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	<title>Richard Gutjahr &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Richard Gutjahr &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Leben und Sterben des Internets &#8211; Digitale Presseschau 14/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Apr 2014 15:01:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Drohnen als Herrscher über Leben und Tod: Mit diesem Horrorszenario befeuert Sascha Lobo die Debatte über Big Data und Überwachung. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Drohnen als Herrscher über Leben und Tod: Mit diesem Horrorszenario befeuert Sascha Lobo die Debatte über Big Data und Überwachung. Patrick Breitenbach hingegen meint, dass zwischen verschiedenen Formen des Datensammelns unterschieden werden müsse. Immerhin scheint Lobo die Kränkung überwunden zu haben und fordert nun wieder einen neuen Internetoptimismus. Wir hatten da schon was geahnt. Das Internet und die Ansichten darüber pendeln zwischen Skeptizismus und Optimismus – also gewissermaßen zwischen Leben, Sterben und Auferstehung.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=n_qFlNrN2uo" title="NSA-Ausschuss: Statements der Mitglieder am 03.04.2014" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/n_qFlNrN2uo?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Der NSA-Untersuchungsausschuss hat sich diese Woche im Deutschen Bundestag konstituiert. Ob Edward Snowden als Zeuge geladen wird und was sich die Politiker von dem Ausschuss erwarten, sehen Sie in den Statements des Videos der Woche.</p>
<h3><a href="http://gutjahr.biz/2014/03/nsa-binney/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kein Ende der Verstrickungen von und mit der NSA</a></h3>
<p>Der langjährige Mitarbeiter der NSA William Binney liefert im Interview mit Richard Gutjahr interessante Einsichten in Ziele und Motive des Geheimdienstes. Er hält eine echte Kontrolle der Geheimdienste durch die Politik für realisierbar – dazu müsse es aber einen politischen Willen geben.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/sascha-lobo-digitale-daten-gefaehrden-leben-und-freiheit-12874992.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Überwachung &#8211; Datenökonomie: Gefahr für die Freiheit?</a></h3>
<p>Mit der „Ökonomie der Überwachung“ setzt sich Sascha Lobo auseinander. Am Beispiel von Drohnen, die in naher Zukunft autonom entscheiden könnten, welche menschlichen Ziele zu erfassen und zu töten sind, setzt er zu einer fundamentalen Kritik der Datenakkumulation im Internet der „digitalen Supermächte“ an.<br />
Eine erste <a href="http://www.horizont.net/aktuell/digital/pages/protected/Digitale-Totalueberwachung-Sascha-Lobos-zornige-Abrechnung-mit-der-Werbeindustrie_119949.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entgegnung stammt von Volker Schütz</a>. Er wirft Lobo Undifferenziertheit vor, weil dieser mit dem Schlagwort „Big Data“ Datenerhebungen der NSA mit denen von Werbeagenturen über einen Kamm schere.<br />
Auch <a href="http://blog.karlshochschule.de/2014/04/02/was-ist-der-sinn-und-zweck-von-uberwachung-big-data-etc/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Patrick Breitenbach plädiert für eine genauere Unterscheidung</a>, welche Daten aus welchem Grund von wem gesammelt werden. Doch in einem zentralen Punkt ist er sich mit Lobo einig: Wir dürfen unsere Entscheidungen nicht Algorithmen überlassen.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/weltmacht-google-ist-gefahr-fuer-die-gesellschaft-12877120.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Macht von Quasi-Monopolen im Internet &#8211; Gefahr für die Gesellschaft?</a></h3>
<p>Robert M. Maier, Gründer der mittlerweile zum Springer-Konzern gehörenden Visual Meta GmbH, kritisiert in einem Artikel die Macht von Google und das Streben nach Marktführerschaft in immer weiteren ökonomischen Sparten – sei es bei Google als Suchmaschine, mobilen Betriebssystemen wie Android, Browsern wie Chrome, Online-Videodiensten wie YouTube oder Mailprogrammen wie Gmail. Er fordert eine diesbezügliche Kontrolle durch Politik, Kartellbehörden sowie gesellschaftliche Akteure.<br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Sind wir alle Mitreisende? &#8211; Digitale Presseschau 49/2013</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Dec 2013 16:37:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Überwachung von Angela Merkels Handy erscheint nach den neuesten Enthüllungen geradezu kleinlich, wie ein mit bitterer Leidenschaft geführter Streit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Überwachung von Angela Merkels Handy erscheint nach den neuesten Enthüllungen geradezu kleinlich, wie ein mit bitterer Leidenschaft geführter Streit zwischen Kindern, der nach fünf Minuten vergessen ist. Denn die NSA überwacht nach einem Artikel in der Washington Post nicht nur das Handy der deutschen Kanzlerin, sondern die Verbindungsdaten aller Mobiltelefone der Welt, die noch auf die überlasteten Server des Geheimdienstes passen. Dagegen scheint die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland geradezu ein bescheidenes Unterfangen zu sein. Internationale Abkommen, wie die EU-Datenschutzverordnung oder gar transatlantische Abkommen, rücken derweil weiter in die Ferne.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=KtNPKdtCumM&amp;hd=1" title="Was taugt die Währung Bitcoin? - DIGIsellschaft 14" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/KtNPKdtCumM?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Der Elektrische Reporter: Was taugt die Währung Bitcoin? &#8211; DIGIsellschaft 14</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/handy-ueberwachung-nsa-greift-milliardenfach-standortdaten-ab-a-937330.html#ref=rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wer verreist schon mit Terroristen?</a></h3>
<p>Eine neue Welle der Erkenntnis schwappt über die NSA-geplagte Öffentlichkeit. Die NSA speichere verdachtsunabhängig Telefonnummern, Ortsangaben, Geräte- und SIM-IDs von hunderten Millionen Mobiltelefonen weltweit, melden unter anderem <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/handydaten-speicher-der-nsa-archiv-fuer-die-verdaechtigen-der-zukunft-1.1836306" target="_blank" rel="noopener noreferrer">süddeutsche.de</a> und <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/handy-ueberwachung-nsa-greift-milliardenfach-standortdaten-ab-a-937330.html#ref=rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel-Online</a>. Sie beziehen sich auf einen Bericht der Washington Post, nachdem die NSA diese Daten in Zusammenhang mit Terrorverdächtigen verwerte, aber auch archiviere. Die Identifizierung und die Erstellung von Bewegungsprofilen von theoretisch jedem Handynutzer weltweit sind damit möglich. Auf <a href="https://netzpolitik.org/2013/how-to-analyze-everyone-teil-ia-basics-der-handyortung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netzpolitik.org</a> erklärt Anna Biselli die technischen Grundlagen dafür und weist auf die Verwendung solcher Daten auch durch deutsche Behörden hin.</p>
<h3><a href="https://netzpolitik.org/2013/bericht-der-eu-us-ad-hoc-arbeitsgruppe-zum-ueberwachungsskandal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Mühlen der Diplomatie</a></h3>
<p>Ebenso auf netzpolitik.org bespricht Jan-Peter Kleinhans den <a href="https://netzpolitik.org/wp-upload/report-findings-of-the-ad-hoc-eu-us-working-group-on-data-protection.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnisbericht</a> der ad hoc EU-US Arbeitsgruppe zum Datenschutz. Deren Ziel war die Aufklärung über die rechtlichen Rahmenbedingungen der US-Überwachung und ihrer Auswirkung auf EU-Bürger. Zwar sieht Kleinhans diese Ziele nicht als erreicht, aber er begrüßt den Bericht. Er zeige vor allem, dass die USA die meisten Presseberichte bestätigt habe, dass jegliche gesetzliche Einschränkung der Überwachung nur für US-Bürger gelte und „dass es noch ein langer Weg zur internationalen Verständigung bezüglich Telekommunikationsüberwachung ist“. Für <a href="https://netzpolitik.org/2013/geheimdienste-und-buergerrechte/#more-59666" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Beckedahl</a> stehen die Geheimdienst dabei im Weg. Sie seien ein Anachronismus &#8211; struktureller Rechtsbruch würde begangen und damit die Demokratien untergraben.</p>
<h3><a href="http://gutjahr.biz/2013/12/vorratsdaten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dieses Kätzchen müsste ohne VDS sterben</a></h3>
<p>Mit „gezielter Täuschung“ würden Sicherheitspolitiker den Nutzen der Vorratsdatenspeicherung propagieren und so das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ad absurdum führen, schreibt Richard Gutjahr auf seinem Blog. Gegen die Argumente von Gabriel, Friedrich und Co präsentiert er selbst erstellte Tabellen mit Daten zur Telekommunikationsüberwachung in Deutschland. So würden Kinderpornographie und Terrorismus nur für einen Bruchteil der Abfragen durch Behörden als Anlässe dienen. Zudem verweist er noch auf die „oft unterschätzten“ Bestandsdaten, auf die 250 Sicherheitsbehörden Zugriff hätten und auf die im Jahr 2012 rund 36 Millionen mal zugegriffen worden sei. Auch <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/datensicherheit-und-kosten-unklar-gruene-sprechen-von-einem-schweren-fehler/9149510-2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anwaltsverbände</a> sehen die Vorratsdatenspeicherung als problematisch an, solange der Zugriff von ausländischen Geheimdiensten nicht ausgeschlossen werden könne und die Finanzierung nicht geklärt sei.</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/12/letzte-huerden-fuer-die-datenschutzreformen/#more-14028" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bremsen die Streber?</a></h3>
<p>Das Europäische Parlament hat sich im Oktober auf eine EU-Datenschutzverordnung geeinigt. Nun beraten die Justiz- und Innenminister im Europäischen Rat darüber. Auch hier ist die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/eu-reform-datenschutz-muss-weiter-warten-a-937656.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kritik</a> an den deutschen Innenpolitikern groß. So würden sie den Beschluss der Verordnung behindern. Christiane Schulzki-Haddouti hat mit dem Sprecher des Bundesinnenministeriums, Philipp Spauschus, gesprochen und ihn über den Stand der Dinge befragt.</p>
<h3><a href="http://www.theeuropean.de/gunnar-sohn/7710-die-netzpolitik-der-grossen-koalition" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Den Wackelpudding an die Wand nageln</a></h3>
<p>Kein gutes Wort an der digitalen Agenda im großen Koalitionsvertrag lässt Gunnar Sohn im The European. Einerseits würde ein „Biotop“ von Sicherheitspolitikern und -beratern „mit einer paranoid anmutenden, hermetischen Gedankenwelt“ gehegt, andererseits seien die Zusagen zum Breitbandausbau nicht verbindlich oder ausreichend genug. Ausführlich zitiert der Autor den „Technologie-Experten“ Roman Friedrich von Booz &amp; Co und kommt zu dem Schluss, dass die große Koalition sowohl Wohlstand als auch Wachstum verspiele.</p>
<h3><a href="http://blogs.faz.net/deus/2013/12/06/regularien-sind-die-werkzeuge-der-hilflosen-1847/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verschlüsselung statt Regularien</a></h3>
<p>Auf faz.net reagiert Niels Fallenback auf ein Interview mit dem Chaos-Computer-Club Vorsitzenden Frank Rieger und dem Telekom-Chef René Obermann. Mit letzterem würde er „keine Woche in einer gemeinsamen Wohnung aushalten“, schreibt der Autor. Statt Regularien wie Schengen-Routing oder DE-Mail, wie Obermann sie propagiert, fordert Fallenbeck als „einzig wirksame Alternative“ die Verschlüsselung aller Übertragungswege durch quelloffene Techniken. Obwohl sie die Möglichkeiten dazu hätte, habe die Telekom daran offenbar kein Interesse.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dem Netz den Teufel austreiben &#8211; Digitale Presseschau 45/2013</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/dem-netz-den-teufel-austreiben-digitale-presseschau-452013-134312/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2013 17:12:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Überwachungsskandal gerät ins Uferlose. Zwei neue Chroniken können helfen, nicht den Überblick zu verlieren. Derweil häufen sich die konkreten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Überwachungsskandal gerät ins Uferlose. Zwei neue Chroniken können helfen, nicht den Überblick zu verlieren. Derweil häufen sich die konkreten Vorschläge für Maßnahmen, die der „digitale Tölpel“ Deutschland unternehmen muss, um sich und seine Bewohner vor Überwachung zu schützen. Eine Idee: Datenschutz und Netzpolitik aus der Sicherheitsklammer des Innenministeriums befreien. Oder benötigen wir vielmehr ein nachrichtendienstliches Aufrüsten auf europäischer Ebene? Manche scheinen einer staatlichen Lösung kaum Vertrauen entgegenzubringen. Sie üben sich in Kryptografie oder verkaufen gar ihr Genom an einen privaten Konzern in Kalifornien…</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=pLoz1jYp50o&amp;feature=youtu.be&amp;hd=1" title="Netzdebatte. Schwerpunkt Überwachung: Interview mit Stephan Noller" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/pLoz1jYp50o?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
bpb Netzdebatte. Schwerpunkt Überwachung: Interview mit Stefan Noller zum Thema Algorithmen<b><br />
</b><br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/2013/46/internetpolitik-datenschutz-nsa/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der digitale Tölpel erhebt sich</a></h3>
<p>Für Götz Hamann und Stefan Schmitt ist Deutschland ein &#8220;digitaler Tölpel&#8221;, der bis in die Machtspitzen von ausländischen Geheimdiensten belauscht wird und selber keine nennenswerte IT-Industrie besitzt. Jedoch würden die Parteien, die zu den Koalitionsverhandlungen angetreten sind, zum ersten Mal das Thema ernst nehmen. Wird der Tölpel also fliegen? Daran äußern die Autoren in ihrem Artikel auf Zeit Online Zweifel. Denn die Großkoalitionäre verstünden Netzpolitik vor allem als Wirtschaftsförderung, während Fragen der Spionage und Überwachung für sie &#8220;politisches Neuland&#8221; seien. Zudem verhindere der Interessenkonflikt im Innenministerium zwischen nationaler Sicherheit und der Privatsphäre der Menschen das entschlossene Handeln gegen die Überwachung Einzelner. Um also fliegen zu können, müsste der Tölpel Innenministerium und Netzpolitik trennen.</p>
<h3><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/loechriges-deutsches-sicherheitsnetz-1.18181350" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vergesst die Moral, lasst uns über Versagen reden!</a></h3>
<p>Für Ulrich Schmid hingegen stellt vor allem die deutsche Spionageabwehr den ungelenken Vogel dar. Im Online-Angebot der NZZ lässt der Autor die Moral mal ruhen, der Schuldige sei das Bundesamt für Verfassungsschutz. Dieses habe wie schon bei den NSU-Morden „kläglich“ versagt, da es die Aktivitäten ausländischer Geheimdienste nicht aufdecken konnte. Zudem sei es abhängig vom NSA und leide daher eventuell nicht nur an einem blinden Auge. Aus diesen Gründen sieht Schmid die Lösung nur im Ausbau der nachrichtendienstlichen Kapazitäten auf europäischer Ebene, um der Abhängigkeit von den USA und einem Ungleichgewicht entgegenzuwirken. Die Chancen stünden nicht schlecht, denn „versagende Behörden erhalten stets noch mehr Mittel“.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/2013/45/ueberwachung-nsa-nichtwissen-big-data/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wir haben unsere Schatten verkauft</a></h3>
<p>Das Internet ist nicht nur Medium der Freiheit, sondern auch Technologie der Macht. Für die Verbreitung dieser Erkenntnis ist Thomas Assheuer dem NSA-Skandal zutiefst dankbar, denn die Utopie eines anonymen und freien Internets in einer überwachten analogen Welt sei schon lange tot. Internet-Konzerne wie Google und Facebook hätten, in den Worten des Soziologen Zygmunt Bauman, das Beobachtetwerden schon lange &#8220;von einer Drohung in eine Verheißung&#8221; umgewandelt. Mit dieser &#8220;verschmusten Partnerschaft&#8221; zwischen Nutzer und Konzern sei es, so Assheuer auf Zeit Online, dank Edward Snowden engültig vorbei. Stattdessen sähen sich die Menschen einer potenziell lückenlosen Überwachung ihres vermarkteten digitalen Schattens ausgesetzt. Entfremdung sei dafür &#8220;ein recht harmloses Wort&#8221;.</p>
<h3><a href="http://www.basicthinking.de/blog/2013/11/08/tagebuch-eines-weiterhin-ahnungslosen-mein-weg-zur-verschluesselung-teil-3-smime-wtf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontrolle über das digitale Ich</a></h3>
<p>Es gibt Menschen, die ihren digitalen Schatten nicht ohne weiteres zur Überwachung und Vermarktung an Geheimdienste oder Konzerne hergeben wollen. Auch wenn <a href="http://politik-digital.de/kreuzberger-naechte-zu-gast-auf-einer-krypto-party/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Krypto-Partys</a> in ihrem Hype etwas nachgelassen haben, teilen Blogger und Journalisten im Internet ihre ersten jungfräulichen Erfahrungen mit Verschlüsselungstechniken. Auf Basic Thinking führt <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2013/11/08/tagebuch-eines-weiterhin-ahnungslosen-mein-weg-zur-verschluesselung-teil-3-smime-wtf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tobias Gillen</a> Tagebuch über seine Erfahrungen mit der E-Mail-Verschlüsselung und beschreibt damit den Weg eines Ahnungslosen zur selbst erkämpften Anonymität. Auch <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-01/serie-mein-digitaler-schutzschild-einleitung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Patrick Beuth</a> hat für Zeit Online einen solchen Selbstversuch gestartet. Ebenso führt <a href="https://digitalcourage.de/support/digitale-selbstverteidigung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitalcourage e. V.</a> eine Übersicht zu digitaler Selbstverteidigung. Allen Ahnungslosen, die lieber zu Hause Tee trinken, als auf Partys mit kryptischen Namen zu gehen, sei die Lektüre empfohlen.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/genomentschluesselung-fuer-alle-sie-haben-ein-erhoehtes-risiko-fuer-prostata-krebs-12651252.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Besuch bei meinem Genom</a></h3>
<p>Es ist möglich, das eigene Genom nach 250 Merkmalen untersuchen zu lassen und so die eigene Veranlagung für Krankheiten wie Prostata-Krebs herauszufinden: für nur 99 Dollar. Richard Gutjahr hat das Angebot des kalifornischen Konzerns 23andMe wahrgenommen und so sein Genom gleichzeitig gekauft und auch verkauft. Denn der Konzern profitiert durch das Angebot von der wohl bald größten Genom-Datenbank der Welt. Um herauszufinden, was genau das Start-Up damit anfängt und wie sicher sein Genom in Kalifornien ist, reiste Gutjahr in die USA. Im Interview mit der Unternehmenssprecherin Catherine Afarian erfährt er über das medizinische Erkenntnispotential von Big Data und das Ziel eines privaten Unternehmens, dieses zu verwerten.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/chronik-des-nsa-geheimdienstskandals-affaere-ohne-grenzen-1.1807106" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Navigieren in der „Affäre ohne Grenzen“</a></h3>
<p>Der Uferlosigkeit des Überwachungsskandals mit all seinen öffentlichen Lügen, Dementis und weiteren Enthüllungen begegnen nun zwei neue Chroniken. Sueddeutsche.de hat eine <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/chronik-des-nsa-geheimdienstskandals-affaere-ohne-grenzen-1.1807106" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chronik</a> herausgebracht, in welcher der Skandal anhand von Medienberichten und Reaktionen aus der Politik verfolgt wird. Sie beginnt am 20. Mai, dem Tag, an dem Edward Snowden die USA verließ. Sehr viel mehr Mühe hat sich Heise Online gemacht: In einer interaktiven <a href="http://www.heise.de/extras/timeline/#vars!date=2013-06-06_10:12:00!" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Timeline</a> mit Suchfunktion, verschiedenen Kategorien und Darstellungsformen können die Ereignisse vom 6. Juni (erste Veröffentlichung geheimer Dokumente) bis heute nachvollzogen werden. Ein nützliches Tool, denn in dieser „Affäre ohne Grenzen“ kann man leicht den Überblick verlieren.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Journalist und TV-Moderator Richard Gutjahr:</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2012 13:18:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sommerreihe "Immer online?"]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Erreichbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Hoffnungslos. Schier hoffnungslos. Das ist meine Antwort auf die Frage, ob ich abschalten kann. Ich habe es versucht, glauben Sie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hoffnungslos. Schier hoffnungslos. Das ist meine Antwort auf die Frage, ob ich abschalten kann. Ich habe es versucht, glauben Sie mir. Allein ich kann es nicht!</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/journalist-und-tv-moderator-richard-gutjahr/foto-richard-gutjahr/" rel="attachment wp-att-119440"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-119440" title="Foto Richard Gutjahr" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-Richard-Gutjahr.jpg" alt="Foto Richard Gutjahr" width="200" height="300" /></a>Lange bevor einige Kollegen Bücher über ihre Offline-Selbstversuche verfasst haben, hatte ich schon resigniert. Meine auf YouTube-dokumentierten Tage ohne Handy und Internet aus dem Jahr 2008 (&#8220;Eine Woche offline&#8221;), sprechen Bände. Wenn ich offline bin, kann ich nicht entspannen. Mehr noch: komplett abgekoppelt zu sein, macht mich regelrecht rasend! Es ist, als würde man mich meiner Existenz berauben. Ich bin online also bin ich. Bin ich süchtig? Gegenfrage: Ich atme &#8211; macht mich das zu einem Sauerstoff-Junkie? Im Urlaub nicht online sein zu können, ist für mich wie allein ins Kino zu gehen. Allein in einem schicken Restaurant zu Abend zu essen. Film oder Essen können noch so gut sein, aber irgendwas fehlt. Zudem kommt, dass ich als Journalist natürlich von Informationen lebe. Das ist mein Kapital. Kann man vom Journalist-sein Urlaub machen? Nicht erreichbar zu sein, ist kein erstrebenswerter Zustand für mich. Das heisst nicht, dass ich im Urlaub ständig E-Mails, Facebook- oder Twitternachrichten checken muss. Zu wissen, dass ich online gehen könnte, wenn ich denn wollte, befriedigt mich. Randnotiz: Diese Zeilen schreibe ich Ihnen aus 10.000 Meter Höhe. Neuerdings bietet Lufthansa WiFi über den Wolken. Endlich kann ich auch über den Wolken in die Cloud gehen. I love it!</p>
<p><em><br />
Richard Gutjahr ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule in München und hat an der Ludwig-Maximilians-Universität Politik und Kommunikationswissenschaft studiert. Seine Praktika führten ihn u.a. nach Frankreich und in die USA, wo er für mehrere Zeitungen schrieb und für CNN berichtete. Heute ist Richard Gutjahr Mitarbeiter der Chefredaktion des Bayerischen Fernsehens, arbeitet als Reporter und moderiert die Rundschau. In seiner wöchentlichen Print-Kolumne für die Münchner Abendzeitung schreibt Gutjahr über das Digitale Leben. Für seine Reportage-Reihe zu den Hartz-Reformen wurde er mit dem „Ernst-Schneider-Preis“ für Wirtschaftsjournalismus ausgezeichnet.</em> <em>Bei Twitter findet man ihn unter <a title="Twitteraccount Richard Gutjahr" href="https://twitter.com/gutjahr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@gutjahr</a></em></p>
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		<title>„Die beiden Welten zusammenbringen“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-beiden-welten-zusammenbringen-5465/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 12:10:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Altmaier]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>
		<category><![CDATA[udl-digital]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/Altmaier_1.jpg" alt="Peter_Altmaier" title="Peter_Altmaier" align="left" height="97" width="75" />Wie Peter Altmaier seine Berufung als Twitter-User entdeckt, wo das Internet in 30 Jahren ist und was der Staat über Staatstrojaner wissen sollte. Um diese Fragen ging es am Mittwochabend beim Talkformat „UdL digital“ in Berlin. 
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" title="Peter_Altmaier" src="/wp-content/uploads/Altmaier_1.jpg" alt="Peter_Altmaier" width="75" height="97" align="left" />Wie Peter Altmaier seine Berufung als Twitter-User entdeckt, wo das Internet in 30 Jahren ist und was der Staat über Staatstrojaner wissen sollte. Um diese Fragen ging es am Mittwochabend beim Talkformat „UdL digital“ in Berlin.</p>
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<p>Als Conferencier der inzwischen zehnten Ausgabe des UdL digital-Formats stand Cherno Jobatey bereit. Der altgediente Fernsehunterhalter konnte als Gesprächspartner den bekannten Blogger <a href="http://www.gutjahr.biz/Gutjahr/Home.html">Richard Gutjah</a>r und den CDU-Politiker Peter Altmaier begrüßen. Das Thema „Netzpolitik“ wurde unter den wachsamen Augen der besonders zahlreich erschienenen Abgeordneten der Regierungsfraktion in gut anderthalb Stunden eher global behandelt &#8211; was kaum verwundern kann: saßen sich mit Altmaier und Gutjahr doch zwei Akteure mit gänzlich verschiedenen Perspektiven auf das Netz und seine gesellschaftlichen Auswirkungen gegenüber.</p>
<p>Beste Voraussetzungen also für einen Rundumschlag, zumal mit dem christdemokratischen Abgeordneten ein begeisterter „Social-Media-Neuling“ zugegen war.  Sein „Erweckungserlebnis“ läge erst wenige Wochen zurück, berichtete Altmaier. Nach den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im September war Peter Altmaier, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gast in der ARD-Plauderrunde „Anne Will“ gewesen &#8211; für das politische  Establishment in der Hauptstadt eigentlich nicht mehr als eine Pflichtübung. Altmaier traf in der ARD-Runde jedoch nicht auf irgendwen. Zu seinen Gesprächspartnern zählte der Berliner Neuparlamentarier und Piraten-Impressario Christopher Lauer, der nicht nur ein gutes Wahlergebnis, sondern ebenso über die sozialen Netze einiges an Unterstützung mitgebracht hatte. Für Altmaier war dies, wie er am Mittwoch vor den zahlreichen Gästen erklärte, der Grund, sich selbst in die Auseinandersetzung mit seinen sich nun stetig vermehrenden &#8211; Zitat &#8211; „followers“ zu begeben.</p>
<p>Gutjahr seinerseits fand sich gegenüber dem altgedienten Polit-Profi in der Rolle des „angry young man“ wieder und geißelte, nachdem er sein Gegenüber pflichtschuldig für dessen  Social-Media-Engagement gelobt hatte, in scharfen Tönen den Einsatz und die Reichweite der in jüngerer Vergangenheit diskutierten „Staatstrojaner“. Altmaiers Beschwichtigungsversuche, es habe sich doch um einen „Bayerntrojaner“ gehandelt, konnte Gutjahr da auch nicht mehr beruhigen. Mutmaßlich wäre die Debatte über staatliche Befugnisse beim Zugriff auf private Festplatten und die Quellen-TKÜ noch so lange weitergegangen, bis auch der letzte Rest Frischluft aus dem Veranstaltungsraum entwichen wäre. Bevor jedoch der Streit über die Verfolgung von Straftaten im Internet zu sehr an Fahrt aufnahm, eröffnete Jobatey in bewährter Fernsehmoderatorenmanier die Veranstaltung für Fragen aus dem Publikum. Wo er denn das Internet in 30 Jahren sähe, wurde Richard Gutjahr da sogleich gefragt. Der ansonsten so wortgewaltige Journalist und Blogger wurde nach dem Wortgefecht mit Altmaier nun recht zurückhaltend und gestand, dass er die Entwicklung der kommenden fünf Jahre kaum absehen könne. Sicher sei allerdings, dass das Internet und unsere Alltagshandlungen immer stärker verschmelzen, die beiden Welten also zusammenwachsen würden. Im Verlauf der Diskussion hatte bereits Altmaier vehement hierfür plädiert.</p>
<p><em>Bildquelle: Deutscher Bundestag / H. J. Müller  </em></p>
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