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	<title>Politiker-Chat &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Politiker-Chat &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Wagenknecht im Videochat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 13:48:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker-Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Projektvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Chatankündigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Was möchten Sie von Sahra Wagenknecht wissen? Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Linkspartei beantwortet live Ihre Fragen - am Dienstag, 13. April 2010, ab 13.00 Uhr im tagesschau-Videochat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was möchten Sie von Sahra Wagenknecht wissen? Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Linkspartei beantwortet live Ihre Fragen &#8211; am Dienstag, 13. April 2010, ab 13.00 Uhr im tagesschau-Videochat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<a href="http://www.tagesschau.de/zumchat100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier<br />
können Sie jetzt schon Ihre Fragen stellen!</a>
</p>
<p>
Im Mai soll die bekennende Kommunistin Sahra Wagenknecht zur stellvertretenden Vorsitzenden der Linkspartei gewählt werden. Ist das ein Signal für eine programmatische Neuausrichtung der Partei? Ein erster Entwurf des Parteiprogramms lässt vermuten, wohin die Reise gehen kann: Verstaatlichung von Großunternehmen, demokratischer Sozialismus, 30-Stunden-Woche.
</p>
<p>
Für Wagenknecht sind dies „schon lange die Positionen, die in der Linken mehrheitlich getragen werden“. Außerhalb wie auch innerhalb der Linkspartei werden Wagenknechts Standpunkte jedoch kontrovers diskutiert. Als EU-Parlamentarierin geißelte sie die Dienstleistungsrichtlinie als „neoliberalen Hammer“. Hartz IV bezeichnete Wagenknecht in der ARD-Sendung „Beckmann“ als „Repressalien-System“ und forderte die Abschaffung. Doch die Frage bleibt: Wie realistisch sind Wagenknechts Forderungen?
</p>
<p>
<a href="http://www.tagesschau.de/zumchat100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier<br />
können Sie jetzt schon Ihre Fragen stellen!</a>
</p>
<p>
<b><br />
Zur Person:<br />
</b>
</p>
<p>
<b><br />
</b>Sahra Wagenknecht, geboren 1969 in Jena. Nach dem Abitur in Ostberlin studiert sie bis 1996 Philosophie und Neuere Deutsche Literatur in Jena, Berlin und Groningen. Währenddessen sitzt Wagenknecht, die wenige Monate vor dem Mauerfall der SED beitritt, bereits von 1991 bis 1995 im PDS-Parteivorstand sowie in der Leitungsgruppe der Kommunistischen Plattform innerhalb der Partei. Im Jahr 2000 gelingt ihr die Rückkehr in den Parteivorstand, 2004 wird sie ins Europäische Parlament gewählt, dem sie fünf Jahre lang angehört. Seit der Fusion PDS und WASG zur Linkspartei gehört Wagenknecht dem Vorstand und der Programmkommission an. 2009 zieht sie über die Landesliste NRW in den Bundestag ein, wo sie wirtschaftspolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist.</p>
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		<title>Zwischen Online-Chat und Y2K</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/zwischen_online_chat_und_y2k-710/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Bieber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker-Chat]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie schon in den Jahren zuvor wurden die politischen Online-Nutzerinnen und -Nutzer auch anno
1999 Zeuge interessanter Entwicklungen im dynamischen Datenraum. Neben dem sprunghaften Anstieg ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie schon in den Jahren zuvor wurden die politischen Online-Nutzerinnen und -Nutzer auch anno<br />
1999 Zeuge interessanter Entwicklungen im dynamischen Datenraum. Neben dem sprunghaften Anstieg<br />
der Politikerdomains oder einigen überraschend lebhaften Online-Wahlkämpfen auf Landesebene,<br />
gab es auch den ersten ernsthaften Fall von <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/grabbing.shtml">&quot;Domain-Grabbing&quot; </a>zu beobachten.<br />
Als unbestrittene Nummer Eins der politischen Online-Landschaft können jedoch die zahlreichen<br />
Chat-Veranstaltungen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aller Couleur gelten.<br />
Darüber hinaus fällt die Medienwirksamkeit von &quot;Realkontakten&quot; mit Elementen aus dem Bereich der<br />
Neuen Medien auf: Politikerinnen und Politiker suchen immer häufiger die &quot;körperliche&quot; Nähe der<br />
Hardware.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In einer Kette von Symbolen und Ritualen stellen Mausklick und Tastaturgeklapper &#8211; oder eben auch<br />
nur die Nähe zum Computer &#8211; ein aktuelles Bindeglied dar. Die Reduzierung komplexer<br />
&quot;grosstechnischer&quot; Zusammenhänge auf minimale körperliche Handlungen wie einen Knopfdruck, das<br />
Zerschneiden eines Absperrbandes oder den ersten Spatenstich samt Grundsteinlegung symbolisiert<br />
seit langem die Unterstützung und Mithilfe politischer Amtsinhaber.<br />
Auf den stürmischen Wogen des Datenozeans fügt sich die Kombination aus Mensch und Rechenmaschine<br />
zu einer doppelten Inszenierung: einerseits stützt das Hardware-Ensemble die <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/econsumer/y2k/">Y2K-Tauglichkeit</a><br />
der politischen Probanden, auf der anderen Seite aber trägt diese Konstellation auch zur<br />
&quot;Verwirklichung&quot; des hochgradig abstrakten Kommunikationsnetzwerkes bei.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das prominenteste Beispiel dafür lieferte im vergangenen Jahr nicht etwa die deutsche<br />
Polit-Prominenz, sondern US-Präsident Bill Clinton. Am 8. November sass er scheu vor einem<br />
Notebook und beantwortete die Fragen der Onliner mündlich &#8211; seine Chat-Beiträge wurden<br />
eingetippt. Verfolgt wurde das Medienspektakel vom weitgehend studentischen Publikum der<br />
George-Washington-University. Der Online-Chat als <a href="http://www.excite.com/townhall/">Offline-Theater</a>.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aufgrund einer für viele unerwarteten Popularität der politischen Online-Chats lohnt ein genauerer<br />
Blick auf dieses Kommunikationsformat. Es haben sich inzwischen drei wesentliche<br />
Veranstaltungsorte herauskristallisiert: es gibt das &quot;Heimspiel&quot; auf der eigenen Homepage oder<br />
den Seiten der eigenen Partei, ausserdem ist der Auftritt bei &quot;staatlichen&quot; Online-Präsenzen wie<br />
z.B. dem Deutschen Bundestag möglich. Eine dritte Möglichkeit ist der Chat-Auftritt bei<br />
einem Drittanbieter, zumeist in Gestalt von Medien, Online-Diensten oder inhaltlich spezialisierten<br />
Web-Sites wie <a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/">politik-digital</a>.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In den USA hat gerade diese letzte Variante schon beträchtliche Dimensionen angenommen: der<br />
Clinton-Chat war als regelrechte Massenveranstaltung konzipiert. Der Präsident trat auf der<br />
Website von excite@home an &#8211; auf den ersten Blick ein mutiges Auswärtsspiel auf den Seiten eines<br />
grossen Web-Portals. Bei näherem Hinsehen konnte man jedoch feststellen, dass mit dem <a href="http://www.dlc.org/">Democratic<br />
Leadership Council</a> eine dem Präsidenten politisch sehr nahestehende Organisation als Mitveranstalter<br />
fungierte.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Warum aber dieser Gang zum externen Veranstalter? In den USA sind Online-Chats mit prominenten<br />
Gästen mittlerweile zu derart grossen Publikumsereignissen geworden, dass nur wenige Anbieter<br />
überhaupt einen reibungslosen technischen Ablauf gewährleisten können. Ein paar Zahlen: mit<br />
234.000 Gästen versammelte sich die &quot;record crowd&quot; der letzten Monate bei einem AOL-Chat. Wer<br />
war der Stargast? Pop-Sternchen <a href="http://www.britneyspears.com/">Britney Spears</a>. Für<br />
den Präsidenten-Chat gab es aus technischen Sicherheitsgründen ein Limit, maximal waren 50.000<br />
Teilnehmer zugelassen. Damit liegt Clinton in der Grössenordnung von Michael Jackson oder Rod<br />
Stewart. Zum Vergleich: Politiker-Chats in Deutschland gelten als erfolgreich, wenn mehrere<br />
hundert Gäste im Chat-Room vorbeischauen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das eigentlich interessante an dieser Zahlenhuberei ist aber die Tatsache, dass es nur wenige<br />
&quot;Arenen&quot; gibt, in denen das Online-Spektakel stattfinden kann. Hier fühlt man sich an die<br />
Ausbildung grosser &quot;Bühnen-Standorte&quot; erinnert. Und ganz offensichtlich treten die Betriebsbühnen<br />
der grossen Medienkonzerne im Online-Zeitalter an die Stelle von Madison Square Garden, Festhalle<br />
oder Wembley-Stadion.<br />
Bill Clinton war viel daran gelegen, seinen Online-Auftritt mit der Aura des &quot;Geschichtemachenden&quot;<br />
zu umgeben: &quot;Wie die Kamingespräche von Franklin D. Roosevelt oder John F. Kennedy´s Pressekonferenzen,<br />
nutzt dieses präsidentielle &quot;Town Hall Meeting&quot; im Internet die allerneueste Technologie für die<br />
altmodische Kommunikation zwischen dem amerikanischem Volk und ihrem Präsidenten.&quot;<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ganz ähnlich klangen vor etwas mehr als einem Jahr auch die Worte von Helmut Kohl: &quot;Die Zukunft<br />
liegt im Internet&quot; &#8211; mit seiner holprigen Online-Performance sicherte er sich den inoffiziellen<br />
Titel des ersten <a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/special/wahl/1560/1.html">chattenden Bundeskanzlers</a>.<br />
In beiden Fällen spielten die Inhalte der Online-Plaudereien eine untergeordnete Rolle. War man<br />
bei Kohl schon froh, überhaupt eine Antwort zu bekommen &#8211; der CDU-Server war völlig überlastet und<br />
der Kanzler kam eine halbe Stunde zu spät &#8211; so murrte das fachkundige amerikanische Publikum ob<br />
des &quot;Kleinkrams über Gesundheitsvorsorge, Kontrolle von Waffenbesitz und andere Fragen, die Clinton<br />
schon so häufig beantwortet hat.&quot;<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die wahre Bedeutung des Politiker-Kontakts mit der Datenwelt liegt zurzeit in der &quot;Domestizierung&quot; eines<br />
für viele komplexen, undurchsichtigen und nicht zuletzt gefährlichen Mediums. Wenn sich die Politiker<br />
an die Tastatur trauen und so das Internet auf zwar eigentümlliche aber doch wirksame Weise<br />
entzaubern, leisten sie ihren eigenen Beitrag zur Vernetzung der Gesellschaft. So spiegelt das<br />
aktuelle Gesicht der Chats nichts anderes wider, als die noch immer unklare Rolle der digitalen Medienwelt<br />
für die Gesellschaft.<br />
</span></span></p>
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