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	<title>Rapid Response &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Rapid Response &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Die Macht der Fakten</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jun 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundestagswahlen 2002 - CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Rapid Response]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Online-Wahlkampf setzt die CDU auf &#34;Rapid Response&#34;, die schnelle Antwort aus den USA.
<br />
<br />
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Online-Wahlkampf setzt die CDU auf &quot;Rapid Response&quot;, die schnelle Antwort aus den USA.</p>
<p><!--break-->Pünktlich zum Bundesparteitag der SPD am 19. November 2001 in Nürnberg hatte die CDU die Internet-Domain<br />
<a href="http://www.wahlfakten.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.wahlfakten.de</a> eingerichtet und erstmals das Wahlkampfinstrument des<br />
<a href="/edemocracy/netzkampagnen/rapid.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Rapid Response&quot;</a> angewendet. &quot;Rapid Response&quot; (&quot;Schnelle Antwort&quot;) wird in den Wahlkämpfen angelsächsischer Länder, v.a. in den USA, schon seit einigen Jahren eingesetzt und bezeichnet die sofortige Reaktion auf wahlkampfrelevante Äußerungen des politischen Gegners. Unmittelbar nach dem Auftritt des Kanzlers auf dem Nürnberger Parteitag wurden damals auf der neuen Internetplattform die wichtigsten Fakten, gegliedert nach den Orginalzitaten seiner Rede, nach Ansicht der Macher widerlegt.<br />
<br />
Am vergangenen Sonntag fand in Berlin der diesjährige Wahlkampfparteitag der SPD statt. Wieder konnten interessierte User die Widerlegung der Schröderschen Rede aus christdemokratischer Sicht fast zeitgleich im Internet verfolgen.<br />
<br />
Nach halbjähriger Laufzeit interessiert sich politik-digital.de, was aus dem Wahlkampf-Tool geworden ist. Entsprechend dem Modell der &quot;Schnellen Antwort&quot; werden die Erwartungen, die damals von offizieller Seite an wahlfakten.de gestellt wurden, dem Erreichten gegenübergestellt.</p>
<p><b>&quot;Wahlfakten.de ist ein Angebot der CDU Deutschlands, sich gezielt über die Aussagen von Politikern zu informieren&quot;.</b> (<br />
<a href="http://www.wahlfakten.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.wahlfakten.de</a>)</p>
<p><b>Fakt:</b><br />
<br />
Neben der Rede des Vorsitzenden Schröder auf dem Wahlkampfparteitag der SPD vom 6. Juni 2002 befinden sich derzeit im Archiv von wahlfakten.de zwölf weitere Dokumente, die nach dem &quot;Rapid-Response&quot;-System von der CDU aufgearbeitet wurden. Dabei konzentriert sich die CDU ausschließlich auf die SPD als politischen Gegner. Mit über fünfzig Prozent nehmen die Reden des Bundeskanzlers einen besonders großen Raum ein. Abgesehen von Schröder befinden sich auch Otto Schily, Walter Riester, Hans Eichel und Franz Müntefering im Kreuzfeuer der Kritik. Darüber hinaus werden mit dem SPD-Wahlprogramm 2002 und der SPD-Anzeigenserie zwei Wahlkampfinstrumente kommentiert.</p>
<p><b>&quot;</b><br />
<b>Auf dieser Seite werden, bei wichtigen politischen Ereignissen, den Argumenten des politischen Gegners zeitnah und detailliert Fakten gegenübergestellt&quot;.</b> (<br />
<a href="http://www.wahlfakten.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.wahlfakten.de</a>)</p>
<p><b>Fakt:</b><br />
<br />
Ohne Zweifel ist wahlfakten.de sehr aktuell. Denn unmittelbar nach dem Auftritt Schröders auf dem Parteitag konnten sich User die von der CDU ausgewählten Zitate seiner Rede mit den entsprechenden Kommentaren auf wahlfakten.de anschauen.<br />
<br />
Auch inhaltlich, d.h. bei den sogenannten Widerlegungsfakten, wird wahlfakten.de seinem Anspruch gerecht. Gerhard Schröder ging gleich zu Beginn seiner Rede auf dem Wahlkampfparteitag auf die Familien- und Frauenpolitik ein und unterstrich die von der rot-grünen Regierung erbrachten Leistungen in diesen Bereichen. Diese Errungenschaften werden von der Opposition in Frage gestellt. &quot;Die Familienpolitik läuft in unionsregierten Ländern in wesentlichen Bereichen besser&quot;, so das Fazit der CDU. &quot;Bei den Kindergartenplätzen liegen bei den neuen Bundesländern die CDU-regierten Länder Thüringen und Sachsen vorne. In den alten Bundesländern gibt es in Baden-Würrtemberg die meisten Kindergartenplätze. In Bayern gibt es eine fast 100-prozentige Versorgung.&quot; Als Quelle führt die Union das Statistische Bundesamt an.<br />
<br />
Auf die Äußerung Schröders &quot;Mit ihrem Familiengeld wollen CDU und CSU gleichsam eine Küchenprämie für Frauen aussetzen&quot; kontert die CDU wie folgt: &quot;Familien verfügen im Durchschnitt nur über ein Pro-Kopf-Einkommen von 50 Prozent des Einkommens kinderloser Ehepaare. Familien werden durch die Steuerreformen bis zum Jahr 2005 trotz der Erhöhungen des Kindergeldes gegenüber kinderlosen Ehepaaren und Singles benachteiligt.&quot;<br />
<br />
Bei diesen Angaben bezieht sich die Union auf das &quot;Heidelberger Büro für Familienfragen und soziale Sicherheit&quot;.</p>
<p><b>&quot;Mit &#8216;wahlfakten. de&#8217; stellen wir Journalisten Fakten von neutralen Verbänden und Organisationen zur Verfügung, indem wir unsere Kommentare auf deren Seiten verlinken&quot;, beschreibt Matthias Barner, stellvertretender Sprecher der CDU, die deutsche Version von &#8216;Rapid Response&#8217;.</p>
<p>Fakt:</b><br />
<br />
Entsprechend den oben angeführten Beispielen aus der Familien- und Frauenpolitik, mangelt es der CDU auch auf anderen Gebieten nicht an seriösen Quellen. So werden beispielsweise im Bereich der Wirtschaftspolitik die Bundesanstalt für Arbeit, das Institut für Wirtschaftsforschung Halle oder das International Institute for Management Development (IMD) herangezogen, um den politischen Gegner zu enttarnen.<br />
<br />
Neben Institutionen aus Wissenschaft und Verwaltung bedient sich wahlfakten.de aber auch der Medien. Das Kanzlerzitat &quot;Frauenpolitik und so Gedöns&quot;, mit dem die CDU den Usern einen Einblick in das Schrödersche Frauenbild geben möchte, entstammt der Boulevardpresse. An anderer Stelle wird Schröders Schwester, Ilse Brück, mit den Worten &quot;Die Politik meines Bruders kostet mich 2400 Mark im Jahr&quot;, zitiert. Zusätzlich wird angeführt, dass Ilse Brück alleinerziehende Mutter zweier Kinder ist, die vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Abschaffung des Haushaltsfreibetrages für Alleinerziehende klagt. Die Angaben über die verwandtschaftlichen Verhältnisse lieferte die Bild-Zeitung.</p>
<p><b>&quot;Wir präsentieren die Fakten zu den Reden, die gehalten werden und zeigen damit inhaltliche Unterschiede auf&quot;, sagt der CDU-Sprecher Franz-Josef Gemein. Das System solle aber keine parteipolitische Einfärbung haben, betont Gemein gegenüber<br />
<a href="http://www.heise.de/newsticker/data/jk-28.04.02-002/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heise-Online</a>.</p>
<p>Fakt:</b><br />
<br />
Wahlfakten.de ist ein Produkt der CDU, eine Tatsache, die auch optisch hervorgehoben wird. So erfährt der Nutzer sofort, dass der CDU-Presseservice für die &quot;Schnellen Antworten&quot; verantwortlich ist. Egal welche Rubrik aufgerufen wird, der Hyperlink zum gemeinsamen Regierungsprogramm von CDU und CSU, &quot;Zeit für Taten&quot;, weicht nicht vom linken Seitenrand. Neben dieser visuellen besteht auch eine inhaltliche Bezugnahme zur CDU. Im Archiv besteht die Möglichkeit, zwischen einzelnen inhaltlichen Bereichen wie Arbeitsmarktpolitik, Bildungspolitik oder Sicherheitspolitik auszuwählen, bei denen es sich um zentrale Wahlkampfthemen handelt. Nach Ansicht des politischen Gegners, Kajo Wasserhövel, Leiter des Arbeitsbereiches Online-Campaigning der SPD-Wahlkampfzentrale Kampa 02, soll der Domainnamen wahlfakten.de Neutralität suggerieren. Dahinter verberge sich jedoch Konservatismus und das Adenauerhaus, wie er im<br />
<a href="/edemocracy/wahlkampf/bundestagswahl2002/interview_kampa.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit politik-digital.de</a> äusserte.</p>
<p><b>Als Zielgruppen von wahlfakten.de bezeichnet Stefan Scholz, Teamleiter Online-Service bei der CDU, v.a. Journalisten, &quot;aber auch interessierte Bürger und die interne Klientel, die Argumantationshilfe braucht&quot;.</p>
<p></b><br />
<b>Fakt:</b><br />
<br />
Über die User von wahlfakten.de lassen sich derzeit keine konkreten Angaben machen. Christoph Bieber, Vorsitzender von pol-di.net,<br />
<a href="http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/0,1251,COMP-178956-12538,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beschreibt</a> das &quot;Rapid Response Tool&quot; für den Bürger als zu detailliert-analytisch und für den Journalisten als zu deutlich politisch gefärbt.<br />
<br />
Ob sich das moderne Wahlkampfinstrument druchsetzt und bei anderen politischen Parteien Nachahmer findet, bleibt abzuwarten. Interessant ist auch die Frage, welchen Stellenwert &quot;Rapid Reponse&quot; in der heißen Wahlkampfphase einnimmt. Wir sind gespannt, ob die Strategie beibehalten oder der Einsatz intensiviert wird.<br />
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table border="0" cellpadding="2" width="146">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">
			Erschienen am 06.06.2002
			</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Netzwahlkampf der CDU</title>
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		<dc:creator><![CDATA[bschemel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundestagswahlen 2002 - CDU]]></category>
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					<description><![CDATA[Stefan Scholz, Teamleiter Online Services der CDU, zum Online-Wahlkampf der CDU im Jahr 2002]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stefan Scholz, Teamleiter Online Services der CDU, zum Online-Wahlkampf der CDU im Jahr 2002<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Welchen Stellenwert hat das Internet für die CDU im diesjährigen Wahlkampf im Vergleich zum letzten Bundestagswahlkampf´98?
</p>
<p>
<b>Stefan Scholz:</b> Im Wahlkampf 1998 hat es noch gereicht, einfach online zu sein. Schon das strahlte Modernität aus. Das gilt nicht nur für die CDU, sondern für alle Parteien. Heute muss hinter dem Online-Auftritt ein vernünftiges Konzept stehen. Im Internet muss ein Kommunikationsziel gesetzt und erreicht werden, das über reine Imagegenerierung hinausgeht. Hinzu kommt, dass auch die Reichweite des Internet in den letzten vier Jahren deutlich gewachsen ist. Insofern kann man ganz klar sagen, dass der Stellenwert des Internet gegenüber 1998 gewachsen ist. Neben dieser verstärkten öffentlichen Nutzung des Internet ist seine Bedeutung auch in der internen Kommunikation deutlich gewachsen. Bei der CDU gibt es das kandinet.de für die Bundestagskandidaten und das cdunet.de für die Parteimitglieder. Auf diesen Wegen stellen wir Materialien und Kampagnenmittel, Argumentationshilfen, Texte, Musteranzeigen und weitere Wahlkampfmaterialen für die Wahlkämpfer vor Ort zur Verfügung. Dieses Angebot wird ergänzt durch interne E-Mail und SMS-Verteiler.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Warum gestaltet die CDU ihre Wahlkampf-Strategie zur Bundestagswahl 2002 auch online unter mehreren Auftritten?
</p>
<p>
<b>Stefan Scholz:</b> Gerade aus dem eben erwähnten Grund. Die Zahl der Internetnutzer ist stark gewachsen und auch vielschichtiger geworden. Um diese verschiedenen Zielgruppen unterschiedlich ansprechen zu können, greifen wir auf unterschiedliche Angebote zurück. Alle diese Angebote bewegen sich aber um eine zentrale Wahlkampfseite herum.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Wie verhält sich der Online-Auftritt zur Gesamtdramaturgie des Wahlkampfes? Teilt sich der Online-Wahlkampf auch in die gleichen Phasen wie der Offline-Wahlkampf?
</p>
<p>
<b>Stefan Scholz:</b> Ja, in die gleichen Phasen auf alle Fälle. Wir betreiben eine &quot;integrierte Kampagne&quot;. Das bedeutet, dass die Themen, die gerade offline behandelt werden, sich auch online widerspiegeln.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Und welche kommunikativen Instrumente werden für das Online-Campaigning genutzt? Gibt es gewisse Standards an Tools und Funktionalitäten, die heute zu einer professionellen Homepage gehören?
</p>
<p>
<b>Stefan Scholz:</b> Standards gibt es auf jeden Fall in verschiedenen Bereichen. Im Bereich der Multimedialität müssen Video- und Soundfiles vorhanden sein. Im Bereich der Interaktivität brauchen Sie ein Diskussionsforum und E-Mail-Adressen. Meiner Ansicht nach nicht nur eine zentrale Mailadresse, sondern für verschiedene Interessen und Zielgruppen unterschiedliche Mail-Accounts, die dann direkt beim zuständigen Ansprechpartner landen. Neben diesem Standard, der sowieso erfüllt werden muss, bemühen wir uns auch neue Tools zu präsentieren.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Von welchen Neuigkeiten sprechen Sie da in der politischen Kommunikation?
</p>
<p>
<b>Stefan Scholz:</b> Ein neues Tool ist<br />
<a href="http://www.wahlfakten.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.wahlfakten.de</a>, unser<br />
<a href="/edemocracy/wahlkampf/bundestagswahl2002/wahlfakten.shtml">Rapid Response-Modell</a>. Wenn Herr Schröder etwa auf dem SPD-Parteitag redet oder in &quot;Berlin Mitte&quot; zu Gast ist, begleiten wir diese Auftritte live im Netz. Seinen Äußerungen und Behauptungen stellen wir Fakten und Zahlen aus unterschiedlichen Quellen gegenüber. Das Tool ist neu im deutschen Wahlkampf und stammt aus den USA. Wir haben es im letzten November mit recht großem Erfolg hier eingeführt. Ein weiterer neuer, und für den Wahlkampf eher ungewöhnlicher Ansatz, ist die Politik-Simulation<br />
<a href="http://www.wahlkreis300.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.wahlkreis300.de</a>. In diesem virtuellen Wahlkreis kann jeder online Wahlkampfatmosphäre schnuppern. Klar gibt es schon länger Politik-Simulationen im Netz. In Deutschland etwa<br />
<a href="http://www.dol2day.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dol2day</a> als echter Klassiker auf diesem Gebiet, aber keine lehnt sich bisher so eng an den realen Bundestagswahlkampf an. Wir hoffen, dass dies auch parteiferne Netznutzer an das Thema heranführt.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Was ist der CDU dabei am wichtigsten? Welche Themen und Inhalte spielen die größte Rolle?
</p>
<p>
<b>Stefan Scholz:</b> Die Themen unseres Regierungsprogramms. Man sieht es im Netz genauso deutlich wie offline, dass SPD und CDU ganz unterschiedliche Strategien fahren. Die SPD macht reinen Online-Fun auf der Seite<br />
<a href="http://www.nichtregierungsfaehig.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicht-regierungsfähig.de</a>.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Auch eine Art negativ-campaigning!
</p>
<p>
<b>Stefan Scholz:</b> Ja, reines negativ-campaigning. Es gibt da meiner Ansicht nach entscheidende Unterschiede. Entweder betreiben Sie eine inhaltliche Auseinandersetzung mit ihrem Gegner und stellen sozusagen dessen politische Leistungen negativ dar. Ein Beispiel dafür ist der &quot;Rote Laterne Film&quot; der CDU. Oder Sie lassen, wie die SPD derzeit, Flash-Animationen und Spielchen programmieren, die ohne politischen Inhalt alleine auf Angriff und die Persönlichkeit des politischen Gegners abzielen. Nach meinem Geschmack kann ich daher einen Besuch auf der SPD-Seite nicht-regierungsfaehig.de nur empfehlen. Einige der Flashs dort sind so niveaulos, dass jeder, der dort vorbei surft, am Ende ein potentieller CDU-Wähler ist.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Und worauf legt Ihre Partei den größten Wert in ihrer Online-Präsens: Auf Information, Service, Unterhaltung oder Interaktivität?
</p>
<p>
<b>Stefan Scholz:</b> Das lässt sich so nicht beantworten. Entscheidend für uns ist die Relevanz für den Nutzer. Das bedeutet, dass wir für unterschiedliche Nutzergruppen auch die Bereiche Information, Service, Unterhaltung und Interaktivität unterschiedlich gewichten. Bei den internen Netzen stehen derzeit die wahlkampfrelevanten Informationen im Vordergrund. Bei den www.wahlfakten.de ist es alleine die Information, bei www.wahlkreis300.de dagegen die Interaktivität, Kommunikation und Unterhaltung. Und bei<br />
<a href="http://www.stoiber.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.stoiber.de</a> und den noch nicht gelaunchten Sonderseiten eine Mischung aus diesen Komponenten. Für alle Angebote aber gilt, dass der Kompetenzwahlkampf, den die CDU führt, natürlich auch online umgesetzt wird. Da geht es nicht nur um ein Schlagwort, sondern wirklich um ein grundsätzliches Kommunikationskonzept. Und Kompetenzwahlkampf kann man nicht ausschließlich mit Flash-Animationen durchführen. Deshalb liegt der Schwerpunkt auf den Inhalten. Nicht desto trotz sind natürlich auch Gimmicks wichtig.
</p>
<p>
Das Interview führte Britta Schemel.
</p>
<table border="0" cellpadding="2" width="146">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">
			Erschienen am 06.06.2002
			</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<!-- Content Ende --></p>
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