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	<title>Podcast &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Podcast &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Stimmen aus dem Weißen Haus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 09:39:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Soundcloud]]></category>
		<category><![CDATA[Weiße Haus]]></category>
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		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Joe Biden]]></category>
		<category><![CDATA[Whitehouse.gov]]></category>
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					<description><![CDATA[In Online-Audio-Botschaften kommunizieren Präsident Barack Obama und Vize Joe Biden mit den Bürgern. Neben Ansprachen werden auch Geschichten erzählt, wie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Pete-Souza-CC-BY-ND.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-128209" alt="Pete Souza (CC BY-ND 3.0)" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Pete-Souza-CC-BY-ND-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a>In Online-Audio-Botschaften kommunizieren Präsident Barack Obama und Vize Joe Biden mit den Bürgern. Neben Ansprachen werden auch Geschichten erzählt, wie ein Tête-à-tête mit Hillary Clinton und ein Treffen mit Schauspielerin Julia Louis-Dreyfus. Will das Weiße Haus damit die Berichterstattung der sogenannten Vierten Gewalt umgehen?<br />
An diesem Wochenende hat das Weiße Haus wieder einmal den virtuosen Umgang mit seinen Online-Audio-Botschaften demonstriert. Zunächst erschien die fünfte Folge des für den Vizepräsidenten entwickelten Formats &#8220;Being Biden&#8221;. Das gleichermaßen simple wie überzeugende Konzept ist es, jeweils die Geschichte zu einem Foto zu erzählen, das Joe Biden bei seinen eher repräsentativen Amtsgeschäften zeigt. Der joviale Joe eignet sich für diese Art der Berichterstattung besonders, weil er bekanntermaßen &#8220;nah bei den Menschen&#8221; ist &#8211; ein verbreitetes Ideal für Berufspolitiker. Auf der <a href="http://www.whitehouse.gov/being-biden">Website</a> heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8220;In this audio series Vice President Biden will tell the story behind a photo – of where he was, why it matters to him, and how the experience fits into the broader narrative of this Administration. From meetings at the White House to travels around the country, the Vice President will share his perspective in candid, behind-the-scenes snapshots. In other words, he’ll explain what it’s like “Being Biden.”</p></blockquote>
<p>[soundcloud url=&#8221;http://api.soundcloud.com/tracks/87603913&#8243; params=&#8221;show_artwork=false&amp;show_comments=false&amp;secret_token=s-y316F&#8221; width=&#8221;100%&#8221; height=&#8221;166&#8243; iframe=&#8221;true&#8221; /]<br />
Nach eifrigem Händeschütteln, einem Besuch in der Kabine eines Frauen-Basketballteams und einem Tête-à-tête mit Hillary Clinton entstand der aktuelle Beitrag in seinem Büro. Dort traf er auf die Schauspielerin Julia Louis-Dreyfus, die das Motto &#8220;Being Biden&#8221; auf die Spitze treibt: In der <a href="http://www.hbo.com/veep/index.html">TV-Serie &#8220;Veep&#8221;</a> spielt sie nämlich die US-Vizepräsidentin. Abweichend von den bisherigen Folgen, in denen Biden die jeweils abgebildete Situation kommentiert, übernimmt dies nun die fiktionale Politikerin.<br />
Diesen dramaturgischen Dreh macht sich auch die zweite Sendung zu eigen. Dabei handelt es sich um die wöchentliche Ansprache von Präsident Obama zu aktuellen Themen. Diese <a href="http://www.whitehouse.gov/briefing-room/weekly-address">&#8220;Weekly Address&#8221;</a> ist vergleichbar mit Angela Merkels ebenfalls samstags erscheinendem Podcast <a href="http://www.bundeskanzlerin.de/SiteGlobals/Forms/Webs/BKin/Suche/DE/Solr_Mediathek_formular.html?nn=614994&amp;cat=videos&amp;type=podcast&amp;doctype=Video">&#8220;Die Kanzlerin direkt&#8221;</a> und wird seit einiger Zeit auch im <a href="https://soundcloud.com/whitehouse">SoundCloud-Profil des Weißen Hauses</a> publiziert. Doch diesmal richtet sich nicht Obama an die Nation: Im Kontext seiner Kampagne zur Verschärfung der Gesetzgebung in Sachen &#8220;Schusswaffen&#8221; lässt der Präsident die Mutter eines Opfers des Amoklaufs von Newton zu Wort kommen.</p>
<blockquote><p>&#8220;This week’s address is delivered by Francine Wheeler, whose six year old son, Ben, was murdered alongside nineteen other children and six educators in Newtown, Connecticut, four months ago. Now, Francine – joined by her husband David – is asking the American people to help prevent this type of tragedy from happening to more families like hers.&#8221;</p></blockquote>
<p>[soundcloud url=&#8221;http://api.soundcloud.com/tracks/87681298&#8243; width=&#8221;100%&#8221; height=&#8221;166&#8243; iframe=&#8221;true&#8221; /]<br />
Die Obama-Administration wird zu Recht dafür kritisiert, mit ihren eigenen medialen Mitteln der Online-Kommunikation die Berichterstattung von Fernsehen und Presse zu umgehen. Im internationalen Vergleich muss allerdings eingeräumt werden, dass der Versuch, den meinungsbildenden Einfluss der Vierten Gewalt durch den Einsatz sozialer Medien zu relativieren, hier wenigstens mit interessanten Inhalten und Formaten betrieben wird.<br />
*****<br />
<em>Erik Meyer ist Politikwissenschaftler und bloggt auf <a href="http://soundblog.fm/2013/04/15/biden-obama/">soundcloud.fm</a> und <a href="http://www.memorama.de/">Memorama</a></em><br />
Bild: Pete Souza (CC BY-ND 3.0)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Mit Wulff ins Abenteuerland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Dörfler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 16:27:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Anzahl der Politiker-Podcasts wächst weiter: Seit dem 6. Januar sendet nun auch Christian Wulff seine eigenen Videobotschaften ins Netz. Muss das sein?, fragt sich politik-digital.de-Autor Sebastian Dörfler.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Anzahl der Politiker-Podcasts wächst weiter: Seit dem 6. Januar sendet nun auch Christian Wulff seine eigenen Videobotschaften ins Netz. Muss das sein?, fragt sich politik-digital.de-Autor Sebastian Dörfler.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
„Think different“, hat sich da wohl die Niedersächsische Staatskanzlei gedacht: Denn die <a href="http://www.stk.niedersachsen.de/master/C33514781_N33514671_L20_D0_I484.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Podcasts</a> von Herrn Wulff können nur im Quick-Time-Format gestreamt werden. Überwindet man diese technische Hürde durch das Herunterladen des Videos, darf man bald einen Jingle hören, der an die Glanzzeiten der Band „Pur“ erinnert: „Du bist und bleibst mein Lieblingsland.“ Schließlich hält der Ministerpräsident inmitten von zehn kleinen Sternsingern einen Monolog über Toleranz und bürgerliches Engagement: „Ohne den Einsatz vieler ist diese Gesellschaft nicht wirklich lebensfähig.“
</p>
<p>
<b>Beteiligung unerwünscht </b>
</p>
<p>
Die Beteiligung vieler ist jedoch zumindest auf dieser Seite nicht vorgesehen. Der Podcast rangiert im gleichen Menüpunkt wie die „Autogrammkarte“, die einem der Minister auf Wunsch zusendet. Das Höchstmaß an „Interaktion“ findet sich da noch in der <a href="http://www.stk.niedersachsen.de/master/C57595161_N57593599_L20_D0_I484.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reportage</a> &quot;Ständig Auf Achse. Unterwegs mit dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten&quot;. Darin darf der Leser neben einem übertrieben Technik-affinen Herrn Wulff im Auto Platz nehmen, und erfährt, dass er eigentlich nur noch von 160 Zeichen regiert wird:
</p>
<p>
„Autobahn 2, 8.55 Uhr, kurz vor Wolfsburg: Wulff liest auf seinem Handy E-Mails und die eine oder andere SMS. Flink fliegen seine Finger über die Tastatur. Er regiert das Bundesland per SMS aus dem Auto heraus. Staatssekretäre, Minister und Mitarbeiter der Staatskanzlei &#8211; alle schicken ihm SMS. Und Wulff beantwortet die Kurzmitteilungen, so schnell es eben geht. Immer wieder ruft er an diesem Morgen Angela Merkel an &#8211; doch das Handy der Kanzlerin ist dauerbesetzt.“
</p>
<p>
Wahrscheinlich hat ihr Herr Wulff dann eine SMS geschrieben.
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/2010-01-08_wulff_podcast.jpg" alt="Podcast: Wulff" title="Podcast: Wulff" height="255" width="356" />
</div>
<p></p>
<p>
<b>&quot;Liebe Nutzer des Internets&quot;</b>
</p>
<p>
Noch immer ist der Netzmensch für viele Politiker eine seltsame, nicht ernst zu nehmende Spezies. Man kommt sich vor, als habe man einen ansteckende Krankheit, wenn man von Herrn Wulff mit „Liebe Podcast-Nutzer“ angesprochen wird. Bei Frau Merkel hieß es am Anfang sogar noch: „Liebe Nutzer des Internets“. Wie könnten diese Berührungsängste abgebaut werden?
</p>
<p>
Zum Beispiel, indem man das Netz nicht nur als einen weiteren PR-Kanal nutzt, sondern an den Umgang mit Politik im Internet die gleichen Anforderungen stellt und es nicht mehr als ein Paralleluniversum versteht. Denn Politik ist im Internet ohne die Beteiligung vieler genauso wenig „lebensfähig“ wie die Gesellschaft. Solange die einzige Möglichkeit zur Mitwirkung jedoch das „Gästebuch“ in der Rubrik „Service“ bleibt, sendet Herr Wulff seine Podcasts weiterhin ins Abenteuerland.</p>
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			</item>
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		<title>Hamburg-Wahlkampf im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/hamburg-wahlkampf-im-netz-3772/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 10:54:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg am 24. Februar buhlen die Parteien mit Videos, Podcasts, Blogs und Bildern im Netz um Stimmen. Besonders Videos stehen bei den Parteien hoch im Kurs. Fast alle Spitzenkandidaten halten ihr Gesicht in die Kamera. Das wirkt mal professionell wie beim amtierenden Bürgermeister Ole von Beust,  mal unfreiwillig komisch wie beim FDP-Spitzenkandidaten Hinnerck Fock.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg am 24. Februar buhlen die Parteien mit Videos, Podcasts, Blogs und Bildern im Netz um Stimmen. Besonders Videos stehen bei den Parteien hoch im Kurs. Fast alle Spitzenkandidaten halten ihr Gesicht in die Kamera. Das wirkt mal professionell wie beim amtierenden Bürgermeister Ole von Beust,  mal unfreiwillig komisch wie beim FDP-Spitzenkandidaten Hinnerck Fock.<br />
<!--break--> </p>
<p>
<b>von Beusts Video-Offensive</b>
</p>
<p>
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</p>
<p>
Die CDU Hamburg führt im Internet den Stil ihrer Plakat-Kampagne fort: Große schwarz-weiß-Bilder des amtierenden Ernsten Bürgermeisters Ole von Beust dominieren die <a href="http://www.cduhamburg.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a>. Foto-Galerien zeigen von Beust „vor Ort&quot; im Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern.
</p>
<p>
Das Online-Video-Angebot der Partei heißt schlicht „OLE TV&quot;  und konzentriert sich, der Name ist Programm, ausschließlich auf eine Person: Ole von Beust. In mittlerweile zehn Episoden, jeweils eingeleitet von sanfter Klaviermusik und ebenfalls in schwarz-weiß gehalten, spricht von Beust über Themen wie Kinderbetreuung und Umweltschutz. Dabei wirkt er authentisch, vermeidet Fachbegriffe und redet wie in einem persönlichen Zwiegespräch: Er lobt in einem Nebensatz den Hamburger Fußballclub HSV oder erzählt von einem Spaziergang über die Reeperbahn. Einige Fragen, die ihm in den Videos gestellt werden, wirken allerdings recht suggestiv: „Die CDU ist angetreten, um die Bildungschancen für Hamburgs Schüler zu verbessern. Ist das auch gelungen?&quot; Eine Steilvorlage für von Beust, der darauf souverän antworten kann, dass es „deutliche Verbesserungen&quot; gegeben habe.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/080221_cdu_oletv.jpg" alt="Ole TV - Screenshot" title="Ole TV - Screenshot" height="242" width="300" />
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Screenshot von Ole TV</i>
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Rau(c)her Humor mit Naumann und Schmidt</b>
</p>
<p>
Deutlich bunter als die Christdemokraten präsentieren sich die Hamburger Sozialdemokraten im Netz: Viele Grafiken und viel Farbe prägen die <a href="http://www.spd-hamburg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD-Hamburg-Website</a>. Insgesamt wirkt sie jedoch etwas überladen.
</p>
<p>
Ähnlich wie von Beust setzt SPD-Spitzenkandidat Michael Naumann auf Video-Podcasts. So moderiert Ulrich Wickert ein Gespräch zwischen dem Spitzenkandaten und Altbundeskanzler Helmut Schmidt, ein anderer Clip zeigt Naumann auf dem Bundesparteitag in Hamburg. Die Bildqualität der Videos ist mäßig, die Beiträge sind mit teilweise deutlich über 30 Minuten für den Online-Konsum zu lang. Inhaltlich sind die Filme aber durchaus einen Blick wert: Besonders das Gespräch mit dem Helmut Schmidt ist unterhaltsam. Als der Altkanzler von einer Anzeige erzählt, die er während der Nazi-Zeit bekommen hätte („da hieß es: Rübe ab oder Freispruch&quot;), fällt ihm Wickert ins Wort:  Eine Verurteilung „hätte aber die letzte Zigarette ermöglicht&quot;. Die Raucher Schmidt und Naumann lachen darüber herzlich.
</p>
<p>
<b>Kreativität im Netz</b>
</p>
<p>
Auch die Hamburger Grünen machen online Wahlkampf mit Videos: Der offizielle Wahlkampfspot zeigt in einem raffinierten Versuchsaufbau, wie durch Windkraft Energie erzeugt wird:
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><center><br />
<object height="237" width="317"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/lDfsRaCW4YU&amp;rel=1"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/lDfsRaCW4YU&amp;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="237" width="317"></embed></object><br />
</center></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Christa Goetsch, die grüne Spitzenkandidatin in Hamburg, präsentiert sich in der Video-Reihe „Eine Frage an Christa Goetsch&quot;. Die Videos machen einen sehr gestellten Eindruck: Die Kamera zeigt die Politikerin zum Beispiel auf dem Bahnhof Hamburg, wo gerade ihr Zug einfährt. Als sie einsteigen will, fragt eine Frauenstimme aus dem Off: „Wissen Sie, was mich nervt? Alle vier Jahre wollt Ihr unsere Stimmen, aber ansonsten ist euch egal, was wir meinen.&quot; Mit schlecht gespielter Spontanität wendet sich Frau Goetsch der Kamera zu: „Das stimmt doch gar nicht&quot;, beginnt sie und erzählt hastig von direkter Demokratie. Dann steigt sie in die Bahn ein und verschwindet, ohne eine Erwiderung abzuwarten.
</p>
<p>
Die Website von <a href="http://jetzt.fuermorgen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bündnis 90/Die Grünen Hamburg</a> wirkt zunächst sehr überschaubar. Unterseiten gegen einen Überblick über verschiedene Themenschwerpunkte, zum Beispiel zum Atomausstieg.
</p>
<p>
Mit einem kommentierbaren Weblog wartet das Angebot „<a href="http://www.hamburg-kreativestadt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kreative Stadt</a>&quot; auf. Daneben gibt es zahlreiche Texte zu inhaltlichen Schwerpunkten und einen so genannten Kreativ-Atlas: Auf einer GoogleMaps-Karte sind „Unternehmen, Institutionen und Projekte&quot; Hamburgs markiert, die sich kreativ hervorgetan haben. Will man in den Atlas aufgenommen werden, kann man sich per Mail bewerben.
</p>
<p>
<b>„Blau-Gelb &#8211; damit die Mitte hält&quot;</b>
</p>
<p>
Die FDP Hamburg <a href="http://www.fdp-hh.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> leuchtet grell-gelb. Überall prangen grafische Flächen, teilweise sogar animiert; die eigentliche Navigation tritt fast völlig in den Hintergrund, die Orientierung fällt schwer. Dafür fährt die Partei viele Funktionen auf: Neben diversen Podcasts kann man unter anderem den Wahlkampfsong „Blau-Gelb &#8211; damit die Mitte hält&quot; (auf Wunsch sogar als Playback-Version) herunterladen. Des Weiteren bietet die FDP einen SMS-Infoservice und einen Newsletter an.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/080221_fdp_hamburg_website.jpg" alt="FDP Hamburg Website - Screenshot" title="FDP Hamburg Website - Screenshot" height="276" width="300" />
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Screenshot der FDP Hamburg &#8211; Website</i>
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Unfreiwillig komisch ist das Wahlkampfvideo der liberalen Partei: Umrahmt von fröhlicher Musik erzählt Schauspieler Sky du Mont, wem er schon alles seine Stimme geliehen habe  &#8211; „verliebten Adligen&quot; oder „knuffigen Zeichentrickfilmfiguren&quot;. Wem er am 24. Februar seine Stimme gebe, stehe aber fest. Auftritt Hinnerck Fock, Spitzenkandidat der FDP in Hamburg. In Anzug und leuchtend gelber Fliege erinnert er selbst ein wenig an eine Zeichentrickfigur. Strahlend schütteln sich beide Herren die Hand.
</p>
<p>
<b>Sofortprogramm zum Anhören</b>
</p>
<p>
Konservativ präsentiert sich DIE LINKE Hamburg im Internet: Die <a href="http://www.hier-ist-die-linke-hamburg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> ist textlastig, Videos zum Wahlkampf gibt es keine. Zwar lockern ein paar Grafiken das optische Gesamtbild etwas auf und es kann ein Newsletter abonniert werden, ansonsten bietet die Internetpräsenz aber deutlich weniger Funktionen als etwa die FDP-Seite. Das interessanteste Extra ist noch, sich das Sofortprogramm der Partei anhören zu können.</p>
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		<title>Videowahlkampf aus Hamburg</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/videowahlkampf-aus-hamburg-3714/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 07:05:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
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		<category><![CDATA[Michael Neumann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Es ist ein bisschen komplex mit Michael N<b>a</b>umann und Michael N<b>e</b>umann von der Hamburger SPD. Ersterer ist SPD-Spitzenkandidat für die Bürgerschaft, Letzterer ist Fraktionschef und hat jetzt einen Wahlkampf-Internetsender gestartet. <br />
<br />
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	</param>
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</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Es ist ein bisschen komplex mit Michael N<b>a</b>umann und Michael N<b>e</b>umann von der Hamburger SPD. Ersterer ist SPD-Spitzenkandidat für die Bürgerschaft, Letzterer ist Fraktionschef und hat jetzt einen Wahlkampf-Internetsender gestartet. </p>
<p><object height="255" width="317"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/aMZ8ykw-ljs&amp;rel=1&amp;border=1"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/aMZ8ykw-ljs&amp;rel=1&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="255" width="317"></embed></object>
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&quot;Ich war überrascht, dass Politiker so wenig die Gelegenheit nutzen (über Internet) ins Gespräch zu kommen&quot;, plaudert der Fraktionschef. Neumann kommt in seinen Clips auf <a href="http://www.neumanntv.de">www.neumanntv.de</a> lebendiger und weit weniger hölzern rüber, als die meisten anderen Politiker-Podcaster &#8211; den Ersten Hamburger Bürgermeister <a href="http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/senat/podcast/podcastarchiv/podcast-01.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ole von Beust im städtisch-amtlichen Senats-Videopodcast</a> inbegriffen. Neumann traute sich sogar zum WordCamp´08-Bloggertreffen in Hamburg.
</p>
<p>
Neumanns Beiträge kann man auch kommentieren. allerdings hat der SPD-Politiker in seinen Videos andedeutet, dass neumanntv.de eine auf den Wahlkampf begrenzte Aktion sei (&quot;Möchte vorstellen, was ich im Wahlkampf so erlebe&#8230;&quot;) Meist braucht es aber einen etwas längeren Atem als vier Wochen, damit ein Videoblog nicht zum Rohrkrepierer wird.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Markus Heidmeier vom &#034;blogspiel&#034; in der Blogsprechstunde: &#034;Podcasts sollten Radio nicht nachmachen&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/markus-heidmeier-vom-blogspiel-in-der-blogsprechstunde-podcasts-sollten-radio-nicht-nachmachen-3219/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 07:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Blogpiloten]]></category>
		<category><![CDATA[Chattranskript]]></category>
		<category><![CDATA[Blogspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Heidmeier]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 14. August 2007 war die Markus Heidmeier vom &#34;blogspiel - blogs mit
radioanschluss&#34; zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de
und den Blogpiloten. Im Chat sprach er über das Konzept der Sendung &#34;<a href="http://www.blogspiel.de/" target="blank" rel="noopener noreferrer">blogspiel</a>&#34;, die Rolle von Podcasts und Blogs im Radio und die Zukunft der Massenmedien.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 14. August 2007 war die Markus Heidmeier vom &quot;blogspiel &#8211; blogs mit<br />
radioanschluss&quot; zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de<br />
und den Blogpiloten. Im Chat sprach er über das Konzept der Sendung &quot;<a href="http://www.blogspiel.de/" target="blank" rel="noopener noreferrer">blogspiel</a>&quot;, die Rolle von Podcasts und Blogs im Radio und die Zukunft der Massenmedien.<!--break--></p>
<p>Eine Auswahl der Fragen und Antworten gibt es hier, das vollständige Protokoll wie immer auf <a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/mheidmeier2_070814.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de.</a></p>
<p>Warum sollten Weblogger am blogspiel teilnehmen? Feedback können sie ja auch für Podcasts und ihre Blogs bekommen.<br />
&quot;Stimmt. Aber im Unterschied zum privaten Blog oder Podcast versuchen<br />
wir auch gerade das künstlerische Wort, also das Kurzhörspiel oder das<br />
Kurzfeature zu unterstützen. Das gibt es in der momentanen<br />
Podcastlandschaft zu selten. Das Projekt haben wir, trigger23,<br />
gemeinsam mit der Hörspielredaktion des Deutschlandradio Kultur<br />
entwickelt. So gibt es zum Beispiel ein Geräuscharchiv für Podcaster.&quot;</p>
<p><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/metablocker/uploads/mheidmeier_redaktion2.jpg" align="middle" border="0" height="285" hspace="5" width="380" /></p>
<p>War/Ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht sehr misstrauisch bis<br />
arrogant gegenüber dieser &quot;neuen&quot; Bewegung? Es gab da ja auch von<br />
einigen alten Medienhäusern diverse abfällige Kommentare&#8230;?<br />
&quot;Es gibt diese ziemlich überflüssigen Journalisten versus<br />
Blogger-Debatten oder das häufig auf Seite der Etablierten<br />
zirkulierende Schimpfwort vom „Loser-generated Content“. Ich halte das<br />
für tatsächlich arrogant. Da verteidigt eine gefährdete Kaste ihre<br />
ehemalige Exklusivität am Publizistenhimmel. Das Deutschlandradio war<br />
da ganz anders. Neugier und das sichere Gespür für die Bedeutung des<br />
Blogos- und Podosphäre. Hat mich beeindruckt.&quot;</p>
<p>Was ist deiner Meinung nach der größte Unterschied zwischen Podcasts und Radio? <br />
&quot;Ganz persönlich mag ich gerade die Podcasts, die gutes Talkradio<br />
ungeschnitten machen. Da gab es beispielsweise mal eine Folge vom<br />
Küchenradio über den so genannten Monoblockstuhl. Ein einstündiges<br />
Interview – ungeschnitten -das war wunderbar und aufschlussreich.<br />
Podcasts sollten versuchen, Radio nicht zu imitieren, das können die<br />
Radiomacher mit ihren Ressourcen besser. Jingle, News und der ganze<br />
Quatsch. Podcasts sind stark, wenn sie sich zur Ausführlichkeit<br />
entschließen.&quot;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Podcasts sollten Radio nicht nachmachen&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/podcasts-sollten-radio-nicht-nachmachen-2372/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Seifert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Blogspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Heidmeier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<b><span class="fett">Am 14. August 2007 war die Markus Heidmeier
von &#34;trigger 23 - die medienaktivisten&#34; zu Gast in der
Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Im
Chat sprach er über das Konzept der Sendung &#34;blogspiel&#34;,
die Rolle von Podcasts und Blogs im Radio und die Zukunft der Massenmedien.</span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<b><span class="fett">Am 14. August 2007 war die Markus Heidmeier<br />
von &quot;trigger 23 &#8211; die medienaktivisten&quot; zu Gast in der<br />
Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Im<br />
Chat sprach er über das Konzept der Sendung &quot;blogspiel&quot;,<br />
die Rolle von Podcasts und Blogs im Radio und die Zukunft der Massenmedien.</span></b><!--break-->
</p>
<p>
<b><b><b><b><b>Moderator: </b></b></b></b><br />
</b> Hallo und herzlich willkommen in der Blogsprechstunde,<br />
dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Heute geht<br />
es um die Verbindung zwischen neuen und alten Medien. Blogger im<br />
Radio, Radiosendungen über Blogs &#8211; funktioniert das? Markus<br />
Heidmeier vom &quot;blogspiel &#8211; blogs mit radioanschluss&quot; ist<br />
heute zu Gast. Hier in Berlin ist es jetzt 16 Uhr. Herr Heidmeier<br />
können wir anfangen?
</p>
<p>
<b><b>Markus Heidmeier: </b></b> Ja, gerne.
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.podsitter.com/wordpress/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/images/mheidmeier_redaktion.jpg" alt="Markus Heidmeier" border="0" height="269" width="369" /></a><br />
<i>Markus Heidmeier<br />
von &quot;trigger 23 &#8211; die medienaktivisten&quot; und &quot;blogspiel<br />
&#8211; blogs mit radioanschluss&quot;</i>
</p>
<p>
<b><b>Moderator:<span style="font-size: x-small"> </span></b></b><span style="font-size: x-small">I</span>m<br />
Vorfeld konnten unsere Nutzer schon Fragen stellen und bewerten.<br />
Diese eröffnen jetzt den Chat:<br />
faktorX: Wie funktioniert das Blogspiel eigentlich genau? <br />
Markus Heidmeier: Das Blogspiel besteht aus zwei Teilen. Einem Mitmachradio<br />
und einem Medienmagazin. Das Mitmachradio lädt alle ein, selbst<br />
Radiobeiträge zu produzieren und auf <a href="http://www.blogspiel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">blogspiel.de</a><br />
hochzuladen. Dort können dann die User kommentieren und abstimmen.<br />
Das Magazin versucht den Dschungel Neuer Medien zu durchstöbern<br />
und interessante Entwicklungen zu entdecken.<b><b></p>
<p>kamikaze-blogger: </b></b>Warum sollten Weblogger am blogspiel<br />
teilnehmen? Feedback können sie ja auch für Podcasts und<br />
ihre Blogs bekommen.<b><b></p>
<p>Markus Heidmeier: </b></b>Stimmt. Aber im Unterschied<br />
zum privaten Blog oder Podcast versuchen wir auch gerade das künstlerische<br />
Wort, also das Kurzhörspiel oder das Kurzfeature zu unterstützen.<br />
Das gibt es in der momentanen Podcastlandschaft zu selten. Das Projekt<br />
haben wir, <a href="http://www.trigger23.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">trigger23</a>,<br />
gemeinsam mit der Hörspielredaktion des Deutschlandradio Kultur<br />
entwickelt. So gibt es zum Beispiel ein Geräuscharchiv für<br />
Podcaster. <b> <b></p>
<p>blogbiest:</b></b> Beim blogspiel gibt es ja auch eine<br />
Menge redaktionellen Content. Könnten Sie sich auch eine Radiosendung<br />
nur mit nutzergenerierten Inhalten vorstellen? Warum haben Sie das<br />
blogspiel nicht so gestaltet?<b><b></p>
<p>Markus Heidmeier: </b></b>Schwierige Frage, Es ist so,<br />
dass wir vor einem knappen Jahr mit dem blogspiel ja für öffentlich-rechtliche<br />
Verhältnisse ein ziemliches Experiment gestartet haben. Da<br />
war es wichtig, den Hörern auch eine Art Rahmen zu liefern.<br />
Mittlerweile kann ich mir reine User-Generated-Content-Sendungen<br />
vorstellen, finde sie aber eher uninteressant, da irgendwer ein<br />
gewisses Umfeld für das Verständnis bieten sollte.<b><b></p>
<p>Niko: </b></b>Wie kam die Zusammenarbeit mit dem Deutschlandradio<br />
Kultur zustande? Wer ist da auf wen zugegangen?<b><b></p>
<p>Markus Heidmeier: </b></b>Meine Kollegin Jana Wuttke und<br />
ich arbeiteten auch vorher immer wieder mal als freie Mitarbeiter<br />
für das Deutschlandradio. So lag es nahe. Und war natürlich<br />
unser Glück. Auf Seiten des Deutschlandradios gab es die Absicht<br />
(zu einem verhältnismäßig frühen Zeitpunkt<br />
hatte man die Relevanz von Podcasts und Blogs erkannt) etwas zu<br />
dem Thema zu machen. Da haben wir ihnen ein Konzept angeboten. <b><b></p>
<p>olivero: </b></b>War/Ist der öffentlich-rechtliche<br />
Rundfunk nicht sehr misstrauisch bis arrogant gegenüber dieser<br />
&quot;neuen&quot; Bewegung? Es gab da ja auch von einigen alten<br />
Medienhäusern diverse abfällige Kommentare&#8230;?<b><b></p>
<p>Markus Heidmeier: </b></b>Es gibt diese ziemlich überflüssigen<br />
Journalisten versus Blogger-Debatten oder das häufig auf Seite<br />
der Etablierten zirkulierende Schimpfwort vom „Loser-generated<br />
Content“. Ich halte das für tatsächlich arrogant.<br />
Da verteidigt eine gefährdete Kaste ihre ehemalige Exklusivität<br />
am Publizistenhimmel. Das Deutschlandradio war da ganz anders. Neugier<br />
und das sichere Gespür für die Bedeutung des Blogos- und<br />
Podosphäre. Hat mich beeindruckt.<b><b></p>
<p>Rullermunk: </b></b>Wie beurteilst Du die aktuellen Entwicklungen<br />
bei Trackback (wurde in den Blogs ja heiß diskutiert)?<b><b><br />
</b></b>
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Trackback ist, ähnlich<br />
wie blogspiel, vor allem erstmal ein Beleg dafür, dass die<br />
alte Unterscheidung neue Medien / alte Medien ziemlich künstlich<br />
ist. Die aktuellen Entwicklungen kenne ich nicht. Finde das Konzept<br />
aber ziemlich gut.</p>
<p><b>Holger:</b> Nach welchen Kriterien werden die Themen<br />
des &quot;blogspiel&quot; ausgewählt?</p>
<p><b>Markus Heidmeier:</b> Das ist ganz verschieden. Meistens<br />
haben wir ja zwei größere Themen. Das erste sollte nach<br />
Möglichkeit einen aktuellen Bezug haben. Netzwahlkampf in den<br />
USA, Skandal bei StudiVZ, Blogskandal bei der Welt, et cetera. <br />
Das zweite Thema versucht einem Aspekt stärker auf den Grund<br />
zu gehen. Was macht das Netz in Afrika? Wie könnte E-Demokratie<br />
aussehen? Welche künstlerischen Formen der Kollaboration bietet<br />
das Netz? Et cetera.</p>
<p><b>ghi:</b> Wie viel Raum nehmen die Beiträge der<br />
Nutzer in Eurer Sendung normalerweise ein?</p>
<p><b>Markus Heidmeier:</b> Ein Drittel circa. Meistens gibt<br />
es ein bis zwei Beiträge, die wir dann aber noch im Studio<br />
besprechen. Oft gelingt es auch, den Autor/Produzenten für<br />
ein Telefoninterview zu gewinnen.
</p>
<p>
<b>felty:</b> Gibt es eigentlich eine Art Moderation<br />
der eingereichten Podcasts? Werden Beiträge aussortiert, die<br />
irgendwie beleidigend oder nicht politisch korrekt sind, oder kam<br />
das noch gar nicht vor?</p>
<p><b>Markus Heidmeier:</b> Gab es &#8211; Gott sei Dank &#8211; bisher<br />
sehr wenig. Wir akzeptieren keine Musik. Das würde den Rahmen<br />
sprengen. Moderiert wird es nicht von uns. Aber die Diskussion unter<br />
den Autoren ist sehr lebhaft. Ich glaube nach acht oder neun Monaten<br />
sind es bereits über 1500 Kommentare zu 500 Stücken gewesen.</p>
<p><b>Zorro51:</b> Wie viele Hörer haben Sie im Durchschnitt?</p>
<p><b>Markus Heidmeier:</b> Keine Ahnung, ehrlich. Wir wissen<br />
nur, dass viele den Sender Deutschlandradio Kultur via blogspiel<br />
im Netz entdeckt haben. Auch schön.
</p>
<p>
<b>lauter!:</b> Was glauben Sie, schaffen es Sendungen<br />
wie das blogspiel, Radiohörer für Weblogs zu begeistern?</p>
<p><b>Markus Heidmeier:</b> Schwer zu sagen. Jedenfalls bemühen<br />
wir uns auch um Vermittlung. Was sind Blogs, RSS-Feeds, Podcasts<br />
et cetera. Das ist manchmal ein schwieriger Spagat. Auf der einen<br />
Seite die Kenner der Szene, die wir nicht langweilen wollen.<br />
Auf der anderen viele Hörer, die mit den Begriffen erstmal<br />
nichts anfangen können und die eine Art Einführung brauchen.<br />
Begeisterung für Blogs wäre natürlich toll. </p>
<p><b>Eisbärin:</b> Gibt es regelmäßiges<br />
Feedback nach Eurer Sendung?</p>
<p><b>Markus Heidmeier:</b> Ja, die Menschen stehen am Funkhaus<br />
Schlange. Nein, im Ernst. Es gibt viele Kommentare im Blog und in<br />
der Hörerpost. Und, ganz ehrlich, fast nur positive. Das hätten<br />
wir nicht erwartet, gerade am Anfang. Aber für die Schlangen<br />
am Funkhaus wird es wohl nie reichen.</p>
<p><b>tzzzzzz:</b> Braucht das Radio mittlerweile eine Anbindung<br />
an Blogs, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden?</p>
<p><b>Markus Heidmeier:</b> Hi Tzzzzzzzzz. Ja und Nein. Blogs<br />
stellen sicher ein sehr hilfreiches Werkzeug dar, um ins Gespräch<br />
zu kommen. Aber sie erfordern auch Bereitschaft zum Dialog, zum<br />
glaubwürdigen Austausch. Sie erfordern Interesse am Hörer.<br />
Und da bin ich mir nicht immer sicher. Aber das Radio hat eigentlich<br />
kein Wahrnehmungsproblem. Die Menschen hören immer noch über<br />
drei Stunden täglich im Schnitt! Das Radio wirkt nur oft etwas<br />
anachronistisch &#8211; aber das ist ein Missverständnis!</p>
<p><b>BLOGdingens:</b> Hat das Radio langfristig überhaupt<br />
noch ein Chance gegen all die Online-Radios, Last-FMs et cetera?
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Das Musikradio könnte in<br />
der Tat ein massives Problem bekommen. Das Siechtum der Plattenindustrie<br />
ist ja bereits eine fette Mahnung. Das Radio mit starken Inhalten,<br />
wie zum Beispiel Deutschlandradio, WDR5, HRInfo et cetera, wird<br />
eher vom Revival des Wortes im Radio profitieren. Diese Stationen<br />
werden in Zukunft ihre so genannten &quot;Marken&quot; (gruseliges<br />
Marketingsprech) eher noch stärken.</p>
<p><b>thinktank:</b> Wie beeinflussen Blogs und Podcasts<br />
das Radio &#8211; und wie das Radio Podcasts und Blogs?</p>
<p><b>Markus Heidmeier:</b> Radiostationen könnten einiges<br />
lernen. Hörer sind offen für Ausführlichkeit. Hörer<br />
interessieren sich auch für exotisch Themen. Hörer verweigern<br />
sich sperrigen Themen nicht, sondern suchen die adäquate Darstellung.<br />
Das Radio mit seinen limitierten 24 Sendestunden am Tag könnte<br />
im Netz noch viel mehr leisten, zum Beispiel Abbildungen ungekürzter<br />
Interviews et cetera. Das passiert leider viel zu selten.</p>
<p><b>Carmen:</b> Ist die Zeit der &quot;Nur-Text&quot;-Blogs<br />
schon wieder vorbei und sind Multimedia-Blogs (Audio, Video) das<br />
nächste große Ding?
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Glaube ich nicht. Beides wird<br />
parallel existieren. Zeitungen (auch wenn sie gerade unter Druck<br />
stehen) haben sich auch über Jahrzehnte neben Glotze und Radio<br />
behauptet. Literatur existiert seit Jahrhunderten. Es ist eher eine<br />
Frage der Qualität und Originalität. Und mir sind viele<br />
Blogs leider zu unpolitisch, unkritisch, substanzlos.
</p>
<p>
<b>lautsprecher:</b> Sie haben ja auch selbst Sendungen<br />
zur Zukunft der Massenmedien gemacht. Was kam dabei raus &#8211; welche<br />
Medien haben Perspektiven, welche müssen sich verändern?<br />
Werden welche ganz verschwinden?
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Schwierige Frage. Jetzt könnte<br />
ich hier kühn behaupten, dieses und jenes Medium kommt, geht<br />
unter oder erlebt eine Renaissance. Aber die Wirklichkeit ist ja<br />
gerne unberechenbar. Ich glaube jedenfalls, dass die Veränderungen<br />
des Radios weniger tiefgreifend sein werden, als die des Fernsehens.<br />
Radio hat auch immer diese Unterwegs-Qualität gehabt. Ich kann<br />
Auto fahren oder bügeln und trotzdem anspruchsvolle Inhalte<br />
hören. Beim TV ist das anders. Und durch Video on demand und<br />
IP TV wird es dort dramatische Veränderungen geben. Andererseits<br />
ist es sehr schwer zu antizipieren. Denn wie groß bleibt das<br />
Lagerfeuerbedürfnis der TV-Zuschauer? Abends nach Hause kommen<br />
und einfach die Glotze anschmeißen &#8211; ohne groß auszuwählen<br />
bei Joost oder sonst wem?</p>
<p><b>Svenjaxyz:</b> Was ist deiner Meinung nach der größte<br />
Unterschied zwischen Podcasts und Radio?
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Ganz persönlich mag ich<br />
gerade die Podcasts, die gutes Talkradio ungeschnitten machen. Da<br />
gab es beispielsweise mal eine Folge vom Küchenradio über<br />
den so genannten Monoblockstuhl. Ein einstündiges Interview<br />
– ungeschnitten -das war wunderbar und aufschlussreich. Podcasts<br />
sollten versuchen, Radio nicht zu imitieren, das können die<br />
Radiomacher mit ihren Ressourcen besser. Jingle, News und der ganze<br />
Quatsch. Podcasts sind stark, wenn sie sich zur Ausführlichkeit<br />
entschließen.</p>
<p><b>SD:</b> Gab es auch negative Kommentare über das<br />
blogspiel, zum Beispiel von Bloggern, denen das Radio zu &quot;altmodisch&quot;<br />
war?
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Klar, wenige, aber es gab sie.<br />
Es wurde die Frage gestellt, warum Blogger nun plötzlich ins<br />
Radio sollen. Sollen sie ja gar nicht, können sie, nämlich<br />
so, wie alle Publizisten mit allen Medien kommunizieren können,<br />
in die eine wie in die andere Richtung.</p>
<p><b>Pfeiffer:</b> Was sind so die größten Probleme,<br />
wenn man versucht, Radio über Blogs zu machen? </p>
<p><b>Markus Heidmeier:</b> Manche Blogs funktionieren als<br />
Text nur nachts um drei allein mit Rotwein vor dem Rechner. Diese<br />
dann in einer Sendung für ein breiteres Publikum zu adaptieren<br />
ist aussichtslos. Andererseits ist es auch schwierig, zu den vielen<br />
Themen dieser Welt (Afrika, Film, Sport, weiß der Teufel)<br />
gute Blogs zu finden. Etliche sind sehr breit, aber dann oft nicht<br />
stark.</p>
<p><b>mensa:</b> Welcher Hörer-Beitrag hat denn für<br />
superviel Furore gesorgt?</p>
<p><b>OP24:</b> Was war das Thema, auf das am meisten Resonanz<br />
beim blogspiel kam?
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Weiß ich nicht ganz genau.<br />
Es gab einen Beitrag über die Zukunftsträume Fünfzehnjähriger<br />
in Schwedt/Oder. Da gab es einige Echos. Schwedter Träume heißt<br />
das Stück. Einer meiner persönlichen Favoriten. </p>
<p><b>Rollbrett:</b> Gibt es eigentlich schon Podcast-Stars,<br />
die durch das blogspiel berühmt(er) wurden?</p>
<p><b>Markus Heidmeier:</b> Naja, so richtig viele Podcast-Stars<br />
gibt es ja nicht. Wir hatten mal einen Schüler als Gewinner,<br />
der hat bei seinen Mitschüler kräftig Eindruck gemacht.<br />
School-Factory hieß das Stück, glaube ich.</p>
<p><b>Falbala:</b> Wie viele Blogs liest/ Podcasts hörst<br />
du denn so pro Tag?
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Ganz verschieden. Mal eine Woche<br />
lang gar nicht, dann drei, vier oder auch mal zehn am Tag (wenn<br />
eine Sendung ansteht). Aber ich habe gerade einen Antrag bei der<br />
Bundesregierung gestellt, dass der Tag auf 36 Stunden verlängert<br />
wird, sonst kommt man einfach nicht mehr hinterher.</p>
<p><b>Moderator:</b> Gibt es Favoriten?
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Aus Jobgründen lese ich<br />
viele Mediawatchblogs. Bei den Podcasts mag ich die interviewartigen<br />
Sachen. </p>
<p><b>Luciana:</b> Kannst Du beim blogspiel von Radiosendungen<br />
aus anderen Ländern lernen? Gibt es ähnliche Formate anderswo?
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Die gute alte BBC ist auch mal<br />
wieder ganz vorne. <a href="http://www.bbc.co.uk/blogs/podsandblogs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pods<br />
and Blogs</a> heißt das Format. Läuft auf BBC 5 live.<br />
Sonst kenne ich nichts. Würde mich aber interessieren.</p>
<p><b>Hans:</b> Inwieweit soll das aktuelle Format beibehalten<br />
werden? Sind Neuerungen geplant?
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Da ist gerade viel in Bewegung.<br />
Blogspiel wird auf jeden Fall weiter existieren. Aber es könnte<br />
gut sein, das wir mit neuem Namen und noch mehr Sendezeit auch den<br />
Magazinanteil ausbauen.
</p>
<p>
<b>Egon_47:</b> Welche Radiosendungen mögen Sie<br />
als Moderator privat am liebsten hören?
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Das hat immer etwas eitles,<br />
wenn man über den eigenen Geschmack Auskunft geben soll. Ich<br />
habe aber tatsächlich zwei Favoriten: Samstags die Fußballreportage<br />
live aus den Stadien. Sonntags morgens um 9.30 Essay und Diskurs.<br />
Das höre ich aber als Podcast beim Joggen. Tja, so widersprüchlich<br />
ist der Mensch. In Sachen Musik experimentiere ich gerade mit verschiedenen<br />
Last-FM Accounts. </p>
<p><b>Moderator:</b> Wie viele Moderatoren gibt es eigentlich<br />
beim blogspiel?
</p>
<p>
<b>Markus Heidmeier:</b> Blogspiel wird zur Zeit von<br />
vier ModeratorInnen präsentiert. In der Redaktion sind wir<br />
mehr oder weniger zu zweit.
</p>
<p>
<b>MW:</b> Was würden Sie sagen, was ist eher ein<br />
Massenmedium, das Internet oder das Radio?
</p>
<p><b>Markus Heidmeier:</b> Im klassischen Sinne ist das<br />
Radio das One-to-many-Medium und das Netz das One-to-One Medium.<br />
Aber das sind wohl veraltete Einordnungen. Das Netz kann ja auch<br />
zum Radio umgeswitcht werden. Das Netz ist oder wird jedenfalls<br />
mit seinen vielen Funktionen das Leitmedium werden.</p>
<p><b>Moderator:</b> So, das waren wieder 60 Minuten Blogsprechstunde.<br />
Vielen Dank an unsere Nutzer für die vielen Fragen. Und natürlich<br />
vielen Dank an Markus Heidmeier für die Antworten. Das Protokoll<br />
dieses Chats können Sie wie immer in Kürze auf den Seiten<br />
von politik-digital.de nachlesen. Das letzte Wort für heute<br />
hat Markus Heidmeier: </p>
<p><b>Markus Heidmeier:</b> Oh Gott, ein Schlusswort. Was<br />
soll man da sagen? Vielen herzlichen Dank an alle die mitgemacht<br />
haben. Wir freuen uns immer über Beiträge, Themenvorschläge<br />
und Kommentare. Tschüss.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Blogprechstunde mit Annik Rubens: &#034;Bloggen hat mich nie interessiert&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/blogprechstunde-mit-annik-rubens-bloggen-hat-mich-nie-interessiert-2346/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/blogprechstunde-mit-annik-rubens-bloggen-hat-mich-nie-interessiert-2346/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Aug 2007 07:23:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Blogpiloten]]></category>
		<category><![CDATA[Chattranskript]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Die Podcasterin Annik Rubens von <a href="http://www.schlaflosinmuenchen.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schlaflos in München</a>&#34; war am 31. Juli zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Im Chat sprach sie über ihre Liebe zum gesprochenen Wort, ihre Anfänge als Podcasterin und die Unterschiede zwischen Blogs, Radio und Podcasts.
Ausgewählte Fragen und Antworten gibt es hier, das gesamte Protokoll finden Sie auf den Seiten von <a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/arubens_070731.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Die Podcasterin Annik Rubens von <a href="http://www.schlaflosinmuenchen.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schlaflos in München</a>&quot; war am 31. Juli zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Im Chat sprach sie über ihre Liebe zum gesprochenen Wort, ihre Anfänge als Podcasterin und die Unterschiede zwischen Blogs, Radio und Podcasts.<br />
Ausgewählte Fragen und Antworten gibt es hier, das gesamte Protokoll finden Sie auf den Seiten von <a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/arubens_070731.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>.<!--break-->
</p>
<p>
Wie kompliziert ist es, sein eigenes Podcast auf die Beine zu stellen? Wie viel technische Erfahrung braucht man dafür?
</p>
<p>
Es ist mittlerweile gar nicht mehr kompliziert. Für den Anfang kann man sogar einfach mit dem Telefon podcasten. Das klingt halt nicht so toll. Ansonsten reicht ein Mikrofon oder Headset und der Computer. Und dann kann man die Datei hochladen bei Volldienstleistern wie podhost.de. Die machen den ganzen Rest. Technische Erfahrung braucht man also nicht, aber ein wenig Geduld, wenn mal was nicht klappt.
</p>
<p>
Was ist deiner Meinung nach der größte Unterschied zwischen Podcasts und Radio?
</p>
<p>
Natürlich der Zeitfaktor. Podcasts können keine Nachrichten zur vollen Stunde bieten und keinen aktuellen Verkehrsbericht. Keine Falschfahrer und solche Dinge. Ansonsten ist Podcasting ja nur eine Technik – was man damit verbreitet, ist egal. Daher ist oft auch eine Radiosendung ein Podcast. Und der Vorteil ist, dass man das dann, wann und wo man will, hören kann.&quot;
</p>
<p>
Hat dich bloggen, also in Textform veröffentlichen, gar nicht gereizt? Was fasziniert dich am gesprochenen Wort?
</p>
<p>
Sehr gute Frage, das habe ich mich auch schon oft gefragt. Mich hat Bloggen nie interessiert, obwohl ich ja eigentlich Print-Journalistin bin. Ich kann es nicht erklären! Ich bin schon immer ein Audio-Mensch gewesen, habe als Teenager immer viel Radio gehört und liebe es einfach, weil da die Fantasie noch selber was zu tun hat.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/blogprechstunde-mit-annik-rubens-bloggen-hat-mich-nie-interessiert-2346/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Mich hat Bloggen nie interessiert&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/mich-hat-bloggen-nie-interessiert-2349/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/mich-hat-bloggen-nie-interessiert-2349/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alina Barenz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jul 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Annik Rubens]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaflos in München]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 31. Juli 2007 war die Podcasterin Annik Rubens von &#34;Schlaflos in München&#34; zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Im Chat sprach sie über ihre Liebe zum gesprochenen Wort, ihre Anfänge als Podcasterin und die Unterschiede zwischen Blogs, Radio und Podcasts.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 31. Juli 2007 war die Podcasterin Annik Rubens von &quot;Schlaflos in München&quot; zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Im Chat sprach sie über ihre Liebe zum gesprochenen Wort, ihre Anfänge als Podcasterin und die Unterschiede zwischen Blogs, Radio und Podcasts.<br />
<!--break--></p>
<p>
<b>Moderator: </b> Hallo und herzlich willkommen zur Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten. Heute ist Annik Rubens, Podcasterin auf „<a href="http://www.podsitter.com/wordpress/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schlaflos in München</a>&quot;, unser Gast. Hallo nach München zu Annik Rubens. Können wir loslegen?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Hallo aus München!
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.podsitter.com/wordpress/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/salon/photos/ABlogs/arubens_250x.jpg" alt="Annik Rubens" border="0" height="349" width="250" /></a><br />
<i>Annik Rubens<br />
Podcasterin auf &quot;Schlaflos in München&quot;</i>
</p>
<p>
<b><b>Moderator: </b></b> Unsere Nutzer konnten<br />
im Vorfeld schon Fragen stellen und darüber abstimmen, welche<br />
heute zu Beginn des Chats gestellt werden sollen. Hier kommt die<br />
Frage, die die meisten Stimmen erhielt:
</p>
<p>
<b>marla: </b>Du bloggst beziehungsweise podcastest unter<br />
einem Pseudonym. Warum? Und bist du als Privatperson anders wie<br />
als „Annik&quot;?
</p>
<p>
<b><b>Annik Rubens: </b> </b>Ok, also: Ich<br />
habe 2005 in einer Nacht- und Nebelaktion angefangen, zu podcasten.<br />
Und da mein Name als Journalistin doch mit seriösen Dingen<br />
zu tun haben sollte, dachte ich, es wäre klüger, mein<br />
altes Pseudonym wieder hervor zu kramen. Im Internet hat schließlich<br />
jeder einen „Nick“, oder? Als Privatperson bin ich nicht<br />
anders, nur facettenreicher. Annik hört man ja nur eine Stunde<br />
pro Woche.
</p>
<p>
<b>DonPasquale:</b> In „<a href="http://www.podsitter.com/wordpress/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schlaflos<br />
in München</a>“ lässt du persönliche Themen<br />
außen vor &#8211; wie schwer ist dir das vor allem beim täglichen<br />
Podcasten gefallen, zwischen Annik und Larissa zu trennen?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Das ist doch alles kein bewusster<br />
Schachzug! Das klingt so konstruiert! Ich bin ich. Und ich gehe<br />
ans Mikrofon und erzähle Dinge, die ich auch jemandem erzählen<br />
würde, der auf einer langen Bahnfahrt neben mir sitzt. Da muss<br />
ich nichts trennen. Ich tue das, was mir gefällt und erzähle<br />
nichts, was ich nicht erzählen möchte.
</p>
<p>
<b>Serendipidy:</b> Wie kompliziert ist es, sein eigenes<br />
Podcast auf die Beine zu stellen? Wie viel technische Erfahrung<br />
braucht man dafür?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Es ist mittlerweile gar nicht mehr<br />
kompliziert. Für den Anfang kann man sogar einfach mit dem<br />
Telefon podcasten. Das klingt halt nicht so toll. Ansonsten reicht<br />
ein Mikrofon oder Headset und der Computer. Und dann kann man die<br />
Datei hochladen bei Volldienstleistern wie <a href="http://www.podhost.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">podhost.de</a>.<br />
Die machen den ganzen Rest. Technische Erfahrung braucht man also<br />
nicht, aber ein wenig Geduld, wenn mal was nicht klappt.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Mit einem Telefon podcasten? Wie funktioniert<br />
das denn?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Es gibt verschiedene Anbieter.<br />
Da ruft man eine bestimmte Nummer an und hat ein Kennwort, und schon<br />
können es andere als Podcast hören! Ich habe eine blinde<br />
Hörerin, die so ihren eigenen Podcast macht, weil das an ihrem<br />
alten Computer sonst nicht ginge.
</p>
<p>
<b>Playback:</b> Hat dir deine Radio-Erfahrung geholfen,<br />
als du mit dem Podcasten angefangen hast?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Nein. Mir hat meine Erfahrung als<br />
Print-Journalistin geholfen, weil mir die Themensuche daher nicht<br />
schwer fällt. Das Radio hat mir damals nur gezeigt: Nein, so<br />
will ich es nicht machen. Daher genieße ich Podcasting so:<br />
Da habe ich keine Zeitbeschränkung und muss kein Wetter vorlesen!
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Ähnlich nochmal zu Podcast und<br />
Radio:
</p>
<p>
<b>Djane: </b>Was ist deiner Meinung nach der größte<br />
Unterschied zwischen Podcasts und Radio?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Natürlich der Zeitfaktor.<br />
Podcasts können keine Nachrichten zur vollen Stunde bieten<br />
und keinen aktuellen Verkehrsbericht. Keine Falschfahrer und solche<br />
Dinge. Ansonsten ist Podcasting ja nur eine Technik – was<br />
man damit verbreitet, ist egal. Daher ist oft auch eine Radiosendung<br />
ein Podcast. Und der Vorteil ist, dass man das dann, wann und wo<br />
man will, hören kann.
</p>
<p>
<b>mrDJ:</b> Lässt sich das Format „Podcast&quot;<br />
eigentlich mit dem Radio verbinden? Funktioniert eine Radio-Sendung<br />
mit / über Podcasts?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Ich hoffe ich versteh die Frage<br />
richtig: Ja, klar lässt es sich verbinden. Jens-Uwe Krause,<br />
der bei mir in der Podvela regelmäßig auftaucht, ist<br />
Morgenmoderator bei „Bremen Vier“. Nach der Morgenshow<br />
setzen er und die Service-Fee sich in ein Nebenstudio und plaudern<br />
über die Morgenshow. Das ist eine sehr witzige Ergänzung!<br />
Toll finde ich persönlich auch, dass mein Lieblingspodcast<br />
„SWR1 Leute“ als Podcast eine halbe Stunde lang ist,<br />
während das Original zwei Stunden dahindümpelt mit Werbe-,<br />
Nachrichten- oder Wetterunterbrechungen. Im Podcast bekomme ich<br />
das Interview pur.
</p>
<p>
<b>filo: </b>Wieviel Zeit geht bei dir für eine<br />
SiM-Folge drauf? Nimmst du die Beiträge nachts auf, wie es<br />
der Name vermuten lässt?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Am Anfang habe ich wirklich zwischen<br />
Mitternacht und zwei Uhr nachts neue Folgen aufgenommen. Mittlerweile<br />
ist das ja anders: Die Folgen sind ca. 45 Minuten lang, da geht<br />
der ganze Montag drauf, meistens zwölf bis vierzehn Stunden.
</p>
<p>
<b>KRDigital: </b>Wann oder wo kommen dir eigentlich<br />
die besten Ideen für deine Sendung und könntest du dir<br />
vorstellen, dass Podcasts (vielleicht unter neuem Namen) in einigen<br />
Jahren auch außerhalb vom Internet abrufbar sind (so eine<br />
Art Onlinebibliothek), gegebenenfalls sogar gegen harte Euro?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Die besten Ideen kommen mir meistens<br />
entweder, wenn mein Zug extrem Verspätung hat und ich mich<br />
ärgere, oder wenn ich selber Podcasts höre. Ich gehe einfach<br />
mit offenen Augen durch München und schnappe viele Themen auf,<br />
die ich mir dann notiere. Podcasts sind schon jetzt auf Smartphones<br />
wie dem iPhone abrufbar ohne Computer. Und es gibt schon Podcaster,<br />
die alte Folgen auf CD oder DVD rausbringen – gegen Euro.<br />
Ich spiele ehrlich gesagt auch mit dem Gedanken, denn Podcasting<br />
kostet Geld, da muss man sich schon überlegen, wie man das<br />
finanziert.
</p>
<p>
<b>Julie:</b> Über dich und deinen Podcast wurde<br />
ja schon eine Menge geschrieben. Wie fühlst du sich dabei,<br />
zu einer regelrecht berühmten Podcaster-Persönlichkeit<br />
geworden zu sein?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Naja, die Podcasting-Szene ist<br />
winzig klein, daher ist das jetzt nicht wirklich „Ruhm“.<br />
Aber es verdutzt mich immer wieder, wenn beispielsweise Leute sich<br />
auf Veranstaltungen nicht trauen, mich anzusprechen, weil sie mich<br />
erkennen. Und sehr kurios ist natürlich, wenn mich auf der<br />
Straße jemand anquatscht – das ist mir zwei Mal passiert<br />
und ich stand dann einfach sprachlos stammelnd da. Kommt nicht oft<br />
vor. Ich muss aber sagen, dass es mir gut tut, hin und wieder Hörer<br />
zu treffen und mit ihnen zu reden, also nicht immer im stillen Kämmerlein<br />
meinen Kram zu machen.
</p>
<p>
<b>DonPasquale:</b> Eine Motivation zum Weitercasten<br />
sind sicher auch die Zuhörer-Reaktionen. Welche Themen riefen<br />
die stärksten Reaktionen, positive wie negative, hervor?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Stärkste Reaktionen gibt es<br />
immer beim Thema Mac gegen Microsoft. Ansonsten kamen sehr positive<br />
Reaktionen jüngst, als ich mit meinem lieben Sidekick Hartmut<br />
eine <a href="http://media.libsyn.com/media/schlaflos/sim421-4.mp3%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mangobroschüre</a><br />
vorgelesen habe, deren Deutsch nicht so ganz astrein war. Generell<br />
muss ich aber sagen, dass jede Folge so ungefähr 20-30 Kommentare<br />
bekommt, und manche entspinnen dann neue Threads im Forum. Meine<br />
Hörer sind extrem aktiv und gerade das macht mir Spaß.<br />
Und nicht zuletzt auch hier erkenne ich einige bekannte Namen ;-).
</p>
<p>
<b>libelle:</b> Warum lässt du die Beiträge<br />
eigentlich im Forum kommentieren und nicht per Kommentarfunktion<br />
unter den Einträgen direkt?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Weil es sich gezeigt hat, dass<br />
das ein viel besserer Weg ist! Anonyme Kommentarfunktionen locken<br />
leider oft Trolle an und generell einfach Leute, denen langweilig<br />
ist und die ihre schlechte Laune ablassen möchten. Das schreckt<br />
die „netten“ Hörer irgendwann ab und nervt. Außerdem<br />
soll meine Seite den Inhalt von SiM wiedergeben. Meinen Inhalt.<br />
Im registrierten Forum ist der Austausch netter, man kennt sich,<br />
man freut sich, man bleibt kreativ bei der Sache. Wer SiM hören<br />
will, der geht auf meine Seite. Wer aktiv mitquatschen will, der<br />
geht ins Forum. Ich finde diese Trennung sehr gut.
</p>
<p>
<b>Podcast.killed.the.radio.star: </b>Was denkst du über<br />
Radiosendungen, die sich mit Blogs und Podcasts befassen? Hier in<br />
Berlin gibt es zum Beispiel Trackback, bundesweit das <a href="http://www.blogspiel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogspiel</a>.<br />
Eine sinnvolle Ergänzung?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Das Blogspiel höre ich, Trackback<br />
höre ich nicht. Ich finde das schon in Ordnung, aber eher für<br />
den Zweck, dass andere mehr über Podcasts und Blogs erfahren.<br />
Für die Community ist es glaube ich nicht so wichtig. Die informiert<br />
sich anderweitig eh schon.
</p>
<p>
<b>teichtier:</b> Hast du eigentlich damit gerechnet,<br />
mit einer Art Internet-Radio-Show so viel Erfolg zu haben und so<br />
viele Fans zu finden?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> NIEMALS! Das war ja alles nur ein<br />
Test, ich wollte die Technik testen, sehen wie das alles funktioniert.<br />
Ich hab nie damit gerechnet, dass das überhaupt jemand hört!
</p>
<p>
<b>aabbcc:</b> Du produzierst ja auch Podcasts für<br />
Unternehmen. Wie gehst du mit kritischen Stimmen um, denen das zu<br />
kommerziell ist?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Jedem seine Meinung. Allerdings<br />
fällt mir oft auf, dass Nörgler diese Podcasts nie gehört<br />
haben. Ich habe bislang nie reine Werbung gemacht, sondern immer<br />
nur redaktionelle Podcasts, ohne dass mir jemand die Inhalte vorgeschrieben<br />
hat. Ich kann damit sehr gut leben. Nörgler gibt es immer.<br />
Auf die möchte ich lieber keine Energie verschwenden.
</p>
<p>
<b>Kater: </b>Welche Themen würdest du in deinem<br />
Podcast niemals besprechen? Welche kommerziellen Podcast-Angebote<br />
würdest du ablehnen / hast du abgelehnt?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Ich würde nichts besprechen,<br />
bei dem mir nicht wohl ist. Das sind derzeit beispielsweise meine<br />
Freunde oder Verwandten. Ich will nicht, dass die mir nichts mehr<br />
anvertrauen weil sie denken: Da macht Annik dann einen Gag für<br />
ihren Podcast draus. Oder: Adam Curry hat lang und breit vom Sterben<br />
seiner Mutter erzählt, ich glaube nicht, dass ich so etwas<br />
tun würde. Das ist Typsache. Welche kommerziellen Angebote<br />
ich ablehnen würde? Eigentlich alles, wo mir vorgeschrieben<br />
wird, was ich zu tun habe. Bislang habe ich nur kommerzielle Angebote<br />
angenommen, bei denen ich die redaktionelle Freiheit einer Journalistin<br />
hatte. Das war bei Ikea so und bei Warner Music. Das ist nach wie<br />
vor bei <a href="http://audibleannik.podspot.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Audible</a> so.<br />
Und so macht es mir dann auch Spaß und das überträgt<br />
sich auf die Hörer und ist ehrlich.
</p>
<p>
<b>Jule: </b>Wo besorgst du dir die Einspielmusik für<br />
deine Sendungen?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Das ist immer die gleiche &#8211; und<br />
ich kann sie nach 428 Folgen eigentlich nicht mehr hören, aber<br />
sie gehört dazu. Das ist eine amerikanische Band namens „The<br />
Rantings of EVA&quot;, denen ich damals gleich geschrieben hatte,<br />
ob ich ihr Stück „Infrared“ als Intro verwenden<br />
darf.
</p>
<p>
<b>frog: </b>Wie hat sich die Technik zum Podcasten weiterentwickelt?<br />
Kann heute praktisch jeder podcasten?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Jeder, der einen Computer mit Internetzugang<br />
und ein Mikrofon/Headset hat, ja. Die Software ist kostenlos im<br />
Internet erhältlich, es gibt mittlerweile Pakete, wo die ganze<br />
Technik extra für Podcaster geschnürt wurde.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Nochmal zur Qualität vom Podcasten<br />
über Telefon:
</p>
<p>
<b>Ascari: </b>Wie gut ist da die Qualität eigentlich?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Naja, es klingt halt wie über&#8217;s<br />
Telefon. Also man versteht den anderen schon sehr gut, aber es ist<br />
eher dumpf, feinere Nuancen der Stimme kommen da nicht rüber.<br />
Und der Nachteil: Mal eben was einspielen oder was reinschneiden<br />
später geht nicht. Mir war das Zuhören daher oft zu anstrengend.
</p>
<p>
<b>3xschwarzerkater: </b>Wie kam eigentlich die Zusammenarbeit<br />
mit deinem Sidekick Hartmut zustande, oder die PodVela mit Jens-Uwe?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Also erstmal Hartmut: Das ist ein<br />
Freund von mir, den ich seit 15 Jahren kenne. Wir wollten damals<br />
einen gemeinsamen Podcast machen, da hat er dann aber nicht mitgemacht.<br />
Und jetzt muss er halt als Sidekick herhalten! Jens-Uwe hatte mich<br />
kontaktiert, wir hören gegenseitig unsere Podcasts und hatten<br />
uns gemailt. Er hatte dann die Idee zur PodVela, also zu einem hörbaren<br />
Briefwechsel, und das macht großen Spaß.
</p>
<p>
<b>teichtier: </b>Wer sind deine Vorbilder, was das Podcasten<br />
angeht? Hast du auch fürs „Radiomachen&quot; Vorbilder?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Beim Podcasten habe ich keine Vorbilder.<br />
Ich hab damals nur Adam Curry gehört und gleich täglich<br />
angefangen zu podcasten, das war also ein wenig Vorbild. Aber mein<br />
„Format&quot; waren damals drei bis fünf Minuten, nicht<br />
45 wie bei ihm. Im Radio und was Interviewtechnik angeht auf jeden<br />
Fall Wolfgang Heim und Stefan Siller vom SWR.
</p>
<p>
<b>Fafu: </b>Welches sind die größten Irrtümer<br />
über das Podcasten, denen du so in der Presse oder in den Kommentaren<br />
begegnet bist?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Tja, das übliche: Ein Journalist<br />
meinte mal entschuldigend vor einem Interview: „Tut mir leid,<br />
ich habe deinen Podcast noch nie gehört, weil ich keinen iPod<br />
habe&quot;. Und manche denken, dass man was bezahlen muss, weil<br />
es ja das Wort „abonnieren&quot; in der Podcastwelt gibt.
</p>
<p>
<b>horrit: </b>Sind in der „Podosphäre&quot;<br />
deinem Eindruck nach mehr Frauen erfolgreich als in der Blogosphäre?<br />
Wo könntest du dich denn in „Pod-Charts&quot; einordnen,<br />
wenn es nach Hörern ginge?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Beides schwer zu beantworten! Die<br />
Blogosphäre habe ich nicht im Blick, in der Podosphäre<br />
tummeln sich nach wie vor sehr viele Männer und höchstens<br />
so um die zehn Prozent Frauen, denke ich. In Hörerquoten-Charts<br />
will ich mich gar nicht einordnen, weil ich dieses Quotendenken<br />
aus der Fernseh- und Radiowelt nicht übertragen möchte<br />
auf die Podcastwelt. Ich habe rund 10.000 Hörer pro Folge und<br />
bin sehr zufrieden damit.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Zu der geringen „Frauenquote&quot;:
</p>
<p>
<b>Demian: </b>Woran könnte das liegen?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Das ist leider ganz normal, denn<br />
insgesamt zeigt sich in Studien immer wieder, dass im Internet generell<br />
viel mehr Männer unterwegs sind als Frauen. Sehr schade!
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Wie könnte man das ändern?<br />
Das Veröffentlichen im Netz für Frauen attraktiver machen?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Ich glaube, das ändert sich<br />
schon langsam aber sicher. Ich merke, dass immer mehr Frauen meinen<br />
Podcast hören und mir schreiben. Die technischen Hürden<br />
werden immer geringer, daher werden Frauen sich öfter mal trauen.<br />
Ich denke eher, dass Frauen sich öfter für soziale Interaktion<br />
entscheiden (= beste Freundin) als für die Cyberwelt.
</p>
<p>
<b>wedekind:</b> Gibt es ein Thema, was du schon lange<br />
bearbeiten willst? Was wäre das?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Ich mache die Themen, die mich<br />
interessieren eigentlich immer gleich in der nächsten Episode.<br />
Klar würde ich gerne ausgefallenere oder längere Interviews<br />
machen, aber die Vorbereitung kann ich mir nicht „leisten&quot;,<br />
SiM schluckt eh schon zu viel Zeit und ist eine Sucht. Ich würde<br />
gerne über Schlaganfall-Patienten mehr erfahren, bin aber nicht<br />
sicher, ob ich das mit Halbwissen angehen kann.
</p>
<p>
<b>Ascari: </b>Wird es eine Neuauflage deines Podcasting-Buches<br />
geben?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Vom Verlag hab ich diesbezüglich<br />
noch nichts gehört. Aber ich plane selber was in der Richtung,<br />
natürlich was Hörbares. Mal sehen, wie das in meinen Terminkalender<br />
passt!
</p>
<p>
<b>rullermunk: </b>Welche Rolle spielt das iTunes-Portal<br />
deiner Meinung nach für die Podcast-Szene? Gehen kleine Anbieter<br />
da nicht unter?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Wer sind denn kleine Anbieter?<br />
Hmmm. Also bei mir kommen 95 Prozent der Hörer über iTunes.<br />
Also der Abonnenten, muss ich genauer sagen. Der Rest kommt über<br />
meine Seite. Ich finde das Portal wichtig und sehr leicht und intuitiv<br />
zu bedienen, es läuft auf Mac und PC, daher habe ich wenig<br />
auszusetzen. Noch was dazu: iTunes sorgt für eine große<br />
Öffentlichkeit für Podcasts, und das finde ich positiv.<br />
Schlecht finde ich, dass schwer erkennbar ist, welche nun Video-<br />
und welche Audiopodcasts sind. Da könnten sich kleine Anbieter<br />
eine Nische schaffen und eben nur Verzeichnisse für private<br />
oder Videocasts aufmachen.
</p>
<p>
<b>lol-o-rosso: </b>Wie trennst du Podcasten für<br />
Geld (Auftragsarbeiten) und Sachen, die du von alleine machst?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Ganz einfach: Ich mache den Audible-Hörletter<br />
(für Geld) einmal im Monat und stelle da zehn Hörbücher<br />
vor, die ich bei Audible rauspicke. Ich mache SiM (ohne Geld) jeden<br />
Montag. Ich finde, da ist die Trennung nicht wirklich schwer.
</p>
<p>
<b>digitalvoice: </b>Welche Fehler sollte man unbedingt<br />
vermeiden, wenn man einen erfolgreichen Podcast machen möchte?<br />
Also, einen, der den Nutzern gefällt?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Man sollte ehrlich sein. Ganz wichtig.<br />
Authentisch. Gut wäre noch eine gewisse Regelmäßigkeit<br />
und eine erträgliche technische Qualität. Und man sollte<br />
was zu sagen haben und Freude am Reden.
</p>
<p>
<b>Bremer: </b>Mal provokanter: Ist podcasten nicht schon<br />
out, weil doch jetzt jeder videocastet? Wie würdest du podcasting<br />
(also nur fürs Ohr produzieren) verteidigen?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Ist Radio out, seit es Fernsehen<br />
gibt? Ich kann in der Schlange am Supermarkt, am Steuer meines Autos<br />
oder beim Fensterputzen keine Videocasts sehen. Ich kann diese Zeit<br />
aber sehr wohl nutzen, um Podcasts zu hören. Wenn die Augen<br />
beschäftigt sind, sind Podcasts da.
</p>
<p>
<b>DonPasquale:</b> Wann macht Othello/Tiger seinen eigenen<br />
Catcast?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Tiger fand das Mikrofon am Anfang<br />
sehr interessant, mittlerweile hat er sich daran gewöhnt, dass<br />
ich im Schrank stehe und rede. Daher glaube ich, ist sein Interesse<br />
an einem eigenen Catcast ziemlich gering. Er beobachtet lieber die<br />
Amseln im Hinterhof. Wenn es einen Amselpodcast gäbe, könnte<br />
ich ihn eventuell wieder dafür begeistern.
</p>
<p>
<b>Natalie: </b>Unter den ganzen Sendungen von „Schlaflos<br />
in München&quot;, die du schon produziert hast &#8211; hast du eine<br />
Lieblings-Story?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Nein, eigentlich nicht. Ich erinnere<br />
mich gerne an die Folge der Anhalterfliegen, weil das einfach eine<br />
blöde Idee von mir war, die ich in SiM weitergesponnen habe.<br />
Von den neuen Folgen bleiben mir die Interviews am meisten in Erinnerung,<br />
beispielsweise mit meinem Hörer Marcus, der auf den Cayman-Inseln<br />
arbeitet.
</p>
<p>
<b>frau_meier:</b> Wie kam die Idee mit „SiM auf<br />
Weltreise&quot; eigentlich zustande?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Das hat ein Hörer von mir<br />
angefangen und es ist zu einer Lawine geworden. Er hat mir ein Foto<br />
geschickt von seinem iPod, auf dessen Bildschirm SiM zu sehen war,<br />
und den hat er in die Landschaft gehalten. Ich habe es auf meinem<br />
Blog veröffentlicht, und mittlerweile sind hunderte derartiger<br />
Bilder eingetroffen. Viele Ideen kommen von den Hörern, beispielsweise<br />
auch die Intros zu jeder Folge.
</p>
<p>
<b>reporter: </b>Würdest du gerne mehr Interviews<br />
machen?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Ja, natürlich! Aber das funktioniert<br />
derzeit ganz gut, ich habe eigentlich jede Woche eine andere Stimme<br />
zu Gast.
</p>
<p>
<b>june: </b>Hat dich bloggen, also in Textform veröffentlichen,<br />
gar nicht gereizt? Was fasziniert dich am gesprochenen Wort?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Sehr gute Frage, das habe ich mich<br />
auch schon oft gefragt. Mich hat Bloggen nie interessiert, obwohl<br />
ich ja eigentlich Print-Journalistin bin. Ich kann es nicht erklären!<br />
Ich bin schon immer ein Audio-Mensch gewesen, habe als Teenager<br />
immer viel Radio gehört und liebe es einfach, weil da die Fantasie<br />
noch selber was zu tun hat.
</p>
<p>
<b>DonPasquale: </b>Als Annik bist du vor allem unterhaltend.<br />
Wo kann man die Journalistin Vassilian am politischsten erleben?<br />
Für welche tages- oder parteipolitischen Themen interessierst<br />
oder engagierst du dich?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Ich finde nicht, dass ich nur unterhaltend<br />
bin. Ich versuche durchaus, auch zu informieren. Aber das ist ja<br />
kein Widerspruch. Man kann ja auch unterhalten UND informieren.<br />
Ich mache regelmäßig Porträts von interessanten<br />
Menschen oder interviewe Leute. Ob das Blinde sind oder jetzt in<br />
der aktuellen Folge eine Frau, deren Kinder man damals in der DDR<br />
ohne ihr Einverständnis zur Adoption freigegeben hat. Ich glaube<br />
schon, dass man nach SiM mehr weiß als vor SiM. Deswegen mache<br />
ich es ja auch: Weil mich selber manche Dinge interessieren und<br />
ich mich darüber informiere. <br />
Als Journalistin habe ich gelernt, meine politische Meinung für<br />
mich zu behalten. Daher fällt es mir schwer, da aus der Rolle<br />
zu fallen. Gut, ich habe mich mal geäußert, dass ich<br />
Nichtwähler blöd finde. Aber in SiM möchte ich die<br />
Politik lieber nicht stattfinden lassen. Da fühle ich mich<br />
nicht wohl dabei, das sollen andere machen. Ich engagiere mich persönlich<br />
beispielsweise bei Amnesty International gegen die Todesstrafe und<br />
setze mich vor allem für verfolgte und bedrohte Journalisten<br />
ein.
</p>
<p>
<b>wedekind: </b>Wie siehst du die Zukunft der Podcasts<br />
und der jetzt neuen „Neuen Medien&quot;? Wie sieht die nächste<br />
Medienrevolution wohl aus? Wünschst du dir etwas Bestimmtes?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Wenn ich das wüsste, wäre<br />
ich reich. Ich habe keine Ahnung, ich lasse mich überraschen.<br />
Podcasts werden bleiben, das ist sicher. Videocasts auch. Als nächstes<br />
wird im Podcasting wohl der Computer wegfallen, da wird man die<br />
Folgen direkt aufs Handy geladen bekommen und somit immer neuen<br />
Hörstoff haben. Ich wünsche mir nur, dass das gesprochene<br />
Wort weiterhin wichtig bleibt.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Noch ein Blick in die Zukunft:
</p>
<p>
<b>Christopher:</b> Kleiner Blick in die Zukunft: Bloggen<br />
oder Podcasten &#8211; was wird länger bleiben? Was hat mehr Potenzial,<br />
die Massen anzusprechen?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Alles wird bleiben. Es gibt Zeitungen,<br />
Radio und TV. Es gibt Blogs, Podcasts und Videocasts. Die Menschen<br />
werden sich weiterhin ausdrücken wollen, mit Worten, geschrieben<br />
oder gesprochen, und Bildern.
</p>
<p>
<b>diebsl: </b>Beim Vergleich von Podcasts und Blogs:<br />
Meinst du, hinter den verschiedenen Formaten sitzen entsprechend<br />
unterschiedliche Typen oder ist es einfach Geschmackssache, welches<br />
Format man wählt? Was gefällt dir an Podcasts besser als<br />
an geschriebenen Blogs?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Ich finde, dass die Stimme eines<br />
Menschen viel über ihn aussagt. Ich höre gerne verschiedene<br />
Stimmen und mache mir so ein Bild des Menschen. Und Podcasts kann<br />
ich nun mal mitnehmen, wenn ich mich auf der Post mal wieder langweile<br />
beim Anstehen. Blogs sind doch noch relativ statisch, man liest<br />
am Bildschirm. Blogs sind natürlich aber auch weniger aufwändig,<br />
was die Technik angeht, da kann man schnell mal aus der Arbeit ein<br />
paar Zeilen schreiben. Daher ist es wohl wirklich Typsache, für<br />
was man sich entscheidet. Man muss seine eigene Stimme mögen<br />
&#8211; und das tun viele nicht! Schade eigentlich.
</p>
<p>
<b>comment:</b> Liest du denn Blogs, auch wenn dich das<br />
Bloggen selbst weniger interessiert? Welche magst du besonders?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Ich lese sehr wenige Blogs, eigentlich<br />
nur Buzzmachine.com [LINK] und ein paar Podcaster-Blogs aus USA.<br />
*schäm*
</p>
<p>
<b>rzt:</b> Hilft denn eine Sprecherausbildung oder wenigstens<br />
eine Schulung, wenn man Podcasten will?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Braucht man eine Sprechausbildung,<br />
um anderen Menschen auf den Anrufbeantworter zu sprechen? Nein,<br />
im Podcast darf man ruhig einen Dialekt haben oder mal nuscheln,<br />
das ist doch menschlich. Geschliffene gleichklingende Stimmen hören<br />
wir im Radio schon genug.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Hier hat jemand mal ganz genau hingesehen:
</p>
<p>
<b>wachinberlin: </b>Warum haben Sie zwei Apple-Kopfhörer<br />
auf Ihrem Bild im Ohr? 😉
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Äh &#8211; einer rechts, einer links?<br />
Macht man das nicht so?
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> 🙂 Ich glaube, es war eher nach Apple<br />
gefragt.
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Hihi, ich glaube auch. Weil ich<br />
einen iPod habe, das ist nach wie vor der Marktführer.
</p>
<p>
<b>greenhorn: </b>Was hältst du von Politiker-Podcasts?<br />
Gibt es einen, den du gut findest oder hörst?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Puh. Angela Merkel tut es, und<br />
ich bin ihr dankbar dafür, weil Podcasting dadurch mal kurz<br />
durch die Presse ging. Mir bringt der Podcast aber nichts. Politiker<br />
müssten im Podcast auch etwas authentischer werden, dann würden<br />
sich das mehr Leute ansehen. Also wirklich mal volksnäher und<br />
nicht geschleckt vor einem Greenscreen mit Bundestag. Gähn.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Ganz ähnlich:
</p>
<p>
<b>littlecat: </b>Glaubst du, Politiker können über<br />
Podcasts persönlicher rüberkommen und so mehr Wähler<br />
gewinnen? Sollten sie sich mehr trauen?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Das können sie ja nicht selbst<br />
entscheiden, da stecken noch sooo viele Leute im Hintergrund, die<br />
mitreden. Ich glaube, Politiker könnten das sehr gut nutzen,<br />
um sich direkt an die Wähler zu wenden, ohne „Umweg&quot;<br />
über die Presse. Ist natürlich auch gefährlich, sowas.<br />
Aber mal sehen, ob es im US-Wahlkampf dazu kommt, die Kandidaten<br />
scheinen sehr Internet-affin zu sein.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Gibt es außer den USA noch andere<br />
Vorbilder, an denen sich deutsche Politiker orientieren könnten?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> An normalen Menschen? 😉
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Eine Nachfrage dazu, dass du heute<br />
hier im Chat bist:
</p>
<p>
<b>katze:</b> Was erhoffst du dir von diesem Interview?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Das, was ich mir von jedem Interview<br />
erhoffe: Ich mache diese Interviews in meiner Freizeit, um zu missionieren.<br />
Ich hoffe, dass dadurch mehr Leute auf das Podcasting aufmerksam<br />
werden und sich in dieser Szene mal umschauen. Denn bei 65.000 Podcasts<br />
weltweit ist sicher für jeden interessanter Hörstoff dabei.<br />
Ich finde Podcasts sind eine Bereicherung für das eigene Leben,<br />
und davon möchte ich gerne andere Leute (vor allem junge Menschen<br />
und vor allem weibliche Menschen!) überzeugen.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Zwei mal die Frage nach dem Lieblings-Podcast:
</p>
<p>
<b>FAN:</b> Welches sind eigentlich deine liebsten Podcasts?
</p>
<p>
<b>Alfred: </b>Hast du eine Lieblingsstimme unter den<br />
Podcastern (in Deutschland und international)?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Das ist immer sooo schwer zu beantworten!<br />
Ändert sich auch oft! Also: Ich habe rund 80 Podcasts abonniert,<br />
daher ist das schwer zu sagen. Ich liebe den Interviewpodcast „SWR1<br />
Leute“, ich höre sehr gerne die Kinokritiken von Mark<br />
Kermode von der BBC. Aber ich finde auch den MacManiacs-Podcast<br />
aus Österreich gut oder die Couchpotatoes hier aus München.<br />
Und ich sehe gerne den Jungs von „De-Lite Fun Cooking“<br />
beim Kochen zu. Ach, und mein aktueller Video-Liebling ist Ratatouille<br />
von Pixar. Meine Lieblingsstimme international war Scott Fletcher,<br />
aber der podcastet leider nicht mehr. Hier bei uns ist es wohl mein<br />
Nachbar Alex Wunschel, der brummelt wunderbar in seinem „Blick<br />
über den Tellerrand&quot;.
</p>
<p>
<b>sabine: </b>Welche Hörbuch-Stimmen kannst du<br />
denn empfehlen? Sowohl Frauen als auch Männer?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Ich selber mag so viele Stimmen,<br />
Heikko Deutschmann, Christian Brückner, Dietmar Bär, Charles<br />
Brauer. Bei den Frauen&#8230;hmmm, da gibt es ja blöderweise weniger<br />
Stimmen im Hörbuchmarkt. Ich höre sie fast alle gern,<br />
die Thalbachs beispielsweise oder Andrea Sawatzky.
</p>
<p>
<b>kira: </b>Hat dich dieser Chat zu einem neuen Beitrag<br />
inspiriert ;-)?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Kann gut sein, weil ich mich gerade<br />
wundere, wie viel man in einer Stunde tippen kann!
</p>
<p>
<b>teichtier:</b> Du hast ja schon mal eine Pause von<br />
SiM gemacht. Was glaubst du, wie lange bleibst du noch dabei?
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Solange es mir Spaß macht<br />
und mich noch jemand hört. Und solange es die Zeit zulässt.<br />
Wenn ich in nächster Zeit unerwartet Mutter von Fünflingen<br />
werde, muss ich wohl kürzer treten, was das Podcasting angeht.<br />
😉
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Aber darüber ließe sich<br />
bestimmt auch eine Sendung produzieren 🙂
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Selbstverständlich!
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> 60 Minuten Blogsprechstunde sind mal<br />
wieder rum. Danke an alle Mit-Chatter für die vielen Fragen<br />
und natürlich danke an Annik für die Antworten. Das Transkript<br />
dieses Chats finden Sie in Kürze auf den Seiten von politik-digital.de<br />
und den Blogpiloten. Das Schlusswort für heute hat unser Gast:
</p>
<p>
<b>Annik Rubens: </b> Bleibt schlaflos und hört<br />
mal rein in die Podcastwelt! Hat Spaß gemacht, vielen Dank!
</p>
<p>
<b>Moderator: </b> Nächste Woche, am 7. August,<br />
dreht sich hier alles um Fußball, schließlich sind es<br />
dann nur noch drei Tage bis zum Saisonstart der Bundesliga. Zu Gast<br />
haben wir daher einen Experten vom Blog des Fußball-Magazins<br />
„11 Freunde&quot;, Jens Kirschneck. Fragen können Sie<br />
bereits <a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=56&amp;id=poldi%20">hier</a><br />
stellen.</p>
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		<item>
		<title>Europäische Menschenrechte als Podcast</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/europaeische-menschenrechte-als-podcast-2290/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jun 2007 13:18:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
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					<description><![CDATA[Der <a href="http://www.echr.coe.int/echr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäische Gerichtshof für Menschenrechte</a> in Straßburg will seine öffentlichen Anhörungen als Webcast ins Internet stellen. Vom 28. Juni an sollen die Nutzer Aufzeichnungen der Verhandlungen von überall in der Welt aus anhören können. Die erste Ausgabe soll ab 14.30 Uhr online stehen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.echr.coe.int/echr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäische Gerichtshof für Menschenrechte</a> in Straßburg will seine öffentlichen Anhörungen als Webcast ins Internet stellen. Vom 28. Juni an sollen die Nutzer Aufzeichnungen der Verhandlungen von überall in der Welt aus anhören können. Die erste Ausgabe soll ab 14.30 Uhr online stehen.<br />
<!--break--><br />
Der Präsident des Gerichtshofs, Jean-Paul Costa, erhofft sich, den Bürgern so die Europäische Menschenrechts-Konvention näher zu bringen. &quot;Anwälte, Akademiker, Journalisten und ganz allgemein Bürger, von denen viele nie nach Straßburg hätten kommen können, können nun die Verhandlungen von zu Hause und aus dem Büro verfolgen,&quot; sagte er auf einer Pressekonferenz. Finanziert wird das Vorhaben von der Irischen Regierung.</p>
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		<title>Reaktionen auf Hamburger Polit-Podcast &#034;per E-Mail, Telefon oder Brief&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Gievert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 12:54:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Senat]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Senatoren der Hansestadt Hamburg starten jetzt einen <a href="http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/senat/podcast/senatspodcast.html">Videopodcast</a>. Wöchentlich wollen die Politiker aus der Hafenstadt ihre Wähler erreichen. Den Anfang vor altehrwürdiger Holzvertäfelung macht der Chef von et Janze, Ole von Beust, Erster Bürgermeister. Der CDU-Politiker betont, dass er sich Reaktionen auf seinen Videopodcast wünscht - und zwar &#34;per E-Mail, Telefon oder Brief&#34;.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Senatoren der Hansestadt Hamburg starten jetzt einen <a href="http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/senat/podcast/senatspodcast.html">Videopodcast</a>. Wöchentlich wollen die Politiker aus der Hafenstadt ihre Wähler erreichen. Den Anfang vor altehrwürdiger Holzvertäfelung macht der Chef von et Janze, Ole von Beust, Erster Bürgermeister. Der CDU-Politiker betont, dass er sich Reaktionen auf seinen Videopodcast wünscht &#8211; und zwar &quot;per E-Mail, Telefon oder Brief&quot;.<br />
<!--break--><br />
Selbst wenn die Politker Sorge vor Pöbeleien oder verfassungsfeindlichen Äußerungen zu ihren Podcasts haben: Sie könnten doch wenigstens moderierte Kommentare einführen. Kein Mensch nutzt umständliche Kontaktformulare, bei denen man auch noch seine E-Mail-Adresse preisgeben muss.<br />
So wird das Ganze dann doch zur &quot;abgefilmten Regierungserklärung&quot;. Gerade die wollen die Hamburger eigentlich vermeiden, heißt es in der <a href="http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/senat/podcast/senatspodcast.html">Presseerklärung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
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