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	<title>Rassismus &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Rassismus &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Empathie und Quantencomputer &#8211; Digitale Presseschau 2/2014</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jan 2014 15:01:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Diese Woche bleibt die Tagespolitik außen vor. Stattdessen wagen wir uns in die „zweite Phase der Zivilisierung“, an den Quantencomputer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche bleibt die Tagespolitik außen vor. Stattdessen wagen wir uns in die „zweite Phase der Zivilisierung“, an den Quantencomputer und die „Ökologie der Geschwindigkeiten“. Vor welchem Hintergrund sind konkrete Ereignisse und Entwicklungen wie im Fall von Justine Sacco oder im Fall des wachsenden Einflusses von Netzwerken und Algorithmen zu betrachten? Sind die Netzwerkstrukturen von Campact vielleicht die neue Form von politischem Aktivismus? Oder unterlaufen sie ihn? Den Schluss bilden die Fragen, wie Nutzerinnen und Nutzer sich ihre elektronischen Geräte wieder aneignen können und ob es im Überwachungsskandal nicht vielmehr um das Strafregime als um die Privatsphäre geht.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=ytEHc4Z1ZHs&amp;feature=youtu.be&amp;hd=1" title="Georg Mascolo über die Rolle der Journalisten" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/ytEHc4Z1ZHs?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p dir="ltr">Der ehemalige Chefredakteur vom Spiegel, Georg Mascolo, über Journalisten und deren Verantwortung gegenüber Staatsgeheimnissen.</p>
<h3><a href="http://breakingthewaves.net/2014/01/05/emporung-aktivieren-konformismus-und-mobverhalten-im-netz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Debatte um Konformismus</a></h3>
<p><a href="http://netzwertig.com/2014/01/02/konformismus-im-netz-die-meinung-der-anderen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Weigert</a> und <a href="http://breitenbach.tumblr.com/post/70670485565/verbannung-und-hyperzivilisierung-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Patrick Breitenbach</a> haben mit ihren Blogeinträgen zu Konformismus und Shitstorms in Sozialen Medien eine rege Diskussion angestoßen. Beide bezogen sich auf rassistische Tweets, deren Urheber durch die massenhafte Reaktion ganz reale Folgen zu spüren bekamen. Weigert sieht darin sogar eine Gefahr für die Demokratie. Auf breakingthewaves.net kritisiert ihn evemassacre dafür, die Sanktionierung von Rassismus als Konformismus zu verunglimpfen. Davon zu trennen sei das „Mobverhalten“ im Internet, sowohl bei Hypes als auch bei Shitstorms. Einig sind sie sich mit dem neuen CDU-Generalsekretär <a href="http://blog.petertauber.de/?p=2023" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peter Tauber</a>, dass mehr Empathie nötig sei. Breitenbach sieht darin sogar <a href="http://blog.karlshochschule.de/2014/01/08/the-day-after-shitstorm-die-zweite-stufe-der-zivilisierung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine neue Phase der „Zivilisierung“.</a></p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-nsa-und-der-quantencomputer-das-ueber-hirn-12742939.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nichts wird geheim bleiben – von den Plänen eines Quantencomputers</a></h3>
<p>Die Empörung über den Datenklau durch die US-amerikanische National Security Agency (NSA) hierzulande ist groß. Die NSA zeigt sich allerdings gänzlich unbeeindruckt und will jetzt noch einen draufsetzen: ein Quantencomputer soll gebaut werden, der auf Basis quantenmechanischer Zustände und nicht auf Basis der Gesetze klassischer Physik operiert. Solch ein Computer wäre theoretisch in der Lage, alle bisher digital vorstellbaren Verschlüsselungen zu „knacken“. Wird das Wettrennen zwischen Verschlüsselung und Entschlüsselung zugunsten eines allwissenden Staates entschieden? Der Wissenschafts- und Technikhistoriker George Dyson blickt im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen mit Sorge auf das Vorhaben.</p>
<h3><a href="http://www.theeuropean.de/harald-katzmair/7624-macht-im-digitalen-zeitalter" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Internet und die Macht der Geschwindigkeit</a></h3>
<p>Ein interessanter philosophischer Beitrag erschien diese Woche von Harald Katzmair im The European. Shitstorms und im Sekundentakt reagierende Finanzmärkte repräsentieren für ihn eine Sphäre der Wirklichkeit, die für das Projekt der Demokratie ernsthafte Probleme schafft. Um handlungsfähig zu bleiben bedürfe es einer „integrativen Macht“, die in der Lage ist, die unterschiedlich schnellen Welten, in denen wir leben, zu verbinden. Insgesamt bietet der Artikel aber primär Denkanstöße und weniger in Handlung umsetzbare Ideen.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/online-kampagnen-wie-campact-mit-klicks-die-welt-veraendern-will-a-942394.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Macht im Visier: Campact will mehr als nur Unterschriften</a></h3>
<p>Die Online-Plattform Campact sammelt seit bald zehn Jahren Unterstützer für ihre Petitionen zu ganz unterschiedlichen Themen und hat jetzt rund eine Million „Mitglieder“. Briefe und Anrufe werden in gebündelter Form an politische Machthaber adressiert, um sie zum Handeln zu bringen. „Klicktivismus“ nennen Kritiker solche politische Beteiligungsverfahren und warnen davor, dass dieser „echtes“ politisches Engagement ersetzen würde. Campact teilt diese Meinung sicherlich nicht, organisiert jetzt aber auch Treffen für die Unterstützer und „echte“ Demonstrationen. Diese lieferten Fotos und das sei gut für die Presse und um die Mächtigen unter Druck zu setzen, berichtet spiegel-online.de.</p>
<h3><a href="http://irights.info/seda-gurses-bei-der-privatsphare-darf-es-keine-zweiklassengesellschaft-geben" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsere Geräte und das Strafregime</a></h3>
<p>Es ist die alte Diskussion: Im Interview mit iRights.info spricht die Informatikerin Seda Gürses über „Privacy“ und die Notwendigkeit der Verschlüsselung, damit elektronische und vernetzte Geräte wieder „unsere“ Geräte werden. Dafür sei es besonders wichtig, dass Verschlüsselung universell zugänglich sei und die Politik handele. Michael Seemann als Vertreter des Post-Privacy-Ansatzes hingegen betont in einem <a href="http://mspr0.de/?p=3916" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogpost,</a> dass das Strafregime nicht in die Privatsphäre eindringen müsse, um fatale Folgen zu haben. Es gehe um eine Kritik des Strafregimes und nicht des Aufhebens der Privatsphäre.<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
Koautor: Nicolas Krotz</p>
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		<title>Ignoranz als Programm? – Die digitale Presseschau KW 41</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2013 14:04:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf die programmatische Ignoranz von CDU und Frau Merkel gegenüber netzpolitischen Themen reagiert Constanze Kurz vom Chaos Computer Club kämpferisch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf die programmatische Ignoranz von CDU und Frau Merkel gegenüber netzpolitischen Themen reagiert Constanze Kurz vom Chaos Computer Club kämpferisch und fordert staatliche Kurse in „digitaler Selbstverteidigung“. Ignoranz wider Willen: Die G-10-Kommission, die den BND beaufsichtigen soll, das aber wegen mangelnder technischer Kompetenz gar nicht kann. Also doch digitale Selbstverteidigung? Sowohl eine umfassende, globale Studie zur Internetnutzung, als auch unbedarfte Selbstentblößungen von bürgerlichem Rassismus auf Facebook scheinen darauf hinzuweisen, dass diese nicht als selbstverständliche Bürgerpflicht angesehen werden kann. Diese Themen und eine regulär bezahlte, qualitätsjournalistische Kritik zum Start der deutschen Huffington Post bietet diese Woche unsere digitale Presseschau.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=q-ofqrpHbjk" title="Bevölkerungsscanner" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/q-ofqrpHbjk?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Kameras und die richtige Software erschaffen eine neue Überwachungsdimension – Ein Ausschnitt aus dem „Elektrischen Reporter“.<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/netzpolitik-nach-der-wahl-neuland-wagen/8888902.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kopf aus dem Sand</a></h3>
<p>Überforderte Minister, eine teilnahmslose Kanzlerin und ein netzpolitischer Sprecher, der im Bereich der Bürgerrechte keinen gesetzlichen Handlungsbedarf erkennen kann: So beschreibt Constanze Kurz vom Chaos Computer Club den aus netzpolitischer Sicht erschreckenden Zustand der CDU. Doch es sei „keine Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken“. Für zeitgemäße Technologiepolitik müsse weiterhin gekämpft werden, gerade auch deshalb, weil Deutschland als westliche Demokratie in Fragen von  „Überwachung“ oder „Netzsperren“ als wegweisend gelte.  „Wir können der Wahlgewinnerin nicht durchgehen lassen, in ihrem Wahlprogramm keinerlei Aussage zur Netzneutralität, zur Funkzellenabfrage, zur Informationsfreiheit(…) oder zum Beschäftigtendatenschutz gemacht zu haben“. Die Netzpolitik sei längst im Zentrum der Politik angekommen – insbesondere wirtschaftliche Fragen würden immer stärker durch Technologie-Regulierung entschieden. Aus diesem Grund müssten netzpolitische Forderungen für die Koalitionshandlungen offensiv formuliert werden. Wir bräuchten „staatliche Anreize und Initiativen, auch auf internationaler Ebene, um dem Bürger tatsächliche Hilfe bei der digitalen Selbstverteidigung seiner Daten gegen geheimdienstliche und kriminelle Banden zu geben“.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-10/bnd-internet-ueberwachung-provider" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geheimdienstliche Banden</a></h3>
<p>Apropos geheimdienstliche Banden: Der Bundesnachrichtendienst durchwühlt (auch) Daten von deutschen Internetprovidern. Grundsätzlich aber darf der BND nur ausländische Telekommunikationsbeziehungen generell überwachen, also Daten nach Stichworten durchsuchen – vorausgesetzt die geheim tagende G-10-Kommission des Bundetages bewilligt das. Nun aber hat der BND auch die Daten von sechs deutschen Zugangsanbietern (1&amp;1, Freenet, Strato, QSC, Lambdanet und Plusserver) angezapft, also von Providern, die vor allem den Datenverkehr von Deutschen abwickeln. Technisch sei es schwer nachzuvollziehen, woher die gesammelten Daten wirklich stammen, schreibt Kai Biermann auf zeit.de. „Zwar wäre es möglich, dass die Provider nur die Daten von Ausländern an den Dienst übergeben, aber so funktioniert das Verfahren nicht.“ Die Provider müssten die Datenbündel kompletter Leitungen an den BND weiterleiten, der dann 20 Prozent des Datenverkehrs filtern darf. Hält sich der BND an diese Regeln? Bleibt das Fernmeldegeheimnis der deutschen Bundesbürger gewahrt? Biermann hält die G-10-Kommssion für das falsche Aufsichtsorgan. Die Kommission habe gar nicht die Expertise, um das Vorgehen des BNDs umfassend zu überprüfen. Denn dort säßen Juristen, die lediglich auf Grundlage der Gesetzes überprüften und nicht auf Basis der Technik. „Das Fazit der Geschichte: Diejenigen, die Ahnung vom Netzverkehr haben, weil sie ihn organisieren, dürfen nicht widersprechen und müssen tun, was ihnen der BND sagt. Diejenigen, die den BND kontrollieren sollen, haben keine Ahnung von der Technik.“</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/kommentarkultur-auf-facebook-keineswegs-unsichtbar-1.1791428" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rassismus am Facebook-Stammtisch</a></h3>
<p>Auf Süddeutsche.de wundert sich Hakan Tanriverdi über die sorglose Offenheit von Facebook-Nutzerinnen beim Verfassen von Kommentaren. Offenbar sei vielen nicht bewusst, dass ihre Daten dauerhaft auffindbar sind. Der Autor gibt zu bedenken, „dass der virtuelle Raum auf Dauer angelegt ist und nicht unterscheidet, ob eine Aussage stundenlang überdacht oder in Rage verfasst wurde auf Facebook bleibt sie mit dem Namen verknüpft.“ Während Kommentare früher in der Informationsflut leichter untergingen, könnten sie heute mithilfe neuer Facebook-Funktionen wie der Chronik oder „Graph Search“ auch auf lange Sicht nachvollzogen werden. So lasse sich auch innerhalb von „zwei Minuten“ ersehen, dass Rassismus alles, nur kein Randphänomen sei und tief im Bürgertum verankert ist.</p>
<h3><a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2013/10/07/young-people-are-not-as-digitally-native-as-you-think/?_r=0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital/Analog: Neue globale Ungleichheiten</a></h3>
<p>Weniger als ein Drittel der weltweiten Jugendlichen sind „Digital Natives“, so das Hauptergebnis einer Studie, die Eric Pfanner im „Bits“-Blog der New York Times vorstellt. Die Studie wurde vom Global Institute of Technology und der International Telecommunication Union veröffentlicht und ist die erste umfassende, globale Studie zu dem Thema. Weitere Ergebnisse der Studie in Kürze: Während die Nutzung des Internets insgesamt immer noch eine Frage des Einkommens sei, habe sich die Lücke zwischen den Generationen zumindest in den Industriestaaten nahezu geschlossen. Während dort nun auch die älteren Generationen „online“ sind beschränke sich die Internetnutzung in ärmeren Ländern sehr stark auf die Jugend.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/deutsche-ausgabe-der-huffington-post-ein-angebot-das-man-ablehnen-kann-12605199.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Anti-Modell?</a></h3>
<p>Keine Bezahlung, stattdessen Reichweite: Auf diesem Geschäftsmodell basiert das Online-Angebot der Zeitung Huffington Post, die nun auch in Deutschlandgestartet ist. „Aufmerksamkeit ersetzt zunehmend Geld als Zahlungsmittel“. Das sei eine der größeren Entwicklungen im Medienbereich, schreibt Steffan Niggemeier von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Und ein „Antimodell“: Die Grenzen zwischen Bürgerreportern und Journalisten würden verschwimmen und der Wert des Journalismus sinken. Während freie Journalisten über erbärmliche Honorare klagten, würden Menschen, die ein „anderes Interesse haben, über ein Thema zu berichten als das, mit professionellem Journalismus Geld zu verdienen“ gerne für sie einspringen – und beispielsweise Marketing in eigener Sache betreiben. Neben den kostenlosen Gastbeiträgen wolle die Huffington Post außerdem auch klassische Nachrichten anbieten und beschäftigt zu diesem Zweck 15 bezahlte Redakteure. Vieles spreche, so Niggemeier, dafür, dass die vor allem eins tun werden: „Inhalte von anderswo abschreiben, umschreiben, großschreiben.“<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Theorien über Rassismus</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:45:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[hg. von Nora Räthzel</b><p>Die Gewalt gegen Einwanderer steht mit einem Mal ganz oben auf der politischen Tagesordnung. Und doch wird man den Eindruck nicht los, daß Ratlosigkeit herrscht, was die Ursachen und die möglichen Rezepte im Kampf gegen rassistische Gewalt angeht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>hg. von Nora Räthzel<br />
Die Gewalt gegen Einwanderer steht mit einem Mal ganz oben auf der politischen Tagesordnung. Und doch wird man den Eindruck nicht los, daß Ratlosigkeit herrscht, was die Ursachen und die möglichen Rezepte im Kampf gegen rassistische Gewalt angeht. Bis tief in die Neunziger Jahre hinein wurde der Rassismus in unserer Gesellschaft abgestritten oder zum Problem weniger verirrter Jugendlicher gemacht. Und irgendwie wurde die Schuld sogar Flüchtlingen zugeschrieben, so daß manche ernsthaft behaupteten, die drakonische Beschränkung des Asylrechts würde die Ausländerfeindlichkeit zum Verschwinden bringen. Das Asylrecht wurde eingeschränkt und die Zahl der Asylbewerber ging dadurch zurück, aber nicht der Rassismus. Deswegen sollte uns jedes Buch, das helfen kann, den Rassismus zu bestimmen und zu erklären, willkommen sein.<br />
<strong>Fortentwicklung des Rassismusbegriffs: vom biologischen zum kulturellen Rassismus</strong><br />
Gut erforscht ist der Rassismus, der in Deutschland vor 1945 praktiziert wurde. Aber vielleicht verstellt uns die gute Forschungslage über die NS-Zeit den Blick für die Wandlungen des Rassismus. Und zwar in zweifacher Hinsicht: zum einen weil der Rassismus vor 1945 (nicht nur der der Nazis, sondern der aller Kolonialimperien) staatlich organisiert und von den politischen und wirtschaftlichen Eliten gefördert wurde. Dadurch droht die Möglichkeit einer quasi &#8220;selbstorganisierten&#8221; rassistischen Gewalt aus dem Bewusstsein zu geraten. Zum anderen aber muß wohl der Rassismusbegriff selbst aktualisiert werden.<br />
Der herkömmliche rassistische Diskurs, der zur Definition des klassischen Rassismusbegriffs geführt hat, läßt sich so zusammenfassen: Rassismus liegt vor, wenn körperliche oder soziale Eigenschaften von Menschen dazu dienen, diese zu einer Gruppe zusammenzufassen, der (i.d.R. negative) körperliche, geistige und moralische Eigenschaften, die für erblich gehalten werden, zugeschrieben werden, und dies zu einer Benachteiligung oder Ausschließung dieser Gruppe bei der Verteilung knapper materieller und immaterieller Ressourcen durch eine dominante Gruppe führt.<br />
Rassen, wie sie der herkömmliche Rassismus definiert, gibt es aus biologisch-genetischer Sicht schlichtweg nicht. Der Fortschritt der naturwissenschaftlichen Erkenntnis hat, zusammen mit den aus dem Nationalsozialismus gezogenen Lehren, dazu geführt, daß dieser Rassismus in Westeuropa im allgemeinen nicht mehr gesellschaftsfähig ist. Ausgehend von der Feststellung, daß Benachteiligung und Ausschließung von Minderheiten und Einwanderern auch heute noch gang und gäbe sind, haben Analysen rassistischer Diskurse zutage gebracht, daß heute die Stigmatisierung von Minderheiten und Fremden mit anderen Argumenten &#8220;begründet&#8221; wird: an die Stelle der erblichen Minderwertigkeit ist die behauptete Unvereinbarkeit der Kultur insbesondere von Einwanderern mit der Kultur der Aufnahmeländer getreten. Ein solcher Diskurs wird als &#8220;kultureller&#8221; oder &#8220;kulturalistischer&#8221; Rassismus bezeichnet.<br />
Anders als beim biologischen Rassismus, der keinerlei wissenschaftliche Basis hat, begibt man sich aber auf ein ein glattes Terrain bei dieser Ausweitung des Rassismusbegriffs, denn es steht außer Zweifel, daß es Unterschiede in den Kulturen der verschiedenen Völker gibt. Und es kann ja nicht jede Mißfallensäußerung gegenüber Elementen einer fremden Kultur als Rassismus bezeichnet werden. Denn sonst wären fremde Kulturen sakrosankt. Oder ist etwa die Kritik an der in weiten Teilen Afrikas üblichen überaus grausamen Beschneidung der Mädchen rassistisch? Zu einer wahren Inflation des Rassismusbegriffs kommt es, wenn man auch festgefügte Vorurteile gegenüber Frauen oder alten Menschen als Rassismus bezeichnet. Auch die oft gehörte Meinung, Einwanderer müssten sich an die Verhaltensweisen und Normen des sie aufnehmenden Landes möglichst weitgehend anpassen, sie müßten sich also assimilieren (was auch oft euphemistisch als &#8220;integrieren&#8221; umschrieben wird), ist an sich nicht rassistisch, sondern ethnozentrisch, denn sie setzt ja voraus, daß Menschen diese Anpassungsleistung vollbringen können.<br />
Nur wenn die kulturell begründete Ablehnung der ausgegrenzten Gruppe die Aussage enthält, daß deren Mitglieder generell die Anpassungsleistung nicht vollziehen können aufgrund ihrer inkompatiblen Kultur, dann darf m.E. von kulturellem Rassismus gesprochen werden. Um den neuen und den alten Rassismus auseinanderzuhalten, scheint mir der Vorschlag E. Balibars, den neuen Rassismus als Neorassismus zu bezeichnen und abzugrenzen, sehr beachtenswert.<br />
<strong>Bei der Ursachenforschung kaum Fortschritte</strong><br />
Die Autoren dieses Bandes lassen &#8211; zu Recht &#8211; die Beschwichtigung, die nach jeder rassistischen Gewalttat zu hören ist, es seien nur Einzeltäter am Werk, nicht gelten. Als Ursachen für Rassismus betrachten sie, in je individueller Gewichtung, strukturelle sozio-ökonomische Gründe und rassistische Diskurse (welche z. B. Einwanderer als Kriminelle darstellen). Wer die in diesem Band gesammelten Aufsätze vergleicht mit älteren Werken, beginnend mit &#8220;The Authoritarian Personality&#8221; von Adorno et alii (1947) wird feststellen, daß die Ursachen, die zum Rassismus führen, schon lange bekannt sind. Zwar werden heute psychologische Ursachen, z.B. die autoritäre Familienstruktur, weniger betont, aber auch die anderen Ursachengruppen &#8211; ideologische und sozio-ökonomische Gründe &#8211; sind schon in den 30er und 40er Jahren grundsätzlich identifiziert worden.<br />
<strong>Fazit</strong><br />
Die in diesem Band wieder abgedruckten Beiträge sind zwischen 1989 und 1992 zum ersten Mal erschienen, und nur wenige von ihnen wurden aktualisiert. Auch deshalb ist dieser Band nur ein Platzhalter. Seine Stelle sollte ein noch zu schreibendes Buch über den Neorassismus ausfüllen. Der historische Rassismus ist viel besser dokumentiert als der gegenwärtige. Dieser Sammelband vermittelt Denkanstöße hinsichtlich des Neorassismus, die aber noch auf eine Synthese warten. Gut ist, daß die Autoren über den deutschen Zaun schauen und auch die Erfahrungen der Niederlande, Großbritanniens und Italiens beschreiben. Es gibt keinen Zweifel, daß es (auch) strukturelle Ursachen für rassistische Gewalt gibt, welche mit vermehrter Repression &#8211; so nötig diese auch ist &#8211; nicht behoben werden können. Diese strukturellen Ursachen mit Feingefühl und Mut auf empirischer Basis herauszuarbeiten, bleibt eine Herausforderung für einen politisch-wissenschaftlichen Autor.</p>
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		<title>Rechtsextremismus im Internet. Die neue Gefahr.</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:45:42 +0000</pubDate>
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Von Rainer Fromm und Barbara Kernbach. Mitte 2000 zählte das Bundesamt für Verfassungsschutz allein in Deutschland ca. 500 Home-pages mit rechtsextremen Inhalten. Seit Mitte der 90er Jahre steigt die Zahl der Websites enorm an: von 32 (1996), über rund 100 (1997), auf 200 (1998) und über 300 (1999). Zusätzlich kommen noch mehr als 2000 Sites aus den USA und Skandinavien hinzu. Dies ist Anlass für Rainer Fromm und Barbara Kernbach, einen Überblick über die &#34;Flut des rechtsextremen Internetangebots&#34; zu geben. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Von Rainer Fromm und Barbara Kernbach. Mitte 2000 zählte das Bundesamt für Verfassungsschutz allein in Deutschland ca. 500 Home-pages mit rechtsextremen Inhalten. Seit Mitte der 90er Jahre steigt die Zahl der Websites enorm an: von 32 (1996), über rund 100 (1997), auf 200 (1998) und über 300 (1999). Zusätzlich kommen noch mehr als 2000 Sites aus den USA und Skandinavien hinzu. Dies ist Anlass für Rainer Fromm und Barbara Kernbach, einen Überblick über die &#8220;Flut des rechtsextremen Internetangebots&#8221; zu geben. <!--break--></p>
<p>Das Buch richtet sich an &#8220;Jugendliche, Eltern, Erzieher, Lehrer und Dozenten der politischen Bildung&#8221; und bilanziert die aktuelle Lage (Stand: November 2000) im Internet. Die Autoren sind Journalisten und beschäftigen sich seit Jahren mit dem Thema Rechtsextremismus &#8211; unter anderem schrieben sie Bücher und drehten TV-Dokumentationen. Für diese Publikation konnten beide auf eine gemeinsame Fernsehpro-duktion zu Rechtsextremismus im Internet zurückgreifen.<br />
Nach dem 1997 erschienenen Sammelband &#8220;Netz des Hasses&#8221; vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) ist die vorliegende Darstellung die zweite auf deutsch herausgegebene Veröf-fentlichung zum Thema.Das Autorenduo liefert viele Kurzdarstellungen von verschiedensten rechtsextremen Gruppie-rungen. Vorwiegend sind es deutsche Anbieter der rechten Szene, auf die näher eingegangen wird. Das rechte Spektrum reicht von den Wahlparteien NPD, Republikaner und DVU, über Einzelpersonen, Theorieorgane, Kameradschaften und Anti-Antifa-Gruppierungen, bis hin zur Subkultur und Musik wie Skinheads, NS Black Metal und Dark Wave. Weiter beschreiben sie Internet-Seiten aus dem Ausland wie die der NSDAP/AO oder von Stormfront, Sites von Holocaust-Leugnern und Gewaltspielen.<br />
Das Angebot beinhaltet programmatische Schriften und Songtexte sowie MP3-Dateien und Spiele zum Downloaden.Bei den deutschen Seiten fällt auf, dass sie meist nur Texte und Musik veröffentlichen, die keinerlei strafrechtlichen Inhalte wiedergeben, um so dem Verbot zu entgehen. Die Parteien spiegeln ihre Programme aus den diversen Printmedien und geben sich harmlos. Schließlich soll kein verfassungsfeindliches Material bereitgestellt werden, um kein Partei-Verbot zu ris-kieren. Für menschenverachtende Texte &#8220;sorgen&#8221; Einzelpersonen und kleinere Gruppen. Die-se Pages werden vom Verfassungsschutz überwacht und häufig auch geschlossen. Deshalb suchen sich viele Rechtsextremisten Anbieter im Ausland, wo es oft keine rechtlichen Rege-lungen gibt wie in Deutschland. Meistens sind diese Domains in den USA oder Skandinavien registriert und somit dem Zugriff deutscher Behörden entzogen. Das Internet wird von diesen ausländischen Anbietern neben anderen Medien als Mobilisierungs- und Vertriebsmedium genutzt.Von US-amerikanischen und skandinavischen Providern aus wird ein florierender Handel mit Hakenkreuzfahnen, Hitlerbüsten und anderen NS-Devotionalien, NS-Filmen (&#8220;Jud Süß&#8221; oder &#8220;Der ewige Jude&#8221;), Büchern (&#8220;Mein Kampf&#8221; und &#8220;Die Protokolle der Weisen von Zion&#8221;) und Musik-CDs von Nazi-Bands mit widerlichen antisemitischen und nationalsozialistischen Texten betrieben.<br />
Doch um sich braune Musik oder Bücher zu besorgen, muss man nicht einmal Bestellungen tätigen. Viele Songs stehen als MP3-Files gratis im Netz. Es gibt hierfür sogar richtige Charts. Außerdem sind diverse Hassspiele, wie &#8220;Nazi-Doom&#8221;, abrufbar.Viele Rechtsextremisten sehen im Internet die Chance, menschenverachtende Behauptungen unbehelligt zu verbreiten. Für sie bietet das World Wide Web die Möglichkeit eine soge-nannte &#8220;Gegenöffentlichkeit&#8221; zu schaffen. Die Kommunikation untereinander wird erheblich erleichtert. Das alte System der nationalen Mailboxen und Infotelefone konnte ersetzt werden. Außerdem sind viele rechtsextreme Seiten miteinander verlinkt, so dass eine enge internatio-nale Verknüpfung besteht und es ein Leichtes ist, von Deutschland aus auf Seiten volksver-hetzenden und holocaust-leugnenden Inhalts zuzugreifen.Die Autoren stellen klar, dass man dem Rechtsextremismus im Internet nicht hilflos ausgelie-fert sein muss. Als Gegenstrategien lehnen sie allerdings Verbote und Filterprogramme auf-grund ihrer geringen Wirkung ab.<br />
Stattdessen setzen sie auf Aufklärung im Internet. Sie verweisen auf engagierte Initiativen (www.adl.org, www.shoa.de, www.fasena.de) im Netz. Auch ihr Buch sehen sie als Beitrag hierzu.Selbstverständlich können in diesem Buch nicht alle rechtsextremen Websites vorgestellt werden. Daher werden die bekanntesten und wichtigsten Seiten exemplarisch behandelt. Den Anspruch, einen Überblick zu liefern, hält das Buch ein. Doch leider geht es über eine bloße Beschreibung oft nicht hinaus. Originalzitate rechter Homepages werden Verfassungsschutz-berichten gegenübergestellt, ohne dass die Autoren zu einer echten Analyse kommen. Außer-dem wäre eine theoretische Vorüberlegung angebracht gewesen: die Autoren schwanken zwi-schen den Begriffen &#8220;Rechtsradikalismus&#8221; und &#8220;Rechtsextremismus&#8221;. Ein erklärendes Glossar mit Szene-Jargon (beispielsweise dass &#8220;18&#8221; für &#8220;Adolf Hitler&#8221; und &#8220;88&#8221; für &#8220;Heil Hitler&#8221; steht; der erste bzw. achte Buchstabe des Alphabets) hätte einige Wiederholungen erspart und dem unkundigen Leser geholfen. Noch wichtiger wäre allerdings ein Register gewesen, um die Vernetzungen der rechten Szene aufzuzeigen. Leider wird auch keine Einschätzung gege-ben, wie groß die Gefahr des Rechtsextremismus im Netz nun eigentlich ist. Grundlegend bietet dieses Buch aber einen guten Einstieg ins Thema.</p>
<table width="150" border="0" cellspacing="0" cellpadding="2" align="left">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#ffcc00" width="100"><strong>Buch-Infos</strong></td>
<td rowspan="2"></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#ffffcc">Rainer Fromm und Barbara Kernbach<br />
Rechtsextremismus im Internet. Die neue Gefahr.München 2001 (Olzog Verlag), 290 Seiten, DM 29,-</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Kommentierte Linkliste</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/extremismuslinklisterechtsradikalismus-shtml-2777/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jsteiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jan 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[NPD]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
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		<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[
                            Hier finden Sie weiterführende Links zu Seiten, die sich mit dem Thema Rechtsextremismus im Internet beschäftigen. Die Auswahl fokusiert auf Websites, die regelmässig aktualisiert werden. Links zu rechtsextremistischen Seiten wurden nicht mit in die Liste aufgenommen.
                          ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                            Hier finden Sie weiterführende Links zu Seiten, die sich mit dem Thema Rechtsextremismus im Internet beschäftigen. Die Auswahl fokusiert auf Websites, die regelmässig aktualisiert werden. Links zu rechtsextremistischen Seiten wurden nicht mit in die Liste aufgenommen.
                          </p>
<p><!--break--></p>
<h5>Lexika, Nachschlagewerke</h5>
<p>
                          <a href="http://www.idgr.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lexikon Rechtsextremismus</a><br />
                          <br />Das ständig aktualisierte Lexikon gehört zum Informationsdienst Rechtsextremismus und wird als private Homepage von Margret Chatwin herausgegeben. Die Seite enthält auch aktuelle Informationen zur Leugnung des Holocaust, rechten Methoden und Aktivitäten im Internet. antisemitische Konspirationsthesen. Das Angebot richtet sich an ein breites Publikum.</p>
<p>
                          <a href="http://members.aol.com/qxer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jargon der Nazis im Netz</a><br />
                          <br />Kleines Nachschlagewerk zu Sprache, Themen und Auftreten von Rechtsextremisten im Internet.</p>
<p>
                          <a href="http://www.inidia.de/lexikon/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative Dialog</a><br />
                          <br />Lexikon zum Thema Rassismus, Vorurteile und Rechtsextremismus</p>
<p>
                          <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsextremismus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikipedia</a><br />
                          <br />Überblicksartikel Rechtsextremismus in Deutschland</p>
<p>
                          <a href="http://www.antisemitismus.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Antisemitismus.net</a><br />
                          <br />Chronik antisemitischer Vorfälle</p>
<h5>Linksammlungen</h5>
<p>                          <a href="http://www.burks.de/nazis.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Material- und Linksammlung von Burkhard Schröder</a><br />
                          <br />Linksammlung zu antifaschistischen Websites, Newsgroups, Seiten von Trittbrettfahrern, Rechtsradikalen und Literaturhinweise.</p>
<h5>Artikel in Zeitschriften und auf Websites</h5>
<p>
                          <a href="http://web.archive.org/web/20000613213454/www.univie.ac.at/Politikwissenschaft-Sowi/Forschung/rassismus/Thule.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Thule-Netz</a><br />
                          <br />Artikel von Burkhardt Schröder</p>
<p>
                          <a href="http://web.archive.org/web/20000605202734/www.univie.ac.at/Politikwissenschaft-Sowi/Forschung/rassismus/nazis.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rechte im Internet</a><br />
                          <br />Der Artikel von Sonja Dejanovic beleuchtet rechtsradikale im Internet in der ersten Hälfte des Jahres 1997.</p>
<p>                          <a href="http://www.haGalil.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">haGalil</a><br />
                          <br />Nachrichtenportal zum Thema Antisemitismus mit täglichen Updatetes aus München</p>
<p>
                          <a href="http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr284s.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel von Jens-Uwe Ries in der Zeitschrift &#8220;Analyse und Kritik&#8221;</a><br />
                          <br />Karma, Ufos und Antisemitismus: Antisemitische Verschwörungslegenden in der esoterischen Szene</p>
<p>
                          <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19096/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Faschisten stricken an &#8220;Nationaler Europäischer Front</a><br />
                          <br />Artikel von Ralf Streck auf Telepolis.de</p>
<h5>Nachrichtenseiten und Online-Initiativen</h5>
<p>
                          <a href="http://www.klick-nach-rechts.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klick nach rechts</a><br />
                          <br />Nachrichten zum Thema Rechtsextremismus</p>
<p>
                          <a href="http://www.antifaschistische-nachrichten.de/2004/25-26/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Antifaschistische Nachrichten</a><br />
                          <br />Seit zwei Jahrzehnten erscheinen die antifaschistischen Nachrichten alle 14 Tage mit Berichten und Dokumenten über antifaschistische Aktionen und mit Meldungen und Hintergrundinformationen über faschistische Organisationen in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa. Regelmässig wird über rechte Publikationen berichtet.</p>
<p>
                          <a href="http://www.netzgegenrechts.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netz gegen Rechts</a><br />
                          <br />Zusammenschluss von Der Spiegel, Die Woche, ZDF, ARD, Bild und anderen. Dort werden Beiträge zuim Thema Rechtsextremismus zusammengestellt. Damit soll das demokratische Meinungsbildung zum Thema Rechtsextremismus gefördert und ein breites Meinungsspektrum gegen rechtsradikale Agitation geschaffen werden.</p>
<p>
                          <a href="http://www.f-r.de/uebersicht/alle_dossiers/politik_inland/was_tun_gegen_rechts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was tun gegen Rechts</a><br />
                          <br />Initiative der Frankfurter Rundschau</p>
<p>
                          <a href="http://www.h-ref.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Holocoust-Referenz</a><br />
                          <br />Argumente gegen Holocoust-Leugner</p>
<p>
                          <a href="//www.nadeshda.org/foren/cl.politik.antifa/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nadeshda</a><br />
                          <br />Informations- und Kommunikationsmedium für Politik und Umwelt</p>
<p>
                          <a href="http://www.deutscher-nationalismus.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutscher Nationalismus.de</a><br />
                          <br />englischsprachige Infoseite zum Thema Nationalismus in Deutschland</p>
<p>
                          <a href="http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/kategorie.php?id=6&amp;katname=Literatur%20und%20Links" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mut gegen Rechte Gewalt</a><br />
                          <br />Seite gegen Rechtsextremismus des Magazins stern und der Amadeu Antonio Stiftung mit Sitz in Berlin. Hier dindet man Berichte über Rechtsextremismus, gesellschaftliche Reaktionen und Projekte gegen Rechts.</p>
<p>
                          <a href="http://www.breakthesilence.de.vu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Break the Silence</a><br />
                          <br />Initiative gegen rechtsradikale Läden</p>
<p>
                          <a href="http://www.projektwerkstatt.de/ul/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">rechtslastige Sekten</a><br />
                          <br />Die Unterseite der Projektwerkstatt befasst sich in erster Linie mit der rechten Sekte<br />
                          <a href="http://home.arcor.de/veganwitch/ul/universelles-leben.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universelles Leben</a>.</p>
<p>
                          <a href="http://www.odem.org/material/verfuegung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Odem.org</a><br />
                          <br />Materialien zu Sperrverfügungen gegen rechte Websites</p>
<p>
                          <a href="http://zoom.mediaweb.at/zoom_198/hassnetz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands</a><br />
                          <br />Bestandsaufnahme der Aktivitäten von Rechtsradikalen im Netz bis 1998</p>
<p>
                          <a href="http://www.tu-berlin.de/~zfa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU-Berlin</a><br />
                          <br />Dokumente und Literaturhinweise zum Thema Antisemitismus</p>
<p>
                          <a href="http://www.akdh.ch/index1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktion Kinder des Holocoust</a><br />
                          <br />Schweizer Seite gegen Rechtsextremismus</p>
<p>
                          <a href="http://www.inforiot.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Inforiot</a><br />
                          <br />Unabhängiges Infosystem für alternative Politik und Kultur mit Schwerpunikt rechte Gewalt im Land Brandenburg</p>
<p>
                          <a href="http://www.united.non-profit.nl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">United</a><br />
                          <br />europaweites Netzwerk gegen Rassismus</p>
<p>
                          <a href="http://www.nadir.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nadir</a><br />
                          <br />Das nadir Infosystem bietet Informationen zum Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Internet. Es ist<br />
                          <br />mit der virtuellen Version eines Infoladens vergleichbar.</p>
<p>
                          <a href="http://www.bnr.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blick nach Rechts</a><br />
                          <br />Informationsdienst für alle, die sich gegen den Rechtsextremismus und gegen rechte Gewalt, gegen Neonazis, gegen Rassismus und Antisemitismus stellen. Seit 1984 beobachtet Blick nach Rechts die rechte Szene und ihre Ränder in Deutschland und im Ausland und klärt über aktuelle Entwicklungen und zeigen Hintergründe auf.</p>
<h5>Staatliche Dokumentationen</h5>
<p>
                          <a href="http://www.verfassungsschutz.de/de/arbeitsfelder/af_rechtsextremismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesamt für Verfassungsschutz</a><br />
                          <br />Seite zum Arbeitsfeld Rechtsextremismus</p>
<p>                          <a href="http://www.bpb.de/themen/M6RM34,0,0,Rechtsextremismus.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundeszentrale für politische Bildung</a><br />
                          <br />Themengebiet Rechtsextremismus</p>
<h5>Literatur</h5>
<p>Armin Pfahl-Traughber: &#8220;Rechtsextremismus in der Bundesrepublik.&#8221; Beck, München 2001.</p>
<p>Stöss, Richard: &#8220;Rechtsextremismus im vereinten Deutschland.&#8221; 3., aktualisierte Auflage, Berlin 2000.</p>
<p>Stiftung Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.): &#8220;Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus.&#8221; Wien 1994.</p>
<p>Bibliographien zum Thema Rechtsextremismus auf<br />
                          <a href="http://www.idgr.de/_inhalt/bibliographie1.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IDGR</a> und<br />
                          <a href="http://www.doew.at/information/mitarbeiter/beitraege/strukturre.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">doew.at</a></p>
<p>WolfgangNeugebauer: Strukturen rechtsextremer Organisationen und deren Bereitschaft zur Gewalt (DÖW)</p>
<p class="fett"></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Rechtsradikale im Internet &#8211; Ein Überblick</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/rechtsextremismus-im-netz/extremismusueberblickrechtsweb-shtml-2943/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jsteiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jan 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rechtsextremismus im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Republikaner]]></category>
		<category><![CDATA[DVU]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>
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					<description><![CDATA[Rassistische, antisemitische und chauvinistische Inhalte im Internet beschränken sich nicht nur auf Websites der rechten Szene. Beispiele dafür findet man in sämtlichen Medien. Die Spannweite reicht von der Tagespresse über Fernsehen und Hörfunk bis hin zu religiösen und privaten Homepages, Newsgroups und Foren. Die rechte Szene nutzt alle Dienste, die das Internet zur Verfügung stellt. Dazu zählen nicht nur die Seiten des World Wide Web, sondern auch FTP-Server, eMail-Dienste und das Usenet. Ihre Präsenz ist, gemessen an der Zahl aller User und Angebote im Internet verschwindend gering.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rassistische, antisemitische und chauvinistische Inhalte im Internet beschränken sich nicht nur auf Websites der rechten Szene. Beispiele dafür findet man in sämtlichen Medien. Die Spannweite reicht von der Tagespresse über Fernsehen und Hörfunk bis hin zu religiösen und privaten Homepages, Newsgroups und Foren. Die rechte Szene nutzt alle Dienste, die das Internet zur Verfügung stellt. Dazu zählen nicht nur die Seiten des World Wide Web, sondern auch FTP-Server, eMail-Dienste und das Usenet. Ihre Präsenz ist, gemessen an der Zahl aller User und Angebote im Internet verschwindend gering.<strong></strong></p>
<p>Der Begriff &#8220;Rechtsextremist&#8221; umfasst Anhänger rassistischer, antisemitischer und revisionistischer Ideologien. Einzelne Äußerungen dieser Art beschränken sich jedoch nicht nur auf die rechten Szene. Das Auftreten von Neonazis im deutschsprachigen Internet steht im Mittelpunkt dieses Überblicks. Das<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/t/t_h/thule-netz/thule-netz.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thule-Netz</a>, ein hierarchisch gegliedertes Mailbox-System außerhalb des Internets, hat in den letzten Jahren an Bedeutung verloren. Nicht nur für rechtspopulistische Parteien, auch für rechte Verlage, Vertriebe und Gruppierungen bietet das Internet eine geeignete Plattform. Deren Gefährlichkeit, Reichweite und Menge wird jedoch oft überschätzt. Fachliteratur zum Thema Rechtsextremismus im Netz gibt es fast gar nicht.<br />
<a href="http://cyber.law.harvard.edu/filtering/google/results1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Filtersysteme</a> von Suchmaschinen haben sich bisher als wenig sinnvoll und<br />
<a href="http://www.theregister.co.uk/2001/01/19/how_to_bypass_nazi_filtering/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">uneffektiv</a> erwiesen. Jede Suchanfrage mit rechten Schlüsselwörtern wird immer auch Ergebnisse der weltanschaulichen Konkurrenz liefern.</p>
<h5>Tendenzen und Strömungen</h5>
<p>Innerhalb der Rechten haben sich verschiedene subkulturelle Tendenzen entwickelt. Rechtsextremisten treten als Globalisierungsgegner,<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/n/n_p/npd/npd.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nationale Demokraten</a>,<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/r/r_e/revisionismus/revisionismus.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Revisionisten</a> oder<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/c/c_o/conrad-jo/conrad-jo.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neuheidnische Gruppen</a> in Erscheinung. Gelegentlich stößt man auf sie im Gewand von Burschenschaften,<br />
<a href="http://www.kverlagundmultimedia.de/Archiv/Chronologisch99/Brauner_Anarchismus/brauner_anarchismus.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nationalanarchisten</a>,<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Querfront" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Querfrontlern</a> und Kämpfern für Meinungsfreiheit und Bürgerrechte. Sie versuchen Foren und<br />
<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/extremismus/rechtsweb_dol2day.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Initiativen</a> zu stören oder zu vereinnahmen und treffen sich in Newsgroups. Einheitliche Strategien für das Auftreten von Rechten im Internet gibt es nicht. Nur die offensichtliche oder unterschwellige Präsentation menschenverachtendender Inhalte ist allen Seiten gemein. Anonymität im Netz ist in der Rechten von großer Bedeutung. Passwortgeschützte Seiten, Remailer, verschlüsselte Chats- und eMails sind längst zum Standard geworden. Dezentrale Strukturen mit flachen Hierarchien erwiesen sich als effektiver und schwerer anfechtbar als eine starre und einheitliche Organisationsform. Dabei orientierte man sich stark an der radikalen Linken.</p>
<h5>Rechte Parteien</h5>
<p>Alle zugelassenen rechten Parteien sind mittlerweile im World Wide Web vertreten. Die<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/r/r_e/republikaner/republikaner.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Republikaner</a>, die<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/n/n_p/npd/npd.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NPD</a> und die<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/d/d_e/deutsche-volksunion/dvu.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DVU</a> präsentieren sich im Netz nicht nur auf Bundesebene. Auch die Landesverbände und Jugendorganisationen der rechten Parteien verfügen über eigene Websites.</p>
<h5>Koordination und Mobilisierung</h5>
<p>Ein wichtiges Mobilisierungswerkzeug zu Aktionen, Demonstrationen, Aufmärschen und Schulungen ist die<br />
<a href="http://www.im.nrw.de/sch/342.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Stimme</a> aus Riesa. Ein Kalender listet alle bundesweiten Veranstaltungen chronologisch auf. Dort hat man die Möglichkeit, Plakate, Aufkleber und Transparente zu rechtskonservativen Themen zu erwerben. Zur Zeit läuft auf der Seite eine Kampagne gegen den Beitritt der Türkei in die EU.</p>
<h5>Aktionsbündnisse</h5>
<p>Als Gegenstück zu den Sozialbündnissen der globalisierungskritischen Bewegung entstanden in den letzten Jahren dezentral organisierte, rechte Aktionsbündnisse. Neben Terminankündigungen, Demo-Berichten und Linklisten, werden auf deren Seiten Kampagnen zu populistischen Themen geschaltet. Aktuelle Beispiele sind Hartz IV, Globalisierung, die Bombardierung Dresdens, der NPD-Wahlkampf in Schleswig-Holstein und sogenannte „Gedenkmärsche“ in Wundsiedel und Halbe. In Archiven kann man nach älteren Beiträgen suchen. Auch alle Pressemitteilungen der Aktionsbündnisse werden dort veröffentlicht. Zudem stehen auf den untereinander verlinkten Seiten der regionalen Bündnisse Flugblätter zum Download bereit.</p>
<h5>Anti-Antifa Network</h5>
<p>Das<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/a/a_n/anti-antifa/anti-antifa.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anti-Antifa Network</a> versteht sich als rechter Geheimdienst mit Zweigstellen in fünf Bundesländern. Sie erstellen einen Suchindex für Adressen, Fotos und „Daten jeglicher Art“ von Personen und Projekten, die sich mit der Naziszene kritisch auseinandergesetzen, darunter auch einige Journalisten.</p>
<h5>Rechte Gruppen, Kameradschaften und Organisationen</h5>
<p>So verschieden die Ansätze rechter Gruppen in Deutschland sind, so unterschiedlich ist auch ihr Auftreten im Internet. Einige Seiten sind extrem dilettantisch, andere sehr professionell gestaltet. Nicht immer findet man gleich einen direkten Bezug auf rechte Themen oder Symbole. Mal orientieren sie sich am Layout einschlägiger Antifa-Seiten, mal an der Ästhetik der Heavy-Metal-Szene oder der New Economy. Viele rechte Websites werden nur selten aktualisiert. Die Jugendorganisation „HDJ“ offeriert für Kinder und Jugendliche im Internet Kanufahrten, „Feier- und Gedenkstunden“ und sogenannte „Leistungsmärsche“. Die Seite „Freier Widerstand“ ermöglicht den Download von Videos, rechter Musik, Newsticker-Programmen und Werbebannern für die eigene Homepage. Die „jungen Landsmannschaften“ werben im Web mit Reisen ins „besetzte Ostpreussen“ und laden zu regionalen Stammtischtreffen ein. Der „Kampfbund deutscher Sozialisten“ vertreibt im Netz T-Shirts und die Zeitschrift „Wetterleuchten“. Diese enthält rechte Aufsätze, die den Kapitalismus als Gesellschaftsform in Frage stellen. Ebenfalls regional unterteilt sind die Websites des „Nationalen Widerstands“. Sie unterscheiden sich im Erscheinungsbild, jedoch nicht in der Themenauswahl. Immer wieder inszenieren sich Rechtsradikale im Netz als Opfer von Zensur, Ausgrenzung und Verleumdung. Etablierte Politiker, Medien, Antifaschisten und Verfassungsschützer bezeichnen sie als ihre Hauptfeinde. Auf der Homepage des „Nationalen Bündnisses Dresden“ wird dies besonders deutlich.</p>
<h5>Rechte Webradios und Musik</h5>
<p>Auf der Seite von „Radio Freiheit“ aus Langenhagen kann man alle zwei bis drei Wochen aufstachelnde Kommentare zu aktuellen politischen Themen als mp3-File herunterladen. Die meist sehr langen Redebeiträge bedienen sich sich einer Rhetorik, die der Sprache der Boulevardpresse und der Propaganda des Dritten Reichs ähnelt. Das Logo des rechten Webradios ist ein Volksempfänger. In der Selbstdarstellung ist jedoch zu lesen, dass die Seite „nicht als Propaganda genutzt“ werden soll. In den Sendungen bekommt man gestellte Interviews, Kommentare, Terminankündigungen und Musik von rechten Bands zu hören. Stilistisch knüpft die Musik an die Agitprop- und Liedermacher-Bewegung, Punk und mittelalterliches Liedgut an. Die Texte nehmen fast immer Bezug auf nationalistische und militärische Themen. Das Berliner<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/r/r_a/radio-germania/radio-germania.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Radio Germania</a> und „Radio National“ sind zur Zeit offline. Das „Preussenradio“ gehört zum rechten PHI-Verlag. Seit 2001 ist es kostenpflichtig und nur nach Eingabe eines Passworts als real-Audiostresam zu hören. Musik rechtsradikaler Bands erhält man in etwa 50-Online-Shops und auf den Privat- und Fanseiten der einzelnen Gruppen.</p>
<h5>Rechte Verlage, Netzwerke, Infotelefone und Onlineshops</h5>
<p>Seit Anfang 2003 existiert das rechte Nachrichtennetzwerk<br />
<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/14/14584/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Altermedia</a>. Es wurde von<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/d/d_u/duke-david/duke-david.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">David Duke</a>, einem Antisemiten aus den USA, initiiert. Inzwischen gibt es in 17 Ländern Ableger von Altermedia. Das Layout der Seite ähnelt in groben Zügen den Seiten des globalisierungskritischen Netzwerks<br />
<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/paward7.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Indymedia</a>, verzichtet aber auf die Möglichkeit des Open Publishing. Altermedia dient vorrangig zur Zweitveröffentlichung und Verlinkung von Texten, die bereits auf anderen rechten Sites zu finden sind. Auf der Webpage des<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/n/n_a/nationales-infotelefon/nit.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rostocker Freien Widerstand Nord</a> werden Busreisen zu Aufmärschen und Demoanstrationen koordiniert.<br />
<a href="http://www.ida-nrw.de/html/Hagit.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nationale Infotelefone</a> geben Termine nicht nur über ortsunabhängige 0700-Nummern, sondern auch über das Internet bekannt. Das Internet-Magazin Sleipnir bezeichnet sich selbst als Zeitschrift für Kultur, Geschichte und Politik, beschränkt sich aber auf Berichte von Gerichtsverfahren gegen den eigenen Herausgeber. Fünf Online-Buchläden und Verlage haben sich auf den Vertrieb revisionistischer, kriegsverherrlichender und nationalistischer Bücher, Broschüren und Zeitschriften spezialisiert.</p>
<h5>Online-Magazine und Zeitschriften</h5>
<p>Die Netzzeitung<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/a/a_u/aula/aula.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Aula</a> aus Österreich ist das Sprachrohr rechter Burschenschaften. Die Redaktion der Zeitung „Deutschland-Woche“ und der Seite „Gladiator Germania“ ist identisch. Eines der Hauptthemen auf den Seiten ist der Krieg im Irak. Seit Anfang 2004 wurden die Seiten nicht mehr aktualisiert. Die Zeitschrift „UN“ (Unabhängige Nachrichten) bezeichnet sich als Kämpferin für Pressevielfalt, Grund-, Bürger- und Heimatrechte der Völker im eigenen Land. Zur UN gehört auch die Seite „Auf den Stundenplan“. Dort wird propagiert, dass Schulbücher gefälscht wären. Sogenannte „Ersatzblätter für fehlende oder verfälschte Schulbücher“ würden das fehlende Wissen ausgeglichen. Weitere rechte Zeitschriften mit Internet-Präsenz sind das<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/d/d_e/deutsches-kolleg/deutsches-kolleg.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Kolleg</a> von<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/m/m_a/mahler-horst/mahler-horst.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Horst Mahler</a>, der Nationale Beobachter und das Bonner Magazin Criticón. Dieses richtet sich an konservative Unternehmer aus dem Mittelstand. Die Monatszeitungen „Deutsche Stimme“ und „Nationalzeitung“ sind Sprachrohre der rechten Parteien. In der Autorenliste der<br />
<a href="http://lexikon.idgr.de/j/j_u/junge-freiheit/junge-freiheit.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jungen Freiheit</a> aus Potsdam findet man viele Mitglieder von CDU, SPD und FDP. Die Internet-Zeitschrift „Triskelle“ richtet sich mit Kochrezepten, Basteltipps und Geschenkideen an Frauen aus dem rechten Spektrum. Der „Arbeitskreis Mädelschar“ und die „Gemeinschaft Deutscher Frauen“ vereinen politisch aktive Frauen aus der Rechten.</p>
<h5>Neuheidnische Gruppen</h5>
<p>Die Grenze zwischen esoterisch-okkultistischen und nationalistischen Seiten ist oftmals fließend. Arier- und Germanentum, Sonnenkult und Verschwörungstheorien vermischen sich auf etwa einem Dutzend Seiten unterschwellig mit menschenverachtenden Inhalten. Die „Allgermanische Heidnische Front“ und die germanischen Freunde verstehen sich als „Begründer aller menschlichen Kulturen und europäische Ureinwohner“. Die Macher der Seite „Lichtwärts“ bezeichnen sich als Förderer von Bündnissen gleichgesonnener Heiden. Immer wieder stößt man auf Runen und Bilder von Sonnenrädern, kämpfenden Rittern und mystischen Landschaften.</p>
<h5>Fazit</h5>
<p>Innerhalb der Rechten haben sich verschiedene subkulturelle Tendenzen entwickelt. Das Auftreten von Rechtsradikalen im Internet ist subtiler geworden. Ihre Sprache und Symbolik bewegt sich bewusst an der Grenze der Legalität. Querfrontstrategien erreichen meist nur User, die schon Anänger der Ideologie sind. Beim genaueren Hinsehen enttarnen sich alle Seiten von selbst. Die Gefahr liegt weniger in Verbreitung rechtsextremer Propaganda und Symbole als in der Integration menschenverachtendender Inhalte in gesellschaftliche Diskurse. Filtersysteme von Suchmaschinen und Abschaltungen von Websites erwiesen sich bisher als wenig effizient. Der Förderung von Medienkompetenz muss in Zukunft eine größere Bedeutung begemessen werden, um rechter Hetze im Internet effektiv entgegenzutreten.</p>
<p class="fett">
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		<item>
		<title>Eine Bundesausländerbeauftragte &#8220;zum Chatten&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cdowe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländerpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Einwanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Marieluise Beck]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Marieluise Beck im Chat am 24. April 2001</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Marieluise Beck im Chat am 24. April 2001</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Einen Tag, nachdem die CSU ihr<br />
umstrittenes Strategiepapier zur Einwanderung vorgelegt hatte, war<br />
Marieluise Beck, Ausländerbeauftragte des Bundes, zu Gast im Chat von<br />
stern.de und politik-digital. Rund um die Themen Einwanderung und<br />
Rassismus wurde engagiert diskutiert. Becks Meinung zu den Entwürfen<br />
der CDU: <i>&quot;Es macht mich perplex, dass nach einem Jahr Debatte die<br />
CSU mit einem so dünnen Papierchen an die Öffentlichkeit tritt und<br />
dafür auch noch Beifall bekommt. Die CSU Verlautbarungen enthalten<br />
keinen einzigen ausdifferenzierten Vorschlag sondern nur allgemeine<br />
Willensbekundungen. Aber vielleicht ist man ja schon erstaunt, wenn<br />
eine CSU zum Thema Einwanderung überhaupt so etwas zu stande bekommt&quot;.</i><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Überhaupt machte die<br />
Bundesausländerbeauftragte keinen Hehl aus ihrer Haltung gegenüber den<br />
jüngsten Bemerkungen der Union. Die Äußerung des CDU-Generalsekretärs<br />
Laurenz Meyer, er <i>&quot;schäme sich nicht, ein Deutscher zu sein&quot;</i>, passe nicht zu einer demokratischen offenen Gesellschaft. Dies sei ein Bekenntnis zu einem <i>&quot;Stöckchen&quot;</i>, das von rechten Wahlplakaten komme. Aber auch zu Mitgliedern der eigenen Partei hatte Beck  Kritisches zu bemerken: <i>&quot;Ich<br />
fand es schade, dass Trittin mit seiner überzogenen Polemik die<br />
Möglichkeit verschenkt hat, Herrn Meyer dort anzugreifen wo es<br />
politisch notwendig gewesen wäre&quot;.</i><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dass Deutschland schon seit<br />
langem ein Einwanderungsland sei, negiere die Gesellschaft nur bislang.<br />
Die Bremer Politikerin verlieh ihrer Sorge um den zunehmenden Rassismus<br />
im Alltag Ausdruck.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als einen wichtigen Integrationsfaktor bezeichnete Beck das Erlernen der deutschen Sprache, <i>&quot;weil man sonst von Schule, Ausbildung oder beruflichem Fortkommen abgehängt wird&quot;</i>. Da aber viele Zuwanderer das Recht auf Zuwanderung haben <i>&quot;kann man Sprachkurse nur im Angebotsweg anbieten&quot;</i><br />
erklärte Beck. Was die Möglichkeiten der multikulturellen Gesellschaft<br />
angeht, gab sich die Abgeordnete der Grünen optimistisch: <i>&quot;Jede<br />
dritte Ehe in westdeutschen Großstadtzentren wird inzwischen binational<br />
geschlossen, bundesweit hat jedes 6. Kind binationale Eltern. Also<br />
keine Integration?&quot;</i><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Trotz des hohen Klärungsbedarf im Chat musste Beck ihr eigenes Amt im Chatraum verteidigen. Auf die Frage eines Chatters: <i>&quot;Wenn denn schon alles so toll geregelt ist, wozu brauchen wir dann noch eine Ausländerbeauftragte?&quot;</i> konterte sie: <i>&quot;Zum Chatten&quot;</i>.<br />
Vertiefend erklärte sie, dass sie und ihr Team neben ihren eigentlichen<br />
politischen Aufgaben etwa 1300 Einzelfälle im Jahr bearbeiten. Probleme<br />
gäbe es jedoch, weil in Deutschland viele unterschiedliche Stellen sich<br />
mit der Einwanderung befassten. <i>&quot;Eine politische Instanz, die<br />
endlich System in dieses Wirrwarr bringt, wäre sicherlich vernünftig.<br />
On the long run könnte das auch ein Ministerium sein&quot;.</i><br />
<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/politik/chataktuell/archiv/5150_13139.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b><br />
<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="center">
<p>
			&nbsp;
			</p>
<p>			<center><br />
			<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kommentieren<br />
			Sie diesen Artikel!</span></a></i><br />
			</center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
			</span><br />
			<center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i><a href="http://www.politik-digital.de/salon/diskussion/">Diskutieren<br />
			Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span><br />
			</center></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Jasmin Tabatabai</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländerfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländerpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Jasmin Tabatabai]]></category>
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					<description><![CDATA[<table border="0" width="390">
	<tbody>
		<tr>
			<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
			<td>Sehr geehrte Frau Tabatabai, herzlich willkommen im Chat von Cornelsen,
			der Shoa Foundation und politik-digital. Wir freuen uns, Sie live von der
			Bildungsmesse in Hannover begrüßen zu können. Das Thema
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Sehr geehrte Frau Tabatabai, herzlich willkommen im Chat von Cornelsen,<br />
			der Shoa Foundation und politik-digital. Wir freuen uns, Sie live von der<br />
			Bildungsmesse in Hannover begrüßen zu können. Das Thema<br />
			des Chats &quot;Erinnern für Gegenwart und Zukunft&quot; bezieht sich auf eine<br />
			gleichnamige CD-Rom und einen Schülerwettbewerb. Warum engagieren<br />
			Sie sich als Patin für diesen Wettbewerb?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich glaube, ich müsste eher erklären, warum ich es nicht<br />
			täte. Jetzt mal im Ernst: Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit&#8230;.<br />
			und ich freue mich sehr, als Patin hier mitwirken zu dürfen</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>SK-Biene: </b></td>
<td>Meine Frage an Jasmin: Sie sprechen 4 Sprachen, sind in zwei verschiedenen<br />
			Ländern aufgewachsen &#8211; Wo fühlen Sie sich zu Hause?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>In Berlin, wo meine Freunde sind. ich sehe mich auch als Deutsche,<br />
			bloß mit einem orientalischen Background&#8230;. home is where the heart<br />
			is.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>hoetzle: </b></td>
<td>Hallo Jasmin, warum bist du aus dem Iran nach Deutschland gekommen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich war auf der deutschen Schule und in der Revolutionszeit hat diese<br />
			zugemacht &#8211; wegen den Unruhen. Deswegen sind wir nach Deutschland, denn<br />
			sonst hätten wir ein Jahr verloren.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>NCC1701: </b></td>
<td>Kannst Du noch einmal erklären, was Du in dieser Organisation<br />
			für eine Position hast und was Du da machst?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich bin Patin für den Schülerwettbewerb, der von der Shoah-Foundation<br />
			und dem Cornelsen Verlag ausgerufen wurde. Meine Aufgabe heute ist es mit<br />
			Euch zu chatten und möglichst viele Jugendliche, also Euch, für<br />
			diesen Wettbewerb zu gewinnen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>SK-Biene: </b></td>
<td>Würden Sie sagen, dass man als prominente(r) Künstler(in)<br />
			eine Vorbildfunktion haben kann und muß?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Keine Ahnung ob ich zum Vorbild tauge 🙂 aber auf jeden Fall hat man<br />
			eine besondere Verantwortung wenn man in der Öffentlichkeit steht<br />
			&#8211;  in welcher Form auch immer.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>marla: </b></td>
<td>Haben sie jemals Ausländerfeindlichkeit selbst erlebt?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ja, wenn auch eher in subtiler Form. Da ich aktzentfrei deutsch spreche,<br />
			werde ich oft nicht als &quot;Ausländer&quot; erkannt. Ich hab aber auch schon<br />
			mal 9 Monate auf einen neuen Personalausweis gewartet, weil der Beamte<br />
			mir erzählen wollte, dass ich gar keine Deutsche bin.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>joe:</b></td>
<td>Hallo Frau Tabatabai! Würden Sie Deutschland als ausländerfeindliches<br />
			Land bezeichnen? Auch im Vergleich mit anderen Ländern&#8230;</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai:</b></td>
<td>Nein, überhaupt nicht. Ich wünsche mir nur manchmal, die<br />
			Deutschen würden sich selber mehr lieben&#8230; und ich meine damit kein<br />
			dumpfes &quot;ich bin stolz ein doitscher zu sein&quot; oder so&#8217;n kack. Sondern ein<br />
			gesundes liebevolles Verhältnis zu dem Land, in dem ich lebe. Es gibt<br />
			auch viele schöne Sachen an Deutschland.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Zum Engagement:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>rockstar: </b></td>
<td>Viele Künstler engagieren sich gegen rechts. Das finde ich klasse!<br />
			Aber hast du nicht manchmal Angst, gerade dann Zielscheibe von rechten<br />
			zu werden? </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Nö, ich habe vor diesen Dumpfbacken keine Angst. es gibt schließlich<br />
			genügend vernünftige Deutsche.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>h-o: </b></td>
<td>Du machst ja auch Musik. In deinen bisherigen Songs hast du das Thema<br />
			Ausländerfeindlichkeit bisher noch nicht aufgegriffen. Könntest<br />
			Du dir vorstellen, eine extra eine Platte mit Liedern &quot;gegen Rassismus&quot;<br />
			zu machen, evtl. mit anderen Leuten zusammen und auf die Einnahmen aus<br />
			dem CD-Verkauf zu verzichten?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ja, natürlich.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>susy: </b></td>
<td>..vielleicht mit der Besetzung von BANDITS&#8230;? </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Gibt es da konkrete Planung?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich werde die Mädels mal fragen, wenn ich sie wieder sehe.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Vielleicht noch mal ganz grundsätzlich zum Thema:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Schuelerzeitung: </b></td>
<td>Worum handelt es sich bei diesem Wettbewerb?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Es ist ein Wettbewerb mit dem alle angesprochen sind. Egal ob mit einer<br />
			Website, mit einem Song, mit einem Film oder mit einem Aufsatz, einer Fotoreportage&#8230;und<br />
			und und &#8211; was immer euer gewünschter Output ist. Es sollte nur um<br />
			das Thema Toleranz und Respekt zwischen allen Menschen. Egal was ihre Herkunft<br />
			oder ihr Beruf ist.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Frankie: </b></td>
<td>Was meinen Sie persönlich, wodurch Ausländerfeindlichkeit<br />
			entsteht?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich glaube, Intoleranz und Hass entsteht immer durch Angst. und Unwissenheit.<br />
			Wenn ich meinen Gegenüber nicht kenne, ist es für manche Menschen<br />
			leichter ihn abzulehnen, als zu versuchen ihn zu verstehen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>hoetzle: </b></td>
<td>Wie verhältst du dich, wenn in deiner Nähe jemand ausländerfeindlich<br />
			behandelt wird oder diskriminiert wird, z.B. in der U-Bahn?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Auf jeden Fall einschreiten. Auf gar keinen Fall wegsehen und schweigen.<br />
			und wenn es nur ist, dass man die Polizei ruft. </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Waren Sie schon mal in einer solchen Situation?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Nicht in einer U-Bahn, und nicht mit Verprügeln oder so. Aber<br />
			ja, klar, habe ich eine solche Situation schon erlebt.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>akiju: </b></td>
<td>Wo fängt deiner Meinung nach die Ausländerfeindlichkeit an?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>In dem Moment, wo ich einen Menschen nicht als Mensch, sondern als<br />
			Ausländer, Homosexuellen, etc. irgendwie &quot;anders&quot; behandle.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>h-o: </b></td>
<td>Im Osten Deutschlands gilt Ausländerfeindlichkeit (z. B. unter<br />
			arbeitslosen Jugendlichen) als besonders weit verbreitet. Mit welchen Maßnahmen<br />
			könnte man am ehesten dagegen vorgehen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich glaube, dass diese CD-ROM ein sehr guter Anfang ist. weil die Geschichte<br />
			hier nicht nüchtern und sachlich, mit abstrakten Zahlen und Daten<br />
			erzählt wird, sondern als persönliche erlebte Geschichte. Auf<br />
			mich macht so was jedenfalls viel mehr Eindruck als jeder Aufsatz aus Geschichtsbüchern.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>akiju:</b></td>
<td>Meinst du nicht, dass wir nicht alle ab und zu dazu tendieren zu diskriminieren?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Klar. Um so wichtiger ist es, uns dessen bewußt zu werden. Die<br />
			jüngere Geschichte Deutschlands mit allen Verbrechen, die begangen<br />
			wurden, ist doch auch eine Chance für uns, die Jüngeren, aus<br />
			den Fehlern zu lernen und dafür zu sorgen, dass so etwas wenigstens<br />
			in unserem eigenen Land nie wieder passieren darf.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Kommen wir mal zu dem Thema &quot;Medien&quot;:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>joe: </b></td>
<td>Was könnte man mit Hilfe der Medien für ein offenenes, multikulturelles<br />
			Deutschland tun?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Auch hier gilt: Nicht wegschauen, sondern dagegenhalten. Ich hoffe<br />
			sehr, dass der allgemeine Aufschrei im Sommer letzten Jahres und die ganzen<br />
			Aktionen gegen Ausländerfeindlichkeit, nicht nur eine Modeerscheinung<br />
			waren, um dass Sommerloch zu stopfen, sondern dass es weitergeht.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Schuelerzeitung: </b></td>
<td>Welche &quot;Neue Medien&quot; nutzen Sie, sehr geehrte Frau Tabatabai?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Das Internet zum Beispiel. Es ist ein tolles Medium. es bringt die<br />
			Welt näher zusammen, sozusagen ins Wohnzimmer. Ich liebe meinen Computer<br />
			und finde, dass CD-ROMs und DVDs ganz tolle neue Erfindungen sind.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td>noch mal zu den Medien:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Floh: </b></td>
<td>Ist das Thema &quot;Rassismus&quot; und &quot;Holocaust&quot; und dessen Bekämpfung<br />
			vielleicht zu uninteressant für die Medien? (Nachrichten ausgenommen)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich glaube nicht. Vielleicht ist es eher zu brisant. Sicher, wenn ich<br />
			lieber langweiligen Leuten im Container zusehe, als einem Zeitzeugen 5<br />
			Minuten zuzuhören, dann ist mir auch nicht mehr zu helfen. Ich persönlich<br />
			finde die deutsche Geschichte jedenfalls gar nicht uninteressant, sondern<br />
			sehr spannend.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>joe: </b></td>
<td>Die Deutschen haben oft ein &quot;Problem&quot; mit ihrer Vergangenheitsbewältigung.<br />
			Wie haben Sie das selbst im Geschichtsunterricht in der Schule erlebt?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ehrlich gesagt habe ich mich im Geschichtsunterricht eher gelangweilt.<br />
			Alles sehr theoretisch. Ich wüünschte, ich hätte damals<br />
			diese CD-ROM gehabt &#8211; das wäre wesentlich spannender gewesen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>lippe: </b></td>
<td>Sie sind bisher kaum in politischen Rollen aufgetreten. Warum glauben<br />
			Sie, hat man Sie für das Shoah-Projekt ausgewählt?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Vielleicht, weil ich als Halb-Iranerin, Halb-Deutsche für ein<br />
			&quot;multikulturelles&quot; Deutschland stehe. Eigentlich mag ich das Wort &quot;multikulturell&quot;<br />
			gar nicht so, weil es mir zu wollsockig klingt, aber wir haben halt kein<br />
			besseres. Vielleicht wäre das doch eine Idee für den Wettbewerb:<br />
			&quot;Erfindet ein cooleres wort für &#8216;multikulti&#8217;&quot;.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>NCC1701:</b></td>
<td>Wie wäre es mit &quot;Metakulturell&quot;</td>
</tr>
<tr>
<td><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td align="right" valign="top">&quot;Metakulturell&quot; ist gut, aber klingt sehr theoretisch.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Lippe00: </b></td>
<td>Glauben Sie, dass Filme wie „Gripsholm“ einen Beitrag zur politischen<br />
			Toleranz leisten können?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Zumindest ist es eine Auseinandersetzung mit einem der größten<br />
			deutsch-jüdischen Autoren und sein Leben in genau dieser Zeit, wo<br />
			der Nationalismus an die Macht kam.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>BattleofEvermore:</b></td>
<td>Ist es deiner Meinung nach wichtiger an Vergangenes zu gedenken oder<br />
			vielmehr eine Basis für die zukünftigen Generationen zu schaffen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Du kannst eine Basis nur schaffen, wenn du weißt, wer du bist.<br />
			und um zu wissen, wer du bist, mußt du deine eigene Geschichte kennen.<br />
			Es geht hier nicht um Schuld und Scham. Natürlich ist kein Deutscher<br />
			aufgrund seiner Herkunft schuldig. Aber wir haben nun mal eine ganz spezielle<br />
			Geschichte und es ist sehr wichtig, dass wir uns damit auseinander setzen,<br />
			dass wir sie auch annehmen. . Sonst laufen wir Gefahr, wieder die selben<br />
			Fehler zu machen. Wenn wir unsere Vergangenheit richtig verarbeitet hätten,<br />
			hätten wir heute das Problem mit den Neonazis nicht. Dann wären<br />
			seit 1990 nicht 93 Menschen an Folgen von rechtsradikalen Übergriffen<br />
			gestorben und würde die CDU auch keine Wahlen gewinnen &#8211;  mit<br />
			Kampagnen gegen die doppelte Staatsbürgerschaft oder absurden Diskussionen<br />
			um Schwachsinnsbegriffe wie &quot;Deutsche Leitkultur.&quot;</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Lippe00:</b></td>
<td>Wird Ihre Rolle als Patin des Schülerwettbewerbs Einfluss haben<br />
			auf die Rollen, die Sie in Zukunft spielen werden, d. h. werden Sie darauf<br />
			achten, dass diese mit Ihrer Funktion hier vereinbar sind?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich werde weiterhin die Rollen spielen, die ich mit meinem Gewissen<br />
			vereinbaren kann.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Uta: </b></td>
<td>Wie sind Sie dazu gekommen gegen rechte Gewalt tätig zu werden?<br />
			War es aus eigener Initiative?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, meine Position<br />
			als &quot;öffentliche Person&quot; dazu zu nutzen gegen rechtes Gedankengut<br />
			vorzugehen. Ich lebe sehr gerne in Deutschland  und habe vor, es auch<br />
			noch eine ganze Weile zu tun. Es gibt mehr als genügend Deutsche,<br />
			die weltoffen, klug und tolerant sind. Und ich weigere mich, das Feld für<br />
			eine kleine, unverbesserliche, dumme Minderheit zu räumen, die alten<br />
			Zeiten nachtrauern.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>joe: </b></td>
<td>Einer Ihrer Dozenten sagte: &quot;Mit diesem Namen bekommst Du nur Ausländerrollen.&quot;<br />
			Sind diese Rollen in Film und Fernsehen zu klischeehaft besetzt?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich drehe seit mittlerweile 10 Jahren in Deutschland filme und werde<br />
			nicht als Ausländerin eingesetzt. Ich glaube, dass spricht für<br />
			das Land, in dem ich lebe.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Stan: </b></td>
<td>Wenn Sie Kinder hätten, würden Sie diese nach deutschen oder<br />
			iranischen Maßstäben erziehen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Von beidem das beste. Hauptsache lieb haben.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>LutzBusse: </b></td>
<td>Wie beurteilen Sie linke Gewalt ?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Finde ich auch scheisse &#8211; ebenso wie Gewalt Kindern oder Frauen gegenüber.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>rockstar: </b></td>
<td>Meinst du nicht, dass die rechtsradikalen Gedanken vieler Jugendlicher<br />
			nur eine Art Ventil für Unzufriedenheit mit diesem Staat sind und<br />
			weniger mit der Vergangenheit zu tun haben?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ja, das mag sein, dass viele gar nicht wissen, mit was für einem<br />
			Feuer sie da spielen. aber es ist auch falsch, das alles als &quot;dumme-Buben-Streiche&quot;<br />
			abzutun&#8230; Meine Oma erzählt, das hat vor 60 Jahren auch so angefangen<br />
			&#8211; &quot;dumme-Buben-Streiche&quot;. Naja, von den Auswirkungen hat sich die Welt<br />
			und vor allem Deutschland bis heute nicht erholt. Das ist ja genau der<br />
			Trick der Nazis. Sie arbeiten mit der Unzufriedenheit und dem Hass der<br />
			Unwissenden. Aber gerade in Deutschland haben wir ja gesehen, wozu das<br />
			führt, also haben wir doch auch die Chance, es besser zu machen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>noch zwei Fragen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Klar.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Lippe00: </b></td>
<td>Sie sagen in einem Interview mit „Der Welt“, dass Sie im Umgang mit<br />
			Menschen sehr vorsichtig, fast misstrauisch, sind. Ist dieses Verhalten<br />
			auf schlechte Erfahrungen zurückzuführen oder sind auch Sie nicht<br />
			frei von Vorurteilen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich glaube, ich bin eher ein im Privatleben schüchterner Mensch,<br />
			der nicht gleich jedem um den Hals fällt. So war das gemeint.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Und zum Schluss:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Frankie: </b></td>
<td>Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich drehe im April einen neuen Film mit Jürgen Vogel und Meret<br />
			Becker. Und arbeite parallel fleißig an der Fertigstellung meines<br />
			neuen Albums. 6 Songs hab ich schon fertig, also Daumen drücken.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Eine interessante Frage gibt es noch:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Verena:</b></td>
<td>Meinst du, unsere Gesellschaft wäre in der Lage, auf die rechtsradikalen<br />
			Zeiten zurückzufallen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich glaube, jede Gesellschaft ist potentiell dazu in der Lage. Auch<br />
			heute hier bei uns. Bloß wären es heute wahrscheinlich nicht<br />
			mehr die Juden, die verfolgt würden, sondern eine andere Minderheit.<br />
			Wir sollten uns nie blind auf einen Staat verlassen. Denn auch damals war<br />
			es ein Staat, ein rechtmäßig gewählter, der das alles angeordnet<br />
			hat. Wir sollten immer in unser Herz blicken und versuchen, eher die Gemeinsamkeiten<br />
			zu entdecken als die Unterschiede. Wir sind schließlich alle Menschen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td>Ein gutes Schlusswort ;-))</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Liebe Jasmin Tabatabai, im Namen des Cornelsen Verlags, der Shoa Foundation,<br />
			politik-digital und natürlich aller User: herzlichen Dank für<br />
			den spannenden Chat. Leider konnten nicht alle fragen beantwortet werden,<br />
			vielleicht chatten Sie ja mal wieder? Wir wünschen weiterhin viel<br />
			Erfolg bei ihrer Arbeit und bei ihrem Engagement gegen rechte Gewalt und<br />
			Intoleranz. Das Protokoll des Chats wird bei Cornelsen nachzulesen sein.<br />
			Dann bis bald&#8230;.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich danke euch für eure Teilnahme und hoffe, viele werden an dem<br />
			Wettbewerb teilnehmen. Alles liebe und gerne wiederholen wir das Ganze.<br />
			Tschüß.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>suffertom: </b></td>
<td>HELLO FROM AMERICA JASMIN!!!!!!!!!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Hello back.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Verena: </b></td>
<td>Ich drücke dir für dein neues Album und deine Zukunftspläne<br />
			ganz fest die Daumen&#8230; auch im Sinne anderer Fans  !!:)  Jasmin,<br />
			geh mal auf funny-fan.de</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>funny-fan ist cool. Kenn ich.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>chrissie: </b></td>
<td>DANKE!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kata: </b></td>
<td>Ich wünsche dir noch einen schönen Tag in Hannover</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Tschüß, jetzt aber wirklich. Mein Zug geht.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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