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	<title>Politische Diskussion &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Fake News im Wahlkampf: Überschätzte Gefahr?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam van Wijk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Feb 2017 11:59:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie sorgen für Verwirrung in der Öffentlichkeit, sind derzeit überall im Gespräch und wurden zum Anglizismus des Jahres 2016 gewählt. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/truth-166853_960_720bearbeitet.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-151302" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/truth-166853_960_720bearbeitet.jpg" alt="fake news im wahlkamp poldi" width="640" height="280" /></a>Sie sorgen für Verwirrung in der Öffentlichkeit, sind derzeit überall im Gespräch und wurden zum Anglizismus des Jahres 2016 gewählt. Die Rede ist von: &#8220;Fake News&#8221;. Spätestens durch den U.S Wahlkampf wurden ihnen eine bedeutende, vielleicht sogar die entscheidende Rolle zugewiesen. Was ist dran an dem Einfluss von Falschmeldungen und was bedeutet das für das Wahljahr 2017 in Deutschland?</p>
<p><b>Fake-what? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400">Nicht nur gefälschte Nachrichten und bewusst platzierte Lügen, sondern auch fehlerhafte Aussagen und zugespitzte Nachrichten, die den Webtraffic in die Höhe schnellen lassen sollen, fallen unter den Begriff Fake News. Seit diesem Jahr und vor allem seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, wird in vielen Bereichen über Fake News und deren Relevanz diskutiert. Allerdings sind hier die bewusst platzierten Lügen und Provokationen das Hauptproblem. Die entscheidende Frage dabei: inwiefern lassen sich die Gesellschaft und insbesondere die WählerInnen durch falsche Nachrichten beeinflussen? </span></p>
<p><b>Fake News im US-Wahlkampf </b></p>
<p><span style="font-weight: 400">Donald Trump wurde am 20. Januar in das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika eingeführt. Während des Wahlkampfes kam es immer wieder zu Verwirrungen über den Wahrheitsgehalt von Nachrichten. So ging die Nachricht um, Hillary Clinton hätte Waffen an den IS liefern lassen und der Papst würde Donald Trump unterstützen. Auch wurde behauptet, Hillary Clinton würde einen Kinderschänderring betreiben, organisiert in einer Pizzeria. Diese Falschmeldung wurde sehr langsam aufgebaut und nach und nach mit Details ausgeschmückt, sodass sie immer glaubwürdiger erschien und tatsächlich immer mehr Menschen diese Nachricht für eine wahre Begebenheit hielten. Auch wenn die Meldung weiterhin von vielen Seiten angezweifelt wurde, entstand dennoch ein Imageschaden für Hillary Clinton. Aber wurde auch das Wahlergebnis entscheidend durch die Verbreitung solcher bewusst platzierter Falschmeldungen beeinflusst? Fake News lassen sich am besten auf Seiten von Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter platzieren, da sie sich dort erstmal größtenteils ungehindert und unkontrolliert verbreiten und innerhalb kürzester Zeit eine große Anzahl an Menschen erreichen können. Vor allem jüngere Menschen nutzen Soziale Netzwerke als potentielle Informationsquelle für politische Inhalte.</span></p>
<p><b>Bundestagswahl 2017 Deutschland</b></p>
<p><span style="font-weight: 400">Im Herbst diesen Jahres steht die Bundestagswahl in Deutschland an. Nach der US-Wahl und dem diskutierten Einfluss von Fake News, wird auch in Deutschland immer mehr über eine mögliche manipulative Wirkung diskutiert. Im Wahlkampf wird das Thema unausweichlich sein und so fordert die SPD jetzt schon eine Anti-Fake-News Kampagne, die CDU möchte sogar neue Gesetze. Auch Facebook will die Verbreitung von gefälschten Nachrichten zukünftig stärker überwachen und bekämpfen und wird deswegen zukünftig mit dem journalistischen Portal Correctiv zusammenarbeiten. Nach einem <a href="//politik-digital.de/news/social-bots-151185/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fachgespräch zum Thema “Social Bots”</a> äußerte sich Ulf-Jost Kossol, stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Social Media im Bundesverband der Digitalen Wirtschaft e.V.</span><span style="font-weight: 400">,</span><span style="font-weight: 400"> zum aktuellen politischen Spannungsverhältnis und die Relevanz der Diskussionen rund um Social Bots und Fake News. </span></p>
<p><b>Amerikanische Studie relativiert Einfluss auf US-Wahlen</b></p>
<p><span style="font-weight: 400">Die Relevanz von Falschmeldungen im Wahlkampf ist unumstritten. Dennoch halten viele den tatsächliche Einfluss auf das Wahlergebnis weiterhin für eher unwahrscheinlich. Das bestätigt eine <a href="http://news.stanford.edu/2017/01/18/stanford-study-examines-fake-news-2016-presidential-election/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie der Stanford University und der New York University</a>. Dass Fake News für das Wahlergebnis und somit den Sieg Donald Trumps verantwortlich waren, ist den Wissenschaftlern zufolge nicht völlig auszuschließen, dennoch aber sehr unwahrscheinlich. Der Studie zufolge gab es bei der US-Wahl viele Versuche, das Ergebnis mithilfe digitaler Medien zu beeinflussen und Fake News spielte dabei eine geringere Rolle als gedacht. So wurden in Sozialen Netzwerken wie Facebook nur eine kleine Anzahl an NutzerInnen erreicht, von denen wiederum nur rund 50% an den Wahrheitsgehalt dieser Meldungen glaubten. Selbst wenn eine Person diese Falschmeldung sehe, müsse sie also sehr überzeugend wirken. Die Studie kommt zu einem weiteren wichtigen Fazit. Bei einer Umfrage unter 1200 amerikanischen WählerInnen zeigte sich, dass nur 14%  Soziale Netzwerke, wie Facebook, als wichtigste Informationsquelle für ihre Wahlentscheidung nutzen. Das zeigt, dass die überwiegende Mehrheit immer noch die klassischen Medienkanäle, wie z.B. Fernsehen oder Radio, für ihre Entscheidungsfindung heranziehen. Soziale Medien spielen demnach eine wichtige, aber dennoch keine dominante Rolle für das Wahlergebnis. </span></p>
<p><b>Digitale Kompetenz für den sicheren Umgang mit Medien<br />
</b></p>
<p><span style="font-weight: 400">Trotzdem: Die Tendenz sich in Sozialen Netzwerken über Politik zu informieren geht nach oben. Einer <a href="https://m.futurezone.at/digital-life/jugendliche-tun-sich-schwer-fake-news-im-netz-zu-erkennen/243.891.719" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie des österreichischen Instituts für Jugendkulturforschung</a></span><span style="font-weight: 400"> zufolge, nutzen  59% der Jugendlichen in Österreich zwischen 14 und 18 Jahren als Hauptinformationsquelle Soziale Netzwerke, obwohl sie diese nicht für glaubwürdig halten. Jugendliche sind oft überfordert, sodass 86% der Jugendlichen angeben, bei Inhalten im Internet nicht immer zu wissen, ob eine Meldung wahr ist. Wichtig für Jugendliche ist, sich sicher im Umgang mit Sozialen Netzwerken zu fühlen. Um Ihnen das Erkennen und Beurteilen von Informationen bzw. deren Wahrheitsgehalt beizubringen, startete Österreich nun eine Regierungsoffensive. In dem Programm Schule 4.0 soll das Erlernen einer digitalen Kompetenz ein Hauptbestandteil des Lehrplans werden.</span></p>
<p>Die Relevanz von Fake News und deren Verbreitung in Sozialen Netzwerken kann nicht mehr geleugnet werden. Zwar ist ihr Einfluss auf das Wahlergebnis der Vereinigten Staaten von Amerika eher unwahrscheinlich, so werden Fake News dennoch in Sachen Wahlkampf eine wichtige Rolle spielen. Die Nutzerzahlen der Soziale Netzwerke steigen stetig und mit ihnen der Trend auch politische Informationen aus diesen zu beziehen. Zeigt die Studie aus Amerika, dass dies noch nicht der Fall ist, verdichten sich die Warnzeichen, dass es in Zukunft immer mehr Verwirrung rund um Nachrichten geben wird. Vor allem bei jüngeren Wählern, die immer mehr Soziale Netzwerke nutzen, ist eine digitale Medienkompetenz für das Beurteilen des Wahrheitsgehalts von Nachrichten essentiell um eine aufkommende Ohnmacht zu verhindern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild:  by PDPics via<a href="https://pixabay.com/en/truth-newspaper-news-printed-text-166853/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> pixabay</a>, licensed CC0 Public Domain</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-630x110.png" alt="cc-lizenz-630x11011" width="453" height="79" /></a></p>
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		<title>Facebook: Selektive politische Meinungsbildung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[René Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2015 11:34:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Soziale Netzwerke sind Horte der politischen Auseinandersetzung, ob es uns gefällt oder nicht. Facebook ist mit 28 Millionen Nutzern das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/18161731052_0a93dbd02c_z.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146508" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/18161731052_0a93dbd02c_z.jpg" alt="18161731052_0a93dbd02c_z" width="640" height="280" /></a>Soziale Netzwerke sind Horte der politischen Auseinandersetzung, ob es uns gefällt oder nicht. Facebook ist mit 28 Millionen Nutzern das größte Netzwerk hierzulande und somit als Teilöffentlichkeit mittlerweile eine Sphäre für gesellschaftliche Meinungs- und Willensbildung. Experten kritisierten immer wieder das Unternehmen für seinen suggestiven Einfluss. Doch sind die Nutzer selbst tatsächlich nur Opfer?   <em> </em></p>
<p>Wissenschaftler und Journalisten streiten sich seit geraumer Zeit über die Auswirkungen, die ein soziales Netzwerk wie Facebook auf unsere Meinungsbildung entfaltet. Vor einigen Monaten bezeichnete der Literaturkritiker Ijoma Mangold in <a href="http://www.zeit.de/2015/17/facebook-printmedien-veraenderung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seinem Beitrag</a> in „der Zeit“ das soziale Netzwerk Facebook als „Spielwiese des Denkens“ und verwies auf die Bereicherung durch die Kommentarfunktion für journalistische Beiträge. Das sah Adrian Lobe in einem <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ueber-die-repressive-zensur-von-facebook-13683475.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2">FAZ-Artikel</a> anders und konterte mit Kritik an der Zensurpolitik des Unternehmens. Auf der einen Seite sperrt der Sittenwächter Facebook Bilder aufgrund nackter Körperteilen, auf der anderen Seite werden Hasskommentare toleriert.</p>
<p><strong>Zensur, Algorithmus und Filterblase</strong></p>
<p>Facebook arrangiert länderspezifische Zensurpolitiken und biedere sich folglich autoritären Regimen an, meinen Beobachter. Allerdings gilt das nicht nur für die Türkei oder China. Denn auch in Deutschland werden etwa auf Grundlage des Verbots der Holocaustleugnung Inhalte zensiert. Inwieweit Facebook sich „anbiedert“ oder leidglich seine Existenz in derartigen Ländern absichert, bleibt diskussionswürdig. Umstritten ist außerdem, welcher Algorithmus unseren Newsfeed gestaltet. Werden wir in einer <a title="Filter Bubble, Algorithmen und kein Ausweg?" href="http://politik-digital.de/news/filter-bubble-algorithmen-und-kein-ausweg-142731/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Filterblase</a> intellektuell isoliert, wie einige behaupten? Wird uns eine Art Wohlfühluniversum vorgesetzt, in dem wir unsere Meinung nur bestätigt bekommen? Hier herrscht ein Meinungsstreit unter den Experten. Erst vor einigen Monaten fanden – Facebooks hauseigene – Sozialwissenschaftler in einer <a href="http://www.sciencemag.org/content/348/6239/1130.abstract" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> heraus, dass tatsächlich eine politische Filterblase bestehe. Diese sei aber lediglich marginal. Demnach ist eine selektive Wahrnehmung von Nutzern größer, als die berechnete Wahrscheinlichkeit einen Artikel deshalb nicht sehen zu können, weil er nicht der eigenen politischen Position entspricht.</p>
<p><strong>Facebook-Nutzer wenig motiviert zu Online-Diskussion </strong></p>
<p>In demokratischen Gesellschaften können verschiedene Differenzen zwischen (aber auch innerhalb von) politischen Spektren und Parteien öffentlich bestehen. Wie gehen wir selbst damit um, wenn wir uns in virtuellen Sozialräumen befinden? Es scheint zumindest nicht so, dass Nutzer von sozialen Netzwerken wie Facebook selbst ein großes Interesse an politischen Kontroversen haben. Einer <a href="http://www.pewinternet.org/2014/08/26/social-media-and-the-spiral-of-silence/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">US-Studie</a> zufolge gibt es hier sogar eine geringe Diskussionsbereitschaft. Während 86% der US-Amerikaner angaben, offen für eine persönliche Diskussion über das NSA-Überwachungsprogramm der Regierung zu sein, sank diese Zahl in sozialen Netzwerken auf gerade einmal 41%. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich in sozialen Netzwerken die sogenannte „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schweigespirale" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schweigespirale</a>“ besonders zeige. Diese <a title="Schweigespirale: Bleib mir bloß weg!" href="http://politik-digital.de/news/schweigespirale-bleib-mir-bloss-weg-141700/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">umstrittene</a> Theorie beschreibt, dass Menschen ihre Bereitschaft zur öffentlichen Meinungsäußerung von der Mehrheitsmeinung abhängig machen. In diesem konkreten Beispiel mag es aber auch daran gelegen haben, dass das Thema der digitalen Überwachung ungern online, also unter den Augen der Kritisierten, diskutiert wird.</p>
<p>Eine weitere <a href="http://www.journalism.org/2014/10/21/political-polarization-media-habits/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> aus dem Jahre 2014 untersuchte das Kommunikationsverhalten von US-Bürgern nach ihrer politischen Orientierung. Das interessante Ergebnis: Je deutlicher man sich zu einer politischen Orientierung (liberal/konservativ) bekannte, je höher war die Bereitschaft, auf Facebook Freundschaften zu kündigen oder zu blockieren, wenn deren politische Meinung von der eigenen Position abweicht. Während in der politischen Mitte etwa 24% äußerten schon einmal zu diesen Methoden gegriffen zu haben, neigten 31% der Konservativen und sogar 44% der Liberalen zu dieser Praxis. Eine ganz private Filterkultur, die bei den politisch aktivsten Befragten am stärksten ausgeprägt ist.</p>
<p>Ob der Nutzer tatsächlich als ein Opfer im System Facebook gesehen werden kann, das den Algorithmen ausgeliefert ist und durch diesen in seinem politischen Horizont beschränkt wird, ist fraglich. Die Politik des Unternehmens, dem Nutzer in erster Linie für ihn interessante Inhalte anzuzeigen, scheint nachvollziehbar. Dass durch diese Praxis unsere politische Einstellung tatsächlich nachhaltig verändert wird, lässt sich durch eine allgemeine Erkenntnis der Medienforschung anzweifeln: Medien verstärken die eigene Meinung, aber eine wirkliche Veränderung des Meinungsbildes findet selten statt. Der Nutzer betreibt von sich aus selektive Mediennutzung und möchte seine Meinung bestätigt sehen.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/132604339@N03/18161731052" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Joe The Goat Farmer </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY 2.0)</a></p>
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<div class="attribution-info"> <img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-130752" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></div>
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<p>&nbsp;</p>
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