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	<title>Papst Franziskus &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Papst Franziskus &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Ecclesia 2.0 – Ein Like für die frohe Botschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2016 08:26:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Petrus und die Fischer am See Genezareth warfen einst ihre Netze aus. Darauf sprach Jesus: „Folgt mir nach, ich will [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Pope-Francis-Korea.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-149776 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Pope-Francis-Korea.jpg" alt="" width="639" height="312" /></a>Petrus und die Fischer am See Genezareth warfen einst ihre Netze aus. Darauf sprach Jesus: „Folgt mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen“. Heute ist das digitale Netz überall. Es ist allumfassend, was katholisch im Griechischen bedeutet. Über Glauben in Zeiten der digitalen Revolution sprachen wir mit dem Studenten der katholischen Theologie Andreas Feil.</p>
<h3>#Data unser- Unsere täglichen Bites gib uns heute</h3>
<p>„Liebe Freunde! Gerne verbinde ich mich mit euch über Twitter. Danke für die netten Antworten. Von Herzen segne ich euch&#8221;, waren die ersten 120 Zeichen, mit denen der emeritierte Papst Benedikt XVI seine Follower am 12. Dezember 2012 begrüßte.</p>
<p>Damit war die katholische Kirche offiziell im digitalen Zeitalter angekommen. Angefangen von einer kleinen jüdischen Sekte hat sich die christliche Gemeinschaft zu einer Weltkirche gewandelt. In dieser Funktion stand und steht sie stets vor der Aufgabe, für ihre Gläubigen Antworten auf gesellschaftliche Entwicklungen zu bieten.</p>
<p>Bereits früh hatte der Heilige Stuhl das Potenzial der neuen Technologien erkannt und schon 1995 eine eigene Webpräsenz eingerichtet. Mittlerweile ist der Papst sogar auf <a href="https://www.instagram.com/franciscus/?hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instagram</a>. Die digitale Revolution hält auch in den alten, traditionellen Strukturen der kirchlichen Instanzen Einzug. Jeder gläubige oder interessierte User kann auf <a href="https://www.franziskusdererste.eu/de/papst-franziskus/pope-app" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PopeApp</a> am Leben und Wirken von Papst Franziskus teilhaben.</p>
<p>Ob der Gottesdienst direkt auf dem Smartphone mit <a href="http://www.ibreviary.org/en/ibreviary/what-is-the-ibreviary.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ibreviary</a>, Innehalten für ein kurzes Gebet auf sacred space oder <a href="https://www.jesuiten.org/angebote/online-fuerbitte.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online Fürbitten</a>: Glaube und Internet verschmelzen. Der Vatikan hat sogar einen päpstlichen Rat für die sozialen Kommunikationsmittel eingerichtet. Eines der führenden Mitglieder dieses Gremiums ist der Jesuitenpater Antonio Spadaro. Unter anderem hat der Geistliche das Feld der Cybertheologie begründet und betreibt nun eine <a href="http://www.cyberteologia.it/)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Onlinezeitung</a> mit gleichen Namen.</p>
<h3>Wie im digitalem so auch hier und jetzt &#8211; Gemeinschaft leben</h3>
<p>Diese Entwicklung sieht der Student der katholischen Theologie Andreas Feil sehr positiv. Für sein Studium nutzt er die sozialen Medien. In gemeinsamen Facebookgruppen koordinieren sich die Theologiestudenten, informieren einander über Ereignisse rund um das Unileben. Sie nutzen die Gruppen aber auch, um darin einen Diskurs über politische, gesellschaftliche Fragen und die Rolle des Glaubens zu führen.</p>
<p>Neuerungen wie Predigten zum Nachlesen befürwortet er, da die Gläubigen eingeladen werden, noch einmal nachzulesen und sich selbst Gedanken zu machen. Feil betont: „Innovationen wie einem twitterenden Papst bin ich sehr aufgeschlossen.“ „Der Papst wird für jeden Menschen zugänglich, jeder kann einen Zugang zu ihm finden“, lobt der angehende Theologe diesen Schritt. Dies sei ein wichtiger Schritt zu einer demokratischeren Kirche, die für ihre Gläubigen verständlicher, näher wird, bewertet er diese Entwicklungen.</p>
<p>Aber in einem Zeitalter der grenzlosen Kommunikation drohen wahre soziale Bindungen zugunsten der Anonymität des Internets verloren zu gehen. Es gibt Menschen, die haben tausend Facebookfreunde. Viele sind trotzdem einsam. Der Linzer Theologie Franz Kaineder meint gar, Facebook habe den Begriff Freunde verzerrt, viel eher handle es sich oft eher um Bekannte, die jeder und jede im Laufe des Lebens ansammle.</p>
<p>Ähnlich sieht dies auch Andreas Feil. Zwar ermöglichen die sozialen Medien eine schnelle Kontaktaufnahme. In dieser Eigenschaft seien die sozialen Medien nützliche Kontakte, um schnell und einfach Menschen anzusprechen. Jedoch bemängelt der angehende Theologe, dass eine zunehmend rein virtuelle Kommunikation zu einer Verflachung der allgemeinen Qualität der Kommunikation führe. „Die Kirche versteht sich als eine Gemeinschaft. Soziale Medien können den ersten Schritt in diese Gemeinschaft legen, aber es sollte immer zu einem persönlichen Kontakt kommen“, findet er. „Nur durch die unmittelbare persönliche Anwesenheit nicht mittelbar durch einen Bildschirm lassen sich die heiligen Sakramente erfahren“, führt er weiter aus.</p>
<h3>Dein Post in Gottes Ohr</h3>
<p><strong> </strong>Trotz dieses Updates verlassen jedes Jahr tausende von Gläubigen die Gemeinden. Allein 2015 sind in Deutschland wieder mehr als 200.000 Personen aus der Kirche ausgetreten, wenden sich von ihr ab. Es scheint, als ob die Digitalisierung des Glaubens die Menschen nicht für den Glauben begeistern kann. Es stellt sich die Frage, woran das liegt. Eine Frage, die man beispielsweise Papst Franziskus auf <a href="http://askpopefrancis.scholasoccurrentes.org/pope-francis-en-gb/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AskpopeFrancis</a> stellen könnte.</p>
<p>„Die wirkliche Weisheit, die aus der Reflexion, dem Dialog und der großherzigen Begegnung zwischen Personen hervorgeht, erlangt man nicht mit einer bloßen Anhäufung von Daten, die sättigend und benebelnd in einer Art geistiger Umweltverschmutzung endet“, gab das geistige Oberhaupt der katholischen Kirche in seiner Enzyklika Laudato Si eine erste Antwort.</p>
<p>„Eine Onlinekirche kann ich mir nicht vorstellen“, meint Andreas Feil. „In 2.000 Jahren Kirchengeschichte war die Kirche stets die gesellschaftliche Macht, sie musste sich selbst kaum hinterfragen und auf die Menschen zugehen. Das hat sich geändert“, stellt Feil fest. Viele Menschen hätten zwar den Glauben durch Religionsunterricht und kirchliche Feste erlebt, aber keine persönlichen Glaubenserfahrungen gemacht, wie er bedauert. Genau hierin sieht der angehende Theologe die Ursachen für die steigende Zahl an Kirchenaustritten. „Die neuen Technologien können dazu eingesetzt werden, um die Menschen wieder zu erreichen. Ich wünsche mir eine Kirche, die auf die Menschen zugeht, sie in ihren Nöten und Wünschen begreift und zu Christus bringt“, so Feil.</p>
<p>In Zukunft wird die Vernetzung immer weiter voranschreiten. Immer mehr Bereiche unseres Alltags werden auch oder nur noch im Netzt stattfinden. Das Internet wird zum digitalen Abbild unseres realen Lebens. Dies bringt auch neue Gefahren wie Shitstorms, Hatespeech oder Cybermobbing mit sich. Hier wünscht sich Feil, dass sich die katholische Kirche mit ihren Werten und Idealen dafür einsetzt, den Menschen auch im Netzt zu achten und zu schützen. „Wir müssen die neuen Technologien begreifen, können sie für uns und unseren gemeinsamen Glauben weise einsetzten, jedoch dürfen wir uns nicht durch die Technologie dominieren lassen“, liegt ihm am Herzen.</p>
<p>Es zeigt sich, die katholische Kirche hat ihr digitales Netz neu ausgeworfen. Papst Franziskus versucht, einen neuen unmittelbaren Zugang zu den Gläubigen und dieser untereinander zu finden. Die Zeiten ändern sich und die Gläubigen mit ihnen. In einer Institution, die häufig von Hierarchien und Machtgefällen geprägt zu sein scheint, ermöglichen es Twitter, Apps und Smartphones, eine neue Verbindung der Gläubigen mit ihrer Kirche einzugehen. Menschen sind kritischer gegenüber Behörden und Einrichtungen geworden. Dies erfordert ein Umdenken und eine Umstellung in den Köpfen vieler Kirchenvertreter. Papst Franziskus stößt diese Reformen mit an. Die Kirche (2.0) wird digitaler, ermöglicht es immer mehr Menschen daran teilzuhaben, kann jeden mitnehmen. Das wünscht sich auch Feil. „Nicht nur Bischöfe und Priester sollen den Glauben leben, sondern jeder soll, egal ob im Netz oder in der Realität sein spirituelles Lebensglück finden.“</p>
<p>Die Zeit bleibt nicht stehen, die Gesellschaft wird sich durch das Internet und die erst angebrochene digitale Revolution weiter verändern. Für die Zukunft der katholischen Kirche erhofft sich Andreas Feil: „Ich wünsche mir eine Kirche, die in den Herzen der Menschen erwacht, eine Kirche, die sich nach Christus ausrichtet. Die Kirche soll Glauben und Hoffnung in die Welt bringen, die Menschen in einer Gemeinschaft, ob virtuell oder real, vereinen.“</p>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass die <a href="http://www.santatecla.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heilige Tecla</a>, die Schutzpatronin des Internets, diese Wünsche erhört.</p>
<h3>Alle Artikel der Sommerreihe</h3>
<p><em>Prolog:</em> <a title="Religion und Internet: Glaube im digitalen Wandel" href="http://politik-digital.de/news/religion-und-internet-glaube-im-digitalen-wandel-149744/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Religion und Internet: Glaube im digitalen Wandel</a><br />
<em>Teil 1:</em> <a title="Auf einer Wellenlänge mit Gott? Zwischen Godspots und Social Media" href="http://politik-digital.de/news/auf-einer-wellenlaenge-mit-gott-zwischen-godspots-und-social-media-149751/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auf einer Wellenlänge mit Gott? Zwischen Godspots und Social Media</a><br />
<em>Teil 2:</em> Ecclesia 2.0 &#8211; Ein Like für die frohe Botschaft<br />
<em>Teil 3:</em> <a title="Judentum und Internet – 613 Mitzwot und einen digitalen Sabbat" href="http://politik-digital.de/news/judentum-und-internet-613-mitzwot-und-einen-digitalen-sabbat-149842/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Judentum und Internet- 613 Mitzwot und einen digitalen Sabbat<br />
</a><em>Teil 4: </em><a title="Fatwas on the Internet – Wenn der Glaube digital wird" href="http://politik-digital.de/news/fatwas-on-the-internet-wenn-der-glaube-digital-wird-149890/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fatwas on the Internet – Wenn der Glaube digital wird</a><br />
<em>Teil 5:</em> <a title="Glaube in Korea: Digitalisierte Traditionen" href="http://politik-digital.de/news/glaube-in-korea-digitalisierte-traditionen-149874/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Glaube in Korea: Digitalisierte Traditionen</a></p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/koreanet/14929855461/in/album-72157646006317609/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Papst Franziskus in Korea</a> by <a href="https://www.flickr.com/photos/koreanet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Republic of Korea </a>via <a href="https://www.flickr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a></span><span class="licensetpl_attr"> licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA</a><br />
</span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Staats-Gezwitscher in Europa und der Welt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/staats-gezwitscher-in-europa-und-der-welt-130519/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2013 09:21:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mehr als zwei Drittel aller Regierungen  twittern.  Die europäischen Staatschefs und ihre Verwaltungen sind sogar allesamt auf Twitter vertreten. Das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Voegel_auf_Leitung2.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-130539" alt="Voegel_auf_Leitung" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Voegel_auf_Leitung2-630x417.jpg" width="630" height="417" /></a>Mehr als zwei Drittel aller Regierungen  twittern.  Die europäischen Staatschefs und ihre Verwaltungen sind sogar allesamt auf Twitter vertreten. Das ergab die Twiplomacy Study 2013 von Burson-Marsteller, einer weltweit agierenden Public-Relations-Agentur.  Seit gestern sind die Ergebnisse der Studie öffentlich einsehbar.<br />
Bereits im Januar <a href="http://politik-digital.de/123-regierungschefssind-bei-twitter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schrieb</a> politik-digital über den rasanten Anstieg der „World Leaders on Twitter“. Und der Trend zum Twittern scheint stabil zu sein. Das ist eines der Ergebnisse der <a href="http://twiplomacy.com/twiplomacy-study-2013/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twiplomacy Study 2013</a>. Die globale Studie wird von der Public-Relations-Agentur Burson-Marsteller veröffentlicht und informiert darüber, wie Regierungschefs, Staatspräsidenten, Außenminister und deren Institutionen Twitter nutzen. Erste Ergebnisse waren bereits <a href="http://twiplomacy.com/twiplomacy-study-2012/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">2012</a> veröffentlicht worden. Die aktuelle Studie von 2013 erfasste insgesamt 505 Twitter-Accounts von Staats- und Regierungschefs sowie deren Verwaltungen aus aller Welt. Analysiert wurden neben den Twitter-Profilen und  der Liste der Tweets von Politikern auch die Verbindungen von Staatschefs untereinander. Die beteiligten Wissenschaftler berücksichtigten dabei mehr als 50 Variablen, so zum Beispiel Tweets und deren Häufigkeit, Retweets, Follower und vieles mehr.<br />
Was hat sich im vergangenen Jahr getan? Aktuell sind mehr als zwei Drittel aller Regierungen weltweit bei Twitter aktiv. Das bedeutet konkret: In insgesamt 153 Staaten bedienen Staatschefs oder deren Repräsentanten  einen Twitter-Account. Im letzten Jahr waren es nur 125 Staaten. Insbesondere in Europa hat sich einiges getan. Während Mitte 2012 nur etwa 75 Prozent der europäischen Regierungen im Netz zwitscherten, tun es mittlerweile alle europäischen Staaten.  Das verwundert insofern nicht, als Twitter der schnellste, unkomplizierteste und inzwischen wohl etablierteste Weg ist, offizielle Verlautbarungen, Regierungsstatements und wichtige Botschaften an Journalisten und andere Multiplikatoren weiterzugeben.<br />
Die Twiplomacy Study  informiert zudem über die Zahl der Follower der einzelnen Staatsoberhäupter. Nach wie vor steht dort der Präsident der Vereinigten Staaten Barack Obama mit über 33 Millionen Followern an der Spitze. Das ergab schon eine Untersuchung des <a href="http://de.scribd.com/doc/118672354/World-Leaders-on-Twitter-Digital-Daya-s-Dec-2012-Report" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital Policy Councils</a> Anfang 2013, über die wir <a href="http://politik-digital.de/123-regierungschefssind-bei-twitter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichteten</a>. Auch die türkischen, russischen und indonesischen Regierungschefs können sich ebenso  wie die britische Regierung über eine große Anzahl an Followern freuen.<br />
Interessanter aber als die Zahl der Follower sind die Verbindungen der den  Politikern untereinander. 68 Prozent der Regierungen und Verwaltungen informieren sich via Twitter über ihre Pendants in anderen Ländern. Hier liegt <a href="https://twitter.com/BarackObama" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@BarackObama</a> gemeinsam mit <a href="https://twitter.com/whitehouse" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@WhiteHouse</a> und <a href="https://twitter.com/StateDept" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@StateDebt</a> an letzter Stelle. Der schwedische Außenminister Carl Bildt hingegen folgt insgesamt 44 Kollegen und führt damit die Liste an. Direkt dahinter liegt Catherine Ashton, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik. Generell scheinen die Europäer sich untereinander besonders intensiv auszutauschen:  Unter den 15 meist verbundenen Accounts findet sich nur ein außereuropäischer Twitterer, nämlich der israelische Außenminister. Das deutsche Außenministerium liegt im Vergleich immerhin noch auf Platz 28.<br />
Einige Staatsoberhäupter und Regierungen setzen dabei nicht nur Einwegbotschaften ab, sondern interagieren mit ihren Followern. Die Tweets des Premierministers von Uganda,  Amama Mbabazi, beispielsweise bestehen zu 96 Prozent aus Antworten.  Aber auch der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert twittert interaktiv: Ein Drittel seiner Tweets sind sogenannte „mentions“ anderer Twitterer und ein weiteres Drittel sind Antworten auf die Fragen der Twitter-Nutzer.<br />
Und wer bekommt die meisten Retweets? Weder Obama noch der Schwede Bildt, sondern Papst Franziskus. Jeder seiner Tweets wird im Schnitt über 11.000 Mal retweetet – und das, obwohl der Papst-Account erst im Dezember 2012 unter Papst Benedikt gestartet wurde.<br />
Kaum überraschend: Nur wenige der Regierungsschefs twittern selbst. In Zahlen: 151 Staats- oder Regierungschefs haben zwar einen persönlichen Twitter-Account. Davon twittert nach eigener Aussage aber nur rund ein Drittel selbst. Und in Deutschland ist ohnehin der <a href="https://twitter.com/RegSprecher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@RegSprecher</a> Seibert der offizielle Twitterer der Bundesregierung, Angela Merkel selbst lässt auch im Wahlkampf weiterhin &#8220;fremdtwittern&#8221;.<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/ungutknut/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wolf-Ulf Wulfrolf</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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