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	<title>Philipp Müller &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Philipp Müller &#8211; politik-digital</title>
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		<title>„Point of no return“ für ein (un-)freies Internet? &#8211; Digitale Presseschau 11/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2014 15:07:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[„At the crossroads of life there are no signposts“, hieß es bei Chaplin. Bei vielen Themen über das Internet stehen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„At the crossroads of life there are no signposts“, hieß es bei Chaplin. Bei vielen Themen über das Internet stehen wir an einem Scheideweg, dessen Richtung zukünftige Entscheidungen vorbestimmen wird. Dieser Gedanke kann einerseits in Bezug auf die Technologie gedacht werden, die ab einem gewissen Grad der Eigengesetzlichkeit unumkehrbar wird – dieser Gedanke hat aber auch eine politische Dimension, das ist die Dimension der Krise. Durch internationale Verordnungen und Abkommen, etwa bei der momentan verhandelten europäischen Datenschutz-Grundverordnung oder dem TTIP-Abkommen, werden ebenso politische Weichenstellungen vorgenommen. Hier stellt sich nur die Frage: Gibt es einen „Point of no return“ für ein (un-)freies Internet?</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=YgnnEOTOepU" title="Ukraine: Verschwörungsvideos in den sozialen Netzwerken - wochenwebschau #31" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/YgnnEOTOepU?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Wie in heutigen Revolten und Bürgerkriegen üblich, gibt es auch von der Krise in der Ukraine mit dem Mythos des Authentischen umwobene, verwackelte Amateurvideos, die in Sozialen Netzwerken und Blogs rege Verbreitung finden. Die <a href="http://wochenwebschau.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wochenwebschau</a> von Radio Bremen analysiert mit Konrad Weber vom <a href="http://socialmediawatchblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Social Media Watchblog</a> eines dieser Videos. Die vermeintlich „unprofessionellen“ Videos, die als Alternative zur Berichterstattung durch Massenmedien angepriesen werden, sind in Wahrheit oft hochprofessionelle Machwerke.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/europas-it-projekt/digitale-agenda-machtprobe-mit-silicon-valley-12842407.html?printPagedArticle=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenschutz in Europa?</a></h3>
<p>Das Europäische Parlament stimmte am vergangenen Mittwoch dem Entwurf der EU-Kommission zur Datenschutz-Grundverordnung vom Januar 2012 zu. Das europäische Gesetzesvorhaben zum Datenschutz, das die Richtlinie von 1995 ablösen soll, wird eines der wichtigsten der kommenden Jahre werden. Von der Datenschutz-Grundverordnung hängt ab, ob wir über die Spuren, die wir im Internet hinterlassen, wieder das Verfügungsrecht erhalten werden und somit ein Stück digitale Autonomie und Freiheit. Nun muss aber noch der Ministerrat der Europäischen Union dem Entwurf zustimmen. Die FAZ-Redakteure Uwe Ebbinghaus, Stefan Schulz und Thomas Thiel berichten ausführlich über die damit verbundenen Lobbykämpfe und die Verweigerungshaltung der deutschen Regierung innerhalb dieser Verhandlungen.<br />
Zum selben Thema erschien, ebenfalls in der FAZ, ein Interview mit dem Grünen-Politiker <a href="https://twitter.com/JanAlbrecht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan-Philipp Albrecht</a>, der den <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/europas-it-projekt/interview-mit-jan-philipp-albrecht-das-wichtigste-ueber-die-datenschutzreform-der-eu-12841473.html?printPagedArticle=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entwurf der Datenschutz-Grundverordnung für das Europäische Parlament</a> maßgeblich mit ausarbeitete.</p>
<h3><a href="http://www.egovernment-computing.de/projekte/articles/437258/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Agenda</a></h3>
<p>Die Große Koalition arbeitet derzeit ihre Digitale Agenda aus. (Wir dokumentieren dies auf <a href="http://bundestag-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bundestag-digital.de</a>). Philipp Müller macht sich über die konkrete Ausgestaltung der Agenda Gedanken sowie darüber, wie „neue Strategiekonzepte in Politik und Verwaltung“ aussehen müssten. Er fordert ein zusammenführendes Verständnis des „Zusammenspiel[s] zwischen der strukturellen Logik und den Gestaltungsräumen, [das] für [eine] Informationsgesellschaft kennzeichnend ist […].“</p>
<h3><a href="http://netzwertig.com/2014/03/10/fortgesetzter-wachstumsmotor-oder-destruktive-kraft-ueber-die-frage-was-technologie-mit-der-welt-macht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Technologie und Gesellschaft</a></h3>
<p>Martin Weigert geht der Frage nach, ob das Verhältnis zwischen Technologie und Gesellschaft heute weiterhin ökonomisch gedacht wird – also in dem Sinne, dass „die effektivste Problemlösung auch die wünschenswerteste ist.“ Welche Folgen das für unsere Gesellschaft haben könnte, ist auf netzwertig.com nachzulesen.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/geisteswissenschaften/geisteswissenschaften-das-denken-muss-nun-auch-den-daten-folgen-12840532.html?printPagedArticle=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalisierung und (Geistes-)Wissenschaft</a></h3>
<p>In eine ähnliche Richtung, hier jedoch aus der Sicht der Wissenschaft, geht die neue Reihe zum Verhältnis von Geisteswissenschaften und digitaler Revolution. Den Auftakt macht ein Artikel von Hans Ulrich Gumbrecht, der argumentiert, dass technologische Neuerungen auch eine Veränderung des Denkens darüber erfordern: „Bevor wir davon träumen dürfen, die Folgen der elektronischen Revolution zu steuern oder wenigstens abzufedern, müssen wir neue Instrumente der Analyse erfinden, um ihre Strukturen und Prozesse überhaupt zu erfassen – früh genug, um zu vermeiden, dass die wachsende Unabhängigkeit und Eigengesetzlichkeit dieser neuen Welt unumkehrbar wird.“</p>
<h3 class="western" style="margin-bottom: 0cm"><a href="http://www.deutschlandfunk.de/sendereihe-rathaus-2-0-was-aus-den-grossen-versprechen-des.676.de.html?dram:article_id=275702" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Government in Kommunen</a></h3>
<p>Was ist eigentlich aus den großen Versprechen des E-Government in Kommunen geworden, wenn nach wir vor das Folgende in Deutschland gilt?: „Egal ob man in Deutschland einen Umzug plant oder die Geburt eines Kindes anmelden will: Jedes Mal ist der Gang aufs Amt nötig.“ Dazu läuft gerade eine spannende Radiosendereihe im Deutschlandfunk.<br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>CoLab: Die offene Denkfabrik schaut zurück und blickt nach vorn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2013 16:36:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>
		<category><![CDATA[BASE_camp]]></category>
		<category><![CDATA[Winterfeier]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Co:llaboratory]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Haselbeck]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch hat der Collaboratory e. V. zur netzpolitischen Winterfeier samt Speednetworking und Glühwein eingeladen. Geschäftsführer Sebastian Haselbeck nutzte die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/IMG_4988.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-135544" alt="Tobias Schwarz/Collaboratory, CC BY 4.0" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/IMG_4988-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a>Am Mittwoch hat der Collaboratory e. V. zur netzpolitischen Winterfeier samt Speednetworking und Glühwein eingeladen. Geschäftsführer Sebastian Haselbeck nutzte die Gelegenheit, einen Blick zurück auf ein spannendes und projektreiches Jahr 2013 zu werfen und einen Ausblick auf 2014 zu geben. Philipp Müller plädierte in einem Vortrag für eine digitale Realpolitik.<br />
Im BASE_camp in Berlin Mitte kamen am Mittwochabend Freunde und Experten des <a href="http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Collaboratory</a> zusammen. Die „Experten- und Interventionsplattform“ des Internet und Gesellschaft Collaboratory (kurz CoLab) baut auf einen kleinen verwaltenden Kreis, der die projektbezogene Arbeit mit externen Experten koordiniert. Ziel des Vereins ist es, so <a href="http://www.collaboratory.de/w/Benutzer:Sebastian" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Haselbeck</a> in seiner Begrüßung, nicht nur „zu Debatten beizutragen“, sondern sie auch „anzustoßen“. Dazu soll vor allem eine offene und plurale Arbeitsweise beitragen: Jeder kann dem „Lenkungskreis“ des CoLab Projekte zu allen Themen vorschlagen, die sich in dem Spannungsfeld zwischen Internet und Gesellschaft verorten. Wird eine Initiative angenommen, dann werden zusätzlich zum externen Projektleiter über eine offene Bewerbungsphase bis zu 35 Experten gesucht, die möglichst aus unterschiedlichen Bereichen und Institutionen mit ihren jeweiligen Blickwinkeln kommen.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"> Das <a href="http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet und Gesellschaft Collaboratory e. V.</a> wurde 2010 von Google Deutschland angestoßen und ist seit 2012 ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, interdisziplinär und praxisbezogen die Wechselwirkung zwischen Internet und Gesellschaft mit möglichst vielen Stakeholdern zu untersuchen. </div></div>Der Einstieg in eine Expertengruppe ist so niedrigschwellig wie möglich gehalten. Jeder Interessierte kann sich mit einem Online-Formular bewerben. Gemeinsam mit dem Leiter der Initiative entscheidet der Lenkungskreis über die Teilnehmer. Ziel ist es, eine möglichst heterogene Gruppe von Akteuren zusammenzustellen. Dabei arbeiten Experten nicht zwingend als Vertreter von Institutionen mit, sondern nehmen aus persönlicher Motivation mit ihrem jeweiligen Blick auf ein Thema teil. Der Austausch ist sehr offen, die Zusammenarbeit zwischen den selbst ernannten „Experten“ soll auf Augenhöhe stattfinden. Die so zusammengestellten Gruppen arbeiten in Eigeninitiative drei bis sechs Monate an ihrem Thema; die Ergebnisse werden schließlich im Internet und als gedruckte <a href="http://www.collaboratory.de/w/Publikationen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Publikationen</a> öffentlich zur Verfügung gestellt.<br />
Eine Kostprobe dieser offenen Arbeitsweise konnten die Teilnehmer an der Winterfeier beim entspannten Speednetworking nach dem „offiziellen Teil“ erhalten, indem sie auf einen Gongschlag alle vier Minuten die Gesprächspartner wechseln und sich so mit einer Vielzahl von Gästen austauschen konnten.<br />
Anfang des Jahres hatte sich die <a href="http://www.collaboratory.de/w/Initiative_Lernen_in_der_digitalen_Gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">7. Initiative</a> des CoLab mit den Chancen und Herausforderungen der digitalen Medien für Lernen und Bildung beschäftigt. Die <a href="http://www.collaboratory.de/w/Initiative_Nachhaltigkeit_in_der_Digitalen_Welt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">8. Initiative</a> „Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt“ suchte und fand Antworten auf die Frage, wie Zeugnisse der kulturellen und wissenschaftlichen Arbeit der Nachwelt in Zeiten erhalten bleiben können, in denen diese zunehmend digitale Formen annehmen. In Zusammenarbeit mit dem internationalen Blogger-Netzwerk FutureChallenges.org der Bertelsmann Stiftung arbeitete die <a href="http://www.collaboratory.de/w/Initiative_Globalisierung_und_Internet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">9. Initiative</a> schließlich zu „Globalisierung und Internet“, mit einem Schwerpunkt auf supranationale Abkommen wie ACTA und TAFTA. Die Ergebnisse sind als Debattenmagazin sowohl <a href="http://www.collaboratory.de/w/Globalisierung_im_Schatten_der_Ueberwachung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online</a> als auch an Kiosken erhältlich. Zusätzlich brachte der Lenkungskreis des CoLab auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit Prof. Wolfgang Kleinwächter zwei Exemplare der Diskussions- und Streitschriften <a href="http://www.collaboratory.de/w/Discussion_Paper_Series" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„MIND“</a> heraus, die „Multi-Stakeholder“-Dialoge zu verschiedenen Themen abbilden sollen.<br />
In seinem Rückblick auf das Jahr 2013 aus netzpolitscher Perspektive ist laut <a href="http://www.collaboratory.de/w/Benutzer:Philipp#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Philipp Müller</a>, Mitglied des Lenkungskreises, „viel kaputt gegangen“, aber auch „viel geschaffen worden“. In seinem Vortrag „netz.macht.politik – Ein Aufruf zu einer Digitalen Realpolitik“ erörterte er das theoretische Potenzial von Machiavelli für die heutige Netzpolitik. Sein Fazit: Digitale Politik unterliegt Bedingungen, die im Kontext nur teilweise veränderbar sind. Die Fähigkeit, zwischen veränderbaren und unveränderbaren Strukturen zu unterscheiden, sowie die Fähigkeit, Momente zu erkennen, in denen Veränderung möglich ist, sei, so Müller, die Kernfunktion von Strategie in der Netzwerkgesellschaft. In der anschließenden Diskussion wurde diese Sichtweise teilweise als zu einengend und zu konform gegenüber Machtstrukturen kritisiert. Ein Teilnehmer äußerte sein Misstrauen gegenüber dem Begriff Realpolitik, da er für ihn stark mit dem Kalten Krieg und einer Rhetorik der Alternativlosigkeit verbunden sei.<br />
Für das Jahr 2014 will das CoLab thematisch noch mehr in die Breite gehen. In dem Projekt „Smart Country“ soll „das Potenzial von Internet für die Lebensqualität auf dem Land untersucht werden“, so CoLab-Chef Haselbeck. Zudem wird man sich mit der aufkommenden „Sharing Economy“ und weiterhin mit dem Thema „Internet Governance“ auseinandersetzen. An guten Inhalten fehlt es nicht, aber, wie Haselbeck zugibt, es muss noch an der Außenwirkung gefeilt werden. Doch der Geschäftsführer gibt sich optimistisch: „Die Leute haben verstanden, dass das CoLab eine offene Plattform ist, wo sie ihre Positionen und Ideen einbringen können, und genauso werden wir weitermachen.“<br />
Bild: <a href="http://www.collaboratory.de/w/Benutzer:Tobias.schwarz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tobias Schwarz/Collaboratory</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 4.0</a><br />
<img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dr. Philipp Müller, Autor</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/netzpolitischer-rueckblick-2012/dr-philipp-mueller-125353/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Germar Molter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 14:46:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzpolitischer Rückblick 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Müller]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitischer Rückblick]]></category>
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					<description><![CDATA[Für mich war das wichtigste 2012, dass die beiden Diskurse Mainstream-Medien und digitale Medien zusammen gekommen sind, dass der gesamtgesellschaftliche [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/dr-philipp-mueller/philippmueller/" rel="attachment wp-att-125354"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-125354" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/philippmüller.jpg" alt="by scoventa" width="200" height="176" /></a>Für mich war das wichtigste 2012, dass die beiden Diskurse Mainstream-Medien und digitale Medien zusammen gekommen sind, dass der gesamtgesellschaftliche und der digitale Diskurs zusammen gekommen sind. Man siehts schön am Pussy-Riot-Skandal, der ja irgendwo ein digitales Phänomen ist.</p>
<p>Digitale Fragestellungen sind im Feuilliton angekommen; Netzthemen sind jetzt gesamtgesellschaftliche Themen. Wir haben 2012 gelernt, dass der Unterschied zwischen analog und digital eigentlich nur eine Frage der Bandbreite ist. Ob wir jetzt eine Demonstration online oder offline machen, hat Auswirkungen auf das Gewicht, das wir der Demonstration beimessen, aber den wirklichen Unterschied gibt es nicht. Es ist nicht mehr binär, es ist nur mehr ein gradueller Unterschied. Analog ist einfach digital mit ganz viel Bandbreite.</p>
<p><em>Dr. Philipp Müller hat Politikwissenschaft, Jura, und Philosophie an der <a href="http://www.uni-muenchen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ludwig-Maximilian-Universität München</a> und der <a href="http://www.georgetown.edu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Georgetown University</a> studiert. Später arbeitete bei der <a href="http://www.swp-berlin.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Wissenschaft und Politik</a>. Heute arbeitet er als Business Development Director Public Sector bei <a href="http://www.csc.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CSC Deutschland Solutions GmbH</a>. Er ist Autor des Buches <a href="http://www.scoventa.de/buecher/machiavelli-net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">machiavelli.net</a>.</em></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Um die Amerikaner beeinflussen zu können, müssen wir uns auf die amerikanische innenpolitische Debatte einlasse</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotum_die_amerikaner_beeinflussen_zu_koennen_muessen_wir_uns_auf_die_amerikanische_innenpolitische_de-313/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jmau]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Mar 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Irak-Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Müller]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinte Nationen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/pmueller.jpg" alt="Philipp Müller" align="left" height="96" width="70" /></b><a href="http://www.swp-berlin.org/mitarb/mlp.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Dr. 
Philipp Müller</b></a><b>, leitender Koordinator des transatlantischen 
<a href="http://www.cpogg.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzwerks</a> Critical 
Perspectives on Global Governance</b>,<b> war am 27. März 2003 
</b><b>zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/pmueller.jpg" alt="Philipp Müller" align="left" height="96" width="70" /></b><a href="http://www.swp-berlin.org/mitarb/mlp.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Dr.<br />
Philipp Müller</b></a><b>, leitender Koordinator des transatlantischen<br />
<a href="http://www.cpogg.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzwerks</a> Critical<br />
Perspectives on Global Governance</b>,<b> war am 27. März 2003<br />
</b><b>zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Willkommen im tacheles.02-Chat. tacheles.02 wird veranstaltet<br />
von tagesschau.de und politik-digital.de und wird unterstützt von<br />
tagesspiegel.de. Heute ist Dr. Philipp Müller ins ARD-Hauptstadtstudio<br />
gekommen. Er ist leitender Koordinator des transatlantischen Netzwerks<br />
Critical Perspectives on Global Governance. Wir haben eine Stunde Zeit,<br />
kann es losgehen Herr Müller?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Herr Müller,<br />
stellen Sie uns doch mal kurz das Netzwerk (http://www.cpogg.org) vor.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Das Forschungsnetzwerk CPOGG oder &quot;Critical<br />
Perspectives on Global Perspectives&quot; ist ein Projekt der Brookings<br />
Institution und der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.<br />
Wir beschäftigen uns mit Global Governance Fragen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Andrea:</b><br />
Welche wahren Beweggründe haben die Amerikaner zur Militäraktion<br />
gegen den Irak bewogen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller:</b> Eins kann man ausschließen. Es ging nicht<br />
hauptsächlich ums Öl.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Welche weiteren Gründe gibt es denn?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Es gibt verschiedene Erklärungsansätze.<br />
Es gibt in der Bush-Administration eine Gruppe von Außenpolitikern,<br />
die seit Mitte der neunziger Jahre einen &quot;Regime-Wechsel&quot; im<br />
Irak befürwortet. Diese haben die Gunst der Stunde nach dem 11. September<br />
genutzt, um dafür zu plädieren. Eine interessante Website dieser<br />
Gruppe ist: www.newamericancentury.org</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Wie wird in der US-Bevölkerung der Vorwurf aufgenommen,<br />
es gehe bei dem Krieg nur ums Öl? Oder anders gefragt: Was glauben<br />
die Amerikaner, ist der wirkliche Grund, den Irak anzugreifen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Die amerikanische Bevölkerung ist ähnlich<br />
verwirrt, wie die deutsche. Mit dem Unterschied, dass sie sich mit Kriegsbeginn<br />
hinter ihren Präsidenten stellen. Das nennt man &quot;rallye around<br />
the president&quot; oder &quot;rallye around the flag&quot;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>ein Kommentar von:<br />
l<b>ogoset: </b>Mit der Fahne werden erst die Gehirne verhüllt<br />
und dann die Särge der Gefallenen!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Wie ist das Phänomen zu erklären, dass alle kritischen<br />
Stimmen verstummen, sobald die ersten Soldaten den Krieg ziehen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Ich würde sagen, mit dem amerikanischen Patriotismus.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>tollkühner<br />
Schleim: </b>Was braucht es, damit in der öffentlichen Meinung<br />
der USA die Stimmung umschlägt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Die Stimmung ist schon jetzt &quot;wackeliger&quot;<br />
als es in manchen Medien den Anschein hat. Wenn sich der Krieg lange hinzieht,<br />
viele amerikanische Soldaten fallen, irakische Zivilisten betroffen sind,<br />
kann die Stimmung relativ schnell umschlagen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Moderator: </b>ein weiterer Kommentar:<br />
<b>Ute:</b> Darf ich dem Moderator eine Antwort geben als in<br />
Amerika lebende Deutsche? Für die Amerikaner in meiner Umgebung ist<br />
es tatsächlich außer Frage, dass man den Irak entwaffnen will,<br />
weil es offenbar Beweise für Massenvernichtungswaffen und chemische<br />
Waffen gibt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Ich denke, dass sie das glauben, aber nicht 100%<br />
überzeugt sind, dass der Irak das größte Problem für<br />
die USA ist. Die neuesten Umfragen zu dem Thema gibt es bei www.gallup.com.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>alex: </b>Welchen<br />
Einfluss hat Ihrer Meinung nach George Bush auf das Geschehen oder ist<br />
er nur die Marionette von Cheney, Rumsfeld, Rice&#8230;?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller:</b> Die Präsidentschaft G.W. Bush versteht man<br />
am besten mit dem CEO- Modell: Der CEO oder Chief Executive Officer einer<br />
amerikanischen Firma trifft strategische Entscheidungen überlässt<br />
die Implementierung aber seinen Untergebenen. Im Fall der Bush Administration<br />
ist das so: Bush lässt seine Berater diskutieren, Vorschläge<br />
machen und entscheidet dann. Nachzulesen im Buch &quot;Bush at War&quot;<br />
von Bob Woodward.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>War das bei Bill Clinton auch so?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller:</b> Nein, da war das anders. Clinton war ein sogenannter<br />
&quot;policy wonk&quot;. D.h. er saß bis tief in die Nacht mit seinen<br />
Beratern zusammen und kaute die Themen durch.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Ralf Leiteritz:<br />
</b>Warum ist Colin Powell plötzlich die Fronten zu den &#8216;Falken&#8217;<br />
gewechselt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Ich denke, die Geschichte mit der Enttäuschung<br />
über das Verhalten der Franzosen in der UNO hat einen gewissen Wahrheitsgehalt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Welchen Einfluss hat Powell denn noch?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Das ist im Moment nicht ganz klar. Der Einfluss<br />
von Powell ist aber in Krisen-Situationen immer am größten<br />
und man kann davon ausgehen, dass nach dem Irak-Krieg, wenn es notwendig<br />
wird, eine Koalition für den Wiederaufbau zusammenzustellen, Powell<br />
wieder eine exponiertere Rolle spielen wird.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Ringmaster:</b><br />
Wie viel und wo haben denn die ganzen Geldgeber der amerikanischen Parteien<br />
Einfluss auf deren Politik?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Das kann so allgemein nicht beantwortet werden.<br />
Das amerikanische politische System zeichnet sich dadurch aus, dass man<br />
durch Stimmen und auch Geld Einfluss nehmen kann und das machen NGO&#8217;s<br />
wie Greenpeace und die Nuclear Threat Reduction Campaign genauso, wie<br />
die Öl-Lobby&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Nachfrage zu Powell und dem Verhalten der Franzosen im Sicherheitsrat:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>eu-friend:<br />
</b>Ich nehme bezug auf das Statement von gerade: Ich würde<br />
dann doch gerne diesen &quot;Wahrheitsgehalt&quot; erfahren und das nicht<br />
nur als plakative Behauptung im Raum stehen lassen!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Powell hat mit viel Einsatz versucht Bush davon<br />
zu überzeugen, zur UNO zu gehen und geht davon aus, dass die Resolution<br />
1441 den Amerikanern tatsächlich das Recht gibt, im Irak zu intervenieren.<br />
Er war dann enttäuscht (wobei man das auch als politisches Manöver<br />
bezeichnen kann).</p>
<p><b>Moderator: </b>noch mal ein Kommentar:<br />
<b>Ute: </b>Ich glaube, Powell hat nicht wirklich einen Einfluss.<br />
Er erscheint mir eher wie ein Anhänger, der nur die Wahl sah, sich<br />
entweder ganz zurückzuziehen oder sich Bush anzuhängen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bernd24: </b>Wie<br />
wichtig sind bei Bushs Entscheidungen Ihrer Meinung nach &#8216;fundamentalchristliche&#8217;<br />
Motive? Fühlt er sich tatsächlich als Kreuzritter?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Die Frage kann man auf verschiedenen Ebenen beantworten:<br />
<br />
(a) Der Begriff &quot;Crusade&quot; oder Kreuzzug ist ihm tatsächlich<br />
nur &quot;rausgerutscht&quot;. Das sollte man nicht so hoch hängen.<br />
(b) Bush hatte eine persönliche &quot;Wiedergeburtserfahrung&quot;,<br />
d.h. wenn er das Wort Gott in den Mund nimmt, meint er das Ernst&#8230;<br />
(c) Es gibt in den USA eine sehr große Gruppe von &quot;evangelical<br />
Christians&quot;, die die Bibel wörtlich nehmen und danach Außenpolitik<br />
gestaltet sehen wollen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Berti: </b>Konkret:<br />
welchen Einfluss haben die konservativen Think Tanks auf die Bush-Administration?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller:</b> Einen sehr großen<br />
(a) Wichtigster Think Tank ist das American Enterprise Institute (www.aei.org),<br />
von dort kommen Leute wie Richard Perle.<br />
(b) großen Einfluss hat auch Heritage (www.heritage.org), <br />
(c) Viele Demokraten glauben, dass ihre Misserfolge darauf zurückzuführen<br />
sind, dass sie keine wirklichen Pendants zu diesen Institutionen haben&#8230;und<br />
überlegen einen neuen zu gründen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>eu-friend:</b><br />
Sehen viele Amis die UNO als überflüssig an &#8211; so wie Mr. Perle?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Nein, die amerikanische Bevölkerung wollte<br />
explizit eine UNO-Sanktionierung des Irak-Krieges (www.gallup.org). Es<br />
gibt aber auch Gruppen, die glauben die UNO werden die Macht übernehmen,<br />
&quot;mit schwarzen Helikoptern&quot; 🙂</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>julia: </b>Wie<br />
kann die Position der UNO so gestärkt werden, dass man sich nicht<br />
einfach über ihre Beschlüsse hinwegsetzen kann?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Sehr gute Frage. Ich denke, man muss unterscheiden<br />
zwischen zwei Funktionen der UNO:<br />
(a) Kollektive Sicherheit / Sicherheitsrat: vielleicht ist das einfach<br />
nicht das geeignete Gremium um globale Probleme zu lösen.<br />
(b) Die Funktion, die die UNO im Bereich humanitäre Sicherheit, nachhaltige<br />
Entwicklung, etc. übernimmt. Das kann sie gut .<br />
Man muss also zwischen den beiden unterscheiden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wildathard:<br />
</b>Es wurde zuletzt viel über Deutschland und seine außenpolitische<br />
Wirkung gestritten: Was kann Deutschland tun, damit Europa eine stärkere<br />
Stimme in der Außenpolitik bekommt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller:</b> Es ist klar, dass Deutschland in und mit Europa<br />
klarer darstellen muss, wie wir uns Weltordnung vorstellen. Wir können<br />
uns nicht mehr alleine auf den Begriff &quot;Multilateralismus&quot; beziehen,<br />
sondern sollten mit dem Begriff Global Governance &#8211; also problemorientierte,<br />
multisektorale (Regierungen, Unternehmen, Zivilgesellschaft) &#8211; Institutionen<br />
arbeiten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Nachfrage zur Ihrer Ansicht zur Funktion der UNO:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>alex: </b>Ach<br />
so, ein unilaterales Vorgehen der USA ist Ihrer Meinung nach also der<br />
bessere Weg?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller:</b> Nein. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Ich schiebe noch eine weitere Nachfrage dazu:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>XO7: </b>Wenn<br />
der Sicherheitsrat nicht das richtige Gremium zum Lösen internationaler<br />
Probleme ist, welches Gremium ist es denn dann? Oder wie müsste solch<br />
ein Gremium aussehen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Wir müssen aber eine vernünftige und glaubwürdige<br />
Alternative zu dem amerikanischen Ansatz der &quot;Coalition of the Willing&quot;<br />
anbieten, d.h. wir brauchen eine transatlantische Debatte über Weltordnung.<br />
Und wie sieht der europäische Ansatz aus? Um die Amerikaner beeinflussen<br />
zu können, müssen wir uns auf die amerikanische innenpolitische<br />
Debatte einlassen &#8211; und jetzt zum europäischen Ansatz: Wir sollten<br />
grundsätzlich mit dem Begriff Global Governance arbeiten (www.cpogg.org).<br />
Was heißt das?<br />
Problem-orientiert globale Institutionen bauen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>war_pig: </b>Was<br />
ist denn diese innenpolitische amerikanische Debatte? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Die inneramerikanische Debatte findet in den großen<br />
amerikanischen Zeitungen, den Think Tanks und den Sonntags-Talk Shows<br />
statt. Wenn man die Möglichkeit hat, in diesen Foren Ideen zu präsentieren,<br />
kann man erfolgreich &quot;Weltpolitik als amerikanische Innenpolitik&quot;<br />
machen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>kleiner Kommentar:<br />
Miriam: Es wird wohl nie eine Weltordnung geben die JEDEM passt</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller:</b> Das ist richtig, allerdings gibt es globale Probleme<br />
wie Klima, failed states, Terrorismus, die adressiert werden müssen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>alex: </b>Aber<br />
der Sicherheitsrat ist doch eine &quot;problem-orientierte globale Institution&quot;.<br />
Wie kann denn eine Alternative aussehen, wenn die USA nur darauf drängen,<br />
dass andere Nationen sich ihrer Meinung unterordnen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Das sieht aus der Sicht der USA anders aus. Dort<br />
hat man das Gefühl, sich durchaus auf andere Länder einzulassen.<br />
Irgendwie sind sie halt doch &quot;Elefanten im Porzellan-Laden&quot;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>logoset: </b>Thema<br />
Medien: Die Medien sind bezüglich des Kriegs einer Zensur wie noch<br />
nie unterworfen. Wird diese Strategie halten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Das kann man auch anders sehen. Die Journalisten-<br />
Pools, die im letzten Golfkrieg eingerichtet wurden, ließen noch<br />
weniger freie Berichterstattung zu und mit Camcordern und Internet wird<br />
die Möglichkeit der Berichterstattung immer einfacher. Aber, die<br />
Frustration hat Rumsfeld in einer Pressekonferenz gestern sehr gut ausgedrückt.<br />
Er sagte, &quot;wir sehen den Krieg nur scheibenweise&quot;, wenn wir<br />
die Bomben in Bagdad verfolgen, oder auf dem Panzer mit den &quot;embedded&quot;<br />
Journalisten mitfahren. Aber das ist wohl Krieg.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Auge: </b>Wieso<br />
werden die Folgen (Tote und Verletzte), die durch den Krieg entstehen,<br />
nicht der amerikanischen Bevölkerung gezeigt. Sie haben ein gutes<br />
Recht zu erfahren, was da passiert.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Es gibt dazu eine sehr gute Webseite: www.iraqbodycount.org.<br />
Aber zur Frage:<br />
(a) die Genfer Konventionen besagen, dass Kriegsgefangene nicht gezeigt<br />
werden sollen. Deshalb zeigen amerikanische Medien diese nicht.<br />
(b) Sonst wird meinem Empfinden nach schon darüber berichtet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>beobachter:<br />
</b>Warum werden in den USA so viele Demonstranten verhaftet?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Das ist im Prinzip hauptsächlich ein Bann-Meilen-Problem,<br />
auf jeden Fall in Washington. Man sollte auf jeden Fall nicht an eine<br />
Verschwörung der Bush-Adminstrations-Anhänger glauben. Solche<br />
Entscheidungen werden von den lokalen Polizeibehörden gemacht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>frogX: </b>Haben<br />
sie eigene Erfahrungen mit der Stimmung in den USA? Auf einer Anti-Kriegskundgebung<br />
berichtete ein Redner, dass es sich bei der Pro-Kriegsstimmung um ein<br />
Wunschbild der Regierung handelt</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Das kann man so oder so sehen :-), also:<br />
(a) Es gab vor dem Krieg eine sehr große Minderheit, die gegen den<br />
Krieg war.<br />
(b) Im Westen der USA gibt es mehr Kriegsgegner als im &quot;Heartland&quot;,<br />
der Mitte der USA.<br />
(c) Mit Kriegsbeginn haben sich aber die meisten Amerikaner hinter die<br />
Administration gestellt (rallye around the flag).</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Liebe Chat-Freunde, leider ist unsere Zeit vorbei. Vielen Dank<br />
Herr Müller, dass sie zu uns gekommen sind. Vielen Dank an alle UserInnen<br />
für Ihr Interesse. Es sind noch viele Fragen offen, wir werden uns<br />
weiter mit dem Thema beschäftigen. Noch ein Terminhinweis: Dr. Margret<br />
Johannsen, Friedensforscherin an der Universität Hamburg stellt sich<br />
am Donnerstag, 3. April zwischen 17:00 und 18:00 Uhr Ihren Fragen. Wir<br />
würden uns freuen, wenn Sie wieder dabei sind. Die Transkripte aller<br />
tacheles.02-Chats finden Sie auf den Webseiten der Veranstalter tagesschau.de<br />
und politik-digital.de sowie des Unterstützers tagesspiegel.de. Das<br />
tacheles.02-Team wünscht allen noch einen schönen Abend.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr. Philipp<br />
Müller: </b>Danke!!! Ciao&#8230;</span></p>
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