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	<title>Predictive Policing &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Predictive Policing &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Predictive Policing &#8211; Dein Freund und Hellseher?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Sep 2017 12:29:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Big Data gestützte „vorhersagende Polizeiarbeit“ kommt auch in deutschen Bundesländern vermehrt zum Einsatz. Eine Studie des Max Planck Instituts [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-153218" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/tarot-640x241by_Rirriz_CC0_via_Flickr.jpg" alt="Tarotkarten by Rizzi via Flickr, CCo" width="640" height="241" />Die Big Data gestützte „vorhersagende Polizeiarbeit“ kommt auch in deutschen Bundesländern vermehrt zum Einsatz. Eine Studie des Max Planck Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht fragt, wie das Verfahren bei der Kriminalitätsprävention hilft. Der Abschlussbericht liegt jetzt vor.</p>
<p>Welche Möglichkeiten gibt es, Verbrechen präventiv zu bekämpfen? Diese Frage ist für den Rechtsstaat zeitlos in ihrer Aktualität. Ein Blick auf die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass die Anzahl an Wohnungseinbrüchen trotz eines Rückgangs von 10 % zwischen den Jahren 2015 und 2016 mit rund 151.000 Einbrüchen deutlich höher liegt, als noch vor zehn Jahren. Um diesem Trend etwas entgegen zu setzen, nutzen die deutschen Bundesländer Predicitive Policing Software. Diese, ursprünglich aus den USA stammende, Technologie kommt dort seit nunmehr zehn Jahren in diversen Bundesstaaten zum Einsatz.</p>
<p>Der Grundgedanke fußt darauf, über Big Data-Analysen vergangener, für die Verbrechensprävention relevanter Daten Aussagen über die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Straftaten zu treffen. In Analogie zu seismologischen Aktivitäten kommt es nach dieser Vorstellung häufiger zu Verbrechen an Orten, die bereits Tatort waren. Die verwendeten Programme nutzen dabei unterschiedliche Vorgehensweisen. PredPol, das unter anderem von der Polizei in Los Angeles eingesetzt wird, nutzt einen selbst lernenden Algorithmus nach einem „Epidemic Type Aftershock Sequence Model“. Dabei werden täglich erhobene Daten mit bereits existierenden Datenbänken abgeglichen und auf wiederkehrende Muster untersucht, um auf einem Gitternetz des Stadtgebietes festzulegen, wo vermehrte Polizeipräsenz notwendig sein könnte.</p>
<h3>Bisher nur dürftige Ergebnislage</h3>
<p>Ergebnisse des amerikanischen Predictive Policing lassen sich in Ermangelung objektiver Langzeitstudien zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehen. Alexander Gluba, Referent des Landeskriminalamts Niedersachsen, bemerkt dabei zu Recht, dass die Erfolgsmeldungen aus Übersee zumeist auf „dünnen Pressemitteilungen“ oder euphorischen Angaben der Software-Hersteller basieren. Auch sei die Messung der Wirkung im Echtbetrieb schwierig, wenn auf eine Prognose fußende Maßnahmen schlussendlich dazu führen würden, dass diese gar nicht mehr zuträfe.</p>
<p>In Deutschland gibt es verschiedene Ansätze: Während einige Bundesländer eigene Softwarelösungen probieren, nutzt die Polizei in Bayern und Baden-Württemberg das Programm <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/PRECOBS" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PRECOBS</a>. Letzteres wurde vom Max Planck Institut für ausländisches und internationales Strafrecht im Rahmen eines baden-württembergischen Pilotprojektes evaluiert. Der <a href="https://www.mpicc.de/files/pdf4/rib_50_predictive_policing_version_2017_08_28.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abschlussbericht der Studie</a>, die einen Zeitraum vom Oktober 2015 bis April 2016 abdeckt, liegt jetzt vor.</p>
<p>PRECOBS arbeitet auf Grundlage des „Near Repeat“-Phänomens, welches Straftaten wie Wohnungseinbrüche als Folgetaten innerhalb kurzer zeitlicher Abstände von bis zu sieben Tagen beschreibt. Speziell Reihenhäuser und Doppelhaushälften seien nach kriminologischer Sicht anfällig für wiederkehrende Einbruchsdelikte. PRECOBS gleicht aktuelle Daten der Polizei mit vergangenen Datensätzen über Tathergänge und Tatbegehungsweisen nach Wenn-Dann-Entscheidungen ab, um die Wahrscheinlichkeit eines „Near Repeat“-Phänomens zu bestimmen.</p>
<p>Laut der Studie wurden im Evaluationszeitraum in den Polizeipräsidien von Stuttgart und Karlsruhe 183 Alarme durch PRECOBS ausgelöst. Auf einen ausgelösten Alarm kamen damit im Durchschnitt bis zu 48 Arbeitsstunden für die Polizeibeamten. In Stuttgart haben die Wissenschaftler einen besonders starken Rückgang der Wohnungseinbruchszahlen in den durch PRECOBS ausgemachten „Near Repeat Areas“ festgestellt, während in Karlsruhe die Fallzahlen über den Beobachtungszeitraum konstant blieben. Laut den Autoren der Studie lässt sich die Wirksamkeit von Predictive Policing trotzdem nicht eindeutig nachweisen. Das würde vor allem an Schwankungen und methodischen Einschränkungen liegen. So sei der Evaluationszeitraum recht kurz gewesen und ginge mit einem Verzicht auf ein experimentelles Design und eine eingeschränkte Anzahl an Testgebieten einher. Zudem würde sich PRECOBS in ländlichen Gebieten aufgrund eines geringeren Ballungsgebietes nach Expertenmeinung weniger eignen. Außerdem lässt sich die Wirksamkeit nicht losgelöst von den polizeilichen Folgemaßnahmen ermitteln.</p>
<p>Während die Hälfte der befragten Polizeibeamten den Einsatz befürwortet, haben vor allem Beamte, die mit einer Vielzahl von Alarmen konfrontiert wurden, eine negative Meinung über PRECOBS. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Meinung wegen einer gefühlten Mehrbelastung zustande kommt, da die Beamten im Alarmfall andere Arbeiten liegen ließen.</p>
<h3>Einsatz contra Datenschutz?</h3>
<p>Für Alexander Gluba ist es daher wichtig, dass dem Personal die Skepsis gegenüber der Technologie genommen wird – auch weil damit Ängste vor einem Know how-Verfall oder vor Stellenabbau begegnet würde. Das Problem liegt hier überspitzt in einem Informationsdefizit der Beamten gegenüber den Analysten und der Notwendigkeit, die Funktionsweise der Algorithmen transparent zu gestalten. Auch aus der Perspektive des Datenschutzes ist dies wünschenswert. Alexander Sander vom Verein <a href="https://digitalegesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Gesellschaft</a> weist in diesem Zusammenhang auf die Gefahr einer Verlagerung der Kriminalität hin. Wenn nur schon vorhandene Daten in die Prognosen einfließen würden, könnten andere Verbrechen übersehen werden. Auch gelten Daten, die bei der Einbruchsprävention helfen, nicht als sensibel, aber anhand des Testlaufs für die Gesichtserkennungssoftware am Berliner Bahnhof Südkreuz erkennt Sander auch in Deutschland eine Tendenz zu verstärkter Verhaltenskontrolle bei Personen. Zumindest in China ist die <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/China-Gesichtserkennung-zur-Verkehrserziehung-3761915.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesichtserkennung schon im Einsatz</a>, um Rotsünder durch Social Shaming zu disziplinieren.</p>
<p>Ob sich in Deutschland der Einsatz von Predictive Policing ähnlich entwickeln wird, bleibt kontrovers, denn personenbezogene Daten dürfen bisher aus Datenschutzgründen nicht genutzt werden. Deshalb wurde die Software PRECOBS vom Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz, Dr. Thomas Petri, auch nicht beanstandet. Eine eher negative Perzeption der Software liegt vielleicht auch an dem überschwänglichen Erfolgsmarketing der Hersteller und reißerischen Medienberichte á la „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Minority_Report" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Minority Report</a>“. Die Technologie ist nicht in der Lage, die Zukunft vorherzusehen. Das Risiko für mögliche Verbrechen wird auf der Grundlage von Mustern in vorhandenen Daten errechnet. Damit arbeiten die Algorithmen nur so gut, wie ihre Datenbasis es zulässt. Auch stellt sich die Frage, welche Arten von Verbrechen sich vorhersagen lassen – und welche nicht. Letztendlich müssen menschliche Analysten die Handlungsentscheidungen treffen. Predictive Policing könnte ohne die Verwendung personenbezogener Daten eine sinnvolle und legitime Ergänzung der polizeilichen Arbeit darstellen. Ob sich der Einsatz aber wirklich auszahlt, kann nur durch Langzeitstudien geklärt werden.</p>
<p>Titelbild: Tarot by Rirriz via <a href="https://pixabay.com/de/tarot-karten-verm%C3%B6gen-symbol-2414239/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428 size-medium" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011-305x53.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Löschen, Schwärzen, Trollen &#8211; Digitale Presseschau KW37</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Rieder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2014 14:46:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Diese Woche dreht sich in unserer Presseschau alles um Informationen: Wie man sie nutzen kann, um Verbrechen vorauszusagen; woher der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche dreht sich in unserer Presseschau alles um Informationen: Wie man sie nutzen kann, um Verbrechen vorauszusagen; woher der NSA-Untersuchungsausschuss sie nehmen soll, wenn nicht aus den ihm vorliegenden Akten; und wer eigentlich darüber entscheidet, ob sie aus dem Internet verschwinden oder nicht. Außerdem: Ein Troll erzählt seine Geschichte. Na, wenn das nicht informativ ist.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=lpAKTOGcfuw<br />
Im Mai entschied der Europäische Gerichtshof, dass jeder Bürger im Internet ein „Recht auf Vergessen“ hat. Eigentlich eine gute Sache, doch nach welchen Kriterien Google über die seither eingetroffenen 100.000 Löschanträge entscheidet, ist unklar. Unser Video der Woche erklärt, wie ein neu ins Leben gerufener Expertenbeirat Google jetzt helfen soll, die richtige Balance zwischen Privatsphäre und Informationsfreiheit zu wahren und wer in Zukunft über Löschanträge entscheiden könnte.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/warum-der-spiegel-ein-eingestuftes-originaldokument-veroeffentlicht-a-991134.html#spRedirectedFrom=www&amp;referrrer=" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kuschen vor Big Brother</a></h3>
<p>Apropos Informationsfreiheit: Die Bundesregierung weigert sich, ein Dokument mit Handlungsanweisungen zur Ausspähaffäre um Angela Merkels Handy herauszugeben und begründet das mit der Sorge „um nachteilige Auswirkungen auf internationale Beziehungen“. SPIEGELblog erklärt, warum das eine Frechheit ist, und veröffentlicht stattdessen ein Faksimile.<br />
<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/warum-der-spiegel-ein-eingestuftes-originaldokument-veroeffentlicht-a-991134.html#spRedirectedFrom=www&amp;referrrer=" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>SPIEGELblog</em></a></p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-09/nsa-ausschuss-akten-geschwaerzt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der NSA-Ausschuss sieht schwarz</a></h3>
<p>Ein Untersuchungsausschuss soll die Regierung kontrollieren, er ist ein wichtiges Instrument der Demokratie. Doch wie soll man untersuchen und aufklären, wenn man keine Informationen bekommt? Vor dieser Frage stehen aktuell die Mitglieder des NSA-Untersuchungsausschusses, denn die Akten zu NSA, BND und Prism, die sie zu Gesicht bekommen, sind häufig bis auf die Anrede geschwärzt. So bleibt nicht nur im Dunkeln, was die Bundesregierung über die Spähaktivitäten amerikanischer Geheimdienste wusste, sondern auch, in welchem Maße deutsche Dienste spionieren. Das wollen sich die Grünen nicht gefallen lassen und erwägen eine Klage.<br />
<a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-09/nsa-ausschuss-akten-geschwaerzt" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>zeit.de</em></a></p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/ermitteln-mit-predictive-policing-algorithmen-polizei-software-soll-die-zukunft-voraussagen-1.2121942" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Polizei als Hellseher</a></h3>
<p>Während die Parlamentarier noch versuchen, Licht ins Dunkel der Geheimdienstaktivitäten zu bringen, gibt es schon wieder Neues zum Thema Überwachung im öffentlichen Raum. „Predictive Policing“ heißt die Technologie, die es jetzt auch deutschen Behörden erlauben soll, mittels verschiedener Computerprogramme Verbrechen vorherzusagen. Klingt nach Minority Report, ist in den USA jedoch schon längst Realität. Aber sind Nullen und Einsen wirklich gute Polizisten? Ist das nicht eine Form von Rasterfahndung? Und wie verhindert man, dass Unschuldige aufgrund ihrer Hautfarbe oder sozialen Kontakte ins Visier geraten? Fragen über Fragen.<br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/ermitteln-mit-predictive-policing-algorithmen-polizei-software-soll-die-zukunft-voraussagen-1.2121942" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>sueddeutsche.de</em></a></p>
<h3><a href="http://www.nytimes.com/2014/09/11/upshot/on-facebook-nobody-knows-youre-a-voter-well-almost-nobody.html?referrer=&amp;abt=0002&amp;abg=0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wählen Sie Facebook!</a></h3>
<p>Sie haben grade im Internet eine Reise gebucht und jetzt zeigt Ihnen Facebook nur noch Anzeigen für Hotels auf Costa Rica? Ein typisches Beispiel für personalisierte Werbung. Ähnliches gibt es jetzt auch politischer Ebene. In den USA nutzen politische Akteure nämlich seit einiger Zeit ein Tool, um Wählerlisten mit Facebookprofilen abzugleichen und anschließend zielgruppenspezifische Wahlwerbung zu platzieren. Eine große Arbeitserleichterung für Wahlkämpfer und ein gutes Geschäft für Facebook.<br />
<a href="http://www.nytimes.com/2014/09/11/upshot/on-facebook-nobody-knows-youre-a-voter-well-almost-nobody.html?referrer=&amp;abt=0002&amp;abg=0" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>nytimes.com</em></a></p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/hass-im-netz-ich-bin-der-troll-13139203.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ich bin der Troll</a></h3>
<p>Viel wurde in letzter Zeit geschrieben über die mangelnde Debattenkultur im Netz, über Sexismus und Rassismus sowie die Frage, ob das Deaktivieren der Kommentarfunktion einer Zensur gleichkommt. Darüber könnte man sachlich diskutieren. Oder man könnte es wie Uwe Ostertag machen und mit einem polemischen Kommentar provozieren – denn Ostertag ist ein Troll. Timo Steppat hat ihn besucht und versucht auf faz.net herauszufinden, wie ein Mensch tickt, der jeden Tag etwa 200 Kommentare verfasst. Uwe Ostertag selbst hat den Beitrag <a href="https://sites.google.com/site/brotundgames/medienfutter" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kritisch kommentiert</a> – was auch sonst?<br />
<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/hass-im-netz-ich-bin-der-troll-13139203.html"><em>faz.net</em></a><br />
Foto: Screenshot<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Löschen, Schwärzen, Trollen &#8211; Digitale Presseschau KW37</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/loeschen-schwaerzen-trollen-digitale-presseschau-kw37-2-141857/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2014 14:46:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Diese Woche dreht sich in unserer Presseschau alles um Informationen: Wie man sie nutzen kann, um Verbrechen vorauszusagen; woher der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche dreht sich in unserer Presseschau alles um Informationen: Wie man sie nutzen kann, um Verbrechen vorauszusagen; woher der NSA-Untersuchungsausschuss sie nehmen soll, wenn nicht aus den ihm vorliegenden Akten; und wer eigentlich darüber entscheidet, ob sie aus dem Internet verschwinden oder nicht. Außerdem: Ein Troll erzählt seine Geschichte. Na, wenn das nicht informativ ist.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=lpAKTOGcfuw<br />
Im Mai entschied der Europäische Gerichtshof, dass jeder Bürger im Internet ein „Recht auf Vergessen“ hat. Eigentlich eine gute Sache, doch nach welchen Kriterien Google über die seither eingetroffenen 100.000 Löschanträge entscheidet, ist unklar. Unser Video der Woche erklärt, wie ein neu ins Leben gerufener Expertenbeirat Google jetzt helfen soll, die richtige Balance zwischen Privatsphäre und Informationsfreiheit zu wahren und wer in Zukunft über Löschanträge entscheiden könnte.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/warum-der-spiegel-ein-eingestuftes-originaldokument-veroeffentlicht-a-991134.html#spRedirectedFrom=www&amp;referrrer=" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kuschen vor Big Brother</a></h3>
<p>Apropos Informationsfreiheit: Die Bundesregierung weigert sich, ein Dokument mit Handlungsanweisungen zur Ausspähaffäre um Angela Merkels Handy herauszugeben und begründet das mit der Sorge „um nachteilige Auswirkungen auf internationale Beziehungen“. SPIEGELblog erklärt, warum das eine Frechheit ist, und veröffentlicht stattdessen ein Faksimile.<br />
<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/warum-der-spiegel-ein-eingestuftes-originaldokument-veroeffentlicht-a-991134.html#spRedirectedFrom=www&amp;referrrer=" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>SPIEGELblog</em></a></p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-09/nsa-ausschuss-akten-geschwaerzt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der NSA-Ausschuss sieht schwarz</a></h3>
<p>Ein Untersuchungsausschuss soll die Regierung kontrollieren, er ist ein wichtiges Instrument der Demokratie. Doch wie soll man untersuchen und aufklären, wenn man keine Informationen bekommt? Vor dieser Frage stehen aktuell die Mitglieder des NSA-Untersuchungsausschusses, denn die Akten zu NSA, BND und Prism, die sie zu Gesicht bekommen, sind häufig bis auf die Anrede geschwärzt. So bleibt nicht nur im Dunkeln, was die Bundesregierung über die Spähaktivitäten amerikanischer Geheimdienste wusste, sondern auch, in welchem Maße deutsche Dienste spionieren. Das wollen sich die Grünen nicht gefallen lassen und erwägen eine Klage.<br />
<a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-09/nsa-ausschuss-akten-geschwaerzt" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>zeit.de</em></a></p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/ermitteln-mit-predictive-policing-algorithmen-polizei-software-soll-die-zukunft-voraussagen-1.2121942" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Polizei als Hellseher</a></h3>
<p>Während die Parlamentarier noch versuchen, Licht ins Dunkel der Geheimdienstaktivitäten zu bringen, gibt es schon wieder Neues zum Thema Überwachung im öffentlichen Raum. „Predictive Policing“ heißt die Technologie, die es jetzt auch deutschen Behörden erlauben soll, mittels verschiedener Computerprogramme Verbrechen vorherzusagen. Klingt nach Minority Report, ist in den USA jedoch schon längst Realität. Aber sind Nullen und Einsen wirklich gute Polizisten? Ist das nicht eine Form von Rasterfahndung? Und wie verhindert man, dass Unschuldige aufgrund ihrer Hautfarbe oder sozialen Kontakte ins Visier geraten? Fragen über Fragen.<br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/ermitteln-mit-predictive-policing-algorithmen-polizei-software-soll-die-zukunft-voraussagen-1.2121942" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>sueddeutsche.de</em></a></p>
<h3><a href="http://www.nytimes.com/2014/09/11/upshot/on-facebook-nobody-knows-youre-a-voter-well-almost-nobody.html?referrer=&amp;abt=0002&amp;abg=0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wählen Sie Facebook!</a></h3>
<p>Sie haben grade im Internet eine Reise gebucht und jetzt zeigt Ihnen Facebook nur noch Anzeigen für Hotels auf Costa Rica? Ein typisches Beispiel für personalisierte Werbung. Ähnliches gibt es jetzt auch politischer Ebene. In den USA nutzen politische Akteure nämlich seit einiger Zeit ein Tool, um Wählerlisten mit Facebookprofilen abzugleichen und anschließend zielgruppenspezifische Wahlwerbung zu platzieren. Eine große Arbeitserleichterung für Wahlkämpfer und ein gutes Geschäft für Facebook.<br />
<a href="http://www.nytimes.com/2014/09/11/upshot/on-facebook-nobody-knows-youre-a-voter-well-almost-nobody.html?referrer=&amp;abt=0002&amp;abg=0" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>nytimes.com</em></a></p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/hass-im-netz-ich-bin-der-troll-13139203.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ich bin der Troll</a></h3>
<p>Viel wurde in letzter Zeit geschrieben über die mangelnde Debattenkultur im Netz, über Sexismus und Rassismus sowie die Frage, ob das Deaktivieren der Kommentarfunktion einer Zensur gleichkommt. Darüber könnte man sachlich diskutieren. Oder man könnte es wie Uwe Ostertag machen und mit einem polemischen Kommentar provozieren – denn Ostertag ist ein Troll. Timo Steppat hat ihn besucht und versucht auf faz.net herauszufinden, wie ein Mensch tickt, der jeden Tag etwa 200 Kommentare verfasst. Uwe Ostertag selbst hat den Beitrag <a href="https://sites.google.com/site/brotundgames/medienfutter" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kritisch kommentiert</a> – was auch sonst?<br />
<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/hass-im-netz-ich-bin-der-troll-13139203.html"><em>faz.net</em></a><br />
Foto: Screenshot<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Daten aller Länder, vereinigt euch! – Digitale Presseschau KW31</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2014 13:57:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im Fußball ist die deutsche Mannschaft Weltmeister geworden. Bis hierzulande auch die Internetverbindungen weltmeisterlich werden, kann man aber wohl noch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Fußball ist die deutsche Mannschaft Weltmeister geworden. Bis hierzulande auch die Internetverbindungen weltmeisterlich werden, kann man aber wohl noch eine Weile warten, wie unser Video der Woche zeigt. Außerdem in der Presseschau zu lesen: Wie die Digitalisierung den Kapitalismus besiegt, warum mathematische Vorurteile immer noch Vorurteile sind, und wie Zeitreisen mit Google funktionieren. Und, damit das klar ist, „Online sein“ ist ohnehin out. Schon seit 1998.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=qfF46JSYI8E" title="Breitband-Internet: Wie Deutschland hinterhersurft" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/qfF46JSYI8E?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Aus gegebenem Anlass: Unser Video der Woche zeigt eindrücklich, wie sehr Deutschland beim Thema Breitband hinterhersurft. In der Eifel wird beim Mailversand nebenher Mittag gekocht und in Berlin-Mitte ist DSL nicht überall verfügbar. Da darf das ZDF-Magazin Frontal 21 schon mal nachfragen, ob die Bundesregierung wirklich glaubt, das würde schon alles irgendwie „marktgetrieben“ funktionieren. Denn die Telekom, seit einiger Zeit ja Mitglied in diesem Markt, sagt dazu nur: „Eine Versorgungsverpflichtung haben wir nicht!“.</p>
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<h3><a href="http://green.wiwo.de/die-energiewende-wird-digital-und-strom-gibt-es-kuenftig-fast-umsonst/">Marx Digital</a></h3>
<p>Was hat die digitale Revolution mit der Energiewende zu tun? Eine ganze Menge! Forscher der Stanford-Universität haben ausgerechnet, dass mit dem auf der Welt zur Verfügung stehenden Wind der weltweite Energiebedarf gleich siebenmal gedeckt werden könnte, wie die grüne Wirtschaftswoche berichtet. Voraussetzung: Die Energie muss intelligent verteilt werden – Stichwort Internet der Dinge. Diese Ausgangslage treibt den Ökonomen Jeremy Rifkin so weit, nicht nur das Ende der Energiewirtschaft, sondern gleich das des Kapitalismus zu prophezeien. Mit der Stillung der menschlichen Grundbedürfnisse lasse sich bald kein Geld mehr machen. Man sollte ihm zuhören: In seinem 2001 erschienen Buch „Access“ prognostizierte er die Sharing-Ökonomie  – und wurde belächelt.<br />
<a href="http://green.wiwo.de/die-energiewende-wird-digital-und-strom-gibt-es-kuenftig-fast-umsonst/"><em>green.wiwo.de</em></a></p>
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<h3><a href="https://netzpolitik.org/2014/how-to-analyze-everyone-teil-ix-predictive-policing-oder-wenn-vorurteile-algorithmen-fuettern/">Der ganz große Minority Report</a></h3>
<p>Der Begriff „Predictive Policing“ ist eng mit der Verbrechensbekämpfung in den USA verbunden. Der Traum eines jeden Polizisten: dank Big Data schon vor dem Täter am Tatort sein. Doch die Zahlen, nach denen solche Programme funktionieren, sind mitnichten neutral, erklärt Anna Biselli auf netzpolitik.org. Wenn Vorurteile zu Algorithmen verhackstückt werden, wird auch das Programm „ausrechnen“, dass dunkelhäutige Migranten mit Rastalocken öfter kontrolliert werden müssen. Während der weiße Herr im Anzug daneben mit ein paar Kilo Koks über die Grenze spaziert.<br />
<a href="https://netzpolitik.org/2014/how-to-analyze-everyone-teil-ix-predictive-policing-oder-wenn-vorurteile-algorithmen-fuettern/"><em>netzpolitik.org</em></a></p>
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<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/digitale-kommunikation-sprechen-sie-cobol-1.2063095">Nach der Pause: Programmieren!</a></h3>
<p>Jetzt sind auch noch Java und Objective-C Weltsprachen! Und weil die Schule schließlich auf die Welt vorbreitet, muss man die dort lernen. Anne Schüssler plädiert dafür in ihrem Gastbeitrag auf Süddeutsche.de. So weit, so richtig. Bleibt nur die Frage, wie dann noch Chinesisch und Maschinenbau in den Stundenplan passen, das brauchen wir ja auch. Und das Ganze in G8-Rekordzeit! Dumm nur, dass nach den anschließenden drei Jahren Regelbachelor das gute alte Schulzeit-Programmieren schon kein Mensch mehr kennt. Doch die Autorin kann uns beruhigen: „Wenn man es erst mal begriffen hat, ist es halb so schwer.“<br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/digitale-kommunikation-sprechen-sie-cobol-1.2063095"><em>sueddeutsche.de</em></a></p>
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<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-digital-debatte/digitale-ueberwachung-wir-ahnungslosen-versuchskaninchen-13069122.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2">&#8230;Und Big Data sprach: &#8220;Selber schuld!&#8221;</a></h3>
<p>Big Data hat realen Nutzen. Je mehr Lebensbereiche vermessen und analysiert sind, desto mehr liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen, diese Informationen für sich zu nutzen. Schaurigschön fatalistisch erklärt Evgeny Morozov in der FAZ, warum es dann auch die Schuld der Armen ist, wenn sie arm bleiben: Hätten sie mal auf die guten Tipps ihres Smartphones gehört! Das ist die Überwachungsdividende: Missstände werden optimiert, aber keine Probleme behoben.<br />
<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-digital-debatte/digitale-ueberwachung-wir-ahnungslosen-versuchskaninchen-13069122.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2"><em>faz.net</em></a></p>
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<h3><a href="http://connected.tante.cc/2014/07/28/archivliebe/">Digitale Zeitreise</a></h3>
<p>Das Internet ist dynamisch, innovativ, immer in Bewegung. Bei seiner ganzen Unbeständigkeit ist es aber auch eines: ein riesiges Archiv. Und wie jedes große Archiv (und das Internet ist ohne Zweifel das größte) ist es ohne Index wertlos. Suchmaschinen wie Google stehen dafür zur Verfügung, sie ermöglichen ganze Zeitreisen. Doch ihre Funktion wird bedroht durch das „Recht auf Vergessen“. Denn was passiert in der Bücherei, wenn das Buch zwar noch da ist, aber keiner weiß mehr, wo?, fragt Jürgen Geuter auf seinem Blog.<br />
<a href="http://connected.tante.cc/2014/07/28/archivliebe/"><em>connected.tante.cc</em></a><br />
<strong>Und übrigens</strong>: Wisst Ihr noch, damals, als &#8220;Online Gehen&#8221; wieder total out war? Dieser Ausschnitt aus der <a href="http://www.crackajack.de/2012/09/29/online-gehen-lohnt-sich-das-bravo-screen-fun-1998/">Bravo</a> von 1998 hat uns die Woche versüßt!<br />
Foto: Screenshot<br />
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