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	<title>Reichstag &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Reichstag &#8211; politik-digital</title>
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		<title>&#034;Du bist das Volk&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tower of Power]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Herrmann Josef Hack]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">
Suchen Sie eine neue Bleibe? Im &#34;Tower of Power&#34; über der Kuppel
des Reichstags sind noch Zimmer frei. Der &#34;Ultimedia-Künstler&#34; Hermann
Josef Hack hat die virtuelle Baustelle eröffnet und fortan können
alle Bewohner den Politikern beim Regieren auf die Finger schauen.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Suchen Sie eine neue Bleibe? Im &quot;Tower of Power&quot; über der Kuppel<br />
des Reichstags sind noch Zimmer frei. Der &quot;Ultimedia-Künstler&quot; Hermann<br />
Josef Hack hat die virtuelle Baustelle eröffnet und fortan können<br />
alle Bewohner den Politikern beim Regieren auf die Finger schauen.</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Bisher strahlte sie licht und klar über die Dächer Berlins, das Symbol der neuen deutschen<br />
Demokratie: die Foster-Kuppel des Reichstags. Seit gestern jedoch gibt es eine Baustelle über<br />
der Glaskuppel: den<a href="http://www.metropolis.de/tower-of-power/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Tower of Power</a>.</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zwar existiert das Projekt des <a href="http://www.metropolis.de/projekte/hack/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Ultimedia-Künstlers&quot;</a><br />
<a href="http://www.hack-roof.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Herrmann Josef Hack</a> nur virtuell, dafür kann aber die gesamte<br />
deutsche Bevölkerung in das Hochhaus über dem Reichstag einziehen und den Politikern durch<br />
die Glaskuppel auf die Finger schauen. Und je mehr Menschen ein<br />
<a href="http://www.metropolis.de/tower-of-power/zimmer/index.php" target="_new" rel="noopener noreferrer">Zimmer</a> in der virtuellen WG<br />
beziehen, desto höher wächst der Tower of Power.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Was sich wie ein digitale Spielerei ausnimmt, wird von einem ernsten politischen<br />
Gedanken getragen: Hack möchte die Bürger näher an die Politik rücken lassen und den<br />
Politikern einen besseren Kontakt zum Volk ermöglichen. Volk, das bedeutet für Hack die<br />
Gemeinschaft jenseits von Green Card, Passbesitz und Ländergrenzen.<br />
Jeder, dem die politische<br />
Sphäre zu fern und weltfremd erscheint, kann sich ihr im Reichstagsturm wieder nähern, denn<br />
die Luft über der Kuppel gehört niemandem und jedem.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Internet übernimmt für das Projekt eine Schlüsselfunktion. Es bietet die Möglichkeit<br />
der politischen Simulation, schafft einen Ort, den es nur in der Vorstellung gibt und<br />
transferiert ihn über seine Bedeutung in das reale öffentliche Leben.<br />
&lt;<br />
Das Gedankenspiel mit<br />
der politischen Teilhabe kann in dem Moment aufleben, wo wirklicher Austausch stattfindet.<br />
Deshalb steht und fällt das Projekt &quot;Tower of Power&quot; auch mit seinen Bewohnern. Je mehr<br />
Menschen dort ein Zimmer beziehen, Kontakt zu den Nachbarn suchen und sich politisch äußern,<br />
desto mehr nimmt der Wolkenkratzer über dem Reichstag Gestalt an.<br />
Und vollends in die reale<br />
politische Öffentlichkeit geht der Turm über, wenn auch die Politiker sich für das<br />
Geschehen im Turm interessieren, vielleicht sogar ein Zimmer beziehen. <br />
Die bei der<br />
Eröffnung in Berlin anwesenden Abgeordneten<a href="http://www.oezdemir.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Cem Özdemir</a> und<br />
<a href="http://www.gruene-fraktion.de/ueberuns/mdb/indizes/bettin.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Grietje Bettin</a> haben<br />
ihre Kisten für einen Umzug jedenfalls schon gepackt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/images/tower1.jpg" alt="Der Künstler und die anwesenden Politiker" align="right" border="1" /><br />
Auch die virtuelle Welt ist ein öffentlicher Raum und Hermann Josef Hack stört,<br />
dass die Politiker &quot;den Kontakt zu jenen, die an der Gestaltung des öffentlichen Raumes<br />
unserer Jetztzeit aktiv beteiligt sind, nämlich des öffentlichen Raumes in der digitalen<br />
Welt&quot; verloren haben.<br />
Gerade jüngere Menschen sind seiner Ansicht nach oft gleichermaßen<br />
im Internet zu Hause wie sie sich der politischen Sphäre entfremdet fühlen. Im Tower of<br />
Power sollen diese beiden Welten ganz nah aneinanderrücken, so dass Personen und Ideen<br />
zwischen dem Sitzungsaal unter der Kuppel und dem Wohnturm darüber hin- und her<br />
difundieren können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Einzelne Touristen, die der symbolischen Eröffnung vorm Reichstag zufällig beiwohnen,<br />
finden Herrn Hacks Idee seltsam: &quot;Die Politik machen doch die da drinnen und wir hier<br />
draußen gehen zu Wahl.&quot;<br />
Hack ist das nicht genug. Der freie Künstler, der von 1990 bis<br />
1998 Kunstbeauftragter des <a href="http://www.bmf.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft</a><br />
war, verortet sich gerne in der Nähe von<br />
<a href="http://www.dieblauenseiten.de/muenchen/galerien/lenbach/sammlung/d_lbm05g.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Josef<br />
Beuys</a> und dessen sozialer Plastik. Und in diesem Sinne des Ausgreifens der Kunst in den<br />
Raum berühren seine Projekte immer wieder das Thema der Teilhabe am öffentlichen Leben.<br />
Ob er dazu einen Teppich aus den Socken von erwerbslosen Menschen flicht oder aber den<br />
Himmel über Köln aufteilt und von Obdachlosen verkaufen lässt, die vom Erlös kostenlose<br />
Netzzugänge bekommen, es geht ihm immer um das Sichtbarmachen von sozialen und medialen<br />
Räumen, die aus der alltäglichen Wahrnehmung verdrängt werden. Und ein solcher vergessener<br />
Raum ist eben auch die breite politische Beteiligung aller an dem, was im Land geschieht.<br />
Der Tower über dem Reichstag verschafft als Wachturm den Einblick in den Sitzungssaal<br />
und als Aussichtsturm einen Überblick der Themen, die das Land bewegen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">     Eigentlich hätte Hack gerne mit dem Bundestagspräsidium zusammengearbeitet und das<br />
Projekt direkt an die große Politik gekoppelt. Doch dort konnte man mit dem virtuellen<br />
Projekt wohl nicht so viel anfangen und deswegen eröffnete Hack seine Baustelle auf der<br />
Site von <a href="http://www.metropolis.de/t%20metropolis.de" target="_new" rel="noopener noreferrer">Metropolis</a><br />
einer der größten deutschen Comunities im Netz.<br />
Über die vielen Metropolis-User hofft Hack seine Polit-WG<br />
aufzustocken. Um auch Menschen zu erreichen, die nicht täglich im Internet unterwegs<br />
sind, bemüht sich Hack zugleich darum, ein Terminal im Besucherbereich des Deutschen<br />
Bundestages aufstellen zu dürfen, von dem aus die Reichstag-Touristen dann zu<br />
Aktivisten werden können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/images/tower2.jpg" alt="Da geht's nach oben..." align="left" border="1" />Grietje Bettin, medienpolitische Sprecherin der Bundestagfraktion der Grünen,<br />
findet die Idee des Künstlers &quot;klasse&quot;. Neue Formen der Politik müssten gefunden werden,<br />
um diesen Bereich auch für die Jüngeren interessant zu machen, meint die Jung-Politikerin,<br />
die mit einem gelben Bauhelm auf dem Kopf der Turm-Eröffnung beiwohnt: &quot;Der Bereich Internet<br />
und Politik hat soviel Potential, das noch lange nicht ausgeschöpft ist&quot;.<br />
Auch Cem Özdemir<br />
meint, dass die spielerische Volksbeteiligung mit ernstem Hintergedanken den Spaß an<br />
politischen Diskussionen fördern wird: &quot;Es werden bestimmt nicht alle Abgeordneten<br />
im Turm vorbeischauen, aber die meisten wird es schon interessieren was da passiert.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Eröffnung des Turms übernahm Rainer Eppelmann mit einem Spatenstich ins<br />
lehmige Erdreich am Reichstag. Der CDU-Politiker wird auch einer der ersten Chatgäste<br />
im Tower of Power sein. Hack will, dass möglichst viele Politiker aller Richtungen zumindest<br />
als Gäste im Turm vorbeischauen. <br />
Erreicht werden kann das, so hofft der Ultimedia-Macher,<br />
indem der Tower so stark frequentiert wird und so hoch wächst, dass ihn niemand mehr<br />
übersehen kann.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Netz, so der rheinische Künstler, gehört eben so wenig wie die Politik einer<br />
bestimmten Gruppe. Und das kulturelle und politische Klima, so lautet seine Vision,<br />
hat eine Chance auf Veränderung &quot;wenn man das Besetzen des Cyberspace nicht allein den<br />
Medienmoguln überlässt&quot;.<br />
Zwischen dem 11. und dem 13 Oktober hat Hack bereits den<br />
Zimmerstand eines größeren Hotels erreicht: 257 Zimmer im Tower of Power sind bereits<br />
bewohnt, viele Tausende sollen es noch werden.<br />
</span></p>
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