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	<title>Open Government &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Open Government &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Offene Daten für alle: Der nationale Aktionsplan „Open Government Data“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Voß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2015 15:30:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Behörden werden zunehmend digitaler – bei der Verarbeitung und vor allem bei der Erhebung von Daten. In allen Bereichen der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/1803_Open-Data.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145119" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/1803_Open-Data.jpg" alt="1803_Open Data" width="640" height="280" /></a>Behörden werden zunehmend digitaler – bei der Verarbeitung und vor allem bei der Erhebung von Daten. In allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung werden große Datenmengen generiert, auf die die Öffentlichkeit bislang kaum Zugriff hat. Das soll der nationale Aktionsplan „Open Government Data“ ändern.</p>
<p>Demografische Daten, Umweltdaten, Verkehrsdaten oder Geodaten: In der öffentlichen Verwaltung werden riesige Mengen an Daten verarbeitet, verteilt auf viele verschiedene digitale Speicherorte des öffentlichen Dienstes. Bisher bleiben diese jedoch für die BürgerInnen größtenteils verborgen. Das soll sich nun ändern. Die Bundesregierung hat sich bereits Ende 2014 mit dem „<a href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2014/aktionsplan-open-data.pdf;jsessionid=5B7D17F74F95C8AB084FD2161AFD5D2B.2_cid373?__blob=publicationFile" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der Open-Data-Charta der G8</a>“ das Ziel gesetzt, die Regierungs- und Verwaltungs-Transparenz zu erhöhen, neue Kooperationsformen in der Wirtschaft oder Zivilgesellschaft zu ermöglichen, aber auch die Zusammenarbeit zwischen den Behörden zu verbessern.</p>
<p>Der konkrete nationale Aktionsplan „Open Government Data“ soll dabei in einem dreistufigen Beteiligungsprozess von interessierten BürgerInnen, der Wirtschaft und den MitarbeiterInnen der Bundesverwaltungen erst noch entwickelt werden. In der nun gestarteten ersten Phase werden Ideen und Verbesserungsvorschläge zu den Themenschwerpunkten Verkehr und Mobilität, Energiewende, Klimawandel und Klimaschutz, demografischer Wandel, (Netz-)Infrastrukturen und öffentliche Einnahmen und Ausgaben gesammelt. Die entsprechende Online-Beteiligungsplattform <a href="https://www.open-data-aktionsplan.de/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">open-data-aktionsplan.de</a> wurde zu diesem Zweck am 17. März vom Innenministerium in Kooperation mit der Initiative D21 gestartet und soll Interessierten vier Wochen lang die Möglichkeit geben, sich zur Verwendung offener Daten der Bundesverwaltung zu äußern und eigene Anregungen zu machen.</p>
<h3>Zielsetzung: „Nur wer die Fakten kennt, kann passende Ideen und Lösungen finden“</h3>
<p>Eingeladen zur Beteiligung sind alle Bürgerinnen und Bürger – egal ob aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft oder Wissenschaft. Input von den Initiatoren gibt es nicht, die Community soll diesen selbst generieren. So will man das Vertrauen zwischen Politik und Zivilgesellschaft stärken. Interessierte BügerInnen sollen deshalb in der ersten Phase Fragen beantworten wie: Welche Daten der Bundesverwaltung sind von Interesse? Welche Anwendungen können aus diesen Daten entstehen?</p>
<p>Die Vorschläge sollen anschließend in einer zweiten Phase in Workshops mit FachvertreterInnen diskutiert und weiterentwickelt werden. In der dritten Phase sollen die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wieder online zur Diskussion gestellt werden, um Rückmeldungen auch derjenigen einzuholen, die nicht an den Workshops teilnehmen konnten. Ein genauer Zeitpunkt für den Beginn der zweiten und dritten Phase ist noch nicht bekannt.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/notbrucelee/8016191489" target="_blank" rel="noopener noreferrer">justgrimes</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Großbritannien: Digital für mehr Demokratie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Türk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2015 14:41:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Wandel weltweit]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ></p>
<p class="western">Ein Forum für politische Partizipation noch in diesem Jahr und ein vollständig interaktives und digitales Parlament samt E-Voting bis 2020 – die Ziele der neuen „Digital Democracy Commission“ in Großbritannien sind ehrgeizig. Mit Hilfe digitaler Technologien soll das britische Parlament in Zukunft effizienter arbeiten, damit jeder versteht, was es tut.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Oft bemühen sich Politiker ja wirklich bei dem, was sie tun. Sie treffen sich, diskutieren stundenlang und verlesen am Ende ein Pressestatement voller wohlklingender Wörter. Nur: Ein großer Teil der Bevölkerung hat keine Ahnung, worüber da eigentlich geredet wird – oder bekommt von all dem erst gar nichts mit. Informationen 24/7 aus Quellen unterschiedlichster Art erschlagen eher, als dass sie aufklären, der politische Jargon ist für manch einen befremdlich, und die Bevölkerung wahrt lieber sicheren Abstand zu ihren Repräsentanten im Parlament.</p>
<p>In Großbritannien hat man dieses Problem erkannt und möchte aktiv dagegen vorgehen. Eine achtköpfige Kommission begann im Januar 2014 mit ihrer Arbeit, nahm an über 100 informellen Treffen und 20 Treffen am Runden Tisch teil, immer mit folgendem Ziel vor Augen: die Antwort zu finden auf die Frage, wie das Parlament durch die Nutzung digitaler Technologien transparenter und inklusiver gemacht werden und besser mit der Öffentlichkeit kommunizieren kann. Nun wurden die <a href="http://www.digitaldemocracy.parliament.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnisse</a> der Arbeit veröffentlicht. Eine umfangreiche Digitalstrategie des House of Commons soll bis 2020 sicherstellen, dass „jeder versteht, was es tut“. Klingt ambitioniert, aber lässt sich das tatsächlich in die Realität umsetzen? Bekanntermaßen ist die Identifikation eines Problems der erste Schritt zu dessen Beseitigung. Deshalb befragte die „Digital Democracy Commission“ Bürger unterschiedlicher sozialer Herkunft und stellte fest, dass die Probleme vielseitig sind: fehlendes Wissen über die Arbeit von Politikern und Parlament, unverständliche Floskeln und das Gefühl, dass Politiker sich nicht für die Meinung des Volkes interessieren, Partizipation also sinnlos ist. Mit den nun veröffentlichten umfassenden Empfehlungen sollen die Barrieren zwischen Parlament und Bürgern überwunden werden.</p>
<h3>Einfache Sprache für besseres Verständnis</h3>
<p>Erstes Ziel ist es, das öffentliche Verständnis für Politik und Parlament zu verbessern. Klar: Nur wer weiß, wie Politik funktioniert, hat Interesse an politischen Geschehnissen und die Möglichkeit, Politik aktiv mitzugestalten. Zudem ist es mittlerweile selbstverständlich, online einen einfachen Zugang zu einer Vielzahl an Informationen zu erhalten. Deshalb sollen Ankündigungen auf der Website des Parlaments in Zukunft einfacher zugänglich sein und ansprechender präsentiert werden – zum Beispiel in Form von audio-visuellen Medien oder Infografiken. Open Data steht ebenfalls auf der Agenda: Informationen des öffentlichen Sektors und Originaldokumente sollen frei verfügbar sein – auch zur Weiterverwertung.<br />
In diesem und im kommenden Jahr soll sich das House of Commons außerdem der Vereinfachung der Parlamentssprache und -kommunikation annehmen. Vor allem in der Gesetzgebung ist die Sprache für Laien oft schwer verständlich, viele Bürger können nicht nachvollziehen, wofür die Mitglieder des Parlaments stimmen – obwohl sie letztendlich alle davon betroffen sind. Die zusätzliche Publikation von Gesetzesnovellen in einfacher Sprache soll deshalb in Großbritannien zur Norm werden. Da aber nicht jedermann gleichermaßen mit dem Netz und dessen digitalen Möglichkeiten umgehen kann, soll auch das Thema digitale Exklusion angegangen werden. Vor allem ältere Menschen oder solche mit Behinderungen sind betroffen. Neben fehlendem Know-how spielen auch finanzielle Aspekte und ein schlechter Breitbandausbau eine Rolle. Die britische Regierung hat bereits 2014 mit der Digitalen Inklusionsstrategie einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Experten raten zudem, mit kommunalen Organisationen zusammenzuarbeiten, um der digitalen Exklusion entgegenzuwirken.</p>
<h3>Mehr Partizipation dank Inklusion</h3>
<p>Neben den Bürgern, die schlicht keine Möglichkeit zur Internetnutzung haben, gibt es auch solche, die online sehr aktiv sind – und die trotzdem keine E-Petitionen unterzeichnen, wählen, oder versuchen, die politische Entscheidungsfindung zu beeinflussen. Dazu gehören – in Großbritannien ähnlich wie in Deutschland – vor allem Frauen, junge Erwachsene und Menschen mit niedrigem sozio-ökonomischen Status sowie geringer Bildung. Wenn das Parlament lediglich die Möglichkeiten der Partizipation im Internet verbessert, verstärkt es vor allem die Stimme jener Bevölkerungsgruppen, die sowieso schon politisch aktiv sind. Deshalb sollte genau dort angesetzt werden, wo am meisten Handlungsbedarf besteht: bei der jungen Frau mit niedrigem Bildungsstand aus sozial schwacher Familie. Die Kommission hat herausgefunden, dass es vor allem bei jungen Menschen oft nicht am fehlenden Interesse hakt, sondern an mangelndem Wissen über Politik und parlamentarische Prozesse. Die Verbesserung der politischen Bildung in der Schule soll die Partizipation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nun ebenso erhöhen wie die Nutzung sozialer Medien und der Einsatz von E-Petitionen. So ist etwa geplant, die jährlichen Schulbesuche im britischen Parlament 2016 auf 100.000 zu erhöhen.</p>
<p>Blickt man auf die <a href="http://www.ukpolitical.info/Turnout45.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sinkende</a> Wahlbeteiligung in Großbritannien, zeigt sich ebenfalls, dass häufig nicht mangelndes politisches Interesse die Ursache ist. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass selbst Menschen ohne ausgeprägtes politisches Interesse Anteil an einzelnen Politikfeldern nehmen: an aktuellen Geschehnissen nämlich und an Themen, die sie selbst betreffen. Die Kommission rät deshalb zu digitalen Tools, mit denen die Bürger die Aktivitäten des Parlaments nach ihren Themenfeldern durchforsten können. Zudem sollen mehr Informationen in Echtzeit bereitgestellt und die sozialen Netzwerke aktiver genutzt werden.</p>
<p>Außerdem sollen weitere digitale Tools zum Einsatz kommen, um die Interaktion zwischen Mitgliedern des Parlaments und deren Wählern zu erhöhen. So soll zum Beispiel die Aufmerksamkeit auf die Arbeit von parlamentarischen Untersuchungsausschüssen gelenkt und der Gesetzbildungsprozess öffentlich gemacht werden, so dass die Bevölkerung frühzeitig in diesen mit einbezogen wird.  Eine weitere Idee der Kommission: öffentliche digitale Diskussionsforen, die über die Debatten in der Westminster Hall informieren: „Cyber Chamber“ oder „Open House“ nennen das die Experten. Fragen an Minister oder den Premierminister sollen in regelmäßigen Abständen beantwortet werden, zum Beispiel über QTube oder twitterähnliche Plattformen.</p>
<p>Da man seine Stimme in Großbritannien am Wahltag nur abgeben kann, wenn man dafür registriert ist, hat die geringe Wahlbeteiligung oft auch ganz pragmatische Gründe. Neuerdings können sich Wähler in Großbritannien online für die Wahl registrieren, so hofft man die Quote zu erhöhen. Die Kommission geht sogar noch einen Schritt weiter: Auch der eigentliche Wahlvorgang soll spätestens bei der Wahl 2020 online abgewickelt werden können. So will man vor allem die jüngeren Wähler ins Boot holen. Wie die bestehenden Sicherheitslücken geschlossen werden sollen? Das beantwortet die Kommission bisher nicht. Großbritannien startete bereits einmal ein <a href="https://www.openrightsgroup.org/ourwork/successes/evoting" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Voting-Pilotprojekt</a>, stellte es aus Sicherheitsgründen aber wieder ein.</p>
<h3>Zum Jubiläum: Start in ein digitales Parlament</h3>
<p>Und noch ein Ziel wird bis zum Jahr 2020 anvisiert: Das Parlament soll bis dahin vollständig interaktiv und digital sein. So sollen zum Beispiel mehr Dokumente online publiziert und ein papierloses Arbeiten angestrebt werden. Dafür muss natürlich erst einmal die technische Infrastruktur geschaffen werden. Ob und wie schnell das Parlament diese Vorschläge tatsächlich in die Tat umsetzt und wer die Kosten für die Digitalisierung trägt, bleibt abzuwarten.</p>
<p>Zum diesjährigen 750. Geburtstag stehen also große Veränderungen im britischen Parlament an. Um die ehrgeizigen Ziele bis 2020 tatsächlich zu erreichen, fordert die Kommission das Parlament auf, bis Ende dieses Jahres eine Strategie zu entwickeln, die sicherstellt, dass notwendige Kompetenzen rechtzeitig entwickelt und genügend Mittel bereitgestellt werden. In einem Jahr wollen sich die Experten aus der Kommission wieder treffen. Dann wird Bilanz darüber gezogen, ob Fortschritte gemacht wurden und welche Ziele erreicht werden konnten. Sollte Großbritannien den digitalen Fahrplan tatsächlich in die Tat umsetzen, könnte es zum Vorbild für andere europäische Länder werden. Bleibt zu hoffen, dass die Empfehlungen der Digital Democracy Commission in Großbritannien besser angenommen werden als die Ratschläge der <a href="http://politik-digital.de/category/themen/netzpolitik-im-bundestag" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquete-Kommission Internet und Gesellschaft</a> hierzulande. Denn: Mit dem Ende der Arbeit der Digital Democracy Commission hat der Weg in Richtung digitales Parlament gerade erst begonnen.</p>
<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/simon__syon/8705867109/in/photolist-egiQZ4-8eEHTA-dtfgAn-8eBrkg-8eBr4X-bVVaLY-gT1CXp-8eEHb9-8eEHp1-8eEHcw-8eEHsy-8eEHeh-8eBrpi-8eBqEx-8eEHfy-8eEJ9h-8eBqPe-8eBqZT-8eEHDN-8eEHPu-diGzix-8eEHwE-8eEHKo-8eEHA1-8eBr9P-8eEHHA-4uRo5r-poiXm1-8eFEad-8eBrtr-8eEJ4j-8eEJ5Y-8eBrmK-8eBrhB-8eBrbt-dBKrPw-6a5fCa-5pUjLw-5Ag5xG-ejxA6Z-5Vemh1-4XF2W6-bUCoBP-9Y1vQT-7MzUih-8Nxn6-5B5zhv-8zWtV3-aogzcA-dRT7eB" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Simon &amp; His Camera </a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>eGovernment Monitor 2014: Stagnation, wohin man schaut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Rieder]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2014 14:54:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor einer Woche hat die Bundesregierung das Programm „Digitale Verwaltung 2020“ beschlossen. Das Programm soll die Digitalisierung deutscher Behörden vorantreiben [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/eGovernment-Monitor.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-142017" alt="eGovernment Monitor" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/eGovernment-Monitor.jpg" width="640" height="280" /></a>Vor einer Woche hat die Bundesregierung das Programm „Digitale Verwaltung 2020“ beschlossen. Das Programm soll die Digitalisierung deutscher Behörden vorantreiben und beispielweise Online-Anträge für Führungszeugnisse und die elektronische An- und Abmeldung von Autos ermöglichen. Doch haben die Bürger überhaupt ein Interesse an virtuellen Behördengängen? Und werden bestehende Angebote schon genutzt? Antworten auf diese Fragen gibt der „eGovernment Monitor 2014“, der heute vorgestellt wurde.<br />
Bereits zum fünften Mal in Folge haben die Initiative D21 und das Institute for Public Information Management (ipima) untersucht, wie es um die E-Government Situation in Deutschland im Vergleich mit Österreich, Schweden und der Schweiz bestellt ist. Und das ist nicht allzu gut, wie die Zahlen zeigen. Nur 45 Prozent der Deutschen nutzen E-Government-Angebote. Ein „betrübliches Ergebnis“, wie Prof. Dr. Helmut Krcmar, Scientific Director des ipima, bemerkte. In der Schweiz sind es über 60 Prozent, in Österreich und Schweden sogar rund 70 Prozent der Bevölkerung. Peter Batt, Unterabteilungsleiter für Digitale Gesellschaft, IT-Steuerung und IT-Strategie im Bundesinnenministerium (BMI), nahm das Ergebnis hingegen einigermaßen erleichtert zur Kenntnis. Denn nach einem Absturz der Nutzerzahlen <a href="http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2013/11/eGovernmentMONITOR_2013_web.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Jahr 2013</a><span style="font-size: xx-small"> </span>hat sich die E-Government-Nutzung immerhin wieder auf das Niveau von vor zwei Jahren eingependelt. Zufrieden sein könne man dennoch nicht.</p>
<h3>Hemmnis Informationsmangel</h3>
<p>Die Studie hat glücklicherweise auch gleich Erklärungsangebote für die Zurückhaltung der Deutschen parat: Viele Online-Angebote sind schlichtweg nicht bekannt. Deshalb mahnte der Vizepräsident der Initiative D21, Dr. Alfred Zapp: Die Entwicklung adäquater technischer Lösungen sei zwar wichtig, die Behördenangebote müssten dann allerdings auch beworben werden. Dieses Problem ist auch Peter Batt vom BMI bewusst, er stellt jedoch fest: „Unsere Kampagnenfähigkeit ist auf recht bescheidenem Niveau“. Es fehlen also kurz gesagt die Mittel, um die E-Government-Angebote flächendeckend zu vermarkten. Deshalb sei es umso wichtiger, Verwaltungsmitarbeiter zu schulen, damit diese die Bürger z. B. bei der Ausgabe des neuen Passes über die Möglichkeiten der integrierten eID-Funktion informieren können. „E-Government ist ein Prozess, der in der Verwaltung anfangen muss“, sagt Batt.<br />
Ein Mehr an Information allein wird die Skepsis der Deutschen gegenüber Online-Behördendiensten jedoch nicht beheben können. Denn nach der Unbekanntheit der Angebote sind es vor allem Datenschutzbedenken, die die Befragten von der Nutzung digitaler Dienste abhalten. Insbesondere sorgen sich die Bürger laut der Studie um den möglichen Diebstahl sensibler Daten. Während dieser Aspekt<a href="http://politik-digital.de/%E2%80%9Eegovernment-monitor-2012-deutschland-bleibt-mittelmass/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> 2012</a><span style="font-size: xx-small"> </span>noch so gut wie keine Rolle spielte, hatten in diesem Jahr 65 Prozent der Befragten Angst vor Datendiebstahl. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden und Berichten über Hackerangriffe auf zahlreiche Großunternehmen verwundert diese Entwicklung nicht. Eine der wichtigsten Aufgaben der Bundesregierung wird es also sein, Vertrauen in staatliche Angebote aufzubauen und eine kluge Balance zwischen Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit zu finden.<br />
Der <a href="http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2014/09/eGovMon2014_web.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eGovernment Monitor 2014</a><span style="font-size: xx-small"> </span>soll allerdings nicht nur eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation ermöglichen, sondern auch Handlungsempfehlungen für die Politik entwickeln. Deshalb hat sich die Studie auch mit verschiedenen Projekten der Bundesregierung auseinandergesetzt, darunter der <a href="http://www.personalausweisportal.de/DE/Wirtschaft/Technik/eID-Service/eID-Service_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neue Personalausweis</a><span style="font-size: xx-small"></span>, der auch als digitales Ausweisdokument fungieren kann, und die <a href="http://www.cio.bund.de/Web/DE/Innovative-Vorhaben/De-Mail/de_mail_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">De-Mail</a>. Für beide Angebote zeigt die Studie eine sehr geringe Akzeptanz. Und auch Open Government-Dienste werden nur von 29 Prozent der Onliner genutzt. Zum Vergleich: In der Schweiz sind es 67 Prozent. Die Ursache ist hier ebenfalls die mangelnde Bekanntheit, denn grundsätzlich werden die Transparenz von Verwaltungsprozessen, öffentliche Willensbildungsprozesse unter Einbeziehung der Bürger und die Möglichkeit, mehr über die Verwendung eigener Daten zu erfahren, sehr positiv bewertet.</p>
<h3>Keine Nutzer, keine Angebote</h3>
<p>Aus den Studienergebnissen ergibt sich insgesamt ein großes Dilemma: Bisher nutzt die Mehrheit der Deutschen die E-Government-Angebote nicht. Gleichzeitig bemängelte fast die Hälfte der Befragten, die bereits Online-Verwaltungstools verwenden, ein zu geringes Angebot an selbigen. Es fehlen also gleichzeitig Angebote und Nutzer. Ein Henne-Ei-Problem, wie Peter Batt bemerkte.<br />
Alfred Zapp meint, das Problem sei nur durch den nutzerfreundlichen Ausbau von Online-Diensten zu lösen, denn „attraktive Angebote befördern die Nachfrage“. In puncto E-Government gibt es also noch viele Baustellen. Zuerst müssen Behörden informative und leicht bedienbare Angebote entwickeln. Zweitens bedarf es der Vermittlung der Vorteile von Online-Lösungen und der Information über bestehende Angebote. Und schließlich müssen die Sicherheitsbedenken der Bürger ernst genommen und Vertrauen in staatliche Angebote zurückgewonnen werden. All das erscheint ohne eine kohärente Strategie nur schwer machbar. Aus diesem Grund begrüßt die Initiative D21, dass die Bundesregierung mit dem Programm <a href="http://politik-digital.de/digitale-verwaltung-2020/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Verwaltung 2020“</a><span style="font-size: xx-small"> </span>die Digitalisierung der Verwaltung endlich aktiv vorantreibt. Eine moderne Verwaltung müsse sich der immer digitaler werdenden Lebenswelt der Bürger anpassen. Wie die Bundesregierung diese Herausforderung meistert, wird der eGovernment Monitor 2015 zeigen.<br />
&nbsp;<br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/initiatived21/15153754598" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>4. Berliner Open Data Day: Die nächsten Schritte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jun 2014 08:48:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[In den vergangenen Jahren begann ein Umbruch auf allen Verwaltungsebenen, ausgelöst durch die Möglichkeiten der Digitalisierung und durch die Forderung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/daten_graffiti_cut.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140273" alt="daten_graffiti_cut" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/daten_graffiti_cut.jpg" width="639" height="281" /></a>In den vergangenen Jahren begann ein Umbruch auf allen Verwaltungsebenen, ausgelöst durch die Möglichkeiten der Digitalisierung und durch die Forderung der Bürger nach mehr Teilnahme und Transparenz. Die Öffnung öffentlicher Daten ist ein Teil der Antwort auf die neuen Anforderungen an Behörden: Auf dem 4. Berliner Open Data Day am 5. Juni wurde eine vorläufige Bilanz für Berlin gezogen.</p>
<p style="text-align: justify">In seiner kurzweiligen Keynote „Data Driven Innovation“ beschrieb <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nicolas_Zimmer">Nicolas Zimmer</a></span></span>, Vorstandsvorsitzender der <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/TSB_Technologiestiftung_Berlin">Technologiestiftung Berlin</a></span></span>, anschaulich die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Wirtschaft, die er für einen der Megatrends des 21. Jahrhunderts hält. Die Sammlung und Nutzung von Daten sei längst eine feste Größe in der Wirtschaft geworden, und die Datenmenge werde weiterhin immens steigen.</p>
<h3 style="text-align: justify">Das wirtschaftliche Potenzial offener Daten</h3>
<figure id="attachment_140280" aria-describedby="caption-attachment-140280" style="width: 305px" class="wp-caption alignright"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/B_Open_Data_Day_0028web.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-140280  " alt="B_Open_Data_Day_0028web" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/B_Open_Data_Day_0028web-305x203.jpg" width="305" height="203" /></a><figcaption id="caption-attachment-140280" class="wp-caption-text">Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Vor diesem Hintergrund ist die Frage, wie Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft mit den Daten umgehen werden, von enormer Bedeutung. Für den wirtschaftlichen Sektor verspricht Zimmer sich ein großes Potenzial von datengetriebenen Innovatonen: Mit Hilfe gezielter Recherche, Analyse und Auswertung von Open und Big Data sollten Zimmer zufolge neue Ideen, Erkenntnisse oder Produkte entstehen. Gleichzeitig glaubt er, dass das Spannungsverhältnis zwischen der Öffnung und dem Verkauf von Daten – insbesondere in der Wirtschaft – nie völlig aufzulösen sein werde, weil der Besitz bestimmter Daten Einzelnen Wettbewerbsvorteile bringen könne.</p>
<p style="text-align: justify"><span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.berlin.de/projektzukunft/wir-ueber-uns/ansprechpartner/">Dr. Wolfang Both</a></span></span> von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung gab im Anschluss einen Überblick über die Entwicklung der Open Data-Initiative in Berlin. Das eGovernment-Gesetz, dessen §13 Open Data behandelt, befinde sich in Vorbereitung. Der aktuelle Stand ist im <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://daten.berlin.de/datensaetze/abschlussbericht-der-ag-open-data-berlin">Abschlussbericht</a></span></span> der ressortübergreifenden Arbeitsgruppe Open Data des Landes Berlin nachzulesen. Diese bestand aus 25 Mitgliedern verschiedener Senats- und Bezirksverwaltungen Berlins und hatte sich u.a. mit der Definition offener Daten, mit Formaten und Metadaten beschäftigt, aber auch mit Empfehlungen für Lizenz- und Nutzungsbestimmungen; darüber hinaus hat die Arbeitsgruppe eine Checkliste für die Publikation von Datenbeständen und die Entwicklung von Weiterbildungsmaßnahmen zusammengestellt. Der Bericht enthält damit Empfehlungen, die Verwaltungsmitarbeitern das Erlernen des Umgangs mit offenen Daten erleichtern und Berührungsängste abbauen sollen. Both beendete seinen Vortrag mit einem Ausblick auf die Open Data-Entwicklung in Berlin: So sind neben einer mobilen Version des Berliner Datenportals die Entwicklung einfacher Visualisierungswerkzeuge für Datensätze und die Förderung neuer Anwendungen durch Hackdays geplant.</p>
<h3 style="text-align: justify">Wie sich das Ehrenamt mit Nachhaltigkeit verträgt</h3>
<figure id="attachment_140282" aria-describedby="caption-attachment-140282" style="width: 305px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/B_Open_Data_Day_0065web.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-140282" alt="B_Open_Data_Day_0065web" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/B_Open_Data_Day_0065web-305x203.jpg" width="305" height="203" /></a><figcaption id="caption-attachment-140282" class="wp-caption-text">Fiona Krakenbürger (links) und Jens Klessmann stellen Ergebnisse des Workshops auf der Abschlussveranstaltung vor.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">In Workshops wurden beispielhafte Projekte vorgestellt. <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="https://twitter.com/kejan">Jens Klessmann</a></span></span> (Fraunhofer Fokus) und <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://arduina.net/">Fiona Krakenbürger</a></span></span> (Open Knowledge Foundation) machten anhand der Projekte „<span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.codefor.de/">Code for Germany</a></span></span> / <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://codeforeurope.net/">Code for Europe</a></span></span>“ deutlich, worum es eigentlich bei offenen Daten geht, und diskutierten mit den Teilnehmern über Potenziale und Grenzen des Ansatzes &#8220;offene Daten&#8221;. Es stellte sich heraus, dass die Nachhaltigkeit ein Problem ist, weil viele Projekte rein ehrenamtlich betrieben werden. Zudem sollte der kommerzielle Nutzen stärker betont werden, und in der Politik müsste verstärkt Lobbyarbeit betrieben werden, um offenen Daten politisch zum endgültigen Durchbruch zu verhelfen.</p>
<p style="text-align: justify">Auf der Abschlussdiskussion, die der Datenjournalist <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.michael-hoerz.de/">Michael Hörz</a></span></span> moderierte, wurde konstatiert, dass offene Daten weiterhin ein Nischenthema sind. Um Bürger, Entwicklung und Verwaltung langfristig zusammenzubringen, wurde in mehreren Workshops die Einführung von offenen runden Tischen angeregt, die im Gegensatz zu vermeintlich technisch angelegten Hackathons zugänglicher für Interessierte sein könnten. Entscheidend sei es auch, dass die Führungskräfte in der Verwaltung und den Unternehmen von offenen Daten überzeugt sein müssen. Eine weitere bislang unbeantwortete Frage bleibt die korrekte Datenschutzanwendung bei offenen Daten, denn bislang mangelt es noch an festgelegten Kriterien.</p>
<p style="text-align: justify">Für Befürworter offener Daten bleiben also noch viele Felder zu beackern, auch wenn in den vergangenen zwölf Monaten bereits einige umgepflügt worden sind. Mit dem kommenden eGoverment-Gesetz kann die Open Data-Bewegung hoffentlich bald vom Spaten auf den Pflug umstellen. Die Zeit bis zum 5. Berliner Open Data Day dürfte also spannend werden.</p>
<p style="text-align: justify">Fotos: ariadne an der Spree GmbH / Frank Lämmerhirt (CC-BY-SA)</p>
<p style="text-align: justify"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Netzpolitischer Check zur Europawahl: Positionen der Parteienverbände</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Krotz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 May 2014 15:33:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nimmt man den Wahl-O-Mat zur Europawahl als Grundlage, kann man den Eindruck erhalten, Netzpolitik spiele keine Rolle in diesem Wahlkampf. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cover_ep_np_bearbeitet_cut.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-139771" alt="cover_ep_np_bearbeitet_cut" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cover_ep_np_bearbeitet_cut.jpg" width="640" height="280" /></a>Nimmt man den <a href="https://www.wahl-o-mat.de/europawahl2014/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahl-O-Mat</a> zur Europawahl als Grundlage, kann man den Eindruck erhalten, Netzpolitik spiele keine Rolle in diesem Wahlkampf. Die 38 Thesen zielen größtenteils auf allgemeine Themen der europäischen Integration. Großzügig ließe sich die Frage, ob ein EU-Mitgliedsstaat Edward Snowden Asyl gewähren soll, als netzpolitisches Thema auslegen, ansonsten taucht diese nicht auf. Doch Netzpolitik ist auch im politischen System der EU längst angekommen, und die Politik beschäftigt sich auf europäischer Ebene durchaus damit. Die Europäische Union hat in manchen netzpolitischen Bereichen (z. B. dem Datenschutz) sogar offiziell die ausschließliche Kompetenz. Netzpolitische Positionen der europäischen Parteienverbände können und sollten also bei der Wahl am 25. Mai berücksichtigt werden.</p>
<p style="text-align: justify">Für den Netzpolitik-Check zur Wahl des <a href="http://www.bpb.de/internationales/europa/europaeische-union/42938/europaeisches-parlament" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europaparlaments</a> 2014 hat politik-digital.de einen Fragebogen an eine Auswahl der Parteienverbände verschickt, um ihre Position zur Netzpolitik zu erfassen. Berücksichtigt haben wir in unserem Überblick die Parteien, von denen wir Antworten bekommen haben, die da wären: <a href="http://www.quisthoudt-rowohl.de/image/inhalte/file/2014_03_06_Manifesto-with -cover-DE.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäische Volkspartei (EVP)</a>, <a href="http://d3n8a8pro7vhmx.cloudfront.net/partyofeuropeansocialists/pages/1/attac hments/original/1398786390/PES_Manifesto_DE.pdf?1398786390" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozialdemokratische Partei Europas (SPE)</a>, <a href="http://www.aldeparty.eu/sites/eldr/files/news/10204/2014_alde_party_manifest o.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE),</a> <a href="http://europeangreens.eu/sites/europeangreens.eu/files/2014%20Manifesto.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäische Grüne Partei (GRÜNE)</a>, <a href="http://www.european-left.org/sites/default/files/final_platform_en_7.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Partei der Europäischen Linken (LINKE)</a>, <a href="http://ppeu.net/wiki/doku.php?id=statutes:manifesto" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäische Piratenpartei (PIRATEN)</a>. Zu den Themen Netzausbau, Netzneutralität, Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung, Urheberrecht im digitalen Zeitalter, E- und Open-Governance haben wir ihre Positionen gegenübergestellt. Infolge der NSA-Affäre wurden die Verhandlungen über das sogenannte Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) mit der Netzpolitik der Europäischen Union in Verbindung gebracht, weshalb auch dieser Aspekt Einfluss findet.</p>
<h3 style="text-align: justify">Thema Netzausbau</h3>
<p style="text-align: justify">Die EU-Kommissarin für <a href="http://ec.europa.eu/digital-agenda/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Agenda</a>, Neelie Kroes, will „<a href="http://europa.eu/rapid/press-release_IP-13-968_de.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schnelle Breitbandzugänge</a>“ für alle EU-Bürger durchsetzen. Grundlegende Breitbanddienste via Satellit (mit 20 Mbit/s) seien bereits in ganz Europa verfügbar, auch für ländliche Gebiete. Bis zum Jahre 2020 sollen Netze der nächsten Generation (mindestens 30 Mbit/s) für alle EU-Bürger und Breitbandanschlüsse mit mindestens 100 Mbit/s für 50 Prozent der Privathaushalte verfügbar sein. Mit einer moderneren europäischen Infrastruktur werden Hoffnungen auf wirtschaftliches Wachstum verbunden. Die EU-Kommission beruft sich dabei auf die Annahme, dass „eine Steigerung der Breitbandversorgung um 10 Prozent einen Anstieg der Bruttoinlandsprodukte um 1 bis 1,5 Prozent“ bewirke. Zuletzt wurden jedoch durch einen <a href="http://grosch.be/cms/images/stories/pdfdaten/vr2022021320eu20euro20weniger2a1.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beschluss des Europäischen Rates</a> Mittel der „Connecting Europe Facility“, die die Projekte für den Ausbau der digitalen Infrastruktur fördert, um ca. 30 Prozent gekürzt.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/internet-alter-eu.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-139773 aligncenter" alt="internet alter eu" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/internet-alter-eu.jpg" width="455" height="341" /></a></p>
<p style="text-align: justify">Über das grundlegende Ziel eines “<a href="https://www.wko.at/Content.Node/Interessenvertretung/Wirtschaftsrecht/EU-_Regelungspaket__.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vernetzen Kontinents</a>” sind sich alle Parteien einig. Differenzen bestehen jedoch in der Frage, wie eine solche flächendeckende Infrastruktur erreicht werden kann. Die <strong>SPE</strong> bedauert in ihrem Programm die Mittelkürzung durch den Europäischen Rat und fordert die EU auf, regulierend einzugreifen und Anreize zum Ausbau durch private Akteure zu schaffen. Auch die <strong>ALDE</strong> will dies nicht nur privaten Akteuren überlassen und sieht in der Europäischen Investitionsbank die richtige Institution, um die notwendigen Mittel bereit zu stellen. Investitionen von Unternehmen in Netze sollen durch öffentliche Instrumente gehebelt werden. Sogenannte <a href="http://www.eib.europa.eu/products/project-bonds/index.htm?lang=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projektanleihen</a> könnten den Investoren Sicherheit dafür bieten, auch in ländlichen Gebieten zu investieren. Monopolbildungen müssten dabei unbedingt verhindert werden, verlangen neben den <strong>GRÜNEN</strong> auch die <strong>PIRATEN</strong>. Letztere sind der Meinung sind, dass es einen rechtlichen Anspruch auf den Zugang zu Kommunikationsmitteln gibt. Gemäß der <strong>LINKEN</strong> sollen „kommunale und genossenschaftliche Akteure“ dabei eine entscheidende Rolle spielen. Auch die europäischen Strukturfonds, die Mittel aus wohlhabenderen Regionen für weniger wohlhabende Regionen zur Verfügung stellen, seien hier der richtige Adressat. Die <strong>EVP</strong> bleibt eine konkrete Antwort schuldig: Man wolle nach der Wahl einen frischen Blick auf die EU-Internetstrategien entwickeln. Wichtig seien gute „Geschäftsbedingungen“ und „Netzneutralität“. Die Netzneutralität steht in einem engen Zusammenhang zum Thema Netzausbau, doch konnte man sich auf EU-Ebene noch nicht darauf einigen, was das überhaupt bedeuten soll. Die <strong>GRÜNEN</strong> fordern die Dekonstruktion der bisherigen Definition (siehe nächster Abschnitt). Für sie sollte das Ziel eines „Vernetzten Kontinent“ weder nationalen noch privaten Akteuren überlassen werden, sondern müsse aktiv durch die EU verfolgt werden.</p>
<h3 style="text-align: justify">Thema Netzneutralität</h3>
<p style="text-align: justify"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/netzneutralität-eu.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-139777 aligncenter" alt="netzneutralität eu" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/netzneutralität-eu-630x285.jpg" width="630" height="285" /></a>Auch das Thema Netzneutralität stand in den letzten Monaten auf der europäischen Agenda. Der Vorschlag der EU-Kommission (<a href="http://www.ipex.eu/IPEXL-WEB/dossier/document/COM20130627.do" target="_blank" rel="noopener noreferrer">COM(2013) 627 final</a>) hat zu einer kontroversen Diskussion innerhalb der EU geführt. Anfang April hat das EU-Parlament <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ep-netzneutralitaet100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">für einen besseren Schutz der Netzneutralität gestimmt</a>. Drosselungen oder Blockaden des Datenverkehrs sind damit grundsätzlich verboten worden. Die bevorzugte Behandlung bestimmter Datenpakte durch Telekommunikationsunternehmen soll zukünftig nur noch für sogenannte Spezialdiensten erlaubt sein. Welche das sind, bleibt aber noch zu klären, weshalb einige Experten weiterhin die Schaffung eines “Zwei-Klassen-Netzes” befürchten.</p>
<p style="text-align: justify">Die Mehrheit der EU-Parteien ist gegen eine Bevorzugung bestimmter Unternehmen und Konsumenten. Die <b>GRÜNEN</b> sehen kleine Unternehmen und Start-ups bedroht, wenn Provider Datenverbindungen kontrollieren dürfen, und sind daher gegen jede Form der Diskriminierung. Diese Auffassung wird von der <b>ALDE</b> geteilt. Harte und klare Auflagen für Spezialdienste fordern <b>LINKE</b>, <b>PIRATEN</b> und die <b>SPE</b>. Grundsätzlich dürfe die Idee eines „offenen Internets“ auch in ihren Augen nicht gefährdet werden. Die <b>EVP</b> warnt indessen vor Suchmaschinen, die durch Algorithmen den Zugang zu Informationen profitorientiert steuern, und betrachtet diese Frage als zentral in der Debatte.</p>
<h3 style="text-align: justify">Thema Datenschutz</h3>
<p style="text-align: justify">Die EU besitzt mit <a href="http://dejure.org/gesetze/AEUV/16.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel 16</a> (<a href="http://www.aeuv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AEUV</a>) die volle Kompetenz im Bereich Datenschutz. Seit 2011 wird an einer Datenschutzverordnung gearbeitet, um die bislang gültige <a href="http://byds.juris.de/byds/013_1.5_95_46_EG_rahmen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Richtlinie von 1995 (95/46/EG)</a> zu ersetzen. Diese wird von den Mitgliedsstaaten bisher sehr unterschiedlich umgesetzt. Kritik gegenüber dem bisherigen <a href="http://www.ipex.eu/IPEXL-WEB/dossier/document/COM20130627.do" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorschlag der EU-Kommission</a> (gleiches Dokument wie oben) kam u. a. vom <a href="http://www.ipex.eu/IPEXL-WEB/dossier/document/COM20130627.do" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäischen Datenschutzbeauftragten Peter Hustinx</a>. Datenschutz im Internet zu garantieren ist heute nahezu unmöglich. Eng verknüpft mit dem Thema ist die Vorrats- bzw. Mindestspeicherung von Daten. Zum Symbol der Verletzung von Grundrechten der EU-Bürger durch staatliche Instanzen ist die NSA-Affäre geworden. EU-Mitgliedsstaaten haben, meist durch bilaterale Abkommen, eine Massenüberwachung durch nationale Geheimdienste ermöglicht. Hier tun sich große Gräben zwischen den EU-Mitgliedsstaaten bzw. dem Europäischen Rat und dem EU-Parlament auf &#8211; und weniger zwischen den EU-Parteienverbänden.</p>
<p style="text-align: justify">Für alle Parteienverbände gilt der Datenschutz als ein wichtiges Grundrecht. Es dürfe kein Datenmissbrauch betrieben werden, heißt es von Seiten der <b>EVP</b>, jedoch müsse eine Balance zwischen Unternehmer- und Konsumenteninteressen gefunden werden, so wird es schwammig im Programm formuliert. Für die <b>SPE</b> sind die bisher gültigen Regelungen für die Einschränkung des Datenschutzes zur Verbrechensbekämpfung zu vage formuliert. Es müssten härtere Gesetze für einen besseren Schutz her, fordert auch die <b>ALDE</b>. Die bisherigen Kompetenzen müssten endlich sinnvoll eingesetzt werden, meinen die <b>LINKEN</b>. Auch die <b>PIRATEN</b> wollen einen einheitlichen Datenschutz, der Industriespionage effektiv unterbindet. Mit Jan Philipp Albrecht stellen die <b>GRÜNEN</b> derzeit den EU-Datenschutz-Berichterstatter. Sie wollen die Datenschutz-Rahmenvereinbarung von Grund auf renovieren. Instanzen, die gegen das Grundrecht auf Datenschutz verstoßen, müssten effektiv sanktioniert werden können.</p>
<p>                                                                                                                   (Fortsetzung auf Seite 2)</p>
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		<title>Neue Netzdebatten braucht das Land &#8211; Digitale Presseschau 3/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2014 17:20:20 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Sebastian Dörfler]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Stadler]]></category>
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					<description><![CDATA[In unserer Presseschau blicken wir auf eine debattenreiche Woche zurück. Der Blogger Sascha Lobo fühlt sich auf einmal gekränkt und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer Presseschau blicken wir auf eine debattenreiche Woche zurück. Der Blogger Sascha Lobo fühlt sich auf einmal gekränkt und tritt eine breite Debatte los. Stehen Internet und Politik vielleicht in einem engeren Zusammenhang, als wir alle dachten? Ist nur das Internet kaputt oder ist sogar unsere Demokratie in Gefahr? Warum spielt die CSU einen „digitalen Doppelpass“ in den eigenen Reihen, so als spielte sie das Endspiel gegen die Piraten? Hat das Internet also nun positive Effekte, bei der Verwaltung, der Regierung oder der Diskussion politischer Themen oder ist es der negative Alleszermalmer unserer Gesellschaft? Vielleicht wird das Internet in anderen Teilen der Welt noch als nützliches Instrument und weitaus positiver als hierzulande gesehen.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=l9ZqXlHl65g#t=131&amp;hd=1" title="The Problem With Facebook" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/l9ZqXlHl65g?start=131&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Derek Muller betreibt den Youtube-Channel <a href="http://www.youtube.com/user/2veritasium?feature=watch&amp;hd=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veritasium.</a> In unserem Video der Woche vergleicht er die Filtermechanismen und die Funktionsweise von Werbung bei Youtube und Facebook.</p>
<h3><a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/920909.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Von der Kränkung zur Politik</a></h3>
<p>Sascha Lobo, „Internet-Guru“ und „Medienjournalist“, hat in der <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/eine-absage-an-das-internet-die-digitale-kraenkung-des-menschen-12747258.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FAZ</a> seiner Kränkung freien Lauf gelassen und das Internet wegen der ausufernden Überwachung für kaputt erklärt. Damit hat er eine Welle von Repliken entfacht. Unter anderen freut sich <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/920909.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sebastian Dörfler im Neuen Deutschland</a> darüber, dass das „politische Betriebssystem“ wieder mehr in den Blick kommt und fragt sich, was das für die Linke bedeutet. Auch Thomas Stadler stellt auf <a href="http://www.carta.info/69037/zwei-blickwinkel-ist-das-internet-wirklich-kaputt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">carta.info</a> die Frage, ob nicht eher die Demokratie kaputt sei. <a href="http://mspr0.de/?p=3927" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael Seemann </a>schließlich unterstellt Lobo, die Seiten gewechselt zu haben und wissend als Stichwortgeber für eine Schlandnet-Kampagne zu fungieren.</p>
<h3><a href="http://www.welt.de/regionales/muenchen/article123749192/Online-Wahl-auszuschliessen-ist-anachronistisch.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der „digitale Doppelpass“ der CSU</a></h3>
<p>„Digitalisierung ist das Schlüsselthema schlechthin.“ Mit dieser Aussage nahm Dr. Markus Söder (CSU), bayerischer Staatsminister für Finanzen, in einem Interview mit WELT-Online den Pass der Initiative „Digitales Deutschland“ von Bundesminister Alexander Dobrindt auf und will Bayern zum „Chefprogrammierer für die digitale Verwaltung in Deutschland“ machen. Neben dem E-Government will Söder bis 2018 in Bayern Online-Wahlen durchführen. Die gesetzlichen Änderungen, die dazu nötig sind, könnten zunächst in Online-Volksbefragungen getestet werden. Auch hier solle Bayern „Vorreiter“ nicht nur für ganz Deutschland, sondern für ganz Europa werden. Dazu wurde Söder gleich zum <a href="http://www.stmf.bayern.de/internet/stmf/aktuelles/pressemitteilungen/22079/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Chef der Digitalisierung“</a> ernannt und stockte zudem die finanziellen Mittel für den <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bayern-stockt-finanzielle-Mittel-fuer-schnelles-Internet-auf-dem-Land-auf-2084398.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Breitbandausbau des Internets</a> auf.</p>
<h3><a href="http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Zwischenfazit zu Open Data</a></h3>
<p>Claus Arndt, Referent des Bürgermeisters für E-Government und Neue Medien der Stadt Moers, resümiert über den Nutzen von Open Data, die seit einem Jahr auf der <a href="https://www.govdata.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GovData-Plattform</a> gesammelt werden. Die Transformation von Daten, etwa die Umformung von PDF-Haushalten in einen XML-Datensatz, sei sehr aufwendig, daher werde Open Data noch viel zu wenig genutzt. Stattdessen beschränke sich die Verwendung auf „Schnarchdaten“ wie Vornamenstatistiken, die in Apps zusammengeführt werden. Er ruft vor allem die Webgesellschaft dazu auf, Wissenschaftlern, Journalisten und Unternehmern zu zeigen, was man mit den Daten machen kann.</p>
<h3><a href="http://blogs.faz.net/10vor8/2014/01/17/entwurf-elisabeth-362/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rettet das Internet!</a></h3>
<p>Elisabeth Ruge betrachtet in einem Artikel auf ihrem FAZ-Blog das Internet von seiner praktischen Seite. Die digitale Technik und das Netz sei für viele eben immer noch ein Werkzeug – in den prekäreren Regionen der Welt, die oftmals als sogenannte „dritte Welt“ bezeichnet werden, sogar ein „Werkzeug zum Überleben“. In ihrem Bericht über den Einsatz von Hightech-Internet bei Kleinbauern in Indien oder bei Finanztransfers in Afrika und Afghanistan kommt dann auch der Widerspruch der Digitalisierung klar zum Vorschein: Während im Westen über totale Überwachung, das fehlende Demokratisierungspotential oder die „Kaputtheit“ des Internets diskutiert wird, gilt es in anderen Teilen der Welt als ein nützliches Instrument und wird dementsprechend genutzt.<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>In der Ruhe&#8230; &#8211; Digitale Presseschau KW 38</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Sep 2013 13:46:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Katharina Nocun]]></category>
		<category><![CDATA[NSA]]></category>
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		<category><![CDATA[Sascha Lobo]]></category>
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					<description><![CDATA[Goldene Käfige und Digitaldebakel – die Autoren dieser Woche mögen große Worte. Während die Piraten-Geschäftsführerin Katharina Nocun den führenden Online-Unternehmen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Goldene Käfige und Digitaldebakel – die Autoren dieser Woche mögen große Worte. Während die Piraten-Geschäftsführerin Katharina Nocun den führenden Online-Unternehmen vorwirft, ihre Nutzer in Geiselhaft zu nehmen, nimmt sich Sascha Lobo die deutsche Bundesregierung vor: Die bisherige Netzpolitik sei eine einzige Verkettung an Fehlentscheidungen und Versäumnissen. Nur einer mahnt zu mehr Gelassenheit: Michael Weigert, Redakteur bei netzwertig.com, fordert die vielen Kritiker auf, leiser zu treten – und glaubt an die „Kraft einer konstruktiven Grundatmosphäre“.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=clgAZPhykek" title="Warum soll man wählen, Herr Bundespräsident?" width="840" height="630" src="https://www.youtube.com/embed/clgAZPhykek?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Demokratie passiert nicht einfach so, meint Bundespräsident Joachim Gauck und fordert die Bürger auf, die Politik nicht der Beliebigkeit oder gar dem Verdruss zu überlassen – und wählen zu gehen.<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-09/nocun-netzpolitik-facebook-google/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">An die Kette</a></h3>
<p>Sprengt die goldenen Käfige! Das fordert Katharina Nocun, Geschäftsführerin der Piratenpartei in einem Gastbeitrag für Zeit Online. Das Netz sei nicht primär Markt, „sondern zu allererst kritische Infrastruktur der digital vernetzten Demokratie“. Facebook und Co. aber würden ihre Gewinne über umfassende Datensammlungen generieren und hätten kein Interesse daran, „ihre Nutzer aus der Geiselhaft zu entlassen“. Außerdem könnten die Datenbestände dieser Monopolisten leicht und schnell von Geheimdienste angezapft werden. Es sei Aufgabe der Politik die „Mauern der Monopolisten“ endlich einzureißen. Offene Standards, offene Quellcodes, Datenportabilität und durchlässige Systeme müssten gesetzlich verankert und politisch aktiv unterstützt werden, schreibt Nocun. Sie schlägt unter anderem vor, Netzneutralität ohne Hintertüren via Gesetz vorzuschreiben, freie Software politisch zu fördern und für ein Kartellrecht zu sorgen, dass neuen Marktstrukturen gerecht wird und die Monopolisten „an die Kette“ nimmt.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/identitaetsmanagement-das-neoliberale-selbst-12574151.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ich und ich und ich</a></h3>
<p>Weitaus grundsätzlicher setzt Philip Mirowski in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung an und beschreibt das zersplitterte, zur Flexibilität angehaltene,„neoliberale Selbst“: Ein jeder sei „das Geschäft, der Rohstoff, das Produkt und der Kunde des eigenen Lebens“ geworden. Längst sei der Mensch gezwungen, „Körper und Seele entsprechend den Anforderungen des Marktes zu gestalten.“ Die eigene Identität werde insbesondere online und auf den vielen unterschiedlichen Plattformen laufend an die aktuellen Anforderungen angepasst – auch weil der Einzelne durchgehend dazu aufgefordert wird. Ein Paradebeispiel sei Facebook, ein Unternehmen, das die Daten seiner Nutzer verkauft. Facebook bringe den User durch Algorithmen und Handlungsaufforderungen regelrecht bei, sich selbst in eine „anpassungsfähige unternehmerische Identität“ zu verwandeln. Die User würden ohne Unterlass an ihren multiplen Webidentitäten basteln, sie managen und „optimieren“. Denn ihre Profile wirken in das reale Leben zurück:  Potenzielle Arbeitgeber, Freunde und Familie überprüfen die Seiten des Nutzers. Tritt ein Problem auf, so sei es innerhalb dieser Logik die naheliegenste Lösung, das eigene virtuelle Profil noch stärker zu überarbeiten.  All das  sei „ein verkleinertes Modell des neoliberalen Selbst, und &#8211; höchst aufschlussreich- es sorgt für Profit.“</p>
<h3><a href="http://www.freitag.de/autoren/timostukenberg/kein-wille-zur-transparenz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Merkel will nicht</a></h3>
<p>Transparenz? Nein, danke. Deutschland hänge in punkto Open Government weit hinter anderen westlichen Staaten zurück, schreibt Timo Stukenberg in „Der Freitag“. Und das, obwohl offenes Regierungshandeln auch ökonomische Vorteile mit sich brächte: Open Government würde zu Effizienz zwingen – schließlich könnten die Daten von Behörden dann öffentlich eingesehen und kontrolliert werden. Außerdem würde sich auf diese Weise das „Verhältnis von Verwaltung und Bürger vom Kopf auf die Füße“ stellen. Durch die Offenlegung ihrer Daten seien die Behörden dazu gezwungen, sich als Dienstleister an der Bevölkerung zu betrachten.<br />
Doch die Open-Government-Strategie der Bundesregierung ist gescheitert, meint Stukenberg. Auf dem Onlineportal der Bundesregierung „govdata.de“würden hauptsächlich unwichtige und uninteressante Informationen veröffentlicht. Außerdem habe es die Regierung versäumt, Behörden und Verwaltungen von dem Vorhaben zu überzeugen. Deutschland verschlafe einen großen Schritt in Richtung Demokratisierung, den andere Staaten durch die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung längst gegangen seien.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobo-ueber-die-digitaldebakel-der-bundesregierung-a-922679.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Eisenharte Fehlinformation&#8221;</a></h3>
<p>Kurz vor der Wahl lohnt sich ein abschließender Blick auf die bisherige Netzpolitik der Bundesregierung. Sascha Lobo zieht ein vernichtendes Fazit und zählt die „Digitaldebakel“ von Merkel und Co. in seiner Spiegel-Kolumne akribisch auf: Die „dramatisch vernachlässigte Infrastruktur“ und die versäumte gesetzliche Verankerung der Netzneutralität seien nur ein kleiner Teil einer ganzen Reihe an netzpolitischen Fehlschlägen. So habe die schwarz-gelbe Koalition beispielsweise das „Leistungsschutzrecht“ für Presseverlage auf den Weg gebracht – ein Gesetz, das letztlich keinen Zweck erfülle. Neben weiteren Fehlschlägen verweist Lobo insbesondere auf „das realitätsferne Narrenspiel zur NSA-Spähaffaire“: Die Bundesregierung würde auf die Vorwürfe mit  „eisenharter Fehlinformation“ und der Verbreitung von „gezielter Unwahrheit“ reagieren. Letztendlich seien die vielen Versäumnisse und Fehlvorhaben Folge einer massiven politischen Gleichgültigkeit gegenüber der digitalen Szene. Lobos ernüchterndes Schluss-Resümee: Die digitale Welt sei noch lange nicht in den Köpfen der Politik angekommen.</p>
<h3><a href="http://netzwertig.com/2013/09/19/versagen-der-politik-die-empoerungs-abwaertsspirale-der-deutschen-netzverteidiger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ausnahmsweise leise treten</a></h3>
<p>Die digitale Szene reagierte schnell auf Lobos Beitrag: Martin Weigert schreibt auf netzwertig.com von einer „Empörungsabwärtsspirale der deutschen Netzverteidiger“. Grundsätzlich seien der deutschen Politik zwar tatsächlich immense Versäumnisse auf netzpolitischer Ebene vorzuwerfen. Dennoch hätte sich die Netzgemeinde in einer Spirale aus Kritik und Vorwürfen an die Politik verfangen, die dazu beitrage, den Frust aller Beteiligten – inklusive der digitalen Szene selbst – zu verstärken.  Außerdem habe diese Strategie bisher nicht zu einer Verbesserung der Situation geführt. Weigert glaubt an die „Kraft einer konstruktiven Grundatmosphäre“und wünscht sich deshalb Blogger, die beizeiten auch auf positive Entwicklungen hinweisen. Er plädiert für ein Experiment, bei dem alle sonst lautstarken Kritiker zumindest für einige Zeit pausieren. Und hofft darauf, dass die Politik von einer „Sogwirkung des allgemeinen Optimismus“ mitgezogen wird.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>#opennrw: NRW öffne dich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 15:54:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Open Government]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung in der öffentlichen Verwaltung &#8211; das versprach Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) im September 2012. Mit ihrer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/John-Martinez-Pavliga-C-BY.jpg"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/John-Martinez-Pavliga-C-BY-630x420.jpg" alt="John Martinez Pavliga CC BY" width="630" height="420" class="alignleft size-large wp-image-128190" /></a>Mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung in der öffentlichen Verwaltung &#8211; das versprach Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) im September 2012. Mit ihrer Open Government-Strategie „Open.NRW“ soll das gelingen. Die Eckpunkte wurden in dieser Woche veröffentlicht.<br />
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen will sich an die digitale Welt anpassen. Mit <a href="http://www.nrw.de/web/media_get.php?mediaid=27072&amp;fileid=88142&amp;sprachid=1">Open.NRW</a> ist eine Open Government-Strategie auf dem Weg, die mit Hilfe von Open Data und Online-Beteiligungsformaten einen Dialog „auf Augenhöhe“ zwischen  Land und Bevölkerung erreichen will. Der Kerngedanke dahinter: Man will die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Politik steigern. Durch zeitnahe und intensive Beteiligung von Bürgern, Wirtschaft und Wissenschaft sollen aber auch die Regierungs- und Verwaltungsarbeit effizienter gestaltet und der Standort NRW besser nutzbar gemacht werden.</p>
<h3>Wie sieht die Strategie aus?</h3>
<p><strong>1.</strong> <a href="http://www.nrw.de/opennrw/opennrw-1/transparenz.html"><strong>Transparenz</strong></a><br />
NRW will Verwaltungsdaten und Informationen proaktiv, antragsfrei und kostenlos bereitstellen. Damit soll erreicht  werden, dass sich Bürger über ihr Land, aber auch über das politische und administrative Geschehen informieren. Ziel ist es die Bürger einzubinden und ihnen gesellschaftspolitische wie administrative Prozesse näher zu bringen. Dabei orientiert sich die Landesregierung an den <a href="http://sunlightfoundation.com/policy/documents/ten-open-data-principles/">10 Open Data-Prinzipien der Sunlight Foundation</a>.<br />
<strong>2. <a href="http://www.nrw.de/opennrw/opennrw-1/e-partizipation.html">E-Partizipation</a></strong><br />
In diesem Bereich sollen Beteiligungen von der Ebene der Ministerien ausgehen. Das Credo lautet hier Bürgerkonsultation. Eingabe von Meinungen, Empfehlungen, Vorschläge zur Entscheidungsunterstützung, das sind die ersten Stationen des Bürgerbeteilgungszuges. Dafür sollen vor, während und nach einem Beteiligungsverfahren umfassende Informationen bereitgestellt werden, um dem Bürger Entscheidungswege begreifbar zu machen.<br />
<strong>3. <a href="http://www.nrw.de/opennrw/opennrw-1/e-zusammenarbeit.html">E-Zusammenarbeit</a></strong><br />
Ein weiterer Punkt der Open.NRW-Strategie ist die (Online-)Zusammenarbeit von staatlichen Stellen untereinander sowie die Zusammenarbeit der Landesregierung mit zivilgesellschaftlichen Gruppen. Hiermit soll nicht nur die Qualität des Verwaltungshandelns verbessert werden, sondern es sollen auch neuartige Strukturen der Zusammenarbeit und ein kontinuierlicher Wissens- und Erfahrungsaustausch gefördert werden.</p>
<h3>Hat Open.NRW Erfolgsaussichten?</h3>
<p>Im Prinzip erfindet Open.NRW das Thema Open Government nicht neu. Man bedient sich der vorhandenen und bereits von Anderen praktizierten Ansätze. Allerdings scheint die nordrheinwestfälische Landesregierung das Thema Open Government doch ernster zu nehmen als andere. Open.NRW soll in die täglichen Arbeitsprozesse eingebunden werden, um angestrebte Ziele bzw. Veränderungen nachhaltig zu erreichen. Federführend sollen dabei die einzelnen Ministerien sein. Probleme könnten jedoch bei den Kosten auftreten. Bisher wurde noch nicht bekannt, wie der Mehraufwand finanziert werden soll und wie viel Geld letztlich für die Umsetzung der Strategie bereitstehen wird. Unter Einbeziehung der Ergebnisse des <a href="http://www.nrw.de/opennrw/veranstaltung-1/">„Zukunftsforums Digitale Bürgerbeteiligung“</a> am 17. Mai in Düsseldorf soll die vollständige Vorlage zur Open.NRW-Strategie Ende des Jahres fertig sein. Solange die Finanzierung noch  nicht geklärt wird, bleibt abzuwarten, ob die Strategie der Landesregierung am Ende realisiert wird.<br />
<br />
Bild: John Martinez Pavliga (CC BY)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Rückblick SXSW 2013: Techniktrends und Politik</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/rueckblick-auf-die-sxsw-127862/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2013 10:24:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Big Data]]></category>
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		<category><![CDATA[Open Government]]></category>
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					<description><![CDATA[Wilkommen bei der SXSW – der größten und bedeutendsten Technologie-Messe. Wo Startups und neue Spielereien das Licht der Welt erblicken [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Al-Gore-auf-dem-SXSW-Gui-Ambros-cc-by-nc-sa-3.0.jpg"><img decoding="async" alt="&quot;Al" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Al-Gore-auf-dem-SXSW-Gui-Ambros-cc-by-nc-sa-3.0-630x389.jpg" /></a>Wilkommen bei der SXSW – der größten und bedeutendsten Technologie-Messe. Wo Startups und neue Spielereien das Licht der Welt erblicken und alte Haudegen vor einer „hacked democracy“ warnen. Adrian Rosenthal und Lucas Mohr waren auf der South by Southwest (SXSW) und haben sich die aktuellen Trends im Bereich der politischen Kommunikation angeschaut. Ein Bericht aus Tausend und einer App.<br />
Die vielleicht wichtigste Veranstaltung im Bereich digitaler Kommunikation, die South by Southwest (kurz SXSW), findet jedes Jahr Anfang März in Austin, Texas statt. Was ursprünglich als Festival zur Förderung lokaler Bands und Filmemacher begann, ist heute als Geburtsstunde bekannter Startups wie Twitter und Foursquare bekannt und hat dieses Jahr mehr als 25.000 Besucher angezogen. Das Besondere an der <a href="http://sxsw.com">SXSW</a> ist dabei sicherlich der weltweit einzigartige Mix aus klassischer Konferenz, vielen Sessions mit großer Themenbreite und unzähligen Networking-Gelegenheiten mit Leuten aus der ganzen Welt. Für uns ein Grund, um uns auf die Suche nach neuen Trends, Startups und interessanten Diskussionen und Akteuren zu begeben – natürlich auch aus dem Bereich politischer Kommunikation.<br />
Wer war da, was gab es zu sehen? Ex-Vizepräsident Al Gore gab sich die Ehre, Data-Guru Nate Silver hielt eine der Keynotes, und auch Cory Booker, der Bürgermeister von Newark und aktuell einer der größten Hoffnungsträger der US-Demokraten, ließ sich in einer Podiumsdiskussion zu seiner Rolle als <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP16125">„New Media Politician“</a> befragen. Zac Moffatt, der Digitalchef der Romney-Kampagne, sprach auf einem Panel unter anderem mit dem Chef-Datenanalysten der Obama-Kampagne Dan Wagner über die Bedeutung von Big Data mit Blick auf Wähleransprache im letzten US-Wahlkampf. Den Gründer des <a href="http://personaldemocracy.com/">Personal Democracy Forums</a> Andrew Rasiej, trifft man dann abends nach den Workshops entspannt auf ein Bier auf einer der zahlreichen Networking-Partys. Daneben gab es weitere Veranstaltungen, auf denen Vertreter von NGOs, Regierungen oder Agenturen über Themen wie <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP12986">Digital Diplomacy</a> oder <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP3470">Crowdsourcing für kommunale Haushalte</a> sprachen und dabei zumeist auch das Publikum mit einbezogen.<br />
Im Fokus der SXSW standen aber natürlich – zum Teil wiederkehrende – Trends. Von der <a href="http://www.google.com/glass/start/">Google-Brille</a> über <a href="http://www.engadget.com/2013/01/08/samsungs-evernote-ready-t9000-smart-fridge-hands-on/">smarte Kühlschränke</a> bis zu dem Gerücht von einer <a href="http://www.theverge.com/2013/3/4/4062448/apple-watch-will-run-ios-and-arrive-later-this-year-say-sources">Apple-Uhr</a> – neue Technologien zeigen, dass auch der Alltag immer mehr von der digitalen Welt durchdrungen wird – und das zu jeder Zeit und an jedem Ort.<br />
Aber konzentrieren wir uns hier lieber auf Trends und Persönlichkeiten, die auch für die politische Kommunikation im Social Web von Bedeutung sind, denn hier hatte die SXSW einiges zu bieten.</p>
<h3>Alles wird Mobil und lokal – auch für die Politik</h3>
<p>Ein Trend, der vielleicht schon keiner mehr ist, aber insbesondere im Ausstellungsbereich der SXSW sehr präsent war, kann unter dem Stichwort SoLoMo (SocialMobileLocal) zusammengefasst werden. Die große Mehrheit der dort vorgestellten Produkte waren Mobile-Apps oder zumindest auf den mobilen Bereich ausgelegte Websites. Die Palette an Angeboten reichte von interaktiven <a href="http://www.aurasma.com/#/whats-your-aura">Augmented Reality Apps</a> über Kontaktvermittlungen im unmittelbaren Umfeld bis hin zu spielerischen Apps. Der mobile Bereich wird immer mehr zum Hauptspielplatz des Internets und verknüpft die virtuelle Welt mit der realen. Obwohl die gezeigten Apps kaum bis wenig Bezug zu politischer Kommunikation hatten, sind die anwesenden Strategen und Politikberater sicher sehr aufmerksam über die Fachmesse gegangen. Denn bereits im letzten US-Präsidentschaftswahlkampf spielte der mobile Sektor eine wichtige Rolle. Nicht nur für das Fundraising, sondern auch mit Blick auf das <a href="http://politik-digital.de/praesidentschaftswahl-2012-konferenz-zu-us-kampagnentrends/">Targeting</a>. Die Inspiration für neue Wahlkampf-Apps kommt von den taktangebenden Startups, die jedes Jahr auf der SXSW ausstellen.</p>
<h3>Big und Open Data &#8211; Die Amerikaner machen den nächsten Schritt</h3>
<p>Erst jüngst ist in Deutschland mit <a href="https://www.govdata.de/">GovData</a> ein Portal gestartet, das offene Regierungsdatendatensätze frei zugänglich macht. In den USA ist dies mit <a href="http://www.data.gov/">data.gov</a> bereits seit einigen Jahren möglich. Hier beschäftigt man sich aktuell eher mit der Frage, was man tun kann und muss, um die Beteiligung der Bürger weiter zu intensivieren. Zum einem sind <a href="http://challenge.gov/search?cat=155">Wettbewerbe</a> hilfreich, zum anderen gibt es Überlegungen, einen finanziellen Anreiz zu schaffen. Unternehmen und Startups, aber auch NGOs oder Einzelpersonen können sich künftig als Dienstleister bei der amerikanischen Regierung bewerben und werden bei Bedarf mit einzelnen Projekten beauftragt.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lucas-Mohr-und-Adrian-Rosenthal-21.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-127882" alt="Lucas Mohr und Adrian Rosenthal 2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lucas-Mohr-und-Adrian-Rosenthal-21-195x119.jpg" width="195" height="119" /></a><strong>Lucas Mohr</strong> leitet im Berliner Büro von <a href="http://www.ketchum.com/de/ketchum-pleon-germany">Ketchum Pleo</a>n die Digital-Unit.<br />
<strong>Adrian Rosenthal</strong> ist Head of Digital and Social Media bei<a href="http://www.mslgroup.de/"> MSL Germany</a>.<br />
Zusammen besuchten beide dieses jahr die SXSW in Austin. Zudem bloggen sie auf <a href="http://www.amerikawaehlt.de/">amerikawaehlt.de</a> über digitale Trends und aktuelle Entwicklungen im Online-Campaigning mit einem Fokus auf US-Wahlkämpfe.</div></div><br />
Der größere Anteil der Sessions und Keynotes auf der SXSW beschäftigte sich aber mit dem Thema Big Data. Natürlich versuchen Unternehmen, mit den von ihnen gesammelten Daten weitreichende Erkenntnisse über ihre Zielgruppen und Konsumenten zu bekommen, um so zum Beispiel ihren Social Media-Content zu optimieren. Für die Politik sind die Daten und die Analyse dieser aber mindestens ebenso wichtig. Während Romneys Big Data Project Orca floppte, hatte Obamas Programm mit dem Namen <a href="http://www.slate.com/articles/news_and_politics/victory_lab/2012/02/project_narwhal_how_a_top_secret_obama_campaign_program_could_change_the_2012_race_.html">Narwhal</a> eine wichtige Bedeutung. Daher wurde die <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP15588">„Big Data Democracy: The Rise of Analytics“</a> vielfach auf der SXSW diskutiert und immer wieder wurde die bedeutende Rolle von Big Data vor allem für zukünftige Wahlkämpfe hervorgehoben. Das hat auch der allseits geschätzte Ober-Data-Nerd Nate Silver in seiner <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP15875">Keynote</a> noch einmal betont, wobei er vor allem darauf einging, wie man Umfragen richtig deutet bzw. akkumuliert und damit das Verhalten der Wählerschaft einigermaßen verlässlich voraussagen kann. Hier müssen die Republikaner deutlich aufholen in kommenden Wahlkämpfen, und es wird spannend zu beobachten sein, wie sie das anstellen wollen.</p>
<h3>Crowdfunding als Chance für öffentliche Einrichtungen</h3>
<p>Crowdfunding ist derzeit in aller Munde und bislang vor allem aus dem <a href="http://www.kickstarter.com/projects/597507018/pebble-e-paper-watch-for-iphone-and-android">Kreativ- und Produktbereich</a> bekannt. Einen interessanten Ansatz, wie auch staatliche Einrichtungen Crowdfunding für sich nutzen können, zeigte die Veranstaltung &#8220;<a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP984">Can Crowdfunding Save Local Government Budgets?</a>&#8220;. Die Idee ist relativ simpel: Staatliche Einrichtungen oder die Bürger stellen auf einer Plattform wie <a href="http://citizinvestor.com/">Citizinvestor</a> oder <a href="http://spacehive.com/">Spacehive</a> ein Projekt ein und rufen zur Spendenbeteiligung auf. Bei den Projekten handelt es sich meist um kleine lokale Initiativen wie den <a href="http://www.publicservice.co.uk/news_story.asp?id=19279">Bau eines Gemeindezentrums</a> oder das Pflanzen von Bäumen. Eine Chance, nicht nur Geld einzusammeln, sondern auch für Aufmerksamkeit und Transparenz beim Verbleib von Geldern zu sorgen. Einige offene Fragen bleiben allerdings, zum Beispiel die der Legitimation. Denn warum sollten Bürger noch zusätzliches Geld zur Verfügung stellen, wenn sie doch bereits Steuern zahlen? Weiterführende Informationen zum Thema gibt es auf der Webseite von <a href="http://www.ethanzuckerman.com/blog/2012/08/10/how-do-we-make-civic-crowdfunding-awesome/">Ethan Zuckerman</a>.</p>
<h3>Cory Booker &#8211; Der New Media-Politiker</h3>
<p>Obwohl die Keynote-Unterhaltung zwischen Al Gore und <a href="http://allthingsd.com/author/walt/">Walter Mossberg</a> über Gores neues Buch „The Future: Six Drivers of Global Change“ interessant war, hat Newarks Bürgermeister Cory Booker ihm doch die Schau gestohlen. Während Gore vor einer „hacked democracy“ warnte, in der zu viel Macht in den Händen einiger Mächtiger konzentriert sei, sprach der demokratische Hoffnungsträger Cory Booker sehr persönlich und anschaulich über seine Nutzung sozialer Medien. Booker, der übrigens auch als <a href="http://techland.time.com/2013/03/12/cory-booker-sxsw/">SXSW Speaker of the Year</a> ausgezeichnet wurde, nutzt vor allem Twitter (auf das ihn tatsächlich erst Ashton Kutcher brachte), um mit seinen Wählern in direktem Kontakt zu bleiben. Für ihn ist Twitter in erster Linie keine nationale Diskussionsplattform, um mit anderen Politikern zu streiten, sondern dezidiert ein lokales Beteiligungstool, bei dem vor allem Transparenz und Authentizität zählen würden.</p>
<h3>Startups und Politik</h3>
<p>Dass sich auch Tech-Firmen und Startups immer stärker in Wahlkämpfe einbringen, konnte man bereits im jüngsten US-Wahlkampf gesehen, bei dem sowohl Google als auch Facebook sowie ihre Mitarbeiter wichtige Wahlspender waren. Zudem haben diese Unternehmen unter dem Damoklesschwert von SOPA, PIPA und Co. ihr Lobbying extrem professionalisiert, da sie mehr und mehr von politischen Entscheidungen mit Hinblick auf Themen wie Datenschutz betroffen sind. Auf der SXSW bot der republikanische Senator Jerry Moran auf seinem Panel „Why Public Policy Should Matter to Your Startup“ eine Plattform, um mit Vertretern von Startups über deren Herausforderungen für die Politik zu diskutieren. Dabei sprachen Moran und seine Gesprächspartner über ein breites Themenspektrum von Datenschutz bis hin zur Reform des Einwanderungsrechts speziell für Fachkräfte, die dringend von Startups benötigt werden. Moran ist zudem einer der Sponsoren des <a href="http://www.techdirt.com/blog/innovation/articles/20130213/01150321959/third-times-charm-startup-act-30-introduced-this-time-with-infographic.shtml">Startup Act 3.0</a>, einem Gesetzesentwurf, der Startups unter anderem bei der Anwerbung von Fachkräften helfen soll.<br />
Politische Kommunikation im Social Web ist mittlerweile auf jeden Fall ein fester Bestandteil der SXSW geworden und zieht daher auch immer <a href="http://pandodaily.com/2013/03/11/republicans-and-keg-stands-at-this-years-sxsw-tech-and-politics-collide/">mehr Politiker an.</a> Wir sind gespannt auf das kommende Jahr – und überlegen mittlerweile, wie wir die Reise zum <a href="http://personaldemocracy.com/">Personal Democracy Forum</a> Anfang Juni in New York organisieren können.<br />
Bild: Gui Ambros (cc by-nc-sa 3.0)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Document Freedom Day 2013</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Mar 2013 13:28:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im Fokus des internationalen Aktionstags „Document Freedom Day (DFD)“ stehen die Bedeutung offener Standards und Dokumentenformate für freien Wettbewerb und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/DocumentFreedomDay.org-cc-by-sa-e1364387370763.png"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-127848" alt="DocumentFreedomDay.org CC BY-SA 3.0" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/DocumentFreedomDay.org-cc-by-sa-630x473.png" width="630" height="473" /></a>Im Fokus des internationalen Aktionstags „Document Freedom Day (DFD)“ stehen die Bedeutung offener Standards und Dokumentenformate für freien Wettbewerb und Informationszugang. An jedem letzten Mittwoch im März werden dabei jährlich Internetauftritte ausgezeichnet, die offene Standards anbieten und unterstützen.<br />
Der <a href="http://www.documentfreedom.org/index.de.html">Document Freedom Day</a> will auf die Bedeutung und Benutzung offener Standards aufmerksam machen. Warum das nötig ist? Jeder kennt folgende Situation: Man bekommt von einem Kollegen eine Datei geschickt, die man nicht öffnen kann. Die nächsten Stunden sucht man (mal erfolgreich, mal vergeblich) nach der richtigen Software, um die Datei öffnen zu können. Ein Problem, das durch die Benutzung offener Standards hinfällig wird. Offene Standards verhindern ein sogenanntes „Vendor lock-in“, bei dem der Empfänger ein Dokument nur öffnen und/oder bearbeiten kann, wenn er die gleiche Software benutzt wie der Verfasser bei der Erstellung des Dokuments. Offene Standards sollen zudem zu mehr Konkurrenz führen und dadurch langfristig kostengünstigere und effektivere IT-Lösungen ermöglichen.</p>
<blockquote><p>„Der Erfolg des Internets ist ein Erfolg offener Standards. Offene Standards sind innovationsfördernd, weil neue Produkte leichter entwickelt werden können. Offene Systeme sind anpassungsfähiger und unterstützen damit die deutsche Softwareindustrie.“<br />
Brigitte Zypries (SPD) – MdB und frühere Bundesjustizministerin</p></blockquote>
<p>Besodere Bedeutung kommt der offenen Bereitstellung von Daten bei der Verwaltung zu. Der Document Freedom Day soll deshalb auch daran erinnern, dass es wichtig ist, Informationen allen Bürgern offen und frei zur Verfügung zu stellen. Dieser Meinung schließen sich Netzpolitiker aller Parteien an, so schrieb der netzpolitische Sprecher der Grünen Malte Spitz passend zum DFD auf <a href="http://gruen-digital.de/2013/03/document-freedom-day-mehr-offene-daten-wagen/">gruen-digital</a>:</p>
<blockquote><p>„Transparenz und Zugang zu Informationen sind notwendige Voraussetzung für die Meinungs- und Willensbildung und notwendige Voraussetzung für Partizipation, Teilhabe und Mitbestimmung in einer modernen und lebendigen Demokratie.“</p></blockquote>
<p>Auch <a href="http://politik-digital.de/anke-domscheit-berg-engagiert-in-der-allianz-der-willigen/">Anke Domscheit-Berg</a>, Expertin für Open Government und Gründerin von opengov.me <a href="http://www.piratenpartei.de/2013/03/26/document-freedom-day-auch-politik-braucht-offene-standards/">nutzt den DFD</a>, um zu bekräftigten, dass ein moderner demokratischer Staat seinen Bürgern gegenüber in der Bringschuld sei. Staatliche Behörden und Institutionen müssten ihren Bürgern alle nicht personenbezogene Dokumente und Daten „proaktiv“ in offenen Formaten und Standards zugänglich machen.<br />
<strong>And the award goes to&#8230;</strong><br />
Jedes Jahr werden am Document Freedom Day weltweit Internetauftritte ausgezeichnet, die offene Standards anbieten und unterstützen. Anstatt einer goldenen Trophäe vergeben die jeweils nationalen Initiatoren den Document Freedom Award in Form einer <a href="https://wiki.fsfe.org/DFD-2013-Berlin?action=AttachFile&amp;do=view&amp;target=cake-small.JPG">Document Freedom Day-Torte</a>. In diesem Jahr darf sich die taz über den deutschen Document Freedom Award freuen. Überreicht von der <a href="http://fsfe.org/">Free Software Foundation Europe (FSFE)</a> und dem <a href="http://old.ffii.org/index.de.html">Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII)</a>, wird die <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2013/03/27/auszeichnung-fur-die-taz-document-freedom-award-2013/">taz</a> unter anderem für ihren Einsatz in der Verwendung Offener Standards bei elektronischen Abonnements ausgezeichnet.<br />
Im vergangenen Jahr ging das DFD-Gebäck in Deutschland übrigens an die 1&amp;1 Internet AG für die automatische Bereitstellung des Offenen Standards XMPP für alle Kunden ihrer Mailangebote. In Österreich ging der Award an die Stadt Wien, die für ihr <a href="http://data.wien.gv.at/">Open Government Data-Portal</a> geehrt wurden. Das <a href="http://politik-digital.de/offene-kritik-an-offenen-daten-der-bundesregierung/">Open Government-Portal der Bundesregierung</a> <a href="https://www.govdata.de/">&#8220;govdata&#8221;</a> ist nicht/war noch nie unter den Gewinnern.<br />
<br />
Bild: DocumentFreedomDay.org</p>
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