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	<title>Repräsentativität &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Repräsentativität &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Traue keiner Statistik, die&#8230;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/traue-keiner-statistik-die-3007/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[shidde]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Feb 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Sozialforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="fett">
Mit dem Internet erschließt sich auch der Markt- und Sozialforschung ein neues Feld. Zeitschriften, Bundesämter und Forschungsunternehmen führen Umfragen durch, die online besucht und ausgefüllt werden können. Diese schnellen und unkomplizierten Online-Umfragen scheinen jedem den schnellen Weg zu mehr Informationen zu ebnen. Aber sind die Ergebnisse dieser Umfragen auch wissenschaftich nutzbar?
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
Mit dem Internet erschließt sich auch der Markt- und Sozialforschung ein neues Feld. Zeitschriften, Bundesämter und Forschungsunternehmen führen Umfragen durch, die online besucht und ausgefüllt werden können. Diese schnellen und unkomplizierten Online-Umfragen scheinen jedem den schnellen Weg zu mehr Informationen zu ebnen. Aber sind die Ergebnisse dieser Umfragen auch wissenschaftich nutzbar?
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
Der <a href="http://www.spiegel.de/archiv/dossiers/0,1518,334706,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Uni-Spiegel</a> tut es, das<br />
<a href="http://www.umweltbundesamt.de/laermumfrage/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umweltbundesamt</a> auch und<br />
<a href="http://www.perspektive-deutschland.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Perspektive Deutschland</a> sowieso. Sie führen Umfragen durch, die online besucht und ausgefüllt werden und dem Herausgeber alle gewünschten Informationen liefern sollen. Inzwischen gibt es sogar<br />
<a href="http://www.2ask.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unternehmen</a>, die im Internet schnell und unkompliziert das Erstellen einer Online-Umfrage anbieten und jedem den Weg zu mehr Informationen zu ebnen versuchen. Mittlerweile kann man sogar selbst (beispielsweise mit dem OpenSource CMS Mambo) eigene Umfragen schnell und einfach erstellen. In Anbetracht der Fülle an Online-Umfragen stellt sich jedoch die Frage, wie sinnvoll diese Methode ist und ob dieser Forschungsansatz wirklich zum Erfolg führt. Anders gefragt: sind die Ergebnisse dieser Umfragen repräsentativ? Sind sie ein Spiegelbild der Wirklichkeit oder liefern sie nur einen Ausschnitt, der unter Umständen der Wirklichkeit nicht gerecht wird?</p>
<p>Von Vorteil ist in jedem Fall die große Anzahl von Teilnehmern, die man mit dem relativ niedrigen Aufwand einer Online-Umfrage erreichen kann. Und dies zu einem Aufwand, der sich auch für kleinere Befragungen lohnt und große Umfragen teilweise überhaupt nur ermöglicht. Erst recht, da dieser Weg die Teilnehmer unabhängig von Uhrzeit, Tag oder anderen äußeren Umständen erreicht. Von Bedeutung ist auch die Tatsache, dass niemand nötig ist, der die Umfrage durchführt, also die Fragen stellt und damit ebenfalls die Ergebnisse beeinflussen kann. Denn auch die Erscheinung des Befragenden, sein Auftreten und die Situation an sich, haben Einfluss auf das Ergebnis der Befragung.</p>
<p>Aber auch die Methoden und Risiken von Umfragen liegen klar auf der Hand: Wie bei jeder Umfrage, beeinflusst die Aufmachung von Online-Polls den Teilnehmer, die Fragestellung und in diesem Fall noch der Weg, auf dem der Teilnehmer auf die Umfrage gestoßen ist. Schon damit sind die ersten Möglichkeiten eröffnet, den Befragten in einer Weise zu beeinflussen, die vielleicht nicht gewünscht ist, aber durchaus kalkuliert werden muss.</p>
<p>Dabei sind es nicht immer gleich die Suggestivfragen, die dem Teilnehmer eine bestimmte Antwort abringen, sondern vielleicht einfach nur die Reihenfolge und Anzahl der Fragen, insgesamt oder pro Abschnitt und die Menge der möglichen Antworten. Ein weiteres Risiko birgt ganz generell der Rahmen, in dem der Teilnehmer an der Befragung teilnimmt, und auf die bei einer Online-Befragung noch weniger Einfluss genommen werden kann, als bei Umfragen generell schon. Dies kann von Vorteil sein, birgt aber eben auch ein gewisses Risiko. In der Eile noch schnell die letzten Antworten gegeben, dabei der Tochter die Schuhe anziehen und schon ändert sich die Perspektive auf Deutschland. Zumindest zwischen Tür und Angel, zwischen 14.00 Uhr und 14.05 Uhr und zwischen Schreibtisch, PC, Teilnehmerin und Tochter. Hinzu kommt der Einfluss, den die Aufbereitung der Online-Umfrage auf den Teilnehmer vor dem PC oder Laptop nimmt. Kleinigkeiten wie Schriftgröße, Lesbarkeit und das generelle Design können dabei eine Rolle spielen. Hinzukommen Kriterien wie der persönliche Geschmack, da online der Kreativität des Umfragenden keine Grenzen gesetzt sind.</p>
<p>Prinzipiell gilt natürlich auch hier die Frage, ab wie vielen Teilnehmern eine Umfrage überhaupt repräsentativ ist: im Sinne der Annäherung an eine objektive Wahrheit &#8211; denn repräsentieren tut eine Umfrage immer etwas. Auch eine Online-Umfrage muss natürlich einen beträchtlichen Pool an Ergebnissen erst einmal sichern, bevor überhaupt an eine Auswertung der Ergebnisse gedacht werden kann. Und wenn diese Umfrage über einen zu langen Zeitraum läuft um diese Menge zu erreichen, dann hat sich die Stimmung vielleicht schon wieder geändert; die äußeren Umstände und der Rahmen führen zu einer Verschiebung der potentiellen Antworten und der Teilnehmer.</p>
<p>Ein weiterer Aspekt darf nicht außer Acht gelassen werden: wer sind diese Teilnehmer, die an diesen Online-Umfragen teilnehmen? Das Ergebnis wird schon allein dadurch beeinflusst, dass möglicherweise ganz bestimmte Menschen die Zeit haben, an Umfragen teilzunehmen. Auch hat nicht jeder einen Internetzugang. Wohl sind es auch nur bestimmte Menschen, die diejenigen Seiten aufrufen, die zu Umfragen führen. Damit handelte es sich um keine repräsentative Mischung aus der Bevölkerung, der nun im Kleinen entsprochen würde – außer vielleicht es handelte sich um eine Online-Umfrage unter Internetnutzern über ihre Internetnutzung.</p>
<p>Ein Risiko besonderer Art birgt die Online-Umfrage allerdings noch zusätzlich, das die Ergebnisse nicht sämtlicher Online-Umfragen relativieren soll, aber in Einzelfällen sehr beträchtlich ist: niemand kann kontrollieren, ob der Befragte die Wahrheit sagt. Dieses Risiko mag für Umfragen ganz generell gelten, wird aber durch die bereits erläuterten Begleitumstände der Online-Umfrage noch verstärkt. Die Möglichkeit, online mal ganz schnell und ganz unauffällig die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen aufzupolieren, kann nicht ausgeschlossen werden.</p>
<p>Das mag bei Fragen zu persönlichem Empfinden, Geschmack oder sogar politischer Orientierung nicht so bedeutend sein und gilt wohl für jede Umfrage, ob nun online oder auf Papier. Wenn es aber um harte Fakten geht, so kann es eine ganze Umfrage zum Kippen bringen oder zumindest das Ergebnis in Frage stellen. Denn wenn keine Kontrolle darüber besteht, ob der Student wirklich nach sieben Semestern seine zwei Studiengänge mit Bravour bestanden hat, dann stellt sich doch die Frage, was von einer solchen Umfrage noch zu halten ist. Oder generell gefragt, was von der Methode der Online-Befragung zu erwarten ist, denn: glaube keiner Statistik, die vom Befragten selbst gefälscht werden kann!</p>
<p>Um diese Gefahren zu vermeiden und den Wert von Umfrageergebnissen zu steigern, können ein paar einfache Maßnahmen ergriffen werden: schon mit einem Mindestmaß an Transparenz erzielt man die nötigen Einblicke für den Interessierten. Dabei geht es um Informationen zur Methodologie und den Rahmendaten. Also die Fallzahl, die Definition von Untersuchungseinheiten, den Erhebungszeitraum und weitere Informationen, die bei der Interpretation der Ergebnisse relevant sind. Denn den Unterschied zwischen den nackten Daten und den interpretierten Informationen sollte man nicht unterschätzen.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Durchbruch in der Online-Meinungsforschung?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-perspektive-shtml-2599/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 May 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentativität]]></category>
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					<description><![CDATA[McKinsey, stern.de und T-Online mit neuer Methode der Online-Meinungsforschung]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>McKinsey, stern.de und T-Online mit neuer Methode der Online-Meinungsforschung<!--break--></p>
<p>Online-Meinungsumfragen liegen im Trend: Sie sind kostengünstig, haben eine große Reichweite und erlauben dadurch differenziertere Aussagen als herkömmliche Umfragen. Der Haken: Online-Umfragen sind nicht repräsentativ. Dieses Problem wollen Wissenschaftler aus den USA und Deutschland nun gelöst haben. Mit der Online-Umfrage &#8220;Perspektive Deutschland&#8221;, deren Ergebnisse Ende März auf der Bundespressekonferenz präsentiert wurden, feierten die Initiatoren McKinsey, stern.de und T-Online den Durchbruch im Bereich Meinungsumfragen im Internet.</p>
<p>An &#8220;Perspektive Deutschland&#8221; beteiligten sich knapp 170.000 Personen, die via Onlinefragebogen zur zukünftigen Rolle des Staates, Engagement der Bürger, Arbeitswelt, Bildung und Finanzen befragt wurden. Die Ergebnisse: Jeder neunte Deutsche könnte sich vorstellen, selbständig zu arbeiten, zwei drittel der Bundesbürger sind bereit für verbesserte Hochschulbildung bezahlen, 90 Prozent der Bürger haben die Reform der Altersvorsorge akzeptiert, fast 50 Prozent der Befragten wollen eine erfolgsabhängige Bezahlung, 86 Prozent der berufstätigen Frauen mit Kindern im Vorschulalter möchte mehr arbeiten.</p>
<p>&#8220;170.000 Teilnehmer der Umfrage &#8220;Perspektive Deutschland&#8221;. Das ist eine Stimme, die gehört wird. In diesem Land kann man nicht über Desinteresse oder Verantwortungslosigkeit klagen&#8221;, sagte Schirmherr Lothar Späth zum Ergebnis.</p>
<p>Doch ist die Umfrage wirklich repräsentativ und damit aussagekräftig für ganz Deutschland? Glaubt man McKinsey, stern.de und T-Online, dann ja. Das Projekt wurde von einem wissenschaftlichen Beirat betreut, darunter Daniel McFadden, Universitätsprofessor in Berkeley und amerikanischer Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Professor Axel Börsch-Supan aus Mannheim, Professor Hans Gersbach aus Heidelberg und Professor Gerhard Schulze aus Bamberg.</p>
<p>Zusammen entwickelten sie eine Methode, mit der sie Online-Umfragen Repräsentativität verleihen wollen. Parallel zur Online-Umfrage wurden 2.700 Probanden von Infratest Burke Face-to-Face befragt. Auf Grundlage der soziografischen und psychografischen Daten der Offline-Umfrage wurde dann die Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins eines Internetzugangs für bestimmte Bevölkerungsgruppen ermittelt. Auf Basis dieser Wahrscheinlichkeit wurden dann die Teilnehmer der Online-Umfrage gewichtet. In einem zweiten Schritt passten dann die Wissenschaftler die Verteilung demographischer Merkmale und Charakteristika an diejenigen der Offline-Umfrage an, um das Problem der Selbstselektion zu lösen und kamen so zu ihren Ergebnissen.</p>
<p>Auf Anfrage bei McKinsey sei das Ziel nicht das Ersetzen von Offline-Umfragen durch Onlineumfragen gewesen. Der große Vorteil eines so großen Gruppe von Befragten seien aber die Detailinformationen. Außerdem habe man die gewonnen Daten immer wieder mit großen und bekannten Bevölkerungsumfragen wie dem Mikrozensus verglichen, um die Qualität und Aussagekraft der Umfrage sicher zu stellen.</p>
<p>In der Wissenschaft und bei anderen Meinungsforschungsinstituten wird &#8220;Perspektive Deutschland&#8221; jedoch noch nicht als Durchbruch gesehen. &#8220;Letztendlich ist die Frage, ob so eine rechnerische Methode auch praktisch funktioniert. Wir benutzen eine ganz ähnliche Methode, um Repräsentativität in der Gruppe der Onlineuser herzustellen. Allerdings haben unsere Versuche mit Wahlanalysen gezeigt, dass sich dies nicht auf die Gesamtbevölkerung übertragen lässt&#8221;, sagt Jochen Hirschle, Mitarbeiter des Frankfurter Onlineforschungsinstitutes speedfacts. Auch bei forsa ähnliche Töne: &#8220;Prinzipiell lässt sich sagen, dass Onlineumfragen im Internet nicht repräsentativ sind und nicht repräsentativ sein können. In Deutschland geht man mittlerweile von etwa 50 Prozent Onlinenutzern in der Gesamtbevölkerung aus, da muss einfach klar sein, dass hier relevante Gruppen einfach fehlen. Nach meinem Wissen gibt es bis heute keine sozialwissenschaftlich gesicherte Methode, repräsentative Onlineumfragen im Internet durchzuführen&#8221;, sagt Thorsten Thierhoff, IT-Leiter von forsa. Auch der Wissenschaftler Bernard Batinic aus Erlangen kann die Aussagen von McKinsey nicht ganz teilen: &#8220;Die McKinsey-Studie ist vom Ansatz schon recht gut. Insbesondere der Vergleich einer Offline mit einer Online Stichprobe und das nach- trägliche gewichten der Onliner geht in die richtige Richtung. Jedoch lassen sich so nicht alle Verzerrungen beheben. Daher würde ich den Machern der Untersuchung auch nicht empfehlen sich bezüglich der Repräsentativität so sehr aus dem Fenster zu lehnen.&#8221;</p>
<p>Bei McKinsey ist man sich allerdings sicher, die erste repräsentative Online-Umfrage durchgeführt zu haben. Im Moment werden die Umfragedaten nachbereitet, die Vorstellung der Methode in einem der führenden wissenschaftlichen Magazine sei in Kürze geplant.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 02.05.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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		<title>Jeder muss zeigen was er kann</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-omninet-shtml-2749/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 May 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[forsa will Vorteile von Online mit Qualitätstandards von Offline verbinden]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>forsa will Vorteile von Online mit Qualitätstandards von Offline verbinden<!--break--></p>
<p>Seit der Entdeckung des Internets für die Markt- und Meinungsforschung arbeiten die namhaften Institute und Wissenschaftler an der Lösung des Problems der Repräsentativität von Onlineumfragen. Neben verschiedenen sozialwissenschaftlichen Methoden hat das Berliner Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa Ende letzten Jahres eine neue technische Lösung vorgestellt: Das forsa OmniNet. Das OmniNet arbeitet auf Basis des Datentransferprotokolls http, ist aber eine vom normalen Internet abgekoppelte Lösung. Die Probanden von forsa bekommen eine sogenannte Set-Top-Box von forsa zur Verfügung gestellt, die an den Fernseher und an das Telefon angeschlossen, Online-Meinungsumfragen möglich macht.</p>
<p>&#8220;Es gab vor zwei bis drei Jahren ja einen regelrechten Online-Boom und jeder musste zeigen was er kann. Allerdings waren da auch einige unseriöse Unternehmen dabei, die noch nicht einmal die Repräsentativität der an sich nicht repräsentativen Onlinenutzerngruppe nachweisen konnten&#8221;, erklärt Thorsten Thierhoff, IT-Leiter bei forsa. Bei forsa sei man sich stets im Klaren über die Vorteile und Nachteile des Netzes gewesen. Und vor allem das Problem der Repräsentativität habe man mit herkömmlichen Lösungen im Netz nicht umgehen können. &#8220;Beim OmniNet können wir aber nun die Vorteile von online, wie zum Beispiel die Visualisierung von Fragebögen, mit den Stärken und der Zuverlässigkeit von Telefonumfragen kombinieren&#8221;, so Thierhoff. Die Stärken des OmniNets sind die Rekrutierung auf Basis echter Zufallsstichproben, Einsatz von Skalen, Bildern und Animationen im Fragebogen, Befragung in vertrauter Umgebung und zu Zeiten, die den Befragten passen, für die Teilnahme sind keine technischen Voraussetzungen (einzige Bedingung: Fernseher und Telefon) und keine technischen Kenntnisse erforderlich.</p>
<p>Die Set-Top-Box des forsa OmniNet ist ein schwarzer Kasten, einem Videorekorder ähnlich, der sich via Telefon selbständig ins Internet einwählt und sich dann mit dem forsa-Server verbindet. Über eine kostenlose Einwahlnummer wird sicher gestellt, dass den Befragten dabei keine Einwahlkosten entstehen, gleichzeitig kann so auch mit Sicherheit festgesetllt werden, welche Person sich gerade mit dem Online überspielten Fragebogen beschäftigt. Dabei kann forsa die Repräsentativität für die Gruppe der 14 bis 69jährigen garantieren. Besonders im Bereich visueller Kommunikation könnte das OmniNet schon in naher Zukunft für den Kampagnen-, Trailer- oder Produktcheck zum Standardtool werden. So ist seit Anfang des Jahres ein Panel von knapp 2000 Personen Online, der Ausbau auf bis zu 30.000 Personen ist geplant. Des weiteren soll es in Zukunft via Satellitentechnologie auch möglich sein, längere Clips und sogar Filme zum Testkunden zu senden. Auch an einen Einsatz in der Meinungsforschung und bei politischen Meinungsumfragen ist gedacht. So könnten zum Beispiel online die Situation in der Wahlkabine und vor dem Stimmzettel simuliert werden.</p>
<p>Gegen diese Vorteile stehen allerdings relativ hohe Investitionskosten. Pro Stichprobenteilnehmer werden etwa 500 Euro Investitionskosten fällig. Für Thorsten Thierhoff ist das aber nicht der Knackpunkt: &#8220;Online-Meinungsforschung ist einfach nicht das, für was sie ursprünglich gehalten wurde. Qualitativ gute Umfragen haben einfach ihren Preis.&#8221;</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 02.05.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vorsicht vor technologischem Glatteis!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/wahlkampf-batinic-shtml-3056/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 May 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlprognose]]></category>
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		<category><![CDATA[Bernad Batinic]]></category>
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					<description><![CDATA[Dr. Bernad Batinic über Online Forschung, Repräsentativität, Wahlkampf und Datenschutz]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Bernad Batinic über Online Forschung, Repräsentativität, Wahlkampf und Datenschutz<!--break--></p>
<p>
                  <br />
                  <img decoding="async" height="160" src="/edemocracy/wahlkampf/images/batinic.jpg" width="106" align="left" alt="" />politik-digital sprach mit Dr. Bernad Batinic, Wissenschaftlicher Assistent am<br />
                  <a href="http://www.wiso-psychologoe.uni-erlangen.de/Mitarbeiter/batinic.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Universität Erlangen-Nürnberg</a>. Seit 1994, Gründungsmitglied und Sprecher des Vorstand der<br />
                  <a href="http://www.gor.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Gesellschaft für Online Forschung e.V.</a> (1998-01), Herausgeber zahlreicher Bücher zu dem Themenfeld &#8220;Internet und Psychologie&#8221; und &#8220;Datenerhebungsverfahren im Internet&#8221;. Gründer und Mitinhaber der<br />
                  <a href="http://www.globalpark.de/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kölner Globalpark GmbH</a>.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Seit wann gibt es Online-Meinungsforschung und wie waren die Anfänge?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Bernad Batinic:</strong> Im deutschsprachigen Raum fing Online-Meinungsforschung ca. 1994 an. Es gab vorher vereinzelte Studien, wie die Studie von Nicola Döring von 1993 zum Thema &#8220;Einsamkeit und Internetnutzung&#8221;. Der Boom fing aber erst 1999 bzw. im Jahr 2000 an.<br />
                  <br />In den Anfängen stand das Internet im Mittelpunkt der Untersuchungen, speziell die Nutzung des Internets durch die Menschen. Auch die Frage, ob das Internet für politische Wahlforschung genutzt werden kann. Beispielsweise habe ich 1995 für den virtuellen Ortsverein der SPD eine Umfrage im Internet zum Thema &#8220;Zensur im Internet&#8221; durchgeführt.Gesamtgesellschaftliche Fragestellungen, wie etwa &#8220;was wählen sie an der nächsten Bundestagswahl?&#8221;, wo das Internet lediglich als Transportmedium diente, sind bis auf kleine Ausnahmen eher neueren Datums.<br />
                  <br />Aber gerade im Internet gab es vorher bereits zahlreiche &#8220;Abstimmungen&#8221; auf verfahrens-tech-nisch hohem Niveau. Bei diesen Befragungen ist das Internet aber immer auch Untersuchungsgegenstand und nicht allein Untersuchungs-instrument. Wenn sie sich beispielsweise die &#8220;Usenet/Netnews&#8221; anschauen, die eine Art von Selbstorganisation haben: es werden neue Gruppen eingerichtet mit ausgetüfteltem Wahlverfahren, Wahlleitern und Anonymisierungsverfahren. Ich verstehe das als basisdemokratische Elemente von politischer Online-Meinungsforschung.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Was sind die Vorteile von Online-Meinungsforschung?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Bernad Batinic:</strong> Online Marktforschung ist schnell und im direkten Vergleich zu Face-to-Face Befragungen, auch preislich deutlich günstiger. Gegenüber Telefonumfragen hat man im Internet die Möglichkeit, Bilder zu zeigen und diese bewerten zu lassen.<br />
                  <br />Dies sind aber nur die großen Vorteile von Online Marktforschung. Viele Besonderheiten zeigen sich erst bei konkreten Fragestellungen. Wir haben beispielsweise 1996 in über 70 Ländern die Leiter der Goetheinstitute zu einer speziellen Fragestellung befragt. Die Durchführung der Studie dauerte nur wenige Tage. Hätte man dies mit traditionellen Methoden gemacht, wäre das Ganze sehr viel aufwendiger gewesen.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wo liegen die Nachteile?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Bernad Batinic:</strong> Es gibt zwar einige Versuche und Anstrengungen, aber ganz grob kann man sagen, dass Internetbefragungen grundsätzlich nicht in der Lage sind repräsentative Ergebnisse für die Allgemeinbevölkerung zu liefern. Repräsentativität ist aber nur ein Gütekriterium unter anderen und sollte daher auch nicht überbewertet werden. Psychologen interessieren sich beispielsweise viel mehr für die Datenqualität (d.h. Reliabilität und Validität der erzielten Antworten) und zahlreiche Experimente bescheinigen Online Befragungen eine sehr hohe Datenqualität. Da ich von Haus aus Psychologe bin, kann ich sagen, dass etwa 80 Prozent aller wissenschaftlichen Forschungsarbeiten in der Psychologie auf Stichproben von 100 bis 200 Personen aufbauen. Die Daten sind auch nie repräsentativ, aber wir untersuchen korrelativ, d.h., wie geht das eine mit dem anderen einher. Das könnte man leicht auf die politische Meinungsforschung mittels Internet übertragen und käme weitgehend ohne das Kriterium der Repräsentativität zu spannenden Ergebnissen. Das hängt natürlich von der Fragestellung ab, die man untersucht. Bei Wahlprognosen im Sinne der sogenannten Sonntagsfrage ist Repräsentativität allerdings notwendig.<br />
                  <br />Ein weiterer Nachteil von Online Befragungen ist der hohe Technologieanteil. Viele potentielle Nutzer &#8211; ich denke da z. B. an die Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit in Parteien &#8211; ist gar nicht bekannt, welche Antworten einem Online Befragungen liefern können.<br />
                  <br />Auf der anderen Seite bleiben auch die Markt- und Meinungsforscher in der Regel lieber bei Bewährtem und begeben sich ungern auf technologisches Glatteis. Beispielsweise hatte die New York Times eine Online Befragung in Auftrag gegeben, die heraus finden sollte, wer der wichtigste Politiker des 20. Jahrhunderts war. Da kam dann mit deutlichem Abstand Kemal Atatürk heraus, denn ein amerikanischer Professor türkischer Herkunft hatte ein Script geschrieben, das sich immer wieder in den Server der Befragung einwählte und Atatürk angab. Das sind so kleine Unzulänglichkeiten, wo Umfragen unsauber durchgeführt werden und die gesamte Methode in Verruf geraten.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wie erkenne ich als Internetnutzer, ob eine Umfrage, von denen es ja sehr viele Angebote gibt, seriös ist? Gibt es Richtlinien und erfüllen sie ihren Zweck?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Bernad Batinic:</strong> Einige Fachverbände haben Richtlinien für die Online Marktforschung herausgegeben. Diese Richtlinien richten sich aber in erster Linie an die Institute und an die Auftraggeber. Der Teilnehmer sollte darauf achten, dass elementare Informationen zur Befragung an deren Beginn bekannt gegeben werden. Dies sind u.a. Name/Bezeichnung der durchführenden Institution mit Postanschrift und Telefonnummer, Angabe der Teilnahmedauer und Beschreibung des Untersuchungszwecks. Und letztlich eine Erklärung über die Einhaltung des Datenschutzes. Diese Informationen sind Mindeststandard, sie sind aber noch lange keine Garantie für die Seriosität des Angebots. Internetnutzer sollten nur an Befragungen teilnehmen, die von Universitäten, Marktforschungsinstituten und bekannten Institutionen durchgeführt werden.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wie wird der Datenschutz gewährleistet?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Bernad Batinic:</strong> Das lässt sich pauschal nur schwer sagen. Es kommt ganz auf die Art der Umfrage an. Und leider immer noch viel zu häufig auf die technischen Kenntnisse der Untersuchungsleitung. Ein Beispiel dazu: befragt man Personen zu einem spezifischen Thema und fügt am Ende der Befragung Eintragfelder für die Adresse der Teilnehmer ein, z.B. für ein der Befragung angeschlossenes Gewinnspiel, dann sollten die Befragungsdaten und die Personendaten getrennt voneinander aufbewahrt werden. Dies ist technisch ohne weiteres möglich, die Untersuchungsleiter haben aber nur zu oft nicht das Wissen, wie dies umzusetzen ist.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wie hoch ist das Marktvolumen von Online-Meinungsforschung im Vergleich zu analogen Methoden?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Bernad Batinic:</strong> Ich würde den Anteil bei einem Prozent sehen. Womöglich sogar weniger. Beispielsweise liegt laut der Arbeitsgemeinschaft deutscher Marktforscher (ADM) bei ihren Mitgliedern der Anteil der Online-Umfragen am Gesamtbefragungsaufkommen nur bei zwei Prozent.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Welche Bedeutung hat der Bundestagswahlkampf 2002 für die Online-Meinungsforschung?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Bernad Batinic:</strong> Das Thema gewinnt an Aufmerksamkeit und einige Menschen fangen an, die Möglichkeiten, die Online-Meinungsforschung bietet, zu erkennen. Der diesjährige Wahlkampf, aber auch der Wahlkampf 1998, erzielen weit weniger Effekte als sie haben könnten. 1998 war vielen bewusst, dass das Internet von Bedeutung ist und noch dazu gewinnen wird. Aber die Personen, die ich damit erreiche, seien nur eine spezielle Randgruppe der Gesellschaft &#8211; &#8220;Freaks&#8221;, d.h. der pizzaessende Programmierer. Das war bei vielen noch das Bild im Kopf. Deshalb gab es nur wenige internetgestützte Untersuchungen. Aber das Bild stimmt natürlich nicht.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wird der Wahlkampf 2002 neue Instrumente der Online-Meinungsforschung hervorbringen?<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>Dr. Bernad Batinic:</strong> Nein. Dieses Jahr wird Online-Meinungsforschung schon deutlich mehr eingesetzt, aber gegenüber den Möglichkeiten, die das Medium bietet, bleibt die Anwendung der Online-Meinungsforschung auch heute hinter seinen Möglichkeiten zurück. Viele Anbieter von Markt- und Meinungsforschung bieten eher die klassischen Methoden wie Telefonbefragungen oder Face-to-Face Befragungen an. Aber auch die Nachfrager solcher Befragungen oder Prognosen, etwa die Parteien, wissen nicht genau, was man mittels Online-Meinungsforschung alles an Daten und Ergebnissen erzielen kann. Besonders groß ist die Verunsicherung im Bereich der Repräsentativität, ob Ergebnisse von<br />
                  <br />Internetbefragungen repräsentatitiv sein können, was sie ja nicht sind. Aber Repräsentativität ist nur ein entscheidendes Kriterium von vielen, zur Beurteilung der Aussagefähigkeit von Umfrageergebnissen.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Können Sie einen Ausblick in die nähere Zukunft der Online-Meinungsforschung wagen? Was wird kommen? Was nicht?<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>Dr. Bernad Batinic:</strong> Im Bereich der Bürgerbeteiligung von E-Government könnten regionale, internetgestützte Befragungen sinnvoll eingesetzt werden. Die Bürger könnten sich zu speziellen kommunalen oder lokalen Themen äussern. Etwa: was denken sie über eine neue Umgehungsstraße oder soll der grüne Pfeil an Ampeln eingeführt werden? Das wird aber leider nur sehr selten gemacht. Ich vermute, dass teilweise die Verantwortlichen mit den Ergebnissen nicht umgehen können und das gar nicht so genau wissen wollen. Denn was heißt das, wenn beispielsweise 80 Prozent der Befragten einen grünen Pfeil haben wollen?<br />
                  <br />Durch das Zusammenwachsen von Computer, Fernsehen und Mobiltelefon wird das Internet multimedialer nutzbar werden, dass ja bisher sehr textlastig ist. Aber unsere Gesellschaft und ihre Kommunikation nutzen Sprache und zunehmend Bilder. Dahin wird sich auch das Internet und damit verbunden auch die Online-Meinungsforschung hin entwickeln.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Vielen Dank!<br />
                  </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
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<div class="tidy-2">Erschienen am 02.05.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                  <!-- Content Ende --></p>
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		<title>Wahlforschung im Internet</title>
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		<pubDate>Wed, 01 May 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Internetnutzer vertreten stärker linke und neoliberale Positionen als die Gesamtheit der Wähler.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Internetnutzer vertreten stärker linke und neoliberale Positionen als die Gesamtheit der Wähler.<!--break--></p>
<p>Was Wahlforschung im Internet betrifft, so scheint sie auf den ersten Blick eher Experiment als Instrument zu sein: zu groß sind die Unterschiede zwischen allen Wahlberechtigten und denen, die man im Internet findet, als dass man mit Hilfe von Internetbefragungen ernsthafte Wahlprognosen ins Auge fassen könnte. Doch tatsächlich ändern sich mit der zunehmenden Bedeutung von Images von Parteien und Persönlichkeiten für die Wahlentscheidung die Ansätze und Anforderungen an die Wahlforscher. Während die Prognose der tatsächlichen Wahlentscheidung am Wahltag medienwirksames Prestigeinstrument aufwendiger und teurer Untersuchungen darstellt, geht es auf der Ebene der Wahlkampfstrategien um die Auffindung angehbarer Zielgruppen, die durch bestimmte Programminhalte, Darstellungsformen oder Politikerpersönlichkeiten sich kurzfristig gegen oder für eine Partei entscheiden können und damit den Wahlausgang mit entscheiden.<br />
                    <br />Die Stärke des Internet liegt genau in jenem zuletzt genannten Bereich: Befragungen lassen sich schnell, kostengünstig und zielgenau auf bestimmte Zielgruppen einstellen und die Qualität der Daten steht unter Berücksichtigung bestimmter methodischer Vorgaben bei der Stichprobenerstellung denen von Offline erhobenen Daten in nichts nach.<br />
                    <br />Dieser Beitrag zeigt die Grundzüge der Vorgehensweise der Internet-Wahlforschung auf und behandelt einige Ergebnisse, die die<br />
                    <a href="http://www.speedfacts.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Speedfacts GmbH</a> im Auftrag von der<br />
                    <a href="http://www.freenet-ag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freenet AG</a> analysiert hat.</p>
<p>                    <strong>Stichprobenverfahren</strong><br />
                    <br />Empirische Untersuchungen mit Hilfe von Internetbefragungen weisen gegenüber telefonisch durchgeführten Untersuchungen in erster Linie einen grundlegenden Unterschied auf: Da gegenwärtig nur etwa 44 Prozent aller Deutschen (über 17 Jahren) das Internet nutzen und die Internetnutzer gleichzeitig z.B. gemäß ihrer Bildungs- und Altersstruktur gegenüber den Nichtnutzern erhebliche Differenzen aufweisen, können die Ergebnisse von Online-Befragungen nicht auf die Grundgesamtheit aller Deutschen übertragen werden. Diese triviale Erkenntnis ist insbesondere für Wahlprognosen relevant: Die Ergebnisse etwa der Sonntagsfrage (&#8220;Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären?&#8221;) aus online erhobenen Befragungen sind nicht dazu geeignet, den tatsächlichen Ausgang der Wahl zu prognostizieren.<br />
                    <br />Befragungen, die im Internet angelegt sind, können jedoch Ergebnisse liefern, die auf die Grundgesamtheit der Internetnutzer übertragbar sind. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es jedoch erforderlich, bei der Zusammenstellung der zu befragenden Stichprobe, eine Reihe methodischer Vorgaben zu berücksichtigen.<br />
                    <br />Üblicherweise werden in der Online Marktforschung Online-Panel eingesetzt, aus denen die Stichproben für Befragungen gezogen werden. Ein Online Panel besteht aus einer Vielzahl von Personen, die sich als Probanden für Online-Befragungen zur Verfügung gestellt haben. Diese Personen sind in einer Datenbank mit einer Reihe soziodemographischer Angaben und der E-Mail Adresse, unter der sie zu Befragungen geladen werden können, verzeichnet. Qualitätskriterium eines Panels stellt u.a. die Rekrutierungsform der Probanden dar: sie können offline und online, telefonisch oder per Pop-up im Internet zur Teilnahme an einem Panel eingeladen werden. Entscheidend für die Qualität der Rekrutierung ist dabei die Streuung der geladenen Nutzer.<br />
                    <br />Trotz dieser Anstrengungen sind die registrierten Mitglieder innerhalb eines Panels in ihrer Zusammensetzung keineswegs identisch mit der Grundgesamtheit aller Internetnutzer. Das Panel dient deshalb als Probandenpool, aus dem man für jede Befragung eine bestimmte Stichprobe ziehen und einladen kann. Strukturdaten der deutschen Internetnutzer werden dabei als Vergleichsbasis herangezogen, damit die Stichprobe in ihrer Struktur identisch mit der Grundgesamtheit der deutschen Internetnutzer ist. Nach Abschluss der Feldphase erfolgt der Feinschliff: die Daten werden noch einmal gemäß den Strukturvorgaben aus der Telefonstudie gewichtet, um mögliche Verzerrungen, die durch uneinheitlichen Rücklauf entstehen können, zu justieren. Leider gibt es unter den Instituten noch keine Einigung auf einheitliche Strukturdaten, diese ist aber dringend notwendig, um Internetbefragungen in ihren Ergebnissen vergleichbar zu machen.</p>
<p>                    <strong>Ergebnisse aus der Online Wahlforschung<br />
                    <br /></strong>Die deutschen Internetnutzer stellen gegenüber allen Deutschen eine selektive Gruppe dar, die im Durchschnitt sowohl eine höhere formale Bildung aufweist, als auch wesentlich jünger ist. Diese und andere Merkmale spiegeln sich deutlich in der politischen Haltung dieser Gruppe wider. Vergleicht man etwa die Ergebnisse der Sonntagsfrage aus Internetuntersuchungen mit offline durchgeführten Studien, so stellt man einen Hang der Internutzer ins linke und neoliberale Lager fest, der sich in einer verstärkten Präferenz der kleinen Parteien niederschlägt. Diese Zugewinne von Bündnis 90/Grüne, FDP und PDS gehen dabei eindeutig zu Lasten der CDU/CSU, die gegenüber den Offline-Erhebungen rund 10 Prozentpunkte zurückliegt.<br />
                    <br />Die verstärkte Neigung der Internetnutzer, sich den kleinen Parteien zuzuwenden, stellt jedoch weniger eine stabile Disposition, als vielmehr einen zeitlich geprägten Trend dar: die Untersuchung, für welche Partei die Internetnutzer bei der letzten Bundestagswahl gestimmt haben, macht deutlich, dass zwar der hohe Anteil an Grünen-Wähler stabil scheint, die hohen Stimmenanteile für die FDP und die PDS jedoch eine neue Entwicklung darstellen. Während bei der letzten Bundestagswahl nur 3,8 Prozent der Internetnutzer FDP gewählt haben (amtliches Endergebnis war 6,2 Prozent) und 4,2 Prozent PDS wählten (amtliches Endergebnis: 5,1 Prozent), geben im April 2002 immerhin fast 9 Prozent an, der FDP die Stimme geben zu wollen und 7,7 Prozent wollen die PDS wählen.<br />
                    <br />Erhebliche Verluste gegenüber 1998 erleidet hingegen die SPD. CDU/CSU gewinnt zwar auch unter den Internetnutzern im Vergleich zu 98 leicht hinzu &#8211; bleibt aber dennoch hinter der SPD zurück.</p>
<p>Die Zahlen zeigen, dass die Wahlforschung im Internet nur einen Ausschnitt aus der Gesamtbevölkerung analysieren kann. Dennoch scheint es sich um einen für die Parteien heute immer bedeutender werdenden Anteil der Bundesbevölkerung zu handeln: je mehr sich die Cleavages innerhalb der Bevölkerung auflösen, d.h. die traditionellen, klassenmäßigen Zugehörigkeiten an verhaltenssteuernder Bedeutung verlieren, umso größer wird jene Gruppe der Wechselwähler, die weniger der Tradition der Partei, als dem aktuellen Parteiprogramm und dem medienvermittelten Image verbunden ist. Diese Personengruppe findet sich verstärkt im Internet. Verstärkt ausgeblendet werden hingegen jene Milieus der Stammwähler, die sich durch eher niedrige Bildung und hohes Alter auszeichnen: etwa das traditionelle Arbeitermilieu.</p>
<p>Als Erhebungsinstrument für Wahlanalysen eignet sich das Internet in erster Linie zur Untersuchung bestimmter Zielgruppen: etwa den Wechselwählern, Erstwählern oder jenen bildungsprivilegierten Gruppen, die sich im Internet überdurchschnittlich häufig finden. Die Vorteile von Interneterhebungen liegen zum einen in der kostengünstigen Umsetzung von Befragungen, zum anderen in der Möglichkeit der Einbindung von Multimediadateien, deren Einsatz in Telefonstudien unmöglich ist. So lassen sich z.B. zuverlässige Profile von Politikern erstellen, die mit Foto eingeblendet ein vergleichsweise reales Abbild dessen liefern, was im TV-Wahlkampf Wirklichkeit ist. Darüber hinaus ist das Internet aber auch selbst längst Plattform des Wahlkampfs geworden, so dass sich für viele Untersuchungen, etwa jene, die eben den Wahlkampf im Internet betreffen, das Problem der gesamtheitlichen Repräsentativität ohnehin nicht stellt.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
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<div class="tidy-2">Erschienen am 02.05.2002</div>
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<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
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