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	<title>Qualitätskontrolle &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Qualitätskontrolle &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Konkurrenz oder Ergänzung zum professionellen Journalismus? Teil I</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/zehn-jahre-online-journalismus/netzkulturneuberger_konkurrenz1-shtml-2790/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cneuberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Oct 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zehn Jahre Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie wird Onlinejournalismus den klassischen Journalismus verändern, wie wird er von den etablierten Medienformen bislang angesehen? In einer zweiteiligen Studie untersucht Christoph Neuberger, ob sich das Internet auch journalistisch gegenüber dem professionellen Journalismus behaupten wird können. Teil I befasst sich mit den Hintergründen und der Entwicklung des Netzes in den letzten Jahren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Wie wird Onlinejournalismus den klassischen Journalismus verändern, wie wird er von den etablierten Medienformen bislang angesehen? In einer zweiteiligen Studie untersucht Christoph Neuberger, ob sich das Internet auch journalistisch gegenüber dem professionellen Journalismus behaupten wird können. Teil I befasst sich mit den Hintergründen und der Entwicklung des Netzes in den letzten Jahren.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Solange der Journalismus auf die klassischen Massenmedien angewiesen war, also bis Mitte der neunziger Jahre, war redaktionelle Arbeit Mangelverwaltung. Die Vermittlungskapazität von Presse und Rundfunk reichte nicht aus, um jedem, der etwas öffentlich mitteilen wollte, die Möglichkeit dazu zu geben: Es gab nicht genügend Sendezeit und Frequenzen, nicht ausreichend Druckseiten und publizistische Einheiten.</p>
<p>Der Nachrichtenstrom musste in ein Rinnsal verwandelt werden. Diese Aufgabe wurde an Redaktionen, Verleger und Intendanten delegiert, die bestimmten, welche Nachrichten und Meinungen veröffentlicht wurden. Sie begleitete stets der Argwohn, dass sie ihre mächtige &#8220;Gatekeeper&#8221;-Rolle nicht neutral ausüben, sondern missbrauchen. Das Publikum kam nur selten zu Wort. Wer als Leser-briefschreiber seine Gedanken veröffentlichen wollte, war auf die Gnade der Redaktion angewiesen, die darüber entschied, ob die eingesandten Zeilen gedruckt wurden oder nicht.</p>
<p>Auch die Bewegung der Alternativmedien – aus der als bekannteste, professionellste und einflußreichste Publikation die taz hervorging – konnte dies nicht wesentlich ändern verändern.</p>
<p>In der Medienpolitik stand nicht umsonst jahrzehntelang die Kontrolle über den begrenzten Zugang zur Öffentlichkeit im Mittelpunkt. Egal, ob über Pressekonzentration oder Rundfunkregulierung diskutiert wurde, immer ging es um die Frage, wie unter den Bedingungen der Kanalknappheit Vielfalt und Ausgewogenheit gewährleistet werden können.</p>
<p class="fett">Das Nadelöhr ist im Internet an einer anderen Stelle</p>
<p>Ist im Internet nun alles anders, weil es ein unschlagbar billiges, flexibles und einfach bedienbares Publikationsmedium ist, sodass sich praktisch jeder öffentlich zu Wort zu melden kann? Nur scheinbar sind im Internet fast alle Hürden, die bisher den Weg in die Öffentlichkeit versperrt haben, beseitigt. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass auch hier nicht jeder allen alles sagen kann und nicht jeder alles lesen kann, was er lesen will.</p>
<p>Im Internet ist das Nadelöhr nicht verschwunden, sondern nur an eine andere Stelle gerückt: von der Anbieter- auf die Nutzerseite. Nun herrscht nicht mehr Knappheit an Vermittlungskapazität, sondern Knappheit an Zeit und Kompetenz der Rezipienten. Sie sind alleine mit der Aufgabe konfrontiert, aus der Überfülle an verfügbaren Informationen eine sinnvolle Auswahl zu treffen.</p>
<p class="fett">Drei Vermittlungsformen im Internet: Profession, Partizipation,<br />
                            <br />Suchalgorithmen</p>
<p>Der offene Zugang zum Internet wirft also zwei Folgeprobleme auf: die Auffindbarkeit von Informationen und die Prüfung ihrer Qualität. Auch im neuen Medium sind deshalb Vermittler notwendig, die für die Rezipienten diese Probleme lösen. Allerdings besitzen die professionellen Journalisten kein Vermittlungsmonopol mehr. Stattdessen gibt es im Internet ein Nebeneinander von drei Formen der Vermittlung öffentlicher Kommunikation: professionelle, partizipative und technisch gesteuerte Vermittlung.</p>
<p>Ihre Leistungsfähigkeit kann man jeweils danach beurteilen, wie sie das Problem der &#8220;Informationsflut&#8221; und das Problem des &#8220;Informationsmülls&#8221; bewältigen. Professioneller Journalismus wird vor allem von den klassischen Medien im Internet betrieben und nur von sehr wenigen reinen Online-Anbietern wie der<br />
                            <a href="//www.netzeitung.de%3E" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzeitung</a> . Wie der Presse- und Rundfunkjournalismus ist er im Wesentlichen einseitig (also ohne oder nur mit geringem Nutzer-&#8220;Feedback&#8221;) und auf ein Massenpublikum ausgerichtet. Die<br />
                            <a href="//www.onlinejournalismus.de/forschung/studie_ilmenau.php%3E%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Journalisten</a> unterscheiden sich in ihrem Rollenselbstverständnis, nach ihren Tätigkeiten und Qualifikationen kaum von den Kollegen in anderen Medienbereichen.</p>
<p>Das Problem des professionellen Onlinejournalismus: Er ist teuer, weil eine Redaktion unterhalten werden muss. Da die Nutzer selten zahlungsbereit sind und die Werbeerlöse gering sind, ist er im Netz kaum finanzierbar. Presse und Rundfunk begnügen sich deshalb oft mit Billigjournalismus im Internet, mit Tickermeldungen und so genannter &#8220;Shovelware&#8221;, also Beiträgen, die vom Muttermedium übernommen werden. Außerdem wächst die Neigung, journalistische Inhalte als verkaufsförderndes Umfeld für Werbung und E-Commerce zu betrachten. Dennoch: Professioneller Journalismus ist prinzipiell ein Garant für eine hohe Angebotsqualität. Das unterscheidet ihn von Suchmaschinen wie<br />
                            <a href="//news.google.de/%3E" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google News</a> und<br />
                            <a href="//de.news.yahoo.com/%3E" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yahoo Nachrichten</a>, die Nachrichten automatisch selektieren und gewichten. Sie können große Datenmengen verarbeiten, sind aber nicht in der Lage, deren inhaltliche Qualität zu prüfen. Außerdem können Suchmaschinen nur jene Beiträge auswerten und sortieren, die schon im Internet vorhanden sind. Sie selbst steuern keinen Content bei – anders<br />
                            <br />als der Peer-to-Peer-Journalismus , der auch<br />
                            <a href="http://www.ojr.org/ojr/workplace/1060217106.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">partizipativer Journalismus</a> oder &#8221;<br />
                            <a href="http://www.firstmonday.org/issues/issue6_10/deuze/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open source</a>&#8220;-Journalismus genannt wird: Hier kann jeder schreiben, der sich dazu berufen fühlt.</p>
<p>Gemeint sind damit sowohl kollaborative Websites mit vielen Teilnehmern (wie<br />
                            <a href="http://www.slashodot.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Slashdot.org</a>,<br />
                            <a href="http://www.shortnews.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Shortnews</a> oder<br />
                            <a href="http://www.wikipedia.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikipedia</a>)als auch Weblogs, die nur von einzelnen Personen betrieben werden, die aber untereinander eng vernetzt sind. Die &#8220;Blogosphäre&#8221; ist ebenfalls eine Gemeinschaft, in der unter Gleichen und ohne zentrale Kontrolle kommuniziert wird.</p>
<p>Ob Blogs und Peer-to-Peer-Communities die Bezeichnung &#8220;Journalismus&#8221; verdienen, ist eine derzeit heiß diskutierte Frage – etwa bei<br />
                            <a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/on/17694/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telepolis</a>. Die Anbieter selbst betrachten ihr Tun als neue Art von Journalismus, so das<br />
                            <a href="http://www.onlinejournalismus.de/forschung/weblogs.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnis einer Befragun</a><br />
                            <a href="http://www.onlinejournalismus.de/forschung/weblogs.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">g</a>. Als Vorzüge im Vergleich zum traditionellen Journalismus sehen sie die subjektive<br />
                            <br />Perspektive, die Zugänglichkeit des Autors, die Aktualität sowie den<br />
                            <br />vielfältigen und intensiven Meinungsaustausch. Wenn ihnen Journalisten klassischer Medien das Etikett &#8220;Journalist&#8221; absprechen, so nicht zuletzt deshalb, weil sie damit den eigenen Beruf vor Konkurrenz schützen wollen, stellte das<br />
                            <a href="http://www.ojr.org/ojr/ethics/1017968389.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online Journalism Review</a> schon 1998 fest.</p>
<p class="normal">Weiter zum<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/neuberger_Konkurrenz2.shtml">zweiten Teil</a> des Artikels.</p>
<p>
                              <strong>Weiterführende Links:</strong>
                            </p>
<ul>
<li>
                                <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/index.shtml#tab">Dossier: Der Bundestag untersucht die netzbasierte Kommunikation</a>
                              </li>
</ul>
<p class="normal">
                              
                            </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Konkurrenz oder Ergänzung zum professionellen Journalismus? Teil II</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/zehn-jahre-online-journalismus/netzkulturneuberger_konkurrenz2-shtml-2791/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cneuberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Oct 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zehn Jahre Online-Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie wird Onlinejournalismus den klassischen Journalismus verändern, wie wird er von den etablierten Medienformen bislang angesehen? In einer zweiteiligen Studie untersucht Christoph Neuberger, ob sich das Internet auch journalistisch gegenüber dem professionellen Journalismus behaupten wird können. Teil II befasst sich mit möglichen Zukunftsszenarien.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Wie wird Onlinejournalismus den klassischen Journalismus verändern, wie wird er von den etablierten Medienformen bislang angesehen? In einer zweiteiligen Studie untersucht Christoph Neuberger, ob sich das Internet auch journalistisch gegenüber dem professionellen Journalismus behaupten wird können. Teil II befasst sich mit möglichen Zukunftsszenarien.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="fett">Sind wir alle Journalisten?</p>
<p>Der Medienwissenschaftler John Hartley von der australischen University Queensland hat im Juli 2004 auf einer internationalen Tagung in Erfurt die These vertreten, dass im Internet jeder ein Journalist ist (&#8220;everyone is a journalist&#8221;) und dass wir uns auf dem Weg in eine &#8220;redaktionelle Gesellschaft&#8221; (&#8220;’redactional’ society&#8221;) befinden. Diese Vorstellung ist naiv, weil sie den Journalismus auf den schlichten Vorgang des Veröffentlichens reduziert und seine spezifischen Leistungen ignoriert oder sie als in jedem Fall gegeben unterstellt, sobald sich nur jemand öffentlich zu Wort meldet.</p>
<p>Einen realistischeren Blick auf das Internet hat Hans Magnus Enzensberger in seinem Essay &#8220;Das digitale Evangelium&#8221; geworfen. Darin hat er von der eigenen utopischen Hoffnung Abschied genommen, dass neue Medien mit einem Rückkanal schon ihrer Struktur nach emanzipatorisch wirken: &#8220;Das interaktive Medium ist weder Fluch noch Segen; es bildet schlicht und einfach die Geistesverfassung seiner Teilnehmer ab.&#8221; Entscheidend ist nicht das technische Potenzial, sondern der Gebrauch eines Mediums. Nur wenig von dem, was im Internet publiziert wird, wird journalistischen Ansprüchen gerecht. Von den Kritikern werden vor allem zwei Einwände dagegen vorgetragen, dass auch Laien einen wesentlichen Beitrag zur öffentlichen Kommunikation leisten können.</p>
<p class="fett">Viele Augen sehen mehr, viele Köpfe wissen mehr</p>
<p>Einwand Nummer 1: Redaktionen von Presse und Rundfunk können kontinuierlich recherchieren und berichten. Dazu sind Laien in ihrer Freizeit nicht in der Lage. Dem lässt sich entgegen halten: Durch die Vielzahl der Nutzer, die ihr Wissen in den Communities teilen, wird dieser Nachteil wettgemacht. Je mehr Teilnehmer mitmachen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendjemand Experte für ein Thema ist oder zur richtigen Zeit am richtigen Ort war – wie &#8220;Salam Pax&#8221; und einige andere<br />
                            <a href="http://www.diegegenwart.de/ausgabe33/warblogs.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Warblogger</a>, die während des Irakkriegs 2003 vom Ort des Geschehens berichten konnten.</p>
<p>Auch der US-Präsidentschaftswahlkampf 2004 liefert Belege für diese These: Dass sich John Kerry für John Edwards als Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten entschied, konnte man zuerst im Forum einer<br />
                            <a href="http://www.USAviation.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Luftfahrt-Website</a> lesen. Dort berichtete ein Mechaniker, dass das Wahlkampf-Flugzeug von Kerry, das in einem Hangar in Pittsburgh stand, gerade den Schriftzug &#8220;Kerry – Edwards&#8221; bekommen hatte. Und dass CBS-Anchorman Dan Rather auf gefälschte Dokumente über Bushs Wehrdienstzeit hereingefallen war, wurde in Weblogs wie<br />
                            <a href="http://www.rathergate.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rathergate</a> aufgeklärt.</p>
<p>Das letzte Beispiel belegt auch die Wirksamkeit der „Watchdog “-Rolle des P2P-Journalismus, der etablierte Journalisten und Medien kritisch begleitet (wie in Deutschland der<br />
                            <a href="http://www.onlinejournalismus.de/webwatch/bildblog.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BILDBlog</a> die Bild-Zeitung).Dass auch nach dem Urteil professioneller Journalisten im Internet nicht<br />
                            <br />nur Belangloses und Minderwertiges publiziert wird, zeigt die große Bedeutung, die das Medium inzwischen als Recherchequelle besitzt – und das nicht immer nur zur Freude der Blogger: Als die Frankfurter Tabloidzeitung &#8221;<br />
                            <a href="http://www.ojour.de/logbuch/index.php?action=fullnews&amp;showcomments" target="_blank" rel="noopener noreferrer">News</a>&#8221; umfangreich aus Weblogs zitierte, ohne bei den Autoren um Erlaubnis zu bitten, erntete das Blatt heftige Kritik.</p>
<p class="fett">Geprüft wird nach der Veröffentlichung</p>
<p>Einwand Nummer 2: Die Angebote haben keine Redaktion, um die Nachrichten und Meinungen vor ihrer Veröffentlichung zu prüfen. Es gibt keine Qualitätssicherung, journalistische Normen werden fortlaufend verletzt. Auch dieser Einwand lässt sich – zumindest teilweise – entkräften: Die Besonderheit des P2P-Journalismus besteht gerade darin, dass die Prüfung von Informationen und Meinungen erst nach der Publikation stattfindet: Was veröffentlicht wird, gilt als vorläufig und unfertig, es soll infrage gestellt und diskutiert werden. Die anderen Nutzer sind aufgerufen, fremde Beiträge in einer offenen Diskussion oder auf Bewertungsskalen zu kritisieren und, falls nötig, zu korrigieren. An diesem Prüfverfahren beteiligen sich auch andere Anbieter im Internet, vor allem in der &#8220;Blogosphäre&#8221;. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass die Qualitätskontrolle transparent ist und dass der oft an die Adresse von Redaktionen gerichtete Vorwurf, dass &#8220;hinter den Kulissen&#8221; manipuliert werde, nicht erhoben werden kann.</p>
<p>Wie effektiv diese in die Öffentlichkeit verlagerte Qualitätsprüfung ist – gemessen an journalistischen Standards –, ist bisher noch nicht gründlich untersucht worden. Viel dürfte davon abhängen, ob das Qualitätssicherungssystem gute Leistungen (durch Reputation, Bonuspunkte oder erweiterte Teilnahmemöglichkeiten) belohnt und schlechte bestraft.</p>
<p>Es muss die Bereitschaft gefördert werden, eigenes Wissen mit anderen zu teilen und vorgegebene Regeln einzuhalten. Reputation kann ein Teilnehmer z.B. nur dann erwerben, wenn das System über ein Gedächtnis verfügt, das seine Verdienste aus der Vergangenheit speichert und transparent macht. Über ein ausgefeiltes System verfügt etwa<br />
                            <a href="http://slashdot.org/faq/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Slashdot.org</a>. Letztlich kommt es aber darauf an, dass die Teilnehmer fähig und willens sind, niveauvolle Beiträge zu schreiben und zu würdigen.</p>
<p>Professioneller und P2P-Journalismus ergänzen einander Denkbar ist das Entstehen eines Öffentlichkeitssystems, in dem sich professioneller und P2P-Journalismus ergänzen: Die Vorteile des professionellen Journalismus sind die hohe Reichweite, die er über Presse und Rundfunk erreicht, sowie die gründliche redaktionelle Prüfung. Die Stärken des P2P-Journalismus sind die Informations-vielfalt, der intensive Meinungsaustausch und die Schnelligkeit.</p>
<p>Professionelle Journalisten nutzen Blogs und Communities als Recherchequellen. Hier finden sie Themenideen, Argumente und Informationen aus &#8220;erster Hand&#8221;, die sie weiter verarbeiten. Dadurch können sie zusätzliche Aufmerksamkeit auf die partizipativen Websites lenken. Die Laienkommunikatoren im Internet filtern ihrerseits die Medienberichterstattung, indem sie auf ausgewählte Nachrichten linken, und sie begleiten den professionellen Journalismus als &#8220;Media watchdogs&#8221;. Der P2P Journalismus wird deshalb keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zum professionellen Journalismus sein.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>HelpDirect &#8211; Spenden im Internet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/helpdirect_spenden_im_internet-653/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[sirlenkaeuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätskontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Spendenaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Spendengelder]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsorganisation]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Internetportal für Hilfsorganisationen und Spendemöglichkeiten</b>
</span>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Moment ist die internationale Gemeinschaft in Mosambik gefordert und wieder einmal fragen wir uns alle,
was wir tun können. Die Organisation HelpDirect ruft in einer <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/mosambik_pm.shtml">
Pressemitteilung </a>zu Hilfsaktionen auf und
verspricht bessere und transparentere Hintergrundinformationen. Außerdem können interessierte Spender
bei eigens ausgesuchten Projekten direkt online spenden.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Internetportal für Hilfsorganisationen und Spendemöglichkeiten</b><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Moment ist die internationale Gemeinschaft in Mosambik gefordert und wieder einmal fragen wir uns alle,<br />
was wir tun können. Die Organisation HelpDirect ruft in einer <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/mosambik_pm.shtml"><br />
Pressemitteilung </a>zu Hilfsaktionen auf und<br />
verspricht bessere und transparentere Hintergrundinformationen. Außerdem können interessierte Spender<br />
bei eigens ausgesuchten Projekten direkt online spenden.</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im unübersichtlichen Wirrwarr der<br />
internationalen Hilfsorganisationen und der unzähligen Spendenaktionen<br />
will der helpDirect e.V. mehr Transparenz schaffen. Mit einem<br />
Internetportal, das von Mitarbeitern unterschiedlicher Internetfirmen<br />
ehrenamtlich betreut wird, sollen mögliche Spender umfassend über die<br />
verschiedenen Organisationen und Spendenaktionen informiert werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Idee zu <a href="http://www.helpdirect.org/">helpDirect</a><br />
entstand am Anfang des Kosovokrieges, als der Unternehmer Harald Meurer<br />
nach einer geeigneten Spendenaktion suchte, um den Kriegsopfern zu<br />
helfen. Dabei vermisste er umfassende und objektive Informationen über<br />
die diversen Spendemöglichkeiten &quot;Wir wollten erst spenden, wenn wir<br />
die Möglichkeit gefunden hätten, zwischen den Organisationen<br />
auszuwählen. Unsere Recherche ergab allerdings, dass es nicht möglich<br />
war, eine ganzheitliche Übersicht zu bekommen.&quot;<!--[siehe <a href="interview.shtml">Interview </a>] --><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So ergriffen er und weitere<br />
Berufskollegen aus der Internetbranche die Initiative und gründeten im<br />
Mai 1999 den gemeinnützigen Verein helpDirect. &quot;Uns allen geht es<br />
wirtschaftlich wesentlich besser als den meisten Menschen auf unserer<br />
Welt. Wir sehen darin auch eine Verpflichtung, Notleidenden zu helfen.<br />
Spenden alleine reicht uns nicht mehr. Und was liegt näher, da die<br />
meisten von uns im Internet beruflich tätig sind, dies über das World<br />
Wide Web zu realisieren?&quot; erklärt Harald Meurer, der neben seiner<br />
ehrenamtlichen Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender des Vereins<br />
Geschäftsführer der Pricecontrast GmbH ist. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Seit dem Start des Onlineportals Anfang 2000 haben sich bereits bekannte Organisationen, wie <a href="http://www.unicef.org/">Unicef </a>oder die <a href="http://www.sos-kinderdorf.de/">SOS Kinderdörfer </a>auf<br />
der Site registrieren lassen. Helpdirect informiert dabei als neutraler<br />
und unabhängiger Beobachter über die verschiedenen Aktionen und<br />
Organisationen, die sich nach Regionen, Thema oder Stichwörtern aus<br />
einer Datenbank heraussuchen lassen. Auf Linklisten wurde bewusst<br />
verzichtet, um eine Chancengleichheit zwischen finanziell stärkeren und<br />
schwächeren Hilfsaktionen herzustellen: &quot;Es gibt Hilfsorganisationen,<br />
die große und umfangreiche Internetauftritte haben. Andere wiederum<br />
haben dies nicht. Hier entsteht ein Ungleichgewicht und ein Wettbewerb,<br />
den wir im Sinne der notwendigen Hilfsmaßnahmen möglichst vermeiden<br />
wollen.&quot; erläutert helpDirect auf seiner Website.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">helpDirect will nicht als Richter<br />
über die Hilfsorganisationen verstanden werden, bemüht sich aber nur<br />
seriöse Organisationen zuzulassen. Die Möglichkeiten der<br />
Qualitätskontrolle von Hilfsorganisationen gestalten sich in<br />
Deutschland allerdings sehr heterogen. Einige sind in Verbänden<br />
organisiert, die sich über eine Selbstauskunft verpflichten, bestimmte<br />
Richtlinien einzuhalten und &quot;Qualitätssiegel&quot; ausgeben. Da die<br />
Mitgliedschaft in einem Verband allerdings oft neben buchhalterischen<br />
Pflichten auch Gebühren mit sich bringt, berufen sich viele<br />
Organisationen auf die ausschließliche Prüfung durch die<br />
Finanzbehörden. Wieder andere sind nicht organisiert, sollen aber<br />
dennoch eine Chance erhalten.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Da Transparenz eines der großen<br />
Anliegen der Organisation ist, findet man auf der Website unter der<br />
Rubrik Spendenprüfung auch die Richtlinien der einzelnen Verbände sowie<br />
Empfehlungen verschiedener Institute zum Thema Spenden. Es soll dem<br />
Einzelnen überlassen werden, sich aufgrund neutraler und umfassender<br />
Information zu entscheiden.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Helpdirect lebt von<br />
ehrenamtlicher Mitarbeit und der Unterstützung durch Provider und<br />
Internetfirmen. Vorläufig finanziert sich der Verein noch durch die<br />
Privatspenden der Gründungsmitglieder. Dem Ziel der Transparenz will<br />
der Verein auch in eigener Sache folgen, indem er den Wirtschaftsplan<br />
des Projekts auf der Website veröffentlicht, sobald Spenden vorliegen.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Derzeit arbeitet helpdirect an<br />
dem Aufbau von Newsgroups und der Herausgabe eines Newletters. Nächstes<br />
Ziel ist der internationale Aufbau ähnlicher Internetportale in<br />
verschiedenen Ländern, die in der jeweiligen Landessprache über<br />
Spendenaktionen informieren.</span></p>
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