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	<title>Pakistan &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Pakistan &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Smartphone statt Pfefferspray? Eine App gegen sexuelle Belästigung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2017 14:48:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
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		<category><![CDATA[Sexuelle Belästigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Sexuelle Belästigung auf der Straße gehört für viele Frauen weltweit zum Alltag. In der Provinz Punjab im Osten Pakistans, einem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-150952" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/DSC07573-630x381.jpg" alt="Hände mit Smartpgones, Jana Donat/politik-digital CC-BY-SA 3.0" width="630" height="381" /><br />
Sexuelle Belästigung auf der Straße gehört für viele Frauen weltweit zum Alltag. In der Provinz Punjab im Osten Pakistans, einem der gefährlichsten Länder für Frauen, haben die Behörden nun eine App vorgestellt, die es ermöglicht, der Polizei Vorfälle so schnell wie möglich zu melden.<b> </b></p>
<p>Wenn sich eine Nutzerin der neuen App bedroht fühlt, kann sie mit einem Tipp auf das Display ihres Smartphones ein Notfallteam der Polizei rufen. Dieses kann ihren Standort durch das GPS des Handys ermitteln und ihr so schnellstmöglich zur Hilfe eilen. Außerdem hat die Anwendung auch eine Hilferuf-Option für Frauen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind. Andere Funktionen sind eine Karte, auf der Nutzerinnen unsichere Standorte markieren können, sowie der Zugang zu einer kostenlosen Helpline, die unter anderem Informationen rund um Frauenrechte vermittelt. Ähnliche Apps sind auch in anderen Ländern wie Indien bereits im <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/indien-frauen-nutzen-apps-fuer-mehr-sicherheit-a-1120462.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einsatz</a>.</p>
<p>AktivistInnen begrüßen die <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.psca.ppic3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">App</a> und ihre Funktionen, auch weil sie zeige, dass sich die Behörden für eine Verbesserung der Situation in Punjab einsetzen. Allerdings weisen die AktivistInnen darauf hin, dass vor allem Frauen in den ländlichen und deutlich ärmeren Regionen keine Smartphones besitzen. Ein weiteres Problem sehen sie im Verhalten der Polizei, die diesen Vorfällen in der Vergangenheit nicht genug Beachtung geschenkt habe.</p>
<p>Auf dem Weg zu mehr Sicherheit für Frauen mag diese App nur eine technische Zwischenlösung sein, lässt aber hoffen, dass die Politik dem Thema mehr Beachtung schenkt.</p>
<p>Titelbild: Jana Donat/politik-digital, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Internationaler Tag der Pressefreiheit: Blog-Brücken schlagen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/internationaler-tag-der-pressefreiheit-blog-bruecken-schlagen-115480/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 13:27:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
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					<description><![CDATA[Blogger sind sie. Brückenbauer zwischen den Welten. Als Emissäre für die Pressefreiheit hat die Deutsche Welle renommierte Blogger aus China, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/internationaler-tag-der-pressefreiheit-blog-bruecken-schlagen/dw_blogger_shahidul-alam_580_2/" rel="attachment wp-att-115492"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-115492" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/dw_blogger_shahidul-alam_580_2.jpg" alt="Blogger Shahidul Alam (Foto: Ralf Pauli)" width="580" height="373" /></a><br />
Blogger sind sie. Brückenbauer zwischen den Welten. Als Emissäre für die Pressefreiheit hat die Deutsche Welle renommierte Blogger aus China, Iran, Ägypten, Russland und Bangladesh in Berlin zusammengebracht. Ihr gemeinsamer Appell: Blogger als Reporter für Mainstream-Medien einsetzen.</p>
<p>Das Timing ist perfekt &#8211; nicht nur bei seiner spektakulären Flucht aus dem Hausarrest hat der blinde Bürgerrechtler Chen Guangcheng den geeigneten Zeitpunkt abgewartet. Trotz aller Bemühungen der chinesischen Führung, die Flucht zu verheimlichen, verbreitete sich die Nachricht dank chinesischer Blogger wie ein Lauffeuer &#8211; pünktlich zum internationalen Tag der Pressefreiheit. Ohne das Web, so <a href="http://re-publica.de/12/person/isaac-mao/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Isaac Mao</a>, wäre Chens Flucht nicht möglich gewesen. Mao, selbst einer der bekanntesten Blogger der Volkrepublik China, weiß, wovon er spricht. Er kennt die Fluchthelferin Chens persönlich, spricht von ihr als &#8220;that girl&#8221;. Mao verrät, dass die Fluchtdetails online vorbereitet wurden, dass in der chinesischen Blogosphäre der Informationsaustausch über Chen als Machtdemonstration der sozialen Medien wahrgenommen wird. Staatliche Filter und Account-Sperren können die Verbreitung nicht aufhalten. Die Blogger weichen auf ausländische Dienste wie Facebook aus und chiffrieren ihre Texte. Jeder wisse, dass mit &#8220;er&#8221; Chen gemeint sei.</p>
<p>Ein Dissident fordert das politische System heraus &#8211; und jeder kriegt es mit. Der chinesischen Führung entgleitet die Kontrolle. Ein Wendepunkt im Kampf für die Meinungsfreiheit? Mao glaubt daran. Vorfälle wie dieser werden in den staatlichen Medien in China mit keiner Zeile, mit keinem Wort erwähnt. Vor beinahe zehn Jahren, führt Mao während des von der Deutschen Welle organisierten Pressegesprächs am Montag in Berlin fort, habe Chen die erste Warnung vom Regime erhalten. Nur habe in China damals niemand von den Prügeln erfahren, die Chen für seine Recherchen zur Ein-Kind-Politik einstecken musste. Heute sind seine Enthüllungen um Zwangsabtreibungen und Sterilisationen von Frauen, die fadenscheinige Verurteilung 2006 sowie seine Freilassung 2010 mit anschließendem Hausarrest in China bekannt &#8211; seine gelungene Flucht in die US-Botschaft nach Peking entblößt die chinesische Führung vor der Internationalen Gemeinschaft &#8211; dank Social-Media-Aktivisten. Der Anfang des &#8220;chinesischen Frühlings&#8221;?</p>
<h3><strong>Chen Symbol für die Macht der Sozialen Medien in China</strong></h3>
<p>Dass neue Medien nicht nur den Regimesturz beschleunigen können, sondern auch demokratische Verfahren transparenter und partizipativer machen, hofft auch <a href="http://re-publica.de/12/person/tarek-amr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tarek Amr</a>, ebenso wie viele seiner Landsleute. Der ägyptische Blogger hat miterlebt, wie aus Netzaktivisten Politiker oder Journalisten unabhängiger Medien wurden. Wie er selbst. Amr schreibt für <a href="http://globalvoicesonline.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Global Voices Online</a>. Andere Blogger gingen in die Politik &#8211; und twittern heute direkt aus dem ägyptischen Parlament. Wie effektiv die Zusammenarbeit für die demokratische Kontrolle sein kann, legt Amr am Beispiel der Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung dar, die das Parlament &#8211; in dem die gemäßigten Islamisten die stärkste Fraktion sind &#8211; gegen den Wunsch der Bürger nach fairer Vertretung aller Interessensgruppen zu Gunsten der Mehrheit durchsetzen wollte. Die Proteste auf der Straße und in den Medien brachten die  Parlamentarier von ihrem Vorhaben ab. Sie verschoben die Wahl.</p>
<p>Gerade bei Wahlfälschungen ist die Mobilisierung über Facebook oder Twitter enorm, wie die Erfahrungen in Iran 2009 und in Russland im März dieses Jahres gezeigt haben. Doch im Gegensatz zum harten Durchgreifen während der &#8220;Grünen Revolution&#8221;, die &#8211; wie der Exil-Iraner <a href="http://re-publica.de/12/person/arash-abadpour/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arash Abadpour</a> berichtet, viele regimekritische Blogger ins Exil trieb, hat die russische Opposition mit dem zivilgesellschaftlichen Protest eine Art Oppositionskultur für sich entdeckt. Der russische Top-Blogger, Journalist und Internet-Experte <a href="http://thebobs.com/deutsch/2012/alexander-plushev/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alexander Plushev</a> zeigt sich selbst einigermaßen überrascht vom Umfang der Protestewegung. Am 6. Mai wird sich die Opposition erneut formieren, um am &#8220;Marsch der Millionen&#8221; gegen die Wiederwahl Putins teilzunehmen &#8211; einen Tag vor der Amtseinführung des jetzigen Premierministers. Plushev geht davon aus, dass die Bewegung von Dauer sein wird.</p>
<h3><strong>Blockierte Facebook-Gruppe &#8220;Who is sexier?&#8221; harmlos   </strong></h3>
<p>So hoffnungsvoll wie in Russland heute, so still ist es um die Opposition in Iran. Abadpour, dessen Blog zu den 20 meist gelesenen in persischer Sprache zählt, liefert die Begründung dafür: In Iran werde bereits die Auslebung &#8211; gemessen an westlichen Standards &#8211; banaler Aktivitäten wie etwa eine Wasserpistolen-Schlacht zu sozialem Aktivismus gerechnet. Die moralischen Ansprüche, die die religiöse Führung des islamischen Staates an die Gesellschaft stellt, gelten auch für das Internet.  In diesem &#8220;guten Internet&#8221; &#8211; führt der in Kanada lebende Blogger am Montag in Berlin aus &#8211; hätten auch harmlose Facebook-Seiten keinen Platz.  Dieses Vorgehen könnte aufgrund ihrer &#8220;absurden&#8221; Verhältnislosigkeit in einen Regimesturz münden &#8211; ein Beispiel für Ethan Zuckermans &#8220;Cute Cat Theory&#8221;, die besagt, dass überwachte Bürger sich erst von der Zensur betroffen fühlen, wenn der Staat in banale Alltagsdinge eingreift.</p>
<p>Oftmals jedoch dringen solche Umstände nicht aus der &#8220;Sprachinsel&#8221; des jeweiligen Landes oder Kulturgreises heraus, bilanziert <a href="http://re-publica.de/12/person/markus-beckedahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Beckedahl</a>, deutscher Blogger und Mit-Gründer und Veranstalter der <a href="http://re-publica.de/12/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">re:publica</a>, auf der die internationalen Blogger auch in verschiedenen Beiträgen als Redner auftreten. Erst durch die Übersetzung seines Blogs in eine andere Sprache könne er außerhalb des deutschsprachigen Raumes gelesen werden. Beckedahl nennt dies &#8220;BridgeBlogging&#8221;, das Überbrücken von Sprachbarrieren. Doch was konkret könne in westlichen Medien &#8211; abgesehen von der Weiterverbreitung von Bloggereinträgen rund um die Welt &#8211; zur Unterstützung der Meinungsfreiheit unternommen werden? Blogger vor Ort als Reporter anheuern &#8211; dieser Appell an große westliche Medien trifft bei den Anwesenden auf ungeteilte Zustimmung. Die Deutsche Welle unterstützt Blogger weltweit. Seit 2004 vergibt sie die  <a href="http://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BOBs-Award</a>. Die geladenen Blogger waren Teil der Jury. Hauptgewinner ist der persische Blogger und Journalist Arash Sigarchi mit seinem Blog <a href="http://sigarchi.net/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Window of Anguish&#8221;</a>. Mit der Auszeichnung will die Deutsche Welle &#8220;im Sinne der Meinungsfreiheit den offenen Diskurs im Internet vorantreiben.&#8221;</p>
<h3><strong>BOB-Awards: Iranischer Blog ausgezeichnet</strong></h3>
<p>Für die Chefredakteurin der Deutschen Welle, Ute Schaeffer, liegt der Wert der Blogger nicht allein darin, dass sie sich der freien Meinungsäußerung bedienen. Er rührt auch von ihrem Drang, &#8220;soziale Missstände zu beleuchten und ihre authentische Sicht auf Dinge zu teilen, die oftmals von staatlicher Zensur betroffen sind.&#8221; Das führe zu innovativen und kreativen Wegen der Meinugsäußerung. Das gilt allen voran für den Pakistani <a href="http://re-publica.de/12/2012/04/16/vom-internet-in-kinderschuhen-und-totalitaren-staaten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Shahidul Alam</a>. Der renommierte Photograph setzt sich derzeit für den Ausbau des Internet in den ländlichen Regionen des Landes ein. Denn Informationen aus dem Netzt seien oft die einzige alternative Quelle zu den Staatsmedien. Bestehende Strukturdefizite bei Fernsehen und Rundfunk ergäben, dass nur der staatliche Fernsehsender landesweit senden könne &#8211;  private Anbieter müssten auf das regional begrenzte Kabelnetz zurückgreifen. Gleiches gelte für den Hörfunk. Mit jedem ans Netz angeschlosse ipod-touch, das Alam verteilt, wird das de facto-Informationsmonopol des Staates ein Stück eingeschränkt. Ein Korrespondenznetzwerk soll die weitgehend fehlende Infrastruktur in ländlichen Gebieten überbrücken, schließt Alam.</p>
<p>So unterschiedlich die Erfahrungen der Blogger mit den Bürgerrechten in ihren Heimatländern Iran, Bangladash, Ägypten, China und Deutschland auch sein mögen, so unbestritten ist ihr Verdienst um das Recht auf freie Meinungsäußerung. Auch wenn kritische Töne &#8211; etwa beim Thema westliche Überwachungstechnologie im Nahen Osten oder nur punktuelle Zusammenarbeit der westlichen Medien mit Bloggern weltweit – angeschnitten worden sind, wünschen sich alle Beteiligten eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Bloggern und Mainstream-Medien. Die Deutsche Welle geht hier mit multimedialen Projekten voran. „Jetzt bitte noch auf einer täglichen Basis und nicht nur einmal im Jahr&#8221; – wünscht sich Mao. Dann würden aus Bloggern sicherlich noch schneller Brückenbauer. Und die Presse freier – im Weltdorf.</p>
<p>&nbsp;</p>
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]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Überschwemmungen in Pakistan Top-Nachrichtenthema im August</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ueberschwemmungen-in-pakistan-top-nachrichtenthema-im-august-5003/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/ueberschwemmungen-in-pakistan-top-nachrichtenthema-im-august-5003/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 08:17:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Überschwemmungskatastrophe in Pakistan führt die Liste der Top-Nachrichtenthemen in den vier größten Fernsehsendern im August an, wie der InfoMonitor des Instituts IFEM, Köln, ermittelte. Knapp drei Stunden (176 Minuten) Berichterstattung in &#34;Tagesschau&#34;, &#34;heute&#34;, &#34;RTL aktuell&#34; und &#34;Sat.1 Nachrichten&#34; entfielen zusammen genommen auf dieses Thema.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Überschwemmungskatastrophe in Pakistan führt die Liste der Top-Nachrichtenthemen in den vier größten Fernsehsendern im August an, wie der InfoMonitor des Instituts IFEM, Köln, ermittelte. Knapp drei Stunden (176 Minuten) Berichterstattung in &quot;Tagesschau&quot;, &quot;heute&quot;, &quot;RTL aktuell&quot; und &quot;Sat.1 Nachrichten&quot; entfielen zusammen genommen auf dieses Thema.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Auf Rang 2 folgt mit 96 Minuten das Hochwasser in Ostdeutschland, Polen und Tschechien. Die Debatte über längere AKW-Laufzeiten (72 Minuten) sowie die Brände in Russland (67 Minuten) nehmen die Plätze 3 und 4 ein. Weitere Themen unter den Top-10 sind das Love-Parade-Unglück in Duisburg, verschüttete Bergleute in Chile, Sicherungsverwahrung von Straftätern, Proteste gegen das Bahnprojekt 21 in Stuttgart, die Diskussion über eine Reform der Bundeswehr sowie die Kritik an Google Street View.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/top_10_08_2010.jpg" alt="Top 10" title="Top 10" width="468" height="418" />
</p>
<p>
<i>Untersuchungszeitraum: 1.8.-31.8.2010<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau (20 Uhr); heute (19 Uhr); RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten.<br />
Quelle: IFEM, Köln.<br />
Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
Die Unterschiede in der Themenrangfolge bei den einzelnen Nachrichtensendungen waren im August relativ gering. Bei den &quot;Sat.1 Nachrichten&quot; platzierte sich das Hochwasser in Ostdeutschland, Polen und Tschechien auf Platz 1, während bei den anderen drei Hauptnachrichtensendungen die Überschwemmungen in Pakistan die Liste anführten. Für &quot;Tagesschau&quot; und &quot;heute&quot; war die SPD-interne Diskussion über die Rente mit 67 ein Top-10-Thema, für RTL und Sat.1 nicht. Für die &quot;Sat.1 Nachrichten&quot; war die Kritik am neuen Buch von Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin ein Topthema, ebenso wie für die Nachrichtenmagazine &quot;Tagesthemen&quot; und &quot;heute-journal&quot;. Das &quot;heute-journal&quot; berichtete außerdem am umfangreichsten über die Lage in Afghanistan und die Abdichtung eines Öl-Bohrlochs im Golf von Mexiko. Die &quot;Tagesthemen&quot; berichteten mehr als die anderen Nachrichtensendungen über das Ende des US-Kampfeinsatzes im Irak und das Sorgerecht für Väter nicht-ehelicher Kinder.
</p>
<p>
<b>Geringerer Politikanteil wegen Berichterstattung über Katastrophen</b>
</p>
<p>
Die Präsenz von nicht weniger als vier Themen aus dem Bereich Unfall/Katastrophe in den Top-10 trug wesentlich dazu bei, dass im August der Politikanteil in den Fernsehnachrichten deutlich niedriger lag als im Vormonat. Vor allem bei &quot;Tagesschau&quot; und &quot;heute&quot;, aber auch bei &quot;Tagesthemen&quot; und &quot;heute-journal&quot; lagen die Anteile für Unfall/Katastrophe erheblich höher als sonst, während die Politik deutlich weniger als in den meisten Monaten zuvor zum Zuge kam. Bei RTL und Sat.1 machte sich diese Verschiebung nicht ganz so stark bemerkbar, da in diesen Sendern der Politikanteil in Nachrichten ohnehin regelmäßig geringer und der Katastrophenanteil höher ausfällt als bei ARD und ZDF.
</p>
<p>
Im Einzelnen verzeichnete die &quot;Tagesschau&quot; im August einen Politikanteil von 33 Prozent (entspricht 5 Minuten pro Ausgabe), &quot;heute&quot; von 25 Prozent (5 Minuten). Bei „RTL aktuell“ wurde ein Anteil von 17 Prozent (4 Minuten) ermittelt, bei den „Sat.1 Nachrichten“ 24 Prozent (3 Minuten). Die „Tagesthemen“ kamen auf 30 Prozent (8 Minuten) Politikanteil und das „heute-journal“ auf 31 Prozent (7 Minuten).
</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/themenstruktur_prozent_08_2010.jpg" alt="Themenstruktur Prozent" title="Themenstruktur Prozent" width="468" height="549" /></p>
<p>
<i>Untersuchungszeitraum: 1.8.-31.8.2010<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau (20 Uhr); heute (19 Uhr); RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln.<br />
Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/themenstruktur_minuten_08_2010.jpg" alt="Themenstruktur Minuten" title="Themenstruktur Minuten" width="468" height="604" />
</p>
<p>
<i>Untersuchungszeitraum: 1.8.-31.8.2010<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau (20 Uhr); heute (19 Uhr); RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln.<br />
Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<b>Weniger Politikerauftritte, nur SPD mit leichtem Anstieg</b>
</p>
<p>
Der niedrigere Politikanteil im August machte sich auch durch eine geringere Politikerpräsenz in den Fernsehnachrichten bemerkbar. Außer der SPD, die leicht von 174 auf 183 Auftritten ihrer Politiker zulegte, verzeichneten alle Parteien eine geringere Präsenz als noch im Juli. Mit Abstand die meisten Auftritte erzielt nach wie vor die CDU (475). An dritter Stelle (hinter der SPD) liegt die FDP mit 147 Auftritten, gefolgt von CSU (79), den Grünen (73) und der Linken (27).
</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/parteienpraesenz_08_2010.jpg" alt="Parteienpraesenz" title="Parteienpraesenz" width="468" height="386" /></p>
<p>
<i>Untersuchungszeitraum: 1.8.-31.8.2010<br />
Insgesamt 1000 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder O-Ton).<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau (20 Uhr); heute (19 Uhr); RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten;Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln.<br />
Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
Unangefochten liegt weiterhin Kanzlerin Angela Merkel mit 93 Auftritten an der Spitze aller deutschen Politiker. Erstmals rangiert Bundesinnenminister Thomas de Maizière auf Rang 2 mit 47 Auftritten vor Außenminister Guido Westerwelle (44 Auftritte). Neu in der Liste der 20 am häufigsten in den Fernsehnachrichten präsenten Politiker ist Thilo Sarrazin, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, umstrittener Buchautor und Mitglied der SPD. Sarrazin liegt mit 24 Auftritten auf Platz 8.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/politikerpraesenz_08_2010.jpg" alt="Politikerpraesenz" title="Politikerpraesenz" width="468" height="574" />
</p>
<p>
<i>Untersuchungszeitraum: 1.8.-31.8.2010<br />
Insgesamt 1000 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder O-Ton).<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau (20 Uhr); heute (19 Uhr); RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln.<br />
Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (KW20)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Melching]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 May 2010 10:43:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Man darf sich kein Bild von Mohammed machen – auch nicht auf Facebook. Außerdem in der Linkliste diese Woche: Was Netzaktivisten wirklich wollen, Haue für Google und wir dürfen wieder Kit Kat essen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man darf sich kein Bild von Mohammed machen – auch nicht auf Facebook. Außerdem in der Linkliste diese Woche: Was Netzaktivisten wirklich wollen, Haue für Google und wir dürfen wieder Kit Kat essen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<a href="http://www.welt.de/webwelt/article7684802/Der-naechste-Krieg-wird-im-Netz-gefuehrt.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cyberwar – for real?</a>
</p>
<p>
Welt Online berichtet über die Gefahren, die von Internetattacken ausgehen. Der Cyber-Krieg habe schon begonnen, täglich würden in Deutschland Behörden angegriffen, so das Portal. Kaum jemand verfüge über eine adäquate Abwehrstrategie gegen die ernstzunehmende Bedrohung. 
</p>
<p>
<a href="http://www.independent.co.uk/news/world/asia/pakistan-bans-facebook-over-prophet-page-1977576.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pakistan vs. Facebook</a>
</p>
<p>
Nicht nur in Deutschland steht Facebook in der Kritik. In Pakistan wird jetzt zu einer drastischen Maßnahme gegriffen: Die Regierung in Islamabad hat nach einem Gerichtsurteil den Zugang zu dem sozialen Netzwerk bis Ende Mai blockiert. Der Grund dafür hat aber nichts mit Datenschutz zu tun. Auslöser war vielmehr eine Klage islamischer Anwälte: Eine Facebook-Gruppe hatte zu einem <a href="http://www.facebook.com/home.php?#!/pages/Everybody-Draw-Mohammed-Day/121369914543425?ref=search&amp;sid=729315157.2743249721..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mohammed-Malwettbewerb</a> aufgerufen.
</p>
<p>
<a href="http://www.freitag.de/positionen/1019-freie-information-gehoert-begraben" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Die Menschen wollen frei sein“</a>
</p>
<p>
Der kanadische Autor Cory Doctorow glaubt nicht mehr, dass Informationen frei sein wollen. Der Slogan &quot;information wants to be free&quot; habe sich zu einem Scheinargument verwandelt, das mittlerweile eine Karikatur seiner selbst sei. Für den Freitag formuliert Doctorow, was für digitale Rechte Aktivisten wirklich wollen.
</p>
<p>
<a href="http://stueber.welt.de/2010/05/17/wenn-das-social-web-zum-politischen-faktor-wird/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Greenpeace bezwingt Nestlé per Twitterwall</a>
</p>
<p>
Wegen der Verarbeitung von Palmöl in Kit Kat-Schokoriegeln hatte Greenpeace vor dem Nestlé-Hauptsitz eine <a href="http://twitterwall.greenaction.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitterwall</a>-Großbildleinwand aufgebaut. Nachdem in Folge Tausende via Twitter und Facebook ihren Protest zum Ausdruck brachten, lenkte der Lebensmittelkonzern jetzt ein: Das Unternehmen versicherte, in Zukunft kein Palmöl mehr in seinen Produkten zu verwenden, für dessen Herstellung Regenwald vernichtet würde.
</p>
<p>
<a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article7669495/Der-Staat-muss-Google-Grenzen-setzen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google an die kurze Leine?</a>
</p>
<p>
Der Fortschritt sei kein Kindergeburtstag, verkündet WELT-Redakteur Ulrich Clauss. Es sei nicht länger hinnehmbar, dass der Weltkonzern Google ständig an den Grenzen des Rechts operiere und diese auch gerne mal überschreite. Die Unverletzlichkeit der häuslichen Privatsphäre sei eines der höchsten Verfassungsgüter. Es sei nur dem Fortschrittsmythos zu verdanken, „dass noch kein Sondereinsatzkommando bei Google vorbeigeschaut“ habe, so Clauss. Er fordert „gezielte Schläge“ gegen das Unternehmen.
</p>
<p>
<a href="http://www.golem.de/1005/75206.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzaktivist im Visier der Behörden</a>
</p>
<p>
Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange musste bei der Einreise in sein Heimatland Australien seinen Pass abgeben. Der einzige namentlich bekannte Aktivist der Plattform wurde außerdem zu früheren Hackervergehen befragt. Assange ist in verschiedenen Staaten im Visier der Behörden: In Dubai, der Schweiz und auf den Cayman Islands wird wegen Verletzung des Bankgeheimnisses gegen ihn ermittelt. Auch das amerikanische Army Counterintelligence Center (ACIC) ist <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-03/wikileaks-acic" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicht allzu gut auf ihn zu sprechen</a>.
</p>
<p>
<a href="http://www.independent.co.uk/life-style/gadgets-and-tech/news/chinas-web-firewall-should-be-wto-issue-1975287.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Große chinesische Firewall ein Fall für die WTO?</a>
</p>
<p>
Die EU-Kommissarin Neelie Kroes findet, dass Chinas große Firewall ein Thema für die Welthandelsorganisation (WTO) sei. Die Internetzensur stelle eine Handelsbarriere dar, die verhindere, dass Unternehmen unter fairen Wettbewerbsbedingungen arbeiten können, so die Niederländerin.</p>
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		<title>&#8220;Unnötige Gefahren sind keine Story wert&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 15:12:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am 1. September 2008 war Markus Gürne im tagesschau-Chat live von der Internationalen Funkausstellung in Kooperation mit politik-digital.de. Der ARD-Korrespondent für Indien, Pakistan und Afghanistan berichtete Politisches und Persönliches von seinem außergewöhnlichen Arbeitsalltag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. September 2008 war Markus Gürne im tagesschau-Chat live von der Internationalen Funkausstellung in Kooperation mit politik-digital.de. Der ARD-Korrespondent für Indien, Pakistan und Afghanistan berichtete Politisches und Persönliches von seinem außergewöhnlichen Arbeitsalltag.<!--break--></p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Guten Morgen beim dritten tagesschau-Chat von der diesjährigen Internationalen Funkausstellung Berlin. Ich freue mich, heute einen Gast begrüßen zu dürfen, der nur noch selten in Deutschland ist. Denn sein Dienstort heißt Neu-Delhi und er reist als ARD-Korrespondent auch oft nach Afghanistan. Direkt von diesem Chat hier wird er wieder dorthin aufbrechen: Markus Gürne, herzlichen Dank, dass Sie Zeit für uns haben. Sind Sie vor Afghanistan-Reisen nervöser als sonst aufgrund der aktuellen Gefahrenlage?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Ja, also Afghanistan-Reisen sind immer etwas Besonderes, weil Reisen in Krisengebiete besondere Vorbereitung erfordern und man muss sich auch auf die Leute vor Ort sehr verlassen können. Das können wir Gott sei Dank. Und ein bisschen Nervosität ist auch ein großer Schutz, dass man nicht übermütig wird, auch wenn man viel Erfahrung hat.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Was bedeutet das konkret, was würde man vielleicht aus Übermut tun?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Man kann nicht immer zu jeder Zeit die Lage so einschätzen, wie sie tatsächlich ist. Man hat einen gewissen Erfahrungsschatz und man hat auch ein Gefühl, &#8211; was ganz wichtig ist &#8211; dass man sich auf die Mitarbeiter vor Ort, die immer da sind &#8211; in Kabul zum Beispiel &#8211; auch verlässt und auf diese hört. In einem bestimmten Stadtviertel ist es im Moment zu gefährlich, dann kann man da nicht hinfahren.
</p>
<p>
<b>Ihr Benutzername</b>: Wie lange werden Sie dieses Mal in Afghanistan bleiben?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Voraussichtlich drei Tage und dann nach Pakistan weiterreisen. Weil dort die Präsidentschaftswahlen stattfinden.
</p>
<p>
<b>Jim Panse</b>: Pakistan, Indien und Afghanistan sind ja schon ein weites Feld. Sind Sie denn noch für weitere Länder der Region zuständig, etwa Bangladesch, Sri Lanka oder die Himalaya-Staaten? Oder vielleicht noch mehr?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Diese Staaten, die sie genannt haben, und noch mehr. Zum Berichtsgebiet gehören neben Indien, Afghanistan, Pakistan noch Nepal, die Malediven, Bhutan, Bangladesch und Sri Lanka.
</p>
<p>
<b>zenzi</b>: Man suggeriert uns, dass der Einsatz der ISAF- und NATO-Truppen in Afghanistan unbedingt nötig ist, um der afghanischen Bevölkerung zu helfen. Ist das nicht wieder eine Kriegslüge? Gibt es nicht ganz andere Gründe für den Einsatz von westlichen Truppen in Afghanistan?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Das ist sehr, sehr schwierig zu sagen. Wer dort war, sieht, dieses Land hat dreißig Jahre Krieg hinter sich. Und die Situation ist extrem schwierig und auch verfahren. Es ist notwendig, dass westliche Truppen im Land sind, um Strukturen dort zu schaffen. Dass in Zukunft, egal ob diese nah oder fern sein mag, Afghanistan in der Lage ist, aus eigener Kraft ein stabiles Gesellschaftssystem auf die Beine zu stellen.
</p>
<p>
<b>fairtrialforw</b>: Hallo Herr Gürne! Ist Indien in Afghanistan aktiv, um dem Rivalen Pakistan eins auszuwischen?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Sehr interessante Frage. Indien hält sich militärisch völlig aus der Situation in Afghanistan heraus, hat aber sehr viele zivile Aufbauprojekte dort.
</p>
<p>
<b>fairtrialforw</b>: Von indischen Freunden höre ich, dass die zahlreichen Terroranschläge in Indien von Pakistan unterstützt wurden. Wie sehen Sie das?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Darüber gibt es sehr, sehr viele verschiedene Theorien und Ansichten. Eine verlässliche Antwort kann man darauf nicht geben. Zu den Anschlägen in Indien, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, haben sich ja Rebellengruppen aus Bangladesch bekannt. Aber klar ist, dass zwischen Indien und Pakistan es ja immer noch einen schwelenden Konflikt um Regionen und Gebiete gibt. Und es ist nicht auszuschließen, dass sich noch immer Kämpfer aus Pakistan an solchen Anschlägen beteiligen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Zwei häufig im Vorab-Chatroom gestellte Fragen kommen jetzt:
</p>
<p>
<b>Seppi</b>: Fahren Sie häufig nach Afghanistan oder Pakistan oder kann man das auch von Neu-Delhi aus abdecken?
</p>
<p>
<b>studi</b>: Sie sind doch fast nie in Afghanistan. Wie wollen Sie von Neu-Delhi aus die Lage in Afghanistan beurteilen?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: @Seppi: Wir fahren regelmäßig nach Afghanistan und haben dort auch eine eigene Infrastruktur, die wir immer vorhalten können. Das gilt auch für Pakistan. Im Moment sind wir mindestens eine Woche im Monat in Afghanistan und nicht nur in Kabul, sondern reisen auch durch das ganze Land.
</p>
<p>
<b>ifabesuchereins</b>: Ihr Berichtsgebiet ist ja riesig: wie bekommen Sie die Informationen aus den verschiedenen Ländern?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Wir haben in allen Ländern unseres Berichtsgebietes sogenannte Producer oder Stringer, das heißt Journalisten, die in ihren jeweiligen Heimatländern arbeiten und von dort berichten und seit langer Zeit auch für die ARD arbeiten. Von dort bekommen wir regelmäßig und in sehr kurzen Abständen laufend Informationen über das, was in diesen Ländern passiert und dann machen wir natürlich das, was zum Job des Auslandskorrespondenten gehört: Reisen, Reisen, Reisen. Kurzer Nachtrag noch zu der Frage von Studi: Ich hoffe, dass ihre Frage damit ausreichend beantwortet ist.
</p>
<p>
<b>Ihr Benutzername</b>: Zum Beispiel Krankenhäuser?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Die Bundesrepublik baut in Masar-i-Scharif gerade das Krankenhaus wieder neu auf. Diese Klinik wird von etwa hundertfünfzig- bis zweihunderttausend Menschen pro Monat besucht. Das Einzugsgebiet dieses Klinikums sind neun Millionen Menschen. Und wenn dieses Krankenhaus fertig gebaut ist, soll Masar-i-Scharif in die Lage versetzt werden, dieses Krankenhaus selbstständig zu betreiben und weiter auszubauen, damit es auch in den nächsten Jahren für die Menschen in dieser Region Anlaufstation und Hilfestellung sein kann.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Man hat bei den Nachrichten manchmal das Gefühl, in Afghanistan leben nur Terroristen und Bombenleger. Kommen Berichte über das &quot;normale&quot; Leben zu kurz, Ihrer Ansicht nach? Haben Sie zum Beispiel schon mal auf einer Hochzeit gedreht?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Für diese von Ihnen angesprochenen Themen gibt es vor allen Dingen die Formate Weltspiegel und Weltreisen. In beiden Sendungen kann man sehr schön und sehr ausführlich über Themen berichten, die abseits der Aktualität spielen. Wir haben einen Weltspiegel, der demnächst laufen wird, aus Afghanistan geliefert, der sich um das Leben der Zootiere im einzigen Zoo Afghanistans dreht. Denn der einzige Überlebende des letzten Krieges war ein Löwe mit dem Namen Majan…
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: …und diesen Löwen haben alle Afghanen total verehrt und eine besondere Beziehung zu ihm. Dieser Löwe war einmal ein Geschenk des Kölner Zoos. Und da jetzt wieder Leben ist im einzigen Zoo Afghanistans und die Menschen das sehr genießen als eine kleine Insel der Erholung, haben wir dort einen sehr netten Film drehen können.
</p>
<p>
<b>ifabesuchereins</b>: Wie viele Stringer / Producer hat das ARD-Studio Neu-Delhi?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: In unserem Studio in Neu-Delhi, in unserer Homebase für das gesamte Berichtsgebiet also, haben wir zur Zeit drei feste Producer.
</p>
<p>
<b>IFA-Besucher2</b>: Inwieweit haben Sie die Chance, an exklusive Informationen in den Berichtsgebieten heranzukommen?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Die Chancen sind immer groß, denn die ARD hat einen hervorragenden Ruf im Berichtsgebiet. Überhaupt ist das deutsche Fernsehen bekannt und wird immer in einem Atemzug mit den Kollegen der britischen BBC genannt. Aus diesem Grund bekommen wir oft Informationen exklusiv und aus erster Hand. Aber auch die muss man natürlich sehr gründlich und gewissenhaft gegenchecken. Es gilt das Prinzip der doppelten Kontrolle. Eine Quelle, zwei weitere, die das bestätigen, das ist der Mindeststandard für uns, um sich der Geschichte noch näher zu widmen.
</p>
<p>
<b>Herr Meinhardt</b>: Wie sehen Sie für sich die Gefahr, als Ausländer feindseligen Handlungen ausgesetzt zu sein? Oder sind die Aggressoren durchaus gewillt, Unterschiede in Bezug auf Herkunft und politische Führung zu machen?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Das ist sehr, sehr unterschiedlich und kommt sehr darauf an, in welchem Teil eines Krisengebietes man sich aufhält. Grundsätzlich aber gilt, dass man als Ausländer &#8211; ich nehme an, wir reden jetzt mal von Afghanistan &#8211; einer recht hohen Gefahr ausgesetzt ist. Niemand, der ihnen etwas Böses tun will, fragt sie nach der Herkunft. Es reicht meistens, dass sie als Ausländer erkennbar sind. Deshalb gilt es, einige Vorkehrungen zu treffen und vor allem vor Ort besonnen zu bleiben. Unnötige Gefahren sind keine Story wert.
</p>
<p>
<b>fairtrialforw</b>: Wird Präsident Karsai von den Afghanen außerhalb Kabuls als Marionette empfunden?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Es gibt unterschiedliche Ansichten und Aussagen darüber. Völlig klar und unstrittig ist, dass es in einem Land wie Afghanistan &#8211; wo Familien und Clans in vielerlei Hinsicht das Sagen haben &#8211; Gewinner und Verlierer gibt. Und die, die an Karsai hängen, sind eher selten die Verlierer.
</p>
<p>
<b>Claudia73</b>: Haben Sie Vorgaben bei der Berichterstattung über die Länder, für die Sie &quot;zuständig&quot; sind?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Um Gottes Willen, nein.
</p>
<p>
<b>Moss</b>: Tauschen Sie sich auch mit den anderen Korrespondenten über Tricks und Kniffe aus, zum Beispiel bei einem Korrespondenten-Stammtisch?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Lieber Moss, einen Korrespondenten-Stammtisch haben wir in dieser Form noch nicht, aber das ist eine ziemlich gute Idee. Ich werde das gleich in den nächsten Tagen mal den lieben Kollegen vorschlagen. Aber Scherz beiseite: Klar ist, wir deutschen Journalisten tauschen uns natürlich und sehr oft über die Situation in unseren Berichtsgebieten aus. Es macht auch großen Sinn, losgelöst von jeglicher Konkurrenz, Meinungen und Einschätzungen der Kollegen zu hören und auch mal eine andere Sicht der Dinge zu erfahren.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Ist ja fast wie in Berlin!
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Das halten wir auch in einem ausländischem Korrespondentenclub in Neu-Delhi so, in dem sich sehr, sehr viele internationale Journalisten treffen können. Und das hilft uns bei der täglichen Arbeit oft auch sehr, sehr viel weiter.
</p>
<p>
<b>Theo63</b>: Ich habe gehört, dass sich viele Korrespondenten (bei welchem Sender auch immer) über das mangelnde Interesse der Heimatregionen beklagen. Empfinden Sie das?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Ich habe vor meiner Delhi-Zeit im ARD-Studio Kairo gearbeitet und war auch einige Male als Korrespondent für die ARD im Irak und habe noch nie mangelndes Interesse in den Heimatredaktionen empfunden. Es ist eben so, dass die Redaktionen Interesse an bestimmten Themen haben oder Vorschläge machen. Und die Korrespondenten vor Ort machen das im umgekehrten Fall ebenso. Meistens kommt man zusammen und manchmal eben auch nicht. Aber das ist auch völlig klar und ganz normal so, denn es ist eine Zusammenarbeit zwischen Auslandsbüro und Redaktion.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Von den Fragen über Land und Arbeitsbedingungen kommen wir zu Fragen zu Ihrer Person, die ich bisher gesammelt habe:
</p>
<p>
<b>ifabesuchereins</b>: Welche Sprachen können Sie? Kommt man mit Englisch weiter?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Indien ist durch die Kolonialherrschaft Großbritanniens völlig unproblematisch was Englisch anbelangt. Ist eben ein sehr eigener Dialekt, in den man sich erstmal sehr genau reinhören muss. Missverständnisse sind am Anfang vorprogrammiert. Für mich hörte es sich erst einmal so an, als ob alle zwei Korken im Mund haben und versuchen zu sprechen. Und ich als Schwabe hatte es auch nicht leicht. Mittlerweile haben wir uns aber gefunden und es geht wirklich sehr gut. Und in anderen Berichtsgebieten haben wir mindestens einen Dolmetscher an unserer Seite.
</p>
<p>
<b>Der Spürpilot</b>: Ist Ihr Beruf gut mit dem Familienleben zu vereinbaren?
</p>
<p>
<b>Schekker</b>: Kann man sich bei einem solchen Job eigentlich eine Familie erlauben oder sitzen Sie nicht dauernd auf gepackten Koffern?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Ja, man sitzt immer latent auf gepackten Koffern, aber das ist ein Teil des Jobs als Auslandskorrespondent. Und wenn man die Unterstützung der Familie nicht hat, dann sollte man diesen Job besser gar nicht erst antreten.
</p>
<p>
<b>journalistcare</b>: Als Auslandskorrespondent erlebt man nicht nur in Krisengebieten schwierige bzw. belastende Situationen. Wie bereiten Sie sich emotional darauf vor? Wie schützen Sie sich und was raten Sie Kollegen?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Nach vielen unangenehmen Erfahrungen vor allen Dingen im Irak habe ich lange darauf gewartet, dass die Ereignisse, die man dort erlebt hat, wieder hochploppen. Das ist bisher aber nicht geschehen, worüber ich sehr dankbar bin. Offenbar also habe ich mir unbewusst einen Mechanismus beiseite gelegt, der es mir erlaubt, damit umzugehen. Einen generellen Rat kann man dazu nicht geben, weil einfach jeder anders ist und anders mit so etwas umgeht.
</p>
<p>
<b>Peter File</b>: Was fasziniert Sie an Ihrem Beruf?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Es ist ein unglaubliches Privileg, Teile der Welt sehen zu dürfen, in die man sonst vielleicht niemals käme und mit eigenen Augen Dinge zu sehen und begreiflich machen zu können für die Zuschauerinnen und Zuschauer. Und ein ungeschminktes Bild dessen wiederzugeben, was passiert. Ich halte das für einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag und bin sehr froh, das machen zu dürfen.
</p>
<p>
<b>FN Piontek</b>: Hallo Markus! So exotisch der indische Subkontinent ist, wie oft vermisst Du Schwarzbrot? Und als Neu-Frankfurter Äppelwoi und Handkäs&#8230;?
</p>
<p>
<b>Uwe Tapken</b>: Hallo Markus, vermisst Du nicht das Büro in Frankfurt?
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Offenbar zwei echte Freunde im Chat??? Er sagt, es seien zwei Kollegen.
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Lieber FN, Schwarzbrot sehr, Äppelwoi geht so, aber du weißt genau, Linsen und Spätzle fehlen mir unsagbar.
</p>
<p>
<b>flybabyfly</b>: Als Schwabe hat man es nie leicht&#8230; Auch in Berlin.
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: @Uwe: Absolut und wolltest Du nicht in Delhi vorbeigucken? @flybabyfly: Wie wahr! Aber wir können ja alles. Außer Hochdeutsch.
</p>
<p>
<b>magnus lang</b>: Sind Ihre Berichterstattungen schon mal durch nationale Zensuren beschränkt worden? Haben Sie Einschränkungen in Ihrer journalistischen Arbeit hinnehmen müssen?
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Nein, Zensur gibt es nicht. Und es gibt auch keine Einschränkungen, was die journalistische Arbeit anbelangt. Was wir berichten wollen, können wir berichten. Im Gegenteil: Bei brisanten Geschichten gibt es auch oft Ermutigung, die Geschichten zu machen. Die ARD ist ein großes System mit einem breiten Kreuz.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Das war eine Dreiviertelstunde Chat &#8211; wir müssen pünktlich aufhören, damit Markus Gürne seinen Flieger auch zuverlässig erreicht. Vielen Dank an Markus &#8211; und an die Leser/innen und Fragensteller/innen im Chat für die rege Teilnahme. Und natürlich speziell an die IFA-Besucher, die an den Terminals hinter uns mitgechattet haben. 🙂
</p>
<p>
<b>Markus Gürne</b>: Mir hat es auch großen Spaß gemacht. Vielen Dank an alle Fragensteller und die Moderatorin. Noch einen schönen Tag und vielleicht auf bald mal wieder.
</p>
<p>
<i>Der Chat wurde moderiert von Corinna Emundts, tagesschau.de.<br />
</i></p>
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		<title>ARD-Korrespondent im Chat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2008 14:14:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Montag, 1. September, ist der ARD-Korrespondent für Indien, Pakistan und Aghanistan, Markus Gürne, ab 11 Uhr live im tagesschau-Chat von der IFA.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag, 1. September, ist der ARD-Korrespondent für Indien, Pakistan und Aghanistan, Markus Gürne, ab 11 Uhr live im tagesschau-Chat von der IFA.<!--break--><a href="http://www.talksalon.de/?cid=180&amp;id=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier bereits Fragen stellen!</a></p>
<p>
Zu Gürnes Berichterstattungsgebieten gehört nicht nur Indien, sondern auch Pakistan und Afghanistan. Er arbeitet in den Krisengebieten der Weltpolitik, die fast täglich die Nachrichten beherrschen: Ein toter Bundeswehrsoldat nach einem Minenanschlag in Afghanistan am vergangenen Mittwoch &#8211; Wie ist die Lage am Hindukusch? Was passiert in der aufstrebenden Wirtschaftsmacht Indien? Wer wird Nachfolger des abgetretenen pakistanischen Präsidenten Musharraf? Dies sind Fragen, die Markus Gürne, ARD-Fernsehkorrespondent für Südasien nah am Geschehen beobachtet. Bevor er im März 2008 ins ARD-Studio Neu-Delhi wechselte war er zudem 2003 und 2004 Sonderkorrespondent im Irak.
</p>
<p>
Auslandskorrespondent zu sein, ist das ein Traumjob? Wie lebt und arbeitet man in der pulsierenden indischen Metropole Neu-Delhi? Fragen Sie Markus Gürne im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 13)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 07:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
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		<category><![CDATA[Hillary Clinton]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienkunst]]></category>
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					<description><![CDATA[Terroristen-Abwehrsystem der FH St. Pölten, trojanischer
Krieg gegen China und Medienkunst im Goethe-Institut: Die
interessantesten Links in Sachen Internet und Politik aus dieser Woche.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Terroristen-Abwehrsystem der FH St. Pölten, trojanischer<br />
Krieg gegen China und Medienkunst im Goethe-Institut: Die<br />
interessantesten Links in Sachen Internet und Politik aus dieser Woche.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.bivingsreport.com/2008/technologies-that-will-impact-2008-elections" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Technologien im diesjährigen US-Wahlkampf</a><br />
Der Autor ist Berater der Republikaner im<br />
US-Wahlkampf
</p>
<p class="MsoPlainText">
<a href="http://www.goethe.de/kue/bku/dos/mid/deindex.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Streifzug durch die Geschichte der Medienkunst</a><br />
Dossier über Medienkunst beim Goethe-Institut
</p>
<p class="MsoPlainText">
<a href="http://www.chicagotribune.com/news/nationworld/chi-081903-pakistan-facebook,1,1538667.story" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pakistaner bei Facebook</a><br />
Lobreden und ungefilterte Kritik für Präsident<br />
Pervez Musharraf
</p>
<p class="MsoPlainText">
<o:p></o:p><a href="http://futurezone.orf.at/it/stories/265810/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Angriff der Schadsoftware</a><br />
Chinas trojanischer Krieg gegen Tibet
</p>
<p class="MsoPlainText">
<a href="http://www.pr-inside.com/de/spionage-und-terror-abwehr-made-r477915.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampf gegen Terror und Spionage</a><br />
Die Fachhochschule in St. Pölten, Österreich,<br />
entwickelt Terroristen-Abwehrsystem
</p>
<p class="MsoPlainText">
<span></span><a href="http://www.patje.de/2008/03/22/mdchen-aus-hillary-spot-untersttzt-obama/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Überläufer im US-Wahlkampf </a><br />
Mädchen aus Hillary-Spot unterstützt Obama</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kalenderwoche-13-3820/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Vertrauen zu Musharraf ist gering&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/vertrauen-zu-musharraf-ist-gering-3771/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/vertrauen-zu-musharraf-ist-gering-3771/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 15:23:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[ARD-Korrespondent]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Meesmann]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Parlamentswahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Pervez Musharraf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/vertrauen-zu-musharraf-ist-gering-3771/</guid>

					<description><![CDATA[Am Mittwoch, den 20.02.2008, war ARD-Korrespondent Florian Meesmann im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de zu Gast. Live aus Islamabad beantwortete er die Fragen der User zu den Auswirkungen der pakistanischen Parlamentswahlen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 20.02.2008, war ARD-Korrespondent Florian Meesmann im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de zu Gast. Live aus Islamabad beantwortete er die Fragen der User zu den Auswirkungen der pakistanischen Parlamentswahlen.<br />
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<b>Moderator: </b>Herzlich willkommen zum tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital. Mein Name ist Ulrich Bentele, ich begrüße Sie alle aus dem ARD-Hauptstadtstudio Berlin. Unser heutiger Chat-Gast sitzt viele tausend Kilometer entfernt. ARD-Korrespondent Florian Meesmann ist uns aus der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zugeschaltet. Herr Meesmann, steht die Internet-Verbindung?
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<b>Florian Meesmann</b>: Einen herzlichen Gruß in die Heimat, ja, wir sind online!
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<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/fmeesmann300x.jpg" alt="Florian Meesmann" title="Florian Meesmann" height="240" width="169" />
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Florian Meesmann,</i>
</div>
<div style="text-align: center">
<i>ARD-Korrespondent in Pakistan</i>
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<b>Moderator</b>: In der kommenden Stunde möchten wir über die Parlamentswahl in Pakistan sprechen, Perspektiven und Chancen für das krisengeschüttelte Land ausloten. Und los geht&#8217;s:
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<b>Firekiller:</b> Glauben Sie, die Wahlen sind korrekt abgelaufen?
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<b>Florian Meesmann</b>: Im Großen und Ganzen sind sie korrekter abgelaufen, als das viele Beobachter zuvor befürchtet hatten. Wahlbehinderungen und auch Unregelmäßigkeiten sind uns aus verschiedenen Landesteilen berichtet worden, doch für massive Wahlfälschungen haben wir keinerlei Hinweise.
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<b>tim:</b> Was glauben Sie, wie lange wird es Musharraf noch gelingen, im Amt zu bleiben? Bekommt er Gegenwind aus der Bevölkerung?
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<p><b>HUJK:</b> Welchen Rückhalt hat Musharraf bei der Bevölkerung? </p>
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<b>Florian Meesmann</b>: Pervez Musharraf hat in den vergangenen zwölf Monaten stetig an Rückhalt in der Bevölkerung verloren. Die Absetzung der höchsten Richter des Landes, die tagelangen Kämpfe mit Islamisten rund um die Rote Moschee im Zentrum der Hauptstadt, die Wochen des Ausnahmezustandes am Ende des vergangenen Jahres &#8211; all das hat zu einer wachsenden Unbeliebtheit in der Bevölkerung geführt, die sich ja auch im Wahlergebnis für die Musharraf treu gesinnte PMLQ wieder spiegelt: Unter 15 %, das ist nicht eben<br />
ein Votum für den Präsidenten.
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<b>strunks:</b> Was glauben Sie, wie lange sich Musharraf halten kann?
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<b>Florian Meesmann</b>: Er hat in den vergangenen Tagen deutlich gemacht, dass er bereit ist, mit den Wahlsiegern aus der Opposition zusammenzuarbeiten, doch ob es ihm gelingen wird, sich länger als ein paar Monate in der Rolle eines Moderators des Übergangs zu halten, ist doch zweifelhaft.
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<b>kollhl:</b> Hallo Herr Meesmann, wie schätzen Sie die Chance ein, dass die Bhutto-Partei doch noch einen Deal mit Musharraf macht?
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<b>Florian Meesmann</b>: Lieber Kollhl, diese Befürchtung wurde vor der Wahl immer wieder geäußert, amerikanische Beobachter wollen dies immer noch nicht ausschließen, doch dieser Deal ist sehr, sehr unwahrscheinlich geworden. Das Volk hat deutlich gemacht, dass das Vertrauen zu Musharraf gering ist. Und wenn jetzt ausgerechnet die stärkste Oppositionspartei dazu beiträgt, ihn weiter an der Macht zu halten, so wäre dies den Anhängern der PPP wohl kaum zu vermitteln. Es ist allerdings möglich, dass er mit der andauernden Drohung eines Amtsenthebungsverfahrens durch das Parlament in einer letztlich machtlosen Rolle als Präsident noch eine Weile im Amt bleibt.
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<b>Erft:</b> Wie stabil könnte denn ein Bündnis der beiden Gewinner-Parteien dieser Wahl überhaupt sein?
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<b>Florian Meesmann</b>: Lieber Erft, darüber wird hier viel diskutiert, denn die Bhuttopartei und die Muslimliga Nawaz Sharifs darf man getrost als politische Erzrivalen in der Parteienlandschaft bezeichnen. Mehrmals nahmen sich diese Parteien in den 90ern die Macht gegenseitig ab und bisher einte sie wohl der Wille, an die Macht zu gelangen und die Ära Musharraf zu beenden. Doch ob sie in der praktischen Regierungsarbeit angesichts der immensen Probleme des Landes auf Dauer fest zusammenstehen werden, das darf doch als<br />
zweifelhaft gelten.
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<b>franz:</b> Welche Aussagekraft hat denn das Wahlergebnis überhaupt, wenn nur rund 40% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben?
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<b>Florian Meesmann</b>: Nach letzten, offiziellen Angaben lag die Wahlbeteiligung wohl bei über 47% und damit sogar höher als bei den letzten Wahlen 2002. Also, die Wahlergebnisse sagen schon etwas aus über die Zustimmung, die die einzelnen Parteien im Volk haben.
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<b>Islamisten &quot;weniger gewählt als zuvor&quot;<br />
</b>
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<b>MarNi:</b> Bei den Parteien, die nun in Pakistan gewonnen haben, kann man da eher von einer demokratischen oder religiösen Ausrichtung sprechen?
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<b>Florian Meesmann</b>: Die PPP ist fest im Süden des Landes verwurzelt, also eine säkulare Partei, die sich vor allem an die Landbevölkerung wendet mit dem Slogan: Brot, Unterkunft und Kleidung für alle. Die Muslimliga Nawaz Sharifs steht sicher den religiösen Kräften etwas näher. Doch beide Parteien sind weit entfernt von den radikalen Islamisten, die vor allem im Parteienbündnis MMA ihre politische Heimat haben und ein spektakulär schlechtes Wahlergebnis erzielt haben.
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<b>kollhl:</b> Warum haben die<br />
Islamisten nicht so stark abgeschnitten?
</p>
<p>
<b>Florian<br />
Meesmann</b>: Lieber Kollhl, dafür gibt es zwei Hauptgründe:<br />
Zum einen haben manche der Parteien in der NWFP, der<br />
Nordwestgrenzprovinz und auch in Balutschistan die Wahlen<br />
boykottiert, zum anderen sind sie aber dort, wo sie angetreten sind,<br />
schlicht weniger gewählt worden als noch zuvor. Also, da gibt es<br />
sicher eine Bewegung des Abwendens in Teilen der Bevölkerung,<br />
wobei die Islamisten im Parlament nie eine machtvolle politische<br />
Kraft waren.
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<b>Wahlverlauf </b>
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<b>WernerLE:</b> Wie läuft so eine<br />
Wahl in Pakistan eigentlich ab, das Land ist doch riesig und hat<br />
Gegenden, die ziemlich abgelegen sind (und wo der Staat auch nicht so<br />
viel zu melden hat, oder?)
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<p>
<b>Florian<br />
Meesmann</b>: Diese Wahl wurde über Monate vorbereitet und diese<br />
Vorbereitungen unterscheiden sich kaum von anderen Wahlen. Da werden<br />
Wahllokale ausgewiesen, Wählerverzeichnisse angelegt, Wahlzettel<br />
gedruckt usw.
</p>
<p>
<b>WernerLE:</b> Nachfrage zum<br />
Wahlablauf: Und was ist in den viel zitierten Stammesgebieten, wie<br />
läuft die Wahl da ab?
</p>
<p>
<b>Florian<br />
Meesmann</b>: Dort hat es sicher die meisten Probleme gegeben,<br />
vereinzelt wurden Wahllokale von bewaffneten Gruppen angegriffen,<br />
Frauen wurden am Wählen gehindert. Gerade in den Stammesgebieten<br />
&#8211; da haben Sie vollkommen recht &#8211; hat die Staatsmacht nur wenig<br />
Einfluss.  Aber auch dort gab es in vielen Gebieten einen geregelten<br />
Verlauf der Wahl. </p>
<p><b>Gringo:</b> Hallo, Herr Meesmann!<br />
Wie stark unterscheidet sich die politische Stimmung auf dem Land und<br />
in den Städten in Pakistan?
</p>
<p>
<b>Florian<br />
Meesmann</b>: Hallo Gringo, die Unterschiede bestehen nicht nur<br />
zwischen Stadt und Land sondern auch zwischen den einzelnen<br />
Landesteilen. Gerade in der Nordwestprovinz und in Balutschistan<br />
haben die religiösen Parteien vergleichsweise starken Rückhalt,<br />
in der Provinz Sindh mit der Haupstadt Karachi die Bhuttopartei, in<br />
Lahore (Punjab) die Muslimliga Nawaz Sharifs.</p>
<p><b>bert:</b><br />
Könnte Musharraf versuchen, sich seine Macht mit Hilfe des<br />
Militärs zu erhalten?
</p>
<p>
<b>Florian<br />
Meesmann</b>: Dieser Gedanke wirkt beim Blick in die Geschichte<br />
Pakistans natürlich nahe liegend, doch diesmal spricht wenig<br />
dafür. Musharraf hat mit der Übergabe des Oberbefehls an<br />
Kayani die starke Machtbastion Militär aufgegeben und es gibt<br />
keinerlei Anzeichen, dass das Militär jetzt geneigt sein könnte<br />
einzugreifen.</p>
<p><b>Kramerle:</b> Welche Rolle spielt<br />
eigentlich der Bhutto-Sohn und wie politisch erfahren ist<br />
er?</p>
<p><b>harrystuttgart:</b> Guten Tag an alle. Herr Meesmann,<br />
welche Rolle wird der Sohn, der politische Erbe von Frau Bhutto, in<br />
der Zukunft Pakistans spielen?
</p>
<p>
<b>Florian<br />
Meesmann</b>: Die politische Erfahrung des 19jährigen<br />
Bhutto-Sohnes darf man getrost als übersichtlich bezeichnen,<br />
seine Ernennung zum Parteivorsitz hat keinerlei praktische<br />
Auswirkungen auf die Arbeit der PPP. Als starker Mann gerierte sich<br />
in den vergangenen Tagen sein Vater und Stellvertreter Asif Ali<br />
Zardari, der Witwer Benazir Bhuttos. Seine Ernennung darf eher als<br />
eine Symbol für den gleichsam dynastischen Anspruch der Bhuttos<br />
auf die Führung der PPP verstanden werden.
</p>
<p>
<b>Politische Stabilität Pakistans </b>
</p>
<p>
<b>MarNi:</b><br />
Herr Meesmann, wie würden Sie die ständig diskutierte<br />
politische Stabilität der Atommacht Pakistan nach der Wahl<br />
einschätzen?
</p>
<p>
<b>Florian<br />
Meesmann</b>: Wie viel Stabilität die Bildung einer neuen<br />
Regierung den Pakistanern auf Dauer bringen wird, ist am dritten Tag<br />
der Wahl kaum seriös einzuschätzen. Der vergleichsweise<br />
friedliche Verlauf der Wahl hat zwar große Hoffnungen geweckt,<br />
doch die sollte man mit gesunder Skepsis mischen. Aber das Risiko,<br />
dass die pakistanischen Atomwaffen in falsche Hände geraten<br />
könnten, ist zur Zeit als gering einzuschätzen. Es scheint<br />
einen breiten Konsens in den großen Parteien zu geben, dass<br />
dieses &#8211; im Übrigen schwer gesicherte &#8211; Arsenal keine Rolle in<br />
den tagespolitischen Auseinandersetzungen spielt.</p>
<p><b>matthias:</b><br />
Die USA spielen für Pakistan eine sehr wichtige Rolle &#8211; glauben<br />
Sie, dass Washington auch mit der Opposition zusammenarbeiten will?
</p>
<p>
<b>Florian<br />
Meesmann</b>: Das Hauptinteresse der USA gilt sicher einer stabilen<br />
Regierung, die sich als verlässlicher Partner im &quot;Kampf<br />
gegen den Terrorismus&quot; präsentiert. Aus diesem Grunde hat<br />
Washington lange Präsident Musharraf gestützt, aus diesem<br />
Grund werden die USA sicher auch mit der bisherigen Opposition<br />
kooperieren. Heiß diskutiert wird in Islamabad zur Zeit die<br />
Frage, welche Rolle die USA für Musharraf sehen: Soll er<br />
abtreten, soll er weiter als ein machtloserer Präsident<br />
fungieren? Die Antworten darauf werden auch in den USA gegeben und<br />
sie werden hier mit Spannung erwartet.
</p>
<p>
<b>bert:</b><br />
Beeinflusst der Ausgang der Wahl das Verhältnis Pakistans zum<br />
Nachbarn Indien?</p>
<p><b>harrystuttgart:</b> Hat Indien Interesse<br />
an einem stabilen Pakistan, das sich dann aber mit der<br />
Kaschmir-Problematik befassen könnte oder an einem instabilen<br />
Pakistan, das durch die Innenpolitik außenpolitisch<br />
handlungsunfähig wird?
</p>
<p>
<b>Florian<br />
Meesmann</b>: Lieber Bert, lieber Harry, es wird allgemein erwartet,<br />
dass im Verhältnis zum Nachbarn Indien der eher pragmatische<br />
Kurs der vergangenen Monate fortgesetzt wird. So wurden zum Beispiel<br />
bei einem bilateralen Treffen wenige Tage vor der Wahl ein deutlicher<br />
Ausbau der bisher eher spärlichen Direktflugverbindungen<br />
beschlossen. Da gibt es in manchen Sachfragen ein pragmatisches<br />
Miteinander. D.h. aber zum Beispiel auch, dass in den Zeiten des<br />
Notstandes im November und Dezember eher maßvolle Töne aus<br />
Delhi zu hören waren. Ein bisschen &quot;piksen&quot; wird Delhi<br />
auch weiterhin, doch zu instabil darf der Nachbar auch nicht werden,<br />
das könnte schließlich die ganze Region unruhiger werden<br />
lassen.<br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Einschränkung der Medien  </b>
</p>
<p>
<b>matthias:</b> Bei der Ausrufung des<br />
Ausnahmezustands wurden viele Medien gestoppt, Journalisten<br />
festgenommen &#8211; wie steht es ein halbes Jahr danach um die<br />
Pressefreiheit und wie frei können sie aus Pakistan berichten?</p>
<p><b>Florian<br />
Meesmann</b>: Wir können hier zum Glück vollkommen<br />
ungehindert berichten, die pakistanischen Kollegen, gerade die der<br />
privaten Fernsehsender, stehen dort schon eher unter politischem<br />
Druck. Während der Notstandsregierung musste mancher Sender, um<br />
überhaupt weiter senden zu dürfen, Verhaltensregeln<br />
unterschreiben, die eine freie Berichterstattung stark einschränkten.<br />
So durfte zum Beispiel eine Zeit lang kaum offene Kritik am<br />
Präsidenten geübt werden. Dieser so genannte &quot;Code of<br />
Conduct&quot; ist in Teilen immer noch in Kraft und es werden auch<br />
immer noch prominente Journalisten wie etwa Hamid Mir, einer der<br />
Gründer von Geo TV, einem großen Privatsender, an der<br />
Ausübung ihres Berufes gehindert.
</p>
<p>
<b>Golfinho:</b> Was bedeutet der<br />
Wahlausgang in Pakistan für den Krieg gegen den<br />
Terror?<br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Positionierung im &quot;Kampf gegen den Terror&quot; </b>
</p>
<p>
<b>hiawatha:</b> Guten Tag Herr Meesmann, wie schätzen<br />
Sie die Chancen ein, dass eine neue Koalitionsregierung die<br />
Instabilität in den pakistanisch-afghanischen Grenzregionen in<br />
den Griff bekommt?</p>
<p><b>Florian Meesmann</b>:<br />
In der pakistanisch-afghanischen Grenzregion, vor allem in den<br />
halb-autonomen Stammesgebieten, hatte noch keine pakistanische<br />
Regierung den vollen Einfluss der Staatsmacht. Daran wird sich in<br />
absehbarer Zeit wohl auch nur wenig ändern.
</p>
<p>
Die<br />
Positionierung im Kampf gegen den Terror ist sicher eine der<br />
heikelsten Fragen für eine neue Regierung; zwar gilt es, gewisse<br />
Verpflichtungen gegenüber den USA zu erfüllen, andererseits<br />
weiß jeder, dass gerade die hohe Zahl der zivilen Opfer beim<br />
Vorgehen der Armee im Swat-Tal und anderswo einen wesentlichen Anteil<br />
an der Unbeliebtheit Musharrafs hatte &#8211; da steckt also auch die neue<br />
Regierung in der einer Zwickmühle.</p>
<p><b>hiawatha:</b><br />
Könnte die neue Regierung ein Amtsenthebungsverfahren für<br />
Herrn Musharraf durchsetzen und ihn auf Grund seines damaligen<br />
Putsches wegen Hochverrats anklagen?
</p>
<p>
<b>Florian<br />
Meesmann</b>: Liebe Hiawatha, wenn sich die neue Regierung auf eine<br />
Zweidrittelmehrheit im neuen Parlament stützen könnte, dann<br />
könnte sie rein theoretisch Verfassungsänderungen<br />
durchsetzen oder Musharraf mit einem Amtsenthebungsverfahren<br />
zumindest drohen. Es ist rechtlich allerdings umstritten, welche<br />
Rolle das Oberhaus des Parlamentes dabei spielen müsste. Eine<br />
wichtige Voraussetzung, um gegen Musharraf rechtlich vorzugehen, ist<br />
aber sicher die Wiederherstellung einer unabhängigen Justiz,<br />
denn noch ist der Oberste Gerichtshof des Landes eher mit<br />
Musharraf-nahen Richtern besetzt, die der Präsident nach der<br />
Amtsenthebung Iftikhar Chaudrys und seiner Kollegen im letzten<br />
Frühjahr berufen hat. </p>
<p><b>Karl Empke:</b> Wie<br />
sieht das zukünftige Verhältnis der pakistanischen<br />
Regierung zu der irakischen Regierung aus? Können Islamisten auf<br />
eine &quot;bequeme&quot; Zeit hoffen, wenn der amerikanische Einfluss<br />
im Irak nachgelassen hat?
</p>
<p>
<b>Florian<br />
Meesmann</b>: Lieber Karl Empke, das lässt sich zurzeit nur<br />
schwer beurteilen. Sicher gibt es Beziehungen zwischen militanten<br />
Islamisten in beiden Staaten und wohl auch Reisebewegungen. Ob dort<br />
aber ein direkter Zusammenhang zwischen dem politischen Druck im Irak<br />
und der Situation in Pakistan besteht, ist schwer zu belegen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Hier das Ergebnis unserer Chat-Umfrage. Wir hatten gefragt: Wird sich<br />
Ihrer Ansicht nach die Lage im krisengeschüttelten Pakistan nach<br />
der Parlamentswahl stabilisieren? 22% haben Ja gesagt, 78% Nein. Und<br />
damit sind wir am Ende unseres heutigen Chats. Ich möchte mich<br />
bei allen Teilnehmern für die rege Diskussion bedanken,<br />
besonders aber bei Herrn Meesmann in Islamabad. Ihnen allen wünschen<br />
wir noch einen angenehmen Tag!</p>
<p><b>Florian Meesmann</b>: Vielen<br />
Dank und herzliche Grüße nach Deutschland, Ihr Florian<br />
Meesmann.</p>
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