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	<title>Polizei &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Polizei &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Predictive Policing &#8211; Dein Freund und Hellseher?!</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Sep 2017 12:29:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Big Data gestützte „vorhersagende Polizeiarbeit“ kommt auch in deutschen Bundesländern vermehrt zum Einsatz. Eine Studie des Max Planck Instituts [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-153218" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/tarot-640x241by_Rirriz_CC0_via_Flickr.jpg" alt="Tarotkarten by Rizzi via Flickr, CCo" width="640" height="241" />Die Big Data gestützte „vorhersagende Polizeiarbeit“ kommt auch in deutschen Bundesländern vermehrt zum Einsatz. Eine Studie des Max Planck Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht fragt, wie das Verfahren bei der Kriminalitätsprävention hilft. Der Abschlussbericht liegt jetzt vor.</p>
<p>Welche Möglichkeiten gibt es, Verbrechen präventiv zu bekämpfen? Diese Frage ist für den Rechtsstaat zeitlos in ihrer Aktualität. Ein Blick auf die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass die Anzahl an Wohnungseinbrüchen trotz eines Rückgangs von 10 % zwischen den Jahren 2015 und 2016 mit rund 151.000 Einbrüchen deutlich höher liegt, als noch vor zehn Jahren. Um diesem Trend etwas entgegen zu setzen, nutzen die deutschen Bundesländer Predicitive Policing Software. Diese, ursprünglich aus den USA stammende, Technologie kommt dort seit nunmehr zehn Jahren in diversen Bundesstaaten zum Einsatz.</p>
<p>Der Grundgedanke fußt darauf, über Big Data-Analysen vergangener, für die Verbrechensprävention relevanter Daten Aussagen über die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Straftaten zu treffen. In Analogie zu seismologischen Aktivitäten kommt es nach dieser Vorstellung häufiger zu Verbrechen an Orten, die bereits Tatort waren. Die verwendeten Programme nutzen dabei unterschiedliche Vorgehensweisen. PredPol, das unter anderem von der Polizei in Los Angeles eingesetzt wird, nutzt einen selbst lernenden Algorithmus nach einem „Epidemic Type Aftershock Sequence Model“. Dabei werden täglich erhobene Daten mit bereits existierenden Datenbänken abgeglichen und auf wiederkehrende Muster untersucht, um auf einem Gitternetz des Stadtgebietes festzulegen, wo vermehrte Polizeipräsenz notwendig sein könnte.</p>
<h3>Bisher nur dürftige Ergebnislage</h3>
<p>Ergebnisse des amerikanischen Predictive Policing lassen sich in Ermangelung objektiver Langzeitstudien zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehen. Alexander Gluba, Referent des Landeskriminalamts Niedersachsen, bemerkt dabei zu Recht, dass die Erfolgsmeldungen aus Übersee zumeist auf „dünnen Pressemitteilungen“ oder euphorischen Angaben der Software-Hersteller basieren. Auch sei die Messung der Wirkung im Echtbetrieb schwierig, wenn auf eine Prognose fußende Maßnahmen schlussendlich dazu führen würden, dass diese gar nicht mehr zuträfe.</p>
<p>In Deutschland gibt es verschiedene Ansätze: Während einige Bundesländer eigene Softwarelösungen probieren, nutzt die Polizei in Bayern und Baden-Württemberg das Programm <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/PRECOBS" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PRECOBS</a>. Letzteres wurde vom Max Planck Institut für ausländisches und internationales Strafrecht im Rahmen eines baden-württembergischen Pilotprojektes evaluiert. Der <a href="https://www.mpicc.de/files/pdf4/rib_50_predictive_policing_version_2017_08_28.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abschlussbericht der Studie</a>, die einen Zeitraum vom Oktober 2015 bis April 2016 abdeckt, liegt jetzt vor.</p>
<p>PRECOBS arbeitet auf Grundlage des „Near Repeat“-Phänomens, welches Straftaten wie Wohnungseinbrüche als Folgetaten innerhalb kurzer zeitlicher Abstände von bis zu sieben Tagen beschreibt. Speziell Reihenhäuser und Doppelhaushälften seien nach kriminologischer Sicht anfällig für wiederkehrende Einbruchsdelikte. PRECOBS gleicht aktuelle Daten der Polizei mit vergangenen Datensätzen über Tathergänge und Tatbegehungsweisen nach Wenn-Dann-Entscheidungen ab, um die Wahrscheinlichkeit eines „Near Repeat“-Phänomens zu bestimmen.</p>
<p>Laut der Studie wurden im Evaluationszeitraum in den Polizeipräsidien von Stuttgart und Karlsruhe 183 Alarme durch PRECOBS ausgelöst. Auf einen ausgelösten Alarm kamen damit im Durchschnitt bis zu 48 Arbeitsstunden für die Polizeibeamten. In Stuttgart haben die Wissenschaftler einen besonders starken Rückgang der Wohnungseinbruchszahlen in den durch PRECOBS ausgemachten „Near Repeat Areas“ festgestellt, während in Karlsruhe die Fallzahlen über den Beobachtungszeitraum konstant blieben. Laut den Autoren der Studie lässt sich die Wirksamkeit von Predictive Policing trotzdem nicht eindeutig nachweisen. Das würde vor allem an Schwankungen und methodischen Einschränkungen liegen. So sei der Evaluationszeitraum recht kurz gewesen und ginge mit einem Verzicht auf ein experimentelles Design und eine eingeschränkte Anzahl an Testgebieten einher. Zudem würde sich PRECOBS in ländlichen Gebieten aufgrund eines geringeren Ballungsgebietes nach Expertenmeinung weniger eignen. Außerdem lässt sich die Wirksamkeit nicht losgelöst von den polizeilichen Folgemaßnahmen ermitteln.</p>
<p>Während die Hälfte der befragten Polizeibeamten den Einsatz befürwortet, haben vor allem Beamte, die mit einer Vielzahl von Alarmen konfrontiert wurden, eine negative Meinung über PRECOBS. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Meinung wegen einer gefühlten Mehrbelastung zustande kommt, da die Beamten im Alarmfall andere Arbeiten liegen ließen.</p>
<h3>Einsatz contra Datenschutz?</h3>
<p>Für Alexander Gluba ist es daher wichtig, dass dem Personal die Skepsis gegenüber der Technologie genommen wird – auch weil damit Ängste vor einem Know how-Verfall oder vor Stellenabbau begegnet würde. Das Problem liegt hier überspitzt in einem Informationsdefizit der Beamten gegenüber den Analysten und der Notwendigkeit, die Funktionsweise der Algorithmen transparent zu gestalten. Auch aus der Perspektive des Datenschutzes ist dies wünschenswert. Alexander Sander vom Verein <a href="https://digitalegesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Gesellschaft</a> weist in diesem Zusammenhang auf die Gefahr einer Verlagerung der Kriminalität hin. Wenn nur schon vorhandene Daten in die Prognosen einfließen würden, könnten andere Verbrechen übersehen werden. Auch gelten Daten, die bei der Einbruchsprävention helfen, nicht als sensibel, aber anhand des Testlaufs für die Gesichtserkennungssoftware am Berliner Bahnhof Südkreuz erkennt Sander auch in Deutschland eine Tendenz zu verstärkter Verhaltenskontrolle bei Personen. Zumindest in China ist die <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/China-Gesichtserkennung-zur-Verkehrserziehung-3761915.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesichtserkennung schon im Einsatz</a>, um Rotsünder durch Social Shaming zu disziplinieren.</p>
<p>Ob sich in Deutschland der Einsatz von Predictive Policing ähnlich entwickeln wird, bleibt kontrovers, denn personenbezogene Daten dürfen bisher aus Datenschutzgründen nicht genutzt werden. Deshalb wurde die Software PRECOBS vom Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz, Dr. Thomas Petri, auch nicht beanstandet. Eine eher negative Perzeption der Software liegt vielleicht auch an dem überschwänglichen Erfolgsmarketing der Hersteller und reißerischen Medienberichte á la „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Minority_Report" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Minority Report</a>“. Die Technologie ist nicht in der Lage, die Zukunft vorherzusehen. Das Risiko für mögliche Verbrechen wird auf der Grundlage von Mustern in vorhandenen Daten errechnet. Damit arbeiten die Algorithmen nur so gut, wie ihre Datenbasis es zulässt. Auch stellt sich die Frage, welche Arten von Verbrechen sich vorhersagen lassen – und welche nicht. Letztendlich müssen menschliche Analysten die Handlungsentscheidungen treffen. Predictive Policing könnte ohne die Verwendung personenbezogener Daten eine sinnvolle und legitime Ergänzung der polizeilichen Arbeit darstellen. Ob sich der Einsatz aber wirklich auszahlt, kann nur durch Langzeitstudien geklärt werden.</p>
<p>Titelbild: Tarot by Rirriz via <a href="https://pixabay.com/de/tarot-karten-verm%C3%B6gen-symbol-2414239/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428 size-medium" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011-305x53.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Verbrechensaufklärung und Bürgerdialog: Die Polizei in sozialen Netzwerken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2016 15:24:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht nur die Politik nutzt soziale Netzwerke für ihre Außendarstellung und als Informationsplattform. Für die Zivilgesellschaft sind Plattformen wie Twitter, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Polizei-Leipzig-zuschnitt.jpg" rel="attachment wp-att-126710"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-148505 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Polizei-Leipzig-zuschnitt.jpg" alt="Polizei Sachsen, Twitter" width="640" height="280" /></a>Nicht nur die Politik nutzt soziale Netzwerke für ihre Außendarstellung und als Informationsplattform. Für die Zivilgesellschaft sind Plattformen wie Twitter, Facebook oder Instagram längst wichtige Diskursräume. Auch staatliche Institutionen finden sich vermehrt im virtuellen Netzwerk, so beispielsweise Polizeibehörden. In der Flüchtlingsdebatte kann die Polizei eine wichtigere Rolle einnehmen – als „Gegenrede“ zu lancierten Gerüchten und Mutmaßungen.</p>
<p>Die Aktivitäten von Behörden im Internet zur Verbrechensaufklärung oder allgemeinen Gefahreneinschätzung sind auch in Deutschland längst kein neues Phänomen. So kam es in der Vergangenheit zu ersten Erfolgen durch Facebook-Fahndungen. Bereits im Jahr 2011 machte die Polizei Hannover erste positive Erfahrungen mit diesem Ansatz. Niedersachsen avancierte zu dem Bundesland mit der intensivsten Nutzung. Die Politik beschäftigte sich daraufhin mit den Potenzialen und Risiken. Über Vor- und Nachteile diskutierten bereits in der Vergangenheit Experten auf <a href="http://politik-digital.de/netzstandpunkte/thema-soll-die-polizei-facebook-zur-fahndung-nutzen-125152/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>.</p>
<p>Soziale Netzwerke stehen für Möglichkeiten sowie Gefahren. Behörden können beispielsweise digitale Plattformen für die Auswahl geeigneter MitarbeiterInnen nutzen, wie es bereits bei der Personalakquise von Unternehmen üblich ist. Für die ureigene Aufgabe der Verbrechensaufklärung und Gefahrenabwehr muss die Polizei mittlerweile auch die Kommunikationsformen im Internet kennen, da sich kriminelle Motivationen zunehmend auch im Cyberspace bemerkbar machen.</p>
<p>Die gezielte Verbreitung von Gerüchten durch NutzerInnen von sozialen Netzwerken, vor allem über mutmaßlich durch Flüchtlinge begangene Straftaten, ist ein neueres Phänomen, mit dem sich die Polizei auseinandersetzen muss.</p>
<h3>Polizei genervt von (Online-)Gerüchten</h3>
<p>Im Zuge der Flüchtlingsdiskussion finden sich gerade in den deutschsprachigen sozialen Netzwerken gezielt geschürte Gerüchte über Straftaten von Flüchtlingen wieder. Vorsätzlich gestreute Beschuldigungen können Risiken möglicher Eskalation bergen und gegebenenfalls zu Übergriffen anstiften. Die Gefahr von Selbstjustiz durch Bürgerwehren, die sich auch auf sozialen Netzwerken organisieren, wurde in den Wochen nach der Silvesternacht verstärkt diskutiert.</p>
<p>Die Behörden zeigen sich zunehmend genervt von Gerüchten,<a href="http://www.mdr.de/sachsen/falschmeldungen-ueber-straftaten-um-asylbewerber100_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> wie die Leipziger Polizei mitteilt</a>. Strafverfolgungsbehörden sind aufgrund des Legalitätsprinzips zu Ermittlungsverfahren angehalten, wenn durch ein Gerücht auf eine mögliche Straftat hingewiesen wird. Falsche Gerüchte binden viel Arbeitszeit und Arbeitskraft, berichten die BeamtInnen aus Leipzig, und behindern eine effiziente Polizeiarbeit. Derweil appellieren einige KollegInnen, so auch die <a href="http://www.berliner-zeitung.de/polizei/13-jaehrige-in-berlin-marzahn-polizei-dementiert-vergewaltigung-und-appelliert-an-internetnutzer,10809296,33548968.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Polizei</a>, an die InternetnutzerInnen, sensibler mit schwerwiegenden Vorwürfen umgehen.</p>
<h3>Polizei kann Gerüchten Online entgegentreten</h3>
<p>Die Vorstellung von kriminellen Flüchtlingen in der deutschen Flüchtlingsdebatte ist präsent, somit  muss gerade ein Exekutivorgan wie die Polizei mit Aufmerksamkeit und Sensibilität reagieren. Das gelang im Oktober 2015 einer Polizeibehörde in Mecklenburg-Vorpommern, als sie eine <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article147963176/Nein-es-hat-seitdem-nicht-mehr-Einbrueche-gegeben.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Offensive</a> gegen eine pauschale Verurteilung von Flüchtlingen als Kriminelle startete. Die Polizei Vorpommern-Greifswald griff zu Fakten und präsentierte die nackten Zahlen: Das Ergebnis der statistischen Darstellung zeigte keinen Kriminalitätsanstieg im diskutierten Zeitraum.</p>
<h3>(Digital) Community Policing?</h3>
<p>Community Policing ist ein Konzept aus der Polizeiforschung, das die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bevölkerung vor Ort (meist auf kommunaler Ebene) verbessern soll. Es dient in erster Linie  der verbesserten Kommunikation und soll gemeinsame Probleme präventiv lösen.</p>
<p>In diesem Zusammenhang scheint es daher besonders interessant, welche Möglichkeiten sich aus der aktiven Nutzung sozialer Netzwerken durch die Polizei ergeben könnten. Kann der Polizei-BürgerInnen-Dialog durch soziale Netzwerke nachhaltig gefördert werden? Welche Konzepte können das Vertrauensverhältnis verbessern? Diese Fragen könnten in der Zukunft von größerer Bedeutung werden, vorausgesetzt die Politik wird sich der Relevanz neuer Technologien bewusst und setzt hier neue Akzente. Die Flüchtlingsdebatte zeigt bereits eindrücklich, dass die BeamtInnen vor neuen digitalen Herausforderungen stehen.</p>
<p>Bild: Screenshot des Twittter-Profils der <a href="https://twitter.com/polizeisachsen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Polizei Sachsen </a></p>
<h2> <img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011-305x53.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="305" height="53" /></h2>
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		<title>Polizei:  Gefällt mir*Kommentieren*Teilen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2011 10:23:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[IKT]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<category><![CDATA[Sebastian Denef]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Fraunhofer-Institut]]></category>
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					<description><![CDATA[Soziale Medien, Internet- und Kommunikationstechnologien beeinflussen zunehmend die Arbeit der Polizei. Eine Studie des EU-Projekts COMPOSITE geht der Frage nach, welche Technologien bei Europas Polizeien zum Einsatz kommen.
<p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Soziale Medien, Internet- und Kommunikationstechnologien beeinflussen zunehmend die Arbeit der Polizei. Eine Studie des EU-Projekts COMPOSITE geht der Frage nach, welche Technologien bei Europas Polizeien zum Einsatz kommen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Gegenstand der vergleichenden Studie &#8211; COMPOSITE steht für Comparative Police Studies in the EU &#8211;  war u.a. die Frage, wie sich die eingesetzten Technologien in den untersuchten Ländern unterscheiden, welche kulturellen und organisatorischen Gründe dafür verantwortlich sind und welche Gemeinsamkeiten und länderübergreifenden Kooperationen es gibt. Außerdem wird untersucht, welche Perspektiven sich durch die neuen Technologien und Social-Media-Kanäle für die Polizeiarbeit ergeben. Über die bisherigen Erkenntnisse sprach politik-digital.de mit Sebastian Denef vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT), das an der Studie beteiligt ist.
</p>
<p>
<b>Herr Denef, wie ist die Gesamtstudie angelegt, welche Untersuchungen folgen noch?</b></p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Sebastian_Denef.jpg" alt="Sebastian_Denef,_FIT" title="Sebastian_Denef,_FIT" width="170" align="left" height="230" />Unsere Studie fand im Rahmen des von der Europäischen Kommission geförderten Projekts &#8216;COMPOSITE&#8217; statt, das Veränderungsprozesse bei Polizeiorganisationen in zehn europäischen Ländern untersucht. Dieses Projekt begann im August 2010 und ist für eine Laufzeit von vier Jahren geplant.  <br />
In der durchgeführten Studie befragten wir Polizisten aus den beteiligten Ländern nach aktuellen und geplanten Projekten und sprachen mit Industrievertretern über die neuesten technischen Entwicklungen. Ziel der Studie war es, Themenfelder von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bei den Polizeien zu identifizieren. </p>
<p>Auf der Basis der Ergebnisse werden wir zunächst Workshops organisieren, bei denen Polizisten und Technologieentwickler sich austauschen. Im Anschluss wird es darum gehen, die Themenfelder vor Ort zu studieren und dabei auch die Sichtweisen der Bürger auf die neuen Technologien bei den Polizeien zu untersuchen.</p>
<p><b>In der Studie sprechen Sie von zu berücksichtigenden  kulturellen und sozialen Unterschieden der Länder. Können Sie das näher erläutern?</b>
</p>
<p>
Die Veränderungen, die in den beteiligten Ländern anstehen, sind unterschiedlich. Schon in Deutschland gibt es da große Unterschiede. In Brandenburg etwa sinkt die Bevölkerungszahl und die Polizei muss sich entsprechend verkleinern und daher Dienstleistungen mobil in Polizeifahrzeugen anbieten, die vorher nur auf Wachen durchgeführt werden konnten, ein Problem, das in anderen Regionen Deutschlands nicht besteht. Im europäischen Vergleich steht z. B. die deutsche Bundespolizei vor der Herausforderung, einen wachsenden Reiseverkehr zu bewältigen, wohingegen in den neuen europäischen Staaten die Grenzpolizeien damit beschäftigt sind, die Richtlinien des Schengen-Abkommens umzusetzen.</p>
<p><b></b><b>Welche Technologien werden in anderen Ländern stärker oder ausschließlich eingesetzt, welche primär in Deutschland?</b></p>
<p>Nur ausgewählte Projekte, etwa die Entwicklung von mobilen Körperscannern in den Niederlanden, fanden sich nicht in anderen Ländern. Auffällig war auch, was den Einsatz von Social Media als Mittel der Kommunikation angeht, dass besonders die Polizeien in Großbritannien und den Niederlanden damit schon umfangreiche Erfahrungen gesammelt haben.</p>
<p><b>Welche künftigen Techniken erwarten Sie und die von Ihnen befragten Firmen?</b></p>
<p>Die neuen Systeme sollen dem Polizisten Informationen in Echtzeit, d.h. unmittelbar, ortsbezogen und mobil zur Verfügung stellen. Der Polizist wird so so vor Ort bei seiner Arbeit unterstützt und kann auch Berichte zeitnah verfassen. </p>
<p><b>Wie stark werden soziale Medien zur Öffentlichkeitsarbeit in den untersuchten Ländern eingesetzt?</b></p>
<p>In den Niederlanden können sich die Bürger <a href="http://www.burgernet.nl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online</a> aktuelle lokale Informationen von der Polizei abonnieren, die sie per SMS erhalten. Zudem wird die Bevölkerung mittels Twitter über aktuelle Ereignisse informiert, etwa vor Autodieben gewarnt oder um Mithilfe bei der Personensuche gebeten. In Großbritannien versteht die Polizei soziale Medien als einen Kanal, über den die Polizei bürgernäher und transparenter werden kann. Erste Tests mit der intensiven Nutzung von Twitter wurden dort durchgeführt, bei der die Polizei umfassend und nahezu kontinuierlich über ihre Arbeit <a href="http://www.gmp.police.uk/mainsite/pages/68ff568654153da6802577bd001fd68a.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtet</a>. Andere Polizeien in Europa verwenden soziale Medien wie YouTube lediglich als weiteren Kanal, auf dem allgemeine Informationsvideos über die Polizeiarbeit veröffentlicht werden.</p>
<p><b>Rechnen Sie in Deutschland mit &quot;Verbrechensreport-Apps&quot;, Tweets wie in den Niederlanden, wo auch über den Einsatz von Skype nachgedacht wird, oder mit YouTube-Berichten wie in Mazedonien?</b></p>
<p>Obwohl wir in unserer Studie auf große Übereinstimmungen zwischen den Ländern stießen, lernten wir auch, etwa aus Großbritannien, dass es Technologien gibt, die in Deutschland in dieser Breite nicht eingesetzt werden. Dort steigt etwa durch eine umfassende automatische Erfassung von Autokennzeichen die Anzahl der Personenüberprüfungen. IKT bei der Polizei ist also durchaus länderspezifisch und man kann nicht zwingend von der Nutzung oder Einführung in einem Land auf ein anderes Land schließen. Wie genau die Zukunft von Social Media bei der deutschen Polizei aussehen wird, welchen Nutzen, welche Akzeptanz der Einsatz haben wird, kann ich nicht vorhersehen. Klar scheint aber, dass es ein Thema ist, das die Polizeien in der Zukunft beschäftigen wird.</p>
<p><b>Welches Maß an Transparenz der Polizeiarbeit wird durch die sozialen Medien notwendig – und ist dieses angesichts ermittlungstaktischer Beschränkungen überhaupt leistbar?</b></p>
<p>Wie unsere Studie zeigt, wird der Einsatz von Social Media oft als Mittel der Kommunikation verstanden, um die Arbeit der Polizei transparenter und bürgernäher zu gestalten. Inwieweit dies möglich oder erfolgreich ist, ist Teil der weiteren Forschung. <br />
Ganz unabhängig vom Einsatz dieser Medien durch die Polizeien nutzen aber auch die Bürger selbst diese neuen Medien und bringen die Arbeit der Polizei ins Licht der Öffentlichkeit – ebenfalls eine Veränderung für die Polizeiorganisationen.</p>
<p><b>Wie sehr sind soziale Medien auch als Ermittlungsgrundlage relevant? Wohin geht Ihres Erachtens der Trend?</b></p>
<p>Auch dies ist ein Thema, dass die Polizeien derzeit beschäftigt. Vorgehensweisen für die Ermittlung werden definiert, Softwareanbieter entwickeln Systeme für Polizeien, die die Beamten in der Ermittlung online unterstützen sollen. Wie die Ermittlung online aber genau ausgeprägt sein wird, ist noch offen. Die wachsende Vernetzung des gesellschaftlichen Lebens mit Social Media macht die Relevanz dieses Themas für die Polizei deutlich. Wir verstehen das große Interesse an unserer Forschung, sowohl von Seiten der Öffentlichkeit, als auch von Seiten der Polizei, als einen positiven Indikator dafür, dass ein Dialog darüber notwendig und gewünscht ist. </p>
<p><b>Welche Probleme, die erst durch den Einsatz der IKTs generiert werden, sehen Sie für die Polizei? Zu denken wäre da bspw. an Hackerangriffe auf zentrale Rechner oder Intranets. </b></p>
<p>Die Sicherheitsanforderungen an polizeiliche Informationssysteme sind zweifelsohne hoch, gerade im europäischen Kontext. Wir fokussieren unsere Arbeit aber vor allem auf sozio-technische Herausforderungen, denn neue IKT muss in die bestehende Organisation und Arbeitsabläufe integriert werden. Die Bedienerfreundlichkeit der Geräte im Einsatz, die Schulung der Mitarbeiter und die Berücksichtigung der Kultur und Identität der Polizeien stellen hohe Anforderungen an die Entwicklung dieser Technologien. </p>
<p><i>Sebastian Denef arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer Institut für angewandte Informationstechnik (FIT) in Sankt Augustin und leitet im europäischen Projekt COMPOSITE zu Veränderungsprozessen in Europäischen Polizeiorganisationen das Arbeitspaket “Technology Adaptation”. Sein Forschungsinteresse gilt der Gestaltung von Computertechnologie in sozialen Kontexten. Sebastian Denef studierte Media System Design an der Hochschule Darmstadt und promoviert derzeit an der Technischen Universität Delft.</i></p>
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		<title>Polizei auf Facebook und via App</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simone Schiedchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 12:09:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Polizei in NRW und Hannover ist im Zeitalter von Facebook und Apps angekommen. Beide Behörden wollen damit ihre Fahndungserfolge erhöhen. Wird dieses Ziel erreicht, werden auch andere Behörden dem Modell folgen.
<p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Polizei in NRW und Hannover ist im Zeitalter von Facebook und Apps angekommen. Beide Behörden wollen damit ihre Fahndungserfolge erhöhen. Wird dieses Ziel erreicht, werden auch andere Behörden dem Modell folgen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Die <a target="_blank" href="http://www.facebook.com/pages/Polizei-Hannover/133054050097807?ref=ts" rel="noopener noreferrer">Polizei Hannover</a> nutzt seit dem 1. März das soziale Netzwerk Facebook zur Verbreitung von Pressemitteilungen. Die beiden aktuellen Mitteilungen auf der Seite sind bisher Fahndungsaufrufe nach zwei vermissten Jugendlichen. In Hannover erhofft man sich mit dem laut eigenen Angaben ersten bundesdeutschen Facebook-Auftritt einer Polizeibehörde mehr Aufmerksamkeit und größere Fahndungserfolge. Zeugenaussagen und Strafanzeigen sollen hier jedoch ausdrücklich nicht entgegengenommen werden. In der jetzigen Pilotphase wird das Modell zunächst sechs Monate lang getestet.  
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" width="200" height="181" src="/wp-content/uploads/IMG_20110303_105505_7.jpg" />
</div>
<p>
<br />
Eine zweite Möglichkeit, aktuelle Polizeimeldungen zu verfolgen, bietet die Polizei Nordrhein Westfalen mit ihrer &quot;<a target="_blank" href="http://www.polizei.nrw.de/service/polizei-nrw-app/article/polizei-nrw-app.html" rel="noopener noreferrer">Polizei NRW App</a>&quot;. Nutzer können sich hier über Verbrechen, aktuelle Unfälle und die nächstgelegene Polizeistation informieren. Die letzten Meldungen sind unter anderem: &quot;Sprakel &#8211; Auto landet in Schaufenster&quot; und &quot;Polizei Köln fahndet nach Intensivtäter&quot;. Aufgrund des Erfolges &#8211; täglich wird die App bis zu 10.000 Mal heruntergeladen &#8211; sind andere Bundesländer bereits ebenfalls an diesem Dienst interessiert. </p>
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		<title>Leben im roten Bereich</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/leben-im-roten-bereich-4007/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 15:58:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
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					<description><![CDATA[Gute Meldung für ängstliche Briten: Das <a href="http://www.homeoffice.gov.uk/about-us/news/crime-maps" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Innenministerium</a> will die Kriminalitätsstatistiken des Königreiches noch 2008 benutzerfreundlich kartografiert ins Internet stellen. Damit sollen die Einwohner an die lokale Polizeiarbeit herangeführt werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Meldung für ängstliche Briten: Das <a href="http://www.homeoffice.gov.uk/about-us/news/crime-maps" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Innenministerium</a> will die Kriminalitätsstatistiken des Königreiches noch 2008 benutzerfreundlich kartografiert ins Internet stellen. Damit sollen die Einwohner an die lokale Polizeiarbeit herangeführt werden.<!--break--></p>
<p>
Die Polizei in der Hauptstadt London hat bereits einen Anfang gemacht. Auf einer <a href="http://maps.met.police.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">interaktiven Karte</a> kann man Diebstahl, Raub und Autobrüche auf Stadtbezirke bezogen ablesen. In Zukunft soll dies jedoch noch verfeinert werden. Bis auf Straße und Platz herunter gebrochen soll das gesamte Königreich in blaue, gelbe und rote Gegenden unterteilt werden.
</p>
<p>
Gute Vorbilder kommen dabei aus dem USA. Die Polizeikollegen aus <a href="http://www.lapdcrimemaps.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Los Angeles</a> vermerken Verbrechen punkt- und taggenau, die Seite <a href="http://www.spotcrime.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spotcrime.com</a> erzählt sogar noch kurz die Geschichte zu jeder Straftat. Ob das britische Innenministerium den stigmatisierten Quartieren unter die Arme greift, vermeldete es nicht.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Lycos: Polizei chattet mit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/lycos-polizei-chattet-mit-3699/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 09:20:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Internetwache]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Service]]></category>
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					<description><![CDATA[„Internetwache – Straftaten melden“ - mit diesen Worten macht das Internetunternehmen Lycos  derzeit seine jugendlichen Nutzer auf die neuste Errungenschaft zur Erhöhung der Sicherheit in Chats aufmerksam. Selbstmordankündigung, Verabredungen zu Verbrechen im Internet, Gewaltandrohung im Chat - ein Polizei-Notruf-Button soll helfen. Guido Karl, Verantwortlicher für Online-Services der Polizei und Mitarbeiter des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen, zweifelt derzeit noch an der Praktikabilität des Vorhabens.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Internetwache – Straftaten melden“ &#8211; mit diesen Worten macht das Internetunternehmen Lycos  derzeit seine jugendlichen Nutzer auf die neuste Errungenschaft zur Erhöhung der Sicherheit in Chats aufmerksam. Selbstmordankündigung, Verabredungen zu Verbrechen im Internet, Gewaltandrohung im Chat &#8211; ein Polizei-Notruf-Button soll helfen. Guido Karl, Verantwortlicher für Online-Services der Polizei und Mitarbeiter des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen, zweifelt derzeit noch an der Praktikabilität des Vorhabens.<!--break--></p>
<p>
Lycos beansprucht für sich mit dieser neuen <a href="http://de.worldsbiggestchat.com/bridge/" target="_blank" title="Lycos-Stellungnahme" rel="noopener noreferrer">Funktion</a> eine Vorreiterrolle in Sachen Jugendschutz und Sicherheit unter den kommerziellen Chatanbietern in Deutschland.
</p>
<p><b>Online-Straftaten  &#8211; Internetwache?</b></p>
<p>
Mit der Integration des Alarmbuttons in den Chats betritt das Unternehmen tatsächlich neue Pfade. Bei Gefahr in Verzug müssen die Jugendlichen nicht erst einen Moderator kontaktieren, sondern können sich mit einem Klick direkt mit der <a href="https://www.polizei-nrw.de/internetwache/Start/" target="_blank" title="Internetwache NRW" rel="noopener noreferrer">Internetwache der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen </a>verbinden. Dort können Chatter, die ihr Leben oder Eigentum bedroht sehen, die eine Verabredung zu einer Straftat beobachten oder Selbstmorddrohungen von anderen Nutzern empfangen, dieses mittels eines Online-Formulars direkt der Polizei melden.<br />
Chatter werden aufgefordert, fragwürdige oder bedrohliche Passagen mitzuschneiden und in das Formular einzufügen. Nach der Angabe persönlicher Daten und der Quelle der Informationen müssen die Jugendlichen nur noch die Datenschutzrichtlinien und die Hinweise zu strafrechtlichen Bestimmungen lesen, verstehen und deren Kenntnisnahme bestätigen, und schon geht die Meldungen bei einem der Mitarbeiter der Internetwache NRW ein.<br />
Diese ist 24 Stunden am Tag erreichbar und steht nicht nur den Kunden von Lycos, sondern jedem Internetnutzer zur Verfügung.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/080122_internetwache_nrw.jpg" alt="Internetwache NRW" title="Internetwache NRW" height="369" width="400" />
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Keine deutschlandweite Internetwache</b>
</p>
<p>
Guido Karl, <a href="http://k11.de/blog/" target="_blank" title="Blog K11" rel="noopener noreferrer">Blogger</a> und Verantwortlicher für die Internetwache, äußerte sich in einem Telefoninterview mit politik-digital.de grundlegend positiv zu der Initiative von Lycos, hält sie aber für nicht gut durchdacht.<br />
Die Internetwache NRW ist nur eine von derzeit zehn deutschlandweit. Laut Karl ist Ihre Zuständigkeit nur auf Straftaten in Nordrhein-Westfalen beschränkt, für eine Anzeige von einem in Hamburg lebenden Chatter ist die von Lycos verlinkte Internetwache daher gar nicht zuständig. Die  Online-Services der Polizei sind Ländersache, ein zentrales Angebot für ganz Deutschland gibt es bisher nicht.<br />
Bedenken, dass die Möglichkeit zur Online-Anzeige für Scherze missbraucht werden könnte hat Guido Karl nicht. Insgesamt werde der Service der Polizei von den Nutzern sehr ernst genommen. Die Zahl der Falschmeldungen liegt derzeit bei unter einem Prozent.<br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia</b>
</p>
<p>
Auch andere Chatanbieter zeigen Eigeninitiative in Sachen Jugendschutz. Im November 2007 schlossen sich  Lycos,  AOL Deutschland, Knuddels und die RTL Interactive GmbH zu der  Initiative <a href="http://www.fsm.de/inhalt.doc/PM_2007-11-05_Chat.pdf" target="_blank" title="FSE" rel="noopener noreferrer">„Freiwillige Selbstkontrolle der Chatbetreiber“</a>  zusammen. Unter dem Dachverband der <a href="http://www.fsm.de/" target="_blank" title="FSE" rel="noopener noreferrer">„Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter“</a> (FSE)  haben sie sich das Ziel gesetzt, durch einen freiwilligen Verhaltenskodex den Kinder- und Jugendschutz im Internet verbessern und die Sicherheit in Chats zu erhöhen.<br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Verhaltenscodex</b>
</p>
<p>
Mit der Unterzeichnung des <a href="http://www.fsm.de/inhalt.doc/Verhaltenssubkodex_Chat.pdf" target="_blank" title="Verhaltenssubkodex PDF" rel="noopener noreferrer">Verhaltenskodex für Chatanbieter</a>  verpflichen sich die Mitglieder zur Einhaltung bestimmter Maßnahmen. Der Kodex sieht unter anderem eine Moderation aller Chats in den stark von Jugendlichen frequentierten Zeiten zwischen 10.00 und 22.00 Uhr vor.  Eine weitere Initiative ist eine von den Anbietern gemeinsam gepflegte „Bad-Word-Liste“  jugendgefährdender Worte, die nicht im Chat genutzt werden dürfen und ein entsprechender Filter.  Auch die Einführung von Sanktionen gegen User, die gegen die Chat-Regeln verstoßen und die Entwicklung von technischen Möglichkeiten zur eindeutigen Identifizierung der einzelnen Nutzer sind im Kodex vorgesehen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Freiberg: Bundestrojaner gegen Terroristen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/freiberg-bundestrojaner-gegen-terroristen-3617/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Oct 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[tagesschau.de]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft der Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Freiberg]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Durchsuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestrojaner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Mittwoch, 10. Oktober, war Konrad Freiberg, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er sprach über Online-Durchsuchungen und fehlende Arbeitskräfte bei der Polizei.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Mittwoch, 10. Oktober, war Konrad Freiberg, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er sprach über Online-Durchsuchungen und fehlende Arbeitskräfte bei der Polizei.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Herzlich willkommen im tagesschau-Chat.<br />
Heute ist Konrad Freiberg, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei,<br />
zu uns ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen. Das Bundesverfassungsgericht<br />
befasst sich heute erstmals mit der umstrittenen Online-Durchsuchung<br />
von Computern. Wie steht die Polizeigewerkschaft dazu? Mit welchen<br />
Problemen ist Polizei im Arbeitsalltag konfrontiert? Wie groß<br />
ist der Rückhalt in der Bevölkerung? Liebe User, nutzen<br />
Sie die Gelegenheit, um Konrad Freiberg Ihre Fragen zu stellen!<br />
<br />
Herr Freiberg, ich begrüße Sie. Können wir beginnen?<b></p>
<p>Konrad Freiberg: </b>Gerne.
</p>
<p align="center">
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/kfreiberg85x.jpg" alt="Konrad Freiberg" height="120" width="85" /><br />
</b> <i>Konrad Freiberg<br />
Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei</i>
</p>
<p>
<b> <br />
Kallehh: </b>Wenn bei den Online-Durchsuchungen die Grundlagen<br />
der Hausdurchsuchung angewendet werden sollen, stellt sich mir die<br />
Frage, warum man Bundestrojaner braucht, welche unbemerkt den Computer<br />
durchsuchen sollen? Bei einer Hausdurchsuchung ist es zwingend,<br />
dass die Polizei einen Zeugen zur Durchsuchung hinzuzieht oder aber<br />
auf jeden Fall dem Wohnungsinhaber so schnell als möglich Kenntnis<br />
über die Durchsuchung gibt. Außerdem wird ein Protokoll<br />
erstellt, welches in der Regel der Wohnungsinhaber unterschreibt.<br />
Wird hier nicht versucht, heimlich und das GG verletzend, den Bürger<br />
einfach nur auszuspähen? Es ist nie die Frage wo es anfängt,<br />
es ist immer die große Frage, wo hört es auf?<b></p>
<p>Konrad Freiberg: </b>Ich möchte am Anfang gleich zum Thema<br />
Online-Durchsuchung etwas ausführlicher antworten, weil dies<br />
die Menschen bewegt und weil in der Öffentlichkeit die Diskussion<br />
oftmals ein wenig neben der Sache verläuft. Wir haben eine<br />
wirklich gefährliche Situation in Deutschland. Wir müssen<br />
nach wie vor mit Anschlägen durch islamistische Terroristen<br />
bei uns rechnen. Das ist die Grundlage für die Diskussion.<br />
Wir haben bisher in Deutschland in sieben Fällen konkrete Anschläge<br />
durch Glück und gute Arbeit verhindern können. Deswegen<br />
geht es jetzt bei der Online-Durchsuchung, bei dem Gesetzentwurf,<br />
der zum BKA-Gesetz vorliegt, um eine technische Möglichkeit,<br />
derartige Anschläge zu verhindern. Wir stellen zunehmend fest<br />
&#8211; und werden es in Zukunft noch mehr feststellen können &#8211; dass<br />
auch islamistische Terroristen den Computer, das Internet für<br />
ihre Anschlagsvorbereitungen und ihre Kommunikation benutzen. <br />
Deswegen darf das Internet auch kein Raum sein, wo die Polizei mit<br />
all ihren Möglichkeiten der Überwachung &#8211; natürlich<br />
nach richterlichem Beschluss &#8211; ins Leere läuft. Das wäre<br />
verantwortungslos. <br />
Und bei der so genannten Online-Durchsuchung geht es darum, dass<br />
die Informationen, die wir heute schon erlangen können &#8211; natürlich<br />
soweit die Voraussetzungen vorliegen &#8211; in verdeckter Form erlangt<br />
werden können. Auch heute können wir &#8211; wenn ein konkreter<br />
Verdacht vorliegt &#8211; in Wohnungen hineingehen &#8211; mit richterlichem<br />
Beschluss &#8211; sie durchsuchen und alle Sachen, die zur Terrorabwehr<br />
erforderlich sind, beschlagnahmen. Das heißt, wir können<br />
den Computer, die gesamte Festplatte (auf der sich auch alles Private<br />
befindet) mitnehmen. Das heißt: Es ist nichts neues, was ein<br />
Eindringen in die Privatsphäre bedeutet. <br />
Das Neue, das in diesem Gesetzentwurf enthalten ist, ist, dass dieses<br />
zukünftig auch verdeckt geschehen kann. Das heißt, dass<br />
derjenige, den es betrifft, davon erst später zu einem anderen<br />
Zeitpunkt erfährt. Das kann durchaus taktisch sinnvoll sein<br />
um zum Beispiel nicht andere Mittäter zu warnen. Und jetzt<br />
gilt es, die Einschränkungen, die das Bundesverfassungsgericht<br />
in vielen Fällen gemacht hat, auch hierauf zu übertragen.<br />
Das heißt: Schutz der Persönlichkeitssphäre. Deswegen<br />
sollten wir das Verfassungsgerichtsurteil im März nächsten<br />
Jahres abwarten, um zu sehen, wie das Bundesverfassungsgericht die<br />
Möglichkeiten zulässt bzw. begrenzt.<b></p>
<p>Moderatorin: </b>Eine erste Nachfrage:<b></p>
<p>haibaer:</b> Herr Freiberg, die Polizei kann heimlich in Wohnungen<br />
einbrechen?<b></p>
<p>Konrad Freiberg: </b>Die Polizei kann heimlich in Wohnungen<br />
einbrechen. Die Polizei hat in vielen Fällen Durchsuchungsbeschlüsse<br />
und dann gibt es gewisse Formvorschriften: Nämlich, dass der<br />
Betroffene bzw. ein Dritter anwesend ist bzw. wenn keine Person<br />
greifbar ist, geht die Polizei alleine rein. Die Polizei geht auch<br />
in anderen Fällen (zum Beispiel Fällen der Schwerkriminalität)<br />
in besonderer Form vor (zum Beispiel verdeckte Ermittler) oder zum<br />
Beispiel mittels besonderer Technik. Alles wird rechtsstaatlich<br />
genehmigt, so dass polizeiliches Handeln hinterher immer kontrollierbar<br />
ist.<b></p>
<p>bluegrass: </b>Sehr geehrter Herr Freiberg, im Gesetzesentwurf<br />
wird aber davon gesprochen, dass die Online-Durchsuchung auch ohne<br />
eine Genehmigung eines Richters erfolgen kann.
</p>
<p>
<b>Konrad Freiberg:</b> Zu diesem Gesetzesentwurf &#8211; das<br />
ist ja erst ein Entwurf von Herrn Schäuble, es ist noch kein<br />
Regierungsentwurf &#8211; sind wir der Meinung, das dieses nicht sein<br />
kann. Und ich denke, dass das Bundesverfassungsgericht deutlich<br />
machen wird, dass vom ersten Tag an ein richterlicher Beschluss<br />
vorliegen muss.</p>
<p><b>horst:</b> Wer wird entscheiden, wann eine Online-Durchsuchung<br />
vorgenommen werden darf?
</p>
<p>
<b>Konrad Freiberg</b>: Wenn eine derartige Regelung<br />
kommt, wird natürlich die zuständige Dienststelle &#8211; in<br />
diesem Falle das BKA, der Staatsschutz &#8211; einen Antrag stellen &#8211;<br />
mit Genehmigung des Präsidenten der BKA &#8211; und dann muss es<br />
über die Staatsanwaltschaft an das Gericht gehen.</p>
<p><b>strigga:</b> Wird der Überwachte &#8211; auch bei Nichterfolg<br />
&#8211; immer davon informiert werden, dass er untersucht wurde? Wenn<br />
ja: Wer garantiert das? </p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Wir müssen die Rechtsprechung<br />
des Bundesverfassungsgerichtes abwarten. In der Regel glaube ich,<br />
wird ein Gesetz kommen, dass derjenige, der betroffen ist, auch<br />
ein Recht auf Benachrichtigung hat. Davon gehe ich aus, dass dieses<br />
so sein wird.</p>
<p><b>Flozzy: </b>Ist die Online-Durchsuchung mit dem Vorwand<br />
der Terrorabwehr nicht nur der erste Schritt, die Bevölkerung<br />
dafür zu desensibilisieren, um später auch aus diversen<br />
anderen Gründen Computer auszuspähen?
</p>
<p>
<b>Konrad Freiberg:</b> Ich habe volles Verständnis<br />
für die Ängste, die in der Öffentlichkeit bestehen.<br />
Diese sind zum Teil durch eine ungeschickte Vorgehensweise von Herrn<br />
Schäuble entstanden. Deswegen gilt es, Akzeptanz zu schaffen<br />
für polizeiliche Maßnahmen. Ohne Akzeptanz kann Polizei<br />
nicht erfolgreich sein. Deswegen muss man deutlich machen, weshalb<br />
man etwas will, zum Beispiel eine Online-Durchsuchung. Dann muss<br />
man deutlich machen, welche Kontrolle es gibt und in welchen Fällen<br />
dies geschehen kann. Aber wir leben in einem Rechtsstaat und die<br />
Bürger werden immer entscheiden, welche Maßnahmen der<br />
Staat ergreifen darf, wie der Staat kontrolliert wird und natürlich,<br />
welche Rechte die Polizei hat.</p>
<p><b>ActionListener:</b> Das Innenministerium behauptet,<br />
eine stark eingegrenzte Suche auf dem Zielrechner im Rahmen der<br />
Online-Durchsuchung sicherstellen zu können, um damit die Privatsphäre<br />
und den Kernbereich privater Lebensgestaltung zu schützen.<br />
Wie sollen die Fahnder im Vorfeld zwischen unantastbaren Inhalten<br />
und potenziell kriminellen Inhalten unterscheiden, ohne eine eingehende<br />
Prüfung dieser Inhalte? </p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Wir haben heute ja viele Fälle,<br />
in denen wir bei Schwerkriminalität Wohnungen durchsuchen (mit<br />
Festplatte) und sicherstellen. Zu Tausenden! Wo auch Privates enthalten<br />
ist. Wir gucken dann immer nur nach dem, was mit diesem Fall zu<br />
tun hat. Wenn dieses zukünftig mit einer Software geschehen<br />
soll, dann gibt es einerseits die Möglichkeit mit Strukturabfragen,<br />
dass die Software nur Daten erfasst, die mit dem Fall zu tun haben.<br />
Aber wenn die Software auch Privates erfasst, bekommt der Richter<br />
dieses dann auf den Schreibtisch und kann beurteilen, welche Erkenntnisse<br />
die Polizei erlangt hat und zu welchem Zweck.</p>
<p><b>invisible:</b> Wie soll eine solche Strukturabfrage<br />
funktionieren?</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Dafür gibt es Programmierer,<br />
die dieses machen. Natürlich wird das nicht in allen Fällen<br />
funktionieren und deswegen kann man auch nicht in allen gedachten<br />
Fällen eine derartige Software überhaupt entwickeln. Das<br />
bleibt abzuwarten.</p>
<p><b>watchman:</b> Ich finde es toll, dass Sie sagen, wir<br />
müssen die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes abwarten.<br />
Aber warum wird dann auf Eile gesetzt?
</p>
<p>
<b>Konrad Freiberg:</b> Auf Eile setzt Bundesinnenminister<br />
Schäuble. Das ist Parteipolitik &#8211; das muss man deutlich sagen.<br />
Ich bin der Auffassung, dass auch die Hochachtung vor dem Bundesverfassungsgericht<br />
es notwendig macht, auf diese Rechtsprechung zu warten. Ich glaube,<br />
es wäre fatal, wenn ein Rechtsstaat Regelungen macht und das<br />
Bundesverfassungsgericht diese Regelungen dann &#8211; zum wiederholten<br />
Male &#8211; als ungültig erklärt.</p>
<p><b>strigga: </b>Wie stellen Sie sich das denn in der Durchführung<br />
vor? Jeder, der technisch einigermaßen versiert ist, wird<br />
das Eindringen des „Bundestrojaners“ verhindern können.<br />
Das ist keine Raketenwissenschaft&#8230;</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Natürlich kann man nicht<br />
alle technischen Möglichkeiten jedermann erläutern. Aber<br />
diese Art von Online-Durchsuchung wird in vielen Ländern Europas<br />
gemacht, bei der Polizei, die Nachrichtendienste machen das und<br />
bei uns hat es das Bundesamt für Verfassungsschutz auch bereits<br />
gemacht. Es funktioniert, aber natürlich nicht in allen Fällen<br />
ohne Zweifel.</p>
<p><b>Gabriel: </b>Werden denn die erfassten Daten, die sie<br />
als Beispiel bei einer Hausdurchsuchung von mir erfasst haben, weiterhin<br />
gespeichert? Nachdem sie dem Richter vorgelegt wurden und zum Beispiel<br />
als nicht relevant erachtet wurden. </p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Es gibt ja den Grundsatz im Strafprozessrecht,<br />
wenn ich Beweise sammle und der Verdacht bestätigt sich nicht,<br />
dann werden alle diese Erkenntnisse gelöscht, ein für<br />
allemal. Von dorther braucht da keiner Angst haben, weil auch der<br />
Richter in all diesen Fällen der Entscheider ist &#8211; der Einzige<br />
ist, der den gesamten Sachverhalt auf dem Schreibtisch hat. Und<br />
er entscheidet dann, ob dieser Sachverhalt zutrifft oder nicht.</p>
<p><b>Flozzy:</b> Was passiert, angenommen das Fachwissen<br />
reicht aus, wenn ich mich mit einer Firewall gegen „Polizeihacker“<br />
zur Wehr setze? ist das eine Straftat / Widerstand gegen Ermittlung&#8230;?
</p>
<p>
<b>Konrad Freiberg:</b> Nein, natürlich nicht.</p>
<p><b>Eagleeye:</b> Wie sieht es mit der Gerichtsverwertbarkeit<br />
solcher Erkenntnisse aus?</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Die geplante Regelung &#8211; die bisher<br />
vorliegt &#8211; beinhaltet ja eine richterliche Genehmigung. Von dorther<br />
muss das Gericht entscheiden, was mit den Erkenntnissen geschieht.<br />
Wenn eine Straftat vorliegt, entscheidet das Gericht, was verwertet<br />
wird. Wenn keine Straftat vorliegt, dann werde diese Erkenntnisse<br />
dort nicht mehr berücksichtigt und gelöscht.</p>
<p><b>bluegrass:</b> Wenn ein Bundestrojaner auf meinen Rechner<br />
gelangen kann, könnte es auch andere Schadsoftware. Wie wollen<br />
sie sicherstellen, dass die gesammelten Daten auch wirklich von<br />
dem Nutzer dort abgelegt wurden?</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Ich darf nochmal darauf hinweisen,<br />
das wird ja bereits in Europa vielfach angewendet. Und es wurde<br />
auch bei uns angewendet. Nach dem, was uns Experten bestätigt<br />
haben, hinterlässt diese Software keine Spuren, beschädigt<br />
nichts und löst sich hinterher selbst auf.
</p>
<p>
<b>Torsten:</b> Die Polizei hat in den letzten Jahren<br />
ständig neue Kompetenzen bekommen &#8211; besonders im Bereich der<br />
Telekommunikation und des Internets. Sollte die Polizei nicht erst<br />
lernen, mit diesen neuen Fahndungsinstrumenten umzugehen?</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Wir können mit diesen Fahndungsinstrumenten<br />
umgehen. Ich darf darauf hinweisen, dass die Polizei auch erfolgreich<br />
ist. Wir haben mittlerweile 230 Ermittlungsverfahrungen hinsichtlich<br />
islamistischer Terrorismusgefahren. Wir haben auch sieben konkrete<br />
Anschläge verhindern können. Wir sind also durchaus erfolgreich.</p>
<p><b>Wokkocher:</b> In welchen Ländern Europas wird<br />
dies denn konkret gehandhabt? Ich kann mir als Laie zum Beispiel<br />
nur England vorstellen.</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Nein. Es gibt eine Reihe von Ländern,<br />
die haben konkrete Regelungen im Gesetz. Manche Länder handhaben<br />
dies auf einer anderen Rechtsgrundlage, wie wir das eine Zeit lang<br />
auch gemacht haben, bevor der BGH sagte, dass dieses nicht ausreichend<br />
ist: Nämlich auf der Grundlage der Durchsuchungen. Wir haben<br />
Länder wie Frankreich, Slowenien &#8211; und in anderen Ländern<br />
ist es in Vorbereitung: Schweiz, Schweden&#8230;</p>
<p><b>Moderatorin:</b> Eine Nachfrage:</p>
<p><b>PSyc:</b> Soll das ganze nicht präventiv eingesetzt<br />
werden? Wieso also eine Tat beweisen?</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Wenn wir von einer Regelung ausgehen,<br />
die zur Gefahrenabwehr da ist &#8211; und zwar, wenn es darum geht einen<br />
Anschlag zu verhindern &#8211; wird dieses ja immer auch zu einem Tatverdacht<br />
führen. Wenn wir dadurch Anschläge verhindern können<br />
und es würde kein Tatvorhand kommen, löst sich ja alles<br />
als nicht-vorhanden auf. Deswegen würde ich sagen, muss neben<br />
dem Auffinden auch bewiesen werden, dass derjenige Daten/Informationen<br />
angefordert hat und mit diesen Informationen eine Tat ausführen<br />
wollte.</p>
<p><b>gh47kk:</b> Wie will man Schwerstkriminelle mit Online-Durchsuchungen<br />
zu fassen kriegen, wenn diese über fundierte EDV-Kenntnisse<br />
verfügen und sich damit der Überwachung im Prinzip entziehen<br />
können? Kleinkriminelle, ich denke hierbei zum Beispiel an<br />
die Unsitte der illegalen Musikdownloads (meist durch Jugendliche),<br />
wird man auch auf jeden Fall damit zur Strecke bringen können.<br />
Sind solche „Erfolge“ in der Kriminalitätsbekämpfung<br />
eine Aufweichung unseres verbrieften Rechts auf Privatsphäre<br />
wert?
</p>
<p>
<b>Konrad Freiberg: </b>Wir reden im konkreten Fall von<br />
der Gefahrenabwehr von Terroranschlägen, beziehungsweise von<br />
Tätern aus dem Bereich des islamistischen Terrorismus. Es ist<br />
für mich auch bei aller Fantasie nicht vorstellbar und auch<br />
nicht handhabbar, dass die Online-Durchsuchung bei Delikten wie<br />
Online-Piraterie eingesetzt wird. Von daher braucht hier keiner<br />
Angst haben. Das will keiner, das macht keiner und es ist nicht<br />
handhabbar. Die Vorbereitungen für eine Online-Durchsuchung<br />
sind so langwierig, so umfangreich, dass dieses kaum vorstellbar<br />
ist.</p>
<p><b>MannNBG:</b> Anfangs wurde die Notwendigkeit der Online-Durchsuchung<br />
mit der Terrorgefahr begründet, jetzt wird auch Kinderpornographie<br />
genannt. Welche weiteren Kriterien sind geplant? (Stichwort: Aufhebung<br />
des Bankgeheimnis)</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Das ist das Verwirrende an der<br />
aktuellen Diskussion. Jeder redet von etwas anderem und Ängste<br />
werden von vielen Seiten auch „verantwortungsloserweise wirklich<br />
geschürt. Wir reden aktuell nach dem Gesetzentwurf von Herrn<br />
Schäuble lediglich von einer Online-Durchsuchung im Zusammenhang<br />
mit der Gefahrenabwehr von Terroranschlägen. Wiederum reden<br />
manche Politiker davon, diese auch in anderen Fällen der Schwerkriminalität<br />
einzusetzen. Deswegen muss man hier auch immer sagen, worüber<br />
wir hier in dieser Diskussion reden. Ich gehe jetzt davon aus, dass<br />
wir hier nur in der Terrorabwehr eine Regelung vorliegen haben,<br />
über die zu reden es sich lohnt. Natürlich gibt es auch<br />
Politiker, die die Online-Durchsuchung auf andere Kriminalitätsbereiche<br />
ausdehnen wollen. Das führt zwangsläufig zu Verwirrungen.<br />
Und es werden unnötig Ängste geschürt.
</p>
<p>
<b>blazer:</b> Wie wird mit dem Bank- und Steuergeheimnis<br />
umgegangen, wenn ein Computer (mit TANs und Buchhaltungssoftware)<br />
durchsucht wird?</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Wir können nur die geplante<br />
Regelung zur Terrorabwehr zugrunde legen. Danach könnte die<br />
Polizei nur Erkenntnisse, die auf einen Terroranschlag hinweisen,<br />
verwenden. Alles andere nicht. Das bedeutet, die Unterlagen über<br />
Steuern oder Kontounterlagen wären für die Polizei dann<br />
nicht interessant, außer es gibt einen unmittelbaren Bezug<br />
zum Terror.</p>
<p><b>Moderatorin:</b> Weg von den Online-Durchsuchungen<br />
hin zum Terror:</p>
<p><b>csrss.exe:</b> Es gibt Dinge, über die darf man<br />
nicht diskutieren, die muss man einfach machen. Wie kann es angesichts<br />
der täglich steigenden Bedrohungslage sein, dass andere Länder<br />
wie Großbritannien uns gegenüber einen Sicherheitsvorsprung<br />
haben, während bei uns noch diskutiert wird? Sind unsere Gesetzgeber<br />
nicht entschlossen genug?
</p>
<p>
<b>Konrad Freiberg:</b> Im Grundsatz muss man deutlich<br />
herausstellen, dass wir durchaus erfolgreich sind und das die Gesetze<br />
für die tägliche Arbeit vorhanden sind. Im Wesentlichen<br />
haben wir Vollzugsdefizite, das heißt, es wurde zu viel Polizei<br />
eingespart und uns fehlen die Leute zur Kriminalitätsbekämpfung<br />
bzw. zur Terrorabwehr.</p>
<p><b>Freiheit statt Angst:</b> Herr Freiberg, wie schätzen<br />
Sie das Vorgehen der kanadischen Regierung ein? Dort wurden vor<br />
kurzem alle „Terrorgesetze&quot; wieder abgeschafft, weil<br />
man die Freiheit der Bürger nicht weiter gefährden wollte.</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Ich kenne jetzt die Situation<br />
in Kanada nicht. Ich bin aber sicher, dass alle Länder der<br />
westlichen Welt sich vor Terroranschlägen schützen müssen.<br />
Und meines Wissens machen das alle auf ihre Art, mit ihrer Kultur,<br />
mit ihren rechtsstaatlichen Grundsätzen. Ich kenne keinen Staat,<br />
der nichts unternimmt, um sich vor Terror zu schützen.</p>
<p><b>Flozzy: </b>Was halten Sie von Bundeswehreinsätzen<br />
innerhalb der BRD?</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Wir haben ein Grundgesetz, das<br />
im Rahmen des Artikels 35 alle staatlichen Stellen zur gegenseitigen<br />
Amtshilfe verpflichtet. Das geschieht auch bei besonderen Ereignissen,<br />
bei vielen Katastrophen unterstützt uns die Bundeswehr. Das<br />
ist auch gut so, das funktioniert auch. Was wir vehement ablehnen<br />
und wovor wir auch nur warnen können, ist die Bundeswehr mit<br />
polizeilichen Befugnissen zu befassen. Die Bundeswehr hat genug<br />
zu tun, ganz ausdrücklich: Hat schwere schwere Aufgaben vor<br />
sich. Die Polizei hat für die innere Sicherheit in Deutschland<br />
zu sorgen und von daher haben wir eine sinnvolle Aufgabenteilung,<br />
die den Menschen dient.</p>
<p><b>Rat Geber:</b> Sie fordern, dass wir in Deutschland<br />
nicht neue Gesetze, sondern mehr Polizisten brauchen. Ist das wirklich<br />
so, oder benötigen wir vielleicht auch nur eine neue Sicherheitsarchitektur<br />
in Deutschland? Durch Neuausrichtung der Aufgaben von Länder-<br />
und Bundespolizei sowie des Zoll könnte man doch sicherlich<br />
Personalressourcen freisetzen und effektiver zum Einsatz bringen.<br />
Sollte man nicht auch darüber reden, einer Behörde wie<br />
zum Beispiel der Bundespolizei (ehemals Bundesgrenzschutz) neue<br />
Aufgaben zu geben, damit sie die Länderpolizeien mehr entlasten<br />
kann? Oder wäre es eventuell gar besser zu prüfen, ob<br />
die Zeit eine solche Behörde nicht überholt hat, das dringend<br />
benötigte Personal den Polizeien der Länder anzubieten?</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Wir haben im Grundsatz eine gute<br />
Sicherheitsarchitektur in der Aufteilung zwischen Bund und Ländern<br />
und zwischen Polizei und Nachrichtendiensten. Natürlich kann<br />
auch alles verbessert werden, ohne Zweifel, aber ich glaube diese<br />
Sicherheitsarchitektur hat sich schon in den letzten Jahren verbessert.<br />
Unter anderem auch durch die Schaffung des gemeinsamen Terrorabwehrzentrums<br />
in Berlin und der so genannten Anti-Terrordatei. Die Bundespolizei<br />
aufzulösen, halte ich nicht für sachgerecht. Die Bundespolizei<br />
ist eine hervorragende Polizei, die sich bewährt hat &#8211; auch<br />
in ihrer Aufgabenstellung.</p>
<p><b>fallobst</b>: Wäre es nicht sinnvoller, das Geld,<br />
welches für die geplante Online-Durchsuchung und ähnliche<br />
Aktivitäten eingeplant ist, für eine Aufstockung des Personals<br />
und eine Entlastung der Polizisten zu verwenden?</p>
<p><b>Konrad Freiberg</b>: Diese Idee ist faszinierend und<br />
könnte mich fast begeistern, aber man darf dabei nicht vergessen:<br />
Es gibt wirklich ernsthafte Gefahren für die Zukunft. Deswegen<br />
werden wir auch verstärkt darüber nachdenken müssen,<br />
wie wir zukünftig mit der Überwachung der Telekommunikation<br />
und des E-Mailverkehrs und mit dem Internet umgehen wollen. Die<br />
Welt verändert sich, die Kommunikationswege verändern<br />
sich und deswegen muss die Polizei sich damit beschäftigen,<br />
wie man nach wie vor die Menschen auch auf diesem Wege vor Terroranschlägen<br />
schützen kann.</p>
<p><b>sailor:</b> Warum wird das Projekt Bundesfinanzpolizei<br />
von der gegenwärtigen politischen Führung, insbesondere<br />
dem Bundesfinanzminister, so heftig torpediert, obwohl doch an der<br />
effektiven Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität, organisierter<br />
Kriminalität und Terrorismus ein parteienübergreifender<br />
Konsens herrschen sollte?
</p>
<p>
<b>Konrad Freiberg</b>: Es wäre wirklich erfreulich,<br />
wenn aus den vorhandenen Vollzugsbereichen des Zolls eine Bundesfinanzpolizei<br />
geschaffen würde. Das wäre ein wichtiger Schritt zur verbesserten<br />
Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität in allen Bereichen.<br />
Leider ist die Politik noch nicht so weit, insbesondere die handelnden<br />
Personen in der Behördenleitung des Bundesfinanzministeriums.<br />
Aber wir werden weiter daran arbeiten.
</p>
<p>
<b>urlauber</b>: Wie wird die Effektivität der geplanten<br />
Maßnahmen überprüft und wer macht das?</p>
<p><b>Konrad Freiberg: </b>Wir haben beim Bundeskriminalamt<br />
eine Rechtstatensammlung. Dort werden bestimmte polizeiliche Maßnahmen<br />
auf Effektivität untersucht. Und dann gibt es auch unabhängige<br />
Institute &#8211; wie zum Beispiel in der Vergangenheit das Max-Planck-Institut<br />
&#8211; das die Erfolge polizeilicher Maßnahmen begutachtet und<br />
die Effektivität bewertet.</p>
<p><b>Ihr Benutzername:</b> Stichwort „biometrische<br />
Ausweise&quot;: Warum soll ich als unbescholtener Bürger bald<br />
wie ein Schwerverbrecher erkennungsdienstlich behandelt werden?<br />
Was sind die Konsequenzen, wenn ich aus Gewissensgründen niemals<br />
einen neuen Ausweis beantrage?
</p>
<p>
<b>Konrad Freiberg:</b> Es geht in keinem Falle um erkennungsdienstliche<br />
Behandlung von Bürgern. Die biometrischen Merkmale, sei es<br />
das digitalisierte Lichtbild oder die geplanten Fingerabdrücke,<br />
sollen die Identität zwischen dem Ausweisinhaber und der Person,<br />
die diesen Ausweis vorzeigt, insbesondere auch bei Grenzübergängen,<br />
deutlich machen. Dafür dient die Biometrie. Es braucht keiner<br />
Angst haben, es erfolgt keine Speicherung, es gibt keine bundesweite<br />
Fingerabdruckdatenbank. All dies gibt es nicht und von dort her<br />
glaube ich, dass es keinen Grund gibt, sich dagegen zu verweigern.</p>
<p><b>bluegrass:</b> Vorradsdatenspeicherung, Auflösung<br />
des Bankgeheimnisses, die Nutzung der Mautdaten (Quelle: Merkel<br />
im Podcast vom 11.11.2006), biometrische Sicherheitsmechanismen<br />
in Reisepässen und Ausweisen, Online-Durchsuchung, Diskussion<br />
über Bundeswehreinsätze in der BRD. Wundern sie sich nicht,<br />
dass dieses Gesamtpaket einige Leute verunsichert?</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Nein, ich wundere mich nicht.<br />
Ich habe Verständnis für Menschen bei diesen Szenarien,<br />
die oftmals in unverantwortlicher Weise durch die Politik aufgezeichnet<br />
werden. Die vornehmste Aufgabe der Politik ist es, die Menschen<br />
über die Notwendigkeit von Gesetzesänderungen zu überzeugen,<br />
also im Dialog mit Bürgern für Gesetze zu werben, also<br />
nicht verunsichernd tätig zu sein. Erst wenn der Bürger<br />
überzeugt ist, dann sollten wir Gesetzesänderungen machen.<br />
Dieser Prozess des Dialoges muss bei uns intensiver gepflegt werden.</p>
<p><b>Moderatorin:</b> Ein Kommentar:</p>
<p>Freiheit_statt_Bundestrojaner: Herr Freiberg, die biometrischen<br />
Ausweise können per Funk von jedermann ausgelesen werden. Die<br />
Sicherheitshürde ist dort sehr gering. Es gibt also sehr wohl<br />
Gründe, sich dagegen zu wehren. Dies wollte ich einmal richtigstellen.</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Die biometrischen Ausweise können<br />
nicht aus der Entfernung gelesen werden. Da muss keiner Angst haben.<br />
Das sagen alle Experten, die mit dieser Materie beschafft sind.<br />
Ansonsten verstehe ich natürlich alle Ängste, aber es<br />
gibt dafür wirklich keinen Anlass. Man braucht dafür ein<br />
Lesegerät und man braucht dafür auch eine Codenummer.</p>
<p><b>Taschner</b>: Wie weit sind wir mit Schäubles<br />
Abschussplänen noch entfernt von den kriminellen Methoden,<br />
wie sie etwa ein Herr Daschner (ehemaliger Frankfurter Poliezivizepräsident<br />
im Fall des entführten und ermordeten Jakob von Metzler, Anm.<br />
der Redaktion), der auch das Folterverbot nicht mehr zu respektieren<br />
wusste? Wie kann man hier weiteren Dammbrüchen in Sachen Rechtsstaatlichkeit<br />
vorbeugen?</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Vernünftig wählen. Es<br />
ist so, dass natürlich Herr Schäuble mit seinen Äußerungen<br />
für Verunsicherung gesorgt hat. Beim Flugzeugabschuss (wie<br />
Herr Jung das propagiert hat und Herr Schäuble) muss man deutlich<br />
sagen: Das Bundesverfassungsgericht hat in einer klaren Entscheidung<br />
gesagt, es ist nicht zulässig, ein Flugzeug mit unschuldigen<br />
Menschen abzuschießen. Damit hat sich diese Diskussion erledigt.<br />
Es gibt dafür keine Rechtsgrundlage. Ob einem das gefällt<br />
oder nicht, das Bundesverfassungsgericht hat dieses so gesagt.</p>
<p><b>hans a.:</b> Es stellt sich für mich auch eine<br />
grundsätzliche Frage: Wie kann (nach Heiligendamm) sichergestellt<br />
werden, dass die Polizei hier nicht nur als verlängerter Arm<br />
der gerade amtierenden Regierung agiert?</p>
<p><b>Konrad Freiberg:</b> Die Polizei handelt nach Recht<br />
und Gesetz. Das beinhaltet auch, dass der Polizeibeamte &#8211; auch wenn<br />
er in politischen Dingen anderer Auffassung ist &#8211; sich an seinen<br />
Auftrag, an das Gesetz zu halten hat. Das ist häufig sehr schwierig,<br />
insbesondere wenn ich daran denke, dass man als Polizist häufig<br />
auch das Demonstrationsrecht von Rechtsextremen schützen muss.<br />
Und wir hatten beim G8-Gipfel den Auftrag einerseits für Sicherheit<br />
zu sorgen, für die Durchführung des G8-Gipfels, und andererseits<br />
das Demonstrationsrecht zu sichern. Auch in Anbetracht von zu erwartenden<br />
Gewaltmaßnahmen. Von dorther eine schwierige Aufgabe für<br />
die Polizei. Auch hier gilt es im Nachhinein zu bewerten, was ist<br />
gut gelaufen und was ist verbesserungsfähig.</p>
<p><b>Moderatorin:</b> Hier kommt Zuspruch:</p>
<p><b>Braunschweiger: </b>Also ich verstehe nicht, wie manche<br />
Leute sich aufregen! Datenschutz heißt heutzutage noch viel<br />
zu oft Täterschutz! An die Opfer wird nicht gedacht! Ich möchte<br />
Herrn Freiberg und allen Polizisten hier mal den Rücken stärken!<br />
Und davon mal ganz ab, ich denke mal, dass Polizisten wirklich besseres<br />
zu tun haben, als aus Langeweile die PCs von unbescholtenen Bürgern<br />
zu durchsuchen!
</p>
<p>
<b>Konrad Freiberg:</b> Zuspruch tut gut. Und ich glaube,<br />
die Polizei beweist im Alltag, beim täglichen Handeln, dass<br />
sie das Vertrauen der Menschen verdient hat. Und wir haben bei Tausenden<br />
Einsätzen jeden Tag in Konfliktsituationen unter Beweis zu<br />
stellen, dass wir unser Geld für die Bürger auch wert<br />
sind. </p>
<p><b>Moderatorin: </b>Haben Sie denn genug davon –<br />
vom Geld?</p>
<p><b>Konrad Freiberg</b>: Nein, man muss deutlich sagen,<br />
dass die Aufgaben für die Polizei ständig zunehmen und<br />
vor allen Dingen auch die Arbeit komplexer wird. Wir haben Formen<br />
der Wirtschaftskriminalität, die drastisch zunehmen. Wir haben<br />
Kriminalitätsbereiche im Internet, wir haben Kinderpornografie,<br />
Rechtsextremismuszunahmen und natürlich als besondere Herausforderung<br />
den islamistischen Terrorismus. Von dorther benötigen wir selbstverständlich<br />
mehr Geld für Modernisierung, für mehr Personal. Wir haben<br />
bei der Polizei zehntausend Polizisten/Mitarbeiter weniger als vor<br />
zehn Jahren zum Beispiel.
</p>
<p>
<b>Moderatorin: </b>Da schließt sich die Frage<br />
an: Was nützen höhere Bußgelder, wenn die Polizei<br />
nicht genügend Beamte hat, um den Verkehr zu kontrollieren?</p>
<p><b>Konrad Freiberg: </b>Das ist eine sehr richtige Anmerkung.<br />
Entscheidend ist nicht die Höhe eines Bußgeldes, entscheidend<br />
ist das Entdeckungsrisiko, das heißt, die Polizei braucht<br />
das Personal um hier einen Kontrolldruck durchzuführen.</p>
<p><b>Plasier: </b>Wie empfinden Sie zum heutigen Zeitpunkt<br />
die der Polizei zu Verfügung stehenden Methoden der Verbrechensbekämpfung?<br />
Denken Sie, dass es einigen Nachbesserungen bedarf? Muss die Bevölkerung<br />
neues Vertrauen in „die Polizei“ gewinnen?
</p>
<p>
<b>Konrad Freiberg: </b>Das Vertrauen in die Polizei<br />
ist ein täglicher Vorgang, der immer wieder von uns ernst genommen<br />
wird, weil dies die Grundlage für unsere Arbeit ist. Und natürlich<br />
müssen wir uns in allen Bereichen, auch im technischen Bereich,<br />
fortentwickeln. Wenn es Veränderungen im Kommunikationsbereich<br />
der Menschen gibt, müssen wir auch die Überwachung der<br />
Kommunikation verändern. Da werden wir in der Zukunft vor ungeheuren<br />
Aufgaben stehen, was beispielsweise auch die Kryptografie von Kommunikation<br />
betrifft. Darauf müssen wir uns einstellen und da zu gemeinsamen<br />
Lösungen kommen, damit die Polizei im Interesse des Bürgers<br />
erfolgreich sein kann.</p>
<p><b>Moderatorin:</b> Eine Stunde tagesschau-Chat sind vorbei.<br />
Dankeschön an unsere User für die vielen Fragen, die wir<br />
leider nicht alle stellen konnten. Herr Freiberg, möchten Sie<br />
noch ein Schlusswort an die User richten?
</p>
<p>
<b>Konrad Freiberg:</b> Also ich habe wirklich volles<br />
Verständnis für Verunsicherungen und der Ängste der<br />
Menschen angesichts der Möglichkeiten der heutigen Technik.<br />
Aber jeder kann sicher sein, dass unsere Polizei demokratisch strukturiert<br />
ist, dass Kontrollen vorhanden sind und dass die Polizei in einem<br />
Rechtsstaat durch Gerichte kontrolliert wird.</p>
<p><b>Moderatorin:</b> Vielen Dank für Ihr Interesse<br />
und vielen Dank an Herrn Freiberg. Das Protokoll des Chats ist in<br />
Kürze zum Nachlesen auf den Seiten von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
zu finden. Das tagesschau-Chat-Team wünscht noch einen schönen<br />
Tag!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neuseeländer machen Gesetze mit Wikis</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/neuseelaender-machen-gesetze-mit-wikis-3522/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/neuseelaender-machen-gesetze-mit-wikis-3522/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Sep 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Neuseeländische Regierung überarbeitet das Polizeigesetz - und alle Bürger dürfen mitmachen. Die neuseeländische Polizei bietet ein <a href="http://wiki.policeact.govt.nz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wiki</a>
an, eine Online-Datei, die alle Internetnutzer gmeinsam bearbeiten können. Hier sollen die Neuseeländer Änderungsvorschläge für das 50 Jahre alte Gesetz verfassen können.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Neuseeländische Regierung überarbeitet das Polizeigesetz &#8211; und alle Bürger dürfen mitmachen. Die neuseeländische Polizei bietet ein <a href="http://wiki.policeact.govt.nz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wiki</a><br />
an, eine Online-Datei, die alle Internetnutzer gmeinsam bearbeiten können. Hier sollen die Neuseeländer Änderungsvorschläge für das 50 Jahre alte Gesetz verfassen können.<br />
<!--break--></p>
<p>
&quot;Gesetzgebung sollte nicht nur den Politikern vorbehalten werden,&quot; begründete der für das Projekt zuständige Polizeibeamte Hamish McCardle den Schritt gegenüber dem Nachrichtenportal <a href="http://www.stuff.co.nz/4215797a10.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">stuff.co.nz</a>. &quot;Das Wundervolle an so einem Wiki ist, dass wir es für Menschen überall auf dieser Welt öffnen können &#8211; etwa für Akademiker oder Verfassungsrechtler mit Interesse an Gesetzgebung.&quot; Dadurch könnte die Regierung auf einen großen Pool qualifizierter Meinungen zurückgreifen. 2008 soll das Parlament die Vorschläge prüfen, bevor das Gesetz in Kraft tritt.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>„Polizeiarbeit könnte viele Blogs füllen&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/polizeiarbeit-koennte-viele-blogs-fuellen-3605/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Karl]]></category>
		<category><![CDATA[Polizist]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 18. September, war der bloggende Polizist Guido Karl zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er erklärte, wie sich
die Polizei im Internet darstellt und welche Impulse sie von internationalen Websites übernehmen könnte.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 18. September, war der bloggende Polizist Guido Karl zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er erklärte, wie sich<br />
die Polizei im Internet darstellt und welche Impulse sie von internationalen Websites übernehmen könnte.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo und herzlich willkommen bei der<br />
Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten.<br />
Heute ist der bloggende Polizist Guido Karl unser Gast. Ab 16 Uhr<br />
wird er hier mit Ihnen chatten. Ihre Fragen können Sie jetzt<br />
schon stellen, wir Moderatoren sammeln sie hier, nichts geht verloren.<br />
<br />
Jetzt ist es vier und los geht&#8217;s. Können wir beginnen, Herr<br />
Karl?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Gerne
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ABlogs/guido_karl.jpg" alt="Guido Karl" height="120" width="85" /><br />
<i>Guido Karl</i><br />
<i>bloggender Polizist auf k11.de/blog</i>
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Unsere Nutzer konnten bereits im Vorfeld<br />
Fragen stellen und darüber abstimmen, welche Fragen heute den<br />
Chat eröffnen sollen. Und hier ist die erste:
</p>
<p>
<b>Peter: </b>Wie reagieren die Kollegen auf den Blog?<br />
Kommen da schon mal blöde Sprüche? </p>
<p><b>Guido Karl:</b> Nein, blöde Sprüche kommen<br />
nicht, die Nutzung neuer Medien und Wege ist zwar nicht allen Kollegen<br />
so vertraut, trotzdem stehen meine Kollegen dem positiv gegenüber.</p>
<p><b>Moderator:</b> Ganz allgemein gefragt:</p>
<p><b>carol:</b> Wie kommt man als Polizist eigentlich zum<br />
Bloggen?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Durch meinen Besuch des ersten Barcamps<br />
in Köln (2006) und den engeren Kontakt zu Bloggern und Internetnutzern.<br />
Das war für mich der Start.</p>
<p><b>SherlockHolmes:</b> Ist der Durchschnittspolizist nicht<br />
noch recht unbeholfen, was das Internet jenseits von Google und<br />
E-Mail angeht?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> 🙂 Polizei ist ein Querschnitt der<br />
Gesellschaft. Und dort gibt es eben wie in allen anderen Bereichen<br />
moderat engagierte Internetnutzer und Internetjunkies. </p>
<p><b>Riese:</b> Auf Ihrem Blog schrieben Sie davon, auch<br />
mit Vorurteilen gegenüber der Polizei aufräumen zu wollen.<br />
Was für Vorurteile sind Ihnen denn schon begegnet?</p>
<p><b>Guido Karl: </b>Polizei unternimmt nichts im Internet,<br />
Polizei ist nicht qualifiziert genug, Polizei reagiert nur und agiert<br />
nicht&#8230;das sind einige Beispiele gängiger Vorurteile gegenüber<br />
Polizei und Internet.</p>
<p><b>Moderator:</b> Und wie versuchen Sie dann, diese zu<br />
widerlegen?<br />
Guido Karl: Durch Aufklärung, Gespräche auf Barcamps und<br />
anderen Veranstaltungen wie z.B. Pl0gbar.</p>
<p><b>Kevin:</b> Welcher Blogeintrag hat bisher die meisten<br />
Reaktionen hervorgerufen?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Themen rund um den Bundestrojaner sind<br />
natürlich auf der Hypewelle ganz oben, aber auch auf die präventiven<br />
Videos habe ich viele Rückmeldungen bekommen. Das, was in der<br />
Presse aktuell diskutiert wird und die Menschen selber betrifft.</p>
<p><b>Moderator: </b>Stichwort Bundestrojaner: Wie stehen<br />
Sie als Polizist zu den Plänen von Wolfgang Schäuble zu<br />
Online-Durchsuchungen?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Wer sich an geltendes Recht hält,<br />
braucht auch keine Angst vor Maßnahmen von Ermittlungsbehörden<br />
zu haben, egal ob offline oder online. Es ist ja nicht so, als würden<br />
jetzt auf einmal alle in Deutschland befindlichen Internetrechner<br />
überwacht. Ich denke, die öffentliche Diskussion wird<br />
gerade bei dem Thema überbewertet.</p>
<p><b>bla: </b>Wie intensiv beobachten Sie die Blogosphäre?<br />
Was gefällt Ihnen da, was weniger?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Ich habe circa 15 Blogs, die ich regelmäßig<br />
lese. Von sehr bunten Blogs wie Saftblog oder pl0g bis hin zu den<br />
einschlägigen Lawblogs. Mir gefällt Qualität, aber<br />
auch schon mal ausgefallene Themen. Die Mainstreamblogs sind nicht<br />
so mein Ding.</p>
<p><b>kr:</b> Was für Reaktionen kommen denn von anderen<br />
Bloggern auf einen Polizeiblog?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Erstaunen, gelassene Beobachtung bis<br />
hin zu „Brauchen wir nicht“ &#8211; mit all diesen Reaktionen<br />
kann ich gut leben. Ich lese ja auch nicht jeden neuen Blog.</p>
<p><b>Kruse:</b> Wie viel dürfen Sie eigentlich im Blog<br />
verraten und welche Inhalte haben dort gar nichts verloren?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Die Frage könnte auch lauten „hat<br />
die Polizei eine Blogging-Policy?“ &#8211; Nein, haben wir nicht.<br />
Für Polizei regeln Gesetze wie das Landesbeamtengesetz Rechte<br />
und Pflichten und man kann ziemlich klare Grenzen ziehen. Sachverhalte<br />
mit personenbezogenen Daten würde ich niemals veröffentlichen.<br />
Keiner möchte ja gerne seinen Namen in einem vielleicht negativen<br />
Zusammenhang in einem Blog lesen.</p>
<p><b>Hausmeister:</b> Es gibt ja auch einen Polizeiblogger<br />
&#8211; Steel &#8211; der Notrufprotokolle anonymisiert veröffentlicht.<br />
Was halten Sie davon?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Steel beschreibt Polizei, wie sie ist<br />
und was für Anrufe bei einer Leitstelle der Polizei (über<br />
110) so ankommen. Das zeigt, dass man Content nicht erfinden muss,<br />
Polizei hätte unendlich viel Content um viele Blogs zu füllen.<br />
Contentsuchende werden hier fündig: <a href="http://www1.polizei-nrw.de/presseportal" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www1.polizei-nrw.de/presseportal</a>.<br />
Da gibt es ungefähr 300 echte Meldungen pro Tag aus ganz NRW.<br />
Ein Riesenblog eigentlich.</p>
<p><b>Henryk:</b> Was halten Sie denn von polizeilichen Pseudo-Innenansichten<br />
im TV wie „Toto und Harry“?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Toto und Harry sind zwei Kollegen aus<br />
Bochum, die ich bereits persönlich kennen gelernt habe und<br />
schätze. Und was als „Pseudo“ abgetan wird, ist<br />
in den meisten Fällen real. Pseudo sind die meisten anderen<br />
Polizeiserien im Fernsehen, die ich allesamt NICHT schaue, weil<br />
diese weit von dem, was man als real bezeichnen kann, entfernt sind.</p>
<p><b>camper:</b> Worauf bezieht sich der Blogname k11?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Das ist keine Abkürzung. Als ich<br />
vor vielen Jahren eine Domain für mich registrieren wollte,<br />
waren die gängigen Namen belegt und k11 war mal ein Teil meines<br />
Autokennzeichens. Diese Domain habe ich schon seit vielen Jahren<br />
registriert (lange vor der gleichnamigen TV Serie).<br />
<b><br />
stammleser:</b> Warum bist du mit deinem Blog eigentlich umgezogen?<br />
Und wie kann man sich deine alten Beiträge noch ansehen?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Kurz und knapp: Providerwechsel und<br />
keine vernünftige Sicherung. Muss die alten Beiträge mal<br />
alle „von Hand“ umziehen. Wenn ich die Zeit habe, mache<br />
ich das. </p>
<p><b>camper:</b> Was fasziniert sie eigentlich so an Barcamps?<br />
Sie scheinen da ja eine Menge Zeit zu verbringen?</p>
<p><b>Guido Karl: </b>Wenn man zwei Barcamp-Besuche als eine<br />
Menge versteht, dann war es eine Menge. Mich faszinieren die verschiedenen<br />
Menschen und Themen dort. Da wird für mich das kommende Internet<br />
gelebt, da finde ich Impulse.</p>
<p><b>Moderator:</b> Impulse, die auch die Polizei für<br />
ihren Internetauftritt nutzen könnte?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Auf jeden Fall. Neben dem bestehenden<br />
Angebot planen wir natürlich viele Dinge und um ein Gespür<br />
zu bekommen, ob diese überhaupt brauchbar sind und angenommen<br />
werden könnten, sind die Gespräche auf Barcamps unbezahlbar.</p>
<p><b>Moderator</b>: Zum selben Thema &#8211; Polizei und Internet:</p>
<p><b>Poldianer</b>: Wie nutzt die Polizei das Netz heute?<br />
Und welche Ideen, glauben Sie, wären noch sinnvoll?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Hierzu empfehle ich die Lektüre<br />
meiner letzten Blogeinträge, da gehe ich auf diese Fragen ein.<br />
😉 Polizei nutzt das Internet in alle Richtungen. Ermittlungen,<br />
Fahndungen, Selbstdarstellung, Nachwuchswerbung, Onlineservices<br />
wie Strafanzeige online, alle Facetten werden genutzt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nachfrage zum Thema Barcamps:</p>
<p><b>wunder:</b> Ich war jetzt noch nie auf einem Barcamp<br />
&#8211; wie muss man sich denn das da vorstellen? </p>
<p><b>Guido Karl:</b> Eine sich selbst organisierende Menge<br />
von teilweise mehreren hundert Menschen diskutiert zwei Tage lang<br />
über die unterschiedlichsten Themen des Internets. Einfach<br />
mal reinlesen unter: <a href="http://barcampcologne2.mixxt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://barcampcologne2.mixxt.de/</a><br />
Anfangs konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass ein solches &quot;Konzept&quot;<br />
funktioniert, aber es klappt. Die Themen sind so unterschiedlich,<br />
wie die dort anwesenden Menschen. Selbst für mich waren einige<br />
Themen zu „abgefahren“. Aber so ist für jeden etwas<br />
dabei.
</p>
<p>
<b>Ricardo:</b> Bei welchen anderen Berufszweigen könnten<br />
Sie sich ein Blog noch vorstellen oder würden es interessant<br />
finden?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Es gibt ja vom Feuerwehrblog über<br />
den Wurstblog bis zum Taxiblog wirklich alles, was man sich irgendwie<br />
vorstellen kann. Ich könnte mir gut „Retroblogs“<br />
vorstellen. Das Wissen und die Geschichten älterer Menschen<br />
in Blogform vorzuhalten. Ich versuche meinen Vater von der Idee<br />
zu überzeugen, seine Geschichte in Blogform aufzuschreiben.</p>
<p><b>Lauter:</b> Haben Sie auch einen Einblick, was die<br />
Polizei in anderen Ländern im Internet so treibt und wo sich<br />
die deutschen Beamten noch was für ihre Websites abschauen<br />
könnten?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Das Thema Benchmarking kommt natürlich<br />
auch bei uns nicht zu kurz. Ich habe Kontakte in alle Welt, wir<br />
tauschen uns aus, England, Spanien, Benelux, USA, viele Ideen der<br />
Polizei NRW stammen aus diesen Ländern und umgekehrt. Ich bin<br />
ein Freund davon, nicht alles selber neu erfinden zu müssen,<br />
andere Ideen können bei uns auch ganz gut umsetzbar sein.
</p>
<p>
<b>Nitro:</b> Was gibt es denn so für Feedback auf<br />
die Website der Polizei NRW? Kommt das gut bei der Bevölkerung<br />
an?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Feedback gibt es jede Menge. Gerade<br />
die Bemühungen um Barrierefreiheit (die Zugänglichkeit<br />
auch für Menschen mit Behinderungen im Internet) erntet großes<br />
Lob. Aber auch die aktuellen Themen werden gerne gelesen. Die meisten<br />
identifizieren sich aber mit ihrer Polizei vor Ort, und nicht mit<br />
der übergeordneten Polizei NRW. Die Themenportale werden gerne<br />
genutzt und auch die E-Government-Angebote. So werden jeden Tag<br />
ca. 120 Strafanzeigen in NRW online erstattet.</p>
<p><b>Retro:</b> Zum Thema andere Ideen übernehmen:<br />
Was ist Ihnen denn da international besonders ins Auge gefallen?
</p>
<p>
<b>Guido Karl</b>: So hat mich vor kurzen die Idee der<br />
amerikanischen Presse begeistert: Morde werden bei Google Earth<br />
als besondere Plätze markiert. OK, Morde müssen es nicht<br />
sein, aber so könnte ich mir vorstellen, z.B. gefährliche<br />
Strecken für Motorradfahrer in Regionen wie Eifel oder dem<br />
Bergischen in Google Earth und anderen zu hinterlegen. Prävention<br />
mal anders.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Rückfrage zu den Online-Anzeigen:</p>
<p><b>steno:</b> Hinter wie vielen dieser Anzeigen steckt<br />
wirklich eine Straftat?<br />
Guido Karl: Hinter ca. 95-98 Prozent. Dazu folgendes: Teilweise<br />
wird z.B. in einschlägigen Hilfeforen (z.B. EBay) darauf verwiesen,<br />
bei Massenbetrügereien online seine Strafanzeige zu erstatten.<br />
Das wird dann auch gerne genutzt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Kleiner Themawechsel:</p>
<p><b>kölsch:</b> In Köln leben und in Düsseldorf<br />
arbeiten &#8211; wie lässt sich das denn vereinbaren 🙂 ?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Es ist immer wieder schön, nach<br />
Köln nach Hause zu fahren.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Styler und steno interessieren sich<br />
beide für mehr Jobdetails:</p>
<p><b>Styler:</b> Mal was zu Ihrem Job: Sind Sie eigentlich<br />
im Innen- oder im Außendienst tätig?</p>
<p><b>steno:</b> In welcher Abteilung versehen Sie Ihren<br />
Dienst, wenn Sie nicht bloggen?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Ich bin im Innenministerium des Landes<br />
NRW, dort in der Polizeiabteilung. Früher habe ich aber „ganz<br />
normal“ Streifendienst versehen (5 Jahre auf der Wache Eigelstein<br />
in Köln).
</p>
<p>
<b>paul:</b> Gangs, die sich prügelnd und randalierend<br />
filmen und die Videos ins Internet bringen, Rechtsradikale, die<br />
ihre Propaganda auf ungezählten Seiten verbreiten, immer mehr<br />
Phisher richten immer mehr Schaden an, von Kinderpornographie, Wirtschaftsspionage,<br />
Sabotage und netzweitem Terrorismus ganz zu schweigen und Ihr Innenminister<br />
schickt immer mehr Polizisten auf die Straße &#8211; gibt der Staat<br />
das Internet verloren?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Eine eher politische Frage. Nein,<br />
das Internet wird nicht verloren gegeben. Wenn dieser Eindruck durch<br />
Medien erweckt wird, ist er falsch. Richtig ist, dass Polizeivollzugsbeamte<br />
von reinen Verwaltungstätigkeiten entlastet werden sollen.<br />
Der Bereich der Ermittlungen im Internet wird weiter gestärkt.
</p>
<p>
<b>hmmm:</b> Zu Pauls Frage: Brauchen wir mehr Überwachung<br />
des Netzes? Darf sich der Staat hier einmischen?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Ich denke, vieles im Netz reguliert<br />
sich selber und dort, wo es sich nicht reguliert, muss Polizei auch<br />
Hinweise erhalten, damit sie eingreifen kann. Virtuell kann Polizei<br />
nicht überall sein. Hier ist Polizei auf die Mithilfe aller<br />
angewiesen
</p>
<p>
<b>steno:</b> Welche Art von Kriminalität ist Ihrer<br />
Kenntnis nach im Internet besonders stark verbreitet?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Kriminalität wandelt sich. Gerade<br />
mit Aufkommen des Internets verlagern sich Delikte aus dem Betrugsbereich<br />
/ Vermögensdelikte mehr ins Virtuelle. Aber natürlich<br />
auch die Bereiche Extremismus, Pornographie haben im Internet neue<br />
Möglichkeiten, sich zu entfalten.
</p>
<p>
<b>kundura:</b> Mal wieder zurück zum Blog, bitte:<br />
Da war in den letzten Tagen ein wenig Funkstille, was war denn los?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> :-() Ganz einfach&#8230;. Ich war zwei<br />
Wochen im Urlaub und diese Zeit war auch PC-frei! Ab und zu muss<br />
man sein Offlineleben genießen!</p>
<p><b>teichtier:</b> Mal ganz was anderes: Wo ist denn eigentlich<br />
das schicke Foto von Ihnen entstanden?
</p>
<p>
<b>Guido Karl: </b>Bei mir im Wohnzimmer. Das war aber<br />
auch ein Profi, der die Idee hatte!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Mal eine kleine Zukunftsaussicht:
</p>
<p>
<b>bla:</b> Wo sehen Sie denn die Trends im Internet?<br />
Was wird kommen?
</p>
<p>
<b>Guido Karl: </b>Ich denke „&#8217;back to the roots“&#8217;,<br />
wieder hin zu den Ursprüngen des Internets. Ich sehe in Communities,<br />
die sich ihr Wissen teilen, die Zukunft. Ob das dann Web 3.0 heißt<br />
oder nicht, sei dahingestellt. Das Web wird intelligenter werden<br />
und ich hoffe, dass sich das Web nicht nur in von wenigen Marken<br />
aufgezeigten Richtungen bewegt.
</p>
<p>
<b>DirkM:</b> Würden sich solche Communities auch<br />
auf Polizeiwebsites anbieten? Oder ein „offizielles“<br />
Poilizeiweblog, das den Bürgern einen offenen Einblick in den<br />
Polizeieinblick bietet, direkt zugänglich von der Polizeiwebsite<br />
&#8211; was halten Sie davon?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Was meinen Sie, was wir alles planen&#8230;<br />
Aktuell wird das Intranet der Polizei NRW neu aufgesetzt, da wird<br />
es das alles geben. Im Internet denken wir auch stark über<br />
solche Dinge nach. Unser „Blog“ Presseportal ist einer<br />
der ersten Schritte.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Wie viele Leute arbeiten denn an der<br />
„Internetstrategie“ der Polizei? Fällt das der<br />
Presseabteilung zu, oder sind mehrere Abteilungen daran beteiligt?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Daran sind mehrere Abteilungen beteiligt,<br />
da die Themenvielfalt nicht nur in einer Hand liegt. Jede Abteilung<br />
hat natürlich ein eigenes Interesse: Sei es Verkehr, Kriminalität<br />
oder Vorbeugung, alle wollen sich wiederfinden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das war´s schon wieder, die Blogsprechstunde<br />
ist vorbei. Vielen Dank an alle Nutzer für die Fragen und an<br />
Herrn Karl, dass er sich heute Zeit für uns genommen hat. Das<br />
Schlusswort gehört natürlich dem Gast:
</p>
<p>
<b>Guido Karl: </b>Ich bedanke mich bei allen Interessierten<br />
und natürlich dem Team von politik-digital. Natürlich<br />
stehe ich nach dem Chat gerne für Fragen zur Verfügung.<br />
Einfach eine Mail an info@k11.de</p>
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		<item>
		<title>Blogsprechstunde am Dienstag, 18. September: Guido Karl, bloggender Polizist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2007 07:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
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		<category><![CDATA[k11]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 18. September 2007, ist Guido Karl, bloggender Polizist aus Düsseldorf, von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 18. September 2007, ist Guido Karl, bloggender Polizist aus Düsseldorf, von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten.
</p>
<p><!--break--><br />
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/metablocker/uploads/guido_karl_gross.jpg" title="Guido Karl" alt="Guido Karl" align="right" border="0" height="161" hspace="5" width="119" /></p>
<p>
Fragen können Sie bereits jetzt stellen und auch die Fragen anderer<br />
Benutzer bewerten. Die Fragen mit den meisten Stimmen werden auf jeden<br />
Fall im Chat gestellt. Einfach <a href="http://www.talksalon.de/?cid=71&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier klicken&gt;&gt;</a>
</p>
<p>
&quot;Polizei ist nicht böse, genauso wenig wie das Internet.&quot; Das schreibt<br />
jemand, der es wissen muss: Guido Karl ist Polizist in Düsseldorf. Auf<br />
seinem <a href="http://www.k11.de/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog k11</a><br />
&#8211; übrigens nicht nach der gleichnamigen Fernsehserie benannt &#8211;<br />
berichtet er über die Polizeiarbeit. Sein Schwerpunkt: Wie stellt sich<br />
die Polizei im Internet dar?
</p>
<p>
Für welche Zwecke setzt die Polizei das Internet ein? Gibt es ihn<br />
schon, den &quot;Dorfsheriff 2.0&quot;? Und was sagen die Kollegen zur Guido<br />
Karls Blog? Fragen Sie ihn in der Blogsprechstunde.</p>
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