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	<title>Präsidentschaft &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Präsidentschaft &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Bye Bye Bill!</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bill Clinton]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaft]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><b>Ein Portrait zum Abschied</b></span>
</p>
<p>
&#160;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><b>
Noch finden sich unter der Adresse des <a href="http://www.whitehouse.gov/WH/EOP/OP/html/OP_Home.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Weißen Hauses</a>
die Geschichte und die Bilder der Clinton-Ära. In wenigen Tagen wird man hier auf Bush umstellen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><b>Ein Portrait zum Abschied</b></span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><b><br />
Noch finden sich unter der Adresse des <a href="http://www.whitehouse.gov/WH/EOP/OP/html/OP_Home.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Weißen Hauses</a><br />
die Geschichte und die Bilder der Clinton-Ära. In wenigen Tagen wird man hier auf Bush umstellen.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Bill Clinton geht am 20. Januar 2001 nach 8 Jahren Amtszeit in Rente. Der einst mächtigste Mann der Welt und nun jüngste<br />
US-Präsident i.R. ist uns ans Herz gewachsen, um so mehr seit wir das Wahlunentschieden zwischen Bush und Gore und den<br />
anschließenden unbefriedigenden Wahlsieg Bushs hinnehmen mussten.<br />
Jetzt, wo wir wissen, was kommt, wird uns so richtig klar, was wir verlieren.<br />
Seit Kennedy hatten die USA keinen Präsidenten mehr, der so cool war. Natürlich war Bill auch politisch erträglicher als das,<br />
was vor ihm war und nach ihm sein wird, vor allem aber war er uns Europäern sympathisch.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Er war ein Präsident, der sich öffentlich zu seinen Mariuhana-Erlebnissen bekannte und dann beschwichtigend erklären musste,<br />
dass er nie inhaliert habe. Wir glaubten ihm kein Wort.<br />
Dann war da seine<br />
<a href="http://www.abcnews.go.com/sections/us/dailynews/onrecord_980818.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Schwäche für Frauen</a>,<br />
die jede Menge Talkmaster mit Gag-Material versorgte. Über Geschmack<br />
läßt sich zwar streiten und Ehebruch ist an sich verwerflich, bei Bill<br />
war es aber anders. Der Mann hat halt auch Fehler und das ist<br />
menschlich und somit verzeihlich. Und als er vor Gericht s<br />
tand und ins Kreuzverhör genommen wurde, tat er uns schon fast wieder<br />
leid. Schließlich wusste jedes Kind, dass es hier nicht um Bill und<br />
Monica, sondern um den Sitz im Weißen Haus selbst ging.</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="113">
<tbody>
<tr>
<td width="113"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/billclinton.jpg" alt="Bill Clinton" border="1" height="150" hspace="0" vspace="0" width="113" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Bill Clinton</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Schließlich die<br />
<a href="http://www.cnn.com/ALLPOLITICS/1996/news/9605/10/clinton.wwtranscript/index.shtml" target="_new" rel="noopener noreferrer">Grundstücksspekulationen<br />
</a>in Arkansas, die ziemlich unkoscher waren, aber wer wollte denn<br />
einen so hoffnungsvollen jungen Präsidenten wegen ein bisschen Boden<br />
abschreiben? Eben. Außerdem hatte Bill die erste ordentliche First Lady<br />
seit langem vorzuweisen. Kein Charity-Mäuschen, sondern eine<br />
ambitionierte und fähige Politikerin, die auch in schweren Zeiten zu<br />
Bill hielt, zumindest politisch.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Bill brachte uns<br />
die Vereinigten Staaten wieder ein bisschen näher und zeigte uns eine<br />
Seite jenseits der Bigotterie, religiösen Moral und des permantenten<br />
Football-Jubels, die USA jenseits der &quot;Californication&quot;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Was hat er<br />
eigentlich politisch getan, um dieses Bild zu stützen? Zunächst war er<br />
in einer Zeit Präsident, in der die Staaten den längsten unaufhaltsamen<br />
Wirtschaftsaufschwung ihrer Geschichte erlebten. Dass das verlorene<br />
Geld der Asien-Krise vor allem nach Nordamerika floß, war zwar nicht<br />
wirklich Bills Verdienst, aber immerhin nutzte er das entspannte Klima.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Was wir auch an<br />
ihm mochten, war der von ihm verfolgte Community-Gedanke. Die vielen<br />
benachteiligten Bevölkerungsgruppen in den USA versuchte er zu<br />
integrieren. Bei Bill wäre nicht passiert, was nun bei Bush geschehen<br />
ist: der Songschreiber von Ricky Martin distanziert sich öffentlich von<br />
seinem Star, weil dieser zu Bushs Inauguration singen will. Das, so der<br />
Songwriter, sei ein Verrat an allem, wofür ein Puerto Ricaner stehen<br />
sollte. Bei Bills Abschiedspartner wäre so ein Auftritt natürlich<br />
völlig in Ordnung gewesen. Wahrscheinlich hätte Bill bei dieser<br />
Gelegenheit zu seinem Saxophon gegriffen, was zwar ein bisschen<br />
nostalgisch ist, für einen Herren in den 50ern aber sehr in Ordnung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Die<br />
Liberalisierung der Gesellschaft war vielleicht am Ende Clintons<br />
größter Verdienst, größer als die Sozialreformen und der Ausgleich des<br />
Haushalts. Ein Versöhner, aber keiner der ewig betroffen ist. Bill war<br />
der erste Präsident, der aus der Generation der Babyboomer und als<br />
Gegner des Vietnamkrieges gewählt wurde. Geradezu ein amerikanischer<br />
Paradigmenwechsel, der nun nach acht Jahren Amtszeit auch wieder vorbei<br />
sein dürfte.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Hinter all dem<br />
Ruhm und der ungebrochenen Popularität ist Bill aber immer noch ein<br />
Mann wie wir. Er hat nämlich -trotz wirtschaflicher &quot;Hausse&quot; ganz<br />
beträchtliche private Schulden während seiner Amtszeit angehäuft und<br />
die gilt es nun abzuzahlen. Bill könnte seine Memoiren schreiben und<br />
uns noch mehr menschliche Züge einer Weltmacht offenbaren, aber<br />
eigentlich ist das nicht sein Stil. Vielleicht hält er sich auch als<br />
bezahlter Fest-Redner über Wasser, das macht sich in seinem Fall<br />
bestimmt bezahlt. Viel eher möchten wir aber glauben, dass Bill der<br />
erste &quot;First Gentleman&quot; der Vereinigten Staaten wird. Als solcher hat<br />
er das Zeug zu einer zweiten Jacky O. Wir sehen schon die<br />
Joggingschuhe, die er zum Kult machen wird und die Skandale, die ihn<br />
vollends in den Rang eines Stars katapultieren. Bye Bye Bill &#8211; aber<br />
vielleicht nicht für immer?<br />
</span></p>
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