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	<title>Petitionsausschuss &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Petitionsausschuss &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Bundestag: Petitionsausschuss hat 99,82% der Petitionen verworfen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bundestag-petitionsausschuss-hat-9982-der-petitionen-verworfen-146049/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars Sobiraj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2015 10:10:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Petition]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[openPetition]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz Schadow]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Petitionsausschuss]]></category>
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					<description><![CDATA[Alles für die Tonne? Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags hat 2014 von den eingereichten 15.325 Anliegen lediglich 0,18% an die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Mülltonne.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146050" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Mülltonne.jpg" alt="Mülltonne" width="640" height="280" /></a>Alles für die Tonne? Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags hat 2014 von den eingereichten 15.325 Anliegen lediglich 0,18% an die Bundesregierung weitergeleitet. In einem einzigen Fall wurde der Bundesregierung empfohlen, dem Anliegen zu entsprechen. 31 weitere Petitionen wurden zur Prüfung weitergeleitet. 15.293 Petitionen wurden verworfen. Weniger als 3% wurden auf dem Petitionsserver des Bundestags veröffentlicht, damit sie online unterzeichnet werden konnten.</p>
<p><span id="more-10854"></span>Die „<em>Abteilung Controlling des Unternehmens Deutscher Bundestag</em>“, wie der Petitionsausschuss manchmal genannt wird, führt sich im neuesten <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/049/1804990.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jahresbericht</a> selbst ad absurdum. Zwar wurden im Vorjahr 15.325 Anliegen eingereicht. Doch nur eine einzige Petition wurde an die Bundesregierung „<em>zur Berücksichtigung</em>“ weitergeleitet. Der Bundesregierung wurde also mehr oder weniger unverbindlich empfohlen, dem Anliegen des Bürgers zu entsprechen. 31 weitere Petitionen wurden letztes Jahr „<em>zur Erwägung</em>“ vorgelegt, also als Ersuchen, das Anliegen zu prüfen. Das sind zusammen lediglich 0,18% der 2014 behandelten Petitionen. 99,82% der Petitionen, die die Bürgerinnen und Bürger eingereicht haben, wurden hingegen aussortiert. Bei den meisten Anfragen wurden keinerlei Schritte unternommen, um die zuständigen gewählten Vertreter dazu aufzufordern, das Anliegen zu bearbeiten.</p>
<p>Natürlich werden jedes Jahr auch diverse sinnlose Petitionen eingereicht. So wurde von den Volksvertretern in den letzten Jahren beispielsweise ein Verbot von Blondinenwitzen oder eine Ausweitung der UFO-Forschung gefordert. Trotzdem müssten sich die Mitglieder des Ausschusses selbst die Frage stellen: Soll so tatsächlich ein effektives Controlling aussehen? Wird man damit dem <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_17.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel 17</a> Grundgesetz gerecht?</p>
<h3>Petitionen für die Papiertonne statt für Parlamentarier?</h3>
<p>Kritisiert wird von Dritten auch, dass weniger als 3% der 2014 eingereichten Petitionen auf dem Petitionsserver des Bundestags veröffentlicht wurden. Damit konnte nur über wenige Einreichungen online diskutiert oder abgestimmt werden. Laut <a class="autobesttag" title="See the tag: openpetition (2 posts)" href="https://tarnkappe.info/schlagwort/openpetition/" rel="nofollow">OpenPetition</a> ist dieser Anteil seit Jahren gleichbleibend gering. Damit beschäftigt sich der Ausschuss zu wenig mit Anliegen von öffentlichem Interesse.</p>
<p>OpenPetition-Sprecher Fritz Schadow <a href="https://www.openpetition.de/blog/blog/2015/06/10/petitionsausschuss-geringe-wirkung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beanstandet</a>, dass oftmals in Sammel­beschluss­empfehlungen über bis zu 200 Petitionen gleichzeitig abgestimmt wird. Er hält es für fraglich, ob man den Anliegen der Petenten gerecht wird, wenn diese Abstimmungen dann auch noch meist am Ende eines langen Sitzungstages vorgenommen werden. Damit wandert jede Menge Bürgerbeteiligung im wahrsten Sinne des Wortes unbearbeitet in der Mülltonne.</p>
<p>Dies ist ein Crosspost vonp <em>tarnkape.info</em>. Der Artikel ist zuerst <a href="https://tarnkappe.info/bundestag-petitionsausschuss-hat-9982-der-petitionen-verworfen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> erschienen.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/tzofia/400091794/in/photolist-Bmzmo-53MDNk-4om1Xs-zTDCt-dVWk1m-m8f9h-4vnx41-pU9bUA-pBCPzR-LqPwT-g1PCVV-5XQEuw-7Ayau4-p8bNor-72DdfE-kc17T-oQEy4f-4CKsgj-pBERxY-7kEnfe-n8Zm2-7DWoNq-7aNWcq-69NDnn-ppNSVd-8o7BAx-qCLSz-c8civJ-8zNZUs-3hguX-8zKS2i-85D6M1-nCtEX7-AGhg-ph81yM-eyrKi-23Vhe7-71JxwZ-xGaR9-5CsG49-g72z5f-7xhfQK-4k7HEX-7u98y7-6MQcV-6xJs8s-rrNoR6-QuSM-f6M4W9-rz8Vj" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Britney Bush Bolley </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">(CC BY-NC-ND 2.0)</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Franziska Heine: Köhler hätte nicht unterschreiben sollen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/franziska-heine-koehler-haette-nicht-unterschreiben-sollen-4772/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/franziska-heine-koehler-haette-nicht-unterschreiben-sollen-4772/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nina Schröter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 17:07:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Petition]]></category>
		<category><![CDATA[Petitionsausschuss]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperre]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Heine]]></category>
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					<description><![CDATA[Über 134.000 Menschen haben die Online-Petition &#34;Keine Indizierung
und Sperrung von Internetseiten&#34; unterzeichnet und damit die Initiatorin Franziska Heine zur Vorkämpferin gegen Internetsperren gemacht. An diesem Montag, 22. Februar 2010, hatte sie nun Gelegenheit, ihre Argumente vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages noch einmal vorzutragen.
<p>
&#160;
</p>
<center>
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<p>
&#160;
</p>
<p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Über 134.000 Menschen haben die Online-Petition &quot;Keine Indizierung<br />
und Sperrung von Internetseiten&quot; unterzeichnet und damit die Initiatorin Franziska Heine zur Vorkämpferin gegen Internetsperren gemacht. An diesem Montag, 22. Februar 2010, hatte sie nun Gelegenheit, ihre Argumente vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages noch einmal vorzutragen.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><center><br />
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</center></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
politik-digital.de war dabei und hat sich nach der <a href="http://web-tv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/scalablePlayer.html?content=506559&amp;singleton=true&amp;bandwidth=514" target="_blank" title="Aufzeichnung der Sitzung bei bundestag.de" rel="noopener noreferrer">Sitzung </a>mit Franziska Heine unterhalten. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr E-Demokratie durch Petitionsausschuss</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mehr-e-demokratie-durch-petitionsausschuss-3947/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Wittig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 10:22:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Petition]]></category>
		<category><![CDATA[Petitionsausschuss]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Jahr 2007 unterstützten etwa 600.000 Bürger Eingaben an denPetitionsausschuss des Bundestages. Das zeigt der Jahresbericht des Petitionsausschusses, der am 27. Juni 2007, kurz vor der Sommerpause, veröffentlicht wurde. Vor allem die neu eingeführten elektronischen Petitionen hätten sich positiv auf die Statistik ausgewirkt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2007 unterstützten etwa 600.000 Bürger Eingaben an denPetitionsausschuss des Bundestages. Das zeigt der Jahresbericht des Petitionsausschusses, der am 27. Juni 2007, kurz vor der Sommerpause, veröffentlicht wurde. Vor allem die neu eingeführten elektronischen Petitionen hätten sich positiv auf die Statistik ausgewirkt.<!--break--> </p>
<p>
Dies sei auf der einen Seite ein Vertrauensbeweis in das Gremium, so Kersten Naumann (Die Linke.), Vorsitzende des Petitionsausschusses zu <a href="http://www.heise.de/newsticker/Petitionsausschuss-des-Bundestags-lobt-Staerkung-der-E-Demokratie--/meldung/110130" target="_blank" rel="noopener noreferrer">heise.de</a>. Zum anderen zeige dies aber auch, wie viele Probleme derzeit bestünden.
</p>
<p>
Auf der offiziellen <a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a02/onlinepet/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetseite</a> des Ausschusses ist es möglich, entweder eine Petition einzureichen oder sich zu Problemen „von allgemeinen Interesse“ zu äußern bzw. sich über aktuelle öffentliche Petitionen zu informieren.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Karl Addicks über seine Arbeit im Bundestag</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/karl_addicks_ueber_seine_arbeit_im_bundestag-251/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[uheimann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jan 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Addicks]]></category>
		<category><![CDATA[Petitionsausschuss]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/karl_addicks_ueber_seine_arbeit_im_bundestag-251/</guid>

					<description><![CDATA[<span class="fett"><span class="fett"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span class="normal">
Am Donnerstag, 27. Januar, war Karl Addicks, </span><span style="font-family: Arial,helvetica">Nachrücker 
im Bundestag und Obmann im Petitionsausschuss</span>, von 13 bis 
14 Uhr zu Gast <span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> 
im Live-Chat der Serie &#34;Politiker-Talk&#34;</span>. <br />
Er beantwortete u. a. Fragen zu Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung 
durch Eingaben an den Bundestag und die Notwendigkeit einer neuen 
Entwicklungspolitik.</span></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="fett"><span class="fett"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span class="normal"><br />
Am Donnerstag, 27. Januar, war Karl Addicks, </span><span style="font-family: Arial,helvetica">Nachrücker<br />
im Bundestag und Obmann im Petitionsausschuss</span>, von 13 bis<br />
14 Uhr zu Gast <span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
im Live-Chat der Serie &quot;Politiker-Talk&quot;</span>. <br />
Er beantwortete u. a. Fragen zu Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung<br />
durch Eingaben an den Bundestag und die Notwendigkeit einer neuen<br />
Entwicklungspolitik.</span></span></span><!--break--><span class="fett"><span class="fett"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> </span></p>
<p></span></span><span class="fett">Moderator: </span>Herzlich willkommen<br />
im FDP-Live-Chat der Serie &quot;Politiker-Talk&quot;! Unser heutiger<br />
Gast ist Dr. Karl Addicks, MdB. In den nächsten 60 Minuten<br />
werden wir uns in diesem Live-Chat aus Berlin über seine Funktionen<br />
als Obmann des Petitionsausschusses und als stellvertretendes Mitglied<br />
im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung<br />
auseinandersetzen und hoffen auf interessante Fragen von Ihnen,<br />
liebe Chatter und Chatterinnen. Die Fragen werden von unseren Moderatoren<br />
jetzt entgegengenommen. Herr Dr. Addicks, sind Sie bereit?</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Ja ich bin bereit.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Herr Addicks, seit November<br />
2004 sind Sie Abgeordneter der FDP im Bundestag. Als Nachrücker<br />
für den durch Verzicht ausgeschiedenen Abgeordneten Christoph<br />
Hartmann sind Sie von der Saar an die Spree gekommen. Wie schnell<br />
mussten Sie die Entscheidung treffen, ob Sie das Mandat annehmen?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Diese Entscheidung musste<br />
schon sehr schnell getroffen werden. Sie haben eine Woche Zeit,<br />
das Mandat abzulehnen .Wenn es nicht innerhalb einer Woche abgelehnt<br />
ist, haben Sie es automatisch angenommen. Wenn Sie es dann noch<br />
ablehnen wollten, müssten Sie zum Bundestagspräsidenten<br />
gehen und sagen, dass Sie das Mandat wieder aufgeben. Ich war zu<br />
dem Zeitpunkt mehr oder weniger gerade als Hausmann tätig und<br />
war Beruflich nicht gebunden.
</p>
<p>
<span class="fett">drseeberg:</span> Herr Addicks, erst mal Glückwunsch<br />
zum Mandat! Was sind die besonderen Schwierigkeiten, wenn man mitten<br />
in einer Legislaturperiode einsteigen muss?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Ja, da sind Sie konfrontiert<br />
mit vielen Menschen die Sie kennen lernen müssen. Ich hatte<br />
am Anfang natürlich Probleme, mir die ganzen Namen und Gesichter<br />
zu merken. Da darf man sich halt nicht unter Druck setzen. Das kommt<br />
nach einiger Zeit ganz von selbst. Natürlich bedanke ich mich<br />
auch erst mal zum Glückwunsch zum Mandat. Es ist schon etwas<br />
Besonderes, wenn man die Möglichkeit bekommt, auf diese Art<br />
und Weise eine direkte politische Arbeit zu machen, wo sie auch<br />
etwas bewegen können.
</p>
<p>
<span class="fett">DoraDiamant:</span> Herr Addicks, waren Sie<br />
sehr überrascht, als sie auf einmal als Nachfolger von Herrn<br />
Hartmann nach Berlin berufen wurde?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Ich hatte etwa 3 Wochen<br />
Zeit, weil wir 3 Wochen vor der Landtagswahl im Saarland waren unsere<br />
Umfragewerte noch so, dass wir nicht davon ausgehen konnten dass<br />
es mit dem Einzug in den Landtag klappen würde, aber als dann<br />
die Umfragewerte stetig hochgingen und auch über 5% kamen,<br />
habe ich angefangen, mich mental auf die Übernahme des Bundestagsmandates<br />
vorzubereiten. Ich bin ja auf Platz 3 der Landesliste.
</p>
<p>
<span class="fett">fuzzy:</span> War Ihre Frau sofort damit einverstanden,<br />
dass sie nach Berlin gehen?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks: </span>Ich habe keine Frau.
</p>
<p>
<span class="fett">DoraDiamant:</span> Wie gefällt Ihnen Berlin?.
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Berlin gefällt mir<br />
schon immer. Ich habe hier viele Freunde und bin in der Stadt eigentlich<br />
zu Hause.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Und haben Sie sich schon an<br />
das Klima der &quot;Berliner Republik&quot; gewöhnt? Ist es<br />
anders als im Saarland?.
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> An dieses Klima habe ich<br />
mich schon gewöhnt, ja.<br />
Es geht sehr schnell.
</p>
<p>
<span class="fett">jakobulobulobulus:</span> Wie kommt man von<br />
der Tropenmedizin zur Politik?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Da kommt man folgender<br />
maßen dazu: Ich habe von 1990 bis etwa 2000 außerhalb<br />
von Europa gearbeitet unter anderem im Irak im Irak wurde ich 1990<br />
von Saddam Hussein als Geisel festgehalten. Damals habe ich mir<br />
gesagt, wenn Du hier jemals rauskommst sorgst du mit dafür,<br />
dass diese Freiheitliche Republik die wir hier in Deutschland haben<br />
erhalten und verteidigt wird.
</p>
<p>
<span class="fett">Dick Brave:</span> Sie waren ein Jahr als Arzt<br />
in Basra, für wen waren sie denn da tätig? Kommt man als<br />
Firmenarzt auch unters Volk?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Da war ich für die<br />
Firma Strabag am int. Zivilflughafen von Basra. Das ist ein Riesenprojekt<br />
wo zeitweise bis zu 2000 Europäer gearbeitet haben mit Familien<br />
und Kind und Kegel. Die brauchen natürlich einen europäischen<br />
Arzt. Ich bin durchaus auch unters Volk gekommen und habe dort sehr<br />
nette Menschen kennen gelernt. Es tut mir leid, dass das irakische<br />
Volk diese entsetzliche Phase durchmachen muss, an deren Ende, wie<br />
ich hoffe etwas Vergleichbares steht, wie das was wir hier in Deutschland<br />
haben.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Eine Nachfrage zu den Verhältnissen<br />
im Irak:
</p>
<p>
<span class="fett">KudderwieFischkutter:</span> Wie bewerten Sie<br />
vor diesem Hintergrund den Krieg gegen den Irak?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Trotz aller Bedenken hoffe<br />
ich, dass die Iraker dadurch zu einem demokratischen Staatswesen<br />
finden können. Eines ist klar, dass das Regime von Saddam Husein<br />
weg musste. Der Mann hat 100.000e auf dem Gewissen.
</p>
<p>
<span class="fett">S. Adam:</span> Wäre Ihnen da ein Platz<br />
im Ausschuss für internationale Beziehungen nicht lieber?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Man kann sich die Ausschüsse<br />
nicht einfach aussuchen. Als Nachrücker müssen Sie den<br />
Platz einnehmen, der im Moment vakant ist. und das war für<br />
mich der Sitz im Petitionsausschuss und ein Stellvertretersitz im<br />
Ausschuss für Entwicklungszusammenarbeit und dadurch kann ich<br />
auch bei den Sitzungen des Arbeitskreises &quot;Internationales&quot;<br />
und &quot;Auswärtiges&quot; teilnehmen.
</p>
<p>
<span class="fett">rafi shankar:</span> Sie sind ja weit in der<br />
Welt herumgekommen, wie glauben Sie, können ihre Wählerinnen<br />
und Wähler davon profitieren?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Ich glaube, es ist kein<br />
Fehler, von der Welt etwas gesehen zu haben und zu wissen, dass<br />
Dinge anderswo so dermaßen anders laufen können als bei<br />
uns, dass man es sich hier bei uns gar nicht vorstellen kann. Das<br />
relativiert einiges. Ich hoffe, dass ich davon etwas einbringen<br />
kann.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Kommen wir nun zu Ihrer Funktion<br />
als Obmann im Petitionsausschuss.
</p>
<p>
<span class="fett">sergio leone:</span> Was macht eigentlich ein<br />
Petitionsausschuss?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Ein Petitionsausschuss<br />
befasst sich mit Eingaben und Beschwerden und auch Anregungen von<br />
Bürgern. Das Petitionsrecht kann man vielleicht vergleichen<br />
mit dem Beschwerdebuch in einem Hotel. Das Grundgesetz garantiert<br />
ein Petitionsrecht für Jedermann und gibt dem Gesetzgeber die<br />
Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge, Gesetzeslücken<br />
oder ganz neue Gesetzschaffungsmaßnahmen wahrzunehmen. Es<br />
ist schon öfter vorgekommen, dass durch die Eingabe von Bürgern<br />
Gesetzeslücken aufgedeckt wurden oder auch ein ganz neuer Regelungsbedarf<br />
erkannt wurde. Pro Jahr kommen ca. 15.000 Petitionen in den Ausschuss<br />
von denen etliche nach Bearbeitung durch den Ausschussdienst im<br />
Petitionsausschuss beraten werden.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Ist Ihre Funktion als Obmann<br />
überparteilich oder vertreten Sie hier auch Ihre eigenen Positionen?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Nein, das ist eine Parteiliche.<br />
Im Petitionsausschuss wird auch abgestimmt, wobei das Klima in diesem<br />
Ausschuss ein sehr Kollegiales ist. Die Zusammenarbeit mit den Vertretern<br />
der Regierungsparteien und der Union ist mehr oder weniger einvernehmlich<br />
und wenn wir uns nicht einigen können, dann stimmen wir eben<br />
ab. Das alles geht in einer ruhigen Atmosphäre vor sich. Aufgeregte<br />
Debatten wie aus dem Plenum haben wir so gut wie nie.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Also hat jede Partei seinen<br />
Obmann im Petitionsausschuss?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Ja. Wobei die FDP als kleine<br />
Partei auf Grund der proportionalen Besetzung nur zwei Vertreter<br />
im Petitionsausschuss hat. Der eine ist Vorsitzender und der andere,<br />
der Obmann, meine Person.
</p>
<p>
<span class="fett">koizumi:</span> Wie viele Leute sitzen denn<br />
in diesem Ausschuss? Ich kann mir vorstellen, dass die Anzahl der<br />
Beschwerden leicht ausufert.
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Die Anzahl der Beschwerden<br />
ist, wie ich schon sagte bei ca. 15000 im Jahr, je nach Änderung<br />
der politischen Situation können das mehr oder weniger werden.<br />
In dem Ausschuss sitzen ca. 25 Vertreter der im Bundestag mit Fraktionsstatus<br />
vertretenden Parteien.
</p>
<p>
<span class="fett">koizumi:</span> Wie ist die Parteienverteilung<br />
im Ausschuss?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks: </span>Das können Sie auf<br />
den Internetseiten des Bundestages unter <a href="http://www.bundestag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.bundestag.de</a><br />
erfahren. Die Regierungsparteien haben im Ausschuss natürlich<br />
die Mehrheit. Ebenso wie im Bundestag.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Eine Nachfrage bezüglich<br />
der Anzahl der Petitionen:
</p>
<p>
<span class="fett">nasi Goreng: </span>Die müssen sie alle<br />
lesen?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Nein, natürlich nicht.<br />
Die Petitionen gehen beim Ausschussdienst ein und werden dort bearbeitet<br />
und nur ein kleinerer Teil wird von den Abgeordneten bearbeitet.<br />
Der Ausschussdienst sortiert z.B. unflätige oder unsinnige<br />
Petitionen aus. Eine Petition z.B. man möge den Bundeskanzler<br />
50 Peitschenhiebe verabreichen wovon 25 auch vom Finanzminister<br />
übernommen werden könnten &#8211; mit einer solchen Petition,<br />
wie sie wirklich reingekommen ist, befassen wir uns nicht.
</p>
<p>
<span class="fett">gromo:</span> Sie sind im Petitionsausschuss,<br />
ist das ein ernst zu nehmendes Gremium oder eher ein Placebo für<br />
die Bürger?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks: </span>Nein, das ist ein sehr<br />
ernst zu nehmendes Gremium und eine wichtige Rückmeldung für<br />
den Gesetzgeber. Wie ich oben schon gesagt habe haben Petitionen<br />
schon öfter dazu geführt, dass neuer oder zusätzlicher<br />
Gesetzgebungsbedarf erkannt wurde. Der Gesetzgeber ist meiner Ansicht<br />
nach auf die Anregungen Wünsche und Beschwerden der Bürger<br />
geradezu angewiesen. Im Moment sind wir übrigens dabei, Petitionsmöglichkeit<br />
per E-Mail zu prüfen .
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span>Noch eine Frage zur Arbeitsweise<br />
des Ausschussdienstes:
</p>
<p>
<span class="fett">Liese:</span> Nach welchen Kriterien sucht dieser<br />
Dienst aus? Und wer sitzt drin? Sehen Sie da keine Gefahren?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> In dem Ausschussdienst<br />
arbeiten ca. 80 Sachbearbeiter, die neutral die Petitionen bearbeiten<br />
und wie ich gerade schon sagte, offenbar unsinnige oder aussichtslose<br />
Petitionen vorab überscheiden.
</p>
<p>
<span class="fett">Liese:</span> Wie oft pro Woche oder Monat tagt<br />
der Petitionsausschuss?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks: </span>Der Petitionsausschuss<br />
tagt in der Sitzungswoche einmal, d.h. bei ca. 25 Sitzungswochen<br />
pro Jahr 25 mal.
</p>
<p>
<span class="fett">PartyPartei:</span> Wie reiche ich denn eine<br />
Beschwerde oder Petition ein? Schicke ich einfach einen Brief an<br />
den Ausschuss?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Ja, schicken Sie einfach<br />
ein formloses Schreiben mit Ihrem Anliegen an den Petitionsausschuss<br />
im Deutschen Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin. Man<br />
wird Ihnen auf jeden Fall antworten. Allerdings muss die Petition<br />
mit Namen , Anschrift und Unterschrift versehen sein.
</p>
<p>
<span class="fett">sambal olek: </span>Dann sind Sie sozusagen<br />
mein Anwalt wenn ich mich über Politiker beschweren will?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks: </span>Warum nicht? Kommt darauf<br />
an, wie Sie das machen. Was meinen Sie denn genau? Wo drückt<br />
denn der Schuh?
</p>
<p>
<span class="fett">loveevol:</span> Wie lange dauert es ungefähr,<br />
bis eine Petition durch den Ausschuss ist und vollkommen fertig<br />
bearbeitet?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Das kann sehr lange dauern.<br />
Wir haben einige Petitionen, die seit 2 Jahren anliegen. Wenn z.B.<br />
Stellungnahmen der Bundesregierung oder betroffener Verwaltungsorgane<br />
einzuholen sind und das Ganze dann noch mehrfach hin und hergeht,<br />
kann es zu diesen langen Bearbeitungszeiten kommen.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Was ist denn mal ganz konkret<br />
ein Beispiel für eine umgesetzte Petition?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Wir konnten Petenten helfen,<br />
die von unerträglichem Lärm an Eisenbahnstrecken betroffen<br />
waren.
</p>
<p>
<span class="fett">rainer_zufall:</span> Die Initiative &quot;bund-online<br />
2005 &quot; hat sich ja zum Ziel gesetzt, eGovernment in Deutschland<br />
voranzutreiben. Wird der Petitionsausschuss dazu beitragen, wenn<br />
der eMail-Verkehr zum Petitionsausschuss eingeführt wird? Prüfen<br />
Sie das aufgrund dieser Initiative?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Wir prüfen das auf<br />
Grund eigener Initiative. Ich konnte mich selbst überzeugen,<br />
wie der Petitionsausschuss des schottischen Parlaments Online funktioniert.<br />
Ich habe mich da völlig problemlos einer Petition angeschlossen<br />
mit meinem Wohnsitz in Deutschland. Das ging überraschend einfach.<br />
Wir, d.h. der Petitionsausschuss, arbeiten gerade daran diese Möglichkeit<br />
auch in Deutschland einzuführen.
</p>
<p>
<span class="fett">sambal olek:</span> Na ja, kümmern Sie<br />
sich auch um Lokalpolitik? Denn die meisten Dinge die mich betreffen,<br />
finden ja hier in meinem unmittelbaren Umfeld statt. Zur Zeit wird<br />
bei mir am Ort etwa eine Umgehungsstrasse gebaut.
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Ich kümmere mich auch<br />
um die Lokalpolitik. Aber man wird verstehen, dass ich mich nicht<br />
um alles kümmern kann. Versuche aber mein Bestes auch in solchen<br />
Fällen Einfluss auszuüben. Ich könnte z.B. meine<br />
Kollegen aus der Landtagsfraktion auf bestimmte Sachen aufmerksam<br />
machen oder auch versuchen in einer bestimmten Richtung einzuwirken,<br />
wobei es klar ist, dass man es nie allen recht machen kann.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span>Neben Ihrem Amt als Obmann<br />
im Petitionsausschuss sind Sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss<br />
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und ehemaliger<br />
Projektleiter der GTZ: Was sind denn Ihrer Meinung nach die dringlichsten<br />
Probleme in der Entwicklungshilfe?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Wir sollten in der Entwicklungszusammenarbeit<br />
wie das pol. korrekt heißt &#8211; von der Armutsbekämpfung<br />
weg kommen und mehr eine Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Die Mittel<br />
die für die Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung stehen,<br />
können nicht alle Probleme der sog. Entwicklungsländer<br />
lösen. Man muss bedenken, dass die gesamte, weltweit geleistete<br />
Entwicklungshilfe weniger als die Hälfte der Transferleistungen<br />
von Deutschland West nach Deutschland Ost beträgt. Dies nur<br />
als Maßstab.
</p>
<p>
<span class="fett">tubus:</span> Herr Addicks, Sie sitzen auch<br />
im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.<br />
Wie stehen Sie zu der Entwicklungspolitik der Bundesregierung? Meinen<br />
Sie, dass das Budget für die Entwicklungshilfe ausreichend<br />
ist?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Es wäre natürlich<br />
wünschenswert, wenn dieses Budget verdoppelt oder gar verdreifacht<br />
würde. Die Bürger dieses Landes müssten dass mit<br />
ihrem Steueraufkommen bezahlen. Und da bin ich der Auffassung, dass<br />
im Moment mit den Transferleistungen die Steuerbürger sich<br />
schon an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit befinden. Wir<br />
wollen keine Steuererhöhungen, um mehr Entwicklungshilfe leisten<br />
zu können. Das ist bei der derzeitigen Haushaltssituation einfach<br />
nicht vermittelbar und auch nicht zumutbar.
</p>
<p>
<span class="fett">kizi:</span> Deutschland zahlt leider nicht<br />
die versprochenen 1,6 oder 1,7 Prozent des BIP für Entwicklungshilfe.<br />
Warum nicht?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Die Zielzahlen liegen bei<br />
0,7 % (sog. ODA-Quote), wobei Deutschland im Moment bei ca. 0,33<br />
% liegt. Im internationalen Vergleich die wenigsten Geberländer<br />
diese Zielquote erreichen und wie mehr ohne Steuererhöhung<br />
oder zusätzliche Verschuldung im Moment nicht machbar ist.
</p>
<p>
<span class="fett">rollbusch: </span>Sie waren jahrelang als Arzt<br />
im Ausland tätig und sind jetzt stellvertretendes Mitglied<br />
im Ausschuss für Wirtschaft. Zusammenarbeit und Entwicklung.<br />
Liegt aufgrund ihrer Erfahrungen als Arzt das Thema Entwicklungspolitik<br />
besonders am Herzen? Welchen entwicklungspolitischen Ansatz verfolgen<br />
sie?
</p>
<p>
<span class="fett">magnolia:</span> Sie glauben auch das 500 Millionen<br />
für die Flut zuviel ist? Leid ist ja nicht aufrechenbar und<br />
bei uns gehts auch vielen schlecht.
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Ich glaube nicht, dass<br />
500 Millionen zu viel ist. Man kann das schlecht in Zahlen ausdrücken.<br />
Jedenfalls finde ich es toll dass neben den offiziellen 500 Millionen<br />
noch einmal fast genauso viel von privaten Spendern aufgebracht<br />
worden ist. Dafür möchte ich hier jedem einzelnen Spender<br />
danken und kann sagen, dass ich stolz auf die Hilfsbereitschaft<br />
der Bürger dieses Landes bin.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Kommen wir nun noch einmal<br />
zu einer Frage mit aktuellem Bezug:
</p>
<p>
<span class="fett">Jauche:</span> Finden Sie es gut, dass der Weg<br />
für Studiengebühren nun frei ist?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks: </span>Ich finde es gut, dass<br />
das BverfG, den Weg dafür frei gemacht hat. Es ist jetzt Ländersache<br />
und ich glaube, dass Studiengebühren zu einer Verbesserung<br />
des Bildungsangebots der Hochschulen führen werden. Wobei die<br />
Gebühren ja durchaus im Rahmen bleiben werden. Keiner wird<br />
5000 Euro pro Jahr Studiengebühren zahlen müssen. Vielleicht<br />
bleiben manche Hochschulen ja auch Gebührenfrei. Ich erinnere<br />
mich übrigens, dass ich seinerzeit von Studiengebühren<br />
auch nicht ganz frei war. Ich musste damals pro Semester 250 DM<br />
Immatrikulationsgebühren etc. bezahlen. Viel wichtiger wäre<br />
für mich dass Kinderbetreuung gänzlich kostenfrei ist.
</p>
<p>
<span class="fett">Hadd_nicks:</span> Was halten Sie als Mediziner<br />
vom Gesundheitsmodell der FDP?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Wenn wir dieses Gesundheitsmodell<br />
nach den Vorschlägen der FDP durchsetzen könnten, wäre<br />
das für die praktizierenden Ärzte und damit auch für<br />
die Patienten und vor allem für die Patienten ein großer<br />
Fortschritt. Ich erinnere mich daran, wie ich in meiner kurzen Zeit<br />
als niedergelassener Kassenarzt unter der Regulationsflut gelitten<br />
habe. Das beschränkt die Zeit die effektiv für den Patienten<br />
zur Verfügung steht und das kann meiner Ansicht nach nicht<br />
der Sinn der Sache sein.
</p>
<p>
<span class="fett">Horst See.:</span> Warum fordern sie die Rücknahme<br />
der Rechtschreibreform?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Ich halte es für schwierig,<br />
per Vorschrift auf diese Art und Weise in die Sprache einzugreifen.<br />
Sprache ist für mich etwas Lebendiges, dass ständiger<br />
Veränderung unterliegt. Natürlich braucht man bestimmte<br />
Regeln. Aber das wird meiner Ansicht nach hier zu Lande ein bisschen<br />
zu eng gesehen.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span>Eine letzte Nachfrage zur<br />
Bildungspolitik der FDP:
</p>
<p>
<span class="fett">brigitte:</span> Wie sieht das bildungspolitische<br />
Konzept der FDP aus? Wie will die FDP sicherstellen, dass Sozialschwache<br />
nicht vom Studium abgehalten werden?
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Das ist zwar nicht mein<br />
Spezialthema, aber ich glaube sagen zu können, dass selbst<br />
Leute, die finanziell nicht so gut gestellt sind, sich immer ein<br />
Studium werden leisten können. Im Zweifelsfall kann man ja<br />
auch selbst ein bisschen arbeiten. Ich habe seinerzeit als Werkstudent<br />
Rama-Kartons gepackt und viel auf dem Bau gearbeitet.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Unsere 60 Minuten Chat sind<br />
vorbei, vielen Dank für das große Interesse. Herzlichen<br />
Dank, Herr Dr. Addicks, dass Sie sich die Zeit zum chatten genommen<br />
haben. Das Transkript dieses Chats finden Sie auf den Seiten der<br />
Veranstalter. Das Team der Serie &quot;Politiker-Talk&quot; wünscht<br />
allen Beteiligten einen schönen Tag.
</p>
<p>
<span class="fett">Karl Addicks:</span> Vielen Dank für das<br />
Interesse. Einen schönen Tag noch.</p>
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