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	<title>Richard C. Schneider &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Richard C. Schneider &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#8220;Ich bin sehr skeptisch, was Frieden betrifft&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 07 May 2008 17:46:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Konflikt mit den Palästinensern schwächt Israel auf Dauer, sagte Richard C. Schneider, ARD-Korrespondent inTel Aviv, am 7. Mail 2008 im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Der Journalist beantwortete außerdem Fragen zur israelischen Innenpolitik und zum Verhältnis von Israel zu Deutschland.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Konflikt mit den Palästinensern schwächt Israel auf Dauer, sagte Richard C. Schneider, ARD-Korrespondent inTel Aviv, am 7. Mail 2008 im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Der Journalist beantwortete außerdem Fragen zur israelischen Innenpolitik und zum Verhältnis von Israel zu Deutschland.<!--break--> </p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Herzlich willkommen beim tagesschau-Chat im<br />
ARD-Hauptstadtstudio. Aus dem ARD-Studio Tel Aviv ist unser heutiger Gast<br />
zugeschaltet, mit dem wir über das anstehende Jubiläum &quot;60 Jahre<br />
Israel&quot; sprechen wollen: Richard Chaim Schneider, der Ihnen von dort<br />
bekannte ARD-Korrespondent. Herzlich willkommen &#8211; und danke, dass Sie sich Zeit<br />
für uns nehmen! Können wir loslegen?<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider:</b> Sehr gern.<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
<b>Moderatorin</b>:<i> </i>Wenn Sie heute eine Rede halten müssten<br />
zu 60 Jahre Israel &#8211; was wäre Ihre Hauptbotschaft?
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider</b>: Meine Hauptbotschaft wäre: Israel hat<br />
viel erreicht, ist wirtschaftlich ein erfolgreicher und starker Staat. Aber &#8211;<br />
es gibt nach wie vor große Probleme: Der Konflikt mit den Palästinensern<br />
schwächt das Land auf Dauer, deswegen muss eine Lösung gefunden werden. Und:<br />
Die inneren sozialen Spannungen können auch nur dann aufgelöst werden.
</p>
<p>
<br />
<b>Moderatorin</b>: Die folgende Frage wurde von den Lesern vorab als<br />
sehr wichtig eingestuft.<i><b><o:p></o:p></b></i>
</p>
<p>
<br />
<b>olaf61:</b> Warum, glauben Sie, wird der Staat Israel so anders<br />
gesehen und behandelt, als alle anderen Nationalstaaten? Keinem Land wird es<br />
zum Beispiel zugemutet, sich permanent mit Raketen beschießen zu lassen und es<br />
dann noch aufgefordert, die Angreifer mit Nahrung, Benzin und Strom zu<br />
versorgen?
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider:</b> Zunächst einmal: Nach internationalen<br />
Gesetzen ist Israel als Okkupationsmacht immer noch für den Gaza-Streifen<br />
verantwortlich, auch wenn sich Israel von dort 2005 zurückgezogen hat. Ein<br />
weiterer Grund ist sicherlich &#8211; und das gilt vor allem für die Europäer &#8211; dass<br />
sie sich die reale Bedrohungssituation der Israelis nicht vorstellen können.<br />
Schließlich kommt hinzu, dass &#8211; und das gilt wiederum vor allem für Europa &#8211;<br />
für viele das Bild des kämpfenden und sich wehrenden &quot;Juden&quot; noch nicht<br />
selbstverständlich geworden ist.
</p>
<p>
Aber &#8211; und das ist der letzte Punkt: Israel ist und bleibt weiterhin<br />
Okkupationsmacht. Und da ist ein Volk, das seine eigene Unabhängigkeit haben<br />
will. Egal wie.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Marille:</b> Wie kann es nach Ihrer Meinung gelingen, dass Frieden<br />
zwischen Israel und Palästina wirklich gelingt und nicht die Palästinenser<br />
immer wieder als das &quot;Puffervolk&quot; zwischen der arabischen Welt und<br />
der israelisch-westlichen Welt zwischen alle Räder gerät?<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider</b>: Ich bin sehr skeptisch, was Frieden betrifft.<br />
Ich glaube, was wir im besten Falle erleben werden, ist ein mehr oder weniger<br />
funktionierendes &quot;Managen&quot; des Konfliktes. Für Frieden ist im<br />
Augenblick keine Chance. Denn die Palästinenser sind unter sich zerstritten,<br />
die so genannte &quot;moderate&quot; Fatah ist schwach, sehr schwach und in<br />
Israel ist niemand in der Politik da, der die Möglichkeit hätte, entscheidende<br />
Schritte auf die Palästinenser zuzumachen.
</p>
<p>
Denn das Problem ist, dass in Israel niemand mehr bereit ist, Gebiete<br />
zurückzugeben, ohne wirklich etwas dafür zu bekommen. Die Erfahrung mit Gaza<br />
ist für viele der Beweis, dass man mit den Palästinensern nicht Frieden<br />
schließen kann und somit schließt sich der Kreis. Und die Gewalt geht weiter.
</p>
<p>
<br />
<b>Medina:</b> Hallo Herr Schneider! Sie schreiben, dass die israelische<br />
Unklugheit den palästinensischen Widerstand hervorruft&#8230; Wenn die Israelis<br />
eines Tages nach Gaza auch die West Bank räumen sollten, hören dann die<br />
Attacken der Hamas und Co. auf Israel auf? Oder ist es nicht viel<br />
wahrscheinlicher, das diese Gruppierungen erst Ruhe geben, wenn die Israelis<br />
auch Tel Aviv und Haifa räumen werden? Aber okay, sagen wir mal, dass diese<br />
Politik der Israelis unklug ist, was wäre dann klug zu tun? <i><b><o:p></o:p></b></i>
</p>
<p>
<br />
<b>Moderatorin</b>: Die eben gestellte Frage ist von den Usern vorab<br />
als die ihnen am wichtigsten ausgewählt worden. Hierzu eine kleine Korrektur,<br />
bevor wir ihn um Beantwortung bitten: Der erste Satz stammt aus der Feder von <b>tagesschau.de</b><br />
in der Ankündigung des Chats, nicht von Richard Chaim Schneider.<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider</b>: Nun &#8211; in Israel geht man davon aus, dass<br />
die Hamas dann auch aus dem Westjordanland mit Raketenangriffen weitermachen<br />
würde. Die Hamas will ja &quot;ganz Palästina&quot; befreien. Ihre Agenda ist<br />
religiös motiviert, sie wollen einen islamistischen Staat in ganz Palästina.<br />
Man darf auch nicht vergessen, dass inzwischen der Iran die Hamas finanziert.<br />
Insofern, was das &quot;Richtige&quot; zu tun ist, ist wirklich schwer zu<br />
sagen. Soviel ist sicher: Solange die internationale Staatengemeinschaft kein<br />
wirklich ernsthaftes Interesse hat, den Konflikt zu beenden, solange werden es<br />
die Akteure aus eigener Kraft nicht schaffen.<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
<b>Moderatorin:</b> Eine kurze Nachfrage dazu. Denken Sie das<br />
ebenfalls, dass die Hamas dann auch aus dem Westjordanland mit Raketenangriffen<br />
weitermachen würde?<i><b><o:p></o:p></b></i>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider</b>: So wie die Lage im Moment einzuschätzen<br />
ist, ja. Die Tatsache, dass noch keine Raketen vom Westjordanland nach Israel<br />
fliegen, ist nur dem Umstand zu &quot;verdanken&quot;, dass die israelische<br />
Armee nach wie vor dort operiert. Es wurden mehrfach Waffenlaboratorien der<br />
Hamas und auch des Islamischen Jihad dort gefunden, wo es schon erste<br />
Kassam-Raketen-Teile gab, d.h., dass das Know-How schon transferiert wurde von<br />
Gaza aus ins Westjordanland. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) ist<br />
darum auch sehr bemüht, die Extremisten im Westjordanland unter Kontrolle zu<br />
halten. Erst gestern kam es wieder zu Schießereien zwischen den<br />
Sicherheitskräften der PA und dem Islamischen Jihad.<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
<b>Anne Clara: </b>Meinen Sie, dass der Konflikt hauptsächlich<br />
religiöser oder kultureller Natur ist? Oder kann man das gar nicht mehr<br />
trennen? Und welche Position haben christliche Länder? <b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider:</b> Ich fürchte, dass der Konflikt mehr und<br />
mehr religiös wird. Ursprünglich war es ein national-politischer Konflikt, doch<br />
inzwischen spielen auf beiden Seiten religiöse Elemente eine wichtige Rolle.<br />
Die Israelis haben mit der Siedler-Bewegung, die religiös ist und in den<br />
besetzten Gebieten (des eigentlichen biblischen Israels) siedelt &#8211; eine<br />
Situation, in der Sicherheitsinteressen und religiöser Eifer Hand in Hand<br />
gehen.
</p>
<p>
Bei den Palästinensern sieht man nicht nur mit der islamistischen Hamas eine<br />
religiöse Fundamentalisierung, sondern man erlebt es auch bei vielen<br />
&quot;moderaten&quot; Palästinensern. Ein Beispiel: In einer Schrift, die der<br />
Waqf, der islamische religiöse Rat, der die Heiligen Stätten in Jerusalem<br />
beaufsichtigt, noch in den 30er-Jahren herausgegeben hat (für Touristen), wird<br />
ganz selbstverständlich noch davon gesprochen, dass dort, wo heute Felsendom<br />
und Al-Aksa-Moschee stehen, früher die beiden heiligen Tempel der Juden<br />
standen. Heute wird das inzwischen vom Waqf geleugnet. Es habe dort nie einen<br />
jüdischen Tempel gegeben.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Alexandra: </b>Sie sagen, der Konflikt werde mehr und mehr<br />
religiöser Natur. Sollte die Lösung dann auch eben am religiösen Moment<br />
ansetzen, auf interreligiösem Dialog aufbauen?<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider: </b>Ich glaube nicht an interregliösen<br />
Dialog hier in dieser Region. Es ist ja ein Konflikt, der fundamentalistischer<br />
wird &#8211; mit Fundamentalisten kann man nicht reden.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Markus: </b>Ich verstehe es bis heute einfach nicht: Warum<br />
forciert die israelische Regierung die Siedlungspolitik in den besetzten<br />
Gebieten? Von außen betrachtet, scheint allein dieser Umstand für die tägliche<br />
Eskalation verantwortlich zu sein.<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider</b>: Nun, es ist wahrlich nicht der einzige<br />
Grund für die Eskalation. Aber ich möchte Ihnen versuchen zu erklären, warum da<br />
gesiedelt wird: Erstens sind die meisten Regierungen, auch die jetzige, sind<br />
auf die religiösen Parteien als Koalitionspartner angewiesen und müssen diesen<br />
Parteien gegenüber Konzessionen machen, auch wenn sie dem Ministerpräsidenten<br />
nicht schmecken.
</p>
<p>
Zweitens: Es wird vor allem heute in den Siedlungen gebaut, von denen man<br />
weiß, dass sie bei Israel bleiben werden. In den Verhandlungen von Camp David<br />
2000 und Taba 2000/2001 wurde ja schon umrissen, welche Gebiete bei Israel<br />
bleiben und welche an die Palästinenser gehen. Demzufolge bleiben die großen<br />
Siedlungsblöcke bei Israel und die Palästinenser bekommen dafür im Austausch<br />
Gebiete vom jetzigen Kernland Israel (Teile der Negev-Wüste).
</p>
<p>
Und drittens Jerusalem: Israel baut auch dort weiter, weil man Jerusalem als<br />
ungeteilte heilige Stadt des Judentums sieht. Dann aber gibt es natürlich noch<br />
die &quot;illegalen Außenposten&quot;. Mehrere Hundert davon. Die werden zwar<br />
nicht mit Genehmigung der Regierung gebaut von den Siedlern, aber die Regierung<br />
und die Armee tun viel zu wenig, um diese wieder abzureissen. Da hat die<br />
Regierung Angst vor den Siedlern. Und irgendwie ist man damit auch schon wieder<br />
dabei, Fakten zu schaffen.<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
<b>student_bw_hd: </b>Lieber Herr Schneider, glauben Sie, dass der<br />
Friedensprozess im Nahen Osten nur unter externer Vermittlung Fortschritte<br />
machen kann? Oder wird es letztlich allein auf die Bereitschaft der beiden<br />
Konfliktparteien ankommen? Welche Rolle könnte/müsste Europa und die USA<br />
spielen?<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider: </b>Natürlich muss es eine Bereitschaft auf<br />
Seiten der Beteiligten geben, es braucht starke Politiker (siehe etwa Begin und<br />
Sadat&#8230;). Aber ohne die USA wird es nicht gehen. Auf keinen Fall. Nur die USA<br />
können Israel Sicherheitsgarantien geben, die das Land dann vielleicht zum<br />
Einlenken bewegen kann &#8211; und: Nur die USA können auch genug Druck auf beide<br />
Seiten ausüben. Die Europäer sind untereinander viel zu uneinig, was nun getan<br />
werden muss. Und auch oft in ihrer Einschätzung der Lage viel zu naiv, siehe<br />
etwa Libanon.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Joachim: </b>Die Internationale Staatengemeinschaft: Wer sollte<br />
federführend sein, also welches Land hat in Israel den größten Einfluss? Und<br />
vertritt nicht nur seine Interessen?<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>kathi202: </b>Was kann<i><b> </b></i>und sollte denn die<br />
Internationale Staatengemeinschaft noch mehr tun, als alle an einen Tisch zu<br />
bringen?<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider:</b><i> </i>Also: Es sind natürlich die<br />
USA, die den größten Einfluss haben. Keine Frage. Und was sie tun können &#8211; da<br />
geht die Frage zunächst mal nach Washington: Welche Nahostpolitik haben die<br />
USA? Wir wissen alle, wieviel Schaden Bush angerichtet hat. Wer immer der<br />
nächste US-Präsident sein wird &#8211; er wird Mühe haben, aus diesem Schlamassel<br />
rauszukommen. Es kann natürlich sein, dass der nächste Präsident darum bewusst<br />
versuchen wird, einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern zu<br />
erzwingen.<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
Aber: Wenn Israel keine wirklichen Garantien bekommt &#8211; und man darf nicht<br />
vergessen: Im Hintergrund lauert die mögliche Atombombe aus Teheran &#8211; dann wird<br />
auch ein US-Präsident Israel nicht zwingen können, Konzessionen zu machen, die<br />
der Staat als reinen Selbstmord begreifen könnte.<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
<b>Moderatorin</b>: Zum Thema Zwei-Staaten-Lösung sind einige Fragen<br />
da. Die folgende ist unseren Lesern besonders wichtig:<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>fired: </b>Warum sind Israel, die USA und Europa für eine<br />
Zweistaatenlösung, während die Palästinenser keine solche Lösung haben wollen,<br />
abgesehen von den bezahlten politischen  Köpfen der Palästinenser. Wenn<br />
man Palästinenser fragt, sehen sie ihre Zukunft darin, dass Jordanien herrscht.<br />
Die Hamas hätte auch einen Staat ausrufen können, hat es nicht. Sollte man<br />
nicht die Leute fragen, die es betrifft (Demokratie!)?<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider:</b><i> </i>Nun, ich bin etwas überrascht &#8211;<br />
denn ich kenne keinen einzigen Palästinenser, der Jordanien als Herrscher will.<br />
Warum die Hamas keinen Staat ausgerufen hat &#8211; ganz einfach, das würde sie gegen<br />
den Willen der Palästinenser tun. Denn das hätte zu einer nicht nur de facto<br />
sondern auch zu einer de jure Teilung des palästinensischen Volkes geführt. Ein<br />
&quot;Hamastan&quot; also in Gaza und ein &quot;Fatahstan&quot; im<br />
Westjordanland.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>DeutscherinIsrael:</b> Ich lebe in Israel und bekomme die<br />
innenpolitischen Spannungen vor allem zwischen religiösen und säkularen Bürgern<br />
täglich mit. Was glauben Sie wird inner-israelisch passieren, wenn es zu einer<br />
Zweistaatenlösung kommen sollte, die ja auch von der Mehrzahl der Israelis<br />
befürwortet wird? Vorboten dieser innenpolitischen Spannungen waren beim<br />
Rückzug aus Gaza bereits zu sehen und lassen im Falle einer Zweistaatenlösung<br />
erahnen, was innenpolitisch auf Israel zukommen könnte. Steuert Israel dann auf<br />
einen Bürgerkrieg zu?
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider:</b> Ich glaube, dass es ganz gewiss zu einer<br />
großen innenpolitischen Krise kommen würde. Eine Auflösung der Siedlungen im<br />
Westjordanland dürfte wohl blutig werden und den jüdischen Staat in eine<br />
Situation bringen, die es so bislang noch nicht gegeben hat.
</p>
<p>
Darüber hinaus aber kommt dann sicher noch etwas dazu: Es gibt so viele<br />
ethnische, soziale, religiöse und politische Spannungen innerhalb Israels, die<br />
sich voll &quot;entfalten&quot; könnten, weil dann die Bedrohung von außen<br />
wegfallen würde, dass Israel voraussichtlich erst einmal eine schlimme Zeit<br />
durchmachen würde. Allerdings wäre das dann auch eine Chance für den Staat, um<br />
dann endlich zu entscheiden, was für ein Staat er denn sein möchte.<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
<b>Moderatorin:</b> Zwei kontroverse Leser-Fragen zum selben Thema:<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>elhaqiq:</b> Kann man nach der Verabschiedung der Anerkennung<br />
Israels durch die arabische Liga im letzten Jahr von einem spürbaren<br />
Bewusstseinswandel in der arabischen Außenpolitik sprechen oder ist die<br />
Anerkennung Israels durch die arabische Liga mehr ein Vorwand um auch den<br />
Einfluss des (ideologischen) Irans in der Region zu schwächen?<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Gerald_Klemenz:</b><i> </i>Die arabische Welt wird keinen<br />
Frieden mit Israel schließen. Glauben Sie, ein eigener Palästinenser-Staat wird<br />
dies ändern? Oder ist es nicht ein fundamentales Existenzproblem des Staates<br />
Israel im Nahen Osten? Kann es auf lange Sicht überhaupt einen anhaltenden<br />
Frieden geben und wie kann dieser aussehen?<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider: </b>Nun, das Friedensangebot der Arabischen<br />
Liga ist sicher ein wichtiger Schritt. Der kommt natürlich auch deshalb, weil<br />
die sunnitischen Staaten sich vor dem schiitischen Iran massiv fürchten. Aber:<br />
Das Friedensangebot ist so formuliert, dass Israel Ja und Amen sagen muss, dass<br />
es wenig Spielraum für Verhandlungen gibt. Das heißt, dass dadurch schon im<br />
diplomatischen Vorfeld eine Sackgasse da ist, die nicht weiterführt.
</p>
<p>
Und: Ohne einen Frieden mit allen arabischen Staaten wird es auch keinen<br />
Palästinenserstaat geben. Denn: Die Palästinenser brauchen die Anerkennung der<br />
arabischen Staaten. Nur wenn die arabischen Staaten einen Frieden mit Israel<br />
abnicken, kann ein palästinensischer Führer wirklich Frieden mit Israel<br />
schließen.<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
<b>arjanius:</b> Ich war letztens in Israel für einen<br />
Schüleraustausch, war sehr schön. Aber die Jugendlichen sind ziemlich<br />
anti-arabisch gestimmt und machen viele unschöne Witze darüber. Ich glaube,<br />
dass dies das Problem auch in Zukunft behindern wird.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<b><br />
<b>Richar</b>d C. Schneider: </b>Sie haben Recht. Das gilt aber für<br />
beide Seiten. Auch die Araber machen ziemlich anti-israelische und antijüdische<br />
Bemerkungen und Witze. Und das zeigt: die Verhärtung des Konflikts auf beiden<br />
Seiten. Ein in der Tat großes mentales Problem.<i><o:p></o:p></i>
</p>
<p>
<br />
<b>aham:</b> Wünscht sich ein Großteil der israelischen Bevölkerung<br />
einen Frieden, auch wenn dieser mit Abstrichen, wie etwa Rückzug aus den<br />
Siedlungsgebieten zusammen kommen würde?<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider: </b>Ja, absolut. Fast 70 Prozent.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>meier:</b> Wann kann es frühestens echten Frieden geben? Wenn wir<br />
optimistisch in die Zukunft blicken?
</p>
<p>
<b><i><br />
<b>Richard C. Schneide</b></i><b>r:</b></b> Oje, ich lebe<br />
zwar im Lande der Propheten, aber&#8230;<br />
Im Ernst: Ich fürchte, dass wir noch sehr, sehr weit von einem echten Frieden<br />
entfernt sind. Auf eine genaue Zeit kann ich mich nicht festlegen.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Super-Ronni: </b>Wie würden Sie einen schrittweisen<br />
Friedensvertrag &#8211;  falls man das überhaupt so nennen sollte &#8211; skizzieren?
</p>
<p>
<b>Richard C. Schneider</b>: Wie dieser Vertrag ausschaut, ist<br />
eigentlich beiden Seiten klar. Er wurde ja schon unter Bill Clinton formuliert.<br />
Also:<br />
1.) Ein Ende des Terrors, dafür im Gegenzug ein Ende des Siedlungsbaus.<br />
2.) Rückgabe des Westjordanlandes, bis auf die großen Siedlungsblöcke, die bei<br />
Israel bleiben, die kleinen Siedlungen werden aufgelöst. Die Palästinenser<br />
erhalten dafür einen Teil der Negev-Wüste, die jetzt zum Kernland Israels<br />
gehört.<br />
3.) Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt beider Völker. Heilige Stätten<br />
internationalisiert.
</p>
<p>
So in etwas würde das &#8211; natürlich jetzt sehr verkürzt &#8211; ausschauen. Dazu<br />
käme auch die Frage, wie die palästinensischen Flüchtlinge kompensiert werden,<br />
welche Sicherheitsgarantien Israel bekäme und und und.
</p>
<p>
Entscheidend aber wäre, neue vertrauensbildenden Maßnahmen zu entwickeln.<br />
Das Misstrauen ist nach dem gescheiterten Friedensprozess von Oslo und vor<br />
allem nach dem Abzug aus Gaza auf israelischer Seite gleich Null. Und die<br />
Palästinenser glauben den Israelis auch kein Wort, weil die Siedlungen weiter<br />
ausgebaut werden.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Amish: </b>Aber ist es nicht gerade der Punkt drei (heilige<br />
Stätten), der die meisten Probleme bereitet?<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider:</b> Absolut. Das ist das größte Problem.<br />
Aber: Wenn beide Seiten echten Frieden wirklich wollen würden und sich<br />
gegenseitig beweisen würden, dass man sich aufeinander verlassen kann, dann, so<br />
denke ich, würde man auch eine Lösung für Jerusalem finden können. Aber das ist<br />
im Augenblick noch Utopie.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Moderatorin</b>: Ich würde gerne zum Verhältnis Israel-Deutschland<br />
übergehen und habe dazu ein paar Fragen aus dem Chatroom gesammelt:<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>R2d2: </b>Wie sieht man das Verhältnis Deutschland-Israel in<br />
Israel?
</p>
<p>
<b>Richard C. Schneider</b>: Vor allem seit Angela Merkel<br />
Bundeskanzlerin ist, sieht die große Mehrheit in Israel Deutschland als Freund.<br />
Man ist sich sehr bewusst, dass Deutschland ein treuer Partner Israels ist und<br />
neben den USA der zweitwichtigstes Handelspartner. Und: Beide Armeen und<br />
Geheimdienste arbeiten seit Jahrzehnten bestens zusammen.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>cle: </b>Was kann Deutschland tun, damit der Friedensvertrag<br />
kommt? Soll es mehr machen?
</p>
<p>
<b>Richard C. Schneider:</b> Es kann relativ wenig tun &#8211; wie die<br />
meisten Europäer. Was man in Israel natürlich erwartet ist, dass die Europäer<br />
endlich ihre Appeasement-Politik gegenüber Iran aufgeben. Und da will man, dass<br />
Deutschland endlich wirklich handelt. Angela Merkel hat ja eindeutige Worte<br />
gegenüber Teheran geäußert, aber der Druck der deutschen Wirtschaft ist groß.
</p>
<p>
Man macht ja bestens Geschäfte mit dem Iran, da wird also politisch nicht<br />
viel geschehen können. Die Israelis sehen aber den Iran wirklich als<br />
existenzgefährdend an &#8211; und wenn Europa da nicht agiert, dann wird der Einfluss<br />
Europas in anderen Fragen im Nahen Osten, zumindest was Israel angeht, weiter<br />
sinken.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>Moderatorin</b>: Was erw<i>a</i>rten die Israelis von den<br />
Deutschen &#8211; eher Einmischung oder Zurückhaltung in der Friedensfrage? Gibt es<br />
da Unterschiede zwischen Regierung und Bevölkerung?
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider:</b> Wie gesagt: Alle erwarten, dass<br />
Deutschland in Sachen Iran eindeutiger, klarer, schärfer wird. Man braucht da<br />
die Deutschen, um auch die anderen Europäer mitzuziehen.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>student_bw_hd:</b> Lieber Herr Schneider. Inwieweit sind Ihrer<br />
Meinung nach die Ansichten der jetzigen Israelischen Regierung repräsentativ<br />
für die Israelische Bevölkerung? Genießt die Regierung einen breiten Rückhalt<br />
quer durch alle Schichten?
</p>
<p>
<br />
<b>Richard C. Schneider:</b> Absolut nicht. Ministerpräsident Olmert<br />
ist der unbeliebteste Politiker aller Zeiten. Er hat gerade mal zwei Prozent<br />
Zuspruch. Warum er trotzdem noch Ministerpräsident ist? Weil die Israelis<br />
wissen, dass die anderen nicht viel besser sind. Und die Linken arrangieren<br />
sich mit ihm, weil sie wissen, dass bei Neuwahlen der Hardliner Netanjahu wohl<br />
gewinnen würde.<b><o:p></o:p></b>
</p>
<p>
<br />
<b>JEH:</b><i><b> </b></i>Was denkt ein Israeli, wenn er einen<br />
älteren Deutschen sieht?
</p>
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<b>Richard C. Schneider:</b> Die Frage ist: Wieviel älter? Wenn er<br />
der Generation der Nazis angehört &#8211; dann denkt sich der Durchschnitts-Israeli<br />
sicher seinen Teil. Aber: Die Israelis haben mit Deutschen überhaupt kein<br />
Problem, auch nicht mit Menschen, die heute 60 sind. <b><o:p></o:p></b>
</p>
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<b>Moderatorin:</b> Hier kommt noch eine Reaktion eines in Israel<br />
lebenden Chat-Teilnehmers:<i><b><o:p></o:p></b></i>
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<b>DeutscherinIsrael:</b> Ich sehe den Zeitraum nicht so lange, bis<br />
es eine Zwei-Staaten-Lösung geben wird, denke aber auch, wie vorher bereits<br />
gesagt, dass die Innenpolitik Israels eine größere Rolle dabei spielt als<br />
gemeinhin im Ausland angenommen wird und hier die entscheidenden Weichen<br />
ebenfalls gestellt werden müssen. Wie wäre es möglich alle gesellschaftlichen<br />
Strömungen in Israel in einen realistischen Friedensplan und -prozess<br />
frühzeitig einzubinden um einen dauerhaften Frieden zu erreichen?
</p>
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<b>Richard C. Schneider</b>: Um Himmels Willen &#8211; was für eine<br />
Frage 🙂 Wenn ich diese wirklich beantworten könnte, würde ich sofort<br />
versuchen, der nächste Ministerpräsident in Israel zu werden. Spaß beiseite:<br />
Ich glaube, dass Israel innenpolitisch viele Fehler gemacht hat und dass das<br />
Zusammenwachsen der Gesellschaft nicht mehr so funktioniert wie früher. Ich<br />
glaube, was nötig wäre, ist ein Friedensplan, der überzeugt, also eine<br />
garantierte Lösung finden, die die Mehrheit davon überzeugt, dass sie mehr<br />
gewinnen als verlieren kann.<b><o:p></o:p></b>
</p>
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<br />
<b>Kerke:</b><i> </i>Einer meiner Vorredner hat von einem<br />
Schüleraustausch in Israel berichtet. Gibt es eigentlich für israelische und<br />
palästinensische Jugendliche Begegnungs- und Dialogprogramme oder begegnen sich<br />
beide Seiten das erste Mal wenn Israelis zum Militärdienst in die<br />
Palästinensergebiete geschickt werden?
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<b>Richard C. Schneider</b>: Nein, es gibt viele Organisationen,<br />
wo sich Juden und Araber treffen und zusammenarbeiten, es gibt Friedensgruppen,<br />
es gibt Friedensinitiativen &#8211; es gibt sie. Aber sie haben es sehr schwer.
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<br />
<b>albygeddon: </b>Was erwarten Sie von der Israel-Politik, wenn<br />
Barack Obama oder Hillary Clinton in den USA in das Präsidentschaftsamt gewählt<br />
werden. Welche Unterschiede in der Herangehensweise erwarten Sie?
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<b>Richard C. Schneider:</b> Nun, die große unbekannte Größe ist<br />
Barack Obama. Er will ja alles anders machen. Aber was? Er will die Soldaten<br />
aus dem Irak abziehen. Sagt er jetzt. Aber realistisch ist das nicht. Was wird<br />
er mit Israel und den Palästinensern erreichen wollen? Das ist klar &#8211; Frieden.<br />
Aber wie? Wird er härter gegenüber Israel sein?
</p>
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Israel mehr unter Druck setzen wollen? Das kann schon sein. Da stellt sich<br />
dann die Frage, inwieweit er das innenpolitisch durchhalten kann. Und: Israel<br />
hat schon viele US-Präsidenten &quot;überlebt&quot;, die nicht so eine positive<br />
Grundhaltung gegenüber Jerusalem hatten wie jetzt Bush. Das bleibt also<br />
abzuwarten. Dasselbe denke ich, gilt für Hillary, auch wenn man im Augenblick<br />
glaubt, eher zu wissen, wie sie Nahost-Politik machen würde.
</p>
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<b>Moderatorin</b>: Wir kommen zum Schluss &#8211; das Thema Frieden<br />
beschäftigt unsere User sehr, hier zwei Abschlussfragen:<i><b><o:p></o:p></b></i>
</p>
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<br />
<b>mlentes: </b>Wird die Mauer bestand haben und bleibt Hoffnung,<br />
dass sie in absehbarer Zeit fällt?
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<b>querbeet: </b>Wäre es für Israel und Palästina nicht sicherer,<br />
einen gemeinsamen, demokratisch legitimierten Staat zu schaffen, in dem jeder<br />
Bürger egal welcher Herkunft die gleichen Rechte und Möglichkeiten erhält?
</p>
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<b>Richard C. Schneider:</b> Also &#8211; die Mauer kann natürlich in<br />
dem Moment fallen, in dem es echten Frieden gäbe. Die Israelis sagen: Eine<br />
Mauer kann man wieder entfernen. Einen bei einem Selbstmordanschlag Getöteten<br />
aber kann man nicht wieder lebendig machen. Und zur letzten Frage: ein<br />
bi-nationaler Staat, wie ihn viele Palästinenser fordern, würde eindeutig<br />
heißen: es gäbe keinen jüdischen Staat mehr. Die ganz große Mehrheit der<br />
jüdischen Israelis will aber in einem jüdischen Staat leben. Und darum sehe ich<br />
diese Möglichkeit nicht. Es wäre das Ende Israels.
</p>
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<b>Moderatorin:</b> Das war bereits eine ganze Stunde hier im<br />
tagesschau-Chat. Herzlichen Dank, Richard Chaim Scheider, dass Sie sich Zeit<br />
für die Diskussion mit den Lesern von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
genommen haben. Sehen wir Sie zum Thema live im TV?
</p>
<p>
<b>Richard C. Schneider:</b> Wir werden morgen (am 8.05.08, Anm.<br />
d. Red) in der Tagesschau und in den Tagesthemen natürlich über die Feiern zum<br />
60. Jahrestag berichten. Und wie gesagt: Um 23.30 gibt&#8217;s dann auch noch in der<br />
ARD unser Feature &quot;Jüdisch und Demokratisch. Israels politischer Kampf mit<br />
sich selbst&quot;<b>.<o:p></o:p></b>
</p>
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<br />
<b>Moderatorin: </b>Grüße von Berlin nach Tel Aviv und ein Dankeschön<br />
auch an unsere User für die vielen Fragen, die wir leider nicht alle stellen konnten.<br />
Das tagesschau.de-Team wünscht allen noch einen schönen Tag.<b><o:p></o:p></b>
</p>
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<b>Richard C. Schneider</b>: Herzlichen Dank und die besten Wünsche<br />
an alle aus Tel Aviv.</p>
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