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	<title>Premiere &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Premiere &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Die WM in den Netzen des Fernsehens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mstauff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch im Internet bestimmen die bekannten Fernsehsender die Berichterstattung über die WM in Korea und Japan.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch im Internet bestimmen die bekannten Fernsehsender die Berichterstattung über die WM in Korea und Japan.<!--break-->
                    </p>
<p>Die Fußball-Weltmeisterschaft ist eines der wenigen verbleibenden Medien-Pflichtereignisse. Auch wer sich nicht für &#8220;König Fußball&#8221; interessiert, kann bei Fernsehnachrichten, Werbespots und den unterschiedlichsten Internetseiten der WM nicht entkommen. Die hohe Aufmerksamkeit wird von verschiedenen Medien und Firmen strategisch genutzt. Für das Internet scheint die Ausgangssituation diesmal besonders günstig. Die Spiele finden zu Bürozeiten statt, also kann ein großer Teil der Bevölkerung eher auf das Internet als auf den Fernseher zugreifen.</p>
<p>Es bestätigt sich aber auch hier eine Entwicklung, die die bisherige Geschichte des Internet kennzeichnet. Die alten Medien und die vertrauten Marken dominieren auch im Netz. Zwar existieren auch neue Anbieter und neue Angebote, z.B. der Video-Download bei<br />
                    <a href="http://de.yahoo.com/r/fifa/ho" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yahoo</a>, vorerst bleibt aber die Fußballberichterstattung der Fernsehsender dominant. Wird dabei der Fußball anders präsentiert als im Fernsehen und kommen die speziellen Vorteile des Internet, z.B. Multimedialität und Interaktion, dabei auch tatsächlich zu Geltung?</p>
<p>
                    <strong>Fußball auf allen Internetkanälen?<br />
                    <br /></strong>Zunächst erschlägt einen der enorme Umfang der Angebote. Es gibt nur wenige Verweigerer unter den Fernsehsendern.<br />
                    <a href="http://www.prosieben.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pro Sieben</a> gehört dazu, aber auch die Musiksender; bei<br />
                    <a href="http://www.viva.tv" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Viva</a> z.B. ist der auffälligste Hinweis noch die Besprechung des neuesten FIFA-Computerspiels. Die anderen großen Fernsehsender hingegen verweisen alle von ihren Startseiten auf die Weltmeisterschaft. Das Angebot hat dabei eine auffallend gleichbleibende Struktur. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Kurzinformationen und eine meistens ausführliche Übersicht zu allen Spielen, Gruppen und Mannschaften. Daneben gibt es oft eine Einführung in das kulturelle Umfeld. Das beginnt bei einer Stadienbeschreibung und endet beim landesüblichem Essen &#8211; bei der<br />
                    <a href="http://www.ndr.de/wm2002/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ARD</a> sogar mit Rezepten. Auch zur WM-Geschichte finden sich bei fast allen Sendern zumindest die Daten und Fakten, meist darüber hinaus auch Anekdoten und Bilder. Mangelnde Suchfunktionen machen das Ganze jedoch zu einem eher reduzierten Infotainment-Angebot.</p>
<p>Die Fernsehzuschauer erhalten im Internet aber durchaus Zusatzwissen. So lassen sich viele kleine Informationen und Geschichten, die im Laufe der Fernsehübertragung scheinbar spontan eingeflochten werden, im Netz wiederfinden. Das Wissen wird jedoch einer dem Durchklicken dienlichen Häppchenstruktur angepasst. Ein fast gleichrangiges Thema neben dem Fußball ist die Medienarbeit selbst. Besonders der logistische Aufwand und das Medienpersonal steht dabei entsprechend den Fußballern im Vordergrund. Bei<br />
                    <a href="http://www.premiere.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Premiere World</a> erfährt man beispielsweise unter der Rubrik &#8220;Unser Team&#8221;, dass Monica Lierhaus am liebsten &#8220;Ente in allen Varianten&#8221; isst.</p>
<p>Hier wird außerdem deutlich, dass die Netzangebote auch ein fußballfernes Publikum ansprechen wollen. Das funktioniert häufig über Geschlechterklischees, so dass auch die &#8220;richtigen&#8221; Fußballfans noch etwas zu lachen haben. Dazu gehört natürlich auch die nichtverstandene Abseitsregel. Extra für Frauen bietet das<br />
                    <a href="http://wm.zdf.de/">ZDF</a> eine Rubrik über die attraktivsten Spieler. Auf einer Leiste mit ausgesuchten Porträts erfährt man dann Einschlägiges, beispielsweise zum spanischen Stürmerstar Raul: &#8220;Ein ruhiger Typ mit sinnlichen Lippen und einer sehr markanten Nase&#8221;.</p>
<p>Unter den Fernsehsendern im Netz enttäuscht besonders Premiere World, das ein deutlich eingeschränktes Angebot anbietet. Die Finanzprobleme dürften hierfür der Hauptgrund sein. Auch im Fernsehprogramm selbst sind die sogenannten Zusatzinformationen deutlich reduziert. Während man bei der Winterolympiade noch einen Vorgeschmack von &#8220;digitalem Fernsehen&#8221; erhielt, lässt sich jetzt während der Live-Übertragung von Spielen nur eine Statistiktafel aufrufen, in der man noch nicht einmal eigenhändig navigieren kann. Der Fernsehübertragung selbst hat dies vielleicht eher gut getan, zumindest lobt die<br />
                    <a href="http://www.f-r.de/fr/spezial/fussballwm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frankfurter Rundschau</a> die unaufgeregte und nüchterne Berichterstattung.</p>
<p>
                    <strong>Flash-Animationen und Torwandschießen<br />
                    <br /></strong>Unterscheidungen zwischen den verschiedenen WM-Angeboten ergeben sich eher aus Nebenaspekten. Das<br />
                    <a href="http://www.ardwm2002.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ARD-Angebot</a> hat eine gesonderte Schiedsrichterkritik und bietet persiflierende Zusammenschnitte von Kommentaren als Real-Audio-Download an. Beim<br />
                    <a href="http://wm.zdf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDF</a> kann man sich die zehn schönsten Tore der WM-Geschichte als Flash-Animationen zeigen lassen. Außerdem werden dort die wichtigsten Fußballverletzungen anschaulich erläutert.</p>
<p>Selbstverständlich bietet jeder Sender eigene &#8220;interaktive&#8221; Formate an, meist in Form von niedlichen Spielen oder Quizvarianten. Bezeichnend scheint mir hier die Nostalgie zu sein, die all diese interaktiven Angebote letztlich auf althergebrachte und emotional angereicherte mediale Formen zurückführt. Beim ZDF ist es natürlich ein Torwandschießen, bei der ARD ein virtuelles Tipp-Kick und bei Sport1.de &#8211; als Angebot von Sat.1 und DSF &#8211; ist es ein Fußballbildchensammelspiel. Die beschränkten Ressourcen des Internets, v.a. Speicher- und Übertragungskapazitäten, aber auch geringer Personalaufwand der Sender, werden dabei noch produktiv genutzt, da an kulturell vertraute Formen in neuem medialen Gewand angeknüpft wird.</p>
<p>Im Gesamtüberblick ist die Fußballweltmeisterschaft im Netz jedoch nicht wirklich innovativ. Störend wirken besonders die langen Seitenaufbauzeiten. Bei Béla Réthys Formbarometer müssen erst langwierig animierte Spieler der deutschen Mannschaft geladen werden. Dann erhält man eine äußerst banale Beurteilung der Vorzüge und Schwächen eines Spielers. Über Sebastian Kehl heißt es dort lapidar &#8220;überfordert sich, will zu viel; mangelnde internationale Erfahrung&#8221;. Den Fernsehsendern scheinen nicht wirklich interessante Formen einzufallen, mit denen Fußball jenseits der Mechanismen des Fernsehens wie Zeitlupe und Interview medial attraktiv gemacht werden können. Damit dürfte aber auch klar sein, dass vorerst unsere Vorstellungen von Fußball weiterhin vom Fernsehen und nicht vom Internet geprägt werden.</p>
<p>
                      
                    </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Jetzt geht&#039;s looos!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/mitten-ins-netz-die-initiative-pro1530/jetzt_gehts_looos-663/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[aheyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitten ins Netz: Die Initiative Pro15:30]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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		<category><![CDATA[Spieltermin]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Damals, als 1974
auf dem Bieberer Berg Beckenbauer baden gingen, schien
kein Flutlicht. Damals ging man Samstag nachmittag zu
Fußball. In seinem Essay plädiert unser Mann
beim 1. FC Köln aber nicht nur für die Samstagspiele.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Damals, als 1974<br />
auf dem Bieberer Berg Beckenbauer baden gingen, schien<br />
kein Flutlicht. Damals ging man Samstag nachmittag zu<br />
Fußball. In seinem Essay plädiert unser Mann<br />
beim 1. FC Köln aber nicht nur für die Samstagspiele.</span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Bei den Umfragen über die bevorzugten Spieltermine für die Bundesliga stellt sich heraus,<br />
dass die Anstoß-Kombination Freitag abend plus Samstag nachmittag noch stärkere Zugkraft<br />
bei den Fußballfans hat als alle neun Spiele samstags um 15:30 Uhr. Dabei war es die Ausweitung<br />
auf den Freitagabend, durch die die traditionelle Einheitlichkeit der Liga flöten ging.</b><br />
</span>
</p>
<p>
<!--So lukrativ war Fußball-Allgemeinbildung noch nie: 230.000 Mark für Heiko Herrlichs erstes Saisontor!
So viel echtes Geld gewann neulich doch tatsächlich ein Studiogast der Sat1-Show ran, weil er,
bei vier vorgegebenen Namen, den ersten Bundesligatorschützen der Saison 2000/2001 richtig
benannte. Eine Frage, die nach den schweren Du-knackst-den-Jackpot-auch-nicht-Fragen der
Wochen davor für Heavy User der Bundesliga leicht zu beantworten war.


<p>
In der Gesamtbevölkerung bilden diese Menschen zwar eine kaum messbare Minderheit,
aber in den Bundesligastadien stehen sie eine Stunde vor Spielbeginn an den Ständen, wo
Fanzines und neue Schalkollektionen gehandelt werden, und sagen so schnell 'HeikoHerrlich', wie
der damals den Ball volley ins Rostocker Tor geknallt hat.


<p>
Nach langen Wochen der sommerlichen Bundesliga-Abstinenz nimmt der erste
Torschütze einer neuen Saison einen besonderen Platz in der Erinnerung
ein, so wie die erste Mannschaft, die man im Panini-Album komplett hat. Auch wenn
mittlerweile diverse Wettbewerbe in der Sommerpause die Vorfreude auf die Liga
verringern, so verbindet sich mit dem ersten Spieltag immer eine wochenlange
Phase der mentalen Vorbereitung. Nach der theoretischen Vorbereitung mit Hilfe des neuen
Sonderhefts geht es endlich los!-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als wir noch nicht so groß wie heute waren, sind wir zum ersten Mal mit ins Stadion genommen worden &#8211;<br />
und weil die meisten<br />
Kinder bei Flutlichtspielen zu spät ins Bett kommen würden, war das höchstwahrscheinlich an einem<br />
Samstag um 15:30 Uhr. Klassisch, so soll es sein. Allerdings &#8211; die erste ernüchternde Einschränkung:<br />
Auch die Anstoßzeit<br />
15:30 Uhr ist kein &#8216;Urgestein der Liga&#8217;; ich zitiere aus einer kurzen Mail-Antwort der DFB-Pressestelle:<br />
&quot;Früher wurde samstags meist um 15 Uhr gespielt. Es gab aber auch die Anstoßzeiten 14.30 uhr oder<br />
(Jahreszeit-bedingt) 17 Uhr.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Irgendwann, vielleicht sogar schon<br />
vor der Stadioninitation, haben wir auch zum ersten Mal mitbekommen,<br />
dass die Bundesliga neu geboren aus der Sommerpause kommt &#8211; auch dies ein Datum, das<br />
einen mit anderen Fußballfans verbindet &#8211; auch wenn die ein ganz anderes Jahr im Sinn haben.<br />
Und das einen verklärt an den ersten richtig wahrgenommenen 1. Spieltag denken lässt.<br />
Ich erinnere mich noch recht frisch daran, wie 1974 nach dem WM-Sieg mit Beckenbauer,<br />
Müller und Co. Bayern auf dem Bieberer Berg mit 0:6 baden ging, und in der Zeitung<br />
war ein Foto, wie Sepp Maier den Ball im Netz vergnatzt hinterher guckt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aber die Preview der Premiere am Freitag abend? Liebe Leser der jüngeren Generation: das<br />
war nicht immer so! Wir haben uns halt dran gewöhnt, und vielen gefällt so ein Flutlichtspiel<br />
ab und zu auch sehr gut. Zumindest wenn es zum Anfang des Wochenendes, eben am Freitag,<br />
stattfindet. Fußball am Samstag oder Sonntag abend ist den meisten Fans offenbar weniger recht.<br />
Und das gilt selbst, wenn man die direkt Betroffenen, die &#8216;Auswärts-sind-wir-auch-immer-dabei&#8217;-Fans<br />
mit ihren Logistikproblemen einmal ausklammert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um der Frage näher zu kommen, wo diese Ablehnung der Abende des Samstag und des Sonntag, die in so<br />
deutlichem Kontrast zur Befürwortung des Freitagsabendtermins steht, herrührt, bemühen<br />
viele  soziologische Argumente, die mit<br />
Freizeitverhalten und Traditionen zu tun haben. Andere ärgern sich vor allem<br />
über die vermeintliche oder tatsächliche Vergewaltigung des Fußballs durch das Fernsehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">An dieser Stelle will ich zuächst einfach zurückblicken &#8211; darauf, wie der Freitag in die Samstags-Fußballwelt<br />
Einzug hielt. Und besonders markant ist dies eben an den ersten Spieltagen festzumachen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Durchgängig mindestens ein Spiel am Freitag abend zum Saisonauftakt gibt es erst<br />
seit 1982. Schnell waren es zwei Spiele, schließlich sogar drei. Bis der Fernsehsender Premiere den<br />
Freitag abend auf ein Spiel der ersten Bundesliga zurücksetzte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Geschichte des Freitag abend</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aber wann begann das mit den Freitagsspielen eigentlich?<br />
Was ein konkretes Datum betrifft, ist das schwer zu sagen.<br />
Zum einen liegt das daran, dass sich auch die Datenbanken des DFB und von<br />
ran nicht über alle Spieltermine in den 60er Jahren einig sind. War es im Mai 1965 beim<br />
Spiel Duisburg gegen 60 München oder ein Jahr später beim Duisburger Heimspiel gegen Schalke?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So oder so blieben Freitagspiele in den 60ern eine Seltenheit &#8211; von einem<br />
Dammbruch konnte keine Rede sein. Erst in der Saison 1970/71 wurden Freitagsspiele<br />
zur häufiger in Anspruch genommenen Gewohnheit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch der erste Saisonauftakt am Freitagabend war eine &#8211; aus heutiger Sicht rätselhafte &#8211;<br />
Ausnahme: am 18.8.1967 spielte wieder der MSV Duisburg ein Heimspiel und erreichte gegen<br />
Borussia Dortmund <a href="http://www.dfb.de/bliga/bundes/archiv/1967/schemen/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein 2:2.</a> Der erste Torschütze der Saison hieß Djordje Pavlic, der den<br />
sich und den MSV mit einem schnöden Foulelfmeter in die Pole Position gebracht hatte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Null &#8216;Erstes-Tor&#8217;-Konkurrenz von den anderen Plätzen &#8211; das gab es dann elf Jahre nicht<br />
mehr am 1. Spieltag &#8211; bis zum 11.8.1978, als ohne Not das Spiel MSV Duisburg gegen Arminia Bielefeld auf den<br />
Freitagabend gelegt wurde. Ronnie Worm, wer sonst von den da noch wirklich quer<br />
gestreiften &#8216;Zebras&#8217;, schoss das erste Saisontor; am Ende stand es 1:1. Ohne Not spielten<br />
übrigens die Bielefelder in gelben Trikots und schwarzen Hosen. Die Spätfolgen<br />
prägen heute unser Bundesliga-Leben in absurd colorierten Auswärts-Trikots und einem<br />
absurd auseinander gezogenen Spieltag.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>und warum nicht Sonntag?</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dennoch sind die Freitage in unserer Bundesliga-Wahrnehmung &#8216;richtige&#8217; Spieltage &#8211; selbst<br />
als jahrelang ein Drittel aller Spiele schon am Freitag abend über die Bühne war, regte<br />
sich dagegen kein wahrnehmbarer Protest. Wenn Ronnie Worm seinerzeit nicht am Freitag<br />
sondern am Sonntag abend getroffen hätte, bzw. wenn schon 1970 die Wahl eines zweiten<br />
Spieltermins statt auf den Freitag auf den Sonntag gefallen wäre &#8211; es wäre uns heute liebgewonnene<br />
Tradition. Allerdings erschien der Sonntag vor dreißig Jahren einer noch stärker von Kirchen und<br />
Amateursportvereinen geprägten Öffentlichkeit noch ein Stück heiliger als<br />
heute und kam deshalb offenbar nicht in Betracht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Sonntag ist aber nicht per se ein gruseliger Spieltag &#8211; durch die frühe Anstoßzeit von 17:30 Uhr<br />
ist er dies noch nicht einmal für die Auswärtsfans, jedenfalls nicht mehr als der Freitag.<br />
Er war einfach nicht rechtzeitig da. Denn *zwei* Spieltermine will der Fußballfan &#8211; mehr nicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Jahrelang, seit am 8.8.1993 mit dem Spiel Werder Bremen gegen VfB Stuttgart (5:1) ein Spiel des<br />
ersten Spieltags an einem  Sonntag stattfand, wurde dieser Termin von den Fans mehr toleriert denn<br />
geliebt. Durch die Hinzunahme eines vierten Termins am Samstag abend und das zweite Spiel am<br />
Sonntag haben die Verantwortlichen bei DFB und Premiere den Bogen nun überspannt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Denn an die Zerfledderung des Spieltags mit bis zu vier &#8216;Spitzenreitern&#8217; an einem Wochenende<br />
werden sich die Fans viel schwerer gewöhnen als an Flutlicht und vorgezogene Tor-Premieren.<br />
</span></p>
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