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	<title>Peer Steinbrück &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Peer Steinbrück &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Bürgerdialog? Da war doch was</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2014 14:26:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was ist eigentlich von der Beteiligungseuphorie der Volksparteien und den großen E-Partizipationsprojekten der letzten Legislaturperiode übrig geblieben? Vor der Bundestagswahl [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bürgerbeteiligung_crop.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-142037" alt="Bürgerbeteiligung_crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bürgerbeteiligung_crop.jpg" width="640" height="280" /></a>Was ist eigentlich von der Beteiligungseuphorie der Volksparteien und den großen E-Partizipationsprojekten der letzten Legislaturperiode übrig geblieben? Vor der Bundestagswahl 2013 hatten CDU und SPD großflächige Online-Bürgerbeteiligungskampagnen gestartet. Seit der Wahl ist ein Jahr vergangen – genug Zeit für die neue Regierung, sich darüber klar zu werden, wohin die Reise in Sachen demokratischer Teilhabe gehen soll. politik-digital.de forscht nach.<br />
Im Vorfeld der letzten Bundestagswahl schien in der Politik die Begeisterung für internetgestützte Bürgerbeteiligungsprojekte groß zu sein. Bereits 2011 startete die Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP mehrere themenspezifische Online-Bürgerdialoge, die aber nur mäßige Resonanz fanden. Doch Angela Merkel ließ sich nicht lumpen und startete Anfang 2012 mit dem „Zukunftsdialog“ <a href="http://politik-digital.de/die-zukunft-der-zukunftsdialoge/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das in puncto Kosten, Teilnehmern und medialer Aufmerksamkeit bislang größte internetgestützte Bürgerbeteiligungsprojekt Deutschlands.</a> Während parallel über einhundert Experten in verschiedenen Arbeitsgruppen Denkanstöße und Handlungsempfehlungen für die Politik entwickelten, konnten Bürgerinnen und Bürger zweieinhalb Monate lang auf einer Online-Plattform Wünsche posten, kommentieren und bewerten. So kamen über 11.000 Vorschläge, fast 97.000 Kommentare und 2,3 Millionen Bewertungen zusammen.<br />
Anfang 2013 legte dann die SPD nach und veranstaltete den SPD-Bürgerdialog. In dessen Rahmen waren Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, online, postalisch und auf ca. 350 Veranstaltungen Vorschläge für das Regierungsprogramm der Sozialdemokraten abzugeben. Aus den rund 40.000 Vorschlägen wurden auf einem Bürger-Konvent schließlich 11 Forderungen destilliert, die in das Regierungsprogramm aufgenommen wurden. Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück <a href="http://www.spd.de/buergerdialog/91752/20130302_buergerprojekte.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">frohlockte damals „Diese Premiere ist geglückt!“</a> und versprach, die SPD werde solche Dialoge wiederholen. Eine Volkspartei, die Volkspartei bleiben wolle, müsse sich öffnen, sonst laufe sie Gefahr, in einer gewissen Selbstbezogenheit zu ersticken.</p>
<h3>Beteiligung ja, nur bitte nicht zu viel</h3>
<p>Ob die neue Beteiligungseuphorie in den etablierten Parteien nun am Einfluss der Piratenpartei, der Bürgerforderung nach mehr politischer Mitsprache oder dem Wunsch der Parteien nach einer zeitgemäßen Kommunikation mit dem Volk lag, ist nicht bekannt. Die große Resonanz auf die Projekte zeigt jedoch, dass Online-Beteiligung nicht mehr nur ein Thema für die digitale Elite ist. Darauf lässt auch eine aktuelle <a href="http://www.hiig.de/wp-content/uploads/2014/06/20140609_Studie_DIGITAL.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft</a> schließen, der zufolge 94 Prozent der Befragten mindestens eine Form der Online-Beteiligung kennen. Immerhin 49 Prozent gaben sogar an, schon einmal aktiv eine E-Partizipationsmöglichkeit genutzt zu haben. Am häufigsten werden dabei Online-Petitionen unterzeichnet, über politische Sachverhalte abgestimmt oder politische Beiträge verfasst.<br />
Man müsste den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel und die Kanzlerin also für ihr Gespür für den Zeitgeist und ihr Eintreten für basisdemokratische Diskussionsprozesse loben, beschliche einen bei genauerem Hinsehen nicht das Gefühl, dass es mehr um die Außenwirkung als um den Austausch von Ideen geht.<br />
Zwar wurden die elf aus dem SPD-Bürgerdialog destillierten Vorschläge tatsächlich in das Regierungsprogramm aufgenommen, es ist allerdings bemerkenswert, dass alle Vorschläge, die schließlich aus dem Pool von 40.000 Ideen ausgewählt wurden, komplett mit der Parteilinie übereinstimmten. Die Innovationskraft des Bürgerdialogs hielt sich dementsprechend doch eher in Grenzen, und von einer Öffnung der Volkspartei für neue Ideen kann auch nicht die Rede sein.<br />
Ähnlich verhielt es sich mit dem Zukunftsdialog. Zwar wurden am Ende des Prozesses die Verfasser der zehn meistgevoteten Vorschläge, die unter anderem ein <a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2012-06-29_BK%27in_trifft_TN_Onlinedialog.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesetz gegen die Leugnung des Völkermordes an Armeniern, die Legalisierung von Cannabis, die Wiedereinführung der doppelten Staatsbürgerschaft und eine Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen</a> forderten, wie versprochen zu einem Treffen mit der Kanzlerin eingeladen.<br />
Eine öffentliche argumentative Auseinandersetzung mit den unbequemen Vorschlägen, die über ein kurzes Gespräch mit der Kanzlerin hinausging, suchte man allerdings vergeblich. Statt transparent zu erklären, warum die Umsetzung vieler Ideen für sie nicht in Frage kommt, <a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2012-07-04_Kanzlerin_trifft_TN_Online-Dialog.html?nn=475462" target="_blank" rel="noopener noreferrer">versprach Merkel, allerlei Themen im Auge zu behalten, sich noch eine Expertenmeinung zur Legalisierung von Cannabis einzuholen, und fand im Zusammenhang mit dem bedingungslosen Grundeinkommen die Frage nach gesellschaftlicher Teilhabe und Solidarität „spannend“</a>. Als Dialog, im Sinne einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit den gegenseitigen Standpunkten, ist das nur mit sehr viel Wohlwollen zu bezeichnen.<br />
Von den meistbewerteten Dialogvorschlägen beschäftigt nur einer die Politik noch heute – der Ruf nach mehr Unterstützung für Hebammen. Ein Ergebnis des Zukunftsdialogs war die Einsetzung der interministeriellen Arbeitsgruppe „Versorgung mit Hebammenhilfe“. Im April dieses Jahres veröffentlichte das Gesundheitsministerium deren Abschlussbericht, zusammen mit Vorschlägen des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe zur finanziellen Entlastung der durch hohe Haftpflichtprämien belasteten Hebammen. Mittlerweile wurde eine Bezuschussung von Hebammen, die wenige Geburten betreuen, durch die gesetzlichen Krankenkassen beschlossen. Nitya Runte<span style="font-size: xx-small"></span>, die Vorsitzende des Vereins Hebammen für Deutschland e.V. und Vertreterin des Vorschlags zur Förderung außerklinischer Geburten, ist zwar skeptisch, ob die getroffenen Maßnahmen die Situation der Hebammen tatsächlich verbessern werden, bewertet ihre Teilnahme am Zukunftsdialog rückblickend aber als positiv. Zwar hätten verschiedene Faktoren wie die Lobbyarbeit von Hebammenverbänden und die zahlreichen Proteste von Hebammen und Eltern zusammengewirkt, um das Thema auf die politische Agenda zu bringen. Der Zukunftsdialog sei jedoch hilfreich gewesen, um Aufmerksamkeit für ihr Anliegen zu erzeugen und die breite Integration unterschiedlicher Ressorts zu erreichen, die nötig ist, um komplexe Sachverhalte voranzubringen.<br />
Neben den Autoren der meistbewerteten Vorschläge auf der Online-Plattform luden Bundespresse- und Bundeskanzleramt auch zehn weitere Teilnehmer, deren Vorschläge weniger kontrovers waren, zu dem Treffen mit der Kanzlerin ein. Abgesehen von Nitya Runtes Vorschlag wurden seitdem nur die vom Mitarbeiterstab der Kanzlerin ausgewählten Ideen weiterverfolgt. So übernahm Merkel die Schirmherrschaft über ein Projekt, das deutschlandweit <a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2014-04-04-wiedervereinigungsdenkmal.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bäume als grünes Wiedervereinigungsdenkmal</a> pflanzen will. Das Umweltministerium unterstützt eine jährliche <a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2013-10-14-trashbusters-2.html?nn=475462" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Dreck-Weg-Woche“</a> an Schulen. Gute Ideen, sicherlich, aber ein großer Wurf in Sachen Bürgerbeteiligung sieht anders aus. Zwar wurde<a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2014-04-01-ergebnisse-koa-vertrag.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> stolz verkündet</a>, dass im Koalitionsvertrag Ideen aus dem Zukunftsdialog aufgegriffen wurden. Diese stammen aber ausschließlich aus den verschiedenen Expertengremien.<br />
Welchen Stellenwert Bürgerbeteiligung für die Kanzlerin hat, lässt auch das von ihr herausgegebene Buch zum Zukunftsdialog erahnen. Während sich die Ausführungen zum Expertendialog über 200 Seiten erstrecken, werden dem analogen und digitalen Dialog mit den Bürgern ganze elf Seiten gewidmet. Inhalte sind auch hier eher nebensächlich, viel lieber wird ausführlich beschrieben, wie die Kanzlerin zu einem Treffen mit Bürgern vorfährt, Hände schüttelt und Handyfotos mit einem schüchternen 18-Jährigen macht, der „irgendwas mit Internet“ vorschlagen wollte. Zum Online-Dialog erfährt man, dass im Redaktionsraum des Bundespresseamts zwölf Computer stehen und dass besonders viele Vorschläge gepostet wurden, als es schneite. Und immer wieder zeigt sich, für Angela Merkel bedeutet Dialog: Die Bürger dürfen ihre Wünsche zu Reformen der Bildungspolitik, Infrastrukturmaßnahmen im ländlichen Raum oder einer stärkeren Förderung des Ehrenamts vortragen, die Kanzlerin hört unverbindlich zu und hat „großes Verständnis“.<span style="font-size: xx-small"></span><br />
<b>Neue Legislatur, neues Glück</b><br />
Nun könnte man angesichts von unerwünschten Ideen und lästigen Nachfragen von Bürgern die neue Legislaturperiode nutzen, um einen Schlussstrich unter den ganzen Online-Beteiligungsquatsch zu ziehen und sich wieder voll und ganz den bewährten Pfaden der repräsentativen Demokratie zu widmen. Schließlich bescheinigt eine <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/140905_Demokratie-Studie.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung</a> E-Partizipationsverfahren den schlechtesten Ruf aller Beteiligungsformen – sowohl bei Politikern als auch im Volk.<br />
Doch die zur Schau getragene Beteiligungseuphorie der Volksparteien hält auch nach der Wahl an. Im Koalitionsvertrag bekunden SPD, CDU und CSU ihre Begeisterung für ein Mehr an Bürgerbeteiligung, gerade im digitalen Bereich: „Wir wollen die Potenziale der Digitalisierung zur Stärkung der Demokratie nutzen. &#8230; Den Sachverstand und die Meinung der Bevölkerung suchen wir auch über digitale Beteiligungsplattformen, so dass konstruktive und frühzeitige Einflussnahme von Bürgerinnen und Bürgern besser gelingt.“<br />
Und auch in der Digitalen Agenda bekennt sich die Bundesregierung zu mehr Partizipation und verspricht, digitale Beteiligungsmöglichkeiten zu verbessern. Denn: „Demokratie lebt von Teilhabe“ und „das Internet ist mehr als nur Wachstums- und Innovationstreiber: Es erleichtert die Partizipation an gesellschaftlichen Entwicklungen und Entscheidungsprozessen“. Klingt gut, konkrete Maßnahmen oder geplante Projekte werden jedoch keine genannt. Aber die Digitale Agenda ist ja auch kein fertiges Maßnahmenpaket, sondern ein <a href="http://politik-digital.de/digitale-agenda-das-hausaufgabenheft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Hausaufgabenheft“</a>, wie Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei der Vorstellung<span style="font-size: xx-small"> </span>zu Protokoll gab.<br />
Konkrete Bürgerbeteiligungsprojekte der Regierung gibt es ein Jahr nach der Wahl also noch nicht. Das Kanzleramt lässt jedoch verlautbaren, dass die Bundesregierung unter Federführung der einzelnen Ressorts im kommenden Jahr verschiedene <a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2014-04-02-dialog-lebenqualitaet.html?nn=475462" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerdialoge zum Thema „Gut leben &#8211; Lebensqualität in Deutschland“ plant</a>. Wie genau diese ausgestaltet sein werden, ist noch unklar, am Ende des Prozesses soll aber die Entwicklung eines „Indikatoren- und Berichtssystems zur Lebensqualität in Deutschland“ stehen.<br />
Und die SPD hat erst vor wenigen Tagen einen <a href="https://pbs.twimg.com/media/Bxu7apGIEAAdD-w.jpg:large" target="_blank" rel="noopener noreferrer">komplexen Diskussionsprozess</a> zum Thema #DigitalLeben gestartet, an dessen Ende der Beschluss eines SPD-Programms für die digitale Gesellschaft stehen soll. Zunächst sind Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, Ideen zu der Frage „Wie verändert das Internet unser Leben?“ einzureichen. <a href="http://digitalleben.spd.de/digitale-gesellschaft/viele-ideen-fuer-das-beste-ergebnis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ende nächsten Jahres wird dann unter anderem online über die bis dahin erarbeiteten Vorschläge abgestimmt.</a><br />
Man darf also gespannt sein, ob und wie die Regierung ihre Versprechen aus Koalitionsvertrag und Digitaler Agenda umsetzen wird. Wird man beispielsweise Wege finden, Manipulationen von Abstimmungsergebnissen künftig zu erschweren und eine konstruktive Verknüpfung und Weiterentwicklung von Vorschlägen zu ermöglichen? Inwieweit wird die Regierung diesmal bereit sein, sich auf einen Dialog mit den Bürgern einzulassen?<br />
Bei aller Kritik an den bisherigen Beteiligungskampagnen von SPD und CDU ist eines ganz klar: Online-Partizipationsverfahren sind kein Allheilmittel. Sie werden eine Beteiligungsunlust, wie sich kürzlich bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen zeigte, nicht kurieren. Sie können aber eines von vielen Mitteln sein, um öffentlichkeitswirksam Teilhabe herzustellen und Politik und Bürger näher zusammenzubringen.<br />
Statt parlamentarische Debatten und den analogen demokratischen Willensbildungsprozess zu ersetzen, sollten E-Partizipationsverfahren diese ergänzen und bereichern. Deshalb ist das Bekenntnis der Bundesregierung zu einer stärkeren Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in den politischen Prozess richtig und wichtig. Damit die guten Vorsätze Realität werden können, muss sich die Politik allerdings wirklich auf ein Mehr an Bürgerbeteiligung einlassen. Statt medienwirksamer Beteiligungsplazebos braucht es ernstgemeinte Partizipationsmöglichkeiten. Denn die Menschen sind nicht dumm und nehmen genau wahr, ob eine ernsthafte Auseinandersetzung mit ihren Vorschlägen stattfindet oder ob sie nur zu Statisten der nächsten politischen Kampagne degradiert werden. Und es gibt kaum Schlimmeres, als den Bürgern das Gefühl zu geben, es ändere sich ja doch nichts, egal ob und wie sie sich beteiligen.<br />
&nbsp;<br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/wecand/3911337741/in/photolist-3fCzD8-6XCCrB-4c6ug6-cKZ9XY-hvPSue-hvNPnf-hvNmyN-hvNPjE-hvNkDS-hvNkdS-hvNs6Q-hvNqpd-hvNoHh-hvPR5R-hvN7Vz-hvN62z-hvNU37-hvPM6Z-hvN5kK-hvNohC-hvNjQs-hvPMHa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wecker</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bürgerdialog? Da war doch was</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Rieder]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2014 14:26:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was ist eigentlich von der Beteiligungseuphorie der Volksparteien und den großen E-Partizipationsprojekten der letzten Legislaturperiode übrig geblieben? Vor der Bundestagswahl [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bürgerbeteiligung_crop.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-142037" alt="Bürgerbeteiligung_crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bürgerbeteiligung_crop.jpg" width="640" height="280" /></a>Was ist eigentlich von der Beteiligungseuphorie der Volksparteien und den großen E-Partizipationsprojekten der letzten Legislaturperiode übrig geblieben? Vor der Bundestagswahl 2013 hatten CDU und SPD großflächige Online-Bürgerbeteiligungskampagnen gestartet. Seit der Wahl ist ein Jahr vergangen – genug Zeit für die neue Regierung, sich darüber klar zu werden, wohin die Reise in Sachen demokratischer Teilhabe gehen soll. politik-digital.de forscht nach.<br />
Im Vorfeld der letzten Bundestagswahl schien in der Politik die Begeisterung für internetgestützte Bürgerbeteiligungsprojekte groß zu sein. Bereits 2011 startete die Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP mehrere themenspezifische Online-Bürgerdialoge, die aber nur mäßige Resonanz fanden. Doch Angela Merkel ließ sich nicht lumpen und startete Anfang 2012 mit dem „Zukunftsdialog“ <a href="http://politik-digital.de/die-zukunft-der-zukunftsdialoge/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das in puncto Kosten, Teilnehmern und medialer Aufmerksamkeit bislang größte internetgestützte Bürgerbeteiligungsprojekt Deutschlands.</a> Während parallel über einhundert Experten in verschiedenen Arbeitsgruppen Denkanstöße und Handlungsempfehlungen für die Politik entwickelten, konnten Bürgerinnen und Bürger zweieinhalb Monate lang auf einer Online-Plattform Wünsche posten, kommentieren und bewerten. So kamen über 11.000 Vorschläge, fast 97.000 Kommentare und 2,3 Millionen Bewertungen zusammen.<br />
Anfang 2013 legte dann die SPD nach und veranstaltete den SPD-Bürgerdialog. In dessen Rahmen waren Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, online, postalisch und auf ca. 350 Veranstaltungen Vorschläge für das Regierungsprogramm der Sozialdemokraten abzugeben. Aus den rund 40.000 Vorschlägen wurden auf einem Bürger-Konvent schließlich 11 Forderungen destilliert, die in das Regierungsprogramm aufgenommen wurden. Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück <a href="http://www.spd.de/buergerdialog/91752/20130302_buergerprojekte.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">frohlockte damals „Diese Premiere ist geglückt!“</a> und versprach, die SPD werde solche Dialoge wiederholen. Eine Volkspartei, die Volkspartei bleiben wolle, müsse sich öffnen, sonst laufe sie Gefahr, in einer gewissen Selbstbezogenheit zu ersticken.</p>
<h3>Beteiligung ja, nur bitte nicht zu viel</h3>
<p>Ob die neue Beteiligungseuphorie in den etablierten Parteien nun am Einfluss der Piratenpartei, der Bürgerforderung nach mehr politischer Mitsprache oder dem Wunsch der Parteien nach einer zeitgemäßen Kommunikation mit dem Volk lag, ist nicht bekannt. Die große Resonanz auf die Projekte zeigt jedoch, dass Online-Beteiligung nicht mehr nur ein Thema für die digitale Elite ist. Darauf lässt auch eine aktuelle <a href="http://www.hiig.de/wp-content/uploads/2014/06/20140609_Studie_DIGITAL.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft</a> schließen, der zufolge 94 Prozent der Befragten mindestens eine Form der Online-Beteiligung kennen. Immerhin 49 Prozent gaben sogar an, schon einmal aktiv eine E-Partizipationsmöglichkeit genutzt zu haben. Am häufigsten werden dabei Online-Petitionen unterzeichnet, über politische Sachverhalte abgestimmt oder politische Beiträge verfasst.<br />
Man müsste den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel und die Kanzlerin also für ihr Gespür für den Zeitgeist und ihr Eintreten für basisdemokratische Diskussionsprozesse loben, beschliche einen bei genauerem Hinsehen nicht das Gefühl, dass es mehr um die Außenwirkung als um den Austausch von Ideen geht.<br />
Zwar wurden die elf aus dem SPD-Bürgerdialog destillierten Vorschläge tatsächlich in das Regierungsprogramm aufgenommen, es ist allerdings bemerkenswert, dass alle Vorschläge, die schließlich aus dem Pool von 40.000 Ideen ausgewählt wurden, komplett mit der Parteilinie übereinstimmten. Die Innovationskraft des Bürgerdialogs hielt sich dementsprechend doch eher in Grenzen, und von einer Öffnung der Volkspartei für neue Ideen kann auch nicht die Rede sein.<br />
Ähnlich verhielt es sich mit dem Zukunftsdialog. Zwar wurden am Ende des Prozesses die Verfasser der zehn meistgevoteten Vorschläge, die unter anderem ein <a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2012-06-29_BK%27in_trifft_TN_Onlinedialog.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesetz gegen die Leugnung des Völkermordes an Armeniern, die Legalisierung von Cannabis, die Wiedereinführung der doppelten Staatsbürgerschaft und eine Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen</a> forderten, wie versprochen zu einem Treffen mit der Kanzlerin eingeladen.<br />
Eine öffentliche argumentative Auseinandersetzung mit den unbequemen Vorschlägen, die über ein kurzes Gespräch mit der Kanzlerin hinausging, suchte man allerdings vergeblich. Statt transparent zu erklären, warum die Umsetzung vieler Ideen für sie nicht in Frage kommt, <a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2012-07-04_Kanzlerin_trifft_TN_Online-Dialog.html?nn=475462" target="_blank" rel="noopener noreferrer">versprach Merkel, allerlei Themen im Auge zu behalten, sich noch eine Expertenmeinung zur Legalisierung von Cannabis einzuholen, und fand im Zusammenhang mit dem bedingungslosen Grundeinkommen die Frage nach gesellschaftlicher Teilhabe und Solidarität „spannend“</a>. Als Dialog, im Sinne einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit den gegenseitigen Standpunkten, ist das nur mit sehr viel Wohlwollen zu bezeichnen.<br />
Von den meistbewerteten Dialogvorschlägen beschäftigt nur einer die Politik noch heute – der Ruf nach mehr Unterstützung für Hebammen. Ein Ergebnis des Zukunftsdialogs war die Einsetzung der interministeriellen Arbeitsgruppe „Versorgung mit Hebammenhilfe“. Im April dieses Jahres veröffentlichte das Gesundheitsministerium deren Abschlussbericht, zusammen mit Vorschlägen des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe zur finanziellen Entlastung der durch hohe Haftpflichtprämien belasteten Hebammen. Mittlerweile wurde eine Bezuschussung von Hebammen, die wenige Geburten betreuen, durch die gesetzlichen Krankenkassen beschlossen. Nitya Runte<span style="font-size: xx-small"></span>, die Vorsitzende des Vereins Hebammen für Deutschland e.V. und Vertreterin des Vorschlags zur Förderung außerklinischer Geburten, ist zwar skeptisch, ob die getroffenen Maßnahmen die Situation der Hebammen tatsächlich verbessern werden, bewertet ihre Teilnahme am Zukunftsdialog rückblickend aber als positiv. Zwar hätten verschiedene Faktoren wie die Lobbyarbeit von Hebammenverbänden und die zahlreichen Proteste von Hebammen und Eltern zusammengewirkt, um das Thema auf die politische Agenda zu bringen. Der Zukunftsdialog sei jedoch hilfreich gewesen, um Aufmerksamkeit für ihr Anliegen zu erzeugen und die breite Integration unterschiedlicher Ressorts zu erreichen, die nötig ist, um komplexe Sachverhalte voranzubringen.<br />
Neben den Autoren der meistbewerteten Vorschläge auf der Online-Plattform luden Bundespresse- und Bundeskanzleramt auch zehn weitere Teilnehmer, deren Vorschläge weniger kontrovers waren, zu dem Treffen mit der Kanzlerin ein. Abgesehen von Nitya Runtes Vorschlag wurden seitdem nur die vom Mitarbeiterstab der Kanzlerin ausgewählten Ideen weiterverfolgt. So übernahm Merkel die Schirmherrschaft über ein Projekt, das deutschlandweit <a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2014-04-04-wiedervereinigungsdenkmal.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bäume als grünes Wiedervereinigungsdenkmal</a> pflanzen will. Das Umweltministerium unterstützt eine jährliche <a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2013-10-14-trashbusters-2.html?nn=475462" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Dreck-Weg-Woche“</a> an Schulen. Gute Ideen, sicherlich, aber ein großer Wurf in Sachen Bürgerbeteiligung sieht anders aus. Zwar wurde<a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2014-04-01-ergebnisse-koa-vertrag.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> stolz verkündet</a>, dass im Koalitionsvertrag Ideen aus dem Zukunftsdialog aufgegriffen wurden. Diese stammen aber ausschließlich aus den verschiedenen Expertengremien.<br />
Welchen Stellenwert Bürgerbeteiligung für die Kanzlerin hat, lässt auch das von ihr herausgegebene Buch zum Zukunftsdialog erahnen. Während sich die Ausführungen zum Expertendialog über 200 Seiten erstrecken, werden dem analogen und digitalen Dialog mit den Bürgern ganze elf Seiten gewidmet. Inhalte sind auch hier eher nebensächlich, viel lieber wird ausführlich beschrieben, wie die Kanzlerin zu einem Treffen mit Bürgern vorfährt, Hände schüttelt und Handyfotos mit einem schüchternen 18-Jährigen macht, der „irgendwas mit Internet“ vorschlagen wollte. Zum Online-Dialog erfährt man, dass im Redaktionsraum des Bundespresseamts zwölf Computer stehen und dass besonders viele Vorschläge gepostet wurden, als es schneite. Und immer wieder zeigt sich, für Angela Merkel bedeutet Dialog: Die Bürger dürfen ihre Wünsche zu Reformen der Bildungspolitik, Infrastrukturmaßnahmen im ländlichen Raum oder einer stärkeren Förderung des Ehrenamts vortragen, die Kanzlerin hört unverbindlich zu und hat „großes Verständnis“.<span style="font-size: xx-small"></span><br />
<b>Neue Legislatur, neues Glück</b><br />
Nun könnte man angesichts von unerwünschten Ideen und lästigen Nachfragen von Bürgern die neue Legislaturperiode nutzen, um einen Schlussstrich unter den ganzen Online-Beteiligungsquatsch zu ziehen und sich wieder voll und ganz den bewährten Pfaden der repräsentativen Demokratie zu widmen. Schließlich bescheinigt eine <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/140905_Demokratie-Studie.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung</a> E-Partizipationsverfahren den schlechtesten Ruf aller Beteiligungsformen – sowohl bei Politikern als auch im Volk.<br />
Doch die zur Schau getragene Beteiligungseuphorie der Volksparteien hält auch nach der Wahl an. Im Koalitionsvertrag bekunden SPD, CDU und CSU ihre Begeisterung für ein Mehr an Bürgerbeteiligung, gerade im digitalen Bereich: „Wir wollen die Potenziale der Digitalisierung zur Stärkung der Demokratie nutzen. &#8230; Den Sachverstand und die Meinung der Bevölkerung suchen wir auch über digitale Beteiligungsplattformen, so dass konstruktive und frühzeitige Einflussnahme von Bürgerinnen und Bürgern besser gelingt.“<br />
Und auch in der Digitalen Agenda bekennt sich die Bundesregierung zu mehr Partizipation und verspricht, digitale Beteiligungsmöglichkeiten zu verbessern. Denn: „Demokratie lebt von Teilhabe“ und „das Internet ist mehr als nur Wachstums- und Innovationstreiber: Es erleichtert die Partizipation an gesellschaftlichen Entwicklungen und Entscheidungsprozessen“. Klingt gut, konkrete Maßnahmen oder geplante Projekte werden jedoch keine genannt. Aber die Digitale Agenda ist ja auch kein fertiges Maßnahmenpaket, sondern ein <a href="http://politik-digital.de/digitale-agenda-das-hausaufgabenheft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Hausaufgabenheft“</a>, wie Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei der Vorstellung<span style="font-size: xx-small"> </span>zu Protokoll gab.<br />
Konkrete Bürgerbeteiligungsprojekte der Regierung gibt es ein Jahr nach der Wahl also noch nicht. Das Kanzleramt lässt jedoch verlautbaren, dass die Bundesregierung unter Federführung der einzelnen Ressorts im kommenden Jahr verschiedene <a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2014-04-02-dialog-lebenqualitaet.html?nn=475462" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerdialoge zum Thema „Gut leben &#8211; Lebensqualität in Deutschland“ plant</a>. Wie genau diese ausgestaltet sein werden, ist noch unklar, am Ende des Prozesses soll aber die Entwicklung eines „Indikatoren- und Berichtssystems zur Lebensqualität in Deutschland“ stehen.<br />
Und die SPD hat erst vor wenigen Tagen einen <a href="https://pbs.twimg.com/media/Bxu7apGIEAAdD-w.jpg:large" target="_blank" rel="noopener noreferrer">komplexen Diskussionsprozess</a> zum Thema #DigitalLeben gestartet, an dessen Ende der Beschluss eines SPD-Programms für die digitale Gesellschaft stehen soll. Zunächst sind Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, Ideen zu der Frage „Wie verändert das Internet unser Leben?“ einzureichen. <a href="http://digitalleben.spd.de/digitale-gesellschaft/viele-ideen-fuer-das-beste-ergebnis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ende nächsten Jahres wird dann unter anderem online über die bis dahin erarbeiteten Vorschläge abgestimmt.</a><br />
Man darf also gespannt sein, ob und wie die Regierung ihre Versprechen aus Koalitionsvertrag und Digitaler Agenda umsetzen wird. Wird man beispielsweise Wege finden, Manipulationen von Abstimmungsergebnissen künftig zu erschweren und eine konstruktive Verknüpfung und Weiterentwicklung von Vorschlägen zu ermöglichen? Inwieweit wird die Regierung diesmal bereit sein, sich auf einen Dialog mit den Bürgern einzulassen?<br />
Bei aller Kritik an den bisherigen Beteiligungskampagnen von SPD und CDU ist eines ganz klar: Online-Partizipationsverfahren sind kein Allheilmittel. Sie werden eine Beteiligungsunlust, wie sich kürzlich bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen zeigte, nicht kurieren. Sie können aber eines von vielen Mitteln sein, um öffentlichkeitswirksam Teilhabe herzustellen und Politik und Bürger näher zusammenzubringen.<br />
Statt parlamentarische Debatten und den analogen demokratischen Willensbildungsprozess zu ersetzen, sollten E-Partizipationsverfahren diese ergänzen und bereichern. Deshalb ist das Bekenntnis der Bundesregierung zu einer stärkeren Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in den politischen Prozess richtig und wichtig. Damit die guten Vorsätze Realität werden können, muss sich die Politik allerdings wirklich auf ein Mehr an Bürgerbeteiligung einlassen. Statt medienwirksamer Beteiligungsplazebos braucht es ernstgemeinte Partizipationsmöglichkeiten. Denn die Menschen sind nicht dumm und nehmen genau wahr, ob eine ernsthafte Auseinandersetzung mit ihren Vorschlägen stattfindet oder ob sie nur zu Statisten der nächsten politischen Kampagne degradiert werden. Und es gibt kaum Schlimmeres, als den Bürgern das Gefühl zu geben, es ändere sich ja doch nichts, egal ob und wie sie sich beteiligen.<br />
&nbsp;<br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/wecand/3911337741/in/photolist-3fCzD8-6XCCrB-4c6ug6-cKZ9XY-hvPSue-hvNPnf-hvNmyN-hvNPjE-hvNkDS-hvNkdS-hvNs6Q-hvNqpd-hvNoHh-hvPR5R-hvN7Vz-hvN62z-hvNU37-hvPM6Z-hvN5kK-hvNohC-hvNjQs-hvPMHa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wecker</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Kolumne zum Jahresrückblick: #btw13</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Tretbar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2013 15:19:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Dienstag findet unser netzpolitischer Jahresrückblick per Hangout statt. Um unsere Erinnerungen aufzufrischen, haben die Hangout-Gäste und weitere Autoren von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/3907602472_e5562f41bb_z.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-135620" alt="3907602472_e5562f41bb_z" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/3907602472_e5562f41bb_z-630x419.jpg" width="630" height="419" /></a>Am Dienstag findet unser netzpolitischer Jahresrückblick per Hangout statt. Um unsere Erinnerungen aufzufrischen, haben die Hangout-Gäste und weitere Autoren von politik-digital.de vorab je einen kurzen Rückblick auf die folgenden Jahresthemen verfasst: #btw13, <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-nsa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#nsa</a>, #lsr, <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-uada/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#UADA</a> und <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-aufschrei/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#aufschrei</a>. Christian Tretbar schaut hier aus netzpolitischer Perspektive zurück auf die #btw13.<br />
Ganz so opulent wie die US-Wahl ist die deutsche Bundestagswahl dann doch nicht. Etwa 350.000 #btw13- Tweets am Wahltag ist nicht schlecht. Klar, mehr als je zuvor, aber die US-Wahl kam am Wahltag auf über 30 Millionen. Der Vergleich hinkt natürlich, weil die Präsidentschaftswahl in den USA weltweit, die Kanzlerin in allen Ehren, einen anderen Stellenwert hat.<br />
Dennoch war die Bundestagswahl unter netzpolitischen Gesichtspunkten durchaus interessant. Aus vielerlei Gründen. Das Phänomen Second oder eher Third Screen spielte eine wesentliche Rolle. Denn man konnte nicht mehr allein vom Netz als einem zusätzlichen Informationskanal neben dem TV, Radio und Zeitungen sprechen, sondern man muss differenzieren: klassische Nachrichtenseiten, Blogs und vor allem soziale Netzwerke. Auf den Nachrichtenseiten spielte die Wahl eine große Rolle. Die meisten hatten Sonderseiten aufgelegt. Sogar die Stöckchen-Tradition ging um. Klassische Blogs spielten dagegen nicht die ganz große Rolle. Echte Polit-Blogs haben sich auch bei dieser Wahl nicht herauskristallisiert und sie bleiben in Deutschland ein unterbelichtetes Phänomen.<br />
Dagegen spielen die Sozialen Netzwerke eine immer stärkere Rolle als Verbreitungs- und Debattenplattform. Interessant auch, dass immer stärker Trends der Sozialen Netzwerke Einfluss auf die klassisch-journalistische Berichterstattung haben. Sei es Merkels <a href="https://twitter.com/search?q=%23schlandkette&amp;src=typd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Schlandkette“</a> vom TV-Duell oder Peer Steinbrücks <a href="https://twitter.com/search?q=%23h%C3%A4tte-h%C3%A4tte-fahrradkette&amp;src=typd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Hätte-Hätte-Fahrradkette“</a>. Auch die Zahl der aktiv twitternden Politiker nimmt zu.<br />
Gleichzeitig hat diese Bundestagswahl aber auch gezeigt, dass Wahlen nach wie vor nicht im Netz gewonnen werden, aber dass Trends durch das Netz enorm verstärkt werden können. Auch Fehler wirken sich ungleich größer aus als Erfolge. Rein quantitativ spiegelt sich das Ergebnis schon im Netz wider: Die Facebook-Seite der CDU hatte mehr Likes als die der SPD, und die Kanzlerin heimste auch mehr Likes ein als der Herausforderer.<br />
Nur ist wohl kaum der Schluss zulässig, dass Merkel die Wahl gewonnen hat, weil sie so viele Facebook-Freunde hatte. Andererseits musste Steinbrück mit viel Häme auch im Netz kämpfen. Sein mediales Image schlug sich im Internet wider und verstärkte sich dadurch. Trotzdem haben zumindest die beiden Großen, Union und SPD, das Netz auch für ihre Zwecke genutzt und es nicht nur als Verteilungsplattform für Pressemitteilungen angesehen.<br />
Auch die Nachrichtenseiten verspürten einen enormen Zuwachs rund um die Bundestagswahl, was ihren Stellenwert als Informationsquelle Nummer eins untermauert. Dabei geht es auch längst nicht mehr nur um eine erste schnelle Nachricht, sondern Einordnungen, Kommentare und auch Live-Berichterstattung wie Blogs verzeichnen mittlerweile hohe Zugriffe.<br />
Foto: alles-schlumpf (flickr.com)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="419" height="73" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Der politik-digital.de–Adventskalender 2013</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2013 15:36:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Peer Steinbrück]]></category>
		<category><![CDATA[#aufschrei]]></category>
		<category><![CDATA[#btw13]]></category>
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					<description><![CDATA[Was für ein (netzpolitisches) Jahr! Die #aufschrei-Debatte bewegte zum Jahresbeginn die Gemüter, SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sorgte bis zur Wahl im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/visitberlinflickr1.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-135114" alt="visitberlinflickr1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/visitberlinflickr1-630x419.jpg" width="630" height="419" /></a>Was für ein (netzpolitisches) Jahr! Die #aufschrei-Debatte bewegte zum Jahresbeginn die Gemüter, SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sorgte bis zur Wahl im September für die eine oder andere umstrittene Aktion und seit dem Frühsommer kommen immer neue Details zur Überwachung durch Geheimdienste ans Tageslicht. Nicht zu vergessen: der Wahlkampf, die #btw13 und die soeben beendeten Koalitionsverhandlungen.<br />
Damit all diese Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten, lassen wir das Jahr in der Adventszeit noch einmal mit den besten, spannendsten und witzigsten Tweets, Feeds, Blogs und Videos Revue passieren.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Kalenderimage.png"><img decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-135103 alignleft" alt="Kalenderimage" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Kalenderimage-195x119.png" width="195" height="119" /></a>Vom 1. Dezember bis Heiligbend präsentieren wir jeden Tag ausgewählte Highlights der über das Jahr gesammelten Themen auf unserem „<a href="http://politik-digital.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de Adventskalender</a>“-Tumblr-Blog. Wir starten mit #LSR, dem Hashtag zum Leistungsschutzrecht. Die bis Weihnachten folgenden Themen sind natürlich noch streng geheim. Lassen Sie sich täglich überraschen, indem Sie ab Sonntag auf der Startseite von politik-digital.de auf den Adventskalender in der rechten Sidebar klicken.<br />
photo: visitberlin flickr<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Studie: Wie twittert und bloggt das Netz über den Wahlkampf?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/studie-wie-twittert-und-bloggt-das-netz-ueber-den-wahlkampf-132417/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Sep 2013 13:09:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist Wahlkampf, aber kaum jemand spricht darüber. Doch was in Freundes- und Bekanntenkreisen gelten mag, bestätigt sich im Internet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TwitterWahlkampf.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-132420" alt="TwitterWahlkampf" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TwitterWahlkampf.png" width="640" height="421" /></a>Es ist Wahlkampf, aber kaum jemand spricht darüber. Doch was in Freundes- und Bekanntenkreisen gelten mag, bestätigt sich im Internet ganz und gar nicht. Das Vodafone Institut hat zwei deutsche Universitäten beauftragt, dort hinzuhören, wo Politik sehr wohl diskutiert wird: auf Twitter und in Blogs. Die Studie belegt, dass soziale Netzwerke kein Spiegel der Gesellschaft sind – und dass das Meinungsgewicht durchaus anders gelagert ist, als so mancher Blogger vielleicht vermutet. Wer hätte das gedacht?<br />
Blogger Jens Berger (spiegelfechter.com), als Experte zur Vorstellung der von Vodafone beauftragten Studie geladen, zeigte sich angesichts des Ergebnisses überrascht. Dass CDU/CSU und FDP in jeweils knapp über 50 Prozent der untersuchten Blogbeiträge positiv oder neutral bewertet werden, hätte er nicht vermutet. Die Analyse („Wie tickt das Netz im Bundestagswahlkampf?“) hat Bergers „Filter Bubble“ zum Platzen gebracht, sein von verlinkten Blogs und Twitter-Followern gerahmtes Fenster zum Internet.<br />
Allerdings erheben die beiden Leiter der Studie, Prof. Stefan Stieglitz (Universität Münster) und Prof. Neuberger (LMU München), auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit der untersuchten Plattformen. Zum einen ist ihre – nach Aussage von Vodafone unabhängige – Studie nur ein Zwischenergebnis, denn die Gesamtauswertung soll am Jahresende folgen. Zum anderen konnten zwar alle Tweets, nicht jedoch alle Blogs durchforstet werden. Facebook blieb außen vor, weil die dortige Kommunikation größtenteils privat ist.<br />
Trotzdem: Etwa eine Million Tweets und 1.700 Posts in hundert Politik- oder Wirtschaftsblogs sollten reichen, zumindest tendenzielle Aussagen darüber zu treffen, wie Twitterer und Blogger über Tagespolitik sowie Spitzenkandidaten denken.</p>
<h3>Lass uns über Politik zwitschern</h3>
<p>Die Twitter-Schnipsel und Blogeinträge hat das Uni-Team mithilfe von automatisierten Daten-Tools und teilweise auch „per Hand“ analysiert, von Mitte Mai bis Mitte August 2013. Hinsichtlich der Parteien und der zwei Spitzenkandidaten wurden für Twitter und die Blogs Erhebungen unter jeweils drei Leitfragen vorgenommen:</p>
<ul>
<li><em>Wie oft werden die Parteien/Kandidaten genannt?</em></li>
<li><em>Welche Wertungen bekommen sie?</em></li>
<li><em>Was sind die Themen, mit denen man sie in Verbindung bringt?</em></li>
</ul>
<p>Twitter-Beiträge mit politischem Inhalt drehen sich am meisten um die Piraten, die in 28 Prozent der Tweets Erwähnung finden. Abgeschlagen ist hier aber – mit Ausnahme von Die Linke (sechs Prozent) – keine Partei. In Blogs hingegen sind die Piraten kaum Thema (fünf Prozent der Beiträge). Ähnlich marginalisiert ist nur die FDP (sieben Prozent), wohingegen die CDU/CSU 17 Prozent Präsenz in Blogs erreicht und die Parteien links von der CDU Werte zwischen 20 und 25 Prozent.<br />
Bei der Nennungen der Spitzenkandidaten Angela Merkel und Peer Steinbrück wurde eine quantitative Dominanz der Kanzlerin festgestellt, deren Wert für Twitter und für die Blogs 79 Prozent beträgt.<br />
Aber: Es ist nicht per se ein Qualitätsmerkmal, oft Erwähnung zu finden. Personal und Sympathisanten dürfte vor allem interessieren, wie über ihre Partei geschrieben wird. Auf Twitter sind die Piraten auch in dieser Hinsicht führend, gefolgt von der FDP. Für Wahlkämpfer der Liberalen ist das jedoch kein Grund, entspannt die Krawatten zu lockern – die positiven Kommentare sind zu einem beachtlichen Teil ironisch gemeint, da sie sich auf das Satire-Blog gutgemachtfdp.tumblr.com beziehen. Insgesamt werden alle Parteien in knapp mehr als 50 Prozent der Tweets gelobt, die Piraten erreichen fast 70 Prozent.<br />
Merkel und Steinbrück liegen in der Gunst der Twitterer mit 58 bzw. 55 Prozent wohlwollenden Bewertungen ungefähr gleichauf.<br />
Wie schon die quantitative Betrachtung lässt sich auch die qualitative nicht einfach als Blaupause von Twitter auf die Blogs übertragen. Es fällt z. B. auf, dass die Blogger alle Parteien deutlich negativer bewerten, als es die Twitterer tun. Am stärksten positiv eingestuft wird die SPD (ca. 34 Prozent), kurz dahinter steht die FDP. Die Linke hat nur ca. 18 Prozent lobende Erwähnungen.<br />
Der aus Blogger-Sicht beliebtere Spitzenkandidat ist Peer Steinbrück, der Angela Merkel mit 50 zu 20 Prozent Positivkommentaren abhängt.<br />
Wie genau aber die Einstufungen &#8220;positiv&#8221; und &#8220;negativ&#8221; zustandekommen, welche konkreten Wertungen also das Ausgangsmaterial bilden, ist aus der Veröffentlichung des Vodafone-Instituts nicht ersichtlich.<br />
Zeit für Inhalte. Twitter-User hängen den Parteien die Themen an, mit denen diese auch in den klassischen Medien häufig verbunden werden. Das sind im Einzelnen: CDU – „Merkel“, CSU – „Fall Gustl Mollath“, SPD – „Steinbrück“, Grüne – „Veggie-Day“, FDP – „Rösler“, Linke – „Blockupy“ und Piraten – „Prism“. Eine entsprechende Zuordnung zwischen Parteien und Themen, die die Blogosphäre betrifft, fehlt. Für die Spitzenkandidaten aber liegen Informationen zur Verbindung zwischen Kandidat und Thema vor. Twitterer nennen Merkel insbesondere zusammen mit „NSA“, „Prism“ und „CDU“, Blogger ergänzen noch um „Hoeness“. Steinbrücks Name scheint auf Twitter fest an „SPD“ gekoppelt, das Thema „Hoeness“ verteilt sich in den Blogs Fifty-Fifty auf Steinbrück und die Kanzlerin.</p>
<h3>Nach dem Duell</h3>
<p>Die TV-Diskussion der beiden Spitzenkandidaten wurde in Echtzeit auf Twitter kommentiert; das Forscherteam hinter der Vodafone-Studie hat den Tweet-Strom innerhalb der ersten drei Tage nach dem Duell unter die Lupe genommen. Einen eindeutigen Sieger können auch die Wissenschaftler nicht küren: Tweets mit Bezug auf Angela Merkel waren zu gut 60 Prozent affirmativ, Tweets betreffend Peer Steinbrück zu 65 Prozent.<br />
An dieser Stelle zeigt sich Twitter demnach deckungsgleich mit den repräsentativen Umfragen unter allen Wahlberechtigten. Ansonsten aber gilt, was Prof. Neuberger konstatiert: „Twitter und Top-Blogs liefern kein verkleinertes Abbild der Stimmungslage in der Wählerschaft.“ Müssen sie auch nicht – es ist bereits einiges wert, dass sie Diskussionen entfachen, die andernorts totgeschwiegen werden.<br />
Die ganze Studie: <a href="http://bit.ly/1d59TSA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://bit.ly/1d59TSA</a><br />
Bild: Vodafone Institut<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Twitter-Talk zum #tvduell: Mehr als #Merkelkette?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/twitter-talk-zum-tvduell-mehr-als-merkelkette-132002/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2013 10:50:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Peer Steinbrück]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[#btw13]]></category>
		<category><![CDATA[Crimson Hexagon]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Duell]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem zurückliegenden TV-Duell erreichte die Twitter-Aktivität zur Bundestagswahlkampagne den vorläufigen Höhepunkt. Was sagen die am Sonntag verfassten Nachrichten über [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TwitterTVDuell.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-132027" alt="TwitterTVDuell" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TwitterTVDuell.jpg" width="628" height="391" /></a>Mit dem zurückliegenden TV-Duell erreichte die Twitter-Aktivität zur Bundestagswahlkampagne den vorläufigen Höhepunkt. Was sagen die am Sonntag verfassten Nachrichten über die Nutzung von Twitter zur Begleitung politischer Ereignisse? Ein Ergebnis: Über Angela Merkel und Peer Steinbrück wird unterschiedlich kommuniziert.<br />
Betrachtet man die Twitterkommentare mithilfe der Monitoringplattform <a href="http://www.crimsonhexagon.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Crimson Hexagon</a>, die Daten aus sozialen Medien analysiert, lassen sich bereits einige Schlussfolgerungen beobachten: Sucht man dort nach der Zahl der Nachrichten, die am Tag des TV-Duells das Hashtag #tvduell verwendeten, findet man 176.537 Nachrichten. Die Suche nach Hashtags, die sich auf die Kandidaten Angela Merkel und Peer Steinbrück beziehen, zeigt: Die meisten Nutzer, die das Hashtag #tvduell in ihren Nachrichten verwendeten, nahmen zusätzlich nicht ausdrücklich mit Hashtags auf die Kandidaten Bezug.<br />
Angela Merkel wurde in 20.691 Nachrichten erwähnt, die mindestens eines der Hashtags #merkel, #angie, #angelamerkel oder #angela_merkel benutzen.<br />
Peer Steinbrück wurde in 12.578 Nachrichten mit mindestens einem der Hashtags #steinbrück #peer_steinbrück #peersteinbrück erwähnt. Damit ist das TV-Duell für beide Kandidaten das Ereignis, das zu der stärksten Hashtag-Aktivität auf Twitter führte.<br />
Crimson Hexagon liefert weitere interessante Ergebnisse, mit denen sich die von beiden Kandidaten ausgelösten Twitter-Wellen quantitativ vergleichen lassen: Zwischen dem 5. Februar und 2. September 2013 wurden 487 Nachrichten pro Tag (Medianwert) mit den oben genannten Hashtagvariationen für Angela Merkel getwittert.<br />
Im selben Zeitraum kommt Peer Steinbrück auf einen Medianwert von 188.<br />
<span style="text-decoration: underline">Die fünf Tage mit der höchsten Nachrichtenzahl für Hashtags in Bezug auf Angela Merkel sind (ausgenommen der Tag des TV-Duells):</span></p>
<ol>
<li><em>Bundespressekonferenz vom 19. Juli: 6.315 Nennungen</em></li>
<li><em>&#8220;Neuland&#8221;-Zitat am 19. Juni: 5.229 Nennungen</em></li>
<li><em>Folgetag des TV-Duells am 2. September: 2.769 Nennungen</em></li>
<li><em>Berichterstattung zur NSA-Affäre am 10. Juli: 1.886 Nennungen</em></li>
<li><em>Merkel im ARD-Sommerinterview am 14. Juli: 1.791 Nennungen</em></li>
</ol>
<p><span style="text-decoration: underline">Die fünf Tage mit der höchsten Nachrichtenzahl für Hashtags in Bezug auf Peer Steinbrück sind (ausgenommen der Tag des TV-Duells):</span></p>
<ol>
<li><em>Folgetag des TV-Duells am 2. September: 1.782 Nennungen</em></li>
<li><em>Folgetag der Kommentare zu Berlusconi und Grillo am <em>28. Februar: </em>1.492 Nennungen</em></li>
<li><em>Kommentare zu Berlusconi und Grillo am </em><em>27. Februar: </em><em>1.412 Nennungen</em></li>
<li><em>SPD Bundesparteitag am </em><em>14. April: </em><em>956 Nennungen</em></li>
<li><em>Steinbrück präsentiert 100-Tage-Programm am </em><em>29. August: </em><em>901</em><em>Nennungen </em><em></em></li>
</ol>
<p>Analysiert man die politischen Ereignisse, die zu hohen Hashtag-Nennungen der Spitzenkandidaten von CDU/CSU und SPD führten, so sieht man, dass Angela Merkel auf Twitter häufig in Folge von Medienereignissen und ihrer Reaktionen zu Nachrichtenereignissen genannt wird. Steinbrück hingegen wird am häufigsten in Reaktion auf Medien- und initiative Kampagnenereignisse seiner Partei genannt. Hier sieht man den Unterschied zwischen Amtsinhaberin und Herausforderer. Angela Merkel findet in ihrer Funktion als Bundeskanzlerin Aufmerksamkeit durch ihrer Reaktionen auf die aktuelle Nachrichtenlage; der Herausforderer dagegen muss durch bewusst geschaffene Kampagnenereignisse auf sich aufmerksam machen.<br />
Während des TV-Duells fanden beide Konkurrenten allerdings die stärkste Aufmerksamkeit. Doch worauf bezogen sich die zahlreichen Twitter-Nachrichten, die am Tag der Konfrontation Angela Merkel und Peer Steinbrück in Hashtags nannten?<br />
Crimson Hexagon erlaubt, die Twitter-Nachrichten automatisch nach unterschiedlichen Themen zu <a href="http://www.crimsonhexagon.com/brightview-algorithm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ordnen</a>. Man tut gut daran, die Ergebnisse solcher statistischer Methoden vorsichtig zu interpretieren. Dennoch erlaubt die Analyse einen ersten Eindruck über die thematischen Schwerpunkte von Twitter-Nachrichten, die während dem TV-Duell Bezug auf die Spitzenkandidaten nahmen.</p>
<p style="padding-left: 30px"> <a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Abbildung-1-Merkel.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-131997" alt="Abbildung 1 - Merkel" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Abbildung-1-Merkel.png" width="609" height="223" /></a></p>
<address style="padding-left: 30px"><em>Abbildung 1: Thematische Verteilung der Tweets, die am 1. September mindestens eines der Hashtags #merkel, #angie, #angelamerkel oder #angela_merkel beinhalteten (zugeordnet mit Crimson Hexagon)</em></address>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Abbildung-2-Steinbru_ck.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-131998" alt="Abbildung 2 - Steinbru_ck" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Abbildung-2-Steinbru_ck.png" width="644" height="212" /></a></p>
<address style="padding-left: 30px">Abbildung 2: Thematische Verteilung der Tweets, die am 1. September mindestens eines der #steinbrück #peer_steinbrück #peersteinbrück beinhalteten  (zugeordnet mit Crimson Hexagon)</address>
<p>&nbsp;<br />
Auf den Abbildungen sieht man, dass in Tweets über beide Kandidaten unterschiedlich kommuniziert wurde. Tweets, die auf Angela Merkel Bezug nahmen, bezogen sich deutlicher stärker auf spezifische Aussagen während der Sendung. Auch wird Angela Merkel vergleichsweise häufiger im Kontext der Moderatoren oder des allgemeinen Sendungsablaufs erwähnt. Außerdem tauchen Hashtags, die sich auf Angela Merkel beziehen, stärker in humoristischen oder satirischen Twitter-Nachrichten auf.<br />
Peer Steinbrück hingegen wird vergleichsweise stärker in Tweets erwähnt, die Links auf weiterführende Inhalte im Internet verweisen &#8211; und in Nachrichten, die sich auf die Bewertung der Kandidaten und ihrem Abschneiden im Sendungsverlauf beziehen.<br />
Fazit dieser ersten, einfachen Analyse: Über die beiden Spitzenkandidaten wurde unterschiedlich kommuniziert. Die Gründe für diese Unterschiede sind jedoch erst einmal nicht ersichtlich. Tritt man einen Schritt von den Daten zurück, so lässt sich sagen, dass Twitter während des TV-Duells überwiegend für Nutzerkommentare über spezifische Zitate der Kandidaten und deren relative Performance genutzt wurde. Weniger wichtig &#8211; aber dennoch häufig &#8211; waren Links von Nutzern auf weiterführende Inhalte im Internet, Kommentare zum Sendungsablauf oder der Moderation und humoristische Einwürfe. Beim TV-Duell wurde Twitter von Nutzern also weniger zur Verbreitung weiterführender Informationen genutzt. Es ging eher um eigene Eindrücke und Meinungen, die Aussagen und Wirkungen der Spitzenkandidaten betrafen.<br />
Bilder: Screenshot Twitter; Crimson Hexagon</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Andrea Nahles im Wahlkampftalk von politik-digital.de und Cicero online</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2013 14:55:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Noch knapp drei Wochen bis zur Bundestagswahl. Der Wahlkampf-Endspurt hat begonnen. Auf allen Kanälen kämpfen die Parteien um Stimmen, werben [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Andrea_Nahles.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-131758" alt="Andrea Nahles" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Andrea_Nahles.jpg" width="640" height="427" /></a>Noch knapp drei Wochen bis zur Bundestagswahl. Der Wahlkampf-Endspurt hat begonnen. Auf allen Kanälen kämpfen die Parteien um Stimmen, werben für ihre Spitzenkandidaten und positionieren sich gegen den politischen Gegner. Wie läuft der Wahlkampf? Welche Themen sind relevant? Was ist von den Parteien bis zur Wahl noch zu erwarten? Und vor allem: Wo steht die SPD?<br />
Am Dienstag den 3. September war SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles zu Gast im Google-Hangout von Cicero Online und politik-digital.de. Zwei Tage nach dem TV-Duell diskutierte sie mit Cicero-Online-Ressortleiter Christoph Seils und dem Politikwissenschaftler Thorsten Faas über den Mitmach-Wahlkampf, Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und die Chancen der SPD am 22. September. Steffen Wenzel, Geschäftsführer von politik-digital.de moderierte die Diskussion.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://youtu.be/B6Zq2Af4hjQ" title="Andrea Nahles im Wahlkampftalk von politik-digital.de und Cicero online" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/B6Zq2Af4hjQ?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
&nbsp;</p>
<h3>Weitere Termine der Hangout-Reihe:</h3>
<p>10. September, 10 Uhr: Hangout On Air mit Steffi Lemke, Bundesgeschäftsführerin von Bündnis 90/Die Grünen.<br />
17. September, 17 Uhr: Hangout On Air mit Julia Klöckner, stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU.<br />
&nbsp;<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/boellstiftung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heinrich-Böll-Stiftung</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-SA 2.0)</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Das haben wir uns verdient &#8211; Anmerkungen zum „Kanzlerduell“ zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Bieber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Aug 2013 10:39:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Am kommenden Sonntag erlebt der bislang ereignisarme Bundestagswahlkampf seinen ersten Höhepunkt, Angela Merkel und Peer Steinbrück treten zum so genannten Kanzlerduell an. Exakt drei Wochen vor dem Wahltermin stellen sich die Spitzenkandidaten von CDU und SPD einem Journalisten-Quartett und bearbeiten die zuvor sorgsam ausgearbeitete Agenda aus innen- und außenpolitischen Themen, am Ende sicherlich gewürzt von einer Prise Regierungsbildungsvorausschau.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Seit der Einführung im Jahr 2002 (wir erinnern uns: zwei Mal traten Gerhard Schröder und Edmund Stoiber gegeneinander an) hat das Duell-Format für viel Gesprächsstoff gesorgt und das ist auch in diesem Jahr der Fall. Allerdings geht es im Vorfeld nicht so sehr um inhaltliche oder formale Fragen, die für oder gegen die prominente Gesprächsrunde sprechen – sondern vor allem um eine Personalie, nämlich die Berufung des ProSieben-Moderators Stefan Raab an die Seite der Duell-erprobten Fragesteller Anne Will (ARD), Maybritt Illner (ZDF) und Peter Kloeppel (RTL).<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/vom-wahltermin-zur-politikverdrossenheit/spot2jpg/" rel="attachment wp-att-131134"><img decoding="async" title="Spot" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPot2jpg.jpg" alt="" width="176" height="117" /></a>&#8220;Licht aus, Spot an&#8221;, so heißt das Motto unserer Kolumnenreihe &#8220;Wahlspots&#8221;, in der ausgewählte Autoren ihren Fokus auf spannende Phänomene und Geschichten des aktuellen Bundestags-wahlkampfs richten. Wöchentlich erscheinen die Texte sowohl auf politik-digital.de als auch auf <a href="http://www.cicero.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">cicero.de</a>.</div></div><br />
Anlässe für eine substanzielle Debatte um die Wertigkeit, Bedeutung und Effekte des Kanzlerduells gibt es genug, da wäre als erstes der Zeitpunkt: aus der US-amerikanischen Debattenforschung ist bekannt, dass frühe Ansetzungen günstig für die Kandidaten sind, denn etwaige Fehler können bis zum Wahltag noch korrigiert werden. Den gleichen Effekt haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Kommunikationswissenschaft auch in Deutschland festgestellt. Man sollte vielleicht kurz darüber nachdenken, ob die Kampagnenvertreter den Termin mit Bedacht ausgewählt haben – oder ob sie die Duell-relevante Forschung schlichtweg nicht interessiert. Allerdings entsteht hierzulande ein interessanter Nebeneffekt – denn das Duell könnte sich besonders auf Briefwähler auswirken, die ihre Stimme zeitnah zur prominenten Fernsehsendung abgeben.<br />
Diskutieren ließe sich auch über das Fehlen weiterer Duelle oder eine Aufteilung in zwei Sendungen mit eigenen Themenschwerpunkten und Sendeumgebungen, zum Beispiel in eine Kleinserie aus „öffentlich-rechtlicher“ und „privater“ Debatte – Zeit genug dafür ist bis zum Wahltermin ja noch genug. Ein solches Splitting hätte nebenbei den Vorteil, dass dem Politiker-Duo weniger Journalisten gegenüberstehen würden und nicht eine unhandliches Quartett, das zudem viel Sendezeit durch mühsam choreografiertes Fragestellen verbraucht. Ebenfalls keine Chance haben in Deutschland die offeneren Formate einer Townhall-Debatte von Kanzlerin und Herausforderer, die Raum für die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen und eine Abwechslung zum Frage-Antwort-Spiel im sehr starren 4:2-System bieten könnten. Immerhin haben sich in den letzten Jahren im Verbund mit den Duell-Erfahrungen auf der Landesebene Ausgleichsformate entwickelt, die die Struktur des deutschen Mehrparteiensystems reflektieren und auch den Vertreterinnen und Vertretern der kleinen Parteien Sendezeit bieten. Allerdings stehen diese Formate mit dem seltsamen Beinamen „Triell“ deutlich im Schatten der großen Bühne des Kanzlerduells.<br />
Und so konzentriert sich das Interesse der Beobachter vornehmlich auf die Frage, warum mit Stefan Raab ein Vertreter des Unterhaltungsfernsehens in die exklusive Riege der Duell-Moderatoren gefunden hat. Marcus Jauer bemüht hierzu in der FAZ (23.8.2013) das Archiv und findet in einem Spiegel-Interview mit Edmund Stoiber den Anstoßpunkt für die scheinbar ungewöhnliche Personalie – zu Jahresbeginn hatte das bayrische Beiratsmitglied der Sendergruppe ProSiebenSat.1 den Vorschlag gemacht, mit Raab eine „Ankerperson“ in die Debatte zu entsenden, die auch ein jüngeres Publikum ansprechen könne. Dieser zunächst von Peer Steinbrück und dann von vielen anderen kritisierte Vorschlag trägt immerhin der Annahme Rechnung, dass es sich beim Kanzlerduell um ein politisches Bildungsformat handelt, das unabhängig von Inhalten und Personen eine möglichst hohe Reichweite erzielen soll, um überhaupt auf die Wahl aufmerksam zu machen – in Zeiten rapide sinkender Wahlbeteiligung kein völlig falscher Ansatz.<br />
In der Rekonstruktion der Ereignisse seit Stoibers Besetzungsvorschlags notiert Jauer den bemerkenswerten Halbsatz, „dass die Sender die Moderatoren für das Fernsehduell immer noch selbst aussuchen“ und verweist damit ungewollt auf das eigentliche Dilemma der deutschen Kanzlerdebattenkultur. Die scheinbare Selbstverständlichkeit einer Gestaltungsautonomie der „Ausrichterseite“ ist das Kernproblem, an dem die Debatten seit 2002 zu leiden haben: es gibt weder eine Regelungsinstanz noch verbindliche Regeln für die Durchführung von „Kanzlerduellen“ in Deutschland, das Format ist schutzlos einem Klüngel aus Medien und Politik ausgeliefert, der alle vier Jahre darum feilscht, wer mit wem wie oft in welcher Länge über welche Fragen reden darf.<br />
Die „Kanzlerduelle“ – und auf Länderebene analog die „Ministerpräsidentenduelle“ – sind ein Resultat des über Jahrzehnte gewachsenen dualen Rundfunksystems, dessen je aktuelle Grundstruktur über die Gestaltung des reichweitenstärksten politischen Sendeformates entscheidet. Oder anders gesagt: eine kleine Gruppe von Senderverantwortlichen verhandelt mit einer noch kleineren Gruppe von Kampagnenverantwortlichen darüber, wer, was und wie gesendet wird.<br />
Das Fehlen einer übergeordneten Organisationsstruktur nach dem Muster der US-amerikanischen „Commission on Presidential Debates“, die nicht nur Anzahl, Dauer und Debattenformat vorgibt, sondern auch die Moderatoren- und Kandidatenauswahl bestimmt, hat zur Vereinnahmung des Formats durch den „medial-politischen Komplex“ (Hans-Jürgen Bucher) geführt.<br />
Der Auftritt des Entertainers Stefan Raab in einem als politisch geltenden Sendeformat lässt sich daher verstehen als Ausdruck der Unterhaltungsdominanz, die die gesamte Fernsehlandschaft durchzieht. Die private Säule des dualen Rundfunksystems findet so eine sehr gute Abbildung im Quartett der Fragesteller, die öffentlich-rechtliche Säule ist gefordert, mit Kompetenz im Bereich des politischen Journalismus dagegenzuhalten. Unter den gegebenen Bedingungen ist dies noch die spannendste Frage, die das Kanzlerduell aufwirft: sind politische Gesprächssendungen in Deutschland Informations- oder Unterhaltungsangebote?<br />
Und so lange es kein geordnetes Duell-Management durch eine unabhängige Organisationsstruktur gibt, besteht überhaupt kein Grund zur Aufregung um die Personalie Stefan Raab – denn jedes Land bekommt das Duell, das es verdient.</p>
<p>Bilder: <a href="http://www.flickr.com/photos/scriptingnews/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dave Winer</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-SA 2.0)</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="407" height="71" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Politiker ante portas</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina Keim]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2013 10:34:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn es um die Wahlkampfführung geht, blicken die deutschen Parteien gerne über den Atlantik. 2009 waren alle Parteien bestrebt, die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wahlspots_neu2.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-131123" alt="wahlspots_neu" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wahlspots_neu2-630x472.jpg" width="630" height="472" /></a>Wenn es um die Wahlkampfführung geht, blicken die deutschen Parteien gerne über den Atlantik. 2009 waren alle Parteien bestrebt, die Social Media-Taktiken von Barack Obama auch für den Bundestagswahlkampf einzusetzen. Facebook-Seiten, Twitter-Profile und YouTube-Kanäle sprießten am deutschen Social-Media-Himmel. Auch im Wahlkampfjahr 2013 entdeckt der aufmerksame Beobachter das eine oder andere bekannte Tool aus Übersee. Besonders en vogue ist in dieser Wahlkampfsaison das Canvassing.<br />
Der Haustürenwahlkampf &#8211; oder zu neudeutsch <em>Canvassing</em> &#8211; ist eine im angelsächsischen Wahlkampf fest verankerte Strategie, um direkten Kontakt zu bestimmten Wählergruppen aufzunehmen. Ein Kampagnenteam oder ein Kandidat geht in einem vorher festgelegten Gebiet von Haus zu Haus und verwickelt die dort wohnenden Wähler in direkte Gespräche. Angewandt im Rahmen von Wahlkämpfen dient diese Art der Kontaktaufnahme in erster Linie der Mobilisierung, entweder um Freiwillige für den Wahlkampf zu gewinnen oder um die Wähler zum Urnengang zu bewegen (Get out the Vote).<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/vom-wahltermin-zur-politikverdrossenheit/spot2jpg/" rel="attachment wp-att-131134"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-131134" title="Spot" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPot2jpg.jpg" width="176" height="117" /></a>&#8220;Licht aus, Spot an&#8221;, so heißt das Motto unserer Kolumnenreihe &#8220;Wahlspots&#8221;, in der ausgewählte Autoren ihren Fokus auf spannende Phänomene und Geschichten des aktuellen Bundestags-wahlkampfs richten. Wöchentlich erscheinen die Texte sowohl auf politik-digital.de als auch auf <a href="http://www.cicero.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">cicero.de</a>.</div></div><br />
Im<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1956886/#/beitrag/video/1956886/ZDF-Sommerinterview-mit-Peer-Steinbrueck" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Sommerinterview</a> mit dem ZDF kündigte Peer Steinbrück an, dass die SPD bis zum 22. September an bis zu fünf Millionen Haustüren klopfen möchte. Sein Ziel: Die Bürger über den Wahltermin informieren. Einen möglichen Gesprächsaufhänger soll dabei der seit dem 1. August bestehende Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz bilden. Über die Online-Organisationsplattform werden Mitglieder und Unterstützer zur Beteiligung aufgerufen: &#8220;Registrier Dich auf <a href="https://mitmachen.spd.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mitmachen.spd.de</a>, schließ Dich dem Team in Deiner Nachbarschaft an und komme mit uns von Tür zu Tür.&#8221;<br />
Auch die Grünen setzen im Wahlkampf 2013 erneut auf den Haustürenwahlkampf. Sie sammelten bereits im Berliner Wahlkampf 2011 erste Erfahrungen mit der amerikanischen Wahlkampftaktik. Ihr Fazit: &#8220;Canvassing ist ein super Mittel, effizient viele Leute persönlich zu sprechen. (&#8230;) Gekoppelt mit einer zusätzlichen Präsenz im Kiez, ergibt sich ein enormer Wiedererkennungswert&#8221;, so <a href="http://gruene-berlin.de/canvassing-eine-neue-wahlkampfstrategie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Silke Gebel</a>. Damit der Gang von Tür zu Tür auch 2013 glatt läuft, produzierte die Partei sogar einige <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Gdot5cvx5uk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videos</a> mit Tipps und Tricks. Besonders geeignet sind demnach Besuche in Zweiergrüppchen zur Feierabendzeit.<br />
So vielversprechend die Inspiration aus Übersee auch sein mag, eins zu eins übertragbar ist sie dennoch nie. Kulturelle Eigenarten oder Wahlsysteme können den Erfolg von amerikanischen Wahlkampftaktiken in Deutschland extrem einschränken. Für Viele bilden die eigenen vier Wände einen Rückzugsort, an dem Fremde keinen Zutritt haben. So mag es also gut sein, dass die Wahlkämpfer vor verschlossener Tür stehen bleiben. Laut einer <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE96R00520130728" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Emnid-Umfrage</a> aus dem Juli 2013 wollen zwei Drittel der Deutschen ihre Tür gar nicht erst öffnen, wenn Wahlwerber klingeln. Zu schlecht sind möglicherweise die Erfahrungen mit Hausbesuchen von Anhängern religiöser Sekten, die sich der Taktik der Hausbesuche ebenfalls bedienen.<br />
Doch die Statistik lässt die Parteien nicht zurückschrecken. Sie setzen im Wahlkampf auf die 30% der Bürger, die geneigt sind, ihre Tür zu öffnen. Der Hausbesuch ist für viele Deutsche schließlich der erste Kontakt mit einem Kandidaten überhaupt &#8211; ein perfektes Szenario um gerade unentschlossene Wähler zu erreichen. Und wenn es mit dem Türklingeln dann doch nicht klappen mag, hat Obama uns zum Glück noch zahlreiche weitere Wege für einen direkten Austausch mit den Wählern gezeigt. Das das Konzept <a href="http://blog.sfgate.com/nov05election/2011/06/15/obama-2012-campaign-raffles-off-dinner-with-the-president/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Dinner with Obama&#8221;</a> erfreut sich beispielsweise einer deutschen Adaption: Steffi Lemke umgeht die verschlossenen Türen und lässt sich zu <a href="http://steffi-lemke.de/?p=8775" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wohnzimmergesprächen</a> von interessierten Wählern gleich einladen.<br />
<em>Nina Keim bloggt unter anderem auf <a href="http://www.amerikawaehlt.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amerika Wählt</a> über Wahlkämpfe in den USA.</em><br />
Hier finden Sie Teil 1 unserer Kolumnenreihe &#8220;Wahlspots&#8221;:<a href="http://politik-digital.de/vom-wahltermin-zur-politikverdrossenheit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> &#8220;Vom Wahltermin zur Politikverdrossenheit?&#8221;</a><br />
Bilder: m.p.3. via flickr, Rainer Sturm via pixelio.de<br />
<!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Tradition und Moderne &#8211; Digitale Presseschau KW 29</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/tradition-und-moderne-digitale-presseschau-kw-29-130409/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jul 2013 12:14:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Alles nimmt seinen gewohnten Gang: die Regierung schweigt sich zum Überwachungsskandal aus, die Opposition übt lautstarke Kritik, der netzpolitische Wahlkampf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alles nimmt seinen gewohnten Gang: die Regierung schweigt sich zum Überwachungsskandal aus, die Opposition übt lautstarke Kritik, der netzpolitische Wahlkampf rollt. Doch Google steht darüber und reißt weiter eifrig große Löcher in die Privatsphäre der User, während andere Suchmaschinen unerwünschte Inhalte zensieren. Neu ist allerdings, dass niemand geringeres als die Terrorgruppe Al-Kaida nun ihr dringendes Mitteilungsbedürfnis bei Twitter befriedigt.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=cpQpYVlulmI&amp;feature=youtu.be&amp;a" title="Überwachungsstaat für Dummies: PRISM - Jeder ist im Fadenkreuz!" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/cpQpYVlulmI?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Ganz langsam und der Reihe nach: Diese Animation der Piratenpartei erklärt den aktuellen Überwachungsskandal in verständlicher Art und Weise. So sollte jede/r in der Lage sein, das Ausmaß des PRISM-Tempora-Überwachungsprogramms einzuschätzen.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/w-lan-daten-google-kopiert-kennwoerter-unverschluesselt-auf-us-server-a-911574.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Passwortsalat</a></h3>
<p>Google könnte Millionen privater Passwörter für W-Lan-Netze besitzen. Der Grund: Die Backup-Funktion des Google-Betriebssystems Android kopiert diese Passwörter standardmäßig unverschlüsselt auf den Server des Konzerns. Micah Lee, Chefentwickler bei der US-Bürgerrechtsorganisation EFF, hat dies als Fehlermitteilung in Googles offiziellem Android-Entwicklerforum öffentlich gemacht. Das Vorgehen Googles ist in vielerlei Hinsicht problematisch: So könnten beispielsweise Regierungsstellen die Daten abfragen. Da viele Nutzer dieselben Passwörter für  unterschiedliche Dienste verwenden, verfüge Google augenblicklich über eine Menge brisanter Zugangsdaten, schreibt Konrad Lischka im Spiegel. Dazu kommt, dass diese Weitergabe-Funktion zumindest auf einem Teil der Android-Geräte standardmäßig aktiviert ist. Gleichzeitig ist es für den Nutzer nicht möglich, einzelne Datensätze zu Android-Geräten von den Google-Servern zu löschen. Das EFF fordert, den Fehler schleunigst zu korrigieren und die übertragenen Daten zumindest zu verschlüsseln.</p>
<h3><a href="http://blog.zeit.de/radikale-ansichten/2013/07/15/terror-auf-twitter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Terror-Tweet</a></h3>
<p>Die Terrorgruppe Al-Kaida twittert. Das ist kein Scherz; trotz größter Abneigung gegen alles Westlich-Amerikanisch-Neumodische nutzen bin-Ladens Jünger den Kurznachrichtendienst für islamistische Propagandazwecke und „berichten“ etwa live von Anschlägen. Laut einer Studie zweier Terrorismusforscher bestehen etwa 20.000 Accounts mit Al-Kaida-Bezug. Journalisten und Forscher konnten auf diese Weise gar mit Dschihadisten in Kontakt treten und Interviews führen. So gelangt man zwar an äußerst interessante Infos, deren Wahrheitsgehalt sollte aber mit der nötigen Portion Skepsis betrachtet werden.</p>
<h3><a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/peer-steinbrueck-zur-nsa-affaere-merkel-nimmt-bruch-der-buergerrechte-in-kauf/8495572.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klare Kante gegen Salami</a></h3>
<p>Als ob die Spionageaffäre nicht schon schlimm genug wäre: Die Bundesregierung übt sich derzeit in fatalem Krisenmanagement, fällt vor allem durch unklare Informationen und Uneinigkeit auf oder versucht, den Skandal mit „Wir wussten von nichts“-Kommentaren wegzumoderieren. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kritisiert das Verhalten von Kanzlerin und Innenminister in einem Gastbeitrag auf tagesspiegel.de scharf. Sollten die Behauptungen Edward Snowdens stimmen, so seien „persönliche Grundrechte bis tief ins Persönliche hinein verletzt worden“. Konkret fordert der Sozialdemokrat eine &#8221; volle Aufklärung statt Salami-Taktik &#8220;. Die USA-Reise von Innenminister Friedrich sowie die das schweigende Abwarten von Bundeskanzlerin Merkel machen, so Steinbrück, „den Anschein, „als werde der millionenfache Bruch der Bürgerrechte billigend in Kauf genommen“.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/netzpolitik-grosse-parteien-im-neuland-1.1721594" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ehemalige Nischen</a></h3>
<p>Die beiden großen Volksparteien profilieren sich zusehends in der Netzpolitik. So verantwortet Gesche Joost das Thema im Kompetenzteam von Peer Steinbrück, Peter Tauber und Michael Kretschmer halten die netzpolitische Fahne der CDU hoch. Johannes Boie beschreibt auf sueddeutsche.de die großen Unterschiede zwischen dem jungen, aber schon sehr routinierten christdemokratischen Nachwuchs und der parteilosen Akademikerin, die den Quereinstieg wagte. Leistungsschutzrecht, Vorratsdatenspeicherung, Internetministerium – der netzpolitische Wahlkampf läuft an.</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/07/vom-internet-zum-filternet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nicht erwünscht</a></h3>
<p>„Halaalgoogling“: So nennt sich eine Suchmaschine, die automatisch all das filtert und aussortiert, was nach Auffassung der Betreiber nicht halaal, also nach islamischem Recht erlaubt ist. Das umfasst beispielweise Nacktheit, Homo- oder Bisexualität, Alkohol oder gegen den Islam gerichtete Inhalte. Die „schwarze Liste“ der Betreiber ist dabei nicht öffentlich zugänglich. Andreas Winterer, ein Autor des ZDF-Blogs „Hyperland“ verweist in diesem Zusammenhang auf Online-Zensur, die auch im sogenannten „aufgeklärten Westen“ stattfindet. Zum Beispiel die SafeSearch-Funktion von Google, die Pornografie ausblendet. Oder „CleanIT“, ein Projekt der EU, das den Online-Zugriff auf „terroristische“ und „illegale Inhalte“ verhindern möchte. Winterer warnt: Möglicherweise seien solche Initiativen nur ein erster Schritt. „Irgendwann sind solche Suchhilfen vielleicht ausdrücklich erlaubt – alle anderen Suchmaschinen hingegen anrüchig, tabu oder gar bei Strafe verboten.“</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-04/harper-reed-datenschutz" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> </a></h3>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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