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	<title>Republican National Convention &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Republican National Convention &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Convention Circus I: Die Republikaner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Bieber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Republican National Convention]]></category>
		<category><![CDATA[republikanische Partei]]></category>
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		<category><![CDATA[Philadelphia]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>In der Dramaturgie des Präsidentschaftswahlkampf spielen die
Nominierungsparteitage der Parteien eine wichtige Rolle. Als reale und mediale Massenereignisse versetzen Sie
weite Teile der Nation für eine Woche in eine Art politisches Fieber. Diesmal betreten auch neue Figuren die
hell erleuchtete Wahlkampf-Arena: die &#34;Dotcom-Delegierten&#34;.</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>In der Dramaturgie des Präsidentschaftswahlkampf spielen die<br />
Nominierungsparteitage der Parteien eine wichtige Rolle. Als reale und mediale Massenereignisse versetzen Sie<br />
weite Teile der Nation für eine Woche in eine Art politisches Fieber. Diesmal betreten auch neue Figuren die<br />
hell erleuchtete Wahlkampf-Arena: die &quot;Dotcom-Delegierten&quot;.</b></span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nach einer längeren Verschnaufpause kommt der US-Wahlkampf wieder auf Touren und mit von der Partie ist<br />
erstmals auch eine Frau: <a href="http://www.jackiestrike.com/">Jackie Strike</a>. Sie ist eine der vielen<br />
virtuellen Anwärter und Anwärterinnen auf das amerikanische Präsidentschaftsamt, weist aber wohl als einzige<br />
eine enge Verbindung auf die andere Seite des Atlantiks auf: Massive Unterstützung erhält der energische<br />
Avatar von Peer-Arne Böttcher und Lars Hinrichs &#8211; zwei politik-digital-Machern der ersten Stunde, die den<br />
Online-Auftritt der digitalen Dame erfolgreich von Hamburg aus koordinieren.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit Blick auf die Dramaturgie des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs ist die gesteigerte<br />
Aufmerksamkeit für solche &quot;fake candicacies&quot; allerdings kein Zufall &#8211; nach der Hektik der Vorwahl-Tour mit dem<br />
Gipfelpunkt des <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/tuesday.shtml">&quot;Super Tuesday&quot;</a> beruhigt sich das Wahlkampfgeschehen. Die<br />
siegreichen Kandidaten der ersten großen Ausleserunde verringerten danach ihre öffentliche Sichtbarkeit und<br />
widmeten sich den Vorbereitungen für die nächste &quot;Bergetappe&quot; auf dem Weg ins Weiße Haus: die<br />
&quot;National Conventions&quot; der Parteien, die hochoffiziellen Nominierungsparteitage.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die hochgradig ritualisierten Veranstaltungen überbrücken dabei geschickt das mediale Sommerloch &#8211; zuerst<br />
sind die Republikaner an der Reihe, sie haben mit Philadelphia eine traditionsreiche Ostküstenmetropole zum<br />
Austragungsort ihrer Zusammenkunft gemacht. Online wie offline setzen die Republikaner alles daran, die Zeit<br />
vom 31. Juli bis zum 3. August für ein politisches Volksfest zu nutzen, als dessen Höhepunkt die formelle<br />
Kandidatenkür aus einer Fülle von Begleit-Events wie etwa dem <a href="http://www.philadelphia2000.org/public/default.asp">PoliticalFest</a><br />
herausragt.<br />
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/politicalfest.gif" alt="Politisches Volksfest in Philadelphia" align="right" /><br />
Unter <a href="http://www.gopconvention.com/">&quot;gopconvention.com&quot;</a> haben die Webmaster im Zeichen des<br />
Elefanten schon längst ein imposantes digitales Bühnenbild aufgebaut, das sich mit Beginn der Veranstaltungen<br />
schnell zum virtuellen Treffpunkt mausern wird. Mit einem ausgeklügelten System von Online-Reportagen,<br />
Webcasts oder Live-Chats für die zu Hause Gebliebenen sowie einer Fülle von Informationen maßgeschneidert<br />
für die aus dem ganzen Land anreisenden Delegierten wird die Convention-Site für einige Tage zum Nabel der<br />
republikanischen Politik.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/credential.gif" alt="Digitaler Besucherpass für dotcom-Delegierte" align="left" /><br />
Eines der zahlreichen Highlights der <i>Virtual Convention</i> ist der Service zur Online-Anmeldung als<br />
<i>Dotcom-Delegate</i>. Nach einer einfachen Registrierungsprozedur, in der Name, e-Mail-Adresse, Staat und<br />
Postleitzahl abgefragt werden, erhalten die interessierten Besucher eine freundliche Begrüßung: &quot;Die<br />
Dotcom-Delegierten-Erfahrung. Nehmen Sie Teil an der Begeisterung in Philadelphia, ohne Ihr Wohnzimmer<br />
zu verlassen!&quot; Auf die virtuellen Convention-Teilnehmer warten zahlreiche Überraschungen, wie ein <i>special floor<br />
pass</i> für das Backstage-Erlebnis, ausführliche Mitspracherechte, exklusive Einblicke in das digitale Medienzentrum<br />
&quot;Internet Alley&quot; sowie die bislang einmalige Chance, auf dem virtuellen <i>Welcome Banner</i> für George W. Bush<br />
zu unterzeichnen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Allerdings handelt es sich hierbei keineswegs um ein neues Experiment in Sachen E-Demokratie,<br />
sondern vielmehr um einen cleveren PR-Gag. Das Anmeldeverfahren erlaubt nämlich auch Nicht-Amerikanern den<br />
Zugang zum virtuellen Nominierungsparteitag &#8211; in der so genannten <i>International Delegation</i>. Zumindest im<br />
Vorfeld der Convention waren die &quot;Sonderrechte&quot; der digitalen Delegierten jedoch kaum mehr als nette Spielereien<br />
(<i>Test Your GOP IQ</i>) oder leicht gehobener Presseservice (<i>Behind the Podium</i>). Wie weit sich dieses Delegatiertenzentrum<br />
auf neues Terrain vorwagt, wird sich erst im Laufe der Convention zeigen &#8211; dann sollen die <i>Dotcom-Delegates</i> einerseits<br />
mehr über die Vor-Ort-Aktivitäten ihrer jeweiligen Heimatstaaten erfahren und Gelegenheit zum Meinungsaustausch<br />
über &quot;Inhalte und Personalfragen&quot; erhalten.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Vorfeld der Nominierungswoche haben die Republikaner jedenfalls überzeugend genutzt, um Ihre Medienkompetenz<br />
unter Beweis zu stellen. In einer Ansprache an die <i>Netizens</i> unterstreicht Jim Nicholson, der Vorsitzende der<br />
<i>Grand Old Party</i>, die hohe Bedeutung und Alltagstauglichkeit der Neuen Medien. Nicht allein deshalb ist die Website<br />
zur Convention bereits mehr als nur digitales Beiwerk zum analogen Jubelfest, sondern bereits ein erster Hinweis<br />
in Richtung Technologie- und Wirtschaftspolitik. Der Elefant, das Wappentier der Partei, will niemandem im<br />
Wege stehen. Der <i>New Economy</i> schon gar nicht.</span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Hurrah, the Campaign is over.</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/hurrah_the_campaign_is_over-827/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mmueller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Am 31. Juli ist es wieder soweit. Der amerikanische
Präsidentschaftswahlkampf startet in seine heiße Phase. An jeweils vier Tagen feiert sich eine, in den
USA zunehmend an Bedeutung verlierende, politische Institution - die Partei.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Am 31. Juli ist es wieder soweit. Der amerikanische<br />
Präsidentschaftswahlkampf startet in seine heiße Phase. An jeweils vier Tagen feiert sich eine, in den<br />
USA zunehmend an Bedeutung verlierende, politische Institution &#8211; die Partei.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der zeitliche Vortritt bei den Nominierungsparteitagen gebührt der präsidentiellen <i>out-party</i>.<br />
Im Jahr 2000 sind dies die Republikaner, die zwischen dem 31. Juli und dem 3. August in Philadelphia, der<br />
Wiege der Republik, tagen. Amerikanische <i>national conventions</i> erfüllen mehrere Funktionen: zunächst<br />
dienen sie der offiziellen Nominierung des Präsidentschafts- und des Vizepräsidentschaftskandidaten, für die<br />
sie zugleich eine wichtige Wahlwerbefunktion übernehmen. Denn kaum ein anderes Ereignis im Wahlkampf ist<br />
von so viel kostenloser Medienaufmerksamkeit begleitet. Auf den Parteitagen werden aber auch Programme,<br />
sogenannte platforms, verabschiedet, die als locker geschnürtes Regierungspaket kaum konkrete<br />
Handlungsvorgaben enthalten. Die Langzeitwirkung einzelner <i>soundbites</i> sollte dabei jedoch nicht<br />
unterschätzt werden. So haftet den Republikanern seit der Convention 1992 das moral-konservative<br />
<i>family values</i>-Motto auch heute noch an.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Mythos, Metamorphose, Medienspektakel</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die U.S.-Parteitage haben eine klare Struktur und einen rituellen Ablauf, der über ein Jahrhundert hinweg<br />
annähernd gleich geblieben ist:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/gop2000.gif" alt="Logo der Republican Convention" align="right" /><br />
<b>Order of Business</b><br />
<i><br />
Monday<br />
Welcome Speeches; Keynote Address</p>
<p>Tuesday<br />
Reports of Convention Committees; Adoption of Platform</p>
<p>Wednesday<br />
Presidential Nominating Speeches; Ballotting<br />
Selection of Presidential Candidate<br />
Selection of Vice Presidential Candidate</p>
<p>Thursday<br />
Acceptance Speeches by Vice Presidential and Presidential Candidate<br />
Campaign rally with balloons and marching bands<br />
</i><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Spannungskurve steigt mit jedem Tag und kulminiert in der programmatischen <i>acceptance speech</i> des<br />
Präsidentschaftskandidaten, die zugleich der Startschuss für den Hauptwahlkampf ist. Die Akzeptanz der Rede in<br />
der wahlberechtigten Bevölkerung ist ausschlaggebend für die Positionierung des Kandidaten. Ob der<br />
<i>post-convention boost</i> statistisch groß oder eher gering ausfällt, kann über Sieg oder Niederlage am<br />
Wahltag im November entscheiden. Weil jedes Detail und jeder Moment ausschlaggebend sein kann, werden<br />
National Conventions minutiös geplant. Der Sinn des Ereignisses ist die politische Metamorphose des<br />
Kandidaten zum zukünftigen Präsidenten. Jede Convention in ihrer Gesamtheit und jeder einzelne der vier<br />
Tage wird unter ein Motto gestellt. Der Ort, an dem der Parteitag stattfindet, ist symbolstrategisch gewählt und<br />
liegt entweder in einem an Wahlmännerstimmen reichen Einzelstaat oder er ist parteihistorisch bedeutend, wie<br />
etwa die Wahl Philadelphias für die 37. Republican National Convention 2000.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Republican Renaissance?</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Philadelphia ist nicht nur die Gründungsstadt der Vereinigten Staaten, weil dort vor 225 Jahren der<br />
Kontinentalkongress tagte. Zudem hielten die Republikaner ihre historisch bedeutsame erste National Convention<br />
1856 in Philadelphia ab und ebenfalls dort versammelten sich exakt vor 100 Jahren die <i>Republicans</i> um den<br />
späteren Gewinner der Wahl, William McKinley, zu ihrem Präsidentschaftskandidaten zu küren. Auf diese<br />
raum-zeitlichen Parallelen weist der Parteivorsitzende Jim Nicholson auf der Republikanischen Convention-Homepage<br />
ausdrücklich hin (<a href="http://www.rnc.org/ConventionNews">www.RNC.org/ConventionNews</a>). Die<br />
Entscheidung für eine Stadt als Parteitagsort fällt im jeweiligen Parteivorstand und wurde 1999 einstimmig für die<br />
Hauptstadt Pennsylvanias getroffen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Vorbereitungen des Parteitages beginnen bereits ein Jahr zuvor und liegen bei den beiden großen Parteien in<br />
der Hand des jeweiligen <i>National Party Chairman</i> &#8211; des Parteivorsitzenden, der, im Unterschied zu seinen<br />
deutschen Kollegen, weder im Wahlkampf noch im Regierungsalltag eine wesentliche Rolle spielt. Dass der<br />
Nationalkonvent ein Erfolg wird, ist eine zentrale Aufgabe des <i>Chairman</i>. Welche Herausforderung die<br />
Organisation dieses Mega-Events darstellt, machen die Zahlen deutlich, mit denen die Parteizentrale &#8211; das<br />
<a href="http://www.rnc.org/">Republican National Committee (RNC)</a> &#8211; auf ihrer Homepage wirbt. Für den<br />
Parteitag 2000 werden 45.000 Besucher erwartet, darunter 2.066 Delegierte, 15.000 Pressevertreter<br />
sowie 10.000 freiwillige Helfer.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um diese organisatorische Herausforderung bewältigen zu können, setzt der Parteivorsitzende mindestens ein<br />
Jahr vor dem Parteitag einen Organisationsausschuss &#8211; das <i>Committee on Arrangements (COA)</i> &#8211; ein. Das<br />
RNC-COA besteht aus 62 Mitgliedern und ist so etwas wie das Managementgremium des Parteitages. Die<br />
Zusammensetzung erfolgt nach einem föderalen Prinzip: jeder Einzelstaat und jedes Territorium entsendet<br />
zumindest einen Vetreter. Der jeweilige Gastgeberstaat des Parteitages, in diesem Fall Pennsylvania, stellt drei<br />
Mitglieder. Das Leitungsgremium des COA besteht aus sechs Personen, darunter ist mit<br />
Jim Nicholson auch der Parteivorsitzende, der das Amt in Personalunion ausübt. Das COA Leitungsgremium<br />
ernennt einen <i>Convention Manager</i>, der für den Gesamtablauf des Parteitages verantwortlich ist. Zu diesen<br />
Gremien treten 12 Unterausschüsse hinzu, die sich mit den Details der Convention-Planung befassen: <i>Facilities,<br />
Program, Security, Transporation, Entertainment, News Media, Housing, Family &amp; Youth, Special Events,<br />
Technology, Tickets &amp; Badges, Volunteers</i>. Das Ganze hat zunächst wenig mit Politik und viel mit<br />
Organisation zu tun. Aufgrund des gigantischen Planungs- und Koordinationsaufwandes wurden Parteitage zu<br />
recht mit Choreographie und Aufführung von Opern verglichen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Motto und Ablauf der Politshow werden ganz auf den designierten Präsidentschaftskandidaten,<br />
George Bush jr., zugeschnitten. Die Convention 2000 steht unter dem Motto <i>&quot;Renewing America&#8217;s Purpose.<br />
Together.&quot;</i> Das &quot;amerikanische Anliegen&quot; wird dann an den folgenden Tagen auf unterschiedliche Politikfelder<br />
übertragen:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><i><br />
Monday, July 31 &#8211; Opportunity with a Purpose: Leave no Child Behind.<br />
Tuesday &#8211; August 1 &#8211; Strength and Security with A Purpose: Safe in our Homes and in the World.<br />
Wednesday, August 2 &#8211; Prosperity with a Purpose: Keeping America Prosperous and Protecting Retirement Security.<br />
Thursday, August 3 &#8211; President with a Purpose: A strong leader who can unite our country and get things done.<br />
</i><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bildung, innere Sicherheit, Verteidigungs- und Rentenpolitik sind damit bei den Republikanern thematisch<br />
festgelegt. Eine Neuerung im sonst so festgefügten Programmablauf ist die Vorverlegung der <i>acceptance<br />
speech</i> des Vizepräsidentschaftskandidaten auf den Abend des 2. August. Hier scheint sich eine<br />
personalpolitische Überraschung anzubahnen. Parteitage sind stets auch technologische Leistungsschauen. So<br />
warten die Republikaner in diesem Jahr nicht nur mit einem erstmaligen Intranet-Service für die Medienvertreter<br />
auf, sondern bieten unter der Adresse <a href="http://www.gopconvention.com/">www.gopconvention.com</a><br />
auch den interessierten Internet-Zuschauern die Möglichkeit, das Spektakel virtuell im Plenum sowie<br />
<i>backstage</i> zu verfolgen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Democratic Continuity?</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/dems2000.gif" alt="Logo der Democratic Convention" align="right" /><br />
Zu ihrem Parteitagsort 2000 wählten die Demokraten mit Los Angeles eine Stadt im bevölkerungsreichsten und<br />
damit auch die meisten Wahlmänner und -frauen stellenden Bundesstaat Kalifornien. Die<br />
<i>National Democratic Convention</i> findet zeitlich nach dem Republikanischen Parteitag statt, zwischen<br />
dem 14. und dem 17. August. Die Anzahl der erwarteten Medienvertreter und Gäste ist der von den<br />
Republikanern erwarteten Zahl vergleichbar. Die Delegiertenzahl ist jedoch mehr als doppelt so groß.<br />
Auf dem Parteitag 2000 werden 4.339 Parteidelegierte erwartet (<a href="http://www.dems2000.com/">www.dems2000</a>).<br />
Die Struktur des Vorbereitungskomitees ist vergleichbar dem RNC-COA, allerdings weniger rigide.<br />
Der Vorsitzende des <a href="http://www.democrats.org/">Democratic National Committee (DNC)</a>, Joe Andrew,<br />
ist zugleich der Präsident des DNCC &#8211; der <i>Democratic National Committee Convention</i>. Statt 12<br />
Unterausschüssen bei den Republikanern begnügen sich die Demokraten mit neun: <i>Media Logistics, Event<br />
Logistics, Housing, Production, Communications, Community Affairs, External Affairs, Business Development,<br />
Technology and Special Projects</i>. Die Schwerpunktsetzung ist dadurch anders gewichtet. Während bei den<br />
Republikanern organisatorisch die Sicherheit sowie die Unterhaltung und inhaltlich Familie und Jugend einen<br />
eigenständigen Ausschuss haben, spielen bei den Demokraten <i>community affairs</i> eine wichtige Rolle.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/la2000.gif" alt="Democrats take over L.A." align="left" /><br />
Mit der Festrednerin Caroline Kennedy-Schlossberg bleibt der Kennedy-Mythos auch in diesem Wahlkampf<br />
das harmonisierende Herzstück der Demokratischen Kampagne. Ob Al Gore die Chance der Convention nutzen<br />
wird, um sich zumindest stilistisch von Bill Clintons pathetischem Hollywoodflair abzugrenzen, wird die<br />
Parteitagsinszenierung zeigen.</span></p>
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