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	<title>Rupert von Plottnitz &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Rupert von Plottnitz &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#8220;68er keine historischen Heroen&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 16:37:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Rupert von Plottnitz]]></category>
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		<category><![CDATA[RAF-Anwalt]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Dienstag, 8.4.08, war Rupert von Plottnitz, Ex-RAF-Anwalt und ehemaliger hessischer Minister für Justiz- und Europaangelegenheiten von den Grünen, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er sprach über Aus- und Nachwirkungen der 68er, gesellschaftliche Missstände und über die heutige Studentengeneration.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag, 8.4.08, war Rupert von Plottnitz, Ex-RAF-Anwalt und ehemaliger hessischer Minister für Justiz- und Europaangelegenheiten von den Grünen, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er sprach über Aus- und Nachwirkungen der 68er, gesellschaftliche Missstände und über die heutige Studentengeneration.<!--break-->  </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Herzlich<br />
willkommen beim tagesschau-Chat im ARD-Hauptstadtstudio. Aus dem Frankfurter<br />
Studio des Hessischen Rundfunks ist unser heutiger Gast zugeschaltet, mit dem<br />
wir über die Studentenbewegung und ihre Folgen sprechen: Rupert von Plottnitz,<br />
den viele als den Grünen-Politiker in Deutschland kennen, der 1995 in Hessen<br />
ein &quot;klassisches&quot; Minister-Ressort übernommen hat &#8211; für Justiz und<br />
Europaangelegenheiten. Hier sorgten Sie für liberale Reformpolitik &#8211; unter<br />
anderem dafür, dass Sitzblockaden in der &quot;Tradition gewaltloser<br />
Demonstrationsformen&quot; stehen. Ein Erbe Ihrer Zeit als 1968er?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Ich glaube, das wichtigste Erbe der 68er ist die Erkenntnis, dass<br />
Demonstrationen im öffentlichen Raum ein genuines Mittel der politischen<br />
Meinungsbildung und des politischen Meinungskampfes sind. Das war bis tief in<br />
die 60er Jahre hinein noch keine selbstverständliche Erkenntnis. Da galten<br />
Demonstrationen im Zweifelsfall als Störfaktoren und Störungen der öffentlichen<br />
Ordnung.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/rplottnitz300x.jpg" alt="Rupert von Plottnitz" title="Rupert von Plottnitz" height="215" width="203" />
</p>
<p align="center">
<i>Rupert von Plottnitz</i>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Hallooooo:</b> Jedes<br />
Medaillon hat zwei Seiten. Was sind Ihrer Meinung nach die negativen<br />
Auswirkungen &quot;Ihrer&quot; Bewegung auf die Gesellschaft und den Staat ?</p>
<p><b>Rupert von Plottnitz</b>: Sicherlich<br />
kritisch zu sehen ist das Verhältnis zur politischen Gewalt, wie es sich bei<br />
Gruppierungen wie der RAF herausgebildet hat.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Die<br />
folgende Frage an Sie ist zugleich eine, die viele User vorab als besonders<br />
wichtig bewertet haben:
</p>
<p>
<b>Dieter Cohnen: </b>Hätte es nicht den größten Teil der heute gern als<br />
Veränderungen der Gesellschaft durch die 68er bezeichneten Entwicklungen nicht<br />
sowieso gegeben? Auch ohne Institutionen-Marschierer?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz: </b>Das glaube ich nicht. Und zwar deswegen, weil es in den<br />
60er Jahren in vielen gesellschaftlichen und politischen Bereichen der alten<br />
Bundesrepublik noch reichlich vordemokratisch zuging. Das Beispiel<br />
Demonstrationen und das Verständnis davon habe ich genannt. Wenn es demokratischer<br />
zugeht seitdem, dann liegt es eben auch an der 68er Generation.
</p>
<p>
<b>79er:</b> Was bleibt von<br />
den Leistungen der 68er?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Der Abstand zwischen den Ansprüchen des Grundgesetzes und der<br />
Verfassungswirklichkeit ist deutlich geringer geworden im Vergleich zu den 60er<br />
Jahren.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Herr von<br />
Plottnitz, Sie dürften gerne etwas ausführlicher antworten!
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Gern: Man vergisst leicht, dass die Wahrnehmung demokratischer Rechte noch in den 60er Jahren vielfach auf Obrigkeit, staatliche<br />
Ressentiments und aggressive Reaktionen stieß. Das ist im Regelfall heute nicht<br />
mehr so der Fall.</p>
<p><b>felix:</b> Ich bin noch jung, deshalb<br />
kenne ich die 68er Bewegung nur aus dem Geschichtsbuch, muss aber sagen, dass<br />
das ganze für mich ein Riesenirrweg war: Freie Liebe, Auflösung der Ehe, gegen<br />
Traditionen und alte Werte, Kinderkriegen erst im Oma-Alter (weil die eigene<br />
&quot;Selbstverwirklichung &quot; wichtiger ist), die beiden Massenmörder Ho<br />
Chi Minh und Mao als Leitfiguren. Inzwischen sind die Alt-68er zu denjenigen<br />
krawatten- und anzugtragenden Spießern geworden, die sie seinerzeit immer<br />
bekämpft haben. Ironie der Geschichte?</p>
<p><b>Rupert von Plottnitz</b>: Also,<br />
Krawatten wurden zu meiner Zeit auch im Bereich der 68er getragen, vor allem an<br />
den Universitäten war das damals noch viel üblicher als heute. Und dass unter<br />
den 68ern von heute auch Spießer sein mögen, ist sicher nicht zu bestreiten.<br />
Das ändert aber aus meiner Sicht nach wie vor nichts daran, dass die 68er in<br />
erheblichem Ausmaß für demokratische Belebung der alten Bundesrepublik und für<br />
eine längst fällige offensive Auseinandersetzung mit den Missständen der<br />
damaligen Zeit gesorgt haben.</p>
<p><b>peter<br />
a:</b> Sehr geehrter Herr Plottnitz. Ich bin<br />
wirklich froh, dass es die 68er-Bewegung gab. Sicher war nicht alles richtig,<br />
was sie wollte und aktiv angegangen ist. Sie hatte ehrenwerte Motive. Sie<br />
wollte einen Neubeginn, ohne den berühmten „Muff von tausend Jahren&quot;. Eine<br />
bessere, sozialere und gerechtere Welt. Sicher war es damals cool, bei den<br />
68ern mitzumischen. Ein Lebensgefühl. Wie kann es sein, dass es nach vierzig<br />
Jahren keine Massenbewegung gegen „Heuschrecken&quot; oder den „gläsernen Bürger&quot; gibt?<br />
Kaum jemand reagiert noch? Geht es den Menschen noch zu gut, oder haben sie<br />
schon resigniert?</p>
<p><b>Rupert von Plottnitz</b>: Die Antwort<br />
auf diese Frage ist sehr schwierig. Denn in der Tat, es gibt ja auch<br />
gegenwärtig Fehlentwicklungen und Missstände, die allen Anlass zur Empörung<br />
gäben.<br />
Warum es heute im Gegensatz zu damals keine<br />
dauerhafte Massenbewegung dagegen mehr gibt, darauf weiß auch ich keine<br />
schlüssige Antwort. Allerdings gibt es ja durchaus auch Widerstand, in anderen Formen als damals. Wenn ich an Organisationen<br />
wie ATTAC z.B. denke oder an Umweltaktivisten bei Greenpeace oder<br />
vergleichbaren Gruppierungen.
</p>
<p>
<b>robert_mey:</b> 40 Jahre<br />
nach 1968 scheint die Studentenbewegung tot zu sein. Woran kann dies liegen?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Eine Rolle spielt aus meiner Sicht sicherlich, dass auch unter Studenten<br />
heutzutage Existenzangst eine größere Rolle spielt, als dass zur damaligen Zeit<br />
der Fall war. Studenten am Ende der 60er Jahre hatten in aller Regel keinen<br />
Anlass zu der Angst, brotlos leben zu müssen.
</p>
<p>
<b>antares:</b> wie ist es um das<br />
Durchhaltevermögen von 68er bestellt? Sind Sie / sie überhaupt noch sichtbar<br />
bzw. in einflussreichen Positionen?<br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>: Wer<br />
sich in der Politik der Bundesrepublik umsieht, wird feststellen, dass in den<br />
Parteien  &#8211; namentlich bei den Grünen<br />
&#8211;  eine Reihe von Personen aktiv waren<br />
oder noch sind, die durch 68 geprägt wurden.
</p>
<p>
<b>MSchneider:</b> Inwieweit<br />
hatte die Gesellschaftskritik der &quot;Außerparlamentarischen Opposition&quot;<br />
überhaupt den Anspruch, den politischen Status Quo der BRD Ende der 60er zu<br />
reformieren, d.h. inwieweit ist von einem &quot;konstruktiven&quot; Protest zu<br />
sprechen und nicht von einem Protest, der den Geltungsanspruch des politischen<br />
Systems von vornherein ablehnte?</p>
<p><b>Rupert von Plottnitz</b>: Nach meiner<br />
Erinnerung ging es in den Anfängen dessen, was heute mit 68 gemeint ist,<br />
durchaus um die Forderung nach einer Demokratisierung der Gesellschaft, sprich<br />
um die Forderung nach Reformen. Erst mit der Heftigkeit der staatlichen<br />
Reaktionen auf diese Forderung kam eine Militanz auf, die so etwas wie den<br />
Systemwechsel wollte.
</p>
<p>
<b>smrtfasz:</b> Gibt es<br />
Gruppen welche Sie als &quot;Erben&quot; der 68er ansehen?</p>
<p><b>Rupert von Plottnitz</b>: In den<br />
Anfängen der Grünen gab es sicherlich Gruppierungen, die sich als Erben der<br />
68er verstanden haben. Denken Sie an jemanden wie Rudi Dutschke, der zu den<br />
Gründungsmitgliedern der Grünen gehörte. Für die SPD und Teilbereiche der SPD, insbesondere<br />
früher bei den Jungsozialisten, gilt sicherlich das gleiche.</p>
<p><b>Ping:</b> Haben sich die Rebellen von einst schlucken lassen? Oder<br />
wie ist es zu erklären, dass heute ein Oskar Lafontaine weiter links steht als<br />
die meisten Grünen? Sind die 68er dem Geschmack der Macht erlegen, haben sie<br />
sich kaufen lassen? Sind Ideale der &quot;Realo-Politik&quot; geopfert worden? </p>
<p><b>Rupert<br />
von Plottnitz</b>: Die 68er-Zeit liegt 40<br />
Jahre zurück. Inzwischen ist viel passiert, auch weil es die 68er gab. Nach<br />
meinem Eindruck, wurde da niemand geschluckt, allerdings hat sich die<br />
Erkenntnis durchgesetzt, dass der Weg der Parlamente und der Demokratie in<br />
Ländern wie der Bundesrepublik noch immer das probateste Mittel ist, um<br />
erwünschte gesellschaftliche und politische Veränderungen zu realisieren.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Hier ein<br />
kurzes User-Statement, keine Frage. Möchten Sie darauf dennoch reagieren?</p>
<p><b>chong:</b> Die &quot;68er&quot; haben genauso viel und genauso wenig<br />
geleistet wie Dutzende andere Gruppierungen der gleichen Generation.
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Es gibt überhaupt keinen Grund, die 68er zu idealisieren oder zu historischen<br />
Heroen aufzublasen, aber wo etwa im Bereich der demokratischen Kultur im Lande<br />
ihre ursprünglichen Verdienste lagen, habe ich ja versucht deutlich zu machen.</p>
<p><b>Moderatorin</b>: Sind Politiker der so<br />
genannten bürgerlichen Parteien beeinflusst von 1968 &#8211; woran sehen Sie das?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Auch wieder im Bereich der demokratischen Frage. Wenn sich am Ende der 60er<br />
Jahre die Einsicht durchgesetzt hat, dass erhebliche Teile des damaligen<br />
Demonstrationsstrafrechts keinen Bestand vor dem Grundrecht der<br />
Versammlungsfreiheit haben können und deswegen gestrichen werden müssen, dann<br />
liegt das eben auch an den so genannten 68ern.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Eine<br />
persönlichere Frage an Sie:</p>
<p><b>Daniel:</b> Stehen Sie auch heute noch zu ihrer Rolle als Verteidiger<br />
der RAF oder inwiefern hat sich ihre Meinung zu Selbiger verändert?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Im Großen und Ganzen stehe ich zu der Rolle, die ich damals als Verteidiger<br />
gehabt habe. Es gab sicherlich in dem ein oder anderen Verfahren verbale<br />
Schärfen, die auch mir heute fremd vorkommen. Aber wenn es die gab, dann im<br />
Wesentlichen deshalb, weil es solche Schärfen sehr wohl auch bei den übrigen<br />
Verfahrensbeteiligten, sprich Anklägern und Gerichten gab.
</p>
<p>
<b>al_capone:</b> Meinen Sie,<br />
dass die 68er den Überwachungsstaat nur ein wenig aufschieben konnten? Ist<br />
angesichts der modernen Gefahren eine solche Überwachung nötig oder wird<br />
überreagiert? Wie beurteilen Sie die Arbeit ihres früheren Kollegen Otto Schily<br />
und die seines Nachfolgers Wolfgang Schäuble? Insbesondere das Verhältnis von<br />
Sicherheitsgewinn zu Freiheitsverlust.
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Der wesentliche Unterschied der Gegenwart zur damaligen Vergangenheit liegt<br />
sicherlich darin, dass es technologisch ganz andere und neue Möglichkeiten der<br />
Überwachung von Bürgerinnen und Bürgern gibt. Was Schily und Schäuble angeht:<br />
Da gehöre ich zu den Skeptikern, weil ich glaube, dass sie zu häufig der<br />
Meinung sind, man müsse in der Auseinandersetzung mit dem islamistischen Terror<br />
auf rechtsstaatliche Sicherungen verzichten. Die aber gerade gilt es gegen<br />
diesen Terror zu verteidigen.</p>
<p><b>Daniel:</b> Die Rechte der Bürger werden heute mehr und mehr<br />
eingeschränkt. Doch anders als damals scheint sich heute kein Widerstand zu<br />
regen. Woran liegt das?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Das hat möglicherweise auch mit der Verbreitung der neuen Technologien und der<br />
dazugehörenden Medien zu tun. Der Wunsch und das Bedürfnis nach Intimität und<br />
Privatheit scheint weniger verbreitet zu sein als früher. Es gibt ja<br />
Zeitgenossen, die drängt es geradezu danach, sich mit ihren Intimitäten und<br />
Privatheiten in der öffentlichen Medienwelt zu präsentieren. Bei solchen<br />
Vorzeichen nimmt die Zahl derjenigen ab, die auch staatlichen Instanzen<br />
gegenüber Wert auf ihre Freiheitsrechte legen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Noch<br />
einmal zurück zum politischen Engagement von Studenten, das viele unserer<br />
Chat-Leser und -Fragenden bewegt:</p>
<p><b>DanielOL:</b> Nochmals kurz zurück zur derzeitigen &quot;Lage&quot; der<br />
Studenten. Sehen sie eher einen politischen/gesellschaftlichen Vorteil darin,<br />
dass Studenten heute weniger aktiv ihre Meinungen und Rechte vertreten oder<br />
können aus Sicht der Politik und Gesellschaft eventuell gar Nachteile darin<br />
bestehen, dass man es hier mit &quot;angepassten/ängstlichen&quot; Studenten zu<br />
tun hat?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Wenn ich an die Auseinandersetzung um die Studiengebühren, z.B. hier in Hessen<br />
denke, dann ist es ja durchaus nicht so, dass Studenten nur lethargisch auf das<br />
Zeitgeschehen reagieren. Aber richtig bleibt auch: Je weniger Menschen &#8211; ob<br />
Studenten oder nicht &#8211; sich für die öffentlichen Angelegenheiten interessieren<br />
und engagieren, umso schwieriger wird es für die Demokratie und umso leichter<br />
haben es geschworene Feinde der Demokratie.
</p>
<p>
<b>Jonnybla:</b> Was fehlt<br />
den heutigen Studenten, weshalb sie im Gegensatz zur den 68ern so unpolitisch<br />
sind?</p>
<p><b>Rupert von Plottnitz</b>: Einen<br />
wichtigen Punkt habe ich, glaube ich, schon genannt: Es gibt auch bei Studenten<br />
mehr als früher soziale Ängste und Existenzängste. Die könnten das Engagement<br />
für politische Aufmüpfigkeit und Kritik dämpfen.</p>
<p><b>emma:</b> Mit welchem Slogan würden Sie heute als Jugendlicher auf<br />
die Straße gehen?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Ein Experte für Slogans war ich nie, die sind mir im Regelfall zu kurz. Aber<br />
der Satz &quot;Demokratie und Rechtsstaat lassen sich nicht mit den Mitteln<br />
ihrer Feinde und Gegner verteidigen&quot; könnte mir schon gefallen.
</p>
<p>
<b>trubel:</b> Vielleicht bin<br />
ich zu jung &#8211; aber mir ist nie klar, was die 68er eigentlich als soziale<br />
Gerechtigkeit verstanden haben?</p>
<p><b>Rupert von Plottnitz</b>: Sie haben<br />
wahrscheinlich unter sozialer Gerechtigkeit die Beseitigung dessen verstanden,<br />
was auch heute zu Recht als Ungerechtigkeit wahrgenommen wird. Nämlich dass am<br />
oberen Ende der Gesellschaft ein neofeudaler Reichtum statthält, während am<br />
unteren Ende der Gesellschaft immer mehr Menschen Probleme haben, eine<br />
menschenwürdige Existenz zu führen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Hier zwei<br />
kurze aktuelle Leser-Beiträge:
</p>
<p>
<b>kheptner:</b> Studenten<br />
von heute haben einfach kein Interesse.</p>
<p><b>chong:</b> Als Jugendlicher muss ich<br />
heute nicht auf die Straße gehen, sondern ins Internet.
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Dass Studenten prinzipiell interessenlos sind, das wäre aus meiner Sicht eine<br />
unzulässige Verallgemeinerung und mehr ein Vorurteil. Und ob mit den Mitteln<br />
des Internets mehr durchzusetzen ist als mit den Mitteln der klassischen<br />
Demonstration und Versammlung, den Beweis sehe ich noch nicht. Eine Anmerkung<br />
noch, das betrifft aber sicherlich nicht<br />
Länder wie die Bundesrepublik: Unter den Bedingungen der politischen Diktatur<br />
ist das Internet sicherlich ein sehr erwünschtes Widerstandsmedium.</p>
<p><b>Jonnybla:</b> Vielleicht liegt es daran, dass heutige Studenten keinen<br />
moralischen Konflikt mit der Vorgeneration haben und aufgrund des angespannten<br />
Arbeitsmarktes und des Bachelor-/ Mastersystems und der Studiengebühren keine<br />
Zeit mehr zur politischen Orientierung haben. Halten Sie diese Entwicklung für<br />
richtig?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Richtig ist sicherlich, dass die 68er ja nicht vom Himmel gefallen sind. Es<br />
waren im wesentlichen drei Punkte, die sie hervorgebracht haben: Zum einen die<br />
Verdrängung des NS-Terrors in der Gesellschaft der alten Bundesrepublik und die<br />
Repräsentanz von NS-Tätern in den Eliten der alten BRD, die<br />
Menschenrechtsverbrechen im Vietnamkrieg und undemokratische Reaktionen auf<br />
demokratische Versammlungen. Vergleichbare Punkte auf denen sich Widerstand<br />
heutzutage konzentrieren könnte, gibt es möglicherweise nicht mehr in gleicher<br />
Form.</p>
<p><b>Moderatorin</b>: Lassen Sie uns zu den<br />
Einflüssen der 68er auf die aktuelle Politik kommen!</p>
<p><b>72er:</b> Lieber Herr von Plottnitz, finden Sie, dass sich das<br />
politische System in seinen Grundfesten verändert hat, wenn man mal die<br />
Gewissensfreiheit des Abgeordneten im Fall Ypsilanti näher betrachtet? Haben<br />
die 68er den Einfluss von Lobbyisten und der Medien wirklich zurückgedrängt?<br />
Sind die abendlichen &quot;Talkshows&quot; ein Spiegelbild von<br />
Scheindemokratie?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Talkshows sind Diskussionen und keine parlamentarischen Entscheidungsgremien,<br />
das wird manchmal vergessen. Ansonsten dürfte eins der entscheidenden Probleme<br />
der Gegenwart darin bestehen, dass sich demokratisch legitimierte Politik mit<br />
ihren Mitteln und Möglichkeiten im Verhältnis zu mächtigen Markt- und<br />
Wirtschaftsinteressen immer weniger zutraut.
</p>
<p>
<b>grummthater:</b> Wie<br />
bewerten Sie in diesem Kontext die heutigen &quot;politischen Skandale&quot; &#8211; Reaktionen<br />
auf Guantanamo Bay und die Behandlung der G8-Gegner vor und während dem Gipfel?<br />
Sind das nicht auch ähnliche Gründe? Und warum bleibt dann solch eine<br />
Breitenwirkung aus?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Der G8-Gipfel ist ja ein Beispiel dafür, dass es dankenswerterweise nach wie vor<br />
kritische Wachsamkeit und kritische Reaktionen auf die aktuellen politischen<br />
Missstände dieser Welt gibt. Zu Guantanamo wird ja Gott sei Dank der Druck<br />
selbst in den USA inzwischen groß und größer, mit einem solchen Raum der<br />
rechtsfreien Willkür endlich Schluss zu machen. Man kann da nur hoffen, dass<br />
dieser Druck möglichst schnell die nötigen Erfolge zeigt.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Gäbe es<br />
die Grünen ohne 1968? Wäre Schwarz-Grün als Regierungskoalition ohne 1968 denkbar?</p>
<p><b>Rupert von Plottnitz</b>: Ich glaube,<br />
dass bei den Grünen zumindest in den Anfangsjahren viele Traditionen, die auch<br />
bei den 68ern eine Rolle spielten, virulent waren. Ich denke da insbesondere an<br />
die Forderung nach möglichst direkten demokratischen Entscheidungsformen. <br />
Ein Zusammenhang zwischen 1968 und Schwarz-Grün als<br />
Möglichkeit vermag ich zumindest noch nicht zu erkennen.<br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>karl:</b> Sehr geehrter Herr von Plottnitz, würden Sie Herrn Köhler<br />
raten, Christian Klar zu begnadigen und wenn ja, mit welcher Begründung?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Zur Natur von Gnadenakten gehört, dass sie umso rarer werden, je öffentlicher<br />
und größer der Druck ist, der auf die jeweils zuständigen<br />
Entscheidungsinstanzen ausgeübt wird. Deswegen sehe ich ab von Ratschlägen dieser<br />
Art, wie sie hier nachgefragt werden.</p>
<p><b>Moderatorin</b>: Zwei Nachfragen zu<br />
neuen diskutierten Koalitionen:
</p>
<p>
<b>Unteilbar:</b> Grüne und<br />
CDU, was sagen Sie dazu? SPD und Linke &#8211; unvereinbar?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Grüne und CDU, da fehlt mir zumindest für Hessen bisher noch die Phantasie,<br />
schließlich ist der CDU-Landesverband in Hessen in besonders aggressiver Weise<br />
rechtskonservativ orientiert. SPD und Linke: Da gibt es inhaltlich vermutlich<br />
mehr Gemeinsamkeiten als beide erahnen, aber noch scheint das Bedürfnis, die<br />
Linke zu dämonisieren, bei der SPD insgesamt größer zu sein als mögliche<br />
realpolitische Vernunft, wenn es um potenzielle Bündnisse geht.
</p>
<p>
<b>studentin:</b> Sie kennen<br />
sich aus mit Protest gegen Staatsgewalt. Wie stehen Sie zur Debatte um den<br />
Boykott der Olympischen Spiele? Welche Form des Protestes gegen den<br />
Unrechtsstaat China ist sinnvoll?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Bei den Olympischen Spielen wundert mich am meisten, dass erst jetzt<br />
aufzufallen scheint, dass in China eine politische Diktatur das Sagen hat.<br />
Warum dorthin die Olympischen Spiele überhaupt vergeben worden sind, wissen<br />
wahrscheinlich nur die Sponsoren der Spiele. Ich selbst könnte mit einem<br />
Boykott gut leben, solange sich in der Situation der Menschenrechte in China &#8211;<br />
nicht nur in Tibet &#8211; nichts Entscheidendes ändert.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Während<br />
des Chats haben wir unsere User gefragt: Ist den 68ern der Marsch durch die<br />
Institutionen gelungen? Hier die Antwort: 50 Prozent haben &quot;Ja&quot;<br />
gesagt, 50 Prozent &quot;Nein&quot;. Herr von Plottnitz &#8211; können Sie mit dieser<br />
Bilanz leben?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Bestens!
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Eine<br />
persönliche Frage zum Schluss: Gibt es etwas, was Sie sehr bereuen &#8211; was z.B.<br />
ist mit dem unkritischen Blick der 68er gegenüber Pol Pot und Mao Zedong?
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Das ist sicherlich ein wichtiger Punkt der Selbstkritik aus heutiger Sicht.<br />
Ich habe auch zu denen gehört, die die Kulturrevolution in China für einen<br />
Moment der Demokratisierung erstarrter Parteistrukturen gehalten hat. Das war<br />
ein böser Irrtum, den ich heute nur bedauern kann.</p>
<p><b>Moderatorin</b>: Das war eine<br />
interessante zeithistorische Stunde hier im tagesschau-Chat. Herzlichen Dank,<br />
Herr von Plottnitz, dass Sie sich Zeit für die Diskussion mit den Lesern von<br />
tagesschau.de und politik-digital.de genommen haben. Dankeschön auch an unsere<br />
User für die vielen Fragen, die wir leider nicht alle stellen konnten.
</p>
<p>
<b>Rupert von Plottnitz</b>:<br />
Einen schönen Gruß auch an die Moderatorin, einen Dank zurück und vielen Dank<br />
für das Interesse bei den Anfragenden.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Rupert von Plottnitz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat-mit-rupert-von-plottnitz-461/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 1999 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Rupert von Plottnitz]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;">
Der hessische Justizminister zur Hessen-Wahl, einer Justiz-Reform und dem Verhältnis
von Rot-Grün. (5. Februar 1999)</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;"><br />
Der hessische Justizminister zur Hessen-Wahl, einer Justiz-Reform und dem Verhältnis<br />
von Rot-Grün. (5. Februar 1999)</span><!--break--></p>
<table border="0" width="360">
<tbody>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Slash:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Sehr voll hier<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Ja, meine Jungfernprobe!<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Radieschen:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Thema: Doppelte Staatsbürgerschaft. Sind nicht alle Parteien<br />
ideologisch verbohrt. CDU beharrt auf &#8220;Blutsrecht&#8221;. Rot-Grün glaubt<br />
nicht so recht an Demokratiefähigkeit der Kurden und Türken (Siehe<br />
Öcalan) und will sie doch einbürgern?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Rot-grün<br />
macht die Demokratiefähigkeit nicht von der nationalen Abstammung<br />
abhängig, auch bei Türken und Kurden nicht. Zumal diejenigen um die es<br />
geht defacto längst Inländer geworden sind.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">pest:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
zeigt die Unterschriften-Kampagne der CDU doch Wirkung?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Hoffentlich<br />
nicht. So wie die Dinge jetzt stehen wäre ein Sieg der CDU leider auch<br />
ein Sieg des ausländerfeindlichen Ressentiments.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">pest:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Tatsache ist: mit der Neu-Regelung lassen sich offenbar viele Ängste schüren. Was wollen Sie dagegen unternehmen?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Aufklären,<br />
Informieren, Gegenöffentlickeit herstellen. Immer wieder darauf<br />
hinweisen, dass es nicht um Zuzug geht, sondern um Einbürgerung von<br />
Menschen, die entweder schon hier geboren worden sind oder schon seit<br />
Jahren ihre Heimat hier gefunden haben.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">pab:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Haben Sie den &#8220;Frankfurter Aufruf&#8221; der Frankfurter Rundschau unterzeichnet?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
JA!<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Graoke:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Herr<br />
von PLottnitz, was halten Sie von Roland Koch? ist er tatsächlich der<br />
neue &#8220;Superstader CDU oder nur ein ideologischer Tiefflieger?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">DCT:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
&#8230;.guten tag allerseit, welch eine Eher, Herr von Plottnitz&#8230;.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Er<br />
ist allenfalls ein neuer alter Stahlhelm in der hessischen CDU und<br />
politisch genauso grau und verstaubt wie seine Vorgänger Dregger und<br />
Kanther.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Philipp:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Was<br />
halten Sie von den Vorschlägen, Ihrer Bonner Kollegin das Strafrecht zu<br />
reformieren und Haft auch unter Hausarrest stattfinden zu lassen?<br />
</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table>
<tbody>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Die<br />
Gefängnisse der Bundesrepublik quellen über wir brauchen dringend<br />
Alternativen zur Freiheitsstrafe, für den Bereich der kleineren und<br />
mittleren Kriminalität. Dazu kann neben anderen &#8220;Freizeitstrafen&#8221; auch<br />
der elektronisch überwachte HAusarrest gehören.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Graoke:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Werden Sie Joschka Fischer, der von Hessen aus die Welt im Laufschritt erobert, in die Bundespolitik folgen?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Nein, ich bin Wahlhesse und Europäer und gegen die Versuchungen der alten Nationalstaatspolitik relativ immun.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">pest:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Halten Sie ganzseitige Anzeigen ein geeignetes Mittel, um politische Inhalte rüberzubringen? (Anzeige m. Becker &amp; Co)<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Warum nicht, zumal Werbung auch in der Politik nichts neues ist.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">jako46:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Sie sagten vorhin Einbürgerung &#8211; heißt das nicht auch sich für ein Land zu entscheiden?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Wer<br />
hier geboren worden ist oder seit Jahren seine Heimat hier gefunden<br />
hat, hat sich längst für die Bundesrepublik entschieden. Bei<br />
deutschstämmigen machen wir ja auch keinen besonderen<br />
Entscheidungstest.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">DCT:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Herr<br />
von Plottnitz, warum muß den diese unselige Doppelpaß-diskussion<br />
überhaupt so laufen&#8230; ich bin keine unionsanhänger und schon lang kein<br />
rechter, aber für mich heißt Integration, daß man sich für eine<br />
Staatsbürgerschaft entscheiden soll&#8230;. alles andere ist für mich nicht<br />
nachvollziehbar!!<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">DCT:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
&#8230;und belastet die Beziehung zwischen Deutschen und Neubürgern&#8230;.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Philipp:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Mit<br />
der Schily-Position sind bei den Grünen ja auch nicht alle glücklich,<br />
was halten sie von dem Vorschlag der FDP zur Reform des<br />
Staatsbürgerschaftsrechts. Wäre das nicht ein guter Mittelweg?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Es<br />
gibt manchmal sehr nachvollziehbare und ehrenwerte Gründe dafür die<br />
alte Staatsangehörigkeit nicht aufgeben zu wollen, z.B. die Sorge mit<br />
einem solchen Schritt Gefühle der eigenen Eltern zu verletzen, das gilt<br />
z.B. für zwei Freunde von mir, die türkischstämmig sind und bereits<br />
hier geboren sind.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Nicola99:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Wie sehen Sie den derzeitigen Gemütszustand der CDU?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Die<br />
FDP-Position hat den NAchteil dass sie Betroffenen bis zum achtzehnten<br />
Lebensjahr einmal mehr im Ungewissen darüber bleiben dürfen, ob sie<br />
Fisch oder Fleisch sind. Sie sollen aber von Anfang an wissen, dass sie<br />
Bürger der Bundesrepublik mit uneingeschränkten Staatsangehörigkeits-<br />
und Bürgerrechten sind. Das liegt vor allem im Interesse der<br />
Bundesrepublik selbst, weil es kulturelle Abkapselung und kulturelle<br />
Ghettobildung verhindert.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">butze:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
has disappeared.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Philipp:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Warum hat ihr Ministerium noch keine eigene Website?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Bedanke mich für die Frage. Seit heute haben wir eine eigene Website, leider habe ich die Adresse noch nicht im Kopf.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Moderator:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Glueckwunsch! Ein guter Schritt nach den ersten 100 Tagen!<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Philipp:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Sind die Grünen nicht schrecklich bürgerlich geworden und jetzt schon ein FDP-Ersatz?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">feindin:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
die grünen sind aber nur beim kassieren ein FDP ersatz -schmunzel-schmunzel<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Bürgerlich schon immer, aber nicht schrecklich und ein FDP-Ersatz notwendiger Weise dort, wo es um die Bürgerrechte geht.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">kritik:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Wie sehen die Perspektiven für die Bildung in Hessen aus?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">MacKeith:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
wassnhierlos?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Es<br />
werden in den nächsten vier Jahren 2500 neue Lehrkräfte eingestellt um<br />
den gestiegenen Schülerzahlen gerecht zu werden. Das wird bei der<br />
bestehenden Haushaltslage schwer genug, ist aber dringend notwendig.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">pab:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Wie stehen Sie zum Internet? Arbeiten Sie mit eMail?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Ich<br />
befinde mich in den Anfängen. Persönlich arbeite ich noch nicht mit<br />
e-mail, aber was ich hier erlebe könnte mich neugierig machen.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Moderator:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
haben Sie denn privat einen Computer?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">RKuzerra:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Interessante Frage.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
No Sir, da ich aus Zeitgründen weniger als andere zu Hause bin habe ich es auch noch nicht als Mangel empfunden.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">kritik:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
sind sie tatsächlich der Meinung, mit2500 zusätzlichenLehrkräften die komplette Bildungsmisere aufzulösen?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Es<br />
ist ein Anfang und hilft die Probleme zu lindern. Mehr wäre möglicher<br />
Weise wünschenswert, aber es gibt die Grenzen einer dramatischen<br />
Haushaltslage.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Klaus1:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Wie<br />
stehen Sie zu privaten Schulinitiativen wie beispielsweise der<br />
dolf-Steiner-Schule oder auch der privaten Universität in<br />
Witten-Herdecke? Könnte das den staatllichen Bildungsbetrieb nicht<br />
weiter entlasten und qualitativ verbessern?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Das<br />
sind alles sinnvolle Ergänzungen staatlicher Schulangebote, kann aber<br />
die Notwendigkeit staatlicher Schulangebote nicht ersetzen und sollte<br />
es auch nicht tun.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">EinCSU-ler:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
wie sieht es mit den EU Beitrag nun aus?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">EinCSU-ler:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
sind jaehrlich 14 Mrd.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">EinCSU-ler:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Mit14 Mrd liesse siche eine menge machen<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Der<br />
Nutzen den die Bundesrepublik aus dem europäischen Einigungsprozeß<br />
zieht läßt sich an der Höhe der Nettobeiträge zur EU allein nicht<br />
bemessen, ohne die Möglichkeiten des Binnenmarktes stünde es<br />
wirtschaftlich sehr viel schlechter um die Bundesrepublik.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Cerry:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">also&#8230;ich<br />
ahhte mal 2 Staatsbuergerschaften&#8230;.musste mich letztendlich fuer eine<br />
entscheiden&#8230;&#8230;Was mir nicht schwer gefallen ist, da beide Länder zur<br />
EU gehoeren&#8230;es demnach sowieso relativ egal ist. Problematisch wird<br />
es nur bei nicth EU-Staaten, oder ?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Warum<br />
eigentlich? Auch da geht es doch nur um die, die in der Bundesrepblik<br />
schon heimisch geworden sind und die integraler Bestandteil der<br />
Bevölkerung geworden sind.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">pab:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Was halten Sie in diesem Zusammenhang von der Ueberlegung Schilys, Lehrer nicht mehr nur als Beamte einzustellen?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Moderator:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Frage war schon ein bischen älter sorry&#8230;<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Ein<br />
vernünftiger Vorschlag. Lehrer brauchen keine &#8220;Staatsmänner oder<br />
Staatsfrauen&#8221; zu sein und damit auch keine Beamte. Woanders in Europa<br />
sind sie es ja auch nicht.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Philipp:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Was ist Ihre Prognose für das Wahlergebnis der Grünen am Sonntag?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Ich bin z.Zt. Wahlkämpfer kein Wahlforscher. Ich hoffe auf ein gutes Ergebnis ür Grün und Rot-grün und bin gespannt.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">pab:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Wo sehen Sie die Gruenen in 4 Jahren?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">RKuzerra:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Sind die Grünen auf dem Weg, eine Art Öko-FDP zu werden, wie die TAZ heute schreibt?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Die<br />
FDP ist doch längst zu einer Partei für die Besserverdienenden<br />
verkümmert, deshalb kann sie kein Vorbild für die Grünen sein.<br />
ImÜbrigen hoffe ich, dass die Grünen in vier Jahren noch stärker als<br />
die Partei erscheinen, die die Rolle eines politischen Gewissens nicht<br />
nur für die Belange der Umwelt sondern auch für die Sache der<br />
Demokratie und des Rechtsstaats spielen.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">EinCSU-ler:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Ist Juergen Trittin wirklich der beste Mann im Umweltministerium, oder wurde da nur die Parteilinke bedient?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Die<br />
FDP ist doch längst zu einer Partei für die Besserverdienenden<br />
verkümmert, deshalb kann sie kein Vorbild für die Grünen sein.<br />
ImÜbrigen hoffe ich, dass die Grünen in vier Jahren noch stärker als<br />
die Partei erscheinen, die die Rolle eines politischen Gewissens nicht<br />
nur für die Belange der Umwelt sondern auch für die Sache der<br />
Demokratie und des Rechtsstaats spielen.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Jürgen<br />
Trittin macht seine Sache so gut wie es in der Koalitionsvereinbarung<br />
in Bonn mit der SPD vorgesehen ist. Wenn es in der Frage des<br />
Atomausstieges jetzt manchmal geknirscht hat, dann lag das an beiden<br />
Seiten der Koalition.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Philipp:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Wird sich die Basis der Grünen die &#8220;Realo-Diktatur&#8221; in Bonn weiter gefallen lassen?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Eine Diktatur gibt es natürlich weder von Seiten der Realos noch von anderer Seite. Da geht es nach wie vor demokratisch zu.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">gundi:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
fiebern Sie dem Sonntag entgegen?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Jawohl.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Moderator:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
und wie gestalten Sie die letzten Stunden vor der Wahl?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Ich werde versuchen Kräfte zu sammeln!<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Moderator:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Zu der Wahlwerbung:<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">pest:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Neu<br />
ist aber, daß hier nicht eine Partei für Ihr Programm wirbt, sondern<br />
eine Regierung für ein Gesetz (und gegen eine Opposition)<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Moderator:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Wie stehen Sie dazu, Herr v. Plottnitz?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Die<br />
Regierung hat ja auch die Aufgabe über den Inhalt von Gesetzen<br />
aufzuklären und im Zweifel auch für sie zu werben. Gegen die Opposition<br />
hat sie in diesem Zusammenhang ja auch kein Wörtchen gesagt.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">DCT:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">&#8230;.pardon,<br />
vielleich kam die Frage schon&#8230;. Herr von Plotniz können sie sich<br />
vorstellen, daß es zu einer sozialliberalen Koalition in wiesbaden<br />
komm, und unter wechen Umständen??<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">DCT:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
&#8230;.ich denke insbesondere an die Frages des Flughafenausbaus, oder werden die Grünen wieder klein beigeben??<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Vorstellen<br />
kann ich mir manches aber die SPD wird sich im Zweifel sehr genau<br />
überlegen, ob sie an der Seite der Partei für die Besserverdienenden<br />
glücklich werden kann und mit der FDP die jetzige rot-grüne<br />
Gestaltungsmehrheit inMBundesrat preisgeben will.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Moderator:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Wie ist Ihre Position zum Flughafenausbau?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Zum<br />
Flughafenausbeu: da werden die Grünen nicht klein beigeben, sondern am<br />
Ende mit ihrer ablehneden Haltung Recht behalten. Ein solches Projekt<br />
ist in Frankfurt/MAin politisch nicht durchsetzbar, wie man nicht<br />
zuletzt auch am Nein der Frankfurter Oberbürgermeisterin, die der CDU<br />
angehört ablesen kann.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">pab:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Welche<br />
Aufgaben moechten Sie als erstes in Angriff nehmen, wenn Sie ueber den<br />
7. Februar hinaus als Justizminister in Hessen taetig sind? </span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Zu den wichtigen Aufgaben gehört es die Bürgerrechte auch in Zukunft zu<br />
verteidigen und für den Fortbestand liberaler und rechtsstaatlicher<br />
Tradition in Hessen zu sorgen. Wegen der Überbelegungsprobleme in<br />
Hessens Knästen werden wir aber leider auch die Schaffung einer neuen<br />
Haftanstalt in Angriff nehmen müssen.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">pest:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
has disappeared.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Moderator:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Herr von Plottnitz, werden Sie sich für das thema neue Medien weiter verstaerkt einsetzen?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Na klar! Zumal wir nach meinem Eindruck in Hessen noch manchen Nachholbedarf haben.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Moderator:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Herr<br />
von Plottnitz, die Zeit ist schon fast rum, uns wuerde noch kurz Ihre<br />
Meinung zum Chat interessieren, fuehlen Sie sich nachdem Jungfern Chat<br />
geruestet fuer weitrere?<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Ja<br />
durchaus. Die Sache hat mir Spaß gemacht und Appetit auf weitere<br />
Erfahrungen. Hier jetzt noch zum Abschluß unsere website-Adresse:<br />
www.hessen.de/justiz_euro </span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Moderator:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Im Namen von politik-digital moechten wir Ihnen ganz herzlich fuer den<br />
virtuellen Besuch bedanken. Gruss aus der ueberfluteten Speicherstadt!<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Nicola99:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Alles Gute fuer die Wahl am Sonntag, ich druecke Ihnen die Daumen!<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Larsandl:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
War interessant, Sie sollten haeufiger einmal einen Chat besuchen 🙂<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Klaus1:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Danke!<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">pab:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Viele Gruesse nach Frankfurt!<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">pab:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Herr von Plottnitz, wir bedanken uns sehr herzlich bei Ihnen, dass Sie bie politik-digital im Chat zu Gast waren.<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Plottnitz:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
Danke an alle !<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Cerry</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><b><br />
gruesst auch mal *winke*&#8230;.tschuess Rupert *fg*<br />
</b></span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">DCT:</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><br />
&#8230;.vielen dan und Vguten Mut, wünsch´ich ihnen Herr v.P<br />
</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right"><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;">Cerry</span></th>
<td><span style="font-size: x-small; font-family: arial,helvetica;"><b>glaubt,<br />
Herr von Plottnitz kann sich gar nicht vom Chatt trennen. Vielleicht<br />
gehoert er ja selbst bald zu denn Stamm-Chattern hier und man sieht<br />
sich auf einem der Chattertreffen *fgl*<br />
</b></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!-- Content Ende --></p>
<table border="0" width="390" cellspacing="0" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="center">&nbsp;</p>
<p><center><br />
<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Kommentieren<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><br />
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<p><center><br />
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Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span></center></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<hr align="left" noshade="noshade" size="1" width="390" />
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;"><b>Weiterführende Links:</b></span></p>
<ul>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/cyberwar/">Dossier Cyberwar</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/netzpolitik/cybercrime/">Internet, Kriminalität und Datenschutz</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/salon/chat/">politik-digital Chat</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/salon/termine/">Chat Termine bei politik-digital</a><b><span style="color: #666666;">Links im Internet:</span></b></li>
<li><a href="http://www.hessen.de/">hessen.de</a></li>
<li><a href="http://www.gruene.de/">Homepage der Grünen</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
	</channel>
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