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	<title>Parteienforschung &#8211; politik-digital</title>
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		<title>&#8220;Weder links noch rechts, sondern Pirat&#8221; &#8211; Buchrezension</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Nov 2012 11:15:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Parteienforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar Niedermayer]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer sind die Piraten? Woher kommen sie? Was treibt sie an und wie reagiert die restliche Parteienlandschaft? Der Berliner Parteienforscher [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/weder-links-noch-rechts-sondern-pirat-buchrezension-3/piratenpuzzle/" rel="attachment wp-att-122903"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-122903" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Piratenpuzzle-630x475.jpg" alt="Totenkopf als Puzzle" width="630" height="475" /></a></p>
<p><strong>Wer sind die Piraten? Woher kommen sie? Was treibt sie an und wie reagiert die restliche Parteienlandschaft? Der Berliner Parteienforscher Oskar Niedermayer hat ein Buch publiziert, das sich dem Phänomen Piratenpartei anhand politikwissenschaftlicher Analysen zu nähern versucht. Damit reiht er sich in eine kleine Liste weiterer Piraten-Buchveröffentlichungen ein.</strong></p>
<p>Die meisten Rückblicke sind längst gesendet, das Jubiläum anlässlich ihres ersten Jahres  im Berliner Abgeordnetenhaus längst gefeiert, und die ersten Abgesänge auf die Piratenpartei sind bereits veröffentlicht. Da es bis zur nächsten Landtagswahl auch noch mehr als zwei Monate hin ist, kann man durchaus die Frage stellen: Wer interessiert sich aktuell für die Piratenpartei?</p>
<p><strong>Interessengebiet für die Parteienforschung</strong></p>
<p>Nachdem die von teils ehrfürchtigem Staunen begleiteten Erfolgsmeldungen in der Tat merklich abgeklungen sind und bei den Piraten, ihrem Bundesvorstand und den inzwischen vier Landtagsfraktionen Alltag(sstreit) eingekehrt ist, erweiterte sich im Verlauf des Jahres 2012 der hiesige Büchermarkt rund um die Partei und deren Anhängerschaft.</p>
<p>Neben dem von einem stattlichen Vorschuss und allerhand boulevardeskem Krawall begleiteten Erscheinen von Julia Schramms <a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Klick-mich-Bekenntnisse-einer-Internet-Exhibitionistin/Julia-Schramm/e408990.rhd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Klick mich“</a>, den teils skurrilen „Innenansichten“ einer politischen Akteurin, nährt sich auch die seriöse Forschung der Partei, ihrer Struktur und ihrem Selbstverständnis. Christoph Bieber und Claus Leggewie machten bereits im Frühsommer mit <a href="http://www.transcript-verlag.de/ts2071/ts2071.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Unter Piraten“</a> den Anfang und versammelten zahlreiche soziologische und kulturwissenschaftliche Perspektiven in ihrem Band.</p>
<p><strong>Gründungsmythos, Genderfrage, Grundsatzprogramm</strong></p>
<p>Was macht nun das neue beim Wiesbadener Fachverlag Springer VS erschienene Buch &#8220;Die Piratenpartei&#8221; im Einzelnen aus? Unter der Herausgeberschaft des Parteienforschers Oskar Niedermayer,  der an der Freien Universität Berlin Politische Wissenschaft lehrt, sind im vorliegenden Band Aufsätze von elf deutschen Wissenschaftlern vereinigt. Auch wenn der eine oder andere Rekurs auf Kategorien und Typologien der politikwissenschaftlichen Parteienforschung für den Laien umständlich zu lesen sein mag und anders als bei populärwissenschaftlichen Sachbüchern ein Glossar oder Stichwortregister natürlich fehlt, so sind die Abgeklärtheit und die empirisch-gesättigte Nüchternheit ein großer Gewinn. Denn die vermisst man bislang bei der Analyse einer Partei, deren Innenleben allzu gerne in Tweets, Blogposts und Mailinglisten zerrieben zu werden scheint.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/weder-links-noch-rechts-sondern-pirat-buchrezension-3/cover-niedermayer-piraten/" rel="attachment wp-att-122958"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-122958" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cover-niedermayer-piraten-305x432.jpg" alt="Buchcover Oskar Niedermayer: Die Piratenpartei" width="214" height="302" /></a>Mit großer Sachlichkeit und basierend auf quantitativen wie qualitativen Erhebungen werden beispielsweise die historischen Wurzeln der Organisation (Henning Bartels), ihre bisherige parlamentarische Arbeit (Carsten Koschmieder) und die Sozialstruktur ihrer Anhängerschaft (Tobias Neumann) analysiert. In einem enorm detaillierten Beitrag geht Manuela S. Kulick zudem der Frage der Bedeutung von Geschlechterverhältnissen für die Binnen- und Außenwirkung der Partei nach und stellt fest, dass Frauen in der Piratenpartei „von Beginn an unterrepräsentiert waren“- was man in der aktuellen Debatte um die ehemalige Spitzenfrau Marina Weisband fast übersehen könnte.</p>
<p>Einen endgültigen Aufschluss über den Charakter der Partei kann selbstverständlich auch das nun vorliegende Buch (noch) nicht liefern. Dafür ist die Organisation zu jung und die Gesamtschau der demoskopischen Daten nicht aussagekräftig genu &#8211; wie die Wahlforscher Richard Hilmer und Stefanie Haas in ihrem Beitrag zeigen. Die Autoren können jedoch der von Piraten öffentlich gern gepflegten Attitüde der Nicht-Verortbarkeit entgegenhalten, dass „entgegen der selbstverordneten Loslösung vom Links-Rechts-Schema“ die Demoskopie zeigen könne, „dass die Piraten im Politikraum Deutschlands eher im linken und deutlich im libertären Lager zuhause sind“. Das bedeute aber nicht allzu viel, so Hilmer und Haas abschließend: „Dass sie deswegen eine parteipolitische Alternative zu den Angeboten von SPD, Grünen und Linkspartei ist“, glaube „nur eine Minderheit der Deutschen“.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Für den politikwissenschaftlichen Laien, der das Buch eher zufällig zur Hand nimmt, mag die bereits erwähnte, mitunter streng an den Typologien der Parteienforschung orientierte Sprache zunächst befremdlich erscheinen. Es ist jedoch gerade die von Niedermayer formulierte Einleitung zu den „Erfolgsbedingungen neuer Parteien im Parteiensystem“, die dem interessierten Leser einen gewinnbringenden analytischen Leitfaden und dem knapp 260 Seiten starken Band eine Klammer gibt.</p>
<p>Stringenz erhält das Buch zudem durch die Perspektive der Autoren, die allesamt an deutschen Forschungseinrichtungen lehren und publizieren. Die rein nationale Perspektive ist zugleich ein kleiner Nachteil gegenüber den bei Christoph Bieber und Claus Leggewie versammelten spannenden internationalen Einblicken.</p>
<p>Auch wenn die Zahl der Publikationen und Forschungsperspektiven aktuell steigt, so wird nicht die Präsenz auf dem Buchmarkt, sondern der elektorale Erfolg ausschlaggebend für die Zukunft der Partei sein. Die Frage also, „ob die Piraten mit ihrem spezifischen Verständnis von Organisation und Führung den in den Denkstrukturen der ‘Politik 1.0‘ verhafteten anderen Parteien im Wettbewerb auf der Bundesebene tatsächlich Paroli bieten können“, wie es Herausgeber Niedermayer in einem abschließenden Kapitel nüchtern formuliert.</p>
<p><em>Oskar Niedermayer (Hrsg.): Die Piratenpartei, Springer VS. Erschienen am 08.09.2012. Preis: 19,95 €.</em></p>
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		<title>Buchveröffentlichung: „Unter Piraten“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2012 15:58:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzkopf-Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Bieber]]></category>
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		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Lauer]]></category>
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		<category><![CDATA[Institut für Medien- und Kommunikationspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Parteienforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[Über mangelnde Aufmerksamkeit konnte sich die Piratenpartei in den vergangenen Monaten wahrlich nicht beschweren. Die Kommentare, (Schnell-)Analysen und Blogposts waren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/buchveroeffentlichung-unter-piraten/unter-piraten_3_630x420/" rel="attachment wp-att-117646"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-117646" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Unter-Piraten_3_630x420.jpg" alt="" width="630" height="420" /></a>Über mangelnde Aufmerksamkeit konnte sich die Piratenpartei in den vergangenen Monaten wahrlich nicht beschweren. Die Kommentare, (Schnell-)Analysen und Blogposts waren allerdings häufig kurzatmig und zumeist an tatsächlichen oder vermeintlichen Medienskandalen orientiert. Mit „Unter Piraten“ ist soeben eines der ersten Bücher erschienen, in dessen Beiträgen hinter die Fassaden der inzwischen in vier Landesparlamenten vertretenen Partei geblickt wird. Gestern war Buchvorstellung in Berlin.</p>
<p align="JUSTIFY">„Warum ein Buch?“ mit dieser Frage und der (selbst-) ironischen Nachbemerkung, dass es „3.000 Tweets“ vielleicht doch auch getan hätten, eröffnete Mitherausgeber Christoph Bieber die Buchvorstellung in den trotz nahendem EM-Spiel gut besuchten Räumlichkeiten der Schwarzkopf-Stiftung in Berlin. Bieber, Professor für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft an der NRW School of Governance und zudem Vorsitzender von pol-di.net e.V./politik-digital.de, hatte ebenso wie sein Ko-Herausgeber Claus Leggewie auf dem Podium Platz genommen, um auch über die Entwicklung zu diskutieren, welche die Piratenpartei seit der Drucklegung des Buches genommen hat. Denn, so wurde im Laufe der rund zweistündigen Veranstaltung (eine Kooperation des <a href="http://medienpolitik.eu/cms/index.php?idcat=54" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik</a> (IfM) sowie den Universitäten Tübingen und Potsdam) mehrmals deutlich: Den je aktuellen Entwicklungsstand eines Phänomens wie der Piratenpartei wissenschaftlich-fundiert auf Papier zu analysieren ist eine &#8211; der Struktur der Piratenpartei möglicherweise inhärente – Unmöglichkeit.</p>
<p align="JUSTIFY">Über die Art und Weise, wie die Autoren im nun vorliegenden Buch mit dieser Herausforderung umgegangen sind, diskutierten Leggewie und Bieber jedoch nicht alleine. Flankiert wurden die beiden Politikwissenschaftler, die Moderator Leonard Novy ob ihrer bisherigen gemeinsamen wissenschaftlichen Arbeit als „eingespieltes Duo“ vorstellte, von einem Vertreter aus der Praxis. Dem Piratenpolitiker Christopher Lauer oblag die Kommentierung der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Perspektive der Berliner Landespolitik.</p>
<h3 align="JUSTIFY">Das Buch: Entern, Ändern, Neustart</h3>
<p align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/buchveroeffentlichung-unter-piraten/ums2071xleggewie-indd-2/" rel="attachment wp-att-117629"><img decoding="async" class="wp-image-117629 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cover_unter_piraten_neu.jpg" alt="" width="225" height="342" /></a>Positiv überrascht zeigte sich das Talkshow-erprobte Abgeordnetenhausmitglied gleich zu Beginn von den optimistischen Einschätzungen über die Piraten, die die beiden Herausgeber mit Blick auf ihre eigenen Beiträge zu dem Sammelband referierten. Vor- und Nachwort von Christoph Bieber und Claus Leggewie bilden die Klammer für die übrigen 18 Analysen, die von Schilderungen piratenverwandter soziokultureller Phänomene wie der Figur des „Nerds“ (Matthias Mertens) über die (Post-) Gender-Thematik (Jasmin Siri und Paula-Irene Villa) bis hin zu Gedanken über die Aussagekraft der Piratenfarbe „orange“ (Claudio Gallio) reichen.</p>
<p align="JUSTIFY">Durchdacht wirkt vor allem die Struktur des Buches, obschon sich &#8211; bei einem so neuen Forschungsfeld mag das zu verzeihen sein &#8211; die Beschreibungen und Analysen in den verschiedenen Beiträgen immer wieder überschneiden. In den Bereichen „Entern“, „Ändern“ und „Neustart“ sind Analysen teils hochkarätiger nationaler und internationaler Netzaktivisten, Wissenschaftler und Publizisten wie Karl-Rudolf Korte, Dirk von Gehlen oder Lawrence Lessig zu finden. Als wohltuend skeptisch ist nach einem ersten Blick in das druckfrische Buch dabei besonders der Beitrag von Claus Leggewie am Schluss des rund 250 Seiten starken Buches hervorzuheben, in dem der Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen eindringlich vor der strukturellen Macht von Internetkonzernen warnt und damit die Piraten-Skepsis vor staatlicher Datensammelwut aufnimmt.</p>
<h3 align="JUSTIFY">„Was steht nicht im Buch?“</h3>
<p align="JUSTIFY">In seinem einleitenden Statement hatte Christoph Bieber zuvor bereits offensiv darauf hingewiesen, welche Themen in dem neuen Band nicht versammelt seien. Einige Entwicklungen seien „so schnell, dass wir sie gar nicht im Buch erfassen konnten“. Neben einer wissenschaftlichen Analyse des Themenfeldes „Liquid Democracy“ fehle im Buch auch und vor allem ein Verweis auf die Problematik rechtsextremen Gedankenguts in der Piratenpartei. Dass Christoph Bieber diese Frage zu einem „kurzfristigen Problem“ erklärte, scheint an dem hinter diesem Phänomen liegenden Kern des Problems vorbeizugehen. In einer wissenschaftlichen Publikation wäre eine explizite Diskussion der Frage spannend gewesen, welche Abwehrmechanismen eine politische Gruppierung entwickeln kann (oder sollte), die sich, anders als die letzten erfolgreichen Parteigründungen in der Bundesrepublik, nicht auf klassen- bzw. konfessionsbasierte gemeinsame Werte stützen kann. Ein Punkt, der jedoch nicht nur in dem Buch, von dem erste druckfrische Exemplare auf der gestrigen Veranstaltung kursierten, zu kurz kommt. Auch die Diskutanten auf dem Podium der Schwarzkopf-Stiftung konnten oder wollten nicht so recht darauf hinweisen, welche Herausforderungen die ideengeschichtliche Andersartigkeit der Piraten möglicherweise auch in Zukunft noch mit sich bringen wird.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p align="JUSTIFY">Mit „Unter Piraten“ liegt trotz der oben genannten zwangsläufig vorhandenen Lücken ein wissenschaftlich-fundierter Überblick über die Wesensmerkmale einer gerade einmal sechs Jahre alten parteipolitischen Bewegung vor. Einer Bewegung, deren Hauptmerkmal eben ihr fluider Charakter zu sein scheint. Die in „Unter Piraten“ versammelten Beiträge zeigen jedoch, dass die Wurzeln der Partei tiefer in Geschichte und Kultur zurückreichen und dass eine wissenschaftliche Auseinandersetzung in Buchform möglich &#8211; und mit Blick auf die oben angerissenen weißen Flecken &#8211; geboten ist.</p>
<p align="JUSTIFY">Auf Seefahrermetaphern kann natürlich auch „Unter Piraten“ nicht vollständig verzichten. Ansonsten hebt sich das im Bielefelder transcript-Verlag erschienene „Mehrgenerationenprojekt“, so die Selbstbeschreibung Claus Leggewies, jedoch wohltuend von den jüngsten Feuilleton-Analysen ab. Die gestrige Veranstaltung machte mit klugen Beiträgen und &#8211; dies ist auf artverwandten Diskussionsveranstaltungen keine Selbstverständlichkeit &#8211; differenzierten und intelligenten Nachfragen Lust auf die Lektüre.</p>
<p align="JUSTIFY">
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