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	<title>Regierungssprecher &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Regierungssprecher &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Der politik-digital.de App-Test &#8211; Die App der Bundesregierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Wiesner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2014 14:10:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In einer losen Reihe stellen wir hier künftig Apps aus den Bereichen Politik, E-Democracy und Gesellschaft vor – weil wir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/5103425259_28f092517d_z.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft  wp-image-142718" alt="iPhone Apps" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/5103425259_28f092517d_z-630x472.jpg" width="638" height="244" /></a>In einer losen Reihe stellen wir hier künftig Apps aus den Bereichen Politik, E-Democracy und Gesellschaft vor – weil wir sie für nützlich halten und empfehlen oder weil sie uns einfach Spaß machen. Wir starten ganz offiziell mit der App der Bundesregierung.</p>
<h3>Das Versprechen</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/screenshot_1.png"><img decoding="async" class=" wp-image-142613 alignleft" alt="screenshot_1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/screenshot_1.png" width="179" height="255" /></a>Mit der App der Bundesregierung sollen User immer auf dem Laufenden bleiben. Der Herausgeber (das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung) verspricht, aktuelle Meldungen zur Politik der Kanzlerin und des Kabinetts im Blick zu behalten und Originalaussagen dazu kompakt in einer Anwendung anzubieten. Ebenso wirbt die App mit Fotoreihen, Video-Podcasts („Die Kanzlerin direkt“, „Die Woche der Kanzlerin“) und Personalisierungsmöglichkeiten für Nutzer (Themenbereiche ein – oder ausblenden).<br />
<span style="text-decoration: underline">Zielgruppe:</span> Journalisten und politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger, die wissen wollen, wo Kanzlerin und Minister in offizieller Mission unterwegs sind, wen sie treffen und warum das überhaupt relevant ist.</p>
<h3>Der erste Eindruck</h3>
<p>Der Nutzer wird durch einen Foto-Slider zu aktuellen Themen begrüßt. Darunter sind die Nachrichten nach Hauptthemen (zur Zeit der IT-Gipfel, der Kampf gegen Ebola und Terrormiliz ISIS) und weiteren Meldungen gegliedert. „Meine Auswahl” und die ausklappbare Sidebar ergänzen die Startseite.</p>
<h3>Und im Detail</h3>
<p><span style="text-decoration: underline">Personalisierung:</span> Unter dem Menüpunkt „Meine Auswahl” auf der Startseite kann der Nutzer aus 16 Themengebieten wählen. Die Themen entsprechen der Kabinettsaufteilung und zusätzlich den Themen Integration/Migration und Kultur/Medien. Die App merkt sich die Auswahl, und der Nutzer kann entscheiden, ob er alle Meldungen oder nur themenbezogene sehen will. Die getroffene Auswahl kann auch immer wieder sehr einfach auf dem Startbildschirm verändert werden.<br />
<span style="text-decoration: underline"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/screenshot_2a.png"><img decoding="async" class=" wp-image-142616 alignright" alt="screenshot_2a" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/screenshot_2a.png" width="223" height="319" /></a>Menü:</span> Mit dem seitlichen Auswahlmenü ist der Zugriff auf „Suche“, „Aktuelles“ und „Termine der Kanzlerin“ (einer pro Tag, bis Ende der jeweiligen Woche sowie rückblickend bis Mai 2014) schnell und übersichtlich gestaltet. Die App stellt zudem Informationen über das Bundeskabinett bereit: jeweils zu Person, Lebenslauf und Ministerium (inkl. Link zur jeweiligen Homepage). Eine eigene Präsenz hat das Bundespresseamt, das die App herausgibt: Das mag für einige von Nutzen sein, steigert den Nachrichtenwert der App aber nicht gerade. Ein nützlicher Zusatz higegen sind aktuelle Fotoreihen und Videos samt Verlinkung auf den Kanzlerinnen-Podcast und die Profile bei Flickr und YouTube. Im Twitter-Stream gibt es die Tweets von Regierungssprecher Steffen Seibert.<br />
<span style="text-decoration: underline">Datenschutz:</span> Die App verlangt bei der Installation einen Zugriff auf Fotos/Medien/Dateien, da sie Bilder auf dem Speicher des Smartphones ablegt. Bilder, Push-Meldungen, Hintergrundaktualisierungen und statistisch verwertbares Tracking kann der User in den Einstellungen ablehnen. Jegliche Form der Kontoeinrichtung oder Verbindung mit anderen Apps oder Personen ist nicht vorgesehen. Eine Sprachauswahl gibt es nicht, ebenso wenig einen expliziten Offline-Modus.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Insgesamt wirkt die App modern, schlicht und übersichtlich wie die Website der <a href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Startseite/startseite_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesregierung</a>. Die einfache Navigation durch die Sidebar ist vorteilhaft und die Personalisierung ein praktisches Auswahlkriterium.<br />
Wer gerne von offizieller Stelle über Regierungsthemen auf dem Laufenden gehalten werden will, hat mit dieser App eine solide Grundlage. Ob die Einstellung der Regierung zur ISIS oder Merkels Rede auf dem IT-Gipfel: Die Nachrichten sind aktuell und durch die Personalisierung schnell den eigenen Interessen zuzuordnen. Sicherlich sind es nicht die umfassendsten Nachrichten, aber für aktuelle Regierungsnews und Updates praktisch. Die App der Bundesregierung hält, was sie verspricht, nicht mehr und nicht weniger. Sie informiert zu den großen Politikthemen in einer überschaubar organisierten Oberfläche. Durch die große Anzahl an Bildern und Videos wirkt die App ansprechend und aufgelockert &#8211; ist aber dementsprechend speicher- und ressourcenaufwändig.<br />
<span style="text-decoration: underline">Was wir uns noch gewünscht hätten:</span> Bei manchen Nachrichten wird nur ein Teaser gezeigt und man gelangt über einen Link zur externen Pressemitteilung – ein Bruch, der nicht sein müsste.</p>
<h3>Kompatibilität und technische Daten</h3>
<p>Die App ist ein offizielles Angebot des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Getestet wurde die Version 1.1.1 für Android. Die App läuft auf Android (ab Android 2.3) und iPhone (iOS 6.0 oder neuer; iPhone 5 optimiert).<br />
Bewertung im <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=de.bundesregierung.bpaapp&amp;hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google Play Store</a>: 4,3 von 5<br />
Bewertung bei <a href="https://itunes.apple.com/de/app/bundesregierung/id888640454?mt=8" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iTunes</a>: noch kein Durchschnittswert ermittelt<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/danielygo/5103425259" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Daniel Go</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der politik-digital.de App-Test &#8211; Die App der Bundesregierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2014 14:10:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In einer losen Reihe stellen wir hier künftig Apps aus den Bereichen Politik, E-Democracy und Gesellschaft vor – weil wir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/5103425259_28f092517d_z.jpg"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-142718" alt="iPhone Apps" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/5103425259_28f092517d_z-630x472.jpg" width="638" height="244" /></a>In einer losen Reihe stellen wir hier künftig Apps aus den Bereichen Politik, E-Democracy und Gesellschaft vor – weil wir sie für nützlich halten und empfehlen oder weil sie uns einfach Spaß machen. Wir starten ganz offiziell mit der App der Bundesregierung.</p>
<h3>Das Versprechen</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/screenshot_1.png"><img decoding="async" class=" wp-image-142613 alignleft" alt="screenshot_1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/screenshot_1.png" width="179" height="255" /></a>Mit der App der Bundesregierung sollen User immer auf dem Laufenden bleiben. Der Herausgeber (das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung) verspricht, aktuelle Meldungen zur Politik der Kanzlerin und des Kabinetts im Blick zu behalten und Originalaussagen dazu kompakt in einer Anwendung anzubieten. Ebenso wirbt die App mit Fotoreihen, Video-Podcasts („Die Kanzlerin direkt“, „Die Woche der Kanzlerin“) und Personalisierungsmöglichkeiten für Nutzer (Themenbereiche ein – oder ausblenden).<br />
<span style="text-decoration: underline">Zielgruppe:</span> Journalisten und politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger, die wissen wollen, wo Kanzlerin und Minister in offizieller Mission unterwegs sind, wen sie treffen und warum das überhaupt relevant ist.</p>
<h3>Der erste Eindruck</h3>
<p>Der Nutzer wird durch einen Foto-Slider zu aktuellen Themen begrüßt. Darunter sind die Nachrichten nach Hauptthemen (zur Zeit der IT-Gipfel, der Kampf gegen Ebola und Terrormiliz ISIS) und weiteren Meldungen gegliedert. „Meine Auswahl” und die ausklappbare Sidebar ergänzen die Startseite.</p>
<h3>Und im Detail</h3>
<p><span style="text-decoration: underline">Personalisierung:</span> Unter dem Menüpunkt „Meine Auswahl” auf der Startseite kann der Nutzer aus 16 Themengebieten wählen. Die Themen entsprechen der Kabinettsaufteilung und zusätzlich den Themen Integration/Migration und Kultur/Medien. Die App merkt sich die Auswahl, und der Nutzer kann entscheiden, ob er alle Meldungen oder nur themenbezogene sehen will. Die getroffene Auswahl kann auch immer wieder sehr einfach auf dem Startbildschirm verändert werden.<br />
<span style="text-decoration: underline"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/screenshot_2a.png"><img decoding="async" class=" wp-image-142616 alignright" alt="screenshot_2a" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/screenshot_2a.png" width="223" height="319" /></a>Menü:</span> Mit dem seitlichen Auswahlmenü ist der Zugriff auf „Suche“, „Aktuelles“ und „Termine der Kanzlerin“ (einer pro Tag, bis Ende der jeweiligen Woche sowie rückblickend bis Mai 2014) schnell und übersichtlich gestaltet. Die App stellt zudem Informationen über das Bundeskabinett bereit: jeweils zu Person, Lebenslauf und Ministerium (inkl. Link zur jeweiligen Homepage). Eine eigene Präsenz hat das Bundespresseamt, das die App herausgibt: Das mag für einige von Nutzen sein, steigert den Nachrichtenwert der App aber nicht gerade. Ein nützlicher Zusatz higegen sind aktuelle Fotoreihen und Videos samt Verlinkung auf den Kanzlerinnen-Podcast und die Profile bei Flickr und YouTube. Im Twitter-Stream gibt es die Tweets von Regierungssprecher Steffen Seibert.<br />
<span style="text-decoration: underline">Datenschutz:</span> Die App verlangt bei der Installation einen Zugriff auf Fotos/Medien/Dateien, da sie Bilder auf dem Speicher des Smartphones ablegt. Bilder, Push-Meldungen, Hintergrundaktualisierungen und statistisch verwertbares Tracking kann der User in den Einstellungen ablehnen. Jegliche Form der Kontoeinrichtung oder Verbindung mit anderen Apps oder Personen ist nicht vorgesehen. Eine Sprachauswahl gibt es nicht, ebenso wenig einen expliziten Offline-Modus.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Insgesamt wirkt die App modern, schlicht und übersichtlich wie die Website der <a href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Startseite/startseite_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesregierung</a>. Die einfache Navigation durch die Sidebar ist vorteilhaft und die Personalisierung ein praktisches Auswahlkriterium.<br />
Wer gerne von offizieller Stelle über Regierungsthemen auf dem Laufenden gehalten werden will, hat mit dieser App eine solide Grundlage. Ob die Einstellung der Regierung zur ISIS oder Merkels Rede auf dem IT-Gipfel: Die Nachrichten sind aktuell und durch die Personalisierung schnell den eigenen Interessen zuzuordnen. Sicherlich sind es nicht die umfassendsten Nachrichten, aber für aktuelle Regierungsnews und Updates praktisch. Die App der Bundesregierung hält, was sie verspricht, nicht mehr und nicht weniger. Sie informiert zu den großen Politikthemen in einer überschaubar organisierten Oberfläche. Durch die große Anzahl an Bildern und Videos wirkt die App ansprechend und aufgelockert &#8211; ist aber dementsprechend speicher- und ressourcenaufwändig.<br />
<span style="text-decoration: underline">Was wir uns noch gewünscht hätten:</span> Bei manchen Nachrichten wird nur ein Teaser gezeigt und man gelangt über einen Link zur externen Pressemitteilung – ein Bruch, der nicht sein müsste.</p>
<h3>Kompatibilität und technische Daten</h3>
<p>Die App ist ein offizielles Angebot des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Getestet wurde die Version 1.1.1 für Android. Die App läuft auf Android (ab Android 2.3) und iPhone (iOS 6.0 oder neuer; iPhone 5 optimiert).<br />
Bewertung im <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=de.bundesregierung.bpaapp&amp;hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google Play Store</a>: 4,3 von 5<br />
Bewertung bei <a href="https://itunes.apple.com/de/app/bundesregierung/id888640454?mt=8" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iTunes</a>: noch kein Durchschnittswert ermittelt<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/danielygo/5103425259" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Daniel Go</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zeiten ändern sich</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/zeiten-aendern-sich-5155/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 17:34:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Regierungssprecher]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der Bekanntgabe seines Twitterprofils sorgte Regierungssprecher Steffen Seibert am 28.2.2011 für einige Aufmerksamkeit im Internet und sammelt seitdem in rasantem Tempo Follower. Seibert hat also allem Anschein nach Twitter für sich entdeckt und darin einen neuen, sinnvollen Informationsweg  für die Bundesregierung gefunden. Doch das war nicht immer so.  
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Bekanntgabe seines Twitterprofils sorgte Regierungssprecher Steffen Seibert am 28.2.2011 für einige Aufmerksamkeit im Internet und sammelt seitdem in rasantem Tempo Follower. Seibert hat also allem Anschein nach Twitter für sich entdeckt und darin einen neuen, sinnvollen Informationsweg  für die Bundesregierung gefunden. Doch das war nicht immer so.  </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Zeiten ändern sich und Menschen auch. Steffen Seibert, seit August 2010 Sprecher der Bundesregierung, ist heute (28.2.2011) mit einem eigenen <a href="http://twitter.com/RegSprecher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitteraccount</a> online gegangen und schaffte es durch unzählige Retweets sofort in die Timeline der halben deutschen Twittergemeinde. Und so blickt Seibert nach nicht einmal vier Stunden auf 2,803 Follower (Update vom 1.3.2011 um 20:05 Uhr: 5,344).  
</p>
<p align="center">
<a href="http://twitter.com/RegSprecher" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" height="373" width="480" src="/wp-content/uploads/110301_seibert-twitter.png" /></a>
</p>
<p>
Durch die unglaubliche Aufmerksamkeit ist Seiberts Profil derzeit nur über die Twitter-API bzw. über die <a href="http://mobile.twitter.com/RegSprecher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mobile Twitterseite</a> abrufbar.
</p>
<p>
Nicht uninteressant erscheint Steffen Seiberts Twitterstart aber aus ganz anderer Perspektive. Vor seinem Karrieresprung nach Berlin war er den meisten als Anchorman der ZDF-Nachrichtensendung &quot;heute&quot;  bekannt. Außerdem moderierte er im Herbst 2009 und Frühjahr 2010 die Sendung &quot;Erst fragen, dann wählen&quot; zur Bundestagswahl und Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. In dieser Sendung war ich selbst damals, zusammen mit <a href="http://twitter.com/herr_marx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@Herr_Marx</a> und <a href="http://twitter.com/fabianpingel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@fabianpingel</a>, als sogenannter Twitterscout mit von der Partie und hatte die Aufgabe, während der Sendung Fragen und Kommentare der Zuschauer zu beantworten und zu sammeln (<a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/19/erst-fragen-dann-waehlen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>, <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/04/08/in-eigener-sache-zdf-log-in/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/20/zukunft-des-politischen-fernsehens/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> gab es bei uns im Blog bereits Beiträge dazu).
</p>
<p>
Steffen Seibert zeigte sich im Rahmen der Sendung äußerst kritisch gegenüber dieser, damals in Deutschland allgemein noch unbekannteren Kommunikationsplattform. So bezeichnete er Twitter als buntes Rauschen und fragte, ob da nicht hauptsächlich Wichtigtuer am Werk seien. 
</p>
<p>
In einer Sendung von Johannes B. Kerner einige Zeit nach der ersten &quot;Erst fragen, dann wählen&quot;-Sendung hatte Seibert sich zwar etwas auf die Seite von Twitter gestellt – so erkannte er den Bedeutungsgewinn von Twitter durch die Proteste im Iran und gestand, dass ihm selbst, als Journalisten, die Plattform wichtige Informationen liefern würde. Trotzdem pflichtete er Kerner bei, der Twitter in seiner Sendung von A bis Z herunterputzte und wüst beschimpfte. <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article4596268/Kerners-Hasstirade-empoert-die-Twitter-Gemeinde.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
</p>
<p>
<a href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article4596268/Kerners-Hasstirade-empoert-die-Twitter-Gemeinde.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zitat Kerner</a>: &quot;Ich habe auch nicht vor, das anzufangen, weil (&#8230;) ich es für die Pest halte&quot; (Anm.: Die Sendungsmitschnitte bei YouTube wurden inzwischen leider alle entfernt). Seibert selbst stellte sich dem nicht wirklich entgegen und zeigte sich eher auch besorgt angesichts des Missbrauchspotentials durch Fakeprofile und und dem hohen Maß an Unkontrollierbarkeit. 
</p>
<p>
Woher also der Sinneswandel?</p>
<p>Insgesamt kein neuer Effekt, schon eine ganze Reihe von Medien und Politikern hatten über Twitter abgezogen und waren kurze Zeit später bereits die größten Anhänger der Plattform. So machte sich Spiegel-Online bspw. noch im Herbst 2008 über den <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,574521,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">twitternden SPD-Generalsekretär Hubertus Heil</a> lustig, um später in den eigenen <a href="http://saschalobo.com/2009/03/10/mensch-vs-maschine-und-die-unfollower-party/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Follower Wettbewerb mit @saschalobo</a> einzusteigen und sich in seiner Berichterstattung über die Proteste in Libyen, Ägypten und Tunesien in jüngster Vergangenheit immer häufiger auf Twitternachrichten zu berufen.<br />
Und auch Johannes B. Kerner scheint seine Schimpftiraden schnell vergessen zu haben. So twittert er inzwischen bereits seit einiger Zeit mit seinem Redaktionsteam unter <a href="http://twitter.com/kernersat1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@kernersat1</a> und macht Werbung für seine Twitteraktivitäten, so als habe er nie eine andere Meinung vertreten.
</p>
<p>
Doch zurück zu Steffen Seibert: Viel spannender als die Frage nach seinem Sinneswandel, ist derzeit die Frage, was er zukünftig mit seinem neu geschaffenen Twitteraccount vorhat. Wird er über Twitter wirklich einen neuen Kommunikationsweg hin zur Bundesregierung etablieren? Wird er als Regierungssprecher zukünftig auf @replies reagieren und verfolgen (lassen), was die Menschen bei Twitter gerade bewegt? Oder wird Seibert lediglich einen weiteren Kanal aufbauen, über den von oben nach unten, im Stil eines kurzweiligen E-Mail-Verteilers, kommuniziert wird? Derzeit spricht die Anzahl der Profile, denen er folgt, jedenfalls Bände: &quot;0&quot;. Zumindest den Twitterern aus dem direkten und indirekten Regierungsumfeld, wie <a href="http://twitter.com/kristinakoehler" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@kristinakoehler</a>, hätte er durchaus folgen können.
</p>
<p>
Vor allem aber bleibt spannend, ob die Erstellung des Twitteraccount Seiberts erster und letzter Ausflug in die sozialen Medien war oder ob wir ihn bald auch auf Facebook &quot;liken&quot; können. Die Vanity-URL ist zumindest noch nicht vergeben.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;&#8230; nicht nur die Einsicht der Menschen wächst, sondern auch deren Zuversicht.&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quot_nicht_nur_die_einsicht_der_menschen_waechst_sondern_auch_deren_zuversichtquot-199/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quot_nicht_nur_die_einsicht_der_menschen_waechst_sondern_auch_deren_zuversichtquot-199/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tim Geelhaar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Béla Anda]]></category>
		<category><![CDATA[Regierungssprecher]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="normal">
<b><b>Béla Anda, Regierungssprecher, 
war am 12. Juli zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de 
und politik-digital.de. Er sprach über die anstehenden Wahlen, 
die Notwendigkeit von Reformen und seine Rolle als Regierungssprecher.</b></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="normal">
<b><b>Béla Anda, Regierungssprecher,<br />
war am 12. Juli zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de<br />
und politik-digital.de. Er sprach über die anstehenden Wahlen,<br />
die Notwendigkeit von Reformen und seine Rolle als Regierungssprecher.</b></b><!--break-->
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Liebe Politik-Interessierte,<br />
willkommen im tacheles.02-Chat. Unsere Chat-Reihe wird veranstaltet<br />
von tagesschau.de und politik-digital.de und unterstützt von<br />
tagesspiegel.de. Unser Gast heute ist Regierungssprecher Béla<br />
Anda. Guten Tag, Herr Anda!
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Guten Tag.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Herr Anda, zuletzt lief im Fernsehen<br />
die Serie Kanzleramt. Wie viel hat die Sendung mit der Realität<br />
zu tun?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Wenig. Es mag so sein, dass<br />
sie Politik zeigt, wie man sich Politik in Fernsehstuben vorstellt.<br />
Aber all diejenigen, die näher mit Politik zu tun haben, haben<br />
schnell feststellen können, dass es sich hier um ein gutgemachtes<br />
Drama handelt. Aber um mehr auch nicht. Die Kulisse war allerdings<br />
sehr gut der Realität nachempfunden.
</p>
<p>
<b>Gert:</b> Werden Sie Ihren Job nach der Wahl behalten?
</p>
<p>
<b>Béla Anda</b>: Ja, Gert.
</p>
<p>
<b>doro34:</b> Ist die Berichterstattung zum Wahlkampf<br />
Ihrer Meinung nach ausgewogen genug?
</p>
<p>
<b>Béla Anda: </b>Als Regierungssprecher kann<br />
ich mich schwer zum Wahlkampf und der entsprechenden Berichterstattung<br />
darüber äußern. Zumal die Entscheidung des Bundespräsidenten,<br />
ob es tatsächlich Neuwahlen geben wird, noch aussteht. Allerdings<br />
hätte ich mir gewünscht, dass kritischer hinterfragt wird,<br />
welche tatsächlichen Belastungen die von der Union geplante<br />
Mehrwertsteuererhöhung für die Bürgerinnen und Bürger<br />
zu Folge hat &#8211; gerade für Renterinnen und Rentner, Studenten<br />
und Familien mit Kindern. Die würden durch die von der Union<br />
geplanten Mehrwertsteuererhöhung besonders belastet. Sie wäre<br />
zudem Gift für das Anziehen der Binnenkonjunktur.
</p>
<p>
<b>Zoonpoliticon:</b> Warum muss ein Regierungssprecher<br />
eigentlich Journalist sein &#8211; wäre ein Rhetorikprofessor nicht<br />
besser geeignet?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Ein Rhetorikprofessor spricht<br />
in der Regel mit Studentinnen und Studenten, aber eine Regierungspressekonferenz<br />
ist keine Lehrveranstaltung und der Saal der Bundespressekonferenz<br />
kein Hörsaal. Der Regierungssprecher muss Mittler sein zwischen<br />
der Politik und den Journalisten. Dafür muss er die Anforderungen<br />
des Journalismus kennen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Aber trotzdem noch mal gefragt: Die<br />
Regierung steht stark unter Druck &#8211; wie kann man da immer bei der<br />
Wahrheit bleiben und trotzdem gut aussehen?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Die Regierung steht nicht unter<br />
Druck. Der Bundeskanzler Gerhard Schröder hat den Weg zu möglichen<br />
Neuwahlen bewusst freigemacht, um eine Entscheidung der Bürgerinnen<br />
und Bürger über eine Fortsetzung des Reformkurses &#8211; verbunden<br />
mit der Agenda 2010 &#8211; zu erbitten. Über die Debatten, die es<br />
im Vorfeld auch innerhalb der SPD gegeben hat, ist ausführlich<br />
berichtet worden.
</p>
<p>
<b>Rote Grütze:</b> Wie sehr nützen der Regierung<br />
Ihre Kontakte zum Hause Springer?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Nicht in einem Maße, dass<br />
es die Berichterstattung beeinflussen könnte. Hier geht es<br />
um einen professionellen Umgang miteinander. Für mich war es<br />
hilfreich, die Bild-Zeitung auch einmal von innen gesehen zu haben.
</p>
<p>
<b>Holzhacke:</b> Könnten Sie sich vorstellen, wieder<br />
als Reporter zu arbeiten?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Im Moment nicht. Aber wer weiß,<br />
was das Leben so mit sich bringt.
</p>
<p>
<b>RonnyBock:</b> Wie kommt man zu einem Job wie Sie<br />
ihn haben?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Ich habe ein Volontariat, also<br />
eine Ausbildung zum Journalisten gemacht. Dann Politik in Berlin<br />
und an der London School of Economics studiert. Während meines<br />
Studiums habe ich für Zeitungen und Zeitschriften als freier<br />
Mitarbeiter gejobbt. Nach Ende meines Studiums begann ich bei der<br />
Bild-Zeitung und habe in dieser Phase mit meinem damaligen Kollegen<br />
Rolf Kleine ein Buch über Gerhard Schröder geschrieben<br />
&#8211; die erste Biographie, die es über ihn gab. Während der<br />
Arbeiten zu dem Buch wurde unser Verhältnis enger. Schließlich<br />
fragte er mich 1998, ob ich Mitglied seines Teams werden wolle.<br />
Und ich habe zugesagt.
</p>
<p>
<b>PSinger:</b> Herr Anda, in welcher persönlichen<br />
Beziehung stehen Sie zu Herrn Schröder?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Ich habe ihn erstmals während<br />
meines Volontariats, also 1985 oder 1986 getroffen. Seit 1993 habe<br />
ich ihn journalistisch enger begleitet, seit 1998 arbeite ich für<br />
ihn direkt. Das heißt, ich habe seit längerer Zeit mit<br />
ihm zu tun, arbeite gerne für ihn. Aber es gibt andere, die<br />
länger für ihn arbeiten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wie kommt man als Bild-Mann zur SPD<br />
fragt sich dieser User:
</p>
<p>
<b>Varus:</b> Ich dachte Springer steht eher zum konservativen<br />
Lager?!?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Ausnahmen bestätigen die<br />
Regel.
</p>
<p>
<b>Jay Stoltzenberg:</b> Herr Anda, Sie sind das Sprachrohr<br />
der Regierung. Ärgert es da manchmal, dass man neutral bleiben<br />
muss?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Auch wenn ich mich zur Sachlichkeit<br />
verpflichtet fühle, so vertrete ich dennoch die von Bundeskanzler<br />
Gerhard Schröder geführte Bundesregierung und identifiziere<br />
mich daher auch mit ihren Zielen, indem ich sie beschreibe.
</p>
<p>
<b>frank.farenski:</b> Wie empfindet man es mental, wenn<br />
die Presse permanent auf die eigene Regierung einprügelt? Ist<br />
das frustrierend? Kann man da überhaupt gegensteuern? Ist die<br />
ganze Kritik an der Regierung in Ihren Augen ein Missverständnis?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Ja, man kann. Durch stetige<br />
Arbeit und konsequente Darstellung dessen, was die Bundesregierung<br />
durch Reformen mit der Agenda 2010 auf den Weg gebracht hat. Dies<br />
trägt Früchte. So berichtet das Magazin Capital in seiner<br />
neuesten Ausgabe über das Comeback der Deutschen und analysiert:<br />
&quot;Konzerne schreiben Rekordgewinne&quot;, &quot;Reformen zeigen<br />
erste Erfolge&quot;. Im Übrigen, keinem meiner Vorgänger<br />
ist es, was den Kern Ihrer Frage angeht, anders ergangen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Sie sind erst seit relativ kurzer Zeit<br />
SPD-Mitglied: Warum sollte man gerade heute in die SPD eintreten?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Weil sie modern ist, für<br />
soziale Gerechtigkeit und für Zukunft steht. Es freut mich,<br />
dass gerade in den letzten Monaten vermehrt und insbesondere junge<br />
Menschen eine ähnliche Entscheidung getroffen haben.
</p>
<p>
<b>supernico:</b> Lieber Herr Anda, man bekommt den Eindruck,<br />
dass bis zu den Neuwahlen Stillstand in Deutschland herrscht. Haben<br />
Sie überhaupt noch etwas zu tun bis zu den Neuwahlen?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Es gibt mehr zu tun &#8211; noch mehr<br />
zu tun &#8211; als üblicherweise zur Sommerzeit. Morgen findet zum<br />
Beispiel eine Kabinettssitzung mit einer umfangreichen Tagesordnung<br />
statt, wie im übrigen jeden Mittwoch. Die Ergebnisse werden<br />
im Anschluss von mir bei der Regierungspressekonferenz erläutert.<br />
Diese Pressekonferenzen gibt es dreimal die Woche. Es gibt auch<br />
sonst viel zu tun, der G8-Gipfel der letzten Woche zeigt auch auf<br />
beklemmende Art und Weise, dass Regierungshandeln gerade auch in<br />
dieser Phase gefordert ist.
</p>
<p>
<b>sven26:</b> Wollen Sie nach Ihrer Zeit als Regierungssprecher<br />
wieder als Journalist für eine Zeitung arbeiten?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Ich arbeite daran, meinen Job<br />
gut zu machen. Was einmal sein wird, darüber habe ich mir noch<br />
keine ernsthaften Gedanken gemacht. Dies würde die Konzentration<br />
von der gegenwärtigen Aufgabe nehmen. Und das will ich nicht.
</p>
<p>
<b>rdl:</b> Ich verfolge seit langem die Talkbeiträge/aussagen<br />
der Politiker. Auf konkrete Fragen entziehen sich alle mit Rhetorik<br />
der konkreten Beantwortung. Nichts ist transparent oder ehrlich!<br />
Was sagen Sie dazu?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Das ist ein sehr pauschales<br />
Urteil. Nicht alle Politiker kann man in einen Topf werfen. Es gibt<br />
gelegentlich die Notwendigkeit, Dinge nicht vorschnell herauszuposaunen.<br />
Grundsätzlich aber ist mein Eindruck, dass in den letzten drei<br />
Jahren mehr Klarheit beim Benennen von Problemen und möglichen<br />
Lösungen herrscht. Denken Sie an die Sprüche aus den 80er<br />
und 90er Jahren: &quot;Die Rente ist sicher&quot;. Das würde<br />
so heute keiner mehr sagen. Diese Bundesregierung war es, die die<br />
Notwendigkeit einer umfassenden Rentenreform erkannt hat, umgesetzt<br />
hat und den Mut hatte, dieses auch der Öffentlichkeit offen<br />
zu sagen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zwei Fragen zur Zukunft des Kanzlers<br />
im Paket:
</p>
<p>
<b>Zort:</b> Wenn sich Horst Köhler gegen Neuwahlen<br />
entscheidet: Tritt der Bundeskanzler dann zurück, um Neuwahlen<br />
zu ermöglichen? Und wenn nicht: Was machen Sie dann?
</p>
<p>
<b>Heidi:</b> Was wird die Bundesregierung machen, wenn<br />
Bundespräsident Köhler den Bundestag nicht auflöst?<br />
Wird Schröder zurücktreten?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Keiner sollte versuchen, auch<br />
ich nicht im Chat, den Bundespräsidenten und seine kommende<br />
Entscheidung in irgendeiner Weise vorwegzunehmen oder über<br />
sie zu spekulieren. Das gebietet schon der Respekt vor dem Amt des<br />
Bundespräsidenten. Der Bundeskanzler hat deutlich gemacht,<br />
wiederholt deutlich gemacht, dass er in einem solchen &#8211; wie auch<br />
immer theoretischen Fall &#8211; nicht zurücktreten würde.
</p>
<p>
<b>ForeignX:</b> Hat man als Regierungssprecher in irgendeiner<br />
Form Einfluss auf die Politik die gemacht wird?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Die Frage lässt sich nicht<br />
in zwei Zeilen beantworten.
</p>
<p>
<b>boehne:</b> Wird es ein TV-Duell zwischen Merkel und<br />
dem Bundeskanzler geben?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Frau Merkel hat gestern erklärt,<br />
sie wäre als Herausforderin zu einem solchen TV-Duell bereit.<br />
Der Bundeskanzler hat das schon über seine Pressekonferenz<br />
am letzten Dienstag erklärt, er würde an der Tradition<br />
festhalten. So der Bundespräsident Neuwahlen vorschlägt,<br />
wird es also wieder &#8211; wie vor drei Jahren &#8211; mindestens zwei TV-Duelle<br />
geben, eines davon übertragen von ARD und ZDF, das andere übertragen<br />
von RTL und Sat1.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Der Kanzler hat einen &quot;Wahlkampf<br />
wie noch nie&quot; angekündigt. Das ist spannend. Was kommt<br />
da auf uns zu?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Sie werden verstehen, dass ich<br />
mich als Regierungssprecher nicht zum Wahlkampf und der Wahlkampfstrategie<br />
äußern kann und äußern will. Nur soviel vielleicht:<br />
Der Kanzler wird vollen Einsatz zeigen, um für die Reformen<br />
der Agenda 2010 zu werben. Er hat seit 1986 sechs Wahlkämpfe<br />
als Spitzenkandidat bestritten, in jedem hat er entweder dazu gewonnen<br />
oder die Wahl gewonnen &#8211; auch aus bisweilen scheinbar aussichtsloser<br />
Situationen.
</p>
<p>
<b>wosinddiefilme:</b> Ist es der Bundesregierung gelungen<br />
zu vermitteln, warum es Reformen geben muss? Und wie erklären<br />
sich dann die Umfrageergebnisse?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Uneingeschränkt ja. Mehr<br />
als 2/3 der Bevölkerung wissen, dass es und warum es Reformen<br />
geben muss. Die Informationsarbeit des Presse- und Informationsamtes<br />
der Bundesregierung hat wesentlich dazu beigetragen, die Zahl wesentlich<br />
zu erhöhen und damit auch die Kenntnisse über Inhalte.<br />
Allerdings &#8211; wenn es um den einzelnen geht &#8211; so ist die Mehrheit,<br />
die für Reformen im Allgemeinen sind, wieder in der Minderheit.<br />
Titelgeschichten, wie in der neuesten Ausgabe von Capital, Analysen<br />
von großen Stiftungen über die durch die Reformen besser<br />
nutzbar gemachten Potentiale Deutschlands stimmen mich allerdings<br />
optimistisch, dass nicht nur die Einsicht der Menschen wächst,<br />
sondern auch deren Zuversicht.
</p>
<p>
<b>Zuckerp1:</b> Welche Auswirkungen hat der Anschlag<br />
in London auf den SPD-Wahlkampf?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Ich wiederhole mich, wenn ich<br />
sage, dass ich als Regierungssprecher schwerlich etwas über<br />
die Gestaltung von Wahlkämpfen sagen kann. Der Anschlag von<br />
London hat den zeitgleich beim G8-Weltwirtschaftsreffen versammelten<br />
Staats- und Regierungschefs die Agenda, mehr zur Bekämpfung<br />
von Hunger und Armut in der 3. Welt und mehr für den Schuldenabbau<br />
zu tun, nicht kaputt machen können. Er hat aber auf schreckliche<br />
Art und Weise deutlich gemacht, dass es im Kampf gegen den internationalen<br />
Terrorismus kein Nachlassen geben darf.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Als Regierungssprecher und auch als<br />
Journalist: Wie beurteilen Sie das CDU- Wahlprogramm?
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Als Regierungssprecher äußere<br />
ich mich nicht zu politischen Programmen. Allein die Ankündigung,<br />
die Mehrwertsteuer um 2 % von 16 auf 18 % zu erhöhen, ist Gift<br />
für die Konjunktur und schädigt die anziehende Inlandsnachfrage.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Unsere 60 Minuten Politik-Chat sind<br />
um. Vielen Dank für das große Interesse. Herzlichen Dank<br />
an Sie, Herr Anda, dass Sie sich die Zeit für den Chat genommen<br />
haben! Das Chat-Protokoll finden Sie wie immer auf den Seiten der<br />
Veranstalter. Der nächste Chat findet bereits morgen von 13.00<br />
bis 14.00 Uhr statt. Zu Gast ist dann Thüringens Ministerpräsident<br />
Dieter Althaus.
</p>
<p>
<b>Béla Anda:</b> Vielen Dank für das Interesse<br />
und ich freue mich aufs nächste Mal.</p>
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