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	<title>Parteitag &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Parteitag &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>NSA: „Es gibt noch eine ganze Menge Aufklärungsbedarf“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2015 14:44:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf dem Bundesparteitag der SPD sprachen wir mit Christian Flisek und Jens Zimmermann über aktuelle netzpolitische Themen. Vor allem die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPD-Parteitag-Header-3.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" size-full wp-image-147705 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPD-Parteitag-Header-3.jpg" alt="SPD-Parteitag-Header-3" width="640" height="280" /></a>Auf dem Bundesparteitag der SPD sprachen wir mit Christian Flisek und Jens Zimmermann über aktuelle netzpolitische Themen. Vor allem die Überwachungstätigkeiten der NSA und des BND sowie die Digitale Agenda standen dabei im Fokus.</p>
<p>Fast zwei Jahre lang beschäftigt sich der Deutsche Bundestag nun mit den Enthüllungen von Edward Snowden und deren Konsequenzen. „Es gibt noch eine ganze Menge Aufklärungsbedarf“, konstatiert Christian Flisek, SPD-Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss. Der Bundesnachrichtendienst (BND) habe mit seiner „Weltraumtheorie“ eindeutig deutsches Recht überstrapaziert. Laut dieser Auslegung fallen Daten, die per Satellit abgeschöpft werden, nicht unter deutsches Recht. So könne es nicht weitergehen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bis spätestens nächsten Sommer hier eine umfassende BND-Reform bekommen werden.“</p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=n5jS1qNuFbA" title="SPD-Bundesparteitag Spezial mit Christian Flisek" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/n5jS1qNuFbA?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Flisek rechtfertigte sich außerdem zu seiner Position bezüglich der <a href="http://politik-digital.de/news/bundestag-beschliesst-vorratsdatenspeicherung-147222/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kürzlich beschlossenen Vorratsdatenspeicherung</a>. Er war der einzige SPD-Abgeordnete im Ausschuss Digitale Agenda, der für das Gesetz votiert hat. Als Berichterstatter im federführenden Rechtsausschuss habe er konstruktiv auf die Gestaltung Einfluss nehmen wollen. „Wir müssen nach vielen Jahren einer sehr ideologischen Diskussion ein Stück weit alle miteinander aus den Schützengräben kommen.“ Christian Flisek betonte vor allem die beschlossene Evaluierung des Gesetzes in drei Jahren.</p>
<p>Jens Zimmermann, SPD-Abgeordneter im Ausschuss Digitale Agenda, hat trotzdem gegen die neue Vorratsdatenspeicherung gestimmt. „In der leider aktuell angespannten Sicherheitssituation sehen wir ja immer wieder, dass die Vorratsdatenspeicherung nicht das Allheilmittel ist.“ Vor allem Ermittlungsbehörden müssen besser ausgestattet werden, um der Terrorgefahr zu begegnen.</p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=Q3cyi1bQ9oU" title="SPD-Bundesparteitag Spezial mit Jens Zimmermann" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/Q3cyi1bQ9oU?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Mit Jens Zimmermann sprachen wir darüber hinaus über den Stand der <a href="http://www.bmwi.de/DE/Themen/Digitale-Welt/digitale-agenda.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Agenda</a>. Er sehe schon Fortschritte, jedoch müsse man vor allem die Außendarstellung deutlich verbessern. „Vieles, was auch im Kleinen getan wird, kommt außen gar nicht so an.“ Zu den <a href="http://www.telekom.com/medien/managementzursache/291708" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ankündigungen der Telekom</a>, die Neuregelungen der Netzneutralität für Spezialdienste wie Telemedizin oder Online-Gaming auszunutzen, sagte Zimmermann: „Wir haben das zur Kenntnis genommen und werden das sehr kritisch begutachten.“ Trotzdem habe die Telekom hier schon „eine fiese Fratze“ gezeigt, so der SPD-Abgeordnete.</p>
<p>Bild: <a href="http://www.politik-digital.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<item>
		<title>„Es muss ein Recht auf anonyme Kommunikation geben.“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2015 15:01:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf dem Bundesparteitag der SPD sprachen wir mit dem netzpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Lars Klingbeil sowie der Abgeordneten Saskia Esken [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPD-Parteitag-Teaser-1.jpg"><img decoding="async" class=" size-full wp-image-147684 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPD-Parteitag-Teaser-1.jpg" alt="SPD Parteitag Teaser 1" width="640" height="280" /></a>Auf dem Bundesparteitag der SPD sprachen wir mit dem netzpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Lars Klingbeil sowie der Abgeordneten Saskia Esken über aktuelle Herausforderungen der Netzpolitik und das neue digitale Grundsatzprogramm der Partei.</p>
<p>Ein eigenes digitales Grundsatzprogramm, die Konsequenzen aus den Anschlägen von Paris und netzpolitische Herausforderungen in Deutschland &#8211; hierüber sprachen wir mit Lars Klingbeil, dem netzpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion, und Saskia Esken, SPD-Abgeordnete im Ausschuss Digitale Agenda.</p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=xN47x49ovVw&amp;feature=youtu.be" title="SPD-Bundesparteitag Spezial mit Lars Klingbeil" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/xN47x49ovVw?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Lars Klingbeil gab sich erleichtert, dass die Terroranschläge in Frankreich nicht die üblichen Forderungen nach verschärften Sicherheitsgesetzen im Internet zur Folge hatten. Er selbst ist hierbei ebenfalls sehr zurückhaltend und forderte vor allem eine bessere Ausstattung von Ermittlern mit den nötigen Ressourcen &#8211; schließlich seien die Täter den französischen Behörden bekannt gewesen. Er warnte aber gleichzeitig vor überzogenen Forderungen, beispielsweise dem Verbot des Anonymisierungsdienstes „Tor“ oder Hintertüren in Verschlüsselungstechnologien für Ermittlungsbehörden.</p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=hB7mi7YafhM&amp;feature=youtu.be" title="SPD-Bundesparteitag Spezial mit Saskia Esken" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/hB7mi7YafhM?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Saskia Esken plädierte für eine bessere mediale Ausbildung von Schülerinnen und Schülern. Jedoch nicht nur in Form eines Pflichtfaches Informatik: „Wir müssen mit diesen Inhalten auch in alle Schulfächer reingehen.“ Wir sprachen mit Saskia Esken darüber hinaus auch über den kürzlich <a href="http://politik-digital.de/news/abschaffung-der-stoererhaftung-bundesregierung-in-der-kritik-147429/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf zur Störerhaftung</a>. „Der Gesetzentwurf macht mich nicht glücklich.“ Er produziere viele neue Rechtsunsicherheiten, so Esken. Deshalb brauche es noch Nachbesserungen.</p>
<p>Bild: <a href="http://www.politik-digital.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>SPD-Parteitag live im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Kemmerich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 07:34:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom 13.-15. November 2009 findet in Dresden der Bundesparteitag der SPD statt. Wer nicht persönlich vor Ort ist, kann die Veranstaltung live im Internet verfolgen. Rege Beteiligung sei erwünscht.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 13.-15. November 2009 findet in Dresden der Bundesparteitag der SPD statt. Wer nicht persönlich vor Ort ist, kann die Veranstaltung live im Internet verfolgen. Rege Beteiligung sei erwünscht.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<a href="http://www.t88198792.de/spd/spd.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/_qqqqreeeSPD_OHJJe.jpg" alt="SPD-Parteitag in Dresden" title="SPD-Parteitag im Livestream" align="left" height="135" width="200" /></a>Der <a href="http://www.t88198792.de/spd/spd.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stream</a> wird mit einem Facebook-Live-Feed realisiert. Facebook-User können die Veranstaltung kommentieren und sich an der Diskussion zu beteiligen.
</p>
<p>
&quot;Seien Sie live dabei, mischen Sie sich ein, diskutieren Sie mit&quot;, heißt es auf der <a href="http://www.spd.de/de/politik/Bundesparteitag/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webseite der Sozialdemokraten</a>. Es ist allerdings nicht klar, ob und wie die Kommentare auf der Veranstaltung wahrgenommen werden. Die <a href="http://www.spdlenting.de/index.php?nr=18068&amp;menu=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">angekündigte gebärdensprachliche Übersetzung</a> funktionierte erst nach der Rede von Franz Müntefering.</p>
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			</item>
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		<title>Sozialdemokratische Politik Digital</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tknobloch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 17:32:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlprogramme im Internet-Check]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Internet im <a href="http://www.spd.de/de/pdf/parteiprogramme/Regierungsprogramm2009_LF_navi.pdf" target="_blank" title="Wahlprogramm der SPD" rel="noopener noreferrer">Wahlprogramm</a>: &#34;Kultur-Flatrate&#34;, &#34;Medienführerschein&#34; und die Internet-Sperre beschäftigten die Delegierten der SPD am 14. Juni in Berlin. Eine Zusammenfassung der digitalen Momente des außerordentlichen Parteitages.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet im <a href="http://www.spd.de/de/pdf/parteiprogramme/Regierungsprogramm2009_LF_navi.pdf" target="_blank" title="Wahlprogramm der SPD" rel="noopener noreferrer">Wahlprogramm</a>: &quot;Kultur-Flatrate&quot;, &quot;Medienführerschein&quot; und die Internet-Sperre beschäftigten die Delegierten der SPD am 14. Juni in Berlin. Eine Zusammenfassung der digitalen Momente des außerordentlichen Parteitages.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/webcheck_spd.jpg" alt="Wahlprogramme im Internet-Check" title="Wahlprogramme im Internet-Check" align="left" width="210" height="210" />Mehr und mehr findet das Internet Einzug in den politischen Diskurs. Diesem Umstand trug nun auch der Parteitag der SPD Rechnung. In dem beschlossenen Wahlprogramm fließen verschiedene Vorhaben zum Umgang mit dem virtuellen Raum ein.
</p>
<p>
<b>Kultur-Flatrate<br />
</b>
</p>
<p>
&quot;Das Urheberrecht und das Urhebervertragsrecht sollen in der digitalen Welt ein angemessenes Einkommen aus der Verwertung geistigen Eigentums ermöglichen.&quot;, heißt es im Wahlprogramm. Mit dieser Forderung einher geht die Prüfung einer Kultur-Flatrate durch die SPD. Bei diesem Konzept wird eine Pauschalgebühr auf Internet-Anschlüsse erhoben, welche im Gegenzug das freie Herunterladen urheberrechtliche geschützter Inhalte erlaubt.
</p>
<p>
<b>Der Medienführerschein<br />
</b>
</p>
<p>
Mit dieser Idee soll die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen gefördert werden. Verantwortungsvoller und sicherer Umgang mit dem Medium Internet ist bei diesem Projekt das Ziel. Medienkompetenz wird im Wahlprogramm als Schlüsselqualifikation und Bildungsthema beschrieben. Die SPD will somit das Internet in den Blickwinkel der Bildungspolitik rücken.
</p>
<p>
<b>Internet-Sperre<br />
</b>
</p>
<p>
Einen Tag vor dem Bundesparteitag beschloss der SPD-Bundesvorstand ein Papier, in welchem er Verbesserungen am Gesetzesentwurf der Familienministerin Ursula von der Leyen bezüglich der Sperrung kinderpornographischer Internetseiten forderte. Unter der Überschrift &quot;Löschen vor Sperren&quot; werden vier Änderungspunkte aufgeführt. Dabei fordert die SPD den Vorrang der Löschung vor dem Sperren der Seiten, eine unabhängige Überprüfung der Sperrliste des BKA, den Datenschutz für Besucher der gesperrten Seiten und den Status als Spezialgesetz.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Grundeinkommen für alle ist utopisch&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/grundeinkommen-fuer-alle-ist-utopisch-3547/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Nov 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgergeld]]></category>
		<category><![CDATA[Grundeinkommen]]></category>
		<category><![CDATA[grüne Marktwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Fücks]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Donnerstag, 22. November, war Ralf Fücks, Vorstand der Böll-Stiftung, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er erklärte, warum er für Bürgergeld, aber gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen ist und sprach über die Beziehung zwischen Grünen-Basis und Vorstand.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Donnerstag, 22. November, war Ralf Fücks, Vorstand der Böll-Stiftung, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er erklärte, warum er für Bürgergeld, aber gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen ist und sprach über die Beziehung zwischen Grünen-Basis und Vorstand.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Herzlich willkommen im tagesschau-Chat!<br />
Einen Tag vor dem Grünen-Parteitag ist Ralf Fücks, Grünen-Mitglied,<br />
Grünen-Kenner und Vorstand der Grünen-nahen Böll-Stiftung<br />
Gast im ARD-Hauptstadtstudio. Vielen Dank Herr Fücks, dass<br />
Sie sich Zeit genommen haben!
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks: </b>Gerne!
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/salon/photos/rfuecks85x.jpg" alt="Ralf Fücks" height="120" width="85" /><br />
<i>Ralf Fücks<br />
Vorstand der Böll-Stiftung</i>
</p>
<p align="left">
<b>Moderator:</b> Wie soll soziale Sicherung<br />
künftig aussehen? Auf ihrem Parteitag am Wochenende wollen<br />
die Grünen darüber eine Richtungsentscheidung treffen.<br />
Der Vorstand und ein Teil der Grünen plädiert für<br />
die Grundsicherung: Anspruch darauf hat, wer bedürftig ist<br />
&#8211; eine „Existenzsicherung“ und „Teilhabegarantie“<br />
durch Änderungen bei Hartz IV plus Investitionen vor allem<br />
in Bildung und Kinderversorgung. Ein Teil der Basis will dagegen<br />
ein bedingungsloses Grundeinkommen: 420 Euro monatlich plus Wohngeldanspruch<br />
für alle Bürger, zugleich grundlegenden Änderungen<br />
beim Steuersystem, der Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik. <br />
Wie immer haben wir Fragen vor dem Chat im &quot;Warteraum“<br />
gesammelt. Wir beginnen damit:</p>
<p><b>Zumpel:</b> 60 Milliarden Euro für Grundeinkommen<br />
und weitere Investitionen &#8211; das bedeutet doch Steuererhöhungen<br />
&#8211; und die taugen nicht, um eine Wahl zu gewinnen, oder?
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks:</b> Wer einen leistungsfähigen<br />
Staat haben will, muss auch bereit sein, ihn zu finanzieren. Wir<br />
denken, dass es durchaus noch Spielraum gibt bei der Besteuerung<br />
der höheren Einkommen. Da liegt die Bundesrepublik mittlerweile<br />
unter dem europäischen Durchschnitt. Das ist eine Frage des<br />
gesellschaftlichen Konsens: Wie viel sind uns öffentliche Güter<br />
wert wie Bildung und Kultur und wie viel ist die Gesellschaft bereit<br />
für Existenzsicherung der ärmeren Schichten aufzubringen?</p>
<p><b>dash:</b> Welche Steuern wollen die Grünen denn<br />
erhöhen, wenn überhaupt, und wo soll es zu Steuerentlastungen<br />
kommen?
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks:</b> Erhöht werden sollen die<br />
Einkommenssteuersätze für die oberen Einkommensgruppen.<br />
Zudem soll es eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer<br />
und höhere Sätze bei der Erbschaftssteuer geben. Das ist<br />
eine Sache der Chancengerechtigkeit, dass die Kluft zwischen hohen<br />
Einkommen und Vermögen, die weiter vererbt werden und der Masse<br />
der Bevölkerung nicht immer größer wird. Aber damit<br />
kein falsches Bild aufkommt: Ich jedenfalls will die Grünen<br />
nicht in die Ecke einer Steuererhöhungspartei rücken,<br />
die in höheren Steuern die Antwort auf alle gesellschaftlichen<br />
Probleme sieht. Soziale Teilhabe hängt wesentlich vom Zugang<br />
zur Erwerbsarbeit ab und der Abbau der Arbeitslosigkeit ist die<br />
wichtigste aller Sozialreformen. Dafür wollen wir zum Beispiel<br />
eine Senkung der Sozialbeiträge für Geringverdiener, das<br />
würde Arbeit verbilligen und die Chancen für gering Qualifizierte<br />
verbessern.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Eine Lernfrage vom Moderator: Gibt<br />
es dieses Modell “geringere Sozialversicherungsbeiträge<br />
für Geringverdiener“ schon in anderen Ländern?
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks:</b> Das ist, soweit ich weiß,<br />
noch nicht praktiziert. Die Bundesrepublik unterscheidet sich ja<br />
von den meisten europäischen Ländern darin, dass sie den<br />
Sozialstaat weniger über Steuern als über Sozialabgaben<br />
finanziert und wir wollen das Prinzip einer progressiven Staffelung,<br />
das es bei den Steuern gibt, auch auf die Sozialabgaben anwenden:<br />
Geringe Einkommen &#8211; geringere Abgaben, Höhere Einkommen &#8211; höhere<br />
Sätze.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das wäre also so, wie wir es schon<br />
von der Einkommensteuer kennen.</p>
<p><b>Ralf Fücks:</b> Genau. Am liebsten wäre mir<br />
eine stärkere Umfinanzierung auf Steuern, weil Sie dann auch<br />
Kapitaleinkommen zur Finanzierung des Sozialstaats heranziehen können<br />
und weil damit die Lohnnebenkosten gesenkt werden können.</p>
<p><b>rike:</b> Die Grünen hatten in der Schröder-Ära<br />
sieben Jahre Zeit, deutsche Politik mitzugestalten. Hängen<br />
geblieben sind aber letztlich fast nur SPD-Themen, wieso?</p>
<p><b>Ralf Fücks:</b> Oh, das ist eine sehr subjektive<br />
Sicht. Ökosteuern, Atomausstieg, Energiewende, Gleichstellung<br />
von Schwulen und Lesben, Reform Staatsbürgerschaftsrecht sind<br />
alles grüne Kernthemen und in der Sozialpolitik entspricht<br />
die Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe durchaus<br />
grünen Ideen einer sozialen Basissicherung. Es gibt bei uns<br />
viele, die jetzt komplett die Hartz-Reformen abräumen wollen.<br />
Ich finde, wir müssen da nicht in Sack und Asche gehen. Unter<br />
dem Strich waren die Arbeitsmarktreformen erfolgreich und zwar gerade<br />
auch für ältere Arbeitnehmer.</p>
<p><b>Brahamana:</b> Herr Fücks, verzeihen Sie mir,<br />
aber die Grünen wirkten in dieser Opposition etwas profillos.<br />
Hat die Grundeinkommens-Debatte nicht auch den Zweck, sich wieder<br />
stärker in die Diskussion zu bringen?
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks:</b> Sie ist gleichzeitig gesellschaftlich<br />
nötig und eine Chance für die Grünen wieder über<br />
den Tag hinaus zu denken. In der Opposition kann man sich nicht<br />
nur durch Tagespolitik profilieren<br />
sondern man braucht neue Konzepte und Ideen. Daran werden die Grünen<br />
auch zu Recht gemessen. Auf dem Parteitag geht es ja nicht nur um<br />
Grundsicherung, sondern auch um andere grüne Markenzeichen<br />
wie Klimaschutz und grüne Marktwirtschaft und Bürgerrechte.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die Grünen muten ihren Anhängern<br />
komplizierte Modelle und Visionen zu. Eine typisch grüne Eigenschaft?<br />
Die Botschaften der Linkspartei scheinen einfacher.
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks:</b> Erstens haben wir intelligente<br />
Wählerinnen und Wähler, denen man ruhig auch gedanklich<br />
etwas zumuten kann, wenn es Hand und Fuß hat. Und zweitens<br />
&#8211; im Ernst: Politik darf nicht der Versuchung erliegen, komplizierte<br />
Probleme immer stärker zu vereinfachen. Phrasen und Parolen<br />
sind kein Ersatz für gute Politik. Aber man muss natürlich<br />
in der Lage sein, sein Programm auch zu dolmetschen, zu übersetzen.<br />
Ein Parteitag ist kein Soziologen-Seminar.</p>
<p><b>Moderator:</b> Bemerkung, Kommentar, oder ist es doch<br />
eine Frage?</p>
<p><b>panda:</b> Eine &quot;Grüne Marktwirtschaft&quot;,<br />
scheint mir ein Widerspruch in sich zu sein, Herr Fücks, als<br />
ob Natur unter Marktwirtschaft nicht schon genug gelitten hätte<br />
(sowie unter Planwirtschaft auch).
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks:</b> Unsere Wirtschaft und auch die<br />
Verbraucher haben unsere Umwelt immer wie eine Gratisdeponie für<br />
Abgase, Emissionen, industrielle Abfälle aller Art behandelt<br />
und es ist gerade ein Problem, dass bisher Co2-Emissionen, die den<br />
Klimawandel verursachen, keinen Preis hatten und es deshalb keinen<br />
Anreiz für die Industrie gab, in die Vermeidung von CO2 zu<br />
investieren. Wir wollen uns den Markt zu Nutze machen für ökologische<br />
Innovationen und Investitionen. Dafür braucht es aber auch<br />
klare gesetzliche Regelungen, die dem Markt eine Richtung geben.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Ist diese Maxime bei beiden Modellen,<br />
die jetzt auf dem Grünen-Parteitag diskutiert werden &#8211; Grundsicherung<br />
und Grundeinkommen &#8211; gleichermaßen &quot;eingebaut&quot;?</p>
<p><b>Ralf Fücks:</b> Gute Frage. In der Sozialpolitik<br />
spielt Markt in der grünen Debatte eine geringere Rolle. Hier<br />
geht es stärker um staatliche Programme, die soziale Teilhabe<br />
ermöglichen sollen,<br />
z.B. Investitionen in Bildung und Erziehung. Und um eine finanzielle<br />
Existenzsicherung, die ein menschenwürdiges Leben für<br />
alle gewährleisten soll. Man könnte sagen, dass das Modell<br />
eines bedingungslosen Grundeinkommens die soziale Verantwortung<br />
radikal individualisiert &#8211; also jeder wird mit einem Bürgereinkommen<br />
ausgestattet und ist dann aber auch für sich und sein Leben<br />
selbst verantwortlich. Ein solches Modell ist tatsächlich sehr<br />
viel marktförmiger als der eher traditionelle Ansatz einer<br />
sozialen Grundsicherung.
</p>
<p>
<b>Perlensucher:</b> Wo stehen Sie in der Grundeinkommensdebatte,<br />
was würden Sie vorschlagen?</p>
<p><b>Ralf Fücks:</b> Ich halte die Idee eines bedingungslosen<br />
Grundeinkommens für alle nicht nur für utopisch, sondern<br />
für eine falsche Utopie. Sie würde sich in der sozialen<br />
Wirklichkeit schnell als eine Art Stilllegungsprämie für<br />
Erwerbslose und gering Qualifizierte erweisen. Aber ich bin dafür,<br />
Elemente dieser Idee in unser Sozialsystem einzubauen, z.B. ein<br />
Bildungsgrundeinkommen für alle, die sich in der Ausbildung<br />
befinden oder in einer Fortbildung. Und ich plädiere für<br />
ein Bürgereinkommen, das deutlich über den heutigen Sätzen<br />
für das Arbeitslosengeld II liegt und das mit Bürgerarbeit<br />
verknüpft ist, also einer aktiven Tätigkeit in gemeinnützigen<br />
Institutionen, sozialen oder kulturellen Projekten. Also kein Geld<br />
für passive Alimentierung, sondern Einkommen für Engagement.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wie nahe ist Ihr Modell an dem Modell<br />
der Grundsicherung?
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks: </b>Es baut darauf auf, geht aber<br />
in den beiden genannten Punkten darüber hinaus. Da finde ich<br />
den Antrag des Bundesvorstands zu strukturkonservativ.</p>
<p><b>Moderator:</b> Auch da die Frage:</p>
<p><b>Thunderman78:</b> Wie soll so etwas finanziert werden?<br />
Haben Sie da eine Gegenrechnung gemacht?
</p>
<p>
<br />
<b>Ralf Fücks:</b> Wir werden als Stiftung im kommenden<br />
Jahr diese Modelle rechnen lassen, weil man, wie die Frage zurecht<br />
gestellt ist, erst dann seriös über Realisierbarkeit sprechen<br />
kann. Man soll sich das Denken aber nicht von vornherein durch Finanzierungsfragen<br />
beschränken.</p>
<p><b>Tomcat:</b> Fundis und Realos &#8211; wie stark ist diese<br />
Trennung in der Partei zur Zeit tatsächlich?
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks:</b> Ich habe ja auch die 80er Jahre<br />
bei den Grünen miterlebt, in denen es wirklich harten innerparteilichen<br />
Gegensatz zwischen diesen zwei Positionen gab, die unvereinbar miteinander<br />
waren. Das passte nicht in eine Partei. Davon kann heute keine Rede<br />
sein. Die Bandbreite der Differenzen ist sehr viel kleiner und im<br />
Grunde streiten sich die Geister über unterschiedliche Varianten<br />
von Reformpolitik. Allerdings gibt es ein starkes Bedürfnis<br />
aus der Basis der Partei nach radikaleren Alternativen und nach<br />
politischen Visionen, die über den Reformpragmatismus der rot-grünen<br />
Regierungsjahre hinausgehen. Das ist für eine Opposition auch<br />
angebracht, aber ich bin entschieden dagegen, dass die Grünen<br />
sich jetzt wieder in eine Wünsch-dir-was-Partei verwandeln,<br />
die die Bodenhaftung verliert. Reformkonzepte müssen sich an<br />
ihrer Realisierbarkeit messen lassen.</p>
<p><b>Meier:</b> Geht es denn wirklich Fundis gegen Realos<br />
oder nicht mehr Basis gegen Vorstand?
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks:</b> Auf dem letzten Parteitag in<br />
Göttingen konnte man diesen Eindruck haben. Es gibt zumindest<br />
beide Motive. Es gibt politische Differenzen und es gibt das Bedürfnis,<br />
denen &quot;da oben&quot; in die Parade zu fahren. Am Beispiel Grundeinkommen<br />
sieht man ja auch, dass sich diese Kontroverse ja nicht nach der<br />
alten Lagerordnung entwickelt. Der Landesverband Baden-Württemberg<br />
hat sich für das Modell „Bedingungsloses Grundeinkommen“<br />
ausgesprochen und im linken Flügel der Partei finden sich ebenso<br />
Befürworter wie Gegner dieses Modells. Der Parteitag in Nürnberg<br />
wird auch zum Test, ob auch die grüne Führungsriege Mehrheiten<br />
bilden und ihre politische Autorität wieder festigen kann.<br />
Davon gehe ich aus.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Also erwarten Sie für den Parteitag<br />
eine Zustimmung zu dem Antrag des Parteivorstands &#8211; Grundsicherung,<br />
nicht Grundeinkommen?
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks</b>: Ja.</p>
<p><b>Moderator:</b> Was macht Sie so sicher?</p>
<p><b>Ralf Fücks:</b> Erstens gehe ich davon aus, dass<br />
dieser Antrag in der Sache von einer Mehrheit getragen wird. Zweitens<br />
sind sich doch viele Delegierte bewusst, dass es da nicht nur um<br />
eine politische Sachentscheidung geht, sondern auch um ein Votum<br />
über die politische Führung der Partei.
</p>
<p>
<br />
<b>Launebär:</b> Haben sie eine Erklärung dafür,<br />
wieso es zwischen zum Beispiel der SPD und den Grünen so unterschiedliche<br />
Vorstellungen von Sozialmodellen gibt? Wenn es eine gute, finanzierbare<br />
Lösung gäbe, müsste die doch den sozialen Parteien<br />
ins Auge springen</p>
<p><b>Moderator:</b> Nach dem jüngsten Linksrutsch der<br />
Union zur Mitte, auch dieser.
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks:</b> Es gibt ja tatsächlich eine<br />
parteiübergreifende Veränderung in eine Richtung, dass<br />
wieder mehr in soziale Sicherheit und soziale Teilhabe investiert<br />
werden muss und dass Politik nicht zusehen kann, wie sich die Kluft<br />
zwischen Arm und Reich immer weiter auftut, oder sogar diese Kluft<br />
noch verschärfen darf. Bei den verschiedenen Modellen kommen<br />
aber doch die verschieden Grundwerte und Orientierungen der Parteien<br />
wieder zum Tragen. Auch Sozialpolitik ist ja nicht einfach das Umsetzen<br />
wissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern ein Kampffeld unterschiedlicher<br />
Interessen und Zielsetzungen. Das grüne Modell unterscheidet<br />
sich von dem der SPD und allen anderen vor allem darin, dass wir<br />
stärker von der Selbstbestimmung der Einzelnen ausgehen und<br />
dass wir vor allem mehr Wert legen auf den Ausbau öffentlicher<br />
Institutionen, die entscheidend sind für die sozialen Chancen<br />
&#8211; vom Bildungssystem bis zum öffentlichen Gesundheitswesen.
</p>
<p>
<b>Manuel:</b> Was auf dem Parteitag beschlossen wird<br />
ist das eine, aber wann können die Grünen wieder mitregieren<br />
und mitgestalten?<br />
saim0n: Wie ist Ihre Meinung zur Oppositionsarbeit der Linkspartei?<br />
Würden Sie auch mit den Linken eine Koalition eingehen, um<br />
in die Regierung zu kommen?
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks:</b> Wann die Grünen im Bund<br />
oder in den Ländern, bei denen jetzt Wahlen anstehen, wieder<br />
in die Regierung kommen, entscheiden vor allem die Wählerinnen<br />
und Wähler. Aber für uns galt immer, dass Mitregieren<br />
kein Selbstzweck ist, sondern dass es um die Durchsetzung grüner<br />
Programme und Ziele geht. Von der Linkspartei trennen uns programmatisch<br />
wie kulturell zu große Welten, als dass ich eine Koalition<br />
2009 für möglich oder für wünschbar halte.</p>
<p><b>Moderator: </b>Was meinen Sie mit kulturell?
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks</b>: Die Linkspartei ist doch noch<br />
in der Mehrzahl ihrer Mitglieder und Funktionäre eine Nachfolgepartei<br />
der SED. Und im Westen hat sie jede Menge Sektierer angezogen, für<br />
die die Grünen eher ein Feindbild als ein möglicher Verbündeter<br />
sind.
</p>
<p>
<b>rudi:</b> Ich gehe davon aus, wenn der Bundesvorstand<br />
sich durchsetzt, dass dann die Basis immer mehr ihre eigene Wege<br />
gehen wird. Das Ganze wird auf der BDK, egal ob grüne Marktwirtschaft<br />
oder Grundsicherung/Grundeinkommen, ein Machtkampf zwischen Basis<br />
und einer Generation von führenden Grünen aus der rot-grünen<br />
Koalition. Ich wünschte mir, dass die Richtung von der Basis<br />
her bestimmt wird, denn dann kann auch eine Partei wieder aus der<br />
Opposition heraus agieren
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Ihr Kommentar?</p>
<p><b>Ralf Fücks:</b> Ich sehe nicht &quot;die&quot;<br />
Basis als einen homogenen Block und als Frontalopposition gegen<br />
Bundesvorstand und Fraktion. Es gibt unter den grünen Delegierten<br />
und in den Kreisverbänden eine bunte Mischung von politischen<br />
Positionen und ich glaube nicht im Mindesten daran, dass es für<br />
die Partei ein Befreiungsschlag wäre, jetzt diejenigen politisch<br />
in die Wüste zu schicken, die sich in den letzten Jahren als<br />
Führung herausgebildet haben. Aber richtig ist, dass es einen<br />
gehörigen Weckruf gegeben hat, dass wir uns nicht auf den Lorbeeren<br />
von Rot-Grün ausruhen können und dass die Grünen<br />
wieder hungriger werden müssen als Partei, die Alternativen<br />
zum Status Quo diskutiert und die einen radikalen Realismus entwickelt.<br />
Radikal im Hinblick auf die Herausforderung, zum Beispiel den Klimawandel,<br />
und realistisch im Hinblick auf die Umsetzbarkeit unserer Ziele.</p>
<p>Und richtig ist auch, dass die Führung der Grünen &quot;führen&quot;<br />
muss, also sich nicht selbst durch persönliche Konkurrenzen<br />
und Profilierungsstrategien gegenseitig neutralisieren darf.</p>
<p><b>Moderator:</b> Noch eine kleine Information zur Meinung<br />
unserer User zum Abschluss: Wir haben eine kleine Umfrage im Chat<br />
gemacht: Wie viel braucht man zum Leben (ohne Miete)? Mehr als die<br />
Hälfte findet mindestens 490 Euro, also noch deutlich mehr<br />
als sogar in der grünen Grundsicherung vorgeschlagen wird.<br />
Das war es leider schon wieder. Unser tagesschau-Chat ist vorbei.<br />
Vielen Dank Herr Fücks, dass Sie ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen<br />
sind. Einen schönen Tag und Abend wünschen tagesschau.de<br />
und politik-digital.de!
</p>
<p>
<b>Ralf Fücks:</b> .. und Ralf Fücks!</p>
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		<title>Erstmals Parteitagsbloggen in Österreich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Gievert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Apr 2007 09:31:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Novum in den Alpen: Die Östereichische Volkspartei (ÖVP) hat zu ihrem Parteitag am Wochenende eine Handvoll Blogger als Berichterstatter eingeladen und zahlt ihnen auch die Reisekosten - was bei betroffenen Bloggern für Verwunderung gesorgt hat. Zählten diese sich doch mehrheitlich nicht zur <a href="http://www.helge.at/2007/04/von-oevp-zum-parteitag-geladen/">&#34;Kernzielgruppe&#34;</a> der konservativen Partei.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Novum in den Alpen: Die Östereichische Volkspartei (ÖVP) hat zu ihrem Parteitag am Wochenende eine Handvoll Blogger als Berichterstatter eingeladen und zahlt ihnen auch die Reisekosten &#8211; was bei betroffenen Bloggern für Verwunderung gesorgt hat. Zählten diese sich doch mehrheitlich nicht zur <a href="http://www.helge.at/2007/04/von-oevp-zum-parteitag-geladen/">&quot;Kernzielgruppe&quot;</a> der konservativen Partei.<br />
<!--break--><br />
In Deutschland haben auch bereits Blogger von Parteitagen berichet &#8211; anders als in Österreich jedoch meines Wissens keine, die zuvor mit <a href="http://futurezone.orf.at/it/stories/186880/">Wahlempfehlungen für Konkurrenzparteien </a> aufgefallen waren.<br />
Dass Blogger von Parteitagen berichten, ist eine schöne Sache. Aber: Es ist gar nicht so einfach, die von den Parteitagsdelegierten diskutierten Inhalte schnell und kritisch zu spiegeln. Wenn sich das Parteitags-Bloggen auf ein Referat der Tagesordnungspunkte und Bemerkungen über das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Wilhelm_Molterer_2007.jpg">Aussehen des Spitzenkandidaten</a> oder die Bestückung des Büffets mit Schnittchen beschränkt, bleibt das Ganze ein nettes harmloses Event.</p>
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		<title>Virtueller Parteitag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simone Gerdesmeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jan 1980 12:04:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
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