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	<title>Prävention &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Prävention &#8211; politik-digital</title>
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		<title>#salafismus – Islamistische Propaganda in der digitalen Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver Wolff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2016 08:27:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Längst haben IslamistInnen das Potential von Internet und sozialen Medien für ihre Zwecke entdeckt. Auch in Deutschland sind fundamentalistische SalafistInnen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/IMG_7960_v2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-149076 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/IMG_7960_v2.jpg" alt="" width="640" height="280" /></a>Längst haben IslamistInnen das Potential von Internet und sozialen Medien für ihre Zwecke entdeckt. Auch in Deutschland sind fundamentalistische SalafistInnen auf Facebook und Youtube sehr erfolgreich. Die Landesvertretung NRW hat sich deshalb in einem Symposium mit islamistischer Internetpropaganda befasst. Doch was sind aktuelle Probleme und wie muss Prävention aussehen?</p>
<p>Das Internet ist zentraler Bestandteil unserer Lebenswelt geworden – das ist vielen bewusst. Dennoch werden dessen umfassenden Wirkungsweisen vielerorts immer noch unterschätzt. So auch beim Thema islamistischer Internetpropaganda, die in Deutschland vor allem von Seiten des extremistischen Salafismus genährt und unterstützt wird.</p>
<p>„Wir erleben die erste Generation von Terroristen, die mit dem Internet aufgewachsen sind“, erklärt Franz-Josef Lersch-Mense, Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien NRW zum Auftakt des Symposiums „<a href="https://www.mbem.nrw/de/termin/salafismus">#salafismus – Gemeinsam gegen salafistische Internet-Propaganda</a>“, das am 16. April 2016 in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen in Berlin stattfand.</p>
<p>Schnell wird deutlich: gegenüber der strategischen und mittlerweile professionellen Internetpropaganda von Seiten der salafistischen Szene in Deutschland und internationalen Größen wie dem sogenannten Islamische Staat, betreten die VertreterInnen von Politik, Ministerien und Behörden vielerorts weiterhin Neuland; auch Gefahrenpotentiale wurden lange Zeit missachtet und unterschätzt.</p>
<h3>Salafismus?</h3>
<p>Bei der Annäherung an salafistische und islamistische Internetpropaganda ist ein Ansatzpunkt besonders wichtig: Differenzierung! Direkt an den Anfang gestellt, extremistische Positionierungen und fundamentale Auslegungen des Islam müssen ganz klar von den Positionen sowie dem Religionsverständnis der gemäßigten muslimischen Mehrheit unterschieden werden! Häufig ist das Fehlen dieser Unterscheidung bereits ein Grund für Radikalisierungstendenzen. Von denen sind keineswegs nur muslimische BürgerInnen betroffen. Islamistische Radikalisierungsversuche sind ein gesamtgesellschaftliches Problem.</p>
<p>Auch der Salafismus (arab. „Salafiyya“) an sich ist nicht mit extremistischen oder gar terroristischen Ideologien gleichzusetzen. Salafismus kennzeichnet in erster Linie eine ultrakonservative Strömung innerhalb des Islam, welche sich an den ersten drei Generationen der Muslime orientiert. Dabei wird eine religiös-fundamentalistische Auslegung des Islam vertreten und jegliche Interpretation des ursprünglichen Korans abgelehnt.</p>
<p>Wird allerdings diese fundamentalistische Auslegung  in ein politisches Programm gegossen, sprechen wir von einem „extremistisch-fundamentalistischen Salafismus“. Dieser kann islamistische Positionen unterstützten und regt in manchen Fällen gezielt zur Gewalt an.</p>
<h3>Internetpropaganda – So wird sich das Internet zu Eigen gemacht</h3>
<p>Seit etwa 2013 stützt sich der „deutsche Inlandsdschihadismus“, gestärkt durch islamistische Propaganda des Islamischen Staates, auf das Phänomen des „individuellen Dschihad“ im Internet. Der Islamische Staat nimmt dabei weltweit eine Voreiterrolle ein. Medienoutlets wie das „Al-Hayat Media Center“ bereiten extremistische und gewaltverherrlichende Inhalte, Hinrichtungen und Propaganda professionell auf und verbreiten sie digital. Dabei sollen bewusst reaktive Medienwirkungen erzielt werden – der IS inszeniert sich selbst.</p>
<p>Auch in Deutschland greifen SalafistInnen bewusst auf Wirkungsweisen sozialer Medien und Netzwerke zurück. Tagtäglich werden fundamentalistisch-salafistische und islamistische Inhalte hochgeladen. YouTube ist dabei zu einer der zentralen Plattformen der salafistischen Szene aufgestiegen. Durch seiteninterne Algorithmen geleitet, eröffnet sich schnell ein ganzer Kosmos salafistischer Propagandavideos; und das bei eingängigen Schlagworten wie „Islam und Demokratie“. Die zugrundeliegende Medienstrategie unterscheidet sich immer weniger von professionellen Werbe- und Marketingkampagnen. Dabei wird vor allem auf ein Erfolgsrezept gesetzt: vermeintlich einfache Antworten auf komplizierte Fragen geben! Das ist attraktiv, das beeinflusst, das radikalisiert und das spricht vor allem Menschen an, die von sozial-gesellschaftlichen Problemen und Ausgrenzung betroffen sind. Zusätzlich wird bewusst provoziert und mit den Massenmedien gespielt. „Salafisten zielen damit häufig auf sogenannte reziproke Effekte ab“, unterstreichen Katharina Neumann und Dr. Philip Baugut von der LMU München. Die Berichterstattung der Massenmedien wird dabei bewusst als öffentliche Bühne missbraucht.</p>
<h3>Prävention: Rolemodels und Medienkompetenz</h3>
<p>Younes Al-Amayra, YouTuber (YouTube-Kanal: <a href="https://www.youtube.com/channel/UCF_oOFgq8qwi7HRGTJSsZ-g">datteltäter</a>) und Islamwissenschaftler engagiert sich schon lange in der Jugend- und Präventionsarbeit, hat unterschiedliche Einblicke erhalten und sich mit Radikalisierung beschäftigt. Er legt den Finger in die Wunde und sagt: „Wir haben sie laut werden lassen!“ Mit „sie“ meint er die salafistische Szene Deutschlands. Allen voran Namen wie Pierre Vogel, dessen YouTube-Kanal mittlerweile fast 16.000 Abonnenten zählt, seine Videos wurden millionenfach geklickt. Ein ähnliches Bild zeigt sich auf seiner offiziellen Facebookseite: 161.000 Menschen sagen „gefällt mir“. Auch wenn Pierre Vogel nicht zur gewaltbereiten Salafisten-Szene zählt, ist klar, dass die Reichweite einiger YouTube-Stars zur Gefahr werden und zur Radikalisierung beitragen kann – insbesondere wenn das Potential sozialer Netzwerke unterschätzt wird.</p>
<p>Younes Al-Amayra fragt daher: „Warum können wir nicht auch andere laut werden lassen?“ Sein Ansatzpunkt: bestehende Präventionsprojekte stärken und digital ausbauen. Zusätzlich müssen „Rolemodels“ gezielt unterstützt werden. Diese Vorbilder können orientierungslosen Kinder und Jugendlichen nahebringen, dass Islam und westliches Werteverständnis sehr wohl vereinbar sind. Gleichzeitig würden verstärkt Angebote unterstützt, die sich auf das tagtägliche digitale Umfeld von Kindern und Jugendlichen beziehen. Soziale Medien können so dabei helfen Engagement zu fördern, Antworten zu geben und extremistischen Ansichten ihre Grenzen aufzuzeigen.</p>
<p>Die Aussage Ralf Jägers, Minister für Inneres und Kommunales NRW, weist auf die zentrale Problemstelle von Radikalisierung hin: „Die Bedrohung dringt über soziale Netzwerke in unsere Kinder- und Jugendzimmer.“ Hier ist der Ansatzpunkt und hier muss Prävention und Aufklärung stattfinden. Im Internet, in den sozialen Medien und bei den Zielgruppen radikalisierender-islamistischer Propaganda. Diese Ansatzpunkte wurde lange Zeit vernachlässigt. Aus diesem Grund muss Medienkompetenz im Zentrum von Präventionsarbeit stehen. Anknüpfungspunkte sind hier vor allem Schulen. LehrerInnen und MultiplikatorInnen müssen gezielt aus- und weitergebildet und Kindern und Jugendlichen ein reflektierter und aufgeklärter Umgang mit dem Internet nahegebracht werden. Radikalisierungsrisiken könnte so bereits früh entgegengewirkt werden. Insgesamt kann Prävention aber nur funktionieren, wenn Bildung und Aufklärung dazu beitragen, dass der Islam als gleichwertiger Bestandteil unserer Gesellschaft akzeptiert wird. Hierfür sind offene Dialoge notwendig und die passieren heute eben im Internet.</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>, <a class="external" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 3.0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Internet revolutioniert das Gesundheitssystem</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/internet_revolutioniert_das_gesundheitssystem_0-74/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitssystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><b>Der Soziologe und Gesundheitsökonom Frederik Tautz beschreibt        in seinem Einführungswerk &#8222;E-Health und die Folgen&#8220;        Auswirkungen der Gesundheitskommunikation im Netz auf unser Gesundheitssystem</b></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Soziologe und Gesundheitsökonom Frederik Tautz beschreibt in seinem Einführungswerk „E-Health und die Folgen“ Auswirkungen der Gesundheitskommunikation im Netz auf unser Gesundheitssystem</strong><br />
Mit dem Internetboom Mitte der 1990-er Jahre beginnen Laien erstmalig im WWW nach gesundheitsrelevanten Informationen zu suchen. Die Informationsfülle im Netz entspricht dem Wissensbedarf der Patienten, die sich häufig unzureichend von ihrem Arzt beraten fühlen. Zwar bedienen auch die traditionellen Massenmedien, wie Rundfunk und Printmedien, den Wunsch ihrer Rezipienten nach Gesundheitsthemen, aber die spezifischen Eigenheiten des Internets entfalten eine größere Wirkung: Weltweite Informationen stehen zur Verfügung, Online-Berichte sind nicht an Sendezeiten gebunden, der User bestimmt über Hyperlinks selbst, wie tief er sich mit einem Thema auseinandersetzen möchte.<br />
Damit erfüllt das Internet nicht nur Kriterien eines Massenmediums, sondern auch Merkmale interpersonaler Kommunikation. Ähnlich wie beim Telefon, kann z. B. per eMail exklusiv mit einer Person kommuniziert werden.<br />
<strong>E-Health</strong><br />
Die Verbindung Internet &#8211; Medizin ist älter als „E-Health“. Erstmals 1997 taucht der Begriff E-Health in der Wirtschaft auf. Eine eindeutige Definition existiert nicht, jedoch soll die Wortschöpfung vermitteln, dass mit dem Zusammenspiel etwas Neues mit Chancen und Risiken entsteht.<br />
<strong>Veränderungen im Gesundheitswesen</strong><br />
Die Gesundheitskommunikation im Internet trifft auf einen veränderten Gesundheitsbegriff. Da Menschen heute nicht mehr an akuten Krankheiten, wie etwa einer Lungenentzündung, sterben, sondern an chronisch-degenerativen Leiden, definieren sich Gesundheit und Krankheit nicht länger als absolute Zustände, sondern als ein Kontinuum. Die Medizin entwickelt sich weg von kurativer Behandlung hin zu Prävention. Hier ist die Mitarbeit des Patienten entscheidend. Auch wird Gesundheit subjektiv unterschiedlich empfunden, so dass die bevormundende Arzt-Patient Beziehung überholt ist.<br />
<strong>Vorteile der Gesundheitskommunikation im Netz</strong><br />
Viele Patienten wünschen sich detailliertere Informationen von ihrem Arzt, trauen sich aber häufig nicht, nachzufragen. Die besondere Struktur des WWW ermöglicht diesen Patienten nach ihren individuellen Bedürfnissen selbst nach weiterführenden Materialien zu suchen.<br />
Gerade bei der Vermittelung von Präventionsmaßnahmen entscheidet die persönliche Ansprache über Erfolg und Misserfolg. Interaktive Anwendungen im Netz befolgen diese Forderung und führen wegen ihrer Anonymität zu besseren Ergebnissen. Insbesondere für den Bereich der Selbsthilfegruppen kann das Internet unterstützend wirken. Die Hemmschwelle im anonymen Netz ist niedriger, räumliche Entfernungen sind kein Hinderungsgrund mehr.<br />
Schließlich kann das Internet allgemein zu einer besser aufgeklärten Bevölkerung beitragen.<br />
<strong>Nachteile der Gesundheitskommunikation im Netz</strong><br />
Das Internet verlang einen aktiven Konsumenten, der sich seine Information selbst sucht. Die traditionellen Redakteursaufgaben werden an den User abgegeben. Viele sind damit jedoch überfordert. Erschwerend hinzukommt, dass keine einheitlichen Qualitätsstandards für Content existieren. Schließlich ist das Internet kein Massenmedium – und wird es wohl wegen einer beachtlichen Anzahl Offliner auch nie werden.<br />
<strong>Auswirkungen des Internet</strong><br />
Mit Hilfe einer Expertenbefragung stellt Tautz sieben Thesen über die zukünftige Entwicklung von E-Health auf:<br />
&#8211; Hausärzte werden künftig ihre Patienten bei der Internetrecherche nach geeigneten Information unterstützen.<br />
&#8211; Die Arzt-Patienten Beziehung entwickelt sich zu einer wirklichen Partnerschaft mit gegenseitiger Kompetenzanerkennung<br />
&#8211; Patienten suchen im Netz nach möglichen Therapien und wählen ihren behandelten Arzt danach aus<br />
&#8211; Seriöse Angebote im Internet zu Gesundheitsthemen werden von einer großen Öffentlichkeit genutzt. In der Folge verbessert sich die allgemeine Gesundheitsprävention.<br />
&#8211; Die meisten realen Selbsthilfegruppen werden durch Online-Angebote ersetzt.<br />
&#8211; Bei leichten Erkrankungen suchen die Menschen Hilfe im Internet.<br />
&#8211; Eine offizielle Institution oder Regulierungsbehörde prüft die Online-Angebote zum Thema Gesundheit.<br />
„E-Health und die Folgen“ ist ein gelungenes Einstiegswerk in die Thematik. Frederik Tautz überzeugt durch seine klare und unkomplizierte Ausdrucksweise. Zahlreiche Verweise auf empirische Untersuchungen unterstützen die eigenen Schlussfolgerungen des Autors.<br />
&nbsp;</p>
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		<title>Internet revolutioniert das Gesundheitssystem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:41:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p><b>Der Soziologe und Gesundheitsökonom Frederik Tautz beschreibt        in seinem Einführungswerk &#8222;E-Health und die Folgen&#8220;        Auswirkungen der Gesundheitskommunikation im Netz auf unser Gesundheitssystem</b></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Soziologe und Gesundheitsökonom Frederik Tautz beschreibt in seinem Einführungswerk „E-Health und die Folgen“ Auswirkungen der Gesundheitskommunikation im Netz auf unser Gesundheitssystem</strong><br />
Mit dem Internetboom Mitte der 1990-er Jahre beginnen Laien erstmalig im WWW nach gesundheitsrelevanten Informationen zu suchen. Die Informationsfülle im Netz entspricht dem Wissensbedarf der Patienten, die sich häufig unzureichend von ihrem Arzt beraten fühlen. Zwar bedienen auch die traditionellen Massenmedien, wie Rundfunk und Printmedien, den Wunsch ihrer Rezipienten nach Gesundheitsthemen, aber die spezifischen Eigenheiten des Internets entfalten eine größere Wirkung: Weltweite Informationen stehen zur Verfügung, Online-Berichte sind nicht an Sendezeiten gebunden, der User bestimmt über Hyperlinks selbst, wie tief er sich mit einem Thema auseinandersetzen möchte.<br />
Damit erfüllt das Internet nicht nur Kriterien eines Massenmediums, sondern auch Merkmale interpersonaler Kommunikation. Ähnlich wie beim Telefon, kann z. B. per eMail exklusiv mit einer Person kommuniziert werden.<br />
<strong>E-Health</strong><br />
Die Verbindung Internet &#8211; Medizin ist älter als „E-Health“. Erstmals 1997 taucht der Begriff E-Health in der Wirtschaft auf. Eine eindeutige Definition existiert nicht, jedoch soll die Wortschöpfung vermitteln, dass mit dem Zusammenspiel etwas Neues mit Chancen und Risiken entsteht.<br />
<strong>Veränderungen im Gesundheitswesen</strong><br />
Die Gesundheitskommunikation im Internet trifft auf einen veränderten Gesundheitsbegriff. Da Menschen heute nicht mehr an akuten Krankheiten, wie etwa einer Lungenentzündung, sterben, sondern an chronisch-degenerativen Leiden, definieren sich Gesundheit und Krankheit nicht länger als absolute Zustände, sondern als ein Kontinuum. Die Medizin entwickelt sich weg von kurativer Behandlung hin zu Prävention. Hier ist die Mitarbeit des Patienten entscheidend. Auch wird Gesundheit subjektiv unterschiedlich empfunden, so dass die bevormundende Arzt-Patient Beziehung überholt ist.<br />
<strong>Vorteile der Gesundheitskommunikation im Netz</strong><br />
Viele Patienten wünschen sich detailliertere Informationen von ihrem Arzt, trauen sich aber häufig nicht, nachzufragen. Die besondere Struktur des WWW ermöglicht diesen Patienten nach ihren individuellen Bedürfnissen selbst nach weiterführenden Materialien zu suchen.<br />
Gerade bei der Vermittelung von Präventionsmaßnahmen entscheidet die persönliche Ansprache über Erfolg und Misserfolg. Interaktive Anwendungen im Netz befolgen diese Forderung und führen wegen ihrer Anonymität zu besseren Ergebnissen. Insbesondere für den Bereich der Selbsthilfegruppen kann das Internet unterstützend wirken. Die Hemmschwelle im anonymen Netz ist niedriger, räumliche Entfernungen sind kein Hinderungsgrund mehr.<br />
Schließlich kann das Internet allgemein zu einer besser aufgeklärten Bevölkerung beitragen.<br />
<strong>Nachteile der Gesundheitskommunikation im Netz</strong><br />
Das Internet verlang einen aktiven Konsumenten, der sich seine Information selbst sucht. Die traditionellen Redakteursaufgaben werden an den User abgegeben. Viele sind damit jedoch überfordert. Erschwerend hinzukommt, dass keine einheitlichen Qualitätsstandards für Content existieren. Schließlich ist das Internet kein Massenmedium – und wird es wohl wegen einer beachtlichen Anzahl Offliner auch nie werden.<br />
<strong>Auswirkungen des Internet</strong><br />
Mit Hilfe einer Expertenbefragung stellt Tautz sieben Thesen über die zukünftige Entwicklung von E-Health auf:<br />
&#8211; Hausärzte werden künftig ihre Patienten bei der Internetrecherche nach geeigneten Information unterstützen.<br />
&#8211; Die Arzt-Patienten Beziehung entwickelt sich zu einer wirklichen Partnerschaft mit gegenseitiger Kompetenzanerkennung<br />
&#8211; Patienten suchen im Netz nach möglichen Therapien und wählen ihren behandelten Arzt danach aus<br />
&#8211; Seriöse Angebote im Internet zu Gesundheitsthemen werden von einer großen Öffentlichkeit genutzt. In der Folge verbessert sich die allgemeine Gesundheitsprävention.<br />
&#8211; Die meisten realen Selbsthilfegruppen werden durch Online-Angebote ersetzt.<br />
&#8211; Bei leichten Erkrankungen suchen die Menschen Hilfe im Internet.<br />
&#8211; Eine offizielle Institution oder Regulierungsbehörde prüft die Online-Angebote zum Thema Gesundheit.<br />
„E-Health und die Folgen“ ist ein gelungenes Einstiegswerk in die Thematik. Frederik Tautz überzeugt durch seine klare und unkomplizierte Ausdrucksweise. Zahlreiche Verweise auf empirische Untersuchungen unterstützen die eigenen Schlussfolgerungen des Autors.<br />
&nbsp;</p>
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