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	<title>Roman Herzog &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Der oberste Schulmeister verläßt die Bildungspolitik</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">
Der oberste Schulmeister verläßt die Bildungspolitik.
Roman Herzog hat in seiner fünfjährigen Amtszeit besonders
im Bildungsbereich viel bewegt und dennoch wenig verändern
können.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Der oberste Schulmeister verläßt die Bildungspolitik.<br />
Roman Herzog hat in seiner fünfjährigen Amtszeit besonders<br />
im Bildungsbereich viel bewegt und dennoch wenig verändern<br />
können.</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die vielbeachteten Reden des Bundespräsidenten<br />
Roman Herzog im Hotel Adlon und auf dem Berliner<br />
Bildungsforum sollten Bildung wieder zum<br />
&quot;Mega-Thema unserer Gesellschaft&quot; machen und ihr<br />
einen &quot;Ruck&quot; für den &quot;Aufbruch ins 21. Jahrhundert&quot;<br />
geben. Der Ruck ging vor allem durch die Feuilletons,<br />
fand großen Zuspruch in der Öffentlichkeit, machte die<br />
Äußerungen des Bundespräsidenten zur meistzitierten<br />
politischen Rede der vergangenen Jahre und den<br />
Terminus &quot;Ruck-Rede&quot; zu einem neuen<br />
Qualitätsmerkmal. Es zeigte sich jedoch schon sehr<br />
bald, daß das Ansinnen des Bundespräsidenten,<br />
&quot;Tabus zu knacken, Irrwege abzubrechen und falsche<br />
Mythen zu beseitigen&quot;, nicht die erhoffte Resonanz in<br />
der bildungspolitischen Realität fand, um eine<br />
Bildungsreform zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe<br />
zu machen und im Konsens voranzutreiben.<br />
</span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/herzog/images/herzog.jpg" alt="Roman Herzog" border="1" height="143" hspace="0" vspace="0" width="120" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Roman Herzog</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">  Daß der Bundespräsident insgesamt 19 Reden zu<br />
Bildung und Wissenschaft gehalten und versucht hat,<br />
leadership zu praktizieren, indem er als Schirmherr von<br />
Initiativen wie &quot;<a href="http://www.fit-for-it.de/">Fit fürs Informationszeitalter</a>&quot; fungierte<br />
oder den &quot;<a href="http://www.bildungsinitiative.de/">Initiativkreis Bildung</a>&quot;<br />
(www.bildungsinitiative.de) einberief, unterstreicht, daß<br />
das Thema Bildung das zentrale Anliegen seiner<br />
Amtszeit gewesen ist, dem er vor allem Prominenz und<br />
Kontinuität verliehen hat. Die Argumente in Herzogs<br />
Reden zielten unter anderem auf Leistung, Effizienz,<br />
Ausbildung statt Bildung und die verstärkte Vermittlung<br />
von Werten, wobei von ihm auch betagte<br />
Sekundärtugenden wie &quot;Verläßlichkeit, Pünktlichkeit<br />
und Disziplin&quot; angeführt wurden. Seitenhiebe gegen<br />
das &quot;Laissez-faire&quot; als Weg zu Freiheit und<br />
Selbstbestimmung, welchen Herzog lieber durch<br />
Anstrengung geprägt sehen würde, konnte sich der<br />
konservative Präsident nie so recht verkneifen, was<br />
einem gesamtgesellschaftlichen Konsens in<br />
Bildungsfragen nicht gerade förderlich gewesen sein<br />
dürfte. Noch in seiner letzten Rede zum Thema<br />
Bildungspolitik formuliert er auf dem Deutschen<br />
Bildungskongreß in Bonn (im April 1999): &quot;Es ist nicht<br />
ohne Ironie, daß gerade diejenigen, die vor dreißig<br />
Jahren den Muff unter den Talaren beklagten, nun<br />
mitunter selbst in eine muffige Routine eingebunden<br />
sind, ohne Chance, ein lähmendes Gleichgewicht von<br />
Gremien- und Interessengruppen zu überwinden&quot;. Als<br />
Gegenmittel hatte Herzog vor allem marktökonomische<br />
Empfehlungen zur Hand, wie das Bekenntnis zu mehr<br />
Wettbewerb, Leistungsorientierung, Effizienz,<br />
Konkurrenzfähigkeit, Leistungs- und Qualitätsmessung,<br />
Anreizsystemen, Motivation und die berühmte<br />
Leistung, die wieder belohnt werden muß. Es kann<br />
Roman Herzog sicher nicht vorgeworfen werden, daß er<br />
leichtsinnig einer Ökonomisierung des Bildungswesens<br />
das Wort geredet hat, zumal weil er angesichts der<br />
gesamtgesellschaftlichen Herausforderung immer auf<br />
das Zusammenspiel von Staat und Wirtschaft<br />
verwiesen hat. Insgesamt kann er daher eine positive<br />
Bilanz bei dem zentralen Anliegen seiner Amtszeit<br />
ziehen, sich darüber freuen, daß diejenigen, die etwas<br />
bewegen wollen, in den Beratungs- und<br />
Entscheidungsgremien über Parteigrenzen hinweg<br />
zusammenarbeiten, aber er sollte sich vielleicht doch<br />
etwas darüber wundert, daß ihm bei seinen Initiativen<br />
vor allem die großen Medien-, Kommunikations- und<br />
Computerkonzerne zur Seite gestanden haben. Vor<br />
diesem Hintergrund können die wertkonservativen<br />
Argumente auch als symbolische Geste interpretiert<br />
werden, die eine starke inhaltliche Verantwortung des<br />
Staates für Bildung postulieren, während die<br />
strukturelle Verantwortung im Bildungswesen Zug um<br />
Zug durch wirtschaftliche Kompetenz und Ressourcen<br />
ersetzt und privatisiert wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dafür, daß das Thema Bildung auch weiterhin eine<br />
zentrale Rolle im Schloß Bellevue einnehmen wird,<br />
garantieren die designierten Kandidaten für die<br />
Nachfolge Herzogs, die entweder direkt aus der<br />
Universität kommen oder sich eingängig mit<br />
Bildungsreformen und Bildungspolitik befaßt haben.<br />
Vor allem Johannes Rau hat in NRW nicht nur 1970 als<br />
Landesminister für Wissenschaft und Forschung<br />
begonnen, sondern hat auch 1992 als Ministerpräsident<br />
eine Bildungskommission zur &quot;Zukunft der Bildung &#8211;<br />
Schule der Zukunft&quot; einberufen um, &quot;eine Diskussion in<br />
Gang zu bringen, die über die Tagesaktualitäten hinaus<br />
weit in die Zukunft weist.&quot; Es wird also weiter über<br />
Bildung diskutiert werden &#8211; was auf diesem Gebiet<br />
nach wie vor der emphatischste Ansatz von<br />
Reformpolitik zu sein scheint. Ob es dann auch wieder<br />
mal &quot;rucken&quot; wird, bleibt abzuwarten, daß dieser Ruck<br />
dann unter anderen Vorzeichen steht, darf jedoch mit<br />
Sicherheit angenommen werden. Wer sich nochmals<br />
über den &quot;Aufbruch in der Bildungspolitik&quot; informieren<br />
will, dem sei gleichnamiges Buch von Michael Rutz<br />
(Hg., 1997) empfohlen, in dem Roman &quot;Herzogs Rede<br />
und 25 Antworten&quot; versammelt sind.<br />
</span></p>
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