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	<title>Printmedien &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Printmedien &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Interview Teil II: Innovationen erwünscht? Die Einbeziehung der Leser</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 14:32:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Deutschland Land der Innovationen? Im Medienbereich wohl eher weniger. Aber wie sollte sich das deutsche Pressewesen im digitalen Zeitalter verändern? [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ScaarAT-CC-BY-SA-3.0.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-128399" alt="ScaarAT (CC BY-SA 3.0)" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ScaarAT-CC-BY-SA-3.0-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a>Deutschland Land der Innovationen? Im Medienbereich wohl eher weniger. Aber wie sollte sich das deutsche Pressewesen im digitalen Zeitalter verändern? Antworten finden sich im zweiten Teil des Interviews mit Kommunikations- und Medienwissenschaftler Leif Kramp.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Viele Printverlage wie die Frankfurter Rundschau bangen um ihre Existenz. Das Problem: die Verzahnung der Online- und Printausgabe. Gibt es wirklich eine Krise der Massenmedien oder handelt es sich eher um eine Krise der traditionellen Geschäftsmodelle?<br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Das Ende der Massenmedien ist noch nicht in Sicht, auch wenn kleinere Journalismusprojekte wie eigenständige Nachrichtenwebsites selbständiger Journalisten oder gemeinnützige Projekte wie u.a. <a href="http://www.vocer.org/de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VOCER</a> an Bedeutung gewinnen. Die großen Medienorganisationen werden auf absehbare Zeit die Stützpfeiler des Journalismus bleiben. Insbesondere in Deutschland gibt es auch keinen Grund zur Hysterie: Die Schicksale von „Frankfurter Rundschau“ oder der „Financial Times Deutschland“ sind keine akuten Folgen der aktuellen Krise der Verlagswirtschaft, sondern diese Titel schwächelten aus betriebswirtschaftlicher Perspektive schon seit vielen Jahren. Dennoch wird es neue, spezialisierte Geschäftsmodelle für Journalismus brauchen, welche die derzeit noch weitgehend alternativlose Erlösstruktur aus Anzeigen- und Vertriebseinnahmen ergänzen – nicht aber ersetzen. Die durch den digitalen Wandel vorangetriebene Flexibilität der Mediennutzung zwingt Medienhäuser dazu, nicht nur redaktionell, sondern auch bei der Vermarktung von Journalismus zu experimentieren. In Zukunft werden viele neue Modellvarianten ausprobiert werden, von diversen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paywall" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Paywall-Konzepten</a> über zugeschnittene Premium-Dienste für bestimmte Zielgruppen bis zur Verbindung von Journalismus und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Standortbezogene_Dienste" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Location Based Services</a>.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Dr. Leif Kramp</strong> ist Kommunikations- und Medienwissenschaftler sowie Historiker und arbeitet als Forschungskoordinator am ZeMKI, Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Universität Bremen. Zuletzt erschienene Publikationen: <strong>„Journalismus in der digitalen Moderne“</strong> (gem. hrsg. mit Leonard Novy, Dennis Ballwieser und Karsten Wenzlaff) und <strong>„Innovationsreport Journalismus“</strong> (gem. mit Stephan Weichert).</div></div><br />
<strong>politik-digital.de:</strong> In den USA hat die <a href="http://www.huffingtonpost.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Huffington Post</a> als Onlinezeitung im Stile eines Polit-Weblogs sehr großen Erfolg. Hier wird oftmals der Leser zum Autor von Beiträgen. 2012 erhielt das Onlinemagazin sogar <a href="http://politik-digital.de/online-journalismus-the-huffington-post-und-politico-mit-pulitzerpreis-ausgezeichnet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">als erste kommerzielle Onlinezeitung den Pulitzerpreis</a>. Man gewinnt den Eindruck, dass in Deutschland kein Platz für Innovationen ist und dass die meisten großen Medienhäuser nicht mehr als Onlineausgaben der Printtitel anbieten. Warum gibt es (noch) keine deutsche „Huffington Post“?<br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Die Genese der „Huffington Post“ ist eine sehr spezielle und lässt sich nur schwerlich auf den deutschen Markt projizieren. Die HuffPo verdankt ihre Relevanz jenen Bloggern, die sich jahrelang vielfach aus Unzufriedenheit über die Qualität des US-amerikanischen Politikjournalismus unbezahlt engagierten, bis der Medienkonzern AOL die Blog-Zeitung kaufte und nun einen internationalen Expansionskurs vorantreibt, der auch sehr bald nach Deutschland führen soll. Bisher sind hierzulande Versuche der Verlage gescheitert, eine Onlinezeitung als eigenständige Marke zu installieren, wie die Beispiele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzeitung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Netzeitung“</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zoomer.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Zoomer“</a> gezeigt haben. In Deutschland ist ein unabhängiges Start Up, wie es einst Arianna Huffington gründete, eher unwahrscheinlich, da die Zufriedenheit der Bevölkerung mit dem überregionalen Journalismus verhältnismäßig hoch ist. Etwas anders verhält es sich im Lokalen: Dort gab es in einigen Regionen bereits erfolgreiche Gründungen unabhängiger kommerzieller Alternativmedien, die sich in Opposition zu den etablierten Lokalzeitungen schon seit längerem am Markt behaupten.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Eine Ausnahme ist die Wochenzeitung „Der Freitag“, die seit ihrem Relaunch vor einiger Zeit versucht, die <a href="http://www.freitag.de/community" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Community stärker in ihren Online-Auftritt einzubeziehen</a>. Und das offenbar mit Erfolg. Wie sehr muss sich ein Medienunternehmen auf die Leser einlassen?<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/kramp_4c-e1366386424530.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-128352" alt="Leif Kramp" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/kramp_4c-e1366386424530.jpg" width="150" height="244" /></a><br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Das geschieht beim „Freitag“ sehr erfolgreich deshalb, weil seit Jahren konsequent signalisiert wird, dass ernstzunehmende Meinungsbeiträge der Nutzer nicht nur auf der Website der Zeitung geduldet, sondern besonders gelungene Texte sogar für den Abdruck in der Zeitung gegen Honorar ausgewählt werden. Redaktionen sollten verschiedene Wege ausprobieren, ihre Nutzer stärker an sich zu binden. Journalisten können beispielsweise über soziale Netzwerke, Twitter etc. Kontakt mit Nutzern aufnehmen, sie können sich an den Diskussionen der Nutzer mittels der Kommentarfunktion unter ihren Beiträgen beteiligen, sie können sich aber auch erreichbar und ansprechbar zeigen, ob nun in einem „Open Newsroom“ oder per E-Mail. Dabei geht es nicht darum, sich blind den Wünschen der Nutzer zu unterwerfen, sondern vielmehr um die Bereitschaft, offen für Anregungen und Kritik zu sein, und das nicht nur im Nachhinein, sondern schon während des journalistischen Arbeitsprozesses. Auch Journalisten müssen sich heutzutage das Vertrauen der Nutzer immer wieder neu verdienen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Der Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datenjournalismus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenjournalismus</a> ist zurzeit in aller Munde. Handelt es sich nur um einen kurzfristigen Hype oder ist die Auswertung von Daten die Zukunft des Journalismus?<br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Daten journalistisch zu verarbeiten und für den Nutzer zu verdeutlichen – zum Beispiel durch Info-Graphiken – gehört schon lange zum Tagesgeschäft in den Redaktionen. Mit digitalen Medientechnologien haben Journalisten aber nun Werkzeuge an der Hand, die es ermöglichen, ihrer Vermittlungsfunktion noch besser nachzukommen, weil sie erstens hochkomplexe Datenbestände verarbeiten und zweitens diese interaktiv veranschaulichen können. Solche Instrumente zu beherrschen, ist freilich nicht voraussetzungsfrei, sondern erfordert in der Regel fortgeschrittene Kenntnisse statistischer Verfahren und bestimmter Software-Anwendungen. Deshalb ist Datenjournalismus vor allem als Teamarbeit von Journalisten und Informatikern ein wachsendes und angesichts der zunehmenden Komplexität verfügbarer Daten auch ein immer wichtigeres Tätigkeitsfeld im digitalen Journalismus.<br />
Bilder: ScaarAT (CC BY-SA 3.0), Leif Kramp</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 8)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 16:42:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Facebook löst mit geänderten Nutzungsbedingungen Massenprotest aus, Bundeskabinett beschließt Grundsatzregelung für Datenschutz von Arbeitnehmern, WAZ streicht 300 Stellen in Print-Redaktionen und Journalist in Pakistan ermordet: Neuigkeiten aus Politik und Internet in der Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook löst mit geänderten Nutzungsbedingungen Massenprotest aus, Bundeskabinett beschließt Grundsatzregelung für Datenschutz von Arbeitnehmern, WAZ streicht 300 Stellen in Print-Redaktionen und Journalist in Pakistan ermordet: Neuigkeiten aus Politik und Internet in der Linkliste.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/465554" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Obamania&quot; setzt sich fort</a>
</p>
<p>
Kürzlich wandte sich US-Präsident Barack Obama mit einer „Recovery&quot;-Videobotschaft an seine rund 13 Millionen gesammelten E-Mail-Kontakte. In dieser gab es Informationen zu Konjunkturpaket &amp; Co., zu deren Unterstützung er zuvor die Massen mobilisiert hatte. Die Diskussionsfreudigkeit vieler Bürger gehe laut Angaben einiger Veteranen zwar zurück, dennoch konnte sich Obama hier wieder als „Teil einer eingeschworenen Gemeinschaft&quot; statt nur als Staatsoberhaupt profilieren, so sueddeutsche.de.</p>
<p><a href="http://futurezone.orf.at/stories/1502723/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sonderermittler im Fall Datenskandal der Deutschen Bahn eingesetzt</a>
</p>
<p>
Die Aufklärung der Datenschutz-Verstöße liegen nun nicht mehr in den Händen von Bahnchef Hartmut Mehdorn. Ab sofort sollen Sonderermittler ihre Arbeit aufnehmen, koordiniert durch einen vom Aufsichtsrat ins Leben gerufenen „Compliance-Ausschuss&quot;. Der frühere deutsche Bundesminister Gerhart Baum (FDP) und Herta Däubler-Gmelin (SPD) sind als Ermittler mit von der Partie und sollen sich so schnell wie möglich um einen gründlichen Bericht bemühen, so futurezone.</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/inland/datenschutz204.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CCC kritisiert Innenminister Wolfgang Schäuble</a>
</p>
<p>
Im Interview mit der tagesschau sprach Datenschutz-Expertin Constanze Kurz vom Chaos Computer Club (CCC) über das Datenschutz-Treffen bei Innenminister Wolfgang Schäuble. Nach Datenskandalen unter anderem bei der Deutschen Bahn, machte sich der Bundesinnenminister sich für eine Verbesserung des Datenschutzes für Arbeitnehmer stark, laut Angaben von tagesschau.de wies er am Sonntag, 15.2.2009, im Interview mit dem Tagesspiegel bereits wieder jede Zuständigkeit von sich. Die Computeraktivistin Kurz wirft der Bundesregierung vor, viel zu spät zu reagieren.</p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4039784,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook revidiert Nutzungsänderung nach Protestwelle</a>
</p>
<p>
Das Soziale Online-Netzwerk Facebook beherbergt rund 175 Millionen Nutzer samt persönlichen Kontaktdaten, Photos und Angaben zur eigenen Person. Neuen Nutzungsbedingungen zufolge sollten eben diese Daten nun auch noch nach Löschung des Accounts weiterhin gespeichert bleiben. Laut dw-world protestierten daraufhin zehntausende Nutzer gegen die neue Bestimmung und hatten zunächst auch Erfolg. Die alten Regeln wurden kurzerhand wieder in Kraft gesetzt.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,607794,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenschutz: Gewerkschaftler fordern Verbot von „Geheimpolizei-Methoden&quot;</a>
</p>
<p>
Im Fall Arbeitnehmer versus Unternehmen verhärten sich die Fronten. Gewerkschaften wollen, wie der Spiegel berichtet, zukünftig härter gegen „Spitzelaktionen&quot; vorgehen. Die Dienstleistungsgesellschaft Verdi fordert ein gesondertes Datenschutzgesetz für Arbeitnehmer. Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes BDA, Reinhard Göhner, beharrt dagegen darauf, dass das Bundesdatenschutzgesetz in jetziger Form ausreiche und höchstens um ein paar Regelungen ergänzt werden könnte, so Spiegel Online.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundesregierung-beschliesst-Grundsatzregelung-zum-Arbeitnehmer-Datenschutz--/meldung/133105" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesregierung beschließt Grundsatzregelung zum Arbeitnehmer-Datenschutz</a>
</p>
<p>
Am Mittwoch, 18.2.2009, hat das Bundeskabinett beschlossen, das Bundesdatenschutzgesetz um eine Grundsatzbestimmung für den Datenschutz von Arbeitnehmern zu erweitern, wie das Bundesinnenministerium <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_028/nn_122688/sid_E8205E212C833DC3FCFDEDA52EE0176E/Internet/Content/Nachrichten/Pressemitteilungen/2009/02/Arbeitnehmerdatenschutz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mitteilte</a>. Auf dessen Notwendigkeit einigten sich Datenschützer, Gewerkschaft, Regierung und Arbeitgeber auf dem Datenschutzgipfel am Montag, 16.2.2009.</p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/WAZ;art15532,2733747" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zeitungsgruppe WAZ streicht 300 Stellen im Print-Bereich</a>
</p>
<p>
Wie hart die Medienkrise die Printzeitungen trifft, ist bereits seit Wochen in allen Medien zu lesen. Die Zeitungsgruppe WAZ, die 16000 Angestellte beschäftigt, beabsichtigt nun die Streichung von rund 300 Arbeitsplätzen im Printbereich und somit die Einsparung von rund 32 Millionen Euro im Jahr 2009. Das WAZ-Onlineportal „derwesten.de&quot; soll dagegen um 20 Stellen erweitert werden. Protest und Kritik hagelt es unter anderem vom Deutschen Journalistenverband (DJV), der das Vorhaben laut Tagesspiegel als „konzeptlosen Kahlschlag&quot; bezeichnete.</p>
<p><a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/1/pakistan-reporter-ermordet-anschlag-auf-presseclub-weitere-journalisten-bedroht.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pakistan: Reporter ermordet und Presseclub attackiert</a>
</p>
<p>
Wie die Reporter ohne Grenzen (ROG) heute berichteten, ist der pakistanische Journalist Musa Khankhel gestern, 18.2.2009, im Nordwesten Pakistans während eines Friedensmarsches entführt und ermordet worden, nachdem er „über die Folgen der Einführung der islamischen Scharia-Gesetzgebung im Swat-Tal berichtete&quot;. Des Weiteren habe es einen Sprengsatz-Anschlag auf einen Presseclub gegeben. Journalisten vor Ort beschwerten sich über fehlenden Schutz durch Behörden, so die ROG. Größtenteils seien sie Morddrohungen schutzlos ausgeliefert und verlangen Hilfe von der Regierung, wie Ashfaq Bangash, ein Journalist des paschtunischen Senders Khyber News, berichtet.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 3)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-3-4212/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 16:33:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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		<category><![CDATA[Printmedien]]></category>
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					<description><![CDATA[Jugendliche kritisieren Internetwahlkampf, Obama will US-Kommunikationsbranche umkrempeln, ZDF berichtet live und online zur Hessenwahl, Gerüchte bringen südkoreanischen Blogger hinter schwedische Gardinen und Schwerin veranstaltet Kongress zur Zukunft der Printmedien. Diese und weitere News in der Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jugendliche kritisieren Internetwahlkampf, Obama will US-Kommunikationsbranche umkrempeln, ZDF berichtet live und online zur Hessenwahl, Gerüchte bringen südkoreanischen Blogger hinter schwedische Gardinen und Schwerin veranstaltet Kongress zur Zukunft der Printmedien. Diese und weitere News in der Linkliste.<!--break--></p>
<p>
<a href="http://www.wiesbadener-kurier.de/jule/objekt.php3?artikel_id=3589671" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
</p>
<p>
<a href="http://www.wiesbadener-kurier.de/jule/objekt.php3?artikel_id=3589671" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jugendliche üben scharfe Kritik am Internetwahlkampf</a>
</p>
<p>
Wie die Webauftritte der hessischen Spitzenkandidaten &#8211; kurz TSG, RoKo &amp; Co. &#8211; bei den Erstwählern ankommen, testete der Wiesbadener Kurier mit zwei Jugendlichen. Was dabei heraus kam, war eine vernichtende Kritik für die Präsenz unter anderem auf StudiVz, Youtube und wer-kennt-wen.de. Das webcamp09 der CDU bekommt immerhin das Prädikat „freundlich&quot;. </p>
<p><a href="http://www.reichels.org/2009/01/10/1000000/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spd.de: Besucherzahlen boomen</a>
</p>
<p>
Mit einem aufgefrischten Relaunch packt die SPD tatsächlich an- zumindest schon mal für die Netzwelt. Spektakuläre eine Millionen Besucher konnte die Website bereits innerhalb der ersten 24 Stunden verzeichnen.
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/screenshot_spd.jpg" width="253" height="155" />
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<div align="center">
<i>Screenshot der website spd.de</i>
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://wahlimweb.zdf.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,7504449,00.html?dr=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDF berichtet online zur Hessenwahl im Web</a>
</p>
<p>
Am Samstag, 18. Januar 2009, berichtet das ZDF wie auch bereits zur US-Präsidentschaftswahl wieder live über die Internetbewegung der Wahl. MTV-Moderator Markus Kavka wird die interaktive Sendung moderieren, bei der auch politik-digital.de-Vorstand Christoph Bieber mitdiskutiert.
</p>
<p>
<br />
<a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1231151922852" target="_blank" rel="noopener noreferrer">US-Kommunikationsbranche setzt große Hoffnungen in Obama</a>
</p>
<p>
Was mit der Ernennung eines neuen Chefs der US-Telekomaufsichtsbehörde <a href="http://www.fcc.gov/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FCC</a> beginnt, soll unter anderem mit dem weiteren Ausbau des Breitbandinternets und verbessertem Datenschutz fortgesetzt werden, so zumindest Barack Obamas Technologie-Entwurf von 2007. Datenschützer sowie Industrie- und Verbraucherverbände erhoffen sich Großes.</p>
<p><a href="http://futurezone.orf.at/stories/1501649/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet für Kinder ungefährlich</a>
</p>
<p>
Die Studie der &quot;Internet Safety Technical Task Force&quot;, ein Zusammenschluss von 49 US-Anwälten, kommt zu dem Schluss, dass die Gefahr für Kinder und Jugendliche durch das Internet und soziale Netzwerke weitaus überschätzt wird. Die komplette Studie gibt es <a href="http://cyber.law.harvard.edu/pubrelease/isttf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<p><a href="http://www.svz.de/index.php?id=716&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=919173" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kongress zur Zukunft der Printmedien in Schwerin</a>
</p>
<p>
Vom 21. bis 23. Januar 2009 treffen sich rund 150 Köpfe aus der Medienbranche um unter dem Motto „Zeitung macht Zukunft&quot; über die zukünftigen Aussichten der Zeitung zu visionieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel eröfnet die von der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Zeitungsverlag Schwerin ins Leben gerufene Veranstaltung.<br />
<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/blogger_wegen_verbreitung_von_geruechten_verhaftet_1.1692151.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Verhaftung wegen Verbreitung falscher Gerüchte</a>
</p>
<p>
Die Verbreitung falscher Informationen kam einen Blogger in Südkorea teuer zu stehen. Unter dem Pseudonym „Minerva&quot; schrieb der Akademiker in seinem Blog, dass die südkoreanischen Banken auf Anweisung der Regierung keine Dollar mehr kaufen würden und löste damit angeblich eine folgenschwere Kettenreaktion aus, die ihn nun für mehrere Jahre die Freiheit und die Notenbank rund zwei Milliarden Dollar kosten könnte.</p>
<p><a href="http://t3n.yeebase.com/aktuell/news/newspost/mega-trends-2009-die-vorhersagen-der-anderen/2386/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die „Cyber-Megatrends 2009&quot;</a>
</p>
<p>
Was in diesem Jahr auf das Internet zukommen wird und wie sich die Cyberwelt entwickelt- das t3n-Magazin sammelte zahlreiche Prophezeiungen von Experten und stellt sie in einer Linkliste zusammen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 48)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kalenderwoche-48-4167/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kalenderwoche-48-4167/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 15:34:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Printmedien]]></category>
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					<description><![CDATA[Sorge um die Zukunft der traditionellen Printmedien, der frisch wiedergewählte Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar begeistert mit Zehn-Punkte-Charta, Microsoft will Patientendaten online stellen und Lüneburg gründet Fachverband für Medienabhängigkeit: Die Linkliste bietet wieder einen Überblick über interessante Meldungen dieser Woche.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sorge um die Zukunft der traditionellen Printmedien, der frisch wiedergewählte Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar begeistert mit Zehn-Punkte-Charta, Microsoft will Patientendaten online stellen und Lüneburg gründet Fachverband für Medienabhängigkeit: Die Linkliste bietet wieder einen Überblick über interessante Meldungen dieser Woche.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.egovernment-computing.de/projekte/articles/155078/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zypries fordert mehr Schutz der virtuellen Persönlichkeit</a><br />
Auf dem dritten Nationalen IT-Gipfel in Darmstadt wurden neben Klimaschutz vor allem eGovernment und Datenschutz thematisiert. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) befürwortete den Einsatz des Internets als zentrales Medium für Staat, Wirtschaft und Konsumenten. Dabei sei es auch die Aufgabe des Staates, den digitalen Schutz der Verbraucher bestmöglich zu unterstützen.</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/185/317063/text/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sind Printmedien noch zu retten?</a><br />
In einer Serie untersucht sueddeutsche.de zusammen mit dem Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik die Zukunft des Journalismus. Diese Woche meldet sich Publizist Eric Altermann zu Wort. Dieser sieht schwarz für die Zukunft der traditionellen Zeitung, seit die neuen Medien ihr den Rang ablaufen. Das größte Manko seien fehlende Werbegelder.</p>
<p><a href="http://www.crn.de/news/showArticle.jhtml?articleID=212200125" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schaar punktet mit Charta zum Datenschutz</a><br />
Der kürzlich <a href="http://www.bundestag.de/aktuell/archiv/2008/22845214_kw48_mittwoch/wahl_datenschutz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wiedergewählte</a> Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Peter Schaar, stößt mit seiner Zehn-Punkte-Charta für Datenschutz auf Zustimmung. Mehr Verantwortung der Unternehmen, bessere Verschlüsselungstechnologien sowie eine Stärkung der Verbraucherrechte sind nur einige der wichtigsten Forderungen. Das Zehn-Punkte-Programm folgt somit dem Vorzeigemodell Kalifornien.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/newsticker/Der-vernetzte-Praesident-Wie-Obama-das-Volk-einbeziehen-will--/meldung/119231" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Obama fährt mediale Erfolgsschiene weiter</a><br />
Dass das Internet für Kommunikation zwischen Politik und Volk geradezu prädestiniert ist, zeigte der US-Präsident Barack Obama bereits im erfolgreich geführten Wahlkampf. Mit change.gov ging er den <a href="/changegov-internetpraesident-obama" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nächsten Schritt</a>. Experten erträumen sich nun auch die Beteiligung der Bürger an Gesetzgebungsprozessen, um das Erfolgskonzept weiter halten zu können.</p>
<p><a href="http://www.golem.de/0811/63768.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Millionen-Strafe wegen Facebook-Spam</a> <br />
Bereits im Oktober wurde ein schwerer Fall von <a href="http://archives.chicagotribune.com/2008/oct/22/local/chi-fox-lake-facebook-both-22-oct22" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Missbrauch</a> bekannt.<br />
Nun gerät das Soziale Netzwerk erneut in die negativen Schlagzeilen. Zu 873 Millionen Dollar Schadensersatz wurde die kanadische Firma Atlantis Blue Capital verurteilt. Die Spammer entlockten mit falschen Profilen anderen Facebook-Anwendern ihre Zugangsdaten und verschickten massenweise Spam-Werbemails.</p>
<p><a href="http://www.openpr.de/news/262766/BvD-Projekt-Datenschutz-geht-zur-Schule.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenschutz macht Schule</a><br />
Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. will sich künftig mehr in Schulen engagieren. Die Sensibilisierung für Wichtigkeit der eigenen Daten und möglichen Gefahren im Netz müsse schon den Heranwachsenden vermittelt werden, so BvD-Vorstand Steffen Schröder. Zusammen mit dem brandenburgischen Ministerium für Jugend, Bildung und Sport starten sie zunächst das Förderprogramm &quot;Medienentwicklungsplanung an Schulen mit gymnasialer Oberstufe&quot; in Potsdam.</p>
<p><a href="http://www.fv-medienabhaengigkeit.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fachverband für Medienabhängigkeit in Lüneburg gegründet</a><br />
Experten aus Wissenschaft und Praxis nehmen sich nun verstärkt Mediensüchtigen an und unterstützen Sie bei Diagnose und Behandlung der noch nicht anerkannten Krankheit. Diese entwickelt sich immer mehr zu einem unliebsamen Trend, bereits bis zu zwei Millionen der Deutschen sind davon betroffen.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/patientendaten-bald-auch-online/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Microsoft will Krankenakten online verfügbar machen</a><br />
Nach dem amerikanischen Vorbild „Health Vault&quot; will das Softwareunternehmen nun auch in Deutschland persönliche Patientendaten im Internet zur Verfügung stellen, um zum Beispiel einen Arztwechsel zu erleichtern. Bei Datenschützern, Ärzteverbänden und Krankenkassen schrillen die Alarmglocken. Ganz neu ist das Modell jedoch <a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/patienten-kommen-microsoft-zuvor/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auch in Deutschland nicht</a>.</p>
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		<title>eDemokratie in Süd-Korea</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am 12. März 2004 gingen unglaubliche Bilder aus dem koreanischen Parlament durch die Welt– heulende Abgeordnete, die von den Kollegen geschlagen und von Bodyguards hinausgetragen wurden und ein Präsident, der vom Parlament seines Amtes enthoben wurde. In der internationalen Presse war von der schwersten Krise seit der Demokratisierung 1987 die Rede. Was war nur los in Korea? Sollte diese junge Demokratie ernsthaft gefährdet sein?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Am 12. März 2004 gingen unglaubliche Bilder aus dem koreanischen Parlament durch die Welt– heulende Abgeordnete, die von den Kollegen geschlagen und von Bodyguards hinausgetragen wurden und ein Präsident, der vom Parlament seines Amtes enthoben wurde. In der internationalen Presse war von der schwersten Krise seit der Demokratisierung 1987 die Rede. Was war nur los in Korea? Sollte diese junge Demokratie ernsthaft gefährdet sein?</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Die koreanische Demokratie war aber nicht gefährdet – und ist auch heute nicht. Die Bürger reagierten nämlich sofort. Über das Internet riefen sie unmittelbar nach der Amtsenthebung des Präsidenten zu Demonstrationen auf. Die Aufrufe kamen nicht von politischen Organisationen, sondern von den Netizen (aus „InterNet Citizen“ gebildet) selbst. Noch am Tag der Amtsenthebung kam es vor dem Parlament zu einer großen Demonstration mit über 50000 Teilnehmern. U.a. riefen sie in Sprechchören: “Wir werden unsere Demokratie, die wir erkämpft haben, mit allen Mitteln verteidigen und schützen.“</p>
<p>Hingegen jubilierten die großen Tageszeitungen Koreas<br />
                          <a href="http://english.chosun.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Choson Ilbo</a>,<br />
                          <a href="http://joongangdaily.joins.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jungang Ilbo</a> und<br />
                          <a href="http://english.donga.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Donga Ilbo</a> über die Amtsenthebung. Schon während des Präsidentschaftswahlkampfes 2002 hatten sie wild gegen<br />
                          <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Roh_Moo-hyun" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Roh Moo Hyun</a> angeschrieben und zeigten sich auch nach seinem Sieg ihm gegenüber äußerst feindselig.<br />
                          <br />Die internationale Berichterstattung, die sich meist auf die englischsprachigen Ausgaben von Chosun Ilbo und Donga Ilbo stützte, hatte es deshalb schwer, die gründliche Umwälzung der politischen Kultur in Korea seit 2002 zu begreifen. Umso leichter fiel es ihr, von der größten Krise der koreanischen Politik zu berichten.<br />
                          <br />Tatsächlich jedoch ist man in Korea dank der großen Verbreitung und des aktiven Einsatzes des Internets gerade dabei, den Prozess der Entwicklung zu einer transparenteren und sauberen Politik zu durchleben. So zeigen diese Vorgänge, dass die Netizen zu einem entscheidenden Faktor in der koreanischen Politik geworden sind. Die Mobilisierung der Netizen erfolgte in drei Phasen.</p>
<p>                          <span class="fett">Die Ouvertüre: Parlamentswahlen 2000</span></p>
<p>Die erste Phase bildeten die Vorgänge um die Parlamentswahl 2000. Sie war sozusagen die Ouvertüre des neuen Zeitalters von e-politics. Damals, im Januar 2000, stellte ein Dachverband progressiver Bürgerorganisationen („Chongseonsimin yeondae“) eine schwarze Liste von Kandidaten ins Internet, die sich nach deren Auffassung alle möglichen Verfehlungen hatten zuschulde kommen lassen und deshalb nicht gewählt werden sollten. Mit dieser schwarzen Liste wurden der Öffentlichkeit auch Informationen über die dunklen Machenschaften, die Korruption, den Opportunismus, die Inkompetenz etc. dieser Kandidaten bekannt gegeben. Diese Kandidatenliste war so gefragt, dass der Server des Dachverbandes zeitweise zusammenbrach. Von 86 Kandidaten auf dieser Liste fielen 59 bei der Wahl im April 2000 durch. Das politische Potential des Internets war zum ersten Mal deutlich hervorgetreten.<br />
                          <br />Die zweite Phase der Entwicklung von e-politics in Korea bildete die Präsidentschaftswahl 2002.</p>
<p>                          <span class="fett">Mobilisierung über das Internet</span></p>
<p>Zu Beginn des Jahres erregte die spontane Aktivität koreanischer Netizen, die angesichts der nach ihrer Meinung ungerechten Disqualifizierung des koreanischen Shorttrackläufers während der Winterolympiade einen Cyberprotest organisierten, weltweite Aufmerksamkeit. Im Juni tauchten die „Roten Dämonen“, die sich über das Internet als Supporter der koreanischen Fußball-Nationalmannschaft organisiert hatten, überall in Korea die Strassen in Rot und vereinnahmten dabei den großen Platz vor dem Seouler Rathaus als „Platz der Bürger“.</p>
<p>Der Idee eines Netizen im Internet folgend wird dieser Platz zwischen November und Dezember 2002 alle paar Tage in ein Kerzenmeer verwandelt. Damit will man nicht nur die Trauer über den Tod von zwei jungen, am 13. Juni getöteten Schulmädchen, sondern auch den Protest, ja die Wut über die USA, die die Verantwortung für den Tod der beiden bestreiten, und gegen den Freispruch der beiden amerikanischen Soldaten vor einem amerikanischen Militärtribunal zum Ausdruck bringen. Vorausgegangen war die kontinuierliche Berichterstattung über diesen Vorfall im Internet und eine sehr lebhafte Online-Diskussion darüber. Hingegen berichteten die großen Tageszeitungen kaum über diesen Vorfall selbst und die Reaktionen in der Öffentlichkeit und im Internet. Erst im November, als die beiden Soldaten, die den Tod verschuldet hatten, von einem amerikanischen Militärgericht freigesprochen wurden, schrieben die dominierenden Printmedien darüber und forderten jetzt wie viele Stimmen im Internet, eine Veränderung des Vertrags über den Status der in Korea stationierten amerikanischen Soldaten (<br />
                          <a href="http://www.korea.army.mil/sofa/docs.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Status of Force Agreement &#8211; SOFA</a>). Zu diesem Zeitpunkt hatte sich in der Online-Diskussion bereits ein Konsens gebildet, auf dem Platz vor dem Seouler Rathaus und überall in den großen Städten des Landes gegen die USA mit Kerzen zu demonstrieren.</p>
<p>                          <span class="fett">Präsidentschaftswahlen 2002: Machtkampf zwischen Printmedien und Internet</p>
<p></span>Die großen Tageszeitungen in Korea neigen tatsächlich dazu, die öffentliche Meinung als ein Objekt zu betrachten, das sie entsprechend ihrer konservativen Präferenzen kontrollieren bzw. manipulieren können. Dies trat während des Präsidentschaftswahlkampfes 2002, als sie allesamt Roh Moo Hyun als gefährlichen Politiker darstellten, noch einmal deutlich zutage. Ihre Berichterstattung und ihre Meinungsartikel ergriffen ganz eindeutig Partei für Lee Hoe Chang, den Kandidaten der Oppositionspartei. Bis dahin hatte es in Korea noch keinen Politiker gegeben, der gegen diese großen Tageszeitung gewonnen hatte (Sisa Journal 3.1.2002). Dennoch konnte Roh Moo Hyun die Wahl gewinnen, und zwar dank der massiven Unterstützung der Netizen. </p>
<p>Insofern entsprach der Präsidentschaftswahlkampf 2002 einem Machtkampf zwischen den wichtigsten Printmedien und dem Internet. Versuchten die konservativen Tageszeitungen wie immer kurz vor der Wahl die kommunistischen Ängste der Bevölkerung zu schüren, u.a. indem sie mit ganz übergroßen Schlagzeilen (die größten seit dem<br />
                          <a href="http://www.bpb.de/wissen/EMH9Q8,,0,Linkliste_zum_11_9_2001.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">11. September 2001</a>) auf die Bedrohung durch nordkoreanische Kernwaffen- und Raketen verwiesen, wurden diese Manipulationsversuche in Internetzeitungen wie „Oh my news“, „Presian“ oder „Daezabo“ umgehend entlarvt. Als Opposition und Tageszeitungen versuchten, Roh Moo Hyun mit einem aus dem Kontext genommenen Satz zu schädigen, wurde sogleich auf mehreren Internetseiten der Volltext seiner Rede wiedergegeben.<br />
                          <br />Als die Tageszeitungen die Internetzeitungen als undemokratisch und vulgär kritisierten, reagierten sie sofort. Noch am gleichen Tag war in der „NGO Times“ zu lesen: „Weil die traditionellen Medien und vor allem die von einigen Familien dominierten konservativen Zeitungen durch ihre selektive und manipulierte Berichterstattung seit Jahren versuchen, die wichtigsten Probleme des Landes wie die Arbeiter- und Bauernfrage zu ignorieren und eine antinationale, proamerikanische Unterwürfigkeit in unserer Gesellschaft zu verbreiten, sind die Internetzeitungen als alternatives Medium entstanden, um eine Reform der Medien insgesamt zu bewirken.“</p>
<p>Die Wahlanalytiker in Korea sind sich einig, dass die Internetmedien bei der Präsidentschaftswahl 2002 eine große Rolle gespielt haben, hauptsächlich weil sie die Widersprüche in der Darstellung der größten Tageszeitungen und ihre Manipulationsversuche entlarvten und in ihnen die Wünsche der Netizen reflektiert und offen diskutiert wurden.<br />
                          <br />Dies war aber nur deshalb möglich, weil die Wahlentscheidung vieler Bürger mittlerweile auf Informationen aus dem Internet beruhten. In diesem Sinne war die Präsidentschaftswahl 2002 eine Niederlage der großen Tageszeitungen und ein Sieg des Internets als ein politisches, öffentlichkeitswirksames Medium.</p>
<p>Ohne die technische Infrastruktur wäre allerdings ein solcher politischen Wandel nicht denkbar gewesen. Nach einer Untersuchung des<br />
                          <a href="http://www.nic.or.kr/www/english/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Information Center for the Korean Internet</a> verfügten im Juni 2002 ca. 70% der koreanischen Haushalte über einen Internetzugang. Die Zahl der Internetbenutzer belief sich auf 25,6 Millionen (von einer Gesamtbevölkerung von 45 Millionen), von denen 62,2% das Internet täglich durchschnittlich zwischen zwei und drei Stunden benutzten (Sisa Journal, 3.1.2003).</p>
<p>                          <span class="fett">Frühjahr 2004: e-politics erreicht neue Dimension</span></p>
<p>Die dritte Phase begann schließlich mit dem Amtsenthebungsverfahren im März 2004. Mit der Protestbewegung auf der Straße und im Internet selbst erreichte e-politics in Korea eine neue Dimension. Diesmal standen nämlich unzählige e-communities, also sog. „Cafés“ im Internet, in denen sich Netizen zusammenfanden, im Mittelpunkt der Protestbewegung. Allein auf der Portalsite Daum wurden im März 2004 mehr als 100 „Cafés “, die sich gegen die Amtsenthebung stellten, gezählt.<br />
                          <br />Eines der größten „Cafés“ dieser Art trägt den Namen „gukmin eul hyeonbak haji malla“ (Bedrohe das Volk nicht) auf der Portalsite<br />
                          <a href="http://cafe.daum.net/antitanhaek" target="_blank" rel="noopener noreferrer">daum.net</a>. Ein Student aus Busan, einer Hafenstadt im Süden des Landes, hatte dieses Café am 6. März 2004, als Reaktion auf die ständigen Drohungen der Oppositionsparteien, Präsident Noh Moo Hyun seines Amtes zu entheben, eröffnet. Innerhalb von zwei Wochen zählte dieses „Café“ über 95000 Mitglieder. </p>
<p>Am 22. März waren bereits 156.000 Eintragungen in seinem BBS zu finden; pro Tag wurden mehr als 3 Millionen Besucher gezählt. Kein anderes Café hat sich so schnell entwickelt.<br />
                          <br />Eine Besonderheit der Netizen-Aktivitäten im März 2004 war die Abwesenheit von federführenden politischen Organisationen. D.h. die Netizen fanden ohne einen organisatorischen Überbau zusammen. Sie mobilisierten sich vielmehr selbst – online versteht sich. Dabei machen sie klar, warum und wofür sie protestieren, nämlich die 1987 eingeleitete Demokratisierung zu vervollständigen.<br />
                          <br />Die erst im November 2003 gegründete Partei Uridang verdankte ihren Sieg bei der Parlamentswahl im April 2004 dieser Netizen-Power. Deshalb versuchen jetzt alle politische Parteien, Netizen für sich zu gewinnen, und die Verwandlung in eine „e-party“ hinzubekommen. Mittlerweile ist es selbstverständlich geworden, dass Politiker ihre Positionen zu aktuellen politischen Entscheidungen zunächst auf der eigenen Homepage bekannt machen.</p>
<p>                          <span class="fett">Netizen: entscheidender Faktor in der Politik Koreas</span></p>
<p>So sind die Netizen in Korea zu einem entscheidenden Faktor in der Politik geworden. Man sagt sogar, on-line beherrsche off-line. Die Besonderheit der koreanischen e-politics ist die starke Reziprozität des Informations- und Meinungsaustausches. Dabei spielen die Bulletin Boards (BBS), etwa in der Form der erwähnten Cafés, eine zentrale Rolle. Die Einträge von Netizen können Hunderte von Reaktionen auslösen. Auch zwischen BBS lässt sich ein reger Austausch beobachten. Die kommunikativen Netze sind auf diese Weise weitgespannt und werden sehr intensive genutzt.<br />
                          <br />Es wäre sicher falsch, hier zu behaupten, dass das Internet als solches die Demokratie in Korea gefördert hat. Aber das Internet war ohne Zweifel das entscheidende Hilfsmittel, um die einseitige Begünstigung des konservativen Lager durch die von wenigen Familien dominierten Zeitungen zu durchbrechen. Die einseitige Präferenz dieser Printmedien war eine großes Hindernis für die Demokratisierung der koreanischen Politik nach 1987. Unter den gegenwärtigen Gegebenheiten in Korea gewährleistet das Internet die Offenheit der politischen Meinungsbildung und spielt damit die von Dick Morris postulierte Rolle einer fünften Gewalt im Staat.</p>
<p>                          <span class="fett">Dr. Eun-Jeung Lee unterichtet zur Zeit Politikwisschenschaft an der Universität Halle</span></p>
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		<title>Indirekter-freistoss.de &#8211; die Fußballpresseschau im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-wm2-shtml-2724/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[nroeser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball-Weltmeisterschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Fußballfans, deren Interesse über das Spielfeld hinausgeht, kommen bei indirekt-freistoss künftig auf ihre Kosten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fußballfans, deren Interesse über das Spielfeld hinausgeht, kommen bei indirekt-freistoss künftig auf ihre Kosten.<!--break-->
                    </p>
<p>Fußballfans fiebern schon seit geraumer Zeit dem 31. Mai entgegen, denn dann wird das Auftaktspiel der WM 2002 angepfiffen. Sportliche Großereignis, besonders wenn es um Fußball geht, sind bekanntermaßen mediale Megaereignisse. Der Fußball hat schon längst den Sportteil, sein ureigenstes Ressort, verlassen, und feiert den siegreichen Einzug in den Politik-, Wirtschafts- und Kulturteil der überregionalen Zeitungen.<br />
                    <a href="http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=/kultur/themen/44257/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Florian Coulmas</a>, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, kämpft für ein fußballfreies Feuilleton, denn Intellektuellen, &#8220;die dem Fußball die Reverenz erweisen, ist das übel zu nehmen&#8221;.<br />
                    <br />Das sieht Oliver Fritsch, Chefredakteur von<br />
                    <a href="http://www.indirekter-freistoss.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">indirekter-freistoss</a> anders. Fritsch, der auch Mittelfeldspieler beim FC Großen-Buseck ist, hält Fußball durchaus für &#8220;feuilletonwürdig&#8221;. Indirekter-freistoss ist eine täglich aktualisierte Fußballpresseschau, wobei Stimmen der überregionalen und internationalen Qualitätspresse zitiert, sortiert, kommentiert und gebündelt werden. Dabei werden Organe wie die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Rundschau, die taz, die Neue Züricher Zeitung, der Tagesspiegel, die Welt und der Spiegel gesichtet, aber auch internationale Printerzeugnisse wie El Pais, Guardian, L&#8217;Equipe, As oder Corriere dello Sport berücksichtigt.<br />
                    <br />Indirekter-freistoss ist ein Produkt des<br />
                    <a href="http://www.zmi.uni-giessen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI)</a> der Justus-Liebig-Universität Gießen. Während einer Zugfahrt unterhielten sich Fritsch und seine Kollegen mit ihrem Chef, dem Politikwissenschaftler und Geschäftsführenden Direktor des ZMI &#8211; Prof. Claus Leggewie &#8211; über die geteilte Leidenschaft und geboren wurde die Idee einer Fußballpresseschau.</p>
<p>                    <strong>Das Konzept von indirekter-freistoss.de<br />
                    <br /></strong><br />
                    <br />Fritsch hat die Fußballberichterstattung über Jahre hinweg beobachtet und die &#8220;Qualitätspresse&#8221; nach &#8220;kritischen, argumentativen, kompetenten, ironischen und dennoch der Sache wohlgesonnen&#8221; Hintergrundinformationen aus dem Dunstkreis Fußball durchforstet. Er vermisste jedoch ein &#8220;reines&#8221; Fußballmedium, dass sich kritisch mit dem Ballsport auseinandersetzt. Diese Lücke soll das Format indirekter-freistoss schließen.<br />
                    <br />&#8220;Fußball bietet seinem Beobachter ein Brennglas menschlichen Miteinanders&#8221;, meinen die Macher von indirekter-freistoss. Daher möchte das Team um Fritsch den Focus auf soziale Spielregeln, Fragen nach Fußballstil, Wahrnehmung des Geschehens auf und um den Platz, politische sowie kulturelle Zusammenhänge im Machtgefüge Fußball richten und die verwendeten Texte als Quelle für wissenschaftliche Analysen nutzen. Torschussstatistik und Tabelleauswertungen sind nicht von Interesse.<br />
                    <br />Mit indirekter-freistoss wurde somit ein neues Medienformat geschaffen, das zuvor weder online noch offline existierte. Denn bisher gab es kein Medium, das eine täglich aktualisierte Fußballpresseschau präsentierte. Das Internet eignet sich sicherlich am besten zur Publikation dieses Konzeptes, da indirekter-freistoss mit seinem wissenschaftlichen und journalistischen Ansatz eine Nische bedient. In den Printmedien wäre seine Vermarktung schwieriger. Schließlich kann die Gießener Presseschau im Netz kostenlos genutzt werden.<br />
                    <br />Anlässlich des Finales um die Champions League startete am 17. Mai die Zusammenarbeit mit<br />
                    <a href="http://www.spiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spiegel.online</a>, auf deren Seite sich nun auch die Presseschau von indirekter-freistoss befindet. Hinsichtlich der Erfolgsaussichten erklärt das Team: &#8220;Das Bedürfnis nach argumentativer Auseinandersetzung mit dem Fußballsport ist hierzulande groß, insbesondere bei einer Fußball-WM. Zu bedenken ist auch die Tatsache, dass die Spiele der WM 2002 zu fernsehfeindlichen Zeiten übertragen werden. Davon werden wir profitieren.&#8221;</p>
<p>                    <strong>Die Seite: informativ und interaktiv</strong></p>
<p>Zielgruppen von indirekter-freistoss sind neben der allgemein interessierten Fußballöffentlichkeit, Zeitungsleser, die den Sportteil aus Desinteresse oder fehlender Kenntnis meiden oder Textproduzenten, die die Möglichkeit zur schnellen Recherche suchen. Denn neben der aktuellen Presseschau bietet indirekter-freistoss den Usern weitere interessante Rubriken. Im &#8220;Ballschrank&#8221; befindet sich ein Archiv, in dem ältere Newsletter und einzelnen Dossiers zu den Themen wie &#8220;Rassismus unter holländischen Hooligans&#8221; oder &#8220;Fußball und Ökonomie&#8221; liegen. Außerdem steht dem User eine Sammlung von Zitaten zur Verfügung. So wird Stefan Effenberg mit den Worten &#8220;Wenn du 100 Zeitungen hast, und vorne steht Effenberg drauf, dann verkaufst du 99. Steht Spieler A oder B drauf, verkaufst du nur zwei&#8221; zitiert.<br />
                    <br />Unter &#8220;Eigentore&#8221; kann man merkwürdige Episoden nachlesen, beispielsweise wenn die Bundesliga-Profis Niko Kovac von Bayern München und Magnus Arvidsson von Hansa Rostock auf die Frage nach ihrer Bereitschaft zu einer freiwilligen Gehaltsreduktion in Anbetracht der Kirch-Krise wie folgt antworten: &#8220;Leo Kirch? Wer soll das sein?&#8221; &#8220;Leo wer?&#8221;.<br />
                    <br />In der &#8220;Verlängerung&#8221; wird das Buch &#8220;Die Spielemacher. Profiteure und Strippenzieher im deutschen Fußball&#8221; von Thomas Kistner und Ludger Schulze besprochen.<br />
                    <br />Unter WM 2002 werden die einzelnen Mannschaften aus dem Blickwinkel der überregionalen und internationalen Presse vorgestellt. Beim &#8220;Querpass&#8221; gibt indirekter-freistoss den Ball an andere Seiten ab. Derzeit besteht ein Link zu<br />
                    <a href="http://www.efino-cup.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;efino Cup &#8211; Das große Börsenspiel zur WM 2002&#8221;</a>.<br />
                    <br />Indirekter-freistoss hat jedoch auch ein eigenes Gewinnspiel, bei dem Insider die Möglichkeit haben, ihr breitgefächertes Wissen der Fußballgemeinde mitzuteilen. Sie müssen den auf einem Foto abgebildeten Spieler erkennen und eine originelle Story über ihn erzählen. Die Schiedsrichter von indirekter-freistoss legen augenzwinkernd objektive Faktenlage und subjektiv-stilistische Kriterien als Maßstab bei der Beurteilung an. Der Pokal des Gewinners besteht aus einem wertvollen Buchpreis und der Exklusivveröffentlichung seiner Story bei indirekter-freistoss.<br />
                    <br />In der &#8220;Mannschaftsaufstellung&#8221; präsentiert sich schließlich das Team von indirekter-freistoss. In Bezug auf die Zukunft des Projektes erklärt Fritsch: &#8220;Wir wissen noch nichts Genaues. Mit der gleichen Intensität wie bisher &#8211; und vor allem wie in den nächsten drei Wochen &#8211; können wir sicherlich nicht weitermachen, was jedoch auch nicht nötig ist. Schließlich wird mit dem Ende der WM auch die öffentliche Aufmerksamkeit am Fußballgeschehen auf ein Normalmaß zurückgehen. Es kann auch nur für den Fall weitergehen, wenn wie irgendwelche Mittel eintreiben können, was allerdings machbar sein sollte. Auf alle Fälle wird das Produkt aber weiterlaufen, und sei es nur auf Sparflamme&#8221;.</p>
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