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	<title>Politikverdrossenheit &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Politikverdrossenheit &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Zwischen Social Network und Polit-Tinder: Was kann die neue Plattform Brigade?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Löser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2015 15:22:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[In Deutschland scheint der Graben zwischen Politikern und Bürgern immer größer zu werden. Das liegt nicht zuletzt an den Bürgern, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Abstimmung.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146286" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Abstimmung.jpg" alt="Abstimmung" width="640" height="276" /></a>In Deutschland scheint der Graben zwischen Politikern und Bürgern immer größer zu werden. Das liegt nicht zuletzt an den Bürgern, die ihre Meinung immer seltener kommunizieren. Weil das in den USA ähnlich ist, hat der ehemalige Facebook Präsident und Napster-Mitbegründer Sean Parker <em>„Brigade</em>“ vorgestellt. Das soziale Netzwerk soll durch griffige politische Statements Meinungsbilder der Bürger einfangen. Wir haben die Handy-Applikation getestet.</p>
<p>Noch immer ist Sean Parker eng mit Facebook-Gründer Marc Zuckerberg verbunden. Doch im Gegensatz zu seinem Kumpel ist Parker davon überzeugt, dass Facebook nicht das richtige Medium sei, um seine politische Identität preiszugeben: „Auf Facebook gibt es einfach bestimmte soziale Normen, die du befolgst, und sie bestimmen, was du teilst und wann du es sein lässt.“ Für die Wiederbelebung der öffentlichen politischen Debatte sei ein soziales Netzwerk dennoch die beste Möglichkeit, weshalb Parker nun mit Brigade aufwartet.</p>
<p>Der Zutritt zur Beta-Version erfolgt bisher zwar nur per Einladung, doch muss das niemanden abschrecken. Über <a href="http://www.brigade.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.brigade.com</a> kann man unter Angabe seiner Emailadresse auch einen Einladungslink anfordern. Das funktioniert allerdings nicht automatisiert und so muss man eventuell ein wenig warten, bis die Entwickler in Kaliforniern ausgeschlafen haben.<img decoding="async" class=" size-full wp-image-146290 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Trendingtopics.jpg" alt="Trendingtopics" width="240" height="257" /></p>
<p>Wer wie ich selbst den Bestätigungslink erst gegen Mitternacht unserer Zeit erhält, läuft Gefahr, das Licht mal wieder später als geplant auszuschalten, weil es überraschend Spaß macht sich zu positionieren. Nach Angabe einiger persönlicher Informationen (Name, Geschlecht, Geburtsdatum und Herkunftsort) geht es direkt los. Unter „Trending Topics“ findet man auf der Startseite Sammlungen von Statements zu aktuellen Themen wie dem von Republikaner Rand Paul vorgeschlagenen <a href="http://www.vox.com/2015/6/19/8810269/rand-paul-flat-tax" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einheitssteuersatz</a> oder dem rassistisch motivierten <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/attentat-kirche-charleston-103.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Massaker</a> in Charleston. Dabei stößt man unweigerlich auch auf Aussagen, zu denen man als Nicht-Amerikaner nicht allzu viel zu sagen hat. Aber nur weil ich über TTP (Der TTIP-Version für den Pazifik-Raum) noch weniger weiß als über TTIP, entscheide ich mich noch lange nicht für „unsure“, sondern gebe fleißig mein „agree“ oder „disagree“. Auch wenn man seine Enthaltung begründen kann (übrigens genauso wie eine Zustimmung oder Ablehnung), fühlt sich Meinungslosigkeit einfach nicht gut an. Und so klickt man sich immer weiter durch, bis es auf einmal wieder nach eins ist und die Augen vor Müdigkeit schwer werden.</p>
<h3>Als Soziales Netzwerk enttäuscht Brigade bisher</h3>
<p>Am nächsten Morgen werfe ich noch einen Blick in mein Profil und muss mit Bedauern feststellen, dass die Anzahl meiner Supporter noch recht übersichtlich ist, will sagen: Null. Aber wozu braucht man eigentlich Supporter? Gegenseitige Unterstützung ist dann sinnvoll, wenn man politisch auf einer ähnlichen Linie ist. Beim Besuch anderer Profile wird ein prozentualer Wert angezeigt, in welchem Ausmaß die Nutzer Meinungen teilen – ganz allgemein, aber auch auf Themenbereiche wie Außenpolitik, Minderheitenrechte oder Gesundheitssystem heruntergerechnet. Für die Statistiker unter uns ist auch ersichtlich, wie viele gleiche Statements bewertet wurden. Das erhöht die Aussagekraft deutlich. Wegen all dieser schönen Übersichten bin ich dann aber doch ein wenig enttäuscht, dass mir keine fremden Nutzer mit ähnlichen Anschauungen vorgeschlagen werden. Ein soziales Netzwerk mit beschränkten Möglichkeiten sich zu vernetzen? Das scheint mir nicht so ganz im Sinne des Erfinders, aber noch handelt es sich ja auch nur um eine Beta-Version. Um nicht ohne Supporter dazustehen, durchstöbere ich nochmal mein Telefonbuch (Wo habe ich eigentlich mein Einverständnis zum Zugriff gegeben?) und schicke Einladungen raus. Sobald ich ein paar Bekannte zur Teilnahme motiviert habe, werfe ich nochmal einen Blick auf den sozialen Charakter der als Social Network angepriesenen Applikation.<img decoding="async" class=" wp-image-146287  alignright" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Campaign.jpg" alt="Campaign" width="180" height="320" /></p>
<h3>Hoffnung für unpopuläre Kampagnen</h3>
<p>Wer in einem Themenbereich bestimmte Zustimmungswerte überschreitet, erhält automatisch Vorschläge für passende Kampagnen, die es sich zu unterstützen lohnt. Deshalb unterstütze ich nun „Defend the Free and Open Internet“ und „End Climate Change Denial“. Beide Kampagnen haben mit Unterstützern im unteren dreistelligen Bereich vermutlich noch nicht allzu viel Gewicht in Washington, das sollte bei einer Beta-Version allerdings nicht verwundern. Auf meiner Startseite werden mir jetzt Posts oder Links zu Unterschriftenaktionen angezeigt. Es ist gut vorstellbar, dass Brigade bei entsprechender Nutzerzahl eine formidable Möglichkeit für Kampagnen bieten wird, sich einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.</p>
<p>Die „Trending Topics“ arbeite ich mittlerweile schneller ab als neue erscheinen. Deshalb nehme ich mir für die einzelnen Statements mehr Zeit und kommentiere meine Meinung hin und wieder. Das tun auch einige andere Mitstreiter und so entwickeln sich unter besonders kontroversen Thesen regelrechte Diskussionen. Statt des von Facebook bekannten „Like“-Systems, kann man Begründungen der Nutzer hochwählen, sodass sie in der Anzeige weiter nach oben rutschen. Trotz der drei Supporter aus meinem Freundeskreis, die ich mittlerweile anwerben konnte, liegt mein „Impact Score“ (Bewertung des Einflusses des Nutzers im Netzwerk) noch immer konstant bei Null. Dabei wurden immerhin schon vier Begründungen von mir hochgewählt. Nicht dass mir mein Einfluss sonderlich wichtig wäre, aber eine transparente Erklärung, wie genau man an Einfluss gewinnt, wäre auch zur Evaluierung hilfreich gewesen.</p>
<h3>Meinungsfang Hui, Social Network Pfui</h3>
<p>Brigade wird mit dem Ziel entwickelt, die Amerikaner zu größerer politischer Teilhabe zu motivieren. Das geht laut Parker am einfachsten mit einer Online-Plattform, auf der die Bürger bereitwillig ihre Meinung kundtun. Die Erfahrungen mit der Beta-Version haben den Eindruck vermittelt, dass Brigade dieses Ziel erreichen kann. Je kontroverser das Statement, desto mehr Begründungen waren darunter zu finden. Das Konzept motiviert allerdings auch diejenigen, die ihre Meinung nicht ausschweifend begründen möchten. Der Neugier reicht meist schon der Vergleich mit den übrigen Wählern. Wie von selbst erhält man als Bürger einen Überblick über Themenbereiche, die aktuell von Bedeutung sind oder das noch werden könnten. Gewinnt Brigade ausreichend Nutzer, ist es nicht nur für Kampagnen interessant sondern auch für Meinungsforschungsinstitute und sogar Politiker, die mit relativ wenig Aufwand ein Meinungsbild einfangen können.</p>
<p>Doch das Netzwerk offenbart auch eklatante Schwächen. Im jetzigen Entwicklungsstand ist es leider nicht möglich, unbekannte Nutzer mit gleichen Interessen aufzutun und zu unterstützen. Es ist auch nicht offensichtlich, wie genau man seinen Einfluss im Netzwerk erhöhen kann. Der soziale Charakter des Netzwerks wird letztendlich jedoch der entscheidende Faktor sein, Brigade auch für eine breitere Öffentlichkeit attraktiv zu machen. Gelingt es den Entwicklern noch, an den richtigen Stellschrauben zu drehen, wird Brigade zwar nicht den politischen Diskurs auf ein neues Level haben. Doch kann das Netzwerk dabei helfen, den Bürgern wieder mehr Mut zu politischen Statements im öffentlichen Raum zu geben. Ob es Brigade tatsächlich zu Relevanz bringen wird, hängt dann jedoch ganz stark davon ab, dass sich nicht nur politisch interessierte Bürger durch die Statements klicken, sondern auch diejenigen, die sich der politischen Teilhabe bisher weitgehend entzogen haben.</p>
<p>Bilder: <a href="https://www.flickr.com/photos/joachim_s_mueller/7229362338/in/photolist-c1Qnyf-c1Qnpo-c1Quwb-c1QmSd-98yhHE-c1Qo4m-kWmTvn-6YHKy-kWnRxJ-6DS1zK-6DWarQ-6DS1wZ-cpgC3Q-bkLEpq-c1QqEu-c1Qqx9-c1QnTL-r2JTHk-kWmSqr-kWmfhM-kWmRCV-c1Qtey-kWmPsx-bkLCwW-kWnJSQ-kWmLce-kWmNvT-kWmQaV-kWmLST-dfmZ8R-dHej4H-cemg55-kWnKjb-8j4nZX-8j7C8q-8j4nPF-aEAdJs-c1QnGu-dfnaMj-ejj2Po-dfneBM-pxjedp-9eC5Zu-9tbWWY-9dJjbe-9dJjba-9dJjb6-MZjEX-q5Qr4c-2S1Krf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Joachim S. Müller</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(BY-NC-SA 2.0)</a>, Screenshots</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Politikverdrossenheit: „Bürger brauchen Klarheit und Offenheit“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2013 16:28:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Lumma]]></category>
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					<description><![CDATA[Kann man der Politikverdrossenheit mit digitalen Mitteln zu Leibe rücken? Über diese Frage diskutierten die Grünen-Vorsitzende Renate Künast und der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild_udl-digital.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129041" alt="UdL Digital Talk mit Renate Künast und Nico Lumma" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild_udl-digital.jpg" width="640" height="444" /></a>Kann man der Politikverdrossenheit mit digitalen Mitteln zu Leibe rücken? Über diese Frage diskutierten die Grünen-Vorsitzende Renate Künast und der Online-Experte Nico Lumma beim Polit-Talk „UdL digital“ mit Moderator Cherno Jobatey und etwa 100 Interessierten.<br />
Die Wahlbeteiligung sinkt seit Jahren, immer weniger Menschen interessieren sich für politische Prozesse, noch weniger beteiligen sich aktiv an ihnen; die Parteien haben mit Mitgliederschwund zu kämpfen. Das Interesse an Politik und Demokratie scheint so niedrig wie nie zu sein. Beinahe jeder dritte Bundesbürger zeigt sich<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/forsa-umfrage-anteil-der-politikverdrossenen-steigt-auf-30-prozent-a-899891.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> laut einer aktuellen Umfrage</a> mittlerweile politikverdrossen. Digitale Werkzeuge können eine Schlüsselrolle spielen, um dieser Tendenz entgegenzuwirken. Konzepte wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liquid_Democracy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LiquidDemocracy</a> und <a href="https://www.govdata.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenGovernment</a> ermöglichen die Beteiligung und direkte Kommunikation von Bürgern über das Netz und sollen die Menschen zur Mitgestaltung der Politik animieren.<br />
„Kann die Digitalisierung Politikverdrossenheit abbauen oder befeuert sie diese?“ war am Mittwochabend also die Kernfrage, über die Nico Lumma, Online-Kommunikationsexperte, und Renate Künast, Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, im Berliner Base Camp diskutierten.<br />
Künast verwies angesichts des allgemeinen Desinteresses an politischen Vorgängen zunächst auf die immer globaler und internationaler werdende Politik, in der alles mit allem zusammenhängt: „Da weiß man oft nicht, wo der eigene Bezug dazu ist, da Politik heute sehr komplex und schwierig nachvollziehbar ist.“ Blogger Nico Lumma kritisierte zunächst langwierige politische Verhaltensmuster, in denen keine Visionen mehr entstünden: „Die Politik hat sich da in eine Ecke drängen lassen, Entscheidungen werden als &#8216;alternativlos&#8217; dargestellt. Diese Vorgehensweise verstört viele Menschen“. Dank sozialer Medien wie Facebook, Twitter und Co. gebe es heute zwar viele gute Mittel, um zu partizipieren, jedoch lasse sich die oft unverständliche Politiksphäre nicht leicht durchdringen und nachvollziehen. Daher bedürfe es Tools, mit denen sich politisch hochkomplexe Abläufe verständlicher machen ließen. In die gleiche Richtung argumentierte auch Renate Künast: „Als Bürger braucht man Klarheit und Offenheit; es muss für jeden deutlich ersichtlich sein, wo und wie ich was erreichen kann, über welche Kanäle Parlamente und Politiker erreichbar sind und was mit meinen Forderungen geschieht“. Die Bürger dürften nicht das Gefühl haben, dass ihre Forderungen ins Leere laufen. Die Grünen-Politikerin räumte jedoch ein, dass das Internet nicht per se demokratisch sei. „Die Politik muss Werkzeuge bereitstellen, um das Internet für demokratische Bürgerbeteiligung nutzen zu können.“ Angebote wie etwa LiquidFeedback müssten an die Lebenswirklichkeit der Menschen angepasst werden. Nico Lumma forderte die Politik daher auf, partizipative Angebote zu unterbreiten und diese Tools so zu gestalten, dass die Menschen diese verstünden und auch benutzen könnten. Zudem forderte er eine größere Flexibilität bei der Ausgestaltung dieser Instrumente: „Man sollte sich nicht darauf versteifen, ein großes, übergeordnetes Liquid-Tool für alle möglichen Themen und Personen zu schaffen“. Besser würde es funktionieren, gezielt mit kleinen Angeboten für jeweils verschiedene Anliegen zu reagieren. Diese Werkzeuge müssten außerdem themen- und personenabhängig sein.<br />
Die ehemalige Verbraucherschutzministerin Künast mahnte jedoch an, dass Formate wie LiquidFeedback derzeit keinen Anspruch auf Repräsentativität erheben könnten, da bei Weitem nicht alle Gesellschafts- und Altersgruppen derlei Angebote annehmen würden: „Wir müssen Mittel und Wege bereitstellen, dass quer durch die Gesellschaft eine Online-Partizipationsbereitschaft entstehen kann.“ Außerdem sei die Mitmachquote naturgemäß stark vom Thema abhängig.<br />
Abschließend forderte Lumma, die Politik müsse transparenter werden und Experimenten wie Open Data eine Chance geben. „Durch Offenheit und Transparenz lässt sich eine Menge erreichen. Politik ist oft zu behäbig und träge, zu detailverliebt. Durch offenere und klarere Vorgänge ließe sich Politik sehr viel besser nachvollziehen, das wird sich dann auch in den Online-Beteiligungsquoten niederschlagen!“ Einig waren sich Renate Künast und Nico Lumma vor allem darin, dass man in vielerlei Hinsicht noch ganz am Anfang einer Entwicklung stehe und noch viel lernen müsse. Ebenso betonten sie, dass Online-Bürgerbeteiligung vor allem die Möglichkeit bietet, der Politik Anregungen zu geben und ein Stimmungsbild abzubilden.<br />
Die Komplexität des Themas lässt einen Königsweg hin zu Patentlösungen wie so oft in der Politik nicht zu. Dennoch muss die Debatte um die Bürgerbeteiligung weitergehen, gerade, weil sie das große Potential birgt, die politische Mitmachkultur und damit das Rückgrat der Demokratie wieder anzukurbeln und neue Impulse zu setzen.<br />
&nbsp;<br />
Bild: © UdL digital<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/49286959@N05/sets/72157633597960663/with/8802123394/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere Bilder:</a></p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>&#8220;Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären politikverdrossen&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ihr-werdet-euch-noch-wuenschen-wir-waeren-politikverdrossen-5468/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Würdinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 09:59:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Politikverdrossenheit]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook-Party]]></category>
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		<category><![CDATA[Youthpart]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/Werkstattgespr__ch_2.jpg" align="left" height="156" width="280" />&#34;Kinder sind unsere Zukunft&#34; ist in politischen Debatten eine viel zitierte Plattitüde. Doch wie können Jugendliche zu politischer Beteiligung animiert werden und welche Bedingungen müssen hierfür geschaffen werden? Das am Montag veranstaltete Werkstattgespräch &#34;ePartizipation Jugendlicher&#34; suchte Antworten auf diese Fragen. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Werkstattgespr__ch_2.jpg" align="left" height="156" width="280" />&quot;Kinder sind unsere Zukunft&quot; ist in politischen Debatten eine viel zitierte Plattitüde. Doch wie können Jugendliche zu politischer Beteiligung animiert werden und welche Bedingungen müssen hierfür geschaffen werden? Das am Montag veranstaltete Werkstattgespräch &quot;ePartizipation Jugendlicher&quot; suchte Antworten auf diese Fragen. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Jugendliche und soziale Medien: Beinahe reflexartig wird dieses Thema in den Medien unter dem Stichwort &quot;Facebook-Partys&quot; zusammengefasst. In seinem Impulsvortrag warnte Jürgen Ertelt, Koordinator des <a href="http://www.ijab.de/teilhabe/partizipation/a/show/youthpart-multilaterales-kooperationsprojekt-zur-epartizipation-startet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projektes &quot;Youthpart</a>: Internationaler und nationaler Erfahrungsaustausch sowie Modellentwicklung für mehr Jugendbeteiligung in der digitalen Gesellschaft&quot;, vor den Gefahren einer solch einseitigen Wahrnehmung. Man dürfe sich nicht auf die Risiken des Netzes beschränken. Vielmehr sollten die Potenziale sozialer Medien genutzt werden. Dabei müssten die Besonderheiten der jugendlichen Zielgruppe jedoch berücksichtigt werden. Im Rahmen der Partizipationsforschung und der Jugendarbeit seien in diesem Zusammenhang bereits wichtige Erkenntnisse getroffen worden. Beispielsweise würde die Trennung zwischen Online- und Offline-Welt bei Jugendlichen auf Unverständnis treffen. &quot;Diejenigen, die wir erreichen wollen, vollziehen diese Trennung nicht&quot;, so Ertelt. Die Kommunikationsstrategien von Organisationen oder Politikern müssten Jugendlichen in ihrer Umgangsweise mit sozialen Medien entgegenkommen. Eine Nutzung von Facebook und Co. als einseitiger Informationskanal sei kontraproduktiv und würde von den Jugendlichen mit Missachtung gestraft. Die Partizipation Jugendlicher bedürfe daher zweier Lernprozesse: Einerseits müssten die Jugendlichen &quot;Beteiligung lernen&quot;, andererseits müsse es aber auch in Politik und Verwaltung einen anderen Umgang mit den Ergebnissen bürgerlicher Beteiligung geben.
</p>
<p>
<b><br />
&quot;Youthpart&quot; als europäische Jugendstrategie<br />
</b>
</p>
<p>
2009 verabschiedeten die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union eine <a href="http://www.jugendpolitikineuropa.de/thema/die-eu-jugendstrategie-2010-2018.137/seite/1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jugendstrategie</a>, welche die jugendpolitische Zusammenarbeit bis 2018 regeln soll. Mehr Chancengleichheit im Bildungswesen und mit Blick auf den Arbeitmarkt sowie die Förderung des gesellschaftlichen Engagements und der Teilhabe junger Menschen an politischen Prozessen wurden als zentrale Ziele ausgegeben. In Deutschland arbeiten mehrere Institutionen an der Umsetzung dieser Strategie. Das  Werkstattgespräch &quot;ePartizipation Jugendlicher&quot; am Montag markierte den Start für das bis 2014 laufende &quot;Youthpart&quot;-Projekt, welches von der IJAB- Fachstelle für internationale Jugendarbeit verantwortet wird. Mit diesem Projekt wird eine wichtige Lücke geschlossen: In den meisten Beteiligungsprozessen werden Jugendliche bislang nicht als spezifische Zielgruppe definiert und angesprochen. Nicht nur politische Entscheidungsträger entscheiden über die Köpfe der Jugendlichen hinweg &#8211; auch in Bürgerinitiativen bleibt ihr Mitgestaltungspotenzial marginal. Die bestehenden Beteiligungsangebote bedürften daher einer didaktischen Weiterentwicklung, die verständliche Zugänge für alle Jugendliche ermöglicht. Mit &quot;Youthpart&quot; sollen innovative Verfahren zur besseren Einbindung der Jugendlichen im internationalen Vergleich identifiziert, weiterentwickelt und in einer Datenbank eingepflegt werden. Wie jugendgerecht sind die bestehenden Verfahren? Wie kann Beteiligung für Jugendliche einfacher gemacht und ausgebaut werden? Das sind die Leitfragen, an denen sich die Projektkoordinatoren Jürgen Ertelt und Nadine Karbach orientieren und die sie nicht nur Kindern und Jugendlichen, sondern auch an Politik und Verwaltung stellen.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/TimmDavies.jpg" align="left" height="284" width="190" />Vertreter aus Estland, Finnland, Großbritannien und Österreich stellten modellhafte Initiativen vor, wobei sich recht unterschiedliche Herangehensweisen offenbarten. Liis Kuusk vom estnischen Jugendarbeitszentrum referierte über die rege Beteiligung estnischer Jugendlicher an Jugendräten und Jugendparlamenten. Politik- und Wahlsimulationen seien in dem kleinen baltischen Land sehr populär. Ein nachahmenswertes Projekt ist auch die estnische Initiative &quot;participation metro&quot; – ein detaillierter Übersichtsplan über sämtliche Partizipationmöglichkeiten für Jugendliche.
</p>
<p>
Timm Davies aus Großbritannien teilte die in Deutschland vorherrschende Meinung, dass Bürgerbeteiligung vor allem auf kommunaler Ebene erfolgreich sein könne. Die fehlende Verbindung zwischen Jugendlichen und den politisch Verantwortlichen sei gleichwohl das größte Problem. Jugendliche wollten Facebook und Skype zur politischen Kommunikation nutzen, die Verwaltung sträube sich jedoch dagegen. Insgesamt habe es in den letzten zehn Jahren zwar  Fortschritte in der Beteiligung Jugendlicher gegeben, die Finanzkrise habe aber einige Vorhaben scheitern lassen.
</p>
<p>
<b>Zentrale Fragen und Antworten</b>
</p>
<p>
In mehreren Diskussionsrunden wurden schließlich zentrale Fragen der Onlinepartizipation Jugendlicher diskutiert: In welchen Bereichen müssen Jugendliche noch unterstützt werden? Welche Themen sind den Jugendlichen wichtig? Wie können die Ergebnisse jugendlicher Beteiligung nachhaltig genutzt werden? Welche Bedingungen müssen die Online-Verfahren erfüllen?
</p>
<p>
Der erste Schritt des eigentlichen Partizipationsprozesses sei die Themenfindung, die durch die Jugendlichen selbst erfolgen müsse. Beteiligungsmöglichkeiten sollten selbstverständlich nur dort geschaffen werden, wo Interessen von Jugendlichen tangiert werden. Manche Diskutanten plädierten für eine redaktionelle Betreuung der Diskussionen der Jugendlichen. Die Debatten könnten dadurch strukturiert und besser nachvollzogen werden. Andere lehnten diesen Vorschlag aus Kostengründen und der mangelnden Vereinbarkeit mit der Idee eines deliberativen Diskurses im Netz ab. In jedem Fall müsse es auch strukturierte Rückkoppelungsmechanismen geben. Ergebnisse, Nutzen und die Umsetzung der Ideen der Jugendlichen sollten ihnen auch aufgezeigt werden. Außerdem müssten Institutionen lernen, Beteiligung &quot;auszuhalten&quot;- Medienkompetenz solle folglich nicht nur Jugendlichen, sondern auch den politischen Entscheidungsträgern vermittelt werden.
</p>
<p>
Dass Jugendliche alles andere als politikverdrossen sind und sich an gesellschaftlichen und politischen Prozessen beteiligen wollen, stand am Ende für alle Teilnehmer fest. Ein von Jürgen Ertelt zitierter Tweet brachte diesen Fakt auf den Punkt: &quot;Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären politikverdrossen.&quot; Denn wenn wirklich &quot;Wirksamkeitsverdacht&quot; bestehe, würden sich Jugendliche zwangsläufig beteiligen.
</p>
<p>
(Fotos: Cathrin Olbrich)<span style="font-size: 11pt; font-family: 'Calibri','sans-serif'; color: #1f497d"></span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier &#8211; KW 10</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 15:35:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ägyptische Stasi-Akten geleakt, Politische Verdrossenheit im Netz, Fünfte Gewalt Internet und SMS-Voting bei Estland-Wahl.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ägyptische Stasi-Akten geleakt, Politische Verdrossenheit im Netz, Fünfte Gewalt Internet und SMS-Voting bei Estland-Wahl.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-03/egypt-egileaks-geheimdienst-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ägyptische Stasi-Akten im Netz</strong></a></p>
<p>Kai Biermann von Zeit Online berichtet davon, wie ägyptische Demonstranten die Archive der ägyptischen Staatssicherheit (= Amn Dawla) vor dem Schredder retten und online stellen wollen. So scheinen sich bereits jetzt Beweise über gefälschte Wahlen und Belege dafür zu finden, wie die Opposition im Land jahrelang bespitzelt und unterdrückt wurde. Angeblich sollte auch deutsche Technik dabei helfen, die Computer und Internetverbindungen der Ägypter auszuspähen.</p>
<p><a href="http://www.AmnDawlaLeaks.tk" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Amn Dawla Leaks</strong></a></p>
<p>Inzwischen wurde eine Facebook-Seite namens Amn Dawla Leaks in <a href="http://www.facebook.com/AmnDawlaLeaks" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arabisch</a> und <a href="http://www.facebook.com/AmnDawlaLeaksEN" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Englisch</a> ins Leben gerufen, deren Mitglieder sich dazu verschrieben haben, Dokumente der ägyptischen Staatssicherheit ins Netz zu stellen. Eine erste Sammlung von Veröffentlichungen lässt sich z. B. <a href="http://leaksource.wordpress.com/2011/03/06/amn-dawla-leaks-egyptian-security-force-files/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> finden.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34314/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Politische Netzverdrossenheit</strong></a></p>
<p>In einem Interview mit Julius Jasso von Telepolis legt Sina Kaufmann, Gründerin des Online-Magazins <a href="http://www.politikorange.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politorange</a>, dar, dass die Netzverdrossenheit der Parteien zu neuer Politikverdrossenheit bei den Bürgern führe. Das Beispiel der Hamburger Bürgerschaftswahl zeige, dass die Parteien von innovativen Wahlkampagnen im Netz noch weit entfernt seien. Die Politik müsse verstärkt auf eine dauerhafte Bürgerbeteiligung im Sinne des Crowdsourcing setzen, so Kaufmann. Auf dem Weg in eine Social Media basierte Demokratie seien gerade auch zivilgesellschaftliche Initiativen wie <a href="http://liqd.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liquid Democracy e.V</a> und <a href="http://opendata-network.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenData Network</a> wichtige Eckpfeiler.</p>
<p><strong><a href="http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,8219248,00.html?dr=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fünfte Gewalt Internet?</a></strong></p>
<p><strong></strong>Das ZDF-Magazin Frontal21 veröffentlichte auf seiner Webseite Kurzvideos zur Macht des Netzes. So sei binnen Tagen die Doktorarbeit von Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg von der so genannten Schwarmintelligenz zerpflückt worden. Und in der arabischen Welt habe das Netz gar als Brandbeschleuniger gegen Despoten gedient. Zu Wort kommt unter anderen Markus Beckedahl, der Betreiber von <a href="http://www.netzpolitik.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpolitik.org</a>, der das Internet als fünfte Gewalt bezeichnet.<br />
Ergänzend dazu passt ein <a href="http://futurezone.at/netzpolitik/2105-die-macht-der-vernetzten-massen.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel</a> von Gerald Reischl und Patrick Dax von futurezone.at über die Macht der vernetzten Massen und ein <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/guttenberg-ruecktritt-und-das-internet-in-den-faengen-der-digitalen-buerger-1659438.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beitrag</a> von Florian Güßgen über das Netz als mächtiges Bürgermedium.</p>
<p><a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,8217569,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>SMS-Voting bei Estland-Wahl</strong></a></p>
<p>Daniela Hefner von heute.de setzt sich mit dem E-Voting in Estland auseinander. Nachdem die Esten seit 2007 auch online bei Parlamentswahlen abstimmen können, sei dies nun auch per Handy möglich. Zuvor konnten bereits per SMS Parkgebühren bezahlt oder Fahrscheine gekauft werden. Das Land sei vom Parlament bis zur Schule total vernetzt. Dazu führt Hefner als Beispiel an, dass bereits 90 Prozent der Steuererklärungen online erfolgen und sich Eltern im elektronischen Klassenbuch über den Leistungsstand ihrer Kinder informieren könnten.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2011/11/Interview-Leutheusser-Schnarrenberger" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Regulierung im Netz</strong></a></p>
<p>In einem Interview mit Zeit Online äußert sich Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu Netzsperren und Vorratsdatenspeicherung. Darin spricht sie sich deutlich gegen Netzsperren aus. Zudem laufe der Anspruch, national zu regulieren, damit der Bürger sich sicher fühlt, gerade im Netz oft ins Leere. Es bedürfe eines gemeinsamen Handelns auf internationaler Ebene, z. B. durch eine Charta für das Netz, die verbindliche Standards und Handlungsempfehlungen definiert, so Leutheusser-Schnarrenberger. Zuvor müsse der Internetnutzer aber dazu befähigt werden, als selbstbestimmter Akteur zu handeln.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 4)</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 15:38:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[China nimmt Stellung zum Google-Konflikt, französische Piratenpartei führt digitalen Feldzug gegen staatlich diszipliniertes Netz und Jimmy &#34;Wikipedia&#34; Wales im Interview: Weitere Meldungen aus einer Woche Internet in der Linkliste. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>China nimmt Stellung zum Google-Konflikt, französische Piratenpartei führt digitalen Feldzug gegen staatlich diszipliniertes Netz und Jimmy &quot;Wikipedia&quot; Wales im Interview: Weitere Meldungen aus einer Woche Internet in der Linkliste. <!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/26/501283/text/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikipedia-Mitgründer Wales im Interview</a>
</p>
<p>
Jimmy Wales sprach im Rahmen der DLD-Konferenz von Verleger Hubert Burda mit sueddeutsche.de über die Online-Enzyklopädie, die ständig von negativer Kritik begleitet wird sowie über den Balanceakt zwischen Faktualität, Neutralität und facettenreichen Blickwinkeln der User.</p>
<p><a href="http://derstandard.at/1263705951448/Google-und-China-Recht-muss-Recht-bleiben" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Chinas Sicht auf den Google-Konflikt</a>
</p>
<p>
Das Internet leiste für China einen bedeutenden Beitrag hinsichtlich der Förderung sozialer Demokratie und Pluralismus, heißt es in einem Kommentar der aktuellen China Daily. Der Vorwurf, die Informationsfreiheit einzuschränken, sei daher lächerlich. Weitere Rechtfertigungen auf standard.at.</p>
<p><a href="http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/man-darf-datenschutz-nicht-uebertreiben-602691.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Münchens Polizeipräsident zum Thema Datenschutz</a>
</p>
<p>
Merkur-online interviewte den Münchner Polizeipräsidenten, Wilhelm Schmidbauer, anlässlich eines örtlichen Mordfalls, bei dem der Kontakt zwischen Opfer und Tätern über das Internet entstand. Schmidbauer plädiert vor allem für eine Lockerung der Vorratsdatenfreigabe. Mit dem Datenschutz solle man es zugunsten der Verbrechensaufklärung, auch kleinerer Delikte, nicht übertreiben.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc%7EE1F9D434ECE1A420093DD28E1E350CC6C%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html?rss_googlenews" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frankreich: Angriff der digitalen Armee</a>
</p>
<p>
Ein Putsch im französischen Parlament, „Google-Bomben&quot; auf das Portal des Premierministers: Die französische Piratenpartei zeigte sich erfinderisch, um gegen einige Paragraphen des Gesetzes gegen Raubkopierer zu protestieren. Die Piraten erreichten so ein „politisch wie juristisch korrektes Gesetz&quot;, wie die FAZ berichtet. Die Blogger und Kampagnen der Internetszene stellen nun einen weiteren Stand der Debattenkultur und ziehen in den nächsten digitalen Kampf gegen ein „staatlich diszipliniertes Netz&quot;.</p>
<p><a href="http://www.focus.de/finanzen/news/journalismus-neue-medien-fuer-die-internetzeit_aid_474122.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Neue Medien für das Internetzeitalter nötig</a>
</p>
<p>
Wandel und Umstrukturierung der Informationsweitergabe durch das Internet bringen mit sich, dass neue Geschäftsmodelle her müssen. Demand Media und Suite 101 versuchen es mit journalistischen Beiträgen auf größte Nachfrage. Thematische Innovation käme hier jedoch zu kurz, urteilt Focus-Autor Björn Sievers, und argumentiert für mehr einzigartige Inhalte.</p>
<p><a href="http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/memmingen/Memmingen-lok2-csu-haupt;art2758,708966" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Überlegungen gegen Politikverdrossenheit</a>
</p>
<p>
Der Politologe Rainer Schwarzer fordert mehr Transparenz und Mitbestimmung der Bürger an Wahlprozessen und „kommunikative Demokratie&quot;, schreibt die Memminger Zeitung. Das Internet als Chance zu begreifen und den Austausch mit den Bürgern zu fördern, dem sollen sich folglich auch die Parteien mehr öffnen. Über mehr Bemühungen in Sachen Transparenz berichtet Johannes Schlecker.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 44)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 16:46:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Kaspersky fordert Internet-Pässe, Soziale Netzwerke &#34;verändern das Gehirn&#34; und Politikerverdrossenheit: Neues aus der Netzwelt in den aktuellen Linktipps.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kaspersky fordert Internet-Pässe, Soziale Netzwerke &quot;verändern das Gehirn&quot; und Politikerverdrossenheit: Neues aus der Netzwelt in den aktuellen Linktipps.<!--break--><br />
<a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/daten-bei-xing-und-facebook-nicht-sicher_100024055.html?tx_ttnews[backPid]=911&amp;cHash=94e3171233" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/daten-bei-xing-und-facebook-nicht-sicher_100024055.html?tx_ttnews[backPid]=911&amp;cHash=94e3171233" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Daten bei Facebook und Xing nicht sicher&quot;</a>
</p>
<p><a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/daten-bei-xing-und-facebook-nicht-sicher_100024055.html?tx_ttnews[backPid]=911&amp;cHash=94e3171233" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a></p>
<p>
Nachdem erst kürzlich ein erheblicher Datenklau beim SchülerVZ bekannt wurde, sprach meedia.de mit dem ehemaligen Springer-Web-Experten Peter Schink über die Sicherheit der Daten in anderen sozialen Netzwerken. Facebook und Xing gehen da in Sachen Datenschutzkritik nicht leer aus.</p>
<p><a href="http://diepresse.com/home/techscience/internet/sicherheit/516067/index.do?from=gl.home_tech" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Kaspersky fordert Internet-Pässe</a>
</p>
<p>
Eugene Kaspersky, Gründer der gleichnamigen Sicherheitsfirma, fordert in einem Interview mit ZDNet Asia „Internet-Pässe, eine eigene Internet-Polizei und international gültige Abkommen&quot;. Das ursprünglich für Militärs und Wissenschaft entwickelte Internet der Öffentlichkeit bereitzustellen, halte er sogar für einen Fehler.</p>
<p><a href="http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/21263/politik-oder-politikerverdrossenheit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Politik- oder Politikerverdrossenheit&quot;?</a>
</p>
<p>
Ob schlechte Wahlbeteiligung auf Politikverdrossenheit zurückzuführen ist, wurde besonders bei der vergangen Bundestagswahl ausgiebig thematisiert. Einer Analyse politischer Partizipationsmöglichkeiten widmete sich die Gießener Zeitung und sieht Wahlabstinenz eher mit Missmut gegenüber Berufspolitikern begründet.</p>
<p><a href="http://futurezone.orf.at/stories/1629401/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Soziale Netzwerke verändern das Gehirn&quot;</a>
</p>
<p>
Zu diesem Ergebnis kommt die britische Hirnforscherin Susan Greenfield, so futurezone. Soziale Netzwerke und diverse Computerspiele würden die „Aufmerksamkeitsspanne von Kindern reduzieren&quot;. Im Interview appelliert sie an die Eltern, mehr mit ihren Kindern über die Kommunikation und Gefahren im Internet zu sprechen. </p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/art141,2926307" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Global Village als modernes Sozialmodell</a>
</p>
<p>
Heutige Lebensumstände treiben uns immer mehr in die virtuelle Welt. Soziale Isolation projeziert sich so oft auf die Aktivität in Communities und sozialen Netzwerken im Internet. Eine Gefahr für die Demokratie und politische Partizipation, findert der Tagesspiegel. Eine freie Gesellschaft brauche Werte und Gemeinschaft, so der O-Ton, um „Deutschland gestärkt aus der Krise zu führen&quot;.</p>
<p><a href="http://www.prcenter.de/Der-laengste-Vortrag-der-Welt-live-im-Web.85134.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
130 Stunden Marathonvortrag zum Thema Demokratie</a>
</p>
<p>
Mit diesem Vorhaben will der 25-jährige Jurastudent Erol T. Muzawazi aus Simbabwe den bisherigen Vortragsweltrekord brechen. Er wolle „Konzepte und Modelle der Demokratie&quot; analysieren und eine „Welt der Toleranz&quot; fördern. Für geduldige Zuhörer wird der Vortrag ab dem 9. Dezember 2009 <a href="http://www.thelongestlecture.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">live im Web übertragen</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sonntag live: Jungpolitiker diskutieren über das Nichtwählengehen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/pressereport/sonntag-live-jungpolitiker-diskutieren-ueber-das-nichtwaehlengehen-4565/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[lbuhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 15:54:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressereport]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
		<category><![CDATA[Jungpolitiker]]></category>
		<category><![CDATA[Parteienverdrossenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Politikverdrossenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Genau eine Woche vor der Bundestagswahl diskutieren an diesem Sonntag, 20.September Vertreter der Jugendorganisationen der im Bundestag vertretenen Parteien über die Themen Wahlmüdigkeit, Nichtwähler und Politik-/Parteienfrust. <a href="http://88.198.7.92/chat/index.php?pid=6&#38;id=gehnichthin&#38;cid=272" onclick="window.open('http://88.198.7.92/chat/index.php?pid=6&#038;id=gehnichthin&#038;cid=272','','resizable=yes,scrollbars=yes,width=800,height=600');return false;"> Die Veranstaltung wird ausschließlich live im Internet übertragen.</a>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Genau eine Woche vor der Bundestagswahl diskutieren an diesem Sonntag, 20.September Vertreter der Jugendorganisationen der im Bundestag vertretenen Parteien über die Themen Wahlmüdigkeit, Nichtwähler und Politik-/Parteienfrust. <a href="http://88.198.7.92/chat/index.php?pid=6&amp;id=gehnichthin&amp;cid=272" onclick="window.open('http://88.198.7.92/chat/index.php?pid=6&#038;id=gehnichthin&#038;cid=272','','resizable=yes,scrollbars=yes,width=800,height=600');return false;"> Die Veranstaltung wird ausschließlich live im Internet übertragen.</a><br />
<!--break--> </p>
<p>
Die Online-Debatte kann ab 13 Uhr unter der Adresse <a href="http://www.gehnichthin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.gehnichthin.de</a> verfolgt werden. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, mit Meinungen, Kommentaren und Fragen bei der Diskussion mitzumachen. Teilnehmer sind Anne Knauf, Mitglied im Bundesvorstand der Jusos, Conrad Clemens, Vorsitzender des Landesverbandes der Jungen Union Berlin, Kathrin Henneberger, Vorstandssprecherin der Grünen Jugend, David Issmer, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Berlin, Björn Buschberger, Mitglied des BundessprecherInnen-Rates der linksjugend [&#8216;solid] sowie Julia Reda von der Jugendorganisation Junge Piraten.
</p>
<p>
Komplettiert wird die Runde durch Monica Hevelke vom Archiv der Jugendkulturen aus Berlin. Die Veranstaltung wird moderiert von Stefan Gehrke, Geschäftsführer von politik-digital.de.
</p>
<p>
Die Debatte schließt die Kampagne &quot;Geh nicht hin&quot; ab, in der politik-digital.de gemeinsam mit der probono Fernsehproduktion mit einem Video auf Politik- und Wahlverdrossenheit aufmerksam gemacht hatte. Das Video, in dem u.a. der Tagesschausprecher Jan Hofer und andere Prominente vermeintlich zum Nichtwählen aufriefen, hatte im August große Aufmerksamkeit erzielt. Die Filme wurden im Internet bisher rund zwei Millionen mal angeschaut.</p>
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		<item>
		<title>Germany´s Next Merkel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/germanys-next-merkel-4259/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 20:09:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[Politikverdrossenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Casting]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaus Brender]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Seibert]]></category>
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					<description><![CDATA[DSDS, Germany`s Next Topmodel oder The Next Uri Geller:  Das ZDF setzt den Privaten mit Ich Kann Kanzler eine politische Castingshow entgegen. Der Sender sucht keine Models oder Zauberer, sondern politische Nachwuchstalente. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sprach mit politik-digital.de über das neue Fernsehformat.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>DSDS, Germany`s Next Topmodel oder The Next Uri Geller:  Das ZDF setzt den Privaten mit Ich Kann Kanzler eine politische Castingshow entgegen. Der Sender sucht keine Models oder Zauberer, sondern politische Nachwuchstalente. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sprach mit politik-digital.de über das neue Fernsehformat.<!--break--></p>
<p>
Angelehnt an das kanadische Original <a href="http://www.cbc.ca/nextprimeminister/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Canada´s Next Great Prime Minister“</a> will das ZDF etwas gegen die Politikverdrossenheit junger Menschen tun. Die Zielgruppe ist zwischen 18 und 35 Jahren alt. Die <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/WirtschaftStatistik/Wahlen/Waehlerverhalten2005,property=file.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlbeteiligung in dieser Altersgruppe</a> lag bei den letzten Bundestagswahlen 2005 bei 68,8 Prozent im Vergleich zu 77,7 Prozent im Bundesdurchschnitt.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Brender3_0.jpg" align="left" width="130" height="209" />ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender möchte das neue Format allerdings nicht als eine weitere Talenteshow in der Fernsehlandschaft verstanden wissen: „Es ist keine Casting-Show nach Topmodel-Art. Bei uns werden die Leute im Vorfeld nicht in unterschiedlichen Sendungen herausgeschossen“, grenzt er sich gegen die populären Formate der Privatsender ab. &quot;Wir werden vorher intern eine Vorauswahl treffen, die dokumentiert wird. Es werden keine Leute vorgeführt, die sich verbal nicht so fantastisch ausdrücken können.“</p>
<p><b>Bildungsauftrag (und junge Zuschauer)</b>
</p>
<p>
Vielmehr soll mit der neuen Sendung der öffentlich rechtliche Bildungsauftrag erfüllt werden. „Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehsender und auch Radiostationen haben momentan erhebliche Probleme, junge Menschen an die Prozesse unsere Demokratie heran zu führen. Deswegen müssen wir versuchen, Formate zu entwickeln, die junge Leute interessieren. Über diese Formate wollen wir versuchen, sie auch für Politik und Demokratie zu begeistern“, erklärt Brender seine Bildungsstrategie.
</p>
<p>
Wird „Ich kann Kanzler“ zu einer weiteren Wissensshow werden? „Wir werden durch Tests und Quizfragen den jungen Leuten zeigen, wie Demokratie funktioniert“, erklärt Brender den Aufbau. „Aber Kandidaten müssen auch ihre Ideen für die Zukunft dieser Republik erläutern. Und zwar so, dass jeder es versteht. Wer Phrasen drischt, wird sicherlich nicht weiter kommen.“</p>
<p><b>Gewinn: Ein Kanzlergehalt</b>
</p>
<p>
Den Gewinner der Show erwartet am Ende natürlich auch ein Preis. Aber anders als der Titel verspricht, wird der Sender kein politisches Amt zur Verfügung stellen. „Es gibt keine Garantie, dass der Gewinner Kanzler oder Kanzlerin wird“, gibt Brender lachend zu.
</p>
<p>
Vielmehr soll es einen Geldpreis in Höhe eines Kanzlergehalts geben. Leider nur ein Monatssalär in Höhe von 21792 Euro (wenn man von zwölf Monatsgehältern ausgeht). „Das Geld wird aber nicht einfach bar auf die Hand gezahlt. Es soll je nach Fähigkeiten und nach Interesse der Einzelnen in persönliche Projekte gesteckt werden,“ erklärt der ZDF-Chefredakteur &#8211; zum Beispiel in Bildungsreisen oder Fortbildungen. <br />
<b><br />
Praktikum im Präsidialamt</b>
</p>
<p>
Anstelle eines Plattenvertrages erhält der Sieger außerdem noch die Chancen auf ein hochwertiges Praktikum: „Da haben wir schon gute Signale. Es wird sehr wahrscheinlich Praktika im Bundespräsidialamt geben“, so Brender.
</p>
<p>
Über Gewinner und Verlierer der Show entscheidet eine Jury, kein Telefon-Voting. Bewerben kann man sich ab sofort auf<a href="http://kanzler.zdf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> kanzler.zdf.de</a>. Zu sehen ist die Sendung am 19. Juni um 21.15 Uhr. Auch die die Frage des Moderators ist schon geklärt. Mit dem heute-Anchormann Steffen Seibert führt ein politischer Journalist durch die Sendung.
</p>
<p>
<a href="http://kanzler.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,7505770,00.html?dr=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Banner1.jpg" width="583" height="420" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Darf ich Sie zur Wahl schleppen?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/darf-ich-sie-zur-wahl-schleppen-4241/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Roleff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 16:23:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[wahlschlepper.de]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Politikverdrossenheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[Autos kann man abschleppen, Bekanntschaften kann man abschleppen,
warum nicht also auch Wähler? So dachten zumindest die Initiatoren
Björn Stecher (27) und Jana Purucker (27). Zusammen mit sechs weiteren Mitstreitern gründeten sie pünktlich zum Superwahljahr <a href="http://www.wahlschlepper.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wahlschlepper.net</a>. Ihr Ziel: Nichtwähler mobilisieren.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Autos kann man abschleppen, Bekanntschaften kann man abschleppen,<br />
warum nicht also auch Wähler? So dachten zumindest die Initiatoren<br />
Björn Stecher (27) und Jana Purucker (27). Zusammen mit sechs weiteren Mitstreitern gründeten sie pünktlich zum Superwahljahr <a href="http://www.wahlschlepper.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wahlschlepper.net</a>. Ihr Ziel: Nichtwähler mobilisieren.</p>
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„Informieren, diskutieren, aktivieren,“ erklärt Stecher das<br />
Konzept der Wahlschlepper kurz und prägnant gegenüber<br />
politik-digital.de. „Wir werden nicht alle Fragen beantworten<br />
können und bestimmt nicht alle Probleme lösen können. Aber wir<br />
werden darüber reden.“<br />
<b></b>
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<b>&quot;Nichtwähler sind nicht dumm&quot;</b>
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Wahlmüdigkeit, Politikverdrossenheit, wirtschaftliche<br />
Unzufriedenheit – all diese Schwerpunkte wollen die Wahlschlepper<br />
behandeln und klar machen, dass der kleine Mann eben doch was bewegen<br />
kann. „Nichtwähler sind nicht dumm, die haben nur einfach keinen<br />
Bock,“ analysiert Purucker die Stimmung.
</p>
<p>
So richtig ein Konzept für die Mobilisierung von Wählern haben<br />
die Wahlschlepper noch nicht parat. Aber das ist auch nicht unbedingt<br />
das Ziel des Blogs. „Nichtwähler haben gute Argumente, denen muss<br />
man einfach nur mal eine Plattform geben,“ erklärt Purucker.
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<b>eParticipation, kein eVoting</b>
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<p>
Die Community der Wahlschlepper ist noch sehr überschaubar,<br />
allerdings mit großem Potential. Allein die Resonanz aus der Web 2.0<br />
Community seit dem Launch des Blogs ist viel versprechend. Doch bei<br />
aller eParticipation wollen die Hobby-Wahlmanager nicht als<br />
Sprachrohr für eVoting verstanden werden. Im Gegenteil:<br />
„Politikverdrossenheit kann man nicht wegdigitalisieren“, bringt<br />
Stecher seine Einstellung auf den Punkt. Aber darüber kann man ja<br />
noch diskutieren.</p>
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		<item>
		<title>Internet wirkt gegen Politikverdrossenheit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/internet_wirkt_gegen_politikverdrossenheit-76/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Politikverdrossenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="fett"><font size="2"> (Rezension) Die Hälfte aller        Deutschen ist unzufrieden mit unserer Demokratie. Im Sammelband        über "Politische Partizipation" werden Lösungsmöglichkeiten        vorgestellt. Das Internet gilt als größter Hoffnungsträger.</font>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett"><span style="font-size: x-small;"> (Rezension) Die Hälfte aller Deutschen ist unzufrieden mit unserer Demokratie. Im Sammelband über &#8220;Politische Partizipation&#8221; werden Lösungsmöglichkeiten vorgestellt. Das Internet gilt als größter Hoffnungsträger.</span><!--break--></p>
<p>„Wählerfrust statt Wählerlust“ – eine Schlagzeile, die in verschiedenen Varianten in den vergangenen Jahren häufig in den Medien auftauchte. Die Zufriedenheit der Deutschen mit dem politischen System ist zur Zeit so niedrig wie noch nie. Laut einer Umfrage von <a href="http://www.infratest-dimap.de/?id=16#ue5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Infratest dimap</a> im November 2006 findet jeder zweite Deutsche, dass die deutsche Demokratie nicht gut funktioniert. Warum nur wenige politisch aktiv sind und wie sich die Bevölkerung mobilisieren lässt wird zur Eine-Million-Euro-Frage.<br />
In „Politische Partizipation zwischen Konvention und Protest“ hat Beate Hoecker, Privatdozentin für Politikwissenschaft an der Universität Hannover, viele Möglichkeiten der politischen Teilhabe gebündelt. Zwölf Autoren stellen Aspekte von Partizipation in kurzen Kapiteln vor. Die Zielgruppe: in erster Linie Studierende, die einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen Formen der Partizipation erhalten wollen. Das Themenspektrum reicht von institutionalisierten Formen der Teilnahme am politischen Leben über die Einführung direktdemokratischer Elemente bis hin zu politischem Protest und neuen Formen der Partizipation.<br />
<strong>Protest und Beteiligung lassen nach</strong><br />
Wahlen, das macht das Buch deutlich, sind die häufigste Form, am politischen Leben teilzuhaben. Doch wer wählt eigentlich wen, und warum verzichten immer mehr Menschen auf ihr Recht zu wählen? Im Kapitel &#8220;Wahlverhalten: Wer wählt wen?“ stellen die Politikwissenschaftler Jörg Broschek und Rainer-Olaf Schultze Erklärungsmodelle vor, die diesen Fragen auf den Grund gehen. Gründe suchen sie vor allem in der veränderten Sozialstruktur und der abnehmenden Identifikation mit Parteien. Das politische Interesse, das in den 1960er und 1970er Jahren aufflammte, wie auch das starke bürgerliche Engagement, seien seit Beginn der 1990er Jahre deutlich zurückgegangen, so ihre Feststellung. Die Bürger orientierten sich wieder stärker an materialistischen Werten, das politische Interesse rücke zwangsläufig in den Hintergrund.<br />
<strong>Das Internet als Impuls</strong><br />
Die neuen Medien, so eine gängige These, könnten diese Entwicklung bremsen und die Bevölkerung wieder stärker mobilisieren. Als strittig gilt aber, in welche Richtung die Entwicklung geht: Wird die politische Partizipation der Bürger dank des Internet zunehmen und sich die Kommunikation zwischen Politik und Wähler verbessern? Oder ist das Medium auch als Gefahr anzusehen, da es die Verbreitung extremistischer Inhalte deutlich vereinfacht? Unter der Überschrift &#8220;Mehr Partizipation via Internet?&#8221; vergleicht Beate Hoecker die beiden Ansätze. Auf der einen Seite sieht sie die Hoffnung, dass mit Hilfe des Internets die Zahl der Politikinteressierten steigt und sich neue Formen eines basisdemokratischen politischen Aktionismus entwickeln. Auf der anderen Seite steht die Erwartung, dass sich bestehende Strukturen und Beteiligungen verstärken werden, aber das Internet nicht allein für mehr politisches Interesse sorgen kann. Wer schon politisch interessiert ist, wird die Möglichkeiten des Internets nutzen, wer es nicht ist, wird auch durch das Internet nicht motiviert. Um die demokratischen Potenziale des Internets auszuschöpfen, sieht Beate Hoecker die Politik in der Pflicht, mehr interaktive Angebote zu bieten, die auch eine Kommunikation und Einflussnahme von unten nach oben ermöglichen. Für die Wähler wäre wichtig, dass ihre Ideen und Vorschläge ernst genommen werden und in Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden, um eine langfristige und nachhaltige Mobilisierung zu erreichen.<br />
&#8220;Politische Partizipation zwischen Konvention und Protest&#8221; hält in der Tat, was der Untertitel verspricht: Es ist eine &#8220;studienorientierte Einführung&#8221; und gibt einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Formen politischer Partizipationsmöglichkeiten. Interessierte Leser ohne umfangreiche Vorkenntnisse sind hier gut aufgehoben. Und wer einzelne Aspekte vertiefen will, für den lohnt sich ein Blick in die ausführliche Bibliographie.</p>
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