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	<title>Organisation &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Organisation &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Windows 68 –Berliner Studentenproteste und das Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[thanemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uni-Streik]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Information, Kommunikation und Vernetzung: Das Internet spielt bei der Organisation und Koordination der derzeitigen studentischen Proteste gegen die Bildungspolitik des Berliner Senats eine zentrale Rolle.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Information, Kommunikation und Vernetzung: Das Internet spielt bei der Organisation und Koordination der derzeitigen studentischen Proteste gegen die Bildungspolitik des Berliner Senats eine zentrale Rolle.<!--break--></p>
<p>Die Studenten der Hauptstadt gehen auf die Barrikaden. Besetzte Institute, Großdemonstrationen, Vorlesungen in der U-Bahn, aber auch Straßenblockaden und Gebäudebesetzungen sind die Mittel, mit denen die Studenten versuchen, die Öffentlichkeit auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Ausgehend von der Technischen Universität entstand innerhalb weniger Wochen eine studentische Protestbewegung, die ein breites Spektrum an kreativen Protestformen aufweist.</p>
<p>Wie konnte sich in einer so kurzen Zeit eine solch beachtliche und beachtete Protestbewegung entwickeln? Bei der Beantwortung dieser Frage spielt das Internet eine Schlüsselrolle: Die Mobilisierung der Studenten findet oft online statt, die „Teach-Ins“ der neuen Protestgeneration werden zunehmend in den virtuellen Raum verlegt. Charismatische Führungsfiguren gibt es nicht &#8211; die Studenten im Jahre 2003 haben ihren digitalen Dutschke.</p>
<p>Zwar wurden elektronische Medien auch schon während der letzten großen studentischen Proteste 1997 in Form von<br />
                    <a href="http://www.1zu0.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Protestseiten</a> und Mailinglisten genutzt, doch hat die Einbindung und Bedeutung des Internets bei den derzeitigen Protesten eine neue Dimension erreicht: Es ist inzwischen zu einem unverzichtbaren Instrument der Kommunikation, Organisation und Koordination geworden. Die traditionellen Instrumente und Formen werden durch elektronische Elemente ergänzt, man findet keinen Flyer mehr ohne den Verweis auf eine passende Seite, kaum eine Veranstaltung geht vorüber ohne den Hinweis auf einen entsprechenden E-Mail-Verteiler.</p>
<p>
                    <strong>Wer nutzt das Netz? Die Akteure</strong><br />
                    <br />Das World Wide Web ist für die Belange der Studenten ein ideales Medium: Sie können ihre Aktivitäten dezentral und ohne feste Hierarchien organisieren, das Internet fungiert als Schnittstelle zur Vernetzung verschiedener Akteure auf verschiedenen Ebenen.</p>
<p>Auf der untersten Ebene agieren engagierte Einzelkämpfer, die<br />
                    <a href="http://www.fuyou.tk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Streikaufkleber</a> entwerfen, Arbeitsgemeinschaften, die verschiedene<br />
                    <a href="http://www.diebildunggehtbaden.de.vu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktionen</a> vorbereiten oder Hochschulgruppen wie die<br />
                    <a href="http://www.osi-kritik.de.vu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Osi-Kritik-Gruppe</a>, die sich an ihren jeweiligen Instituten einsetzen. Diese Akteure vernetzen sich auf uniweiten Protestseiten wie der<br />
                    <a href="http://www.streikzentrale.de.vu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FU-Streikzentrale</a> oder auf der berlinweiten Plattform<br />
                    <a href="http://www.allefueralle.tk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.allefueralle.tk</a>. Auf oberster Ebene bemüht man sich derzeit um eine<br />
                    <a href="/edemocracy/netzkampagnen/streikbund.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bundesweite Vernetzung,</a> die sich allerdings noch in den Anfängen befindet.</p>
<p>
                    <strong>Wie wird das Netz genutzt? Die Formen</strong><br />
                    <br />Das Internet wird in all seinen Ausprägungen und technischen Möglichkeiten genutzt.<br />
                    <br />Die wichtigsten Instrumente sind hierbei Webseiten, Diskussionsforen und E-Mail-Verteiler, deren Anzahl und Nutzung in den letzten Wochen enorm angestiegen ist. Neben diesen herkömmlichen Kommunikations- und Informationskanälen werden außerdem neueste Internet-Technologien wie<br />
                    <a href="http://www.streik2003.tk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weblogs</a> genutzt.</p>
<p>
                    <strong>Wofür wird das Netz genutzt? Die Inhalte</strong><br />
                    <br />Die elektronische Kommunikationstechnik dient den Studenten in erster Linie der Kommunikation und Information nach innen, also zur Vorbereitung und Koordination der Protestaktionen. Bei den dabei entstehenden Diskussionen zeigt das Internet sein demokratisches Potenzial, denn in den E-Mail-Verteilern werden hitzige Debatten geführt, längst gibt es mit<br />
                    <a href="http://www.streik2003.tk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.streikkritik.de.hm</a> auch eine Website, die sich kritisch mit den Protestformen und Forderungen auseinandersetzt.</p>
<p>Die Mobilisierung per Internet funktioniert mit Hilfe von digitalen<br />
                    <a href="http://asta.tu-berlin.de/streik/index.php?m=stundenplan&amp;a=index" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Streikkalendern</a>, in welchem man sich informieren kann, wo welche Aktion stattfindet und an wen man sich wenden kann.</p>
<p>Aber nicht nur bei der Vorbereitung, sondern auch bei der Durchführung der Protestaktionen erweist sich das Netz als ideales, da ständig aktuelles Medium. Reale Protestaktionen werden meist parallel im Netz durch eine öffentlichkeitswirksame virtuelle Aktion begleitet. So wurden die Professorenlehrstühle, die im Rahmen einer öffentliche Protestaktion bei der Neueröffnung einer Ikea-Filiale „<br />
                    <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/geld/0,1518,275885,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gestrichen</a>“ wurden, anschließend zur<br />
                    <a href="http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&amp;item=2362808876&amp;category=38200" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Versteigerung</a> beim Auktionshaus Ebay angeboten.</p>
<p>Notfalls wird die digitale Infrastruktur auch zu einer schnellen Mobilisierung genutzt, wie folgender Hilferuf auf<br />
                    <a href="http://www.de.indymedia.org/bildung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">indymedia</a> während einer Besetzungsaktion am 28.11 zeigt:<br />
                    <br />14.00 Uhr: „Gerade wurde das Büro des Finanzsenators Thilo Sarrazin besetzt. Hilfe benötigt“.<br />
                    <br />Die Antwort folgt prompt um 14.47: „Solidarität! Wir kommen mit Stullen und Bier!“ Auch bei der Nachbereitung und der Analyse der Protestaktionen findet das Internet seine Anwendung in Form von<br />
                    <a href="http://www.jan.spline.de/forum/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Diskussionsforen</a> und<br />
                    <a href="http://asta.tu-berlin.de/streik/index.php?m=presse&amp;a=index" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressespiegeln</a> . Neben dieser Kommunikation nach innen versuchen die Studenten aber auch, Informationen und ihre Positionen online nach außen zu tragen, indem sie Pressemitteilungen, Bilder und andere Materialien zum Download anbieten. Hierfür wurde sogar eigens eine<br />
                    <a href="http://www.streikmedia.net.ms" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Streikmedia</a>-Seite ins Leben gerufen.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33" height="16">
<div class="tidy-2">Erschienen am 09.12.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="2" width="390" border="0">
<tbody>
<tr>
<td align="middle">
                            <em><br />
                              <a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:">Kommentieren Sie diesen Artikel!</a><br />
                            </em></p>
<p>                            <em><br />
                              <a href="/salon/diskussion/">Diskutieren Sie mit anderen in unserem Forum!</a><br />
                            </em><br />
                            
                          </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr class="tidy-3" width="390" noshade="noshade" size="1" />
                    </p>
<p>
                      <strong>Weiterführende Artikel:</strong>
                    </p>
<ul>
<li>
                        <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/index.shtml#streik"><br />
                          <strong>Dossier Uni-Streik</strong><br />
                        </a>
                      </li>
</ul>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>streikzentrale.de &#8211; kreatives Chaos</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uni-streik/netzkampagnenstreikzentrale-shtml-3180/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uni-Streik]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bau mir eine Kampagnen-Website für den Uni-Streik. Wie Berliner Studierende das Netz für sich entdecken und versuchen, dass kreative Chaos zu beherrschen. Und das mit wenig Geld.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bau mir eine Kampagnen-Website für den Uni-Streik. Wie Berliner Studierende das Netz für sich entdecken und versuchen, dass kreative Chaos zu beherrschen. Und das mit wenig Geld.<!--break--><br />
                    </p>
<p>„Es ist kurz nach 3.00 Uhr, ich bin müde, bis morgen.“ So endet der Empfangstext auf der Homepage der Streikzentrale der FU vom 20.11., dem Tag, an dem nach der Technischen Universität Berlin und der Humboldt-Universität Berlin auch an der Freien Universität Berlin der Streik beschlossen wurde. Lange saßen sie zusammen am Abend nach der Vollversammlung (VV), ca. 15 Studenten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, und am Ende hatten sie die „Streikzentrale“ ins Leben gerufen, eine Domain gesichert und die Homepage zum Streik an der FU gelauncht – und damit ein Forum, ohne den der Protest gegen Sparmassnahmen und Bildungsabbau an der FU kaum seine aktuellen Ausmaße angenommen hätte.</p>
<p>
                    <strong>Kompliziert ohne Internet</strong><br />
                    <br />Mittlerweile läuft beinahe die gesamte Organisation der studentischen Proteste über die<br />
                    <a href="http://www.streikzentrale.de.vu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetseite der Streikzentrale</a>. Das Team kümmert sich um die Veröffentlichung der wichtigsten Termine, bietet Links und Kontakte zu den über zwanzig seit Streikbeginn gegründeten AG’s und postet „Hilferufe“ zur Unterstützung einzelner Aktivitäten. Die Resonanz unter den Studierenden, Streikbefürwortern wie –ablehnern, ist gewaltig. „Wir bekommen ca. 200-300 Mails am Tag, in Stoßzeiten und nach wichtigen VV-Entscheidungen bis zu 100 pro Stunde,“ berichtet Lars. Gemeinsam mit ein paar Mitstreitern hat er den Keller im AStA-Haus zum Büro der Streikzentrale umfunktioniert und stellt sich hier nicht nur der eMailflut, sondern auch den persönlichen Anfragen der Studis. Der Geschichtsstudent bezeichnet sich selbst als „Bastler“ ohne großartige Vorkenntnisse – weder, was das Navigieren im Internet, noch was den Streik im Allgemeinen betrifft. Die letzte Streikwelle 1997/98 hat knapp vor seiner Zeit stattgefunden. „Ich weiss nicht, wie die das früher gemacht haben ohne Internet – muss aber ganz schön kompliziert gewesen sein!“</p>
<p>
                    <strong>Was kommt ins Netz?</strong><br />
                    <br />Auch Timo, der neben Lars sitzt und das ständig klingelnde Telefon beantwortet, macht das alles zum ersten Mal. Eigentlich studiert er Islamwissenschaften, Ethnologie und indische Geschichte. Seit über einer Woche ist er nun Mitglied im KoKo (Koordinierungs-Kollektiv), verbringt jeden Tag im AStA-Keller und versucht, den ständig wachsenden Streikstundenplan zu aktualisieren. Besonders wichtig ist dabei die Vernetzung der AG-Mitglieder. „Nur bei den Besetzer-AG’s geben wir keine eMail-Adressen oder Telefonnummern an.“ Schließlich wisse man nie, wer mitlese – alle Anwesenden aber sind sich sicher, dass die Studierenden nicht die Einzigen sind, die von der Homepage Gebrauch machen. „Zuerst wollten wir Aufrufe zur Besetzung nicht ins Netz stellen, jetzt haben wir uns aber dafür entschieden,“ kommentiert Lars. Seitdem sind auf der Homepage Meldungen zu lesen wie: „25.11.: Das Büro des Wissenschaftssenators Flierl wurde besetzt. Die besetzenden Studenten sind über das Büro der Senatsverwaltung unter der Nummer 9 022 8200 erreichbar.“</p>
<p>
                    <strong>Service und Kommunikation lernen</strong><br />
                    <br />Neben dem täglichen Newsletter kümmert sich das Team der Streikzentrale auch um das moderierte Forum der Homepage. Bislang mussten sie allerdings nicht einschreiten. „Das würden wir nur bei expliziten Gewaltaufrufen tun!“</p>
<p>Nur mit Hobbywissen lässt sich eine Homepage mit 30 000 Hits in den ersten 10 Tagen nur schwer betreuen. Lars und Timo sind deshalb froh, vor kurzem fachliche Unterstützung von den FU-Informatikern erhalten zu haben. Einer vom ihnen, Maximilian, hockt als dritter Mann im AStA-Keller und hat am Wochenende zwei Tage und Nächte am neuen Interface der Homepage gearbeitet. Bei soviel Engagement kommt auch der Lerneffekt nicht zu kurz: „Hier lernt man einiges, was an der Uni nicht auf dem Stundenplan steht!“ meint Maximilian. Die FU-Aktivitäten sind mittlerweile gut miteinander verknüpft – nur an der uni-übergreifenden, landes- und bundesweiten Vernetzung mangelt es auch auf der Seite der Streikzentrale. „Wir sind im Moment einfach überlastet“, entschuldigt sich Lars und hofft, dass sich nach der nächsten Vollversammlung ein paar Freiwillige einfinden. Bis dahin wird er mit Timo und Maximilian im verrauchten AStA-Keller sitzen und das kreative Chaos weiterspinnen – wenn nötig, wieder bis kurz nach 3:00 Uhr morgens.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 09.12.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="2" width="390" border="0">
<tbody>
<tr>
<td align="middle">
                            <em><br />
                              <a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:">Kommentieren Sie diesen Artikel!</a><br />
                            </em></p>
<p>                            <em><br />
                              <a href="/salon/diskussion/">Diskutieren Sie mit anderen in unserem Forum!</a><br />
                            </em><br />
                            
                          </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr class="tidy-3" width="390" noshade="noshade" size="1" />
                    </p>
<p>
                      <strong>Weiterführende Artikel:</strong>
                    </p>
<ul class="noindent">
<li>
                      <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/index.shtml#streik"><br />
                        <strong>Dossier Uni-Streik</strong><br />
                      </a><br />
                      <!-- Content Ende --></p>
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