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	<title>Rezzo Schlauch &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Rezzo Schlauch &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Rezzo Schlauch über grünes Wirtschaften</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/rezzo-schlauch-ueber-gruenes-wirtschaften-235/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[uheimann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Mar 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezzo Schlauch]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Visa-Affäre]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Dienstag, 08. März, war der grüne Wirtschaftsstaatssekretär 
Rezzo Schlauch zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de 
und politik-digital.de. Schlauch forderte eine schnelle Klärung 
der Visa-Affäre und erklärte rotgrüne Wirtschaftspolitik.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag, 08. März, war der grüne Wirtschaftsstaatssekretär<br />
Rezzo Schlauch zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de<br />
und politik-digital.de. Schlauch forderte eine schnelle Klärung<br />
der Visa-Affäre und erklärte rotgrüne Wirtschaftspolitik.<!--break--> </p>
<p class="normal">
<span style="font-size: x-small"><span class="fett">Moderator:</span><br />
Liebe Politik-Interessierte, willkommen im tacheles.02-Chat. Die<br />
Chat-Reihe tacheles.02 ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
und wird unterstützt von tagesspiegel.de. Zum Chatten ist heute<br />
Rezzo Schlauch (Grüne), parlamentarischer Staatssekretär<br />
im Bundeswirtschaftsministerium ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen.<br />
Herzlich willkommen, los geht’s gleich mit dieser Frage:</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Red Bull:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Befürworten sie persönlich ein Verbot des Verkaufs von<br />
Alkopops an junge Menschen?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Ja, uneingeschränkt. Und zwar deshalb: ich bin eigentlich in<br />
meiner Haltung eher liberal, bzw. libertär. Und halte nicht<br />
viel von Verboten. In diesem Fall wird aber durch das Produkt, Stichwort:<br />
süße Brause plus Alkohol, der Konsument, und zwar insbesondere<br />
der Jugendliche, getäuscht.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Moderator:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Welche Lösung schlagen Sie für das Problem vor?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Wie gesagt: keine Mischgetränke und ansonsten bei den bisherigen<br />
Jugendschutzgesetzen bleiben.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Moderator:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Eine Frage zum Thema Mittelstand:</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">aruia Havanagila:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Sie sagten eben erst im Bundestag, die Senkung des Spitzensteuersatzes<br />
sei ein riesen Ding für den Mittelstand. Aber wie wollen Sie<br />
den Unternehmen tatsächlich helfen? Mit ein paar Mark mehr<br />
für den Chef ist es doch nicht getan.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Das ist eine etwas kurzatmige Interpretation. Die Entlastung des<br />
Mittelstands in Höhe von 17 Milliarden Euro jährlich soll<br />
natürlich den Anreiz befördern, neu zu investieren und<br />
damit auch Arbeitsplätze zu schaffen.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Suboptimal:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Nachweißlich führt die Auslagerung von Jobs nicht zu<br />
neuen Arbeitsplätzen in Deutschland. Der Mittelstand braucht<br />
also Alternativen. Können sie welche aufzeigen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small"><br />
<span class="fett">Rezzo Schlauch:</span> Auch das ist leider falsch.<br />
Als jemand, der aus Schwaben kommt, wo schon früh in den siebziger<br />
und achtziger Jahren Mittelständler im Ausland auch Produktionsstätten<br />
aufgebaut haben, weiß ich -und dies ist durch mannigfache<br />
Untersuchungen auch belegt- (z.B. Studie der IHK Stuttgart mit Steinbeis-Stiftung),<br />
dass damit der Bestand der Heimatbelegschaften gehalten werden konnte,<br />
bzw. in vielen Fällen auch aufgestockt werden konnte. Im Zuge<br />
eines Vereinigungsprozesses von Europa und einer globalisierten<br />
Wirtschaft halte ich auch protektionistische &quot;nationale&quot;<br />
Ansätze für völlig verfehlt. Ein Nachsatz: Der in<br />
diesem Zusammenhang von dem Wirtschaftsexperten Sinn geprägte<br />
Begriff der &quot;Basarökonomie&quot; halte ich deshalb für<br />
Unsinn.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Hortensius:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Im Blick auf ein Konjunkturprogramm, über das eigentlich diskutiert<br />
werden soll: Inwieweit könnte es sinnvoll sein, zum einen den<br />
Mittelstand stärker zu fördern und auch Kleinst- und Kleinbetriebe<br />
zu fördern, während die Globalplayer weniger Steuernachlässe<br />
und Geschenke bekommen? (Mein Eindruck ist, dass insbesondere für<br />
Klein(st)betriebe wenig getan wird.)</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Ihren Ansatz begrüße ich ausdrücklich und versuche<br />
diesen auch &#8211; wo es nur geht &#8211; zu befördern. Ein Beispiel wäre<br />
die derzeitige Soll-Besteuerung bei Erhebung der Umsatzsteuer in<br />
eine Ist-Besteuerung umzuwandeln, was zur Folge hätte, dass<br />
der Unternehmer die Umsatzsteuer nun wirklich auch nur aus einer<br />
bezahlten und nicht schon aus der gestellten Rechnung vorab zu entrichten<br />
hätte.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Calex:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Zwei der größten Bremsen der deutschen Volkswirtschaft<br />
sind die hohen Lohnnebenkosten und die hohen Mineralölsteuern.<br />
Haben die Grünen jetzt endlich eingesehen, dass eine Erhöhung<br />
der Mineralölsteuern nur das Wirtschaftswachstum bremst und<br />
ökologisch nichts bringt?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Erst mal zur Ökologie: ich wundere mich immer wieder, dass<br />
bzgl. der ökologischen Frage nur von 12 Uhr bis Mittag gedacht<br />
wird. Haben Sie sich schon einmal überlegt, dass wir auf Grund<br />
der Öko-Steuer in Sachen Automobiltechnologie riesige Vorsprünge<br />
gegenüber der Dinosaurier-Autotechnik in den USA haben? Finden<br />
Sie es nicht auch richtig, dass die Frage von Energieeffizienz und<br />
deren Realisierung oder auch sonstiger Rohstoff- und Materialeffizienz<br />
ökonomisch mehr Sinn macht als Personaleinspar-Orgien? Sie<br />
schlagen damit mehrere Fliegen auf einen Schlag. Sie rücken<br />
dem Klimaproblem zuleibe Sie sind &#8211; wie wir Deutschen &#8211; Weltmarktführer<br />
auf dem Gebiet der Ökotechniken, mit riesigen Arbeitsplatz-Potentialen<br />
und Sie können &#8211; wie geschehen &#8211; die Lohnnebenkosten senken<br />
und außenpolitisch reduzieren Sie die Abhängigkeit von<br />
politisch äußerst instabilen Regionen (mittlerer Osten).<br />
Das heißt vielfacher Benefit, dem sich eigentlich rational<br />
denkende Menschen nicht verschließen können. Aber wenn<br />
Sie wollen, bin ich auch gerne bereit ideologische Schlachten zu<br />
schlagen.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Moderator:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Eine Nachfrage zu den Kleinstbetrieben:</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Hortensius:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Noch einmal zu den Klein(st)betrieben. Ich kenne unter anderem ein<br />
Beispiel, dass ein funktionierender Kleinbetrieb mit ca. 10 Mitarbeitern<br />
aufgelöst wurde, weil einer der Hauptschuldner in die Insolvenz<br />
ging. Müssten nicht die Kleinbetriebe wesentlich stärker<br />
gegen solche Insolvenzen geschützt werden, da gerade hier sehr<br />
viele Arbeitsplätze verloren gehen?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Schwierige Frage. Ich verstehe Ihre Frage, ich glaube aber, dass<br />
die Hilfestellungen des Staates an diesem Punkt begrenzt sind. Zum<br />
freien Unternehmertum gehört auch das Eingehen von Risiken<br />
und die Insolvenz eines Kunden ist ein solches Risiko, das der Staat<br />
nicht übernehmen kann.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Moderator:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Zwei Fragen, die in die gleiche Richtung gehen:</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">wechselbaum:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Clement will die Unternehmenssteuerreform &#8211; Eichel nicht und der<br />
Kanzler ist auf seiner Seite. Blockiert der Kanzler?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Heman:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Herr Schlauch, wie schaffen Sie den Spagat zwischen der neoliberalen<br />
Wirtschaftspolitik von Herrn Clement, Ihrer eigenen Überzeugung<br />
als Grüner und den Wünschen von Herrn Eichel?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Also: der Kanzler blockiert nicht, sondern vom Wirtschaftsministerium<br />
ist eine genauere Erarbeitung der Eckpunkte einer Unternehmenssteuerreform<br />
bei den Sachverständigen in Auftrag gegeben worden, nachdem<br />
sogar der DGB in Person des Herrn Sommer und die Opposition die<br />
Realisierung einer solchen Unternehmenssteuer-Reform befürworten,<br />
werden sicherlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um<br />
die Chancen auch entsprechend auszuloten. Zur zweiten Frage: Ich<br />
sehe die Wirtschaftspolitik von Herrn Clement nicht als neoliberal.<br />
Den Herrn Eichel an manchen Punkten, was mit Sicherheit auch sein<br />
muss, zu sehr unter fiskalischen Aspekten agierend und fühle<br />
mich dazwischen als Grüner nicht unwohl.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">S?e:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Welche Vorschläge machen die Grünen zur Reform der Unternehmenssteuer?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Erst mal soll nicht in Vergessenheit geraten, dass die Rot-Grüne<br />
Koalition und die Grünen dabei als mit treibende Kraft die<br />
Anrechnungsfähigkeit der Gewerbesteuer -ein alter Traum des<br />
Mittelstands, verwirklicht haben. Des Weiteren haben wir mit der<br />
Steuer-Tarif-Senkung den Mittelstand um insgesamt 17 Milliarden<br />
entlastet. Eine weitere Unternehmenssteuer-Reform, Stichwort: Duales<br />
System- die Körperschaften und Personengesellschaften in der<br />
Besteuerung gleich stellt, muss darauf achten, dass die Entlastung<br />
der Personen-Gesellschaften nicht wieder durch die Hintertür<br />
aufhebt und höher besteuert. Im Sinne einer Steuer-Vereinfachung,<br />
um Steuergerechtigkeit (Erweiterung der Bemessungs-Grundlage) halte<br />
ich das Duale System und auch eine angemessene Steuersenkung für<br />
durchaus diskutabel.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Moderator:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Kommen wir zum Thema &quot;Antidiskriminierungsgesetz&quot;:</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">entsorger: </span></span><span style="font-size: x-small">Mir<br />
geht es um Bürokratievermeidung. Dieses Antidiskriminierungsgesetz<br />
ist ein schönes Beispiel. Warum müssen wir immer wieder<br />
eins draufsetzen, auf das was seitens der EU gefordert wird? Können<br />
wir nicht einmal innehalten? Und im Gegenteil Gesetze und Verordnungen<br />
abbauen? Herr Milbrath sprach in einer Diskussion über den<br />
Wirtschaftstandort Deutschland von dem &quot;verkalktem Westen &quot;!</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch: </span></span><span style="font-size: x-small">Über<br />
den Grad der Verkalkung im Westen im Vergleich zum Osten möchte<br />
ich nicht diskutieren. Wenn sie genau hinsehen, ist der Vorwurf<br />
des Draufsattelns bei dem Anti-Diskriminierungs-Gesetz zwar publikumswirksam<br />
erhoben, in der Substanz aber eher nicht relevant. Wir haben beispielsweise<br />
über die EU hinaus die Gruppe der Behinderten mit in die Zielgruppen<br />
aufgenommen. Das spricht meiner Meinung nach nichts dagegen. Es<br />
ist auch so, dass wir selbstverständlich die Ergebnisse der<br />
Anhörung, in der auch substanzielle Kritik erhoben worden ist,<br />
mit in das weitere Verfahren einbeziehen. Das Geschrei der Arbeitgeber,<br />
wonach das Anti-Diskriminierung-Gesetz eine Flut von Klagen nach<br />
sich ziehen würde, halte ich für legitim in der politischen<br />
Auseinandersetzung, aber im Kern für völlig verfehlt,<br />
wie ein vergleichbares Beispiel zeigt: In der letzten Legislatur<br />
haben wir das Teilzeit-Befristungsgesetz verabschiedet, dass jedem<br />
Arbeitnehmer einen gerichtlich durchsetzbaren Klageanspruch auf<br />
Reduzierung auf Teilzeit eingeräumt hat. Auch damals wurde<br />
lauthals die Flut von Klagen bei den Arbeitsgerichten eingewandt.<br />
Fakt ist: es gibt keine Flut und die Teilzeitarbeit hat sich &#8211; gemäß<br />
den Intentionen des Gesetzes &#8211; positiv nach oben entwickelt.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">hwiesing:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Welche Schritte unternehmen Sie diesbezüglich hinsichtlich<br />
des von Ihnen gepriesenen Bürokratieabbaus?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Der Bürokratie-Abbau ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel<br />
und ich habe die Erfahrung gemacht dass diejenigen, die den Bürokratie-Abbau<br />
als Schlachtruf täglich auf den Lippen führen, dann zum<br />
heftigsten Verteidiger von Bürokratie werden, wenn es an ihre<br />
eigenen Schutzräume geht. Beispiel: Reform der Handwerksnovelle,<br />
wo wir den aus dem Ständestaat stammenden Meisterzwang und<br />
damit Zugangshürden, gelockert haben. Beispiel: Wir wollen<br />
das Vergaberecht (im Umfang so groß wie das gesamte deutsche<br />
Zivilrecht) verschlanken und vereinfachen. Als erstes hat sich die<br />
Arbeitgeberseite dagegen gewehrt mit dem Argument, es hätte<br />
sich alles so schön eingespielt. Ich könnte Ihnen diese<br />
Beispiele in Reihe fortsetzen. Fakt ist, wir haben erste kleine<br />
Erfolge erzielt. Siehe Handwerksordnung. Im Bereich der beruflichen<br />
Bildung: Wegfall der sogenannten Ausbildungs-Eignungsverordnung.<br />
Wir haben Berufsbilder entschlackt und auch Ausbildungsfristen verkürzt.<br />
Wir haben Statistik-Pflichten reduziert, wobei ich da oft den Eindruck<br />
habe, dass die staatliche Statistik von Übel ist, während<br />
Statistiken, die die Kammern erheben, positiv sind. Was mich noch<br />
zu der Anmerkung veranlasst, dass Bürokratien nicht nur im<br />
staatlichen, administrativen Bereich wachsen, sondern in großem<br />
Umfang auch im sogenannten Selbstverwaltungsbereich, Stichwort:<br />
unübersichtliches Kammerzwangssystem, fröhliche Urstände<br />
feiert.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Moderator:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Eine Frage zum Thema Visa-Affäre:</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">wechselbaum:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Kann Joschka Fischer die Visa-Affäre überleben?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Er wird sie überleben. Es steht außer Frage, dass es<br />
hier Fehler und Versäumnisse gibt. Gleichwohl halte ich es<br />
mit der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung, die das,<br />
was Fischer als Amtsinhaber vorzuwerfen ist, für einen Rücktritt<br />
als nicht ausreichend erachten.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Hortensius:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Im Blick auf das Image der Grünen: Die CDU war ja sehr erfolgreich<br />
in ihrer Kampagne gegen Joschka Fischer, was auch auf die Grünen<br />
insgesamt abfärbte. Müssten die Grünen nicht auch<br />
ihre Wirtschaftskompetenz &#8211; wie Sie es hier ja tun &#8211; wesentlich<br />
stärker betonen, etwa im Wahlprogramm?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Dafür kämpfe ich in meiner Partei seit langen Jahren.<br />
Wir haben sowohl wirtschaftspolitische als auch finanzpolitische<br />
Kompetenz in unseren Reihen, die im Übrigen von Nicht-ideologisch<br />
Fixierten Akteuren aus der Wirtschaft auch immer wieder bestätigt<br />
wird. Die Grünen haben es bislang jedoch, auch aus nachvollziehbaren<br />
Gründen, nicht in Angriff genommen, ihre Wirtschafts- und Finanzkompetenz<br />
profiliert zu präsentieren. Ob die Kampagne der CDU erfolgreich<br />
wird, wird sich in der Wahl 2006 zeigen. Ich bin guten Mutes, dass,<br />
um Stoiber zu zitieren, bei der Wahl zwischen Merkel und Westerwelle<br />
auf der einen und Fischer und Schröder auf der anderen, die<br />
Mehrheit bei den beiden Letzteren landen wird.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">SPD-Mitglied: </span></span><span style="font-size: x-small">Einen<br />
wie großen Schaden befürchten Sie durch die Visa-Affäre<br />
für Rot-Grün bei der Wahl in NRW?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Wir haben noch 11 Wochen Zeit um den Wind, der uns in der Visa-Affäre<br />
und auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit ins Gesicht weht, zu wenden.<br />
Das ist mit Sicherheit nicht leicht. Ich bin aber optimistisch,<br />
dass wir in der Lage sind, die substanzlosen Alternativen der Opposition<br />
deutlich zu machen und die Stimmung zu drehen.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Sammy:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Wäre es nicht sinnvoll, Klarheit zu haben vor der Wahl in NRW?<br />
Sollte Fischer deshalb nicht eher aussagen?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Der Untersuchungsauschuss wird entscheiden, wann Fischer aussagt.<br />
Meine persönliche Meinung hierzu ist, es sollten so schnell<br />
wie möglich die Fakten auf den Tisch. Dazu sind aber umfangreiche<br />
organisatorische Maßnahmen notwendig. Ich kann aus meiner<br />
Position nicht entscheiden, ob dies noch vor der Wahl möglich<br />
ist.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">wechselbaum:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Ist die Regierung am Ende, wenn die NRW-Wahl verloren geht?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Nein. Ein doppeltes nein! Die NRW-Wahl geht nicht verloren und die<br />
Regierung ist nicht am Ende. Die Regierung wäre am Ende, wenn<br />
die Wahl 2006 verloren gehen würde.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">fes:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Inwiefern sind die Grünen noch die Grünen? Im alten Parteiprogramm<br />
sind von anderen Dingen die Rede, die in der heutigen Zeit nicht<br />
mehr vertreten werden. Sollte man mal nicht grundsätzlich umdenken?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Ich würde einen Horror davor haben, wenn die Grünen von<br />
heute noch dieselben Position hätten wie 1980. Ich habe eher<br />
vor Leuten Angst, die &#8211; auch wenn sich die Welt um sie herum total<br />
verändert &#8211; die Gleichen bleiben wollen. Im Übrigen ist<br />
es auch so, dass die Grünen ihr Grundsatzprogramm vor der Wahl<br />
2002 grundlegend redigiert haben. Wenn Sie Interesse haben, fordern<br />
Sie dieses an. Dort haben wir insbesondere neu entwickelt: die Idee<br />
von der Teilhabegerechtigkeit, Zugangsgerechtigkeit für Bildung,<br />
Arbeit und Teilhabe an der Gesellschaft.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Moderator: </span></span><span style="font-size: x-small">Eine<br />
letzte Frage:</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Martin13:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Wie könnte es nach Ihrer Meinung gelingen, die Arbeitslosigkeit<br />
wieder auf 3 Mio. Arbeitslose zu bringen?</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Rezzo Schlauch:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Ich habe große Zweifel bei der Formulierung solcher Ziele.<br />
Fakt ist, dass beide großen Volksparteien seit 20 Jahren sich<br />
das Ziel der Vollbeschäftigung auf die Fahnen schreiben und<br />
beide sich immer weiter davon entfernt haben. Ich glaube, dass wir<br />
nur zu einer besseren Beschäftigungssituation kommen, wenn<br />
wir eine große Bildungs- und Forschungsoffensive realisieren.<br />
Die geringqualifizierten Arbeiten, die Massenproduktion ist vor<br />
einer Abwanderung in andere Standorte nicht zu schützen. Insofern<br />
ist unsere einzige Alternative, unsere Stärken Innovation,<br />
Technik, aber auch innovative Dienstleistungen weiter nach vorne<br />
zu bringen.</span>
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Moderator: </span></span><span style="font-size: x-small">Das<br />
war&#8217;s, unsere Chat-Stunde ist vorbei. Vielen Dank für das große<br />
Interesse, vielen Dank, Herr Schlauch, dass Sie zum Chatten gekommen<br />
sind. Das Protokoll des Chats finden Sie wie gewohnt zum Nachlesen<br />
auf den Seiten der Veranstalter. Der nächste Chat findet am<br />
14. März um 13.30 Uhr statt. Dann stellt sich Franz Müntefering,<br />
Parteichef der SPD, Ihren Fragen. Das tacheles.02-Team wünscht<br />
allen noch einen schönen Tag!</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kernkompetenz statt &#8220;Gospel-Gesangsverein&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/kernkompetenz-statt-gospel-gesangsverein-386/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Genforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezzo Schlauch]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Rezzo Schlauch im Chat am 23. Mai 2001</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Rezzo Schlauch im Chat am 23. Mai 2001</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b><i><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/rezzo1.jpg" alt="Rezzo Schlauch" align="right" height="150" hspace="5" vspace="5" width="150" /></i></b></span>&quot;<i>Aufbruch,<br />
Melancholie, Poesie, Rock</i>&quot; &#8211; dies alles verkörpert für Rezzo Schlauch das<br />
in den Songs von Bob Dylan wiedergegebene Lebensgefühl. Doch nicht nur nostalgische<br />
Augenblicke gab es im Chat von politik-digital.de und stern.de mit dem Fraktionsvorsitzenden<br />
der Grünen. Der Genussmensch Rezzo lebt im Hier und Jetzt und interessiert sich<br />
für Christoph Schlingensiefs Theater ebenso wie für die aktuelle Politik. Mit<br />
den Chattern sprach er somit auch über Genforschung, die Position der Grünen<br />
und die FDP als Konkurrenz.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Intensiv diskutiert wurde im Chat die aktuelle Position der Grünen in der<br />
deutschen Parteienlandschaft. Die FDP will Rezzo Schlauch als Konkurrenten um<br />
die dritte Kraft im Lande nicht Ernst nehmen, sie seien zwar &quot;<i>Maximalisten<br />
in der PR</i>&quot;, aber &quot;<i>Minimalisten im Inhalt</i>&quot;: &quot;<i>Ich<br />
verstehe überhaupt nicht, warum ein Gospel-Gesangsverein, bei dessen Parteitag<br />
nur noch das Hallelujah gefehlt hat, so Eindruck macht.</i>&quot; Er selbst wolle<br />
mit den Grünen nicht &quot;<i>back to the roots</i>&quot;, sondern statt dessen<br />
mit Kernkompetenzen wie Ökologie, Bürgerrechte und Migration im nächsten Bundestagswahlkampf<br />
überzeugen. Dass die Grünen bei der Bundestagswahl gut genug abschneiden,<br />
um die rot-grüne Koalition fortsetzen zu können, stehe für ihn<br />
außer Frage: &quot;<i>Ich bin nicht das Orakel von Delphi, aber eine Acht<br />
vor dem Komma wird&#8217;s</i>&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/rezzo3.jpg" alt="Rezzo Schlauch" align="right" border="0" height="150" width="150" />Den<br />
Jugendverband der Grünen findet Rezzo Schlauch ein wenig langweilig: &quot;<i>Er<br />
könnte etwas mehr rocken</i>&quot;. Einen interessanten Ansatz zur Kommunikation<br />
nicht nur mit der Jugend sieht Rezzo in dem Schlingensief-Theaterstück, in dem<br />
auch echte Nazis auf die Bühne treten: &quot;<i>Ein spannender Versuch, Sprachlosigkeit,<br />
Täter-Opfer-Rhetorik, fruchtlose Schulddiskussion zu überwinden</i>&quot;. Zu Gerüchten<br />
über eine RAF-Neugründung sagte Schlauch, er halte dies für eine<br />
&quot;<i>Phantomdiskussion</i>&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Großes Interesse zeigten die Chatter auch an dem Thema Genforschung. Einen<br />
Tag vor dem Chat hatte der Fraktionsvorsitzende der Grünen den Gesetzentwurf<br />
zum Schutz des eigenen genetischen Codes vorgestellt. Zu den Details befragt,<br />
sagte Rezzo, Kernpunkte seien das Recht auf Nichtwissen und das Verbot der Verwendung<br />
der Ergebnisse des Gentests als Grundlage von Entscheidungen im Versicherungswesen<br />
und in der Arbeitswelt. In der Koalition gebe es zwar unterschiedliche Meinungen<br />
zur Genforschung, allerdings berge dies nicht das Risiko einer Koalitionskrise,<br />
denn &quot;<i>Gentechnik wird wie Abtreibung, Transplantation nicht im Rahmen von<br />
Fraktionsmeinungen abgestimmt, kann daher auch nicht zum Koalitionsstreit führen.</i>&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Am Ende des Chats verabschiedete Rezzo Schlauch sich und eilte mit dem Fahrdienst<br />
zum nächsten Termin. Lieber würde er im eigenen Porsche fahren, das<br />
&quot;<i>ist aber leider weit weg, finanziell und wegen des grünen Verfassungsschutzes</i>&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/politik/chataktuell/archiv/5150_17788.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b><br />
<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="center">
<p>
			&nbsp;
			</p>
<p>			<center><br />
			<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kommentieren<br />
			Sie diesen Artikel!</span></a></i><br />
			</center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
			</span><br />
			<center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i><a href="http://www.politik-digital.de/salon/diskussion/">Diskutieren<br />
			Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span><br />
			</center></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/kernkompetenz-statt-gospel-gesangsverein-386/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Rezzonanz im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Rezzo Schlauch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Gut ist ihm nicht gut
genug: der Internetauftritt des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Rezzo Schlauch,
war eigentlich hochgelobt und auch <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/test/mdbtest2001/sieger.shtml">prämiert</a>.
Trotzdem stellt der &#34;große Grüne&#34; aus Schwaben nun seine rundumerneuerte Website
vor und kann sich selbst noch übertreffen. Neben den reichhaltigen politischen
Informationen zur günen Politik bietet <a href="http://www.rezzo.de/">www.rezzo.de</a>
einige echte Netzneuerungen an.</span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Gut ist ihm nicht gut<br />
genug: der Internetauftritt des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Rezzo Schlauch,<br />
war eigentlich hochgelobt und auch <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/test/mdbtest2001/sieger.shtml">prämiert</a>.<br />
Trotzdem stellt der &quot;große Grüne&quot; aus Schwaben nun seine rundumerneuerte Website<br />
vor und kann sich selbst noch übertreffen. Neben den reichhaltigen politischen<br />
Informationen zur günen Politik bietet <a href="http://www.rezzo.de/">www.rezzo.de</a><br />
einige echte Netzneuerungen an.</span></b><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Ein<br />
Spendentool soll es Spendierwilligen erleichtern, die grüne Partei zu unterstützen,<br />
unter &quot;Rezzonanz&quot; werden Umfragen zu aktuellen Themen durchgeführt und die Rubrik<br />
&quot;EUROpa&quot; wartet mit Verbraucherinformationen zur Währungsumstellung auf. Den<br />
größten Coup landet Rezzo Schlauch jedoch mit einem Wettbewerb, der Engagement<br />
für die grüne Sache belohnt. Auch ohne Parteibuch können die User sich durch<br />
gute Ideen und kleine oder große Aufgaben je nach persönlichem Interesse engagieren.<br />
Politik-digital erzählte Rezzo Schlauch einen Tag vor dem Launch, welche Bedeutung<br />
sein neuer &quot;Marktplatz&quot; für ihn hat.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b><img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/rschlauch_pc.jpg" align="left" height="200" width="272" />politik-digital:<br />
</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Herr Schlauch,<br />
ist ihre Seite fit für den Wahlkampf 2002? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Die<br />
war eigentlich schon vorher fit. Ich denke dass diese Seite jetzt ein umfassendes<br />
Angebot hat, sowohl ein aktuelles Informationsangebot, wie auch ein interaktives<br />
Angebot. Die Interaktion auf der Seite ist mir ganz besonders wichtig. Die neuen<br />
Medien werden ja lauthals von Vielen gepriesen, das Entscheidende an der Kommunikation<br />
im Netz ist aber die Interaktion. In diesem ganzen Bereich habe ich den Eindruck,<br />
dass es Defizite gibt. Wir haben da mit der neuen Seite an entscheidenden Stellen<br />
aufgeschlossen, das ist nicht nur eine technische Frage, das ist auch eine hochpolitische<br />
Frage. Viele behaupten, dass die Politik, so wie sie sich insbesondere bei jungen<br />
Leuten darstellt, abtörnt. Mit dieser Seite machen wir den Versuch, Politik<br />
und Lebensfreude zu verbinden. Last but not least schaffen wir mit Anwendungen<br />
wie dem Spendentool einen Mehrwert, der für eine kleine Partei wie die Grünen<br />
wichtig ist. Aber wegen des Wahlkampfes habe ich das nicht primär gemacht. Wir<br />
wollten einfach endlich die Möglichkeiten einer Website ausschöpfen und nicht<br />
nur darüber reden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:<br />
</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Das Mitmach-Tool,<br />
das ein Engagement ohne Parteimitgliedschaft fördert, könnte ja für den Wahlkampf<br />
interessant werden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/rezzo_screenshot_01.jpg" align="left" height="194" width="266" />Rezzo<br />
Schlauch:</b> Ja, Partizipation ist ein ganz wichtiges Element, das auf der<br />
Seite angeboten wird, auch ausserhalb der klassischen Parteimitgliedschaft.<br />
Ich selber war bis zu dem Zeitpunkt zu dem ich in die Partei eingetreten bin,<br />
ein Skeptiker Parteien gegenüber. In meinem eigenen Kreisverband in Stuttgart<br />
war ich maßgeblich daran beteiligt, jungen Leuten, die sich im Wahlkampf beteiligt<br />
haben, einen Platz und auch Mittel zu geben und gleichzeitig deutlich zu machen:<br />
Leute, ihr mühst nicht Parteimitglied werden. Das Internet bietet für solche<br />
Formen des Engagements spielerische Varianten, die ich mit meiner Seite testen<br />
möchte. Es gibt übrigens nicht nur fürs Plakate-kleben Punkte, originelle Ideen<br />
werden noch höher eingestuft. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:<br />
</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Es gibt also ein<br />
Punktesystem für Engagement? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Ja,<br />
für Engagement in jeder Hinsicht gibt es Punkte, für kreatives, gedankliches<br />
und handwerkliches. Es gibt dann ein Benotungssystem und entsprechende Belohnungen,<br />
beispielsweise Buchgeschenke, T-Shirts oder ein Abendessen mit mir oder anderen<br />
Grünen. Das ganze ist zwar um meine Person herum angeordnet, soll aber auf die<br />
ganze Partei hinführen und über die Arbeit informieren. Alle reden davon, dass<br />
der Einstieg in die Politik vereinfacht werden soll, aber es gibt kaum seriösen<br />
Angebote. Ich denke, nun gibt es eins. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Ihre Seite schlägt auch persönliche Töne an. Haben sie Sorge, dass man Ihnen<br />
vorwirft, zu wenig sachliche Inhalte zu liefern? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Ich<br />
habe bewusst gesagt, dass ich ein bißchen Entertainment und Lockerheit auf der<br />
Seite möchte. Ich bin mit Leidenschaft Politiker, doch ich lebe auch mit Leidenschaft.<br />
Auf meiner Seite soll beides rüberkommen. Wenn man in die Tiefe gehen will,<br />
kann man das auf meiner Seite auf verschiedene Weise. Es gibt Informationen<br />
zur Partei und zur Fraktion, zur grünen Idee, zu meiner politischen Einstellung.<br />
Dazu gibt es die Dialogangebote im Forum, im Gästebuch und gerne würde ich auch<br />
öfter einen eigenen Chat anbieten. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Sie haben ja auch eine Rubrik &quot;Europa&quot; auf der Seite eingerichtet. Was erwartet<br />
den User da? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch:</b> Das<br />
ist eine ganz praktische Seite: Hier biete ich Information zu den Fragen, die<br />
ich zum Thema EUROpa häufig gestellt bekomme. Die unter &quot;EUROpa&quot; verfügbaren<br />
Informationen rund um die Einführung des Euro sind ja nicht stramm politisch<br />
oder stramm grün, sondern ich biete da einen Verbraucherservice mit Hinweisen<br />
zur Währungsumstellung. Für die Detailinformationen habe ich eine differenzierte<br />
Linksammlung zusammengestellt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Wie lief die Planung zu der Seite ab? Wie eng waren Sie an der Entwicklung beteiligt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Wir<br />
hatten mit der bisherigen Seite eine gute Resonanz, bekamen aber auch Rückmeldungen<br />
was wir besser machen können. Wir haben uns also am Anfang alle zusammengesetzt<br />
und ein Brainstorming gemacht und überlegt, was auf der Seite alles passieren<br />
soll. Dabei war die entscheidende Frage, wie wir ein Mehr an Beteiligung, an<br />
Möglichkeiten zum Mitmachen hinbekommen. In der Folgezeit hat unser Webmaster,<br />
Rüdiger Puntke, ein junger und offensichtlich sehr talentierter Grafiker sehr<br />
sehr viel Zeit in die Entwicklung gesteckt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Beteiligung muss gewollt werden. Grade bei politischen Fragen gehen die Vorstellungen<br />
davon, wieviel Mitbestimmung gut ist, ja auseinander. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Das<br />
stimmt. Interaktion und Mitbestimmung kann natürlich auch mühsam sein. Wenn<br />
die Angebote gut angenommen werden, dann macht die Pflege und Betreuung sehr<br />
viel Arbeit. Mein Politikstil war aber schon immer ein kommunikativer Stil.<br />
Ich bin immer dahin gegangen, wo die Leute sind: auf den Marktplatz oder in<br />
die Kneipe. Meine Seite ist auch ein Ort für Kommunikation, das ist nur eine<br />
andere Form von Marktplatz. Ich möchte Kommunikation auf meinem Marktplatz im<br />
Netz befördern. Das ist eine Übertragung meines Politikstils. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Wie wollen Sie den Marktplatz bevölkern? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch:</b> Wenn<br />
wir gut bleiben und es weiterhin gelingt, schnell auf Anfragen zu reagieren,<br />
dann spricht sich das Angebot rum. Als kleinen Einführungsgag bieten wir ja<br />
jetzt auch T-Shirts unter der Überschrift &quot;green-me-up.de&quot; sowie &quot;forevergreen&quot;<br />
an. Man könnte sagen: Die beste Qualität ist uns nicht nur in unserer Politik<br />
wichtig, sondern auch auf der Haut. Deshalb kooperieren wir mit der Kampagne<br />
Öko-Fair-tragen, die ökologisch nachhaltige und fair gehandelte Textilien anbietet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
War das Mailaufkommen bisher zu bewältigen? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch:</b> Wir<br />
haben gut damit zu tun, aber bisher musste noch niemand dafür eingestellt werden.<br />
Allerdings verändern die Anforderungen des Internet auch den Büroalltag und<br />
im Grunde sind unsere Strukturen darauf bisher zu wenig ausgerichtet. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:<br />
</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Das Design ihrer<br />
Seite ist ungewöhnlich. Geben sie mit dem schwarz/grünen Layout eine Zukunftsvision<br />
vor? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch:</b> Ich<br />
bin eigentlich in der Farbenlehre offen, auch in der politischen Farbenlehre.<br />
Aber eine aktuelle Relevanz hat die Kombination schwarz-grün nicht. Die CDU<br />
ist zur Zeit in einem tiefgreifenden Umbruchsprozess, von dem keiner richtig<br />
weiß, wohin er die Partei führt. Das ist zur Zeit also politisch für die Grünen<br />
keine Perspektive. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Wie hoch war das Budget für die Seite? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch:</b> Wir<br />
sind ohne Agentur und mit wenig Geld ausgekommen, dies gilt selbst für so schwierige<br />
Fragen wie die sichere und vertrauenswürdige Abwicklung der Spenden. An der<br />
Danksagung im Impressum können sie ablesen, dass am Ende eine Vielzahl von Bekannten<br />
und Freunden zum Gelingen des Projektes beigetragen haben. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Cem Özdemir hat ja seit einigen Wochen auch eine <a href="http://www.oezdemir.de/">neue<br />
Website</a>. Gibt es eine neue grüne Netzrenaissance? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Ich<br />
hoffe, dass die Grünen kapieren, dass mit dem Internet ein optimales Kommunikationsmittel<br />
bereitsteht. Unter den Wählerinnen und Wählern der Grünen sind ja die höchsten<br />
Zahlen von Internetusern. Da wären wir dumm, das Netz nicht weiter in den Mittelpunkt<br />
zu rücken. Cem und ich machen uns ein kleines Vergnügen daraus, uns gegenseitig<br />
anzuspornen &#8211; von den anderen Parteien bekommen wir in der Frage ja keinen Druck.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Haben die Grünen als Regierungspartei genug getan, um die Digitalisierung der<br />
Gesellschaft voran zu treiben? Reichen die Projekte aus, um den notwendigen<br />
technologischen Fortschritt anzuregen? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Wir<br />
Grünen differenzieren ja zwischen dem Nutzen der verschiedenen neuen Technologien,<br />
den Neuen Medien stehen wir äußerst positiv gegenüber. Diese Regierung hat die<br />
Defizite der alten Regierung in weiten Teilen aufgeholt. Die Initiative D21<br />
hat beispielsweise viel für die Vernetzung der Bildungsinitiativen getan, ein<br />
wichtiger Punkt. Aber ich sehe ein Defizit im Bereich der Partizipation. Die<br />
Angebote, bei denen dem Bürger Bürokratie und Kommunikation erleichtert werden,<br />
sind viel zu selten. Aber das ist nicht nur eine Frage der Bundesregierung als<br />
oberster Ebene. Das muss auch in den Kommunen und Ländern stattfinden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Deutschland ist beispielsweise bei der Digitalisierung der Verwaltung nur Mittelfeld.<br />
Liegt das am Geld oder am Enthusiasmus? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Dass<br />
das Internet auch Ängste schürt und nicht nur Neugierde hervorruft, dass ist<br />
ja nicht zuletzt in Verwaltungen zu spüren. In Stuttgart z.B. höre ich, dass<br />
die Einführung von einem erneuerten stuttgart.de zu vielen gruppendynamischen<br />
Konflikten führt. Wir sind auch deshalb also im Mittelfeld, weil wir in der<br />
Verwaltungserneuerung nicht mit der Digitalisierung ansetzt, sondern viel früher.<br />
Außerdem müssen wir auch die Menschen der mittleren und älteren Generation an<br />
die Medien heranführen. Dies ist wichtig, damit wir nicht eine Spaltung in der<br />
Gesellschaft haben. Der wichtige Begriff ist hier die Zugangsgerechtigkeit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Wie stehen sie zum Dauerthema &quot;Wahlen per Mausclick&quot;? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch:</b> Man<br />
sollte sich davor hüten, Erwartungen zu wecken, die keinen realen Bezug haben.<br />
Die Beteiligung, die Partizipation wurde auch ganz weit gedacht und bisher so<br />
mangelhaft umgesetzt. Das Thema Wahlen ist doch auch symbolisch: Das Kreuzchen<br />
setzen und Wahlzettel einwerfen ist ein symbolischer Vorgang. Gleichzeitig wird<br />
das Thema Internetwahlen auch symbolisch für den Grad der Digitalisierung behandelt.<br />
Ich denke, dass es zunehmend schwierig ist, eine Briefwahl zu ermöglichen, eine<br />
Wahl im Internet aber nicht. Wir grünen haben da ja in Baden-Württemberg mit<br />
dem ersten Internet-Parteitag, der Wahl von Delegierten, dem Abstimmen von Resolutionen<br />
etc. die Richtung aufgezeigt &#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Kommen wir noch mal zu Ihrer Seite. Wieviel Raum werden Sie für aktuelle Themen<br />
haben. Wird beispielsweise mit dem Launch der Seite auch die Gelegenheit sein,<br />
zu aktuellen Themen wie dem Mazedonien-Einsatz der Bundeswehr zu diskutieren?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Das<br />
ist ein ganz wichtiger Punkt. Ohne zu hohe Erwartungen zu wecken, will ich versuchen,<br />
regelmäßig aktuelle Themen aufzupicken und meine Position dazu darlegen. Das<br />
Forum kann ja zudem schon jetzt von allen genutzt werden, um aktuelle Fragen<br />
zu diskutieren; dass muss ja nicht von mir kommen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Könnte es dann unter &quot;Rezzonanz&quot; auch zu einer Abstimmung kommen z.B.: Soll<br />
sich die Bundesregierung an einem Einsatz beteiligen? Würden Sie sich danach<br />
richten? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Onlinevoting<br />
wird auf der Startseite seinen Platz haben. Allerdings wird es kein imperatives<br />
Mandat geben. Wenn meine Entscheidung stark von der &quot;Rezzonanz&quot; abweicht, dann<br />
sehe ich das als Zeichen für mehr Kommunikationsbedarf und Nachdenken meiner<br />
eigenen Position. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Herr Schlauch, das Abendessen, das man bei Ihnen auf der Seite gewinnen kann,<br />
kochen Sie das selber? </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Das<br />
können wir aushandeln. Vor einem Essen stehen ja eine Reihe von Aktivitäten&#8230;<br />
Wenn jemand jedoch gute Spaghetti essen will, dann koche ich. Den Wein suche<br />
ich in jedem Fall aus.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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	</channel>
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