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	<title>Reporter ohne Grenzen &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Reporter ohne Grenzen &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Mit Musik gegen Internetzensur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2018 14:05:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Welttag gegen Internetzensur veröffentlicht Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit Journalisten aus Ländern, die von Autokraten regiert werden, in Pop-Songs [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Uncensored_Cover_Playlist-Homepage.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154355" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Uncensored_Cover_Playlist-Homepage.png" alt="Internetzensur" width="640" height="280" /></a>Zum Welttag gegen Internetzensur veröffentlicht Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit Journalisten aus Ländern, die von Autokraten regiert werden, in Pop-Songs umgewandelte Texte. Mit Streaming-Diensten soll so die Zensur umgangen werden.</p>
<p>Zum Welttag gegen Internetzensur haben sich Journalisten aus China, Ägypten, Thailand, Usbekistan und Vietnam mit Reporter ohne Grenzen in einer Kampagne zusammengetan, um trotz Zensur mit einer Uncensored Playlist und unter dem Hashtag truthfindsaway verbotene Texte in musikalischer Fassung zu veröffentlichen.</p>
<p>Hintergrund der Kampagne ist die eingeschränkte Pressefreiheit unabhängiger Medien in den fünf Ländern. Mit den in Pop-Songs umgewandelten Originaltexten, welche in den autokratisch geprägten Ländern verboten und nun durch Streamingdienste sowohl in Englisch als auch in der jeweiligen Landessprache auf den Streaming-Plattformen Spotify, Deezer und Apple Music verfügbar sind, soll die Wahrheit im Rahmen der Pressefreiheit nun doch ans Licht kommen. Dies sei durch die vergleichsweise große Freiheit von Streamingdiensten in den betroffenen Ländern möglich. Um eine weite Verbreitung zu fördern und um an den Zensurbehörden vorbei zu arbeiten, werden die Lieder in den jeweiligen Ländern unter Pseudonymen, abgewandelten Titeln und schlicht gestalteten Covern veröffentlicht.</p>
<p>“Wir nutzen mit dieser Kampagne eine Hintertür“, so Matthias Spielkamp, Vorstandsmitglied von Reporter ohne Grenzen. „In vielen Ländern verwehren die Machthaber den Menschen freien Zugang zum Internet, doch Musik-Streaming-Dienste sind fast überall frei zugänglich. Also verbreiten wir die Texte mutiger Journalisten als Pop-Songs – damit Zensoren und Diktatoren in aller Welt endlich verstehen: Das freie Wort lässt sich nicht unterdrücken, die Wahrheit findet immer einen Weg.“</p>
<p>Neben Streaming-Diensten sind auch Radiosender eingeladen, sich an der Kampagne zu beteiligen und am 12. März ab 6:00 die Pop-Songs in ihr Programm aufzunehmen. Das Material ist <a href="http://t1p.de/ROGUPM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> verfügbar.</p>
<p>Weitere Informationen zu der Kampagne finden Sie <a href="https://www.uncensoredplaylist.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<p>Titelbild: <a href="http://t1p.de/ROGUPM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Uncensored Playlist</a>, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>2017: 65 Journalisten und Medienmitarbeiter getötet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Dec 2017 10:17:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten in Haft]]></category>
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					<description><![CDATA[Reporter ohne Grenzen hat die Zahl der getöteten, entführten und vermissten Journalisten dieses Jahres veröffentlicht. Viele der Journalisten wurden außerhalb [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/journalists-2944634_1920.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-153817 size-large" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/journalists-2944634_1920-630x420.jpg" alt="journalists-2944634_1920" width="630" height="420" /></a>Reporter ohne Grenzen hat die Zahl der getöteten, entführten und vermissten Journalisten dieses Jahres veröffentlicht. Viele der Journalisten wurden außerhalb von Krisengebieten ermordet, ein erschreckendes Zeichen.</p>
<p>Wie gefährlich es ist über Tabu- Themen zu berichten, zeigt die Anzahl der getöteten Journalisten, die außerhalb von Krisengebieten aufgrund ihrer Tätigkeit getötet wurden. Bei 39 der toten Journalisten lässt sich ein direkter Zusammenhand mit ihrer Recherche und Berichterstattung nachvollziehen. 26 der getöteten Journalisten sind durch Beschuss oder Bomben ums Leben gekommen.</p>
<p>„Gerade, dass so viele Journalisten außerhalb von Kriegsregionen ermordet werden, ist ein erschreckendes Zeichen“, sagte ROG-Vorstandssprecherin Katja Gloger. „In viel zu vielen Ländern können die Täter und ihre Auftraggeber damit rechnen, dass sie mit Gewalt gegen Medienschaffende ungeschoren davonkommen. Die Staatengemeinschaft muss endlich wirksame Mittel finden, um die skandalöse Straflosigkeit für solche Verbrechen zu beenden.“</p>
<p>Die gefährlichsten Länder für Journalisten sind laut <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/weltweit-65-medienschaffende-getoetet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ROG</a>: Syrien, Mexiko, Afghanistan, der Irak und die Philippinen.</p>
<p>326 Journalisten befinden sich 2017 in Haft. Die meisten davon in China, der Türkei, Syrien, dem Iran und Vietnam.</p>
<p>Für die Absicherung von journalistischen Recherchen hat ROG zusammen mit dem Bündnis Freedom Voices im November das Projekt <a href="http://forbiddenstories.org">forbiddenstories.org</a> ins Leben gerufen, bei dem Recherchen abgelegt werden können, damit die Gemeinschaft die Arbeit von entführten und getöteten Journalisten weiterführen kann. Zudem wirbt Reporter ohne Grenzen bei den Vereinten Nationen für die Einsetzung eines UN-Sonderbeauftragten für den Schutz von Journalisten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: SwadhinManov via <a href="https://pixabay.com/de/journalisten-reporter-video-tv-2944634/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, CC0 Creative Commons, bearbeitet</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Strukturelle Mängel bedrohen die Pressefreiheit in Deutschland</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/strukturelle-maengel-bedrohen-die-pressefreiheit-in-deutschland-152070/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Brinz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2017 12:18:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Content Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Datenhehlerei]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Datenhehlerei, Content Marketing und VDS. Die Pressefreiheit im Internet ist auch in Deutschland in Gefahr – so der heute veröffentlichte Bericht der „Reporter ohne Grenzen“.</p>
<p>Der heute veröffentlichte Bericht von „Reporter ohne Grenzen“ bewertet die Pressefreiheit in 180 verschiedenen Ländern. Deutschland liegt dabei auf Rang 16 und somit im Mittelfeld der EU-Staaten. Strukturelle Veränderungen besonders im Bereich Internet und Digitalisierung geben jedoch Anlass zur Beunruhigung. „Auf gesetzlicher Ebene bereiten aus Sicht von Reporter ohne Grenzen unter anderem die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung und das geplante Gesetz gegen Hassbotschaften in sozialen Netzwerken Sorge“, heißt es in dem Bericht. Auch der Tatbestand der „Datenhehlerei“, welcher die Strafverfolgung von Whistleblowern ermöglicht, bedrohe die investigative Berichterstattung – Verfassungsbeschwerde wurde bereits eingereicht.</p>
<p>Das Ende 2015 verabschiedete Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verpflichtet Anbieter die Kommunikationsdaten ihrer Kunden anlasslos zehn Wochen lang zu speichern. Laut Reporter ohne Grenzen untergräbt das „den Schutz journalistischer Quellen“. Trotzdem fordert nun Thomas de Maizière sowie weitere Unionspolitiker die Ausweitung der VDS auf Soziale Netzwerke. „Auch steht der tatsächliche Effekt der VDS auf die Aufklärungsrate von Straftaten in grobem Missverhältnis zur Schwere des Grundrechtseingriffs“, heißt es weiter in dem Bericht. Aus 2016 von Wikileaks veröffentlichten Dokumenten geht zudem hervor, dass der BND ohne Rechtsgrundlage massenhaft Daten deutscher Bürger speichert.</p>
<p>Das von Heiko Maas geplante Gesetz zur Bekämpfung von Hassbotschaften gerät erneut in die Kritik. Dieses verpflichtet Seitenbetreiber, „offensichtlich rechtswidrige“ Inhalte binnen 24 Stunden zu löschen. Damit wende sich der Justizminister „von dem zentralen rechtsstaatlichen Prinzip ab, dass die Presse- und Meinungsfreiheit nur beschnitten werden darf, wenn unabhängige Gerichte urteilen, dass eine Äußerung nicht mit den allgemeinen Gesetzen vereinbar ist.“</p>
<p>§202d StGB enthält den Tatbestand der Datenhehlerei. Dadurch wird das Verbreiten nicht allgemein zugänglicher und rechtswidrig erlangter Daten unter Strafe gestellt. <del>Whistleblower-Plattformen wie Wikileaks</del> Whistleblower und kooperierende Journalisten [Anmerkung der Redaktion: korrigiert, da sich der Praragraph auf Personen, nicht auf Plattformen bezieht] können dadurch strafrechtlich verfolgt werden. Die Reporter ohne Grenzen haben, zusammen mit verschiedenen Reportern und Vereinen, bereits Verfassungsbeschwerde gegen diesen Paragraphen eingereicht. „Der Whistleblowerschutz ist in Deutschland noch immer unzureichend und im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich entwickelt“, so der Bericht.</p>
<p>Content Marketing ist eine Marketingstrategie, die mit Inhalten relevante Gruppen erreichen will, um gezielt Werbung schalten zu können. Das gefährde die Objektivität der Berichtserstattung. „Ob es sich um eine unabhängige Presseveröffentlichung oder das PR-Produkt eines Unternehmens handelt, ist mitunter nur noch anhand des Impressums zu unterscheiden.“</p>
<p>Image by <a href="https://pixabay.com/photos/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=690088">Free-Photos</a> from <a href="https://pixabay.com/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=690088">Pixabay</a>  <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 public domain</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div>
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		<title>Feinde der Pressefreiheit: Alte Bekannte und neue Gesichter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thibaud Saint-Viteux]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2016 12:12:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Feinde der Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internationalen Tag zur Beendigung der Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalisten]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 2013 begeht die UN am 2. November den “Internationalen Tag zur Beendigung der Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalisten”. Aus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-150491" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Pressefreiheit-2016_630x2551-630x255.jpg" alt="pressefreiheit-2016_630x255" width="630" height="255" />Seit 2013 begeht die UN am 2. November den “Internationalen Tag zur Beendigung der Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalisten”. Aus diesem Anlass veröffentlichen die Reporter Ohne Grenzen (ROG) heute eine aktualisierte Liste der “Feinde der Pressefreiheit”, in der nicht nur Staats- und Regierungschefs, sondern auch Extremisten und Verbrecherorganisationen stehen. Nach ROG sind diese Einzelpersonen und Gruppen für Zensur, Verhaftungen, Folter und Mord von Journalisten verantwortlich.</p>
<p>Auf der Liste der größten „Feinde der Pressefreiheit“ finden sich ‚alte Bekannte‘ wie der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping und Nordkoreas Diktator Kim Jong Un. Auch die Nominierung von Russlands Präsident Wladimir Putin, Syriens Präsident Baschar Al-Assad und Kubas Präsident Raul Castro ist wenig überraschend.</p>
<p>Der Bericht listet jedoch auch neue Kandidaten auf: Dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wird die Inhaftierung von mindestens 130 Journalisten und die Schließung von 140 Medien vorgeworfen. Auch der ägyptische Präsident Abdelfattah al-Sisi, Saudi-Arabiens König Salman, Thailands Junta-Chef Prayut Chan-o-cha und Venezuelas Präsident Nicolas Maduro finden sich auf der Liste wieder. Die extremistische Organisation “Islamischer Staat” ist wahrscheinlich der am wenigsten überraschende Neuling 2016.</p>
<p>Der Kampf gegen die Straflosigkeit von Verbrechen ist Teil einer ROG-Kampagne zum Schutz von Journalisten. Nach ROG-Angaben sind allein in den letzten zehn Jahren 787 journalistisch arbeitende Menschen in Ausübung ihres Berufs gestorben.</p>
<p>Die Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ finden Sie <a title="Weltkarte der Pressefreiheit 2016" href="www.reporter-ohne-grenzen.de/feinde">hier</a>.</p>
<p>Titelbild: Karte Pressefreiheit 2016, © Reporter ohne Grenzen</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011-305x53.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="305" height="53" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nationales-Internet-Projekt des Iran: Zensur oder Schutz?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Donat]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2016 05:23:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Amir Rashidi]]></category>
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					<description><![CDATA[Iranische Browser, Suchmaschinen und E-Mail-Services gibt es schon seit ein paar Jahren. Dennoch bleiben die beliebtesten Online-Dienste in der iranischen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Titelbild_Iran.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150301" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Titelbild_Iran.jpg" alt="Internet Halal, Iran" width="640" height="352" /></a>Iranische Browser, Suchmaschinen und E-Mail-Services gibt es schon seit ein paar Jahren. Dennoch bleiben die beliebtesten Online-Dienste in der iranischen Bevölkerung weiterhin zensierte Anbieter und Netzwerke aus dem Ausland – wie Facebook, YouTube und Twitter. Durch das nationale Datennetzwerk sollen Online-Sperren noch größere Auswirkungen auf den realen Alltag im Iran haben. Die kürzlich zelebrierte Einweihung des „nationalen Internet“ im Iran stößt auf internationalen Aufschrei – die universellen Menschenrechte der Informations- und Meinungsfreiheit seien in Gefahr.</p>
<p>Die erste Phase des nationalen Internet im Iran leitete der iranische Minister für Informations- und Kommunikationstechnologie, Mahmoud Vaezi, <a href="http://en.mehrnews.com/news/119304/Iran-launches-National-Information-Network" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ende August 2016</a> ein. Das auf den Iran beschränkte Datennetzwerk umfasst in dieser Phase Websites und Dienste von Regierungsstellen sowie von lokalen Behörden. Der Plan ist keineswegs neu: Seit 2010 arbeitet die iranische Regierung an dem Nationales-Internet-Projekt. Anfänglich ging die Regierung sogar von einer Implementierung bis 2015 aus. Heute wird ein nationales Datennetzwerk kaum mehr vor 2019 erwartet.</p>
<h3>Landesweit Surfen im Internet Halal</h3>
<p>Das unberechenbare World Wide Web soll an die digitale Leine genommen werden. Ein sauberes und reines Internet heißt die Maxime, kurz: Internet Halal. Das arabische Wort „Halal“ bedeutet so viel wie „zulässig“ und gestattet nur Online-Inhalte, die nach islamischem Recht erlaubt sind. Nicht nur Staatspräsident Hassan Rouhani, sondern vor allem auch Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei spricht sich für ein kontrollierbares Internet aus. Ein nationales, sicheres und reines Internet soll es also sein. Für die Regierung liegen die Vorteile auf der Hand: technisch gesehen bedeutet es, einen Zugewinn an <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Iran-stellte-erste-Phase-seines-nationalen-Internets-vor-3307868.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sicherheit</a> gegenüber Hacker-Angriffen sowie schnellere und preiswertere Breitbandverbindungen zu schaffen. Aber nicht nur der Technologiesektor, sondern auch die Wirtschaft schlage Profit, da durch die Unabhängigkeit zum World Wide Web mehr Arbeitsplätze in nationalen Projekten generiert werden können.</p>
<p>Dass manche Argumente auf Seiten der iranischen Regierung „nicht ganz ohne Substanz“ seien, meint auch Politikwissenschaftler Dr. Marcus Michaelsen. Seit Jahren forscht und publiziert er zum digitalen und politischen Wandel im Iran und hält fest: „Immerhin war der Iran Ziel eines der ersten internationalen Cyberangriffe auf eine zentrale staatliche Infrastruktur. Durch Sanktionen und Isolation des Landes hat die iranische Regierung die Bedeutung von eigenständiger Beherrschung von Technologie schätzen gelernt.“ Dass der Drang nach Sicherheit ein historisch gewachsenes Resultat der iranischen Regierung auf internationale Konflikte ist, bezweifelt auch der iranische Geflüchtete und Internetsicherheit-Forscher Amir Rashidi nicht. Amir Rashidi studierte Software Engineering im Iran, floh nach der umstrittenen Wahl 2009 als Aktivist nach Italien und arbeitet nun seit zwei Jahren in New York bei der Menschrechtsorganisation <a href="https://www.iranhumanrights.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">International Campaign for Human Rights in Iran</a>. Auf technischer Ebene sieht Rashidi das gesamte Projekt vielmehr als eine Art „nationales Intranet“, also wesentlich „kleiner dimensioniert im Sinne eines internen Netzes, das vor fremden Eingriffen geschützt werden soll.“ Auch Rashidi bestätigt den Vorteil der technischen Schnelligkeit und Kosteneinsparung, während er das Problem der virtuellen Kontrolle auf einer ganz anderen Ebene sieht: „Wir Iraner vertrauen der Regierung nicht.“</p>
<h3>Internetzensuren im Iran: technische Sicherheit vs. digitale Apartheid</h3>
<p>Auch wenn iranische Stimmen – wie die des ersten Vize-Präsidenten Irans, Eshagh Jahangiri – beteuern, dass das nationale Internet <a href="http://parstoday.com/de/news/iran-i14122-nationales_internet_in_iran_in_betrieb_genommen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">keine Einschränkung</a> für den Informationszugriff bedeutet, sehen dies Menschenrechtsverteidiger anders. Für die britische Menschenrechtsorganisation <a href="https://www.article19.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Article 19</a> passen internationale Standards der Informations- und Meinungsfreiheit, nach <a href="http://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art. 19, UN Menschenrechtskonvention</a>, nicht zum Konzept eines nationalen Datennetzwerkes. In ihrem Anfang 2016 erschienenen <a href="https://www.article19.org/data/files/medialibrary/38315/The-National-Internet-AR-KA-final.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Report</a> zum nationalen Internet-Projekt sehen sie den Schutz der Online-Anonymität und das Recht auf Privatsphäre in Gefahr. Auch bei Reporter ohne Grenzen (<a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ROG</a>) steht der Iran auf der Liste der „<a href="http://12mars.rsf.org/wp-content/uploads/EN_RAPPORT_INTERNET_BD.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feinde des Internet</a>“. ROG befürchtet seit Jahren ein zweigeteiltes Internet, eine Art „<a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung/internet-experte-ohne-anklage-in-haft-rog-befuerchtet-digitale-apartheid/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitale Apartheid</a>“, in der die Bevölkerung lediglich Zugang zu gefilterten Online-Inhalten hat, während Regierung und religiöse Anführer, wie Ayatollah Ali Khamenei, keine Einschränkung haben.</p>
<p>Auch Michaelsen sieht Gefahren in dem Aufbau eines nationalen Datennetzwerks: „In jedem Fall birgt das Projekt Risiken für den freien Zugang zu Informationen, weil Verbindungen zum World Wide Web besser eingeschränkt, überwacht und gefiltert werden können.“ Kontrolle und Unterdrückung sind besonders aufgrund vergangener Menschenrechtsverletzungen im Iran ein brisantes Thema. So kam es bereits in der Vergangenheit zu Festnahmen von <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/deutsche-journalisten-in-iran-haft-fuer-die-pressefreiheit-1.1053773" target="_blank" rel="noopener noreferrer">JournalistInnen</a> und <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-05/iran-instagram-models-schleier-strafverfahren-festnahme" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Models</a>. Aufsehen erregte auch der Fall eines <a href="http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article107781865/Haeftling-soll-nationales-Internet-im-Iran-aufbauen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iranischen Internet-Experten</a>, der ohne Anklage inhaftiert wurde und im Gefängnis als Programmierer für die iranische Regierung arbeiten musste.</p>
<p>Amir Rashidi betont in dem Zusammenhang, dass die Regierung einfach Angst habe vor den westlichen Lebensweisen und Selbstinszenierungen, wie sie durch Instagram, Facebook und Co. ermöglicht werden. Aber wie kommt die Regierung erst an die Leute, die sie verhaften will? „Die Taktik und die gesamte Hacker-Technik der Regierung ist unglaublich simpel“, meint Rashidi. Ob erzwungene Informationen durch InformantInnen oder einfachste Hacking-Angriffe auf Accounts von Störenfrieden des „Halal“ Internet – „die Möglichkeiten der Regierung sind so unglaublich einfach, aber effektiv“, so Rashidi.</p>
<h3>Rouhani und der virtuelle Alltag im Iran</h3>
<p>In der Islamischen Republik Iran haben sich mit Amtswechsel auch virtuelle Regierungsziele verändert: unter Mohammad Chatami und Mahmud Ahmadinedschad wurden bereits Online-Inhalte in großem Umfang gefiltert. Michaelsen stellt aber den entscheidenden Unterschied nach den Wahlen 2009 fest: Nachdem die Bevölkerung soziale Netzwerke und digitale Kommunikation zur Protestförderung nutzte, „hat die iranische Regierung ihre Versuche, das Internet zu kontrollieren und zu überwachen, eindeutig verschärft.“ Nicht nur Amir Rashidi floh zu dieser turbulenten Zeit aus dem Iran, sondern <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/flucht-aus-iran-ueber-die-grenze-und-in-den-westen-a-663465.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tausende reformorientierte IranerInnen</a>. Für Rashidi „hat alles unter Ahmadinedschad begonnen. Die Regierung wurde immer nervöser“ &#8211; es ging schon lange nicht mehr nur um die Zensur von Pornographie und Religiösem. Die politische Online-Nutzung nahm ein neues Ausmaß an. Dabei erinnert sich Rashidi vor allem an ein Video, welches die Regierung möglichst schnell aus dem Netz nahm. Darin sah man inmitten der Aufstände eine tote Frau, die zur „<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/tote-iran-demonstrantin-neda-die-ikone-des-protests-a-631670.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ikone des Protests</a>“ wurde.</p>
<p>Zur Wahl Rouhanis 2013 kamen vor allem bessere technische Möglichkeiten auf Regierungsseite zu tragen. Michaelsen berichtet, dass der Internetverkehr in „kritischen Momenten <a href="https://iranwire.com/en/features/1653" target="_blank" rel="noopener noreferrer">verlangsamt</a>“ wurde und Rouhani seitdem seinem „<a href="http://politik-digital.de/news/kurswechsel-im-iran-ein-tweet-in-richtung-freiheit-133173/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlversprechen</a> von mehr Informationsfreiheit im Internet“ nicht nachgekommen sei. Aus der Distanz betrachtet, stellen wir uns darunter extreme Einschränkungen im Alltag der iranischen Bevölkerung vor. Die deutschgebürtige Iranerin Zonai (25) berichtet aber, dass alle ihre Verwandten und Bekannten im Iran Instagram und Facebook haben. Dem Geo-Blocking im Iran lässt sich einfach über Virtual Private Networks (VPN) oder Tor entkommen. Diese technischen Lösungen sind aber im Gegensatz zu einer Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken im Iran nicht erlaubt. Die Umgehung der Zensur via Proxys steht sogar <a href="http://www.heise.de/ct/artikel/Iran-Der-Machtkampf-um-Informationen-2566400.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unter Strafe</a>. „Über Sanktionen machen sich meine Verwandten keine Gedanken oder es ist ihnen auch gar nicht so bewusst“, erzählt Zonai. Um Kontakt zu halten, schreibt die Studentin keine E-Mails, sondern nutzt Instagram und chattet über die unzensierte App Telegram mit ihren Verwandten im Iran. Auch Rashidi freut sich, dass Telegram mittlerweile mit 20 Millionen NutzerInnen im Iran als populärste Messaging-App fungiert.</p>
<h3>Twitter Halal?</h3>
<p>Auch Twitter ist seit der Wahl 2009 für die iranische Bevölkerung ohne Umwege nicht mehr zugänglich. Repressionen und Propaganda waren die Folge der intensiven Nutzung von Twitter als Informations- und Organisationstool während der Proteste. Die Politiker bleiben aber unbeirrt: im Zuge ihrer eigenen Internetfreiheit twittern Rouhani, Khamenei und Co. – und das sogar über mehrere Accounts und Sprachen. Ausgerechnet die Gegner der virtuellen Welt führen mehrere Accounts auf verschiedenen Netzwerken, wobei sie damit doch theoretisch im Internet Halal niemand in ihrem eigenen Land erreichen dürften. Auch spielte <a href="https://smallmedia.org.uk/media/projects/files/IranVotes_2016.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter in der Parlamentswahl 2016</a> eine wichtige Rolle, weshalb Rashidi der Auffassung ist: „Twitter wird die erste Plattform sein, die die Regierung wieder entblockt. Da bin ich mir sicher.“</p>
<p>Starke Interessendivergenzen bei zensierten Online-Diensten, die bekommt Zonai vor allem zwischen den Altersgenerationen mit: „Die jungen Leute wollen mehr Freiheiten haben, aber die Älteren haben einfach mehr Macht.“ Aber auch insgesamt kann sich Zonai nicht vorstellen, dass irgendwer im Iran ein nationales Intranet, geschweige denn Internet, begrüßen würde. Aus westlicher Perspektive scheinen die Einschnitte in die Menschenrechte alle anderen Vorteile in den Hintergrund zu drängen. Michaelsen betont aber auch, dass das ganze Projekt „von doppeldeutigen Zielstellungen geprägt“ sei, da die Datenspeicherung von Regierung und Administration innerhalb des eigenen Landes „auch ein legitimes Ziel“ ist. In einer Hinsicht gibt auch Rashidi zumindest eine kleine Entwarnung: „Rouhani weiß, dass es keine nationale Entkopplung geben kann, und er will auf keinen Fall eine digitale Isolation von der restlichen Welt – aber ja, Kontrolle will er schon.“</p>
<p>Titelbild: Internet Halal, Iran von <a href="http://politik-digital.de/user/jdonat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jana Donat</a> / <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>, licenced <a href="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 3.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Jahresbilanz Reporter ohne Grenzen: Starker Anstieg an Entführungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Hellmys]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2015 06:15:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresbilanz]]></category>
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					<description><![CDATA[Reporter ohne Grenzen veröffentlichte heute seine Jahresbilanz der Pressefreiheit 2015. Danach sind weltweit derzeit 54 Journalisten entführt und 153 Journalisten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/RoG_Fotor.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-147710" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/RoG_Fotor.jpg" alt="RoG_Fotor" width="640" height="280" /></a>Reporter ohne Grenzen veröffentlichte heute seine Jahresbilanz der Pressefreiheit 2015. Danach sind weltweit derzeit 54 Journalisten entführt und 153 Journalisten in Haft. Es handelt sich dabei um einen deutlichen Anstieg von Entführungen um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahresbericht.</p>
<p>Wie schon in der Jahresbilanz 2014 liegt der Schwerpunkt von Sanktionen gegen Journalisten in den Bürgerkriegsländern Syrien, Jemen, Irak und Libyen. In Syrien wurden 26, im Jemen 13 und im Irak 10 Journalisten entführt. In diesen Regionen nutzen fundamentalistische Gruppen die destabilisierte Lage zur Implementierung ihrer Vormachtstellung. Das zeigt ein Blick auf die einzelnen Fälle: der Islamische Staat ist für 18 Entführungen, die Huthi-Rebellen im Jemen für neun und die Al-Nusra-Front in Syrien vier Fälle verantwortlich. Von Entführungen betroffen sind insbesondere einheimische Journalisten.</p>
<p>Im Vergleich dazu ist die Zahl von inhaftierten Journalisten von 178 auf 153 leicht gesunken. Die Inhaftierung von Journalisten ist in China, Ägypten, Iran und vor allem der Türkei gängige Praxis. In China befinden sich derzeit 23 Menschen in Haft, dem folgen Ägypten mit 22 und der Iran mit 18 Journalisten. Auch die Zahl der inhaftierten Bürgerjournalisten, die z. b. mittels Sozialer Medien berichten, ist von 178 auf 161 gesunken.</p>
<p>Die <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/jahresbilanz/2015/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jahresbilanz</a> der Reporter ohne Grenzen dokumentierte erstmals die Zahl von acht verschwundener Journalisten. Deren Schicksal ist auch weiterhin ungewiss.</p>
<p>Bild: <a id="yui_3_11_0_3_1450106437318_320" href="https://www.flickr.com/photos/shuttercat7/">NapInterrupted</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Welttag gegen Internetzensur: Gesperrte Webseite, öffne dich!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Voß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2015 12:29:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Feinde des Internets]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzenloses Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[Vietnam, China oder Russland. Diese Länder haben eines gemein: Sie zensieren die Berichterstattung in ihrem Staatsgebiet und schränken den Informationszugang [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/1201_ROG3.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145044" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/1201_ROG3.png" alt="1201_ROG3" width="640" height="280" /></a>Vietnam, China oder Russland. Diese Länder haben eines gemein: Sie zensieren die Berichterstattung in ihrem Staatsgebiet und schränken den Informationszugang ihrer BürgerInnen ein. Zum siebten Mal in Folge rufen Reporter ohne Grenzen deshalb zum Welttag gegen Internetzensur auf. Doch dieses Mal prangern die AktivistInnen für Informationsfreiheit nicht nur an, sondern werden selbst aktiv.</p>
<p>Die international tätige Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) setzt sich weltweit für die Pressefreiheit und gegen Zensur ein. Heute rufen Reporter ohne Grenzen zum siebten Mal unter dem Motto „<a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Presse/Downloads/Feinde_des_Internets/Grenzenloses_Internet_-_Reporter_ohne_Grenzen.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grenzenloses Internet</a>“ zum Welttag gegen Internetzensur auf. An diesem Tag wirbt die NGO für ein Internet ohne Grenzen und Hürden und übt Kritik daran, dass autoritäre Regierungen mit Gesetzen und Zensur im Internet Grenzen ziehen und staatliche ZensorInnen entscheiden, auf welche Informationen die BürgerInnen ihres Landes zugreifen dürfen und auf welche nicht.</p>
<h3>Reporter ohne Grenzen aktiv gegen Internetzensur</h3>
<p>Um sich gegen die Beschneidung des Rechts auf Meinungsfreiheit und die freie Meinungsäußerung zu wehren, haben sich die Reporter ohne Grenzen in den Vorjahren darauf konzentriert, die weltweiten „Feinde des Internets“ am Welttag gegen Internetzensur zu benennen, deren Zensurmaßnahmen zu dokumentieren und detailliert zu beschreiben. Als Zentrum von Überwachung und Zensur und <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/feinde_internet/2014/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feinde des Internets 2014</a> sah die Organisation insbesondere Behörden wie den US-Geheimdienst NSA und dessen britisches Pendant GCHQ. Insgesamt zählte ROG insgesamt 32 Behörden und Institutionen, die eine zentrale Rolle bei der Unterdrückung kritischer Stimmen und unerwünschter Informationen im Internet spielen.</p>
<p>Dieses Jahr geht die Organisation einen Schritt weiter und begnügt sich nicht mit der Protokollierung von Internetzensur. Zum ersten Mal greifen Reporter ohne Grenzen aktiv ein und machen zuvor gesperrte Internetseiten und Informationen für die Öffentlichkeit wieder zugänglich. Reporter ohne Grenzen haben für die Aktion neun blockierte Nachrichtenseiten in elf Ländern ausgewählt. Um die zensierten Seiten zu öffnen, hat ROG Kopien der Webseiten erstellt und in Cloud-Servern großer Anbieter wie Amazon, Google und Microsoft abgelegt. Würden die Regierungen der Länder nun versuchen, die Clouds zu blockieren, würde das die Sperrung von Tausenden weiterer Seiten, die sich ebenfalls auf den Servern befinden, nach sich ziehen. Die wirtschaftlichen und politischen Folgekosten einer solchen Aktion wären nicht absehbar.</p>
<h3>Neun zensierte Nachrichtenseiten in elf Ländern gehen wieder online</h3>
<p>Zu den wieder zugänglich gemachten Internetseiten zählt etwa das unabhängige Nachrichtenportal „Grani.ru“ in Russland, abrufbar in der gespiegelten Version unter <a href="https://gr1.global.ssl.fastly.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://gr1.global.ssl.fastly.net/</a>. Gegründet wurde es im Jahr 2000 und wurde kurz nach dem Ausbruch des Ukrainekonflikts im März 2014 gesperrt. Zuvor waren dort mehrere Kreml-kritische Berichte erschienen.</p>
<p>Zu den weiteren Ländern gehören u.a. Kuba, Turkmenistan oder Bahrain. Auch in China schottet die Regierung das Internet für seine BürgerInnen ab. Neben zahlreichen Webseiten sind außerdem soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter blockiert. Zunehmend werden auch alternative Wege zu gesperrten Seiten, wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Private_Network" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VPNs</a>, unbrauchbar gemacht. Allein in der Volksrepublik sollen 29 JournalistInnen und 72 BloggerInnen inhaftiert sein. Auch im Iran, wo derzeit 17 JournalistInnen sowie 28 OnlineaktivistInnen und BürgerjournalistInnen hinter Gitter sitzen, wurde eine Internetseite wieder zugänglich gemacht.</p>
<p>Weitere Informationen zur Aktion &#8220;Grenzenloses Internet&#8221; zum Welttag gegen Internetzensur 2015 gibt es <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/feinde_internet/2015/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/">Reporter ohne Grenzen</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Reporter ohne Grenzen: Angriffe auf Pressefreiheit nehmen zu</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/reporter-ohne-grenzen-angriffe-auf-pressefreiheit-nehmen-zu-144730/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Türk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2015 12:12:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Rangliste der Pressefreiheit 2015]]></category>
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					<description><![CDATA[Zensur, Verhaftungen, Mord: Die neue Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen zeichnet ein finsteres Bild für unabhängige Medien. Fast [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/2ROG-Weltkarte_der_PF_2015__680x480-crop.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-144731" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/2ROG-Weltkarte_der_PF_2015__680x480-crop.jpg" alt="2ROG-Weltkarte_der_PF_2015__680x480-crop" width="2677" height="1167" /></a>Zensur, Verhaftungen, Mord: Die neue Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen zeichnet ein finsteres Bild für unabhängige Medien. Fast überall auf der Welt hat sich die Lage von Journalisten im vergangenen Jahr verschlechtert. Spitzenreiter für gute journalistische Arbeitsbedingungen bleibt Finnland, Eritrea nimmt erneut den letzten Platz ein.</p>
<p>Das Bild von Raif Badawi, dem zu 1.000 Peitschenhieben verurteilten saudischen Blogger, geht derzeit um die Welt. Er ist nicht allein: 165 Journalisten und fast 180 Online-Aktivisten und Bürgerjournalisten befinden sich momentan in Haft, 66 wurden im vergangenen Jahr ermordet. Staat, Kriegsparteien, Polizei, Religionen, Terrorgruppen und Verbrecherkartelle – sie alle wollen Journalisten in vielen Ländern durch Gewalt und Einschüchterung an der Veröffentlichung von Informationen hindern. Die heute veröffentlichte <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/Rangliste_der_Pressefreiheit_2015.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rangliste der Pressefreiheit 2015</a> von <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reporter ohne Grenzen</a> zeigt, dass die Lage von Journalisten und unabhängigen Medien im vergangenen Jahr schlechter wurde – weltweit und in der Mehrzahl der 180 bewerteten Länder.</p>
<p>Besonders heikel ist die Lage demnach für Journalisten in Kriegs- und Krisengebieten. Dass Informationen eine gefährliche Waffe sein können, zeigt die Situation in der Ukraine (Platz 129, -2), in Syrien (177) oder Israel (101, -5), wo bewaffneten Konflikte auch als Informationskrieg geführt werden. Journalisten als neutrale Beobachter sind den Mächtigen laut ROG ein Dorn im Auge, skrupellos wird deshalb versucht, sie auszuschalten oder zumindest abzuschrecken. Die Folge: hohe Zahlen an entführten und getöteten Journalisten und schwarze Nachrichtenlöcher, aus denen praktisch kaum mehr unabhängige Informationen nach außen dringen.</p>
<p>„Bedrohung der nationalen Sicherheit“. Auch unter diesem Vorwand rechtfertigen viele Staaten Eingriffe in die Grundrechte – so auch in die Pressefreiheit. Das Paradebeispiel Russland (152, -4) verabschiedete während des Ukraine-Konflikts unter anderem ein Gesetz zur Verschärfung des Verbots, öffentlich zur Verletzung der territorialen Integrität aufzurufen. Jegliche Kritik an der Annexion der Krim werde seitdem kriminalisiert, so ROG. Auch Thailand (134, -4) und Ägypten (158, +1) führten Zensurmaßnahmen und willkürliche Festnahmen von Journalisten unter dem Deckmantel des Schutzes der nationalen Sicherheit durch. Doch nicht nur der Staat, auch mächtige nichtstaatliche Gruppen stellen in vielen Ländern eine tödliche Gefahr für Journalisten dar. Neben Milizen wie dem Islamischen Staat in Syrien oder Boko Haram in Nigeria (111, +1) waren auch Paramilitärs und kriminelle Gruppen, zum Beispiel in Mexiko (148, +4) und Brasilien (99, +12), für die Ermordung von Journalisten verantwortlich – meist, weil diese über Korruption oder organisierte Kriminalität berichteten.</p>
<p>Die neue Rangliste zeigt, dass besonders die Berichterstattung im Umfeld von Demonstrationen für Journalisten gefährlich werden kann. Teils gerieten Reporter versehentlich zwischen die Fronten, teils sollten sie gezielt an der Berichterstattung gehindert werden. Nicht nur während der Maidan-Proteste in der Ukraine Anfang 2014, auch in der Türkei (149, +5) und in Venezuela (137, -21) wurden Journalisten bei der Berichterstattung über Demonstrationen beschimpft, angegriffen, bedroht oder getötet. Und in den USA (49, -3) kam es im Zusammenhang mit den Unruhen in Ferguson zu willkürlichen Festnahmen. Geahndet wurden die meisten dieser Übergriffe nie. Auch in Ländern wie Saudi-Arabien (164), dem Iran (173) und Indien (136, +4) wurden Blogger und Journalisten verhaftet – hier allerdings aufgrund von kritischer Berichterstattung über religiöse Gruppen oder religiös legitimierte Staatsorgane. Blasphemie lautete die Anklage.</p>
<h3>Italien und Bulgarien rutschen ab</h3>
<p>Dass die Pressefreiheit auch in Europa nicht unverletzlich ist, haben die Anschläge von Charlie Hebdo gezeigt. Obwohl terroristische Anschläge zum Glück eine Ausnahme darstellen – Repressionen und Zensur, die die Arbeit von Journalisten erschweren, gibt es zur Genüge. In erschreckendem Ausmaß hat sich die Pressefreiheit in Italien (73, -24)  verschlechtert, wo viele Journalisten durch Anschläge und Drohungen von der Mafia unter Druck gerieten. Auch Bulgarien (106, -6), das Sorgenkind der EU, verschlechterte seine Position weiter. In einem im Eilverfahren verabschiedeten Gesetz ging die Finanzaufsicht mit Ermittlungen und Geldstrafen gegen Reporter vor, die über Missstände in der Finanzindustrie berichteten.</p>
<p>Der größte Absteiger in der Rangliste stammt ebenfalls aus Europa: Andorra, das mit wirtschaftlicher Konzentration und Interessenkonflikten zu kämpfen hat, rutschte ganze 27 Plätze auf Rang 32. Die Macht von Banken und Anzeigenkunden stellt hier ein ernstzunehmendes Problem für die mediale Unabhängigkeit dar. Die Spitzenplätze des Rankings werden aber ebenfalls von europäischen Ländern eingenommen. Finnland, Norwegen und Dänemark sorgen mit ihren liberalen Regelungen über den Zugang zu Behördeninformationen und den Schutz journalistischer Quellen für gute Arbeitsbedingungen. Finnische Bürger haben seit 2010 sogar ein einklagbares Recht auf eine bezahlbare Breitbandverbindung. Deutschland konnte sich um zwei Plätze auf Platz 12 verbessern und befindet sich damit im oberen Mittelfeld der EU-Staaten.</p>
<p>Am katastrophalsten ist die Situation von Journalisten in den ohnehin repressivsten Staaten der Welt – auch hier wurde der Zugriff auf die Medien weiter verschärft. China (176, -1) verhaftete prominente Blogger und Journalisten, und im Sudan (174, -2) kam es nicht nur zu willkürlichen Festnahmen, sondern auch zur Beschlagnahmung von rund 50 kompletten Zeitungsauflagen. In Aserbaidschan (162, -2) zwang der Staat die verbliebenen unabhängigen Medien zur Aufgabe und trieb dutzende Journalisten ins Exil. Das Schlusslicht der Rangliste bilden – unverändert – Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan. Die Medien werden hier fast vollständig durch Diktaturen kontrolliert. Wo es so viele Absteiger gibt, muss es natürlich auch Aufsteiger geben – die Mongolei konnte 34 Plätze gut machen und befindet sich nun auf Platz 54. Die Umwandlung der staatlichen in öffentlich-rechtliche Medien und die positiven Auswirkungen des 2012 verabschiedeten Informationsfreiheitsgesetzes geben Grund zur Hoffnung.</p>
<p>Grundlage für die Rangliste der Pressefreiheit bildet die Situation von Journalisten und Medien in 180 Staaten im Zeitraum vom Oktober 2013 bis Oktober 2014. Zur Ermittlung dieser schickte Reporter ohne Grenzen Fragebögen an Journalisten, Juristen, Wissenschaftler, Menschenrechtsverteidiger und an ein eigenes Korrespondentennetzwerk. Zudem flossen Übergriffe und Gewalttaten mit in die Analyse ein.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Presse/Downloads/Ranglisten/Rangliste_2015/ROG-Weltkarte_der_PF_2015__680x480.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reporter ohne Grenzen</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Reporter ohne Grenzen: Jahresbilanz 2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2014 09:16:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerjournalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresbilanz]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten in Haft]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute veröffentlicht Reporter ohne Grenzen die Jahresbilanz für 2014. Seit 1995 werden jährlich Berichte zur Pressefreiheit zusammengestellt. Im diesjährigen Bericht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/RoG11.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-large wp-image-143761" alt="RoG1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/RoG11-630x402.jpg" width="630" height="402" /></a>Heute veröffentlicht Reporter ohne Grenzen die Jahresbilanz für 2014. Seit 1995 werden jährlich Berichte zur Pressefreiheit zusammengestellt.<br />
Im <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/jahresbilanz-2014-deutlich-mehr-entfuehrungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesjährigen Bericht</a> wird deutlich, dass, obwohl die Zahl der getöteten Journalisten von 71 auf 66 leicht gesunken ist, sich die Gewaltformen gegen Journalisten verändert haben und zum Teil medienwirksam inszeniert wurden. So stiegen die Zahlen der Entführungen (von 87 auf 119) und fliehenden Journalisten (von 77 auf 139) stark an. Gleich blieb die Zahl der inhaftierten Journalisten (178).<br />
Beispielhaft führt Reporter Ohne Grenzen das Schicksal des audi-arabischen Bürgerjournalisten und Gewinner des Netizen-Preises 2014 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raif_Badawi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Raef Badawi</a> an, der zu zu zehn Jahren Gefängnis, 1000 Peitschenhieben und einer hohen Geldstrafe verurteilt wurde.<br />
Die meisten Journalisten wurden in Syrien (15), den Palästinensergebieten (7) und der Ukraine (6) getötet. Hinzu kommen der Irak, Libyen und Kolumbien als gefährlichste Gebiete für Journalisten.<br />
Entführt wurden insgesamt 119 Journalisten, vor allem in der Ukraine (33), Libyen (29) und Syrien (27). Als Grund wird der Vormarsch des IS und die instabile Lage in Libyen genannt.<br />
Die Zahl der Festnahmen von Journalisten ist im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 853 gestiegen, die Zahl der Geflohenen hat sich mit 139 professionellen Journalisten und 20 Bürgerjournalisten dagegen mehr als verdoppelt. Sie sind vor allem aus Libyen (43), Syrien (37) und Äthiopien (31) geflohen. Die inhaftierten Journalisten befinden sich vor allem in China (29), Eritrea (28) und Iran (19).<br />
In Vietnam wurden nach ROG-Angaben viele Bürgerjournalisten verhaftet, dort komme mangels unabhängiger traditioneller Medien den Sozialen Medien eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Nachrichten zu.<br />
Insgesamt ist die Zahl der inhaftierten Bürgerjournalisten mit 178 genauso hoch wie die der professionellen Journalisten.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/RoG21.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-large wp-image-143764" alt="RoG2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/RoG21-630x445.jpg" width="630" height="445" /></a><br />
Journalisten wurden unterschiedlichen Einschränkungen und Gefahren in der Ausübung ihres Berufs ausgesetzt. Der Jahresbericht der <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reporter ohne Grenzen</a> macht mit fünf charakteristischen Fällen über Journalisten im Jahr 2014 deutlich wie unterschiedlich die Pressefreiheit verletzt wurde.<br />
Bild: <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Presse/Downloads/Jahresbilanz/JB2014_Grafik_1_-_UEberblick.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reporter ohne Grenzen</a>, Grafik: <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Presse/Downloads/Jahresbilanz/JB2014_Grafik_4.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reporter ohne Grenzen</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Reporter ohne Grenzen: Jahresbilanz 2014</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/reporter-ohne-grenzen-jahresbilanz-2014-2-143746/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Wiesner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2014 09:16:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heute veröffentlicht Reporter ohne Grenzen die Jahresbilanz für 2014. Seit 1995 werden jährlich Berichte zur Pressefreiheit zusammengestellt. Im diesjährigen Bericht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/RoG11.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-large wp-image-143761" alt="RoG1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/RoG11-630x402.jpg" width="630" height="402" /></a>Heute veröffentlicht Reporter ohne Grenzen die Jahresbilanz für 2014. Seit 1995 werden jährlich Berichte zur Pressefreiheit zusammengestellt.<br />
Im <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/jahresbilanz-2014-deutlich-mehr-entfuehrungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesjährigen Bericht</a> wird deutlich, dass, obwohl die Zahl der getöteten Journalisten von 71 auf 66 leicht gesunken ist, sich die Gewaltformen gegen Journalisten verändert haben und zum Teil medienwirksam inszeniert wurden. So stiegen die Zahlen der Entführungen (von 87 auf 119) und fliehenden Journalisten (von 77 auf 139) stark an. Gleich blieb die Zahl der inhaftierten Journalisten (178).<br />
Beispielhaft führt Reporter Ohne Grenzen das Schicksal des audi-arabischen Bürgerjournalisten und Gewinner des Netizen-Preises 2014 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raif_Badawi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Raef Badawi</a> an, der zu zu zehn Jahren Gefängnis, 1000 Peitschenhieben und einer hohen Geldstrafe verurteilt wurde.<br />
Die meisten Journalisten wurden in Syrien (15), den Palästinensergebieten (7) und der Ukraine (6) getötet. Hinzu kommen der Irak, Libyen und Kolumbien als gefährlichste Gebiete für Journalisten.<br />
Entführt wurden insgesamt 119 Journalisten, vor allem in der Ukraine (33), Libyen (29) und Syrien (27). Als Grund wird der Vormarsch des IS und die instabile Lage in Libyen genannt.<br />
Die Zahl der Festnahmen von Journalisten ist im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 853 gestiegen, die Zahl der Geflohenen hat sich mit 139 professionellen Journalisten und 20 Bürgerjournalisten dagegen mehr als verdoppelt. Sie sind vor allem aus Libyen (43), Syrien (37) und Äthiopien (31) geflohen. Die inhaftierten Journalisten befinden sich vor allem in China (29), Eritrea (28) und Iran (19).<br />
In Vietnam wurden nach ROG-Angaben viele Bürgerjournalisten verhaftet, dort komme mangels unabhängiger traditioneller Medien den Sozialen Medien eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Nachrichten zu.<br />
Insgesamt ist die Zahl der inhaftierten Bürgerjournalisten mit 178 genauso hoch wie die der professionellen Journalisten.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/RoG21.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-large wp-image-143764" alt="RoG2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/RoG21-630x445.jpg" width="630" height="445" /></a><br />
Journalisten wurden unterschiedlichen Einschränkungen und Gefahren in der Ausübung ihres Berufs ausgesetzt. Der Jahresbericht der <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reporter ohne Grenzen</a> macht mit fünf charakteristischen Fällen über Journalisten im Jahr 2014 deutlich wie unterschiedlich die Pressefreiheit verletzt wurde.<br />
Bild: <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Presse/Downloads/Jahresbilanz/JB2014_Grafik_1_-_UEberblick.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reporter ohne Grenzen</a>, Grafik: <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Presse/Downloads/Jahresbilanz/JB2014_Grafik_4.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reporter ohne Grenzen</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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