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	<title>Poweruser &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Geplatzte &#034;always online&#034;-Träume</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Katerstimmung beim deutschen
Flatrate-Pionier. Surf1 ist pleite! Andere Anbieter stellen ihr Angebot
zwangsweise ein, erlassen einen Anmeldestopp oder kündigen unliebsamen
Dauersurfern. Endet die Flatrate-Zukunft bevor sie richtig beginnen
konnte?</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Katerstimmung beim deutschen<br />
Flatrate-Pionier. Surf1 ist pleite! Andere Anbieter stellen ihr Angebot<br />
zwangsweise ein, erlassen einen Anmeldestopp oder kündigen unliebsamen<br />
Dauersurfern. Endet die Flatrate-Zukunft bevor sie richtig beginnen<br />
konnte?</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Noch am 28. August versprach das<br />
Bitburger Unternehmen seinen Kunden im 4. Quartal 2000 eine<br />
&quot;interaktive Flatrate für nur 19 Euro monatlich&quot; anzubieten. Leider<br />
zeige es sich, dass das bisherige Konzept &#8211; für 139 Mark unbegrenzt<br />
surfen &#8211; doch nicht finanzierbar sei, wie Surf1 Geschäftsführer Nylis<br />
G. Renschler <a href="http://www0.surf1.de/default.asp?lang=de&amp;m=5&amp;i=5">gestehen musste</a>.<br />
Bereits zu diesem Zeitpunkt geisterten die ersten Gerüchte über den<br />
bevorstehenden Konkurs des ersten deutschen Flatrate-Anbieters durch<br />
diverse Foren, bevor schließlich am 31. August die Eröffnung des<br />
Insolvenzverfahrens offiziell beantragt wurde. Mittlerweile wurden alle<br />
Zugangsmöglichkeiten gesperrt. Fraglich bleibt, ob die Surf1-Kunden das<br />
für ein Jahr im voraus zu zahlende Nutzungsentgelt überhaupt zurück<br />
bekommen werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Surf1 ist nur ein Beispiel für<br />
fehlgeschlagene Kalkulationen und einer gehörigen Portion Blauäugigkeit<br />
mancher Provider. Auch andere Flatrate-Anbieter geraten mehr und mehr<br />
unter Finanzierungsdruck. Schuld an der ganzen Misere seien, so<br />
einhelliger Tenor der betroffenen Unternehmen, die sogenannten<br />
&quot;Poweruser&quot;. Diese seien zum Teil 24 Stunden am Tag online und<br />
blockieren dadurch nicht nur die Einwahlports, sondern würden dadurch<br />
auch die gesamte Kalkulation der Flatrate-Anbieter über den Haufen<br />
schmeißen.<br />
<br />
Insbesondere die Firma Sonnet hatte in letzter Zeit große<br />
Zugangsprobleme. Verärgerte Nutzer äußern in Diskussionsforen die<br />
Vermutung, diese Probleme seien absichtlich herbeigeführt um die Kosten<br />
zu senken. Mittlerweile sind die technischen Schwierigkeiten nach<br />
Angaben von Sonnet zwar behoben, doch trennt sich das Unternehmen nun<br />
von den &quot;Powerusern&quot; und <a href="http://www.sonnet.de/news.html">kündigt die Verträge</a>.<br />
<br />
Da mit dem griffigen Slogan &quot;<i>Für sagenhafte 79,- DM (Festpreis) im Monat kannst du mit Sonne surfen ohne Limit</i>&quot;<br />
geworben wurde und &#8211; obwohl momentan auch bei Sonnet keine Neuanmeldung<br />
möglich ist &#8211; immer noch wird, regt sich dagegen heftiger <a href="http://www.telepolis.de/newsticker/forum/go.shtml?list=1&amp;g=20000904pmo002">Widerstand</a><br />
der betroffenen Nutzer. Es wurde der Ansturm auf das Angebot einfach<br />
grob unterschätzt. Sonnet kalkulierte lediglich mit einer<br />
Durchschnittsnutzung von drei bis vier Stunden täglich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch die erst am 18. August<br />
eingerichtete Flatrate der Düsseldorfer Firma DUSnet wird nach nur<br />
einem Monat wieder eingestellt &#8211; erneut seien die &quot;Poweruser&quot;, &quot;die das<br />
Angebot als günstige Standleitung nutzen&quot; der Grund, so eine <a href="http://www.dusnet.de/presse.phtml">Pressemitteilung</a><br />
des Unternehmens. Eine &quot;gesunde&quot; Mischkalkulation sei aufgrund der<br />
enorm hohen Nutzungszeit nicht möglich. Die momentan geltenden<br />
rechtlichen Bedingungen und Inter-Connection-Vereinbarungen würden ein<br />
nicht querfinanziertes Flatrate-Angebot unmöglich machen,<br />
schlussfolgert man.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Damit haben die Düsseldorfer den<br />
Punkt getroffen. Die meisten der nun betroffenen Unternehmen nutzen<br />
zwangsweise die Netz-Dienstleistungen der Telekom. Zur Zeit fallen<br />
alleine für jede Online-Minute Inter-Connectiongebühren von 1,72 Mark<br />
an, weitere Entgelte für Datenvolumen und Internetnutzung kommen noch<br />
dazu. So sind die Kalkulationsgrenzen auf dem heiß umkämpften Markt eng<br />
gesteckt. Zusätzlichen Preisdruck übt die Telekom durch ihr seit April<br />
eingeführtes <a href="http://www.t-versand.de/cgi-bin/tversand.filereader?1246975870+DE/products/5005">Flatrate-Angebot</a><br />
aus. Befreit von den eigenen Gebühren und mit der Finanzkraft eines<br />
Ex-Monopolisten in der Hinterhand, setzte sie dadurch die Preisspirale<br />
nach unten in Bewegung. Mittlerweile bewirbt sie intensiv ihr <a href="http://www.t-versand.de/cgi-bin/tversand.filereader?1246975870+DE/products/5006">T-DSL Flatrate-Angebot</a>, das die magische 50 Mark-Grenze unterschreitet. Dabei setzt die Telekom erstmals auf einen Breitband-Zugang (<a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Edittbern/Telekom/Misc/TK_Abk.html#DSL">DSL</a>), der nach dem übertragenen Datenvolumen und nicht nach der Online-Zeit abgerechnet wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Kritiker sehen in der<br />
Preispolitik des Ex-Monopolisten den Versuch, unliebsame Konkurrenten<br />
aus dem Weg zu schaffen und rufen daher zum Protest auf. Sie<br />
befürchten, dass längerfristig nur noch große Anbieter wie die Telekom<br />
oder auch AOL den Preiskampf durchstehen können und kleinere<br />
Unternehmen mit günstigeren Angeboten keine Chance mehr hätten.<br />
<br />
Insbesondere von Verbraucherseite wird die Forderungen nach einem<br />
Einschreiten der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation<br />
immer lauter, doch die Regulierer fühlen sich nach Angaben von <a href="http://www.heise.de/newsticker/data/pmo-04.09.00-002/">Heise online</a> nicht für Internetzugangsgebühren zuständig. Andererseits antwortete die Regulierungsbehörde dem Initiator einer <a href="http://www.geocities.com/s_feige/telekom/telekom.html">Telekom-Protest-Seite</a>,<br />
dass sie &quot;Abhilfemöglichkeiten&quot; prüfen werde. Es bleibt wieder einmal<br />
abzuwarten, ob und wie sich die Politik &#8211; schließlich fordert man dort<br />
schon länger die 50 Mark Flatrate &#8211; des Problems annimmt.<br />
</span></p>
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