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	<title>Post Privacy &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Post Privacy &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Warum der Begriff &#034;Netzgemeinde&#034; in die Irre führt&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2014 08:30:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzstandpunkte]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8230; und die Piratenpartei Opfer ihres eigenen Erfolgs wurde. „Sind die Piraten nun endgültig tot oder zucken sie noch?“ ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzgemeinde-Bild-1-Format-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141737" alt="Netzgemeinde Bild 1 Format 1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzgemeinde-Bild-1-Format-1.jpg" width="610" height="279" /></a><br />
&#8230; und die Piratenpartei Opfer ihres eigenen Erfolgs wurde. „Sind die Piraten nun endgültig tot oder zucken sie noch?“ ist heute das einzige, was in puncto der einmal so vielversprechend gestarteten Freibeuterpartei noch interessiert. Der Niedergang zeigt auch: Die „Netzgemeinde“ als eine homogene Gruppe gibt es nicht. Sie taugt auch nicht zur Partei.<br />
<br/><div class="subcolumns">
             <div class="c75l">
               <div class="subcl">
                 <div class="entry-content-position">
                   <br />
Wissen sie, wie viel Prozent die Piratenpartei bei der Sachsen-Wahl letztes Wochenende erreicht hat? Wusste ich auch nicht. Denn neben den Diskussionen um „AfD rein, NPD raus, Grüne rein, und wenn, dann vielleicht sogar Schwarz-Grün“ ist über die Partei, die es in den letzten Jahren immerhin in mehrere Landtage hintereinander geschafft hat, einfach nicht mehr geredet worden. Man konnte nur vermuten, dass sich ihr Stimmanteil irgendwo in dem grauen Balken bei „sonstige“ verstecken musste.<br />
Es waren übrigens 1,1 Prozent und damit noch einmal 0,8 Prozent weniger als bei der letzten Wahl im Jahr 2009, als die Piratenpartei ein noch relativ unbekanntes Phänomen war. Das findet aber nur heraus, wer die Ergebnisse direkt auf der <a href="http://www.wahlrecht.de/news/2014/landtagswahl-sachsen-2014.html">Seite des sächsischen Landeswahlleiters</a> einsieht. Wer bei Google „Piratenpartei Ergebnisse Sachsen“ eingibt der bekommt als Ergebnis – die AfD. Nämlich in den News, wo fleißig darüber diskutiert wird, ob und wenn ja wie den Euro-Querulanten dasselbe blüht wie der Piratenpartei: nämlich der <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/piratenpartei-was-wurde-aus-den-piraten-a-982311.html">medial schon doppelt und dreifach festgestellte Untergang</a>.<br />
Über diesen ließ sich zugegebenermaßen auch gut berichten. Denn in der Piratenpartei gab es für die Kämpfe und Auseinandersetzungen, die es – das vergisst man irgendwie immer – auch laut und heftig in anderen Parteien gibt, einfach keine Struktur, und darum auch nie ein Ende. Wie Lenz Jacobsen auf <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-08/afd-piraten-vergleich-sachsen">zeit.de</a> treffend feststellt: „Niemandem wurde die Autorität zugestanden, Diskussionen zu beenden“. Jacobsen weist in seinem Vergleich zwischen AfD und Piraten auf einen weiteren Aspekt hin: Während die AfD ein eigenes politisches Milieu bedient, war dieses bei der Piratenpartei einfach nicht vorhanden.<br />
Was bei Jacobsen nur kurz angerissen wird, lohnt eine tiefergehende Betrachtung. Die Piraten haben sich seit ihrer Gründung als Teil einer „<a href="http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Pr.C3.A4ambel">weltweiten Bewegung</a>“ verstanden. Diese Bewegung wird in Deutschland gerne „Netzgemeinde“ oder „Netzcommunity“ genannt. Diese muss aber interessanterweise sprachlich mittlerweile für sehr unterschiedliche Sachen herhalten.</p>
<h3>Weder Königreich noch Familientreffen</h3>
<p>Kürzlich tauchte der Begriff der Netzgemeinde in der „<a href="http://www.digitale-agenda.de/DA/Navigation/DE/Grundsaetze/grundsaetze.html;jsessionid=01B9D351E92CC58E8EAFD0505F55A99C">Digitalen Agenda</a>“ wieder auf. Genauer: Die „Netzcommunity“ wird als einer der Akteure identifiziert, die am Dialog darüber, wie, ob und wann Deutschland denn nun zu digitalisieren sei, irgendwie mitwirken sollen. Doch auch hier stellt sich die Frage, die sich durch das ganze Papier der Bundesregierung zieht: Was ist damit eigentlich gemeint? Ist für die Bundesregierung die „Netzgemeinde“ nun ein ExpertInnengremium mit besonderer Weitsicht auf die gesellschaftlichen Folgen digitaler Entwicklung? Ist das eine Hacker-Lobby mit einseitigen politischen Interessen? Oder ist die „Netzgemeinde“ hier nur eine Verklausulierung für „Zivilgesellschaft“?<br />
Der Begriff der Gemeinde impliziert eine Art verschworenen Zusammenhalt. Und es gibt durchaus auch AkteurInnen, die diese Sichtweise selber befeuern. Die jährlich stattfindende re:publica bezeichnet sich selbstironisch als „Familientreffen“. Das ist gar nicht falsch. Über die Hälfte der diesjährigen TeilnehmerInnen gaben an, <a href="http://re-publica.de/sites/14.re-publica.de/files/media/documents/rp14_survey-insights.pdf">mindestens schon zum zweiten Mal hierher zu kommen</a>. Publizistisch wurde selbst 2012 noch kommentiert, die deutsche digitale Gesellschaft sei „<a href="http://www.zeit.de/2012/17/Sascha-Lobo">eine Monarchie</a>“ – und Sascha Lobo natürlich der König.<br />
Wenn diese Sichtweise 2012 vielleicht schon schwierig war, inzwischen ist sie sicherlich falsch. Was heute alles unter „Netzgemeinde“ läuft, ist längst keine homogene Gruppe und erst recht keine Monarchie mehr – schon die Piratenpartei konnte sich dauerhaft auf keinen König einigen. Selbst wenn die Piraten zumindest am Anfang aus Menschen mit relativ ähnlichen politischen Anschauungen bestand: die Netzgemeinde ist heute größer als sie, sie reicht in alle Parteien und alle Milieus. Und damit ist sie nicht weiter als ein rhetorisches Konstrukt.</p>
<h3>Wer ist bloß dieses „Wir“?</h3>
<p>Der Blogger Michael Seemann <a href="http://www.carta.info/64637/netzpolitik-das-ende-einer-ara/">schrieb nach der Bundestagswahl mit Hinblick auf das bescheidene Abschneiden der Piratenpartei</a>: „Unsere Diskurse, unsere Belange, unsere Sicht auf die Welt kam bei dieser Wahl nicht vor. (…). Haben wir versagt: organisatorisch, ideologisch, personell?“. Doch auch in seinem Beitrag bleibt offen, wer denn dieses „wir“ nun eigentlich ist. Seemann selber ist ein Beispiel dafür, dass die Antwort hier nicht einfach fällt. Er ist Anhänger der Post-Privacy-Bewegung, postet Steuererklärung und Aufenthaltsort in den sozialen Medien – live. Vergleicht man das mit anderen AnhängerInnen der Piratenpartei, die es auf Parteitagen vorzogen, lieber nicht fotografiert zu werden, wird eine gewissen Diskrepanz deutlich, die in das Bild der „Gemeinde“ nicht recht passt.<br />
Diese Überlegung macht zwei Faktoren deutlich, die den Niedergang der Piraten wie kaum andere besiegelt haben, aber in der darüber geführten Debatte selten auftauchten: Die Piraten sind zum einen Opfer ihres eigenen Erfolgs. Und zum anderen taugt eine Technologie, die massenhafte Verbreitung findet, nicht zur Vereinnahmung durch eine politische Richtung.</p>
<h3>Die Digitalisierung hat viele Kinder</h3>
<p>Opfer ihres eigenen Erfolgs sind sie deswegen, weil ihre Aktivität und ihre zwischenzeitlich spektakulären Umfragewerte in den anderen Parteien für hektische Betriebsamkeit gesorgt haben. Die CDU verfügt mittlerweile nicht nur über ihren eigenen netzpolitischen Verein, sondern auch über einen Generalsekretär, der, so scheint es, gleichzeitig schlafen und twittern kann. Die SPD schmückte sich mit Sascha Lobo als Online-Berater und führte mit ihrem Mitgliedervotum zum Koalitionsvertrag 2013 genau das durch, was die Piraten vorgemacht hatten: Mehr innerparteiliche Demokratie. Konstantin von Notz ist einer der bekanntesten Netzpolitiker in Deutschland, und er ist Grüner, nicht Pirat. Im Landtagswahlkampf in Sachsen <a href="https://netzpolitik.org/2014/sachsen-waehlt-und-open-data-kommt/">bekannte sich jede Partei zu so einer Art Open Data-Regelung</a>. Und dann gibt es da natürlich auch noch diese Digitale Agenda, die im Jahre 2014 natürlich niemanden als Innovation verkauft werden kann. Aber dass es nun schlussendlich eine gibt, ist Ergebnis eines politischen Diskurses, den die Piraten mit angestoßen haben.<br />
Diese Erfolge sind mitnichten im Sinne der Piraten. Sie haben das Thema politisiert aber das heißt eben auch: sie haben Netzpolitik massentauglich gemacht. Die Begriffe „Netzpolitik“ und „Netzgemeinde“ konnten einmal austauschbar verwendet werden. Das war zu einem Zeitpunkt, als die Netzgemeinde auch gleichbedeutend war mit der Forderung nach einem lockereren Urheberrecht, nach einem transparenteren Staat und einem unregulierten Internet, nach freien Bildungsmaterialien und mehr Datenschutz.</p>
<h3>Die „richtige“ Meinung gibt es nicht</h3>
<p>Und damit wird der zweite Faktor des Piraten-Dilemmas deutlich: Das Internet ist eine Massentechnologie – und es ist auch zu einem normalen Politikfeld geworden, das sich nach den traditionellen Maßstäben ordnen lässt: Ob liberal, konservativ oder links, ob traditionell oder progressiv, Netzpolitik ist Gesellschaftspolitik. Und Wirtschaftspolitik. Und Kulturpolitik. Ganz normale Politik halt. Für die gibt es aber bekanntlich schon eine Handvoll Parteien.<br />
Das Alleinstellungmerkmal der Piraten beruhte vor allem darauf, dass sie eine alleinige Kompetenz auf dem Gebiet des Internets hatten und damit einen alleinigen Vertretungsanspruch. Ihre pure Existenz hat für einen (zugegeben geringen) Kompetenzschub bei der politischen Konkurrenz gesorgt und die Piraten damit schlicht ihre Daseinsberechtigung gekostet. So lange die Piraten auf weiter Flur alleine waren, hatten sie gewissermaßen das exklusive Lizenzrecht auf die Vermarktung ihrer netzpolitischen Positionen als die einzig richtigen – schließlich gab es keine etablierten Gegenpositionen bei anderen Parteien.<br />
Internetnutzung ist glücklicherweise kein Exklusivrecht mehr, das Internet ist ein relativ flächendeckend verfügbares Medium, trotz aller Mängel beim Breitbandausbau. Und dadurch gilt für das Netz, was auch für Arbeitsmarkt, Bildungspolitik und die Rente gilt: Man kann es so oder so sehen. Aber die Gruppe, die es „richtig“ sieht, kann es nicht geben.<br />
Und jetzt singen im Chor der einst exklusiven Community ein paar Stimmen total schief, nämlich die der Konkurrenz, die das Ganze anders sehen. Die einstige Netzgemeinde sollte sich selbst nicht mehr so bezeichnen, denn sie ist längst kein geschlossener Verein mehr – und ist das vielleicht nie gewesen.  Auf sie zu verweisen ist lediglich noch ein rhetorisches Mittel, das für Beteiligungsplacebos á la „Wir wollen auch die Netzgemeinde beteiligen“ herhält. Hiergegen sollten sich ihre einstigen ProtagonistInnen wehren und ihre Ziele mit prägnanten Namen versehen. Denn im Jahr 2014 ist es in etwa so aussagekräftig, Mitglied der Netzgemeinde zu sein, wie Mitglied im ADAC.<br />
<strong>tl;dr</strong><br />
Die Piraten sind auch an ihrem eigenen Erfolg gescheitert: Sie haben Netzpolitik zu einem klassischen Politikfeld gemacht, das von allen Parteien bespielt wird und dadurch ihr Alleinstellungsmerkmal eingebüßt. Auch der Begriff der &#8220;Netzgemeinde&#8221; ist dadurch verwässert und sollte nicht mehr gebraucht werden.<br />
Foto: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:RIAN_archive_24089_The_youngsters_singing.jpg">Tichonov</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="305" height="53" /></a><br />

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		<title>Warum der Begriff &#034;Netzgemeinde&#034; in die Irre führt&#8230;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/netzstandpunkte/die-netzgemeinde-singt-nicht-im-chor-2-141737/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2014 08:30:44 +0000</pubDate>
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&#8230; und die Piratenpartei Opfer ihres eigenen Erfolgs wurde. „Sind die Piraten nun endgültig tot oder zucken sie noch?“ ist heute das einzige, was in puncto der einmal so vielversprechend gestarteten Freibeuterpartei noch interessiert. Der Niedergang zeigt auch: Die „Netzgemeinde“ als eine homogene Gruppe gibt es nicht. Sie taugt auch nicht zur Partei.<br />
<br/><div class="subcolumns">
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                   <br />
Wissen sie, wie viel Prozent die Piratenpartei bei der Sachsen-Wahl letztes Wochenende erreicht hat? Wusste ich auch nicht. Denn neben den Diskussionen um „AfD rein, NPD raus, Grüne rein, und wenn, dann vielleicht sogar Schwarz-Grün“ ist über die Partei, die es in den letzten Jahren immerhin in mehrere Landtage hintereinander geschafft hat, einfach nicht mehr geredet worden. Man konnte nur vermuten, dass sich ihr Stimmanteil irgendwo in dem grauen Balken bei „sonstige“ verstecken musste.<br />
Es waren übrigens 1,1 Prozent und damit noch einmal 0,8 Prozent weniger als bei der letzten Wahl im Jahr 2009, als die Piratenpartei ein noch relativ unbekanntes Phänomen war. Das findet aber nur heraus, wer die Ergebnisse direkt auf der <a href="http://www.wahlrecht.de/news/2014/landtagswahl-sachsen-2014.html">Seite des sächsischen Landeswahlleiters</a> einsieht. Wer bei Google „Piratenpartei Ergebnisse Sachsen“ eingibt der bekommt als Ergebnis – die AfD. Nämlich in den News, wo fleißig darüber diskutiert wird, ob und wenn ja wie den Euro-Querulanten dasselbe blüht wie der Piratenpartei: nämlich der <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/piratenpartei-was-wurde-aus-den-piraten-a-982311.html">medial schon doppelt und dreifach festgestellte Untergang</a>.<br />
Über diesen ließ sich zugegebenermaßen auch gut berichten. Denn in der Piratenpartei gab es für die Kämpfe und Auseinandersetzungen, die es – das vergisst man irgendwie immer – auch laut und heftig in anderen Parteien gibt, einfach keine Struktur, und darum auch nie ein Ende. Wie Lenz Jacobsen auf <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-08/afd-piraten-vergleich-sachsen">zeit.de</a> treffend feststellt: „Niemandem wurde die Autorität zugestanden, Diskussionen zu beenden“. Jacobsen weist in seinem Vergleich zwischen AfD und Piraten auf einen weiteren Aspekt hin: Während die AfD ein eigenes politisches Milieu bedient, war dieses bei der Piratenpartei einfach nicht vorhanden.<br />
Was bei Jacobsen nur kurz angerissen wird, lohnt eine tiefergehende Betrachtung. Die Piraten haben sich seit ihrer Gründung als Teil einer „<a href="http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Pr.C3.A4ambel">weltweiten Bewegung</a>“ verstanden. Diese Bewegung wird in Deutschland gerne „Netzgemeinde“ oder „Netzcommunity“ genannt. Diese muss aber interessanterweise sprachlich mittlerweile für sehr unterschiedliche Sachen herhalten.</p>
<h3>Weder Königreich noch Familientreffen</h3>
<p>Kürzlich tauchte der Begriff der Netzgemeinde in der „<a href="http://www.digitale-agenda.de/DA/Navigation/DE/Grundsaetze/grundsaetze.html;jsessionid=01B9D351E92CC58E8EAFD0505F55A99C">Digitalen Agenda</a>“ wieder auf. Genauer: Die „Netzcommunity“ wird als einer der Akteure identifiziert, die am Dialog darüber, wie, ob und wann Deutschland denn nun zu digitalisieren sei, irgendwie mitwirken sollen. Doch auch hier stellt sich die Frage, die sich durch das ganze Papier der Bundesregierung zieht: Was ist damit eigentlich gemeint? Ist für die Bundesregierung die „Netzgemeinde“ nun ein ExpertInnengremium mit besonderer Weitsicht auf die gesellschaftlichen Folgen digitaler Entwicklung? Ist das eine Hacker-Lobby mit einseitigen politischen Interessen? Oder ist die „Netzgemeinde“ hier nur eine Verklausulierung für „Zivilgesellschaft“?<br />
Der Begriff der Gemeinde impliziert eine Art verschworenen Zusammenhalt. Und es gibt durchaus auch AkteurInnen, die diese Sichtweise selber befeuern. Die jährlich stattfindende re:publica bezeichnet sich selbstironisch als „Familientreffen“. Das ist gar nicht falsch. Über die Hälfte der diesjährigen TeilnehmerInnen gaben an, <a href="http://re-publica.de/sites/14.re-publica.de/files/media/documents/rp14_survey-insights.pdf">mindestens schon zum zweiten Mal hierher zu kommen</a>. Publizistisch wurde selbst 2012 noch kommentiert, die deutsche digitale Gesellschaft sei „<a href="http://www.zeit.de/2012/17/Sascha-Lobo">eine Monarchie</a>“ – und Sascha Lobo natürlich der König.<br />
Wenn diese Sichtweise 2012 vielleicht schon schwierig war, inzwischen ist sie sicherlich falsch. Was heute alles unter „Netzgemeinde“ läuft, ist längst keine homogene Gruppe und erst recht keine Monarchie mehr – schon die Piratenpartei konnte sich dauerhaft auf keinen König einigen. Selbst wenn die Piraten zumindest am Anfang aus Menschen mit relativ ähnlichen politischen Anschauungen bestand: die Netzgemeinde ist heute größer als sie, sie reicht in alle Parteien und alle Milieus. Und damit ist sie nicht weiter als ein rhetorisches Konstrukt.</p>
<h3>Wer ist bloß dieses „Wir“?</h3>
<p>Der Blogger Michael Seemann <a href="http://www.carta.info/64637/netzpolitik-das-ende-einer-ara/">schrieb nach der Bundestagswahl mit Hinblick auf das bescheidene Abschneiden der Piratenpartei</a>: „Unsere Diskurse, unsere Belange, unsere Sicht auf die Welt kam bei dieser Wahl nicht vor. (…). Haben wir versagt: organisatorisch, ideologisch, personell?“. Doch auch in seinem Beitrag bleibt offen, wer denn dieses „wir“ nun eigentlich ist. Seemann selber ist ein Beispiel dafür, dass die Antwort hier nicht einfach fällt. Er ist Anhänger der Post-Privacy-Bewegung, postet Steuererklärung und Aufenthaltsort in den sozialen Medien – live. Vergleicht man das mit anderen AnhängerInnen der Piratenpartei, die es auf Parteitagen vorzogen, lieber nicht fotografiert zu werden, wird eine gewissen Diskrepanz deutlich, die in das Bild der „Gemeinde“ nicht recht passt.<br />
Diese Überlegung macht zwei Faktoren deutlich, die den Niedergang der Piraten wie kaum andere besiegelt haben, aber in der darüber geführten Debatte selten auftauchten: Die Piraten sind zum einen Opfer ihres eigenen Erfolgs. Und zum anderen taugt eine Technologie, die massenhafte Verbreitung findet, nicht zur Vereinnahmung durch eine politische Richtung.</p>
<h3>Die Digitalisierung hat viele Kinder</h3>
<p>Opfer ihres eigenen Erfolgs sind sie deswegen, weil ihre Aktivität und ihre zwischenzeitlich spektakulären Umfragewerte in den anderen Parteien für hektische Betriebsamkeit gesorgt haben. Die CDU verfügt mittlerweile nicht nur über ihren eigenen netzpolitischen Verein, sondern auch über einen Generalsekretär, der, so scheint es, gleichzeitig schlafen und twittern kann. Die SPD schmückte sich mit Sascha Lobo als Online-Berater und führte mit ihrem Mitgliedervotum zum Koalitionsvertrag 2013 genau das durch, was die Piraten vorgemacht hatten: Mehr innerparteiliche Demokratie. Konstantin von Notz ist einer der bekanntesten Netzpolitiker in Deutschland, und er ist Grüner, nicht Pirat. Im Landtagswahlkampf in Sachsen <a href="https://netzpolitik.org/2014/sachsen-waehlt-und-open-data-kommt/">bekannte sich jede Partei zu so einer Art Open Data-Regelung</a>. Und dann gibt es da natürlich auch noch diese Digitale Agenda, die im Jahre 2014 natürlich niemanden als Innovation verkauft werden kann. Aber dass es nun schlussendlich eine gibt, ist Ergebnis eines politischen Diskurses, den die Piraten mit angestoßen haben.<br />
Diese Erfolge sind mitnichten im Sinne der Piraten. Sie haben das Thema politisiert aber das heißt eben auch: sie haben Netzpolitik massentauglich gemacht. Die Begriffe „Netzpolitik“ und „Netzgemeinde“ konnten einmal austauschbar verwendet werden. Das war zu einem Zeitpunkt, als die Netzgemeinde auch gleichbedeutend war mit der Forderung nach einem lockereren Urheberrecht, nach einem transparenteren Staat und einem unregulierten Internet, nach freien Bildungsmaterialien und mehr Datenschutz.</p>
<h3>Die „richtige“ Meinung gibt es nicht</h3>
<p>Und damit wird der zweite Faktor des Piraten-Dilemmas deutlich: Das Internet ist eine Massentechnologie – und es ist auch zu einem normalen Politikfeld geworden, das sich nach den traditionellen Maßstäben ordnen lässt: Ob liberal, konservativ oder links, ob traditionell oder progressiv, Netzpolitik ist Gesellschaftspolitik. Und Wirtschaftspolitik. Und Kulturpolitik. Ganz normale Politik halt. Für die gibt es aber bekanntlich schon eine Handvoll Parteien.<br />
Das Alleinstellungmerkmal der Piraten beruhte vor allem darauf, dass sie eine alleinige Kompetenz auf dem Gebiet des Internets hatten und damit einen alleinigen Vertretungsanspruch. Ihre pure Existenz hat für einen (zugegeben geringen) Kompetenzschub bei der politischen Konkurrenz gesorgt und die Piraten damit schlicht ihre Daseinsberechtigung gekostet. So lange die Piraten auf weiter Flur alleine waren, hatten sie gewissermaßen das exklusive Lizenzrecht auf die Vermarktung ihrer netzpolitischen Positionen als die einzig richtigen – schließlich gab es keine etablierten Gegenpositionen bei anderen Parteien.<br />
Internetnutzung ist glücklicherweise kein Exklusivrecht mehr, das Internet ist ein relativ flächendeckend verfügbares Medium, trotz aller Mängel beim Breitbandausbau. Und dadurch gilt für das Netz, was auch für Arbeitsmarkt, Bildungspolitik und die Rente gilt: Man kann es so oder so sehen. Aber die Gruppe, die es „richtig“ sieht, kann es nicht geben.<br />
Und jetzt singen im Chor der einst exklusiven Community ein paar Stimmen total schief, nämlich die der Konkurrenz, die das Ganze anders sehen. Die einstige Netzgemeinde sollte sich selbst nicht mehr so bezeichnen, denn sie ist längst kein geschlossener Verein mehr – und ist das vielleicht nie gewesen.  Auf sie zu verweisen ist lediglich noch ein rhetorisches Mittel, das für Beteiligungsplacebos á la „Wir wollen auch die Netzgemeinde beteiligen“ herhält. Hiergegen sollten sich ihre einstigen ProtagonistInnen wehren und ihre Ziele mit prägnanten Namen versehen. Denn im Jahr 2014 ist es in etwa so aussagekräftig, Mitglied der Netzgemeinde zu sein, wie Mitglied im ADAC.<br />
<strong>tl;dr</strong><br />
Die Piraten sind auch an ihrem eigenen Erfolg gescheitert: Sie haben Netzpolitik zu einem klassischen Politikfeld gemacht, das von allen Parteien bespielt wird und dadurch ihr Alleinstellungsmerkmal eingebüßt. Auch der Begriff der &#8220;Netzgemeinde&#8221; ist dadurch verwässert und sollte nicht mehr gebraucht werden.<br />
Foto: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:RIAN_archive_24089_The_youngsters_singing.jpg">Tichonov</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="305" height="53" /></a><br />

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			</item>
		<item>
		<title>Das gute böse Internet &#8211; Digitale Presseschau 17/2014</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/das-gute-boese-internet-digitale-presseschau-172014-139336/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 14:39:03 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Matthias Döpfner]]></category>
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					<description><![CDATA[Zeynep Tufekci geht der Frage nach, ob das Internet gut oder schlecht sei – die Antwort ist die gleiche wie bei [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zeynep Tufekci geht der Frage nach, ob das Internet gut oder schlecht sei – die Antwort ist die gleiche wie bei den meisten Menschen auch: Beides stimmt! Bei der Frage, welche gesellschaftliche Bedeutung die Technik nach der „Stunde Null“ hat, kommen wir jedoch weder mit moralischen „Gut-Böse“-Diskussionen weiter, noch mit überbordender Melodramatik. Dies fordert Jaron Lanier in der Debatte darum, wie „evil“ Google ist. Noch nicht genug von der aktuellen Debatte um das Wesen des Internets? Dann lesen Sie bitte weiter.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=fklezgaf160" title="Europe, I love you? (DarkViktory/DoZaDeHas/Gretlproductions/SéanBurke/ValentinVerthé &amp; ComedyLab)" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/fklezgaf160?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Unser Video der Woche stammt von der jungen Politik-Plattform <a href="http://www.duhastdiemacht.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Du hast die Macht“</a> und beschäftigt sich mit Europa vor der EU-Wahl. Hat die EU irgendwas mit Liebe zu tun? „Europe, I love you?“ Interessant ist dabei die Idee, dem grassierenden Eurskeptizismus mit anderen medialen Mitteln – etwa ironischen Videos à la Monty Python – zu begegnen, was Miranda Neubauer in einem Artikel auf <a href="http://techpresident.com/news/wegov/24957/what-has-eu-ever-done-us-countering-euro-skepticism-viral-videos-and-monty-python" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Techpresident</a> ausführlicher beleuchtet.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/googles-datenmacht-wer-die-daten-hat-bestimmt-unser-schicksal-12907065-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google und der Datenschutz</a></h3>
<p>In die Debatte über Google der letzten Wochen ist nun auch Jaron Lanier eingestiegen: „Wir sollten aber auf Melodramatik verzichten.“ Trotzdem setzt er sich dezidiert mit den gesellschaftlichen Folgen von Unternehmen wie Google auseinander.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/campus/2014/03/nsa-ueberwachung-snowden/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet nach der „Stunde Null“</a></h3>
<p>Das Post-Snowden-Internet: Der Autor und Regisseur Kristo Šagor beschreibt, wie sich der private Umgang mit dem Internet seit den und durch die NSA-Enthüllungen verändert hat.</p>
<h3><a href="https://medium.com/p/1f59b4f0638a" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Ist das Internet gut oder schlecht? Ja“</a></h3>
<p>Ein Artikel von Zeynep Tufekci (<a href="https://medium.com/matter/76d9913c6011" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Englisches Original</a>) beschäftigt sich anhand mehrerer Beispiele mit der Frage, ob das Internet, im Kontext aktueller Entwicklungen als Protestmedium, gut oder schlecht ist.</p>
<h3><a href="http://netzwertig.com/2014/04/25/die-zukunft-des-internets-nutzer-uebersehen-das-gewicht-ihrer-handlungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zukunft des Internets: Ist Online-Partizipation wichtig?</a></h3>
<p>Martin Weigert erklärt, dass Online-Partizipation und das Streben nach digitaler Autonomie ein immer wichtiger werdendes Thema ist, dessen Bedeutung aber noch nicht im kollektiven Bewusstsein verankert ist.</p>
<h3><a href="http://www.aljazeera.com/indepth/opinion/2014/04/india-polls-powered-nifty-tech-2014417112114300515.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zukunft demokratischer Wahlen: Die elektronische Wundermaschine aus Indien</a></h3>
<p>In Indien kommen elektronische Wahlmaschinenzum Einsatz, welche als nicht manipulierbar angepriesen werden, sondern auch noch Bäume retten. Eine interessante Idee für die Zukunft der freien Wahl ohne Papier, doch wahrscheinlich kein Allheilmittel gegen Korruption oder andere Probleme der Demokratie.<br />
Co-Autor: Felix Idelberger &#8211; Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Empathie und Quantencomputer &#8211; Digitale Presseschau 2/2014</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jan 2014 15:01:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Diese Woche bleibt die Tagespolitik außen vor. Stattdessen wagen wir uns in die „zweite Phase der Zivilisierung“, an den Quantencomputer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche bleibt die Tagespolitik außen vor. Stattdessen wagen wir uns in die „zweite Phase der Zivilisierung“, an den Quantencomputer und die „Ökologie der Geschwindigkeiten“. Vor welchem Hintergrund sind konkrete Ereignisse und Entwicklungen wie im Fall von Justine Sacco oder im Fall des wachsenden Einflusses von Netzwerken und Algorithmen zu betrachten? Sind die Netzwerkstrukturen von Campact vielleicht die neue Form von politischem Aktivismus? Oder unterlaufen sie ihn? Den Schluss bilden die Fragen, wie Nutzerinnen und Nutzer sich ihre elektronischen Geräte wieder aneignen können und ob es im Überwachungsskandal nicht vielmehr um das Strafregime als um die Privatsphäre geht.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=ytEHc4Z1ZHs&amp;feature=youtu.be&amp;hd=1" title="Georg Mascolo über die Rolle der Journalisten" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/ytEHc4Z1ZHs?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p dir="ltr">Der ehemalige Chefredakteur vom Spiegel, Georg Mascolo, über Journalisten und deren Verantwortung gegenüber Staatsgeheimnissen.</p>
<h3><a href="http://breakingthewaves.net/2014/01/05/emporung-aktivieren-konformismus-und-mobverhalten-im-netz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Debatte um Konformismus</a></h3>
<p><a href="http://netzwertig.com/2014/01/02/konformismus-im-netz-die-meinung-der-anderen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Weigert</a> und <a href="http://breitenbach.tumblr.com/post/70670485565/verbannung-und-hyperzivilisierung-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Patrick Breitenbach</a> haben mit ihren Blogeinträgen zu Konformismus und Shitstorms in Sozialen Medien eine rege Diskussion angestoßen. Beide bezogen sich auf rassistische Tweets, deren Urheber durch die massenhafte Reaktion ganz reale Folgen zu spüren bekamen. Weigert sieht darin sogar eine Gefahr für die Demokratie. Auf breakingthewaves.net kritisiert ihn evemassacre dafür, die Sanktionierung von Rassismus als Konformismus zu verunglimpfen. Davon zu trennen sei das „Mobverhalten“ im Internet, sowohl bei Hypes als auch bei Shitstorms. Einig sind sie sich mit dem neuen CDU-Generalsekretär <a href="http://blog.petertauber.de/?p=2023" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peter Tauber</a>, dass mehr Empathie nötig sei. Breitenbach sieht darin sogar <a href="http://blog.karlshochschule.de/2014/01/08/the-day-after-shitstorm-die-zweite-stufe-der-zivilisierung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine neue Phase der „Zivilisierung“.</a></p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-nsa-und-der-quantencomputer-das-ueber-hirn-12742939.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nichts wird geheim bleiben – von den Plänen eines Quantencomputers</a></h3>
<p>Die Empörung über den Datenklau durch die US-amerikanische National Security Agency (NSA) hierzulande ist groß. Die NSA zeigt sich allerdings gänzlich unbeeindruckt und will jetzt noch einen draufsetzen: ein Quantencomputer soll gebaut werden, der auf Basis quantenmechanischer Zustände und nicht auf Basis der Gesetze klassischer Physik operiert. Solch ein Computer wäre theoretisch in der Lage, alle bisher digital vorstellbaren Verschlüsselungen zu „knacken“. Wird das Wettrennen zwischen Verschlüsselung und Entschlüsselung zugunsten eines allwissenden Staates entschieden? Der Wissenschafts- und Technikhistoriker George Dyson blickt im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen mit Sorge auf das Vorhaben.</p>
<h3><a href="http://www.theeuropean.de/harald-katzmair/7624-macht-im-digitalen-zeitalter" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Internet und die Macht der Geschwindigkeit</a></h3>
<p>Ein interessanter philosophischer Beitrag erschien diese Woche von Harald Katzmair im The European. Shitstorms und im Sekundentakt reagierende Finanzmärkte repräsentieren für ihn eine Sphäre der Wirklichkeit, die für das Projekt der Demokratie ernsthafte Probleme schafft. Um handlungsfähig zu bleiben bedürfe es einer „integrativen Macht“, die in der Lage ist, die unterschiedlich schnellen Welten, in denen wir leben, zu verbinden. Insgesamt bietet der Artikel aber primär Denkanstöße und weniger in Handlung umsetzbare Ideen.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/online-kampagnen-wie-campact-mit-klicks-die-welt-veraendern-will-a-942394.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Macht im Visier: Campact will mehr als nur Unterschriften</a></h3>
<p>Die Online-Plattform Campact sammelt seit bald zehn Jahren Unterstützer für ihre Petitionen zu ganz unterschiedlichen Themen und hat jetzt rund eine Million „Mitglieder“. Briefe und Anrufe werden in gebündelter Form an politische Machthaber adressiert, um sie zum Handeln zu bringen. „Klicktivismus“ nennen Kritiker solche politische Beteiligungsverfahren und warnen davor, dass dieser „echtes“ politisches Engagement ersetzen würde. Campact teilt diese Meinung sicherlich nicht, organisiert jetzt aber auch Treffen für die Unterstützer und „echte“ Demonstrationen. Diese lieferten Fotos und das sei gut für die Presse und um die Mächtigen unter Druck zu setzen, berichtet spiegel-online.de.</p>
<h3><a href="http://irights.info/seda-gurses-bei-der-privatsphare-darf-es-keine-zweiklassengesellschaft-geben" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsere Geräte und das Strafregime</a></h3>
<p>Es ist die alte Diskussion: Im Interview mit iRights.info spricht die Informatikerin Seda Gürses über „Privacy“ und die Notwendigkeit der Verschlüsselung, damit elektronische und vernetzte Geräte wieder „unsere“ Geräte werden. Dafür sei es besonders wichtig, dass Verschlüsselung universell zugänglich sei und die Politik handele. Michael Seemann als Vertreter des Post-Privacy-Ansatzes hingegen betont in einem <a href="http://mspr0.de/?p=3916" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogpost,</a> dass das Strafregime nicht in die Privatsphäre eindringen müsse, um fatale Folgen zu haben. Es gehe um eine Kritik des Strafregimes und nicht des Aufhebens der Privatsphäre.<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
Koautor: Nicolas Krotz</p>
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		<title>Der Staat wird zur Firma &#8211; Digitale Presseschau 47/2013</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2013 14:53:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Der Staat wird zur Firma, die Firma zum Staat“, schreibt Lukas Franke in seinem Bericht über das Einreiseverbot in die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Der Staat wird zur Firma, die Firma zum Staat“, schreibt Lukas Franke in seinem Bericht über das Einreiseverbot in die USA, das ihm die Homeland Security auferlegt hatte. In Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung verschwimmen die Grenzen zwischen den Nationalstaaten sowie zwischen Staaten und Konzernen. Im Recherche-Projekt „Geheimer Krieg“ legen JournalistInnen diese Verbindungen zwischen den Geheimdiensten verschiedener Länder und privaten Sicherheitsfirmen offen. Sollten wir also unsere Kommunikation verschlüsseln? Können sich schließlich nur privilegierte Männer Post-Privacy leisten? Wie kann das Große Datensammeln auch positiv genutzt und gegen Missbrauch geschützt werden? Und können wir uns sogar mit einer anonymen elektronischen Währung vom globalen Geldsystem emanzipieren? Ein paar Antworten zu diesen Fragen finden Sie diese Woche in der Digitalen Presseschau.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=RdNa9yeN6Zg&amp;hd=1<b><br />
</b>Arte Tracks: NSA-Skandal. Wer sind die aktiven NSA-Gegner? Mit der League of Heros, Juli Zeh, Hauke Laging u. a.</p>
<h3><a href="http://www.boeckler.de/44711_44725.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Your status has changed</a></h3>
<p>Digitale Überwachung ist ein schwer zu verbildlichendes Phänomen. Es braucht keine ausgeschnittenen Löcher in Zeitungen mehr, damit der Akt der Überwachung für die Überwachten verdeckt bleibt. Auch die Folgen sind für die meisten Menschen schwer zu fassen, reichen aber mutmaßlich von der mehr oder minder bewussten Schere im Kopf bis zur Fremdsteuerung durch Konsum. In dem Magazin „Mitbestimmung“ der Hans-Böckler-Stiftung berichtet Lukas Franke, wie ihm die Einreise in die USA kurzfristig verweigert wurde. Er zeigt auf, dass für Menschen, die gegen bestehende Machtstrukturen arbeiten, die Folgen der Überwachung sehr schnell sehr konkret werden können.</p>
<h3><a href="http://www.carta.info/66997/muss-deutschland-den-fluchtling-edward-snowden-schutzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Asyl ist politische Frage</a></h3>
<p>Seit er im Juni anfing, die NSA systematisch bloßzulegen, bekommt Edward Snowden die Macht des Überwachungsapparates als Exilant in Russland zu spüren. Sein Aufenthalt dort sollte temporär bleiben. In Deutschland ist der politische Wille der Regierung zur Aufnahme Snwodens jedoch nicht vorhanden. Auf Carta legt Christoph Tometten die juristischen Grundlagen eines Asyls für den Whistleblower dar. Sein Fazit: Juristisch gesehen sei es möglich, Initiative und Entscheidung verblieben aber letztendlich bei der Exekutive. Damit sei es primär eine politische Frage und Tometten schließt mit der Aufforderung, diese im Sinne Snowdens aktiv mitzugestalten.</p>
<h3><a href="http://www.geheimerkrieg.de/#entry-5-5598-das-projekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unbeteiligte Komplizen</a></h3>
<p>Welche Rolle haben die Bundesregierung und deutsche Sicherheitsapparate im Überwachungskomplex? Deutschland gehört zwar nicht zu den „Five Eyes“, dem engsten Geheimdienstkreis um die USA. Aber die unfähige Opferrolle, wie sie auch im Aufschrei um die Abhörung von Angela Merkels Handy zum Ausdruck kommt, passt offensichtlich auch nicht: Seit eineinhalb Jahren recherchieren Journalisten der Süddeutschen Zeitung und des NDR zu US-Geheimdienststrukturen in Deutschland und ihren Verbindungen zum deutschen Geheimdienst und der Bundesregierung. Auch eine <a href="http://www.ndr.de/geheimer_krieg/geheimerkrieg215.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sondersitzung des Bundestags</a> soll sich in der nächsten Woche damit befassen. Auf einer eigenen Homepage, die sich noch im Beta-Studium befindet, präsentiert das Journalisten-Team ihre Ergebnisse: Deutschland ist aktiv und mitten drin im „Geheimen Krieg“.</p>
<h3><a href="http://www.netzpiloten.de/verschlusselung-opium-furs-volk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Suppe ein wenig versalzen</a></h3>
<p>Ist Verschlüsselung der Kommunikation eine Form des digitalen Widerstands angesichts omnipräsenter Überwachung? Oder ist sie Innenminister Friedrich als neoliberales Opium für das Volk dienlich? Auf netzpiloten.de geht Katharina Große dieser Frage systematisch und pragmatisch nach: Theoretisch komme die NSA an alle noch so gut verschlüsselten Informationen, jedoch könne Verschlüsselung den Aufwand soweit erhöhen, dass die NSA nicht mehr einfach alles abgreifen kann. Demnach könne Verschlüsselung einen Großteil der Kommunikation schützen. Dies gelte allerdings nicht für Personen, an denen die NSA sehr großes Interesse hat, wie z. B. Angela Merkel. Für sich findet die Autorin schlussendlich einen Kompromiss zwischen Aufwand und Widerstand: „Lieber eine etwas weniger sichere Verschlüsselung, als gar kein Widerstand“.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/viktor-mayer-schoenberger-ueber-big-data-daten-sammeln-ist-richtig-1.1817452" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Data als revolutionäre Chance</a></h3>
<p>Big Data kann auch gut sein. Das ist die Grundaussage von Viktor Mayer-Schönberger, der vor kurzem auch ein <a href="http://politik-digital.de/buchrezension-big-data-mehr-als-grosse-datenmengen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch</a> zu dem revolutionären Potenzial des Großen Datensammelns geschrieben hat. Im Interview auf süddeutsche.de plädiert er, über NSA &amp; Co. nicht das Potenzial von Big Data zu vergessen, die Komplexität der Welt so akkurat wie noch nie darzustellen. Gerade im medizinischen Bereich gebe es viele Chancen einer positiven Anwendung. Allerdings sieht Mayer-Schönberger auch die Gefahren: Wenn auf Ursachen geschlossen und das Verhalten von Menschen vorhergesagt werde, dann führe das schnell zu Missbrauch.</p>
<h3><a href="http://netzwertig.com/2013/11/19/bargeldlose-gesellschaft-das-ende-vom-geld-wie-wir-es-kennen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das bloße Geld</a></h3>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/bitcoins-virtuell-unkontrolliert-wertvoll-1.1822097" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bitcoins</a> sind immer verbreiteter und Kredikarten werden durch das neue Start-Up „Coin“ auf ihren rein elektronischen Charakter reduziert. Laut Martin Weigert steuern wir auf die bargeldlose Gesellschaft zu. Nachdem der Geldwert erst die Bindung zum Wert des Materials und dann zu den Goldreserven der USA verloren hat, sind Bitcoins nun unabhängig von Staaten und Banken digital schürfbar. Allerdings können sie auch Objekt massiver Spekulationen werden. Sind Bitcoins nicht eher <a href="http://www.neunetz.com/2013/11/19/volatilitat-von-bitcoin-zeigt-dass-es-naher-an-gold-als-an-anderen-wahrungen-ist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vergleichbar mit Gold</a> als mit Geld? Was bedeuten diese Entwicklungen für unser Verständnis von Geld? Und was bedeuten sie für unsere Anonymität?</p>
<h3><a href="http://sanczny.blogsport.eu/2013/11/21/das-postprivate-ist-politisch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Privileg Post-Privacy</a></h3>
<p>Das Konzept des Post-Privaten will emanzipative Antworten auf die Unkontrollierbarkeit von Daten im Internetzeitalter geben und so das Private politisieren. In einem Blog-Eintrag kritisiert Sanczny die Unreflektiertheit der meist männlichen und weißen Vertreter der Post-Privacy Bewegung. Durch deren privilegierte Positionen könnten sie erst das Private offenlegen und würden damit auch noch eine gesellschaftliche Normalisierung ihrer spezifischen Ansichten betreiben. Die Freiheit der Post-Privacy-Anhänger basiere daher darauf, dass die Privatsphäre der Anderen zu deren persönlichen, privaten Problem werde.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>&#034;Bitte gönnen Sie sich diese Post!&#034; – Die digitale Presseschau KW 42</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bitte-goennen-sie-sich-diese-post-die-digitale-presseschau-kw-42-133669/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Oct 2013 16:41:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wenn Gewalt eskaliert, dann bietet das Internet für unbewaffnete und leicht verletzbare Menschen einen Weg, sich zu äußern und Einfluss [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Gewalt eskaliert, dann bietet das Internet für unbewaffnete und leicht verletzbare Menschen einen Weg, sich zu äußern und Einfluss zu nehmen. So erklärt Carina Pesch die sich ausbreitende Nutzung der Möglichkeiten des Internets unter syrischen, vor allem weiblichen, Oppositionellen. Derweil fordert Jörg Heiser von der zeitgenössischen Kunstszene, das Internet nicht nur zu nutzen, sondern auch zum Gegenstand zu nehmen. Ob Privatsphäre dabei noch eine Rolle spielen sollte, oder doch eher Post-Privacy, wird woanders heftig debattiert. Mit ordentlich Wut im Bauch macht ein Drehbuchautor einen konstruktiven Vorschlag zum Urheberrechtsstreit. Und Constanze Kurz und Frank Rieger wagen einen breiten und kritischen Blick auf die Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeit und Alltag. In dem Video der Woche geht es schließlich um das EU-Datenschutzabkommen, das am Montag, dem 21.10. beschlossen werden soll.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=JkUZEn9oKZg&amp;hd=1" title="Rette deine Privatsphäre! - Stoppt den &quot;Lobby-Krieg&quot; gegen EU-Datenschutz!" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/JkUZEn9oKZg?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Rette deine Privatsphäre! &#8211; Privacy League/EUDataP<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/10/wohin-im-krieg-friedensaktivisten-und-frauen-in-syrien-fluechten-ins-internet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Die Revolution ohne Internet kann ich mir nicht vorstellen. Aber die Revolution ist nicht nur im Internet.”</a></h3>
<p>Die Bedeutung von Social Media und Internet für die Aufstände im Nahen Osten und Nordafrika der letzten zwei Jahre ist kontrovers. Carina Pesch ist sich jedoch sicher, dass sie zumindest in Syrien jetzt „essentieller denn je“ seien. Auf Hyperland beschreibt sie, wie unbewaffnete Oppositionelle die Möglichkeiten des Internets ausnutzen, um der fortwährenden Eskalation von Gewalt zu entkommen oder ihr sogar etwas entgegenzusetzen. Gerade Frauen, die anfangs stark bei den Protesten mitwirkten, seien durch männliche Gewalt und fehlende Anerkennung von den Straßen und aus der medialen Berichterstattung verdrängt worden. Das Internet böte nun viel genutzte Möglichkeiten, weiterhin aktiv und öffentlich zu bleiben, wie das <a href="http://nfsjworkshop.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzwerk Syrischer Journalistinnen</a> oder das Online-Kunstprojekt <a href="http://www.creativememory.org/?lang=en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„The Creative Memory of the Syrian Revolution“</a> zeigen.<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/urheberrecht-verschenkt-meine-filme-1.1794040" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sie wollen nicht kaufen? Schenkt&#8217;s ihnen!</a></h3>
<p>Im Internet floriert der illegale Filmmarkt, die großen Vermarktungsgesellschaften sind allerdings nicht die Hauptleidtragenden. Fred Breinersdorf, Jurist und Drehbuchautor von mehreren Tatorten sowie von „Sophie Scholl“, will nun eine „radikale neue“ Lösung, die sowohl Urhebern ihre Rechte und Einnahmen sichert, als auch die „schützenswerten Interessen“ der Öffentlichkeit beachtet. In einem detaillierten Beitrag auf süddeutsche.de schlägt er vor, Filme im Internet per Zwangslizenz zu verschenken. So sollten Seitenbetreiber Filme frei im Internet bereitstellen können, jedoch unter der Bedingung, dass sie die Urheber an den Einnahmen durch Werbung oder anderes beteiligen. Davon erhofft Breinersdorf sich nicht nur ein Ende des Missbrauchs seiner Rechte, sondern auch die Chance auf eine Vielzahl von Online-Programmkinos.<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://www.carta.info/65492/zwei-sichtweisen-die-post-privacy-falle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Privatsphäre ist tot. Es lebe die Privatsphäre!</a></h3>
<p>Post-Privacy sagen die einen. Privatsphäre ist alles, worum es geht, sagen die anderen. Für Michael Seemann ist die Zeit gekommen, in der Datenschutz zur Illusion wird. Eine Antwort auf NSA und den gläsernen Bürger ist nur die Flucht nach vorne zur totalen Transparenz. Denn, so <a href="http://www.carta.info/65473/zwei-sichtweisen-macht-privilegien-und-privatsphare/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seemann auf Carta</a>, Kontrollverlust betrifft alle und die Mächtigen haben mehr zu verlieren. John F. Nebel stimmt der Diagnose des Kontrollverlusts auf <a href="http://www.metronaut.de/2013/10/privatsphaere-z/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">metronaut.de</a> zu, sieht jedoch das Problem des durch Herrschaft produzierten informationellen Vorsprungs: „Die Mächtigen lesen Deine Akte, Du nicht ihre“. Das sieht auch <a href="http://www.carta.info/65492/zwei-sichtweisen-die-post-privacy-falle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Stadler</a> so und fordert Privatsphäre als einzige Waffe gegen staatliche Überwachung ein. Er will den maximal transparenten Staat mit größtmöglich intransparenten Bürgern. Die Debatte ist sicher nicht zu Ende.<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/e-mail-ueberwachung-im-alltag-sehr-uebles-verhalten-1.1793066" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bitte gönnen Sie sich diese Post!</a></h3>
<p>Derweil holt Bernd Graff die theoretische Debatte um Privatsphäre auf den praktischen Boden der digitalen Selbstverteidigung zurück. In dem Blog „Keep me covered!“ auf süddeutsche.de erklärt er, verständlich für Laien und analog-veranlagte Menschen, wie die Datensammlung bzw. Überwachung über E-Mails funktioniert. Wie einfach es ist, über E-Mails Informationen über die Empfänger zu erhalten, und dass auch gerade Unternehmen dies tatkräftig ausnutzen, nimmt der Autor dann zum Anlass, um einfach durchführbare Gegenstrategien aufzuzeigen. Um den Lesern die Tragweite zu verdeutlichen, empfiehlt er Seiten wie <a href="https://emailprivacytester.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">emailprivacytester.com</a>, mithilfe derer man sich selber probeweise „überwachen“ kann. Sein Fazit: „Bitte gönnen Sie sich diese Post!“<br />
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<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/nsa-affaere-in-der-kunst-das-schweigen-der-vernetzungsjunkies-12619171.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunst ohne Hammer</a></h3>
<p>Bei der Bundestagswahl waren die Themen Überwachung und Netzpolitik weitestgehend zur Bedeutungslosigkeit verdammt, während Politiker fröhlich über Twitter zwitscherten und per Facebook ihre Basis mobilisierten. Ähnliches attestiert Jörg Heiser der zeitgenössischen Kunstszene, welche stark von der digitalen Vernetzung und dem Informationsreichtum des Internet profitiere, jedoch keinen Pinselstrich zur NSA und dem gläsernen Bürger verliere. Auf faz.net plädiert er für eine Beschäftigung der Kunstszene mit diesen abstrakten Themen, um Digitalisierung, Überwachung, Vernetzung und Kontrollverlust erfahrbar zu machen. Als positive Beispiele nennt der Autor schließlich ein paar Projekte, denen noch diese <a href="http://www.ctrl-verlust.net/zkmb-de-kontrollverlust-und-kunst-ein-werksbericht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beschreibung von Kunstprojekten</a> von Michael Seemann hinzugefügt werden kann.<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/automatisierung-des-denkens-die-freisetzung-12615442.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalisierung zwischen Utopie und Dystopie</a></h3>
<p>Was passiert mit der Gesellschaft, wenn Maschinen und Algorithmen immer bedeutender für ihr Funktionieren werden? Constanze Kurz und Frank Rieger wagen einen großen Blick auf die digitale Gesellschaft auf faz.net. Sie fragen nach den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Revolution der Informationstechnologie und setzen bei der Arbeit an. In ihrer kurzen Analyse fallen sie keinem technologischen Determinismus anheim, sondern fragen nach den Mechanismen in der Gesellschaft, in welchen die neuen Technologien eingebettet werden. Was bedeutet Digitalisierung des Alltags und der Arbeitswelt, wenn sie mit Kommerzialisierung einhergeht, Daten privatisiert werden und sich Kapital konzentriert? Auch wenn die Autoren eine eindeutige Antwort schuldig bleiben, so betonen sie doch, dass viel politische Gestaltung im Gegensatz zum Vertrauen auf Marktmechanismen notwendig ist, um nicht in eine „hässliche Dystopie“ zu rutschen.<br />
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<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Michael Seemann &#8211; Im Herzen der digitalen Boheme</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 09:08:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Post Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Seemann]]></category>
		<category><![CDATA[mspr0]]></category>
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					<description><![CDATA[Sein Beruf: Blogger, Journalist, Redner, Denker, vielleicht sogar digitaler Philosoph. Michael Seemann lebt vom und im Netz und ist Teil [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/michael-seemann-im-herzen-der-digitalen-boheme/seaman-final/" rel="attachment wp-att-127828"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-127828" title="CC-BY-SA  Alexa Schaegner,  politik-digital" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Seaman-final.jpg" width="616" height="357" /></a>Sein Beruf: Blogger, Journalist, Redner, Denker, vielleicht sogar digitaler Philosoph. Michael Seemann lebt vom und im Netz und ist Teil einer Community, die sich von vielen Selbstverständlichkeiten verabschiedet hat: von einer klassischen Erwerbsarbeit, von finanzieller Sicherheit und dem Schutz der eigenen Privatsphäre. Porträt eines digitalen Bohemien.<br />
Sich mit Michael Seemann zu verabreden ist nicht schwierig. Das liegt zum einen daran, dass er nicht wie ein Großteil der Welt unter chronischem Zeitmangel leidet. Zum anderen weiß man dank einer Location App und einer Karte auf seinem Blog aber auch immer genau, wo er sich gerade aufhält. Seemann findet es praktisch, dass Leute jederzeit bei ihm zuhause (oder wo auch immer er sich gerade befindet) vorbeikommen und ihm Gesellschaft leisten können. Wen das jetzt bereits irritiert, muss beim Weiterlesen mit weiterem Unbehagen rechnen, denn Michael Seemann macht sich nicht viel aus Privatsphäre und Datenschutz.</p>
<h3>Der Internethype und die Selbstfindungsphase</h3>
<p>Ende der 1990er Jahre, zu Beginn des Internethypes und der „New Economy“, in der Informationen erstmals wichtiger wurden als materielle Güter, war Michael Seemann zunächst nur technikaffiner Kulturwissenschaftler. Nach seinem Studienabschluss an der Universität Lüneburg arbeitete er anfänglich als Programmierer in Hamburg. Zum Bloggen kam er 2005 durch seine ehemalige Freundin, die ihre anstehende Weltreise online dokumentieren wollte. Um eine Alternative zu den bereits altmodisch gewordenen „Rundmails“ zu finden, erstellte Seemann ihr ein Blog und richtete sich bei der Gelegenheit gleich sein erstes eigenes ein.<br />
Dass er damit bereits den Weg für seine berufliche Zukunft ebnete, war dem gebürtigen Wolfsburger damals aber noch nicht sofort klar. Nach dem Studium begann für den heute 35-Jährigen nämlich zunächst eine Phase der Selbstfindung, in der er sich die klassischen Zukunftsfragen stellte: „Was mache ich jetzt, was will ich eigentlich werden?“. Über viele Berufsoptionen dachte er damals nach, um sie alle wieder zu verwerfen, weil sie ihm zu eng und eingeschränkt erschienen. Zur selben Zeit veröffentlichte ein gewisser Sascha Lobo gemeinsam mit Holm Friebe das Buch „Wir nennen es Arbeit“, eine kritische Bestandsaufnahme klassischer Arbeitsverhältnisse und eines sich neu herausbildenden Milieus, das sie als „Digitale Boheme“ bezeichneten. Wer Teil dieser Welt ist, lebt in thematisch selbstbestimmten, digitalen Arbeitsverhältnissen jenseits von Festanstellung und geregeltem Arbeitsalltag. Ein Lebensentwurf, der Michael Seemann inspirierte: „Es war tatsächlich so, dass mir das Buch damals eine Idee davon gegeben hat, wie ich leben möchte“.</p>
<h3>Der Kontrollverlust-Freak</h3>
<p>Seit dem Umzug nach Berlin 2008 und einem kurzen Intermezzo als Blogger bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zwei Jahre später, das im Streit um Bildlizenzen endete, ist Seemann nun freier Blogger, Journalist, Berater, Aktivist, Meinungsmacher und vor allem Teil der „Digitalen Boheme“.<br />
Und davon kann man leben? Michael Seemann kann es offensichtlich. Geld verdient er unter anderem mit seinem Blog <a href="http://mspr0.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mspr0</a> über Flattr, einem Bezahlsystem nach Belohnungsprinzip. Wem Inhalte gefallen, der kann mit sogenannten Mikrospenden die jeweiligen Produzenten unterstützen. Den größten Teil seiner finanziellen Einnahmen erzielt Seemann aber durch öffentliche Vorträge, <span style="color: #000080"><a href="http://11.re-publica.de//blog/panel/twitterlesung/">Twitterlesungen</a> </span>oder journalistische Artikel und andere Publikationen.<br />
Die Themen, mit denen er sich beschäftigt: Datenschutz, Post- Privacy, Plattformneutralität, Urheberrecht und Informationshoheiten von Medien und Politik. Bekannt wurde er vor allem mit seiner Theorie über den „Kontrollverlust“, über die er unter „<span style="color: #000080"><a href="http://www.ctrl-verlust.net/">ctrl-verlust</a>&#8221; </span>bloggt. Die Etablierung des Internets und dessen unaufhörliche Datenproduktion gehen für Seemann zwangsläufig mit einem Verlust von Kontrolle der eigenen Daten einher. Diesem unvermeidlichen Prozess entgegnet er mit der sprichwörtlichen „Flucht nach vorne“, der Forderung nach Transparenz und prinzipieller Offenlegung von Daten.<br />
Dazu zählen auch seine persönlichen Daten. So lebt Seemann frei nach der Handlungsmaxime „Ich kann keine Kontrolle über Dinge verlieren, über die ich keine Kontrolle habe“. Als Anhänger der Post-Privacy- Bewegung, für die Privatsphäre in der digitalen Welt immer weniger realisierbar wird, lässt er sich eben nicht nur virtuell „verfolgen“, sondern <span style="color: #000080"><a href="https://twitter.com/mspro">twittert</a> </span>zum Beispiel auch jährlich seine Steuererklärung. Das erklärt er mit einer solchen Selbstverständlichkeit, der jegliche Koketterie abgeht, dass man sich zu fragen beginnt, was denn eigentlich dagegen sprechen soll, die eigenen finanziellen Verhältnisse vor aller Welt offen zu legen. Auch der Technik-Enthusiasmus für die Location-Apps <span style="color: #000080"><a href="https://de.foursquare.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Foursquare</a> </span>und Google <a href="http://www.google.de/intl/de_at/mobile/latitude/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Latitude</a>, die Seemann im Übrigen anfangs gruselig fand, wirkt ansteckend. Grund dafür ist wohl die Glaubwürdigkeit, die Seemann ausstrahlt, weil er Ideengeber, und Versuchskaninchen für die eigenen Theorien zugleich ist. Er versucht das umzusetzen, worüber er schreibt und spricht. Auf die Frage, ob er sich denn auch selbst als Aktivist für seine Überzeugungen verstehe, antwortet er mit einem Schmunzeln: „ Ich verstehe mich schon auch als Aktivist, aber ich arbeite eben nicht besonders gerne“.<br />
Dass es Menschen gibt, die sich an solchen Aussagen aufreiben und diese Lebenseinstellung naiv finden, damit kann Michael Seemann leben. Wer weiß, insgeheim beneiden ihn vielleicht auch einige seiner Kritiker ein wenig.</p>
<h3> Die Kunst der Ignoranz</h3>
<p>Seemann selbst ist nicht immun gegen Kritik, sieht das Ganze aber eher gelassen. Er habe zwar schon ordentliche Shitstorms einstecken müssen, das sei aber in letzter Zeit weniger geworden und stresse ihn auch nicht so sehr wie andere Menschen. Auch von einer Überforderung durch Kommunikationsdruck in sozialen Netzwerken spürt er wenig. Den Twitter-Rückzug des Piraten Christopher Lauer könne er zwar verstehen, denn er habe auch in etwa so viele Follower wie Lauer sie hatte, doch stehe er ja nicht so sehr unter öffentlichem Druck wie ein Politiker. Zudem hält Seemann die Kunst des Ignorierens von nicht konstruktiver Kritik für eine der wichtigsten Kulturtechniken der heutigen Zeit. Kann man eigentlich überhaupt jemanden kritisieren, der alles von sich preis gibt und sich mit dem eigenen Kontrollverlust abgefunden hat?<br />
Und was ist, wenn Kritiker versuchen, ihn in eine Schublade zu stecken? Michael Seemann polarisiert gerne, und wenn die einen ihn als „Kommunisten“ und die anderen als „Neoliberalen“ bezeichnen, ist das für ihn nicht unbedingt ein Widerspruch und erst recht kein Grund, sich klar zu positionieren. „Ein bisschen stimmt ja auch beides“, meint er und lacht. Am wohlsten fühle er sich sowieso „zwischen den Stühlen“.<br />
Neuerdings ist Seemann übrigens auch unter die Koch-Blogger gegangen. Nudeln mit mspr0 ist Seemanns erstes Videoformat, in dem es „um Nudeln und bescheuerte Gespräche“ geht. Noch weiß er nicht, ob das anfänglich als „Gag“ gedachte Format sich auf Dauer tragen wird.<br />
Es bleibt zu hoffen, dass es sich hierbei nicht um eine Eintagsfliege handelt, denn der Kochblog ist wie das Treffen mit Michael Seemann: „ eine Sozialstudie aus dem Herzen der digitalen Boheme“.<br />
Bild:  Alexa Schaegner, politik-digital.de</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Post Privacy vs. Privatsphäre</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/netzstandpunkte/pro-contra-post-privacy-vs-privatsphaere-5908/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 17:58:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzstandpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Schaar]]></category>
		<category><![CDATA[Post Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Westermayer]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/netzstandpunkte-privatsphaere.png" width="480" height="200" /><br />
Gehören private Daten im Internet der Vergangenheit an? Ja, meinen die Vertreter der Post Privacy-Bewegung. Wie Sebastian Westermayer, der Privatsphäre im Netz für eine Illusion hält. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar widerspricht vehement: Auch in Zeiten von WikiLeaks sei eine Vielzahl von Informationen schützenswert.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gehören private Daten im Internet der Vergangenheit an? Ja, meinen die Vertreter der Post Privacy-Bewegung. Wie Sebastian Westermayer, der Privatsphäre im Netz für eine Illusion hält. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar widerspricht vehement: Auch in Zeiten von WikiLeaks sei eine Vielzahl von Informationen schützenswert.</p>
<p>Nach Einschätzung von Christian Heller von der datenschutzkritischen Spackeria, einer Gruppe von Post Privacy-Vertretern, ist Privatsphäre ein Auslaufmodell und Datenschutz ein Kampf gegen Windmühlen. Warum das so sei, legt er in seinem kürzlich veröffentlichten Buch „Post Privacy &#8211; Prima leben ohne Privatsphäre“ dar, das <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/lesart/1646266/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gestern bei dradio.de</a> vorgestellt wurde. Prominente Vertreter der Spackeria wie Julia Schramm <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,749831,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zeigen sich davon überzeugt</a>, dass Privatsphäre und Datenschutz in unserer vernetzten Welt nicht mehr zu schützen sind. Datenschützer sind ihnen ein Dorn im Auge: Sie halten sie schlicht für überflüssig.</p>
<h2>Pro-Standpunkt von Sebastian Westermayer</h2>
<p>Das Internet wurde erschaffen, um Daten zu teilen und sich zu verbinden. Von Anfang an war die Kommunikation im Internet eine öffentliche, prinzipbedingt. Selbst in den von Milliarden von Menschen genutzten sozialen Netzwerken ist Privatsphäre eine Illusion, denn der Diensteanbieter kann immer mitlesen, aber auch staatliche Behörden, potenziell sogar die ganze Welt, wie zahllose Datenleaks beweisen. Dazu kommt ein weiterer Aspekt: Betrachtet man die Entwicklung der Computerisierung und ihren Einfluss auf unsere Gesellschaft, erkennt man leicht, dass die Digitalisierung unseres Lebens immer weiter voranschreitet. In jedem Smartphone stecken heute schon unzählige, mit dem Internet verbundene Sensoren. Die Sensorendichte und -qualität wird stetig zunehmen, parallel zu der exponentiellen Entwicklung der Speicherkapazität, Bandbreite und Prozessorleistung. In absehbarer Zukunft wird sich dem niemand mehr entziehen können, weder durch Verschlüsselung, noch durch Datenvermeidung oder Nichtteilnahme. Doch für den Zulauf sozialer Netzwerke und die Beliebtheit von Apps, die die öffentlich verfügbaren Daten &#8211; auch die intimsten &#8211; für uns nutzbar machen, gibt es einen Grund: Der Mehrwert, den wir aus der Nutzung ziehen, ist vielfältig. Sie helfen uns, persönliche soziale Bedürfnisse zu befriedigen. Aus der Entwicklung ergeben sich auch gesamtgesellschaftliche Vorteile: Je informierter wir sind, desto besser können wir agieren, beispielsweise Gefahren identifizieren und abwehren. Freie Daten bedeuten eine Beleuchtung der Machtverhältnisse und ein Ende des Herrschaftswissens. Wissen wird demokratisiert und geteilt. Auf zwischenmenschlicher Ebene schwindet die Angst vor dem unbekannten Gegenüber. Kenne ich die Schwächen, Ängste und Unsicherheiten des Anderen &#8211; und er meine -, sind wir einander nicht mehr fremd und müssten uns nicht fürchten, wir sind verbunden. Selbst wenn wir mit einigen anderen Menschen nicht zurechtkommen, finden wir durch Offenlegung unserer Interessen Gleichgesinnte, sei es für ein seltenes Hobby oder für eine Revolution. Nicht zuletzt ist das Netz eine Gedächtnis- und Geisteserweiterung, die mit sozialen Komponenten &#8211; also öffentlichen und verknüpften Daten &#8211; erst ihre volle Kraft entfaltet. Sammeln und Auswerten von Daten sind Grundlage und Treibstoff all dieser Dynamiken, und vor der Idee der Privatsphäre macht die Entwicklung nicht halt.</p>
<h2>Contra-Standpunkt von Peter Schaar</h2>
<h3>Prima leben ohne Privatsphäre?</h3>
<p>„Die Privatsphäre ist weg! Machen wir das Beste daraus“ – das ist die Botschaft von Post Privacy. Damit klammern sich die Postprivatisten an die Annahme, dass Daten, die einmal digital erfasst wurden, stets unkontrollierbar seien und öffentlich werden – ob der Betroffene dies wünscht oder nicht. Ein wenig erinnert mich diese Argumentation an die (vulgär)marxistische These, dass sich Gesellschaften zwangsläufig entwickeln und es den Menschen nur noch an der „Einsicht in die Notwendigkeit“ mangele. Diese behauptete Zwangsläufigkeit gibt es aber nicht. Auch wenn die Speicherungsmöglichkeiten heute ungleich größer sind als in Zeiten analoger Datenverarbeitung lassen sich auch digitale Informationen schützen, sei es durch neuartige Verschlüsselungs- und Datenseparierungskonzepte oder traditionellen Zugriffsschutz. Auch in Zeiten von WikiLeaks sind vielfältige Informationen (zum Glück) rechtlich schützenswert und technisch geschützt. Falsch ist auch die Annahme, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung sei rein negativ konzipiert, gar ein ‚Recht auf Verstecken’. Dabei blenden die Postprivatisten konstruktive Datenschutzkonzepte völlig aus, etwa die technologisch orientierten Ansätze des „Privacy by Design“ und des „Privacy by Default“. Und wohin soll Post Privacy eigentlich führen? Christian Heller führt in seinem Buch „Post-Privacy. Prima leben ohne Privatsphäre“ etwa aus, dass sich mit ‚datenschützerischem Duckmäusertum’ und der Flucht ins Verborgene keine Freiheit verteidigen lasse. Im Umkehrschluss hieße das: Nur wer totale Transparenz anvisiert, verteidigt die Freiheit. Die damit einhergehende Überwachung wird heruntergespielt, ihre Folgen verharmlost. Gerade umfassende Registrierung, Profilbildung und Durchrasterung führt zum Duckmäusertum, nicht der Schutz davor. Post Privacy ist deshalb nicht nur naiv, sondern auch gefährlich. Pressemeldungen über Überwachungsstaaten lassen nur erahnen, in welchem Ausmaß Datenströme kontrolliert, zensiert und manipuliert werden können. Offensichtlich haben sich deren Apparate bereits darauf eingerichtet, die Informationen, die Facebook, Twitter und Co. liefern, zu nutzen und Oppositionelle noch gezielter zu unterdrücken. Transparenz führt in solchen Staaten nicht zur Freiheit, sondern in die totale Unterdrückung.<strong><strong><br />
</strong></strong></p>
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