuellen Privatsphäre, ein liberales Medium der Selbstbestimmung. Und drittens verfüge die Zeitung über subversives Potenzial: „Im Umfeld der digitalen Informationsmärkte aus berechneten Präferenzen“ biete sie – beispielsweise durch kontroverse Akzente und neue Berichtsformen – ein echtes Kontrastprogramm.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<item>
		<title>Sam Muirhead: Ein Jahr &#8220;Open Source&#8221; leben</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/kopfe/sam-muirhead-ein-jahr-open-source-leben-119739/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Aug 2012 09:50:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Open-Source]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Sam Muirhead]]></category>
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					<description><![CDATA[[vimeo 45042224 w=630 h=354] Year of Open Source from Sam Muirhead on Vimeo. Die Nutzung von Open Source-Software und freien [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>[vimeo 45042224 w=630 h=354]</p>
<p><a href="http://vimeo.com/45042224">Year of Open Source</a> from <a href="http://vimeo.com/sammuirhead">Sam Muirhead</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><strong>Die Nutzung von Open Source-Software und freien Online-Lexika ist das Ideal in einer freien Wissensgesellschaft. Gleichzeitig sind wir aber auch Mitglieder der modernen Konsumgesellschaft und wissen immer weniger, wie Dinge hergestellt werden. Der neuseeländische Künstler Sam Muirhead will ein Bewusstsein dafür schaffen und startet heute das Projekt &#8220;Year of Open Source&#8221;, mit dem er ein Jahr lang nach dem &#8220;Open Source-Prinzip&#8221; leben will.</strong></p>
<p>In unserem Alltag benutzen wir ganz selbstverständlich Geräte und Gegenstände, von denen wir wissen, wie sie funktionieren, aber selten sagen können, wie sie hergestellt werden. Was wir nicht selbst machen können, aber zum Leben benötigen, müssen wir kaufen. Das versetzt uns in eine  Abhängigkeit von Menschen mit dem Wissen über die Produktion und verleitet uns zugleich zum Konsum. Diese Marktlogik dominiert unsere Gesellschaft, in der Wissen zu schützenswertem Eigentum erklärt wird, um (kapitalistische) Geschäftsmodelle zu bewahren, die auf dieser Abhängigkeit basieren. Mit einem sehr ambitionierten Projekt probiert der in Berlin lebende neuseeländische Filmemacher Sam Muirhead nun aus, ob ein Leben nach dem &#8220;Open Source-Prinzip&#8221;  möglich ist. Mit seinem Experiment, das am heutigen1. August 2012 beginnt, will er zu einem neuen  Verständnis vom Verhältnis zwischen Konsum und Produktion schaffen.</p>
<p>Sam Muirhead hat in Neuseeland deutsche Geschichte und Filmproduktion studiert, ehe er für ein paar Jahre nach Südamerika ging. Geprägt von der Lebenswirklichkeit einer postkolonialen Gesellschaft, setzte er sich mit der jüngeren Geschichte südamerikanischer Länder auseinander und beschäftigte sich mit dem Neokolonialismus US-amerikanischer Unternehmen im 20. Jahrhundert. In ihm reifte die Überzeugung, dass diese Form von Wirtschaftsimperialismus zur Ausbeutung von wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern und politischer Einflussnahme auf die Innenpolitik dieser Länder führte. Das seit 1900 in Mittel- und Südamerika aktive Früchteunternehmen <a title="Website Chiquita Brands International" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chiquita_Brands_International" target="_blank" rel="noopener noreferrer">United Fruit Company</a>, heute als Chiquita Brands International, Inc. bekannt, ist eines der bekanntesten Beispiele dafür. Als Sam die noch heute wahrnehmbare Folgen dieser Politik sah, kam er auf den Gedanken, dass die Menschen doch einfach selbst Unternehmen gründen sollten. Die Frage war nur, wie sich das bewerkstelligen lässt. Antworten fand der junge Filmemacher in dem Buch &#8220;<a title="Buch &quot;Die offenen Adern Lateinamerikas" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_offenen_Adern_Lateinamerikas" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die offenen Adern Lateinamerikas</a>&#8221; des uruguayischen Journalisten Eduardo Galeano, das sich mit den Auswirkungen der fünf Jahrhunderte andauernden ökonomischen Ausbeutung Lateinamerikas durch die Kolonialmächte auseinandersetzte. Auch &#8220;<a title="Buch &quot;The Wealth of Networks&quot;" href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Wealth_of_Networks" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Wealth of Networks</a>&#8221; des aus Israel stammenden Harvard-Jura-Professors Yochai Benkler, das sich mit den Vorzügen kollaborativ arbeitender Netzwerke beschäftigt und die auf Gemeingut beruhende Produktion unter Gleichen als Idee vertritt.</p>
<p>Diese Vorzüge finden sich insbesondere in der Open-Source-Bewegung der Softwareindustrie wieder, in der der Gedanke seinen Anfang nahm. Open Source bedeutet, dass der Quellcode einer Software offen ist, also von jedermann eingesehen und nach eigenen Vorstellungen verändert, kopiert und benutzt werden kann. Am Anfang der Computerindustrie war jede Software quelloffen, doch mit der wachsenden Bedeutung und den größeren Möglichkeiten der Monetarisierung des Codes wurden diese geschlossener und kommerzieller. Open Source war eine Reaktion anfangs nur weniger Programmierer auf diese Kommerzialisierung. Inzwischen ist daraus eine soziale Bewegung entstanden, die nicht nur Software, sondern das Wissen und die Kultur unserer Gesellschaft frei zugänlich machen möchte. Von diesem Ziel beseelt, widersetzt sich die Bewegung fast allen Regeln der Wirtschaft und des Urheberrechts. Nicht auf Gewinnmaximierung und Besitzdenken ausgerichtet, wollen Open Source-Projekte wie Wikipedia, Open Data, Open Access oder die Creative Commons-Bewegung neue Formen der Zusammenarbeit und des Gemeinsinns testen und mithilfe des Internet Menschen auf der ganzen Welt an dem kollektiven Schatz des freien Wissens teilhaben lassen. So auch Sam Muirhead, der von diesen Initiativen <em>profitieren</em>, ihnen aber auch eine selbst erprobte Beweiskraft zurückgeben möchte.</p>
<p>Dass es sich mit offener Software genauso gut, wenn nicht sogar zuweilen besser als mit proprietärer Software arbeiten lässt, wurde schon <a title="Blog des Linux-Bloggers Christoph Langner" href="http://linuxundich.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">häufiger</a> <a title="FOSS-Alternativen für Android aufzeigendes App-Portal Fdroid" href="http://f-droid.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bewiesen</a>. Dieses Prinzip aber in das analoge Leben zu übertragen, ist ein bisher kaum erprobter Versuch. Die tägliche Nahrungszufuhr ist dabei noch Sams geringstes Problem. Rezepte sind grundsätzlich nicht urheberrechtlich geschützt und auch die meisten Zutaten kann der aktive Hobby-Gärtner selbst anbauen. Seit zwei Jahren ist der 28-jährige Sam Mitglied im  Kreuzberger Nachbarschaftsgarten &#8220;Ton Steine Gärten&#8221;, wo er bereits jetzt ein politisches Zeichen für Ernährungssouveränität  in Form einer lokalen und klimaneutralen Produktion von Lebensmitteln, die nicht gentechnisch verändert oder patentiert sind, praktiziert. Worauf er aber seine Mahlzeiten zu sich nehmen wird, angefangen beim Geschirr oder den Möbeln im Esszimmer, muss er erst herausfinden. Keine leichte Aufgabe, denn der bislang passionierte Mac-Nutzer ist nach eigenen Aussagen handwerklich nicht sehr begabt. Findet er jedoch keine Produkte, deren Herstellung offen gelegt ist, muss Sam sie selbst herstellen. Berlin ist dafür seiner Meinung nach genau der richtige Ort, wenn nicht sogar einer der wenigen weltweit, an dem er das schaffen kann. Hier existiert eine Szene, die mit Freude kollaborativ zusammenarbeitet.</p>
<p>Gemeinsam mit dem Architekten Le Van Bo, dem Erfinder des sozialen Designprojekts &#8220;Hartz IV Möbel&#8221;, hat Sam sich schon sein eigenes One-SQM-Haus gebaut und erste handwerkliche Fähigkeiten erlernt. Auf diese Weise will er Stück für Stück sein gesamtes Mobiliar auf Open Source umstellen. Als nächstes will Sam herausfinden, wie er Kleidung und Schuhe selbst herstellen kann, wenn es keine nach dem Open Source-Prinzip produzierte Waren gibt. Seine Fortschritte wird er jede Woche in einem <a title="Blog Sam Muirhead" href="http://yearofopensource.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vlog</a> festhalten und den Menschen sein gesammeltes Wissen in Form von Wikis und Blogposts  zur freien Nutzung anbieten. Einen radikalen Umbruch strebt Sam Muirhead nicht an, und ein Wechsel von Null auf Hundert ist sicher auch nur schwer realisierbar, aber in aufeinander aufbauenden Schritten versucht er ein Jahr lang zu zeigen, dass eine andere Lebensweise möglich ist. Dabei wird er, wie auch die freie Software-Bewegung, auf die Hilfe und Zusammenarbeit der Gemeinschaft angewiesen sein.</p>
<p>Wenn sich eine Person findet, die wie Sam wissen möchte, wie sich zum Beispiel eigenständig Schuhe herstellen oder ein Spiegel bauen lassen, kann  mit ihm über sein Blog Kontakt aufnehmen und ihm helfen, den nächsten Schritt zu gehen. Sam Muirhead kennt dieses Bedürfnis nach Austausch schon vom Urban Gardening, denn auch hier finden sich Menschen zusammen, die nicht nur in einer Stadt zusammen sein, sondern sich in unserer sehr individualisierten Gesellschaft gemeinschaftlich geistig und körperlich betätigen wollen.</p>
<p>Sam Muirhead hat sich darauf eingestellt, dass dieses Projekt sein Leben (und das seiner verständnisvollen Freundin) grundlegend verändern wird. Bis zu einem gewissen Grad wird das Open Source-Leben möglich sein, doch es wird auch Momente  geben, in denen die Funktionalität des Gedanken an ihre Grenzen stoßen wird und geprüft werden muss. Ob nun in letzter Konsequenz auch Medikamente, Strom oder das Wohnhaus selbst Open Source sein müssen, sei dahin gestellt. Auch wie viel er im ersten Jahr erreichen kann. Ob das Projekt nach einem Jahr wirklich konsequent beendet sein wird, ist fraglich, denn viele Dinge wird Sam einfach aus Überzeugung in sein Leben integrieren und andere Menschen dazu inspirieren, es ihm teilweise gleich zu tun. Selbst wenn Sam nur eine Umsetzungsquote von  20 Prozent erreichen sollte, ist das ein Fünftel Anteil seines Leben, das er selbst entwickelt und bewusster gestaltet hat.</p>
<p style="text-align: left">Wer mehr über das Projekt &#8220;Year of Open Source&#8221; von Sam Muirhead wissen möchte, kann sich auf seinem <a title="Blog &quot;Year of Open Source&quot;" href="http://yearofopensource.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a> oder der <a title="Indiegogo-Kampagnenseite" href="http://www.indiegogo.com/yearofopensource?c=home" target="_blank" rel="noopener noreferrer">indiegogo-Kampagnenseite</a> informieren, über die Sam Muirhead zur besseren Verwirklichung Spenden sammelt. Je mehr Geld zusammen kommt, umso mehr kann Sam Muirhead ausprobieren und erkunden. Neben dem Geld ist aber vor allem die aktive Mithilfe der Community gefragt, die Grundlage jedes Erfolgs eines kollaborativen Projekts ist. Sam Muirhead ist u.a. via Twitter:<a title="Twitteraccount Sam Muirhead" href="https://twitter.com/YrOfOpenSource" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> @YrOfOpenSource </a>erreichbar.</p>
<p><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" rel="license"><img decoding="async" style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" /></a><br />
Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" rel="license">Creative Commons Namensnennung &#8211; Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz</a>.</p>
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		<title>e-teaching.org-Chat: Open Source Software &#8211; Wer profitiert vom freien Code?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/e-teachingorg-chat-open-source-software-wer-profitiert-vom-freien-code-5896/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 13:30:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[e-teaching.org]]></category>
		<category><![CDATA[Expertenchat]]></category>
		<category><![CDATA[Open-Source]]></category>
		<category><![CDATA[Chattranskript]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 21. November fand in Zusammenarbeit mit politik-digital.de der <a href="http://www.e-teaching.org/community/communityevents/expertenchat/oss-wer_profitiert_vom_freien_code" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chat von e-teaching.org</a> mit dem Experten Florian Gnägi zum Thema<b> </b>&#34;Open Source Software - Wer profitiert vom freien Code??&#34; statt. <a href="http://www.e-teaching.org/community/communityevents/expertenchat/chatprotokoll_gnaegi_opensource/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Chattranskript gibt es unter diesem Link</a>.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 21. November fand in Zusammenarbeit mit politik-digital.de der <a href="http://www.e-teaching.org/community/communityevents/expertenchat/oss-wer_profitiert_vom_freien_code" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chat von e-teaching.org</a> mit dem Experten Florian Gnägi zum Thema<strong> </strong>&#8220;Open Source Software &#8211; Wer profitiert vom freien Code??&#8221; statt. <a href="http://www.e-teaching.org/community/communityevents/expertenchat/chatprotokoll_gnaegi_opensource/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Chattranskript gibt es unter diesem Link</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Außer Spesen nichts gewesen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ausser-spesen-nichts-gewesen-5472/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Würdinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 16:27:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Enquete-Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Open-Source]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad-Adenauer-Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Bürgerbeteiligung]]></category>
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					<description><![CDATA[„Online partizipieren, online arbeiten“ lautete der Titel einer am Freitag veranstalteten netzpolitischen Tagung. Doch so sehr sich Konrad-Adenauer- und Friedrich-Naumann-Stiftung auch bemühten: Über die Möglichkeiten der Online-Bürgerbeteiligung war nichts Neues zu erfahren. 
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Online partizipieren, online arbeiten“ lautete der Titel einer am Freitag veranstalteten netzpolitischen Tagung. Doch so sehr sich Konrad-Adenauer- und Friedrich-Naumann-Stiftung auch bemühten: Über die Möglichkeiten der Online-Bürgerbeteiligung war nichts Neues zu erfahren. </p>
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Der Auftakt fand in historischer Kulisse statt. Die beiden Stiftungen hatten für die Begrüßung und die anschließenden Keynotes den Robert-Koch-(Hör)Saal der Humboldt-Viadrina School of Governance angemietet. Das über 130 Jahre alte Holz knarrte, Steckdosen wurden verzweifelt gesucht. In Anbetracht des Themas wirkte die Räumlichkeit anachronistisch – schien dabei aber auch mit so mancher netzpolitischer Positionen der Veranstalter zu harmonieren. An die kurzen Begrüßungen durch die beiden Bundestagsabgeordneten Michael Kretschmer (CDU/CSU) und Christian Lindner (FDP) schloss sich mit der Keynote von Wolfgang Blau, Chefredakteur von Zeit Online, das unbestrittene Highlight der Veranstaltung an – und blieb der Höhepunkt dieser Tagung.
</p>
<p>
„Das Alte vergeht, bevor das Neue sichtbar wird“. Genau davor scheinen nach Einschätzung von Wolfgang Blau große Teile der politischen Elite Angst zu haben. In seiner Keynote zu den Sessions „Demokratie und Staat“ zog der Journalist einen einprägsamen Vergleich zwischen der Entwicklung des Internet und den Anfängen der Eisenbahn. Technologische Innovationen können demnach soziale Umwälzungen bedingen, die anfangs als gesellschaftszersetzend wahrgenommen werden. Bereits die Eisenbahn schürte Ängste vor einer kognitiven Überforderung der Menschen. Rasend vorbeiziehende Landschaften schienen manchem Zeitgenossen nicht geheuer und interessanterweise zählten auch damals die etablierten Eliten zu den schärfsten Kritikern der neuen Technik.
</p>
<p>
Die Angst vor Neuem sei zwar genetisch bedingt und beschränke sich nicht auf die politischen und intellektuellen Eliten, diese könnten jedoch im Gegensatz zum „einfachen Mann auf der Straße“ Veränderungen verhindern. Der Umgang mit dem Medium Internet müsse daher erst gelernt werden und mit der Etablierung neuer Denkstrukturen einhergehen. Ein Beispiel hierfür sei die Begründung einiger Politiker, den Microblogging-Dienst Twitter mit der Begründung zu verschmähen, man könne ja schließlich nicht alles lesen. Wer derart argumentiere, könne auch den Wissensfundus einer Bibliothek nicht nutzen – schließlich kann ein Mensch kaum alle Werke der deutschen Staatsbibliothek lesen. Was Deutschland zur Entwicklung neuer Denkstrukturen beitragen könne? „Einiges“, glaubt Blau und verweist auf die Vorreiterrolle Deutschlands in der Open Source-Bewegung. Die Bundesrepublik solle dementsprechend als Schutzmacht des offenen Internet auftreten. Viele Länder orientierten sich zudem an der hierzulande stattfindenden Diskussion um Privatheit und Öffentlichkeit im Netz. „Wenn die Deutschen es akzeptieren, dann auch alle anderen“, laute ein weit verbreiteter Slogan. Auch die Arbeit der <a href="https://enquetebeteiligung.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft</a> des Deutschen Bundestags werde nach Einschätzung von Wolfgang Blau künftig international wahrgenommen.
</p>
<p>
Im Dialog mit dem Plenum gelang der Spagat zwischen den beiden Themenblöcken „Demokratie und Staat“ sowie „Wirtschaft, Arbeit, Green IT“. Thomas Stölzel von der WirtschaftsWoche sprach sich dabei für einen strengen Datenschutz „Made in Germany“ aus. Bei Google Street View hätten sich die deutschen Datenschützer zwar lächerlich gemacht, international könnten persönlichkeitsschützende Datenschutzstandards Deutschland gleichwohl einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Ein Zuschauer des Live-Streams wollte in Zusammenhang mit dem Beteiligungstool Adhocracy wissen, wie solche Instrumente einen größeren Personenkreis finden könnten. Darauf angesprochen, plädierte Wolfgang Blau jedoch nicht für eine Demokratie der Massen. Vielmehr verwies er auf die wenigen beteiligungsfreudigen Bürger, die es zu finden und zu fördern gelte. Thomas Stölzel gab zu bedenken, dass Beteiligung heutzutage auch Spaß machen müsse. „Mit den harten Themen bringt man die Leute zum Nachdenken, aber man muss ihnen auch ab und zu Spaß bereiten“.
</p>
<p>
Der Sprecher des Vorstands der <a href="http://www.stiftung-nv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Neue Verantwortung</a> Lars Zimmermann referierte im Themenblock „Demokratie und Staat“ über politische Partizipation und Bürgerbeteiligung in der digitalen Gesellschaft. Wer jedoch erfahren wollte, wie die politische Beteiligung der Bürger durch das Internet verbessert werden könnte, wurde schnell enttäuscht. Zimmermann sieht im Internet lediglich ein Instrument der Kommunikation, dessen partizipatorische Potenziale überschätzt werden. Politische Beteiligung beschränke sich nicht auf die Meinungsäußerung  &#8211;  „man muss auch bereit sein, sich in organisatorischen Strukturen einzubringen, Kompromisse einzugehen und Verantwortung zu übernehmen“, meint Zimmermann. Die Beteiligung solle in den organisatorischen Strukturen der politischen Parteien stattfinden – denn Führung sei unerlässlich, während das von der Piratepartei propagierte Open Source-Prinzip nicht funktioniere. Was die Parteien vom Internet noch lernen können? Sie sollten sich laut Zimmermann für neue Formate öffnen und ihre eigene Parteibasis sowie Nichtmitglieder verstärkt einbinden. Parteitage könnten beispielsweise in Form von BarCamps veranstaltet werden, in denen jeder ein Thema auf die Agenda setzen kann. Internetbasierte Kommunikationsinstrumente sollten zudem effektiver zur Konsultation der Mitglieder eingesetzt werden – das Internet biete hier mit seiner zeitlich-räumlichen Unabhängigkeit vielfältige Möglichkeiten der Beteiligung. Außer der Möglichkeit, Landeslisten für Bundestagswahlen im Internet zur Abstimmung zu stellen, blieb der Politologe jedoch weitere Praxisbeispiele schuldig.
</p>
<p>
Zimmermanns Vorschläge hatten freilich keinen Neuigkeitswert. Mit Piratenwikis und der transparenten Gesprächskultur der politischen Senkrechtstarter hatte er sich wohl noch nicht ausreichend auseinandergesetzt. In Sachen Online-Partizipation waren neue Erkenntnisse Fehlanzeige. Wer wissen wollte, welche innovativen Möglichkeiten es im Bereich der onlinebasierten Partizipation gibt, erhielt daher leider keine Antworten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Whistleblower-Portal GlobaLeaks startet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/whistleblower-portal-globaleaks-startet-5409/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 16:25:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Open-Source]]></category>
		<category><![CDATA[Whistleblower]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>
		<category><![CDATA[GlobaLeaks]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/globaleaks.png" align="left" height="71" width="110" />Mit GlobaLeaks kündigt sich eine weitere Whistleblower-Plattform an. Jedoch wollen die Betreiber selbst kein brisantes Material wie bei WikiLeaks veröffentlichen. Ihr zentrales Anliegen ist die Entwicklung und Bereitstellung einer Open-Source-Software zum Aufbau eines Whistleblowing-Netzwerkes.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/globaleaks.png" align="left" height="71" width="110" />Mit GlobaLeaks kündigt sich eine weitere Whistleblower-Plattform an. Jedoch wollen die Betreiber selbst kein brisantes Material wie bei WikiLeaks veröffentlichen. Ihr zentrales Anliegen ist die Entwicklung und Bereitstellung einer Open-Source-Software zum Aufbau eines Whistleblowing-Netzwerkes.</p>
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</p>
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WikiLeaks hatte das Prinzip Whistleblowing <a href="/WikiLeaks-Whistleblower-OpenLeaks-GreenLeaks" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weltweit bekannt gemacht</a> und fand schnell eine Reihe weiterer Nachahmer wie <a href="http://openleaks.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenLeaks</a> mit teils anderen Konzepten. Dazu gehört seit kurzem auch <a href="http://www.globaleaks.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GlobaLeaks</a>. Die Betreiber der  neuen Plattform wollen ebenfalls die Rechenschaftspflicht und Transparenz in der Gesellschaft erhöhen. Dazu soll eine Software bzw. Technologie namens „Tor Hidden Services“ entwickelt werden, mittels der eine sichere und anonyme Kommunikation für Whistleblower gewährleistet wird. Der technische Aspekt wird <a href="http://futurezone.at/netzpolitik/4856-globaleaks-geht-an-den-start.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in einem Beitrag</a> von Christiane Schulzki-Haddouti bei futurezone.at gut erläutert. Demnach basiert die Technik wesentlich auf der Software des Anonymisierungsdienstes TOR.
</p>
<p align="center">
<a href="/wp-content/uploads/globalleaks-gross.png" class="colorbox"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/globalleaks-klein.png" height="300" width="200" /></a>
</p>
<p align="center">
<b>(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken!) </b>
</p>
<p>
Mittlerweile wurde eine <a href="http://demo.globaleaks.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Demo-Version</a> freigeschaltet. Wie viele andere Projekte steckt GlobaLeaks noch in den Kinderschuhen, weshalb noch keine Aussage darüber gemacht werden kann, ob das Projekt ein Erfolg wird.  Der Ansatz zur Schaffung eines dezentralen Whistleblower-Netzwerkes klingt jedoch interessant.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>„govWILD“: Zu wenig deutsche Daten</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/govwild-zu-wenig-deutsche-daten-4955/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/govwild-zu-wenig-deutsche-daten-4955/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominique Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 17:24:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Open-Source]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschand]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Projekt „govWILD“ will Verbindungen von Politikern und Unternehmen anhand von offenen Daten im Internet aufzeigen. In Deutschland stößt das Projekt jedoch angesichts der ungeordneten, unvollständigen und schwer auszulesenden Datenquellen aus Regierung, Ministerien und Verwaltung an seine Grenzen. politik-digital.de sprach mit Professor Felix Naumann, der das Abschlussprojekt von Studenten des <a href="http://www.hpi.uni-potsdam.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hasso-Plattner-Instituts</a> (HPI) betreute.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Projekt „govWILD“ will Verbindungen von Politikern und Unternehmen anhand von offenen Daten im Internet aufzeigen. In Deutschland stößt das Projekt jedoch angesichts der ungeordneten, unvollständigen und schwer auszulesenden Datenquellen aus Regierung, Ministerien und Verwaltung an seine Grenzen. politik-digital.de sprach mit Professor Felix Naumann, der das Abschlussprojekt von Studenten des <a href="http://www.hpi.uni-potsdam.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hasso-Plattner-Instituts</a> (HPI) betreute.</p>
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Bislang ist „<a href="http://govwild.hpi-web.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">govWILD</a>“ jedoch noch „under construction“. „Navigierend Verbindungen zwischen Politikern und Unternehmen aufdecken“ ist nur eingeschränkt möglich. Manche Politiker wie Helmut Kohl treten bei „govWILD“ doppelt auf, andere wie Rainer Brüderle findet das Projekt überhaupt nicht. Dabei sei das keineswegs die Schuld der Studenten. Im Gegenteil: Durch ihre gute Arbeit könne man laut Felix Naumann, Leiter des Fachgebiets Informationssysteme am HPI, „auf viele verschiedene Datenbestände zurückgreifen.“ Wie geht das zusammen?
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<b>USA und Großbritannien als Vorreiter</b>
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Das Projekt „govWILD“ versucht, öffentliche Daten aus verschiedenen Datenbanken zusammenzuführen und zu analysieren. Es nutzt dazu US-amerikanische, europäische und deutsche Datenbanken. Doch gerade in Deutschland ist das ein sehr aufwendiges Unterfangen. Bei der Veröffentlichung von analysierbaren Daten „sind die USA und Großbritannien Vorreiter“ &#8211; erklärt Felix Naumann. Deutschland hingegen nicht. Deshalb müssen sich die „govWILD“-User derzeit noch mit überwiegend amerikanischen Daten zufrieden geben. Und davon gibt es jede Menge. Die Datenbank US-Spendings umfasst zum Beispiel 10 Gigabyte. Zum Vergleich: Die größte Datenmenge aus Deutschland bilden die Agrarzahlungen – mit 21 Megabyte.
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<a href="/wp-content/uploads/govwild_dia.jpg" target="_blank" title="Zum Vergrößern klicken" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/govwild_dia.jpg" width="400" height="279" /></a><br />
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Sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Großbritannien werden mehr Daten in einem Format veröffentlicht, das eine spätere computergestützte Analyse möglich macht. „Linked Data“ nennt Naumann das Datenformat, das in den USA und England auf große Zustimmung trifft. Die britische Regierung beauftragte beispielsweise Tim Berners Lee, eine „Linked-Data-Community anzuleiten“. Berners Lee ist  Erfinder des HTML-Codes und gilt als Begründer des World Wide Web.
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<b>Studenten beheben die Versäumnisse der Politik</b>
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Naumann räumt ein, es seien „sehr viele Daten“ öffentlich zugänglich, aber leider oft schlecht zu verwerten. Dabei ließe sich mit öffentlich zugänglichen Daten im richtigen Format ziemlich viel machen. Ein Beispiel dafür hat Stephan Wehrmeyer entwickelt, ebenfalls Student am HPI. In einem privaten Projekt <a href="http://www.bundestagger.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundestagger </a>veröffentlichte er Protokolle der Debatten im Bundestagsplenum im „Linked-Data“-Format. Der Bundestag bietet aber viele der Dateien nur als PDF-Dokument an – ein Format, das zwar laut Naumann „schön anzuschauen“ sei &#8211; Daten könne man aber nur sehr schlecht herausfiltern. Was nach der Umformatierung durch Wehrmeyer alles möglich ist, kann man auf <a href="http://www.bundestagger.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bundestagger.de</a> herausfinden. Unter anderem findet man dort nun Statistiken, wer in Bundestagsdebatten „die meisten Lacher erntet“.
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Das Team von „govWILD“ will unterdessen ebenfalls mehr Datenbanken für die Analyse erschließen – was nicht immer einfach ist. Ein Problempunkt sei es laut Naumann, „Dubletten zu bereinigen“. So ist zum Beispiel die Partei „Die Grünen“ im System mehrmals aufgelistet, einmal unter dem Namen „Die Grünen“, ein anderes Mal unter „Bündnis 90/Die Grünen“.
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Laut dem HPI-Professor ist eine solche Bereinigung jedoch „kein leichtes Unterfangen“, besonders bei Personen: Denn in manchen Datensätzen gebe es so wenig Informationen über die Person, dass sich nicht feststellen lässt, wer genau damit gemeint ist: „Nur weil jemand Helmut Kohl heißt, muss es ja nicht der Ex-Kanzler sein.“</p>
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