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	<title>Rheinland-Pfalz &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Rheinland-Pfalz &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Wahlprogramme in Rheinland-Pfalz: Von Breitbandausbau bis eAgriculture</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Kastner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2016 14:25:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 13.03 sind in Rheinland-Pfalz Landtagswahlen. Durch den wahrscheinlichen Einzug der AfD und den möglichen erneuten Einzug der FDP wird [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Mainz_Deutschhaus-Andreas_Praefcke_CC-by-SA-4.0-via-wikimedia_commons.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-148658 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Mainz_Deutschhaus-Andreas_Praefcke_CC-by-SA-4.0-via-wikimedia_commons.jpg" alt="Mainz Deutschhaus-Andreas_Praefcke CC by SA 4.0 via wikimedia commons" width="640" height="280" /></a>Am 13.03 sind in Rheinland-Pfalz Landtagswahlen. Durch den wahrscheinlichen Einzug der AfD und den möglichen erneuten Einzug der FDP wird sich die politische Lage im Land verändern und neue Koalitionsmöglichkeiten eröffnen. In den Wahlprogrammen aller Parteien, die Chancen auf den Einzug in den Landtag haben, tauchen dabei Internet und digitale Infrastruktur als Wahlkampfthemen auf. Wie sehr unterscheiden sich dabei die Positionen der Parteien? Oder wollen am Ende doch alle das Gleiche?</p>
<p>Die digitale Welt, da sind sich alle untersuchten Parteien (SPD, CDU, die Grünen, AfD, FDP, die Linke) einig, ist heute in vielfältiger Weise für die Rheinland-Pfälzer von Bedeutung. Wo genau sie jedoch ihre Schwerpunkte setzen, da unterscheiden sich die Parteien. Wir haben die Wahlprogramme der Parteien in Rheinlandpfalz auf netzpolitische Themen untersucht.</p>
<h3>SPD- weiter wie bisher</h3>
<p>Die SPD setzt auf Bewährtes und vertritt keine überraschenden oder außergewöhnlichen netzpolitischen Standpunkte. Sie ist die führende Partei der aktuellen Regierungskoalition und die meisten konkreten Pläne sind Weiterführungen bereits bestehender Projekte, wie etwa beim Thema Breitband (50 Mbit/s bis 2018), eGovernment (Open Government Portal und elektronische Akte) oder Onlineschlichtungsverfahren. Bei geplanten Projekten wählt sie viele sehr vorsichtige Formulierungen. Die Partei will sich für „Die Freiheit des Einzelnen, sich in der digitalen Welt frei zu bewegen“ einsetzen, wobei jeder dabei „möglichst selbstbestimmt“ über seine Daten verfügen können sollte. Weder wie man sich in der digitalen Welt frei bewegt, noch wie viel Selbstbestimmung denn möglich ist, wird dabei genauer definiert.</p>
<p>Die digitale Wirtschaft ist auch ein Thema im Wahlprogramm der Sozialdemokraten. Hier wollen sie vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützen. Außerdem planen sie, ganz in der SPD-Tradition, die Gewerkschaften mit einbinden und wollen die Digitalisierung für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf nutzen.</p>
<h3>Umwelt als roter Faden bei den Grünen</h3>
<p>Neben der CDU haben die Grünen das umfangreichste Wahlprogramm. Bei ihnen zieht sich eindeutig das grüne Kernthema „Umwelt“ als roter Faden durch das Parteiprogramm. Abgesehen von der CDU sind die Grünen die einzige Partei, die eine smarte Infrastruktur für wünschenswert hält, weil sie umweltschonend ist. Ähnlich sieht es in der Wirtschaftspolitik aus: Die Grünen möchten die Chancen der Digitalisierung nutzen und Unternehmen dabei unterstützen, weil damit eine effizientere Ressourcennutzung und damit eine ökologischere Wirtschaft möglich ist.</p>
<p>Weitere große Themen der Grünen sind Transparenz und Teilhabe der Bürger am digitalen Leben. Die Teilhabe, unabhängig vom Einkommen, wollen sie zum Beispiel durch öffentlich zugängliche Internetzugänge und den Gebrauch von Open-Source Software in Schulen und Verwaltung erreichen. Außerdem soll es digitale Angebote geben, um den Kontakt von Bürgern und Verwaltung zu verbessern. Zudem möchten die Grünen Politik, Verwaltung und Recht transparenter gestalten, etwa durch Livestreaming von Rats- und Parlamentssitzungen oder online abrufbare Gerichtsurteile und einen öffentlich zugänglichen Haushalt in einem „Open-Government-Data-Portal Rheinland-Pfalz“.</p>
<p>Auch bei anderen netzpolitischen Themen weichen die Rheinland- Pfälzer nicht so weit von der Parteilinie ab und sprechen sich gegen Vorratsdatenspeicherung und für Netzneutralität aus. Das Thema Netzneutralität erwähnen sie sogar als einzige der untersuchten Parteien.</p>
<p>Auch die Grünen nutzen ihr umfassendes Wahlprogramm, um auf einige Herzensthemen einzugehen. Als einzige Partei erwähnen die Grünen Flüchtlinge nicht nur als Objekt, über das im Netz diskutiert wird, sondern als aktive Internetnutzer. Sie möchte daher freie WLAN Zugänge an allen Erstaufnahmestandorten einrichten, damit Flüchtlinge über das Internet mit ihren Familien kommunizieren können.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Entwurf-Breitbandausbau-RLP.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-148666 size-large" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Entwurf-Breitbandausbau-RLP-630x418.png" alt="Breitbandausbau Wahlprogramme Rheinland-Pfalz by Danielschumacher CC by SA 3.0" width="630" height="418" /></a></p>
<h3></h3>
<h3>Die CDU zwischen Tradition und Moderne</h3>
<p>Die CDU in Rheinland -Pfalz präsentiert sich sowohl als Bewahrerin alter Werte als auch als moderne, zukunftsorientierte Partei. Als einzige Partei bewertet sie Digitalisierung als Querschnittsaufgabe, die von „eAgriculture“ über „eGovernment“ bis „Studium 4.0“ reicht. Dass die CDU nicht auf bedingungslose Zustimmung zur Digitalisierung setzt, zeigen Abschnitte wie dieser: „[Wir] müssen […] in den Menschen stark machen, was Computer nicht können: Fragen stellen, abwägen und kritisch urteilen, inhaltliche Bildung und Werte leben. Wir brauchen starke ‚Menschen 1.0‘ für eine neue ‚Welt 4.0‘“.</p>
<p>In vielen Bereichen ist die CDU die einzige Partei, die sich zur Digitalisierung äußert. Beispielsweise in der Landwirtschaft mit „eFarming/eAgriculture“: Hier will die CDU einen verstärkten Einsatz neuester Technologien vorantreiben. Und während andere den Bereich Telemedizin (bei der CDU „eHealth“) nur kurz erwähnen, hat die CDU dazu ein Konzept ausgearbeitet, das etwa selbstverwaltete elektronische Patientenakten vorsieht.</p>
<p>Das Regierungsprogramm der CDU ist 103 Seiten lang und so nehmen sich die Christdemokraten mehr Raum, Vorhaben genauer zu erklären als manch andere Partei. Das gilt zum Beispiel auch für das Thema Breitbandausbau. Zum einen möchte die CDU mehr Geld in den Ausbau investieren. Zum anderen möchte sie aber auch andere Finanzierungsmöglichkeiten prüfen, was letztlich meist zur einer stärkeren Beteiligung der Industrie führt. Sie schlägt zum Beispiel „Public Private Partnerships“ vor oder Profit-Sharing Modelle, bei denen das Netz gemeinsam von Telekommunikationsanbietern, Tiefbauunternehmen und Energieversorgern aufgebaut und betrieben wird.</p>
<p>Auch wenn sich die CDU für Zukunftsthemen wie SmartCitys und fahrerloses Fahren stark machen will, zeigen sich grade im juristischen Bereich („eJustice“) die traditionellen Werte der CDU, zum Beispiel beim Thema Vorratsdatenspeicherung: „Datenschutz genießt in Zeiten der Digitalisierung hohe Priorität. Deswegen ist es auch richtig, dass der Bundestag jetzt die Vorratsdatenspeicherung beschlossen hat.“ Auch sonst setzt sie sehr auf das traditionelle CDU-Thema Sicherheit. So möchte sie zum Beispiel mehr Geld und Personal im Kampf gegen CyberCrime einsetzen und bekennt sich „klar zur Notwendigkeit nachrichtendienstlicher Maßnahmen zur Erkennung von Gefahren für die freiheitliche-demokratische Grundordnung“.</p>
<h3>Die FDP bleibt sich treu</h3>
<p>Der netzpolitische Schwerpunkt der FDP liegt klar im Bereich Justiz. In den anderen Bereichen vertritt die FDP Positionen, die auch in den Programmen fast aller anderen Parteien zu finden sind: Ausbau des eGovernment, verstärkter Einsatz neuer Technologien und Breitbandausbau.</p>
<p>Auch bei der FDP sind es die klassischen liberalen Kernthemen, bei denen sich die Partei abhebt. Als einzige Partei setzt sie bei der Finanzierung des Breitbandausbaus fast ausschließlich auf marktgetriebene Prozesse. Dabei ist es ihr wichtig, dass der Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt erhalten bleibt.</p>
<p>Die FDP spricht sich wie SPD, Grüne und Linke gegen Kommunikationsüberwachung und für einen besseren Datenschutz aus. Als einzige Partei fordert sie jedoch „Zentralstellen für Datenschutzverstöße bei den Staatsanwaltschaften“ und appelliert an den Gesetzgeber, „durch verständliche, rechtsstaatlich einwandfreie und vor allem praktikable Vorgaben den Umgang mit persönlichen Daten zu regeln“.</p>
<p>Außerdem will die FDP verstärkt Cyberkriminalität bekämpfen. Dazu sollen Experten eingesetzt und Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte, soweit datenrechtlich möglich, besser elektronisch vernetzt werden um die Strafverfolgung zu erleichtern.</p>
<h3><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Entwurf-Datenschutz-RLP.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-148667 size-large" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Entwurf-Datenschutz-RLP-630x418.png" alt="Datenschutz Wahlprogramme Rheinland-Pfalz by Daniel Schumacher CC by SA 3.0" width="630" height="418" /></a></h3>
<h3></h3>
<h3>Die Linke kann es sich leisten</h3>
<p>Die Linke bewegt sich in den Umfragen zur Landtagswahl bei circa fünf Prozent. Das bietet den Vorteil, dass die Partei kreativere Positionen als zum Beispiel die Regierungspartei SPD vertreten kann. Während andere Parteien vermeiden wollen, dass das Bundesland einen Großteil des Breitbandausbaus finanziert, schlägt die Linke genau das vor. Der Ausbau soll „nicht länger vor allem Aufgabe des Bundes und der Kommunen“ sein. Außerdem „darf der Breitbandausbau nicht alleine gewinnorientierten Unternehmen überlassen werden“ Eine stärkere Beteiligung des Landes scheint da unvermeidlich.<br />
Ansonsten unterscheidet sie sich netzpolitisch nicht so sehr von den Grünen, sie formuliert es nur radikaler, etwa mit Formulierungen wie „[…] lehnt DIE LINKE den weiteren Ausbau der staatlichen Überwachungsinfrastruktur ab“. Auch die Linke fordert mehr Möglichkeiten für Transparenz und Teilhabe und will staatliche Daten für Bürger zugänglich machen, Opern-Education-Verfahren in Schulen und offene WLAN-Zugänge in Landesbehörden etablieren.</p>
<h3>AfD- kurz und knapp</h3>
<p>Das Wahlprogramm der AfD ist mit 31 reich bebilderten Seiten mit Abstand das kürzeste Parteiprogramm der untersuchten Parteien. Dementsprechend knapp fallen auch ihre Aussagen zu Netzthemen aus. Das größte Potenzial der Digitalisierung sieht die AfD im Bereich Transparenz und direkter Demokratie, hier fordert sie interaktive Verfahren zur Information der Bürger und die Etablierung elektronischer Wahlverfahren für Volksentscheide.</p>
<p>Die AfD fordert wie die anderen Parteien auch den Ausbau des Breitbandnetzes, ohne jedoch weiter auf technische oder finanzielle Einzelheiten einzugehen. Sie hofft, dass dadurch abgelegene Standorte attraktiver werden und sieht die Vernetzung als Voraussetzung für Heimarbeitsplätze. Außerdem soll die Verwaltung digitalisiert werden, auch dazu gibt es keine konkreteren Ideen im Wahlprogramm.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Und wollen die Parteien das gleiche? Irgendwie schon. Vor allem in den Themen, die allen Parteien wichtig sind, wie Breitbandausbau oder elektronische Verwaltung, unterscheiden sich die Positionen nicht so sehr. Zwarhaben sie unterschiedliche Standpunkte, wann und wie das Breitbandnetz ausgebaut werden soll, aber dass es geschehen soll, darin sind sich alle einig.<br />
Wenn sich die Positionen der Parteien wirklich unterscheiden, wie etwa in der Sicherheitspolitik, oder in Finanzierungsfragen, dann sind auch das keine großen Überraschungen. Die netzpolitischen Positionen der Parteien in Rheinland-Pfalz entfernen sich insgesamt nicht weit von den angestammten Positionen der Parteien in anderen Bereichen.</p>
<p>Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mainz_Deutschhaus_img01.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Praefcke</a><span class="licensetpl_attr">,</span> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 4.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>(Un)social Media: Von Dialogsperren auf Facebook</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Gillen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2013 12:16:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum der Landesdatenschutzbeauftragte Edgar Wagner den Dialog auf der Facebook-Seite der rheinland-pfälzischen Landesregierung untersagt. Was unterscheidet die sozialen Medien von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left"><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-126237" title="Facebook-Seite Rheinland-Pfalz" alt="Screenshot Facebook-Seite Rheinland-Pfalz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fb_rlp-630x295.png" width="630" height="295" />Warum der Landesdatenschutzbeauftragte Edgar Wagner den Dialog auf der Facebook-Seite der rheinland-pfälzischen Landesregierung untersagt.</p>
<p>Was unterscheidet die sozialen Medien von Werbebriefen oder Zeitungsannoncen? Das ist eine Frage, die sich die rheinland-pfälzische Landesregierung in diesen Tagen intensiv stellen sollte. Zwar hat man es dort kurz nach dem Amtswechsel der ehemaligen Sozialministerin Malu Dreyer zur Ministerpräsidentin geschafft, eine <a href="https://www.facebook.com/rlp.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Fanseite </a>einzurichten, doch von einer sinnvollen Nutzung der neuen Möglichkeiten ist das Land noch weit entfernt.<br />
Bei einem Werbebrief oder einer Anzeige in der Zeitung ist das Kommunikationsprinzip denkbar einfach: Der Konsument, Empfänger oder Zeitungsabonnent erhält Informationen. Punkt. Er nimmt die Anzeige wahr oder liest unter Umständen den Brief aus seinem Briefkasten und hat das zur Kenntnis genommen, was der Absender ihm mitteilen wollte.<br />
Lange Zeit hat das auch super funktioniert, nur ist es inzwischen doch so, dass wir ein gesteigertes und vor allem beschleunigtes Kommunikationsbedürfnis haben. Besteht eine Frage zu den Informationen oder möchte man dazu etwas loswerden, kommt man nur noch im äußersten Notfall auf die Idee, ein Antwortschreiben aufzusetzen. Anrufe oder E-Mails sind zwar immernoch beliebt, aber es gibt einen Weg, auf dem viele inzwischen lieber kommunizieren: Das Internet, genauer: Das soziale Internet.<br />
Darum ist es für Unternehmen, <a href="http://www.tobiasgillen.de/journalisten-selbstdarsteller-die/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogger</a> und Politiker wichtig, eine gut und klug geführte Präsenz auf Facebook und den anderen wichtigen sozialen Plattformen, wie Twitter und gegebenenfalls auch YouTube, zu führen. 10 von 16 Landesregierungen haben dies inzwischen verstanden und sich eine Facebook-Präsenz zugelegt. Darunter eben auch Rheinland-Pfalz.<br />
Im Gespräch mit Lars Wienand von der <a href="http://www.rhein-zeitung.de/regionales_artikel,-Interview-Wieso-Landesdatenschuetzer-Wagner-der-Facebook-Kompromiss-gefaellt-_arid,540205_arpage,1.html#articletop" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Rhein-Zeitung“</a> erklärt der Landesdatenschutzbeauftragte Edgar Wagner den Kompromis zwischen Datenschutz und der behördlichen Nutzung von Facebook. Wer es nicht besser weiß und einigermaßen netzaffin ist, wird Wagners Aussagen vermutlich für einen großen Scherz halten. Denn es gibt nun ein „Rückkanalverbot“, das besagt, dass Informationen zwar in das Netzwerk reingeblasen werden, die Mitarbeiter der Behörde aber nicht auf die Kommunikation eingehen dürfen.<br />
Wagner meint dazu: „Es gibt zwar vielleicht eine Antwort, aber das Anliegen wird nicht aufgegriffen, sondern es wird auf andere Kommunikationswege verwiesen. Dass er [der Nutzer, Anmerkung der Redaktion] etwa eine E-Mail schreiben soll. Kommunikation auf der Seite soll nicht stattfinden. Das Ziel ist, dass auf der Seite möglichst wenig Interaktion stattfindet, damit wenige Nutzungsdaten erzeugt werden.“<br />
Zum Thema Kritik aus dem Netz, in ausufernder Form gerne auch Shitstorm genannt, weiß Wagner: „Es braucht ein Konzept, wie mit beleidigenden Beiträgen umgegangen wird, was zu tun ist, wenn ein Shitstorm losbricht. Deshalb hat auch hier und da das Grübeln eingesetzt. Verwaltungen sind meist nicht so aufgestellt, angemessen reagieren zu können.“ Und aus diesem Grund und aus Gründen des Datenschutzes wird kurzer Hand einfach mal der Rückkanal gestrichen. Wie beim Werbebrief, nur mit dem Unterschied, dass es dort diese Möglichkeit erst gar nicht gibt.<br />
Die rheinland-pfälzische GRÜNEN-Politikerin Pia Schellhammer <a href="http://pia-schellhammer.de/2013/01/18/ruckkanalverbotsumgehungskommunikation/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kritisierte Wagners Vorgaben</a> auf ihrem Blog mit: „Die Erfindung eines Rückkanalverbots durch den Landesdatenschutzbeauftragten ist zwar typisch deutsch, aber völlig kontraproduktiv“. Sie will eine „Rückkanalverbotsumgehungskommunikation“ anbieten und dafür ihre Facebook-Seite nutzen. Dort sollen die Nutzer dann die Fragen an die Landesregierung posten, Schellhammer verspricht, sie weiterzuleiten. Zwar wird so das „Rückkanalverbot“ (ja, man muss es in Anführungszeichen setzen!) nicht gänzlich umgangen. Ihr Unmut über Wagners fragwürdige Vorgaben macht sie damit aber allemal deutlich.<br />
Mirko Lange, Inhaber der Agentur „talk@bout communications“, <a href="http://blog.talkabout.de/2013/01/18/das-facebook-desaster-der-staatskanzlei-rheinland-pfalz-ein-pladoyer-fur-menschenverstand-und-differenziertes-verstandnis-von-social-media/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nimmt Wagner auf seinem Blog in Schutz</a>: „Natürlich macht Social Media ohne Dialog viel weniger Sinn. Aber: Auch Menschsein macht ohne Dialog viel weniger Sinn. Demokratie macht ohne Dialog viel weniger Sinn. Verwaltung macht ohne Dialog viel weniger Sinn. Wir dürfen nicht vergessen: “Social Media” ist nur eine (in Worten: EINE) Möglichkeit für Dialog. Und mit Sicherheit nicht einmal die beste. Und es gibt viele Beispiele, wo auf Facebook zwar “wechselseitiges Reden” stattfindet, aber kein Dialog. Und mir ist es lieber, RLP führt über E-Mail echten Dialog als falschen über Facebook.“<br />
Falschen Dialog über Facebook? Und das von dem Inhaber einer Agentur, die mit dem schönen Satz „Informationen vermitteln, den Dialog führen, Menschen gewinnen“ wirbt? Menschen gewinnt man heute mit Informationen und Dialog im sozialen Netz. Nicht über Kommunikation per E-Mail. Diese darf gerne stattfinden, aber führt keineswegs zu mehr Interesse oder Bekanntheit. Und dieses Interesse bräuchte die Politik im Internet so dringend.<br />
Wer auf Facebook ist, weiß um die &#8211; zugegeben: vorhandenen &#8211; Risiken, da bedarf es nicht noch des Schutzes einer Landesregierung. Und wenn die Behörde, wie Wagner sagt, nicht dafür aufgestellt ist, auf Kritik angemessen zu reagieren, dann liegt entweder ein Problem in der Kritikfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor oder die Behörde muss dort deutlich nachbessern. Die Lösung kann aber doch nicht sein, vor zu erlernenden Dingen wegzulaufen. Und das hat nichts mit Datenschutz zu tun, das sind simple, pädagogische Grundsätze, die jedem Menschen im frühen Kindesalter vermittelt werden sollten.<br />
Wer auf Facebook ist und die von Wagner geforderte „Brückenkommunikation“, also das Verweisen auf andere Kommunikationswege, anwendet, hat die neuen Möglichkeiten schlichtweg nicht verstanden. Das „Rückkanalverbot“ ist kein Kompromis, es ist eine Farce.<br />
Disclaimer: Bitte keine Kommentare zu diesem Thema in die Kommentare unten posten, wir reagieren nicht drauf. Warum auch?<br />
<em>Dieser Artikel erschien zuerst auf <a href="http://www.netzpiloten.de/2013/01/21/unsocial-media-auf-facebook-wenig-interaktion-wenig-nutzungsdaten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpiloten</a> und steht unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.</em><br />
<img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-123958" alt="CC-BY-SA" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="630" height="110" /></p>
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		<title>Koalitionsvertrag in Rheinland-Pfalz vorgestellt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2011 17:19:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[rot-grüne Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Am heutigen Freitag wurde in Mainz der Koalitionsvertrag für die kommende Legislaturperiode von 2011 bis 2016 vorgestellt. Zukünftig werden sich die Sozialdemokraten unter Ministerpräsident Kurt Beck die Ministersessel mit den Grünen teilen müssen. politik-digital hat unter netzpolitischen Gesichtspunkten einen Blick in den Koalitionsvertrag geworfen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am heutigen Freitag wurde in Mainz der Koalitionsvertrag für die kommende Legislaturperiode von 2011 bis 2016 vorgestellt. Zukünftig werden sich die Sozialdemokraten unter Ministerpräsident Kurt Beck die Ministersessel mit den Grünen teilen müssen. politik-digital hat unter netzpolitischen Gesichtspunkten einen Blick in den Koalitionsvertrag geworfen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Unter dem Motto „Den sozial-ökologischen Wandel gestalten“ haben sich die Verhandlungsdelegationen, angeführt von dem Ministerpräsidenten und SPD-Landeschef Beck sowie den beiden grünen Spitzenpolitikern Eveline Lemke und Daniel Köbler, nun geeinigt. Nachdem Meinungsverschiedenheiten über verkehrspolitische Großprojekte an Rhein und Mosel ausgeräumt wurden, soll die energiepolitische Ausrichtung des Landes in den kommenden fünf Jahren zum Schwerpunkt der Zusammenarbeit werden. Aber auch unter netz- und verbraucherschutzpolitischen Gesichtspunkten lohnt ein Blick in das gut <a href="http://spdnet.sozi.info/rlp/dl/Koalitionsvertrag.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">100 Seiten umfassende Papier</a>.
</p>
<p>
<b>Netzpolitik in der Koalitionsvereinbarung</b><br />
Ab Seite 79 wird in dem Kapitel „Frei und sicher Leben“ unter der Überschrift „Informationsfreiheitsgesetz und Datenschutz“ umfangreich zu datenschutzrechtlichen Punkten Stellung genommen. Innenpolitisch relevant sind hier vor allem die in den Verhandlungen vereinbarte Novellierung des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (POG) und das Ziel, die umstrittene Online-Überwachung einer externen wissenschaftlichen Evaluation zu unterziehen. Ein Punkt, bei dem sich die Grünen in den Verhandlungen durchgesetzt haben. Im folgenden 14. Kapitel mit der Überschrift &quot;Medien- und Netzpolitik&quot; werden von den Parteien der Ausbau des rheinland-pfälzischen Breitband-Netzes, eine verstärkte Schulung von Medienkompetenz bei (Kindergarten- und Vorschul-) Kindern und Jugendlichen sowie ein diskriminierungsfreier Zugang zum Internet angekündigt.
</p>
<p>
Die zukünftigen Koalitionäre halten zu dem letztgenannten Punkt auf Seite 91 fest: „Für die Freiheit der Information im Netz und den ungehinderten Transport von Daten ist es unerlässlich, die Neutralität des Netzes durch die Betreiber sicherzustellen. Die Gleichbehandlung von Daten im Sinne der Netzneutralität ist für uns hier ein wichtiges Ziel“. Zu den Zielen des bei weiten Teilen der Netzgemeinde kontrovers debattierten Jugendmedienschutzstaatsvertrages bekennen sich SPD und Bündnisgrüne zwar, erklären sich auf Seite 92 aber zugleich dazu bereit, sich einer Fortführung der Debatte mit den Kritikern des JMStV zu stellen.<br />
Genauso wie im angrenzenden Bundesland Baden-Württemberg, wo die beiden Parteien – in umgekehrter Konstellation – vor einigen Tagen ebenfalls ihre Koalitionsvereinbarung vorgestellt haben, machen sich in Mainz die zukünftigen regierungstragenden Fraktionen bei der Bekämpfung von Internet-Kriminalität für den Grundsatz „Löschen statt Sperren“ stark.
</p>
<p><a href="http://spdnet.sozi.info/rlp/dl/Koalitionsvertrag.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/rlp-finaler-rand.jpg" title="Vertrag" alt="Vertrag" align="left" height="278" width="200" /></a></p>
<p>
Auch zum Thema Online-Bürgerbeteiligung (&quot;eParticipation&quot;) wird in der ersten rot-grünen Koalitionsvereinbarung in der Geschichte des Bundeslandes Rheinland-Pfalz Stellung bezogen. So ist auf Seite 93 von der Schaffung eines Bürgerhaushalts und der Etablierung einer eParticipation-Plattform die Rede. Diese solle, so die Autoren weiter, „eine Kombination von Information, Konsultation und Partizipation der Bürgerinnen und Bürger“ möglich machen. Die Landesverwaltung im Südwesten soll beim Thema eGovernment weitere Fortschritte machen und in diesem Zusammenhang Dokumente und Antragsverfahren barrierefrei und „überwiegend elektronisch“ bereitstellen.<br />
Erwähnenswert erscheint mit Blick auf die zukünftige rheinland-pfälzische IT-Infrastruktur darüber hinaus, dass die beiden Parteien sich in den kommenden fünf Jahren  &#8211; „sofern fachliche Eignung, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit dem nicht entgegenstehen“ &#8211; vermehrt um die Einführung von Open-Source-Softwareprogrammen in der Landesverwaltung bemühen wollen (vgl. S. 93 der Vereinbarung).
</p>
<p>
Am kommenden Wochenende müssen Sozialdemokraten und Bündnis90/Die Grünen das heute vorgestellte Vertragswerk noch auf ihren jeweiligen Landesparteitagen absegnen lassen. Die SPD war nach der Landtagswahl vom 27. März, bei der die Partei im Vergleich zum Urnengang von 2006 gut 10 Prozentpunkte eingebüßt hatte, nur knapp vor der CDU stärkste Fraktion geworden und auf einen Koalitionspartner angewiesen. Die Wiederwahl Kurt Becks, der bereits seit 1994 die Regierungsgeschäfte in der Mainzer Staatskanzlei führt, ist laut Presseberichten für den 18. Mai vorgesehen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Magere Piraten-Beute?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/magere-piraten-beute-5183/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 17:43:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
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		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Lauer]]></category>
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					<description><![CDATA[2009 war in der Folge von teils aufsehenerregenden Ergebnissen bei der Europa- und Bundestagswahl über eine Zukunft der Piraten als junge Großstadtpartei für netzaffine Bildungsbürger spekuliert worden. Nach den Wahlen vom vergangenen Wochenende differenziert sich dieses Bild. politik-digital.de sprach mit Christopher Lauer, dem politischen Geschäftsführer der Piratenpartei.<br />
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										<content:encoded><![CDATA[<p>2009 war in der Folge von teils aufsehenerregenden Ergebnissen bei der Europa- und Bundestagswahl über eine Zukunft der Piraten als junge Großstadtpartei für netzaffine Bildungsbürger spekuliert worden. Nach den Wahlen vom vergangenen Wochenende differenziert sich dieses Bild. politik-digital.de sprach mit Christopher Lauer, dem politischen Geschäftsführer der Piratenpartei.</p>
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Von Koordinatenverschiebungen im politischen System der Bundesrepublik, wahlweise auch von einem &quot;politischen Erdbeben&quot; war die Rede, als am vergangenen Sonntag um 18 Uhr die ersten Hochrechnungen zu den Landtagswahlen veröffentlicht wurden. Die Piratenpartei jedoch spielte bei diesen Ergebnissem keine Rolle. Das bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg angewendete Einstimmenwahlrecht favorisiert tendenziell ohnehin die großen Parteien. <a href="http://vorstand.piratenpartei.de/der-vorstand/christopher-lauer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christopher Lauer</a>, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei auf Bundesebene, macht im Gespräch mit politik-digital.de jedoch auf noch viel tiefergehende, praktische Gründe für die Startschwierigkeiten von Klein- und Kleinstparteien aufmerksam: &quot;Es müssen über 10.000 Unterstützungsunterschriften gesammelt werden, 150 in jedem Wahlkreis. Das sind teilweise Kreise, in denen Dörfer aus einer Straße bestehen. Das hat uns natürlich viel Zeit, Kraft und Energie gekostet, in der die Mitglieder vielleicht auf andere Weise effektiver Wahlkampf hätten machen können&quot;. Trotz geringer finanzieller Mittel sehen die Piraten in ihren Ergebnissen Achtungserfolge, so Lauer weiter.
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Dennoch liegen in den drei Bundesländern, in denen am 27. März 2011 – auf unterschiedlichen föderalen Ebenen &#8211; gewählt worden ist, neben den von Lauer genannten 150-Seelen-Ortschaften auch zahlreiche der vermeintlichen Piratenhochburgen: Universitäts- oder Fachhochschulstädte mit formal gebildeter, junger und netzaffiner Wählerschaft. politik-digital.de hat in der folgenden Tabelle die vorläufigen amtlichen Endergebnisse der Piratenpartei in Universitätsstädten wie zum Beispiel Freiburg, Gießen oder Trier überblicksartig zusammengestellt.
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Christopher Lauer kann den einzelnen am Sonntag erzielten Wahlergebnissen auch einige positive Aspekte abgewinnen: &quot;Insbesondere die Ergebnisse bei den Jungwählern mit teilweise 12 Prozent machen Hoffnung, dass es zukünftig bessere Ergebnisse geben wird. Der Einstieg in die Parlamente wird für uns eher ein Marathon als ein Sprint werden, was aber auch sein Gutes hat, so kann die Partei lokale Strukturen aufbauen und wird nicht durch den schnellen Erfolg zerrissen&quot;. Lauer spricht von politischen Strukturen, die die Piraten von der kommunalen Ebene aufwärts planen wollen: &quot;Die 29 Mandate, die von der Piratenpartei in Hessen erlangt werden konnten, legen eine Grundlage für kommunalpolitisches Engagment. Dass die Piratenpartei in Hessen in einigen Kommunen stärker war als Linke und FDP, freut mich natürlich auch&quot;.
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<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/piratenpartei-ergebnisse_1.jpg" height="523" width="325" />
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Neben den bereits erwähnten verzerrenden Effekten des Wahlrechts scheinen weitere Gründe für das Abschneiden der Piratenpartei verantwortlich zu sein: Die Piraten sind wie Bündnis90/Die Grünen am libertären Pol des deutschen Parteiensystems angesiedelt und umwerben ein ähnliches Milieu. Gerade in den Universitätsstädten Baden-Württembergs standen die bündnisgrünen Chancen der Regierungsübernahme im Fokus der Wahl und die  Wahlauseinandersetzung hat sich in den letzten Wochen auf die Energiepolitik als grünes Urthema zugespitzt.</p>
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		<title>Fünf Wahlen – Fünf Thesen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 16:22:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Superwahljahr 2011]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon fünf Wahlen im „Superwahljahr 2011“ sind gelaufen, Zeit für ein erstes Zwischenfazit aus netzpolitischer Perspektive. politik-digital.de hat sich das eCampaigning der vergangenen Monate genauer angesehen.<br />
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon fünf Wahlen im „Superwahljahr 2011“ sind gelaufen, Zeit für ein erstes Zwischenfazit aus netzpolitischer Perspektive. politik-digital.de hat sich das eCampaigning der vergangenen Monate genauer angesehen.</p>
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Fünf Wahlen? Ja: neben den Landtagswahlen in<br />
Hamburg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg standen<br />
am Sonntag auch noch die Kommunalwahlen in Hessen samt Volksentscheid<br />
zur verfassungsrechtlich verankerten „Schuldenbremse“ auf dem<br />
Wahlkalender.
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<p>
<b>Fünf Thesen (und ein Post Scriptum) aus netzpolitischer Perspektive:</b>
</p>
<p>
<b>1. eCampaigning ist eine Selbstverständlichkeit geworden. </b>Quer durch die Republik, quer durch das Parteienspektrum haben sich die wesentlichen Techniken der digitalen Wahlkampfführung etabliert. Das gilt nicht nur für die Formate des Web 1.0 (Homepage, Kandidaten- und Kampagnenseite), sondern auch für den Wahlkampf im „sozialen Web“ auf Facebook, bei Twitter oder mit viralen Videos. Natürlich gibt es dabei graduelle Unterschiede zwischen den Parteien und so mancher Kandidat tritt auch noch zielsicher in die medienspezifischen Fettnäpfe, aber das gehört nun mal dazu: Die Nutzung des Mitmach-Web lernt man nur durch das Mitmachen und nicht jeder kann von Beginn alles richtig machen. Gefordert sind hier vor allem die Kampagnen-Strategen, die Parteien und Politiker beraten und jenes Know-How liefern müssen, das Amts- und Mandatsträger sich nicht aneignen können.
</p>
<p>
<b>2. Die Unterschiede zwischen den Kampagnen sind nur graduell.</b> Offenbar hat sich eine Art Standardkatalog für den digitalen Wahlkampfauftritt durchgesetzt, die Online-Präsenzen wirken bisweilen recht austauschbar. Nur selten fügen besondere Aktionen (die „Drei Tage wach“-Marke der Grünen) oder Formate („PersBECKtive“ als Unterstützerkampagne zwischen Web 1.0 und 2.0) neue Facetten hinzu. Selbst die Piraten gestalten ihre Online-Präsenzen immer öfter nach dem Muster der etablierten Parteien, wohl auch um potenzielle Wähler außerhalb ihrer „nerdigen“  Kernzielgruppe erreichen zu können. Interessant ist, dass junge Kandidaten keineswegs in Serie als große Innovatoren daher kommen – einen „digital native“-Automatismus, der von ganz alleine zu webaffinen Kandidaten und Kampagnen führt, gibt es offenbar nicht.
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<p>
<b>3. Wenn´s mal wieder schmutzig wird</b> – Negativkampagnen sind Sache der Jugendorganisationen. Das Internet wird ja schon länger als Experimentierfeld für ein aggressiveres &quot;negative campaigning&quot; genutzt, und stets werden dafür die Jugendorganisationen der Parteien in die Wahlschlacht geschickt. Die schwierige Technik des Negativwahlkampfs wird dort jedoch nur selten beherrscht, oft haben die Scharmützel (wie zuletzt in Rheinland-Pfalz zu besichtigen) den Charakter eines digitalen Sandkastenstreits. Die schärfsten und besten Negativkampagnen kommen ohnehin von außen (oder sind als Guerilla-Aktivitäten getarnt). Ein simples, aber funktionierendes Werkzeug wie der Countdown zu Mappus´ Restlaufzeit oder die süffisanten Textplakate der Facebook-Gruppe „Tschüss Schwarz-Gelb“ erfüllen die Kriterien des Negativwahlkampfs weit besser als die offiziellen Gemeinheiten.
</p>
<p>
<b>4. Die Themen wechseln schneller, als es die Kampagnenplanung erlaubt.</b> Stuttgart 21, die „Social Media-Revolutionen“ in Nordafrika, die Affäre zu Guttenberg, das E10-Debakel und schließlich die Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan – ganz gleich ob mit lokalem, regionalem, nationalem oder internationalem Anker versehen: Die Vielfalt der Themen, die Impulse für Wahlkampagnen geben können (oder auch gleich das Hauptthema der Vorwahl-Debatten setzen), wird immer größer. Zugleich erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der diese Themen die öffentliche Agenda erreichen und wieder verlassen. Im Grunde sind dies optimale Bedingungen für digitale Kampagnen, denn der Nach- und Neudruck von Plakaten oder der Dreh von Wahlspots ist nicht nur teuer, sondern auch langwierig. Insofern sind Online-Kampagnen der einzige Ort, der diesen veränderten Themenkonjunkturen ansatzweise gewachsen ist – davon war bisher noch nicht viel zu sehen, außer in der eiligen Produktion neuer Banner oder Textanzeigen. Anspruchsvollere Formate einer reaktiven Kommunikation sind bislang Mangelware.
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<p>
<b>5. Das eCampaigning der Parteien erhält ein immer stärkeres Gegenüber aus dem Netz.</b> Die Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg hat gezeigt, dass sich einfache Online-Nutzer (man könnte auch sagen: „Bürger“) durch die geschickte Nutzung und Verzahnung unterschiedlicher Werkzeuge und Plattformen der Online-Kommunikation öffentlich Gehör verschaffen können. Immer mehr Menschen sind in der Lage, das vorhandene Kampagnenmaterial der Parteien zu absorbieren, digital zu bearbeiten und neu abzumischen. Aus diesem kreativen Umgang mit Texten, Bildern und Tönen entstehen gelegentlich wirkmächtige Collagen und Mash-Ups, die den offiziellen Kampagnen im Netz den Rang ablaufen können und der offiziellen Kommunikation einen Spiegel vorhalten. Der kreative Umgang mit „Medien zum Selbermachen“ scheint dabei durchaus in der Lage zu sein, motivierend und mobilisierend zu wirken – die „Vergrößerung der Wählermärkte“ könnte auch mit einem gesteigerten Grundrauschen politischer bzw. politiknaher Netzkommunikation zu tun haben. Genaueres müssen hier jedoch die statistischen Auswertungen zu Wahlbeteiligung und Wahlverhalten erst noch zeigen.
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<p>
An diesem letzten Punkt liegt vielleicht auch der Ansatzpunkt für die Fortführung professioneller Kampagnen in der zweiten Hälfte des Superwahljahres 2011: Wem wird es am besten gelingen, sich auf die zunehmend dialogische Kommunikation zwischen Parteien und Bürgern (nicht zwingend immer auch: Wählern) einzulassen und daraus positive Energie für die eigene Wahlkampagne zu gewinnen?
</p>
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<b>Post Scriptum:</b> </p>
<p>Die Piratenpartei segelt noch. Allerdings durch schwere See – insbesondere auf der Landesebene scheint es für die Piraten bislang nicht möglich, auch nur näherungsweise an die Fünf-Prozent-Hürde heranzukommen. Ein wichtiger Grund ist dafür nicht nur der noch immer geringe Organisationsgrad der Partei und die intern nicht geklärten Fragen bezüglich Programmatik sowie innerparteilicher Kommunikation und Struktur. Zudem ist das Thema „Netzpolitik“ vor allem auf der Bundesebene verankert, die wesentlichen Player finden sich auf der Ebene der Bundesministerien oder der Enquete-Kommission beim Bundestag. Die kommunale Ebene scheint dagegen bessere Perspektiven zu bieten, wie auch wieder einige Sitze in hessischen Stadtparlamenten zeigen – dieser Weg in die „große Politik“ ist jedoch lang und steinig, und möglicherweise muss sich die Piratenpartei auf lange Sicht eher an der Geschichte der Freien Wählerorganisationen orientieren als an den Kindertagen der Grünen. Schließlich erhält für die Piratenpartei nun die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus den Charakter einer Schlüsselwahl – gelingt auch hier nicht mehr als ein „Achtungserfolg“ im Zwei-Prozent-Bereich, dürfte es eine Zerreißprobe geben: Segeln ambitionierte Piraten dann weiter unter eigener Flagge oder stellen sie sich in die Dienste anderer (roter, grüner, vielleicht auch gelber) Polit-Flotten?</p>
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		<item>
		<title>Mainz bleibt seins?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 16:54:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Negative Campaigning]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Duell]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Wahlkampf zu den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz galt lange Zeit  als eine eher behäbige Auseinandersetzung, zumal mit Amtsinhaber Kurt Beck (SPD) und seiner CDU-Herausfordererin Julia Klöckner zwei ausgesprochen volksnahe Spitzenkandidaten im Rampenlicht stehen. Wenige Tage vor dem Urnengang hat sich die Stimmung geändert. politik-digital.de fragt nach den Gründen und wirft einen Blick auf die Rolle des Internet bei den jüngsten Wahlkampfattacken.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wahlkampf zu den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz galt lange Zeit  als eine eher behäbige Auseinandersetzung, zumal mit Amtsinhaber Kurt Beck (SPD) und seiner CDU-Herausfordererin Julia Klöckner zwei ausgesprochen volksnahe Spitzenkandidaten im Rampenlicht stehen. Wenige Tage vor dem Urnengang hat sich die Stimmung geändert. politik-digital.de fragt nach den Gründen und wirft einen Blick auf die Rolle des Internet bei den jüngsten Wahlkampfattacken.</p>
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Als unmittelbares Nachspiel eines scharf geführten <a target="_blank" href="/im-suedwesten-nichts%C2%A0neues" rel="noopener noreferrer">TV-Duells</a> in der vergangen Woche schenken sich die Parteien nun nichts mehr. Zusätzlich angeheizt durch die Debatte über die Sicherheit deutscher Atomkraftwerke wird der Blick wieder auf die tatsächlichen oder vermeintlichen Affären und Skandale gelenkt, die dem rheinland-pfälzischen Publikum bereits in den vergangenen Jahren vorgeführt worden sind. Und da kommt einiges zusammen.
</p>
<p>
Angefangen bei finanziellen Unregelmäßigkeiten in der rheinland-pfälzischen CDU-Landtagsfraktion über eine angeblich politisch-motivierte Personalentscheidung des amtierenden SPD-Justizministers bis hin zu Landesbürgschaften für einen – wie sich inzwischen herausgestellt hat &#8211; unrentablen Freizeitparkbau am Nürburgring. Die Liste ließe sich noch um die inzwischen eingestellten Ermittlungen wegen Geheimnisverrats gegen den CDU-Abgeordneten Michael Billen im Zusammengang mit der Nürburgring-Affäre erweitern. Die an Rhein und Mosel über lange Jahre zerstrittene und bei Landtagswahlen chancenlose Union wittert in den Reihen der mit absoluter Mehrheit regierenden Sozialdemokraten Parteibuchwirtschaft und rechtliche Unsauberkeiten. Letztgenannter Punkt wird im Internet vor allem vom Landesverband der Jungen Union in Rheinland-Pfalz aufgegeriffen, die auf einer eigens eingerichteten <a target="_blank" href="http://rechtsbruch-rlp.de/" rel="noopener noreferrer">Diskussionsseite</a> über angebliche politische Verfehlungen der Sozialdemokraten diskutieren lässt. Die Jungen Liberalen aus der Region Rheinhessen-Vorderpfalz schlagen in dieselbe Kerbe und machen sich in einem <a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=VFD2E8P0fAs" rel="noopener noreferrer">Youtube-Film</a> über die angeblichen Skandale der amtierenden Landesregierung lustig.
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<p>
Für Gerd Mielke, Professor für Politikwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, stellt sich die offensichtliche &quot;negative-campaigning&quot;-Strategie der beiden Oppositionsparteien jedoch als ein zwiespältiger Ansatz der Wahlkampfführung dar: &quot;Diese Skandalisierungsversuche und ihre immer wieder neue Prononcierung deuten auch darauf hin, dass sich für die Oppositionskandidatin nur schwer wirklich Erfolg versprechende Angriffsflächen auf den klassischen Politikfeldern finden lassen&quot;, so der Mainzer Politologe gegenüber politik-digital.de. Eine allzu große Wirkung kann der Experte für Innenpolitik und politische Soziologie den gegenseitigen Attacken in der Schlussphase des Wahlkampfs nicht beimessen: &quot;Sie werden jeweils nur in dem Lager der CDU- bzw. SPD-Anhänger wirken und dort bereits bestehende Parteineigungen noch verstärken&quot;, so Mielke weiter.
</p>
<p>
Die seit 1991 regierende SPD hält mit ihrem Online-Angebot <a target="_blank" href="http://persbecktive2011.de/" rel="noopener noreferrer">&quot;PersBecktive 2011&quot;</a> entgegen und präsentiert auf dem Portal einen Wahlkampfblog zur Wahlkampfreise des Ministerpräsidenten, die Unterstützerseite &quot;Ich und Kurt Beck&quot; sowie die persönliche Homepage mit Twitter-Account und Facebook-Profil des Ministerpräsidenten. Aufallend ist, dass die Sozialdemokraten mit Angriffen gegen den politischen Hauptgegner – und vor allem die Spitzenkandidatin – deutlich zurückhaltender sind und sich auf zumeist sachliche Kritik in online veröffentlichten Pressemitteilungen beschränken.<br />
Beide Spitzenkandidaten sind auf dem Microblogging-Dienst Twitter präsent. Während über den <a target="_blank" href="http://twitter.com/KurtBeck" rel="noopener noreferrer">Account des amtierenden Ministerpräsidenten</a> jedoch lediglich aktuelle Wahlkampftermine und politische (Kurz-)Botschaften laufen, nutzt Julia Klöckner ihren <a target="_blank" href="http://twitter.com/juliakloeckner" rel="noopener noreferrer">Twitter-Account</a> zusätzlich für Re-Tweets und den Versand von Wahlkampf-Fotos.
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<p>
Die jüngsten <a target="_blank" href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&amp;atype=ksArtikel&amp;aid=1300860257908" rel="noopener noreferrer">Prognosen</a> lassen für den kommenden Sonntag einen spannenden Wahlabend erwarten, bei dem die bisher mit absoluter Mehrheit regierenden Sozialdemokraten auf die Grünen als Koalitionspartner angewiesen sein könnten. Es wird am Sonntag um 18 Uhr also nicht nur in Stuttgart, sondern auch im Mainzer Landtag spannend, wie Prof. Mielke meint: &quot;Auch die Wahl in Rheinland-Pfalz kann durchaus bundespolitische Signale setzen, wenn auch in geringerem Maße als etwa ein Machtwechsel in Baden-Württemberg dies vermag. In Rheinland-Pfalz wird man bestimmt das Abschneiden der FDP und der Grünen genau verfolgen&quot;.
</p>
<p>
Inwieweit in der Schlussphase des Wahlkampfs die jüngst bekannt gewordenen Atomkraft-Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Brüderle, ebenfalls FDP-Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz, wahlentscheidend werden, bleibt abzuwarten. Auch nach den bisher veröffentlichten demoskopischen Daten müssen die Liberalen um den Wiedereinzug in den Mainzer Landtag bangen.
</p>
<p>
Für alle politisch interessierten Internet-Nutzer außerhalb von Rheinland-Pfalz, die sich am heutigen Donnerstag (24. 3.) nochmals ein Bild der rheinland-pfälzischen Spitzenpolitiker machen wollen, sendet der SWR eine weitere Fernsehfragerunde, die <a target="_blank" href="http://www.swr.de/nachrichten/wahl/rp/-/id=7502030/nid=7502030/did=7802592/1qa5k7t/index.html" rel="noopener noreferrer">hier</a> auch per Livestream zu empfangen ist.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Im Südwesten nichts Neues</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/im-suedwesten-nichts-neues-5170/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 10:01:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Duell]]></category>
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					<description><![CDATA[Keine neuen Erkenntnisse brachte der doppelte Duell-Mittwoch zehn Tage vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Ungelöst bleiben die Schwierigkeiten des deutschen Mediensystems mit dem Format der Konfrontation zweier (!) Spitzenkandidaten. Die Debatte im Vorfeld darüber, ob zwei oder drei Kandidaten zur wichtigsten TV-Sendung im Wahlkampf zugelassen wird, entbehrte in Baden-Württemberg jeder vernünftigen Basis.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Keine neuen Erkenntnisse brachte der doppelte Duell-Mittwoch zehn Tage vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Ungelöst bleiben die Schwierigkeiten des deutschen Mediensystems mit dem Format der Konfrontation zweier (!) Spitzenkandidaten. Die Debatte im Vorfeld darüber, ob zwei oder drei Kandidaten zur wichtigsten TV-Sendung im Wahlkampf zugelassen wird, entbehrte in Baden-Württemberg jeder vernünftigen Basis.</p>
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Zu den Möglichkeiten einer gerechten Teilnehmerselektion habe ich mich schon mehrfach geäußert, inzwischen verwende ich auf diese <a href="http://carta.info/9228/town-hall-vs-duell-ueber-den-elitenkluengel-der-tv-debatten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Windmühlendebatte</a> keine Energie mehr (die Kollegen Faas und Maier haben <a href="http://blog.zeit.de/zweitstimme/2011/02/02/duo-trio-oder-elefantenrunde-zur-diskussion-uber-die-fernsehdebatte-in-baden-wurttemberg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei Zeit Online</a> das wesentliche zusammengefasst).<br />
Ohne ins inhaltliche Detail der Debatten gehen zu wollen, hier nur ein paar kurze Anmerkungen.
</p>
<p>
1. Der öffentlich-rechtlich zuständige Regionalsender SWR hatte alle Hände voll zu tun, denn zwei zeitgleich stattfindende TV-Duelle vor Landtagswahlen sind meines Wissens ein Novum. Das regt Spekulationen an, warum beide Diskussionen unbedingt parallel ausgetragen werden mussten. Streng genommen nehmen sich die Sendungen ja keine „Wähler“ weg, denn jeder Zuschauer darf maximal in einem Bundesland wählen – allerdings gibt es durchaus Politikinteressierte (und nicht nur solche mit professionellem Hintergrund), die sich beide Duelle anschauen möchten. Hnsichtlich der Einschaltquoten dürfte sich der Sender hier also selbst im Weg gestanden haben, denn die Gleichzeitigkeit erzwang entweder ein Hin- und Herschalten oder die Entscheidung für eine Debatte. Gründe für die (gewollte) Kollision von TV-Duellen mit anderen (Fernseh-)Ereignissen finden sich üblicherweise auf Seiten zögerlicher oder in die Defensive geratener Redner, die absichtlich die Reichweite minimieren wollen, um präventive Schadensbegrenzung zu betreiben. Insgesamt bleiben hier einige Fragen offen – auf die man dank der restriktiven Informationspolitik von Sendern und Parteien keine Antworten erwarten darf.
</p>
<p>
2. Selbst innerhalb des SWR waren unterschiedliche „Duell-Kulturen“ zu erkennen. Beim rheinland-pfälzischen Duell zwischen Ministerpräsident Kurt Beck und Herausforderin Julia Klöckner wurde die (gute) „Single Moderator“-Lösung mit einer zumindest ansatzweise konfrontativen Aufstellung der Gesprächspartner eingesetzt. Die Anordnung der Stehpulte als nahezu gleichseitiges Dreieck erlaubte den drei Beteiligten durchaus direkte Blickkontakte, so dass ein unmittelbarer Dialog sowohl zwischen Moderator und Gesprächsgast, wie auch zwischen den Kontrahenten untereinander möglich war.
</p>
<p>
In Baden-Württemberg wurde dagegen die bereits in einigen Duellen als überaus problematisch empfundene „Doppelmoderation“ eingesetzt – zwei Journalisten redeten mit zwei Politikern, mit einer Duell-Situation hat das nichts mehr zu tun. Nicht nur reduzierte sich auf diese Weise die Redezeit von Ministerpräsident Stefan Mappus und „Herausforderer“ Nils Schmid, die Kommunikationssituation ist insgesamt anfälliger und verläuft weniger direkt, die Folge ist oft eine „Entschärfung“ der Debatte. Darüber hinaus war auch die Studiogeometrie auf Besänftigung gepolt, Moderatorentisch und Rednerpulte waren als gestrecktes, gleichschenkliges Dreieck angeordnet, so dass die Kandidaten mit nahezu gleicher Blickrichtung nebeneinander standen. Eine direkte Ansprache des Kontrahenten wurde somit von vornherein erschwert.
</p>
<p>
3. Beide Duelle wurden mit einem Livestream auch ins Internet übertragen. Das ist gut so und (leider) keine Selbstverständlichkeit – noch das <a href="http://carta.info/14783/tv-duell-merkel-steinmeier/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kanzlerduell 2009</a> zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier wurde als „exklusives TV-Angebot“ deklariert und nicht online ausgestrahlt. The times, they are a-changing. Im Netz selbst gab es dann wieder Unterschiede – neben dem Duell-Stream aus Mainz liefen Facebook-Kommentare den Bildschirm hinunter und das Stuttgarter Livebild wurde mit Kommentaren aus der Uni Hohenheim ergänzt. Dort bewerteten in einem „Live-Experiment“ 200 Bürger das Duell-Geschehen, und <a href="http://www.swr.de/nachrichten/wahl/bw/-/id=7502026/nid=7502026/did=7766908/167mp76/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein kommunikationswissenschaftliches Forscherteam</a> lieferte via Twitter kurze Infos zu den Live-Reaktionen vor Ort. Die Kombination von Fernsehbild und Live-Feedback ist zwar durchaus ein Novum in der deutschen Duell-Geschichte, doch mutet diese Darreichungsform inzwischen schon etwas old-schoolig an: bei den „MP Debates“ in Großbritannien im vergangenen Jahr war das <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2010/04/16/uk-erste-twitteranalysen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Echtzeit-Feedback auf Twitter</a> direkt in das Fernsehbild integriert worden.
</p>
<p>
4. Wollte man die Debatten vollständig im Netz verfolgen, gerieten sich die beiden Duelle vollends in die Quere – das begann mit einem kleinen Hashtag-Chaos, denn es gabe keine klare Fixierung auf (jeweils) ein Duell-Kürzel (eine Auswahl: #tvduell, #duellbw, <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23ltwbw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#ltwbw</a>, #ltwrp, #ltw11, #ltwtvbw), und in der Twitter-Suche vermischte sich das gleichzeitige Feedback zu beiden TV-Debatten. Ohne adäquate Datenerhebung (z.B. via Twapperkeeper.com) sind klare Aussagen natürlich schwierig, aber insgesamt schien das Stuttgarter Duell online eine größere Resonanz zu erzeugen. Das dürfte auch daran gelegen haben, dass durch den Ausschluss des aussichtsreichen grünen Spitzenkandidaten Winfried Kretschmann automatisch eine klare Kritikerschaft formiert wurde. Konsequenterweise wurde über den zentralen Twitter-Account <a href="http://twitter.com/GrueneBW" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@GrueneBW</a> eine permanente Gegenstimme erhoben und eine angemessene Form der rapid response formuliert.
</p>
<p>
Als Fazit bleibt demnach die Feststellung, dass TV-Duelle in Deutschland nach wie vor ein hochgradig ambivalentes Format bleiben. Ungeachtet der tatsächlichen Reichweite ist es eine exponierte und exklusive Wahlkampfplattform, deren Teilnehmer begünstigt, während Außenstehende degradiert werden. In einer zunehmend komplexeren Wahlkampfsituationen mit oft mehr als zwei aussichtsreichen Parteien resultieren hierdurch fast zwangsläufig Ungerechtigkeiten. Als Folge stellt sich umgehend die Frage nach „Ausgleichsformaten“ für die so genannten kleinen Parteien – zumal für jene, die mit der Fünf-Prozent-Hürde kämpfen und sich durch Fernsehauftritte ihrer Galionsfiguren zumindest kleine Aufmerksamkeits-Dividenden erhoffen. Durch die oft unkorrekte Fokussierung auf die beiden „alten“ Volksparteien CDU und SPD verliert das TV-Duell auch seine Glaubwürdigkeit als politisches Bildungsangebot – dies wurde am Duell-Mittwoch im Südwesten vor allem mit Blick auf die japanische Nuklearkatastrophe und den daraus abgeleiteten Folgen für die deutsche Atompolitik als Wahlkampfthema deutlich.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Juniorwahlen per Mausklick</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/juniorwahlen-per-mausklick-5102/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 07:48:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Juniorwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[Schüler von über 100 Schulen ab der Jahrgangsstufe 7 wählen im Vorfeld zu den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz per Internetabstimmung ihren eigenen Landtag. Die Jugendlichen sollen über diesen Weg mit der politischen und demokratischen Willensbildung vertraut gemacht werden. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schüler von über 100 Schulen ab der Jahrgangsstufe 7 wählen im Vorfeld zu den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz per Internetabstimmung ihren eigenen Landtag. Die Jugendlichen sollen über diesen Weg mit der politischen und demokratischen Willensbildung vertraut gemacht werden. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Der fiktive Urnengang findet seit der Bundestagswahl 2002 in Rheinland-Pfalz statt. Der <a href="http://www.juniorwahl.de/wahlakt.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlakt</a> wird mittels des elektronischen Wahlsystem POLYAS durchgeführt. Jeder Jungwähler erhält für seine Stimmabgabe per Mausklick einen individuellen Wahlschlüssel bzw. TAN-Code. So ist gewährleistet, dass jede Stimme nur einmal gezählt wird. Hinter der Online-Wahl steht das Projekt <a href="http://www.juniorwahl.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Juniorwahl</a>, das die Demokratievermittlung für Schüler und Jugendliche zum Ziel hat.
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.juniorwahl.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/juniorwahl2011.jpg" title="Juniorwahl" alt="Juniorwahl" height="189" width="350" /></a>
</p>
<p>
Ins Leben gerufen wurde die Juniorwahl im Jahre 1999 durch den <a href="http://www.kumulus.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kumulus e.V.</a> Dieser organisiert die im Unterricht inhaltlich vorbereiteten und simulierten Wahlen in Kooperation mit Parlamenten und öffentlichen Einrichtungen wie Bildungsministerien und Landeszentralen für politische Bildung. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Die Wahlentscheidung fällt bei der gegen-wärtigen politischen Situation schwer&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotdie_wahlentscheidung_faellt_bei_der_gegenwaertigen_politischen_situation_schwerquot-151/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jbergmeister]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Mar 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Schönenborn]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="normal">
<b><span style="font-size: x-small">Am Montag, den 27. März 
2006, war <span style="font-size: x-small">Jörg Schönenborn,</span> Chefredakteur 
des WDR Fernsehens und ARD-Wahlexperte, zu Gast im tagesschau-Chat 
in Kooperation mit politik-digital.de. Er beantwortete Fragen zu 
den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anahlt. 
<span style="font-size: x-small">Er gab Auskunft über die neuesten Methoden der 
Wahlforschung und analysierte die Ergebnisse.</span></span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="normal">
<b><span style="font-size: x-small">Am Montag, den 27. März<br />
2006, war <span style="font-size: x-small">Jörg Schönenborn,</span> Chefredakteur<br />
des WDR Fernsehens und ARD-Wahlexperte, zu Gast im tagesschau-Chat<br />
in Kooperation mit politik-digital.de. Er beantwortete Fragen zu<br />
den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anahlt.<br />
<span style="font-size: x-small">Er gab Auskunft über die neuesten Methoden der<br />
Wahlforschung und analysierte die Ergebnisse.</span></span></b><!--break-->
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Liebe Wähler und<br />
Wahl-Interessierte, willkommen zum Tagesschau-Chat. Ihre Fragen<br />
beantwortet heute aus Köln Jörg Schönenborn, Chefredakteur<br />
des Westdeutschen Rundfunks und langjähriger ARD-Wahlexperte.<br />
Einen schönen guten Tag nach Köln und vielen Dank, dass<br />
Sie Zeit für uns haben. Alle kleinen technischen Widrigkeiten<br />
sind beseitigt. Können wir beginnen?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Ja.
</p>
<p>
<b>Edmund:</b> Sehen Sie durch die gestrigen Wahlergebnisse<br />
die &#8216;Ehre&#8217; der Sonntagsfrage gerettet?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Die war gar nicht<br />
in Frage gestellt. Leider ist da nach der Bundestagswahl viel Falsches<br />
geschrieben worden. Die Prognose von infratest dimap damals war<br />
eine der genauesten, die es bei Bundestagswahlen gab.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Landtagswahlen sind aber häufig<br />
schwieriger. Haben die Meinungsforscher dazugelernt? Die Vorhersagen<br />
waren diesmal &#8211; Umfragen wie Prognosen &#8211; sehr genau.
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn: </b>Wir haben vor zwei<br />
Jahren gemerkt, dass die Sache nicht mehr wirklich gut läuft.<br />
Das war nach der Europawahl. Damals haben wir von der ARD unser<br />
Institut gebeten, methodisch neue Wege zu suchen. Unter anderem<br />
werden für die Prognosen jetzt vier bis fünfmal so viele<br />
Interviews am Wahltag durchgeführt wie vorher. Das Ergebnis<br />
ist für mich als Nicht-Statistiker verblüffend. So auch<br />
gestern. Das schlechteste war, dass bei der CDU in Baden-Württemberg<br />
zwischen Prognose und Ergebnis 0,8 Prozentpunkte liegen. Da kann<br />
man nicht meckern.
</p>
<p>
<b>Student_Berlin:</b> Wurde die Methodik bei Umfragen<br />
geändert?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Gibt es auch andere Fragebögen<br />
heute?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Ja, das gilt aber<br />
nur für die Wahltagsbefragung.
</p>
<p>
<b>Obermeyer:</b> Sind Ihre Umfragen im &#8216;Deutschlandtrend&#8217;<br />
wissenschaftlich anfechtbar? Wissenschaftlich fundierte Umfragen<br />
dauern doch Wochen oder Monate?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Nein, für Telefonumfragen<br />
gelten 1000 Interviews als repräsentativ. Es wird sogar viel<br />
veröffentlicht, was eine geringere Basis hat. Wichtig ist aber,<br />
dass die Interviews je nach Stimmungslage über zwei bis vier<br />
Tage verteilt sind. Sonst hätten wir wirklich eher Zufallstreffer.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Zwei mal ähnlich:
</p>
<p>
<b>Coolman:</b> In wie weit beeinflussen die Veröffentlichung<br />
von Prognosen die Wahlbeteiligung? Gibt es dazu Untersuchungen?
</p>
<p>
<b>Makay: </b>Wie sehr können Ihre Umfragen die<br />
Wähler beeinflussen?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Gute Frage. Mich würde<br />
wundern, wenn es nicht viele Wähler gäbe, die die Umfragen<br />
angucken und dann taktisch wählen. Untersuchung darüber<br />
kenne ich nicht. Aber es gibt einen Punkt, der mir immer sehr wichtig<br />
ist: Vor Wahlen macht nicht nur das Fernsehen Umfragen, sondern<br />
auch alle Parteien. Mit dem Unterschied, dass nur unsere veröffentlicht<br />
werden. Bei den Parteien sind die Umfragen aber oft Grundlage politischer<br />
Forderungen und da finde ich es wichtig, dass wir Transparenz herstellen.<br />
Wir veröffentlichen, was die Parteien intern wissen, aber nicht<br />
sagen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die Frage nach der persönlichen<br />
Taktik:
</p>
<p>
<b>Sorglos Kunderlund:</b> Haben sie schon mal aufgrund<br />
ihrer eigenen Umfrageergebnisse ihre Wahlentscheidung verändert?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Ja, glaube schon.<br />
Zumindest habe ich daran gedacht.
</p>
<p>
<b>Chatter: </b>Halten Sie es für sinnvoll, noch<br />
eine Woche vor der Wahl (vor allem bei Bundestagswahlen) Umfragewerte<br />
herauszugeben?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Ich gehöre zu<br />
denen, die es für wichtig halten, dass es eine Frist gibt,<br />
in der nichts mehr veröffentlicht wird. Es sind ja nur ARD<br />
und ZDF, die eine Woche vorher Schluss machen. Andere Medien veröffentlichen<br />
manchmal noch freitags oder samstags. Weil Umfragen aber immer einen<br />
Fehlerbereich haben, möchte ich die Verantwortung nicht übernehmen,<br />
mit einer vielleicht extremen Stimmungsschwankung dann die Wahl<br />
beeinflusst zu haben.
</p>
<p>
<b>Ballack:</b> Die Wahlbeteiligung war bei allen Wahlen<br />
erschreckend niedrig. Den Grund dafür sehe ich in den Meinungsumfragen.<br />
Die Wähler glauben zu wissen, wie das Ergebnis aussieht. Ihre<br />
individuelle Beteiligung sehen sie als sinnlos. Wie sehen Sie das?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Mag im Einzelfall<br />
so sein. Aber dann wäre nicht zu erklären, warum die Beteiligung<br />
bei der Bundestagswahl so hoch war. Ich kann die Nichtwähler<br />
aber verstehen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zweimal zum Alter der Nichtwähler:
</p>
<p>
<b>Christian24:</b> Mit knapp über 50 Prozent ist<br />
die Wahlbeteiligung 2006 relativ niedrig &#8211; ist dies in allen Altersgruppen<br />
so oder gibt es eine Altersgruppe, die besonders wenig gewählt<br />
hat?
</p>
<p>
<b>emc2: </b>Die Wahlbeteiligung war ja sehr niedrig,<br />
in Sachsen-Anhalt erreichte sie ein Rekordtief. Haben Sie Werte<br />
darüber, inwieweit junge Leute (nicht) gewählt haben?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Auch ich täte<br />
mich im Moment sehr schwer zu wählen. Ich weiß noch nicht,<br />
was ich von der gegenwärtigen politischen Situation halten<br />
soll. Die Alten sind offenbar Wahltreuer. Aber dafür gibt es<br />
noch keine sicheren Daten.
</p>
<p>
<b>lucie_60: </b>Sollte man nicht auch einmal bei den<br />
Nichtwählern nachfragen, weshalb sie es nicht für notwendig<br />
erachten, zur Wahl zu gehen?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Haben wir gemacht.<br />
Die Vorwahlumfragen richten sich ja nicht an Wähler, sondern<br />
an alle. Hauptgründe waren: &quot;ich kann ja sowieso nichts<br />
verändern&quot; und &quot;ich interessiere mich nicht für<br />
Politik&quot;. Es ist schwer, dem nachzugehen.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Lassen sich bei diesen Umfragen die<br />
Nichtwähler nicht nach Alter aufschlüsseln?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Nein, denn die Daten,<br />
die wir gestern hatten, sind ja in den Wahllokalen erhoben worden.<br />
Das ist das Problem. Wir können nur schätzen, ob besonders<br />
viele Alte oder Junge dabei waren. Muss ja jeweils mit der Bevölkerungsstruktur<br />
abgeglichen werden. Und das geht nicht wirklich verlässlich.<br />
Aber dazu gibt es in ein paar Wochen Daten von den Wahlämtern.
</p>
<p>
<b>FanvonJ?ch?born:</b> Würden Sie sagen, die große<br />
Koalition ist von den Wählern bestätigt worden?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Nein, ganz und gar<br />
nicht. Wenn man SPD und CDU zusammennimmt, haben sie in Rheinland-Pfalz<br />
und Baden-Württemberg verloren. Und wenn man mal rechnet, welcher<br />
Anteil der Wahlberechtigten für die beiden Parteien gestimmt<br />
hat, dann waren es bei der Bundestagswahl noch 60 Prozent und gestern<br />
je nach Land zwischen 25 Prozent und 40 Prozent. Das ist aus meiner<br />
Sicht keine Bestätigung. Rechenhilfe: Bundestagswahl SPD 34<br />
Prozent und CDU Prozent, zusammen 69 Prozent. Bei über 80 Prozent<br />
Wahlbeteiligung sind das mehr als 60 Prozent der Wahlberechtigten.<br />
So aus dem Kopf. Das war es dazu. Sorry.
</p>
<p>
<b>JohannesHB:</b> Glauben Sie, dass es durch die große<br />
Koalition in Berlin künftig keinen klassischen &#8216;Midterm-Effekt&#8217;<br />
mehr geben wird, also eine &#8216;Abstrafung&#8217; der Bundesregierungsparteien<br />
durch die Wähler an Landtagswahlterminen? 1998-2002 hatten<br />
wir das ja in vielen Landtagswahlschlappen der SPD gesehen.
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Schwer zu sagen. Übersetzt<br />
würde das ja heißen, dass PDS, Grüne und FDP stärker<br />
werden müssten. Die sind aber keine Volksparteien mit weit<br />
geöffneten Armen, wo jeder mal Unterschlupf finden kann. Wird<br />
ein enttäuschter, eingefleischter Christdemokrat mit sozialer<br />
Ader wirklich eine der Parteien wählen können? Wir werden<br />
sicher neue Effekte haben. Aber wer weiß schon, ob es zwischen<br />
Rot und Schwarz so harmonisch bleibt!
</p>
<p>
<b>Postina:</b> Sie sprachen gestern davon, dass Wahlen<br />
bei niedriger Wahlbeteiligung stärker der Beliebigkeit ausgesetzt<br />
sind. Die Radikalen haben allerdings nicht wirklich hinzugewinnen<br />
können. Wie haben Sie das gestern gemeint?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Was ich meine ist:<br />
Wenn es einen Mobilisierungsfaktor gibt, also ein Thema oder eine<br />
starke Person oder Protest gegen eine Regierungsentscheidung, dann<br />
zieht man damit in der gegenwärtigen Situation mehr Wähler<br />
als früher. Es gibt für viele Wähler keine Barrieren<br />
mehr zwischen Union und SPD. Diesen Effekt gab es gestern vor allem<br />
bei Kurt Beck. Jemand wie er kann unter anderen Umständen in<br />
einem Land wie Rheinland-Pfalz keine absolute Mehrheit bekommen!<br />
Nachtrag: Die DVU war vermutlich erfolglos, weil sie kein Mobilisierungsthema<br />
hatte. Mal angenommen, es gäbe demnächst weitere harte<br />
soziale Einschnitte und die DVU würde das im Herbst in Berlin<br />
oder Mecklenburg-Vorpommern zum Thema machen, dann &#8211; fürchte<br />
ich &#8211; wäre es ein leichtes für sie, einiges an Wählern<br />
einzusammeln.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch mal in Sachen Kurt Beck: Also<br />
gibt es das Südwest-Landesvater-Phänomen?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Absolut. Wie aus einer<br />
anderen Zeit.
</p>
<p>
<b>Ginfizz: </b>Wie erklären Sie sich den Einbruch<br />
der FDP in Sachsen-Anhalt?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Cornelia Pieper hatte<br />
vor der letzten Wahl mit riesigen Plakaten versprochen, im Land<br />
zu bleiben. Das hat sie nicht getan. Und darüber gab es in<br />
Sachsen-Anhalt große Enttäuschung. Außerdem scheinen<br />
viele dort nach dem Motto zu wählen: &quot;Alles mal probieren&quot;.<br />
Nirgendwo in den Neuen Ländern ist die Parteibindung so gering.<br />
Und beim letzten mal fanden viele die Pieper gut und haben gesagt,<br />
ich probiere das mal.
</p>
<p>
<b>Ossi: </b>Wann haben meine Landskollegen in Sachsen-Anhalt<br />
dass dann durch und was machen sie danach?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Ich glaube, die sind<br />
Trendsetter. Im Westen gibt es immer mehr, die das genauso sehen.<br />
Und noch ein Nachsatz zu den Nichtwählern. Früher war<br />
das eine feste Gruppe: Niedrige Bildung, kein politisches Interesse.<br />
Heute gibt es vor allem &#8211; aber nicht nur im Osten &#8211; viele Nichtwähler,<br />
die nach reiflicher Überlegung fernbleiben. Nichtwählen<br />
als Wahlentscheidung!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Gibt es für die besonders geringe<br />
Wählerbindung in Sachsen-Anhalt einen besonderen Grund? Schlechte<br />
Erfahrungen oder so etwas?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Vielleicht Aussichtslosigkeit.<br />
In unseren Umfragen vor der Wahl wurde klar, dass viele überhaupt<br />
keine Chance sehen, dass das Land etwa bei den Arbeitsplätzen<br />
Anschluss findet. Wenn mir das aber am allerwichtigsten ist, und<br />
wenn ich keiner Partei zutraue, da was zu reißen, was mache<br />
ich dann? Zuhause bleiben kann da eine sehr rationale Entscheidung<br />
sein.
</p>
<p>
<b>Gmorrk: </b>Ergänzung zu meiner Frage „West-Ost<br />
Gefälle“ Land-Bundestagswahl, West = Personenwahl, Ost<br />
= Programmatik, Themenwahl? Existiert so etwas?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn</b>: So etwas existiert<br />
nach meiner Überzeugung. Aber mir ist nicht aufgefallen, ob<br />
das in Ost und West jeweils anders ist. Meine These: 1998 war eine<br />
Stimmungswahl, neu und jung gegen alt und abgenutzt, eine Generationenfrage.<br />
2002 war vor allem eine Personenwahl &#8211; Schröder gegen den Rest<br />
der Welt und 2005 war eine Themenwahl. Wer sorgt für Arbeit?<br />
Egal, wer da später den Kanzler macht. Nachtrag: Auch im Osten<br />
gab es Personenwahlen: Platzeck in Brandenburg ist nicht wegen der<br />
SPD gewählt worden, sondern weil die Leute ihn dort mögen.
</p>
<p>
<b>Gauss:</b> Herr Schönenborn, bei der BTW hieß<br />
es noch, die Bedeutung der großen Volksparteien würde<br />
abnehmen und eine sich diversifizierende Parteienlandschaft (wie<br />
beispielsweise in Italien) wäre die Zukunft für Deutschland.<br />
Wie ist Ihre Meinung dazu?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Langfristig glaube<br />
ich daran. 1976 haben zusammen genommen über 90 Prozent SPD<br />
oder CDU gewählt, zuletzt noch knapp 70 Prozent. Volksparteien<br />
haben die Eigenschaften, Positionen vom einen Ende bis fast zum<br />
anderen des Meinungsspektrums zu vertreten. Das funktioniert in<br />
einer Zeit, wo der politische und gesellschaftliche Status Quo sich<br />
kaum verändert und Veränderungen immer im Kompromiss erreicht<br />
werden. Ich habe Zweifel, dass unser Land heute, mit solchen Entscheidungen<br />
noch weiterkommt. Deshalb laufen auch die Volksparteien Gefahr,<br />
dass ihre jeweilige Mitte immer breiter wird und die Ränder<br />
verloren gehen.
</p>
<p>
<b>Gast2: </b>Würden Sie sagen, dass die großen<br />
Volksparteien ein Auslaufmodell sind?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Das fände ich<br />
übertrieben. Ich finde ja auch, dass sie wichtig sind. Sie<br />
leisten eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Sie sind ein Forum,<br />
in dem sich Meinungen reiben können. Das braucht Politik! Sie<br />
sind gefährdet, aber wir sprechen über einen Prozess,<br />
der in Jahrzehnten und nicht in Jahren spielt.
</p>
<p>
<b>DoktorM:</b> Ihre Eingangsfrage hat mich nachdenklich<br />
gemacht. Woran orientiert sich der &#8216;gemeine Wähler&#8217;? An irgendwelchen<br />
Versprechungen der Parteien oder am sympathischen &#8216;Äußeren&#8217;<br />
der Kandidaten? Ich bin normalerweise nicht ängstlich, aber<br />
ich sehe keine glasklaren Strukturen, für die man sich entscheiden<br />
soll. Ob das das Problem ist?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Ich glaube ja, dass<br />
wir als Wähler so ticken, wie im Leben auch. Es gibt Figuren,<br />
die für uns wichtig sind, die wir mögen, bewundern. Auch<br />
wenn wir nicht immer sagen können, warum. Ganz sicher brauchen<br />
Parteien Personen, die überzeugen. Ob wir dann am Ende die<br />
X-Partei wählen, weil uns Frau Y sympathisch ist, oder weil<br />
sie kluge Argumente hat, weiß man das immer?
</p>
<p>
<b>Engelbert:</b> Würden Sie zustimmen, dass die<br />
&#8216;Typen&#8217; wie Strauss oder Wehner den Wählern heute abgehen?<br />
Glauben Sie, die Wähler wollen den Einheitspolitiker wirklich<br />
oder sehnt sich der Wähler nach kantigen Persönlichkeiten?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Jede Zeit hat ihre<br />
Typen. Strauß zum Beispiel wäre heute angesichts seiner<br />
dubiosen Geschäftsmethoden und seines Alkoholkonsums in der<br />
Politik undenkbar. Politiker haben es schwerer, heute zu bestehen,<br />
weil das Fernsehen sie jeden Tag verfolgt. Aber ich kenne schon<br />
Politiker, die mich auch nach langer zeit noch überzeugen.
</p>
<p>
<b>Micha84:</b> Herr Schönenborn, welches Ergebnis<br />
hat sie gestern am meisten überrascht?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Klingt jetzt blöd,<br />
aber eigentlich war ich nicht sooo überrascht. Ich hätte<br />
vielleicht mit der absoluten Mehrheit für Öttinger noch<br />
gerechnet.
</p>
<p>
<b>augenring-alarm:</b> Wie beurteilen Sie das Abschneiden<br />
der Rechtsextremen in den Landesparlamenten? Ist der politische<br />
Extremismus auf dem Rückzug?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Würde ich so<br />
nicht sagen. Es gibt da viele Gründe. Einer ist, dass viele<br />
Wähler noch wissen, dass die DVU im Landtag nichts gebracht,<br />
nicht mal gearbeitet hat. Ein anderer &#8211; hab ich oben schon gesagt<br />
-, dass es kein Protestthema gab. Das letzte Mal waren Republikaner<br />
und DVU erfolgreich dank Hartz IV. So was kann wiederkommen.
</p>
<p>
<b>Bild_nichtleser:</b> Guten Tag. Welche Auswirkung<br />
hat die Berichterstattung der BILD-Zeitung über Diäten<br />
und Altersbezüge von Politikern sowie angeblicher &#8216;Abzocke&#8217;<br />
der Bürger auf die Stimmung unter den Wählern. Kann man<br />
das erheben?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Schwer, so etwas zu<br />
erheben. Es trägt zu einer Grundstimmung bei: „Die sind<br />
alle gleich und stopfen sich die Taschen voll“ (was ich überhaupt<br />
nicht so sehe!!). Wenn sie drauf hinaus wollen, ob viele Leute deshalb<br />
zuhause bleiben: Kann ich Ihnen wirklich nicht verlässlich<br />
sagen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Im Chat mit Peter Harry Carstens kam<br />
vergangene Woche von mehreren Usern der Vorwurf, die Union setze<br />
das Thema Einbürgerungstests vor den Wahlen bewusst, um am<br />
rechten Rand Stimmen zu fischen. Funktioniert so etwas?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Da ist was dran. Die<br />
haben damit eine Stimmung getroffen. Und dass das vor den Wahlen<br />
kam, ist kein Zufall. Aber das Thema zieht nicht nur am rechten<br />
Rand (wo man sicher härtere Forderungen stellt), sondern im<br />
Südwesten auf jeden Fall auch in der bürgerlichen Mitte.<br />
Knapp 70 Prozent finden Fragebögen für Moslems in Baden-Württemberg<br />
richtig.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zweimal Grüne spezial:
</p>
<p>
<b>Molly: </b>Wissen Sie eine mögliche Erklärung<br />
dafür, warum die Grünen es in Rheinland–Pfalz nicht<br />
in den Landtag geschafft haben?
</p>
<p>
<b>Gast2: </b>Wie kann man zum Beispiel das starke Abschneiden<br />
der Grünen in Baden-Württemberg erklären?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn:</b> Die sind dort sehr<br />
bürgerlich und hatten ein Thema: Sie sind gegen längere<br />
Nutzung der AKW, wovon es dort sehr viele gibt. Zu Rheinland-Pfalz:<br />
Kollegen aus Mainz sagen, dass die Spitzenkandidatin nicht sehr<br />
stark gewesen sei und Beck ist als alter Gewerkschafter für<br />
viele Grüne gut wählbar. Außerdem: keine noch so<br />
ferne Regierungsperspektive für die grünen in Rheinland-Pfalz.<br />
Das schreckt Realos ab.
</p>
<p>
<b>Ossi: </b>Herr Schönenborn. Geben Sie dem Bündnis<br />
von PDS und WASG eine Chance?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönenborn: </b>Wenn ich richtig im<br />
Bilde bin, wird es daraus wohl nix &#8211; oder? Liebe Chatter, es ist<br />
halb vier. Muss leider Schluss machen. Danke, spannende Fragen.<br />
Hat mir Spaß gemacht.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Unsere Zeit ist um. Vielen Dank für<br />
Ihr Interesse und Dank an Herrn Schönenborn für den Chat!<br />
Das Protokoll des Chats finden Sie wie gewohnt in Kürze auf<br />
tagesschau.de und politik-digital.de. Morgen stellt sich Bundesinnenminister<br />
Wolfgang Schäuble ab 13.45 Uhr der Diskussion über großkoalitionäre<br />
Politik, Einbürgerungs- und Sicherheitsfragen. tagesschau.de<br />
und politik-digital.de wünscht allen Beteiligten noch einen<br />
schönen Tag!
</p>
<p><b>Jörg Schönenborn:</b> Danke und Tschüß. </p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kommentierte Linkliste zur Landtagswahl</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/wahlkampflinklistelandtagswahlen060316-shtml-2782/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/presseschau/wahlkampflinklistelandtagswahlen060316-shtml-2782/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[jbergmeister]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Mar 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landtagswahlen 2006]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wahlkampflinklistelandtagswahlen060316-shtml-2782/</guid>

					<description><![CDATA[Die kommentierte Linkliste bietet Ihnen eine Übersicht der Online-Angebote zu den Landtagswahlen 2006. Die einzelnen Bundesländer werden in dieser Reihenfolge aufgeführt: Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Hinweise auf weitere Online-Angebote nehmen wir gerne per 
                            eMail entgegen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Die kommentierte Linkliste bietet Ihnen eine Übersicht der Online-Angebote zu den Landtagswahlen 2006. Die einzelnen Bundesländer werden in dieser Reihenfolge aufgeführt: Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Hinweise auf weitere Online-Angebote nehmen wir gerne per<br />
                            <a href="mailto:redaktion@politik-digital.de">eMail</a> entgegen.</p>
<p><!--break--></p>
<p>
                              <a href="#baw%C3%BC"><br />
                                <strong>Baden-Württemberg</strong><br />
                              </a>
                            </p>
<p>
                              <a href="#rlp"><br />
                                <strong>Rheinland-Pfalz</strong><br />
                              </a>
                            </p>
<p>
                              <a href="#sachsen"><br />
                                <strong>Sachsen-Anhalt</strong><br />
                              </a>
                            </p>
<p class="fett">
                              <a name="bawü" id="bawü">Baden-Württemberg</a>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://www.bpb.de/methodik/C2ZLZC,,0,Willkommen_beim_WahlOMat.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Wahl-O-Mat: Baden Württemberg</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Der Wahl-O-Mat, der zur Bundestagswahl 2005 über 5 Millionen Mal gespielt wurde, steht auch für die Landtagswahl in Baden-Württemberg zur Verfügung.</p>
<p>                            <a href="http://www.gesundheitspanel.de/4496_landtagswahlen.php?SES=b05d6590ca6a97a56c1f4ff295b68543" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Wahl-Barometer: Baden Württemberg</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Das Wahl-Barometer für Baden-Württemberg legt dem User zu fünf Themenbereichen Aussagen vor. Die Aussagen sind den Wahlprogrammen der fünf großen Parteien entnommen. Als Ergebnis erhält man eine Graphik, inwieweit man mit den Programmen der verschiedenen Parteien übereinstimmt.</p>
<p>                            <a href="http://www.politik-visuell.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Politik Visuell – Wahlplakate bewerten</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite kann der User Wahlplakate zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg mit Schulnoten versehen und kommentieren. Daraus wird eine Top-Ten Hitliste erstellt und das Top-Plakat gekürt.</p>
<p>
                            <a href="http://isic.dm.fh-furtwangen.de/index.php?article_id=159" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Das Auge entscheidet &#8211; Wahlplakten bewerten</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Hier kann man Wahlplakate aus Baden-Württemberg bewerten und hat die Möglichkeit, an einer Forumsdiskussion zu ausgewählten Wahlplakaten teilzunehmen.</p>
<p>
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/wahlchecker_ltw060226.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Wahlchecker zur Landtagswahl in Baden-Württemberg</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite kann man die Ergebnisse früherer baden-württembergischer Landtagswahlen schätzen. Anschließend bekommt man ein Ergebnis, um wie viele Prozentpunkte man daneben liegt.</p>
<p>                            <a href="http://www.bpb.de/methodik/V2A7Y4,0,0,Wer_steht_zur_Wahl.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Wer steht zur Wahl?</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es Links zur Homepage der Landeswahlleiterin, zur Homepage des Landtages von Baden-Württemberg und einen Link zum Landesamt für Verfassungsschutz.<br />
                            <a href="http://openpr.de/news/75615.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></p>
<p>                              <strong>Wahlprüfsteine zu Entwicklungs- und Integrationspolitik des Landes</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite kann man den Kandidaten zur Landtagswahl in Baden-Württemberg Fragen stellen.</p>
<p>                            <a href="http://www.kandidatenwatch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Kandidatenwatch</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite sind alle Politiker, die für die Landtagswahlen in Baden-Württemberg aufgestellt sind, vertreten, und man kann via E-Mail Kontakt zu ihnen aufnehmen.</p>
<p>                            <a href="http://www.landtagswahl-baden-wuerttemberg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite gibt die Landeszentrale für politische Bildung umfangreiche Informationen zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Unter anderem:<br />
                            <br />
                            <a href="http://www.landtagswahl-baden-wuerttemberg.de/partei/wahlprogramm.php3" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>&#8211; Wahlprogramme</strong><br />
                            </a> der in Baden-Württemberg zur Landtagswahl antretenden Parteien<br />
                            <br />
                            <a href="http://www.landtagswahl-baden-wuerttemberg.de/partei/wahlwerbung.php3" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>&#8211; Wahlplakate</strong><br />
                            </a> der in Baden-Württemberg zur Landtagswahl antretenden Parteien<br />
                            <br />
                            <a href="http://www.landtagswahl-baden-wuerttemberg.de/wahlergebnisse/historie.php3" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>&#8211; Flash-Animation zu den Landtgaswahlen von 1952 bis 2001<br />
                              <br /></strong><br />
                            </a><br />
                            <strong><br />
                              <a href="http://www.landtagswahl-baden-wuerttemberg.de/quiz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8211; Jugendquiz</a><br />
                            </strong> Hier kann man seinen Wahltipp für Baden-Württemberg abgeben und bei richtiger Prognose sogar gewinnen, z.B. einen Besuch im Landtag von Baden-Württemberg.</p>
<p>
                            <a href="http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Wahlen/Landesdaten/#Lwahl" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Statistiken zur Landtagswahl in Baden-Württemberg</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf der Seite des statistischen Landesamtes Baden-Württemberg findet man Daten zu Landtagswahlen seit 1952.<br />
                            <br />
                            <a href="http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Wahlen/Landtagswahl_2006/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <br />
                              <strong>Tabellen, Schaubilder und Analysen zu den Landtagswahlen</strong><br />
                              <br />
                            </a>Am Wahlabend kann man auf dieser Seite die vorläufigen Endergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg abrufen. Die Seite bietet Tabellen, Schaubilder, interaktive Karten, Analysen und Vergleichsergebnisse.</p>
<p>                            <a href="http://wahl06.jugendnetz.de/index.php?id=35" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Online-Jugendwahl Baden-Württemberg</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren können hier können hier ihren Landtag wählen. (Wählbar sind die gleiche Parteien, Wählervereinigungen und Personen wie bei der richtigen Landtagswahl.) Man erhält ein Passwort und darf anschließend einmal abstimmen. Das Ergebnis der Jugendwahl wird am Wahltag 18.00 Uhr mit Schließung der Wahllokale veröffentlicht.</p>
<p>
                            <a href="http://www.jugendwahl-bw.de/Rat.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Informationen zur Jugendwahl in Baden-Württemberg</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite kann man Fragen zum Ablauf der Jugendwahlen in Baden-Württemberg stellen.</p>
<p>
                            <a href="http://landtagswahl.kaywa.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Blog des Südkuriers zum Thema Landtagswahlen in B.-Württemberg</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite führt die Redaktion des Südkuriers ein Weblog, in dem die Redaktion selbst und baden-württembergische Politiker Einträge verfassen.</p>
<p>
                            <a href="http://kuechenkabinett.org/archives/2006/03/03/stell_dir_vor_e.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Stell Dir vor, es ist Wahlkampf und keiner bemerkt’s</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Politblog zur Lantgaswahl in Baden-Württemberg.</p>
<p class="fett">
                              <a name="rlp" id="rlp">Rheinland-Pfalz</a>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://www.bpb.de/methodik/JO3WCU,,0,Willkommen_beim_WahlOMat.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Wahl-O-Mat: Rheinland-Pfalz</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Der Wahl-O-Mat, der zur Bundestagswahl 2005 über 5 Millionen Mal gespielt wurde, steht auch für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zur Verfügung.</p>
<p>
                            <a href="http://www.gesundheitspanel.de/4496_landtagswahlen.php?SES=b05d6590ca6a97a56c1f4ff295b68543" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Wahl-Barometer: Rheinland-Pfalz</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Das Wahl-Barometer für Rheinland-Pfalz legt dem User zu fünf Themenbereichen Aussagen vor. Die Aussagen sind den Wahlprogrammen der fünf großen Parteien entnommen. Als Ergebnis erhält man eine Graphik, inwieweit man mit den Programmen der verschiedenen Parteien übereinstimmt.</p>
<p>
                            <a href="http://www.rlp-news.de/wahlmaschine/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Die Wahlmaschine</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />RLP-News.de bietet eine sogenannte virtuelle &#8220;Wahlmaschine&#8221; an. Dem User werden zu 20 verschiedenen Themengebieten Zitate aus den Wahlprogrammen (SPD, CDU, FDP, Bündnis 90 / Die Grünen, WASG) präsentiert. Am Schluß gibt eine ausführliche Auswertung Auskunft darüber, mit welcher Partei der Nutzer summa summarum am ehesten übereinstimmt.</p>
<p>                            <strong><br />
                              <a href="http://www.politik-visuell.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Politik Visuell – Wahlplakate bewerten</a><br />
                            </strong><br />
                            <br />Auf dieser Seite kann der User Wahlplakate zu den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz mit Schulnoten versehen und kommentieren. Daraus wird eine Top-Ten Hitliste erstellt und das Top-Plakat gekürt. </p>
<p>                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/wahlchecker_ltw060226.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Wahlchecker zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz</strong><br />
                            </a><br />
                            <a href="http://www.anna-luehrmann.de/blog/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <br />
                            </a>Auf dieser Seite kann man die Ergebnisse früherer rheinland-pfälzischer Landtagswahlen schätzen. Anschließend bekommt man ein Ergebnis, um wie viele Prozentpunkte man daneben liegt.</p>
<p>                            <a href="http://www.kandidatenwatch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Kandidatenwatch</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite sind alle Politiker, die für die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz aufgestellt sind, vertreten, und man kann via E-Mail Kontakt zu ihnen aufnehmen.</p>
<p class="fett">
                              <a name="sachsen" id="sachsen">Sachsen-Anhalt</a>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://www.bpb.de/methodik/NS41UX,,0,Willkommen_beim_WahlOMat.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Wahl-O-Mat: Sachsen-Anhalt</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Der Wahl-O-Mat, der zur Bundestagswahl 2005 über 5 Millionen Mal gespielt wurde, steht auch für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zur Verfügung.</p>
<p>
                            <a href="http://www.gesundheitspanel.de/4496_landtagswahlen.php?SES=b05d6590ca6a97a56c1f4ff295b68543" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Wahl-Barometer</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Das Wahl-Barometer für Sachsen-Anhalt legt dem User zu fünf Themenbereichen Aussagen vor. Die Aussagen sind den Wahlprogrammen der fünf großen Parteien entnommen. Als Ergebnis erhält man eine Graphik, inwieweit man mit den Programmen der verschiedenen Parteien übereinstimmt.</p>
<p>
                            <a href="http://www.politik-visuell.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Politik Visuell – Wahlplakate bewerten</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite kann der User Wahlplakate zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalten mit Schulnoten versehen und kommentieren. Daraus wird eine Top-Ten Hitliste erstellt und das Top-Plakat gekürt.</p>
<p>
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/wahlchecker_ltw060226.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Wahlchecker zu den Landtagswahlen 2006</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite kann man die Ergebnisse früherer Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt schätzen. Anschließend bekommt man ein Ergebnis, um wie viele Prozentpunkte man daneben liegt.</p>
<p class="tidy-3">
                            <a href="http://www.kandidatenwatch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Kandidatenwatch</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite sind alle Politiker, die für die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt aufgestellt sind, vertreten, und man kann via E-Mail Kontakt zu ihnen aufnehmen.</p>
<p class="tidy-3">
                            <a href="http://www.bildung-lsa.de/db_data/2530/JWahl06.pdf"><br />
                              <strong>Juniorwahl des Landtages in Sachsen-Anhalt</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite findet man eine Anmeldung zur Juniorwahl in Sachsen-Anhalt.</p>
<p class="tidy-3">
                            <a href="http://www.wahlfieber.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Wahlbörse zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf dieser Seite findet man ein Ranking, wie es um die einzelnen Parteien kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht. Man kann dort für seine bevorzugte Partei stimmen und verfolgen, wie die anderen User abstimmen.</p></p>
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