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	<title>Parteispende &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Parteispende &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Wen der Nachbar wählt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 09:23:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[US-Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Parteispende]]></category>
		<category><![CDATA[John McCain]]></category>
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					<description><![CDATA[Einfach Namen oder Postleitzahl in die Suchmaske eingeben und eine Partei / einen Spitzenkandidaten festlegen. Eine Sekunde später erscheint die Trefferliste mit allen Einzelspendern, die mehr als 150 Euro überwiesen haben – mit vollem Namen, Beruf, Wohnort, Höhe der Spende. Was hierzulande der nächste große Datenskandal wäre, ist in den USA längst Realität.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einfach Namen oder Postleitzahl in die Suchmaske eingeben und eine Partei / einen Spitzenkandidaten festlegen. Eine Sekunde später erscheint die Trefferliste mit allen Einzelspendern, die mehr als 150 Euro überwiesen haben – mit vollem Namen, Beruf, Wohnort, Höhe der Spende. Was hierzulande der nächste große Datenskandal wäre, ist in den USA längst Realität.<!--break--></p>
<p>
Wer sich in den USA für die finanzielle Situation eines Kandidaten interessiert oder sich über die politische Gesinnung einer bestimmten Person oder seiner Nachbarschaft informieren will, besucht einfach die offizielle Homepage der Federal Election Commission. Ihr müssen sämtliche Spenden ab einer Höhe von 200 $ gemeldet werden, innerhalb von 48 h werden sie auf <a href="http://www.fec.gov/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deren Website</a> veröffentlicht.
</p>
<p>
<b>Die Spur der Scheine</b>
</p>
<p>
Wer etwas komfortabler recherchieren will und auf umfangreiche statistische Auswertungen sowie Analysen zugreifen möchte, findet auf der Seite <a href="http://www.opensecrets.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenSecrets.org</a> ein umfangreiches Informationsangebot. Betrieben wird die Seite seit 1996 vom Center for Responsive Politics (CRP) und hat bereist diverse Preise erhalten. Das unabhängige Zentrum wertet die Zahlen der Federal Election Commission aus – mit dem erklärten Ziel, den Einfluss von Geldzuwendungen in der US-Politik transparent zu machen. Wie sich Geldspenden auf die Wahl von Amtsträgern und auf die konkrete Politikgestaltung auswirkten, veröffentlicht der Thinktank zudem in Büchern und Broschüre.
</p>
<p>
So kann man auf der Website lesen, dass Barack Obama bislang die Rekord-Summe von $389,423,102 (Stand 30.08.2008) eingesammelt hat – und damit mehr als doppelt so viel wie sein Konkurrent McCain (mit $174,165,949) – allein im Juli erhielt Obama rund $ 50 Mio. an Spenden. Mehr als zwei Millionen Menschen haben laut Obama-Team schon für seine Kampagne gespendet. Freilich werden dazu nicht nur die regulären Geldspender gezählt, sondern auch Käufer von Buttons und Schlüsselanhängern auf Wahlkampfveranstaltungen. Dabei sollte nicht übersehen werden, dass es auch Großspender wie die Investment-Banker von Goldman Sachs oder Google sind, die üppige Summen in die Wahlkampfkassen spülen.
</p>
<p>
<b>Ein Thinktank schafft Transparenz<br />
</b>
</p>
<p>
Übersichtlich differenziert wird auf der Website auch dargestellt, welche Branchen wieviel Geld an Demokraten und Republikaner verteilen. Weniger überraschen mag es, dass die Republikaner mehr vom Energiesektor profitieren; interessant ist es, wenn die Demokraten dreimal mehr von Anwaltskanzleien und Lobbying-Firmen erhalten als die Konkurrenz. OpenSecrets.org kümmert sich um letzeren Geschäftszweig besonders intensiv und dokumentiert genau, wieviel Geld welches Unternehmen, welcher Verband, welche Branche für politische Einflussnahme ausgab.
</p>
<p>
Deutschland ist von derlei Transparenz noch weit entfernt. 9.999 Euro kann jeder Einzelspender im Kalenderjahr einer Partei zukommen lassen, ohne befürchten zu müssen, dass die Öffentlichkeit davon erfährt. Zudem kann es schon mal zwei Jahre dauern, bis Namen und Zahlen der Großspender aufbereitet und veröffentlicht sind (schneller geht es inzwischen bei Beträgen von 50.000 Euro aufwärts).
</p>
<p>
<b>Transparenz vs. Privatsphäre<br />
</b>
</p>
<p>
Einen wichtigen Unterschied zwischen beiden politischen Systemen sollte man dabei nicht aus den Augen verlieren: Der US-Wahlkampf ist zum überwiegenden Teil spendenfinanziert – Barack Obama hat sogar angekündigt, ganz auf öffentliche Mittel verzichten zu wollen. Die großen bundesdeutschen Parteien hingegen finanzieren sich gerade einmal zu einem Zehntel bis zu einem Fünftel aus Spenden – für das Gros der finanziellen Ausstattung sorgen Mitgliedsbeiträge und die staatliche Parteienfinanzierung. Die mangelnde Transparenz in der bundesdeutschen Spendenpraxis wird durch nichts so deutlich illustriert wie die zahlreichen Spendenskandalen. In den USA wäre es ein politischer Kulturbruch, würde ein Parteivorsitzender Großspender mit dem Verweis auf das „Ehrenwort“, das er gab, nicht preisgeben.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Aufhören werde ich nicht.&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/aufhoeren-werde-ich-nicht-376/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jul 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Loveparade]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Ströbele]]></category>
		<category><![CDATA[Haschisch]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Parteispende]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Christian Ströbele im Chat am 10. Juli</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Christian Ströbele im Chat am 10. Juli</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Gemäß seinem Image als Parteilinker und Streiter für grüne Ideale kam Christian<br />
Ströbele durch die „<i>schöne Oranienburger Straße an den vielen Kneipen vorbei</i>“<br />
zum Chat geradelt. Der Versuchung, unterwegs anzuhalten, erlag er nicht, denn<br />
wie er verriet, ist er schon seit vielen Jahren abstinent. Warum er dennoch<br />
für die Legalisierung weicher Drogen kämpft und wie schwierig es ist, klassische<br />
grüne Themen beim Koalitionspartner SPD durchzusetzen, interessierte die Chatter<br />
ebenso wie Ströbeles Arbeit im Parteispenden-<br />
Untersuchungsausschuss, die Berlinwahl und seine Teilnahme an der Love-Parade.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Mitraven werde er zwar nicht, aber wie jedes Jahr dabei sein, um zu schauen.<br />
„<i>Ich habe es kein Mal mehr als drei Stunden ausgehalten, dannach war ich<br />
körperlich völlig fertig und auch immer wieder schockiert über die schweren<br />
Schäden, die in unserem Tiergarten angerichtet wurden.</i>“ Dass die Love-Parade<br />
ihren Status als politische Demonstration verloren habe, sei schon lange notwendig<br />
gewesen, fügte Ströbele noch hinzu.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> In diesem Zusammenhang kam natürlich auch das Thema Drogen zur Sprache. Eine<br />
Entkriminalisierung von Haschisch sei nach wie vor eine grüne Forderung, aber<br />
„<i>wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Koalitionspartner nicht brereit<br />
ist, da mitzumachen, auch wenn wir alle wissen, dass die Kriminalisierung von<br />
Haschischkonsum zu einer der größten Lebenslügen gehört, an der Millionen von<br />
Jugendlichen in dieser Gesellschaft leiden</i>“.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Auf großes Interesse stieß Christian Ströbeles Arbeit im Parteispendenausschuss.<br />
Er gehe davon aus, dass Regierungsmitglieder unter Kohl sich für ihr Handeln<br />
bezahlen ließen. Die Aufklärung sei jedoch schwierig, denn sie „<i>scheitert<br />
an der Mauer des Schweigens, die die ehemaligen Gewaltigen und Würdenträger<br />
der CDU aufgerichtet haben und hinter der sie sich verstecken</i>“. Daher sei<br />
es auch grundsätzlich akzeptabel, Stasi-Protokolle als Beweismittel zu verwenden,<br />
wobei sorgfältig das Persönlichkeitsrecht der Betroffenen gegen das Aufklärungsinteresse<br />
der Gesellschaft abgewogen werden müsse. „<i>Es kann nicht sein, dass nur seit<br />
H. Kohl betroffen ist, die Akten unter Verschluss gehalten werden sollen, während<br />
vorher die Unterlagen von Personen der Zeitgeschichte v.a. aus dem Osten bedenkenlos<br />
herausgegeben wurden.</i>“ Die Grünen selbst könnten bislang von den Spendenaffären<br />
ausgenommen werden: „<i>Bei uns ist einfach noch nie jemand erschienen mit einem<br />
Koffer mit einer Millionen in bar.</i>“<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Im Hinblick auf die im Oktober anstehenden Neuwahlen in Berlin zeigte Ströbele<br />
sich optimistisch: „<i>Die Grünen werden ein zweistelliges Ergebnis erzielen,<br />
wie bei den meisten Wahlen des letzten Jahrzehnts.</i>“ Vor allem inhaltlich<br />
hätte seine Partei mehr zu bieten als die anderen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Gregor Gysi ist für Ströbele kein ernstzunehmender Kandidat für das Bürgermeisteramt,<br />
auch wenn er in der medialen Diskussion einen der vorderen Plätze eingenommen<br />
hat. „<i>Die Chance Gysis, regierender Bürgermeister zu werden, ist gleich null.<br />
Es handelt sich bei ihm um eine reine Show-Kandidatur.</i>“<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Er selbst wolle auf jeden Fall weiter bei den Grünen für eine Friedenspolitik<br />
streiten, auch wenn ihn höhere Ämter nicht interessieren. „<i>Ich hatte nach<br />
meiner Wahl zum Abgeordneten in der Fraktion den Vorteil, dass ich nichts werden<br />
wollte. Das hat mir viel Freiheit gegeben und Unabhängigkeit für meine politische<br />
Arbeit, und diese Unabhängigkeit möchte ich nicht missen.</i>“<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/politik/chataktuell/archiv/5150_25060.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b><br />
</span> <!-- Content Ende -->  </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><center><br />
<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kommentieren<br />
Sie diesen Artikel!</span></a></i><br />
</center><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
</span><br />
<center><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i><a href="http://www.politik-digital.de/salon/diskussion/">Diskutieren<br />
Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span><br />
</center></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Was hätte ich für eine ruhige Amtszeit&#8230;&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotwas_haette_ich_fuer_eine_ruhige_amtszeitquot-413/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Thierse]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Parteispende]]></category>
		<category><![CDATA[CDU-Spendenaffäre]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Wolfgang Thierse im Chat am 7. Februar 2000</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Wolfgang Thierse im Chat am 7. Februar 2000</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Amtszeit hätte ruhiger werden<br />
können. Nun aber hat Bundestagspräsident Wolfgang Thierse rund um die<br />
Uhr zu tun: Die CDU-Spendenaffäre und die aktuelle rechtsradikale<br />
Problematik halten ihn auf Trab. Auch im Chat von politik-digital und<br />
stern.de wollten die User vor allem Antworten zu diesen Themen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><i>&quot;Ein erstaunliches Urteil&quot;</i> befand der stellvertretende SPD-Vorsitzende  auf die Aufhebung der 41 Millionen Strafe für die CDU angesprochen. <i>&quot;Die Wirkung dieses Urteils auf das Rechtsbewusstsein der Bürger als Steuerzahler sind schwer zu kalkulieren.&quot;</i> Thierse erklärte der Chatgemeinde, er werde sich nun eingehend juristisch beraten und dann entscheiden <i>&quot;ob ich in die zweite Instanz gehe&quot;</i>. Ein Chatter wollte wissen, ob Thierse den Ruin der CDU vorhabe. Dazu der Bundestagspräsident: <i>&quot;Nein,<br />
entschieden nein. Gesetze gelten für alle Parteien, das<br />
Transparenzgebot des GG auch. Im Übrigen sollte man mir nicht<br />
vorwerfen, dass es in der CDU Spendenaffären gegeben hat.&quot;</i><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Freiwillig und engagiert hingegen<br />
ist sein Einsatz gegen rechte Gewalt, mit dem Wolfgang Thierse sich<br />
einen Namen gemacht hat. Das Scheitern der historisch-politischen<br />
Bildung, fehlende Aufklärung im Elternhaus und jugendliche Ignoranz<br />
seien mit Schuld daran, dass viele junge Menschen den<br />
Nationalsozialismus positiv bewerten. <i>&quot;Ein entsetzlicher Befund&quot;</i> meinte Thierse und räumte ein, dass vor allem in Ostdeutschland die SED-Vergangenheit mit Schuld trage: <i>&quot;Autoritäre<br />
Prägungen, mangelnde Konflikterfahrungen, das Eingesperrt-Sein &#8211; all<br />
das hat dazu geführt, dass der Umgang mit Fremden und Fremdem nicht<br />
gelernt wurde&quot;</i>. Die Bundesregierung, so der stellvertretende<br />
SPD-Vorsitzende, habe aber seit letztem Sommer zahlreiche Programme<br />
gegen Rechts auch finanziell ausgestattet. Thierse hält nach eigenen<br />
Angaben nicht nur seine Kinder dazu an <i>&quot;sich politisch zu engagieren&quot;</i>,<br />
er gab auch der Chatgemeinde den Rat, sich beim jeweiligen<br />
Bundestagsabgeordneten über Förderung für Projekte gegen Rechts zu<br />
informieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Und beim Thema Geld verriet<br />
Thierse auch gleich noch ein offenes Geheimnis, nämlich die Höhe der<br />
Abgeordnetendiäten. Mangelnder Verdienst sei allerdings nicht schuld<br />
daran, dass er sich den Bart so selten stutzen lasse, meinte Thierse<br />
mit einem digitalen Augenzwinkern: <i>&quot;Früh hat der Frisör noch zu und nachts, wenn ich wiederkomme, ist er auch wieder zu.&quot;</i> &#8211; Vielleicht findet sich ja Berliner Coiffeur, der in den Reichstag kommt, Herr Bundestagspräsident?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/news/chat/2001/01/26/chat_thierse.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b><br />
<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="center">
<p>
			&nbsp;
			</p>
<p>			<center><br />
			<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kommentieren<br />
			Sie diesen Artikel!</span></a></i><br />
			</center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
			</span><br />
			<center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i><a href="http://www.politik-digital.de/salon/diskussion/">Diskutieren<br />
			Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span><br />
			</center>
			</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></span>
</p>
<hr align="left" noshade="noshade" size="1" width="390" />
<!-- Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="540">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#000000" height="1" width="120"><spacer type="block" height="1"></spacer></td>
<td bgcolor="#000000" height="1" width="420"><spacer type="block" height="1"></spacer></td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotwas_haette_ich_fuer_eine_ruhige_amtszeitquot-413/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Gregor Gysi</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_gregor_gysi-428/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_gregor_gysi-428/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Feb 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Gregor Gysi]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[PDS]]></category>
		<category><![CDATA[Parteispende]]></category>
		<category><![CDATA[CDU-Spendenaffäre]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/chat_mit_gregor_gysi-428/</guid>

					<description><![CDATA[<table border="0">
	<tbody>
		<tr valign="top">
			<th align="right">Moderator:</th>
			<td>Lieber Herr Dr. Gysi, wir freuen uns sehr Sie als ersten 
			PDS-Spitzenpolitiker bei uns begrüssen zu dürfen. Im Namen von TV1, 
			TOMORROW und politik-digital danken wir schon im voraus, und freuen uns 
			auf ein spannendes Gespräch.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Lieber Herr Dr. Gysi, wir freuen uns sehr Sie als ersten<br />
			PDS-Spitzenpolitiker bei uns begrüssen zu dürfen. Im Namen von TV1,<br />
			TOMORROW und politik-digital danken wir schon im voraus, und freuen uns<br />
			auf ein spannendes Gespräch.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">erichhoney:</th>
<td>Herr Gysi, Sie sind ein eleganter Rhetoriker und eloquenter<br />
			Gesprächspartner in Talkshows usw. Haben Sie schon mal darüber<br />
			nachgedacht, die Partei zu wechseln ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>Nein, das hat zwei gruende: 1. war ich früher in der sed und fand es<br />
			ein ehrlichkeit gegenüber meiner biographie aus dieser partei heraus eine<br />
			neue, demokratische und sozialistische Partei zu installieren&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>2. mit meinen sozialen positionen bin ich in der pds in der mehrheit,<br />
			in anderen parteien bin ich damit immer in der minderheit
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">IKE:</th>
<td>was halten sie von schäubles rücktritt?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Eddie:</th>
<td>Hallo, Herr Gysi. Schäuble zurückgetreten wg. Finanzaffäre. Kommt da<br />
			etwas Schadenfreude auf?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>der schritt war überfällig, er gehörte zum system kohl&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>er hat sich selber bei der aufklärung verstrickt als er schon mal<br />
			gehen wollte, hätte er sich vom eigenen vorstand nicht beirren lassen<br />
			sollen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>die erste entscheidung ist meist die richtige.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">AdrianDexheimer:</th>
<td>Erhofft sich die PDS reuige CDU-Wähler aus dem Osten zurückzubekommen<br />
			? Oder eher im Westen Fuß zu fassen ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>für eine bewertzng der person ist es heute zu füh, aber es wird sie<br />
			wundern wenn ich sage, er besitzt durchaus eine respektable<br />
			persönlichkeit, trotz alledem.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>die probleme der cdu sind damit allerdings nicht gelöst.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>zur frage nach eigenen vorteilen: die pds ist gut beraten nach eigenen<br />
			leistungen zu leben und nicht nach den fehlern anderer.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">HorstSattelmann:</th>
<td>Erste Frage an Herrn Gysi: Was halten Sie von der heutigen<br />
			Parteienlandschaft ? CDU mit Spendenaffäre, SPD mit Flugaffären, PDS mit<br />
			SED-Vergangenheit und profilarme Parteien wie Grüne und FDP
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>ich brauch da eine seite, um mich zu allen parteien zu äussern, aber<br />
			lieber eine partei mit schwieriger vergangenheit, die daraus<br />
			schlussfolgerungen gezogen hat als eine partei, ohne vergangenheit oder<br />
			mit schwieriger gegenwart und zukunft.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Tilo:</th>
<td>Kann sich Gregor Gysi vorstellen, daß auch in seiner Partei schwarze<br />
			Konten geführt werden? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>das kann ich mir nicht vorstellen. was man nie ausschliessen kann ist,<br />
			dass irgendeiner mal versucht für sich was abzuzweigen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">mod:</th>
<td>Herr Gysi, inwieweit denken Sie, kann man junge Menschen (wie mich)<br />
			noch für die Politik begeistern, wenn man praktisch täglich über Skandale<br />
			lesen kann?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>also das jemand versucht geld vor der partei zu verheimlichen, aber<br />
			das wäre ien völlig anderer fall.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>vielleicht dadurch, dass die skandale zeigen, dass man es den anderen<br />
			nicht überlassen kann, sondern sich selbst einmischen muss, auch als<br />
			junger mensch&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mark30:</th>
<td>Herr Gysi finden Sie nicht, dass wenn bei der CDU nicht bald gegen<br />
			Kohl und Co. Strafverfahren eingeleitet werden, das der Rechtsstatt in<br />
			Gefahr ist??
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>der skandal spricht auch nicht gegen, sondern für demokratie, denn<br />
			wäre die cdu weniger monarchitisch und mehr demokratisch gewesen, hätte es<br />
			sowas nicht geben können.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Dr. Gysi, Sie als Jurist, wären Sie im Falle Kohl lieber Ankläger oder<br />
			Verteidiger?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>(Haben Sie die Frage zu Kohl übersehen?)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>kommt gleich&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>es läuft ja ein ermittlungsverfahren gegen helmut kohl, das muss man<br />
			jetzt abwarten. das problem ist, die parteien haben sich selbst<br />
			amnestiert&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>indem sie im parteiengesetz viel verboten haben, es aber nicht unter<br />
			strafe gestellt haben&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>heute haben wir deshalb im bundestag einen antrag eingebracht, in das<br />
			parteiengesetz eine strafbestimmung aufzunehmen&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>politisch bin ich zweifellos ein ankläger von h. kohl und kein<br />
			verteidiger&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>wenn ich aber jurist im prozess waere, muss ich einräumen meiner<br />
			ganzen natur nach verteidiger zu sein und nicht staatsanwalt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r55446:</th>
<td>Matthias Wilke:Wenn es für sie eine Affäre gäbe, würden sie sich mit<br />
			ihrem Rücktritt auch so schwer tun?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>ich habe nichts auf dem kerbholz was mich diesbezüglich in eine<br />
			zwangslage bringen könnte&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>aber wenn ich sowas gemacht hätte, dann würde ich nach dem motto<br />
			handeln, lieber ein ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende, also<br />
			sehr zügig zurücktreten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Olefitje:</th>
<td>besteht jetzt nach dem cdu-einbruch für die pds die möglichkeit, die<br />
			westausdehnung besser zu realisieren?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>ich spreche nicht gerne von ausdehnung..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>sondern von aufbau. eine partei baut man von unten aus&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>auf natuerlich. wir nehmen jetzt an den wahlen in nrw und<br />
			schleswig-holstein teil, wir hoffebn auf einen akzeptanzgewinn, die<br />
			angriffe gegen uns im wahlkampf haben merklich nachgelassen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>man interessiert sich inzwischen auch fü unsere bundespolitik und wir<br />
			machen ja auch inzwischen politik für ost und west, allerdings der<br />
			einbruch bei der cdu&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>wird im westen nicht unmittelbar zu einem aufschwung der pds<br />
			führen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Ossi_friese_:</th>
<td>was sind ihre persönlichen perpektiven in der politik? streben sie<br />
			nach ämtern? können sie sich eine zusammenarbeit mit einer großen partei<br />
			auf bundesebene vorstellen, und wenn ja mit welcher?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Erich_sRache:</th>
<td>Take It Easy, Wählt GYSI !!!!!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>ich bin mit meiner funktion zufrieden&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>zum minister müßte man mich prügeln, weil ich nicht gerne apparate<br />
			leite&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>natürlich kann ich mir in der perspektive auch mitte-links optionen<br />
			vorstellen, d.h. zwischen spd und pds&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>allerdings geht auch die spd den weg von sozialabbau und deshalb<br />
			driftet es zur zeit eher auseinander.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Vera:</th>
<td>Lieber Gysi. Schön, dass Sie doch endlich mal hier hin zu diesem Chat<br />
			gekommen sind. Nun habe ich eine Frage: Im Vorfeld der Bundestagswahlen<br />
			hatten Sie angekündigt, nach einem Wahlerfolg der SPD all jene rot-grünen<br />
			Anträge im Bundestag vorzubringen, die während der Ära Kohl abgeschmettert<br />
			worden sind. Haben Sie damit schon begonnen? Wenn ja: Mit welchem<br />
			Erfolg?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>wir haben kräftig damit begonnen und uns den ganzen zorn der spd damit<br />
			zugezogen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>es findet dann auch die erste lesung im bundestag statt, das kann die<br />
			spd nicht verhindern&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>leider können sie in den ausschüssen verhindern, dass es zur zweiten<br />
			lesung und damit zur abstimmung kommt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">SaschaP.:</th>
<td>Wie beurteilen sie die neue Bundesregirung nach 16 Jahren<br />
			CDU-Herrschaft?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>gut ist, dass wir ueberhaupt eine neue regierung haben&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>ich behaupte, dass ganze system kohl wäre überhaupt nicht aufgeflogen,<br />
			wenn er kanzler geblieben wäre&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>am anfang hat die regierung auch wichtige schritte übernommen, z.b.<br />
			kindergeld, lohnfortzahlung im krankheitsfall-&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>seitdem lafontaine weg ist gibt es eine aenderung, es wird in erster<br />
			linie auf kosten von rentnern, arbeitslosen und sozialhilfeempfängern<br />
			gespart&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>und auchg arbeitnehmer und kleine unternehmen zahlen eher<br />
			drauf.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">SaschaP.:</th>
<td>Was sagen Sie zur Verurteilung von Egon Grenz? Ist das Siegerjustiz<br />
			für Sie?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>nein, das ist fuer mich keine siegerjustiz, aber die verurteilung ist<br />
			dennoch falsch.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">rotfront:</th>
<td>wenn er sitzt und zeit hat, bitte folgendes fragen: wie steht er bzw.<br />
			die pds zu den geplanten gegendemos und aktionen anlässlich der expo 2000<br />
			Stichwort hannover chaostage 2000 ???
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>also wir sehen die expo 2000 sehr kritisch und werden sie auch<br />
			kritisch begleiten&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>und gegendemos werden wir unterstützen, dennnoch wollen wir die expo<br />
			auch nutzen, um uns selber dort vorzustellen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>natürlich beteiligen wir uns an nichts, das mit gewaltanwendung zu tun<br />
			hat.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">jens:</th>
<td>ich finde es sehr erstaunlich das die cdu 121 mio vermögen hat, ist<br />
			die pds auch so reich ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Dathon:</th>
<td>Herr Gysi: Besitzt die PDS Schwarzkontoen aus der SED Zeit ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>also das wär schön, wenn wir so reich wären. ich kenne die zahlen<br />
			nicht so genau, aber sie liegen wesentlich niedriger&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>wir haben auf das alte sed-vermögen notariell wirksam<br />
			verzichtet&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>alles was da noch gefunden würde, gehörte nicht der pds, sondern der<br />
			brd&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>das war der wichtigste schnitt, den wir diesbezüglich gemacht<br />
			haben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Winni:</th>
<td>Warum ist die PDS gerade jetzt so verdammt ruhig ???
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>das stimmt nicht&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>man hört uns nur so schlecht&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>ich habe zigfach auch zum skandal der cdu in die kameras der ard und<br />
			zdf reingesprochen, gesendet wurde es jedoch nie.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Gera:</th>
<td>Herr Gysi, finden Sie es nicht reichlich gewagt, dass ausgerechnet<br />
			Ihre Partei gegenüber der CDU den moralischen Zeigefinger hebt?<br />
			Millionenschiebereien nach der Wende, davor ebenfalls finanzieller<br />
			Mißbrauch reichlich, u.a. durch SEDler, die bis heute bei Ihnen Mitglied<br />
			sind. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>und dieser skandal lähmt die republik.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">bill:</th>
<td>Herr Gysi, sie sollten sich mal schön zurückhalten, nachdem Sie sich<br />
			die SED-Millionen gesichert haben!! Nichts auf dem Kerbholz- daß ich nicht<br />
			lache (weine)!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">helmut:</th>
<td>ich glaube es ist schwierig die pds mit den alten seilschaften auf<br />
			einen guten kurs zu bringen!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>also erstens: wir heben gar nicht so sehr den moralischen zeigefinger<br />
			gen die cdu&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>wir sind am sachlichsten mit der fragestellung umgegangen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>ich finde rechtstaatlich gebote gelten, auch für die<br />
			gegener&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>der fragesteller sollte sich mal erinnern, wie moralisch die cdu mit<br />
			der pds in der damaligen zeit umgegangen ist&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>vor allem wir waren damlas gezwungen die schlussfolgerungen zu ziehn,<br />
			d.h. das denken in den kategorien des kalten krieges zu<br />
			überwinden&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>nach dem motto der zweck heiligt die mittel und bei der cdu kommt das<br />
			eben mit 10 jähriger verspätung.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Looker:</th>
<td>Würden Sie eine 100 TDM-Spende von mir annehmen? Karl Leißner<br />
			DD
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>(offensichtlich nicht anonym..)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>selbstverständlich
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Nobby:</th>
<td>In welcher Höhe spenden die Pds-Abgeordneten ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>aber nicht anonym und sie müßten bereit sein, das ihr name und ihre<br />
			anschrift in unserem rechenschaftsbericht veröffentlicht wird&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>wenn aber unser getzesantrag von heute erfolg hat, dann würde ich es<br />
			nicht mehr annehmen, es sind dann nämlich nur noch 30 tdm<br />
			erlaubt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Tim21:</th>
<td>Was sagen Sie zu den Problemen in Rußland? Politisch haben sie ja eine<br />
			gemeinsame Vergangenheit.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>zu nobby: monatlich 3.000 DM zu verschiedenen zwecken.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>zu tim21: aber keine gemeinsame gegenwart&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>wir verurteilen den tschetchenienkrieg schärfstens&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>mir ist von russland eine reise dorthin verwehrt worden&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>russland hat das recht auf schutz seiner ressourcen auch in<br />
			tschetchenien, aber nicht mittels krieg.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Dinosaggiomo:</th>
<td>Warum ihr damaliger &quot;Handschlag&quot; mit Milosevic ? Um die &quot;Großen&quot;zu<br />
			ärgern oder wegen Sympathie bzw Unterstüzung für die Serben ? Mal ganz<br />
			ehrlich !
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>der sinn bestand darin, seine zustimmung für einen friedensvorschlag<br />
			der pds einzuholen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>und gleichzeitig unsere scharfe kritik an seiner politik zum ausdruck<br />
			zu bringen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>ich habe dort beide kirchen zu unserem friedensvorschlag bewegen<br />
			können, ihn aber leider nicht.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">sebastian:</th>
<td>Hallo Gregor! Ich habe heute gelesen, es gäbe unter den deutschen<br />
			Wahlberechtigten 15%, die J.Haider wählen würden. Hälst Du das für<br />
			realistisch? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>solidarisch waren wir immer mit der zivilbevölkerung und zwar der<br />
			serbischen und der albanischen und nie mit der politischen<br />
			führung.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>leider ja.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>zu sebastian: leider ja
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>Herr Gysi :Wie sehen Sie die Reaktion der deutschen Bundesregierung<br />
			auf die neue Regierung in Österreich mit Beteiligung von Jörg<br />
			Haider?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>ich denke das eine deutliche politische missbilligung erforderlich<br />
			war&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>wir müssen allerdings aufpassen durch bestimmte reaktionen aus einer<br />
			provinzgrösse nicht eine europäische zu machen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>vielleicht die letzte frage jetzt
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ceo:</th>
<td>Herr Dr. Gysi, alles hat seine Vor- und Nachteile&#8230; Worin liegen<br />
			Ihrer Meinung nach die Vorteile am Internet?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ceo:</th>
<td>Herr Dr. Gysi, was unternimmt die PDS, um das Internet auch sozial<br />
			schwächeren Mitbürgerinnen und Mitbügern zugänglich zu machen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>die vorteile bestehen offenkundig in der möglichkeit zur weltweiter<br />
			kommunikation&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>die gefahr besteht darin, dass es kaum noch intime schutzbereiche gibt<br />
			und solche weltweiten möglichkeiten nutzen leider nicht nur gute menschen,<br />
			z.b. rechtsextremismus usw&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>zur 2. frage: wir müssen einmal sichern, dass schüler ander schule den<br />
			umgang daran lernen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>und wir müssen dann definieren, dass der zugang zum internet zu einem<br />
			existentiellen lebensbestandteil wird, so wie das einmal beim fernsehen<br />
			und radiohören schon mal geregelt wurde.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Dr. Gysi, wir von politik-digital möchten uns auch im Namen von<br />
			Tomorrow und TV1 herzlich bei Ihnen und den 500 anwesenden Personen für<br />
			diesen exzellenten Chat bedanken.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Wir hätten noch viele spannende Fragen gehabt, die leider nicht<br />
			hineingepasst haben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GregorGysi:</th>
<td>also vielen dank für das grosse interesse und komme gerne wieder um<br />
			die ganzen restlichen fragen zu beantworten. für dringende fragen, wenden<br />
			sie sich bitte an meine emailadresse: gregor.gysi@bundestag.de
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>(500 Personen Spitze entsprechen zwischen 1000 und 1500<br />
			hintereinander)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Shit:</th>
<td>schon schluss?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">schocky:</th>
<td>Auf Wiedersehn Herr Gysi ,schönen Gruss noch aus Luxemburg
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ahnungslos:</th>
<td>Na denn dann verabschiede ich mich auch tschüß denn
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Foster:</th>
<td>Wird dieser Chat noch irgendwo abgedruckt oder ins Internet<br />
			gestellt
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Transcript später auf www.politik-digital.de
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Knut:</th>
<td>bye
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ich:</th>
<td>bin zu spät hier ohjee , bye</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_gregor_gysi-428/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Werner Weidenfeld</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_werner_weidenfeld-419/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[lhinrichs]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Parteispende]]></category>
		<category><![CDATA[CDU-Spendenaffäre]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Weidenfeld]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/chat_mit_werner_weidenfeld-419/</guid>

					<description><![CDATA[<table border="0">
	<tbody>
		<tr valign="top">
			<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
			<td>
			Hallo es geht los]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Hallo es geht los
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Lieber Herr Prof. Weidenfeld wir freuen uns ganz besonders Sie heute im<br />
			BOL-Chat begrüßen zu dürfen!. Wir freuen uns auf eine spannende<br />
			Chat-Stunde. Viel Spaß! 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Frumm:</th>
<td>
			Wie sehen Sie den Parteispenden Skandal in Bezug auf die deutsche Demokratie?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Dies löst eine tiefe Verwundung der politischen Kultur in Deutschland aus
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FrankRitter:</th>
<td>
			Haette Schäuble nicht gestern zurücktreten sollen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Dies hätte die Nachfolgegeneration in der Führung der Union mit den alten Schwierigkeiten belastet.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			dh er ist ein Übergangsvorsitzender bis alles aufgeklaert ist?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			ja, genau so ist es!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Wie lange wird sich in Ihren augen das Drama noch hinziehen? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Das wird noch eine längere Zeit dauern, bis der Gesamtkomplex so weit<br />
			es geht aufgeklärt ist, da die Beteiligten offenbar kein umfassendes<br />
			Interesse an völliger Aufklärung zeigen, wird dies sicherlich noch<br />
			ziemlich lange dauern.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ManfredGerlich:</th>
<td>
			Wie sehen sie das Verhalten der anderen partein in Bezug auf die CDU? (Aussage von gestern von Herrn Struck)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Ich empfinde die Einlassungen der übrigen Parteien bisher als relativ<br />
			moderat. Dies deutet darauf hin, daß sie das Problem einer Grauzone in<br />
			der Parteienfinanzierung nicht nur bei der CDU vermuten. Lediglich bei<br />
			der Forderung nach Neuwahlen in Hessen scheinen mir die anderen<br />
			Parteien über das sachlich gebotene Ziel hinauszuschießen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">moinwerner:</th>
<td>
			Wird ueberhaupt alles zu klaeren sein. Im Morgenmagazin sah heute ein<br />
			Kohl-Biopgraph ziemlich schwarz, weil er meinte solange Kohl nichts<br />
			sagt (und er wird nichts sagen!) wird die geschichte niemals aufgeklärt
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Die Sachverhalte werden zum Teil auch auzuklären sein, ohne das Kohl<br />
			sein Wissen weitergibt. Schließlich ist er nicht der Einzige, der über<br />
			die Informationen verfügt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Parteispende:</th>
<td>
			Warum kann Kohl nicht gezwungen werden die Namen der Spender zu nennen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Dazu steht kein Instrument zur Verfügung.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Parteispende:</th>
<td>
			Wen vermuten Sie hinter den Spendern?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Keine Ahnung.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Annakarenina:</th>
<td>
			Vermuten Sie also, daß auch die SPD oder die Grünen Gefahr laufen in eine Spendenaffäre verwickelt zu sein ? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Auszuschließen ist so etwas nicht.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">moinwerner:</th>
<td>
			Was halten Sie von Gerüchten, die eine Verbindung zwischen der jetzigen<br />
			und der Flick-Affäre ziehen? Ist Kohl als großer Staatsmann überhaupt<br />
			noch tragbar? Sollte man ihn nicht wirklich mal härter, sprich<br />
			strafrechtlich angehen? Ich habe das Gefühl, dass er längst nicht mehr<br />
			&quot;von dieser Welt&quot; ist&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Ich schließe nicht aus, dass Restgelder von damals im Ausland geparkt<br />
			wurden. Im Blick auf die Konten der hessischen CDU wird dies ja<br />
			gegenwärtig geprüft.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">pab:</th>
<td>
			Wen sehen Sie in der Verantwortung, die CDU aus ihrer fundamentalen Krise herauszuführen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Dies wird erst die nächste Führungsgeneration tun können, die mit den<br />
			Problemen der alten Ära in keinerlei Verbindung steht. Also ist Geduld<br />
			angezeigt, Wahlniederlagen der CDU inklusive.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Pelztier:</th>
<td>
			Welche Empfehlungen würden Sie den Landesparteien für ihre derzeitigen Wahlkämpfe geben ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Glaubwürdige Entrüstung mit klaren Sachperspektiven verbinden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Serdar:</th>
<td>
			Zur Schäubles Spendenannahme: Ich Frage mich warum eine so hohe Spende<br />
			von 100.000 DM Bar übergeben wird und nicht überwiesen wird.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Gute Frage! Solche hohen Bargeldsummen sind üblicherweise ein Indiz für intransparenten Erwerb des Geldes.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">LynX:</th>
<td>
			Kann es sein, daß Kohl in Wirklichkeit ganz andere Dinge verschweigt,<br />
			die ihn noch ins Gefängnis bringen würden? Nur so erklärt sich, daß so<br />
			ein stolzer Mann mal schnell seinen Ehrenvorsitz an den Nagel hängt!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Meine Interpretation ist: Kohl nimmt eine Güterabwägung vor. Er<br />
			kalkuliert welche der beiden Alternativen den größeren Schaden<br />
			anrichten würde. Offenbar schätzt er den Schaden einer Offenlegung als<br />
			größer ein.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">zeitenwechsel:</th>
<td>
			Wen verbinden Sie denn mit der nächsten Führungsgeneration? Christian Wulff, Friedrich Merz?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Mein Favorit ist Friedrich Merz.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">webwolf:</th>
<td>
			Verhindert die Entscheidung des Parteivorstandes, Schäuble zu halten<br />
			und im Falle seines Rücktritts mitzutreten nicht einen grundlegenden<br />
			Neubeginn, oder ist eine solche Krisenbewältigung in mehreren Stufen<br />
			sinnvoll?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Man muß die Entwicklung in mehreren Etappen sehen. Unter Schäuble wird<br />
			die Aufklärung versucht. Erst dann macht ein Führungswechsel mit einer<br />
			langfristigen Perspektive Sinn.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Pelztier</th>
<td><b><br />
			kann es nicht fassen, daß der CDU-Vorstand Herrn Schäuble im Amt hält, haben sich damit nicht alle unglaubwürdig gemacht ?<br />
			</b></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Pelztier: Siehe dazu meine vorherige Antwort!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			sorry, 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">timbotheduck:</th>
<td>
			Sind sie schon mal als Berater für Parteien zu diesem Thema hernagezogen worden?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Nein
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Würden Sie einen Auftrag (beispiel CDU) annehmen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Nein.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">popster:</th>
<td>
			Eine Frage an den Europa-Experten: Was halten eigentlich unsere<br />
			nachbarn von dem Skandal bzw. wird er auch Auswikungen auf unsere<br />
			Position in der EU haben?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Bei den Nachbarn gibt es eine Mischung aus Überraschung und<br />
			Gelassenheit. Einerseits hat man so etwas in Deutschland nicht<br />
			vermutet, andererseits sind die Nachbarstaaten wie Frankreich und<br />
			Italien Skandale fast alltäglich gewöhnt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r89869:</th>
<td>
			Ich finde Ihre Antworten großartig! Ich werde mir Ihre Bücher noch intensiver als bisher anschauen!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Haku345:</th>
<td>
			Wie haben Sie denn die Rolle der CDU als Oppositionspüartei in Ihrem<br />
			Buch eingeschätzt? Im Moment gibt es ja 0 Opposition, d.h. die SPD kann<br />
			machen was sie will. Was ist eigentlich mit der FDP los?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			In meinem Buch gehe ich auf alle diese Fragen ein. Im Kern geht es<br />
			allerdings um die unterschiedlichen Politikverständnisse und Weltbilder<br />
			der Ära Kohl im Vergleich zur Generation von Bundeskanzler Schröder.<br />
			Ich freue mich über das große Interesse an meinen Büchern und darf eine<br />
			anregende Lektüre wünschen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Haben Sie die letzte Frage von Haku345 noch?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Vielen Dank für diesen Hinweis! Die FDP droht in Vergessenheit zu<br />
			geraten. Ihre einzige Chance besteht nun zur Anlaufstelle enttäuschter<br />
			bürgerlicher Wähler zu werden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">webwolf:</th>
<td>
			Wie ist das Dilemma aufzulösen, daß der CDU droht, bei konsequenter<br />
			Anwendung der Gesetze bankrott zu gehen, andererseits (bei Schonung der<br />
			Partei) aber sicherlich das Vertrauen der Bürger in unser System<br />
			schwinden dürfte?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			die CDU darf jetzt keinen Milimeter von einem radikalen Aufklärungskurs<br />
			abweichen, sonst ist ihre Glaubwürdigkeit auch für die nächste<br />
			Generation dahin. Mit einem Bankrott der CDU rechne ich nicht.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">bugs:</th>
<td>
			Können Sie sich Alternativen zum bestehenden politischen System<br />
			vorstellen? Mr scheint gerade die Institutionalisierung durch<br />
			Berufspolitiker ein Hauptproblem der derzeitigen politischen Misere (in<br />
			allen Parteien) und der verbreiteten Politikverdrossenheit der Bürger<br />
			zu sein.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Man sollte Defizite einzelner Personen nicht zur Systemfrage<br />
			hochstilisieren. In jedem System wird es Verfehlungen geben. Wichtig<br />
			ist, dass Regeln vorliegen, die Aufklärung möglich machen. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Frumm:</th>
<td>
			Wie sind Sie zur Politik-wissenschaft gekommen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Das ist eine vielschichtige Frage. Es kamen mehrere Erfahrungen<br />
			zusammen. Auslöser war die Beschäftigung mit dem Nazionalsozialismus in<br />
			der Schule.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Frumm:</th>
<td>
			Benutzen Sie selber das Internet fuer Buch-Recherchen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Ja.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Frumm:</th>
<td>
			Welche aktuellen Plaene haben Sie grade?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Ich werde morgen nach Israel fliegen, weil ich mich auch mit dem<br />
			Friedensprozess im Nahen Osten befasse. Als nächstes größeres Buch<br />
			plane ich zusammen mit Karl-Rudolph Korte das Handbuch:<br />
			Deutschland-Trends. Es wird eine umfassende Bestandsaufnahme der<br />
			Probleme und Zukunftsperspektiven unseres Landes beinhalten. Es wird im<br />
			Jahr 2001 erscheinen. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">gazza:</th>
<td>
			Hatta die Nato nach Ihrer Ansicht das Recht, im Kosovo einzugreifen, und sollte sie dies in Tscheschenien wiederholen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Diese Frage ist sehr kompliziert und nicht mit wenigen Sätzen zu<br />
			beantworten. Ich empfehle zu solchen Grundsatzfragen die Lektüre der<br />
			von mir herausgegebenen Zeitschrift &quot;Internationale Politik&quot;. Dies ist<br />
			das führende Fachorgan zu Ihrem Themenfeld.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Student:</th>
<td>
			Beispiel Italien: Da hat sich nach einem etwa vergleichbaren fall eine große Partei aufgelöst. Ist das auch für die CDU denkbar?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Nein, dazu fehlt der CDU die emotionale Energie.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">BigB:</th>
<td>
			Gibt es nicht schon genug Regeln, die Aufklärung möglich machen, nur dass die CDU sich noch nicht traut? (Stichwort: Beugehaft)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Zwangsmittel dieser Art befinden sich nicht in der Hand einer Partei, sondern nur in der Zuständigkeit der Rechtsorgane.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r89869:</th>
<td>
			Wer sollte der naechste Kanzlerkandidat der Union werden? Doch nicht etwa Stoiber????
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Dies ist jetzt eine völlig unzeitgemäße Frage. Die CDU steckt im tiefem<br />
			Jammertal, da wirkt die Frage nach einem Kanzlerkandidaten skuril.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ManfredGerlich:</th>
<td>
			Zu der Antwort von eben: Es ist doch aber nicht wahrscheinlich, daß<br />
			Rechtsorgane diese Massnahme gegen Helmut Kohl anwenden, oder?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Ich halte dies für höchst unwahrscheinlich, zumal die rechtliche<br />
			Substanz der Vorwürfe gegen Kohl persönlich höchst ungeklärt sind.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Student:</th>
<td>
			kann es sein, dass die CDU von Biedenkopf etc. (Rebellen) nun mehr beeinflusst wird? Evtl. sogar Spaltung?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Nein!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r89869:</th>
<td>
			Was müßte passieren, damit die CDU noch Wahlsiege bei den nächsten Landtagswahlen einfahren kann?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Dazu reicht meine Phantasie nicht aus.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator</th>
<td><b><br />
			lacht<br />
			</b></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Teahage:</th>
<td>
			Glauben Sie, das ein Ministerpräsident (Koch) nichts von den Finanzen seiner Partei wußte ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Keine Ahnung. Ich möchte nicht bloß spekulieren.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">popster:</th>
<td>
			Beschaeftigen Sie sich auch mit dem Internet und den Auswirkungen auf die Politik (siehe z.B. zur Zeit das CDU-Forum)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Ja, dazu besteht an meinem Forschungsinstitut, dem Centrum für<br />
			angewandte Politikforschung ein großes Forschungsprojekt. Informieren<br />
			Sie sich doch dazu auf der Website des Centrums: www.cap.uni-muenchen.de
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Annesofia:</th>
<td>
			Sind Sie für Neuwahlen in Hessen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Nein. Die Legitimation durch die Bürger erfolgte im Blick auf bestimmte<br />
			politische Positionen, nicht im Blick auf die Finanzierung von<br />
			Werbemitteln.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">popster:</th>
<td>
			Zu dem Buchprojekt. was sind denn die grossen Probleme Deutschlands ausser dem Spendensumpf?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Die Überschriften der Hauptkapitel sind: Geschichtsbewußtsein,<br />
			Wirtschaftswelt und soziale Ordnung, Gesellschaft, Kultur, Politik.<br />
			Details später.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">BigB:</th>
<td>
			Wie sehen Sie unsere Zukunft in der Informationsgesellschaft? Hinken wir international hinterher?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Europa hinkt hinterher, aber wir holen auf. Ich bin nicht pessimistisch.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Haku345:</th>
<td>
			Sehen Sie die Entwicklung Europas optimistisch oder eher pessimistisch
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Haku345:</th>
<td>
			uups gerade schon geantwortet
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			sorry Herr Weidenfeld&#8230; das ging eben zu schenll
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">popster:</th>
<td>
			Glauben Sie Herrn Schäuble bzw. was halten Sie von den jüngsten Äußerungen Schreibers zur Person Schäuble?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Ich halte Schreiber für weit unglaubwürdiger als Schäuble.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Pelztier:</th>
<td>
			inwiefern wird gegen Kohl ermittelt, genießt er nicht noch Immunität wegen seines Bundestagsmandates ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Nein, die Immunität ist aufgehoben worden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FrankRitter:</th>
<td>
			Ich finde es klasse, daß jemand wie Sie in diesen chat kommt. (Auch<br />
			wenn es fast nur über die Spendensumpf Affäre geht. Gruss aus der<br />
			Schweiz
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">webwolf:</th>
<td>
			Sicher ist Herr Schreiber unglaubwürdig und eine ziemlich üble Person,<br />
			aber ist es nicht wahrscheinlich, daß er noch irgendwelche dunklen<br />
			Machenschaften auspackt??? Welches Interesse leitet den Mann zur Zeit,<br />
			so düstere Drohungen auszusprechen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Seine Eitelkeit!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Haku345:</th>
<td>
			Haetten Sie selbst interesse an einem Leben als Politiker bzw. stehen Sie einer Partei nahe, wenn ich das fragen darf?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Nein, ich habe mich bewußt für die Politikwissenschaft und nicht für<br />
			ein eigenes politisches Mandat entschieden. Die aktuellen Ereignisse<br />
			bestätigen mir nachträglich die Richtigkeit meiner damaligen Überlegung.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Lieber Herr Prof. Weidenfeld, wir bedanken uns bei Ihnen im Namen von<br />
			BOL und politik-digital für diesen sehr spannenden Chat! Und würden sie<br />
			gerne noch zu einem abschliessenden statement zum Thema politik &amp;<br />
			Internet bitten. Gruss aus Hamburg und Berlin!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">webwolf:</th>
<td>
			Gruß auch von den Kölnern!!! War genial!!!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">mielein:</th>
<td>
			und aus münchen !
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">WernerWeidenfeld:</th>
<td>
			Vielen Dank dem Moderator und BOL und Politik digital für diese schöne<br />
			Kommunikationsmöglichkeit. Mein Statement lautet: Politik in der<br />
			Informationsgesellschaft wird selbst durch die anschwellende<br />
			Informationsflut verunsichert und überfordert. So stellt sich die<br />
			Frage, wie aus dieser Flut handlungsorientiertes und<br />
			zukunftsgestaltendes wissen für die Politik gefiltert und gewonnen<br />
			werden kann, für die Entscheider in der Politik mit ebenso grosser<br />
			Dringlichkeit wie für die Manager in Industrie und Unternehmen. Servus<br />
			aus München. Werner Weidenfeld</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_werner_weidenfeld-419/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Online-Spendentool von Bündnis 90/Die Grünen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online_spendentool_von_buendnis_90_die_gruenen-697/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/online_spendentool_von_buendnis_90_die_gruenen-697/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mhartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Spende]]></category>
		<category><![CDATA[Parteispende]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/online_spendentool_von_buendnis_90_die_gruenen-697/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Die Grünen geben ihren potenziellen Spendern ab sofort die Möglichkeit, nicht mehr nur mittels Überweisung die Politik
der Grünen finanziell zu unterstützen, sondern die Parteispende bequem und sicher mithilfe der Kreditkarte auch über das
Internet online zu realisieren.</span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Die Grünen geben ihren potenziellen Spendern ab sofort die Möglichkeit, nicht mehr nur mittels Überweisung die Politik<br />
der Grünen finanziell zu unterstützen, sondern die Parteispende bequem und sicher mithilfe der Kreditkarte auch über das<br />
Internet online zu realisieren.</span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein neuer Wettbewerb scheint im Hinblick auf die Bundestagswahl 2002 unter den großen demokratischen Parteien in<br />
Deutschland ausgebrochen zu sein: der um das Image der innovativsten, engagiertesten und interaktivsten Partei im<br />
Internet. So geht es in diesem Wettstreit der Parteien vorrangig um eine Forcierung und attraktive Verbesserung der<br />
digitalen Möglichkeiten, die das Internet im kommenden Jahre erstmals zum Wahlkampfmedium No.1 machen lassen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In diesem Zusammenhang der digitalen Mobilmachung stehen exemplarisch nicht nur netzkompatible Neuerungen wie der<br />
<a href="http://www.virtueller-parteitag.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
Virtuelle Parteitag der Bündnisgrünen</a>, die Kreation eines ausschließlich im Internet existenten <a href="http://www.fdp-lv-net.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
Landesverbandes der<br />
Liberalen</a>, die erste <a href="http://www.internetnight.cdu.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Internetnight</a> der <a href="http://www.cdu.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Christdemokraten</a><br />
mit Vorträgen und Workshops rund um die Thematik von Internet<br />
und Politik, die vermehrte Realisierung von Politiker-Chats, die aktive <a href="http://www.buergerprogramm2002.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Debatte um Wahlkampfprogramme</a> der <a href="http://www.liberale.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">FDP</a> und die<br />
große Anzahl von neuen politischen Diskussionsforen &#8211; seit Mitte Mai bieten Bündnis 90/Die Grüne auch die Möglichkeit,<br />
mittels Kreditkarte online eine Parteispende abzugeben.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
&quot;Besonders freuen wir uns natürlich, diese innovative Lösung der Online-Spende vor der selbsternannten<br />
Internetpartei FDP anbieten zu können&quot;, freute sich der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Reinhard Bütikofer.<br />
Auf der Pressekonferenz am 16. Mai 2001 in Berlin rühmte Bütikofer nicht nur die vorgestellte <a href="http://www.gruene.de/start/start_spenden.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Neuentwicklung der<br />
Online-Spende</a>, sondern auch seine Partei: 1996 seien die Grünen die erste Partei mit einem eigenen Angebot im Internet<br />
gewesen &#8211; und nun läge man mit einer technischen Neuerung wie der Parteispende via Internet erneut vorne.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das von dem Berliner Jungunternehmen <a href="http://www.wegewerk.de/de/indexmsie.php3" target="_new" rel="noopener noreferrer">wegewerk</a> entwickelte Spendentool bietet dem User derzeit die Möglichkeit,<br />
zwischen einer allgemeinen Spende zur Unterstützung der politischen Arbeit von Bündnis 90/Die Grünen,<br />
einem Wahlkampf-Fond zur Vorbereitung des Landtagswahlkampfes in Sachsen-Anhalt im Frühjahr 2002 und dem<br />
Internationalen Solidaritätsfond (ISF) von Bündnis 90/Die Grünen zu wählen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nach den Vorstellungen des Bundesgeschäftsführers Bütikofer sollen die Spender in Zukunft zwischen maximal vier<br />
Projekten auswählen können, doch welcher Anteil bei den Spendenerwartungen von fünf Millionen Mark zur Bundestagswahl<br />
2002 mit Hilfe des neuen Spendentools im Internet gesammelt werden kann, vermöge er nicht zu prognostizieren.<br />
Das Vorbild aber wurde genannt: Dem US-amerikanischen Präsidentschaftskandidat John McCane war es gelungen,<br />
innerhalb kürzester Zeit mehrere Millionen Dollar zu sammeln, ein großer Teil davon über das Internet.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Jedoch gerade im Zuge der Spendenskandale innerhalb der deutschen Parteienlandschaft müsse das oberste Gebot der<br />
Spendeneinwerbung des grünen Bundesverbandes im Internet Transparenz und Ehrlichkeit sein,<br />
wie Reinhard Bütikofer ausführte.<br />
So werden dem Nutzer rund um den eigentlichen Akt der Parteispende zahlreiche Informationen geboten,<br />
um willigen Spendern Sicherheit, garantierten Datenschutz sowie eine gesetzeskonforme Verwendung der Parteispenden<br />
zu garantieren. Missbräuchlich überwiesene Summen würden zurückerstattet &#8211; etwa, wenn der Junior Mammas<br />
Kreditkarte missbrauchen sollte.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nach Angaben der Entwickler des Spendentools werden die Transaktionen der individuellen persönlichen Daten und der<br />
Kreditkartennummer über verschlüsselte Datenverbindungen im SSL-Standard realisiert, über einen speziell geschützten<br />
Sicherheitsserver abgewickelt und somit für Dritte unzugänglich gemacht.<br />
Zur Bestätigung der eingegangenen Parteispende bekommt der registrierte Spender neben einer Quittung umgehend eine<br />
E-Mail zugesandt, die als weiterer Sicherheitsaspekt bei der Datenübermittlung gelten soll.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als Zielgruppe richtet sich das neue Spendentool besonders an die häufigen Internetbesucher, da bei ihnen die<br />
Akzeptanz der Kreditkartenzahlung im Internet sehr verbreitet ist und somit potenziellen Unterstützern die<br />
Möglichkeit gegeben werden soll, mithilfe moderner Übertragungswege der grünen Politik finanziell beizustehen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die anderen deutschen Bundestagsparteien bieten interessierten Spendern auf ihren Internetseiten lediglich schlichte<br />
Bankverbindungen an oder geben ihnen wie die <a href="http://www.spd.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">SPD</a> die Möglichkeit, sich Informationsmaterial über die Parteispenden<br />
zusenden zu lassen.<br />
Ob die Einführung eines Online-Spendentools wirklich die erwartete Konjunktur der Parteispenden der Grünen<br />
hervorbringen wird, bleibt abzuwarten. Sicher jedoch lässt sich behaupten, dass solche digitalen Neuerungen nicht<br />
nur für eine große Wählermobilisierung sorgen werden, sondern sich das Internet ebenso zu dem Instrument des<br />
Bundestagswahlkampfes 2002 entwickeln lassen, dessen Innovation, Interaktivität und technischem Fortschritt<br />
sich die anderen Parteien in Zukunft nicht entziehen werden können.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während der Präsentation der Online-Spende auf der Pressekonferenz in Berlin hatte Schatzmeister Dietmar Strehl<br />
einen spendablen Moment erwischt und unterstützte den Internationalen Solidaritätsfond (ISF) mit fünfzig Euro,<br />
online über das Internet.<br />
Um sich jedoch vor der versammlten Journalistenschar und der Projektion an die Wand einer geschützten<br />
Datenübertragung sicher zu sein, behalf er sich mit einer etwas antiquarischen Firewall: er ließ seine Angaben<br />
mithilfe eines schattenwerfenden Regenschirms zensieren.<br />
</span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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