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	<title>Parteimitgliedschaft &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Parteimitgliedschaft &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Digitale Rüsche oder Lebenselixier?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Mitgliedschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Parteimitgliedschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelle Parteigliederung]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Während die Wäsche wäscht oder die Bundesliga
kickt, mal eben mit ein paar Parteikollegen die neue Ausrichtung in der Bildungspolitik
diskutieren oder einen Antrag an den Parteivorsitz richten: ein Tele-Mitglied
kann das rund um die Uhr. Die neue Parteimitgliedschaft soll das politische Leben
der Aktiven flexibilisieren und unabhängig von Zeitplan und Ortsverein-Hinterzimmer
machen. Noch allerdings lässt das deutsche <a href="http://www.bundestag.de/gesetze/pg/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.bundestag.de/gesetze/pg/
</a>Parteienrecht eine reine Online-Mitgliedschaft nicht zu.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Während die Wäsche wäscht oder die Bundesliga<br />
kickt, mal eben mit ein paar Parteikollegen die neue Ausrichtung in der Bildungspolitik<br />
diskutieren oder einen Antrag an den Parteivorsitz richten: ein Tele-Mitglied<br />
kann das rund um die Uhr. Die neue Parteimitgliedschaft soll das politische Leben<br />
der Aktiven flexibilisieren und unabhängig von Zeitplan und Ortsverein-Hinterzimmer<br />
machen. Noch allerdings lässt das deutsche <a href="http://www.bundestag.de/gesetze/pg/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.bundestag.de/gesetze/pg/<br />
</a>Parteienrecht eine reine Online-Mitgliedschaft nicht zu.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Online-Koalitionen: SPD, FDP und PDS</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die<br />
Strukturveränderungen, die das Internet zunächst in Form von<br />
Politikerwebsites und Partei-Plattformen, später auch durch Chats,<br />
Foren und Mitgliederbereiche in die etablierte Politik hinein trug,<br />
machen auch vor der Parteiorganisation selbst nicht halt. Warum sollten<br />
sie auch: Die Internet-basierte Kommunikation hat sich in weiten<br />
Kreisen der politisch Interessierten etabliert und greift nun nach den<br />
politisch Delegierten.<br />
Die SPD ist auf diesem Gebiet eine echte Veteranin: bereits seit 1995 wird im<br />
<a href="http://www.vov.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.vov.de</a> Virtuellen Ortsverein<br />
(VOV) diskutiert, und das nicht nur unter Parteimitgliedern. Insgesamt 1025<br />
virtuelle Aktive zählt der Verein, zu dem auch Nicht-Parteimitglieder nach Anmeldung<br />
Zugang haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die FDP betreibt unter der Ägide Alexander Graf Lambsdorffs` seit Juni 2000<br />
einen <a href="http://www.fdp-lv-net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.fdp-lv-net</a> virtuellen<br />
Landesverband, der ebenfalls allen &quot;liberal gesinnten&quot; Menschen eine politische<br />
Heimat jenseits von Parteibüchern bieten will und vor allem Diskussionsangebote<br />
und interne Themenvernetzung für die registrierten User bereithält.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Seit kurzem hat nun auch die PDS nachgezogen: Der 17., weil virtuelle, Landesverband<br />
der PDS befindet sich in der Gründungsphase. Seit Ende August ist unter <a href="http://www.pds-lv17.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.pds-lv17.de</a><br />
zunächst ein Diskussionsforum im Netz, aus dem sich der Virtuelle Landesverband<br />
herausbilden soll. Und die Initiatoren Helge Meves, Pia Maier und Jutta Vieth<br />
meinen es ernst mit dem Projekt: Im <a href="http://www.pds-online.de/parteitage/0702/antragsheft.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.pds-online.de/parteitage/0702/antragsheft.pdf</a><br />
Programm des PDS-Parteitages am 6. und 7. Oktober in Dresden findet sich unter<br />
P8 der Antrag zur &quot;Gründung eines 17. Landesverbandes der PDS, &quot;der sich (&#8230;.)<br />
ausschließlich im Internet organisiert&quot;. Der Antrag ist deswegen wichtig, weil<br />
die Initiatoren kein geschöntes Diskussionsforum wollen, sondern eine gültige<br />
Online-Mitgliedschaft etablieren wollen. Helge Meves, einer der Initiatoren<br />
dazu: &quot;Wir sind festentschlossen, diese Möglichkeit zu eröffnen. Wir werden<br />
auch ewägen, im Bundestag ein Gesetzesänderungsverfahren einleiten, um den 17.<br />
Landesverband den anderen Verbänden gleichzustellen&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Online-Landesverbände brauchen einen juristischen Eisbrecher. Die geographische<br />
Verortung der Mitgliedschaft, derzeit noch durch die Wendung &quot;Die Parteien gliedern<br />
sich in Gebietsverbände&quot; in Paragraph 7 des Parteienrechts festgeschrieben,<br />
verhindern die zukunftsweisend weil flexible Mitgliedschaft bisher. Meves, selbst<br />
erst seit kurzem PDS-Mitglied ist auch über das Internet an die Parteipolitik<br />
gekommen. Die sozialistische Partei auf der Plattform <a href="http://www.dol2day.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.dol2day.de</a><br />
dol2day, erzählt er, war die geistige Heimat des Gründungsgedankens. Beim politischen<br />
Simulieren entstand die Einsicht, dass dem eigenen politischen Engagement häufig<br />
das knappe Zeitbudget oder berufliche Reisetätigkeiten im Weg standen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lernen von den NGOs</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Idee vom<br />
Online-Verband ist, siehe SPD, nicht ganz neu und meint auch deutlich<br />
mehr als digitale Rüschen am Saum des Parteiprofils. Die deutsche<br />
Parteienlandschaft leidet an einem Mitgliederschwund. Zum einen wird<br />
der gesellschaftlichen Überalterung die Schuld gegeben, zum anderen hat<br />
die Organisationsbereitschaft bei jüngeren Leuten nach gelassen,<br />
zumindest was die traditionellen Formen betrifft. Das Internet kann<br />
hier als Chance begriffen werden, einen innerparteilichen<br />
Organisationswandel herbeizuführen. Innerparteiliche Hierarchien können<br />
abgebaut werden, die Kontaktaufnahme ist einfacher und schneller, die<br />
Verknüpfung von Themen wird erleichtert und inhaltliche Allianzen sind<br />
schneller geschmiedet als auf dem herkömmlichen Weg. Schließlich könnte<br />
sogar eine themen- oder kampagnen bezogene Teil-Mitgliedschaft möglich<br />
werden. Hier könnten die Parteien von den<br />
Nicht-Regierungsorganisationen im Netz lernen. Meves sieht den<br />
Online-Verband als Chance, in der Partei stärker an thematischen<br />
Schwerpunkten zu arbeiten und durch inhaltlich fundierte Ziele eine<br />
längerfristige Perspektive für die Parteiarbeit zu schaffen. Eine<br />
solche &quot;positiv formulierte Zielsetzung&quot; so der Initiator, biete für<br />
viele Menschen einen größeren Anreiz mitzuarbeiten, zumal wenn das<br />
Engagement nicht an einen strikten Zeitplan gebunden ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Digitaler Parteigraben</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Online-Verbände<br />
wollen einerseits der digitalen Spaltung entgegenwirken, andrerseits<br />
ist der Abstand zwischen Onlinern und Offlinern ihr großes Problem.<br />
Längst nicht alle Parteigenossen sind den neuen Medien verhaftet und<br />
damit Befürworter der Online-Pläne. Die PDS selber ist in ihrer<br />
Mitgliederstruktur nicht nur zwischen Ost und West gespalten, sondern<br />
diametral auch zwischen Mitgliedern &quot;mit&quot; oder &quot;ohne&quot;. In<br />
Westdeutschland gibt es ungefähr 4000 Mitglieder, von denen 50% im Netz<br />
aktiv sind. Im Ostdeutschen Kernland hingegen leben 80.000<br />
PDS-Mitglieder, von denen nur 12,5% einen Internetanschluss nutzen.<br />
Während bei den ostdeutschen Mitgliedern noch Überzeugungsarbeit<br />
geleistet werden muss, könnte das Netz, so PDS-Onliner Meves, im Westen<br />
der Republik der Partei des Demokratischen Sozialismus die<br />
Sympathisanten auf den Server treiben. Allerdings soll der neue<br />
Landesverband kein &quot;Wessi-Club&quot; werden, sondern ein Forum für alle<br />
Internet- und Politikinteressierten Freunde der PDS. Das Internet also<br />
als parteiliche &quot;Ergänzung, nicht als Ersatz&quot;, wie es Meves<br />
politik-digital gegenüber formuliert, denn &quot; eine ausschließliche<br />
Internetexistenz ist nicht denkbar&quot;. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Irgendwann, so<br />
die Hoffnung von Maier, Meves und Vieth kann dann im 17. Landesverband<br />
nicht nur diskutiert und debattiert werden, sondern Parteipolitik auch<br />
durch gültige Abstimmungen und Wahlen digitalisiert werden. Der<br />
Forenteil des Verbandes soll weiterhin für die sachliche Diskussion<br />
aller politisch Interessierten offen sein, die Abstimmungen jedoch nur<br />
für den engeren Kreis mit Mitgliedsnummer. Die strukturierten internen<br />
Bereiche sollen trotz Exklusivität große Öffnungen nach &quot;unten&quot; in den<br />
Foren Bereich aufweisen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Skepsis bei Grünen und CDU</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um das Ziel eines &quot;<br />
vollmächtigen politikfähigen Organs&quot; im Netz verwirklichen zu können,<br />
können sich die Initiatoren gut vorstellen, gemeinsam mit den Onlinern<br />
von SPD und FDP zu agieren. Eine kostspielige Klage muss nicht sein,<br />
meint Meves, denn zumindest im digitalen Geiste zögen die drei<br />
virtuellen Parteiinitiativen am gleichen Strang. Die Grünen und die CDU<br />
hingegen stehen der Übersetzung bestehender Parteistrukturen ins Netz<br />
skeptisch gegenüber. Hier den gleichen Apparat etablieren zu wollen,<br />
wie im echten Parteileben sei ein echter Anachronismus, verdeutlicht<br />
ein Mitglied der CDU-Internetkommission den Standpunkt seiner Partei,<br />
der auch von den Grünen geteilt wird. Vereinsmeierei entlang der<br />
Parteigrenzen sei nicht besonders zukunftsfähig, lautet die<br />
Einschätzung von Marc Mausch, Mitglieder der Grünen in Baden<br />
Württemberg und Initiator des ersten Virtuellen Parteitages der Grünen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die drei<br />
Antragsteller sehen die Zukunft einer mitgliederstarken und inhaltlich<br />
vitalen PDS dennoch auch in digitalen Gefilden: sobald ungefähr 100<br />
Mitglieder auf www.pds-lv17.de registriert sind, kann die offizielle<br />
Gründung des 17. Landesverbandes beginnen. Ob dieser dann unbedingt<br />
Landesverband heißen muß, oder mit einem neuen Namen eine neue Richtung<br />
in der parteipolitischen Organisation antizipiert, bleibt abzuwarten.<br />
Ein prominenter Schirmherr ist für das Projekt gefunden: Lothar Bisky<br />
wird den jungen Online-Verband unter seine Fittiche nehmen.<br />
</span></p>
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