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	<title>Ronald Pofalla &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Ronald Pofalla &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Das Kanzleramt kann sich nicht aus der Verantwortung stehlen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André Hahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2015 10:06:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitischer Einspruch]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Vor knapp zwei Wochen wurden die ersten Informationen über den BND-Skandal durch Recherchen des Spiegel bekannt. Seitdem stehen das Bundeskanzleramt und seine aktuellen und letzten Leiter in der Kritik. Aber auch Bundeskanzlerin Merkel gerät zunehmend unter Druck, die Hintergründe der Affäre schnell und umfassend aufzuklären. Dr. André Hahn (Die Linke) ist Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums zur Überprüfung der Tätigkeit der Geheimdienste, er schreibt in einem Gastbeitrag über den Spionageskandal von BND und NSA und die Verantwortung des Kanzleramtes.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Noch kann man die Dimension der jüngstens BND/NSA-Affäre nicht abschließend bewerten, aber nach dem, was bisher in den Medien berichtet wurde und auch ich aus meiner Arbeit weiß, handelt es sich um einen der größten Geheimdienstskandale in der Geschichte der Bundesrepublik.</p>
<p>Der Bundesnachrichtendienst (BND) soll dem US-Geheimdienst über fast ein Jahrzehnt hinweg beim Ausforschen und Aushorchen von europäischen Unternehmen, Institutionen sowie Politikern und letztlich auch bei Wirtschaftsspionage geholfen haben.</p>
<p>Im BND ist das durchaus aufgefallen, schließlich hat man über Jahre hinweg offenbar mehr als 40.000 illegale Suchbegriffe festgestellt, die seitens der NSA in die Überwachungsmaschinerie eingespeist werden sollten. Diese wurden nach Erkennung gesperrt, wobei unklar ist, ob und wie lange sie vorher schon im System waren. Zudem sind noch nicht einmal alle heiklen Begriffe erfasst worden, wie sich nach den Snowden-Enthüllungen herausstellte, denn bei einer Tiefenprüfung im Jahr 2013 – so laut nicht dementierten Medienberichten – sollen noch einmal 2.000 so genannte Selektoren gefunden worden sein, die womöglich über Jahre hinweg zu Anwendung kamen und über die millionenfach Daten von Organisationen und Personen erfasst wurden, die weder etwas mit Waffenhandel noch mit organisierter Kriminalität und schon gar nicht mit Terrorismus zu tun hatten. Doch allein das waren die Themen für die gemeinsamen Projekte zwischen dem BND und amerikanischen Geheimdiensten.</p>
<p>Wenn die neuesten Informationen stimmen und es schon in den Jahren 2008 bzw. 2010 Berichte des BND über versuchte bzw. auch real erfolgte Wirtschaftsspionage seitens der NSA an die Dienst- und Fachaufsichtsbehörde gegeben hat, dann hätte das Bundeskanzleramt das Parlamentarische Kontrollgremium und auch die Obleute im NSA-Untersuchungsausschuss belogen, denn dort hat Kanzleramtsminister Altmaier am 22. April 2015 erklärt, sein Amt habe erst vor wenigen Tagen von derartigen Bestrebungen erfahren.</p>
<p>Natürlich war Herr Altmaier 2008 noch nicht im Amt &#8211; das war der jetzige Bundesinnenminister de Maizière &#8211; aber Altmaier trägt neben der Bundeskanzlerin die politische Verantwortung für sein Haus. Deshalb müssen sofort alle Karten auf den Tisch, sowohl gegenüber dem Kontrollgremium als auch gegenüber dem Untersuchungsausschuss, der den Hauptteil der Aufklärung zu leisten hat.</p>
<h3>Bundestag muss Ausklärungsarbeit leisten (können)</h3>
<p>Das Parlament hat Anspruch auf die ganze Wahrheit, und die Abgeordneten sind fraktionsübergreifend nicht bereit, sich länger mit häppchenweisen Informationen abspeisen zu lassen. Es muss vollständig aufgeklärt werden, wer wann durch wen über die Versuche der (Wirtschafts-)Spionage gegen deutsche und europäische Interessen unterrichtet und was daraufhin dagegen unternommen wurde &#8211; oder eben auch nicht. Der NSA-Untersuchungsausschuss muss alle angeforderten Unterlagen vollständig erhalten, insbesondere auch die kompletten Listen mit den so genannten Selektoren, also jenen Suchbegriffen (Namen, Firmen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern usw.), die die NSA interessierten. Erst dann kann man den tatsächlich entstandenen Schaden wirklich erkennen.</p>
<p>Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum der BND Spionage gegen deutsche und europäische Interessen direkt oder indirekt unterstützt, zumindest aber geduldet hat. Allerdings wurde von BND-Leuten im NSA-Untersuchungsausschuss immer wieder betont, dass die Geheimdienst-Kooperation mit den USA angeblich unverzichtbar sei. Möglicherweise hat man deshalb weggeschaut, und der Bundesregierung fehlte offenbar der Mut, den US-Bestrebungen entschieden entgegenzutreten. Es wäre jedoch sowohl die Verantwortung des BND und vor allem des Kanzleramtes gewesen, sofort zu intervenieren und gegebenenfalls die Zusammenarbeit in den rechtlich ohnehin umstrittenen Projekten zu beenden. Das ist aber offenbar nicht geschehen. Diese Unterwürfigkeit gegenüber den US-Amerikanern muss endlich ein Ende haben!</p>
<p>Ob die Bundeskanzlerin selbst von den Vorgängen in Kenntnis gesetzt wurde, ist derzeit noch nicht sicher. Es ist aber kaum vorstellbar, dass ihr Kanzleramtschef von solchen Vorgängen weiß und seine Chefin nicht unterrichtet. Eines ist aber klar: Angesichts der Dimension der Vorwürfe muss es am Ende auch personelle Konsequenzen geben, an der Spitze des BND ebenso wie im Kanzleramt. Momentan ist vor allem der frühere Kanzleramtschef de Maizière in der Kritik, aber auch sein Vorgänger Steinmeier und sein Nachfolger Pofalla sind längst nicht „aus dem Schneider“ und werden im Untersuchungsausschuss vielleicht sogar unter Eid aussagen müssen. Thomas de Maizière wird voraussichtlich schon am 6. Mai dem Parlamentarischen Kontrollgremium Rede und Antwort stehen. Danach wissen wir hoffentlich mehr.</p>
<p>Bilder: <a href="http://www.flickr.com/photos/95284782@N06/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">marsmet548</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Subversion! &#8211; Digitale Presseschau KW 33</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Aug 2013 14:55:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Sind wir gegenüber den scheinbar allmächtigen Geheimdiensten machtlos? Der Blogger Michael Seemann meint nein und verweist auf die Chancen von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sind wir gegenüber den scheinbar allmächtigen Geheimdiensten machtlos? Der Blogger Michael Seemann meint nein und verweist auf die Chancen von Open Data und Open Source. Trotzdem erleben wir aktuell eine staatliche Neu-Interpretation der Privatsphäre. Und während deutsche E-Mail-Provider auf scheinheilige Weise suggerieren, ihre Mails wären nun vor Überwachung sicher, befassen sich andere mit der Online-Kommunikation deutscher Politiker: Doch auch da sieht es mit der Sicherheit eher schlecht aus. Ein Thema für die etablierten Zeitungen, die durch subjektiven und subversiven Journalismus auch weiterhin im digitalen Medienmarkt überleben könnten. Das und mehr in der wöchentlichen Presseschau.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>http://www.youtube.com/watch?v=jqT4O62UyUo&#038;feature=youtu.be<br />
Binders full of women oder Pofalla, der so ziemlich alles beendet, was nicht bei drei auf den Bäumen ist – wer kennt sie nicht, die Internet-Memes. Frontal 21 befasst mit der Entstehung  und den Eigenheiten des unterhaltsamen Phänomens, das Wahlkämpfern nun schon länger das Leben schwer macht.</p>
<h3><a href="http://www.ctrl-verlust.net/10-thesen-zum-neuen-spiel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Game over?</a></h3>
<p>Game over. Vorerst. Der Blogger Michael Seemann zieht auf seinem Blog „ctrl+verlust“ Lehren aus dem NSA-Fall: Wir hätten die Kontrolle über unsere eigenen Daten verloren, die Privatsphäre sei tot, der Datenschutz bankrott, Gegenwehr kaum mehr möglich. Denn wer mit genug Macht ausgestattet sei, werde sich über alle Regelungen hinwegsetzen um Daten zu sammeln und sie auszuwerten. Aber der Kampf gegen Überwachung müsse weiter gehen. Und zwar mithilfe von mehr Transparenz und mehr Vernetzung: Open Data und Open Source würden es dem Bürger ermöglichen, die Mächtigen besser zu kontrollieren und effektiver in die Schranken zu weisen.  „Aktivistisches Big Data“, also eine intelligente Nutzung moderner Informationstechnologien zur Erfassung und Auswertung politischer Daten – das sei eine Möglichkeit, mit zivilem Selbstbewusstsein im neuen Spiel „Weltöffentlichkeit vs. Staaten“ zu bestehen.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/debatte-ueber-digitale-spionage-wie-sich-die-grenze-der-privatsphaere-verschiebt-1.1745634" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neuer Standard?</a></h3>
<p>Unbegrenztes Sammeln von Daten ja, unbegrenzte Auswertung der Daten nein. Auf diese Formel bringt Johannes Kuhn die aktuelle Verschiebung der Privatsphäre. „Die Nachrichtendienste der USA, (…) und Großbritanniens haben uns zugesagt, dass es keine flächendeckende Datenauswertung deutscher Bürger gibt.&#8221; So zitiert Kuhn den Kanzleramtsminister Ronald Pofalla in der Süddeutschen Zeitung. Dieses Statement schließe die flächendecken Sammlung von Daten allerdings explizit nicht aus. Auf diese Weise würden die digitalen Bürgerrechte einer neuen Interpretation unterzogen, die unserem bisherigen Grundverständnis von Privatsphäre – nämlich dem Schutz der eigenen Daten vor umfassender Sammlung – widersprechen. Letztendlich hänge die Gesamtinterpretation der Geheimdienst-Affäre durch die Bevölkerung davon ab, wie sehr die Bürger auf einen verantwortungsvollen Umgang der Regierung mit ihren Möglichkeiten vertrauen.</p>
<h3><a href="http://www.welchering.de/2013/08/12/deutschland-will-den-gl%C3%A4sernen-b%C3%BCrger-kommentar/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trickserei</a></h3>
<p>Geheimdienste können unsere E-Mails auch weiterhin ohne große Hindernisse mitlesen, behauptet Peter Welchering in einem Beitrag für WDR5. Und das trotz der Ankündigung von GMX, Telekom und web.de, E-Mails in Zukunft verschlüsselt zu verschicken. Der Grund: Um Zugriff auf die „transportverschlüsselten“  E-Mails zu erhalten, bedürfe es nicht mal eines Originalschlüssels, sondern lediglich eines Zertifikats, das leicht gefälscht oder von den Servern der Zertifikatsanbieter gestohlen werden könne. Geheimdienste würden sich solche Zertifikate „im nationalen Interesse“  sogar direkt von den Anbietern schicken lassen. Außerdem werden die E-Mails auch weiterhin unverschlüsselt auf den Servern der E-Mail-Provider gespeichert. Jeder, der sich Zugang zu diesen Servern verschaffe, könne die Nachrichten nach wie vor einsehen. Damit sei die neue „sichere E-Mail“ von Telekom und Co. nichts mehr als ein PR-Trick.</p>
<h3><a href="http://www.golem.de/news/e-mail-verschluesselung-keine-liebe-auf-den-zweiten-blick-1308-100902-2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Giftiges Fleisch</a></h3>
<p>Digitale Selbstverteidigung, Krypto-Partys, Verschlüsslung von E-Mails: Über all dies schreiben auch die etablierten Medien seit Monaten. Wie steht es damit in der Politik? Einer Umfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge sieht es eher mau aus, schreibt Friedhelm Geis auf golem.de. 72 Prozent aller Parlamentarier gaben an, ihre eigenen E-Mails nie zu verschlüsseln. Eine der wenigen Ausnahmen ist Katharina Nocun, die Geschäftsführerin der Piraten:  „Es gibt Dinge, die würde ich auch auf Postkarten schreiben. Für alles andere nutze ich Verschlüsselung&#8221; sagte sie golem.de. Auch Friedhelm Geis plädiert in seinem Text dafür, die Verschlüsselung von E-Mails im Alltag zu nutzen. Trotzdem hat der Einwand des Grünen-Politikers Konstantin von Notz seine Berechtigung: „Das ist so, als wenn Sie den Leuten sagen: Es ist giftiges Fleisch im Umlauf, aber ihr habt ja gute Testgeräte, mit denen ihr vorher die Nahrung testen könnt.&#8221;</p>
<h3><a href="http://www.freitag.de/autoren/the-guardian/happy-filesharing" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zehn Jahre PirateBay &#8211; und jetzt?</a></h3>
<p>Die Bit-Torrent Plattform PirateBay feiert ihren zehnten Geburtstag – trotz aller Klagen und zwischenzeitlichen Sperrungen, der sie ausgesetzt war. Für viele sei PirateBay ein Symbol der Webfreiheit geworden, in dem Gegenkultur gelebt werden könne, schreibt Loz Kaye auf „freitag.de“. Seit Bestehen der Plattform streiten Hackaktivisten mit der Entertainment-Industrie darüber, ob durch Plattformen wie Pirate Bay im engeren Sinne und Internetfreiheit im weiteren Sinne kulturelle Werte geschaffen werden, oder nicht. Mittlerweile aber sei der Kampf um PirateBay „hohl geworden“:  Sperrungen könnten die Plattform nur noch kurzfristig beinträchtigen. Gleichzeitig seien immer weniger Regierungen bereit, lediglich Unternehmensinteressen mit ihrer Netzpolitik zu vertreten und würden vorgesehene Seiten-Sperrungen wieder aufheben. Es sei an der Zeit, dass nun auch die Unterhaltungsindustrie  ihren Widerstand gegen den technologischen Fortschritt aufgebe und das „ermüdende Piratennarrativ“ hinter sich lasse.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/miriam-meckel-zur-zeitungsdebatte-die-luecke-des-teufels-a-916134.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Subjektiv und subversiv</a></h3>
<p>Wie kann eine Zeitung im digitalen Medienmarkt überleben? Diese Frage stellt sich Miriam Meckel auf Spiegel Online. Ihre Antwort: „Mit einer Strategie der anachronistische Gegenakzente“: Das erfordere zum einem Subjektivität. Die Zeitung könne sich als Individualmedium mit eigener Meinung  von der „Objektivität“ im Netz, in dem alle Trends berechnet werden, abgrenzen. Zum anderen sei die Zeitung die letzte verbliebene Schutzzone der intellektuellen Privatsphäre, ein liberales Medium der Selbstbestimmung. Und drittens verfüge die Zeitung über subversives Potenzial: „Im Umfeld der digitalen Informationsmärkte aus berechneten Präferenzen“ biete sie – beispielsweise durch kontroverse Akzente und neue Berichtsformen – ein echtes Kontrastprogramm.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wir halten die Kernenergie für richtig&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/wir-halten-die-kernenergie-fuer-richtig-4236/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 17:02:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Klimapolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
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		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Automobilkrise]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Donnerstag, den 29.01.09 war CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Er beantwortete Fragen der Chatter zur kommenden Bundestagswahl, zur CDU-Parteiprogrammatik und möglichen Koalitionspartnern. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag, den 29.01.09 war CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Er beantwortete Fragen der Chatter zur kommenden Bundestagswahl, zur CDU-Parteiprogrammatik und möglichen Koalitionspartnern. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Herzlich willkommen beim tagesschau-Chat im ARD-Hauptstadtstudio. Mein Name ist Corinna Emundts. Ich darf den CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla herzlich begrüßen, der<br />
inzwischen samt Pressesprecher Matthias Barner eingetroffen ist. Herr<br />
Pofalla, danke dass sie für uns Zeit haben &#8211; sind Sie bereit?<b> </b>
</p>
<p><b></b></p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>: Ich bin bereit!
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Die erste Frage an Sie ist zugleich eine, die viele User vorab als besonders wichtig bewertet haben.
</p>
<p>
<b>PAT</b>:<br />
Sehr geehrter Herr Pofalla, Sie und die CDU sprechen von der FDP als<br />
Wunschpartner, mit dem nach der Bundestagswahl im September regiert<br />
werden soll. Wie kategorisch ist diese Aussage? Sollten CDU/CSU nicht<br />
eher sagen, dass wir uns eine schwarz-gelbe Koalition wünschen und, da<br />
Wünsche nicht immer in Erfüllung gehen, gleichzeitig sagen, dass wir<br />
uns andere Konstellationen vorstellen können, wenn Inhalte der Union<br />
umgesetzt werden können? Zum Beispiel mit den Grünen?!
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Wir werden eine klare Koalitionsaussage zugunsten der FDP in unser<br />
Wahlprogramm aufnehmen. Die Schnittmengen mit der FDP sind am größten.<br />
Wir wollen eine Bundesregierung aus Union und FDP.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Weshalb wollte sich die CDU-Vorsitzende bisher dann so wenig auf die FDP festlegen?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Dieser Eindruck ist falsch. Sie hat ja unter anderem in ihrer<br />
Parteitagsrede am 1. Dezember des vergangenen Jahres in Stuttgart<br />
deutlich gemacht, dass sie die Zusammenarbeit mit der FDP will und dass<br />
sie auch eine Koalitionsaussage zugunsten der FDP will.
</p>
<p>
<b>TW</b>: Glauben Sie, dass die FDP bei der Bundestagswahl ähnlich erfolgreich sein kann wie in Hessen?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Das glaube ich nicht, weil es in Hessen ganz spezifische hessische<br />
Gründe gab, die zu diesem tollen Ergebnis der FDP beigetragen haben.
</p>
<p>
<b>me2</b>:<br />
Die CDU hat sich klar für den Bündnispartner FDP ausgesprochen,<br />
bedeutet dies im Endeffekt auch eine Abwendung von Klimazielen hin zu<br />
Zielen in der Finanz- und Wirtschaftspolitik?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Die FDP hat von Anfang an in den vergangenen zwölf Monaten nach der<br />
Wahl im Januar 2008 deutlich gemacht, dass sie nur eine Regierung mit<br />
der CDU haben will und bei dieser Aussage ist sie verlässlich und<br />
standhaft geblieben. Um diese Fragen wird es aber bei der<br />
Bundestagswahl gar nicht gehen. Zur zweiten Frage: Die Klima- und<br />
Umweltschutzpolitik der CDU bleibt ambitioniert. Wir haben in unserem<br />
Grundsatzprogramm außerordentlich ambitionierte Umweltschutzziele<br />
festgeschrieben, daran wird die FDP nichts ändern können. Wir führen<br />
einen eigenständigen Wahlkampf &#8211; Leihstimmen wird es für die FDP nicht<br />
geben.
</p>
<p>
<b>GehtsLos</b>: Um welche Fragen wird es bei der Bundestagswahl gehen?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>: Auch familienpolitische Fragen, Umweltschutzfragen, Fragen der Integrationspolitik werden ihre eigenständige Bedeutung haben.
</p>
<p>
<b>GehtsLos</b>: Familienpolitik, Umweltfragen, Integrationspolitik, und das in Zeiten der Finanzkrise?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Die drohende Klimakatastrophe ist ja nicht abhängig von<br />
Wirtschaftskrisen und die Bewältigung dieser drohenden Klimakatastrophe<br />
ist unabhängig von Konjunkturzyklen. Diese Frage ist von zentraler<br />
Bedeutung, sie wird jetzt nicht im zentralen Mittelpunkt stehen, aber<br />
sie wird die Menschen weiter bewegen.
</p>
<p>
<b>Julien B.</b>:<br />
Wird die Energiepolitik, besonders die Energiesicherheit und das damit<br />
verbundene &quot;Ja&quot; zur Kernkraft eines der Hauptwahlkampfthemen der Union?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Es wird kein Hauptwahlkampfthema sein, aber wir werden deutlich machen,<br />
dass wir die Kernenergie als Brückentechnologie für richtig halten. Wir<br />
werden uns für eine Verlängerung der Laufzeiten der vorhandenen<br />
sicheren Kernkraftwerke in Deutschland aussprechen. Damit erreichen wir<br />
Energiesicherheit und wir könnten die zusätzlichen Gewinne der<br />
Unternehmen, die sie durch die Verlängerung der Laufzeit der<br />
Kernkraftwerke erzielen, in Energiepreissenkungen und in zusätzliche<br />
Forschungsprojekte im Bereich der erneuerbaren Energien investieren.
</p>
<p>
<b>Stefan</b>: Glauben Sie, dass das Ergebnis der Hessenwahl aus der Stärke der CDU resultiert oder vielmehr aus der Schwächung der SPD?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Beides. Roland Koch hat bewiesen, dass er in den vergangenen zwölf<br />
Monaten in einer nie dagewesenen schwierigen Situation Nervenstärke und<br />
Führungskraft gezeigt hat. Die SPD ist mit zwei Köpfen drei Mal gegen<br />
dieselbe Wand gelaufen, hat das Wort gebrochen und sich dabei auch noch<br />
wohl gefühlt. Dafür ist sie abgestraft worden.
</p>
<p>
<b>Lars</b>: Wird es im Wahlkampf eine Aussage der CDU über einen Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan geben?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Diese Frage stellt sich gar nicht. Der Einsatz der Bundeswehr in<br />
Afghanistan ist unverzichtbar und wir werden jetzt mit dem neuen<br />
amerikanischen Präsidenten &#8211; aber auch unseren anderen Verbündeten &#8211;<br />
darüber zu reden haben, wie der Einsatz aller ausländischer Soldaten in<br />
Afghanistan in den nächsten Jahren ausgestaltet sein muss.
</p>
<p>
<b>Hans Müller</b>: Was wird dann das Hauptwahlkampfthema der Union sein?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Ich glaube, dass das zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht vorhergesehen<br />
werden kann. Wenn wir uns die Entwicklung der letzten drei Monate<br />
ansehen, bekommt man ja einen Eindruck davon, wie schnell und<br />
dramatisch sich die Themen verändern. Ein moderner Wahlkampf muss sich<br />
an den aktuellen Themen der Menschen, die sie für wichtig halten,<br />
orientieren und nicht an theoretischen Überlegungen, die Monate vorher<br />
unternommen worden sind.
</p>
<p>
<b>balduin</b>: Was sagen Sie zu den aktuellen Arbeitslosenzahlen? Wurden die Konjunkturprogramme zu spät gestartet?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Ganz im Gegenteil. Der Anstieg der Kurzarbeiter auf 404.000 bedeutet<br />
eine Zunahme um rund 300.000 und dies beweist, dass die Regelungen zur<br />
Kurzarbeit aus dem Maßnahmenpaket I der Bundesregierung jetzt greifen.<br />
Kurzarbeit soll ja Arbeitslosigkeit verhindern, dieses Instrument ist<br />
höchst effizient und wirksam.
</p>
<p>
<b>balduin</b>: Warum wurden bei der Kfz-Steuerreform die großen Spritfresser und CO2-Abgasschleudern nicht stärker zur Kasse gebeten?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Ich bin erstmal riesenfroh darüber, dass nach einer jahrelangen<br />
Diskussion wir zum 1.7. diesen Jahres die Kfz-Steuer zu einer<br />
CO2-orientierten Steuer umbauen werden. Damit wird der richtige Anreiz<br />
gesetzt, CO2-arme Autos zu kaufen, weil man dadurch insgesamt den<br />
CO2-Ausstoß bei den Automobilen reduzieren will.
</p>
<p>
<b>kay</b>: Wie ökologisch durchdacht ist Ihrer Meinung nach die Abwrackprämie?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Bei der Abwrackprämie geht es ja vor allem darum, den eingebrochenen<br />
Automobilverkauf neu anzuregen. In Deutschland ist jeder siebte<br />
Arbeitsplatz direkt oder indirekt von der Automobilindustrie abhängig<br />
und jetzt geht es darum, insbesondere alte Autos, die älter als 9 Jahre<br />
sind, aus dem Verkehr zu nehmen und die neuen Autos werden deutlich<br />
CO2-ärmer sein als diese alten Autos. So gesehen ist auch die<br />
Abwrackprämie eine Prämie, die eine klare eindeutige ökologische<br />
Komponente hat.
</p>
<p>
<b>me2</b>: Ist ein der CDU<br />
nahestehender Wähler, der eine Abweichung der CDU von energischen<br />
Klima- bzw. Energiezielen realisiert, nicht besser beraten, die Grünen<br />
zu wählen, um ein Bündnis, das sich nur aus CDU und FDP zusammensetzt,<br />
zu vermeiden?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>: Die Frage verstehe ich  nicht.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
Ich versuche, zu übersetzen: Wenn ein CDU-Fan befindet, dass die CDU<br />
derzeit nicht grün genug ist, wäre er dann besser beraten, grün zu<br />
wählen, um Schwarz-Grün zu erhalten und Schwarz-Gelb zu verhindern?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Die Klimaschutzziele der CDU sind so ambitioniert, dass wir zum<br />
Zeitpunkt unserer Beschlüsse offensiver beim Klima- und Umweltschutz<br />
waren als es die geltende Beschlusslage der Grünen im Dezember 2007<br />
wiedergab. Im Anschluss daran haben die Grünen einen Großteil unserer<br />
Klimaschutzziele übernommen und sind an einer speziellen Stelle über<br />
unsere Beschlusslage hinausgegangen. Ich würde ihnen empfehlen, das<br />
Original zu wählen und CDU zu wählen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
Übrigens fällt auf, dass Sie als alter Schwarz-Grün-Fan sich irgendwie<br />
um das Thema drücken : Bei der ersten Frage hatten Sie auch nicht<br />
darauf reagiert. Gibt es dafür einen Grund? Ist Schwarz-Grün für Sie<br />
immer noch eine Option, an die Sie gerne denken, auf die Sie neugierig<br />
wären? Schließlich könnten Sie die Union ein bisschen verändern?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Dass ich persönlich ökologisch ausgerichtet bin und der Frage der<br />
Ökologie eine zentrale Bedeutung beimesse, ist nicht neu. Und in der<br />
Tat: Ich bin bei der schwarz-grünen Pizza-Connection am Beginn der 90er<br />
Jahre bei der Gründung mit dabeigewesen. Aber es bleibt dabei: Ich<br />
persönlich und auch die CDU halten eine Koalitionsaussage zugunsten der<br />
FDP für richtig, weil ich glaube, dass man ökologische Fragen mit<br />
ökonomischen Fragen zusammen verbinden muss und genau diese Verbindung<br />
klappt mit der FDP bestens.
</p>
<p>
<b>JuppZupp</b>: Wie unterscheidet sich eigentlich noch die CDU von der FDP?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Die CDU ist die Partei der sozialen Marktwirtschaft. Zur sozialen<br />
Marktwirtschaft gehören Freiheit und Sicherheit als zwei Seiten ein und<br />
derselben Medaille zusammen. Die einseitige Betonung der FDP nur des<br />
Marktes entspricht überhaupt nicht dem breit aufgestellten<br />
programmatischen Anspruch der CDU.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Es kommen viele Nachfragen zu Ökologie/CDU/Abwrackprämie:
</p>
<p>
<b>Aaron</b>:<br />
Zur ökologischen Komponente: Ist es nicht so, dass es ökonomisch und<br />
auch ökologisch effizienter ist, ein altes Auto &quot;runterzufahren&quot;? Das<br />
ZDF behauptete dies in seiner letzten Sendung &quot;Abenteuer Wissen&quot;.
</p>
<p>
<b>Fredson999</b>:<br />
Weder die Abwrackprämie noch die Kfz-Steuer setzten ein Zeichen für die<br />
Umwelt, die Autoindustrie wird unterstützt. Warum wird das<br />
Konjunkturpaket nicht dazu genutzt, eine klares Zeichen für ÖPNV zu<br />
setzten und diesen zu subventionieren? Arbeitsplätze, die in der<br />
Autoindustrie verloren gehen, werden dort neu entstehen.
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Die ganzen Berechnungen zeigen, dass die Herausnahme insbesondere der<br />
über neun Jahre alten Autos und der Anreiz, neue Autos zu kaufen, die<br />
die Euronorm 4 erfüllen, zu einer erheblichen Reduzierung des<br />
CO2-Ausstoßes beitragen. Und deshalb ist die Abwrackprämie auch eine<br />
Umweltprämie und ein guter Beitrag zur CO2-Reduktion. Die<br />
Arbeitsplätze, die wir in der Automobilindustrie haben, sind<br />
außerordentlich wichtig. weil sie auch die Zukunft hunderttausender von<br />
Menschen sichern. Und deshalb war es richtig, dass sich die<br />
Bundesregierung hier auf die Sicherung dieser Arbeitsplätze<br />
konzentriert hat.
</p>
<p>
<b>TOBL</b>: Herr Pofalla, Sie sagen, dass die CDU<br />
die Partei der sozialen Marktwirtschaft sei, während die FDP an einer<br />
einseitigen Betonung des Marktes festhalte. Wären dann nicht<br />
Sozialdemokraten oder Grüne die sinnvolleren Koalitionspartner der CDU?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Dass bei der SPD der Markt besonders betont wird, sehe ich auch nicht,<br />
aber die SPD ist immer eine Partei gewesen, die staatliche Eingriffe<br />
und Regulierungen für richtig hält und nie darüber nachdenkt, wie sie<br />
vielleicht auch einmal zurückgenommen werden können. Die Grünen<br />
verstehen viel von Ökologie aber so gut wie gar nichts von Ökonomie.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Vergessen Sie da nicht Schröder und die Agenda 2010?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Die Agenda 2010 hat dazu beigetragen, dass wir mehr Geld als jemals<br />
vorher in Deutschland für Soziales ausgegeben haben, beim<br />
Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II ausgeben. Wenn man<br />
vergleicht, was vorher für Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe ausgegeben<br />
wurde, dann geben wir heute zwischen drei und fünf Milliarden Euro mehr<br />
aus. Eine Zurücknahme des Staates und eine Reduzierung staatlicher<br />
Ausgaben kann ich darin nicht erkennen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Die CDU hat die Agenda 2010 mit unterstützt und Merkel lobt sie heute noch.
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Die Kritik, die ich geübt habe, bezieht sich ja nicht auf das neue<br />
System, sondern versuchte, dem Einwand zu begegnen, dass Schröder nun<br />
mit der Agenda 2010 volkswirtschaftlich gesehen besonders ökonomisch<br />
gehandelt hätte.
</p>
<p>
<b>Jan87</b>: Haben Sie denn die Agenda 2010 nicht im Bundestag/-rat unterstützt und sogar verändert?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Wir haben zusätzliche neue Arbeitsplätze in einer Größenordnung von bis<br />
zu 1,6 Millionen Arbeitsplätzen, wir haben in den vergangenen drei<br />
Jahren das größte Wirtschaftswachstum dieses Jahrzehnts und wir hatten<br />
das Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes fast erreicht. Und schließlich<br />
haben wir die Sozialversicherungssysteme wieder zukunftsfest gemacht<br />
und wir haben die Arbeitslosigkeit in der Spitze um über zwei Millionen<br />
abgebaut.
</p>
<p>
<b>frankk</b>: Sind Sie zufrieden mit dem was die Große Koalition bisher geleistet hat?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Ich glaube, dass die Große Koalition eine gute Bilanz vorweisen kann.<br />
Wir haben eine Abnahme der Arbeitslosigkeit in einem Umfang von fast<br />
zwei Millionen Arbeitslosen gehabt.
</p>
<p>
<b>TOBL</b>: SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier sagt, das Konjunkturpaket sei zu 90 Prozent sozialdemokratisch, was entgegen Sie ihm?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Ein putziger Beitrag des Kanzlerkandidaten der SPD. Die SPD wollte<br />
Steuern erhöhen, wir senken Steuern. Hieran wird alleine deutlich, wer<br />
sich durchgesetzt hat.
</p>
<p>
<b>SusiSun</b>: Wie werden die nachfolgenden Generationen die Rekordschulden tilgen?
</p>
<p>
<b>lollo</b>:<br />
Was tut die CDU konkret, um eine weitere Schuldenzunahme zu Lasten der<br />
jungen Generation einzuschränken? Das Konjunkturpaket I und II stellen<br />
immerhin eine enorme Belastung dar, sind aber in ihrer Wirkung<br />
umstritten.
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>: Es wird einen klaren<br />
Tilgungsplan geben. Die zusätzlichen Schulden durch das Maßnahmenpaket<br />
I und II werden in einen Fonds kommen und dieser Fonds wird in den<br />
nächsten Jahren schnell getilgt werden. Zusätzlich sprechen wir uns zum<br />
Schutz der jungen Generationen klipp und klar für die Aufnahme einer<br />
Schuldenbremse im Grundgesetz aus. Hier müssen sich vor allem die<br />
Sozialdemokraten endlich bewegen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
Die Kanzlerin wertet die Konjunkturpakete der Koalition als<br />
erfolgreiche Maßnahme im Kampf gegen die Finanzkrise, die FDP fordert<br />
Nachbesserungen. Was spricht da eigentlich gegen die Fortsetzung der<br />
Großen Koalition mit der SPD?
</p>
<p>
<b>balduin</b>: Wenn<br />
durch die Agenda 2010 viele Arbeitsplätze geschaffen wurden und die<br />
große Koalition erfolgreich gearbeitet hat, warum wollen Sie dann nicht<br />
mit der SPD weiterregieren?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>: Eine<br />
Demokratie zeichnet sich dadurch aus, dass die unterschiedlichen<br />
Grundströmungen auch immer in eine Alternativstellung gebracht werden.<br />
Wir haben von Anfang an deutlich gemacht, dass wir die große Koalition<br />
aufgrund des Wahlergebnisses für vier Jahre für richtig halten &#8211; aber<br />
eben darüber hinaus sie auch nicht fortsetzen wollen. Also ersteinmal<br />
habe ich nicht gesagt, dass durch die Agenda 2010 viele Arbeitsplätze<br />
geschaffen worden sind. Ich halte die Agenda 2010 in Teilen für<br />
richtig, aber vieles von dem war auch falsch. Und Schröder hat die<br />
Agenda 2010 erst aufgelegt, als das Kind bereits in den Brunnen<br />
gefallen war. Das zeigt, dass Sozialdemokraten immer erst zu spät<br />
reagieren und ich wünsche mir eine Regierung, die so flexibel und<br />
sensibel reagiert, dass man auf strukturelle Schwierigkeiten so früh<br />
wie möglich reagiert&#8230;
</p>
<p>
<b>aleks</b>: Wieviel Prozent trauen sie der SPD bei der nächsten Bundestagswahl zu?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Die SPD liegt im 20-Prozent-Turm. Noch vor einigen Jahren hatte sie die<br />
Chance, auf Ende-20 zu kommen. Da sie ihr Verhältnis zur Linkspartei<br />
nicht geklärt hat, wird die Linkspartei ihr weiter Stimmen abnehmen und<br />
nun besteht die Gefahr, dass der 20-Prozent-Turm sich eher an 20<br />
Prozent orientiert.
</p>
<p>
<br />
<b>Eugen</b>: Was halten Sie von Frank-Walter Steinmeier?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Frank-Walter Steinmeier ist kein guter stellvertretender<br />
SPD-Vorsitzender. Er hat die Beschlüsse, die die SPD in die<br />
Schwierigkeit mit der Linkspartei gebracht haben, zu verantworten. Er<br />
hat sich nicht in den vergangenen zwölf Monaten gegen die hessische SPD<br />
gestellt und den Wortbruch der hessischen SPD kritisiert. In dieser<br />
Frage hat der stellvertretende SPD-Vorsitzende Steinmeier der SPD<br />
geschadet.
</p>
<p>
<b>gans</b>: Es findet eine weltweite<br />
Politikwende statt, Stichwort Obama. Steht die wirtschaftsliberale CDU<br />
nicht für die Politik von gestern?
</p>
<p>
<b>börder11</b>: Was erhoffen Sie sich von Obama?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Ich kann jetzt gar nicht erkennen, wo zwischen der praktischen Politik,<br />
die Obama in den wenigen Tagen seiner Präsidentschaft deutlich gemacht<br />
hat, ein Unterschied zur CDU zu erkennen ist. Er hat jetzt den Versuch<br />
unternommen, ein umfangreiches Konjunkturprogramm für die USA<br />
umzusetzen. Wir haben bereits zwei Maßnahmenpakete beschlossen. Ich<br />
erhoffe mir von Obama, dass wir eine neue Belebung des<br />
transatlantischen Verhältnisses bekommen und dass Europa im<br />
deutsch-amerikanischen Verhältnis eine zentrale Rolle behält.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Kommen wir zum Thema Bildung. Hier eine der im Pre-Chat hoch bewerteten Fragen:
</p>
<p>
<b>Advocat</b>:<br />
Sehr geehrter Herr Pofalla, die Wirtschaft und Politik sind einer<br />
Meinung, dass mehr hochqualifizierte Menschen gebraucht werden. Warum<br />
wird aber im Gegenzug der Zugang zum Studium erschwert, indem bspw.<br />
hohe finanzielle Hürden geschaffen werden und die Studienzeit nicht<br />
einmal mehr auf die Rente anrechenbar ist?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Der Zugang zum Studium ist doch eher erleichtert worden in den letzten<br />
Jahren. Das Bafög ist erhöht worden, um nur ein Beispiel zu nennen. Und<br />
genau damit soll doch gerade finanzschwächeren Studenten die<br />
Möglichkeit zu einem Studium gegeben werden. Auf dem Bildungsgipfel ist<br />
deutlich beschlossen worden, dass insgesamt die Ausgaben für Bildung<br />
und Hochschule in Deutschland deutlich erhöht werden müssen. Alles das<br />
halte ich für richtig.
</p>
<p>
<b>Jan87</b>: Als Student kann ich das ganz und gar nicht bestätigen.
</p>
<p>
<b>ole</b>: Bafög Erhöhung gleicht doch nicht mal die Inflation aus&#8230;
</p>
<p>
<b>suppi</b>: Wer bekommt heute noch Bafög? Das ist doch eine Minderheit.
</p>
<p>
<b>blub</b>: Studiengebühren sprechen aber genau vom Gegenteil.
</p>
<p>
<b>Haifa2009</b>: Welches Konzept bieten Sie, um mehr junge Erwachsene zu einem akademischen Uni-/FH-Abschluss zu bewegen?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
In dem wir die Bildungsdurchlässigkeit propagieren. Wir halten es für<br />
richtig, dass berufliche Abschlüsse &#8211; sei es der Gesellenbrief oder der<br />
Meisterbrief &#8211; Eingangsvorraussetzungen sein sollen, um studieren zu<br />
können.
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>: Studiengebühren sollen<br />
ja zu 100 Prozent den Universitäten zur Verbesserung ihrer Situation<br />
zur Verfügung stehen und wirken sich deshalb außerordentlich positiv<br />
auf die Studienbedingungen der Studenten aus. Im Übrigen ist es<br />
Länderangelegenheit, über Fragen der Studiengebühren zu entscheiden und<br />
keine Bundesangelegenheit.
</p>
<p>
<b>besserwisser1</b>: Das<br />
meinen Sie doch nicht im Ernst? An meiner Hochschule sieht es ganz<br />
anders aus! Studiengebühren sollen zur Renovierung und Sanierung<br />
eingesetzt werden?! Kaum einer bekommt Bafög und nahezu jeder muss fast<br />
Vollzeit arbeiten um auch nur annähernd über die Runden kommen! Das<br />
kann Ihnen doch nicht entgehen!
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Zur Verbesserung der Situation von Studenten zählt doch unter anderem<br />
auch die Verbesserung der gebäudlichen Situation der Hochschulen.<br />
Dieses Geld wird doch so gesehen ausschließlich zur Verbesserung der<br />
Situation der Studienbedingungen von Studenten eingesetzt. Ich bleibe<br />
dabei: Der Anteil der Bafög-Bezieher steigt in den letzten Jahren und<br />
im übrigen will ich aus meiner eigenen Studien-Vita sagen: Ich habe<br />
während meiner beiden Studien, die ich begangen und abgeschlossen habe,<br />
selber immer arbeiten müssen, um mir das Studium zu finanzieren. Ich<br />
kann nicht erkennen, dass mir das geschadet hat.
</p>
<p>
<b>blub</b>:<br />
An meiner Uni merke ich nichts von besseren Studienbedingungen durch<br />
die Studiengebühren. Überfüllte Kurse, schlechte Ausstattung usw. sind<br />
hier immer noch normal. Wenn ich mit dem Argument rangehe &quot;Ich bezahle<br />
was dafür, ich will was dafür bekommen&quot; &#8211; kann man studieren in<br />
Deutschland vergessen.
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>: Aber es<br />
bleibt dabei: Die Länder, die Studiengebühren erheben, können in allen<br />
Fällen nachweisen, dass das Aufkommen der Studiengebühren zu 100%<br />
Prozent den Hochschulen zur Verfügung gestellt wird. Und diesen Ansatz<br />
halte ich für richtig&#8230;
</p>
<p>
<b>Christoph R.</b>: Was<br />
wollen Sie in Zukunft unternehmen, damit nicht noch mehr junge Ärzte,<br />
die gerade erst ihr Studium abgeschlossen haben in Deutschland, ins<br />
Ausland wechseln, weil die dortigen Arbeitsbedingungen (Lohn, Zeit<br />
etc.) deutlich besser sind?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Deshalb haben wir gerade mit der Gesundheitsreform, die seit dem 1.1.<br />
diesen Jahres umgesetzt worden ist, rund zweieinhalb Milliarden Euro<br />
mehr für die Arztvergütung in Deutschland zur Verfügung gestellt. Wir<br />
wollen, dass Ärzte in Deutschland gut und ausreichend vergütet werden.
</p>
<p>
<b>knorr</b>:<br />
In der deutschen Bildungspolitk ist innerhalb der Länder und des Bundes<br />
in den letzten Jahren eine unglaubliche Hektik entstanden &#8211; alles muss<br />
reformiert werden. Ob es die Hochschulabschlüsse oder die Bildungspläne<br />
sind. Schüler, Eltern, Lehrer, Studenten und Hochschulabgänger sind<br />
unzufrieden und nach jeder Studie wird alles nur noch weiter<br />
beschleunigt. Wie könnte Ihre Partei es schaffen dies zu<br />
entschleunigen, Druck herauszunehmen, den Menschen wieder Vertrauen in<br />
die Bildung zu geben? Wird das Thema Bildung auch Bundeswahlthema sein,<br />
obwohl es weiterhin Ländersache bleibt?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Ich glaube, dass Thema Bildung wird weiter von zentraler Bedeutung<br />
sein, weil sich Deutschland gerade im Übergang von der<br />
Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft befindet. Dass sich<br />
unsere Bildungsinstitutionen reformieren mussten, zeigen alle<br />
internationalen Vergleiche und Ruhe kann nun wirklich nicht an der<br />
Bildungsfront das oberste Ziel sein. Oberstes Ziel muss es sein, sowohl<br />
die Institution Schule als auch die Institution Hochschule so zu<br />
verändern, dass wir mit den internationalen Standards Schritt halten<br />
können.
</p>
<p>
<b>iSoul</b>: Versuchen Sie mal, unter den<br />
aktuellen Bedingungen noch einmal zu studieren. Das Bachelor-Studium<br />
macht das Arbeiten nebenher fast unmöglich!
</p>
<p>
<b>tim</b>: Was halten sie von Ganztagsschulen?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Ich glaube, dass Ganztagesschulen von immer größerer Bedeutung werden.<br />
Deshalb bin ich der Auffassung, dass die Erhöhung der Investitionen in<br />
den Bereich Schule notwendig sind, um überhaupt an vielen Schulen<br />
Ganztagsangebote unterbreiten zu können. Ich glaube, dass das ein<br />
Zukunftsweg ist, der noch energischer beschritten werden muss.
</p>
<p>
<b>tim</b>: Wie könnte man Deutschland familienfreundlicher machen?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Indem wir den Eltern, die Kinder in die Welt gesetzt haben, zusätzliche<br />
weitere Hilfen geben. Die Einführung des Elterngeldes war richtig, ist<br />
aber im wesentlichen auf zwölf Monate beschränkt worden. Sobald wir<br />
dafür wieder finanzielle Möglichkeiten haben, muss man über die<br />
Verlängerung des Elterngeldes nachdenken und entscheiden.
</p>
<p>
<b>Margret</b>: Herr Pofalla, was halten Sie vom Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Ich stehe diesem Ansatz eher skeptisch gegenüber.Ich glaube, dass<br />
staatliche Leistungen an Voraussetzungen gebunden sein müssen, weil<br />
sonst der Anteil der Menschen steigen wird, die sich auf diesen<br />
bedingungslosen Grundeinkommen ausruhen.
</p>
<p>
<b>Dennis Neubert</b>:<br />
Es ist eine wahre Armut, dass die Wirtschaft erst zusammenbrechen muss,<br />
dass mehr in Bildung investiert wird! Was meinen Sie dazu?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Das Thema Bildung ist seit Jahren ein zentrales Thema und der<br />
Bildungsgipfel war übrigens terminlich schon festgelegt zu einem<br />
Zeitpunkt, da hat kein Mensch über die Wirtschaftskrise geredet&#8230;
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Thema schon, aber handeln?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
&#8230;die Wirtschaftskrise hat allerdings uns noch einmal deutlich vor<br />
Augen geführt, wie wichtig das Thema Bildung ist. Je höher die Bildung,<br />
je geringer die Wahrscheinlichkeit auf Arbeitslosigkeit. Man kann immer<br />
mehr tun. Aber auf dem Bildungsgipfel ist ja vereinbart worden, die<br />
Ausgaben für Bildung und Forschung bis zum Jahre 2015 auf 10 Prozent<br />
des Bruttosozialproduktes zu steigern. Wenn dieses Ziel erreicht wird,<br />
haben wir einen Meilenstein in die Zukunft gelegt.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
Wir haben im Chat nebenbei eine (nicht repräsentative) Umfrage unter<br />
den Usern gemacht &#8211; ob die Fortsetzung der Großen Koalition gewünscht<br />
ist. Hier das Ergebnis: 22 Prozent für, 78 Prozent gegen Fortsetzung &#8211;<br />
Herr Pofalla, wollen Sie darauf kurz reagieren?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>: Wunderbar. Ich teile die Mehrheitsmeinung der User.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
(Er lacht ziemlich breit.) Die Süddeutsche Zeitung schreibt heute über<br />
die &quot;verunsicherte CDU&quot; und den Eiertanz der Vorsitzenden um eine<br />
undefinierte Mitte: War es ein Fehler, dass Sie den Slogan &quot;Die Mitte&quot;<br />
für sich ausgesucht haben?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>: Es<br />
war ein richtiger Schachzug. Wir haben damit deutlich gemacht, dass die<br />
SPD sich von Schröders &quot;Neuer Mitte&quot; endgültig verabschiedet hat. Und<br />
wir haben deutlich gemacht, dass die CDU die Partei der Leistungsträger<br />
in unserer Gesellschaft ist &#8211; der Menschen, die arbeiten und für andere<br />
sorgen, der Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, der<br />
Menschen, die der Hilfe bedürfen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Eine persönliche User-Frage an Sie zum Schluss 😉
</p>
<p>
<b>TSG</b>: Sehen Sie sich als einen möglichen Nachfolger für Angela Merkel?
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Ich bin Generalsekretär der CDU Deutschland. Mir macht der Job riesig<br />
Spaß und ich will mit Angela Merkel als Bundeskanzlerin und<br />
CDU-Vorsitzenden die Wahlen im September gewinnen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Das war aber eine sehr vorgedruckte Antwort, also nochmal:
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>:<br />
Angela Merkel ist eine tolle CDU-Vorsitzende und eine Bundeskanzlerin,<br />
die Deutschland sicher in die Zukunft führt. Beide Ämter werden von ihr<br />
super ausgefüllt. Es gibt überhaupt keinen Bedarf an irgendeiner<br />
Veränderung.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Okokok, capito! Sie können<br />
nicht aus der Rolle&#8230; Das war bereits eine gute Stunde hier im<br />
tagesschau-Chat. Herzlichen Dank, Ronald Pofalla, dass Sie sich hier im<br />
ARD-Hauptstadtstudio Zeit für die Diskussion mit den Lesern von<br />
tagesschau.de und politik-digital.de genommen haben. Ein Dankeschön<br />
auch an unsere User für die vielen Fragen, die wir leider nicht alle<br />
stellen konnten. In kurzer Zeit finden Sie das Protokoll dieses Chats<br />
auf unserer Homepage. Das tagesschau.de-Team wünscht allen noch einen<br />
schönen Tag.
</p>
<p>
<b>Ronald Pofalla</b>: Ich bedanke mich wirklich für die tollen Fragen und wenn ich von der ARD noch einmal eingeladen werde, komme ich gerne wieder.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ich halte nichts davon, einen spezifisch ostdeutschen Wahlkampf zu führen&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/ich-halte-nichts-davon-einen-spezifisch-ostdeutschen-wahlkampf-zu-fuehren-181/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/ich-halte-nichts-davon-einen-spezifisch-ostdeutschen-wahlkampf-zu-fuehren-181/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[hworch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Ronald Pofalla]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="normal">
<b><b>Ronald Pofalla, Fraktionsvize der 
CDU/CSU-Bundestagsfraktions, war am 12. August zu Gast im tacheles.02 
Live-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de. Thematisiert 
wurden u.a. die Äußerungen Stoibers über die ostdeutschen 
Wähler, die Aussichten auf eine Schwarz-Gelbe Mehrheit nach 
der Wahl und das Verhältnis der CDU zu den Gewerkschaften</b></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="normal">
<b><b>Ronald Pofalla, Fraktionsvize der<br />
CDU/CSU-Bundestagsfraktions, war am 12. August zu Gast im tacheles.02<br />
Live-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de. Thematisiert<br />
wurden u.a. die Äußerungen Stoibers über die ostdeutschen<br />
Wähler, die Aussichten auf eine Schwarz-Gelbe Mehrheit nach<br />
der Wahl und das Verhältnis der CDU zu den Gewerkschaften</b></b><!--break-->
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Liebe Politik-Interessierte,<br />
willkommen im tacheles.02-Chat. Die Chat-Reihe tacheles.02 ist ein<br />
Format von tagesschau.de und politik-digital.de und wird unterstützt<br />
von tagesspiegel.de. Zum Chat ist heute der Arbeitsmarktexperte<br />
der CDU, Ronald Pofalla ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen. Herr<br />
Pofalla, können wir loslegen mit dem 60-Minuten-Chat mit unseren<br />
Usern?
</p>
<p class="normal">
<b>Ronald Pofalla:</b> Ich freue mich<br />
darauf.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator</b>: Die Union will Wahlkampf<br />
über Inhalte reden. Jetzt redet alles über Stoibers Ost-Äußerungen<br />
Macht Sie das sauer?
</p>
<p class="normal">
<b>Ronald Pofalla:</b> Nein, das macht<br />
mich nicht sauer. Durch die Klarstellungen von Stoiber ist die Sache<br />
glaube ich erledigt.<br />
Fabrikant: Wie will Merkel Ausfälle wie den von Stoiber künftig<br />
verhindern. Solche Äußerungen schaden auch dem Wirtschaftsklima<br />
erheblich!
</p>
<p class="normal">
<b>Ronald Pofalla:</b> Individuelle Antworten<br />
von Politikern in der CDU/CSU werden von der Bundesvorsitzenden<br />
der CDU weder kontrolliert und schon gar nicht genehmigt. Das ist<br />
gut so und sollte so bleiben.
</p>
<p class="normal">
<b>Heinzpeter:</b> Merkel hat sich von<br />
Stoiber distanziert &#8211; was bedeutet das für den weiteren Wahlkampf<br />
der Union?
</p>
<p class="normal">
<b>Ronald Pofalla:</b> Frau Merkel hat<br />
sich von Stoiber nicht distanziert. Sie hat deutlich gemacht, dass<br />
wir die Wahlen im Norden und im Süden, im Westen und im Osten<br />
und damit in ganz Deutschland gewinnen wollen.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Das heißt: Stoiber<br />
darf weitermachen wie bisher? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Das heißt, dass Edmund Stoiber<br />
nach wie vor selber für seine Aussagen verantwortlich ist.
</p>
<p class="normal">
<b>Herr K.:</b> Herr Pofalla, tun wir<br />
die Sache mit Stoiber nicht einfach so ab, sondern sagen mal klar<br />
und deutlich:  Er bringt sich gerade in Verruf mit seinen nahezu<br />
diskriminierenden Äußerungen. Würde was dagegen<br />
sprechen, wenn Sie Superminister für Wirtschaft und Arbeit<br />
würden? Wären sie geeignet?
</p>
<p class="normal">
<b>Ronald Pofalla:</b> Ob ich geeignet<br />
bin, sollen andere entscheiden. Angela Merkel wird am kommenden<br />
Mittwoch ihr Kompetenzteam vorstellen und dann werden wir sehen,<br />
wen sie für geeignet gehalten hat.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Bedauern Sie, dass<br />
Sie nicht als erste Wahl für den Job des Wirtschaftsfachmannes<br />
in Merkels Kompetenzteam gehandelt werden?
</p>
<p class="normal">
<b>Ronald Pofalla:</b> Nein, weil ich<br />
erst seit gut 8 Monaten in diesem Aufgabengebiet tätig bin,<br />
hatte ich nicht die zeitlichen Möglichkeiten, mich noch breiter<br />
der Öffentlichkeit darzustellen.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Noch mal zurück<br />
zu Stoibers Äußerungen:
</p>
<p class="normal">
<b>leonid:</b> Solche Äußerungen<br />
können wieder vorkommen? Damit stellt die CDU/CSU aber nicht<br />
gerade Kampagnenfähigkeit und Geschlossenheit unter Beweis!<br />
<b><br />
Ronald Pofalla:</b> Ich glaube, dass es kein besonderes Spezifikum<br />
der CDU ist, dass Äußerungen von CDU-Politikern gemacht<br />
werden, die die Öffentlichkeit beschäftigen. Die Heuschreckendebatte<br />
von Müntefering ist ein Beispiel, dass das auch in der SPD<br />
vorkommt. Der Voodoo-ökonomische Ansatz von Frau Künast<br />
am vergangenen Sonntag, wo sie zum Kauf von in Deutschland produzierten<br />
Waren aufgerufen hat, ist ein Beispiel für die Grünen.<br />
Lafontaine und Gysi sind ad personam ohnehin betroffen &#8211; es kommt<br />
also überall vor.
</p>
<p class="normal">
<b>postmaster:</b> Müssen Sie sich<br />
nicht noch stärker um Ostdeutschland kümmern?  </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Es wird ab dem kommenden Mittwoch<br />
deutlich werden, auch durch die Vorstellung des Kompetenzteams,<br />
dass eine von Angela Merkel geführte Bundesregierung sich ihrer<br />
Verantwortung gegenüber den neuen Bundesländern bewusst<br />
ist. Ich halte nur nichts davon, einen spezifisch ostdeutschen Wahlkampf<br />
zu führen. Wir haben doch gerade von 15 Jahren, Gott sei Dank,<br />
die Deutsche Teilung beendet.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Wie konnte es dann<br />
sein, dass Frau Merkel zunächst einen Ost-Wahlkampf führen<br />
wollte? War sie schlecht beraten worden? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Ich weiß nicht, woraus Sie<br />
ziehen, dass Angela Merkel einen Ostwahlkampf führen wollte?<br />
Nach meinem Kenntnisstand und den Gesprächen, die ich mit ihr<br />
immer wieder geführt habe, war das nicht beabsichtigt.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Nachfrage zu den Ambitionen<br />
von Herrn Pofalla bezüglich des Kompetenzteams:
</p>
<p class="normal">
<b>El Caballero:</b> Aber Sie erwarten<br />
eine Berufung?? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Ich werde mich zu der Frage des<br />
Kompetenzteams nicht äußern. Diese Entscheidung obliegt<br />
ausschließlich und richtiger Weise der Kanzlerkandidatin der<br />
Unionsparteien Angela Merkel.
</p>
<p class="normal">
<b>doro343:</b> Herr Pofalla, ich las<br />
heute in der Zeitung, Sie entdeckten den &quot;Merkel-Faktor &quot;.<br />
Was ist denn das?? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Der Merkel-Faktor ist, dass die<br />
Wirtschaftsindizes etwas nach oben gehen und deutlich wird, dass<br />
auf Strecke auch der Binnenkonsum anspringen kann. Ein Zusammenhang<br />
zur desaströsen Wirtschafts- und Finanzpolitik der aktuellen<br />
rot-grünen Bundesregierung kann ohnehin nicht hergestellt werden.<br />
Er ist deshalb für mich die Erwartung auf einen Regierungswechsel<br />
unter Angela Merkel.
</p>
<p class="normal">
<b>techdax:</b> Haben wir die Teilung<br />
wirklich beendet? Ich finde, Stoibers Sprüche weisen in die<br />
Gegenrichtung. Mir ist nicht ersichtlich, warum Sie hier vor einer<br />
eindeutigeren Positionierung zurückschrecken? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Dass wir landsmannschaftliche Unterschiede<br />
in Deutschland, beispielsweise zwischen Bayern und Hamburg haben,<br />
aber auch zwischen Pfälzern und Sachsen, wird von mir nicht<br />
bestritten. Das hat aber nichts mit der alten Os-West-Teilung zu<br />
tun.
</p>
<p class="normal">
<b>Clara:</b> Guten Tag, Herr Pofalla.<br />
Erst die Äußerung von Herrn Schönbohm und nun die<br />
von Herrn Stoiber und den unmögliche 45%-Wahlquote für<br />
die CDU &#8211; ist es etwa Kalkül, um die Wahl von Frau Merkel zur<br />
Bundeskanzlerin zu verhindern und somit die Partei in eine neue<br />
Richtung zu lenken, ohne Frau Merkel als Parteichefin? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Das halte ich für Quatsch.<br />
Wir brauchen am Schluss eine Zustimmung und eine Zustimmungsquote,<br />
die uns mit der FDP zusammen die absolute Mehrheit erbringt. Ob<br />
wir dann beispielsweise 42 % und die FDP 8 % oder wir 44 % und die<br />
FDP 6 % hat, ist dabei eine zu vernachlässigende Frage.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Mit CDU 38 und FDP<br />
12 können Sie auch leben?
</p>
<p class="normal">
<b>Ronald Pofalla:</b> Finde ich natürlich<br />
nicht so gut, halte ich auch nicht für realistisch. Die FDP<br />
wird nach meiner Einschätzung ein Wahlergebnis bekommen, das<br />
sie sicher in den Deutschen Bundestag bringt, dass das Projekt 18<br />
% aus der vergangenen Bundestagswahl zugleich als ein intellektuelles<br />
Anliegen unrealistischer Art darstellt.
</p>
<p class="normal">
<b>Arbeitnehmer:</b> Sehr geehrter Herr<br />
Pofalla, ich frage mich schon, wie Ihre Pläne zur radikalen<br />
Kürzung der Arbeitsförderung ist Ost mit ihrer angeblichen<br />
Fürsorge für Ost-Deutschland zusammenpassen? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Zunächst einmal ist festzustellen,<br />
dass wir für ganz Deutschland den Arbeitslosenversicherungsbeitrag<br />
um 2 % zum ersten Januar des Jahres 2006 im Falle eines Wahlsieges<br />
senken werden. Das bedeutet eine Entlastung von 14,5 bis 15 Milliarden<br />
Euro für die Menschen in Deutschland und damit auch in den<br />
neuen Bundesländern. Wir erhoffen uns von dieser Maßnahme<br />
einen beschäftigungspolitischen Schub und damit auch neue Arbeitsplätzen<br />
in den neuen Ländern. Die beabsichtigte Überprüfung<br />
der einzelnen Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit<br />
folgt dabei dem Grundsatz, dass ineffiziente Maßnahmen gestrichen<br />
und effiziente Maßnahmen weiter fortgeführt werden können.<br />
Wir wollen also die eingesetzten Finanzmittel der Bundesagentur<br />
effizienter für Arbeitslose einsetzen.
</p>
<p class="normal">
<b>kd:</b> Welche Vorstellungen haben<br />
Sie in Bezug auf das Kombi-Lohn-Modell?
</p>
<p class="normal">
<b>Ronald Pofalla:</b> Rund 39% der derzeitigen<br />
Arbeitslosen sind ohne jede Berufsausbildung. Diese Menschen werden<br />
immer größere Schwierigkeiten haben, in den ersten Arbeitsmarkt<br />
zurückzukehren. Deshalb wollen wir ein Aktivlohn-Modell auflegen,<br />
das aus einer Kombination von betrieblichen Lohnleistungen und staatlichen<br />
Transferleistungen, insbesondere diesen Arbeitslosen die Möglichkeit<br />
eröffnet in den ersten Arbeitsmarkt zurückkehren zu können.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Die Union will die<br />
Staatsfinanzen sanieren. Mehrere Wirtschaftsinstitute warnen jedoch,<br />
der Kombilohn könne öffentliche Haushalte stark belasten.<br />
Wie geht das zusammen?  </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Diese Langzeitarbeitslosen, die<br />
keinen Berufsabschluss haben, würden im Falle ihrer weiteren<br />
langjährigen Arbeitslosigkeit weiterhin Arbeitslosengeld II<br />
bekommen. Diese staatlichen Transferleistungen sind steuerfinanziert<br />
und wären damit vom Staat und den Bürgerinnen und Bürgern<br />
aufzubringen. Der Kombiteil des Aktivlohn-Modells ist allemal kostengünstiger,<br />
als über Jahre Arbeitslosengeld II weiter zahlen zu müssen.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator: </b>Die Rechnungen der<br />
Wirtschaftsinstitute sind also falsch? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Die Rechnungen der Wirtschaftsinstitute<br />
machen auf ein Problem aufmerksam, das es bei einer falschen Ausgestaltung<br />
eines Aktivlohn-Modells zu beachten gilt. Mitnahmeeffekte der Unternehmen<br />
müssen durch die nähere Ausgestaltung des Aktivlohn-Modells<br />
möglichst verhindert werden. Nach unserer Überzeugung<br />
ist daher der Kombilohnanteil nicht an das Unternehmen, sondern<br />
an den ehemaligen Langzeitarbeitslosen selber auszuzahlen. Durch<br />
diese, aber auch andere Ausgestaltungsmöglichkeiten kann man<br />
die Sorge der Institute erheblich minimieren.
</p>
<p class="normal">
<b>LiberalIstBesser:</b> Warum immer<br />
der alte Zopf vom Kombi-Lohn? Wenn man Menschen freiwillig Teilzeitarbeit<br />
anbietet, während andere auf einen Teil Arbeit verzichten und<br />
dafür einen Ausgleich vom Staat bekommen oder steuerliche Anreize? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Ich glaube, dass das ein Missverständnis<br />
ist. Das Missverständnis besteht ja gerade darin, dass wir<br />
diese Arbeitslosen als Vollzeitbeschäftigte in den ersten Arbeitsmarkt<br />
integrieren wollen.
</p>
<p class="normal">
<b>Cheffe:</b> Mein Favorit für<br />
die &quot;Wirtschaftsplanstelle &quot; im Kompetenzteam ist Herr<br />
Merz. Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass Herr Merz<br />
zu einer &quot;Rückkehr &quot; bereit ist &#8211; unter Frau Merkel?
</p>
<p class="normal">
<b>Ronald Pofalla:</b> Wir werden am<br />
kommenden Mittwoch sehen, wer es ist und wir sollten gelassen bleiben,<br />
bis dahin warten zu können.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Gerhard Schröder<br />
hat 1998 mit Jost Stollmann einen Mann der Tat und Quereinsteiger<br />
für die Wirtschaft geholt. Was sinnvoll ist dieser Ansatz jetzt<br />
für die Union? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Dieser Ansatz ist dann sinnvoll,<br />
wenn aus dem Bereich der direkten Politik kein geeigneter Bewerber<br />
zur Verfügung steht. Er ist dann sinnlos, wenn es einen Politiker<br />
gibt, der geeignet ist, diese Aufgabe wahrzunehmen.
</p>
<p class="normal">
<b>kd:</b> Wie werden Sie im Falle eines<br />
Wahlsiegs mit dem Widerstand der Gewerkschaften gegen die Reformen<br />
im Arbeits- und Tarifrecht umgehen? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Ich persönlich pflege selbst<br />
engste Kontakte zu den Einzelgewerkschaften des DGB und zum DGB<br />
selber Daran wird sich nach einem Wahlsieg überhaupt nichts<br />
ändern. Ich finde den Dialog zwischen der CDU und den Gewerkschaften<br />
wichtig, hier wird sich vieles klären lassen.
</p>
<p class="normal">
<b>Lassmichrein:</b> Guten Tag Herr Pofalla,<br />
wie begründen Sie eine mögliche Einschränkung der<br />
Macht/Kompetenz der Gewerkschaften? Was hoffen Sie dadurch zu erreichen?
</p>
<p class="normal">
<b>Ronald Pofalla:</b> Ich glaube, dass<br />
wir ein großes Interesse daran haben müssen, dass wir<br />
starke Gewerkschaften weiterhin haben. Zum Zeitpunkt der deutschen<br />
Einheit gab es 11 Millionen Menschen, die in den Gewerkschaften<br />
organisiert waren. Zurzeit sind es leider nur noch 6 Millionen.<br />
An dieser Entwicklung kann keiner Interesse haben. Starken Arbeitgeberorganisationen<br />
müssen starke Gewerkschaften gegenüber stehen. Deshalb<br />
geht es überhaupt nicht um die Schwächung der Gewerkschaften. </p>
<p><b>Moderator:</b> Sie werden also Herrn Westerwelle im<br />
Koalitionsfall bändigen müssen? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Im Falle einer Koalition mit der<br />
FDP &#8211; die ich für richtig halte und die ich will &#8211; wird immer<br />
noch &quot;der Hund die Bewegung des Schwanzes&quot; bestimmen.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Zwei Fragen mit ähnlichem<br />
Tenor zum Thema Mehrwertsteuer:
</p>
<p class="normal">
f<b>rustierter_ossi2:</b> Aber hemmt<br />
nicht gerade die Mehrwertsteuer-Erhöhung die dringend benötigte<br />
Steigerung der Binnennachfrage?
</p>
<p class="normal">
<b>Karl-Heinz:</b> Sehr geehrter Herr<br />
Pofalla, da ich grundsätzlich mehr mit der CDU/CSU sympathisiere,<br />
fällt es mir schwer, die von der Union angestrebte Erhöhung<br />
der Mehrwertssteuer zu akzeptieren. Zwar senken sich dann die Lohnnebenkosten,<br />
aber das rechnet sich doch wohl niemals für den Otto-Normal-Verbraucher,<br />
oder?</p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Der vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer<br />
hat durch die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages eindeutig<br />
mehr als ihm durch die Erhöhung der Mehrwertssteuer um 2% abverlangt<br />
wird. Das hat unter anderem damit zu tun, dass die 2-prozentige<br />
Mehrwertsteuer-Erhöhung für wichtige Lebensbereiche gar<br />
keine Wirkung entfaltet.  So ist beispielsweise bei Mieten<br />
es so, dass darauf gar keine Mehrwertssteuer erhoben wird. Im Übrigen<br />
wird der einfache halbierte Mehrwertsteuersatz von 7% nicht erhöht.
</p>
<p class="normal">
<b>Eicki:</b> Sie sprachen eben von 14,5<br />
bis 15 Mrd. Entlastung durch die 2% Absenkung der Arbeitslosenversicherung<br />
&#8211; Wie sieht die Gegenfinanzierung aus? Könnten Sie außerdem<br />
etwas zu einem eventuell geplanten Subventionsabbaus sagen? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Die Gegenfinanzierung ist ganz<br />
einfach: Wir werden das Geld aus der Erhöhung der Mehrwertsteuer,<br />
das dem Bund zusteht, in die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags<br />
einbringen. Der verbleibende Teil der Gegenfinanzierung wird im<br />
Wesentlichen durch Kürzungen und Umstrukturierungen bei der<br />
Bundesanstalt der Arbeit erreicht. Im Zuge der beabsichtigten Steuerreform<br />
und der Senkung des Spitzensteuersatzes wie des Eingangsteuersatzes,<br />
werden wir einen Großteil der steuerrechtlichen Sondertatbestände<br />
abschaffen. Schließlich wird eine unter Angela Merkel geführte<br />
Bundesregierung bereits kurz nach der Bundestagswahl mit der Landesregierung<br />
in NRW und der Ruhrkohle AG über die Kohlesubventionen und<br />
damit über den sozialverträglichen Auslaufbergbau verhandeln.<br />
Wir werden zwar betriebsbedingte Kündigungen verhindern, aber<br />
über einen mittelfristigen Prozess die Kohlesubventionierung<br />
beenden. </p>
<p><b>Moderator:</b> Noch mal zum Thema Kompetenzteam:
</p>
<p class="normal">
<b>Cheffe:</b> Sie sagen, dass es nur<br />
sinnvoll ist, jemanden Externen zu holen, wenn es aus der direkten<br />
Politik niemand anderen gibt. Ist der Grund dafür, dass es<br />
sonst Unmut innerhalb der direkten Politik gibt &#8211; oder geht es tatsächlich<br />
darum, dass Leute aus der direkten Politik mehr Gespür dafür<br />
haben, was sinnvoll ist? Ist eine Frau/ein Mann von außerhalb<br />
nicht auch sinnvoll in Hinblick auf Unabhängigkeit gegenüber<br />
Interessensgruppen? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Die Frage der Unabhängigkeit<br />
gegenüber Interessengruppen halte ich für wichtig. Dabei<br />
ist allerdings egal, ob jemand von der Politik oder von außen<br />
kommt. Ich bin der Auffassung, dass politische Ämter mit möglichst<br />
hoch qualifizierten Personen besetzt werden. Ob dabei jemand aus<br />
der Politik kommt oder von außen, halte ich nicht für<br />
entscheidend.
</p>
<p class="normal">
<b>LiberalIstBesser:</b> Herr von Pierer<br />
soll angeblich im Gespräch gewesen sein. Inwiefern sollte ein<br />
Politikfremder das Unionsprogramm umsetzen, obwohl dieser nicht<br />
einmal mitgearbeitet hat? Mehr PR als Politik? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Nun warten wir wirklich mal den<br />
kommenden Mittwoch ab. Da sind viele der gestellten Fragen überflüssig<br />
geworden.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Wie kommt es denn,<br />
dass jetzt diese Namen prominenter Manager genannt werden? Reine<br />
Medienerfindungen? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Journalisten sind kreativ, intelligent<br />
und immer auf der Suche. Ich halte es für legitim, dass sie<br />
so auch zu Personalspekulationen beitragen. Die Antworten werden<br />
aber am kommenden Mittwoch gegeben
</p>
<p class="normal">
<b>arthur:</b> Wie stehen Sie zur Forderung<br />
Ihres potenziellen Koalitionspartners FDP, die Bundesagentur für<br />
Arbeit müsse aufgelöst werden? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Ich halte diesen Ansatz für<br />
wenig hilfreich. Es geht doch vor allem darum, einer Institution<br />
die Fachkompetenz im Bereich der Arbeitsvermittlung zuzuweisen.<br />
Die Bundesagentur wird in diesem Jahr umfänglich und hoffentlich<br />
erfolgreich umorganisiert. Das Ergebnis sollten wir abwarten und<br />
dann entscheiden, ob gegebenenfalls weitere organisatorische Maßnahmen<br />
innerhalb der Agentur notwendig sind.
</p>
<p class="normal">
<b>Polizist:</b> Die Erhöhung der<br />
Mehrwertsteuer erhöht doch nur den Hang zur Schwarzarbeit.
</p>
<p class="normal">
<b>Ronald Pofalla:</b> Die Senkung des<br />
Arbeitslosenversicherungsbeitrages bewirkt aber genau das Gegenteil.<br />
Wenn wir die Lohnnebenkosten in Deutschland senken, wird Arbeit<br />
in Deutschland bezahlbarer. Wir werden über die beabsichtigte<br />
2-prozentige Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages die<br />
kommende Legislaturperiode nutzen, um zu weiteren Senkungen bei<br />
den Lohnnebenkosten zu kommen. Das ist der richtige Weg.
</p>
<p class="normal">
<b>silbermondimweiher:</b> Ist das Modell<br />
der Vollzeitbeschäftigung nicht längst überholt?<br />
Gesamtwirtschaftliche Vollzeitbeschäftigung ist doch nicht<br />
mehr möglich, warum nicht Teilzeitarbeit? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Unser Kernproblem neben der hohen<br />
Arbeitslosigkeit in Deutschland ist, dass wir seit Jahren vollzeitbeschäftigungspflichtige<br />
Arbeitsverhältnisse verlieren. Täglich werden in Deutschland<br />
über 1000 Arbeitsplätze vernichtet. In den letzten 4 Jahren<br />
haben wir rund 1,5 Millionen Arbeitsplätze verloren. Diese<br />
Entwicklung muss gestoppt und in das genaue Gegenteil umgesteuert<br />
werden. Ohne neue Arbeitsplätze werden wir unsere Probleme<br />
auf der Einnahmeseite des Staates wie in den Sozialversicherungssystemen<br />
auf Strecke nicht wirksam lösen können.
</p>
<p class="normal">
<b>Eicki:</b> Zunächst einmal vielen<br />
Dank für Ihre erfreuliche Antwort. Sie sprachen über Umstrukturierung<br />
der BfA &#8211; ist diese nicht gerade grundlegend umstrukturiert worden?<br />
Was hat das gebracht, bzw. was wollen Sie anders machen? Ich stimme<br />
allerdings zu, dass bei der BfA sicherlich schon viel am Prozess<br />
selbst gespart werden kann.<br />
arthur: Können Sie die geplante Umorganisation der Bundesagentur<br />
in einigen Punkten skizzieren? <br />
<b><br />
Ronald Pofalla:</b> Sie meinen sicher die Bundesagentur und<br />
nicht die BfA?! Der Umstrukturierungsprozess bei der Bundesagentur<br />
wird gegen Ende des Jahres erst abgeschlossen sein. Ziel dieses<br />
Umstrukturierungsprozesses war und ist es, vor allem die Vermittlungstätigkeit<br />
der Bundesagentur substantiell zu verbessern. So ist beispielsweise<br />
eines der Ziele, das Zahlenverhältnis zwischen Vermittler und<br />
Kunde der Arbeitsagentur deutlich zu verbessern. Das Ende des Umbauprozesses<br />
sollte abgewartet werden, um zu einer abschießenden Beurteilung<br />
zu kommen.
</p>
<p class="normal">
<b>Fux:</b> Zur Steuerpolitik: Wie soll<br />
eine Unternehmenssteuerreform aussehen, abgesehen von der Senkung<br />
des Körperschaftssteuersatzes? Soll auch das Umsatzsteuerrecht<br />
vereinfacht werden? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Über die Einzelheiten werden<br />
wir uns noch zu unterhalten haben. Bei der Körperschaftssteuer<br />
wollen wir in einem ersten Schritt von 25 % auf 22 % runter, weil<br />
wir dieses finanzieren können.
</p>
<p class="normal">
<b>vanDyck:</b> Wird Schwarz/Gelb die<br />
Ökosteuer und den Solidaritätszuschlag verringern? Damit<br />
wäre netto wirklich mehr in der Tasche? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Angesichts eines strukturellen<br />
Haushaltsdefizits von mindestens 40 Milliarden Euro haben wir in<br />
unserem Wahlprogramm die steuerpolitischen Vorstellungen auf die<br />
Teile konzentriert (Einstiegs- und Höchststeuersatz), die wir<br />
wirklich auch umsetzen können. Zum Solidaritätszuschlag<br />
und zur Öko-Steuer gibt es daher im Wahlprogramm der Union<br />
keine Aussage. </p>
<p><b>2g:</b> Stimmte es, dass in der CDU geplant wird, das<br />
BAföG abzuschaffen? </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Studienförderung ist eine<br />
wesentliche Voraussetzung dafür, um Bildungsgerechtigkeit zu<br />
ermöglichen. Im Zusammenhang mit der möglichen Einführung<br />
von Studiengebühren und deren Finanzierung durch die Studenten,<br />
gibt es eher Überlegungen, durch welche Instrumente diese Finanzierung<br />
ermöglicht werden kann. An die Abschaffung des Bafögs<br />
denkt bei uns keiner.
</p>
<p class="normal">
<b>kacperle:</b> Da es in den aktuellen<br />
Umfragen ja nicht unbedingt nach einer absoluten Mehrheit für<br />
Schwarz/Gelb aussieht &#8211; was halten Sie persönlich von einer<br />
Großen Koalition zusammen mit der SPD?
</p>
<p class="normal">
<b>Ronald Pofalla:</b> Es gibt keine<br />
einzige Umfrage bis heute, die nicht dem Bündnis aus CDU/CSU<br />
und FDP eine Mehrheit gibt. Von daher erübrigen sich Überlegungen<br />
zur Großen Koalition, die ich im Übrigen auch für<br />
falsch halte.
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Widerspruch! Der Deutschlandtrend<br />
sieht zum zweiten Mal in Folge ein Patt zwischen Schwarz-Gelb und<br />
Rot-Rot-Grün. Beide liegen bei 48 Prozent.</p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Damit steht aber fest, dass es<br />
keine einzige Umfrage gibt, die eine Mehrheit gegen CDU/CSU und<br />
FDP ermöglicht. Sollten die ARD-Umfragen sich am 18. September<br />
als realistisch herausstellen, dann ist es unsere Aufgabe nur noch<br />
wenige tausend Stimmen zu gewinnen, damit es zu genau diesem Patt<br />
nicht kommt. Ich denke, dass uns das gelingt.
</p>
<p><b>Moderator:</b> Unsere Zeit ist bereits<br />
um. Vielen Dank an alle User für das große Interesse.<br />
Etliche Fragen sind leider unbeantwortet geblieben. Vielen Dank,<br />
Herr Pofalla, dass Sie sich Zeit für den Chat genommen haben.<br />
Das Transkript dieses Chats finden Sie auf den Seiten der Veranstalter.<br />
Den nächsten Chat gibt es am Mittwoch, den 17. August, ab dreizehn<br />
Uhr mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Olaf Scholz. Das tacheles.02-Team<br />
wünscht allen noch einen angenehmen Tag! </p>
<p><b>Ronald Pofalla:</b> Ich bedanke mich bei allen, die<br />
bei diesem interessanten Chat und dem damit verbundenen Dialog teilgenommen<br />
haben und würde mich über eine erneute Einladung der ARD<br />
sehr freuen. </p>
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